Diese Anthologie enthält drei literarisch anspruchsvolle Erzählungen von mehrfach ausgezeichneten Autoren der phantastischen Literatur: Gene Wolfe, Ursula K. Le Guin und James Tiptree jr., das ist die ehemalige CIA-Mitarbeiterin Alice Sheldon. Zwei Frauen also und ein Mann – ein gutes Verhältnis.
1) Die Story vom Kolonistenschiff, dessen Besatzung, eingelullt von der Routine, allmählich in sexueller und religiöser Obsession versinkt und ihr Ziel nie erreichen würde, hätten die Planer nicht vor 17 Jahren vorgesorgt und ein hinterlistiges Computerprogramm geschaffen, das nun, bei einer Planetenumkreisung, in Aktion tritt. Und dann sind da noch die Schatten, die sich selbständig machen…
2) Die poetische wie düstere Story von einer totalitären Zukunft Amerikas, in der eine unerschöpfliche Energiequelle alle Sorgen beheben könnte, fände sie zum Nutzen der Menschen Verwendung. Und dann sind da noch die Aliens, die aus der Tiefe des Ozeans auftauchen…
3) Die Story von dem Forschungsschiff, das die nächstgelegene Sonne Alpha Centauri erreicht, wo die Besatzung- buchstäbliche – ihre sexuelle und seelische Erfüllung findet. Denn dann sind da noch gewisse Alien-Erscheinungen an Bord des Schiffes… Robert Silverberg (Hrsg.) – Das neue Atlantis. SF-Novellen weiterlesen →
Ein spektakulärer Mord in einer beschaulichen Seefahrtstadt gibt der norwegischen Polizei Rätsel auf: Der Milliardär Wilhelm Martiniussen wurde grausam in seinem luxuriösen Zuhause erdrosselt, seine Freundin blieb wie durch ein Wunder vom Täter verschont. Und wie hängt Martiniussens Tod mit einem geheimnisvollen Fremden zusammen, der kurz nach seiner Ankunft in Norwegen niedergeschlagen wurde und im Koma liegt? Mit der Aufklärung des Falls wird Anton Brekke betraut, herausragender, aber eigenwilliger Kriminalkommissar aus Oslo. Brekke muss tief in die Vergangenheit eintauchen und stößt auf eine Wahrheit, undurchdringlich und bedrohlich wie ein Nebel über dem Fjord …
Erstmals 2011 unter dem Titel »Der stumme Besucher« auf Deutsch erschienen.
Die Hohepriesterin der Dinosaurier und andere kuriose Gestalten
OMNI war ein Hochglanz-Magazin für phantastische Kurzgeschichten. Pro Monat wurden eine Million Exemplare verkauft, und die Publikation hatte eigene Rundfunk- und Fernsehprogramme. Eine Zeitlang war Ben Bova, selbst ein Autor (s.u.), der Herausgeber, und es gelang ihm, ausgezeichnetes Material zu erwerben. Von Autoren, die ersten Liga der US-amerikanischen SF gehörten:
– Robert Silverbergs Story „Heilige Mutter des Mesozoikums“ war 1980 für den HUGO Award nominiert;
– Orson Scott Cards Story „Sonate ohne Begleitung” war 1980 für den NEBULA Award nominiert.
Weitere sieben Geschichten stammen von bekannten Autoren wie Lloyd Biggle. Jr., Robert L. Forward, Normand Spinrad, Ron Goulart und anderen. Ungewöhnlich und bedauerlich ist das Fehlen einer Einleitung durch den Herausgeber. Die ist nämlich bei solchen Anthologien eine gute Gepflogenheit, noch dazu bei einem der bekanntesten SF-Magazine aller Zeiten. Ben Bova (Hrsg.) – Das Beste aus OMNI 1. SF-Erzählungen weiterlesen →
Neues Terrain: Mickey Haller wechselt hier erstmals von der Strafverteidigung in das Zivilrecht (Public Interest Litigation). Er vertritt die Familie der getöteten Rebecca Randolph.
Der Fall: Ein 16-jähriger Junge wird von einem hochentwickelten KI-Begleit-Chatbot des Tech-Giganten Tidalwaiv manipuliert und dazu angestiftet, seine Ex-Freundin umzubringen.
Das Crossover: Um den Tech-Konzern in die Knie zu zwingen und zu beweisen, dass die Entwickler die Gefahren ihrer Software kannten, holt sich Haller Hilfe von einer weiteren bekannten Connelly-Figur: dem Investigativjournalisten Jack McEvoy (bekannt aus „Der Poet„).
