
Tess Gerritsen – In der Schwebe weiterlesen
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Ann Benson – Die siebte Geißel [Plague Tales 1]

Daniel Abraham – Sommer der Zwietracht (Die magischen Städte 1)
Die magischen Städte:
Band 1: „Sommer der Zwietracht“
Das Reich ist vor langer Zeit untergegangen. Heute ist das Land ein Sammelsurium von mehreren mächtigen Großstädten, die jede von einem Khai regiert werden. Doch obwohl das Land zersplittert ist, leben die Menschen seit langem in Frieden. Denn so lange jede Stadt ihren Dichter hat, sind sie unangreifbar. Die Dichter beherrschen die Andaten, mächtige Wesen, die die Städte schützen.
Otah hat die Chance, einer dieser Dichter zu werden. In seiner derzeitigen Situation erscheint ihm diese Möglichkeit allerdings wie ein ferner Traum, den er sich nicht erlauben kann. Der Schulalltag ist schier unerträglich hart und Otah hauptsächlich damit beschäftigt, die Torturen zu überstehen. Bis sich ihm eines Tages der eigentliche Zweck der Schule erschließt. Otah rebelliert …
Im Grunde ist Otah ein recht durchschnittlicher Junge. Er ist zwar von vornehmer Herkunft, aber weder besonders mutig noch besonders klug. Außergewöhnlich ist lediglich die Tatsache, dass er sich dem System verweigert. Ihm fehlt jeglicher Wille zur Macht, ja nicht einmal Reichtum bedeutet ihm etwas. Sein freundliches Wesen macht es ihm leicht, Kontakte zu knüpfen, wirklich einen Platz im Leben zu finden, fällt ihm jedoch schwer.
Seine Geliebte Liat dagegen besitzt eine gehörige Portion Ehrgeiz, zu Otahs Leidwesen nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihn. Gleichzeitig aber fühlt sie sich ihren eigenen Anforderungen nicht gewachsen, und sie ist nicht besonders krisenfest. Liat kann nicht allein sein, sie braucht ständig jemanden zum Anlehnen.
Maati ist der Lehrling des Dichters von Saraykhet, ein gutherziger Junge, der zwar die Schule und die Ausbildung beim Dai, dem Obersten der Dichter, erfolgreich durchlaufen hat, dem allerdings noch die Praxis im Umgang mit Andaten fehlt. Abgesehen davon hat er auch noch keinerlei Lebenserfahrung. Als er in Saraykhet zum ersten Mal selbstständig echte Schwierigkeiten meistern muss, reagiert er hilflos und verunsichert.
Denn sein Lehrer Heshai, im Grunde gutmütig und freundlich, scheint leider nicht nur an Maatis Ausbildung völlig desinteressiert, er ist auch selbst hoffnungslos überfordert. Geschlagen mit einem unansehnlichen Äußeren, einer trübseligen, unverwundenen Vergangenheit und einem ausgeprägten Mangel an Selbstbewusstsein, hat er sich rettungslos dem Alkohol ergeben. Nicht einmal seinen Andaten kann er mehr ordentlich im Zaum halten. Falls er das überhaupt je gekonnt hat …
Samenlos, sein Andat, ist nämlich ein ausgesprochen widerspenstiges Exemplar, das nicht nur den für Andaten typischen Drang hat, aus der Kontrolle des Dichters auszubrechen, sondern außerdem einen ganz persönlichen Hass gegen seinen Meister hegt. Um die Sache komplett zu machen, ist Samenlos auch noch äußerst intelligent und durchtrieben, und so etwas wie Skrupel scheint er nicht zu kennen.
Die Charakterzeichnung hat mir wirklich gut gefallen. Keine der Figuren ist frei von Fehlern, und keine von ihnen lässt sich in ein Schema pressen. Es gibt keinen eindeutigen Helden oder Bösewicht, keinerlei Schwarzweiß-Effekt. Der Autor hat sich nicht auf einen Protagonisten konzentriert, sondern auf eine gute Handvoll. Dadurch ist die Ausarbeitung nicht ganz so detailliert ausgefallen, trotzdem wirken alle seine Hauptcharaktere plastisch und lebendig. Sehr gelungen.
Ebenso gelungen fand ich die Idee der Andaten. Obwohl sich gelegentlich der Ausruf „Ihr Götter!“ findet, spielen Götter im herkömmlichen Sinne bisher keine Rolle. Im Vordergrund stehen die Andaten, gottähnliche, mächtige Wesen, welche die Menschen sich dienstbar gemacht haben. Eigentlich ist selbst der Begriff „Wesen“ schon nicht ganz korrekt, denn Andaten sind keine Wesenheiten, sondern Ideen. Durch die Beschwörung der Dichter wird ihnen eine Gestalt aufgezwungen, die sie in die Lage versetzt, die Realität unmittelbar zu beeinflussen. Die Andaten allerdings empfinden den Körper, in den sie gezwängt sind, als Gefängnis, ihre Bindung an den Dichter als Versklavung.
