Vanessa Walder – Das wilde Mäh

Inhalt
Ham ist ein Wolf. Das ist ja wohl klar.
Er hat spitze Eckzähne … auf dem Kopf.
Er jagt gerne … saftige Blätter.
Er heult den Mond an … und es klingt wie Määäh.
Na gut, vielleicht ist Ham auch nur ein Wolf im Schafspelz.
Aber wie ist er im Wald gelandet?
Und wo kommt er wirklich her?
Zusammen mit seinen Freunden begibt er sich auf eine abenteuerliche Suche…
(Verlagsinfo)

Nachts im Wald geschieht etwas Ungewöhnliches: Ein unbekanntes Wesen schleicht durch den Wald und legt ein Bündel in einer Baumhöhle ab. Argwöhnisch, jedoch auch neugierig, nähern sich die Tiere des Waldes dem Baumstamm. Schnell wird klar, dass es ein kleines Tier ist.

Nur was für eins, das weiß keiner. Bär, Hase, Uhu und Co rätseln und überlegen, was sie tun sollen. Als der Fuchs vorschlägt, es doch einfach mal zu kosten, geht die Wölfin Rhea dazwischen und nimmt das komische Wesen unter ihre Fittiche. Ham, so tauft sie es, wächst zusammen mit drei Wolfskindern behütet im Wald auf. Doch er merkt, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Er ist überzeugt kein Wolf zu sein und macht sich auf die Suche nach seiner wahren Herkunft. Mit der Reise ins Ungewisse beginnt das Abenteuer seines Lebens …

Mein Eindruck:

Den kleinen Ham schließt man vom ersten Moment an ins Herz. Vanessa Walders Geschichte weiß zu verzaubern und die einzelnen Charaktere zu begeistern. Das Leben des kleinen Schafs und seine Suche nach dem wahren Ich sind einfach unglaublich berührend. Die Tiere des Waldes sind zum Beispiel durch unterschiedliche Dialekte so detailverliebt und liebevoll gestaltet, was das Vorlesen des Buches höchst amüsant macht. Es gibt viel zu schmunzeln und lachen. Dennoch kommt die Spannung nicht zu kurz, im Gegenteil gibt es einige fesselnde und dramatische Situationen im Buch. Der Autorin gelingt es ohne erhobenen Zeigefinger und mit einer spielerischen Leichtigkeit, wichtige Botschaften wie Toleranz, Freundschaft, Teamgeist und Mitgefühl zu vermitteln. Vor allem zeigt sie, dass es egal ist, wer man ist oder woher man kommt. Jeder ist es wert, geliebt zu werden, so wie er ist.

Gelungen ist auch die Gestaltung des Buches. Nicht nur das Cover ist ein echter Blickfang, auch die schwarz-weißen Illustrationen von Zapf (Frank Holzapfel) sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Text und Bilder ergeben ein sehr harmonisches und ansprechendes Gesamtbild. Dank der großen Schrift, relativ kurzen Kapitel und dem kindgerechten, verständlichen Schreibstil eignet sich das Buch wunderbar für Erstleser. Dennoch sollten Eltern dieses Buch nicht verpassen und vielleicht doch mal wieder mit einer abendlichen Vorlesestunde liebäugeln. Es lohnt sich, denn „Das wilde Mäh“ ist ein warmherziges und wundervolles Kinderbuch. Rundum gelungen!

Die Autorin

Vanessa Walder, 1978 geboren in Heidelberg, wuchs in Österreich auf. Hier studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und arbeitete als freie Journalistin. Auf Anregung von Christian Bieniek erschien unter dem Pseudonym C. B. Lessmann der erste Band der Jugendserie „sisters“. Mittlerweile sind von ihr über 80 Bücher in verschiedenen deutschen Verlagen erschienen und in derzeit 25 Sprachen erhältlich.

Fazit:

Nicht nur Kinder werden viel Freude am Abenteuer des kleinen Hams haben. Vanessa Walder schafft es mit „Das wilde Mäh“, den Leser von der ersten Seite an in den Bann zu ziehen. Von Mitfiebern bis herzhaftem Lachen – das Kinderbuch liefert die ganze Bandbreite, die eine wirklich tolle Geschichte ausmacht. Ganz klare Leseempfehlung!

Hardcover: 192 Seiten
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
ISBN-13: 978-3785579695

www.loewe-verlag.de

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