Bibelgeschichten und andere Fabeln gegen den Strich gebürstet
Diese Story-Sammlung vereint Morrows Erzählungen aus den Jahren 1984 bis 1995. Sie sind meist provokative Satiren auf religiöse Glaubenssätze und Legenden, etwa auf die Sintflut, die Bundeslade und den Turmbau zu Babel. Doch die Gleichnisse reichen wesentlich weiter, so wird etwa Mutter Erde als Tochter eines bodenständigen Yankee-Ehepaares aus Pennsylvania geboren, und Androiden halten die Grundsätze von Darwins Evolutionslehre für göttliche Gebote.
Der Band enthält die mit dem NEBULA Award ausgezeichnete Erzählung „Bible Stories for Adults No. 17: The Deluge“ (1991). Das Titelbild eines mir unbekannten flämischen Meisters zeigt verzweifelte Menschen in der Sintflut sowie die Bundeslade. James Morrow – Bible Stories for Adults. Erzählungen weiterlesen →
“Mr. Adam” aus dem Jahr 1946 ist der erste Roman, den der Journalist Pat Frank veröffentlichte. Es geht darin um die Wirkungen eines Atomunglücks in den USA, das bei Männern zu Unfruchtbarkeit führt – mit der titelgebenden Ausnahme. Nachdem der Roman vom Verlag J. B. Lippincott Company veröffentlicht worden war, wurde er auch in einer Armed Services Edition der Streitkräfte publiziert, anschließend als Taschenbuch 1948 und erneut 1959 (bei Pocket Books). Insgesamt erreichte das Buch eine Auflage von zwei Millionen Exemplaren, ein Erfolg, der es seinem Autor erlaubte, sich bereits 1947 mit nur 39 Jahren in den Ruhestand zu begeben und ein Vollzeitschriftsteller zu werden.
In einer verborgenen Höhle der libanesischen Gebirge macht ein Mann eine folgenschwere Entdeckung. Er wird von einer dunklen Wesenheit beauftragt, als Bote für eines der schrecklichsten Dinge zu dienen, die man aus dem Dunkel ans Tageslicht bringen kann: das Testament Luzifers.
In Istanbul wird Bravo Shaw, Oberhaupt der gnostischen Sekte der Observatinen, von Fra Leoni vor dieser Entwicklung gewarnt: der Beginn der finalen Schlacht zwischen Gut und Böse. Denn das Gleichgewicht ist durch die Ankunft eines Gefallenen Engels gestört worden. Die Gefallenen Engel bilden die Vorhut für Luzifers Heerscharen.
Doch erst, wenn drei tödliche Gegenstände des Bösen in Luzifers Hände gelangen, ist sein Sieg gewiss. Das erste dieser Objekte ist ein uraltes Buch: Luzifers Testament.
Will, einer der Uralten, und Bran, der Junge aus Wales, reisen durch Raum und Zeit. Sie sind auf der Suche nach dem Kristallschwert des Lichts. Nur mit dieser mächtigsten Waffe des Guten kann Bran das Erbe seines Vaters Artus antreten. Am Baum der Sommersonnenwende treffen alle Gefährten des Lichts zusammen, denn das Böse rüstet zur endgültigen Schlacht … (Verlagsinfo)
In Cornwall, wo die Mythen um König Artus wurzeln, schrecken die Kräfte der Finsternis vor nichts zurück, um die Mächte des Lichts für immer zu besiegen. Gemeinsam mit den Mächten des Lichts und ihren Gefährten Will und Bran nehmen die Geschwister Jane, Barney und Simon den Kampf gegen das Böse auf.
Will und Bran reisen durch Raum und Zeit auf der Suche nach dem Kristallschwert des Lichts. Nur mit ihm, der mächtigsten Waffe der Guten, kann Bran das Erbe seines Vaters Artus antreten. Am Baum der Sommersonnenwende treffen alle Gefährten des Lichts zusammen, denn das Böse rüstet zur endgültigen Schlacht … (verlagsinfo)
„Dämonen! Gestaltwandler!“, ruft man ihnen höhnisch hinterher. Einst standen die Cheysuli, magiebegabte Gestaltwandler, an der Seite des Königs von Homana. In Gestalt von Wölfen oder Falken dienten sie ihm mit ihrer Magie. Doch dann beging einer von ihnen einen schrecklichen Fehler und sie wurden zu Gejagten im eigenen Land. Bis eine junge Frau auftaucht und mit ihr die Hoffnung auf Frieden: Alix, die Tochter aus einer schicksalhaften Verbindung zwischen Cheysuli und Mensch …
Viel Zeit ist seitdem vergangen, und nun will Prinz Donal, halb Cheysuli, halb Homana, den Fluch brechen. Doch er wird zum Spielball beider Völker und gerät in tödliche Gefahr …
Auch dies ist wieder eine einbändige Ausgabe zweier Originalromane. Die früheren Titel wurden gestrichen und durch die Angabe „Erster Teil“ und „Zweiter Teil“ ersetzt. Jennifer Roberson – Wolfssohn (Cheysuli 2) weiterlesen →
Das Raumschiff der Fremden geht im ostafrikanischen Busch nieder, fernab der Zentren menschlicher Zivilisation. Sie können sich ungestört der Aufgabe widmen, die sie zur Erde geführt hat. Denn nur wenige Menschen leben rings um den Landeort. Doch für diese Handvoll Erdbewohner – unter ihnen der Amerikaner Royce Crawford, der Leiter einer Mesnchenaffenstation, seine Familie und seine Angestellten – beginnen Tage des Entsetzens.
