
Ngaio Marsh – Mord in der Klinik weiterlesen
Schlagwort-Archiv: Goldmann
Clifford D. Simak – Die unsichtbare Barriere

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Cinda Williams Chima – „Der Wolfsthron“ (Seven Realms 3)
The Seven Realms
Band 1: „Der Dämonenkönig“
Band 2: „Das Exil der Königin“
Band 3: „Der Wolfsthron“
Nachdem es Raisa am Ende des vorhergehenden Bandes gelungen ist, sowohl den Bayars als auch Gerard Montaigne zu entkommen, ist sie in dem Grenzstädtchen Fetterford hängen geblieben. Jetzt wartet sie darauf, dass Amon Byrne und sein Triple sie finden und sicher zurück in die Fells bringen. Han weiß zwar nicht genau, was Raisa zugestoßen ist, aber er ist fest entschlossen, sie zu finden. Doch es ist weder Han noch Amon, der Raisa letztlich aufstöbert …
Neue Charaktere bietet dieser dritte Band nicht. An Komplexität zugenommen hat er aber durchaus, dabei sind noch gar nicht alle Fäden, die die Autorin in Band zwei angelegt hat, mit eingewoben. Dekanin Abelard und Fionas Vorschlag an Han sind gerade mal der Hauch einer Randerscheinung, kaum mehr als eine Erwähnung, damit der Leser nicht vergißt, dass da ja auch noch was war.
Aber auch ohne diese beiden Fäden tut sich beileibe genug. Allein bis Raisa und Han das Marisa Pines Camp erreichen, ist fast ein Drittel des Buches gelesen. Der lebhaftere Strang ist dabei der um Raisa, und tatsächlich dauert es diesmal etwas länger, bis die prekäre Situation sich auflöst, und es kostet die Protagonistin auch mehr Mühe, sich aus der Affäre zu ziehen. Die Szene mit Gillen allerdings lief noch immer ein wenig glatt, was im Hinblick auf den Jugendbuchcharakter der Geschichte aber in Ordnung ist.
Der Rest des ersten Drittels ist mit dem Austausch von Informationen ausgefüllt, denn natürlich wollen alle Beteiligten wissen, was dem jeweils anderen während der Trennung widerfahren ist. Außerdem dient dieser kurze Abschnitt dem Aufbau der Ausgangssituation, in der Raisa gelandet ist und aufgrund derer sie nun agieren muss. Zwar ist Raisa ursprünglich nicht ganz freiwillig in ihr Land zurückgekehrt, ihren Anspruch auf den Thron gedenkt sie aber keineswegs aufzugeben.
Um auf den Thron zu kommen, muss sie aber nicht nur ihren Gegnern die Stirn bieten, sie muss auch ständig zwischen ihren Unterstützern vermitteln. Das fängt schon damit an, dass Han von überhaupt niemandem akzeptiert wird, nicht einmal von den Demonai, obwohl er zumindest zur Hälfte von den Clans abstammt. Der Oberkommandierende der regulären Streitkräfte pflegt sorgfältig sein Konkurrenzgehabe gegenüber der Wache, und Lord Bayar als Vorsitzender des Magierrates und Averill Demonai als Vertreter der Clans misstrauen einander schon aus Prinzip, von ihrer persönlichen Aversion gegeneinander ganz abgesehen. Das allein ist schon ein Balanceakt für sich.
Außerdem stehen seit Raisas Rückkehr sofort wieder alle möglichen jungen Männer auf der Matte und werben um ihre Hand, angefangen bei sämtlichen Kandidaten, die bereits zu ihrer Namensfeier Schlange standen, über Nightwalker, den jungen Anführer der Demonai-Krieger, bis hin zu Micah Bayar, den sie weder abweisen noch heiraten kann, ohne sich zusätzlich in Lebensgefahr zu bringen!
Dazu kommt noch die Bedrohung von Außen. Gerard Montaigne, der ausgesprochen unangenehme Prinz aus Arden, hat seinen Krieg gegen Tamron offenbar gewonnen, und sein in seiner Offenheit geradezu unverschämtes Heiratsangebot an Raisa lässt nicht den geringsten Zweifel daran, dass er es auch auf die Fells abgesehen hat.
Als wäre das alles noch nicht genug, werden in den Straßen der Stadt immer wieder die Leichen von Magiern gefunden, deren Amulette fehlen!
Und um das Maß endgültig vollzumachen, hat Han auf Raisas Geständnis über ihre tatsächliche Identität nicht gerade positiv reagiert, und es kostet sie einiges an Mühe, ihre Freundschaft zu ihm wieder zu kitten.
Wahrlich genug Stoff, um sechshundert Seiten zu füllen, und diesmal ist es der Autorin sogar gelungen, all diese Konflikte ganz allmählich übereinander zu schichten, die altbekannten zuerst, und dann immer einen weiteren obendrauf, und auf diese Weise tatsächlich steigende Spannung zu erzeugen. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich vor Aufregung feuchte Hände bekommen hätte, aber immerhin hat sich die Situation im Laufe der Handlung immer weiter zugespitzt. Schließlich endet das Buch mit einem fiesen kleinen Cliffhanger, der dieser Zuspitzung sozusagen die Krone aufsetzt.
Unterm Strich hat sich dieser Band im Vergleich zu den beiden Vorgängern merklich gesteigert. Das liegt nicht nur daran, dass die Handlung vielschichtiger geworden ist, sondern vor allem daran, dass zum ersten Mal so etwas wie eine Entwicklung hin zu einem Höhepunkt erkennbar ist. Raisa ist an einem Punkt angekommen, an dem sie nicht mehr einfach weglaufen kann, die Situation, in der sie sich jetzt befindet, muss sie bis zum Ende durchkämpfen. Abgesehen davon sorgten auch eine Menge Fragen dafür, dass das Interesse des Lesers wachgehalten wird, allen voran die, ob Micah Bayar, dessen Ziele ganz offensichtlich nicht die seines Vaters sind, wirklich zu trauen ist oder nicht, aber auch die Frage nach dem Mörder der Magier und seinen Absichten, oder die, was Gerard Montaigne wohl als Nächtstes unternehmen wird. Alles in allem muss ich sagen, dass mir die Lektüre dieses Zyklus zunehmend Spaß macht, und ich bin gespannt, wie die Sache ausgeht.
Cinda Williams Chima schrieb schon in der Schule Geschichten, die meist von ihren Lehrern konfisziert wurden. Nach einem abgeschlossenen Studium in Philosophie war sie zunächst als freie Mitarbeiterin einer Clevelander Zeitung Plain Dealer tätig. Mit einem weiteren Abschluß in Ernährungswissenschaften arbeitete sie mehrere Jahre lang im medizinischen Bereich, ehe sie sich ganz aufs Schreiben verlegte. Der vierte und letzte Band ihres Zyklus Seven Realms unter dem Titel „The Crimson Crown“ erscheint im Oktober dieses Jahres auf Englisch. Außerdem schreibt die Autorin an einem weiteren Zyklus, den Heir Chronicles, der bisher aus drei Teilen besteht, auf Deutsch aber (noch?) nicht erhältlich ist.
Broschiert 605 Seiten
Originaltitel: The Grey Wolf Throne
Deutsch von Susanne Gerold
ISBN-13: 978-3-442-46976-5
http://cindachima.com/index.htm
http://www.randomhouse.de/goldmann/
Der Autor vergibt: 