Die Dichter sind sich dieser Tatsache durchaus bewusst. Ohne die Andaten auskommen will aber niemand. Denn die Andaten sichern ihnen nicht nur militärische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Und wo besondere Vorteile sind, ist auch besonderer Neid zu finden. Dieser Neid und der Freiheitsdrang der Andaten bilden zusammen ein Pulverfass, das die Städte langfristig gesehen in ziemliche Schwierigkeiten bringen dürfte, zumal das Konkurrenzdenken auch innerhalb der Führungsebene extrem ausgeprägt ist. Kein Sohn eines Khai oder Utkhai kann seinen Vater beerben, solange er noch lebende Brüder hat!
Abgesehen von den Andaten finden sich in diesem Roman allerdings keine weiteren Fantasy-Elemente, was ich dann doch ein wenig schade fand. Die Welt als solche ist zwar nicht uninteressant, lebt aber hauptsächlich von geographischen und kulturellen Kontrasten, die größtenteils nur angedeutet sind. Das lässt den Hintergrund der Geschichte schon fast realistisch wirken. Dem Buch fehlt es an Magie.
Die Handlung steht zunächst hinter dem Entwurf von Welt und Charakteren ein wenig zurück, da der Autor die Bedrohung sehr latent angelegt hat. Alles entwickelt sich schrittweise, ohne Hast oder dramatische Paukenschläge. Der Rahmen, in dem sich die Intrige abspielt, wirkt geradezu alltäglich. Wie es sich für eine Intrige gehört, passiert alles heimlich, leise und sehr indirekt. Schließlich soll ja niemand wissen, worum es wirklich geht. So gelingt es dem Autor, das wahre Ausmaß der Ereignisse bis fast ganz zum Schluss aufzuheben.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich die Spannung dadurch stark in Grenzen hält. Nicht einmal gegen Ende zieht der Spannungsbogen an, da der Autor die Ausweitung der Bedrohung offenbar ganz auf den nächsten Band verlegt hat. So ist „Sommer der Zwietracht“ ein Buch, das hauptsächlich von seinen gelungenen Charakteren und deren Beziehungen zueinander lebt. Für dieses Mal hat das – zusammen mit dem allmählichen Aufbau der Intrige – gereicht, um nicht langweilig zu werden. Vom nächsten Band erhoffe ich mir allerdings etwas mehr Flair, ein höheres Erzähltempo und einen strafferen Spannungsbogen.
Daniel Abraham lebt mit Frau und Tochter in New Mexico. Bevor er seinen ersten Roman „Sommer der Zwietracht“ verfasste, hat er eine Vielzahl von Kurzgeschichten in Magazinen und Anthologien veröffentlicht, sowie den Kurzroman „Shadow Twin“ in Zusammenarbeit mit Gardner Dozois und George R. R. Martin. Seine Kurzgeschichte „Flat Diane“ wurde für den Nebula Award nominiert. Die Fortsetzung des Zyklus Die magischen Städte, „Winter des Verrats“, soll im März nächsten Jahres erscheinen.
Paperback 444 Seiten
Originaltitel: A Shadow in Summer (The Long Price Quartett 1)
Übersetzung: Andreas Heckmann
ISBN-13: 978-3-442-24446-1
http://www.danielabraham.com/
www.randomhouse.de/blanvalet
Der Autor vergibt: 



Schacht, Andrea – Sünde aber gebiert den Tod, Die
Teil 1: [„Der dunkle Spiegel“ 369
Teil 2: [„Das Werk der Teufelin“ 1764
_Die Geschichte:_
Köln, Weihnachten im Jahr 1376: Im Benediktinerkloster wird während der Christmesse ein Säugling gefunden. Dieser trägt ein Feuermal im Gesicht. Pater Ivo bringt das Kind zu den Beginen am Eigelstein, wo sich Almut darum kümmern soll.
Kurz darauf versuchen drei Männer in den Beginenkonvent einzubrechen; schnell wird Almut klar, dass sie es auf den Säugling abgesehen hatten. Doch wer sie beauftragte, bleibt im Dunkeln. Derweil findet sie heraus, dass eine junge Frau mit ihrem Baby im Gasthaus gewohnt und sich mit dem Prior des Klosters getroffen hat. In den Windeln des Babys findet die Begine ein Schreiben, das an einen unbekannten Helfer gerichtet ist. Wer ist dieser ominöse Helfer?
Eine kopflose Frauenleiche, die in der Kirche gefunden wird, verkompliziert die Ermittlungen, die Almut und Pater Ivo sowie ihre Freunde in Angriff nehmen. Und dann findet Pater Ivo den Kopf: Die Frau ist die Mutter des Babys und die Geliebte des Ritters, der sich seit einigen Tagen im Kloster aufhält, um – wie er sagt – seine vergangenen Sünden zu büßen. Inwieweit hat dieser Mann seine Hände im Spiel?
