Der 3. Waylander-Roman aus David Gemmels Drenai-Saga ist eine bemerkenswert komplexe und gefühlsgeladene Geschichte, wenn man sie mit ihren Vorgängern vergleicht.
Der Autor
David Gemmell (geb. 1948), früher selbst einmal Soldat, ist der führende britische Autor (wenn nicht sogar weltweit) von Fantasy-Action-Romanen. Besonders bekannt wurde ab 1984 er mit der Drenai-Saga, in der kernige Helden wie „Druss die Legende“ in einem untergehenden mittelalterlichen Reich schier aussichtslose Kämpfe ausfechten. David Gemmell – Waylander der Graue (Drenai-Saga 03) weiterlesen →
Nancy Kress wurde bei uns vor allem mit den Romanen „Verico Target“ und dem „Bettler“-Zyklus bekannt, die sie als eine engagierte Erzählerin ausweisen, die es versteht, die möglichen Probleme der Menschen in naher Zukunft auf aufrüttelnde Weise darzustellen. Anders als viele ihrer Kollegen beschäftigt sie sich in erster Linie mit dem Aspekt der Gesundheit, sei es in der sozialen („In grellem Licht“) und körperlichen Weiterentwicklung (die „Bettler“ brauchen keinen Schlaf mehr) und der genetischen Manipulation („Verico Target“).
Dies ist der zweite Band von O. S. Cards fünfbändiger „Homecoming“-Saga, die mit dem Band [„Die verlorene Erde“ 1688 begann. Nun müssen die auserwählten Männer von Basilika noch Gefährtinnen für die lange Reise zur Erde suchen. Und das Schicksal ihrer Stadt Basilika erfüllt sich.
Nach ihrem Bestseller „Die perfekte Liebhaberin“ folgt hier nun das Gegenstück für Ihn: „Der perfekte Liebhaber – Sextechniken, die SIE verrückt machen“. Millionen männlicher Wesen auf zwei Beinen wüssten gerne, was das Mysterium Frau erregt, berauscht und tief befriedigt. (Kommt es etwa doch auf die Größe an?!) Und ebenso viele Frauen wünschen sich einen Mann, der über dieses Wissen verfügt – den perfekten Liebhaber, den Traummann. Lou Paget – Der perfekte Liebhaber. Sextechniken, die SIE verrückt machen weiterlesen →
Stellen sie sich vor sie könnten in die Vergangenheit reisen und Geschichte hautnah erleben. Als Professor Brendan Doyle das Angebot erhält den berühmten Dichter Samuel Taylor Coleridge persönlich zu treffen, ist er begeistert. Doch was als phantastisches Abenteuer beginnt, wird schnell zu einem Kampf um Leben und Tod. Magie regiert das London des Jahres 1810 und dunkle Kräfte haben sich verschworen, um das Rätsel der Unsterblichkeit zu lösen. (Verlagsinfo) Das dürfte wohl nicht gut gehen. Turbulente und kriminelle Abenteuer in der düster-romantischen Hauptstadt des British Empire sind die Folge, nicht nur über, sondern auch häufig unter der Erde.
Dieser Fantasy-Roman ist wie ein Roadmovie aufgebaut. Aber die Suche der Tochter nach ihrem verschwundenen Vater, dem titelgebenden Magier, führt sie von Kentucky bis an den Nordpol. Dort findet ein ungewöhnlicher Showdown statt.
Der Autor Terry Bisson kennt sich mit Kentucky- und Tennessee-Whiskey (was ist nun Scotch und was Bourbon?) aus, mit allerlei Schießprügeln und natürlich mit dem Tabakanbau. Dass er von von all diesen Dingen und noch dazu ausgezeichnet zu erzählen versteht, beweist er in dem vorliegenden Roman „Talking Man“, den der Heyne-Verlag 1999 dreizehn Jahre nach dem Original veröffentlichte.
