Schlagwort-Archive: Titania Medien

Sherlock Holmes – Walpurgisnacht (Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs 8)

Abenteuer am Theater: den Dolch im Gewande?

Im Londoner Lyceum Theatre tritt der berühmte Schauspieler Henry Irving in seiner Paraderolle als Mephisto in „Faust“ auf. Die Inszenierung und die Darsteller werden von Presse und Publikum gefeiert, aber hinter den Kulissen häufen sich besorgniserregende Vorfälle, die Irvings Vertraute Mary Anne Stirling veranlassen, ihren Schauspielschüler in der Baker Street aufzusuchen… (korrigierte Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Hörbuch ab 12 Jahren.

Der Autor

Marc Gruppe ist der Autor, Produzent und Regisseur der erfolgreichen Hörspielreihe GRUSELKABINETT, die von Titania Medien produziert und von Lübbe Audio vertrieben wird. Genau wie dort erscheinen auch „Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ meist im Doppelpack.
Sherlock Holmes – Walpurgisnacht (Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs 8) weiterlesen

Sherlock Holmes – Der Smaragd des Todes (Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – Folge 7)

Holmes & Watson in Verzweiflung: Humor trifft Abenteuer

Die feine Londoner Gesellschaft ist fasziniert von den gewagten Darbietungen Tahi Swawis, einer exotischen Tänzerin. Ihr Bühnenkostüm schmückt ein besonderer Edelstein, der es unter dem Namen „Smaragd des Todes“ zu trauriger Berühmtheit gebracht hat. Viel Blut ist um seinetwillen bereits geflossen und ein Ende scheint nicht absehbar, wie sich schon bald herausstellt … (Verlagsinfo)
Der Verlag empfiehlt das Hörspiel ab 12 Jahren.

Der Autor

Marc Gruppe ist der Autor, Produzent und Regisseur der erfolgreichen Hörspielreihe GRUSELKABINETT, die von Titania Medien produziert und von Lübbe Audio vertrieben wird. Genau wird dort erscheinen auch „Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ meist im Doppelpack.
Sherlock Holmes – Der Smaragd des Todes (Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs – Folge 7) weiterlesen

Robert E. Howard – Das Feuer von Asshurbanipal (Gruselkabinett 77)

Echtes INDY-Feeling: Showdown mit dem Dämon

Steve Clarney, ein unerschrockener, verwegener amerikanischer Schatzjäger, durchforstet mit seinem Diener Yar Ali bereits seit Langem den asiatischen Kontinent, um endlich eines sagenumwobenen Juwels habhaft zu werden: des größten Rubins der Welt, bekannt als „Das Feuer von Asshurbanipal“. Doch wo befindet sich bloß die im „Necronomicon“ des verrückten Arabers Abu al-Hazred erwähnte vergessene Stadt, die übersetzt „Stadt der Teufel“ heißt? (korrigierte und ergänzte Verlagsinfo)

Bei der Erwähnung des Necronomicons“ müssen jedem Lovecraft-Fan die Ohren zucken: Und tatsächlich passt diese Erzählung des langjährigen Lovecraft-Freundes Howard genau in den Cthulhu-Mythos von den Großen Alten.

Der Autor

Der Texaner Robert E(rvin) Howard (1906-36) ist am besten bekannt als Schöpfer der Figur des mächtigen Kriegers Conan. Der Brieffreund von Howard Philips Lovecraft schuf aber in der Zeit der Großen Depression noch viele weitere Gestalten, allesamt Abenteurer und Outlaws, so etwa Bran Mak Morn, Solomon Kane (ein Pirat des 16. Jahrhunderts) und King Kull. Seine rund 160 Erzählungen für „Weird Tales“, die er ab 1925 veröffentlichte, umfassen neben Western, Piratengeschichten und dergleichen auch exzellente, vielfach abgedruckte Horrorgeschichten.

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Edith Nesbit – Die Macht der Dunkelheit (Gruselkabinett 74)

Untote Vergangenheit: Die Nemesis aus dem Dunkel

In einer ländlich gelegenen Kirche befinden sich die prunkvollen Grabstellen zweier grausamer und bösartiger Ritter. Die Einheimischen fürchten die mit lebensgroßen Marmorstatuen versehenen Sarkophage und meiden das Gotteshaus. Dies weckt die Neugier eines jungen Paars von außerhalb. Sie ahnen nicht, dass sie mit dem Feuer spielen … (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Hörspiel ab 14 Jahren.

Die Autorin

Edith Nesbit (1858-1924) war eine englische Autorin, deren Werke für Kinder im englischen Original unter dem „geschlechtslosen“ Namen E. Nesbit veröffentlicht wurden. Sie verfasste über 40 Kinderbücher. Einige davon wurden später verfilmt. (Wikipedia) Das Hörspiel setzt ihre Erzählungen „The Power of Darkness“ (VÖ 2006) und „Man-Size in Marble“ um.

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Mary Fortune – Weiß (Gruselkabinett 75)

Spannend & erotisch: Das Geheimnis des weißen Hauses

Ein junger Arzt, der sich gerade in einem Vorort Londons niedergelassen hat, wird auf seinem Nachhauseritt auf ein gerade bezogenes, einsam gelegenes Landhaus aufmerksam. Es lässt ihn die Frage nicht mehr los, weshalb die neuen Besitzer sämtliche Fensterscheiben von innen weiß gestrichen haben … (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Hörbuch ab 14 Jahren.

Die Autorin

Mary Fortune (1833-1909) hatte ein überaus interessantes Leben. Geboren 1833 in Belfast, Nordirland, wanderte sie mit ihrem Vater nach Kanada aus und heiratete dort 1851 Joseph Fortune, mit den sie einen Sohn hatte. Doch statt bei ihm zu bleiben, folgte sie ihrem Vater bei dessen Auswanderung nach Australien. Dort traf sie am 3.10.1855 ein und bekam im November 1856 einen zweiten Sohn. Im Januar 1858 starb der ältere Sohn, und im Oktober heiratete sie Percy Rollo Brett (möglicherweise bigamistisch).

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Selma Lagerlöf – Nils Holgersson (Hörspiel)

Lehrreiche Abenteuer eines Tunichtguts

Nils Holgersson ist ein Tunichtgut. Erst als ein Wichtelmännchen ihn in einen Däumling verwandelt und er sich den Wildgänsen anschließt, machen ihn die vielen Abenteuer bei den Tieren zu einem guten Menschen. Am Schluss revanchiert er sich dafür, zum Lohn wird er in einen Menschen zurückverwandelt.

