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McDermid, Val – Nacht unter Tag (Hörbuch)

_Schicht im Schacht: verzwickter Bergarbeiterkrimi_

Ungelöste Fälle sind ihre Spezialität, doch dieser führt Detective Inspector Karen Pirie an ihre Grenzen. Ein Mann wird als vermisst gemeldet – nach über 20 Jahren. Karens Ermittlungen im schottischen Glenrothes stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Ähnlich ergeht es einer Journalistin, die einen fast vergessenen Entführungsfall recherchiert. Bald landet auch dieser alte Fall auf Karens Schreibtisch – zusammen mit einem neuen Mord … (Verlagsinfo)

_Die Autorin_

Die 1955 geborene Val McDermid wuchs in Kirkcaldy, einem schottischen Bergbaugebiet nahe St. Andrews, auf und studierte dann Englisch in Oxford. Nach Jahren als Literaturdozentin und als Journalistin bei namhaften englischen Zeitungen lebt sie heute als freie Schriftstellerin in Manchester und an der Nordseeküste. Sie gilt als eine der interessantesten neuen britischen Autorinnen im Spannungsgenre – und ist außerdem Krimikritikerin. Ihre Bücher erscheinen weltweit in 20 Sprachen. Für „Das Lied der Sirenen“ erhielt sie 1995 den |Gold Dagger Award| der britischen |Crime Writers‘ Association|. (Verlagsinfo)

Val McDermid auf |Buchwurm.info|:

[„Echo einer Winternacht“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=703 (Hörbuch)
[„Der Erfinder des Todes“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2602 (Hörbuch)
[„Das Lied der Sirenen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5647 (Hörspiel)
[„Das Lied der Sirenen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1498 (Buch)
[„Schleichendes Gift“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5727 (Hörbuch)

_Die Sprecherin_

Andrea Sawatzki, Jahrgang 1963, reizen extreme Figuren, ihr Spiel kann in Sekundenschnelle von zarter Verlorenheit zu handfester Vitalität überspringen (FAZ). Für ihre Darstellung der „Tatort“-Kommissarin Charlotte Sänger wurde sie unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. (Verlagsinfo) Sie spielte unter anderem in Oliver Hirschbiegels „Das Experiment“ neben Mirotz Bleibtreu sehr eindrucksvoll die Rolle einer Verhaltensforscherin, die vergewaltigt wird. Diese Szene wird in TV-Ausstrahlungen stets unterdrückt. Der ganze Film geht an die Nieren, aber diese Szene besonders.

Regie führte Vera Teichmann, den Ton steuerte Christian Mevs.

_Handlung_

Am 27. Juni 2007 wird Detective Inspector Karen Peary von dem Ansinnen einer jungen Bürgerin überrascht. Michelle Gibson möchte ihren Vater Mick Prentiss als vermisst melden: nach 22 Jahren und sechs Monaten. Er sei am 14. Dezember 1984 verschwunden. Karen gehört zum Team für ungelöste Fälle im schottischen Glenrothes und fühlt sich eigentlich nicht zuständig, da ja kein Verbrechen vorliegt, geschweige denn ein unaufgeklärtes. Aber es handelt sich um einen Notfall: Michelles Sohn Luke leidet an Anämie und benötigt dringend eine Knochenmarksübertragung. Am besten natürlich von einem nahen Verwandten, und der nächste wäre zweifellos ihr Vater.

Angeblich war Prentiss ein Streikbrecher, der während des einjährigen Bergarbeiterstreiks zur anderen Seite überlief und mit fünf anderen Kumpels nach Nottingham fuhr. Dieser Verrat war für seine Frau natürlich schlimm, die danach in der Minengemeinde, in der die Gewerkschaft das Sagen hatte, fast wie eine Aussätzige behandelt wurde. Vergangene Zeiten: Die Gewerkschaft gibt es nicht mehr. Und Jenny Prentiss heiratete einen anderen Mann, einen wohlhabenden Steiger, der aber inzwischen auch tot ist, wie Karen herausfindet.

Zu ihrer Überraschung bekommen ihre Kollegen in Nottingham gesagt, dass Mick Prentiss nie mit den Streikbrechern fuhr. Wo aber blieb er dann? Merkwürdig findet Karen auch die Tatsache, dass fast zur gleichen Zeit auch Micks bester Freund Andy Kerr verschwand. Da man einen Abschiedsbrief fand, nahm man an, dass er sich umbrachte. Seine Schwester ließ ihn nach angemessener Zeit für tot erklären, um das Erbe antreten zu können, und wanderte anschließend nach Neuseeland aus, wo sie heiratete.

Karen schnüffelt mit ihrem langjährigen Kollegen Phil Pahatka herum. Während Jenny Prentiss mauert, ist ihre Nachbarin umso mitteilsamer. Ein Bild von der Prentissfamilie und ihrer Gemeinde entsteht. Mick war ein talentierter Aquarellmaler und obendrein Mitglied im Verein zur Erhaltung der Höhlen an der Küste des Landkreises Fife. Als sie ihre Freundin River Wild, eine forensische Anthropologin, bittet, mal hinter dem Einsturz in der größten Höhle nachzusehen, entdecken Rivers Doktoranden im Boden ein männliches Skelett. Doch um wen handelt es sich – Prentiss oder Kerr? Denn wenn Prentiss noch lebt, dann besteht noch Hoffnung für seinen Enkel Luke.

|Der Patriarch|

Karen bringt mit ihren unorthodoxen und vorschriftswidrigen Methoden regelmäßig ihren Chef Simon Lees zur Weißglut. Zum Glück konnte sie ihm bis jetzt vorflunkern, die Höhlenuntersuchung erfolge im Rahmen des neuen Falles, den er ihr übertragen hat: Sie soll die ungeklärten Umstände beim Tod von Catriona Grant untersuchen, der Tochter des bekanntesten Großindustriellen Schottlands, Sir Broderick Maclennan-Grant. Catriona starb nach offiziellen Polizeiberichten bei der Übergabe des Lösegeldes an ihre Entführer Anfang 1985. Angeblich erschoss einer der Entführer die Millionenerbin und flüchtete sowohl mit dem Geld als auch mit ihrem Sohn Adam.

Nun hat die britische Investigativreporterin Annabelle Richmond ein Exemplar jenes Posters entdeckt, mit dem sich die Entführer, der „Anarchistische Kampfbund Schottlands“, an Catrionas Vater wandten. Es zeigt einen Puppenspieler mit Marionetten. Interessanterweise fand Richmond das Poster nicht im Königreich, sondern in der Toskana, unweit Volterra und Siena. In einer alten, verlassenen Villa hatten Hausbesetzer gelebt, die zu einer Wandertruppe von europäischen Puppenspielern gehörten. Neben Posterstapeln fand Richmond auch einen großen Blutfleck. Fand hier ebenfalls ein Mord statt?

Während sie die italienischen Carabinieri um Amtshilfe bittet, ahnt Karen nicht, dass Brodie Maclennan-Grant sie hintergeht. Er schickt die Reporterin aus, um das Verbrechen in der Toskana aufzuklären, denn er vermutet, dass sich dort Adam, sein Enkelsohn und Erbe, befinden könnte. Was weder Richmond noch Karen noch die Carabinieri erwartet haben, ist, hier die Spur von Mick Prentiss zu entdecken …

_Mein Eindruck_

Dass es Val McDermid fertigbringt, auch die entlegensten Schauplätze und die jeweiligen Ereignisse spannend miteinander zu verknüpfen, habe ich inzwischen kapiert. Immerhin habe ich schon fünf Romane dieser Krimiautorin kennengelernt, stets in akustischer Form. Ich habe es kein einziges Mal bereut, sondern wurde stets von ihrer Sicherheit verblüfft, mit der sie ihre Ermittler durch die unwahrscheinlichsten Wendungen führt. Die Handlung war praktisch nie vorhersehbar.