Jack Finney – Die Körperfresser kommen
Mill Valley liegt zwar im US-Staat Kalifornien, ist aber trotzdem ein abgelegenes Städtchen, dessen Bürger das Leben geruhsam angehen. Nach seiner Scheidung ist Dr. Miles Bennell deshalb hierher zurückgekehrt, wo bereits sein Vater als Arzt praktizierte, um ein wenig Abstand für einen Neuanfang zu gewinnen.
Normalerweise ist man in Mill Valley recht gesund, weshalb eine Folge seltsamer ‚Krankmeldungen‘ für Aufregung in den örtlichen Arztpraxen sorgt: Verschiedene Bürger behaupten, Familienmitglieder oder Freunde seien nicht mehr sie selbst, sondern äußerlich perfekte aber seelenlose, gefühlskalte ‚Kopien‘. Auch Bennell wird mit solchen Fällen konfrontiert und glaubt an eine Massenpsychose, bis ein Freund, der Autor Jack Belicec, ihn mit einem makabren Fund aus seinem Keller konfrontiert – eine Leiche ohne Fingerabdrücke und mit ‚unfertigen‘ Gesichtszügen. Jack Finney – Die Körperfresser kommen weiterlesen
D. E. Meredith – Der Leichensammler

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Dan Waddell – Das Erbe des Blutes
Als auf dem Gelände der St. John’s Church im Londoner Stadtteil Kensington der Broker James Darbyshire erstochen und ohne seine Hände gefunden wird, geht der Fall an die Metropolitan Police und dort an Chief Inspektor Grant Foster von der Mordkommission West-London. Mit seinen Kollegen Inspektor Andy Drinkwater und Sergeant Heather Jenkins nimmt er die Ermittlungen auf, die aufgrund mangelhafter Indizien ins Leere zu laufen drohen, bis Foster auf der Brust der Leiche eine eingeritzte Botschaft entdeckt.
Was „1A137“ bedeutet, weiß Sergeant Jenkins, die sich für Familiengeschichte interessiert: Es ist der Verweis auf eine alte Sterbeurkunde. Um sich die Arbeit zu erleichtern, heuert das Team den Ahnenforscher Nigel Barnes an, dessen Job es ist, in uralten Akten und Büchern zu fahnden.
Clifton Adams – Satans Silberdollar

