Robert Finale – Montmartre (1000 Teile)

Das Motiv:

Wer besser als der Künstler selbst könnte dieses Bild beschreiben? Robert Finale sagt zu diesem Bild, das eigentlich „Sacred Heart of Paris“ heißt: „Montmartre gehört zu meinen Lieblingsorten in Paris. Er ragt meilenweit über die Stadt hinaus. Von hier hat man einen unvergleichlichen Blick auf den Eiffelturm, der einem den Atem raubt. Eine gewundene Kopfsteinpflasterstraße liegt eingebettet zwischen den beiden berühmten Cafés Le Consulat und La Bonne Franquette. Folgt man dieser Straße, gelangt man ins heilige Herz von Paris, zur Basilika Sacré-Cœur. In diesen heiligen Hallen stelle ich mir vor, wie ich staunend vor der überwältigenden Pracht stehe.“ (Quelle: https://robertfinaleeditions.com/v2/product/sacred-heart-of-paris/)

Da bleibt eigentlich nur noch hinzuzufügen, dass der Künstler die Szene bei Sonnenuntergang erscheinen lässt. Wobei man am getupften Kopfsteinpflaster sieht, dass es gerade geregnet hat. Viele Lichter spiegeln sich entsprechend auf der Straße und im Hintergrund in der Mitte sieht man auch noch Fußgänger mit Regenschirmen.

Es scheint aber ein warmer Sommerregen gewesen zu sein, denn die Bäume, die man erkennen kann, tragen sattes Grün und die einsame Spaziergängerin in der Mitte, die ihren Hund ausführt, trägt ein weißes Sommerkleid.

Im Gegensatz zur Realität sehen wir hier kein einziges Auto, sondern bekommen eine ganz ruhige, entspannte Atmosphäre vermittelt, die zu einem abendlichen Sight-Seeing-Bummel einlädt.

Dies ist keine digitale Komposition, sondern ein echtes Ölgemälde und das spürt man auch.

Das Puzzeln:

Die Stimmung, die der Künster hier eingefangen hat, hatte mich direkt gefangen, deshalb musste ich dieses Puzzle legen.

Dass es eine Herausforderung wird, war mir klar und entsprechend habe ich mir Mühe gegeben, mich nicht von den zu erwartenden, großen Teilehaufen allzu sehr beeindrucken zu lassen.

Natürlich gibts nach dem Sortieren einen großen Stapel mit getupften Pflastersteinen, auf dem allerdings auch Teile der Hausfassaden landen, denn die sind im gleichen Stil gemalt worden. Ach ja, und grau sind die Häuser auf den ersten Blick auch alle. Auf den zweiten erkennt man aber auch, dass die Erdgeschosse bunt bemalt sind und die Seiten andersfarbig sind.

Viele der Fenster sehen gleich aus, weil hinter fast allen die gleichen Lichter brennen . Auch die Teile der Bäume, die von den Seiten ins Bild ragen, sind sehr ähnlich.

Entsprechend hab ich mir Zeit genommen beim Sortieren, damit ich möglichst viel der Sacré-Cœur zur Seite legen kann. Und vom Himmel und den Bäumen. Die Reflexionen auf den Straßen und die vielen erleuchteten Fenster bekamen auch einen eigenen Stapel.

Angefangen habe ich hier mit den Bäumen im oberen Viertel des Bildes und dem Himmel. Auch die Teile des Eiffelturmes konnte man beim Sortieren ganz gut beiseitelegen. An der Basilica habe ich mich dann auch mal versucht.

Die Straßen setzten sich bei mir aus kleinen, leuchtenden Flecken zusammen, die nach und nach aneinander angedockt werden konnten.

Ausstattung und Qualität des Puzzles:

Der Karton und der Teilebeutel:

Nach einem gut 4 cm breiten Rand, der einen Teil des Motivs noch mal zeigt, gibts das Bild, das es zu puzzeln gilt, vorn auf dem Karton zu sehen … in einer Größe von etwa 28x20cm. Dafür verdeckten früher aber auch die Logos das Motiv nicht. Neu ist das Logo „Based on Grass“, das am linken Rand in das Bild hinragt, obwohl daneben im einfarbigen Rand noch jede Menge Platz gewesen wäre.

Grafisch gesehen ist der Rand sicher eine schöne Idee, sorgt aber dafür, dass das Bild kleiner als nötig wird und somit als Vorlage ein wenig schlechter zu benutzen ist. Ich bin bekennender Kartonbildgucker und schaue da häufig drauf, freue mich also, wenn die Bilder möglichst groß zu sehen sind.

Auf der Unterseite des Bodens gibts Infos in zehn Sprachen dazu, was die „Premium Quality“ bei SCHMIDT-Puzzles ausmacht. Ein Foto des Künstlers finden wir hier genauso wie Infos zu ihm … auch hier in zehn Sprachen. Darüber hinaus sehen wir noch vier weitere Werke von ihm, die es bei SCHMIDT zum Nachpuzzeln gibt.

