In dem Kinderbuch von Oliver Pötzsch geht es um die Geschwister Lara und Viktor, die eines Tages einen geheimnisvollen Zauberbaum entdecken. Dieser Baum ist etwas ganz Besonderes, denn er kann die beiden in andere Zeiten und Welten reisen lassen. Dadurch erleben sie spannende Abenteuer, die sie aus ihrem normalen Alltag herausreißen und in völlig neue Situationen bringen.
Inhalt
Die Geschichte beginnt damit, dass Lara und Viktor den Zauberbaum näher erkunden. Schon bald stellen sie fest, dass dieser Baum magische Kräfte besitzt. Plötzlich finden sie sich an einem anderen Ort und in einer anderen Zeit wieder. Von diesem Moment an geraten sie immer wieder in neue Abenteuer.
Ein Beispiel dafür ist ihre Reise ins Mittelalter, wo sie Rittern begegnen und sich in einer fremden und teilweise gefährlichen Welt zurechtfinden müssen. Dabei stehen sie vor verschiedenen Herausforderungen: Sie müssen Rätsel lösen, sich in ungewohnten Situationen behaupten und lernen, wem sie vertrauen können. Oft geraten sie in brenzlige Lagen, aus denen sie nur durch Mut, Einfallsreichtum und Zusammenarbeit wieder herauskommen.
Im Laufe der Geschichten entwickeln sich die beiden Kinder weiter. Lara ist oft neugierig und handelt spontan, während Viktor eher vorsichtig ist und versucht, Situationen zuerst zu durchdenken. Gerade diese unterschiedlichen Eigenschaften helfen ihnen, die Abenteuer gemeinsam zu meistern. Der Zauberbaum wird dabei zum Ausgangspunkt vieler neuer Erlebnisse und bleibt stets geheimnisvoll.
Mein Eindruck
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, weil es spannend und gleichzeitig leicht verständlich geschrieben ist. Die Idee mit dem Zauberbaum ist besonders gelungen, da sie viele verschiedene Geschichten ermöglicht und für Abwechslung sorgt. Jede Reise fühlt sich anders an, sodass beim Lesen keine Langeweile entsteht.
Die Figuren sind sympathisch und glaubwürdig dargestellt. Besonders schön ist, dass die Beziehung zwischen Lara und Viktor im Mittelpunkt steht. Man merkt, wie wichtig Vertrauen und Zusammenhalt sind, und kann gut mit den beiden mitfühlen. Auch die Mischung aus Abenteuer, Fantasie und ein wenig Geschichte finde ich sehr gelungen.
Über den Autor und die Illustratorin
Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, wohnt mit Familie in München. Seine historischen Romane und Kinderbücher werden auf der ganzen Welt gelesen. Viele seiner Werke kreisen um seine Ahnen, deren Stammbaum er über viele hundert Jahre zurückverfolgen kann. Er liebt Abenteuergeschichten für Groß und Klein und macht für sein Leben gern Musik. Auf seinen Lesungen hat er neben Ritterschwert und Kettenhaube auch immer seine Gitarre dabei.
Laura Catalán ist eine spanische Kinderbuchillustratorin. Schon während ihres Bachelors der Anthropologie widmete sie sich nebenher ihrer Lieblingsbeschäftigung aus der Kindheit: dem Zeichnen. Neben der Arbeit nahm sie mehrere Jahre Zeichenunterricht am Fine Arts Centre von Sant Lluç in Barcelona. Anschließend entschied sie sich dazu, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen und eine Karriere als Illustratorin einzuschlagen. Seit über einem Jahrzehnt illustriert sie Lehrmaterialien, Bilderbücher und Kinderbücher für Kunden aus der ganzen Welt und empfindet es als großes Glück, ihre gesamte Arbeit der Welt der Kinderliteratur zu widmen. Nach Stationen in Finnland und Schottland lebt Laura Catalán heute mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Hund in Sant Cugat, einer kleinen Stadt in der Nähe von Barcelona.
Fazit
„Lara, Viktor und der Zauberbaum“ ist ein abwechslungsreiches und fantasievolles Kinderbuch, das mit spannenden Zeitreisen und liebenswerten Figuren überzeugt. Es vermittelt wichtige Werte wie Mut, Freundschaft und Teamarbeit, ohne dabei belehrend zu wirken.
Ich würde das Buch besonders Kindern empfehlen, die Abenteuer- und Fantasiegeschichten mögen. Es eignet sich sowohl zum Vorlesen als auch zum Selberlesen und macht Lust auf weitere Geschichten rund um den Zauberbaum.
Gebunden: 160 Seiten
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3328304241
www.penguin.de
Der Autor vergibt: 