Das „Handbuch“ ist ein Kompendium, das sich für den Freund von Elfen und Zwergen als unentbehrlich beim Studium und der Bestimmung dieser seltenen Spezies in all ihrer Vielfalt erweisen dürfte. In sechs Kapiteln stellt es nicht weniger als einunddreißig Elfenarten vor – wodurch klar wird, dass es eine Reihe von Unterarten geben muss. Hinzu kommen noch Drachen, Trolle und jede Menge anderes Gelichter, das, eingeteilt nach seinem Lebensraum, die Welt um dich herum erfüllt. Und du könntest sie allesamt sehen, wenn du nur die rechten Beobachtungswerkzeuge dafür hättest, zum Beispiel einen Sehstein. Da nicht jeder so privilegiert ist, einen Sehstein zu besitzen, erschließt dir das HANDBUCH die Welt der fantastischen Wesen.
Anno 2020: Die Nationalstaaten haben ihren politischen Einfluss weitgehend verloren, Multis beherrschen mithilfe einer perfekt vernetzten Informationstechnik die Welt. Laura und David Webster arbeiten als PR-Berater für eine dieser Firmen, Rizome.
Grenada, Singapur und Luxembourg sind Datenoasen – hier wird mit jeder Sorte von Informationen gehandelt. Der Konkurrenzkampf zwischen ihnen ist groß und hat die Ausmaße eines Kleinkriegs angenommen. Rizome schickt Laura und David nach Grenada, um ein Abkommen auszuhandeln. Als Singapur Grenada angreift, kann David entkommen, doch Laura wird gefangen genommen.
In den folgenden drei Jahren wird sie immer tiefer in die Machenschaften von Firmen, Staaten und Terrororganisationen verstrickt, die sie unmöglich durchschauen kann… (Verlagsinfo)
Vor vierzig Millionen Jahren wurde der Planet Hamonie von Menschen besiedelt. Seitdem wacht der gigantische Computer Überseele über die Kolonie. Überseele soll den Planeten vor den Gefahren schützen, die einst die Erde zerstörten. Doch nun ist der Computer selbst in Gefahr; seine Systeme drohen zusammenzubrechen. Um der Vernichtung zu entgehen, muß Überseele auf die Erde zurückkehren, denn nur dort kann der Master Computer repariert werden. ..
Der Autor der erfolgreichen „Ender“-Saga und des Alvin-Maker-Zyklus erzählt in seiner fünfbändigen „Homecoming“-Saga von einem fernen Planeten und wie dessen Bewohner wieder zurück zur verlassenen Erde gebracht werden. Bibelfeste Leser werden sich schon bald an das Alte Testament („Buch Mose“) erinnert fühlen.
Frauenschicksal auf Gor: von der Entführung zur Erfüllung
Ein Giftanschlag auf Tarl Cabot wird von den Kurii-Aliens von langer Hand vorbereitet, und die reiche, schöne Elinor Brinton soll ihr williges Werkzeug sein. Dies ist der erste der Gor-Romane, der von einer Frau, die von der Erde nach Gor entführt wurde, selbst erzählt wird – diesmal im Auftrag von Tarl Cabot selbst.
Handlung
Elinor Brinton lebt in New York City an der Park Avenue in einem teuren Penthouse, die Tochter eines kürzlich verstorbenen Multimillionärs und seiner reichen, aber gefühlskalten Witwe. Mit schönem Körper und Gesicht ausgestattet, ist es der gebildeten Elinor ein Leichtes, sich Zugang zu Model-Agenturen zu verschaffen und noch mehr Geld zu verdienen.
„Neue Geschichten aus dem Cthulhu-Mythos“ verspricht der Herausgeber mit diesen 18 Erzählungen und Novellen. Das Ergebnis ist jedoch recht durchwachsen. In jedem Fall ist dem Leser anzuraten, sich vorher gut im Werk H. P. Lovecrafts, des Phantasten aus Providence (im folgenden ‚HPL‘), auszukennen, um alle Insider-Witze mitzubekommen.
