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Mötley Crüe & Neil Strauss – Dirt, The

Es gibt da so eine Band, die heißt |GUNS ‚N ROSES|, war zu Beginn der Neunziger ganz, ganz oben, fetzte sich dann aber derart heftig, dass man statt der sicheren Millionen den Split in Kauf nahm, woraufhin ein gewisser Axl Rose seinen ehemaligen Mitstreitern allen Frust heimzahlen wollte und es fortan unter altem Namen mit neuer Band solo versuchte. Wie’s weiter ging, ist bekannt: „Chinese Democracy“ ist nach jahrelanger Ankündigung und massiven Vorscusszahlungen noch immer nicht in den Läden, die Band aber trotzdem ständig in den Schlagzeilen. Nicht schlecht für jemanden, der seit gut einer Dekade keine neue Note mehr von sich hat hören lassen.

Doch all diese Eskapaden sind nichts im Vergleich zu einer anderen Band aus derselben Ära: |MÖTLEY CRÜE|. Vince Neill, Mick Mars, Tommy Lee und Nikki Sixx gehören wohl zweifelsohne zu den größten Skandalnudeln, mit denen das Rockbusiness sich jemals auseinander setzen musste, und haben diesen Ruf auch über mehrere Jahrzehnte tapfer verteidigt.

Welche Band hatte schon mehr prominente Groupies als das verruchte Skandalquartett? Immerhin hat sich ungefähr die halbe „Baywatch“-Belegschaft in den Betten von Lee, Sixx und Co. eingenistet. Oder die Drogen – während vergleichbar große Rock-Acts wie |AEROSMITH| nie einen großen Hehl aus ihren Problemen gemacht haben und zwischenzeitlich sogar so tief am Boden waren, dass der Tod wahrscheinlicher als das Comeback war, wurden die Experimente der |CRÜE| nie an die große Glocke gehängt. Gut, wenn man heute einen Mick Mars wie eine Mumie auf der Bühne stehen sieht, werden einem die Spuren, die die unerlaubten Substanzen hinterlassen haben, schon bewusst, aber damals war es halt nicht das große Ding.

Doch warum schreibe ich dies alles überhaupt? Nun, ganz einfach: MÖTLEY CRÜE waren schon immer eine Band, die sämtliche Rock-’n‘-Roll-Klischees bis zum Exzess ausgelebt hat und im Nachhinein auch immer verdammt stolz auf sein ‚Geleistetes‘ war. Das macht die Band nicht zum Abziehbild von |SINAL TAP| – dafür ist die Musik auch viel zu gut –, lässt aber eindeutige Parallelen zur Trash-Ikone erkennen. Und weil sich die ganzen Storys, die die Viererbande in ihrer langen Karriere gesammelt hat, ziemlich gut verkaufen lassen, haben sich |MÖTLEY CRÜE| zur Jahrtausendwende dazu entschlossen, gemeinsam an ihrer offiziellen Biografie zu arbeiten, die in den Staaten auf sofortigem Wege in die Bestsellerlisten schoss.

„The Dirt“ ist der Titek des unheilvollen Buches, in dem die Vielzahl der Eskapaden aus der Perspektive der verschiedenen Bandmitglieder dargestellt wird. Die Highlights, der rasante Aufstieg, das große Chaos, der Zwist und die abertausenden Affären – all das ist in dieser dreckigen Lektüre zu finden, und entgegen allen Befürchtungen ist dieses Buch dabei alles andere als ein langweiliger Ritt auf dem Klischeepferd. Gut, sieht man mal von den ganzen Geschichten um Alkohol und sonstige zweifelhafte Mittelchen ab. Was „The Dirt“ so unheimlich lesenswert macht, sind die verschiedenen Ansichten der einzelnen Bandmitglieder. Auf der Bühne sind sie der pure Rock ’n‘ Roll, abseits aber vier vollkommen unterschiedliche Individuen, bei denen man sich im Anschluss an diese Lektüre wundern muss, dass sie als Einheit überhaupt funktionieren können.