Ellery Queen – Die Zange

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NEWS: ANTONIA MICHAELIS: Jenseits der Finsterbachbrücke
Antonia Michaelis zeigt nun auch Taschenbuchkäufern, was „Jenseits der Finsterbachbrücke“ passiert. Neu bei Oetinger.
Das heilige Kloster des Erlöserordens ist ein trostloser Ort, an dem Hoffnung und Freude unbekannt sind. Die jungen Novizen sind dem brutalen Regime der Mönche ausgeliefert. Thomas Cale ist einer von ihnen. Er kann nicht sagen, wie alt er ist und wie er wirklich heißt. An sein früheres Leben kann er sich nicht wirklich erinnern. Er weiß nicht, was ihn noch alles erwarten wird, aber eines weiß er: Niemals werden sie ihn unterkriegen. Seine Zeit wird kommen, und dann wird er sich rächen …
(Verlagsinfo)
Broschiert, 349 Seiten
Der Autor vergibt: 




NEWS: SUSAN KRELLER – Elefanten sieht man nicht

„Max atmete ruhig und gleichmäßig, nur manchmal schnarchte er leise. Julia hatte sich zusammengerollt, aber nicht so, als hätte sie Angst, eher, als hätte sie nichts mehr zu befürchten, weil draußen jemand Wache hält.
Und auf einmal kam mir der Gedanke, dass man Menschen beschützen kann. Ich drehte mich um und schlich zur Tür. Ich hörte den Gesang der Amseln und ein Autohupen in der Ferne, und ich hörte mein schlagendes Herz.
Ich schloss die Tür.
Drehte den Schlüssel zweimal herum.
Und dann rannte ich.“
Irgendetwas ist seltsam an Julia und Max, das findet Mascha von der ersten Sekunde an. Und dann sieht sie, dass Julia überall blaue Flecken hat, richtig große. Als Mascha schließlich eines Tages auf der Suche nach den beiden vom Garten aus einen Blick in ihr Haus erhascht, ist ihr klar: Sie muss ihnen irgendwie helfen. Aber wie, wenn keiner der Erwachsenen ihr zuhören will?
Mascha hat eine verhängnisvolle Idee – aber manchmal ist es besser, etwas Falsches zu tun, als gar nichts..
(Verlagsinfo)
Hardcover, 208 Seiten
Der Verlag bietet unter dieser Adresse auch eine Leseprobe an.
NEWS: JAVIER MARÍAS: Die sterblich Verliebten

Madrid, ein Café: Jeden Morgen beobachtet María das perfekte Paar Luisa und Miguel. Sie ist gefangen von der zärtlichen Aufmerksamkeit der Liebenden. Doch dann geschieht etwas Schreckliches, und María gerät in einen Irrgarten aus Ahnungen und Verdächtigungen. Sie kennt die Liebe, sie kennt den Tod, aber kennt sie auch die Wahrheit.
(Verlagsinfo)
Hardcover, 432 Seiten
Originaltitel: Los Enamoramientos
Der Verlag bietet unter dieser Adresse auch eine Leseprobe an.
Bill Knox – Spanische Dukaten

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Joe Haldeman – Die Denkbrücke