Die Autorin

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Edith Nesbit – Das violette Automobil (Gruselkabinett 59)

_Eine Detektivin des Herzens: Der Tod kommt auf vier Rädern_

Georgia Kane, eine freischaffend tätige Krankenschwester, verlässt 1923 das neblige London, um die Betreuung eines Kranken in den Hügeln an der südenglischen Steilküste zu übernehmen. In dem einsam gelegenen Farmhaus ihrer Auftraggeber findet sie eine angespannte Atmosphäre vor, die durch merkwürdige Heimlichkeiten und ein seltsames Ritual geprägt ist. (erweiterte Verlagsinfo)

_Die Autorin_

Edith Nesbit (1858-1924) war eine englische Autorin, deren Werke für Kinder im englischen Original unter dem „geschlechtslosen“ Namen E. Nesbit veröffentlicht wurden. Sie verfasste über 40 Kinderbücher. Einige davon wurden später verfilmt. (Wikipedia)

Werkverzeichnis auf Wikipedia:
• Die Schatzsucher (The Story of the Treasure Seekers; Bastable-Trilogie 1; 1899)
• Der Club der guten Taten (The Would-Be-Goods; Bastable-Trilogie 2; 1901)
• Das rote Haus / Die lustige Ehe (The Red House; 1902)
• Fünf Kinder und zehn Wünsche / Der Sandelf (Five Children and It, Psamead-Trilogie 1; 1902)
• Der Phönix und der Teppich / Feuervogel und Zauberteppich (The Phoenix and the Carpet; Psamead-Trilogie 2; 1904)
• New Treasure Seekers (Bastable-Trilogie 3; 1904)
• Die Eisenbahnkinder ( The Railway Children; 1905)
• The Story of the Amulet (Psamead-Trilogie 3; 1906)
• Das verzauberte Schloß (Enchanted Castle; 1907)
• Die Kinder von Arden (House of Arden; 1908)
• Der Traum von Arden (Harding’s Luck; 1909)
• Die verzauberte Stadt (Magic City; 1910)
• Meereszauber (Wet Magic; 1913)

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

|Die Rollen und ihre Sprecher|

Georgia Kane: Solveig Duda
Marian Eldrige: Doris Gallart
Robert Eldrige: Eckart Dux
Mr. Dawson: Roland Hemmo
Amanda Dawson: Monika Barth
Milly Dawson: Sophia Abtahi
Chauffeur: Michael Schwarzmaier

Regie führten die Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Die Aufnahmen fanden in den Planet Earth Studios und im Fluxx Studio statt. Die Illustrationen trug Firuz Askin bei.

_Handlung_

Georgia Kane sehnt sich nach den Downs an der englischen Südküste zurück. Und dort soll sie heute ihre neue Stelle als Krankenpflegerin antreten. Als sie im nebligen November 1923 am Londoner Bahnhof steht. Findet sie Gelegenheit, der kleinen Tochter von Amanda Dawson zu helfen, die, wie sich herausstellt, eine Nachbarin von Georgias neuen Arbeitgebern ist. Zusammen fahren sie im Zug und als niemand Georgia abholt, nimmt Amanda sie einfach mit. Amanda ist Witwe und lässt sich chauffieren. Als sie aber den Namen des Anwesens „Charlestown“ hört, wird ihre Freundlichkeit zurückhaltend.

Über den Grund wundert sich Georgia noch, als sie dort an die Haustür der Eldridges klopft, bei denen sie jetzt arbeiten soll. Es dauert ewig, bis jemand öffnet, und bis dahin ist Georgia vom Regen pitschnass. Eine alte Frau öffnet, um sie einzulassen, dann kommt ein alter Mann hinzu. Es handelt sich um Marian und Robert Eldridge. Als Erstes gibts natürlich wärmenden Tee, schließlich ist man ja in England.

In Einzelgesprächen wird Georgia allerdings zunehmend verwirrt: Wen sie denn nun pflegen – Marian oder Robert? Jeder meint, es müsse sich um den anderen handeln. Marian meint, Robert phantasiere, weil er Erscheinungen wahrnehme, die gar nicht da seien. Und als Georgia en passant erwähnt, sie habe Amanda Dawson kennengelernt, lässt er tatsächlich vor Schreck die Tasse fallen. Etwas stimmt hier nicht. Doch Fragen weicht das Ehepaar aus.

Als Georgia m nächsten Morgen meint, dass sie sie gar nicht benötigten, widerspricht Marian. Sie hätten ihre Tochter Bessie verloren, die sie sehr liebten. Sie wurde von einem violetten Automobil auf der Landstraße überfahren. Nun sei ihr Leben sinnentleert, und Georgia würde ihnen helfen, es zu bewältigen.

Jeden Tag führt das Ehepaar eine Art Ritual aus, zu dem Georgia nicht eingeladen ist. Sie gehen stets um die gleiche Uhrzeit Richtung Klippen spazieren und kehren stets verstört und aufgewühlt zurück. Eines Tages kehrt Georgia aus dem Dorf zurück und kann die beiden belauschen. Er sagt zu ihr, sie solle ausweichen, er höre, wie es komme, doch sie streitet dies ab. Dann gibt sie nach und weicht aus. Aber vor was? Robert prophezeit, dass bald etwas geschehen werde …

_Mein Eindruck_

Edith Nesbitt ist eigentliche für ihre vielen Kinder- und Jugendbücher bekannt, doch die vorliegende Geschichte spielt unter Erwachsenen. So wie die Autorin im Kinderbuchbereich „erwachsene“ Themen einführte, so schreckt sie auch hier nicht vor dem Thema Sterben, Schuld und Erlösung zurück.

Die beiden Eldridges wirken zunächst wie Goethes harmonisches altes Ehepaar Philemon und Baucis aus „Faust II“. Doch je mehr Georgia Kane sie kennenlernt, desto mehr wird der fundamentale Unterschied sichtbar: Robert sieht ein Auto, das für Marian nicht existiert. Sein Problem: Er fühlt sich als Mörder. Und das Auto ist sein Schicksal. Erst wenn er dieses Schicksal besiegelt und seine Schuld beglichen hat, kann seine Seele Ruhe finden. Doch warum und wie?

|ACHTUNG, SPOILER|

Roberts Tochter Bessie wurde seinerzeit vom violetten Automobil auf der Landstraße angefahren. Dessen Besitzer war als Mr. Dawson bekannt, der immer zu schnell fuhr, weil er nicht aus der Gegend kam. Hier geht es gemächlich zu, keiner hat es eilig, schon gar nicht im Nebel. Bis er und die Automobile kamen.

Robert fand seine verletzte Tochter, so dass sie ihm noch sagen konnte, wer der Fahrer war: Dawson. Als ihn Dawson einmal im Nebel nach dem rechten Weg fragte, rächte sich Robert und nannte ihm die falsche Richtung: immer geradeaus, direkt über die Klippen ins Meer. Dawson starb, und seitdem hält sich Robert für einen Mörder.