Bis jetzt. Dass Mick Prentiss in Italien ebenso wieder auftauchen würde wie Catrionas entführter kleiner Sohn Adam hielt ich für höchst wahrscheinlich, auch durch die dramaturgische Notwendigkeit, die beiden auseinanderliegenden Handlungsstränge um die Toskana einerseits und das östliche Schottland andererseits zusammenzuführen. Nicht voraussehen konnte ich allerdings, wie es zu dem traurigen Schicksal Catrionas kam und was aus ihrem Sohn Adam wurde. Ich möchte hier nichts Näheres verraten, aber das Finale hat durchaus das Potenzial, recht blutig zu enden. Falls nicht doch noch die unerschrockene Karen Peary korrigierend eingreift.

Das Buch lebt von seinen Kontrasten, aus denen sich entsprechende Kritik ergibt. Auf der einen Seite erkundet Karen Peary die ehemalige Bergarbeiterstadt Weems und deren Ortsteile. Das Schicksal der mit ihrem Streik gescheiterten Bergarbeiter war bitter. Ich habe den Streik 1984 im Fernsehen selbst mitverfolgt und erlebt, wie sich Gewerkschaftsführer Arthur Scargill an die Regierung Thatcher verkaufte. Es war kaum zu fassen. Die wirtschaftlichen Folgen für die Region waren verheerend: Alle Zechen wurden nach und nach geschlossen.

Dem steht nun auf der anderen Seite ein neureicher Emporkömmling namens Broderick Maclennan-Grant gegenüber, der sein Geld vor allem durch seine Frau erwarb, sich aber nun aufführt wie ein Tyrann von altem Adel, der mit der eigenen Familie ebenso willkürlich umspringt wie mit der Polizei (etwa mit dem Speichellecker Simon Lees) und den Medien. Er ließ aus politischem Kalkül Polizeiberichte fälschen, um beispielsweise die peinliche Tatsache zu verschleiern, dass er zu der verhängnisvoll endenden Geldübergabe mit einer Pistole bewaffnet erschien. Der von Karen Peary ins Gefängnis gebrachte ehemalige Detective Inspector James Lawson packt einige Hämmer aus und schildert, was nicht im Polizeibericht stand. Karen Peary kommt ein furchtbarer Verdacht, wer Catriona in Wahrheit auf dem Gewissen haben könnte. Aber sie kann nichts beweisen.

Auftritt Annabelle Richmond. Karen bezeichnet die Reporterin tatsächlich einmal als Sir Brodies „Sklavin“, und da Richmond für sein Geld und den Presse-Ruhm fast alles tut, ist sie keineswegs ein rühmlicher Vertreter ihres Standes. Sie weiß sich wie ein Chamäleon zu tarnen und zu verstellen. Doch sie ist immens tüchtig in der Informationsbeschaffung. Dumm nur, dass sie keine Absicht hat, die Polizei an ihren Ergebnissen teilhaben zu lassen. Karen Peary setzt ihr gnadenlos die Pistole auf die Brust, und Richmond muss sich zwischen zwei Herren entscheiden. Elegant wie stets zieht sie sich aus der Affäre.

Doch wo bleibt hier die Romantik? Gemach, gemach! Es gibt ein leidenschaftliches und glückliches Liebespaar in diesem Buch, und dreimal darf man raten, um wen es sich dabei handelt. Wie schon bei D. H. Lawrence, dem Bergarbeitersohn aus Nordengland, und seiner Geliebten Frieda von Richthofen handelt es sich auch hier um eine verbotene, skandalöse Liebesbeziehung, die von dem Vater der Frau niemals abgesegnet worden wäre – und interessanterweise auch nicht von der Familie des Mannes.

Ob es jemals einen „Anarchistischen Kampfbund Schottlands“ gegeben hat oder je geben könnte, darf wohl mit Fug und Recht bezweifelt werden. Dafür sind die Schotten zu lange von den Engländern geknechtet worden, um jetzt noch etwas mit der Anarchie anzufangen. Und sie sind auch meist zu protestantisch (viele sind Presbyterianer) nüchtern in ihrem Verhalten. So machten sie selbst aus ihrer Vergangenheit noch ein Geschäft, wie ich bei meinem Besuch auf dem Schloss von Edinburgh, dem Holyrood Palace, feststellen konnte.

|Schwächen|

Den nächsten Kontrast bildet dazu die total katholische, sinnenfreudige Toskana, die bei vielen Engländern (und Deutschen) so beliebt ist. Richmond ist nur eine Vertreterin jenes Schlages Engländer, der hier „the good life“ zu genießen versteht. Greve, die Chiantistadt, ist fest in englischer Hand. Auch Sting hat hier ein Domizil. Und zufällig ist Greve neben Siena und San Gimignano einer der malerischen Schauplätze des Romans.

Ob hier die Autorin nicht ein wenig zu sehr auf ihr englisches Publikum geschielt hat? Auch die rasch wechselnden Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den Figuren erinnern mich peinlich an Autoren vom Schlage einer Rosamunde Pilcher, in denen ja vielfach das Schicksal unverhofft zuschlägt. Dieses abgedroschene Element tritt auch noch im Epilog auf, indem ein kurzer Dialog einen weiteren Schlenker vollzieht, nur um den armen Luke Gibson vor einem üblen Tod zu bewahren.

|Die Sprecherin|

Die Kapitelüberschriften – Orte und Daten zur Orientierung – liest ein Mann mit einer sonoren Stimme vor, der aber nirgends als Mitsprecher genannt wird. Deshalb konzentriere ich mich in meiner Würdigung auf die Sprecherin.

Andrea Sawatzki ist zwar keine große Stimmkünstlerin, aber ihr gelingt der fast fehlerlose und recht flotte Vortrag dieses vielschichtigen Textes auf eine Weise, die das Verstehen einigermaßen leicht macht. Wir haben es ja hier mit Italienern, Schotten und Briten zu tun. Durchweg konnte ich die tiefere Tonlage für die männlichen Figuren leicht heraushören, wohingegen die weiblichen Figuren fast alle ziemlich gleich klingen.

Deshalb war es unabdingbar, dass die Sprecherin jeder Figur eine eigene Sprech- und Ausdrucksweise zugewiesen hat. So ist es leichter, die pedantische Assistentin von Sir Maclennan-Grant, Susan Charleson, etwa von der resoluten und verschlagenen Karen Peary zu unterscheiden. Und Karens Vorgesetzter, der dämliche Kontrollfreak Simon Lees, ist ebenso deutlich von dem Tyrannen Sir Broderick Maclennan-Grant zu unterscheiden.

Die Sprecherin legt anders als Kolleginnen wie Franziska Pigulla keinen Wert auf Sentimentalitäten oder den Ausdruck von Kurzatmigkeit, Seufzen usw. Es ist ihr wichtiger, eine Figur durch die eigentümliche Sprechweise zu charakterisieren. In diesen Charakterisierungen erweist sich die Routiniertheit der Sprecherin, die hierbei offenbar auf ihre Schauspielausbildung zurückgreift.

Das Hörbuch weist weder Musik noch Geräusche auf, so dass ich darüber kein Wort zu verlieren brauche.

_Unterm Strich_

Diesmal mischt die versierte Autorin in ihre klassische Ermittlung unter Beargarbeitern und Industriebaronen, Puppenspielern und Reportern einen gehörigen Schuss Schicksalsdrama. Die Wechselfälle in den Verwandtschaftsverhältnissen sind doch allzu auffällig häufig, besonders im letzten Drittel. Daher habe ich mich gefragt, ob die Autorin vielleicht die Leserinnen von Autoren des Schlages von Rosamunde Pilcher ansprechen will. Auch die Schilderung der ach so romantischen Toskana ist schon verdächtig, doch sie lässt ihre Reporterin über die vielen Touristen klagen. Dass sie mit Lukes Krankheit und Lebensrettung schwer auf die Tränendrüse drückt, ist ein weiteres Symptom für diesen sentimentalen Schwenk.