Jacque LeFavre, ein Pionier der interstellaren Kolonisierung, entdeckt auf einem der Planeten ein molluskenartiges Wesen, das als psychisches Bindeglied, als Denkbrücke für telepathie verwendet werden kann. Aber der Preis dafür ist hoch. LeFavre erfährt ihn, als sein Freund und Partner eines unerklärlichen Todes stirbt …
_Der Autor_
Der US-Autor Joe Haldeman, geboren am 9. Juni 1943 in Oklahoma City, studierte Physik, Astronomie, Mathematik und Informatik an der Universität von Maryland. 1967 wurde er zum Militärdienst nach Vietnam eingezogen. Durch seine Erlebnisse in Vietnam wurde er zu seinem wohl bekanntesten Roman „Der Ewige Krieg“ („The Forever War“) inspiriert, für den er den Hugo-Award sowie den Nebula-Award erhielt.
„Der Ewige Krieg“ arbeitete er später zu einer Trilogie aus („Der ewige Friede“, „Am Ende des Krieges“), deren zweiter Band erhielt ebenfalls sowohl den Hugo- als auch den Nebula-Award. Bekannt ist auch seine Worlds Trilogie, die „Kreisende Welten“, „Isolierte Welten“ (beide bei Moewig) und „Worlds Enough and Time“ umfasst.
Zu seinen Romanen kommen zahlreiche Kurzgeschichtensammlungen, darunter „Unendliche Träume“ (dt. bei Heyne). Seit den 1990er Jahren erscheinen seine Romane nicht mehr auf deutsch, obwohl Haldeman in den USA und in Großbritannien nach wie vor hoch im Kurs steht. Beispielsweise erhielt er für den 1993 erschienen Roman „Graves“ den World Fantasy Award, und 2004 für Roman „Camouflage“ den Nebula-Award sowie den James Tiptree, Jr. Award.
Zurzeit lehrt Haldeman am Massachusetts Institute of Technology (MIT) Schriftstellerei und Science-Fiction. Sein 2002 verstorbener älterer Bruder Jack C. Haldeman II war ebenfalls Science-Fiction-Autor. (Quelle: Wikipedia)
Romane (korrigierte Angaben):
* 1972 War Year
* 1975 The Forever War (dt. Der Ewige Krieg 1978)
* 1976 Mindbridge (dt. Die Denkbrücke 1978)
* 1977 Planet of Judgment (dt. Grenze zur Unendlichkeit / Duell der Mächtigen 1980; STAR TREK)
* 1977 All My Sins Remembered (dt. Der befleckte Engel 1978)
* 1979 World Without End (dt. Welt ohne Sterne, 1979 / Welt ohne Ende, 1980, STAR TREK)
* 1981 Worlds (dt. Die kreisenden Welten 1982 / Kreisende Welten 1984, bei Moewig)
* 1983 There Is No Darkness (dt. Und fürchtet keine Finsternis 1985) mit Jack C. Haldeman II
* 1983 Worlds Apart (dt. Isolierte Welten, bei Moewig)
* 1987 Tool of the Trade
* 1989 Buying Time (dt. Gekauftes Leben 1992, bei Heyne)
* 1990 The Hemingway Hoax (dt. Der Schwindel um Hemingway 1992, im Heyne SF-Jahresband 1992)
* 1992 Worlds Enough and Time
* 1994 1968
* 1997 Forever Peace (dt. Der ewige Friede 2000, bei Heyne)
* 1998 Forever Free (dt. Am Ende Des Krieges 2002, bei Heyne)
* 2000 The Coming
* 2002 Guardian
* 2004 Camouflage
* 2005 Old Twentieth
* 2007 The Accidental Time Machine (dt. als „Herr der Zeit“ bei Mantikore, 6/12)
* 2008 Marsbound
* 2010 Starbound
* 2011 Earthbound
_Handlung_
Um das Jahr 2034 wird per Blitzeinschlag die augenblickliche Übertragung von Materie zu fernen Orten entdeckt. Diese Levant-Meyer-Transition, kurz LMT, ermöglicht es dem Amt für außerirdische Erkundung (AAE), Leute zu Lichtjahre entfernten Welten zu schicken, um diese dahingehend zu erforschen, ob sie sich für eine Kolonisierung eignen. Auf der Erde leben immerhin elf Milliarden Menschen, die sich gegenseitig auf die Füße treten – man braucht mehr Platz.
Jacque LeFavre, von Schweizer Herkunft, aber in den USA aufgewachsen, ist einer von diesen Erforschern. Zusammen mit seinem kleinen Team erkundet er die Welt Groombridge 1618. Es steckt in seinem Allzweckanzug, in der er durch das vom LMT geformten Wurmloch geschickt wurde, und kann in praktisch jeder Art von Umgebung überleben. Diese hier lässt sich gut als „Schlammloch“ charakterisieren. Zwar ist die Gravitation erfreulich erdähnlich, aber Sauerstoff gibt es kaum und von Kohlendioxid viel zu viel.