Besonders die Betrachtung des Mick Mars lassen mich bisweilen daran zweifeln, dass dieser Mann ein Teil dieser Band ist. Kühl und nüchtern, meist auch sehr sachlich wird seine Sicht der Dinge erzählt, und selbst im Bezug auf die zahlreichen Exzesse prahlt er nicht mit den Erfahrungen, die ihn teilweise zu einem echten Wrack haben verkommen lassen. Wirklich bewegend, und das überrascht sicherlich die meisten, sind auch die Schilderungen von Frontmann Vince Neill. Die Geschichte mit Razzle von |HANOI ROCKS|, der auf Neills Mitverschulden hin den Tod fand, wird erstmals etwas intensiver und auch persönlich abgehandelt – und dies gänzlich, ohne dass man den Eindruck bekommt, Neill würde hier eine Pflichtaufgabe erledigen, um diesen festen Bestandteil der |CRÜE|-History nicht ausklammern zu müssen. Auch die hier etwas detailreicher beschriebene Auseinandersetzung mit dem Tod von Vinces Tochter geht unter die Haut und zeigt den Sänger von einer eher ungewohnten, sehr nachdenklichen Seite.

Dem entgegen stehen mit Tommy Lee und Nikki Sixx die beiden Partykanonen der Band, die auch in ihren Schilderungen ausschließlich das darstellen wollen, was ihrem wüsten Image als absolute Rockstars gerecht wird. Während die Geschichte von Mr. Sixx noch halbwegs glaubwürdig erscheint, ist der Bericht des ehemaligen Pamela-Anderson-Lovers ziemlich flach, ganz so nach dem Motto „20 Jahre Sex, Drugs, Rock ’n‘ Roll und gar nichts anderes“. Vielleicht hätte der Mann mal ein wenig mehr von seiner Persönlichkeit preisgegeben als lediglich das zu pinseln, was die Leser eh schon wissen. Aber das macht das Buch jetzt auch nicht dringend schlechter …

Was mich ein wenig überrascht, ist die Tatsache, dass man auch dem kurzzeitig eingesprungenen Sänger John Corabi Gelegenheit gegeben hat, ein paar vernichtend ehrliche Worte zu seiner Zeit bei der Band zu verlieren. Vielleicht ist dies sogar die interessanteste Handlungsebene in der ganzen Biografie, da sie eine sehr schwierige Periode dieser Band beschreibt und dazu als einziger Beitrag völlig ohne Klischees auskommt. Selbst die wenigen Sätze, die Manager und Leute aus dem Bandumfeld loswerden durften, orientieren sich da eher am Stil der Band und treffen dabei genau das, was die Egomanen sich für diesen Part wohl gewünscht haben.

Aber warum ist „The Dirt“ jetzt so herausragend, dass man gerade sogar intensiv an einer Verfilmung arbeitet? Nun, ganz einfach: Weil so etwas noch nie dagewesen ist. Es ist tatsächlich wahr. Fast alle Bandbiografien sind lediglich ein Überblick über das Schaffen der Künstler, enthalten aber meist nichts wirklich Persönliches. „The Dirt“ ist da anders; man taucht tiefer in das Seelenleben der Musiker ein und entdeckt so an vielen Stellen Dinge, die in einer ‚herkömmlichen‘ Geschichtsaufarbeitung nicht zu lesen sind. Sicherlich, die Inhalte sind berechnend und deutlich auf ein gewisses Zielpublikum zugeschnitten. Und damit ist der Infogehalt auch auf einem gleichen Level mit dem Unterhaltungsfaktor. Aber ist es nicht genau das, was man von einer Biografie erwartet? Gerade dann, wenn die beschriebene Band zu den wohl interessantesten Phänomenen der gesamten Geschichte der Rockmusik gehört? Und in Sachen Entertainment kommt „The Dirt“ nun wirklich nicht zu kurz.

Ich legte mir das Buch bereits vor drei Jahren bei einer Stockholm-Reise in englischer Sprache zu und amüsierte mich bereits damals in der Originalvariante über die vielen schmeichelhaften Zitate. Daran hat sich bei der deutschen Fassung nichts geändert; die Übersetzung ist astrein und gibt das Flair des Ursprungsbuches authentisch wieder. Stellenweise fühlt man sich dabei selber wie ein Teil der |CRÜE| und kann vieles nachvollziehen. Und ehrlich gesagt fühlt sich dies ziemlich cool an!

Ein Wort noch zum Buchtitel; ja, das Buch ist der pure Dreck! Hier wird eine Menge schmutziger Wäsche gewaschen und dazu werden zahlreiche skandalöse Schoten neu aufgebahrt. Die Band nimmt wie auch sonst kein Blatt vor den Mund, treibt es aber dabei nicht zu weit. Oberflächlichkeit und Plattitüden liegen den Autoren des Buches fern, Ernsthaftigkeit in Kombination mit Humor und Ironie sind bei den Herren da schon gefragter. Bissig bis zur Gürtellinie, aber nur selten darunter, im Rahmen des Erlaubten, aber in jedweder Hinsicht bis ans Limit – wenn ich selber auch einmal eine solche Biografie schreiben müsste, dann soll sie mit diesem Vorzeigewerk verglichen werden.

