Archiv der Kategorie: Fantasy / Science-Fiction

Robert Silverberg (Hrsg.) – Das neue Atlantis. SF-Novellen

Anspruchsvolle Phantastik-Novellen

Diese Anthologie enthält drei literarisch anspruchsvolle Erzählungen von mehrfach ausgezeichneten Autoren der phantastischen Literatur: Gene Wolfe, Ursula K. Le Guin und James Tiptree jr., das ist die ehemalige CIA-Mitarbeiterin Alice Sheldon. Zwei Frauen also und ein Mann – ein gutes Verhältnis.

1) Die Story vom Kolonistenschiff, dessen Besatzung, eingelullt von der Routine, allmählich in sexueller und religiöser Obsession versinkt und ihr Ziel nie erreichen würde, hätten die Planer nicht vor 17 Jahren vorgesorgt und ein hinterlistiges Computerprogramm geschaffen, das nun, bei einer Planetenumkreisung, in Aktion tritt. Und dann sind da noch die Schatten, die sich selbständig machen…

2) Die poetische wie düstere Story von einer totalitären Zukunft Amerikas, in der eine unerschöpfliche Energiequelle alle Sorgen beheben könnte, fände sie zum Nutzen der Menschen Verwendung. Und dann sind da noch die Aliens, die aus der Tiefe des Ozeans auftauchen…

3) Die Story von dem Forschungsschiff, das die nächstgelegene Sonne Alpha Centauri erreicht, wo die Besatzung- buchstäbliche – ihre sexuelle und seelische Erfüllung findet. Denn dann sind da noch gewisse Alien-Erscheinungen an Bord des Schiffes…
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Ben Bova (Hrsg.) – Das Beste aus OMNI 1. SF-Erzählungen

Die Hohepriesterin der Dinosaurier und andere kuriose Gestalten

OMNI war ein Hochglanz-Magazin für phantastische Kurzgeschichten. Pro Monat wurden eine Million Exemplare verkauft, und die Publikation hatte eigene Rundfunk- und Fernsehprogramme. Eine Zeitlang war Ben Bova, selbst ein Autor (s.u.), der Herausgeber, und es gelang ihm, ausgezeichnetes Material zu erwerben. Von Autoren, die ersten Liga der US-amerikanischen SF gehörten:

– Robert Silverbergs Story „Heilige Mutter des Mesozoikums“ war 1980 für den HUGO Award nominiert;
– Orson Scott Cards Story „Sonate ohne Begleitung” war 1980 für den NEBULA Award nominiert.

Weitere sieben Geschichten stammen von bekannten Autoren wie Lloyd Biggle. Jr., Robert L. Forward, Normand Spinrad, Ron Goulart und anderen. Ungewöhnlich und bedauerlich ist das Fehlen einer Einleitung durch den Herausgeber. Die ist nämlich bei solchen Anthologien eine gute Gepflogenheit, noch dazu bei einem der bekanntesten SF-Magazine aller Zeiten.
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Thomas M. Disch – Der Mann ohne jede Idee. Phantastische Erzählungen

Ironische Geschichten für Menschen mit Ideen

Thomas M. Disch gehört wie Norman Spinrad, J.G. Ballard und Michael Moorcock zu jenen Autoren, durch die in den sechziger Jahren die „New Wave“ in Bewegung kam: respektlos staatlichen Autoritäten gegenüber, hellhörig, was politische Entwicklungen betrifft, sozialkritisch und von ätzender Ironie – und stilistisch immer brillant und voller überraschender Ideen.

Neben seinen Romanen wie „Camp Concentration“ und „334“ (dt. „Angoulême“) sowie „Auf Flügeln des Gesangs“ entstanden immer wieder hervorragende Stories, in denen sich Disch als Meister der Satire, der überraschenden Perspektive, des schwarzen Humors und der aberwitzigen Ideen erweist. Eine Sammlung von erzählerischen Leckerbissen aus den siebziger und achtziger Jahren.“ (gekürzte Verlagsinfo)

Der Autor
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Stanislaw Lem – Science-fiction: ein hoffnungsloser Fall mit Ausnahmen (Essays Band 3)

Streitbare Kritik an populärer SF

Mit diesem Buch veröffentlichte der polnische Schriftsteller Stanislaw Lem den 3. Band seiner Essays. Wie schon in Band 1, „Sade und die Spieltheorie“ (st 1304), versammelt das Buch Lems Nach- und Vorworte zu diversen Werken der phantastischen Literatur, die diesmal v.a. aus Polen stammt. Rezensionen von populärwissenschaftlichen oder spekulativen Sachbüchern und von Romanen beschließen den Band. Eine Lebensbeschreibung und eine „Art Credo“ eröffnen den Reigen der Essays.

