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Brandon Sanderson – Der Ruf der Klingen (Sturmlicht-Chroniken 5)

Die Sturmlich-Chroniken

Band 1: Der Weg der Könige“
Band 2: Der Pfad der Winde“
Band 3: „Die Worte des Lichts“
Band 4: „Die Stürme des Zorns”
Band 5: „Der Ruf der Klingen“
Band 6: „Die Splitter der Macht“ (vrsl. März 2019)

Die Heere Alethis haben die erste Schlacht gegen die Bringer der Leere gewonnen, den ersten Ewigsturm überstanden und die geheimnisvolle Stadt Urithiru gefunden. Allerdings haben sie für diesen Erfolg einen hohen Preis gezahlt, und natürlich war das alles nur der Anfang!

Der Ewigsturm bläst aus der entgegengesetzten Richtung wie die Großstürme und erwischt damit sämtliche Städte und Siedlungen von der ungeschützten Seite. Außerdem hat er die Parscher erweckt, die sich nun unter den Bringern der Leere zum Krieg sammeln. Die Verbindung zur Hauptstadt ist abgerissen.

Dalinar steht nun vor der schwierigen Aufgabe, den gesamten Kontinent gegen die Bringer der Leere zu vereinen, wobei ihm allerdings sein Ruf im Weg steht. Und dann wäre da auch noch der Mord an Sadeas und Urithiru selbst, das außerordentlich seltsam zu sein scheint. Brandon Sanderson – Der Ruf der Klingen (Sturmlicht-Chroniken 5) weiterlesen

Brandon Sanderson – Der Pfad der Winde (Die Sturmlicht-Chroniken 1, Teil 2)

Die Sturmlicht-Chroniken:

Band 1 (Teil 1): „Der Weg der Könige“
Band 1 (Teil 2): „Der Pfad der Winde“
Band 2: – angekündigt für Ende 2012 / Anfang 2013 –
Band 3: – angekündigt für „ein Jahr nach Band 2“ –

In einem Augenblick des Zornes auf Jasnah hat Shallan nun doch noch den Seelengießer der Prinzessin gestohlen. Eigentlich könnte sie nun nach Hause zurückkehren, doch sie kann sich von ihren Studien nicht recht losreißen. Bis es zu spät ist …

Kaladin hat den Großsturm überlebt. Die Erkenntnis, dass die Brückenmänner als Köder benutzt werden, hat ihm allerdings jede Hoffnung genommen, er könnte das Los seiner Männer innerhalb der Armee verbessern. Also fängt er an, an einem Fluchtplan zu basteln …

Dalinar hat sich eigentlich schon dazu durchgerungen, zugunsten Adolins abzudanken. Als jedoch die Königinmutter Navani ihm und seinen verblüfften Söhnen nach einer seiner Visionen beweisen kann, dass diese echt sein müssen, überdenkt er seine Situation völlig neu …

„Der Pfad der Winde“ ist genauso dick wie sein Vorgänger. So richtig in Bewegung geraten ist die Sache zwar noch nicht, aber allmählich tut sich was. So einfach lassen sich die Fortschritte im Einzelnen jedoch gar nicht aufzudröseln, weil Brandon Sanderson alles extrem dicht miteinander verknüpft hat. Charaktere und Handlung lassen sich da kaum noch trennen.

Kaladin gelingt es nach einem Gespräch mit dem Narren des Königs, sich endlich von seinen Selbstzweifeln zu verabschieden, was ein echter Gewinn ist. Gleichzeitig machen sich immer deutlicher besondere Fähigkeiten bei dem jungen Mann bemerkbar, die denen Szeths verblüffend ähneln, was ein ganze Menge neuer Fragen aufwirft.

Auch Shallan macht einige wichtige Entdeckungen, sowohl in Bezug auf den Seelengießer als auch im Hinblick auf ihre eigenen Fähigkeiten. Das führt zu einer massiven Veränderung ihrer Position.

Dalinar wiederum ist sich nun zwar sicher, dass er nicht verrückt wird, weiß aber noch immer nicht, woher seine Visionen stammen und ob er ihnen trauen kann. Auch sein schwieriges Verhältnis zu Navani macht ihm zu schaffen. Bis Sadeas ihm – eher unfreiwillig – zu Hilfe kommt.

Letzten Endes haben sämtliche Charaktere am Ende an Selbstsicherheit gewonnen, sie sind alle an ihren Probleme ein Stückchen gewachsen. Diese Weiterentwicklung hat der Geschichte sehr gut getan und darf sich im nächsten Band ruhig noch weiter fortsetzen.