Auch das neue Logo „Based on Grass“ wird hier durch ein weiteres Logo erläutert. Ab jetzt bestehen die Teile zu 40% aus Gras und zu 60% aus recyceltem Papier. Dadurch sind die Teile auf der Unterseite nun nicht mehr blau und glatt, sondern „schmutzig“ grün und rau.

Verschlossen ist der Karton durch zwei runde, durchsichtige Aufkleber, die jeweils in der Mitte der beiden längeren Seiten beide Teile miteinander verbinden. Leider lassen sich die Aufkleber nach dem Aufschlitzen nicht entfernen, ohne dass der Karton beschädigt wird.

Die Puzzleteile selbst kommen in einem weißen Papierbeutel.

Gibts ein Poster als Vorlage?

Leider nicht.

Wie ist die Qualität der Teile und der Stanzung?

Wie schon erwähnt ist die Zusammensetzung der Teile ab jetzt neu. Bis auf die Farbe und Haptik der Unterseite ändert sich aber für den Puzzler nix. Die Teile haben nach wie vor eine gute Stärke, sind fest und können so gut vom Tisch aufgenommen werden. Auch sind sie nicht zu klein, sodass sie auch von größeren Händen und Fingern gut gelegt werden können.

Freebie-Pärchen hatte ich keine und auch keine ineinander verkeilten Teile, das ist auch selten.

Die Teile sind sauber ausgestanzt und es gab keine Verformungen oder Beschädigungen an den Teilen in Form von Macken oder verbogenen Nasen.

Fetzen in den Aussparungen konnte ich auch keine entdecken. Hier steht tatsächlich nicht nur „Premium Quality“ drauf.

Matt oder glänzend? Sind die Farben auf dem Karton und den Teilen gleich?

Die Oberfläche der Teile ist fein geriffelt, sodass das Licht gut gebrochen wird. So glänzen sie nicht so stark und wirken matt.

Interessanterweise siehts allerdings so aus, als wäre die Oberfläche stark geriffelt. Das liegt aber daran, dass dies ein von Hand auf Leinwand gemaltes Bild ist und entsprechend sehen wir hier die Oberfläche der Leinwand. Schön, dass dies nicht digital wegretuschiert wurde.

Die Farben des Aufdrucks auf den Teilen entsprechen denen des Karton-Motivs, sind kräftig und lassen sich gut voneinander unterscheiden. Bei Kunstlicht ists wie etwas schwieriger, man kennt es.

Grad wenn man alle Teile zusammen auf dem Tisch liegen hat, sieht erst mal alles irgendwie lila aus.

Wie siehts mit Puzzlestaub aus?

Der war in erwartbar übersichtlicher Menge vorhanden und ist jetzt grün.

Der Künstler:

Die kraftvollen und fesselnden Werke des Künstlers Robert Finale entspringen einer tief verwurzelten Leidenschaft und einem gottgegebenen Talent, die innere Schönheit des Menschen und der Natur einzufangen. Finales Arbeiten auf der Leinwand sind herzerwärmend und auf friedvolle Weise bezaubernd.
Sein unverwechselbarer Stil ist eine farbenfrohe Verbindung aus impressionistischer Romantik und realistischer Schönheit, meist angesiedelt in historischen Szenerien.
Seine Gemälde entführen den Betrachter an einen Ort und in eine Zeit von ganz persönlichem Charme – ein Zufluchtsort stiller und reiner Freude. Robert liebt es, das komplexe Zusammenspiel des Lichts und dessen Wirkung auf Architektur und Umgebung zu erforschen. Als leidenschaftlicher Reisender nutzt Robert Finale seine Fotografien, Skizzen und Erinnerungen lediglich als Ausgangspunkt – als Inspiration auf dem Weg zur Entstehung jedes einzelnen Meisterwerks. (übersetzte Quelle: robertfinaleeditions.com)

Mein Fazit:

Auf die Einladung zu einem abendlichen Spaziergang durch Montmartre habe ich mich gern eingelassen. Dass der eine ordentliche Zeit dauern würde, war mir schon klar.

Hin und wieder hing ich am Kopfsteinpflaster fest, aber, das hatte ich schon vorher gesehen und auch erwartet.

Es ist ein schönes und entspannt entschleunigendes Bild, das ich mir auch gern länger auf dem Karton angeschaut habe, bis es dann auch zusammengesetzt auf meinem Tisch lag.

Die Qualität des Drucks auf den Teilen und die Stanzung tragen wie von SCHMIDT gewohnt gehörig zum Puzzlespaß bei.

„Montmartre“ bietet Puzzlefreunden, die das Motiv auch so einladend finden wie ich, ein rundum schönes Erlebnis.

Puzzle: 1000 Teile
Vom Verlag empfohlen ab 12 Jahren
Maße (gelegt): ca. 70 x 50 cm
Artikel-Nr. 58645
1. Auflage, Januar 2026

www.schmidtspiele.de

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