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Stanislaw Lem – Golem XIV und andere Prosa

Ketzerische Reden und ihre Verteidigung

Der mit Lichtgeschwindigkeit rechnende Computer Golem XIV aus dem Jahre 2029 gehört zu einer neuen Generation von Prozessrechnern mit Verstandesqualitäten, die ihre menschlichen Konstrukteure in jeder Beziehung weit überrundet haben. Angst will den Leser beschleichen, wenn man mit diesem Rechner konfrontiert ist und der Gedanke beruhigt sehr, dass auch der Verstand eines Superrechners den Beschränkungen unterliegt, denen jedes denkende System unterliegt: hinsichtlich der Fähigkeit der Selbsterkenntnis.

Die Hauptfigur in Stanisław Lems „Also sprach Golem“ ist Golem XIV, ein von Menschen gebauter Supercomputer, der unsere grundlegenden Denk- und Wahrnehmungsweisen in Zweifel zieht. Er weist auf die Grenzen unseres Verstandes hin, des Versuchs, die Ziele der Natur zu erkennen. Als eine Art Übermensch kennt er weder ein Gefühlsleben, noch besitzt er einen menschlichen Charakter. Seine Ethik ist gewiß keine humanitäre. »Er selbst nannte sie ›Kalkül‹. Liebe, Altruismus und Mitleid waren bei ihm durch Zahlen ersetzt.« Kurz vor seinem Eintritt in eine »Zone der Ruhe« hält er Vorlesungen über die Stellung des Menschen im Kosmos. Der Leser sieht sich mit der unbequemen Vorstellung konfrontiert, die Menschheit sei ein Fehlprodukt der Natur und keineswegs die Krone der Schöpfung. (Amazon.de)

Hinweis: Die Erstausgabe umfasst drei Prosastücke, die heutige Taschenbuchausgabe nur „Golem XIV“.

Der Autor
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Horst Pukallus (Hrsg.) – Der zweite Tod. Internationale SF-Erzählungen (Norwegen-Special)

Abwechslungsreiche SF-Anthologie mit Norwegen Special

„Mit diesem Erzählband setzt der Heyne Verlag seine Tradition internationaler SF-Anthologien mit herausragenden Erzählungen prominenter Autoren aus aller Welt fort, u.a. mit Stories von Lisa Tuttle, Thomas F. Monteleone und Stepan Chapman.

Zum ersten Mal vorgestellt: Science Fiction aus Norwegen. Die drei bekanntesten Autoren mit ihren besten Geschichten: Tor Age Bringsvaerd, Thore Hansen und Cato N. Lindberg.

Sowie Erzählungen aus Deutschland von Andreas Brandhorst, Dirk Joszok und Malte Heim. Zusammengestellt, mitbiographischen Notizen und einem Nachwort versehen herausgegeben von Horst Pukallus.“ (Verlagsinfo)

Alle drei norwegischen Beiträge sind einem einzigen Buch namens „Wiedersehen beim Sirius“ entnommen, das 1972 in Ost-Berlin veröffentlicht wurde. Dementsprechend stammen alle drei Übersetzungen von Irma und Heinz Entner.

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Michael Bishop – Das Herz eines Helden. Zukunftsroman

Komödie, Drama, Liebe – mit dem Habilismann

Als die Künstlerin Ruth-Claire Lloyd einen stark behaarten und ungelenk wirkenden jungen Mann auf ihrem Grundstück findet, versteckt sie ihn monatelang – mit gutem Grund, denn für die Rassisten in Georgia ist ein solches Wesen kein Frühmensch, so etwas gibt es nicht, sondern schlicht ein Affe oder eine Missgeburt. Doch Ruth-Claire verliebt sich in ihn und schenkt einem Kind das Leben. Nach einer Indiskretion interessieren sich Presse und Wissenschaft brennend für den „Fall“ – aber auch der Ku-Klux-Klan… (aus der Verlagsinfo)

Der Autor
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Arthur C. Clarke / Mike McQuay – Der Hammer Gottes. Zukunftsroman