Dornröschen wird vom Prinzen wachgeküsst – und die böse Tante, durch deren vergiftete Spindel sie in hundertjährigen Schlaf versetzt worden war, gibt wieder mal keine Ruhe. Klingt wie ein Alptraum? Genau: Und diese Story erzählt der Autor von Bestsellern wie „Ender“ und „Alvin Maker“ in spannender und höchst einfallsreicher Manier. Es war mir kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen. Orson Scott Card – Enchantment. Fantasy-Roman weiterlesen →
Irgendwo in den weiten, einsamen Wäldern von Wisconsin: Kein Laut ist zu hören in dem verschlafenen Nest Four Corners. Eine Autopanne verschlägt FBI-Agentin Sharon Miller und die beiden Computerspezialisten Grace McBride und Annie Belinsky in diese geisterhafte Szenerie. Weder Handy noch Festnetz funktionieren, kein Kontakt zur Außenwelt. Die Agentinnen werden Zeugen eines Mordes: Soldaten erschießen vor ihren Augen Zivilisten und Polizisten.
Eine Flucht aus dieser Hölle scheitert, denn der Ort ist hermetisch abgeriegelt. Ein Überlebenskampf beginnt, und nur langsam verstehen die Agentinnen, was aus Soldaten Mörder gemacht hat und warum niemand den Ort lebend verlassen darf. Doch die Suche nach den drei Frauen hat begonnen. Aber wird man sie rechtzeitig finden, bevor der Countdown abläuft?
_Die Autorinnen_
P. J. Tracy ist das Pseudonym eines Autorenteams aus Mutter und Tochter, die in Minneapolis und Los Angeles leben. Sie haben als Drehbuchautorinnen begonnen und mit ihrem Krimidebüt „Spiel unter Freunden“ einen internationalen Überraschungserfolg erzielt, der von Lesern und Kritikern mit Lob überhäuft wurde. Seitdem ist P. J. Tracy laut Verlag eine feste Größe für Krimifans. [„Memento“ 3958 ist ihr vierter Roman, „Mortifer“ war der dritte nach „Der Köder“.
_Der Sprecher_
Burghart Klaußner, geboren 1949 in Berlin, absolvierte seine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Berlin. Es folgten Engagements an verschiedenen Bühnen. Er war in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen zu sehen, so u. a. „Good Bye, Lenin!“, „Die fetten Jahre sind vorbei“ und „Requiem“. 2005 wurde er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. 2006 erhielt er den Goldenen Leopard in Locarno als bester männlicher Darsteller in „Der Mann von der Botschaft“.
Die Aufnahme erfolgte 2007 im Eimsbütteler Tonstudio, wo Charlotte Kleist Regie führte.
_Handlung_
Das Missaqua County liegt im nördlichen Wisconsin schon fast an der Grenze zu Kanada, also am Arsch der Welt. Doch schon bald werden sich die Augen aller amerikanischen Sicherheitsbehörden auf diesen einsamen Landstrich richten. Hier gibt es Funklöcher noch in rauen Mengen, und wenn man einmal in so eines hineingerät, so kommt man durch die dichten Kiefernwälder nicht so schnell wieder heraus.
Gelobt sei das gute alte Festnetz, doch wo sind die Apparate zu finden? Vielleicht in diesem kleinen, verwilderten Kaff namens Four Corners, wo sich zwei Bezirksstraßen kreuzen. An der Kreuzung hat die alte Hazel ihr Café schon seit über dreißig Jahre, und die Leute, die hier einkehren, lieben ihre selbstgebackenen Donuts. Heute will auch der kleine Tommy Dale, der morgen am Sonntag Geburtstag hat, zwei Donuts für seine Eltern Jean und Harold. Dann aber hören alle Gäste sowie ihre Gastgeber einen merkwürdigen lauten Knall. Klang das, als käme es von der Svenson-Farm herüber? Doch als die Detonationsfront sie erreicht, erledigen sich alle Fragen von selbst …
|Drei Hingerichtete|
Sheriff Michael Halloran bedauert sehr, dass er seine beste Deputy-Polizistin Sharon Miller beurlaubt hat. Jetzt macht sie Jobs fürs FBI. Und er könnte jeden Mann und jede Frau gebrauchen. Sein Deputy, der fette Boner, macht ihm deshalb laufend vorsichtig formulierte Vorwürfe. Da stehen sie nun am See, der den Kalksteinbruch füllt, und vor ihnen liegen drei nackte Männerleichen. Doc Hanson stellt die Todesursache fest: Die Körper wurden von einer MG-Salve fast in zwei Hälften geteilt. Als Hanson die Körper umsortiert, ergibt sich sogar ein noch grausigeres Bild. Die Linie der Einschüsse geht in einer geraden Linie durch alle drei Männer. Eine Exekution, mein Gott. Wer waren sie? Und wer warf sie achtlos in den See, als wären sie Abfall?
