
Alles ist bereit für das letzte Duell zwischen dem Kind des Lichts und dem Kind der Finsternis. Alle Anstrengungen von Garion und seinen Gefährten haben sie zu diesem finalen Kampf geführt. Wie wird die Seherin von Kell entscheiden? Was wird die Zukunft bestimmen? Gut oder Böse? Garion hat sein Bestes gegeben. Doch wird es reichen? Denn die finstere Zauberin Zandramas hat noch einen letzten Trumph im Ärmel! (Verlagsinfo von Blanvalet)
Der Autor
David Eddings (* 7. Juli 1931 in Spokane, Washington; † 2. Juni 2009 in Carson City) war ein US-amerikanischer Fantasy-Autor. Seine Frau Leigh Eddings (1937–2007) hat an vielen seiner Bücher mitgewirkt, wird aber erst in den späten Werken als Co-Autorin erwähnt. (Wikipedia.org)
David Eddings, geboren 1931, und seine Frau Leigh gehörten zu den erfolgreichsten Autoren von Fantasyserien. 1982 wurde sein erster fünfbändiger Zyklus, Die Belgariad, zum Bestseller, und eine ganze Reihe weiterer folgten. Schließlich veröffentlichte er mit dem „Riva-Kodex“ sogar eine fiktive Historie seiner erfundenen Welt. Mit „Althalus“ erschien erstmals ein Fantasy-Soloroman. Mit zwei anderen Romanen erkundete er das Terrain des Psychothrillers, bevor er mit „Götterkinder“ doch wieder einen neuen Zyklus begann.
1995 veröffentlichte David Eddings mit seiner Frau Leigh den Roman „Belgarath der Zauberer“ (dt. bei Bastei-Lübbe)), ein Zusatzwerk zu den Belgariad- und Malloreon-Zyklen. Darin erzählt Belgarath aus seiner 3000jährigen Tätigkeit zur Rettung der Welt vor dem abtrünnigen Gott Torak und zur Rettung der rivanischen Königslinie, aus der Garion usw. hervorgehen. Den Roman, obwohl weit weniger actiongeladen als die Zyklen, fand ich leidlich spannend, wenn auch ob seiner 1000-Seiten-Umfangs schwer zu bewältigen. Mit „Polgara die Zauberin“ legte Eddings noch einen drauf.
Die Belgariad-Saga (bei Bastei Lübbe)
Kind der Prophezeiung. 1992, ISBN 3-404-20189-2, Pawn of Prophecy. 1982.
Zauber der Schlange. 1992, ISBN 3-404-20196-5, Queen of Sorcery. 1982.
Spiel der Magier. 1993, ISBN 3-404-20203-1, Magician’s Gambit. 1983.
Turm der Hexer. 1993, ISBN 3-404-20209-0, Castle of Wizardry. 1984.
Duell der Zauberer. 1993, ISBN 3-404-20215-5, Enchanters End Game. 1984.
Die Malloreon-Saga (überarbeitete Neuauflage 2022 bei Blanvalet)
Herren des Westens. 1989, ISBN 3-404-20125-6, Guardians of the West. 1987., Neuauflage ISBN 978-3-734-16298-5
König der Murgos. 1989, ISBN 3-404-20129-9, King of the Murgos. 1988., Neuauflage ISBN 978-3-734-16299-2
Dämon von Karanda. 1990, ISBN 3-404-20134-5, Demon Lord of Karanda. 1988., Neuauflage ISBN 978-3-734-16300-5
Zauberin von Darshiva. 1990, ISBN 3-404-20143-4, Sorceress of Darshiva. 1989., Neuauflage ISBN 978-3-734-16301-2
Seherin von Kell. 1991, ISBN 3-404-20170-1, The Seeress of Kell. 1990., Neuauflage ISBN 978-3-734-16302-9
Handlung
Die Zeit droht Garion, dem König des Westens, davonzulaufen. Wenn er nicht bald seinen Sohn findet, wird die Hexe Zandramas den kleinen Prinzen in einem teuflischen Ritual opfern, um auf ewige Zeiten die Herrschaft über die bekannte Welt zu erlangen.
Verfolgt von den Kreaturen der Hexe, reisen Garion und seine Gefährten nach Kell, einer wundersamen Stadt im Berg, um die Seherin Cyradis aufzusuchen. Endlich können sie eines der größten Rätsel lösen, das ihnen auferlegt ist: Sie erfahren von dem „Ort, der nicht mehr ist“. Dort soll sich das Schicksal aller Beteiligten erfüllen.
SPOILER!
Garion wird der Hexe Zandramas gegenübertreten, und die blinde Seherin wird wählen müssen: zwischen den Mächten des Lichts und den Kräften der Dunkelheit. Zum Glück wählt die Seherin die „gute“ Seite, das Böse wird vertilgt, und die Prophezeiung, wonach einer der Helden sterben müsse, trifft eine unbedeutende Randfigur.
Unterm Strich
Der krönende Abschluss der Malloreon-Saga – sollte man meinen. Leider fällt der Höhepunkt der Saga reichlich trivial aus: Dieser Schluss ist leider so trivial, dass es schon fast peinlich ist. Mit diesem Band hat Eddings versucht, möglichst viele Seiten zu schinden. Für Leser, die keine eingefleischten Eddings-Fans sind, ist dieser Band besonders frustrierend. Erst muss man mehrere hundert Seiten warten, bis der ersehnte Showdown erfolgt. Nach dem Höhepunkt dauert es nochmals rund hundert Seiten, bis der Autor sämtliche Hauptfiguren verabschiedet hat. Nur wem das bekannte Schlusswort „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ nicht genug ist, wird daran seine helle Freude haben.
Aber es war ja von vornherein klar, dass der Autor kaum die hochfliegenden Erwartungen erfüllen konnte, die er mit den vier Vorgängerbänden – nimmt man die Saga um das AUGE ALDURS hinzu, sogar acht – geweckt hatte. Leider gelingt es ihm hier, am Höhepunkt der Saga, nicht einen einzigen Moment lang, Zweifel am positiven Ausgang des Abenteuers zu wecken. Das führt dazu, dass man dem Handlungsverlauf nur mit sehr gedämpfter Spannung folgen will. Immerhin ist die überarbeitete Neuauflage bei Blanvalet sehr viel schöner und übersichtlicher aufgemacht als das Lübbe-„Original“. Sie enthält zwei Landkarten, die man bei Amazon.de besichtigen kann.
Eddings schreibt eben eher leichte Unterhaltung ohne viel Tiefgang. Seinen Produkten kann man zwar einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen, das ist aber letzten Endes keine Erklärung für Eddings‘ anhaltenden Erfolg – der nächste Zyklus folgt(e) bestimmt (Elenium, danach Tamuli). Immerhin hat seine fast schon industrielle Produktion stark nachgelassen: Nach dem Malloreon erschienen vor allem Einzelwerke: „Der Riva-Kodex“ (ein Sekundärwerk) und der Roman „Althalus“ (beide bei Lübbe). Wie sich herausstellte, war das nur die Atempause vor dem nächsten Zyklus.
Taschenbuch: 592 Seiten
O-Titel: The seeress of kell, 1991
Aus dem US-Englischen übertragen von Lore und Hubert Straßl, überarbeitet bei Blanvalet.
ISBN: 9783734163029
https://www.penguin.de/autoren/blanvalet-verlag/3192
Der Autor vergibt: 