Endlich ist das Buch nun auch hierzulande regulär als preiswerteres Paperback erhältlich, und zwar über das neue Sub-Label |Heyne Hardcore|. Abgerundet mit einigen Fotos, ergibt sich hier ein vorzügliches Beispiel einer Bandbiografie, an der sich alles Folgende wird orientieren müssen. Egal ob man diese Band jetzt mag oder nicht, „The Dirt“ sollte man gelesen haben!

http://www.heyne-hardcore.de

[NEWS] James Corey – Leviathan fällt (The Expanse 9)

Wie kämpft man gegen einen scheinbar unbesiegbaren Gegner? Das Sonnensystem wurde von der mit Alien-Technologie aufgerüsteten Raumflotte erobert, und Duarte, der alleinige Herrscher unzähliger Welten, betrachtet sich selbst als neue Stufe der Evolution. Doch noch ist die Menschheit nicht am Ende – Kapitän James Holden und die Crew der Rosinante haben bereits einen Plan … (Verlagsinfo)


Taschenbuch ‏ : ‎ 640 Seiten
Heyne

C. J. Cherryh – Cyteen: Die Wiedergeburt (Cyteen 2)

Klon-Projekt: Ari entdeckt die Wahrheit

Dies ist der zweite Band der preisgekrönten Cyteen-Trilogie. „Cyteen: The Rebirth“ ist der Mittelband einer Trilogie, die ein Cloning-Projekt beschreibt. Nachdem Ariane Emory, die Leiterin des Gentechnikunternehmens Reseune auf Cyteen ermordet wurde, wird ihr erster Klon Ari von ihren Nachfolgern aufgezogen. Keiner sagt Ari, wer oder was sie ist, und auch die Tatsache, dass ihre Klon-Mutter tot ist statt auf einer fernen Raumstation zu leben, wird verschwiegen. Die Entdeckung der Wahrheit ist jedoch nur eine Frage der Zeit. Doch wer ist der Mörder ihrer Klon-Mutter, der immer noch frei herumläuft?
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Tanith Lee – Herr der Nacht. (Die Chroniken der flachen Erde 01)

Schabernack vom Dämonenpack

„In jener Zeit, da die Erde noch keine Kugel war, sondern eine flache Ebene, unter der die Dämonen hausten und über der die Götter thronten, beherrschte Ashrarn die Unterwelt, einer der Mächtigsten der Finsternis.

Er stieg des Nachts in Gestalt eines schönen Jünglings an die Oberfläche, um den Menschen nachzustellen und mit ihnen seine grausamen Scherze zu treiben. Er verteile Lust und Grauen ganz nach Laune und brachte Unsägliches über die Bewohner der Erde, mit denen er spielte und denen er seine alptraumhaften Kreaturen auf den Hals hetzte.

Doch Ashrarn, der Herr der Nacht, wusste, dass seine Macht nur so lange währen konnte, solange es Menschen auf Erden gab. Und so war er bereit, sich für sie zu opfern, als ein Wesen sie bedrohte, das noch grausamer war als er: der Hass.“ (korrigierte Verlagsinfo)

Dieser Roman war 1978 für den World Fantasy Award nominiert.

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Clive Barker – Abarat (Abarat-Zyklus 01)

Wunderwelt Abarat: Candy segelt zur 25. Stunde

Die 16-jährige Candy Quackenbush verschlägt es durch kuriose Umstände aus ihrem heimischen, aber todlangweiligen Chickentown, Minnesota, in die aufregende Inselwelt des Abarat. Hier bedeutet ein Ort eine bestimmte Zeit des Tages. Wer also von Insel zu Insel hüpft, bewegt sich nicht nur durch Raum, sondern auch durch Zeit. Es gibt Magier und Drachen, und beide Arten sind Candy nicht wohlgesinnt, wie sie zu ihrem Leidwesen feststellen muss. Aber sie findet auch hilfreiche Freunde.

Der Autor

Clive Barker, 1952 in Liverpool geboren, ist der Autor von bislang 18 Büchern, darunter die sechs „Bücher des Blutes“. Sein erstes Buch für Kinder trägt den Titel „The Thief of Always“ (Das Haus der verschwundenen Jahre). Er ist darüber hinaus ein bekannter bildender Künstler, Filmproduzent und -regisseur („Hellraiser 1″) sowie Computerspiel-Designer.