Immerhin aber schafft sie es, die wilde Zeit des englischen Bergarbeiterstreiks von 1984 heraufzubeschwören, die für die Entwicklung der britischen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung war. Danach ging es unter Margaret Thatchers „Reaganomics“ steil bergauf, die sich bis zu Tony Blairs Regierungsjahren weiterführen ließen. Diesen Aufschwung konnte kein einziger Streik der Gewerkschaften mehr stoppen und wurde auf Kosten der entmachteten Exgewerkschaftler erkauft – bis zum Crash 2008. Nichts davon ist in diesem Roman nachzulesen, denn dies kann die Autorin bei ihren Lesern als sattsam bekannt voraussetzen, vielleicht sogar in der jungen Generation. Immerhin schreibt die Autorin hier über ihre eigene Heimatregion Kirkcaldy (siehe den Abschnitt „Die Autorin“ oben).

Dies ist der erste Krimi McDermids, dessen Handlungsverlauf ich einigermaßen voraussehen konnte. Das war etwas enttäuschend, aber das Finale entschädigte mich dann doch wieder für die vielen Schwächen dieses Buches.

|Das Hörbuch|

Andrea Sawatzki trägt kompetent und gut verständlich vor. Mit der individuellen Charakterisierung der Figuren trägt sie zur Spannung und Unterhaltung bei, aber auch zum Humor so mancher Szene zwischen der streitbaren Karen Peary und ihrem dümmlichen Chef Simon Lees. Und Karen bekommt endlich einen Lover, was richtig sinnlich wirkt. Der einzige Fehler in der Aussprache betrifft den Namen Ian, aber das ist wirklich der einzige Fehler.

|Originaltitel: A Darker Domain
Aus dem Englischen übersetzt von Doris Styron
443 Minuten auf 6 Cds
ISBN-13: 978-3-86610-637-6|
http://www.val-mcdermid.de
http://www.valmcdermid.com
http://www.argon-verlag.de

McDermid, Val – Schleichendes Gift

_Zwischen Bomben und Gift ein Geheimnis_

In der Stadt Bradfield bricht Panik aus: Erst wird ein Fußball-Star vergiftet, kurz darauf explodiert im Fußballstadion eine Bombe. Viele werden verletzt, Dutzende sterben. Handelte es sich um einen Terroranschlag oder um einen persönlichen Rachefeldzug? Der sympathisch-verschrobene Profiler Tony Hill soll mit seiner taffen Kollegin DCI Carol Jordan dem Wahnsinn nachgehen. Das Ermittlerduo stößt dabei in ein Wespennest aus Grausamkeit und Gewalt. (Verlagsinfo)

_Die Autorin_

Die 1955 geborene Val McDermid wuchs in Kirkcaldy, einem schottischen Bergbaugebiet nahe St. Andrews, auf und studierte dann Englisch in Oxford. Nach Jahren als Literaturdozentin und als Journalistin bei namhaften englischen Zeitungen lebt sie heute als freie Schriftstellerin in Manchester und an der Nordseeküste. Sie gilt als eine der interessantesten neuen britischen Autorinnen im Spannungsgenre – und ist außerdem Krimikritikerin. Ihre Bücher erscheinen weltweit in 20 Sprachen. Für „Das Lied der Sirenen“ erhielt sie 1995 den |Gold Dagger Award| der britischen |Crime Writers‘ Association|. (Verlagsinfo)

Val McDermid auf |Buchwurm.info|:

[„Echo einer Winternacht“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=703 (Hörbuch)
[„Der Erfinder des Todes“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2602 (Hörbuch)
[„Das Lied der Sirenen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5647 (Hörspiel)
[„Das Lied der Sirenen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1498 (Buch)

_Der Sprecher_

Christian Berkel, geboren 1957 in Berlin, studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie und war Privatschüler von Stefan Wigger, Jürgen von Alten und Margret Langen. Zwischen 1977 und 1993 arbeitete er u. a. mit Regisseuren wie Claus Peymann an bekannten deutschsprachigen Bühnen, darunter auch Wien.

Zudem war Berkel an über 50 Fernsehproduktionen wie „Die Sturmflut“ (2006), „Der Kriminalist“ (TV-Serie 2006) und vielen internationalen Kinoproduktionen zu sehen, darunter Helmut Dietls „Rossini“ (1996) oder Hirschbiegels „Das Experiment“ (2000). Seit einer Weile arbeitet er als Sprecher für den |Hörverlag|, u. a. in „Die Attentäterin“ von Yasmina Khadra, „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ von Mankell und „Rot ist mein Name“ von Orhan Pamuk. Er wirkte auch beim „Otherland“-Hörspiel des Hessischen Rundfunks mit.

Regie führte Marie-Luise Goerke, die Technik steuerte Thomas Nokielski im Tonstudio Livelive, Berlin.

_Handlung_

Als sich der Profiler Tony Hill in der Psychiatrischen Anstalt des Bradfield Moor Hospital einem Amokläufer entgegenstellt, wird er schwer am Knie verletzt. Lloyd Allen ist offenbar durchgeknallt. Gerade als die Sicherheitstruppe des Hospitals eintrifft, greift Allen an – Hill fällt in Bewusstlosigkeit und wacht erst im Städtischen Krankenhaus wieder auf.

Erst später erfährt er, dass hier auch der Fußballspieler Robbie Bishop liegt, der über eine Infektion im Brustkorb klagt. Am Sonntag ist Chefarzt Dr. Thomas Danby noch ratlos, was die Ursache dafür sein kann. Bishop ist seit seinem Zusammenbruch vor 18 Stunden hier, fiebert und hat seltsamerweise zu wenig Sauerstoff im Blut. Robbies Manager Martin Flanagan vom Klub Bradfield Victoria ringt die Hände. Erst Dr. Elizabeth Blessing äußert eine ungeheure Vermutung, die von Danby jedoch sofort als unglaubhaft weggewischt wird: Alle Symptome passen zu einer Vergiftung mit Rizin. Danby protstiert: „Terroristen und Spione verwenden Rizin, aber doch nicht Fußballspieler!“ Wirklich nicht? In jedem Fall lautet die niederschmetternde Diagnose: Gegen Rizin gibt es keine Therapie …

Detective Chief Inspector Carol Jordan war übers Wochenende mit ihrer Familie in den Yorkshire Downs wandern. Als sich ihre Kollegen endlich dazu aufraffen, ihr am Montag zu sagen, dass Jordans Freund Hill im Krankenhaus liegt, muss sie stark an sich halten, um keinen wütend anzubrüllen. Sie eilt zu Tony. Dem scheint es ganz gut zu gehen. Sie gibt ihm einen Laptop mit WLAN-Anschluss, damit er ins Internet kommt, und erzählt ihm von dem kranken Fußballer im Krankenhaus. Denn Tony ist ein großer Fußballfan und kennt alle Spieler des lokalen Klubs.

Am nächsten Tag ruft Dr. Danby Carole Jordan zu sich und teilt ihr seinen schrecklichen Verdacht mit: Bishop sei mit Rizin vergiftet worden und es gebe keine Hoffnung für ihn. Es sei garantiert kein Selbstmordversuch, kein Unfall. Und ob Agenten dahinterstecken, wisse er nicht. Bishop könne das Gift überall verabreicht bekommen haben: im Essen, in Drinks, sogar im Kokain. Als Jordans Kollegen Bishops Freund Kempsey befragen, erfahren sie, dass Bishop am Donnerstagabend in einem Nachtklub etwas trank und einen alten Schulfreund traf. Am nächsten Morgen schien Bishop beim Training einen Kater zu haben. Also nichts Ungewöhnliches.

Am Donnerstag findet eine Pressekonferenz der Polizei von Bradfield statt. Der Medienrummel ist gewaltig, denn immerhin ist Bishop einer der bekanntesten Stürmer der europäischen Fußballklubs. Hier läyst Jordan die Bombe platzen: Bishop, dessen Lebenserhaltungsmaschinen abgeschaltet worden sind, wurde vergiftet. Es war Mord. Der Aufruhr ist ungeheuer, aber mehr kann Jordan momentan nicht sagen. Natürlich sucht sie den oder die Mörder.

