Bretagne, um 1170: Der ehrbare Ritter Eric de Bisclavret verschwindet sehr zum Ärger seiner Ehefrau Catherine jeden Monat für drei Tage, ohne jemanden von seinem Verbleib in Kenntnis zu setzen. Als die Gattin erfährt, dass er sich in dieser Zeit in einen Werwolf verwandelt, sorgt sie durch eine List dafür, dass er nicht zurückkehren kann, und beginnt ein neues Leben. Der Werwolf sucht Zuflucht bei seinem Lehnsherrn und sinnt auf Rache … (Verlagsinfo)
Die Autorin
Marie de France (* um 1135 in der Region Île-de-France; † um 1200 vermutlich in England) war eine französischsprachige Dichterin. Marie ist die erste bekannte Autorin der französischen Literatur, doch hat man keinerlei Informationen über ihre Person außer ihrer eigenen Angabe „Marie ai nun, si suis de France“ (Maria heiße ich und bin aus Frankreich), wonach sie aus dem Pariser Raum gebürtig sein müsste. Ihrer profunden Bildung nach zu urteilen, stammte sie sicher aus höchsten Kreisen. Möglicherweise ist sie identisch mit einer unehelichen Tochter Gottfrieds V. von Anjou, d. h. einer Halbschwester des englischen Königs Heinrich II., die als Äbtissin von Shaftesbury bezeugt ist.
Marie de France verfasste ihre Werke auf Anglonormannisch, denn ihr Zielpublikum war der englische Hof, in dessen Umfeld sie offenbar lebte. Am englischen Königshofe wurde seit Wilhelm, dem Eroberer, bis zum Ende des Hundertjährigen Krieges altfranzösisches Normannisch in seiner anglonormannischen Variante gesprochen.
Werke
Maries bekanntestes und originellstes Werk sind die Lais, eine Sammlung von zwölf Versnovellen, die jeweils zwischen ca. 100 und ca. 1000 paarweise reimende Achtsilbler umfassen und offenbar über einen längeren Zeitraum um 1170 entstanden sind. Sie verarbeiten vor allem Märchenmotive, z. B. Feen- und Verwandlungsgeschichten, sowie Sagenstoffe. Letztere sind meist „britannischer“, das heißt keltischer Herkunft, darunter der Tristan-und-Isolde-Stoff, der hier zum ersten Mal greifbar wird, wenn auch nur in einer einzigen seiner zahlreichen Episoden.
Die Themen der schlicht und feinsinnig erzählten und heute noch ansprechenden Novellen sind sehr unterschiedlich, vor allem geht es um die Schwierigkeiten Liebender, zueinanderzukommen und/oder beieinanderzubleiben. Bei der Mehrzahl der Lais ergeben sich diese Schwierigkeiten nicht zuletzt daraus, dass die geliebte Frau verheiratet ist.
Marie hat darüber hinaus eine Sammlung von 102 Fabeln hinterlassen, den Esope oder Ysopet (1170–80). Als Quelle diente ihr, wie sie am Schluss angibt, eine altenglische Vorlage von „König Alfred“, der einer lateinischen Übersetzung der griechischen Fabelsammlung Aesops (6. Jh. v. Chr.?) gefolgt sei, wobei sichtlich auch andere Quellen benutzt worden sind.
Ihr letztes Werk ist das um 1190 entstandene „L’Espurgatoire seint Patriz“, eine Übertragung in französische Verse des lateinischen Prosatexts „Tractatus de Purgatorio Sancti Patricii“.
Bisclavret
Bisclavret („Der Werwolf“, moderne französische Aussprache: [ˌbisklaˈvrɛ]) ist der Titel eines der zwölf Lais (Versdichtungen) der Marie de France und entstand um 1170. Das in anglonormannischer Sprache geschriebene Werk erzählt die Geschichte eines Werwolfs, der durch den Verrat seiner Frau gezwungen wird, in seiner Tiergestalt zu verharren. +++ Marie de France behauptet in der Einleitung, sie habe die Erzählung, ebenso wie alle ihre Lais, aus dem Bretonischen übersetzt. Zumindest die Motive ihrer Erzählungen entstammen wohl tatsächlich dem bretonischen oder keltischen Sagenkreis.