|Zwangshalt|
Grace McBride holt mit ihrer Kollegin Annie, Belinsky Sharon Miller in deren Wohnung ab, damit alle drei zum FBI in Green Bay fahren können, das im Osten von Wisconsin liegt. Von Minneapolis aus sind es einige Stunden Fahrt durch eine nette Gegend. Four Corners liegt keinesfalls auf dem Weg dorthin, aber wie sich zeigt, übt dieser Ort einen unwiederstehlichen Sog aus. Grace und Annie sind die Computerspezialisten vom Team Monkey Wrench und haben eine Menge entsprechende Hardware in ihren Range Rover gepackt, mit der sie Sharon Millers Arbeit beim FBI unterstützen sollen. Warum Annie ausgerechnet heute für diesen Trip ein Seidenkleid für 8000 Dollar sowie hochhackige Pumps angezogen hat, weiß nur sie selbst. Die anderen Damen sind wesentlich praktischer angezogen: in Hemd und Jeans.
Nachdem sie die letzte Tankstelle hinter sich gelassen haben, hält sich Grace seltsamerweise stur nach Norden. Sie will einen Abstecher machen und den beiden anderen eine Überraschung zeigen. Da gibt es eine laute Fehlzündung, und der Motor geht aus. Unter Schreien des Erstaunens lässt Grace den Rover ausrollen, bis er auf einem besseren Feldweg in einem schattigen Waldstück zum Stehen kommt. Was jetzt? Aussteigen und gehen natürlich, meint Grace mit stoischer Ruhe. Der nächste Ort dürfte Four Corners sein.
|Die Suche beginnt|
Ein paar Stunden beginnen Graces Kollegen Harley Davidson und Roadrunner Sorgen zu machen. Wegen der Funklöcher funktionieren die Handys in Missaqua County nicht, und ein paar Anrufe in Green Bay ergeben, dass die Damen wider Erwarten nicht eingetroffen sind. Kurz entschlossen, beschließen die beiden, eine Suchaktion zu starten.
Als die Detectives Magozzi und Roseth anrufen und nach Grace fragen, können sie ihnen nicht helfen. Diese sind von Sheriff Halloran kontaktiert worden, der Hilfe bei der Identitifikation seiner drei Leichen braucht. Da Leo Magozzi sehr viel für Grace übrig hat (um es gelinde auszudrücken), ist er sofort dabei, als Harley und Roadrunner ihm anbieten mitzukommen. Gino Roseth, Magozzis bester Kumpel, entschuldigt sich bei seiner Frau Angela und kommt mit. Endlich passiert mal wieder was! Und da Harleys Wohnmobil bis zur Halskrause mit feinster Elektronik vollgestopft ist, haben sie sogar mehr Chancen, etwas unterwegs herauszufinden als im Büro ihr Glück zu versuchen.
|In der Todeszone|
Four Corners ist ein ruhiger Ort, finden die drei Frauen, die nach einem Festnetztelefon suchen. Es ist sogar so ruhig, dass niemand auf der Straße zu sehen ist. Auch das Café und die Tankstelle sind leer, die Telefone kaputt. Merkwürdig: Die Telefonkabel sind durchgeschnitten. Grace beschleicht ein ungutes Gefühl. Sie befinden sich gerade in Hazels Café, als sie die Straßensperre entdecken und ein Motorengeräusch hören.