Er lebt in Beverly Hills, Kalifornien, mit seinem Lebenspartner, dem Fotografen David Armstrong, und ihrer Tochter Nicole. Sie teilen sich das Haus mit vier Hunden, fünf Goldfischen, fünfzehn Ratten, unzähligen wilden Geckos und einem Papagei namens Malingo.

Romane

The Damnation Game (1985)

Hellraiser series:
The Hellbound Heart (1986)
The Scarlet Gospels (2015)
Hellraiser: The Toll (2018)[40][41] (story only, written by Mark Alan Miller)

Weaveworld (1987)
Cabal (1988)

Books of the Art series:
The Great and Secret Show (1989)
Everville (1994)

Imajica (1991)
The Thief of Always (1992)
Sacrament (1996)
Galilee (1998)
Coldheart Canyon (2001)
Tortured Souls (2001).

The Books of Abarat:

Abarat (2002)
Days of Magic, Nights of War (2004)
Absolute Midnight (2011)

The Infernal Parade (2004). Novelette detailing the backstories of the characters of the series of six action figures of The Infernal Parade. In 2017 it was published with title Infernal Parade.
Mister B. Gone (2007)
Mr. Maximillian Bacchus And His Travelling Circus (2009)
Chiliad: A Meditation (2014)
Deep Hill (TBA)

Das 2002 veröffentlichte Kinderbuch „Abarat“ ist in der Originalfassung reich bebildert. Davon gibt bzw. gab es 2004 eine limitierte Luxusausgabe bei |Heyne|. Inzwischen ist „Second Book of Abarat: Days of Magic, Nights of War“ erschienen. Davon soll im Oktober ebenfalls eine reich illustrierte, limitierte und nummerierte Luxusausgabe bei |Heyne| erscheinen. „Tage der Wunder, Nächte des Zorns“ enthält 500 Seiten, steckt in einem stabilen Schuber und kostet schlappe 68 Euronen.

Mehr Informationen zum Autor gibt es in der Wikipedia Diese Rezension bezieht sich auf die englische Taschenbuchausgabe (siehe unten).

Handlung

Candy Quackenbush hätte nie gedacht, dass das Leben so langweilig sein könnte, aber es wurde immer schlimmer. Das Mädchen lebt mit seiner Mutter Melissa und seinem saufenden Vater Bill in einem Wohnwagen am Rande von Chickentown, Minnesota. Die Stadt ist, wie Name schon sagt, bemerkenswert: die Hühnerfabrik. Doch Candy ist anders die anderen: klüger, aufgeweckter, neugieriger.

Als die Klassenlehrerin von ihr als Hausaufgabe verlangt, sie solle „etwas Interessantes“ über Chickentown herausfinden, kommen Dinge ins Rollen, die für Candy schicksalhaft werden sollen. Ihre Mutter Melissa schickt sie zum Hotel, in dem es ein Geisterzimmer geben soll. Und tatsächlich wird Zimmer Nr. 19, im alten Hotelflügel gelegen, niemals vermietet, sagt die Hotelbesitzerin Norma Lipnik. Hier hat Henry Murkitt, der Stadtgründer, seine letzten Tage verbracht – und ist ungesehen daraus verschwunden. Das Einzige, was er hinterließ, sind sein Sextant (ein Navigationsgerät) und sehr seltsame Flecken und Wellen auf den tapetenlosen Wänden. Echt unheimlich.

Die Klassenlehrerin ist von Candys Meisterwerk jedoch überhaupt nicht begeistert: Nichts als Unsinn im Kopf, das Kind! Und das Kind hat auch noch sein Klassenheft mit Wellen vollgemalt – das grenzt ja an Sachbeschädigung. Sie schickt Candy zum Zimmer des Rektors, doch dort kommt Candy nie an: Gezogen von einer unstillbaren Sehnsucht, stapft sie schnurstracks zur Schule hinaus, die Straßen hinunter und in die angrenzenden Wiesen. Seltsam – dort steht ein Leuchtturm, den sie nie zuvor bemerkt hatte.

In dem hohen Gras bewegt sich etwas, und wie sich herausstellt, ist es ein Besucher aus dem Abarat, jener direkt angrenzenden Parallelwelt, von der Candy bald mehr hören wird. John Mischief (= Schabernack), so nennt er sich, und auf seinem Kopf trägt er die kleinen Köpfe seiner sieben Brüder herum. Doch John warnt die junge Candy: Ihm sei ein schreckliches Ungetüm auf den Fersen, das ihn erledigen wolle.

