Alle Beiträge von Michael Matzer

Lebt in der Nähe von Stuttgart. Journalist und Buchautor.

Kazuo Ishiguro – Der Maler der fließenden Welt. Roman

Frühes Meisterwerk des Literaturnobelpreisträgers

In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts hat der Maler Masuji Ono seine Kunst in den Dienst der japanischen Expansionspolitik gestellt. Jetzt, nach dem Krieg, ist sein damaliger Hurrapatriotismus anrüchig geworden, und als seine Tochter heiraten will, wird seine Vergangenheit zur Belastung für die Familie. Seine Lebensbeichte offenbart ein heilloses Geflecht von Schuld und Irrtum.

Ein atmosphärisch dichter, stets aktuell gültiger Roman über das Verdrängen der Vergangenheit und den Konflikt des Künstlers in der Gesellschaft sowie den Konflikt zwischen Tradition und Moderne. Das Buch wurde mehrfach ausgezeichnet. Es erschien zuerst auf Deutsch bei Klett-Cotta 1988.
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H.W. Mommers & A. D. Krauß (Hrsg.) – 9 Science Fiction Stories. (Heyne Anthologien Nr. 30)

Classic SF: meist ausgezeichnete SF-Erzählungen

Die beiden österreichischen Herausgeber Mommers und Krauß bringen die vierte Folge der ANTHOLOGIE DER BERÜHMTEN Stories von Spitzenautoren internationalen Ranges. (Hervorhebung in der Verlagsinfo) Nun, diese „internationalen“ Autoren sind alles US-Amerikaner, und beileibe nicht alle sind berühmt. Von J.F. Bone habe ich noch nie gehört. Immerhin können aber acht von neun Autoren – weibliche Autoren glänzen durch Abwesenheit – bereits 1969 einen klangvollen Namen vorweisen. Ich habe versucht, das Datum der jeweiligen Erstveröffentlichung einzufügen.

Die Herausgeber

„H(ellmuth)W. Mommers, geboren 1943 in Wien. Österreichischer Übersetzer, Anthologist und Autor, der mit A.D. Krauß mehrere bahnbrechende Anthologien und mit Ernst Vlcek einige originalle Heftromane und Erzählungsbände verfasst hat.“ (Heyne SF-Lexikon, 1988, Seite 733)

„A(rnulf) D(ieter) Krauß, geboren 1943, war Polizeijurist in Wien hat mit H.W. Mommers eine Reihe von Anthologien herausgegeben, die sich sehen lassen können!“ (Heyne SF-Lexikon, 1988, Seite 628)
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Sam Hughes – Wir haben keine Antimemetik-Abteilung. Zukunftsroman

Einfallsreiche Warnung vor gefährlichen Ideen

»Ideen können die Welt vernichten. Ideen leben. Sie können mutieren, sich replizieren und andere Ideen jagen … und sie können sich verstecken. Die Menschen verdienen Sicherheit. Das ist der Zweck der Organisation.«

Das sagt Marie Quinn. Sie ist die Leiterin der Antimemetik-Abteilung, einer streng geheimen Organisation, die gefährliche Ideen – Ideen, die zu Monstern herangewachsen sind und nun die Menschheit bedrohen – zu erforschen und einzudämmen. Doch diese sogenannten Antimemes haben Eigenschaften, die verhindern, dass sie verbreitet werden können. Wir merken also gar nicht, wenn Antimemes Träume, Gedanken und manchmal sogar Teile unserer Realität verschlingen.