Aus ihrer Deckung heraus beobachten sie gespannt, was passiert. Zwei bewaffnete Soldaten der Nationalgarde – nun, jedenfalls sind sie uniformiert und haben je ein M-16-MG im Anschlag – stoppen einen Pickup-Laster. Sie wissen es nicht, aber es handelt sich um die Eltern des kleinen Tommy, die vom Einkaufen in der nächsten größeren Stadt zurückkehren. Die Soldaten halten die beiden Insassen an, und als Harold protestiert, entschuldigen sie sich mit „militärischen Manövern“. Doch Harold ist ein freier Bürger der Vereinigten Staaten und lässt sich von irgendwelchen dummen Nationalgardisten – die gerade mal eine Grundausbildung bekommen haben – nicht vorschreiben, wohin er fahren darf und wohin nicht. Er tritt aufs Gaspedal und durchbricht die Straßensperre. Die Maschinengewehre beginnen zu hämmern. Der Pickup kommt nicht weit und seine Insassen haben nicht mehr lange zu leben.
Annie, die emotionalste der drei Frauen, rastet beinahe aus: „Gütiger Gott, sind wir in einem Kriegsgebiet gelandet? Das hätte man uns doch sagen müssen!“ Doch dies nur der erste einer ganzen Reihe von Schrecken, die in Four Corners auf sie warten. Was ist hier nur los?
_Mein Eindruck_
Wenn die Nationalgarde anrückt, es aber keinen Einsatzbefehl von Seiten der Bundesregierung gibt, dann ist etwas oberfaul. Manche Zeitgenossen, die mit den politischen Strukturen der Vereinigten Staaten von Amerika vertraut sind, denken jetzt vielleicht an die Milizen oder die Aryan Brotherhood – tatsächlichen fallen diese Bezeichnungen auch im Verlauf der Handlung. Doch wenn es weder die Milizen aus Orgegon und Montana sind noch die Arier, dann können es ja nur Terroristen sein, oder zumindest deren fünfte Kolonne, also einheimische (eingeschleuste) Anhänger. Die sind es aber auch nicht, jedenfalls nicht solche aus dem Ausland. Wer hat aber dann Four Corners ausgelöscht?
SPOILER
Auf ihrem Schleichweg durch die Wälder und Hecken in und um Four Corners stoßen die drei Frauen immer wieder auf Soldaten, die sich über den Sinn ihres Einsatzes Gedanken machen. Und einmal können sie sogar Colonel Frank Hammer belauschen, der zu seinem Adjutanten Acker sagt, wie er sich den weiteren Verlauf der Operation vorstellt. Anscheinend sind diese Typen ganz normale Bürger, denkt sich Annie und wundert sich, wie es denen gelungen ist, Nervengas herzustellen. Doch dann lenkt die Berührung einer toten Kuh an ihrem Hintern Annies Gedanken in andere Richtungen.
Colonel Frank Hammer und seine Mitverschwörer, so stellt sich heraus, berufen sich nicht etwa auf die Verfassung, sondern auf die Unabhängigkeitserklärung der amerikanischen Gründerväter. Darin steht angeblich, dass die Bürger nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht haben, sich gegen eine Regierung zur Wehr zu setzen, die nicht in der Lage oder willens ist, sie angemessen zu schützen.
Und Hammer & Co. sehen sich durch den zunehmenden Anteil an unerwünschten Ausländern (es gibt offenbar auch erwünschte) in ihrer Existenz oder ihrem Wohlstand und Glück (was in Amerika alles ein und dasselbe ist) bedroht. Ergo müssen sie der Regierung einen Denkzettel verpassen. Und dafür haben sie drei Anschläge vorbereitet. Der erste ging durch einen unglücklichen Zu- und Unfall schief. Doch die zwei anderen Zeitbomben warten auf den Ablauf des Countdowns.