Brenzlig wird die Lage, als der Prior Pater Ivo im Keller des Klosters anketten und misshandeln lässt, angeblich weil er sündhaften Umgang mit den Beginen hegt. Was aber, wenn die junge Mutter beim Prior war und dieser in die mysteriöse Angelegenheit verwickelt ist? Almut nimmt die Forschungen alleine auf und bringt sich selbst mal wieder in Gefahr …
_Meine Meinung:_
Die Geschichte um Almut und Ivo geht in die dritte Runde, und ich muss gestehen, dass ich auch dieses Buch in wenigen Stunden ausgelesen hatte. Ich habe festgestellt, dass sich der Schreibstil der Autorin zwar nicht gravierend verbessert hat, allerdings sind mir die Figuren des Romans inzwischen so vertraut geworden, dass ich einfach extrem neugierig bin, wie es mit ihrem Leben weitergeht. Schaffen es Almut und Pater Ivo endlich, sich ihre Liebe einzugestehen? Hat ihre Liebe überhaupt eine Chance? Der neue Kriminalfall versackte dabei für mich fast zur Hintergrundgeschichte, wobei das natürlich genau anders herum sein sollte. Sei’s drum, mir war die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten wichtiger. Da noch kein Ende der Serie in Sicht ist, werden diese Fragen natürlich immer noch nicht beantwortet, allerdings kommen die Gefühle verbal immer deutlicher zum Ausdruck, wenn auch aus Sicht der außenstehenden Nebencharaktere.
Zum Schreibstil sei angemerkt, dass Frau Schacht solides Handwerk abliefert, allerdings nur ganz, ganz wenige Stilraffinessen zu verzeichnen sind. Sie schreibt lebendig, unterhaltsam und sehr gut verständlich. Im letzten Teil hatte sie Zitate von Sirach verwendet, jetzt bedient sie sich des Heiligen Jakobus, um spritzige Diskussionen zwischen den Liebenden zu erzeugen. Manchmal etwas zu dick aufgetragen, meistens aber amüsant. Außerdem sammelt sie neue Freunde des „Paares“. Nun ist eine Köchin namens Franziska, die später den Wirt heiratet, hinzugekommen, während aber auch mein geliebter Meister Krudener sowie die taubstumme Trine ihre Auftritte haben dürfen. Ja, an die Figuren gewöhnt man sich schnell. Und auch sonst gibt es nicht viel zu meckern: Die Kriminalgeschichte ist spannend aufgebaut, die Auflösung plausibel, die Hintergründe nachvollziehbar.
_Fazit:_ Ein solider, guter Kriminalroman, dessen größtes Plus die Charaktere sind. Allerdings sollte man die beiden Vorgängerromane (s. o.) zuerst gelesen haben!
_Die Autorin:_ Andrea Schacht wurde 1956 geboren. Sie arbeitete als Wirtschaftsingenieurin in der Industrie und als Unternehmensberaterin. Sie lebt heute als freie Autorin mit ihrem Mann in Bad Godersberg.
http://www.andrea-schacht.de
http://www.blanvalet.de
Ihre Bücher:
|Die Ringtrilogie|
Der Siegelring (2003)
Der Bernsteinring (2004)
Der Lilienring (2004)
|Die Begine-Almut-Romane|
[Der dunkle Spiegel 369 (2003)
[Das Werk der Teufelin 1764 (2004)
Die Sünde aber gebiert den Tod (2005)
Die elfte Jungfrau (August 2007)
|Weitere Romane|
Rheines Gold (2005)
Die Lauscherin im Beichtstuhl (2006)
Kreuzblume (Februar 2007)
Stephen Hunter – Die Gejagten

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Carol Berg – Tor der Verwandlung (Rai-Kirah-Saga 1)

Die Handlungsträger
Carol Berg – Tor der Verwandlung (Rai-Kirah-Saga 1) weiterlesen
Lee Child – Der Janusmann
Vor zehn Jahren hat Jack Reacher, damals noch Militärpolizist, den Landesverräter Quint erschossen, nachdem der eine Kollegin sadistisch zu Tode gemartert hatte. Nun muss Reacher erfahren, dass Quint nicht nur überlebt hat, sondern Anführer einer weltweit operierenden Bande von Waffenschmugglern geworden ist, während der einstige Polizist längst entlassen wurde und sich auf eine ruhe- und ziellose Wanderschaft durch Nordamerika begeben hat.
Reacher will Quint endgültig ausschalten. Deshalb ist er bereit, mit der Justizbeamtin Susan Duffy zusammenzuarbeiten. Vor zwei Wochen hat sie einen weiblichen Spitzel in das festungsartig gesicherte Hauptquartier des ‚Teppichhändlers‘ Beck eingeschleust, der mit Quint zusammenarbeitet. Die Agentin meldet sich nicht mehr und ist offensichtlich entdeckt worden. Duffy will sie mit Reachers Unterstützung retten. Lee Child – Der Janusmann weiterlesen
Peter May – Das rote Zeichen

Peter May – Das rote Zeichen weiterlesen
Lee Child – Sein wahres Gesicht
Jack Reacher, ehemaliger Elite-Soldat und Militär-Polizist, ist auf seiner ziellosen Reise durch die USA in Key West, Florida, gelandet. Dort verdingt sich nach Feierabend als Leibwächter in einer Oben-ohne-Bar, wo ihn Privatdetektiv Costello anspricht, der ihn im Auftrag einer „Mrs. Jacob“ aus New York finden soll. Reacher hat keine Ahnung, wer dies ist, und hält sich daher im Hintergrund, was klug ist, denn Costello hart auf den Fersen sind zwei Schläger, die dem Detektiv auflauern, ihn nach Reacher ‚befragen‘ und, als er nichts preisgeben kann, brutal umbringen.