Kometen-Schnellschuss

Wir schreiben das Jahr 2109. Der Mond ist längst besiedelt, und auch auf dem Mars sind die ersten Kolonisten eingetroffen. Einer von ihnen, ein junger Amateurastronom, entdeckt dort einen Asterioden, der auf die Erde zu stürzen droht. Er nennt ihn Kali, nach der Hindu-Göttin der Vernichtung. Captain Robert Singh und die Besatzung des Raumschiffs „Goliath“ erhalten die Aufgabe, Kali vom Kurs abzubringen. Ihre schier unlösbare Mission wird zusätzlich erschwert, denn religiöse Fanatiker erwarten sehnsüchtig die Apokalypse … (Verlagsinfo zum E-Book)

Die Autoren
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Hans Joachim Alpers (Hrsg.) – Das Kristallschiff. SF-Erzählungen

SF-Erzählungen zwischen Newcomern und Altmeistern

Dieser Auswahlband machte 1980 den deutschen Leser mit wichtigen neuen US-AutorInnen bekannt. Joe Haldeman, der Autor des Klassikers „Der ewige Krieg„, George R.R. Martin, der mittlerweile weltweit bekannte Autor der Buchvorlage zur TV-Serie „Game of Thrones“, und schließlich die erfolgreiche Newcomerin Joan D. Vinge, die für ihren Roman „Die Schneekönigin“ ausgezeichnet wurde. Bob Buckley und Arthur Jean Cox kennen nur SF-Aficionados.

Dieser Anthologieband enthält als Besonderheit ein Interview mit Altmeister Jack Williamson, der noch als Neunzigjähriger SF veröffentlichte.

Der Herausgeber

Hans Joachim Alpers, der Herausgeber der „Kopernikus“-Anthologien, war zugleich kenntnisreicher Herausgeber der Moewig SF-Reihe. Er war Mitautor und Mitherausgeber des Heyne SF-Lexikons. Bis vor wenigen Jahren war er Verleger beim Verlag Fantasy Productions in Düsseldorf.

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Arthur C. Clarke & Gentry Lee – Rendezvous mit Übermorgen (RAMA-Zyklus 02)

RAMA revisited

Der erste Roman um das außerirdische Raumschiff Rama, der 1973 erschien, gehört längst zum festen Repertoire der klassischen Science-fiction. Es ist wohl auch der Roman aus Clarkes mittlerer Schaffensperiode, der am besten funktioniert. Kein Wunder also, dass er dieses Buch, das immer neue Auflagen erlebt, 1989 fortgesetzt und den Zyklus vier Jahre später abgeschlossen hat. Insgesamt sind das knapp 2.000 Seiten. Das heißt aber nicht, daß auch die Fortsetzungen die Lektüre lohnen.

Der Autor
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Hans Joachim Alpers (Hrsg.) – Countdown. SF-Erzählungen

SF-Stories der 1970er: Witzige Klassiker und herausfordernde Newcomer

Dieser Auswahlband machte 1979 den deutschen Leser mit wichtigen neuen US-AutorInnen bekannt. John Varley, Vernor Vinge, George R.R. Martin, der mittlerweile weltweit bekannte Autor der Buchvorlage zur TV-Serie „Game of Thrones“, und schließlich die erfolgreichen Newcomer Thomas F. Monteleone, Steven Utley und William Jon Watkins. Mit Isaac Asimov ist ein Veteran vertreten. Chelsea Quinn Yarbro hält die Fahne für weibliche Autoren hoch.

Dieser Anthologieband enthält als Besonderheit ein Interview mit dem Autor und Filmproduzenten GRR Martin, Schöpfer der TV-Reihe „A Game of Thrones“.

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Werner Fuchs (Hrsg.) – Visum für die Ewigkeit. Science Fiction Erzählungen

Gemischte Auswahl: Klassiker neben Newcomern

Dieser Auswahlband machte 1982 die deutschen Leser mit wichtigen neuen US-AutorInnen bekannt. John Shirley, der Pionier des Cyberpunk-Genres, Edward Bryant, J.G. Ballard und Sydney J. van Scyoc. Mit Jack Vance und Charles Harness sind zwei Veteranen vertreten. Bryants Story „Das New Mexico Projekt“ wurde mit dem NEBULA Award ausgezeichnet. Deutsche Autoren fehlen in diesem Band.

Der Herausgeber
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Kaliane Bradley – Das Ministerium der Zeit. Zeitreise-Roman


Das Drama der Expats

Als eine junge Frau einen neuen Job bei einem geheimnisvollen Ministerium antritt, ahnt sie nicht, dass dieser schwüle Sommer ihr Leben für immer verändern wird. Denn das Ministerium der Zeit hat das geschafft, was niemand jemals für möglich hielt: Menschen durch die Zeit zu transportieren. Und so soll sie dem eigentlich 1847 verstorbenen Polarforscher Commander Graham Gore das Ankommen im lärmenden London des 21. Jahrhunderts erleichtern.