Und tatsächlich müssen sie schnell fliehen, denn das erwähnte Ungetüm sieht sehr ungemütlich aus: ein Mittelding aus Krebs und Spinne, das über gefährlich aussehende Scheren verfügt. Es trägt den seltsamen Namen Mendelson Shape und gehorcht dem abaratischen Zauberer Christopher Carrion, dem Herrn von Mitternacht. Und Shape singt ein unheimliches Wiegenlied:

„O little one,
My little one,
Come with me,
Your life is done.
Forget the future,
Forget the past,
Life is over;
Breathe your last.“

Candy flieht die Treppe des Leuchtturms empor, doch Shape folgt ihr bis in die Spitze der Ruine, bis er sie packen kann. Im letzten Moment geben die morschen Planken des Rundgangs unter dem Gewicht nach, und beide fallen zu Boden. Mischief, der sich versteckt hatte, begrüßt Candy im Leben und stellt ihr eine schwierige Aufgabe. Sie soll mit einer türkisfarbenen Kugel eine Schale auf dem Leuchtturm treffen. Der Wurf gelingt, und ein magisches Licht verbreitet sich, das Shape in die Flucht schlägt. Mischief gibt Candy etwas sehr Seltsames: einen magischen Schlüssel, der keine Form hat, sondern sich in ihrem Unterbewusstsein einnistet. Sie darf absolut niemandem etwas von diesem Schlüssel verraten, egal was passiert.

Nun funkelt das abaratische Meer Izabella, und ein Boot wartet auf Mischief und Candy. Es bringt sie in die Inseltwelt des Abarat. Hier bedeutet ein Ort eine bestimmte Zeit des Tages. Wer also von einer der 24 Inseln zur nächsten hüpft, bewegt sich nicht nur durch Raum, sondern auch durch Zeit. Es gibt Magier (wie besagten Christopher Carrion auf der Insel Mitternacht) und Drachen, und beide Arten sind Candy nicht wohlgesinnt, wie sie zu ihrem Leidwesen feststellen muss. Aber sie findet auch hilfreiche Freunde, von denen Mischief nur einer ist.

Candys Abenteuer beginnen erst. Die Mächte von Nachtinseln und der Taginseln, die in ewigem Widerstreit liegen, versuchen sie jeweils auf ihre Seite zu ziehen, und so gerät Candys Leben in dieser Inselwelt recht bald zu einem turbulenten Abenteuer nach dem anderen.

Wie sie von ihrem Freund Samuel Klepp, dem Verleger und Redakteur der Zeitung „Klepps Almenak“, erfährt, gibt es eine geheimnisvolle fünfundzwanzigste Insel: die „25. Stunde“. Auf ihr steht ein hoher Turm namens Odom’s Spire. Als Candy am Ende des ersten Abarat-Buches hier ankommt, erlebt sie eine faustdicke Überraschung: Sie war schon einmal hier, und die drei Damen, die hier herrschen, kennen Chickentown und den verschwundenen Henry Murkitt ziemlich gut!

Mein Eindruck

Wie liest sich ein halbes Buch? Nun ja, auch nicht viel anders als ein ganzes, nur dass eben hier sämliche Illustrationen fehlen. Und das sind eine ganze Menge, wenn ich mir die englische Originalausgabe ansehe. Und doch könnte der Verdacht entstehen, dass die fehlenden Abbildungen eine Lücke hinterlassen haben könnten. Bei der Lektüre wünscht man sich in der Tat sehr häufig, dass man ein Bild von dem ungewöhnlichen Wesen hätte, das nun schon wieder beschrieben wird. Der Abarat ist voll von sehr seltsamen Wesen, und Clive Barker ist ein Autor, der bekannt dafür ist, über eine schier grenzenlose Vorstellungskraft zu verfügen.

Der Abarat

Diese ist auch wirklich notwendig, wenn ein Autor eine komplett neue Phantasiewelt erschafft. Schließlich gibt es schon so viele davon, und ein Autor sollte sich unbedingt etwas Neues einfallen lassen, um nicht als billiger Kopist zu gelten. Doch der Abarat ist eine ungewöhnliche Inseltwelt: jede Insel hat nur eine Tageszeit, nämlich eine bestimmte Stunde. Wie das geht, wenn die Sonne wandert? Nun, das dürfte wohl die falsche Frage sein, wenn man genauer darüber nachdenkt … Um sich in der Zeit zu bewegen, muss sich der Besucher von Abarat von Insel zu Insel fortbewegen. Witzig dabei ist, dass es auch eine 25. Stunde, eine Zeit außerhalb der Zeit, gibt. Was es damit auf sich hat, sollte man selbst nachlesen.