Doch wie gewinnt man einen Krieg, von dem man gar nicht weiß, dass man ihn kämpft? Marie Quinn und ihr Team bleibt nicht mehr viel Zeit, das herauszufinden …… (Verlagsinfo)

Anmerkung: „Diese kleinen bis gigantischen, stofflichen bis spirituellen Wesen (die so genannten Unbekannten) aus dem fünfdimensionalen Ideenraum manifestieren sich als tödliche Ideen, als schwarze Informationslöcher, als Anomalien, als übernatürliche Ereignisse oder als für die meisten Leute unsichtbare Monster, tarnen sich als Gedanken, Gottheiten, Mythen. Oder als der zyklopische Stein-Monolith vom Cover.“ Christian Endres auf der Heyne-Webseite „diezukunft.de„.

Der Autor
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Eric Berg – Rote Sonne. Mord auf Fuerteventura (Flaco Lonzano 02)

Champagnerkrimi, Agententhriller und Insel-Romanze in einem

Unter der strahlenden Sonne Fuerteventuras wird die Jubiläumsfeier eines Hotels zum Schauplatz eines Verbrechens. Fabio „Flaco“ Lozano, einst angesehener Kriminalinspektor und nun Sicherheitsbeamter, wird Zeuge, wie eine Frau zu Boden sinkt und stirbt. Flaco zweifelt sofort an einem natürlichen Tod – und tatsächlich: Im Champagnerglas der Verstorbenen findet sich das tödliche Gift eines Kugelfischs.

Obwohl er längst nicht mehr bei der Polizei arbeitet, ermittelt er auf eigene Faust. Als ein weiterer Giftanschlag verübt wird, ahnt er nicht, wie weitreichend die Folgen für ihn sein werden … (Verlagsinfo)

Der Autor
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Lloyd Biggle, jr. (Hg.) – Gute Nachrichten aus dem Vatikan und andere „Nebula“-Preis-Stories (des Jahres 1971)

Zwei herausragende Novellen, viel Mittelklasse

Dieser Auswahlband enthält drei preisgekrönte Nebula-Stories aus dem Jahr 1971 sowie sechs für den Preis nominierte Erzählungen von bekannten AutorInnen wie Poul Anderson, Robert Silverberg, Kate Wilhelm, R.A. Lafferty, Edgar Pangborn, Katherine MacLean und andere.

Außerdem enthält der Band wertvolle Informationen über die amerikanische Science Fiction 1965 bis 1971, nämlich kritische Anmerkungen seitens Poul Anderson und Theodore Sturgeon sowie je eine Liste der Preisträger von NEBULA und HUGO Award 1965-71 – ein interessanter Überblick.

Sie repräsentieren meist hohe Qualität, zeigen aber manchmal auch Schwächen. Der Preis wird seit 1965 nicht wie der HUGO Award von Lesern, sondern von den „Science Fiction Writers of America“ vergeben, also von Kollegen der AutorInnen. Der Anspruch ist dementsprechend höher, wie mir scheint.

Hinweis

Diese Rezension beruht auf der Lektüre der englischsprachigen Originalausgabe. Daher können Abweichungen von der deutschsprachigen Ausgabe auftreten.

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Lee & Andrew Child – Exit Strategy (Jack Reacher 30)

Ausstiegsstrategien der kriminellen Art

Jack Reacher besucht in Baltimore den Auftritt einer angesagten Band. Weil er nicht der einzige „Riese“ in der Stadt ist, gerät er in eine folgenreiche Verwechslung. Der Dockarbeiter, Exschauspieler und Exmilitär Nathan Gilmour ist in die Machenschaften eines privaten Militärdienstleisters geraten. Gilmour hat Reacher einen Zettel mit einem Treffpunkt zugesteckt, doch dort kreuzen auf einmal vier Schlägertypen auf. Nachdem diese erledigt sind, tun sich Reacher und Gilmour, ein Cyberspion, der Mordsrespekt vor einem Militärpolizisten hat, zusammen…

Die Autoren
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Norman Spinrad – Das tropische Millennium. Zukunftsroman

Spannend und sexy: Klima-Agenten in der Stadt der Liebe

Mitte des 21. Jahrhunderts hat die von Menschen verursachte globale Erwärmung für weite Teile der Erde desaströse Ausmaße angenommen: Die USA verlieren Louisiana und Florida in den ansteigenden Meeresfluten, Japan ist ein Flickwerk aus kleineren Inseln, und im Herzen Afrikas breitet sich eine Mondlandschaft aus. Doch es gibt auch Gewinner des Klimawandels: internationale Konzerne, die sich in den betroffenen Regionen eine goldene Nase verdienen.