Über die Website www.bestdays.co.uk lässt Jordan nach Freunden von Bishop an dessen Highschool suchen. Wer war der Schulfreund, den er im Nachtklub traf? Dass sich Rizin mit einfachen Haushaltsmitteln herstellen lässt, ist ja nicht gerade ermutigend. Und den Secret Service will Jordan ganz bestimmt nicht in ihrem Fall herumschnüffeln lassen; den kennt sie allzu gut. Die Agenten ihrer Majestät neigen dazu, jeden Fall an sich zu reißen.

Unterdessen schreitet die Genesung Tony Hills voran. Sogleich setzt sich der Fußballfan an seinen Laptop und benutzt eine ausgefuchste Suchmaschine, um neun ähnliche Fälle wie den von Bishop aufzuspüren. Als Jordan ihn besucht, ist sie so nett, Hills zudringliche Mutter, eine Personalagentin, zu vertreiben, die ihren Sohn offenbar betrügt. Hill weiß bis heute nicht, wer sein Vater war, weil sie es ihm einfach nicht verraten will. Er zeigt Jordan sein Profil von Bishops Mörder und verweist auf den Tod von Danny Wade vor zwei Wochen. Der wurde mit Belladonna vergiftet, das im Obstkuchen seiner Haushälterin versteckt war. Die Frau bestreitet jede Mittäterschaft. Jordan sieht keinen Zusammenhang, auch nicht bei offensichtlichen Parallelen.

Tony erkennt, dass er einen Helfer braucht, wenn er „Stalkey“, den Mörder Bishops und Wades, finden will. Er selbst kann ja das Krankenhaus (noch) nicht verlassen. Er bittet also Jordans Untergebene Paula McIntyre, denn sie schuldet ihm noch einen Gefallen dafür, dass er, Tony, ihr das Leben zurückgab, nachdem sie psychisch am Boden zerstört war. Paula untersucht den Fall Danny Wade und bingo! Sie stößt auf einen gewissen Jack Anderson, der auch in Bishops Nachtklub gesehen wurde. Als sie ihre Vorgesetzte Jordan davon in Kenntnis setzt, bekommt sie zwar erst einmal einen Anpfiff, aber nun geht die Suche los. Leider ist Anderson seit drei Jahren verschwunden. Oder hat eine andere Identität angenommen. Nur sein Foto hilft ihnen weiter.

Am Freitag halten die Spieler des Klubs Bradfield Vitoria erst einmal eine Gedenkminute ab, bevor sie das Spiel gegen Tottenham beginnen. Tony Hill, der Fußballfan, schaut das Spiel gerade auf seinem Laptop an, als Jordan in sein Krankenzimmer stürmt, um ihn für seinen „Verrat“ mit Paula McIntyre zur Schnecke zu machen. Da dröhnt es plötzlich aus dem kleinen Laptop-Lautsprecher: Die Tribüne fliegt in die Luft, und wo die VIP-Loge war, klafft ein riesiges Loch. Reporter quasseln aufgeregt über das Unbegreifliche. Hill schaltet den richtigen Fernseher ein: Tatsächlich – das Stadion von Bradfield sieht aus wie Beirut nach einem Bombenangriff. Leichenteile, Flammen, eine Staubwolke, die langsam den Blick auf Chaos und Panik freigibt. Ein klarer Fall für Jordan, die sofort losrast.

Erst nach Tagen erkennen Hill und Jordan den Zusammenhang mit den Vergiftungen von Robbie Bishop und Danny Wade …

_Mein Eindruck_

Der Terrorismus ist auf den britischen Inseln ja nichts Unbekanntes. Die IRA und ihre Sympathisanten schlugen mehrfach zu (man denke an Philip Noyces Film „Die Stunde der Patrioten“). Neu war im Juli 2007 die Provenienz aus der großen muslimisch-asiatischen Gemeinde des Königreichs. Diese Bombenanschläge in der U-Bahn und in Bussen waren etwas völlig anderes als nationalistischer Terror. Plötzlich hatte man es mit „homegrown terrorists“ zu tun, die aus allen muslimischen Vierteln stammen konnten. Der Terror war vor der Haustür angekommen.

Infolge dieser Anschläge vom Juli 2007 wurde das CTC geschaffen, das Zentrum für Terrorbekämpfung, das weitreichende Befugnisse erhielt. Nach der Explosion im Stadion von Bradfield tauchen diese schwarzgekleideten Jungs mit dem überbordenden Selbstbewusstsein auch in Carols Jordans Tätigkeitsbereich auf – und gehen ihr sogleich schwer auf den Geist. „David“ und „Johnny“ nehmen ihr nämlich sogar die eigenen Büroräume weg, um „effektiv“ arbeiten zu können.

Jordan war selbst beim Inlandsgeheimdienst (was unserem BND und dem Verfassungsschutz entspricht) und kennt deren Vorgehensweise. Obwohl Chief Brandon von dem Fall der Bombenexplosion abzieht und dem Bishop-Fall zuteilt, ermittelt sie in beiden Fällen. Aus Gründen der Gerechtigkeit, wie sie sagt. Ihr Team zieht voll mit. Schließlich ist Bradfield immer noch ihre Stadt, oder?

Fortan werden die Polizisten Zeuge von wahren Wildwestszenen in ihrer friedlichen Stadt: Das CTC rast heran, um die Eltern des Bombenlegers mitzunehmen sowie dessen Bruder zum Verhör zu schleppen. Von beschlagnahmten PCs und Handys ganz zu schweigen. Und natürlich wird auch nach den Chemikalien für die Bombe gefahndet, was für die Ordnung der Dinge in den entsprechenden Wohnungen nicht gerade förderlich ist.

Folglich ist Sanjay Aziz, der Bruder des Bombenlegers Yusef Aziz, nicht gerade gut auf Tony Hill und andere Behördenvertreter zu sprechen. Doch Hill kann ihn überzeugen, dass er selbst der Einzige ist, der Sanjay wirklich zuhören will, um herauszubekommen, was mit Yusef los war. „Die Methode Hill“ funktioniert wie eh und je. Der Profiler erhält Einblick in die Community und den Blog Yusefs, ja, er findet per Zufall heraus, dass Yusef eine verbotene Liebesbeziehung zu einer weißen Jüdin hatte. Rachel Diamond ist jetzt eine junge Witwe und Mutter, folglich leugnet sie, irgendetwas über den Bombenleger zu wissen, der ihren Mann Ben auf dem Gewissen hat. Brachte Sie Yusef dazu, ihren Mann zu töten? Aber was sollte dann der zweite Zeitzünder an der Bombe?

Im Gespräch mit Hill wird Carol Jordan zunehmend klar, dass der Anschlag auf das Stadion mit den vielen Toten und Verletzten keinen terroristischen Hintergrund hat, sondern einen privaten. Sie kann es kaum fassen. Das wird das CTC aber gar nicht freuen, und ihren Chef auch nicht. Die Autorin hängt sich mit dieser These weit aus dem Fenster, widerspricht sie doch dem gängigen Schema, dass ein Terroranschlag stets einen politischen Hintergrund haben müsse, allenfalls noch einen rassistischen.

|Der gemeinsame Nenner|

Nun fragt man sich natürlich, was der Giftmord an Robbie Bishop mit dem Bombenanschlag auf das Fußballstadion zu tun hat. Die Autorin ist wirklich clever in der Art und Weise, wie sie die Verbindung nahelegt und Parallelen aufzeigt. Die ganze Zeit wartete ich darauf, dass sie auch wirklich die Verbindung zu Yusef Aziz und Rachel Diamond aufzeigt, aber das wäre wohl zu viel des Guten und des „günstigen Zufalls“ gewesen. Ganz objektiv betrachtet, handelt es sich um zwei verschiedene Fälle.

