Perry Rhodan – Kurier nach Tarkan (Silber Edition 172)

Die Handlung:

In der Milchstraße spitzt sich der Konflikt mit den feindlichen Hauri zu, die aus dem Universum Tarkan heraus angreifen. Während der Kämpfe stoßen Raumfahrer auf den gut versteckten Stützpunkt der Hauri: Mit dieser Anlage können anscheinend Sonne und Planeten in einem nie gekannten Ausmaß »geraubt« werden.
Nach dieser Entdeckung weiß Reginald Bull, dass er unbedingt nach Tarkan vorstoßen muss. Dort ist seit einiger Zeit bekanntlich Perry Rhodan verschollen. Eine erste Expedition unter Leitung des Arkoniden Atlan konnte Rhodan nicht zurückholen.
Mit seinem neuen Raumschiff, der CIMARRON, macht sich Bull nun auf. Er will den Wall zwischen den Universen überwinden und in das Gebiet der Hauri eindringen … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Los gehts mit einem cleveren Plan von Bully, der eine Materiewippe vernichten will. Wäre eine coole Idee gewesen, aber schien den Autoren wohl nicht nicht interessant genug, also haben sie direkt noch eine für Bully und die Hörer unerwartete Wendung eingebaut, die alles noch weiter verkompliziert. Aber, auf eine positve und kurzweilige Art und Weise.

Das verlängert die Zeit, die wir mit Reginald Bull und seinem Einsatzkommando verbringen dürfen und das hat mir gut gefallen. Schwammige Prophezeiungen sind allerdings so gar nicht meins … und seins auch nicht … deshalb wäre es hörspaßtechnisch auch nicht so spannend gewesen, denen nachzugehen. Machen wir aber irgendwie dennoch. Entsprechend fand ich den Planetenaufenthalt auf Waliki jetzt auch nicht ganz spannend wie das, was die Truppe vorher erlebt hatte.

Und Perry? Den gilts zu finden, richtig? Auf den Weg macht sich unter anderem seine Tochter Eirene. Dass sie dabei mentale Stimmen hört, wie so einige hier immer mal wieder … na ja … ein Stilmittel, das jetzt nicht ganz so inflationär wie hier benutzt werden sollte, finde ich. Aber, ohne die Infos daher, kann die geplante Handlung nicht so ablaufen wie sich die Autoren der Story sich das ausgedacht haben.

Immerhin „enttarnt“ sich dann ein weiterer Charakter, der mutmaßlich freundlich gesinnt ist und uns im Folgenden bei der Suche nach Perry Rhodan unterstützen wird.

Alles schon und gut und nicht ganz so langatmig erzählt, aber am Ende doch „nur“ die Vorbereitung auf den nächsten, abschließenden Band dieses Zyklus.

Das Hör-Erlebnis:

Martin Bross baut schnell Spannung auf, wenn er eindringlich die Eindrücke von Reginald Bull schildert.

Dabei verdreht er wie üblich nicht seine Stimmbänder (außer beim Mausbiber Gucky), sondern bildet die unterschiedlichen Charaktere eher durch deren Gefühlslage ab. Er liest also fordernder, gelassener, gestresster, grummeliger, unsicher … und wenns passt, auch mal etwas lauter. Wenn allerdings einer schreit, dann nimmt er sich ein wenig zurück. Wahrscheinlich, um die Trommelfelle der Hörer zu schonen. So kann er die jeweilige Stimmung in jeder Situation gut vermitteln und die Figuren erwachen zum Leben.

Die Kapitelanfänge sind mit einem Ambientsoundeffekt unterlegt, sonst gibts keine weiteren Fremdklänge zu hören.

Der Sprecher:

Martin Bross, geboren 1972 in Wetter an der Ruhr, absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Er spielte in zahlreichen Filmen und Fernsehspielen. Auf der Theaterbühne stand er erstmals 1997 in Heidelberg, später u.a. in Heidelberg, Mainz, Wiesbaden, Mannheim, Bonn, Hamburg und Mülheim. Als Sprecher in Hörspielen und Features tritt er für den WDR und andere Rundfunkanstalten auf. (Quelle: www.theater-an-der-ruhr.de)

Die MP3s und das Booklet:

Die MP3s sind zwar nicht in festen 192 Kbps kodiert worden, sondern mit einer variablen Bitrate (VBR), die weicht aber dennoch selten von den 192 ab, spart Platz und erfüllt den gleichen Zweck. In 44,1 kHz und Joint Stereo ist das Ganze dann zu hören

Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten Silber Edition beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger (sehr alten) Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Das Titelbild der Silber Edition, das auch in den ID3-Tags der Dateien zu finden ist, liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 3000 x 3000 bei und entspricht der Front von Heft 1388, „Kurier nach Tarkan“. Außerdem bekommen wir noch das tatsächliche Heft-Cover als JPG-Datei in der Auflösung 3000×4405 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.

Im beiliegenden Booklet (als Print und als PDF) finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, einen Teil des Nachworts von Rainer Nagel aus der Silberbandvorlage, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser Silber Edition enthaltenen Heftromane Nr. 1385-1388, 1392 und 1393. Außerdem gibts vorn noch mal die schicke CD-Cover-Version der Verpackungsfront und am Ende die von 1392, „Treffpunkt Y-Gate“, zu sehen.

Mein Fazit:

Diese Silber Edition ist ein großer Trommelwirbel für die kommende Abschlusslesung des Zyklus. Letzte Informationen werden gesammelt, Dinge und Charaktere zusammengeführt und alles ist vorbereitet für den tatsächlichen Fund.

Denn, Perry Rhodan geistert hier nur im Hintergrund herum und hat gar keinen Story-Anteil. Stattdessen erleben wir eine ganze Menge Bully und Gucky, was gerade den Alt-Fans sicher gut gefallen wird.

Mit wenig Streichbarem und einigem an Kurzweil und Spannung hat mir der „Kurier nach Tarkan“ gut gefallen.

Das gilt auch für Martin Bross, der wieder eine prima Sprecher-Leistung abruft. Mit immer zur Szene passendem Schauspiel und leicht veränderten Tonlagen (außer bei Gucky, da ists wie immer recht schräg), macht er die sprechenden Charaktere gut unterscheidbar.

Zügig vorgelesen und der Spannung angemessen. Mich hats echt gut unterhalten.

2 MP3-CDs mit 159 Tracks
Spieldauer der Lesung: 14:08 Std.
Sprecher: Martin Bross
1. Auflage, März 2026

www.einsamedien-verlag.de
www.perry-rhodan.net

Die Silber Edition 172 ist auch als Downloadversion beim Verlag erhältlich.

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