„Heartbeats on the run“ erzählt die Geschichte von Maya, einer jungen Frau, die versucht, ihrer belastenden Vergangenheit zu entkommen und in einer neuen Stadt neu anzufangen. Zwischen Studium, neuen Freundschaften und einer sich entwickelnden Liebesgeschichte kämpft sie jedoch vor allem mit sich selbst. Der Roman setzt sich intensiv mit mentaler Gesundheit auseinander und zeigt, wie schmal der Grat zwischen Bewältigung und Selbstzerstörung sein kann.
Inhalt
Maya trägt tiefe emotionale Verletzungen aus ihrer Familie mit sich, die sie nie wirklich verarbeitet hat. Um ihre innere Unruhe, Angst und den Druck unter Kontrolle zu bringen, flüchtet sie sich in exzessiven Sport. Was zunächst wie ein gesunder Ausgleich wirkt, entwickelt sich schleichend zu einer Sportsucht, die ihr gesamtes Leben bestimmt.
Während sie versucht, nach außen stark zu wirken, entfernt sie sich immer mehr von ihrem sozialen Umfeld. Gleichzeitig wächst eine romantische Beziehung, die ihr Halt geben könnte, sie aber auch zwingt, sich ihren inneren Konflikten zu stellen. Maja steht schließlich vor der entscheidenden Frage, ob sie weiter vor ihren Problemen davonläuft oder den Mut findet, sich ihnen zu stellen und Hilfe anzunehmen.
Mein Eindruck
Mir hat das Buch extrem gut gefallen. Es war von Anfang an sehr intensiv zu lesen und hat mich emotional stark mitgenommen. Die Geschichte ist mitreißend, ehrlich und fühlt sich in vielen Momenten erschreckend real an.
Besonders Maya als Protagonistin hat mich überzeugt. Sie ist keine perfekte Figur, sondern widersprüchlich, verletzlich und authentisch. Gerade ihre inneren Kämpfe, ihre Gedankengänge und ihre Selbstzweifel waren sehr greifbar dargestellt. Ich konnte ihre Entscheidungen – auch die schwierigen – gut nachvollziehen und habe stark mit ihr mitgefühlt.
Der Umgang mit dem Thema Sportsucht ist sensibel und realistisch umgesetzt, ohne zu verharmlosen oder zu dramatisieren. Die emotionale Tiefe des Romans sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Über die Autorin und die „echte“ Protagonistin Rike
Jennifer Wiley, geboren 1988, lebt in der Nähe von Köln. Sie hat Soziale Arbeit studiert und war viele Jahre in der Beratung von Familien in schwierigen Lebenssituationen tätig, ehe sich ganz dem Schreiben tiefgehender Romance widmete. Jennifer geht gerne wandern oder entdeckt die Natur auf dem Rücken eines Pferdes. Neue Energie sammelt sie an einem kleinen Angelsee, den sie mit der Erinnerung an ihren Vater verbindet. Mal quirlig, mal verträumt – so beschreibt sich Jennifer selbst. Doch vor allem beim Seriengucken wird ihr inneres Fangirl wach und gewinnt dann die Oberhand.
Rike, Jahrgang 1995, ist Psychologin und lebt in Köln. Sie ist Mental-Health-Aktivistin, hat in ihrem eigenen Podcast @unverhuelltpodcast über Themen rund um psychische Gesundheit aufgeklärt und begleitet beruflich Menschen auf ihrem Weg. Infolge eines Entwicklungstraumas geriet Rike in eine Sportsucht, aus der sie sich durch eine Traumatherapie befreien konnte. Rike liebt auch heute noch Sport – in gesundem Maß –, das Fotografieren und Malen. Sie möchte ein Bewusstsein für den Zusammenhang von Trauma und psychischen Störungen schaffen und ihre Botschaft mit Betroffenen teilen: „Das Leben muss kein Kampf sein! Wenn es dir schlecht geht, dann hab den Mut und sei es dir wert, Hilfe in Anspruch zu nehmen.“ (Verlagsinfo)
Fazit
„Heartbeats on the run“ ist ein intensiver, emotionaler Roman, der lange nachwirkt. Er verbindet eine berührende Liebesgeschichte mit ernsten Themen wie mentaler Gesundheit, Selbstkontrolle und Heilung. Wer Geschichten mag, die unter die Haut gehen und authentische Figuren schätzt, wird dieses Buch lieben. Für mich war es ein echtes Highlight und eine klare Leseempfehlung.
E-Book: 3,8 MB
ISBN: 978-3641329563
www.penguin.de
Der Autor vergibt: 