Sie haben jedoch das gleiche Thema: verlorene Chancen, also eine ziemlich alltägliche Sache. Die Liebe von Yusef und Rachel steht auf verlorenem Posten, denn ihre jeweiligen religiösen Gemeinden – hier Muslime, da Juden – würden die Heirat niemals erlauben. Sie müssen auswandern und haben dazu auch schon Pläne gemacht. Wenn sich nur nicht Rachel anders entschieden hätte …

Jack Anderson hat auch keine Chance mehr, aber er ist fest entschlossen, vor seinem Abtreten als AIDS-Kranker noch eine Menge Leute in den Tod mitzunehmen. Sein Wahl fällt ausgerechnet auf Glückspilze, die er von seiner Schule her kennt. Robbie Bishop, Danny Wade, Tom Cross – sie alle zogen das große Los, mal beim Lotto, mal im Stadion. Doch Jack ist fest entschlossen, es ihnen wegzunehmen und selbst ein Stück vom Glück abzubekommen. Man findet bei ihm eine Wunschliste. „Mit einem Supermodel ausgehen“ – na toll, meint Tony Hill, es gibt Schlimmeres. Dumm nur, dass es dabei immer Opfer geben muss.

|Der Sprecher|

Christian Berkel kennt sich mittlerweile ja auch mit Hörspielproduktionen aus, obwohl er den meisten Leuten vor allem als Schauspieler bekannt ist, nicht zuletzt auch mir. Von seinen Sprecherqualitäten hat er mich jedoch ebenfalls überzeugen können. Mit seiner tiefen Stimme vermag er Figuren wie Tony Hill ausgezeichnet zu porträtieren. Hill erscheint als eine Art Missgeburt mit einem ganz besonderen, wertvollen Talent: Er kann sich durch Empathie hervorragend in Täter hineinversetzen. Das demonstriert er besonders gut im Finale der Handlung, als er Jack Anderson vernimmt und ihn zu einem Geständnis bringt.

Eine weitere Stärke Berkels sind Emotionen. Er lässt die Figuren mal cool, mal empört, mal gemütlich und mal verächtlich klingen. Dr. Danbys hochmütige Ratlosigkeit wirkt ebenso glaubhaft wie Vanessa Hills schnippische Verachtung für ihren Sohnemann, der ihr im Krankenbett hilflos ausgeliefert ist – und den sie gleich übers Ohr hauen will. Da war mir doch der ehrliche Zorn von Carol Jordan lieber, die Tony Hill ob seiner parallelen Privatermittlung zur Schnecke machen will. Aber er kriegt sie immer wieder herum und zum Lachen.

Frauenfiguren lässt Berkel regelmäßig in einer höheren Tonlage sprechen, aber nicht immer. Paula McIntyre, Hills Helferin, etwa klingt nicht sonderlich weiblich. Auch wenn Chris Devine und Carol Jordan über die Großkopfeten wie Lord Penal frotzeln, klingen sie nicht sonderlich feminin. Das könnte aber auch an der rauen nordenglischen Kultur und Landschaft liegen. Die bewegendste Szene ist sicherlich die mit dem kindlichen Jungen Leif Diamond, dessen Vater durch die Bombe im Stadion starb.

Da es weder Musik noch Geräusche gibt, brauche ich darüber kein Wort zu verlieren.

_Unterm Strich_

Die Autorin lehnt sich weit aus dem Fenster, wenn sie behauptet, dass ein scheinbarer Terroranschlag auch einen ganz anderen Hintergrund haben könnte, nämlich einen ganz privaten. Das ist jedoch der Grund, warum das Antiterrorteam nicht weiterkommt und Carol Jordans Qualitäten gefragt sind. Auch ihr platonischer Freund Tony Hill spielt eine Schlüsselrolle, sehr zu ihrem Missfallen ob seiner Eigenmächtigkeiten.

Aber mit Profiling und polizeilicher Feinarbeit knacken die beiden gleich zwei Fälle. Wer aber nach dem lange vermuteten Kontakt des einen zum anderen Fall sucht, wird letzten Endes enttäuscht werden. Das macht aber nichts, denn thematisch zumindest gehören die beiden zusammen. Letzten Endes ist ein Terroranschlag, individuell gesehen, mindestens so verheerend wie die Ansteckung mit AIDS.

Der Originaltitel „Beneath the bleeding“ weist uns darauf hin, dass wir stets unter die Oberfläche sehen sollten. Und wenn uns jemand etwas von „Massenvernichtungswaffen“ verklickern will oder einen wohlfeilen Terrorismuskandidaten präsentiert, sollten wir doch mal nachfragen, was das alles soll. Mit der „Methode Hill“ kommt man wahrscheinlich so weit, ein paar Wahrheiten aufzudecken. Allein schon deshalb ist ein Roman von der Drehbuchschreiberin dieser Fernsehserie immer lesenswert.

|Das Hörbuch|

Berkels Stärke sind Emotionen, die eine Szene ebenso charakterisieren wie die auftretenden Figuren. Ihm gelingt es, die Figuren mal schnippisch, mal heiter, mal verächtlich, mal empört sprechen zu lassen. Seine Schwäche sind die Stimmen selbst, denn seine Variationsbreite ist sehr begrenzt.

|Originaltitel: Beneath the bleeding, 2007
Aus dem Englischen übersetzt von Doris Styron
376 Minuten auf 6 CDs
ISBN-13: 978-3-86717-305-6|
http://www.val-mcdermid.de
http://www.valmcdermid.com
http://www.hoerverlag.de

[NEWS] Val McDermid – Der Sinn des Todes. Ein Fall für Karen Pirie

Ein betrunkener Siebzehnjähriger rast nachts mit einem gestohlenen Auto durch Dundee. Für seine drei Kumpels endet die Fahrt tödlich. Der Hooligan überlebt – im Koma, für immer schwer gezeichnet. Überraschend fördert ein Routine-DNA-Test eine Verbindung zu einem zwanzig Jahre zurückliegenden, ungelösten Mordfall zutage. Wie kann das sein? (Verlagsinfo)


Taschenbuch : 496 Seiten
Droemer

McDermid, Val / Stricker, Sven – Lied der Sirenen, Das (Hörspiel)

_Neues Ermittlergespann für Britenkrimi: der verhängnisvolle Gesang der Sirene_

Vier Männer werden in Bradfield tot aufgefunden, alle vor ihrer Ermordung auf das Grausamste gefoltert und verstümmelt. Als der Profiler Tony Hill zum Ermittlungsteam von DCI Carol Jordan hinzugezogen wird, gerät er plötzlich selbst ins Visier des Wahnsinnigen und muss ein ganzes psychologisches Können aufbieten, um sein Leben zu retten.

Der Krimi gewann den Gold Dagger Award für den besten Kriminalroman des Jahres 1995.

_Die Autorin_

Die 1955 geborene Val McDermid wuchs in Kirkcaldy, einem schottischen Bergbaugebiet nahe St. Andrews, auf und studierte dann Englisch in Oxford. Nach Jahren als Literaturdozentin und als Journalistin bei namhaften englischen Zeitungen lebt sie heute als freie Schriftstellerin in Manchester und an der Nordseeküste. Sie gilt als eine der interessantesten neuen britischen Autorinnen im Spannungsgenre – und ist außerdem Krimikritikerin. Ihre Bücher erscheinen weltweit in 20 Sprachen. Für „Das Lied der Sirenen“ erhielt sie 1995 den Gold Dagger Award der britischen Crime Writers‘ Association. (Verlagsinfo)

Mehr von Val McDermid auf |Buchwurm.info|:

[„Echo einer Winternacht“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=703 (Hörbuch)
[„Der Erfinder des Todes“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2602 (Hörbuch)
[„Das Lied der Sirenen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1498 (Buchausgabe)

_Die Rollen und ihre Sprecher_

Erzähler: Heikko Deutschmann
Erzählerin: Leslie Malton
Tony Hill: Boris Aljinovic
Carol Jordan: Florentine Lahme
John Brandon: Felix von Manteuffel
Tom Cross: Peter Kaempfe
Don Merrick: Bjarne Mädel
Kevin Matthews: Andreas Fröhlich
Angelica: Marie-Lou Sellem
Penny Burgess: Anna Carlsson
Stevie McConnell: Stephan Szasz
Ian: Sebastian Kuschmann
Fraser Duncan: Gerd Grasse

Regie führte Sven Stricker, Jan-Peter Pflug lieferte die Musik, die Technik steuerte Kay Poppe im Studio Basis Berlin der On Air Studios, Berlin.