SPOILER ENDE
|Search & Rescue|
Im Grunde besteht der Plot in einer Search-&-Rescue-Mission und ist demnach ziemlich einfach gestrickt, so dass man jederzeit den Überblick behält. Allerdings laufen verschiedene Handlungsstränge gleichzeitig ab, die dann erst im spannenden Countdown-Finale zusammengeführt werden. Eine Jagd auf die Drahtzieher erübrigt sich, weil die drei Damen in Four Corners mit ihren Fallen ganze Arbeit geleistet haben. Wer hätte gedacht, dass Computerspezialisten wie Grace und Annie zu so etwas fähig wären?
|Frauen im Kampfeinsatz|
Wer bislang Frauen im Kampfeinsatz geringschätzig betrachtet hat, der wird hier eloquent eines Besseren belehrt. Sie wissen nicht nur, wie man einen Molotov-Cocktail herstellt und fachgerecht wirft („Yeah, kick some ass!“), sondern wie man Patronen per Heizung zeitverzögert zündet. Damit haben Hammer und seine Freizeitsoldaten nicht gerechnet. Aber der Anschlag auf die Tankstelle sorgt für eine riesige Feuersbrunst und Rauchsäule, die den anrückenden Suchmannschaften als Signal dienen kann. Falls man es denn als solches erkennt, was Magozzi & Co. irgendwie schwerzufallen scheint. Könnten die drei vermissten Grazien wirklich so ingeniös sein, ein Signalfeuer zu entfachen?
|Nützliche körperliche Grundausstattung|
Ja, sie können! Auch wenn sie, wie Annie leidvoll am eigenen molligen Leib erfahren muss, unter manchem Handicap zu leiden haben, das der weibliche Körper für sie bereithält. So ein Penis ist beispielsweise zum Stehendpinkeln eine sehr nützliche Grundausstattung, und dass umfangreiche Brüste beim Robben in feuchten Straßengräben hinderlich sein können, muss Annie nicht nur einmal leidvoll feststellen. Alle diese Details werden uns keineswegs verschwiegen, sondern genüsslich unter die Nase gerieben. Hauptsache, es fördert die gegenseitige Achtung und das Verständnis für die körperlichen Unzulänglichkeiten oder Vorteile des jeweils anderen Geschlechts. Dann ist das völlig in Ordnung. Dergleichen drastische Details habe ich jedenfalls in anderen Thrillern von weiblichen Autoren vergeblich gesucht.
|Der Sprecher|
Burghart Klaußner verfügt über eine wunderbar flexible Stimme, mit der er in der Lage ist, sowohl mehrere männliche als auch eine Reihe von weiblichen Figuren wiedererkennbar zu charakterisieren, und zwar auch abhängig von Emotion und Stimmung. Dadurch erwachen die Figuren quasi zum Leben und der Hörer kann sich in sie hineinversetzen, um so an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen.
Die Hauptfiguren sind sicherlich Gino Rolseth, Leo Magozzi und die drei Damen in den Wäldern. Größere Gegensätze lassen sich kaum vorstellen. Gino, der typische hibbelige Joe-Pesci-Nörgler-Typ, wieder stets von seinem Einsatzpartner Leo Magozzi mit einem tiefen, ruhigen Tonfall wieder zur Besinnung gebracht, wenn Gino wieder mal aus dem Häuschen gerät. Und das passiert ganz besonders dann, wenn die Dinge nicht so laufen oder liegen, wie Gino sich das vorstellt.
Von den drei Grazien ist Grace McBride ist die verlässlichste und ruhigste, ausgedrückt durch ihre relativ tiefe Stimmlage und ruhige Ausdrucksweise. Sharon Miller ist da schon ein wenig nervöser und unsicherer, was sich sogleich an ihrer Sprechweise ablesen lässt. Aber sie erscheint wie ein Fels in der Brandung im Vergleich zu Annie Belinsky. Sie spricht in einer sehr weiblichen, enorm hohen Tonlage – ein Wunder, wie der Sprecher das schafft – und tut sich durch ihre vielfältigen „Gütiger Gott!“-Ausrufe hervor. Sie ist das emotionalste Mitglied des Trios, aber keineswegs das schwächste.