Gewonnen hat die Geschichte auch durch die Rückblenden in Kaladins Vergangenheit. Die gab es zwar auch schon im ersten Band, dort unterstrichen sie jedoch eher den depressiven Zustand Kaladins, während sie diesmal auch Antworten auf viele Andeutungen und Fragen liefern, zum Beispiel, wie Kaladin zum Sklaven geworden ist. Dadurch sind viele Zusammenhänge deutlich geworden, was die Handlung insgesamt kompakter und einheitlicher wirken lässt.

Der Aspekt der Magie wurde ebenfalls ausgebaut, und das in zwei verschiedene Richtungen, die zumindest bisher nichts miteinander zu tun zu haben scheinen.
Aufgrund all dieser neuen Entwicklungen stört es auch nicht allzu sehr, dass Shallan sich noch immer fast ausschließlich im Bibliothekskomplex aufhält, und dass die Alethi noch immer in ihrem festgefahrenen Krieg mit den Parschendi festhängen, zumal durch die neue Taktik, für die Dalinar endlich einen Partner gefunden hat, auch hier das monotone Muster der bisherigen Kriegsführung aufgebrochen wurde. Und zu guter Letzt wartet Brandon Sanderson am Ende des Buches noch mit einer saftigen Überraschung auf.

Mit anderen Worten, jetzt, wo die Angelegenheit langsam Fahrt aufnimmt, wird es zunehmend spannend und interessant. Die Längen, die der erste Band teilweise noch aufwies, fehlen hier. Die Charaktere haben sich durch ihre Entwicklung ein wenig vertieft, und die Verwirrung, die der Leser im ersten Band angesichts vieler Andeutungen und fehlender Zusammenhänge noch empfand, löst sich allmählich auf. Trotzdem bleiben immer noch genug Fragen offen, um die Neugier auf den dritten Band wachzuhalten. Romantikfreunde setzt dieser Zyklus ziemlich auf Diät, aber wer es episch, geheimnisvoll und rätselhaft mag, ist hier auf jeden Fall richtig, zumal die diversen Kampf- und Schlachtszenen dafür sorgen, dass auch Actionfans nicht zu kurz kommen. Die Geduld, die es braucht, um sich einzulesen, lohnt sich spätestens ab dem zweiten Band.

Brandon Sanderson gehört zu denjenigen, die bereits als Kinder phantastische Geschichten schrieben. Sein Debütroman „Elantris“ erschien 2005, seither war er ungemein fleißig. Neben den |Sturmlicht-Chroniken| schreibt er an seinem Jugendbuchzyklus |Alcatraz|, der inzwischen bis Band vier gediehen ist, sowie an den beiden Serien |Warbraker| und |Dragonsteel|. Außerdem hat er das Angebot angenommen, nach Robert Jordans Tod dessen Zyklus |Das Rad der Zeit| zu Ende zu bringen. Auch dafür sind drei Bände veranschlagt, von denen zwei bereits erschienen sind. In der deutschen Übersetzung wurden die Bände offenbar geteilt, zusätzlich zu den beiden, im letzten Jahr erschienen Büchern wurden für Oktober zwei weitere angekündigt. Gleiches scheint auch für die |Sturmlicht-Chroniken| zu gelten, denn im englischen Original existiert bisher nur ein Band, während die deutsche Übersetzung mit „Der Pfad der Winde“ bereits bei Band zwei angekommen ist.

Hardcover: 784 Seiten
Originaltitel: The Way of Kings – The Stormlight Archive 1 (Teil 2)
Aus dem Amerikanischen von Michael Siefener
 ISBN: 978-3-453-26768-8
 http://www.randomhouse.de/heyne
 http://www.brandonsanderson.com

Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (8 Stimmen, Durchschnitt: 4,50 von 5)

Sanderson, Brandon – Weg der Könige, Der (Die Sturmlicht-Choniken 1, Teil 1)

Die Sturmlicht-Chroniken:

Band 1: „Der Weg der Könige“
Band 1 (Teil 2): „Der Pfad der Winde“ (08.08.2011)
Band 2: – angekündigt für Ende 2012 / Anfang 2013 –
Band 3: – angekündigt für „ein Jahr nach Band 2“ –

Kaladin ist der Sohn eines Chirurgen und wurde von seinem Vater dazu ausgebildet, ebenfalls Chirurg zu werden. Inzwischen ist er allerdings ein Sklave, der täglich ums Überleben kämpfen muss. Sein Wunsch, anderen Menschen zu helfen, scheint jedoch unverwüstlich zu sein …

Shallan ist eine junge Adlige, deren Familie in ziemlichen Schwierigkeiten steckt. Deshalb will sie unbedingt von Prinzessin Jasnah als Mündel angenommen werden. Diese Position würde sie in die Lage versetzen, einen kniffligen Plan in die Tat umzusetzen. Doch je besser Shallan ihre Mentorin kennen lernt, desto größer werden ihre Skrupel …

Szeth ist eine Waffe. Und diejenigen, die über den Einsatz dieser Waffe entscheiden, haben ihm einen extrem unangenehmen Auftrag erteilt: Töte den König von Alethkar!