Als Wissenschaftler einen Plan zur Regenerierung der Erdatmosphäre entwickeln, sind es die Konzerne, die von dem Unglück profitieren, die sich dem Vorhaben heftig widersetzen – und sie schrecken dabei vor nichts zurück… (Verlagsinfo)
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Georges Simenon – Maigret und die alte Dame (Maigret Nr. 33)

Der Kommissar wird verführt

Eine reizende alte Dame ruft Kommissar Maigret in ein Seebad in der Normandie zu Hilfe, nachdem ihr Dienstmädchen gestorben ist, weil es vom vergifteten Schlaftrunk ihrer Herrschaft gekostet hat. Nun fürchtet die alte Dame, die als Tochter eines Fischers in jenem Ort geboren worden war, in den sie Jahrzehnte später als reiche Frau zurückkehrte, dass der Anschlag ihr gegolten hat. Erst vor wenigen Tagen fand sich zu ihrem Geburtstag die gesamte Familie ein, deren Mitglieder, wie Maigret bald herausfindet, nicht alle gut auf die alte Dame zu sprechen sind. (Quelle: Wikipedia)

„Maigret und die alte Dame“ (französisch: Maigret et la vieille dame) ist der 33. Roman einer Reihe von insgesamt 75 Romanen und 28 Erzählungen um den Kriminalkommissar Maigret. Vom 29. November bis 8. Dezember 1949 in Carmel-by-the-Sea entstanden, wurde der Roman im Folgejahr vom Verlag Presses de la Cité veröffentlicht. Die erste deutsche Übersetzung von Hansjürgen Wille und Barbara Klau erschien 1954 bei Kiepenheuer & Witsch. 1978 veröffentlichte der Diogenes Verlag eine Neuübersetzung von Renate Nickel. (Wikipedia)

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Robert Silverberg – Der siebte Schrein. Fantasy-Anthologie

Erstklassige Fantasy-Sammlung für Fans und Neulinge

In dieser Anthologie lässt Robert Silverberg elf berühmte Fantasy-Autoren wie Stephen King, Terry Pratchett, Tad Williams, Terry Goodkind, Robert Jordan u.a. zu Wort kommen. In ihren eigens für diese Anthologie geschriebenen Kurzromanen kehren die Autoren zu vertrauten Schauplätzen und Figuren ihrer Fantasy-Welten zurück. So lässt Stephen King in „Die kleinen Schwestern von Eluria“ den Revolvermann Roland aus seinem Epos „Der Dunkle Turm“ wiederauferstehen, Robert Jordan bezieht sich auf sein Epos „Das Rad der Zeit“, und in Terry Pratchetts „Das Meer und kleine Fische“ begegnen wir natürlich der Hexe Esme Wetterwachs aus der „Scheibenwelt“.

Der Wälzer wurde wenige Jahre später für die Taschenbuchausgaben aufgeteilt:
Legenden. Lord John, der magische Pakt und andere Abenteuer. 2005, ISBN 3-492-26616-9, Legends II. 2004.
Legenden. Das Geheimnis von Otherland und andere Abenteuer. 2006, ISBN 3-492-75005-2, Legends II. 2004.

Der Herausgeber
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Stanislaw Lem – Mondnacht. Hör- und Fernsehspiele

Professor Tarantoga kämpft gegen die Ungeheuer der Erfindung

Dieser Band versammelt sieben Fernseh- und Radio-Hörspiele, darunter auch ein Drehbuch. Besonders die Fernsehspiele mit Professor Tarantoga sind mir noch gut im Gedächtnis, denn sie wurden vor Jahren auch bei uns gezeigt. „Gibt es Sie, Mr. Johns?“ wurde bereits im Erzählband „Nacht und Schimmel“ abgedruckt.