Die beiden männlichen Kollegen von Annie und Grace im Monkey Wrench Team sind bekanntlich Harley Davidson und Road Runner, der Hacker. Road klingt selbst fast wie der Rennkuckuck, dem er seinen Namen verdankt. Seine Stimme ist hoch und krächzend. Harley hat die tiefste Stimmlage von allen, so dass ich ihn mir nur als einen Berg von einem Kerl vorstellen kann. Aber seine Grace möchte er trotzdem sehr gern wiederhaben. Das genaue Gegenteil der beiden ist Special Agent Knudson, der sich einer gepflegten und ruhigen, manchmal sogar monotonen Ausdrucksweise befleißigt. Allerdings gibt es auch für ihn eine wunderbare Szene, in der wir ihn fröhlich lallen hören. Er ist also doch kein Kyborg (Gott sei Dank).
Geräusche und Musik gibt es nicht, denn sie würden nur von der spannenden und witzigen Handlung ablenken. Darüber brauche ich also keine Worte zu verlieren.
_Unterm Strich_
Dieser Thriller war für mich, wie schon [„Memento“, 3958 das pure Vergnügen. Nicht nur ist die Story ziemlich spannend, sondern auch mit einer geradezu diebischen Lust an der Ironie erzählt. Dieser Humor verdeckt jedoch zu keiner Zeit, dass es hier im Grunde um ziemlich erschreckende und eigentlich gruselige Vorgänge geht, wie etwa den Einsatz von Giftgas, die Aussetzung der Bürgerrechte, Massenhinrichtungen und geplante Anschläge auf Ausländereinrichtungen.
Aus einer gewissen Distanz betrachtet könnte man das zentrale Ereignis sehr gut mit einer Invasion vergleichen, die einen Angriff mit „Massenvernichtungswaffen“ umfasst. Das klingt doch schon ziemlich nach Irak-Krieg. Geschrieben im Jahr 2006, lässt sich der Thriller als Kommentar auf den Einmarsch der alliierten Truppen in Irak und Afghanistan verstehen.
Anhand des Schicksals der drei mitten hinein geratenen Frauen kann der amerikanische Leser (und Hörer) nachvollziehen, was es bedeutet, Ziel eines solchen massiven und rücksichtslosen Angriffs zu sein. Vielleicht fördert diese Vorstellung dann das Verständnis für die Zivilbevölkerung in Irak und Afghanistan. Allerdings muss dies nicht als Vorwurf an die Amis verstanden werden, sondern an die Adresse aller kriegsführenden Gruppierungen, sei es in Ruanda, Beirut oder Afghanistan. Krieg ist überall gleich schrecklich, und leider sind seine ersten Opfer häufig Kinder – Kinder wie Tommy Whittick beispielsweise.
Der vielseitige Sprecher Klaußner erhöht das Vergnügen, das mir dieses Hörbuch bereitet hat, noch ganz beträchtlich. Er erweckt die Figuren zum Leben und macht sie zugleich sehr gut unterscheidbar. Es ist immer ein Spaß, gewisse Figuren wie Harley Davidson oder Gino Roseth zu hören, und diesmal kommt auch die arme Annie Belinsky in ihrem ramponierten 8000-Dollar-Kleid hinzu. Es hatte keinerlei Überlebenschancen.
|Originaltitel: Dead Run, 2006
Aus dem US-Englischen übersetzt von Axel Merz
387 Minuten auf 5 CDs|
http://www.hoerbuch-hamburg.de
Spannend, anrührend: verschnörkelter Krimi, reich an Ballast
Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter?
Was wollen sie von dieser Frau?
Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
Der erste Fall für Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei, und seinen syrischen Assistenten Hafez el-Assad, der seinen Chef nicht nur durch unkonventionelle Ermittlungsmethoden überrascht … (Verlagsinfo)
Agent Tarl Cabot in der Arena – im Sand und in der Luft
Tarl Cabot sucht in der Verkleidung eines Attentäters seinen eigenen Mörder. Er ist auf der Suche nach demjenigen Mann, der ihn auf einer Brücke hinterrücks mit einem Wurfmesser ermorden wollte und stattdessen einen jungen Soldaten traf. Tarl gerät mitten hinein in die Intrigen, die um die Wettkämpfe der Tarn-Rennen von Ar gesponnen werden. Tarl hat mit Vella, einem Erdenmädchen namens Elizabeth, den Auftrag der Priesterkönige, nach dem Kontaktmann zu den Kurii, den feindseligen Aliens, in Ar zu suchen. John Norman – Assassin of Gor (Gor 5) weiterlesen →
Wer von der „Rache der Sith“ Appetit auf mehr Sternenkriege bekommen hat, der greife zu diesem intergalaktischen Hörspiel, das direkt auf den Stimmen und Musikmotiven der Filme basiert. Hier kann man noch einmal Anakins halsbrecherische Verfolgungsjagd durch Coruscant, die Schlacht in der Arena von Geonosis sowie den dramatischen Laserschwert-Kampf dreier Jedi-Ritter gegen Count Dooku nacherleben. Das 12-seitige Booklet ist ein besonderer Bonus, den man zum Preis einer Kinokarte erhält.
