Jetzt guck sich einer mal dieses Bild an … wie hübsch ist dieses Motiv? Was für eine wunderschöne Bildkomposition auf Basis der tatsächlich existierenden Bow Bridge, die das meist fotografierte Motiv im Central Park von New York ist. Kein Wunder, dass dieses Bild ausgewählt wurde, um in den US Jigsaw Nationals in diesem Jahr die finale Herausforderung in der Einzelkategorie zu sein. Alice Rowe hat es übrigens als Schnellste in nur etwas über 37 Minuten zusammengesetzt.
Prominent und imposant zugleich sehen wir die Brücke aus einer Perspektive, die sich versetzt links unterhalb der Brücke befindet und mutmaßlich steht der Betrachter dabei im See, über den sie führt.
Im Hintergrund sehen wir den bekannten Apartmentkomplex The San Remo mit seinen markanten Türmen. Wir sehen Bäume im Herbstlaub, aber auch große Schalen mit strahlend blühenden Rosen. Am Himmel fliegen einige Vögel und im Wasser vor uns schwimmen Schwäne und Enten.
Das Bild strahlt gleichzeitig viel Leben, aber auch Ruhe aus. Vor allem, weil keine Menschen zu sehen sind, die diesen Moment stören könnten. Ich finds super schön, obwohl es digital bearbeitet und nicht gemalt wurde. Dominic Davison hat einfach ein Händchen dafür. Die meisten seiner Motive, die ich gepuzzelt habe, wirklich echt und natürlich und nicht wie schnell digital zusammenkopiert. Wenns am Ende sogar noch wie ein Gemälde aussieht, mag ichs umso lieber.
Das Puzzeln:
Ach so, und nicht zu vergessen: Es ist rund! Die CIRCLE-OF-COLORS-Puzzles von Ravensburger erfreuen sich verdient hoher Beliebtheit, aber irgendwann sind zwangsläufig alle Ideen abgefrühstückt, die man mit nachvollziehbaren und halbwegs glaubwürdigen Farbverlaufmotiven schmücken kann.
Das muss ja nicht heißen, dass man das mit den Kreisen aufgeben muss. Zum Glück hats Ravensburger auch nicht gemacht, denn das Legen der gebogenen Teile macht echt viel Spaß und ist eine willkommene Abwechslung zu den (meist) rechteckigen Standard-Puzzles.
Da ich nicht zum Speedpuzzler geeignet bin und mich dabei viel zu sehr unter Druck setze, sortiere ich auch bei einem Puzzle vor, das „nur“ 500 Teile hat. Da ich das Motiv zwar wirklich schön finde, aber beim Betrachten schon leichte Anzeichen von Reizüberflutung bekomme, hab ich extra viele Teilehaufen gebildet. Helles Beige, Rot, Grün, Blau, Grau, Lila, Braun …
Bei diesem Puzzle habe ich mich zuerst an den Blumen am unteren Rand versucht, allein schon, weil sich die Verzierungen der Brücke schier unendlich oft wiederholen. Dass die Teile alle unterschiedlich groß und gebogen waren, hat es nur wenig einfacher gemacht für mich. Aber, einfach wollte ich ja auch nicht.
Ausstattung und Qualität des Puzzles:
Der Karton und der Teilebeutel:
Nach einem breiten Rand gibts das Bild, das es zu puzzeln gilt, vorn auf dem Karton zu sehen. Dafür verdecken aber auch die Logos das Motiv nicht.
Grafisch gesehen ist der Rand sicher eine schöne Idee, sorgt aber dafür, dass das Bild kleiner als nötig wird und somit als Vorlage ein wenig schlechter zu benutzen ist. Ich bin bekennender Kartonbildgucker und schaue da häufig drauf, freue mich also, wenn die Bilder möglichst groß zu sehen sind.
Auf der Unterseite des Bodens gibts Infos in verschiedenen Sprachen zur Umweltverträglichkeit, zu der sich Ravensburger verpflichtet hat
Verschlossen ist der Karton durch vier runde, durchsichtige Aufkleber, die jeweils in der Mitte der Seiten beide Teile miteinander verbinden. Sehr gefallen hat mir, dass sich die Aufkleber nach dem Aufschlitzen rückstandslos entfernen lassen, ohne dass dabei der Karton beschädigt wird. Das war früher leider anders.
Die Puzzleteile selbst kommen in einem durch acht kleine Löcher perforierten Plastikbeutel.
Gibts ein Poster als Vorlage?