Der Autor
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Wolfgang Jeschke (Hrsg.) – Der Tod des Dr. Island. SF-Novellen

SF-Novellen: Tod durch Riechen und andere bizarre Abgänge

Dieser Auswahlband umfasst fünf herausragende SF-Novellen aus den Jahren 1973 bis 1977, darunter zwei ausgezeichnete Erzählungen, nämlich:

– Gene Wolfe: Der Tod des Dr. Island (NEBULA Award 1973), und
– Spider Robinson: Nur nicht beim wirklichen Namen (HUGO 1977).

Außerdem:

– Jack Vance: Heimsuchung einer Stadt;
– Fritz Leiber: Riten des Abgangs, und
– Algis Budrys: Die schweigenden Augen der Zeit.

Alle Texte wurden von Aiga Rasch aufwändig illustriert.

Der Herausgeber
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Robert Silverberg (Hrsg.) – Das neue Atlantis. SF-Novellen

Anspruchsvolle Phantastik-Novellen

Diese Anthologie enthält drei literarisch anspruchsvolle Erzählungen von mehrfach ausgezeichneten Autoren der phantastischen Literatur: Gene Wolfe, Ursula K. Le Guin und James Tiptree jr., das ist die ehemalige CIA-Mitarbeiterin Alice Sheldon. Zwei Frauen also und ein Mann – ein gutes Verhältnis.

1) Die Story vom Kolonistenschiff, dessen Besatzung, eingelullt von der Routine, allmählich in sexueller und religiöser Obsession versinkt und ihr Ziel nie erreichen würde, hätten die Planer nicht vor 17 Jahren vorgesorgt und ein hinterlistiges Computerprogramm geschaffen, das nun, bei einer Planetenumkreisung, in Aktion tritt. Und dann sind da noch die Schatten, die sich selbständig machen…

2) Die poetische wie düstere Story von einer totalitären Zukunft Amerikas, in der eine unerschöpfliche Energiequelle alle Sorgen beheben könnte, fände sie zum Nutzen der Menschen Verwendung. Und dann sind da noch die Aliens, die aus der Tiefe des Ozeans auftauchen…

3) Die Story von dem Forschungsschiff, das die nächstgelegene Sonne Alpha Centauri erreicht, wo die Besatzung- buchstäbliche – ihre sexuelle und seelische Erfüllung findet. Denn dann sind da noch gewisse Alien-Erscheinungen an Bord des Schiffes…
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Jan-Erik Fjell – Nebelstille (Anton Brekke 01)

Die Jagd des Zockers

Ein spektakulärer Mord in einer beschaulichen Seefahrtstadt gibt der norwegischen Polizei Rätsel auf: Der Milliardär Wilhelm Martiniussen wurde grausam in seinem luxuriösen Zuhause erdrosselt, seine Freundin blieb wie durch ein Wunder vom Täter verschont. Und wie hängt Martiniussens Tod mit einem geheimnisvollen Fremden zusammen, der kurz nach seiner Ankunft in Norwegen niedergeschlagen wurde und im Koma liegt? Mit der Aufklärung des Falls wird Anton Brekke betraut, herausragender, aber eigenwilliger Kriminalkommissar aus Oslo. Brekke muss tief in die Vergangenheit eintauchen und stößt auf eine Wahrheit, undurchdringlich und bedrohlich wie ein Nebel über dem Fjord …

Erstmals 2011 unter dem Titel »Der stumme Besucher« auf Deutsch erschienen.