Da findet sein chinesischer Kollege Ch’ing in dem trüben Fluss, der das „Schlammloch“ durchströmt ein molluskenartiges Lebewesen. Als Jacque es ebenfalls berührt, kann er die Gedanken Ch’ings hören. Na so was! Das Ding steht eine Gedankenbrücke her. Wie sich zeigt, hat derjenige, der den ersten Kontakt herstellt, den reinsten telepathischen Empfang, danach nimmt die Qualität kontinuierlich ab. Das Team beschließt, mehr von diesen Mollusken zu suchen und ist schon weiter gegangen, als plötzlich ein Alarm ausgelöst wird: Ch’ing ist tot! Sein Anzug meldet Hirntod und anschließenden Herzstillstand. Wie konnte es nur dazu kommen?
Durch den sogenannten „Katapulteffekt“ – was hochgeschickt wurde, muss auch wieder runterkommen – wird die Gruppe mitsamt Ch’ing wieder zur Erde geholt. Allerdings bleibt Ch’ings Todesursache ein Rätsel: Er war gesund, und ein Defekt des AFK-Anzugs wird ausgeschlossen. Zur Untersuchung des „Denkbrücke“-Lebewesens gehört auch sexuelle Aktivität unter dessen Einfluss. Als er mit Carol aus seinem Team schläft, fühlt sich Jaque jedoch quasi durch sich selbst beobachtet. Uralte Erinnerungen an seinen ersten Sex schleichen sich ein, wovon sich Carol aber nicht stören lässt.
Als das Lebewesen seziert werden soll, kommt es erst zu einem Herzinfarkt, dann zu einem Selbstmordversuch. Weiß es sich zu schützen? Dr. Jameson, das zweite Opfer, ist fest davon überzeugt, dass in dem Wesen viel mehr steckt, als bislang entdeckt worden ist.
Zwei Jahre später stößt das Expeditionsteam von Katherine O’Brien auf eine intelligente Spezies von geklonten Gestaltwandlern mit überlegener Technologie. Die Begegnung verläuft für O’Brien und ihre Kollegen tödlich, doch ihre Videoaufnahme findet durch den Katapulteffekt ihren Weg zurück zur Erde und löst dort eine gelinde Panik in der AAE aus.
Keine Frage, dass ein Freiwilliger den nächsten Vorstoß wagen muss, um eine Kommunikation mit den Aliens zustande zu bringen, und zwar mit Hilfe der Denkbrücke. Auf wen wird das Los für dieses Himmelfahrtskommando fallen?
_Mein Eindruck_
Schon nach kurzer Zeit stoßen die überlegenen Aliens zum Sirius vor, der gar nicht so weit entfernt liegt, nämlich nur wenige Lichtjahre. Zum Glück kann man jetzt schon mit ihnen kommunizieren, und Jacque und seiner Carol bleibt auch gar nichts anderes übrig, als sie in Gefangenschaft geraten.
Ich konnte das Buch am Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen, denn das Finale ist ungemein spannend. Was oder wer sind diese gestaltwandelnden L’vrai? Die schwarzhäutigen Rasseangehörigen besitzen ein Schwarmbewusstsein, so dass sie ihre Gedanken mit der Gemeinschaft teilen. Die Idee eines Schwarmbewusstseins ist keineswegs neu, sondern wurde schon von Theodore Sturgeon in „To Marry Medusa“ 1958 ausgiebig untersucht. Auch dass sie Schwerkraft und dergleichen manipulieren, wirkt nicht umwerfend, sondern wird sogar erwartet.
In ihrer Schwarzhäutigkeit wirken die L’vrai so unheimlich wie H.R. Gigers Aliens in Ridley Scotts Film. Doch den entscheidenden Fortschritt erlaubt diesmal die Denkbrücke. Das kleine molluskenartige Biest ist doch nicht so bösartig wie behauptet, sondern erlaubt, mit Vorsicht behandelt, Verständigung mit jeder Art von intelligenter Spezies, insbesondere den L’vrai.
Das Schwarmbewusstsein droht mit der Vernichtung der Erde, denn es verfügt ebenfalls über die LMT-Technologie – dies es bereits wieder als veraltet und beschränkt verworfen hat. Wird es Jacque, der mit dem L’vrai verbunden ist, gelingen, die Vernichtung der Erde zu verhindern? Carol hat da aber noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.
|Andere Textsorten|
Eine packende Szene, die in Prosaform erzählt ist, wie es sich gehört. Doch Prosa ist in diesem Roman eher die Ausnahme, so scheint es. Vielmehr sind, ähnlich wie bei John Brunners „Morgenwelt“ und „Schafe blicken auf“, auch ganz andere Textsorten vertreten. Sie stammen aus der Bürokratie, der Wissenschaft, den Medien, und es findet sich sogar Jacques Autobiografie. Da gibt es Statements, Meldungen, Anweisungen, Tabellen, Expeditionsaufträge (komplett mit Finanzierungszuweisung wie beim Militär) und sogar Diagramme.