Tag für Tag stellt er sich an die Landstraße, um auf ein Auto zu warten, das nur er sehen kann. Wirklich? Eines Tages muss Georgia Marians Stelle einnehmen, weil sich die alte Frau den Fuß verstaucht hat. Wird auch sie das Auto sehen können? Und wenn ja, was wird dann passieren?

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

|Die Sprecher|

Im Zentrum des Stückes stehen im Grunde nur drei Figuren, nämlich die beiden Eldridges und Georgia, die ihre Ersatztochter und Erbin wird. Sie bilden eine gestörte Idylle, die in Ordnung sein könnte, wenn da nur nicht das violette Automobil wäre, das nur Robert sehen kann. Es ist lediglich ein Symbol für sein Schuldbewusstsein – und für den Tod.

Doris Gallart als Marian Eldrige und Eckart Dux als Robert Eldrige harmonieren ausgezeichnet. Man nimmt ihnen ab, dass sie eigenständige Persönlichkeiten sind, aber bereits so weit aufeinander eingespielt, dass sie sich praktisch wortlos verständigen können. Natürlich haben sie auch ihre Differenzen, gerade in der Sache mit dem Auto.

Solveig Ducha als Georgia Kane hat eine angenehme Stimme in Mittellage, die sie weder als naives Dummchen noch als herrische Gouvernante erscheinen lässt, sondern genau dazwischen: vernünftig, aber gefühlvoll und einfühlsam. Georgia ist schwer von Amanda Dawson (Monika Barth) zu unterscheiden, die vor allem durch ihre Mutterrolle charakterisiert ist. Sophia Abtahi spricht die kleine Milly Dawson ganz natürlich, als hätte sie ihren lebtag nichts anderes getan.

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut. Das geht schon bei der Bahnhofsszene los, wo die Dampflok im Hintergrund schnauft und Stimmengewirr herrscht. Georgia in einem donnernden Gewitter mit plätscherndem Platzregen an und bibbert zum Gotterbarmen.

Die heimeligen Geräusche des Eldridge-Heims werden von den Küstenlauten kontrastiert, als da wären Möwengeschrei, Windblasen und Brandungsrauschen. In dieser harmonischen Polarität wirkt das violette Automobil wie der Fremdkörper, der es von Anfang ist.

|Musik|

Die Musik entspricht der eines Scores für ein klassischen Spielfilm, also nicht zwangsläufig für einen Horrorstreifen. Klassische Instrumente wie Violine, Cello und Kontrabass werden manchmal von elektronisch erzeugten Effekten ergänzt. Schnelle Musik deutet Dynamik und Dringlichkeit an, langsame Musik entspannt und manchmal endet eine Szene in einem dramatischen Crescendo. Das ist aber hier weniger der Fall, außer im Finale. Insgesamt ist dieses Hörspiel sehr stimmungsbetont.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

Im Booklet sind die Titel des GRUSELKABINETTS verzeichnet sowie Werbung für Firu Askin zu finden. Die letzte Seite zählt sämtliche Mitwirkenden auf. Ein zweites Booklet listet sämtliche Titel von Titania Medien auf, und zwar auch alle Neuerscheinungen bis Mai 2012.

Hinweise auf die nächsten Hörspiele:

Nr. 59: Edith Nesbit: Das violette Automobil (November 2011)
Nr. 60: Robert E. Howard: Der Grabhügel (ab März 2012)
Nr. 61: Arthur Conan Doyle: Der Ring des Thot (ab März)
Nr. 62: Nathaniel Hawthorne: Rappaccinis Tochter (April)
Nr. 63: Robert E. Howard: Besessen (April)
Nr. 64: Francis Marion Crawford: Der schreiende Schädel (Mai)
Nr. 65: Mary Elizabeth Braddon: Gesellschafterin gesucht (Mai)

_Unterm Strich_

Mir hat das atmosphärisch dichte Hörspiel gut gefallen, denn es baut eine durchgehend wehmütige Stimmung auf, die von einem vergangenen und einem kommenden Unglück etwas überschattet wird. Georgia Kane findet heraus, um was es geht, wie eine Detektivin des Herzens. Das erzeugt sowohl Spannung als auch Mitgefühl für die beiden Hauptfiguren.

Das Problem des Stücks ist natürlich, dass praktisch nichts passiert, sich aber einiges entwickelt. Daher lebt es von der gespannten Erwartung, die dem ansteigenden Schuldgefühl Roberts entspricht. Eines nahen Tages muss sich diese Anspannung entladen und hoffentlich lösen. Ob Robert wirklich Mr. Dawson auf dem Gewissen hat, muss jeder Zuhörer selbst beurteilen. Doch wer eigentlich dieses verhängnisvolle violette Automobil STEUERT, das soll hier nicht verraten werden.

|Das Hörspiel|

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und bekannte Stimmen von Synchronsprechern und Theaterschauspielern einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen. Besonders gut gefielen mir die beiden zentralen Figuren, die sich wirklich Zeit lassen, das richtige und wichtige Wort genau zu platzieren.

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert, und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling.

Wer jedoch mit Dramatik und Romantik absolut nichts am Hut hat, sich aber trotzdem zünftig gruseln will, der sollte zu härterer Kost greifen. Die Hörbücher der „Necroscope“-Reihe von Brian Lumley dürften dem Hörer eine ausreichend starke Dosis verabreichen. Leider hat LPL diese Reihe schon längst endgültig eingestellt.

Audio-CD mit 69 Minuten Spielzeit
ISBN-13: 978-3-7857-4530-4
www.titania-medien.de

 

Gruppe, Marc – Sherlock Holmes – Im Schatten des Rippers (Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs 1)

_|Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs|:_

Folge 1: „Im Schatten des Rippers“
Folge 2: „Spuk im Pfarrhaus“
Folge 3: „Das entwendete Fallbeil“
Folge 4: „Der Engel von Hampstead“ (07.04.2012)

_Zwischen Ermittlung, Action und Splatter: Die Jagd auf den Ripper_

London im Herbst 1888 – die Stadt hält den Atem an. Im East End werden in kurzen Abständen auf brutalste Weise Prostituierte ermordet. Ein sehr persönliches Motiv weckt Sherlock Holmes‘ Interesse an dem ungewöhnlichen Fall. Verkleidet begibt er sich zum Schauplatz der blutigen Verbrechen, dem finsteren Stadtteil Whitechapel … (Verlagsinfo)

Diese Fälle dieser neuen Holmes-Reihe wurden nicht von Sir Arthur Conan Doyle geschrieben, sondern alle von Marc Gruppe. Sie basieren natürlich auf den originalen Figuren, die mittlerweile Allgemeingut geworden sind.