Die Inspiration: Autor Michael Connelly gab an, dass ihn reale Schlagzeilen und US-Klagen gegen KI-Unternehmen (wie der reale Fall um Character-AI) zu dieser Geschichte inspiriert haben.
Thomas M. Disch gehört wie Norman Spinrad, J.G. Ballard und Michael Moorcock zu jenen Autoren, durch die in den sechziger Jahren die „New Wave“ in Bewegung kam: respektlos staatlichen Autoritäten gegenüber, hellhörig, was politische Entwicklungen betrifft, sozialkritisch und von ätzender Ironie – und stilistisch immer brillant und voller überraschender Ideen.
Neben seinen Romanen wie „Camp Concentration“ und „334“ (dt. „Angoulême“) sowie „Auf Flügeln des Gesangs“ entstanden immer wieder hervorragende Stories, in denen sich Disch als Meister der Satire, der überraschenden Perspektive, des schwarzen Humors und der aberwitzigen Ideen erweist. Eine Sammlung von erzählerischen Leckerbissen aus den siebziger und achtziger Jahren.“ (gekürzte Verlagsinfo)
Jack Reacher erwacht allein und im Dunkeln, mit Handschellen an ein Bett gefesselt. Sein rechter Arm ist schwer verletzt. Alle seine Habseligkeiten sind verschwunden. Und er kann sich nicht daran erinnern, wie er hierhergekommen ist.
Das Letzte, woran sich Reacher erinnern kann, ist, dass das Auto, in dem er als Anhalter mitfuhr, von der Straße gedrängt wurde und der Fahrer dabei ums Leben kam. Seine Wärter nehmen an, dass er der Komplize des Fahrers war und pflegen ihn gesund, damit sie ihn verhören können. Eine Plan, der schwer nach hinten losgehen wird… (Verlagsinfo)
Mit diesem Buch veröffentlichte der polnische Schriftsteller Stanislaw Lem den 3. Band seiner Essays. Wie schon in Band 1, „Sade und die Spieltheorie“ (st 1304), versammelt das Buch Lems Nach- und Vorworte zu diversen Werken der phantastischen Literatur, die diesmal v.a. aus Polen stammt. Rezensionen von populärwissenschaftlichen oder spekulativen Sachbüchern und von Romanen beschließen den Band. Eine Lebensbeschreibung und eine „Art Credo“ eröffnen den Reigen der Essays.
Der mit Lichtgeschwindigkeit rechnende Computer Golem XIV aus dem Jahre 2029 gehört zu einer neuen Generation von Prozessrechnern mit Verstandesqualitäten, die ihre menschlichen Konstrukteure in jeder Beziehung weit überrundet haben. Angst will den Leser beschleichen, wenn man mit diesem Rechner konfrontiert ist und der Gedanke beruhigt sehr, dass auch der Verstand eines Superrechners den Beschränkungen unterliegt, denen jedes denkende System unterliegt: hinsichtlich der Fähigkeit der Selbsterkenntnis.
Die Hauptfigur in Stanisław Lems „Also sprach Golem“ ist Golem XIV, ein von Menschen gebauter Supercomputer, der unsere grundlegenden Denk- und Wahrnehmungsweisen in Zweifel zieht. Er weist auf die Grenzen unseres Verstandes hin, des Versuchs, die Ziele der Natur zu erkennen. Als eine Art Übermensch kennt er weder ein Gefühlsleben, noch besitzt er einen menschlichen Charakter. Seine Ethik ist gewiß keine humanitäre. »Er selbst nannte sie ›Kalkül‹. Liebe, Altruismus und Mitleid waren bei ihm durch Zahlen ersetzt.« Kurz vor seinem Eintritt in eine »Zone der Ruhe« hält er Vorlesungen über die Stellung des Menschen im Kosmos. Der Leser sieht sich mit der unbequemen Vorstellung konfrontiert, die Menschheit sei ein Fehlprodukt der Natur und keineswegs die Krone der Schöpfung. (Amazon.de)
Hinweis: Die Erstausgabe umfasst drei Prosastücke, die heutige Taschenbuchausgabe nur „Golem XIV“.
LAPD Detective Stilwell wurde aus der Mordkommission von L.A. vertrieben und zu einem Sheriff-Posten auf der Insel Santa Catalina geschickt. Aber als das idyllische Urlaubsziel von einem Bericht über eine Leiche im Hafen erschüttert wird, die von einem Anker beschwert ist, hat Stilwell einen Punkt, den er seinen Vorgesetzten beweisen muss – und wird jede Grenze überschreiten, um den Mord selbst aufzuklären.