In der Taschenbuchausgabe sind alle diese Textsorten getreulich nachgebildet, auch in andersartigen Schrifttypen usw., und die simultane Denkbrückenkommunikation ist sogar in Zwei-Spalten-Druck realisiert. Man muss aber aufpassen: Was A sagt, ist das, was B denkt – und umgekehrt!
|Gefühle verboten|
Die Handlung ist trotz dieser Ergänzungen straff und zielstrebig erzählt. Ja, würde man sich dieses Brimborium wegdenken, könnte sogar der Verdacht aufkommen, dass es ein zu wenig an Handlung gibt. Aber dieser Eindruck ist nicht belegbar und liegt wohl nur daran, dass herzlich wenig über Gefühle gesprochen wird, geschweige denn diese demonstriert werden.
Die AAE ist ein Zwitter aus Bürokratie, Wissenschaft und Militär – eine der schlimmsten Kombinationen, die es gibt, um ein Individuum fertigzumachen. Infolgedessen bemühen sich die „Zähmer“, wie die Erforscher genannt werden, um mögliche wenige Gefühlsäußerungen, die gegen sie verwendet werden könnten. Man muss es mitgemacht haben, um diesen Aspekt der Geschichte und des Romans würdigen zu können.
Weibliche Leser könnten deshalb von dieser Art, die Geschichte zu erzählen, abgestoßen sein. Sie sollten jedoch bedenken, dass uns Jacque v.a. durch seine Autobiografie als ein Charakter vorgestellt wird, der über die einzigartige Fähigkeit verfügt, NICHT durch die Denkbrücke wahnsinnig zu werden, wenn der L’vrai mit ihm kommuniziert. Es hat also seinen guten Grund, warum Jacque so häufig im Mittelpunkt der Prosa-Handlung steht, und dementsprechend sollte man ihn würdigen.
_Unterm Strich_
Durch seinen Bestseller „Der ewige Krieg“ hat sich Joe Haldeman als eingefleischter Pazifist geoutet. Er sieht militärische Auseinandersetzungen nicht nur als Gewaltanwendung, sondern auch durch die Art ihrer Begründung und Ausführung als absurde und menschenfeindliche Tätigkeit an. Diesen Pazifismus demonstriert er in „Die Denkbrücke“ anhand der Frage: Wenn Frieden nicht mit Waffen geschaffen werden kann, dann vielleicht mit Verständigung?
Diese Antwort auf diese – zugegeben naheliegende – Frage fällt positiv aus, aber anders als erwartet. Denn nicht die Aliens sind es, die sich Richtung Friedfertigkeit ändern müssen (wie es uns Hollywood gerne suggeriert), sondern die Menschheit. Diese ist nämlich aufgrund ihrer Genetik aggressiv, wegen ihrer Religionen rechthaberisch, Männer mit Territorialinstinkt und Frauen mit einem enormen Beschützerinstinkt (wie Carol eindrucksvoll demonstriert). All dies spricht gegen einen friedlichen Erstkontakt.
Die Vernichtung der Menschen wäre also vielleicht ganz gut für den Rest des Universums. Es sei denn, man stellt sie unter Quarantäne. Irgendwann müssen sie sich ja mal auf eine fortschrittliche und friedliche Stufe weiterentwickeln. In der Tat lässt die Aufhebung der Quarantäne, die die L’vrai verhängt haben, eine ganze Weile auf sich warten. Neue Generationen von Menschen, darunter die Urenkel von Jacque und Carol aus dem Geogestaltungs-Programm der AAE, sind endlich soweit, auf den Rest des Universums losgelassen zu werden.
Insgesamt also eine pessimistische, aber vorsichtig hoffende Aussage, die der Autor in seinem spannenden und zielstrebig inszenierten Erstkontakt-Roman zu äußern wagt. Ich habe den Roman in nur zwei Tagen verschlungen, aber ich bin sicher, es geht auch schneller. Die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall, wenn man mehr über Aggression, Erstkontakt und Schwarmbewusstsein erfahren möchte.
Originaltitel: Mindbridge (1976)
Taschenbuch: 188 Seiten
Aus dem US-Englischen von Tony Westermayr
ISBN-13: 978-3442232833
http://www.randomhouse.de/goldmann
Bill Knox – Der Mann in der Flasche