_Der Autor_

Marc Gruppe ist der Autor, Produzent und Regisseur der erfolgreichen Hörspielreihe GRUSELKABINETT, die von Titania Medien produziert und von Lübbe Audio vertrieben wird. Genau wird dort erscheinen auch „Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ stets im Doppelpack.

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

|Die Rollen und ihre Sprecher|

Sherlock Holmes: Joachim Tennstedt (dt. Stimme von John Malkovich)
Dr. John H. Watson: Detlef Bierstedt (dt. Stimme von George Clooney u. a.)
Mrs. Hudson: Regina Lemnitz (dt. Stimme von Kathy Bates)
Inspektor Abberline: Christian Stark
Annie Chapman: Marianne Gross
Elizabeth Stride: Eva Michaelis
Mary Jane Kelly: Polonca Olszak
Ripper: Axel Lutter
Constable: Hannes Maurer
Joe: Tobias Nath
Passant: Michael Pan
Hure: Schaukje Könning
Pianospielerin: Marina Noga

Regie führten die Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Die Aufnahmen fanden in den Planet Earth Studios statt. Alle Illustrationen – im Booklet, auf der CD – trug Firuz Askin bei.

_Handlung_

Am 8. September 1888 ereignet sich im Londoner Stadtteil Whitechapel der zweite Mord des Täters, den man schon bald den Schlitzer nennen wird: Jack the Ripper. Erst drei Wochen später wird Inspektor Abberline von Scotland Yard bei Sherlock Holmes in dieser Sache vorstellig. Doch der Detektiv ist nicht interessiert und sagt, er praktiziere nicht.

Doch da bringt Abberline die Sprache auf Dr. Watson, der kürzlich Mary Morstan geheiratet und schon wieder verlassen habe. Nach Angabe von Mrs Watson sei ihr Mann nach Whitechapel gezogen – und falle ein schwerer Verdacht auf ihn! Es heißt, er habe kurz vor Annie Chapmans Ermordung mit ihr gesprochen. Holmes schwört, Watson habe nichts damit zu tun. Wie kann er seiner so sicher sein? Den beiden weiblichen Opfern wurde die Kehle durchschnitten, bevor man sie ausweidete – was auf medizinische Kenntnisse der Anatomie schließen lasse, sagt Abberline listig. Und da er seine Frau im Streit verlassen habe, habe Watson durchaus einen Grund für einen handfesten Hass auf Frauen. Holmes ist bestürzt.

Um das Maß vollzumachen, präsentiert ihm Abberline einen Brief des Mörders, der tags zuvor, am 27.9., bei einer Nachrichtenagentur eingegangen ist. Darin kündigt der Schlitzer weitere Taten an, denn er liebe seine Arbeit und sie mache ihm Spaß. Dass der Schreiber die Anrede „Lieber Boss“ verwendet, lässt auf einen Amerikaner schließen. Watson jedoch spricht astreines britisches Englisch. Holmes sagt Abberline, dass man den Täter nur fassen könne, wenn man ihn in flagranti erwische. Und nachdem Abberline gegangen ist, bittet mrs Hudson Holmes inständig, Watson zurückzubringen – in ihre Obhut. Was bleibt ihm übrig? Nur, sich zur Tarnung zu verkleiden.

Schon bald hat er Watson in Whitechapel ausfindig gemacht. Der gute Doktor verspürt eine Verpflichtung, den armen Straßenmädchen seinen medizinischen Beistand angedeihen zu lassen. Kaum sie einander erkannt, als sie Schreie von einer Frau in der Nachbarschaft vernehmen. Sie eilen hin und finden eine liegende Gestalt. Es handelt sich um Lizzie Stride, die Holmes‘ Botschaft an Watson überbracht hat. Sie scheint fast unversehrt. Also muss der Killer noch in der Nähe sein, denn sie haben ihn gestört. Da erfolgt unversehens ein Angriff aus dem Dunkel! Der Mann droht ihnen zu entkommen, und sofort eilen sie ihm hinterher …

|Mein Eindruck|

Es gibt schon so viele Geschichten über Jack the Ripper, dass diese Bücher allein eine ganze Bibliothek füllen könnten. Und ebenso viele wie Bücher gibt es Theorien darüber, um wen es sich bei dem Killer handelte. Diese Theorien kann der geneigte Leser alle in Lexika wie der Wikipedia nachlesen. In einem sind sich die AutorInnen einig: Der Mörder besaß ungewöhnlich gute anatomische Kenntnisse. Das zeigt sich an der Art und Weise, wie er seine Opfer zerstückelte.

Das Hörspiel unternimmt nicht den zum Scheitern verurteilten Versuch, diese Identität endgültig zu klären, sondern zählt vielmehr zahlreiche Verdächtige auf. War es ein Amerikaner oder gar ein Mitglied des Königshauses? Unwichtig, denn im Mittelpunkt steht die Jagd unseres patentierten Detektivduos Holmes und Watson auf den Mörder.

Mit akribischer Genauigkeit werden uns die Indizien präsentiert, als wären wir die Jury, darunter sämtliche Briefe, so etwa den mit „From hell“ unterzeichneten. Doch Akribie und Detailgenauigkeit ist für sich genommen wenig unterhaltsam. Deshalb ist es viel wichtiger, dass die Ermittlung vorankommt, aber auch, dass Holmes & Watson einen weiteren Mord verhindern können. Doch wer auch jemals auch nur ein Fitzelchen über jack the Ripper gelesen, wer sein schlimmstes und letztes Opfer war: Mary Jane Kelly.

Deshalb ist es unerlässlich, uns diese Dame zuvor extrem sympathisch zu machen. Sie kann singen, sie hat das Herz auf dem rechten Fleck, und sie mag Watson. Immer wieder hören wir ihr rührseliges Lied vom Veilchen, das sie auf Mutters Grab gefunden habe. Und hat sie wirklich einen Grund, sich zu fürchten, wo doch ihr Gewerbe in der eigenen Wohnung betreibt statt wie die anderen Opfer auf der Straße abgeschlachtet zu werden?

Aus dieser emotionalen Fallhöhe und der Spannung, die aus der Erwartung ihres Todes resultiert, bezieht dieses Hörspiel seinen größten Reiz. Alles vor Mary Jane Kelly ist nur Vorspiel, und zwar ein äußerst ausgedehntes. Die Action beschränkt sich auf eine Rauferei im Dunkeln sowie eine vergebliche Verfolgungsjagd. Den Rest besorgt das stets erneute Auffinden von grausig zugerichteten Frauenleichen – aber ist das genug? Mitnichten, und so war ich froh, als das Finale am 8. November 1888 erfolgt.