Während er sich an mit den Wundern der Moderne wie Toilettenspülungen und Spotify vertraut macht, muss sie ihn damit konfrontieren, dass sich die Welt nicht unbedingt nur zum Guten gewandelt hat. Und als sei nicht alles ohnehin kompliziert genug, entwickelt sich aus dem anfänglichen Unbehagen weit mehr als nur eine tiefe Freundschaft. Doch das Ministerium hat seine ganz eigenen Pläne mit dem Zeitreisenden und plötzlich verschieben sich heute, morgen und gestern, und was die beiden zusammengeführt hat, droht sie nun mit aller Macht auseinanderzureißen… (Verlagsinfo)

Die Autorin
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William Tenn – Mögliche Welten. SF-Erzählungen

Klassische SF-Satiren

Dieser Storyband enthält folgende Geschichten:

Die Story vom letzten Mann auf der Erde…
Die Story von den neuen Mietern…
Die Story von der Befreiung der Menschheit…
Die Story vom Soldatenersatz…
Die Story des Mars-Archäologen…
Die Story des Mannes mit dem gewissen Etwas.. (Verlagsinfo)

Der Autor

William Tenn ist das Pseudonym des Londoners Philip Klass, der im Jahr 1945 seine erste SF-Story schrieb, die im Jahr darauf erstmals veröffentlicht wurde. Seit diesem Zeitpunkt fanden die Arbeiten des Autors weltweite Beachtung und wurden oftmals anthologisiert. William Tenn hatte 1972 einen Lehrstuhl für Anglistik an der Universität von Pennsylvania, USA.
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Werner Fuchs (Hrsg.) – Die Grotte des tanzenden Wildes. SF-Erzählungen

Durchwachsene Auswahl klassischer SF-Stories

Diese SF-Anthologie versammelt sieben phantastische Erzählungen aus den Jahren zwischen 1958 und 1982. Sie machte den deutschen SF-Leser 1982 mit der Produktion angelsächsischer AutorInnen bekannt. Die Titelgeschichte wurde mit den beiden wichtigsten Preisen des SF-Genres ausgezeichnet, mit dem Hugo Gernsback Award und dem Nebula Award.

Der Herausgeber
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Friedel Wahren & Erik Simon (Hg.) – Retter der Ewigkeit. Geschichten zwischen Diesseits und Jenseits


Schnurrige Stories aus der Anderwelt

Diese Anthologie umfasst humorvolle Stories zwischen dieser Wirklichkeit und der nächsten, zwischen Schein und Sein, Diesseits und Jenseits. Erik Simon und Friedel Wahren sind kenntnisreiche Herausgeber dieser ebenso bunten wie unterhaltsamen Sammlung.

„Eine weit verbreitete Verlegerweisheit besagt, dass sich Sammelbände mit Kurzgeschichten nicht verkaufen. Der Erfolg der Heyne-Anthologien, deren gemeinsamer Nenner ein Josh-Kirby-Titelbild und eine Story von Terry Pratchett ist, widerspricht dieser Behauptung! Fantasy-Leser scheint es nicht so sehr um Roman oder Story zu gehen, sondern um Qualität. Denn für Retter der Ewigkeit gilt das Gleiche wie für seine Vorgänger — die meisten Autoren sind hochkarätig, fast alle Geschichten ein Genuss.“ (Amazon.de-Review) Das Titelbid weckt das Interesse der Scheibenwelt-Fans.

Die Erzählungen

Teil I: Versuchen Sie das mal im wirklichen Leben

1) Terry Pratchett: #ifdebug+“world/enough“+“time“
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J. G. Ballard – Die Stimmen der Zeit. Sämtliche Erzählungen 1956-1990. Band 1


SF-Klassiker: Völlig überarbeitete Texte? Leider nicht ganz

Die Reihe „Meisterwerke der Science Fiction“ präsentiert einen der bedeutendsten Autoren unserer Zeit: „Stimmen der Zeit“ ist der erste Band der gesammelten Erzählungen von J. G. Ballard, mit denen er nicht nur in der Science Fiction, sondern in der Literatur überhaupt eine Revolution auslöste. Seine Texte spiegeln wie keine anderen den Wandel unserer Zivilisation in den letzten Jahrzehnten wider. (Verlagsinfo) Dies ist der erste Band von J.G. Ballards gesammelten Erzählungen, die im Original 2001 erschienen. Ballard starb ja erst 2009 und veröffentlichte wohl weitere Stories. Band 1 deckt die Jahre 1956 bis 1963 ab, der Band 2 die Zeit von 1964 bis 1990.