Die Autorin zieht eine deutliche Trennlinie zwischen dem Protagonisten Bisclavret und gewöhnlichen Werwölfen. Deren Gewalttätigkeit sei ihm nicht zu eigen.
(Quellen: Wikipedia-Artikel)
Die Sprecher und ihre Rollen
Antje von der Ahe: Catherine de Bisclavret
Peter Weis: Erzähler
Jean Paul Baeck: Eric de Bisclavret
Christian Stark: Charles, König von Frankreich
Bernd Kreibich: Abbé
Sascha von Zambelly: Julian, ein Freund des Königs
Sabina Trooger: Kammerfrau Agnes
Rolf Berg: Florent de Honfleur
Marc Gruppe: Folterknecht
Ursula Sieg: Mutter des Königs
Die Macher
Regie führten die Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Die Aufnahmen fanden bei Titania Medien Studio, bei Advertunes und Planet Earth Studios statt. Die Illustration trug Ertugrul Edirne bei.
Handlung
Regenten in den ausgedehnten Wäldern der Bretagne. Er nimmt Catherine zur Frau, die ihm gerne dient. Doch jeden Monat muss er für drei Tage verreisen; sie fleht vergeblich, mitreisen zu dürfen. Er verschwindet in die Wälder.
Geheimnis
Die Kammerfrau Agnes ist die einzige, der sich Catherine anvertraut, und der sie von ihrem Ehefrust erzählt. Agnes rät dazu, ein Leiden vorzutäuschen. Darauf reagiert er seinerseits frustriert und warnt sie: Wissen oder Liebe. Sie droht, ihn zu hassen. Schließlich gesteht er ihr, dass er ein Werwolf sei. Nach anfänglichem Sträuben erzählt er ihr außerdem, an welchem Ort er seine Kleidung versteckt hält (in der Sakristei einer Waldkapelle), damit er sich nach seinen tierischen Episoden wieder in einen Menschen zurückverwandeln kann.
Bigamie
Bisclavrets Gattin schockiert diese Neuigkeit so sehr, dass sie nicht länger „das Bett mit ihm teilen“ will, und sie überlegt, wie sie ihrem Gemahl entkommen könnte. Sie wendet sich an den Ritter Florent de Honfleur, der sie schon seit langer Zeit liebt, und trägt ihm auf, Kleidung, Stiefel und Waffen ihres Gatten zu stehlen, woraufhin sich Bisclavret nicht mehr in einen Menschen zurückverwandeln kann. Nachdem er nicht mehr zurückkehrt und auch die Suche seiner Gefolgsleute ohne Erfolg bleibt, heiratet seine Frau den Ritter Florent. Dieser erhält Land, Frau und Titel.
Wiederentdeckung
Im folgenden Jahr wird bei einer Jagd der wolfsgestaltige Bisclavret von des Königs Jagdhunden umstellt. Sobald der Wolf den König erblickt, läuft der Gehetzte auf ihn zu, um ihn um Gnade zu bitten. Das Wesen spricht! Dieses Verhalten erstaunt den König so sehr, dass er seinen Leuten befiehlt, die Hunde zurückzurufen. Alle sind beeindruckt vom Edelmut und der Freundlichkeit des Wolfs und der König nimmt Bisclavret, noch immer in Wolfsgestalt, mit zu sich auf sein Schloss, denn Bisclavret hat geschworen, ihm treu zu dienen.
Warnungen
Die Mutter des Königs meldet Bedenken an, er solle an das Wohl des Tieres denken. Der Wolf legt sich vor das Bett des Königs, um zu bewachen. Er warnt Charles vor der Eifersucht seines Kanzlers Julian und dem Neid de Hofschranzen, nur den Rat des weisen Abbé lässt er gelten. Schon bald erweist sich seine Warnung als begründet.