Dalinar, der Bruder des Königs, war einst ein viel bewunderter, starker Krieger. In letzter Zeit aber hat er regelmäßig Anfälle und Visionen, die er nicht deuten kann. Dalinar ist überzeugt davon, dass diese Visionen wichtig sind, doch im Heer machen bereits Gerüchte über Schwäche und Wahnsinn die Runde …

„Der Weg der Könige“ ist ein richtig dicker Schinken, und das liegt nicht unbedingt an der Tiefe der Charakterzeichnung. Tatsächlich erfährt man über die Charaktere nicht allzu viel. Kaladin war schon als Junge hin- und hergerissen zwischen Heilen und Kämpfen, denn obwohl er Letzteres gar nicht gelernt hat, beherrscht er es ziemlich perfekt. Seine Überzeugung, auch durch Kämpfen andere Menschen retten zu können, wird allerdings schon bald über den Haufen geworfen. Wer – oder besser, was genau – Kaladin tatsächlich ist, erfährt der Leser jedoch nicht. – Schallan liebt vor allem die Naturwissenschaften, und wäre ihre Familie nicht in Gefahr, würde sie das Studium bei Prinzessin Jasnah in vollen Zügen genießen. Wie genau es aber gekommen ist, dass ausgerechnet sie die Familie retten muss, obwohl sie doch noch eine Menge Brüder hat, ist bisher nicht klar geworden. – Von Szeth erfährt man nur, dass ihm das Töten nicht gefällt. Was dazu geführt hat, dass er eine solche Aufgabe auferlegt bekam, ist nirgendwo erwähnt. – Und auch Dalinar ist zumindest bisher noch auf den inneren Kampf beschränkt, der sich in ihm abspielt, seine Unsicherheit im Hinblick auf seine Visionen und seine Bemühungen, das Reich zusammenzuhalten.

Ich fand es ein wenig schade, dass die Figuren so stark auf einige wenige Punkte ihrer Persönlichkeit beschränkt waren. Bei Dalinar störte es mich noch am wenigsten, Shallan dagegen wirkt schon ein wenig flach, und auch Kaladin darf sich durchaus noch entwickeln.

Ähnliches gilt für den Entwurf der Welt. Es ist eine kahle, abweisende Welt. Regelmäßig toben tödliche Stürme über das Land hinweg, was dazu geführt hat, dass selbst die Vegetation mit Stein gepanzert ist oder sich beim geringsten Anzeichen von Gefahr versteckt. Der Großteil der Handlung spielt auf einer Ebene, die in zahllose Stücke unterschiedlicher Größe zerbrochen ist. Die Spalten zwischen den Stücken sind schroff, tief und werden bei jedem Sturm von tödlichen Wassermassen geflutet. Ein wenig wohnlicher wirkt die Stadt, in der Schallan sich aufhält, allerdings beschränkt die Beschreibung sich hier großteils auf die Bibliothek, in der Shallan ihren Studien nachgeht.
Auch die Darstellung der Magie ist lückenhaft. Sie beruht bisher hauptsächlich auf Sturmlicht, einer Art Energie. Diese Energie wird gewonnen, indem Edelsteine dem Sturm ausgesetzt und dabei sozusagen aufgeladen werden. Diese Energie kann aber nicht nur für Magie, sondern auch für Maschinen benutzt werden. Edelsteine sind deshalb von immenser Bedeutung und werden auch als Zahlungsmittel benutzt. Szeth allerdings scheint die Energie direkt in sich aufzunehmen, wie er das schafft, ist unklar.

Dabei wäre genug Raum gewesen, um diesbezüglich etwas mehr ins Detail zu gehen. Zumindest hätte man die Handlung zugunsten dieser Details problemlos ein wenig kürzen können, denn stellenweise zieht sie sich schon ziemlich. Vor allem der Teil in den Kriegslagern hätte Straffung vertragen. Nicht, dass es uninteressant gewesen wäre, wie Kaladin sein persönliches Tief überwindet und erneut den Kampf ums Überleben auf für seine Leidensgenossen aufnimmt, oder wie die Situation für Dalinar immer schwieriger wird. Was stört, ist die Tatsache, dass sonst nichts geschieht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so was mal sagen würde, aber hier wurde schon ein wenig zu viel Augenmerk auf die Entwicklung von Personen gelegt, vor allem, weil sich diese Entwicklung nur auf einen einzigen Punkt bezog.