_Handlung_

Detective Inspector Carol Jordan steht neben Detective Sergeant Don Merrick im Regen und starrt auf die grausam verstümmelte Leiche eines Kollegen: Sie weiß es noch nicht, aber es handelt sich um Damian Connolly. Dies ist schon die vierte derart verstümmelte Männerleiche in Bradfield, und immer am Montag taucht alle acht Wochen so eine auf. Connolly wurde zwischen Müllcontainern hinter der Schwulenbar „Queen of Hearts“ gefunden. Gegenüber liegen Künstlerateliers. Hat keiner was gesehen?

Jordans Ermittlergruppe wird zum Versuchskaninchen für die Anwendung der Theorien von Profiler Tony Hill gemacht. Das schmeckt nicht jedem, aber Jordan ist bereit, es mit Hills Serientätertheorien zu versuchen. Vielleicht kommen sie ja damit weiter. Tom Cross hingegen hält nichts von Hills Methode, und das wird zu tragischen Konsequenzen führen.

Während Jordan und Hill die vier Fälle durchgehen, kommen sie einander näher, denn beide sind ledig. Als sie ihn einmal besucht und eine Frau mit einer verführerischen Stimme auf seinen Anrufbeantworter spricht, ist sie peinlich berührt und will gehen, weil sie nicht in sein Privatleben eindringen will. Er wehrt ab, denn bei der Frau, mit der er Telefonsex hat, handle es sich um ein wissenschaftliches Projekt. Er sagt nicht, dass es für ihn auch eine Therapie seiner Erektionsprobleme darstellt. Das sagt er ihr erst, als alles vorüber ist.

Als Don Merrick in einer Sadomaso-Bar einen Typen ablehnt und von einem anderen angesprochen wird, wird dies zu einem Durchbruch. Fitnesstudiobetreiber Stevie behauptet, er habe alle vier Opfer gekannt; da sie alle nicht schwul waren, halte er die Morde für „Betriebsunfälle“. Na, so was. Ist er vielleicht der Schwulenkiller, den die Sensationspresse „Handy Andy“ getauft hat? Kaum hat Don mit Stevie das Lokal verlassen, um ihn aufs Revier zu nehmen, wird er jedoch von hinten niedergeschlagen.

Zum Glück sind Kollegen ganz in der Nähe, die sowohl den Angreifer als auch Stevie festnehmen. In der Vernehmung sieht es immer schlechter aus für Stevie, und die Durchsuchung seiner Wohnung fördert noch mehr belastendes Material zutage. Dabei wollte er der Polizei doch bloß helfen. Assistant Chief Constable Brandon lässt ihn frei, weil die Beweise nicht ausreichen.

Tom Cross ist schwer frustriert und wird sogar suspendiert. Er ist sicher, „Handy Andy“ erwischt zu haben, und sagt dies auch gegenüber einer Sensationsreporterin: Eine Herausforderung an den wahren Killer, falls es ihn gibt. Nach einem Fluchtversuch kommt Stevie in U-Haft und wird dort vergewaltigt.

Eine fünfte Leiche taucht auf, die sich als Werk eines Trittbrettfahrers erweist. Die Lage in Bradfield gerät offenbar außer Kontrolle. Unterdessen sieht Stevie McConnell nur noch einen Ausweg, Jordan erzielt einen Durchbruch und Tony Hill erhält überraschenden Besuch von der verführerischen Frau am Telefon: Angelica will jetzt mehr als nur mit ihm reden …

_Mein Eindruck_

In diesem Krimi führt die bekannte britische Autorin das Gespann Carol Jordan und Tony Hill erstmals zusammen. Und die beiden erweisen sich als äußerst effektiv in ihrer Zusammenarbeit. Zudem kommen sie sich auch privat recht nahe, doch Tony Hill ist kein einfacher Charakter, er verbirgt etwas vor ihr. Nicht nur wird er als empfindsamer Mensch (wie wir alle) dargestellt, sondern auch noch mit einer verhängnisvollen Neigung: Telefonsex. Er ist keineswegs süchtig, doch was die Dame Angelica ihm bietet, ist zu gut, um es ablehnen zu können. Dass er bereits auf ihr „Lied der Sirenen“ hereingefallen ist, bemerkt er leider zu spät. Mehr darf nicht verraten werden.

Carol hat von ihm den Tipp bekommen, dass der wahre Täter – und nicht etwa Stevie McConnell – etwas mit Computern und Kommunikationselektronik zu tun haben könnte. Zum Glück ist Carols Bruder Michael einschlägig vorbelastet und vermittelt entsprechende Kontakte. Es geht um ein interessantes Spiel namens „3D Discovery“, bei dem der Spieler die Köpfe der Figuren durch Fotos von realen Personen ersetzen kann. Cool, nicht wahr? Doch wenn diese Personen bereits getötete Opfer sind, erhält das Spiel seinen ganz eigenen, makaberen Charakter.

Die Autorin zeichnet sich durch ein besonders tiefes Verständnis für die Polizeiarbeit aus, wie sie schon mehrfach bewiesen hat. Diesmal zeigt sie, wie sich bestimmte Polizisten so in eine falsche Annahme verrennen und auf einen falschen Verdächtigen festlegen können, dass nicht nur die Arbeit der Cops behindert wird, sondern auch ein Unschuldiger zu Tode kommt. Die (sehr realistisch dargestellten) Schreie des vergewaltigten Stevie McConnell hätten verhindert werden können, wenn gewisse Cops nicht so stur gewesen wären – oder wenn der Druck der Öffentlichkeit geringer wäre.

Hier spielen die Medien eine ganz besondere Rolle. In ihrer Jagd nach einer heißen Story übt die Reporterin Penny Burgess nicht nur Druck auf die Polizeiführung aus, sondern interviewt auch die Leute mit der falschen Meinung. Sie scheut sich auch nicht, mit Cops ins Bett zu gehen. Dabei erfährt sie dann auch noch, wie die Polizeiführung die Presse an der Nase herumführt. Prächtig! Dass Penny Burgess davon nicht entzückt ist, kann man sich denken. Leider ist ihre Arbeit alles andere als konstruktiv bei der Auffindung des wahren Täters. Ja, perfiderweise gibt sie auch noch einem Trittbrettfahrer den nötigen Vorwand, um einen Mord einem anderen in die Schuhe zu schieben.

Die Handlung gipfelt in einer packenden Szene, in der Tony Hill alle seine kunstvolle Psychologie aufbieten muss, um seinen Hals zu retten. Denn Angelica ist eine Sirene, die wie in Homers Odyssee auf einer Insel lebt, die mit Knochen bedeckt ist …

|Der Sprecher|

Die Sprecher gehören teils zur vordersten Riege der deutschen Synchronsprecher und haben sich vielfach bereits als Hörbuchsprecher hervorgetan. Dazu gehören Boris Aljinovic, Andreas Fröhlich, Heikko Deutschmann und Felix von Manteuffel. Ich habe auf ihre Biografien aus Platzgründen verzichtet, aber der Interessierte findet diese im eingehefteten Booklets des Hörbuchs. Florentine Lahme ist für mich ein unbeschriebenes Blatt, sie spielte aber in der TV-Serie „GSG9 – Die Eliteeinheit“, in „Keinohrhasen“ und steht offenbar vor ihrem internationalen Durchbruch. Leslie Malton ist hingegen eine bekannte Schauspielerin.