„Klepps Almenak“

Aus „Klepps Almenak“, der dem Buch als Anhang beigefügt ist, lassen sich über die 25 Inseln allerlei wissenswerte Dinge erfahren. Die Frage ist allerdings, ob sie auch stimmen, denn Klepps Interesse scheint sich keineswegs an wissenschaftlichen Kriterien zu orientieren. Er nimmt auch gerne unbestätigte Legenden und Sagen auf. Wichtig ist aber festzuhalten, dass der Abarat über seine eigene Geschichte verfügt und dass diese immer noch von widerstreitenden Kräften geformt wird.

Die Mächte des Bösen

Zu diesen Mächten gehört der schon erwähnte Herr von Mitternacht Christopher Carrion, ein wahrer Finsterling. Und wie es ihm zuwider ist, dass auf der Nachbarinsel ein Neureicher namens Rojo Pixler eine hell leuchtende Vergnügungsstadt errichtet hat. Commexo City erinnert stark an Disneyworld. Die Quelle von Pixlers Reichtum scheint in einem Allheilmittel zu liegen, das mich stark an Coca-Cola erinnert hat. Klar, dass Pixler sich auch den Rest des Inselreiches untertan machen will. Sein Vorbote ist eine Werbefigur namens Commexo Kid, was mich wiederum an Mickey Mouse erinnert. Dass Pixlers Vorhaben gelingt, darf zunächst bezweifelt werden, scheint doch Christopher Carrion über schier unbegrenzte Kräfte der Magie zu verfügen – und über eine verborgene Armee …

Candy, mehr als ein Mädchen

Je mehr Candy Quackenbush von sich reden macht, desto aufmerksamer werden diese beiden Mächtigen auf sie. Davon ahnt sie zum Glück nur wenig, denn sie bekommt immer nur die Schergen der Mächtigen zu sehen und zu spüren. Mendelson Shape war einer davon. Candy entpuppt sich als eine aufrechte Kämpferin, die sich dafür einsetzt, dass Menschen – äh, sagen wir mal: intelligente Wesen – frei leben dürfen und gerecht behandelt werden. Candy ist also ein Mädchen nach unserem Herzen. Doch damit handelt sie sich ziemlich viel Ärger ein, wie nicht anders zu erwarten.

Zusammen mit einem Sklaven namens Malingo (so heißt auch Barkers Papagei) entdeckt sie, dass sie im Abarat über Zauberkräfte verfügt. Sie kann beispielsweise einen Glyph beschwören. Das ist ein Transportmittel aus reiner Zauberkraft, das aber stabil genug ist, um Candy & Co. von A nach B zu bringen. Leider gehorcht es nicht nur ihrer Willenskraft, sondern auch der anderer, mächtigerer Piloten.

Schicksalsfäden im Hintergrund

Und wenn sie dann noch wie einst Alice ihren Grips anstrengt, stehen ihr praktisch alle Türen offen, so zum Beispiel diejenige, die in den gehemnisvollen Turm auf der 25. Stunde führt. Hier trifft sie auf die Damen, die uns im Prolog vorgestellt worden sind. Offenbar handelt es sich bei Diamanda, Mespa und Joephi so etwas wie Schicksalsgöttinnen. Nur dass sie eine mehr passive Rolle einzunehmen scheinen. Aber das kann man ja nie wissen. Ich finde es jedenfalls gut, dass es keine zentrale gute Persönlichkeit wie etwa Galadriel gibt. Leute wie die Elbenkönigin muten uns heute irgendwie völlig unrealistisch an.

Unterm Strich

„Abarat“ ist ein Füllhorn bezaubernder Einfälle, so etwa die Sache mit den 25 Inseln, mit den Glyphs und diversen Schreckgespenstern. Besonders gefielen mir die beiden Brüder Tempus Fugit und Julius Fugit. Candy ist eine Mischung aus Dorothy aus Kansas, einer angehenden Zauberin und Alice im Wunderland. John Mischief, dessen weitere Abenteuer parallel dazu erzählt werden, ist ein charmanter Tunichtgut, der sicher noch eine bedeutende Rolle in den nächsten Bänden spielen wird. (Meine Taschenbuch-Ausgabe enthält eine Vorschau auf den Folgeband „Days of Magic, Nights of War“.)

Ich würde das Buch ab einem Lesealter von 10 oder 12 Jahren empfehlen. Jüngere Leser könnten durch die unheimlichen Gestalten wie etwa Cristopher Carrion und Mendelson Shape zu sehr geängstigt werden. Aber ältere Kids dürften an den zahlreichen spannenden Episoden, wenn es für Candy ziemlich eng wird, großen Spaß haben. Sehr schön finde ich auch die zahlreichen Gedichte, die den Kapiteln und Buchteilen voranstehen. Oben habe ich bereits ein garstiges Wiegenlied zitiert. Darin verrät sich schon Barkers schräger Humor und seine Lust am „mischief“, daran, Schabernack anzurichten und Unruhe zu stiften. Die John Mischief könnte glatt ein Selbstporträt sein.

