„Seesternnächte“ von Manuela Inusa ist ein gefühlvoller Roman über Abschied, Geschwisterliebe und den Mut, trotz schwerer Verluste wieder nach vorn zu blicken. Das Buch erzählt leise, aber eindringlich von den Momenten, die das Leben kostbar machen – selbst dann, wenn die Zeit begrenzt ist.
Inhalt
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Schwestern Harmony und Hope. Harmony lebt für ihren Beruf und hat die Liebe aus ihrem Leben weitgehend verbannt. Ihr Alltag wird jedoch von der Sorge um ihre Schwester bestimmt, die schwer krank ist. Hope weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, und wünscht sich, diese letzten Wochen an ihrem absoluten Lieblingsort zu verbringen: am Meer in Key West.
Gemeinsam reisen die Schwestern dorthin, um Erinnerungen zu sammeln, Träume zu erfüllen und die gemeinsame Zeit bewusst zu genießen. Zwischen Sonnenuntergängen, Meeresrauschen und langen Gesprächen kommen alte Erinnerungen, unausgesprochene Gefühle und tief verwurzelte Ängste an die Oberfläche. Als ein Hurrikan aufzieht, wird deutlich, wie zerbrechlich das Leben ist – und wie wichtig es ist, im richtigen Moment loszulassen und dennoch Hoffnung zu bewahren.
Mein Eindruck
„Seesternnächte“ ist ein Roman, der leise beginnt und sich langsam, aber unaufhaltsam ins Herz der Leserinnen und Leser schleicht. Die Geschichte lebt nicht von dramatischen Wendungen, sondern von ehrlichen Gefühlen, intensiven Momenten und der tiefen Verbindung zwischen zwei Schwestern.
Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Geschwisterbeziehung. Harmony und Hope sind liebevoll, authentisch und mit all ihren Stärken und Schwächen gezeichnet. Ihre Gespräche, ihr gemeinsames Schweigen und ihre kleinen Rituale machen die Beziehung greifbar und zutiefst menschlich. Die Krankheit wird dabei nicht beschönigt, aber auch nicht sensationsgeladen dargestellt – sie ist ein stiller Begleiter, der allem eine besondere Bedeutung verleiht.
Der Schauplatz am Meer verleiht der Geschichte eine wunderschöne, beinahe poetische Atmosphäre. Das Meer steht symbolisch für Freiheit, Vergänglichkeit und Trost. Die Naturbeschreibungen unterstreichen die emotionalen Entwicklungen der Figuren und lassen die Leserinnen und Leser vollkommen in die Geschichte eintauchen.
Der Schreibstil ist warm, flüssig und gefühlvoll. Manuela Inusa findet eine Sprache für Schmerz, Liebe und Hoffnung, ohne kitschig zu wirken. Viele Szenen sind still und nachdenklich, andere wiederum voller Licht und Zuversicht. Genau diese Balance macht den Roman so besonders.
Über die Autorin
Manuela Inusa wollte schon als Kind Autorin werden. Mit Ende zwanzig beschloss die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin, sich ganz aufs Schreiben zu konzentrieren. Nach einigen Publikationen gelang ihr 2017 der Durchbruch: Die »Valerie Lane«-Reihe eroberte die SPIEGEL-Bestsellerliste im Sturm. Mit den »Kalifornischen Träumen« und »Lake Paradise« folgten weitere Bestsellerreihen. Die »Coastlines«-Reihe, in der sie ihre Leser*innen an idyllische Orte an der US-Ostküste entführt, ist Manuela Inusas erste Reihe im Heyne Verlag. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg und schreibt am liebsten bei Musik, Tee und Kerzenlicht. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. (Verlagsinfo)
Fazit
„Seesternnächte“ ist ein zutiefst berührendes Buch über das Abschiednehmen, über Familie und darüber, wie wichtig es ist, das Leben im Hier und Jetzt zu schätzen. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, lässt einen innehalten und bleibt noch lange nach dem Lesen im Herzen.
Ein Roman für alle, die emotionale Geschichten lieben, die ehrlich sind, weh tun dürfen und gleichzeitig Trost spenden – so sanft und tief wie das Meer selbst
E-Book: 2,9 MB
ISBN: 978-3641322779
www.penguin.de
Der Autor vergibt: 