Angriff
Ritter Florent, der ja Catherine geheiratet hat, wird Monate später zusammen mit vielen anderen Adligen zu einer feierlichen Zeremonie ins königliche Schloss eingeladen. Als Bisclavret ihn erblickt, greift er ihn an. Da der Wolf nie zuvor gewalttätig war, vermutet die Königsmutter, dass der Ritter ihm großes Unrecht zugefügt haben müsse. Das Tier ist in den Wald geflohen, und der König muss sich dorthin begeben, um es zurückzuholen. Doch das Tier greift Charles, entschuldigt sich aber sogleich und nennt den Grund. Charles nennt es „seinen lieben treuen Freund“. Zusammen gehen sie in ein nahegelegenes Gasthaus.
Zweiter Angriff
Bisclavrets Exfrau Catherine hört durch Agnes von der Ankunft des Königs und bringt ihm viele Geschenke dar. Als jedoch Bisclavret seine untreue Ehefrau sieht, greift er auch sie an. Reumütig trennt er sich von Charles. Es folgt eine Zeit der Entfremdung. Nur Julian rät, den weisen Abbé zu befragen.
Folter
Der Abbé erklärt, dass der Wolf niemals zuvor so gehandelt habe und dass die angegriffene Frau das Weib eben jenes Ritters sei, den Bisclavret schon früher attackiert hatte. Außerdem sei diese Frau ehedem das Weib des verschollenen Adligen Bisclavret gewesen. Der König befragt Bisclavrets Frau unter Folterqualen, worauf sie schließlich alles gesteht und Agnes die gestohlene Kleidung herausgeben lässt. Die Männer des Königs legen die Kleidung vor dem Wolf ab, aber dieser ignoriert sie.
Wieder menschlich
Daraufhin schlägt der Abbé vor, man solle den Wolf und die Kleidung in ein Schlafgemach bringen, damit er sich dort alleine ankleiden könne. So verwandelt sich Bisclavret endlich zurück. Der König verzeiht ihm, denn er froh, seinen Jugendfreund, der so lange verschollen war, wiederzuhaben. Bisclavret erhält seine Besitztümer zurück, während sein Weib und der Ritter Florent vom König in die Verbannung geschickt werden.
Mein Eindruck
Ein Werwolf in königlichen Landen? Wem dies befremdlich vorkommt, dem sei gesagt: Dies ist noch die harmlose Fassung. Denn in der Originalfassung geht es noch blutiger zu: Bisclavret beißt seiner Exfrau die Nase ab. Wem die intensive Folterszene an die Nieren geht, dem sei gesagt: In der Originalfassung (die in der Wikipedia eingehend vorgestellt wird) kennt der Henker auch kein Pardon. Das 12. Jahrhundert, in dem die Autorin lebte, kannte wenig Gnade gegenüber Sündern und Könige hatten fast uneingeschränkte Macht. Sie mussten, wie Charles, lediglich auf Kirchenmänner und die eigene Mutter hören.
Deshalb ist es auch ein wenig verwunderlich, dass Charles seine freundschaftlichen Gefühle für Eric de Bisclavret, den er seit seiner Jugend kennt, über die Angst stellt, die der Werwolf fast allen anderen Leuten am Hof einflößt. Wer nun an irgendwelchen religiösen Gebote denkt, der liegt wohl richtig. Charles übt Barmherzigkeit gegenüber einem bedauernswerten Wesen, dem man übel mitgespielt hat.
Während die Hofleute wie Julian befremdet sind, stellt der Werwolf Charles‘ Geduld auf eine harte Probe: Er attackiert erst Ritter Florent, der ihn unrechtmäßig beerbt hat, und dann noch seine Ex Catherine, die ihn zu dieser Existenz als Tier verdammt hat. Das Tier verdient Mitleid, nicht Hass. Offenbar plädiert die Autorin für Toleranz in einem Maß, das zwar von ihrem Glauben vorgegeben wurde, das aber uns Heutige erstaunt – das sollte uns zu denken geben.