Vielleicht hätte Brandon Sanderson diesen Eindruck ein wenig abmildern können, wenn er seine Handlungsstränge etwas mehr gemischt hätte. Statt dessen hat er sich stets über längere Zeit auf höchstens zwei dieser Stränge konzentriert und die anderen währenddessen komplett ruhen lassen. Im Falle von Szetz ist es sogar so, dass er fast nur in den Zwischenspielen vorkommt und kaum als eigener Handlungsstrang bezeichnet werden kann.

Insgesamt blieb ein durchwachsener Eindruck zurück. Es braucht Zeit, bis man sich eingelesen hat, da der Autor von Anfang an ziemlich gnadenlos mit spezifischen Begriffen um sich wirft, deren Bedeutung der Leser sich erst erschließen muss. Die Ideen im Zusammenhang mit der Magie, der Kultur und der Historie der Welt klingen aber sehr vielversprechend, die Figuren sind sympathisch und nachvollziehbar. Ein Plot ist bisher allerdings kaum auszumachen, da die Handlung trotz diverser Kämpfe gegen Feinde und Ungeheuer großteils auf der Stelle tritt. Da es sich um einen Mehrteiler handelt, ist davon auszugehen, dass Figuren, Magie und Historie noch weiter ausgebaut werden, schließlich gibt es eine ganze Menge Fragen zu beantworten, und darauf bin ich ziemlich neugierig. Ich hoffe allerdings, dass sich die Handlung im nächsten Band etwas zügiger entwickelt, als sie es bisher getan hat.

Brandon Sanderson gehört zu denjenigen, die bereits als Kinder phantastische Geschichten schrieben. Sein Debütroman „Elantris“ erschien 2005, seither war er ungemein fleißig. Neben den Sturmlicht-Chroniken schreibt er an seinem Jugendbuchzyklus Alcatraz, der inzwischen bis Band vier gediehen ist sowie an den beiden Serien Warbraker und Dragonsteel. Außerdem hat er das Angebot angenommen, nach Robert Jordans Tod dessen Zyklus Das Rad der Zeit zu Ende zu bringen. Auch dafür sind drei Bände veranschlagt, von denen zwei bereits erschienen sind. In der deutschen Übersetzung wurden die Bände geteilt, zusätzlich zu den beiden, im letzten Jahr erschienen Büchern wurden für Oktober zwei weitere angekündigt. Gleiches gilt auch für die Sturmlicht-Chroniken, denn im englischen Original existiert bisher nur ein Band, trotzdem kommt im August eine Fortsetzung unter dem Titel „Der Pfad der Winde“ in die deutschen Buchläden.

Hardcover: 896 Seiten
Originaltitel: The Way of Kings – The Stormlight Archive 1 (Teil 1)
Aus dem Amerikanischen von Michael Siefener
 Mit zehn Schwarzweiß-Abbildungen
 ISBN: 978-3-453-26717-6
http://www.randomhouse.de/heyne
 http://www.brandonsanderson.com

Der Autor vergibt: (4.0/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (2 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)

Sanderson, Brandon – Sturmklänge

Die junge Siri ist zwar eine idrisische Prinzessin, da sie aber die jüngste von vier Geschwistern ist, ist sie eigentlich ziemlich unwichtig. Zumindest glaubt sie das. Bis ihr Vater zu ihrem Schrecken plötzlich beschließt, sie an Stelle ihrer ältesten Schwester Vivenna als Braut nach Hallandren zu schicken.

Vivenna ist fast so entsetzt wie Siri. Immerhin wurde sie selbst seit frühester Kindheit darauf vorbereitet, Hallendrens Gottkönig zu heiraten. Wozu all diese harten Jahre strengster Erziehung, wenn ihr Vater nun auf einmal die jüngere Schwester ihr vorzieht? Vivenna ist nicht in der Lage, sich mit der neuen Situation einfach abzufinden …

Auch in Hallandren ist man überrascht – und mißtrauisch. Die Jüngste der Prinzessinnen ist ein unbeschriebenes Blatt, da alle hallandrenischen Spione auf die Älteste angesetzt waren. Was hat Hallandren von ihr zu erwarten? Unterwanderung? Ein Attentat? Oder gar Krieg?

Tatsächlich denkt Siri an nichts von all dem. Sie ist ein überschwänglicher Wildfang, der seine Zeit bisher damit verbracht hat, den Unterricht zu schwänzen und stattdessen in der Wildnis herumzustreifen. Aufgrund dieser fehlenden Erziehung ist sie noch ein wenig naiv, äußerst unbefangen und politisch völlig ahnungslos. Auf die neue Umgebung reagiert sie deshalb zunächst mit Angst und Unsicherheit. Da sie jedoch weit aufgeschlossener und unvoreingenommener ist als ihre Schwester, lernt sie mit der Zeit, sich zurechtzufinden.