Die Erzählungen
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Ed Ferman & Barry Malzberg – Final Stage. The Ultimate Science Fiction Anthology. SF-Stories

Herausforderungen: Maschinensex und Robot-Revolution

Diese Anthologie ist ziemlich einzigartig in den frühen siebziger Jahren. Sie bringt die Original-Beiträge des profiliertesten Autoren ihrer Zeit, die diese zu einem bestimmten SF-Thema wie etwa Zeitreise oder Androiden-Sex verfassen konnten. Und zwar sollte das Thema auf die Spitze getrieben werden.: zum Endstadium. Dazu ließen sich Asimov, Silverberg, Dick, Pohl, Dean Koontz, Kit Reed, Harrison, Russ, Aldiss, Malzberg, Poul Anderson und James Tiptree nicht lange bitten. Nur die Asimov-Story war zuvor bereits im „Magazine of Fantasy and Science Fiction“ (1974) erschienen.

Bonusmaterial

Das Sahnehäubchen zu jeder Story bilden das Nachwort des jeweiligen Verfassers, seine bzw. ihre Literaturempfehlung und ein obligatorisches Beispiel für ein eigenes Werk. Ganz am Schluss dieses Nachspanns haben die Herausgeber noch eine kurze Biografie hinzugefügt. Im Falle des rätselhaften Autors „James Tiptree jr.“ kam dabei allerdings viel Spekulation über seine/ihre Identität heraus. Wenigstens wurde das Alter richtig geschätzt und der Wohnort korrekt angegeben.

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Michael Kubiak (Hrsg.) – Kontakte. Neue erotische SF-Geschichten

Von liebenden Klonen und erotischen Robotern

Bisher hatten Sex und Science Fiction nur eines gemeinsam – den Anfangsbuchstaben. Nach Lektüre der vorliegenden Sammlung mit Stories von bekannten SF-Autoren wie Wolfgang Hohlbein, Harlan Ellison und J.G. Ballard sowie vielen anderen soll der Leser nach dem Willen des Herausgebers Michael Kubiak feststellen, dass auch in der Zukunft noch etwas geben wird, das schöner ist als Fliegen: „Was heute [1985] gerne als „Thema Eins“ bezeichnet wird, nämlich Sex und Erotik, wurde von der Science Fiction lange geradezu puritanisch stiefmütterlich behandelt.

Wie freizügig und gekonnt moderne SF-Autoren sich mittlerweile auch auf diesem Terrain bewegen, beweist die vorliegende Sammlung neuer erotischer Science-Fiction-Kurzgeschichten von Harlan Ellison, Ulrich Harbecke, Wolfgang Hohlbein, Edward Bryant und Michael Moorcock.“

Mit dem Unterschied, dass a) Michael Moorcocks Beitrag in diesem Band gar nicht enthalten ist und b) dass Autorinnen keinen Zugang zu dieser Anthologie erhalten haben. Das finde ich ziemlich diskriminierend. Schon 1985 hatten Autorinnen zahlreiche Beweise vorgelegt, dass sie etwas von Sex und Erotik verstehen, so etwa Joanna Russ, Tanith Lee und Ursula K. Le Guin.
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Wolfgang Jeschke – Heyne Jahresband Science Fiction 1987

Viel Überflüssiges: klassische SF-Erzählungen und -Romane

Der inzwischen verstorbene Herausgeber der Heyne Science Fiction Reihe, Wolfgang Jeschke, pflegte von 1980 bis 2000 eine schöne Tradition: Jedes Jahr präsentierte er seinen Lesern eine Anthologie von guten phantastischen Geschichten zu einem sehr erschwinglichen Preis. Lag dieser 1980 noch bei schlappen 4,80 DM, so war der Preis im Jahr 2000 bereits bei 18,00 DM angelangt – und wäre heute überhaupt nicht mehr bezahlbar. (Man könnte man die Preissteigerungsrate ausrechnen: Sie ist astronomisch hoch.)

Wie immer jedoch lieferten die SF-Jahresbände Erzählungen, die von der ersten Liga der Autoren und Autorinnen stammte. Stets war ein kleiner Ausreißer dabei, sei es ein Autor aus dem Ostblock – zu dem Jeschke von jeher gute Kontakte pflegte -, oder ein Kurzroman, so etwa von Altmeister Robert Bloch.

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