Der Text vergisst nicht zu erwähnen, dass sich erst nach dieser Mordserie die Zustände im East End gebessert haben. Die Taten waren u.a. auch deshalb möglich, weil der Stadtteil völlig übervölkert und die Population arm und krank war. Weshalb sonst hätten die Huren ausgerechnet auf der Straße ihrem Gewerbe nachgehen müssen? Ihre Notlage war eine direkte Folge der sozialwirtschaftlichen Ungerechtigkeit in der Verteilung des Wohlstands. Umso makabrer deshalb die Vorstellung, dass ein Mitglied der vermögendsten Klasse, des Königshauses, die Morde begangen habe.

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

|Die Sprecher|

Die Hauptfigur ist natürlich der Titelgeber himself. Joachim Tennstedt verleiht Sherlock Holmes eine flexible Janusköpfigkeit. Die erste Seite bekommen wir zu sehen, wenn Holmes recht abweisend zu Mrs. Hudson, der treuen Seele des Haushalts, ist. Das hält sie aber nicht davon ab, die Vorhänge aufzureißen und frische Luft in die Detektivsgruft zu lassen.

Die andere Seite Holmes‘ ist die des energischen Ermittlers, der sich auch verkleidet. Die Dritte ist die des freundlichen Verführers und Gentleman – sie bekommen wir erst in späteren Folgen zu Gesicht, insbesondere im Tussaud-Fall. Wie bei John Malkovich können wir uns auf einen Facettenreichtum an Darstellungsformen freuen.

Die Figur des Dr. Watson ist in vielen Verfilmungen misrepräsentiert worden. Neben Basil Rathbone und Peter Cushing musste er den vetrottelten Stichwortgeber mimen. Er war der selbstgefällige Körper neben dem rastlosen, aber kranken Geist des Detektivs. Nicht so in dieser neuen Serie.

Detlef Bierstedts Stimme ist uns von George Clooney vertraut, daher kann er mit einer gewissen geliehenen Autorität auftreten, ganz besonders in allen medizinischen Belangen. Dennoch kommt er häufig über die Rolle des Stichwortgebers nicht hinaus. Holmes hat stets die Initiative. In Folge 3 wird er sogar als Aktenträger missbraucht. Doch auch Watson verfügt über einen Revolver und die Kenntnisse, diesen zu gebrauchen, besonders aus seiner Zeit in Afghanistan.

Regina Lemnitz als Mrs. Hudson zeigt sich stets hilfreich, mal energisch, mal als fühlende Seele, etwa dann, als sie um Dr. Watson bangt, der in Whitechapel wohnt. Außerdem ist sie das moralische Zentrum jeder Folge. Alles, was Holmes & Watson tun, müssen sie nicht nur gegenüber Inspektor rechtfertigen, sondern vor allem vor ihrer Haushälterin. Sie würde sie sonst hochkant hinauswerfen.

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut. Statt der aus dem GRUSELKABINETT vertrauten Andeutungen greift der Toningenieur diesmal tief in die Trickkiste, um Splattereffekte zu erzeugen, die einem den Magen umdrehen, ganz besonders beim grausigen Ende Mary Jane Kellys. Zarte Gemüter seien davor gewarnt.

Natürlich gibt es eine Fülle anderer Geräusche, so etwa immer wieder das typisch englische Teetrinken inklusive Tassenklirren und Teegluckern. Diesen heimeligen Klängen stehen knallharte Geräusche wie ratternde oder donnernde Kutschen gegenüber, auch mal ein Schuss hie und da. Höhepunkt dieser Folge ist in puncto Akustik vielleicht die Kneipenszene mit dem Gesang Mary Janes. Hier brilliert Polonca Olszak. Alle Geräusche werden von der Musik ergänzt, um ein Stimmungsbild zu erzeugen, so auch hier: Klaviergeklimper ergänzt den Gesang, das Gläserklirren und das Stimmengewirr.

|Musik|

Die Musik entspricht der eines Scores für ein klassischen Spielfilm, also nicht zwangsläufig für einen Horrorstreifen. Klassische Instrumente wie Violine, Cello und Kontrabass werden manchmal von elektronisch erzeugten Effekten ergänzt. Schnelle Musik deutet Dynamik und Dringlichkeit an, langsame Musik entspannt und immer wieder endet eine Szene in einem dramatischen Crescendo.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

Im Booklet sind die Titel des GRUSELKABINETTS verzeichnet sowie Werbung für Firu Askin zu finden. Die letzte Seite zählt sämtliche Mitwirkenden auf. Ein zweites Booklet listet sämtliche Titel von Titania Medien auf, und zwar auch alle Neuerscheinungen bis Mai 2012.

Hinweise auf die nächsten Hörspiele:

Nr. 58: Lovecraft: Pickmans Modell (November 2011)
Nr. 59: Edith Nesbit: Das violette Automobil (November 2011)
Nr. 60: Robert E. Howard: Der Grabhügel (ab März 2012)
Nr. 61: Arthur Conan Doyle: Der Ring des Thot (ab März)
Nr. 62: Nathaniel Hawthorne: Rappaccinis Tochter (April)
Nr. 63: Robert E. Howard: Besessen (April)
Nr. 64: Francis Marion Crawford: Der schreiende Schädel (Mai)
Nr. 65: Mary Elizabeth Braddon: Gesellschafterin gesucht (Mai)

_Unterm Strich_

Diese erste Folge der neuen Reihe „Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ ist zwar mit 85 Minuten (woanders sind abweichende Angaben zu lesen) überlang geraten, aber das liegt vor allem an der ambitionierten Präsentation, die akribisch auf Detailtreue achtet. Insbesondere das erste Drittel leidet darunter. Das macht aber nichts, denn sobald Holmes wieder mit seinem besten Kumpel vereint ist, kann die Jagd auf Jack the Ripper richtig losgehen.

Zarte Gemüter seien vor grausigen Szenen mit Splattereffekten gewarnt, insbesondere im Finale, als Mary Jane Kelly das Opfer wird. Diese Mordszene ist besonders deswegen emotional aufwühlend, weil wir zuvor der lebenslustigen Sängerin unsere – und die von Holmes & Watson – Sympathien geschenkt haben.

|Das Hörspiel|

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und bekannte Stimmen von Synchronsprechern und Theaterschauspielern einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen. Die Sprecherriege für diese neue Reihe ist höchst kompetent zu nennen, handelt es sich doch um die deutschen Stimmen von Hollywoodstars wie John Malkovich, George Clooney und Kathy Bates.