Oh ja, und das tröstet auf jeden Fall darüber hinweg, dass das Motiv so klein auf dem Deckel ist. Das Poster zeigt das Bild der Brücke in Originalgröße. Wobei, wenn wir genau drauf achten, dann ist das Bild auf dem Karton und dem Poster einige Millimeter größer und zeigt etwas mehr von der Bildkomposition als es die zusammengesetzten Teile am Ende tun.
Wie ist die Qualität der Teile und der Stanzung?
Die Teile haben eine gute Stärke, sind fest und können so gut vom Tisch aufgenommen werden. Auch sind sie nicht zu klein, sodass sie auch von größeren Händen und Fingern gut gelegt werden können.
Freebie-Pärchen habe ich keine gefunden, aber auch nicht erwartet bei einem runden Puzzle. Ineinander verkeilte Teile, die nicht zusammengehören, gabs entsprechend auch keine.
Jedes Teil ist prima ausgestanzt und es gab keine Verformungen oder Beschädigungen an den Teilen in Form von Macken oder verbogenen Nasen. Auch habe ich keine Fetzen in den Aussparungen gefunden, alles wirklich super sauber gestanzt.
Matt oder glänzend? Sind die Farben auf dem Karton und den Teilen gleich?
Die Oberfläche der Teile ist fein geriffelt, sodass das Licht gut gebrochen wird. So glänzen sie nicht so stark.
Die Farben des Aufdrucks auf den Teilen entsprechen denen des Karton-Motivs. Auch bei der Helligkeit, die manchmal nicht gleich ist, konnte ich auf den ersten Blick keinen Unterschied erkennen.
Wie siehts mit Puzzlestaub aus?
Von dem gabs einen stattlichen Haufen. Aber, erfahrene Puzzler haben immer einen Staubsauger zur Hand, wenn ein neues Puzzle aufgemacht wird und so war der Teil mit dem Staub auch schnell erledigt. An den Teilen selbst war dann nur noch ganz selten und ganz wenig etwas zu finden und im Karton aufgrund des perforierten Beutels auch.
Der Künstler:
Dominic Davison wurde 1972 in London geboren und lebt heute in Buckinghamshire, Großbritannien, wo er sich für seine idyllischen und romantischen Szenen inspirieren lässt. Er kreiert seit vielen Jahren Kunst und hat sich in dieser Zeit eine treue Fangemeinde aufgebaut, die sich mittlerweile über die ganze Welt erstreckt. Bevor er zu MGL kam, arbeitete er als freiberuflicher Künstler und veröffentlichte seine Arbeiten in Magazinen wie „3D Artist“ und „Advanced Photoshop“. Dazu gehören Tutorials und doppelseitige Galerien. Er schreibt außerdem regelmäßig eine Kolumne für „3D Artist“. Seine Einflüsse sind vielfältig und umfassen Landschaftsmeister wie Barend, Cornelis, Koekkoek, Ruisdael und Constable. Zu den zeitgenössischen Künstlern, die ihn inspirierten, gehören Keith Melling, Charles H. White und Terry Redlin. Zu seinen Hobbys zählen Kino, Videospiele, Kunstgalerien und Musik machen. (Quelle: dominicdavison.com)
Mein Fazit:
Dominic Davison verleiht der Brücke und der eingefangenen Szene mehr romantischen Charme, als die Wirklichkeit bieten kann, auch wenn man erkennt, dass alles digital zusammengesetzt wurde. Und selbst der Hintergrund bietet noch Sehenswertes.
Mir hat das Puzzeln genauso viel Spaß gemacht wie ich das Motiv schön finde.
Die hochwertige Qualität der Stanzung und der Teile erwähne ich nur der Vollständigkeit halber, denn die ist bei Ravensburger nicht nur top, sondern Standard.
Aktuell ist dieses Puzzle exklusiv bei Ravensburger erhältlich, kommt aber nach einer Schonfrist bestimmt auch wieder in die Regale anderer Anbieter.
Da Ravensburger auch Hauptsponsor der Puzzle-Weltmeisterschaft 2026 (vom 16.-20.09.) ist, wirds auch dann wieder neue und spannende und bunte Puzzles geben. Ich bin gespannt, womit sie uns und vor allem die Teilnehmer überraschen werden.
Puzzle: 500 Teile
Vom Verlag empfohlen ab 14 Jahren
Maße (gelegt): ca. 52 cm im Durchmesser
Artikel-Nr. 12001948
Original-Titel: Bow Bridge Beauty
1. Auflage, August 2026
www.ravensburger.de
Der Autor vergibt: 