Während die zwei Erzähler – ein ungewöhnliches Doppelgespann – sich auf möglichst sachliche Szenenübergänge beschränken, müssen die Sprecher die Szenen tragen. Besonders im Gedächtnis blieben mir Andreas Fröhlich als der heimtückische Cop Kevin Matthews, der Ermittlungserfolge und -taktik an die Sensationsreporterin Penny Burgess verrät, und natürlich der Sprecher des Tony Hill, Boris Aljinovic. Letzterer hat sowohl die offiziöse Seite des Profilers darzustellen als auch die private Seite eines Mannes mit Erektionsproblemen und einer Zuneigung zu starken Frauen wie Carol Jordan.

Die Stimme der Sprecherin von Carol Jordan, Florentine Lahme, fand ich für diese Rolle zu hoch, aber das ist reine Geschmackssache. Schließlich besagt die Figurenbeschreibung ausdrücklich, dass Carol Jordan (in Tony Hills Augen) sowohl schön als auch intelligent und durchsetzungsfähig sei.

|Geräusche|

Die meisten Geräusche sind realistisch, so etwa der häufige Regen, die zahlreichen Türen und Handys sowie die Kneipengeräusche. Entsprechend der Räumlichkeit verändert sich auch der Hall der Stimmen. In einer Zelle klingen Stimmen anders als in einem Konferenzraum oder einer Kneipe. Dieses Feature findet man nicht oft so professionell gehandhabt wie hier.

|Musik|

Die Musik untermalt die wichtigsten Szenen lediglich, sie hat also keine Funktion, in der Pause zwischen Szenen aufzulockern. Nein, sie ist so unaufdringlich, dass man sie kaum registriert. Und doch ist sie kein einfacher Hollywood-Score mit Geigenschmalz oder abgewandelte Jazzmusik, sondern völlig modern in Instrumentierung und Rhythmus. Einem Genre kann ich sie nicht zuordnen, so eigenständig hat Jan-Peter Pflug sie komponiert.

_Unterm Strich_

Die Handlungsbeschreibung klingt nicht so, als ginge es hier um etwas Weltbewegendes, doch der Eindruck täuscht. Es geht um eine Art Justizirrtum, dem ein Unschuldiger zum Opfer fällt. Die Ermittlungen in der Randgruppe der Homosexuellen und Sadomasos fordert die Cops ganz besonders heraus, auch im physischen Einsatz. Mit einem sehr ungewöhnlichen Täter führt die Autorin nicht nur die Cops lange an der Nase herum.

Und in diesem Krimi führt die Autorin erstmals das erfolgreiche Ermittlergespann Tony Hill, seines Zeichens Profiler, und Carol Jordan, die taffe und aufstrebende Polizistin, zusammen, nicht nur beruflich, sondern auch privat. „Tony Hill“ bekam im britischen Fernsehen mit „Die Methode Hill“ eine eigene Fernsehserie, die auch bei uns erfolgreich im ZDF lief.

|Das Hörspiel|

Das Hörspiel ist von Profis inszeniert worden, mit realistischen Geräuschen und einer unaufdringlichen Musik unterlegt und von erfahrenen Sprechern vorgetragen. Besonders Andreas Fröhlich und Boris Aljinovic haben mich beeindruckt. Als Angelica ist mir auch Marie-Lou Sellem im Gedächtnis geblieben. Sie hat eine verführerische Stimme, die aber auch gefährlich klingen kann.

Eigentlich sollte klar sein, dass bei einem gut zweistündigen Hörspiel jede Menge Originaltext unter den Tisch gefallen sein muss. So etwa sind die Ermittlungsergebnisse stark komprimiert und meist nur eine einzige Zeile wert. Das könnte als Hauruck-Methode interpretiert werden, aber in Wahrheit kann man einen Krimi nicht so lange auswalzen wie etwa ein Historiendrama. Und wem dies zu kurz ist, der kann ja zur Lesung greifen.

Fazit: ein Volltreffer.

|Originaltitel: The Mermaids Singing, 1995
Aus dem Englischen übersetzt von Manes H. Grünwald
129 Minuten auf 2 CDs
ISBN-13: 978-3-86717-261-5|
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[NEWS] Val McDermid – Das Grab im Moor. Ein Fall für Karen Pirie 5

Die Suche nach dem geheimnisvollen Erbe ihres Großvaters führt eine junge Engländerin in die schottischen Highlands: Auf einer provisorischen Karte ist ein Ort mitten im Moor markiert. Dort stößt sie auf ein erstaunlich gut erhaltenes amerikanisches Motorrad, Baujahr 1944 – und auf eine männliche Leiche deutlich jüngeren Datums. (Verlagsinfo)


Broschiert: 496 Seiten
Droemer

[NEWS] Val McDermid – Der Knochengarten (Carol Jordan und Tony Hill 11)

Die berühmte wie spannende Thriller-Reihe um Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill geht weiter! Die Neuerscheinung der Thriller-Queen Val McDermid: der 11. Fall des kultigen Ermittlerduos sorgt selbst bei hartgesottenen Thriller-Fans für schlaflose Nächte.
Auf dem Gelände eines ehemaligen katholischen Waisenhauses für Mädchen wird ein grausiger Fund gemacht: Bauarbeiten fördern insgesamt vierzig Skelette zutage, die offenbar über Jahrzehnte unter dem Rasen und dem Nutzgarten vergraben wurden – zu einer Zeit, als Nonnen dort ungestört ihr unerbittliches Regime ausüben konnten. Handelt es sich bei den Toten um Mädchen aus dem Waisenhaus? (Verlagsinfo)


Taschenbuch 464 Seiten
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Val McDermid – Luftgärten (Kate Brannigan 02; Lesung)

Erstklassig unterhaltsame Krimi-Lesung

Kate Brannigan ermittelt wieder: An mehreren Einfamilienhäusern verschwinden buchstäblich über Nacht die eben erst angebauten Wintergärten. Eine kleine Ermittlung, denkt die taffe Privatdetektivin, und doch weckt der sonderbare Fall ihre Neugier. Schon bald stellt sich heraus, dass er gefährliche Dimensionen annimmt und Kate in Lebensgefahr bringt… (Verlagsinfo)
Val McDermid – Luftgärten (Kate Brannigan 02; Lesung) weiterlesen

Val McDermid – Abgeblasen (Kate Brannigan 1)

Krimidebüt: Klassisches Vorbild gegen den Strich gebürstet
In ihrem ersten Fall durchkämmt Privatdetektivin Kate Brannigan die Popmusikszene in Manchester nach einer verschwundenen Songwriterin. Nach einiger Laufarbeit weiß Kate: Die Gesuchte hat einen Absturz hinter sich, lebt bei einer Freundin und wäre an einem Comebach mit ihrem früheren partner interessiert. Doch sechs Wochen später wird Moira, als sie mit dem Song-Partner ein neues Album aufnimmt, mit einem Saxiphon erschlagen… (abgewandelte Verlagsinfo)
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Val McDermid – Das Gesetz der Serie (Kate Brannigan 6)

Der Fluch der Kristallkugel: der Wahrsagerin früher Tod

Gloria Kendal, Star der Seifenoper „Nordlichter“, erhält plötzlich aggressive Drohbriefe. Kate Brannigan als Leibwächterin soll ihr Schutz bieten. Genervt von der Egomanie der schauspielenden Zunft und den langweiligen Dreharbeiten, will Kate schon hinschmeißen – doch da ist bereits die erste Leiche im Kasten! (Verlagsinfo)
Val McDermid – Das Gesetz der Serie (Kate Brannigan 6) weiterlesen

Val McDermid – Das Kuckucksei (Kate Brannigan 4)