Audio CD mit 75 Min. Spieldauer
ISBN 978-3-7857-4524-3
www.titania-medien.de

Sherlock Holmes – Spuk im Pfarrhaus (Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs 2)

Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs:

Folge 1: „Im Schatten des Rippers“
Folge 2: „Spuk im Pfarrhaus“
Folge 3: „Das entwendete Fallbeil“
Folge 4: „Der Engel von Hampstead“ (07.04.2012)

Grusel in der Idylle: Poltergeister gegen den Pfarrer

Sherlock Holmes – Spuk im Pfarrhaus (Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs 2) weiterlesen

Edith Nesbi – Das violette Automobil (Gruselkabinett 59)

England, 1923: Die junge Krankenschwester Georgia Kane erhält ein Angebot, auf dem Anwesen Charlestown in den englischen Downs zu arbeiten. Da sie diese Küstengegend noch aus Kindertagen kennt und liebt, freut sie sich schon auf die neue Arbeitsstelle. Am Bahnhof wird sie jedoch nicht abgeholt. Ihre Zufallsbekanntschaft, die verwitwete Mrs. Dawson und deren Tochter Milly, fahren sie mit dem Auto zum Anwesen. Dabei fällt Georgia auf, dass Mrs. Dawson erschrocken auf die Erwähnung der Farm Charlestown reagiert, obwohl sie es herunterspielt.

Edith Nesbi – Das violette Automobil (Gruselkabinett 59) weiterlesen

Bram Stoker – Die Squaw (Gruselkabinett 48)

Vom Marterpfahl in die Eiserne Jungfrau

Frankfurt/Main um 1883: Amelia und George Price, ein junges Paar in den Flitterwochen, macht während seiner Reise durch das romantische Deutschland die Bekanntschaft von Elias P. Hutcheson, einem verwegenen Abenteurer aus Nebraska. Die drei planen eine gemeinsame Besichtigung der Burg zu Nürnberg, in der die berühmte „Eiserne Jungfrau“, eines der grauenvollsten je erdachten Folterwerkzeuge, ausgestellt wird …

Der Verlag empfiehlt das Hörspiel ab 14 Jahren.

Bram Stoker – Die Squaw (Gruselkabinett 48) weiterlesen

Hambly, Barbara / Gruppe, Marc / Bosenius, Stephan – Jagd der Vampire. Teil 2 von 2 (Gruselkabinett 33)

Actionreich: Showdown mit dem Monstervampir

London 1907. Seit Jahrhunderten treiben die Vampire in den dunklen Gassen unbehelligt ihr Unwesen. Nun jedoch sehen sie sich einer ernstzunehmenden Gefahr gegenüber. Ein Unbekannter öffnet am Tag ihre Särge und setzt sie dem todbringenden Sonnenlicht aus. Nur einer kann den Blutsaugern noch helfen: der ehemalige Meisterspion James Asher.

Die Jagd auf den Killer führt Asher quer durch London bis nach Paris. Immer wahrscheinlicher wird dabei die These, dass der Mörder selbst ein Vampir ist. Doch wenn auch er unter dem Sonnenlicht leidet, wie kann er dann die Morde begehen? Wer ist der Mörder? Und schließlich muss Asher die Frage aller Fragen beantworten: Aus welchem Grund mordet er seine Artgenossen?

Teil 2:

Paris 1907. James Asher und der Vampir Simon Ysidro sind nach Paris aufgebrochen, um dort nach dem ältesten Vampir Europas zu suchen. Ihre Nachforschungen versetzen die machtgierige französische Meistervampirin Elysée de Montadour und ihre Gespielin nicht gerade in Euphorie. Asher und Ysidro wagen dennoch den Abstieg in die Katakomben unter der Kirche Saint Innocents … (Verlagsinfo)

Vom Verlag wird das Hörbuch empfohlen für Hörer ab 14 Jahren.

Die Autorin

Die Amerikanerin Barbara Hambly, geboren 1951, erzielte mit ihrer frühen Darwath-Trilogie – es gibt auch eine später geschriebene – den literarischen und kommerziellen Durchbruch im Fantasy-Genre. Inzwischen zählen die unter dem Titel „Gefährtin des Lichts“ zusammengefassten Romane zu den Klassikern der Fantasy-Literatur. Hambly wurde auch für ihre Vampirromane („Gefährten der Nacht“ und „Die Jagd der Vampire“) und zahlreichen Fantasy-Bücher bekannt, wie etwa den Wenshar- und den Sonnenwolf-Zyklus.

Die Inszenierung

Die Rollen und ihre Sprecher:

Prof. James Asher: Wolfgang Pampel (dt. Stimme von Harrison Ford, Larry Hagman)
Lydia Asher: Claudia Urbschat-Mingues (Angelina Jolie)
Simon Ysidro: Nicola Devico Mamone (Gael García Bernal, Diego Luna)
Elysee de Montadour: Katja Nottke (Michelle Pfeiffer, Demi Moore)
Hyacinthe: Melanie Hinze (Brittany Murphy, Holly Mary Combs)
Bruder Antonius: Hasso Zorn (David Kelly)
Lionel Grippen: Uli Krohm (David ‚Oirot‘ Suchet, Randy Quaid, Scott Glenn)
Chloé: Anja Stadlober (Paris Hilton, Jennifer Hudson)
Dr. Horace Blaydon: Jürgen Thormann (Michael Caine, Max von Sydow, Peter O’Toole)
Dennis Blaydon: David Nathan (Johnny Depp, Christian Bale)
Pensionswirtin: Philine Peters-Arnolds

Marc Gruppe schrieb wie stets das Buch und gemeinsam mit Stephan Bosenius setzte er es um. Die Aufnahme fand in den Planet Earth Studios statt und wurde bei Kazuya abgemischt. Die Illustration stammt von Firuz Askin.

Handlung

James Asher reist ohne seine Frau Lydia nach Paris, aber an der Seite des Vampirs Don Simon Ysidro. Hier wollen sie der französischen Meistervampirin Elysee de Montadour ihre Aufwartung machen, denn man platzt nicht unangemeldet in den Hinterhof eines Vampirs, wenn einem sein Leben lieb ist. Calvert, das erste Opfer in London, war ihr Zögling, doch er war ein Prahlhans und spielte sich auf, weil er mehr wollte: eigene Zöglinge. Die konnte er aber nur in London bekommen. Es gelten zwei strenge Gesetze unter Vampiren: 1) Kein Vampir darf einen anderen töten. Und 2) Kein Vampir darf andere Vampire in Gefahr bringen. In London wurden beide Gesetze gebrochen. Ysidro vermutet, dass Elysee Angst vor dem Mörder hat, es aber niemals zugeben würde.