Durch Unwetter von der übrigen Welt abgeschnitten, können sie keine Hilfe erwarten. Sie müssen sich selbst helfen, wenn sie überleben und die Absichten der Fremden durchkreuzen wollen. (Verlagsinfo)
Britannien im 5. Jahrhundert nach Christus. Die vom Kontinent eingewanderten Kelten haben die Ureinwohner, die Erbauer von Stonehenge, unterworfen und verdrängt. Cridilla, die jüngste Tochter von Leir, wurde in der Tradition beider Völker erzogen. Sie ist Schamanin und zugleich Kriegerin. Verzweifelt versucht sie, zwischen den beiden Welten zu vermitteln – und steht plötzlich vor einer schweren Entscheidung: Muss sie ihren Vater verraten, um ihr Land und die Menschen, die sie liebt, zu schützen? Die Saga von König Lear und seinen Töchtern, neu erzählt von der Meisterin des phantastisch-historischen Romans. (Verlagsinfo)
Dies ist die Fortsetzung von „Die Herrin von Camelot“, dem spannenden 3. Band von Diana Paxsons vieteiligem Britannien-Zyklus. Paxson erzählt historisch annähernd zutreffend, mit Tempo und dennoch mit einem mystischen Hintergrund, der auch Fantasyfreunde anspricht.
In den Romanen um die geheiligte Insel geht es einerseits um die Insel Britannien nach dem Abzug der Römer, andererseits um die „Insel der Maiden“, eine Schule von Priesterinnen der alten Religion, also ein zweites Avalon.
Im vierten Band kommt es zum Showdown zwischen König Artor und seinem eigenen Sohn Medrod (Modred), der die Herrschaft an sich reißen will. Zwischen ihnen steht die regierende Königin: Gwendivar (Guinevere). Diana L. Paxson – Die Herrin der Insel (Britannien 4) weiterlesen →
Dies ist die direkte Fortsetzung von „Die Herrin der Raben“, dem spannenden zweiten Band von Diana L. Paxsons Artor-Zyklus. Paxson erzählt historisch annähernd zutreffend, mit Tempo und dennoch einem mystischen Hintergrund, der auch Fantasyfreunde anspricht. In den Romanen um die geheiligte Insel geht es einerseits um die Insel Britannien nach dem Abzug der Römer, andererseits um die „Insel der Maiden“, eine Schule von Priesterinnen der alten Religion, also ein zweites Avalon. Diana L. Paxson – Die Herrin von Camelot (Britannien 3) weiterlesen →
Artus-Fantasy: Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt
Dieser Artus-Roman ist die direkte Fortsetzung von „Die Herrin vom See„, dem ausgezeichneten Startband von Diana Paxsons Britannien-Zyklus (s.u.). Paxson erzählt historisch annähernd zutreffend, mit Tempo und dennoch einem mystischen Hintergrund, der auch Fantasyfreunde anspricht. Trat in Band 1 Merlin als Zauberer auf (und auch in Band 2 ab und zu), so steht zunächst im zweiten Band die dänische Hexe Haedwig im Mittelpunkt.
Haedwig dient dem nordischen Obergott Woden (Wotan). Ihm ist der heilige Speer Gungnir geweiht, den sie geerbt hat. Der Speer ist der Widerpart zu Artors magischem Schwert (Excalibur), das ihm von der „Herrin vom See“ übergeben worden war und mit dem er die in Britannien eindringenden Sachsen wiederholt besiegt.