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Victor Gunn – Spuren im Schnee

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Cinda Williams Chima – „Das Exil der Königin“ (Seven Realms 2)
The Seven Realms
Band 1: „Der Dämonenkönig“
Band 2: „Das Exil der Königin“
Band 3: „Der Wolfsthron“ (16.07.2012)
Band 4: „The Crimson Crown“ (2012, noch ohne dt. Titel)
Nach dem, was Han gerade von den Oberhäuptern der Clans erfahren hat, bleibt ihm nicht mehr viel anderes übrig, als seinen Freund Dancer nach Odenfurt an die Magierschule zu begleiten. Aber bereits der Weg dorthin ist gefährlich und natürlich trifft er, kaum dass er in Odenfurt eingetroffen ist, dort auf Micah Bayar und seinen Klüngel. Weit gefährlicher als diese jedoch ist die Dekanin Abelard, die Han recht rücksichtslos als Spionin für die Magier rekrutiert. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Crow …
Raisa hat sich dem Versuch des Hohemagiers, sie mit Micah Bayar zu verheiraten, erfolgreich entzogen und ist, um für eine Weile unterzutauchen, Amon und seinem Tripel ebenfalls nach Odenfurt gefolgt, allerdings an die Kadettenschule des Militärs. Dort lernt sie zwar eine Menge nützlicher Dinge und auch sonst fühlt sie sich wohl. Doch dann treffen höchst bedenkliche Nachrichten aus den Fells ein…
Der Ortswechsel hat natürlich eine Menge neuer Charaktere mit sich gebracht. Wirklich wichtig sind bisher aber nur Dekanin Abelard und Crow.
Die Dekanin ist eine einflussreiche Frau, und das offenbar nicht nur an der Schule. Wie die meisten Menschen mit einem gewissen Maß an Macht neigt sie dazu, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen, jeden, der ihr nützlich sein könnte, bedenkenlos zu nutzen oder zu opfern, je nach Bedarf, und alles, was sich ihr in den Weg stellt, ziemlich rabiat zu überfahren.
Crow dagegen scheint keine politischen Interessen zu haben. Er besteht offenbar einzig und allein aus Hass auf die Bayars, sein Ziel ist es, sämtliche Mitglieder dieser Familie restlos vom Angesicht der Erde zu tilgen. Seine wahre Identität gibt er jedoch nicht preis, und die Gründe für seinen Hass ebenfalls nicht.
Beide Figuren sind ein ziemlicher Gewinn für die Geschichte. Abgesehen davon, dass beide genauso lebendig und gut gezeichnet sind wie alle anderen wichtigen Personen, ist Crow ist schon allein durch das Geheimnis interessant, das ihn umgibt, auch wenn sich bei mir ziemlich hartnäckig die Vermutung hält, dass es sich bei ihm um den Dämonenkönig handelt.
Die Handlung des Buches spielt sich nahezu ausschließlich auf dem Weg nach Odenfurt und in den beiden Schulen selbst ab. Echte Spannung ist daher auch diesmal wieder eher selten. Abgesehen von ein paar Reiseschwierigkeiten hat Han zunächst hauptsächlich Probleme mit Micah, wobei nichts davon wirklich schwerwiegend ausfällt, während Raisa – ebenfalls nach ein paar Reiseschwierigkeiten – damit beschäftigt ist, neben ihrer umfangreichen Ausbildung ihre Beziehung zu Amon zu sortieren, was erfreulich kitschfrei geschieht, dafür sorgt die gelungene Charakterzeichnung. Das Geheimnis um Crow sowie ein paar kleinere Überraschungen sorgen dafür, dass dieser Band trotz geringer Bewegung innerhalb der Handlung nicht langweilig wird.
Unterm Strich entspricht das Niveau des zweiten Bandes ziemlich genau dem des ersten: nicht unbedingt mitreißend, aber nett und unterhaltsam.
Die Aussichten auf den nächsten Band versprechen etwas mehr Spannung und auch mehr Komplexität. Dass Dekanin Abelard nicht nur innerhalb der Schule, sondern offenbar auch im Magierrat einigen Einfluss besitzt und außerdem versucht, Han für ihre Zwecke zu benutzen, dürfte das Spiel um die Macht in den Fells noch ein gutes Stück interessanter und verwickelter machen. Aber auch Fionas Andeutungen über das Amulett, das Han Micah ganz zu Beginn des Zyklus abgenommen hat, bieten eine Menge Potenzial. Falls es der Autorin außerdem gelingt, ihre Handlungsfäden nicht aus jeder prekären Situation gleich wieder herauszuführen, sondern so zu entwickeln, dass die Spannung sich hält oder gar noch weiter ansteigt, könnte der dritte Band richtig gut werden.
Cinda Williams Chima schrieb schon in der Schule Geschichten, die meist von ihren Lehrern konfisziert wurden. Nach einem abgeschlossenen Studium in Philosophie war sie zunächst als freie Mitarbeiterin einer Clevelander Zeitung Plain Dealer tätig. Mit einem weiteren Abschluss in Ernährungswissenschaften arbeitete sie mehrere Jahre lang im medizinischen Bereich, ehe sie sich ganz aufs Schreiben verlegte. Der dritte Band ihres Zyklus The Seven Realms unter dem Titel „Der Wolfsthron“ ist für Juli nächsten Jahres angekündigt, der vierte Band ist noch in Arbeit. Außerdem schreibt die Autorin an einem weiteren Zyklus, den The Heir Chronicles, der bisher aus drei Teilen besteht, auf Deutsch aber (noch?) nicht erhältlich ist.
Broschiert 671 Seiten
Originaltitel: The Exiled Queen
Deutsch von Susanne Gerold
ISBN-13: 978-3-442-46975-8
http://cindachima.com/index.htm
http://www.randomhouse.de/goldmann/
Der Autor vergibt: 