Es heißt nun „sinken oder schwimmen“, da das Scheitern ihn alles kosten wird, während der Mörder ihn zu einem Ziel macht und das dunkle Herz seines neuen Zuhauses enthüllt. Aber auf einer kleinen Insel mit großen Geheimnissen schaut immer jemand zu… (übersetzt von Googles KI)
Abwechslungsreiche SF-Anthologie mit Norwegen Special
„Mit diesem Erzählband setzt der Heyne Verlag seine Tradition internationaler SF-Anthologien mit herausragenden Erzählungen prominenter Autoren aus aller Welt fort, u.a. mit Stories von Lisa Tuttle, Thomas F. Monteleone und Stepan Chapman.
Zum ersten Mal vorgestellt: Science Fiction aus Norwegen. Die drei bekanntesten Autoren mit ihren besten Geschichten: Tor Age Bringsvaerd, Thore Hansen und Cato N. Lindberg.
Sowie Erzählungen aus Deutschland von Andreas Brandhorst, Dirk Joszok und Malte Heim. Zusammengestellt, mitbiographischen Notizen und einem Nachwort versehen herausgegeben von Horst Pukallus.“ (Verlagsinfo)
Alle drei norwegischen Beiträge sind einem einzigen Buch namens „Wiedersehen beim Sirius“ entnommen, das 1972 in Ost-Berlin veröffentlicht wurde. Dementsprechend stammen alle drei Übersetzungen von Irma und Heinz Entner.
Dieses Buch des gelehrten Polen ist eine fast einmalige Sache: Er stellt Rezensionen von Bücher und Reden vor, die es gar nicht gibt. Das ist zuweilen recht lustig, dann aber auch wieder recht ernst und sogar philosophisch. Insgesamt bietet das Buch interessante Gedankenspiele darüber, was wäre wenn.
„Die vollkommene Leere legt den Snobismus und den Glauben an einen alles erleichternden Fortschritt bloß. Die »vollkommene Leere« bezeichnet ein quälendes Gefühl der Schwerelosigkeit. Es ist dem Handeln und Schaffen im höchsten Maße feindlich, denn es tötet auch die Hoffnung.“ (Verlagsinfo)
Als die Künstlerin Ruth-Claire Lloyd einen stark behaarten und ungelenk wirkenden jungen Mann auf ihrem Grundstück findet, versteckt sie ihn monatelang – mit gutem Grund, denn für die Rassisten in Georgia ist ein solches Wesen kein Frühmensch, so etwas gibt es nicht, sondern schlicht ein Affe oder eine Missgeburt. Doch Ruth-Claire verliebt sich in ihn und schenkt einem Kind das Leben. Nach einer Indiskretion interessieren sich Presse und Wissenschaft brennend für den „Fall“ – aber auch der Ku-Klux-Klan… (aus der Verlagsinfo)
Wir schreiben das Jahr 2109. Der Mond ist längst besiedelt, und auch auf dem Mars sind die ersten Kolonisten eingetroffen. Einer von ihnen, ein junger Amateurastronom, entdeckt dort einen Asterioden, der auf die Erde zu stürzen droht. Er nennt ihn Kali, nach der Hindu-Göttin der Vernichtung. Captain Robert Singh und die Besatzung des Raumschiffs „Goliath“ erhalten die Aufgabe, Kali vom Kurs abzubringen. Ihre schier unlösbare Mission wird zusätzlich erschwert, denn religiöse Fanatiker erwarten sehnsüchtig die Apokalypse … (Verlagsinfo zum E-Book)
Dieser Auswahlband machte 1980 den deutschen Leser mit wichtigen neuen US-AutorInnen bekannt. Joe Haldeman, der Autor des Klassikers „Der ewige Krieg„, George R.R. Martin, der mittlerweile weltweit bekannte Autor der Buchvorlage zur TV-Serie „Game of Thrones“, und schließlich die erfolgreiche Newcomerin Joan D. Vinge, die für ihren Roman „Die Schneekönigin“ ausgezeichnet wurde. Bob Buckley und Arthur Jean Cox kennen nur SF-Aficionados.
Dieser Anthologieband enthält als Besonderheit ein Interview mit Altmeister Jack Williamson, der noch als Neunzigjähriger SF veröffentlichte.
Der Herausgeber
Hans Joachim Alpers, der Herausgeber der „Kopernikus“-Anthologien, war zugleich kenntnisreicher Herausgeber der Moewig SF-Reihe. Er war Mitautor und Mitherausgeber des Heyne SF-Lexikons. Bis vor wenigen Jahren war er Verleger beim Verlag Fantasy Productions in Düsseldorf.
