Clare Leslie Hall – Wie Risse in der Erde

Worum geht’s?

„Wie Risse in der Erde“ ist ein tief emotionaler Roman über die Macht der Vergangenheit und darüber, wie sehr frühe Entscheidungen ein ganzes Leben prägen können. Im Zentrum steht eine Frau, deren erste große Liebe, ein schmerzhafter Verlust und unausgesprochene Wahrheiten auch Jahre später noch nachwirken. Das Buch erzählt von Liebe und Trauer, von Schuld und Verantwortung – und von der Frage, ob man Vergangenes jemals wirklich hinter sich lassen kann.


Inhalt

Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen erzählt und verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf eindringliche Weise. In der Rückschau erlebt man eine intensive Jugendliebe, voller Nähe, Hoffnung und großer Gefühle. Diese Zeit endet jedoch abrupt und hinterlässt Brüche, die lange nicht heilen.

In der Gegenwart lebt die Protagonistin Beth ein scheinbar ruhiges und gefestigtes Leben. Doch dieses fragile Gleichgewicht gerät ins Wanken, als eine Person aus ihrer Jugend plötzlich wieder auftaucht. Alte Erinnerungen und verdrängte Emotionen brechen auf, und auch ein schwerer persönlicher Verlust rückt erneut ins Zentrum ihres Denkens.

Im Verlauf der Handlung verdichtet sich die Geschichte zunehmend. Was zunächst ruhig und atmosphärisch beginnt, entwickelt sich zu einem spannenden, teilweise beklemmenden Geschehen, bei dem deutlich wird, dass jede Entscheidung Konsequenzen hat – für einen selbst ebenso wie für andere.

Mein Eindruck

Mich hat das Buch von Anfang an sehr in seinen Bann gezogen und es gelang mir kaum, es aus den Händen zu legen. Besonders begeistert haben mich die verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven, die der Geschichte viel Tiefe verleihen. Nach und nach setzt sich ein Gesamtbild zusammen, und man versteht immer besser, warum die Figuren handeln, wie sie handeln.

Beim Lesen habe ich intensiv mitgefiebert, weil die emotionale Spannung ständig präsent ist. Die Autorin schafft es, Gefühle wie Liebe, Verlust, Sehnsucht, Schuld und innere Zerrissenheit sehr greifbar zu machen. Viele Szenen haben mich wirklich berührt und zum Nachdenken gebracht.

Gerade die emotionale Dichte hat das Buch für mich so besonders gemacht: Es ist nicht nur die Handlung, die trägt, sondern vor allem das, was zwischen den Zeilen passiert. Die Figuren wirken menschlich, verletzlich und glaubwürdig, was das Lesen sehr eindringlich macht.

Über die Autorin 

Clare Leslie Hall verbrachte die erste Hälfte ihrer Karriere als Journalistin bei nationalen Zeitungen, bevor sie in Großbritannien und Deutschland unter dem Namen Clare Empson zwei Romane veröffentlichte: „HIM“ und „MINE“. Die Romane werden nun unter dem Namen Clare Leslie Hall neu veröffentlicht, als „Pictures of Him“ und „Days You Were Mine“.

Ihre Lieblingsromane – „The Great Gatsby“, „The Secret History“, „Moon Tiger“ und „The Go-Between“ – dienten als Vorlage für die Art von Büchern, die Clare gerne liest und nun schreibt. Ihre drei Romane verbinden alle leidenschaftliche Liebesgeschichten mit Elementen von Geheimnissen und Spannung.

Clare ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Dorset in einem alten Bauernhaus, umgeben von Feldern, die die Kulisse für „Broken Country“ inspirierten.

Der Roman „Broken Country“ von Clare Leslie Hall wird am 4. März von Simon & Schuster in den USA und John Murray im Vereinigten Königreich veröffentlicht. Er wird außerdem in 29 Sprachen weltweit übersetzt, und eine Verfilmung des Romans ist in Zusammenarbeit mit Sony 3000 und Hello Sunshine in der Entwicklung. (Verlagsinfo)

Fazit

„Wie Risse in der Erde“ ist ein bewegender, emotional intensiver und sehr mitfiebernder Roman, der lange nachwirkt. Die geschickte Erzählstruktur mit mehreren Zeitebenen, die starken Emotionen und die psychologische Tiefe haben mich vollkommen überzeugt. Für alle, die gerne tiefgründige Geschichten über Liebe, Verlust und die Spuren der Vergangenheit lesen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

Gebunden: 400 Seiten
Originaltitel: Broken Country
Ins Deutsche übersetzt von Klaus Timmermann und Ulrike Wasel
ISBN: ‎ 978-3492073349

www.piper.de

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