Band 1: [Terra Incognita“ 3722
Band 2: [„Die falsche Ophyde“ 3744
_Story_
Granit und ihren Leuten ist es gelungen, mit dem geheimen Schiff aus dem Palast von Ythaq zu fliehen und dem grausamen Dhokas zu entkommen. Doch ihre Flucht wird jäh unterbrochen, als die Insassen realisieren, dass der schnelle Starr die Technik zum Überhitzen gebracht hat und eine Weiterreise unmöglich macht. Mit Segeln und weiteren Hilfsmitteln treibt man weiter durch den Luftraum Ythaqs, wohl wissend, dass das neue Schiff die Flucht vom Planeten nicht ermöglichen kann. Granit, Narvarth und Callista lassen sich an einem unentdeckten Fleck abseilen und begeben sich auf die Suche nach anderen Möglichkeiten sowie ihrem verschollenen Schiffswrack.
Doch Dhokas ist ihnen dicht auf den Fersen und lässt den Gejagten keine ruhige Minute. Als diese schließlich noch von einer Horde merkwürdiger Insekten angegriffen werden und im Lager der Feng landen, scheint ihre Reise wieder von vorne zu beginnen. Doch mithilfe eines Symbols, das auf Callistas Stirn eingebrannt ist, scheint ein Ausweg möglich. Jetzt gilt es nur noch, das Logbuch zu finden, welches sich mit dem Symbol öffnen lässt. Doch dieses wird von einer noch größerer Insektenhorde bewacht …
_Meine Meinung_
Die Flucht von Ythaq schien geglückt, die vielen schrecklichen Abenteuer vergessen und das Glück zum Greifen nah, als Granit und die Besatzung des gestohlenen alten Schiffes wieder vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die Antriebe sind überhitzt und beim Start zerstört worden, so dass das Schiff nun still in der Luft steht und den seit Tagen jagenden Dhokas wieder in seine direkte Nähe bringt. Eine zweckmäßige Konstruktion bringt sie zwar kurzzeitig in Sicherheit, doch als plötzlich Callista und Tao verschwunden sind, sehen sich Granit und Narvarth zum Handeln gezwungen.
Sie steigen wieder auf die Erde herunter und entdecken eine schwer angeschlagene Callista im Lager der Feng. Dort war sie herabgestiegen, weil mit ihrer Hilfe ein wertvoller Schatz, das Logbuch des umhertreibenden Schiffes, geborgen werden und die Wissenschaft von Ythaq sowie die flüchtigen Gefährten in gewisser Weise weiterbringen kann. Aber wiederum scheint Dhokas‘ Schatten überall spürbar zu sein und die Gefährten zu hemmen. Aber auf Ythaq verstecken sich noch größere Bedrohungen als der hinterhältige neue Herrscher. Eine fürchterliche Inkarnation vielfüßiger Insekten bedroht die Hemisphäre und drängt sich dem Team entgegen, die auf dem Weg zum Schlüssel des Erfolgs, dem Logbuch, sind. Aber auch eine zweite Truppe gestrandeter Weltraumabenteurer beschäftigt die Schiffbrüchigen. Es scheint noch einen alternativen Ausweg von diesem seltsamen Planeten zu geben – aber eben auch noch eine weitere Gefahr, denn schließlich wollen die anderen Gestrandeten ebenfalls mit aller Macht wieder von Ythaq verschwinden. Wenn es sein muss, auch mit der |Kometenstaub| …
Fluchtversuch gescheitert – schade für die Schiffbrüchigen von Ythaq, gut für die Leser der gleichnamigen Serie, die die Charaktere und das allgemeine Szenario gerade erst in ihr Herz geschlossen haben. Im dritten Teil „Seufzer der Sterne“ starten Granit, Callista und Narvarth in ihr erstes Abenteuer nach dem mehr oder minder gescheiterten Fluchtversuch und lernen, dass der Weg von Ythaq zukünftig noch über diverse, kaum zu überwindende Hindernisse führt. Das Volk ist in technischer Hinsicht sehr rückständig ausgebildet und bietet den Gestrandeten nicht die erforderlichen Mittel und Informationen, um das geraubte Schiff für die Reise durchs All flottzumachen, so dass der Weg einzig und allein über die Wiederentdeckung und Reparatur der |Kometenstaub| führt, was aber insofern problematisch ist, als der momentane Aufenthaltsort des Wracks nicht bekannt ist und auch eine weitere Gruppe nach einem flugfähigen Raumschiff zur Flucht von Ythaq sucht.
Somit sind zunächst einmal weitere spannende, herrliche Abenteuer mit Granit und Co. in der tollen Umgebung des landschaftlich paradiesischen Planeten garantiert, und somit weitere Gefechte wie in diesem Fall gegen die Tausendfüßler, weitere Zickereien zwischen Granit und Callista, weitere Rätsel, die es für Leser und Darsteller zu lösen gilt und weitere farbenfrohe Illustrationen von Adrian Floch, der in „Seufzer der Sterne“ einmal mehr beweist, dass er eines der größten französischen Nachwuchstalente seit langer Zeit ist. Die Symbiose seiner fabelhaften Zeichnungen mit der richtig schön aufgebauten Erzählung macht auch den dritten Teil von „Die Schiffbrüchigen von Ythaq“ zu einem echten Highlight und verdichtet die Vermutungen, dass Arleston hier sein bis dato bestes Gesamtwerk abgeliefert hat. Der Autor müsste jedenfalls noch einiges verbocken, um diesen Eindruck noch zunichte zu machen.
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