Vivenna, die Siri nach Hallandren folgt, um sie aus den Fängen des Gottkönigs zu befreien, tut sich wesentlich schwerer damit, sich anzupassen. Die strenge und fromme junge Frau mit der ausgeprägten Selbstbeherrschung fühlt sich im Gegensatz zu Siri von der Flut der Farben und von der ungewohnten Kleidung der Leute in Hallandrens Hauptstadt abgestoßen. Je länger sie sich allerdings dort aufhält und je mehr sie erlebt, desto mehr geraten ihre Überzeugungen und Glaubenssätze ins Wanken …

Lichtsang, der Gott des Heldenmuts, dagegen hat keine Glaubenssätze. Im Gegenteil ist er fest davon überzeugt, kein Gott zu sein. Da er aber keine Möglichkeit hat, sich dem Kult um seine Person zu entziehen, flüchtet er sich in übertriebenen Spott und Leichtfertigkeit und weigert sich beharrlich, sich an den politischen Intrigen der Götter untereinander zu beteiligen.

Und dann wäre da noch Vasher, der Mann in der Rolle des geheimnisvollen Kämpfers. Sein Erscheinungsbild erinnert fast an einen Landstreicher, allerdings besitzt er ein ziemlich ungewöhnliches Schwert, das er auf noch ungewöhnlichere Weise benutzt.

Brandon Sanderson hat hier eine äußerst vielschichtige Charakterzeichnung abgeliefert. Keiner seiner Charaktere lässt sich von Anfang an in eine Schublade stecken, nicht einmal Nebenfiguren wie Blaufinger, der Haushofmeister des Palastbezirks. Gleichzeitig sind sie sehr lebendig und glaubwürdig gezeichnet, sowohl in ihrer Ausgangssituation als auch in ihrer Entwicklung, soweit vorhanden. Vor allem Lichtsang und Vivenna fand ich ausgesprochen gut gelungen, und selbst Vasher, über den man erst spät etwas und dann nur wenig erfährt, entwickelt ein gewisses Maß an Persönlichkeit.

Der Kontext, in den der Autor seine Figuren gesetzt hat, ist ziemlich komplex. Das fängt schon damit an, dass hier Magie und Religion nicht eindeutig zu trennen sind. Magie besteht zunächst darin, mithilfe von Farbe und menschlichem Hauch totes Material zum „Leben“ zu erwecken. Je nach Kommando kann das erweckte Material bestimmte Aufgaben erfüllen, ein Seil zum Beispiel etwas aktiv in die Höhe befördern.

Mit Hauch ist allerdings nicht einfach menschlicher Atem gemeint, sondern eine Art Energie. Jeder Mensch besitzt von Geburt an einen Hauch. Für die meisten Erweckungen ist jedoch mehr als ein Hauch erforderlich, außerdem bedeutet der Besitz einer großen Anzahl Hauche sowohl gesellschaftlichen Status als auch einen Zuwachs an Fähigkeiten und magischer Kraft.

Zugleich ist Hauch aber auch die Nahrung der Götter, die sie von ihren Gläubigen beziehen. Die Menschen können auch ohne Hauch leben, die Götter jedoch sterben, wenn sie nicht jede Woche einen menschlichen Hauch aufnehmen. Dabei besitzen sie selbst ebenfalls einen Hauch, der um ein Vielfaches stärker ist als der menschliche, den sie jedoch nicht einsetzen können, ohne zu sterben.

Der Einfluss der Götter basiert daher weniger auf ihrer im Grunde eher eingeschränkten magischen Macht als vielmehr darauf, dass sie „zurückgekehrt“ sind: Menschen, die aufgrund der besonderen Umstände ihres Todes erneut zum Leben erwacht sind. Das Volk betrachtet sie als besondere Beschützer, an die sie Bittgesuche richten, die sie um Rat fragen und Ähnliches.

Kommt die Politik dazu, wird die Sache noch komplizierter: Offiziell ist Idris lediglich eine Provinz Hallandrens. Allerdings herrschen dort die Nachkommen jener Familie, die einst auf dem Thron von Hallandren saß! Seit dem Vielkrieg, der zu dieser Situation geführt hat, fürchten die Götter und Priester von Hallandren, die Könige von Idris könnten irgendwann die Herrschaft über Hallandren zurückfordern. Dabei ist Idris dazu politisch gar nicht in der Lage, obwohl das kleine Gebirgsland sämtliche Pässe in die nördlichen Königreiche und nahezu sämtliche Kupfervorkommen des Landes kontrolliert.