Der erste Roman um das außerirdische Raumschiff Rama, der 1973 erschien, gehört längst zum festen Repertoire der klassischen Science-fiction. Es ist wohl auch der Roman aus Clarkes mittlerer Schaffensperiode, der am besten funktioniert. Kein Wunder also, dass er dieses Buch, das immer neue Auflagen erlebt, 1989 fortgesetzt und den Zyklus vier Jahre später abgeschlossen hat. Insgesamt sind das knapp 2.000 Seiten. Das heißt aber nicht, daß auch die Fortsetzungen die Lektüre lohnen.
Pistole, Dienstmarke, Handy, Ausweis, Kreditkarten – alles weg. Während Renée Ballard am Topanga Beach in Malibu surfen war, wurde ihr Auto aufgebrochen. Melden kann sie den Diebstahl nicht: Ihre Gegner beim LAPD warten nur darauf, dass die junge Detective einen Fehler macht. Ballard muss auf eigene Faust ermitteln. Zur gleichen Zeit bringt eine DNA-Analyse neue Erkenntnisse über einen Serienvergewaltiger, der vor zwanzig Jahren untergetaucht ist. Der »Pillowcase Rapist« brach in die Wohnungen Dutzender Frauen ein, zog ihnen einen Kissenbezug über den Kopf und missbrauchte sie. Der Mann, den das LAPD nun festgenommen hat, war zur Tatzeit allerdings noch ein Kind. Und ein weiterer Fall von Ballards Abteilung Offen-Ungelöst steht kurz vor der Aufklärung, noch dazu der berühmteste cold case in der Geschichte von Los Angeles: der Mord an der Black Dahlia von 1947. (Verlagsinfo)
Ein Informant hat Detective Stilwell einen Tipp gegeben, dass in der kommenden Nacht ein großer Transport von Rauschgift auf Catalina Island nahe L.A. eintreffen soll. Doch der Zugriff geht schief, ein Opfer bleibt auf der Strecke. Wer hat den Deputy erschossen, fragt sich Stilwell.
Die Polizeibehörde ist wenig begeistert, und Stilwell wird beurlaubt. Das gibt ihm Gelegenheit, die Fundstelle des Catalina-Reviers zu sortieren. Vor zwei Monaten wurde ein Rucksack abgegeben, nun entdeckt Stilwell, dass dessen Besitzer schon vor vier Jahren verschwanden. Das passt nicht zusammen, doch die Klärung des Rätsels führt Stilwell weiter – und auf die Spur eines gnadenlosen Killers auf der Insel… (abgewandelte Verlagsinfo)
Schopenhauer vs. Nostradamus: Showdown in der Wildnis
Im vierten Band der preisgekrönten Thriller-Reihe wird dem ehemaligen Profiler Ted Garner alles abverlangt. Ein grausamer Mord an einer -jungen Familie holt ihn ein letztes Mal zurück in den Dienst. Die Spur des Täters führt tief in die Wildnis -Kanadas und in die Reservate der First Nations. -Garner, getrieben von übersteigertem Ehrgeiz und Vorurteilen, ist schnell überzeugt, den Schuldigen in einem jungen Indigenen gefunden zu haben, der erst kürzlich aus der Haft entlassen wurde.
Doch als er bei weiteren Ermittlungen auf die Unterstützung der Stammespolizei angewiesen ist, wird ihm klar, dass viel mehr hinter dem Fall steckt. In der eisigen Natur des kanadischen Nordens gerät Garner in einen erbarmungslosen Kampf auf Leben und Tod. (Verlagsinfo)
SF-Stories der 1970er: Witzige Klassiker und herausfordernde Newcomer
Dieser Auswahlband machte 1979 den deutschen Leser mit wichtigen neuen US-AutorInnen bekannt. John Varley, Vernor Vinge, George R.R. Martin, der mittlerweile weltweit bekannte Autor der Buchvorlage zur TV-Serie „Game of Thrones“, und schließlich die erfolgreichen Newcomer Thomas F. Monteleone, Steven Utley und William Jon Watkins. Mit Isaac Asimov ist ein Veteran vertreten. Chelsea Quinn Yarbro hält die Fahne für weibliche Autoren hoch.
Dieser Anthologieband enthält als Besonderheit ein Interview mit dem Autor und Filmproduzenten GRR Martin, Schöpfer der TV-Reihe „A Game of Thrones“.