Cinda Williams Chima – „Der Dämonenkönig“ (Seven Realms 1)
The Seven Realms:
Band 1: „Der Dämonenkönig“
Band 2: „Das Exil der Königin“
Band 3: „Der Wolfsthron“ (16.07.2012)
Band 4. „The Crimson Crown“ (2012, noch ohne dt. Titel)
Eigentlich ist Han kein Ragger mehr. Er hat die Gang verlassen, um seine Schwester zu schützen. Ehrliches Geld ist allerdings nicht leicht verdient, nicht einmal mit Unterstützung der Clans in den Bergen. Als Han in Begleitung seines Freundes Dancer einen Zusammenstoß mit ein paar jungen Magiern hat, bringt ihn das in den Besitz eines Amuletts, das ganz offensichtlich gefährlich ist. Und auf einmal scheint Han, der Ärger ohnehin schon magisch anzieht, von einer Katastrophe in die nächste zu geraten!
Raisa, die Erbprinzessin des Königinnenreiches der Fells, steht derweil unmittelbar vor ihrer Namenstagsfeier, was in ihrem Fall nicht nur bedeutet, dass sie erwachsen und damit heiratsfähig ist, sondern auch, dass sie offiziell als Nachfolgerin ihrer Mutter eingesetzt wird. Aber schon die Vorbereitungen zu dieser Feier sind von dunklen Vorahnungen und bedenklichen Ereignissen überschattet …
Die Autorin lässt sich viel Zeit mit der Entwicklung ihres Plots, was eine Menge Gelegenheit für die Charaktere bedeutet, sich zu entfalten.
Han ist sozusagen auf der Straße groß geworden. Die harte Schule, durch die er gegangen ist, hat ihn zu einem geschickten und findigen Burschen gemacht, der außerdem über eine gehörige Portion Charme verfügt. Und dumm ist er auch nicht. Aber obwohl er eine Mutter und eine Schwester hat und jahrelang Anführer einer Gang war, scheint er nirgendwo so richtig dazuzugehören. Und dann sind da noch die silbernen Armreifen, die er nicht abnehmen kann …
Raisa weiß im Gegensatz zu Han genau, wo ihr Platz ist. Aber obwohl sie als die Erbprinzessin eine der höchstgestellten Personen des Reiches ist, hat sie zunehmend das Gefühl, dass ihr die Kontrolle über ihr Leben entgleitet. Das junge Mädchen, das eigentlich recht unbeschwert und lebenslustig ist, ist außerdem auch ziemlich durchsetzungsfähig, klug und mit wachen Instinkten gesegnet.
Der obligatorische Bösewicht gehört in die Kategorie der Intriganten. Er verfolgt seine Ziele aus dem Hintergrund und wirkt so zunächst einmal vor allem arrogant. Die übrigen Eigenschaften, wie Ehrgeiz, Grausamkeit und Skrupellosigkeit, zeigen sich erst allmählich. Obwohl er dadurch nicht ganz so platt wirkt wie manch anderer Antagonist, reicht er letztlich aber nicht über das übliche Schema hinaus.
Insgesamt gesehen ist der Gegenspieler der einzige Charakter, der ein wenig ins Klischee abdriftet. Raisa und Han sind jedoch sehr natürlich und nachvollziehbar dargestellt, was man genauso von den Nebencharakteren wie Raisas Vater, dem Hauptmann der Wache sowie Raisas Jugendfreund Amon sagen kann.
Gleichzeitig bedeutet die langsame Entwicklung der Geschichte aber auch nur mäßige Spannung. Zwar kommt es immer wieder mal zu unangenehmen oder gar etwas brenzligen Situationen, diese lösen sich allerdings immer recht schnell wieder auf. Manches ist auch ziemlich offensichtlich, sodass der Leser sich gelegentlich fragt, warum das eigentlich den Protagonisten nicht ebenfalls auffällt. Das allmähliche Zuziehen des Netzes um die Prinzessin herum verliert dadurch ein wenig an Wirkung. Ähnliches gilt für Han und sein Amulett. Eigentlich sollte gerade er wissen, warum diese unheimlichen Gestalten im Hinterhof ihn nach einem Jungen namens Shiv fragen!
Was die Geschichte trotz allem interessant hält, ist zum einen das Geheimnis um Hans Herkunft sowie die Frage, was nun der Wahrheit entspricht: die offizielle Geschichtsschreibung oder das, was der alte Lucius Han erzählt. Denn letztlich sind die Vergangenheit und ihre Folgen der Hauptstreitpunkt, um den sich in diesem Buch alles dreht. Die Magier fühlen sich übermäßig in ihrer Macht eingeschränkt. Die Clans jedoch misstrauen den Magiern. Ein brüchiger Friede …
Unterm Strich ist dabei ein lebendiges, wenn auch nicht übermäßig spannendes Buch herausgekommen, das durchaus vielversprechende Ideen und Ansätze bietet. Die extrem jugendlichen Hauptfiguren ließen mich beim Lesen darüber nachdenken, ob es sich hier nicht um ein Jugendbuch handelt, und tatsächlich ist die Erstausgabe dieses Romans, die damals bei cbj erschien, für das Alter 12-15 ausgewiesen, was bei dieser Neuauflage nicht mehr der Fall ist, aber ruhig weiterhin als Empfehlung betrachtet werden kann. Erwachsene Leser wird es nicht gerade vom Hocker reißen, aber als leichte Lektüre für zwischendurch ist es ganz nett.
Cinda Williams Chima schrieb schon in der Schule Geschichten, die meist von ihren Lehrern konfisziert wurden. Nach einem abgeschlossenen Studium in Philosophie war sie zunächst als freie Mitarbeiterin einer Clevelander Zeitung, Plain Dealer, tätig. Mit einem weiteren Abschluss in Ernährungswissenschaften arbeitete sie mehrere Jahre lang im medizinischen Bereich, ehe sie sich ganz aufs Schreiben verlegte. „Der Dämonenkönig“ ist der erste Band des Zyklus Seven Realms. Der zweite Band „Das Exil der Königin“ ist ebenfalls bereits auf Deutsch erhältlich, der dritte Band unter dem Titel „Der Wolfsthron“ für Juli nächsten Jahres angekündigt. Der vierte Band des Zyklus ist noch in Arbeit. Außerdem schreibt die Autorin an einem weiteren Zyklus, den The Heir Chronicles, der bisher aus drei Teilen besteht, auf Deutsch aber (noch?) nicht erhältlich ist.
Broschiert 573 Seiten
Originaltitel: The Demon King
Deutsch von Susanne Gerold
ISBN-13: 978-3-442-46974-1
http://cindachima.com/index.htm
http://www.randomhouse.de/goldmann/
Der Autor vergibt: 




Robert Martin – Die zweite Flasche Whisky

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Victor Gunn – Die Lady mit der Peitsche

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