Tatsächlich fürchtet Idris nichts mehr, als irgendwann von Hallandren doch noch vollständig unterworfen zu werden, denn seine Bewaffnung ist schlecht und die Anwendung von Magie ist in Idris aus religiösen und ethischen Gründen verpönt, Hallandren dagegen verfügt über eine ganze Armee von Leblosen, womit erweckte Leichen gemeint sind. So belauern sich beide Seiten gegenseitig voller Misstrauen und in ständiger Erwartung, dass der andere demnächst angreifen wird.

Dabei bildet der Rat der Götter, der über Hallandren herrscht, keineswegs eine einheitliche politische Front. Kriegsbefürworter stehen Kriegsgegnern gegenüber, und überall wird intrigiert und geschachert. Das geht so weit, dass eine der Göttinnen Siris unschuldige Naivität als Maske abtut, weil sie sich nicht vorstellen kann, dass jemand in dieser Position keine geheimen Absichten verfolgt.

Um das Maß vollzumachen, hat Brandon Sanderson seine Handlung auch noch auf mehrere Stränge verteilt. Während im Palast die verwirrte und eingeschüchterte Siri und der Gottkönig allmählich einander näherkommen, versucht Vivenna mit Unterstützung einer Söldnergruppe, eine Art Partisanenkrieg auf die Beine zu stellen, um den drohenden Krieg wenigstens bis zum Winter hinauszuzögern und Idris so eine bessere Position zu verschaffen. Von den Hallandrenern wird dies wiederum als Vorstufe zu einem Angriff durch Idris verstanden, was dazu führt, dass Lichtsang, der über zehntausend Soldaten der Leblosenarmee das Kommando hat, immer mehr ins Visier seiner göttlichen Kollegen gerät. Und dazwischen huscht Vascher hin und her, ohne dass klar wäre, auf welcher Seite er steht.

Alle diese Handlungsstränge sind nicht nur geschickt miteinander verbunden, sie bedingen einander und führen so zu einer immer stärkeren Zuspitzung der Situation. Und während der gesamten Entwicklung spielt der Autor gekonnt mit den Erwartungen des Lesers, nur um ihn dann mehrmals kräftig zu überraschen, was nicht nur für Abwechslung sorgt, sondern auch für wachsende Spannung.

Herausgekommen ist dabei ein dichter und facettenreicher Roman, dessen präziser Aufbau den Leser trotz aller Komplexität souverän durch die Handlung führt, der mit seinen ausgesprochen menschlichen und lebensechten Charakteren für jeden Leser eine Identifikationsfigur bietet, trotz aller Konflikte und Kämpfe ohne Splatter auskommt und auch ohne einen absoluten übermächtigen Bösewicht Spannung zu erzeugen weiß. Die einzelnen Aspekte sind hervorragend ausbalanciert, sodass das Buch weder actionlastig noch detailverliebt oder psychologisch überfrachtet daherkommt. Fantasy vom Feinsten!

Brandon Sanderson gehört zu denjenigen, die bereits als Kinder phantastische Geschichten schrieben. Sein Debütroman „Elantris“ erschien 2005, seither war er ungemein fleißig. Neben seiner Trilogie Mistborn schreibt er an seinem Jugendbuchzyklus Alcatraz, der inzwischen bis Band vier gediehen ist, sowie an Robert Jordans Zyklus Das Rad der Zeit, dessen vorletzter Band unter dem Titel „Towers of Midnight“ Anfang November in die Buchläden kommt. Außerdem erschien Ende August unter dem Titel „The Way of Kings“ der erste Band seines Zyklus‘ Die Sturmlicht-Chroniken.

Taschenbuch: 762 Seiten
Originaltitel: Warbraker
Deutsch von Michael Siefener
ISBN-13: 978-3453527133

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Der Autor vergibt: (5.0/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (2 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)

Brandon Sanderson – Krieger des Feuers (Mistborn 2)

Mistborn

Band 1: „Kinder des Nebels“

Vin ist es tatsächlich gelungen, den Obersten Herrscher zu töten. Jetzt ist das Reich zerfallen und obwohl es dem idealistischen, jungen Elant Wager gelungen ist, sich zum König über Luthadel zu machen, die Skaa zu befreien und der Stadt eine Verfassung zu geben, ist seine Herrschaft alles andere als stabil. Der neu gebildete Rat ist ständig zerstritten, die Versorgung der Menschen ist nicht gesichert und dann taucht auch noch eine Armee vor den Toren der Stadt auf.

Eine weit gravierendere Folge als das politische Chaos, das der Tod des Obersten Herrschers hinterlassen hat, ist jedoch etwas ganz anderes. Etwas Schleichendes, Ungreifbares, und die einzigen, die es zu bemerken scheinen, sind Vin … und Sazed.