Der Autor
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Ben Bova (Hrsg.) – Das Beste aus OMNI 1. SF-Erzählungen

Die Hohepriesterin der Dinosaurier und andere kuriose Gestalten

OMNI war ein Hochglanz-Magazin für phantastische Kurzgeschichten. Pro Monat wurden eine Million Exemplare verkauft, und die Publikation hatte eigene Rundfunk- und Fernsehprogramme. Eine Zeitlang war Ben Bova, selbst ein Autor (s.u.), der Herausgeber, und es gelang ihm, ausgezeichnetes Material zu erwerben. Von Autoren, die ersten Liga der US-amerikanischen SF gehörten:

– Robert Silverbergs Story „Heilige Mutter des Mesozoikums“ war 1980 für den HUGO Award nominiert;
– Orson Scott Cards Story „Sonate ohne Begleitung” war 1980 für den NEBULA Award nominiert.

Weitere sieben Geschichten stammen von bekannten Autoren wie Lloyd Biggle. Jr., Robert L. Forward, Normand Spinrad, Ron Goulart und anderen. Ungewöhnlich und bedauerlich ist das Fehlen einer Einleitung durch den Herausgeber. Die ist nämlich bei solchen Anthologien eine gute Gepflogenheit, noch dazu bei einem der bekanntesten SF-Magazine aller Zeiten.
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Michael Connelly – The Proving Ground (The Lincoln Lawyer 08)

Angeklagt: eine KI-Firma

Neues Terrain: Mickey Haller wechselt hier erstmals von der Strafverteidigung in das Zivilrecht (Public Interest Litigation). Er vertritt die Familie der getöteten Rebecca Randolph.

Der Fall: Ein 16-jähriger Junge wird von einem hochentwickelten KI-Begleit-Chatbot des Tech-Giganten Tidalwaiv manipuliert und dazu angestiftet, seine Ex-Freundin umzubringen.

Das Crossover: Um den Tech-Konzern in die Knie zu zwingen und zu beweisen, dass die Entwickler die Gefahren ihrer Software kannten, holt sich Haller Hilfe von einer weiteren bekannten Connelly-Figur: dem Investigativjournalisten Jack McEvoy (bekannt aus „Der Poet„).

Die Inspiration: Autor Michael Connelly gab an, dass ihn reale Schlagzeilen und US-Klagen gegen KI-Unternehmen (wie der reale Fall um Character-AI) zu dieser Geschichte inspiriert haben.

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Thomas M. Disch – Der Mann ohne jede Idee. Phantastische Erzählungen

Ironische Geschichten für Menschen mit Ideen

Thomas M. Disch gehört wie Norman Spinrad, J.G. Ballard und Michael Moorcock zu jenen Autoren, durch die in den sechziger Jahren die „New Wave“ in Bewegung kam: respektlos staatlichen Autoritäten gegenüber, hellhörig, was politische Entwicklungen betrifft, sozialkritisch und von ätzender Ironie – und stilistisch immer brillant und voller überraschender Ideen.

Neben seinen Romanen wie „Camp Concentration“ und „334“ (dt. „Angoulême“) sowie „Auf Flügeln des Gesangs“ entstanden immer wieder hervorragende Stories, in denen sich Disch als Meister der Satire, der überraschenden Perspektive, des schwarzen Humors und der aberwitzigen Ideen erweist. Eine Sammlung von erzählerischen Leckerbissen aus den siebziger und achtziger Jahren.“ (gekürzte Verlagsinfo)

Der Autor
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Lee & Andrew Child – In Too Deep (Jack Reacher 29)


Tödliches Risiko: Undercover-Ermittlung

Jack Reacher erwacht allein und im Dunkeln, mit Handschellen an ein Bett gefesselt. Sein rechter Arm ist schwer verletzt. Alle seine Habseligkeiten sind verschwunden. Und er kann sich nicht daran erinnern, wie er hierhergekommen ist.

