John Sinclair – Die Maske (Folge 196)

Die Handlung:

Ein Nonnenkloster in Essex wurde zur grausamen Todesfalle. Der Killer trug eine Maske – niemand kannte sein wahres Gesicht. In den vergessenen Katakomben musste ich ein uraltes Rätsel lösen, bevor er erneut zuschlagen konnte. Doch mir lief die Zeit davon … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Taschenbuchs mit der Nummer 115 gemacht, das erstmalig am 9. Oktober 1990 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

Der Klappentext klingt eher nach Psycho-Thriller mit Metzeleinlagen und Indy-Jones-Rätseln als nach einem Fall für unsere Lieblingsgeisterjäger. Machte bei mir aber genau wie das Titelbild schon mal Lust aufs Hörspiel.

Mit berechtigter Panik und Flucht vor dem Killer gehts auch direkt beklemmend los. Und die Soundtechnik kann nebst Sprecherin auch direkt schon zeigen, was sie drauf haben. Das ist eine verstörende Menge.

Da sich die örtliche Polizei mit der Suche nach dem Mörder überfordert fühlt … aus Gründen … hat Scotland Yard nun den Auftrag übernommen. Aber, wieso soll ausgerechnet John vorbeikommen, können seine Kollegen das nicht? Na ja, könnten sie bestimmt, aber die Äbtissin des Klosters hat explizit nach John Sinclair gefragt. Tja, da muss er wohl doch mal hinschauen.

Viel zum Anschauen gibts bei der Obduktion nicht mehr, da die ehemalige Nonne wirklich widerlich zerlegt wurde. Alles detailreich geschildert und nicht für jeden Magen geeignet.

Das bleibt auch bei anderen Szenen so, denn das war nicht das einzige Mal, das hier eine Menge Blut fließt und Lebewesen sterben.

Extra spannend fand ich, dass John dem durchgeknallten Psychoschlächter schon recht früh in der Folge begegnet, er ihn aber aus nachvollziehbaren Gründen nicht stellen kann.

Und dann erfahren wir, dass das Ganze vielleicht doch einen übersinnlichen Hintergrund haben könnte …

Die Sprecher und ihre Rollen:

John Sinclair – Dietmar Wunder
Erzähler – Gregor Höppner
Ansage – Ulrike Stürzbecher
Suko – Martin May
Sir James Powell – Achim Schülke
Sister Catherine – Franziska Trunte
Äbtissin (Mother Agnes) – Manon Straché
Sister Magaret – Anneke Schwabe
Sister Beatrice – Philine Peters-Arnolds
Marcis Brennan Lars Schmidtke
Dr. Hartley – Oliver Siebek

und Maureen Havlena, Johannes Quester, Devi-Ananda Baum, Peggy Pollow, Anna Katz sowie Sabine Windertfeldt

Technik-Credits:

Buch: Gabriel Conroy nach einem Roman von Jason Dark
Redaktion: Lea Bittner und Lea Albishausen
Hörspielstudio: STIL Musik und Hörspiele / www.stil.name
Regie: Christian Hagitte und Simon Bertling
Musik: Studio STIL, Berlin
Produktionsmanagement: Stefanie Klatt
Schnitt: Sascha Blach
Sounddesign und Nachbearbeitung: Laura Schneider
Musikbearbeitung: Roman Pogorzelski

Die Musik wurde exklusiv für die John Sinclair Hörspiele komponiert.

Die Ausstattung:

Die schwarze CD mit gelber Schrift steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000er“-Serie, der „Classics“-Serie und der Sondereditionen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

Mein Fazit:

Wer bei dem Titel direkt an die SCREAM-Filme denkt, liegt gar nicht so weit daneben. Ein paar Parallelen gibts da schon, aber der Schuss Übersinnliches aus dem John-Sinclair-Universum gibt dem Ganzen noch mal eine besondere Note.

Hier wird zwar nicht viel geschrien, dennoch gehen die Effekte und die Sprecherleistung unter die Haut. Nur die Musik, die ist in an einigen Stellen gegen Ende doch ein wenig zu imposant drüber, auch wenns dramatisch wird.

Verstörend gute Unterhaltung für alle, die es gern es psycho-mäßig mögen.

Audio-CD
Spieldauer: 56:19 Min.
Tracks: 19
1. Auflage, August 2026

www.luebbe.de

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