Billy Pilgrim, amerikanischer Veteran des 2. Weltkriegs, überlebte 1945 den „Feuersturm“ in Dresden als Kriegsgefangener im „Schlachthof 5“. Nach dem Krieg lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern als wohlhabender Optiker in Ilium, New York. Doch dann geht sein Sohn mit den „Green Berets“ nach Vietnam – und Pilgrim selbst wird auf überraschende Weise zum „Pilger zwischen den Zeiten“. Kurt Vonnegut hat den alliierten Bombenangriff auf Dresden selbst miterlebt. Sein Roman wurde zu einem Kultbuch der Anti-Vietnam-Bewegung und nicht nur verfilmt, sondern auch zu einer Oper verarbeitet (siehe unten).
Alte Spione rosten nicht – der Auftakt der brandneuen Thrillerreihe von SPIEGEL-Bestsellerautorin und Queen of Thrill Tess Gerritsen!
Über Maggie Bird kann man einiges erzählen: Sie züchtet Hühner, ist eine zuvorkommende Nachbarin und lebt ein ruhiges Leben im idyllischen Purity in Maine. Die scheinbar durchschnittliche Sechzigjährige besucht regelmäßig einen Buchclub, wo sie mit ihren ebenfalls pensionierten Freunden Martinis trinkt – gerührt, nicht geschüttelt. Sie kann hervorragend mit einem Gewehr umgehen. Und sie spricht nie über ihre Vergangenheit.
Als eines Tages eine tote Frau in ihrer Auffahrt liegt, ist Maggie sofort klar: Dies ist eine Nachricht aus der »guten alten Zeit«. Vor sechzehn Jahren arbeitete sie für die CIA, und nun scheint die Vergangenheit sie eingeholt zu haben. Zusammen mit ihren Freunden aus dem Buchclub – alles ehemalige Spione wie sie – nimmt Maggie die Ermittlungen auf, denn sie alle wissen: Für die lokale Polizei ist dieser Fall eine Nummer zu groß … (Verlagsinfo)
Limes Verlag; Deutsche Erstausgabe (15. November 2023)
Gebundene Ausgabe : 464 Seiten
ISBN-13 : 978-3809027782
Originaltitel : The Spy Coast
Wer von der „Rache der Sith“ Appetit auf mehr Sternenkriege bekommen hat, der greife zu diesem intergalaktischen Hörspiel, das direkt auf den Stimmen und Musikmotiven der Filme basiert. Hier kann man noch einmal das halsbrecherische Pod-Rennen auf Tattooine, die gigantische Schlacht auf und über dem Planeten Naboo sowie den dramatischen Laserschwert-Kampf gegen den bösen Darth Maul nacherleben. Das 12-seitige Booklet ist ein besonderer Bonus, den man zum Preis einer Kinokarte erhält.
Frankreich 1779. Der Holzschuhmacher Thibaut wünscht sich nichts sehnlicher, als ein reicher Edelmann zu sein. In einer stürmischen Winternacht rettet er einem großen Wolf, der vom Wolfsjägermeister Baron Jean de Vez und seinen Schergen gehetzt wurde, das Leben. Thibaut staunt nicht schlecht, als das gewaltige Tier sich in seiner Hütte urplötzlich in einen Menschen verwandelt und ihm ein verlockendes Angebot macht …