Reachers Ermittler-Instinkte brechen wieder durch. Er reist nach New York, wo er feststellt, dass „Mrs. Jacob“ Jodie Garber ist, die Tochter seines verehrten militärischen Lehrmeisters und väterlichen Freundes General Leon Garber, der gerade einem Herzleiden erlegen ist. In den letzten Lebenswochen beschäftigte ihn der Victor Hobie, der vor fast dreißig Jahren als hoch dekorierter Helikopter-Pilot im Vietnamkrieg verschollen ist. Das Militär mauerte, und Garber wollte den Grund herausfinden. Er konnte noch in Erfahrung bringen, dass Hobie bei einem Absturz schwer verletzt und verstümmelt wurde. Er desertierte aus dem Lazarett, tötete dabei einen Kameraden und verschwand mit viel Geld, das er durch allerlei krumme Geschäfte ergaunert hatte. Ein Mustersoldat als übler Gauner: Dies war dem Militär so peinlich, dass es Hobies Akte einfach schloss. Lee Child – Sein wahres Gesicht weiterlesen
Jeff Rovin – Nachtmahl
Durch die Straßen der Weltstadt New York scheinen Raubtiere zu schleichen. So deutet die Polizei jedenfalls die Spuren, die am Schauplatz mysteriöser Verbrechen zurückbleiben: viel Blut, aber (zunächst) keine Opfer. Das eigentümliche Verhalten der örtlichen Fledermaus-Population wird zunächst nicht mit den Übeltaten in Zusammenhang gebracht. Die auch in der Stadt verblüffend zahlreichen, normalerweise scheuen Flattertiere rotten sich neuerdings zusammen und attackieren brave Bürger. Laut ruft Volkes Stimme nach der sonst gern totgesparten Wissenschaft, und Dr. Nancy Joyce, überarbeitete Zoologin am Museum für Naturgeschichte mit dem Spezialgebiet Fledermäuse, betritt die Szene.
Sie bekommt es mit den üblichen begriffsstutzigen Behörden, egoistischen Kommunalpolitikern und geilen Medien zu tun, trifft aber auch auf den einzigen Helden dieses Trauerspiels: Detective Robert Gentry von der Kriminalpolizei, der inzwischen gemerkt hat, dass einige ganz besonders scheußliche Morde der jüngsten Vergangenheit womöglich aus der Luft begangen wurden. Die schöne Forscherin und der schroffe Cop tun sich zusammen. Bald kommen sie dahinter, dass im ehemaligen Reich des Bösen – Russland – wieder einmal gewaltiger Bockmist gebaut wurde. Die allzu leichtfertige Entsorgung einer üblen Atommüll-Suppe hatte spektakuläre Auswirkungen auf die Gene einer in Kippen-Nähe hausenden Fledermaussippe. Eines der Tiere reiste im Gepäck eines etwas zu ehrgeizigen Wissenschaftlers in die USA, entkam dort und setzte Junge in die Welt, die nun zur Größe eines Kleinflugzeugs herangewachsen und sehr, sehr hungrig sind.
Die Riesenviecher zieht es in die U-Bahnschächte von New York, wo es schön warm und Beute immer greifbar ist. Per Ultraschall herrschen sie über ihre kleinen Vettern, die ihnen quasi als Palastwache dienen. Während links und rechts tapfere Polizisten, Soldaten, Kanalarbeiter u. a. Pechvögel in Stücke gerissen werden, dringen Nancy und Robert zu den Monstern vor und bringen ihnen herbe Verluste bei. Aber radioaktive Riesen-Fledermäuse – das lehrt uns dieses Buch – sind schlau und ziemlich rachsüchtig. Nunmehr jagt die gruselige Horde Nancy kreuz und quer durch New York, bis es unter der Freiheitsstatue zum großen Finale kommt …
Hirn aus, Chips her!
Alle Jahre wieder kommen sie über uns – die geknechteten, verfolgten, vergifteten Kreaturen, mit denen wir Menschen mehr schlecht als recht diesen Planeten teilen. Gier und Dummheit lassen jede nur mögliche Lebensform zu blutrünstigen Ungeheuern mutieren, die den Spieß umdrehen und nun ihre Peiniger jagen, bis sich diese endlich eine noch größere Gemeinheit ausdenken und das oder die Monster zur Hölle schicken.
Eine ganz einfache Geschichte, die immer wieder funktioniert, wenn man sie zu erzählen weiß. Jeff Rovin führt uns vor, dass dazu nicht einmal Ideen erforderlich sind. „Nachtmahl“ (Ironie beschränkt sich in diesem Werk auf den Titel – primär allerdings in der deutschen Fassung, denn „Vespers“ ist tatsächlich die Abkürzung von Vespertilionidae = Glattnasen: jene Fledermaus-Familie, die hier ihr Unwesen treibt) ist pure, knallige, atemlose Action ohne jeden Tiefgang, die mühsam maskierte Version eines Drehbuchs für Hollywoods B- und C-Movie-Mühlen und über weite Strecken ähnlich = trashig unterhaltsam.