Das Letzte, woran sich Reacher erinnern kann, ist, dass das Auto, in dem er als Anhalter mitfuhr, von der Straße gedrängt wurde und der Fahrer dabei ums Leben kam. Seine Wärter nehmen an, dass er der Komplize des Fahrers war und pflegen ihn gesund, damit sie ihn verhören können. Eine Plan, der schwer nach hinten losgehen wird… (Verlagsinfo)

Der Autor
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Stanislaw Lem – Science-fiction: ein hoffnungsloser Fall mit Ausnahmen (Essays Band 3)

Streitbare Kritik an populärer SF

Mit diesem Buch veröffentlichte der polnische Schriftsteller Stanislaw Lem den 3. Band seiner Essays. Wie schon in Band 1, „Sade und die Spieltheorie“ (st 1304), versammelt das Buch Lems Nach- und Vorworte zu diversen Werken der phantastischen Literatur, die diesmal v.a. aus Polen stammt. Rezensionen von populärwissenschaftlichen oder spekulativen Sachbüchern und von Romanen beschließen den Band. Eine Lebensbeschreibung und eine „Art Credo“ eröffnen den Reigen der Essays.

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Stanislaw Lem – Golem XIV und andere Prosa

Ketzerische Reden und ihre Verteidigung

Der mit Lichtgeschwindigkeit rechnende Computer Golem XIV aus dem Jahre 2029 gehört zu einer neuen Generation von Prozessrechnern mit Verstandesqualitäten, die ihre menschlichen Konstrukteure in jeder Beziehung weit überrundet haben. Angst will den Leser beschleichen, wenn man mit diesem Rechner konfrontiert ist und der Gedanke beruhigt sehr, dass auch der Verstand eines Superrechners den Beschränkungen unterliegt, denen jedes denkende System unterliegt: hinsichtlich der Fähigkeit der Selbsterkenntnis.

Die Hauptfigur in Stanisław Lems „Also sprach Golem“ ist Golem XIV, ein von Menschen gebauter Supercomputer, der unsere grundlegenden Denk- und Wahrnehmungsweisen in Zweifel zieht. Er weist auf die Grenzen unseres Verstandes hin, des Versuchs, die Ziele der Natur zu erkennen. Als eine Art Übermensch kennt er weder ein Gefühlsleben, noch besitzt er einen menschlichen Charakter. Seine Ethik ist gewiß keine humanitäre. »Er selbst nannte sie ›Kalkül‹. Liebe, Altruismus und Mitleid waren bei ihm durch Zahlen ersetzt.« Kurz vor seinem Eintritt in eine »Zone der Ruhe« hält er Vorlesungen über die Stellung des Menschen im Kosmos. Der Leser sieht sich mit der unbequemen Vorstellung konfrontiert, die Menschheit sei ein Fehlprodukt der Natur und keineswegs die Krone der Schöpfung. (Amazon.de)

Hinweis: Die Erstausgabe umfasst drei Prosastücke, die heutige Taschenbuchausgabe nur „Golem XIV“.

Der Autor
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Michael Connelly – Nightshade (Detective Stilwell 01)

Goldgräber und Wasserleichen

LAPD Detective Stilwell wurde aus der Mordkommission von L.A. vertrieben und zu einem Sheriff-Posten auf der Insel Santa Catalina geschickt. Aber als das idyllische Urlaubsziel von einem Bericht über eine Leiche im Hafen erschüttert wird, die von einem Anker beschwert ist, hat Stilwell einen Punkt, den er seinen Vorgesetzten beweisen muss – und wird jede Grenze überschreiten, um den Mord selbst aufzuklären.

Es heißt nun „sinken oder schwimmen“, da das Scheitern ihn alles kosten wird, während der Mörder ihn zu einem Ziel macht und das dunkle Herz seines neuen Zuhauses enthüllt. Aber auf einer kleinen Insel mit großen Geheimnissen schaut immer jemand zu… (übersetzt von Googles KI)

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