Nachdem sie einem Nachwächter Baupläne und Schlüssel gestohlen haben, steigen sie hinab in die Katakomben von Paris. Unter der Kirche von St. Innocents wollen sie einer Legende auf den Grund gehen, die zu einem der ältesten Vampire überhaupt führen soll. Zwischen Bergen von fein säuberlich sortierten Knochen stoßen sie vor einem Altar aus Knochen auf Bruder Antonius. Der einstige Franziskaner ist ein Vampir, der zu seiner Zeit zwar Menschen tötete (er nennt Namen, die Ysidro bestätigt), doch niemals einen Vampir. Als Asher ihm versichert, für ihn vor dem Jüngsten Gericht zu bitten, beantwortet er ihm drei Fragen. Dass er bei Sonnenlicht wandeln könne, verneint er, doch das erweist sich später als Lüge.

Am nächsten Tag liest Asher in einer englischen Zeitung von einer Mordserie unter Prostituierten in Londons verrufensten Vierteln. Alle wurden ausgesaugt. James hat Angst um Lydia und beschließt, Antonius um Hilfe in London zu bitten. Er findet den Mönchsvampir zwar nicht, doch er stellt fest, dass er ihm folgt. Kaum hat er die Katakomben verlassen, stellen sich ihm Elysee de Montadour, ihre Geliebte Hyacinthe sowie Chloé Dubois in den Weg. Und Lionel Grippen, den er in London schwer verletzt hat.

Doch diesmal ist Asher auf Geheiß von Ysidro schutzlos, und als Grippen und Elysee de Montadour blutdürstend den Angriff auf ihn freigeben, verfügt Asher über keinerlei Schutz. Doch er erhält Beistand von unerwarteter Seite …

Mein Eindruck

Anders als in der traditionellen, meist europäischen Vampirliteratur (Stoker, Le Fanu usw.) geht es diesmal nicht primär um die faszinierende Subkultur der Vampire, sondern um die Untersuchung der Verbrechen an den Vampiren, die Ermittlung des Täters. Es handelt sich also um einen klassischen Detektivroman. Es liegt der Verdacht nahe, dass Sherlock Holmes das Vorbild für James Asher geliefert haben dürfte. Auch die kühle deduktive Kombinationsmethode James Ashers legt dies nahe.

Aber Asher ist verheiratet und braucht keinen Dr. John Watson, Doktor der Medizin, um ihm zur Seite zu stehen. Denn er kann sich auf die Hilfe seiner klugen und gebildeten Lydia verlassen, einer der ersten Pathologinnen überhaupt. Dass Lydia eine Pathologin ist, war in der damaligen Zeit ein revolutionärer Einbruch in die rein männliche dominierte Domäne der Medizin.

Lydia ist es auch, die die wissenschaftliche Theorie aufbringt, dass es sich beim Vampirismus um die Wirkung eines Virus handelt. Viren waren erst ein Jahr zuvor, anno 1906, entdeckt worden. Was, wenn jemand versuchen würde, mit Hilfe von Viren bestimmte Vampirmerkmale zu übertragen oder gar zu verändern? Dann könnte vielleicht sogar Sonnenlichtverträglichkeit erzeugt werden!

Bis zum Beweis dieser Theorie gelangte die Geschichte im ersten Teil noch nicht, doch jetzt bekommen es Asher und Lydia mit dem Urheber der virologischen Experimente zu tun. Zunächst verdächtigte Asher Lionel Grippen, den Meistervampir Londons. Immerhin war Grippen mal ein Arzt und hat demzufolge Ahnung von Viren, was ihn in Ashers Augen doppelt verdächtig macht. Doch im zweiten Teil wird er eines Besseren belehrt, und zwar auf die drastischste Weise.

Der Mörder ist tatsächlich einer aus Ysidros eigener Sippe. Er wurde so verändert, dass ihm das Sonnenlicht nichts mehr ausmacht. Doch als Lydia spurlos verschwindet, muss Asher das Schlimmste befürchten. In zwei Häusern kommt es zu heftigen Kämpfen mit dem Mörder und seinem Schöpfer. Natürlich geht es beim Showdown auch um Lydias Leben, und das ist James Asher nun wirklich lieb und teuer.

Die Inszenierung

Die Sprecher

Die Sprecher könnten direkt aus einem viktorianischen Stück stammen, so stilecht werden sie präsentiert und so gepflegt wissen sich die meisten auszudrücken. Besonders Wolfgang Pampels Asher tritt souverän auf und hat stets eine schlagfertige, unerschrockene Erwiderung auf den Lippen. Diese Vampire jagen ihm keine Angst ein, und wenn sie noch so seltsame Fähigkeiten haben, beispielsweise telepathische Hypnose, mit der sie ihre Opfer unter ihren Willen zwingen. Pampel vermittelt mit Harrison Fords deutscher Stimme das nötige Maß an Autorität und Tatkraft – eine exzellente Sprecherwahl. (Pampel las auch die Hörbücher zu „Illuminati“ und „Sakrileg“.)

Don Simon Ysidro, spanischer Edelmann von annähernd 400 Jährchen, flößte mir ein leises Grauen ein, denn sein zischelnder spanischer Akzent gemahnte mich an eine Schlange, die jederzeit zustoßen könnte. Nicola Devico Mamone, die deutsche Stimme des Spaniers Gael García Bernal, ist für diese Figur eine sehr passende Wahl. Unheimlich ist seine Fähigkeit, niemals die Contenance zu verlieren und stets cool zu bleiben.

Ein weiteres Highlight, obwohl seltener gehört, ist Claudia Urbschat-Mingues, die deutsche Stimme von Angelina Jolie. Ihre Lydia Asher vermittelt Tatkraft, Intelligenz, aber auch Weiblichkeit und Emotionalität. Die restlichen Figuren sind alle nebensächlich, doch die Sprecher verleihen ihnen durch ihren Einsatz nichtsdestoweniger große Glaubwürdigkeit. Dazu gehört etwa der junge Vampir Bully Joe Davis. Dass er einen Akzent aus dem Stadtteil Holborn haben soll, hört man ihm allerdings nicht an.

Musik

Jede Auseinandersetzung mit einem der Vampire wird fein säuberlich durch musikalische Motive vorbereitet, denn schließlich handelt es sich dabei um die wichtigsten Höhepunkte der Handlung. Immer wieder ist vorher dramatische Musik von den Streichern zu hören, die sich manchmal bis zu einem Crescendo steigert.

Zwischen und nach diesen dramatischen Auseinandersetzungen darf sich der Hörer ab und zu entspannen, meist bei einem romantischen Piano-Motiv oder einer Harfe. Einmal wird sogar elegante Tanzmusik der Belle Epoque angestimmt – Lydia ist auf einem Ball der oberen Zehntausend und quetscht Evelyn Westmoreland nach der Todesursache seines Bruders Bertie aus, der Lotta Harshaws Geliebter war.