Kein Wunder, denn Drehbücher für Kino und TV zu fabrizieren, war bisher Rovins Geschäft – angeblich, denn außerhalb des Klappentextes lässt sich beides selbst per Internet nicht verifizieren. Textet Rovin unter Pseudonym? Jedenfalls versteht Rovin sein Handwerk in dem Sinn, dass er den Tonfall der Reißbrett-Thriller, mit denen uns besonders das US-Fernsehen regelmäßig kommt, genau trifft: Horror von der Stange, gut in Szene gesetzt aber überraschungsarm, und am Ende wird alles gut – oder Fortsetzung folgt wie gehabt.
(Ohne Furcht vor) Dummheit, zur Potenz erhoben
Auch Rovin ist bekannt, dass Spannung nicht zwangsläufig aus der liebevollen Schilderung immer neuer Fledermaus-Bluttaten entsteht. Zumindest kostspielig zu realisierender Splatter überlebt den Sprung auf Leinwand oder gar Bildschirm sowieso nicht. Die Idee, den Showdown auf die Freiheitsstatue zu verlegen, ist ebenfalls nicht gerade originell, dürfte sich aber optisch gut machen.
Ansonsten hat Rovin sauber recherchiert und sich viel Wissen über Fledermäuse angeeignet, das er mehr als großzügig mit uns teilen möchte. Um des Effektes willen projiziert er so viel blühenden Blödsinn in seine flatternden Helden, dass es sogar dem zoologischen Laien auffällt; es sei dem Verfasser verziehen, denn er wiegt es durch eine flotte Schreibe auf, die von der Übersetzung bewahrt wurde (um es freundlich auszudrücken und tiefe Seufzer über den Siegeszug der Schnoddrigkeit zu unterdrücken).
Mäusefutter
Die Schöne, der Held, das Biest & sehr viel Kanonenfutter: In der Figurenzeichnung hält sich Rovin eisern an bekanntes Personal. Er bemüht sich, für Cop Robert und Dr. Nancy Biografien zu erfinden, aus denen dreidimensionale Personen entstehen sollen. Weil er sich auf die erprobte Macken verlässt – Cop verlor tragisch Partner & besten Freund und wird, da halsstarrig, von den Vorgesetzten wenig geschätzt und vom Erfolg gemieden; Forscherfrau ist tüchtig und schön, hat aber mit Männern kein Glück usw. -, hält sich sein Erfolg in denkbar engen Grenzen, doch wie hier schon so oft gesagt, dass es sich dieser Rezensent beinahe selbst glaubt, haben wir es hier mit Mainstream-Unterhaltung zu tun.
Über die weiteren Figuren muss kein Wort verloren werden. Nicht einmal ihre Namen sind wichtig. Sie müssen nur zur Stelle sein, um von den Fledermäusen gefressen zu werden, markige Durchhalteparolen zu schmettern oder Feigheit, Gleichgültigkeit und sonstige menschliche Schwächen zu demonstrieren. Ansonsten ziehen sie eine breite Blutspur, die den Weg zur Freiheitsstatue und ins Finale weist. Ob dicke Fledermäuse die dürre Story über mehr als 400 Seiten dorthin tragen konnten, muss der Leser entscheiden.
Autor
Jeff Rovin, geb. 1951 in Brooklyn, ist ein Veteran der Unterhaltungsindustrie. Schon seit den frühen 1970er schreibt er in den Bereichen Comic, Buch, Fernsehen, Kino, Games etc. Wie gewinnt man im Nintendo-Spiel?, Leben und Werk des Action-Clowns Jackie Chan, 1001 übelste Witze aus aller Welt: Rovin ‚macht‘ alles, aber nichts wirklich gut.
Literarisch gehört Rovin zu den verlässlichen, weil termingerecht arbeitenden und vermutlich nicht allzu kostenintensiven Lohnautoren, die Filme in Bücher umgießen. Auch als Sachbuch-Autor” betätigt sich Rovin und bastelt aus vielen Fotos und knappen Texten Enzyklopädien berühmter Film-Monster oder Comic-Helden.
Außerdem verdingte sich Rovin als Co-Autor für den raubautzigen Rechtsausleger Tom Clancy, der im Buch vorexerzierte, was die Bush-Präsidenten in die Tat umsetzten. „OP-Center“ hieß die vielbändige Serie (für die Clancy freilich nur seinen gut bezahlten Namen hergab), die hart an der Realität dem beruhigten Leser vorführte, wie weises US-Militär mit hochpräziser Star Wars-Technik das Terroristenpack unseres Planeten in Angst und Schrecken versetzt.
