Kathy Reichs – Die Spur der Angst (Tempe Brennan 24)

Die Verlagsinfo:

Kleine Tierkadaver – eine Ratte, ein Kaninchen, ein Eichhörnchen – tauchen in Charlotte, North Carolina, auf, verstümmelt und auf bizarre Weise inszeniert. Der forensischen Anthropologin Tempe Brennan ist Tierquälerei zutiefst verhasst. Ihre Beunruhigung wächst, als die Entdeckungen immer makabrer werden. Mit Hochdruck versucht sie dem Täter auf die Spur zu kommen. Denn es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis ein Mensch zum Opfer wird …

Mein Eindruck:

So verstörend sich der Klappentext liest, so durchgeknallt scheint auch der Antagonist in diesem mittlerweile 24. Fall für Tempe Brennan zu sein. Womit Kathy Reichs beweist, dass sie auch nach zwei Dutzend Forensik-Romanen immer noch einen drauflegen kann und auch immer noch weiß, wie man die Leser an die Seiten fesselt.

Alles fängt mit grausam zur Schau gestellten Tierköpfen an, aber schnell vermuten Tempe und ihr Partner „Skinny“ Slidell, dass das erst der Anfang ist. Und tatsächlich werden schon bald die ersten Menschenknochen in den bizarren Arrangements gefunden. Die Frage scheint nicht, ob, sondern wann er oder sie den ersten Menschen töten und ausstellen wird. Oder ist das bereits geschehen?

Dann verschwindet auch noch Tempes Großnichte Ruthie vom Campus ihrer Uni und wir befürchten das Schlimmste.

Die Ermittlungen gestalten sich schleppend und Tierfreunde werden alles andere als ihren Spaß an den Schilderungen von Kathy Reichs haben. Aber, irgendwie müssen wir ja herausfinden, wem die Tiere gehörten, um vielleicht einen ersten Ansatzpunkt zu haben.

Und so gehts in der ersten Hälfte des Romans um tote Tiere und in der zweiten dann mehr um die eigene Verwandtschaft. Klingt lapidar, ist aber dennoch spannend.

Die Autorin:

Kathy Reichs, geboren in Chicago, lebt in Charlotte und Montreal. Sie ist Professorin für Soziologie und Anthropologie, eine von nur knapp hundert vom American Board of Forensic Anthropology zertifizierten forensischen Anthropolog*innen und war unter anderem für gerichtsmedizinische Institute in Quebec und North Carolina tätig. Ihre Romane erreichen regelmäßig Spitzenplätze auf internationalen und deutschen Bestsellerlisten und wurden in dreißig Sprachen übersetzt. Für den ersten Band ihrer Tempe-Brennan-Reihe wurde sie 1998 mit dem Arthur Ellis Award ausgezeichnet. Die darauf basierende Serie »BONES – Die Knochenjägerin« wurde von Reichs mitkreiert und -produziert. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

So spannend die Jagd nach dem gestörten Antagonisten auch ist, so unbefriedigend fand ich das Ende der „Spur der Angst“.

Die verstörende Zurschaustellungen von Tierteilen verlangen Tierliebhabern beim Lesen einiges ab, aber auch Tempe Brennan bleibt davon nicht unberührt.

Die Dynamik zwischen ihr und Skinny hat mir gut gefallen, der Spannungsaufbau auch. Und da dies kein Ziegel von einem Roman ist, gab es auch keine Längen oder Passagen, die ich jetzt zwingend hätte streichen wollen.

Kathy Reichs kann auf jeden Fall immer noch Storys erzählen, die berühren und unter die Haut gehen. Gänsehaut inklusive! Und am Ende kann jeder für sich selbst entscheiden, ob es das reine, wahre Böse wirklich gibt!

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Originaltitel: Evil Bones
Aus dem Amerikanischen von Jens Plassmann
1. Auflage, Februar 2026

www.randomhouse.de/heyne

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