Verbotene Schwangerschaften

In Manchesters Klubszene kennt sich die abgebrühte Privatdetektivin Kate Brannigan bestens aus. Aber in der Fertilisationsforschung? Von ihrer besten Freundin Alexis, der Journalistin, lässt sich Kate überreden, den Tod einer Ärztin aufzuklären, der Alexis ihre Schwangerschaft zu verdanken hat – und stößt auf illegale Machenschaften… (Verlagsinfo)
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Val McDermid – Vergeltung

Spannend & blutig: Die Rache des Ausbrechers

Bisher galt dieses Gefängnis als absolut ausbruchsicher. Doch nach zwölf Jahren Haft gelingt Jacko Vance, einem perfiden Mädchenmörder, durch eine raffinierte, lange geplante Täuschung die Flucht. Jacko ist besessen von einem einzigen Gedanken: gnadenlose Vergeltung – an allen, die ihn hinter Schloss und Riegel gebracht haben. Vor allem aber an Carol Jordan und Tony Hill. Und er hat sich etwas Hinterhältigeres als deren Tod ausgedacht: Er will seine Feinde ins Mark treffen, ihnen ihr Liebstes nehmen. Seine ersten Opfer sind Carols Bruder und dessen Frau … (Verlagsinfo)

Die Autorin

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Val McDermid – Skrupellos (Kate Brannigan 3)

Zwischen Crack und Kinderpornos: Kate Brannigans dritter Fall

Kate Brannigans aktueller Klient ist das Kreditinstitut eines Autoherstellers. Zusammen mit ihrem Freund Richard Barclay tritt Brannigan als Ehepaar auf, das bei einem verdächtigen Händler ein Auto kauft. Ein harmloser Job – nur dass Richard im Gefängnis landet. Nun muss Kate nicht nur die Unschuld ihres Freundes beweisen, sondern sich auch noch um dessen kleinen Sohn kümmern. (Verlagsinfo)

Die Autorin

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Val McDermid – Luftgärten (Kate Brannigan 2)

Das Geheimnis der verschwundenen Wintergärten

Kate Brannigan ermittelt wieder: An mehreren Einfamilienhäusern verschwinden buchstäblich über Nacht die eben erst angebauten Wintergärten. Eine kleine Ermittlung, denkt die toughe Privatdetektivin, und doch weckt der sonderbare Fall ihre Neugier. Schon bald stellt sich heraus, dass er gefährliche Dimensionen annimmt und Kate in Lebensgefahr bringt… (Verlagsinfo)

Die Autorin

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Val McDermid – Clean Break (Kate Brannigan 5)

Zwischen Monet und Zyanid: Detektivin Kate Brannigan

Kate Brannigan muss sich alleine um die Fälle der Detektei Mortensen & Brannigan kümmern. Gleich von mehreren Seiten gerät sie unter Druck. Bis nach Italien jagt sie einem gestohlenen Monet-Gemälde nach. Unterdessen sterben im heimatlichen Manchester zwei Kunden eines Putzmittelherstellers an einer mysteriösen Zyanidvergiftung… (Verlagsinfo)

Die Autorin

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[NEWS] Val McDermid – Schwarzes Netz

Ein neuer Fall für Carol Jordan und Tony Hill – die Bestseller-Reihe von Erfolgsautorin Val McDermid
In McDermids neuntem Thriller um das Ermittleduo Hill/Jordan ist der Polizeipsychologe Tony Hill mit einer mysteriösen Serie von Selbstmorden konfrontiert. Stets sind es Frauen, die mitten im Leben stehen, mit ihren prononcierten Meinungen jedoch einen Shitstorm von Internet-Trollen hervorgerufen und diesen offenbar nicht verkraftet haben. Merkwürdig nur, dass sie alle den Freitod berühmter Schriftstellerinnen wie Sylvia Plath, Virginia Woolf oder Anne Sexton imitieren und sich deren Werke jeweils in der Nähe der Toten finden. DCI Carol Jordan ist unterdessen zurück in ihrem alten Job bei der Polizei und bekommt ein neues Team, mit dem sie im Norden Englands schwere Fälle aufklären soll. Die rätselhafte Serie von Suiziden wird für sie zur Nagelprobe. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 464 Seiten
Originaltitel: Splinter the Silence
Knaur

[NEWS] Val McDermid – Der lange Atem der Vergangenheit

Verborgen in der Turmspitze eines baufälligen viktorianischen Gemäuers in Edinburgh wird eine skelettierte Leiche mit einem Einschussloch im Schädel gefunden. Detective Chief Inspector Karen Pirie und ihre Cold Cases Unit sollen den rätselhaften Fall aufklären. Um wessen sterbliche Überreste handelt es sich? Karen hat kaum Anhaltspunkte, aber einen zielsicheren Instinkt. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in die neunziger Jahre, in die Erbarmungslosigkeit der Balkankriege. In einem Labyrinth aus persönlichen und politischen Konflikten, aus falschen Identitäten und sorgsam gehüteten Geheimnissen droht sich die Spur zu verlieren. Doch manchmal will die Vergangenheit einfach nicht ruhen … (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Originaltitel: The Skeleton Road
Droemer

[NEWS] Val McDermid: Eiszeit. Ein neuer Fall für Carol Jordan und Tony Hill

Ein Unbekannter bringt Frauen um, die alle eine verblüffende Ähnlichkeit mit Detective Chief Inspector Carol Jordan haben. Eigentlich ein perfekter Fall für sie und ihren Kollegen, den Profiler Tony Hill, doch Carol hat gerade ihren Job hingeschmissen. Der brutale Mord an ihrem Bruder und dessen Frau hat sie in eine Krise gestürzt. Sie wirft Tony vor, diese Bluttat nicht vorhergesehen zu haben, und will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Als der Verdacht schließlich sogar auf Tony fällt, beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen … (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 512 Seiten
Originaltitel: Cross and Burn
Knaur

[NEWS] VAL McDERMID – Der Verrat

Neues von Val McDermid bei Droemer: „Der Verrat“.

In Val McDermids neuem Roman „Der Verrat“ muss die Schriftstellerin Stephanie Harker am Flughafen von Chicago hilflos mit ansehen, wie ihr fünfjähriger Adoptivsohn Jimmy von einem Unbekannten entführt wird. Als sie, außer sich vor Verzweiflung, aus der Sicherheitsschleuse ausbricht, wird sie für eine Attentäterin gehalten und von der Security überwältigt. Erst die FBI-Agentin Vivian McKuras glaubt ihr. Doch da ist der Entführer mit dem kleinen Jungen schon längst verschwunden …
(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 512 Seiten
Originaltitel: The Vanishing Point

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Val McDermid – Nacht unter Tag

Schicht im Schacht: verzwickter Bergarbeiterkrimi

Ungelöste Fälle sind ihre Spezialität, doch dieser führt Detective Inspector Karen Pirie an ihre Grenzen. Ein Mann wird als vermisst gemeldet – nach über 20 Jahren. Karens Ermittlungen im schottischen Glenrothes stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Ähnlich ergeht es einer Journalistin, die einen fast vergessenen Entführungsfall recherchiert. Bald landet auch dieser alte Fall auf Karens Schreibtisch – zusammen mit einem neuen Mord … (Verlagsinfo)

_Die Autorin_

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Val McDermid – Nacht unter Tag

Immer noch einen draufsetzen, sich stets neu erfinden, aber dennoch einem vertrauten Metier treu bleiben. Val McDermid ist in den vergangenen Jahren gerade deshalb als Bestseller-Autorin an der Spitze geblieben, weil ihre Kriminalgeschichten nie mit Fakten überfrachtet wurden, sondern stets an der Basis blieben und dort mit außergewöhnlichen Entwicklungen für ein Höchstmaß an Spannung sorgten.

Die Fortschritte, die McDermid seither macht, sind beachtlich, auch wenn die Legende „Ein Ort für die Ewigkeit“ immer noch als unerreicht gilt. Mit „Nacht unter Tag“, dem aktuellsten Werk der begehrten Britin, scheint hier aber endgültig die Wachablösung zu folgen.

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