Der Originaltitel des Buches lautet daher folgerichtig „The book of the spear“. Der erste Band hieß „The book of the sword“. Beide gehören zum vierbändigen Zyklus „The hallowed isle“ (die geheiligte Insel). Mit der „Herrin der Raben“ des Titels ist übrigens die Morrigan, die Göttin der Schlacht, gemeint. Diana L. Paxson – Die Herrin der Raben (Britannien 2) weiterlesen →
Eine dunkle Zeit ist über Britannien hereingebrochen. Das einst mächtige Römische Reich hat seine Truppen aus der Provinz zurückgezogen und die Men-schen der Insel sich selbst überlassen. Was übrig bleibt, ist eine Vielzahl von sich befehdenden Stämmen, die sich teils auf Reste der alten römischen Autorität, teils auf Sippenverbände gründet – vor allem aber auf eines: die Macht der Waffen.
Aber es gibt noch eine dritte Macht auf der Insel. Durch den Einfluss der Römer und das Vordringen des Christen-tums besitzt sie nur noch einen Schatten ihrer früheren Bedeutung, doch ihre Tradition ist noch fest und ungebrochen. Sie ist verkörpert in Argante, Priesterin und Königin des verborgenen Rei-ches, die man die Herrin vom See nennt. Ihr ist prophezeit, dass aus dem alten Blut ihres Geschlechts dereinst der Verteidiger geboren werden soll, der das zerrissene Land einen wird.
Sein Schwert, geschmiedet aus dem Metall eines gefallenen Sterns, von Krieger-Priestern aus den Steppen Asiens bis an den Rand der bewohnten Welt getragen, wartet auf seine Ankunft. Nur einer kann der Herrin vom See dazu verhelfen, die Vision, die sie hat, Wirklichkeit werden zu lassen: Ambros, der Sohn ihrer Base Madrun und eines Wilden Mannes aus den Wäldern, Erbe einer noch älteren Magie — der Seher und Prophet, den man Merlin nennt. Ihr gemeinsamer Plan bringt den letzten Spross des Kaiserhauses und Argantes Tochter, die Erbin ihrer Macht, in einer schicksalhaften Stunde zusammen, um einen Sohn zu zeugen, der einst das Schwert aus dem steinernen Altar befreien soll. Er ist der künftige König, den man Artor nennen wird. (Verlagsinfo)
„Wizard’s First Rule“, der erste Roman im Zyklus „Das Schwert der Wahrheit“ ist ein furioser Auftakt, der den Leser ausgezeichnet unterhält und mit einigen althergebrachten Vorurteilen gegen Fantasy aufräumt. Starke Frauen, hilflose Zauberer, weibliche Drachen. Kurzum: Hier gibt es einige Augenöffner – und eine packende Handlung.
In seinem bis dato 38 Bände umfassenden Gor-Zyklus erzählt der amerikanische Geschichts- und Philosophie-Professor John Norman (eigentlich John Lange) die Abenteuer von Menschen auf der Welt Gor, einem Planeten, der sich in seiner Umlaufbahn um unsere Sonne der Erde genau gegenüber befindet. Gor ist somit eine Art Zwillingswelt, allerdings weitaus wilder, altertümlicher, wenig erforscht und von zwei Alienspezies umkämpft, den auf Gor im Verborgenen herrschenden Priesterkönigen und den sie bedrängenden Kurii. Raumschiffe der Priesterkönige verkehren zwischen Erde und Gor: Sie bringen geheime Technik, Gold und entführte junge Damen auf die Gegenerde. John Norman – Tarnsman of Gor (Gor 1) weiterlesen →
Das Los von Hiob und Jonas: Storys von Schuld und Sühne
Die hier gesammelten phantastischen Geschichten handeln von Protagonisten, für die diese Erde offenbar kein geeigneter Aufenthaltsort ist, sondern ein Todesmechanismus, eine verhängnisvolle Unermesslichkeit. Shiels Erzählungen wurden von so unterschiedlichen Autoren wie Dashiell Hammett, H. G. Wells, Arthur Machen und sogar H.P. Lovecraft hoch gelobt. Sie sahen in ihm einen der würdigsten Nachfolger Edgar Allan Poes, aber auch von Jules Verne, Arthur Conan Doyle („The Lost World“) und Charles Baudelaire („Die Blumen des Bösen“).