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Brandon Sanderson – Kinder des Nebels (Mistborn 1)

Vin ist sechzehn und auf der Straße aufgewachsen. Überlebt hat sie nur, weil ihr großer Bruder ihr eingebläut hat, keinem Menschen jemals zu vertrauen – und weil sie etwas besitzt, was sie ihr Glück nennt: Eine Art innere Energie, die sie befähigt, andere Menschen zu besänftigen. Damit kommt sie zumindest einigermaßen über die Runden.

Doch eines Tages tauchen zwei Männer im Schlupfwinkel ihrer Bande auf, die ihr gesamtes bisheriges Leben auf den Kopf stellen! Plötzlich findet sie sich in einer Truppe von Revolutionären wieder, die versuchen, den Obersten Herrscher zu stürzen. Ein wahnwitziges Unterfangen, denn der Oberste Herrscher ist nicht einfach nur ein mächtiger Mann. Er ist ein Gott!

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Sanderson, Brandon – Alcatraz und die dunkle Bibliothek

Alcatraz ist schon ein wirklich merkwürdiger Name für einen Jungen. Andererseits ist Alcatraz Smedry auch ein ziemlich seltsamer Junge. Immerhin geht nahezu alles zu Bruch, was er in die Hand nimmt, von komplizierter Technik bis hin zu einfachsten Dingen wie Kochtöpfen und Türklinken. Und als würde ihm diese absonderliche Tatsache im alltäglichen Leben nicht schon genug zu schaffen machen, steht eines Tages auch noch ein alter Mann vor der Tür und behauptet, sein Großvater zu sein. Innerhalb von Minuten verwandelt sich Alcatraz‘ Leben in völliges Chaos, gerade so, als hätte er es selbst in die Hand genommen …

Um es gleich vorweg zu sagen: Dieses Buch ist schlicht nur schräg!

Alcatraz scheint im Grunde ja ein recht normaler Teenager zu sein. Seine Kindheit bestand darin, ständig von einer Pflegefamilie zur nächsten abgeschoben zu werden, und die daraus resultierenden Verlustängste haben dazu geführt, dass er sich gegenüber seiner Umwelt komplett abgeschottet hat. Was natürlich nicht heißen soll, dass er sich nicht immer noch ein intaktes, stabiles Zuhause wünscht, nur scheint dieser Wunsch angesichts der Schäden, die Alcatraz bei jeder Gelegenheit anrichtet, völlig unerfüllbar.

Sein Großvater ist da schon ein wenig abgedrehter. Der wuselige und stets gutgelaunte kleine Mann mit dem weißen Haarkranz und Schnauzbart trägt nicht nur einen Frack und ständig wechselnde Brillen mit bunten Gläsern, er fährt auch einen Oldtimer, der gerade mal Schrittgeschwindigkeit schafft, und hält das Wort „schön“ für einen Fluch.

Außerdem wäre da noch Sing Sing erwähnenswert, ein Hüne von einem Mann, der in einem blauen Kimono herumläuft, aber statt eines Samuraischwertes ein Gewehr auf dem Rücken mit sich herumträgt, zusätzlich zu einer ganzen Anzahl großkalibriger Hand- und Schnellfeuerwaffen, die er in diversen Halftern an Arme und Beine geschnallt hat.

Das mürrische, junge Mädchen in Alcatraz‘ Alter dagegen hat außer seiner scharfen Zunge nur eine kleine Handtasche dabei, die sie, wenn sie sich ärgert, den Leuten um die Ohren haut.

Ihr Gegenspieler wirkt in seinem eleganten schwarzen Anzug und mit seinem verbindlichen Lächeln neben dieser seltsamen Gruppe geradezu gewöhnlich. So lange er vor sein verbliebenes Auge nicht ein Monokel hält, dessen Glas farbig ist …

Und das ist erst der Anfang. Denn mit den bereits mehrfach erwähnten bunten Brillengläsern hat es eine Bewandtnis. Sie sind das Werkzeug der Okulatoren. Und je nachdem, woraus diese unterschiedlichen Linsen hergestellt wurden, kann der Okulator sie für das Verfolgen von Spuren, das Auffinden von Auren, aber auch als Waffe benutzen. Überhaupt scheint Glas der Rohstoff schlechthin zu sein, denn aus ihm werden nicht nur Linsen, sondern auch dehnbare Wände, unzerstörbare Gefängnisgitter und einbruchsichere Tresore hergestellt. In Anbetracht dessen wundert es den Leser kaum noch, dass man die Fahrzeuge, die Großvater Smedry und seine Truppe benutzen, weder betanken noch lenken muss.