Toleranz ist die Vorgabe und das Zentralthema dieser lehrreich konzipierten Geschichte. Wie sonst könnte es sein, dass der König ein derart fremdartiges Tier wie einen Werwolf – der immerhin sprechen kann – bei sich im Schloss und sogar im Schlafzimmer aufnimmt? Es geht um das Zusammenleben mit einem andersartigen Wesen, und dies wird auf eine harte Probe gestellt. Der Hörer wartet allerdings darauf, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird und sowohl Ritter Florent als auch Catherine ihre gerechte Strafe erhalten. Die Verbannung ist ein relativ mildes Urteil.
Die Inszenierung
Die Sprecher
Geräusche, Musik und Dialoge spielen ausgezeichnet zu einem dramatischen Effekt des Hörspiels zusammen. Die meisten Figuren sind männlich und handeln aktiv, nur der Abbé und die Königsmutter raten zu Bedachtsamkeit und Rücksichtnahme. Catherine sind so ziemlich deren genaues Gegenteil: Sie sind von Gier und Selbstsucht bestimmt.
Antje von der Ahe stellt Catherine de Bisclavret als lustbetontes, sehr wissbegieriges Frauenzimmer dar, denn ihre Catherine keucht gerne lustbetont und liebt das Lachen. Durch einen vermeintlich scharfsinnigen Schachzug wird Catherine den auf einmal „ekelhaft“ gewordenen Ehemann los. „Ritter Florent“, gesprochen von Rolf Berg, ist ihr willfähriger – und sehr geiler – Ausführungsgehilfe.
Bisclavret, ausgezeichnet gesprochen von Jean Paul Baeck, ist zwiegespalten, denn er ist einerseits ein ehrenwerter Mensch, als auch ein Tier, das von niederen Instinkten und impulsiven Bedürfnissen wie Rache bestimmt wird. Er ist zusammen mit dem König der interessanteste Charakter im Stück, seine Stimme wird entsprechend sorgfältig hervorgehoben. Dass König Charles, gesprochen von Christian Stark, so tolerant agiert und zu seinem Jugendfreund hält, ist zwar erfreulich, erstaunt aber auch ein wenig, denn die meisten Könige sind nicht bekannt für Nachsicht. Aber er hat ja auch einflussreiche Berater, gesprochen von Ursula Sieg und dem „Abbé“ Bernd Kreibich.
Die undankbarste Rolle hat wohl Sascha von Zambelly. Als „Julian, ein Freund des Königs“, ist er einerseits neidisch bzw. eifersüchtig auf Eric de Bisclavret, andererseits muss er dem König gehorchen und seine negativen Gefühle unterdrücken. Der Hörer neigt dazu, Julian als unwichtig abzutun, zumal er nicht in den Handlungsverlauf eingreift, aber diese Missachtung wird der Leistung des Sprechers nicht gerecht.
Geräusche
Eine große Vielfalt von Geräuschen verwöhnt das Ohr des Zuhörers. Der Eindruck einer real erlebten Szene entsteht in der Regel immer. Fast alle Geräusche erklingen in einem Exterieur, sei es im Wald, sei es in einer Kneipe. Geräusche wie Hufgetrappel, Vogelgezwitscher, Türquietschen, Hundegebell, Wolfsgeheul usw. – all diese Samples setzt die Tonregie zur Genüge ein, um einer Szene eine Fülle von realistisch klingenden Geräuschen zu vermitteln.
Am kniffligsten war wohl die Verwandlung Bisclavrets in einen Wolf zu gestalten: Knochen scheinen zu knacken, Schmerzensschreie werden ausgestoßen. Diese Klänge der wilden Tiernatur des Werwolfs stehen in scharfem Kontrast zu den höfischen Klänge des Hofzeremoniells im mittleren Drittel des Stücks. Im letzten Drittel legt diese Verwandlung den Rückwärtsgang ein: Aus dem Tier wird wieder ein Mensch, zumindest bis zum nächsten Vollmond.