Taschenbuch: 412 Seiten
Originaltitel: Vespers (New York : St. Martin’s Press 1998)
Übersetzung: Caspar Holz
http://www.randomhouse.de/blanvalet
Der Autor vergibt: 




R. A. Salvatore – Die zwei Schwerter (Die Rückkehr des Dunkelelf 3)

Band 2: „Kampf der Kreaturen“
Im hohen Norden der vergessenen Reiche zieht sich eine gewaltige Orkarmee zusammen. Unterstützt von den fast unverwundbaren Trollen und den gigantischen Eisriesen, versucht Orkkönig Obould die Zwerge zu vernichten und ein eigenes Reich zu gründen. Da er von der Kraft seines Gottes durchdrungen ist, scheint dieses Vorhaben zu gelingen.
Doch die Zwerge leisten erbitterten Widerstand. Tatsächlich gelingt es ihnen, ihre Heimat, die Festung Mithril-Halle, zu verteidigen. Doch dafür werden große Opfer verlangt. Und obwohl die Halle gehalten werden kann, graben sich die Orks ein und beginnen mit dem Aufbau ihres Reiches.
R. A. Salvatore – Die zwei Schwerter (Die Rückkehr des Dunkelelf 3) weiterlesen
F. Paul Wilson – Tollwütig
Milos Dragovic, Erpresser, Drogenhändler & Mörder, sorgt in New York City für Terror. Das Gesetz ist wie üblich machtlos und kann dem „schlüpfrigen Serben“ seine zahllosen Untaten nicht nachweisen, zu denen sich aktuell die Nötigung der Pharmafirma GEM addiert. Dr. Luc Monnet hat finanzielle Not verlockt, sich mit Dragovic einzulassen, der nun das Sagen in der Chefetage hat.
Gelockt hatte Monnet Dragovic mit einer neuen Designerdroge, die sich unter den Reichen und Schönen der Stadt außerordentlicher Beliebtheit erfreut und folglich famose Gewinne garantiert. Es gibt allerdings ein Problem: Monnet stellt die Droge nicht wirklich her; er verarbeitet einen wahrlich unmenschlichen Lebenssaft, den ein gruseliges Fabelwesen spendet, das in einem heruntergekommenen Wanderzirkus sein Dasein fristet. Aber die Quelle droht zu versiegen, denn das Untier liegt im Sterben. Diese Neuigkeit dürfte bei Dragovic nicht auf Verständnis stoßen. In seiner Not heuert Monnet daher seine geniale Studentin (und Ex-Geliebte) Nadia Radzminsky an, der gelingen soll, woran die GEM-Forscher bisher scheiterten: die künstliche Herstellung der Droge! F. Paul Wilson – Tollwütig weiterlesen
Jeffery Deaver – Das Teufelsspiel (Lincoln Rhyme/Amelia Sachs 6)

Jeffery Deaver – Das Teufelsspiel (Lincoln Rhyme/Amelia Sachs 6) weiterlesen
Lee Child – Zeit der Rache
In New York nimmt ein Einsatzkommando des FBI den ehemaligen Militärpolizisten Jack Reacher fest. Ihm wird Serienmord vorgeworfen. Man fand zwei Frauen tot in ihren Badewannen, die bis zum Rand mit Armee-Tarnfarbe gefüllt waren. Die Ermittler fanden keinerlei Spuren aber zwei Gemeinsamkeiten: Beide Opfer waren Ex-Soldatinnen und hatten vor Jahren Anklage wegen sexueller Belästigung gegen Vorgesetzte eingereicht, deren Karrieren dadurch zerstört wurden. Die Untersuchung leitete in beiden Fällen Reacher!
Seine Unschuld stellt sich heraus, als ein neuer Mord nach bekanntem Muster erfolgt aber Reachers Alibi wasserdicht ist. Trotzdem muss er dem FBI helfen, da die Armee es ablehnt, mit Zivilisten zusammenzuarbeiten, Direktor Black schreckt nicht davor zurück, Reacher offen zu erpressen. Wohl oder übel beugt sich Reacher, aber als er sogleich das aufwändige Täterprofil der FBI-Spezialisten verwirft und die Zahl der potenziellen Opfer im Widerspruch zu diesen erheblich eingrenzt, wird ihm kein Glauben geschenkt. Lee Child – Zeit der Rache weiterlesen
Steven Erikson – Das Spiel der Götter (Gesamtzyklus)
In den letzten Jahren – vorangetrieben durch „Harry Potter“ und die Verfilmung des Buches „Der Herr der Ring“ – gab es einen regelrechten Aufschwung im Bereich der Fantasyliteratur. Dabei werden nicht nur alte Romane neu aufgelegt, denn glücklicherweise sind im literarischen Raum die Praktiken noch nicht so weit gediehen wie im Bereich der Filmwirtschaft; so gibt also noch Innovationen und gelegentliche Neuerungen im Genre.
Wobei sich der wahre Freund der Fantasy gewiss nicht dagegen wehren sollte, einer Reprise altbekannter Themen gegenüber zu treten, denn Elfen und Zwerge, Magier und Trolle kennen wir alle bereits aus dem „Herrn der Ringe“ und natürlich den altertümlichen Sagen, aus welchen diese Gestalten entliehen wurde. Wir werden auch in Zukunft immer wieder auf Romane treffen, die derartige Figuren zum Leben erwecken, so sollte man zumindest hoffen. Denn auch wenn die behandelten und verwendeten Elemente nicht neu sind, so bieten sie schließlich eine wundervolle Kurzweil.