Die Musik gibt sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit klassischem Instrumentarium produziert – keine Synthesizer für klassische Stoffe! Die Musik steuert nicht nur die Emotionen des Publikums auf subtile Weise, sondern bestreitet auch die Pausen zwischen den einzelnen Akten. Dann stimmt sie das Publikum auf die „Tonart“ des nächsten Aktes ein.

Geräusche

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut, meist aber reichen Andeutungen aus. Zugpfeifen deuten so einen Bahnhof an, knarrende Türen einen Durchgang und das Rumpeln einer Droschke eine entsprechende Fahrt von A nach B.

Sounds

Doch manchmal reichen Musik und Geräusche nicht aus. In der aktuellen Frühjahrs-Staffel der drei Gruselkabinett-Hörspiele „Die obere Koje“, „Die Jagd der Vampire“ und „Das Schloss des weißen Lindwurms“ spielen Sounds erstmals eine auffallend bedeutende Rolle, um die Atmosphäre einer Szene zu verstärken. Musik allein reicht einfach nicht mehr, um den Horror zu evozieren und zu veranschaulichen.

Nun ist die Beschreibung von Sounds stets auf Analogien angewiesen, und auch ich muss mich damit behelfen. Das erste Mal, dass Sounds eingesetzt werden, ist die Friedhofszene auf Highgate Hill. Begleitet von Hintergrundmusik ertönen unheimliche Sounds, die nicht von den üblichen Instrumenten erzeugen werden – die Klagelaute der Toten und das Heulen des Windes.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

Das Booklet

… enthält im Innenteil lediglich Werbung für das Programm von Titania Medien. Auf der letzten Seite finden sich die Informationen, die ich oben aufgeführt habe, also über die Sprecher und die Macher. Die Titelillustration von Firuz Akin fand ich wieder einmal sehr passend und suggestiv.

Diesmal sind wieder in einem zusätzlichen Katalog Hinweise auf die nächsten Hörspiele zu finden:

Nr. 34: F. M. Crawford: Die obere Koje (April 2009)
Nr. 35: Bram Stoker: Das Schloss des weißen Lindwurms (April 2009)
Nr. 36+37: Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray (erscheint im Oktober 2009)
Nr. 38: Hanns Heinz Ewers: Die Spinne (erscheint im November 2009)
Nr. 39: H. P. Lovecraft: Der Tempel (erscheint im November 2009)

Unterm Strich

Hamblys Buch wurde mit dem Leserpreis des LOCUS-Magazins als bester Horrorroman des Jahres ausgezeichnet. Mir schien dies bereits in der Buchform (es erschien bei Bastei Lübbe) einer der unterhaltsamsten und sehr flüssig verfassten Romane zum Thema Vampirismus zu sein. In der Zwischenzeit sind rund 20 Jahre vergangen, und die Flut der Vampirromane ist kaum noch zu überblicken. Die Untoten sind überall, wo „Gothic“ draufsteht.

Im Vordergrund steht bei Hambly nicht die Darstellung der sattsam bekannten Traditionen und Historie der Vampire, sondern die Untersuchung der Verbrechen, die Ermittlung des Täters. Es handelt sich also um einen klassischen Detektivroman. Es liegt der Verdacht nahe, dass Sherlock Holmes das Vorbild für James Asher geliefert haben dürfte. Auch die nostalgisch verklärt wirkende Zeit- und Ortswahl dürfte den Leser nicht aus ihrem Bann lassen.

Der Mystery-Actionkrimi lebt vom Kontrast zwischen der Kultur der Lebenden und der der Untoten. Ganz nebenbei wird sehr schön über die Existenzbedingungen der jeweiligen Art philosophiert. Die Autorin führt einige neue Elemente ein, wie etwa die Rolle von Medizin und Wissenschaft, die zu einer Sonnenlichtverträglichkeit der Untoten führen könnte. Hier spielt die Ideenwelt von Mary Shelleys Roman „Frankenstein oder Der neue Prometheus“ hinein. Auch das Verhältnis von Meister und Zögling wird intensiv ausgeleuchtet – es ist eine besondere Art seelischer Vereinigung und nachfolgender Abstoßung.

Das Hörspiel

Das Team von Titania Medien hat sich mal wieder ins Zeug gelegt, um ein stimmungsvolles Hörspiel zu inszenieren, das zugleich schaurig-schön und actionreich wie ein Mystery-Krimi ist. Mit Wolfgang Pampel als James Asher, dem Sprecher des Simon Ysidro und Claudia Urschat-Mingues ist eine hervorragende Besetzung gelungen. Die Nebenfiguren stimmen ebenfalls und überzeugen durch Kompetenz.

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen. Augen- bzw. Ohrenmerk sollte man auf die verstärkt eingesetzten Sounds richten. Die Action kommt in diesem Teil voll zum Zuge, so dass man sich über spannende Auseinandersetzungen nicht zu beklagen braucht.

Fazit: ein Volltreffer.

Originaltitel: Those who hunt the night, 1989
148 Minuten auf 2 CDs
ISBN-13 der Doppel-CD-Ausgabe: 978-3785738238
www.titania-medien.de
www.luebbe-audio.de

Frankenstein. Teil 1 und 2 (Gruselkabinett 12 & 13)

Das Jahr ohne Sommer.

1816 schleuderte ein Vulkanausbruch seine Asche in die Atmosphäre und kühlte das Klima deutlich ab, weshalb, so verrät uns der Prolog dieses nostalgischen Zweiteilers, bis in den Hochsommer hinein Schnee fiel. Während dieser finstren Zeit saßen unter anderem Lord Byron und die 19-jährige Mary Shelley beisammen und gruselten sich zu einem Band alter deutscher Geistergeschichten. Es wurde der Beschluss gefasst, Ähnliches zu vollbringen, aber nur Mary Shelley brachte ihr Werk zu Ende: „Frankenstein oder: Der moderne Prometheus“.

Frankenstein. Teil 1 und 2 (Gruselkabinett 12 & 13) weiterlesen

Bram Stoker / Marc Gruppe – Das Amulett der Mumie (Gruselkabinett 2)

Abel Trelawny ist Mumienforscher. Sein gesamter Haushalt ist mit Fundstücken aus dem alten Ägypten vollgestellt und das ganze Haus durchweht der (recht stickige) Dunst der Geschichte. Doch eines Nachts, als er wie immer an seinen Forschungen arbeitet, findet ihn seine Tochter Margaret aus tiefen Schnittwunden an den Handgelenken blutend in seinem Arbeitszimmer vor. Der hinzugezogene Arzt versorgt zwar die Wunden, doch Trelawny will einfach nicht aus seinem unnatürlichen Schlaf erwachen.

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