Das Outro wird ebenfalls von Geräuschen bestritten: Wolfsgeheul, das Zirpen von Grillen und schließlich der Ruf des obligatorischen Käuzchens.
Musik
Die hier noch mit traditionellen Instrumenten untermalende Musik, die unterschwellig die Emotionen des Hörers steuert, wechselt zwischen idyllischen und unheimlichen Harmonien und Rhythmen. Meist hält sie sich im Hintergrund, indem sehr tiefe Bässe, die an der unteren Hörgrenze angesiedelt sind, den Hörer unterschwellig auf etwas Schlimmes vorbereiten oder ihm sonstwie Unbehagen bereiten sollen. Misshelligkeiten zwischen den Figuren werden von dissonanten Harmonien unterstrichen, und diverse Chöre untermalen bestimmte Figuren oder Szenen. Das muss ganz schön aufwändig gewesen sein.
Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.
Die tiefen Bässe kommen durch den Subwoofer in einer Soundbar noch besser zur Geltung. Meine Soundbar von einem japanischen Hersteller hat, wie ich froh entdeckte, drei Bassstufen, so dass ich das Maximum an tiefen Tönen herausholen kann. Das erweist sich als günstig, denn an mehreren Stellen reizt das Klangdesign diese Bässe auf subtile Weise aus.
Das Booklet
Das Titelmotiv zeigt eine Szene dar, in der der Wolfsmensch vor einer mittelalterlichen Burg und einem schwarzen Wald zu sehen ist. Deutlich ist ein zähnefletschender Wolfskopf zu erkennen, der auf einem kräftigen, aber textilfreien Männerkörper sitzt.
Im Booklet sind die zahlreichen Titel des GRUSELKABINETTS und der SHERLOCK HOLMES Reihe bis Frühjahr / Sommer 2021 (Folge 173) verzeichnet. Meines Wissens sind die Folgen 172/173 bis heute noch nicht veröffentlicht worden. Es bleibt die spannende Frage, was der Verlag als Folge 200 plant! Die Vorschau wird online auf der neugestalteten Homepage bestens dargeboten. Die letzte Seite des Booklets zählt sämtliche Mitwirkenden auf.
Unterm Strich
Das Generalthema des Hörspiels ist das Aufeinandertreffen des Menschlichen und des Tieres, des Eigenen und des Andersartigen. Der um seine menschliche Existenz in Gestalt und Besitz betrogene titelgebende Ritter muss sich auf die Gnade seines Jugendfreundes, des Königs von Frankreich, verlassen. In gleichem Maße gewährt König Charles ein hohes Maß an Toleranz gegenüber dem Tier, das er das in den Wäldern gestellt hat.
So weit so gut, aber wo bleibt denn da die Gerechtigkeit, fragt sich der Hörer gespannt. Wird schließlich die betrügerische Ehefrau, die nun in Bigamie lebt, ihre gerechte Strafe erfahren? Es gibt einen schönen Moment der tragischen Ironie für sie: Sie hofft, den König zu erfreuen, indem sie ihn im Gasthaus besucht, doch stattdessen wird sie von einem Wolf angefallen und – zumindest im Original – ihrer Nase beraubt. Dies ist nur ein Vorgeschmack dessen, was sie am Ende erwartet. Merke: Selbstsucht und Verrat werden bestraft. Doch wie kann der Betrogene Erlösung erlangen? Nur durch die Gnade des Königs. Doch die erfordert Vergebung.
Das Hörspiel
Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und bekannte Stimmen von Synchronsprechern und Theaterschauspielern einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen.
Die Sprecherriege für diese neue Reihe ist höchst kompetent und renommiert zu nennen, handelt es sich doch um die deutschen Stimmen von Hollywoodstars. Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für spannende Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert, und die Stimmen vermitteln das richtige Kino-Feeling.
CD: ca. 70 Minuten
Originaltitel : Bisclavret, 1170
ISBN-13 : 9783785781937
http://www.titania-medien.de
Der Autor vergibt: 