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Schacht, Andrea – Werk der Teufelin, Das
Mit „Das Werk der Teufelin“ liegt mir nun der zweite Teil der historischen Krimiserie der deutschen Autorin Andrea Schacht vor. Altbekannte Charaktere, allen voran die etwas vorlaute Serienheldin Almut Bossart, eine junge Begine, und der leicht mürrisch wirkende Benediktiner Pater Ivo, geben sich ein chaotisches Stelldichein im Köln des Jahres 1376. Der Auftakt der Serie, [„Der dunkle Spiegel“, 369 haute mich seinerzeit nicht vom Hocker und ich war nun gespannt, ob das neuere Werk einiges mehr zu bieten hatte.
Eingeführt in die Story werden wir dann auch gleich durch einen neuen Vertreter des Kirchenvereins, den Domherren Sigbert von Antorph, dem die Mannbarkeit durch für ihn unglückliche Umstände abgenommen wurde und der sich nun rasend vor Wut auf der Jagd nach der Übeltäterin befindet. Relativ schnell ist klar, dass dieser Herr nicht gerade ein Ausbund an Tugend und religiöser Demut ist, und Mitleid kommt daher gar nicht erst auf.
Die Bewohnerinnen des Beginenkonvent am Eigelstein in Köln sind allerdings für ihre Wohltätigkeit und ihre Hilfsbereitschaft gut bekannt, und so finden sich innerhalb weniger Tage auch drei neue Hausbewohner, die natürlich von der firmeneigenen Seherin Rigmundis in einer düsteren Vision mit Feuer und Unheil angekündigt werden: eine kleine schwarze Katze, Teufelchen getauft, die ehemalige Bademagd Johanna und das „Lämmchen“ Angelika, eine geflohene Nonne und dazu nicht einmal die hellste, wie sich schnell herausstellt. Während die Katze mit Almut noch am wenigsten Probleme hat, bringen die beiden Mädchen die Begine doch ins Grübeln, denn so wie das Lamm erst gar nicht den Mund aufbekommt und sich auch nicht nützlich in der Gemeinschaft machen möchte, bekommt sie auch aus Johanna kein Wort heraus, sobald es um deren Vergangenheit geht. Und dass beiden ein äußerst unangenehmer Schuh drückt, ist bald mehr als offensichtlich.
Pater Ivo indessen hat seine eigenen Problemchen, denn sein Novize Ewald ist verschwunden, anstatt seine ihm aufgetragene Buße zu entrichten. Und ausgerechnet dort, wo die Strafe abgebüßt werden sollte, bricht ein Feuer aus, und der Domherr Sigbert von Antorph wird von der herabstürzenden Glocke erschlagen – oder wäre er jedenfalls, wenn der blutverschmierte Dolch neben ihm nicht andeuten würde, dass er ermordet wurde. Und ärgerlicherweise flüstert der Domherrn in seinem letzten Atemzug dem Benediktiner auch noch zu, er solle die Teufelin bei den Beginen am Eigelstein suchen.
Noch ärgerlicher wird der Priester über die Tatsache, dass drei mögliche Kandidaten für die Entmannung in Frage kommen: die beiden Neuankömmlinge, Angelika – die erstens über ihre Herkunft eine saftige, nett ausgeschmückte Geschichte präsentiert, zweitens auf dem Weg zu den Beginen dem Domherrn begegnet sein könnte und drittens sowieso nur lammfromm tut -, Johanna – die als Bademagd oft genug das zweifelhafte Vergnügen hatte, den Domherrn zu Gnaden zu sein – und die schon alteingesessene Begine Thea – das Klageweib, die zu der fraglichen Zeit von einem Besuch ihrer Schwester nach Köln zurückkehrte und seitdem sehr, sehr missgelaunt durch die Gemeinschaft läuft.
Und für den Mord kommen diese drei auch in Frage, keine mehr oder weniger als die andere. Noch verzwickter wird die Sachlage, als zwischen den Resten der zerstörten Kirche noch ein halb verkohlter Leichnam gefunden wird, der sich als der Mann einer Weberin herausstellt, dessen Vater dem Domkapitel sein gesamtes Vermögen hinterlassen hatte. War er vielleicht der Mörder? Ein unbeherrschter, rachsüchtiger Bruder des Domherrn bringt den Vogt dann schließlich dazu, die Meisterin des Konvents in Haft zu nehmen, damit diese die Übeltäterin ausliefert. Almut findet sich daraufhin plötzlich in der Rolle der Chefin wider, die nun gezwungen ist, die Aufgaben der Meisterin und die Lösung des Falles zu koordinieren. Erschwerend kommt hinzu, dass sie sich offensichtlich eine Feindin unter den Beginen gemacht hat, die auch vor hinterhältigen Anschlägen nicht zurückschreckt – und natürlich kommen auch hierfür die drei äußerst verdächtigen Frauen in Frage. Wie gut, dass Almut wenigstens auf Pater Ivo, ihre Schwester Aziza, die taubstummen Trine und den Apotheker Meister Krudener vertrauen kann. Ach ja, und natürlich auf die Heilige Mutter Gottes Maria, die doch immer dafür sorgt, dass ihr loses Mundwerk nicht allzu viel Schaden anrichtet … Nun ja, fast immer!