Spätestens hier wird klar, dass der Leser es mit Magie zu tun hat. Und natürlich stürzt Alcatraz, der in einer völlig nichtmagischen Welt aufgewachsen ist, erst mal in ziemliche Verwirrung, als er erfährt, dass das ständige Demolieren von allem Möglichen seine magische Gabe ist, so wie es die Gabe seines Großvaters ist, stets zu spät zu kommen, oder die seines Vetters Sing Sing zu stolpern.

Schließlich, als wäre das alles noch nicht skurril genug, stellt sich heraus, dass Alcatraz‘ wohlbekannte, nichtmagische Welt nur deshalb so ist, weil die Bibliothekare dabei sind, die Welt zu erobern, indem sie Wissen unterdrücken. Die Ausmaße dieser Verschwörung nehmen mit fortschreitender Enthüllung immer aberwitzigere Züge an und stellen bald sämtliche Verschwörungstheorien, die je auf dieser Welt in Umlauf waren, völlig in den Schatten.

Nicht minder aberwitzig als die Verschwörung sind die Versuche des Autors, den Leser davon zu überzeugen, dass er nicht nur kein Held, sondern sogar ein ziemlich schlechter Mensch ist, was er hauptsächlich dadurch zu beweisen sucht, dass er der Autor eines Buches ist. Die regelmäßig eingestreuten Kommentare des Erzählers dienen zum einen dazu, dem Leser klarzumachen, was für linke Tricks Autoren anwenden, wenn sie ihre Geschichten erzählen, aber auch dazu, ihn von der geschilderten Verschwörung zu überzeugen.

Das Schräge an der Sache ist, dass Brandon Sanderson dabei so ziemlich alles verdreht und ins Gegenteil verkehrt. Nicht nur, dass Alcatraz sich ständig mit der bissigen Bastille darüber streitet, ob nun Schwerter oder Schusswaffen, Feuer oder elektrisches Licht, Treppen oder Aufzüge moderner und fortschrittlicher sind. Auch die Bezeichnung von Büchern, die in der wirklichen Welt spielen, als Fantasy und umgekehrt gehört dazu. Diverse Absurditäten wie die mit den Dinosauriern (selber lesen!) runden die ganze Sache ab.

Um ehrlich zu sein: Ich würde das Buch nicht als spannend bezeichnen. Aber es ist so verrückt und gleichzeitig so trocken erzählt, so voller Überraschungen und voller ironischer Anspielungen – sei es nun auf den Boom der Verschwörungstheorien, den |american way of thinking| oder die Literatur im Allgemeinen und ihre Produzenten im Besonderen – dass ich mich jederzeit köstlich amüsiert habe und gelegentlich laut lachen musste. Das Lesen dieses Buches hat wirklich Spaß gemacht.

Brandon Sanderson gehört zu denjenigen, die bereits als Kinder phantastische Geschichten schrieben. Sein Debütroman „Elantris“ erschien 2005, seither hat er weitere Romane geschrieben. „The final Empire“ und „The Well of Ascension“ sind Teile seiner Trilogie Mistborn. Außerdem arbeitet der Autor an zwei weiteren Serien, Warbraker und Dragonsteel. „Alcatraz und die dunkle Bibliothek“ ist der erste Band einer Jugendbuchserie, deren Fortsetzung unter dem Titel „Alcatraz und das Pergament des Todes“ im November dieses Jahres erscheint.

Originaltitel: Alcatraz Versus the Evil Librarians
Übersetzt von Charlotte Lungstrass
 Paperback, 304 Seiten

ISBN-13: 978-3-453-52414-9

www.brandonsanderson.com
http://www.heyne.de

Der Autor vergibt: (5.0/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)

 

Brandon Sanderson – Elantris

Eines Morgens erwacht Prinz Raoden von Arelon und stellt entsetzt fest, dass die Shaod ihn ereilt hat, die Verwandlung zum Elantrier. Noch vor zehn Jahren hätte ihn diese Verwandlung zu einem gottähnlichen, magischen Wesen gemacht. Doch heute, nach der Reod, die der strahlenden, magischen Stadt Elantris und ihren Bewohnern den Untergang brachte, bedeutet die Shaod ewige Verbannung ins Innere von Elantris‘ verrottenden Mauern. Doch Resignation liegt Prinz Raoden nicht …

Als Sarene, die Tochter des teoischen Königs und Raodens Braut, in Arelon eintrifft, wird ihr zu ihrer Überraschung mitgeteilt, dass Raoden verstorben sei. Dennoch beschließt Sarene zu bleiben. Zum einen verbieten ihr die Klauseln des Ehevertrages, einen anderen Mann als Raoden zu heiraten, zum anderen will sie das Bündnis zwischen Teod und Arelon nicht gefährden. Nur gemeinsam sind die beiden Länder in der Lage, sich gegen die wachsende Bedrohung aus Fjorden zu behaupten.

Brandon Sanderson – Elantris weiterlesen