Ich warte schon ungeduldig auf die zwei Fortsetzungen, denn eine Welt wie der Abarat hält sicher noch zahlreiche Wunder und Schrecken bereit, die es zu entdecken gilt. Und vielleicht gibt es eines Tages sogar eine deutsche Taschenbuchausgabe zu zivilen Preisen.

Grundlage dieser Rezension ist:
Abarat, 2002;
HarperCollins Paperback 2004;
431 plus 26 Seiten Anhang plus eine Vorschau auf „Abarat 2: Days of Magic, Nights of War“, ISBN 0-00-651370-0

www.harpercollins.com

Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (4 Stimmen, Durchschnitt: 1,50 von 5)

Brandon Sanderson – Krieger des Feuers (Mistborn 2)

Mistborn

Band 1: „Kinder des Nebels“

Vin ist es tatsächlich gelungen, den Obersten Herrscher zu töten. Jetzt ist das Reich zerfallen und obwohl es dem idealistischen, jungen Elant Wager gelungen ist, sich zum König über Luthadel zu machen, die Skaa zu befreien und der Stadt eine Verfassung zu geben, ist seine Herrschaft alles andere als stabil. Der neu gebildete Rat ist ständig zerstritten, die Versorgung der Menschen ist nicht gesichert und dann taucht auch noch eine Armee vor den Toren der Stadt auf.

Eine weit gravierendere Folge als das politische Chaos, das der Tod des Obersten Herrschers hinterlassen hat, ist jedoch etwas ganz anderes. Etwas Schleichendes, Ungreifbares, und die einzigen, die es zu bemerken scheinen, sind Vin … und Sazed.

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[NEWS] Luis Sellano – Portugiesische Sünde (Lissabon-Krimi 8)

Der Küstenort Cascais ist nur einen Katzensprung von Lissabon entfernt. Die malerische Steilküste und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten locken Urlauber ebenso an wie Einheimische auf der Suche nach einer kleinen Auszeit. Die Polizistin Helena Gomes hat an diesem Tag jedoch keine Augen für die Schönheit des Atlantiks: Eine Frau liegt tot am Strand. Die Gerichtsmedizin schließt Fremdeinwirkung nicht aus. Und auch Helenas Freund, der kriminalistisch begabte Antiquar Henrik Falkner, wittert ein Verbrechen. Gemeinsam kommen die beiden einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das seinen Ursprung tief in den Gassen von Lissabons Hauptstadt hat … (Verlagsinfo)


Broschiert ‏ : ‎ 304 Seiten
Heyne

[NEWS] Tom Rob Smith – Kälte

Unsere Erde in naher Zukunft. Eines Tages tauchen am Himmel gewaltige Raumschiffe auf, die der Menschheit eine Botschaft übermitteln: »Ihr habt 30 Tage Zeit, um die Antarktis zu erreichen. Jeder, der es bis dahin nicht schafft, wird vernichtet.« Diejenigen, die diesen Wettlauf gegen die Zeit gewonnen haben, erwartet ein hartes Schicksal in der eisigen Kälte. Doch einige Wissenschaftler in der McMurdo-Station fassen einen Plan: Sie wollen menschliche und tierische DNA vermischen, um eine neue Art von Mensch zu erschaffen, der in der brutalen Umgebung überleben kann. Mit fatalen Folgen für das, was von der Menschheit noch übrig geblieben ist … (Verlagsinfo)


Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 464 Seiten
Heyne

[NEWS] Ines Anioli – Motten im Bauch

Toxische Beziehungen haben immer nur andere? Aber was, wenn man plötzlich doch selbst betroffen ist? Wenn sich die Schmetterlinge im Bauch als Motten entpuppen und die schönen ersten Wochen nichts weiter sind, als eine Erinnerung, an die man sich klammert? Wenn der Traumtyp zum Arschloch mutiert, der aufregende Sex zur Angsterfahrung, die schmeichelhafte Eifersucht zur Besessenheit und Manipulation. (Verlagsinfo)


Broschiert ‏ : ‎ 256 Seiten
Heyne

Clive Barker – Jenseits des Bösen. Horroroman

Gruselig, aber beliebig: für jeden Geschmack etwas

Ein diebischer Postbote stößt auf einen Geheimbund, der offenbar schon ganz Amerika unterwandert hat. Von Natur aus neugierig, will er mehr darüber herausfinden. Er bekommt mehr, als er erwartet hat…