Insgesamt ist die Story sehr turbulent; die Charaktere sind freudig begierig, der Auflösung des Rätsels holprige Steine in den Weg zu werfen und den Leser auch zwischendurch mit kleinen Plänkeleien zu beglücken, die natürlich in gewohnter Art und Weise hauptsächlich zwischen Almut und Pater Ivo stattfinden. Schade nur, dass die Weisheiten von Sirach – zitiert aus dem Buch Jesus Sirach, das ca. 132-117 v. Chr. entstand (Anm. d. Verf.) –, wohl als „running gag“ gedacht, nach einiger Zeit auf den Nerv schlagen, der Überreiztheit signalisiert. Ein bisschen weniger ist manchmal mehr.
Ist die Fortsetzung nun lesenswerter als sein Vorgänger? Diese Frage muss ich mit einem klaren Jein beantworten, denn während die erste Hälfte des Romans wie ein müdes, lustloses Bächlein dahinplätschert und die Protagonisten noch nicht wissen, wo sie eigentlich hinwollen, überschlagen sich die Ereignisse zum Ende der Story in einem fast schon zu rasanten Tempo. Ab da macht das Lesen richtig Spaß!
Die besondere Beziehung zwischen der Begine und dem Benediktiner kommt endlich langsam aber sicher ins Rollen, und Meister Krudener darf seinen etwas modrigen Humor – sehr zu meiner Freude – öfter zum Besten geben, wobei er leider ein wenig an Farbe verloren hat. Es wird deutlich, dass sich die Nebencharaktere der Zügel der Autorin wohl leicht entzogen haben, denn war der „Pitter“ – ein Straßenbube, der sich mit Botengängen und Stadtbesichtigungen für Fremde über Wasser hält – im ersten Buch eben nur ein Straßenbube, so avanciert dieser jetzt zu einem Lebensretter und Helfer im Notzustand. Nicht gerade unsympathisch, der Bursche, und von daher auch sehr gern gesehen. Die taubstumme Trine, die ihre Lehre beim Meister Krudener angetreten hat, darf nun ebenfalls öfter und dabei sehr geschickt bei der Ermittlung helfen.
Frau Schacht ist es gelungen, den handelnden Personen die benötigte Tiefe und ja, auch Ecken und Kanten zu verleihen, um für Sympathie und Antipathie beim Leser zu sorgen. Schade, dass dafür diesmal der Anfang der Geschichte leiden musste, denn für mich war es ausgesprochen mühselig, mich durch diese Passagen zu beißen. Doch immerhin legte ich das Buch mit dem Wunsch zur Seite, bald erfahren zu können, wie die Beziehungen der Dauermitspielenden weitergeht, denn der dritte Teil „Die Sünde aber gebiert den Tod“ wartet bereits auf mich und alle anderen Interessierten im Handel. Nun denn, eine Steigerung ist zu erkennen und somit gebe ich diese Serie noch nicht auf!
Jim Kelly – Tod im Moor

Jim Kelly – Tod im Moor weiterlesen
Petru Popescu – Die Vergessenen von Eden

Gary Braver – Das Elixier
1980 spürte Biochemiker Dr. Christopher Bacon im Dschungel von Papua-Neuguinea heilsamen Pilzen nach, Weil er dabei seinem einheimischen Begleiter, dem Schamanen Iwati, das Leben rettete, weihte ihn dieser in das Geheimnis der Tabukari-Pflanze ein, die dem Menschen Unsterblichkeit schenkt; er selbst sei auch schon 130 Jahre alt, eröffnete Iwati damals dem staunenden Freund.
Sechs Jahre später tüftelt Bacon immer noch an einer Version des Wundermittels, das er „Tabulon“ nennen möchte. Inzwischen werden seine Labormäuse steinalt. Bacon würde gern selbst die eigene Medizin versuchen, gäbe es nicht hässliche Nebenwirkungen gäbe: So manche Maus holt plötzlich die Zeit ein, die sie dank Tabulon betrügen konnte. Das Ende ist ebenso spektakulär wie tödlich, was Bacon klugerweise zur Zurückhaltung mahnt. Allerdings muss er erfahren, dass ihn sein alter Freund und Mitforscher Dexter Quinn, den er als einzigen ins Vertrauen zog, schnöde hinterging: Quinn hat sich heimlich Tabulon injiziert. Die Wirkung entsprach tatsächlich dem Sturz in den Jungbrunnen, bis es ihm eines Tages ergeht wie besagten Mäusen. Gary Braver – Das Elixier weiterlesen
Allan Folsom – Des Teufels Kardinal