Die Erzählungen, die zwischen 1895 und 1928 entstanden, werden durch eine interessante biografische Skizze „Was mich betrifft“ ergänzt. Darin erweist sich Shiel als ein gebildeter Kritiker von Menschen, die nicht selbst zu denken wagen und ihren Verstand lieber betäuben, z. B. durch schlechte Romane. Matthew Phipps Shiel – Huguenins Frau. Phantastische Erzählungen weiterlesen →
Raum und Zeit sind die Themen, die der bekannte britische SF-Autor mit großem Einfallsreichtum in diesen Erzählungen abwandelt. Die Skala reicht von romantisch-heiteren Reisen durch die Zeit bis zum erschütternden Untergang einer außerirdischen Spezies. Mit Phantasie, menschlicher Wärme, Einfühlungsvermögen und liebenswürdigem Humor werden Probleme des modernen Menschen angesichts des Unbekannten dargestellt. (aus der Verlagsinfo) John Wyndham – Die Kobaltblume. Erzählungen weiterlesen →
Ein Zauberlehrling tritt in die Dienste eines neuen Meisters ein – wir kennen die Geschichte zur Genüge. Oder doch nicht? Nein, denn hier verliebt sich der Lehrling in die rätselhafte Frau seines Meisters und muss erkennen, welches schreckliche Verbrechen an ihr begangen wurde.
Doch wie kann er die Untat beenden und die durch Magie Verwandelte befreien, wenn mit dem Tod eines Zauberers auch dessen Magie verschwindet? Muss dann nicht auch die Geliebte sterben? Diesmal muss der Zauberlehrling weit über sich hinaus wachsen.
Was wäre, wenn wir das Leben des Jesus Christus von Anfang bis Ende beobachten und nachprüfen könnten? Wäre dies das Ende der Katholischen Kirche, der Christenheit?
Zwei namhafte Science-Fiction-Schriftsteller haben sich – nach Bob Shaw 1966 – wieder einmal des Themas „Beobachtung der Vergangenheit ohne Zeitreise“ angenommen. Ihr Roman ist gespickt mit netten Ideen, erreicht aber in der Qualität der Handlung nur Mittelmaß.
Die Autoren
Sir Arthur C. Clarke, geboren 1917 in England, lebt seit den fünfziger Jahren in Sri Lanka. Seine besten und bekanntesten Werke sind „Die letzte Generation “ (Childhood’s End) und „2001 – Odyssee im Weltraum“. Ebenfalls empfehlenswert ist der Startband des RAMA-Zyklus: „Rendezvous mit 31/149“ (Rendezvous with Rama), von dem Morgan Freemans Filmproduktionsfirma seit Jahren eine Verfilmung vorbereitet. Übrigens erfand der Ingenieur Clarke schon 1947 das Konzept eines künstlichen Satelliten.
Dies ist die Fortsetzung von Silverbergs Roman „Am Ende des Winters“, in dem die Erde in ferner Zukunft durch kosmische Ereignisse wieder in Schnee und Eis versinkt. Nur wenigen Wesen gelingt die erfolgreiche Überwinterung für 700.000 Jahre… Die Grundidee erinnert stark an Brian W. Aldiss preisgekrönte „Helliconia“-Trilogie. Robert Silverberg – Der neue Frühling (Nach der Dunkelheit 2) weiterlesen →
Kriegsheld, Jetsetter, Gourmet – Godwin Harpinshield ist all dies und noch mehr. Sein Leben ist ein Spiel, das unter den Schönen und Reichen gespielt wird, deren Leben sie über die Natur- und andere Gesetze stellt. Durch einen einfachen Pakt gehen alle von Godwins Wünschen in Erfüllung. Er fragt sich nie nach seinen geheimnisvollen Gönnern. Und zahlt nie die Rechnung.
Auf einmal wird das Spiel unangenehm und der Einsatz wird erhöht; aus dem Spiel wird Wirklichkeit. Sein Einsatz sind: seine Zukunft, sein Verstand und – möglicherweise – seine Seele. Alles, was Godwin nun herausfinden will, sind die neuen Regeln. Und vor allem: Wer sind die anderen Spieler? John Brunner – Das Menschenspiel weiterlesen →
Helliconia lässt grüßen: Planeten-SF mit langem Atem
Nach seinen erfolgreichen Lord-Valentine-Romanen wandte sich Robert Silverberg wieder mehr den großen epischen und mythischen Stoffen zu, so etwa dem ersten Helden der Weltliteratur, Gilgamesch, schweifte aber auch in fernste Zukunft, wie hier. „Am Ende des Winters“ überspannt ebenso überdimensionale Zeiträume und schildert epische Geschehnisse am Ende einer sehr, sehr langen Eiszeit. Und wie der Dichter sagt: Auch über diesem Anfang liegt ein Zauber. Robert Silverberg – Am Ende des Winters (Nach der Dunkelheit 1) weiterlesen →
Geist ist geil! Seit 2002 – Ständig neue Rezensionen, Bücher, Lese- und Hörtipps