Der Autor

Clive Barker, 1952 in Liverpool geboren, ist der Autor von bislang 18 Büchern, darunter die sechs „Bücher des Blutes“. Sein erstes Buch für Kinder trägt den Titel „The Thief of Always“ (Das Haus der verschwundenen Jahre). Er ist darüber hinaus ein bekannter bildender Künstler, Filmproduzent und -regisseur („Hellraiser 1“) sowie Computerspiel-Designer. Er lebt in Beverly Hills, Kalifornien, mit seinem Lebenspartner, dem Fotografen David Armstrong, und ihrer Tochter Nicole.
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Philip K. Dick – Das Orakel vom Berge (The Man in the High Castle)

Fälschung oder Wirklichkeit: die Lehre der Parallelwelt

Was wäre, wenn Deutschland und Japan den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die USA unter sich aufgeteilt hätten? Und wenn es einen Roman gäbe, der eine Welt beschriebe, in der die Achsenmächte den Krieg verloren hätten? – Mit dieser Neuausgabe liegt der SF-Klassiker erstmals in ungekürzter Neuübersetzung vor. Außerdem stößt der Dick-Fan auf zwei Kapitel einer 1974 geschriebenen Fortsetzung, die man im Nachlass des Autors fand.

Der Autor
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Terry Pratchett – Das Erbe des Zauberers. Ein Scheibenwelt-Roman

Terry Pratchett, geboren 1948, und seine Frau Lynda haben mit dem Scheibenwelt-Zyklus einen phänomenalen Erfolg gehabt, der dazu führte, dass bereits 1996 mindestens ein Prozent aller im Vereinigten Königreich verkauften Bücher von ihnen stammten! Inzwischen gibt es nach zahlreichen Romanen auch PC-Spiele sowie Comics, die auf der Discworld basieren.

„Equal Rites“ ist Pratchetts dritter Scheibenwelt-Roman, insgesamt sein sechster nach „Die Teppichvölker“ (1971/1992), „Die dunkle Seite der Sonne“ und „Strata“ (1981).

Dies ist die Geschichte der Scheibenwelt, die von einer riesigen Schildkröte durchs Universum getragen wird. Ein alter Magier fühlt das Ende nahen und übergibt seinen machtvollen Zauberstab dem ungeborenen achten Sohn eines achten Sohnes (Acht ist die Glückszahl auf der Scheibenwelt). Doch als das Kind das Licht der Welt erblickt, stellt man erschrocken fest, dass es ein Mädchen ist – und Mädchen dürfen die Zauberkunst nicht ausüben.

Als die magischen Talente der kleinen Eskarina bedrohliche Ausmaße annehmen, reist die resolute Dorfhexe mit ihr zur Unsichtbaren Universität, um der Kleinen mit allen Mitteln einen Studienplatz zu verschaffen und sie zur ersten staatlich geprüften Zauberin der Scheibenwelt zu machen.

Als sie sich mit dem Erzmagier und seinem ebenso genialen wie pickligen Zauberlehrling zusammentut, ahnt keiner, dass die Kräfte der jungen Leute eine hochbrisante Mischung ergeben, die die Scheibenwelt zum Einsturz bringen könnte.

Granny Wetterwachs, die resolute Hexe mit dem eisernen Willen, fürchtet nichts – nicht einmal die Aufnahmestelle der Unsichtbaren Universität. Hier bekämpft und überwindet sie die geschlechtsspezifischen Vorurteile ihrer männlichen, organisierten Zunftkollegen. Granny ist unwiderstehlich, auch für den Leser!

_Michael Matzer_ © 2000ff

Pat Cadigan – Alien³ Der Roman nach dem Drehbuch von William Gibson

Mit knapper Not sind Ripley, Newt, der Androide Bishop und der schwer verletzte Corporal Hicks den Xenomorphen entkommen. Auf dem Rückweg vom Planeten LV-426 docken sie mit der Sulaco an der Raumstation Anchorpoint an, in Sicherheit sind sie deshalb aber noch lange nicht. Kaum haben die Marines die Sulaco betreten, um sie zu inspizieren, werden sie angegriffen. In höchster Bedrängnis können sich die Soldaten mit den Neuankömmlingen nach Anchorpoint zurückziehen. Doch dann kommen Gerüchte über eigenartige Experimente auf, die auf der Raumstation durchgeführt werden. Experimente, die ein Geschöpf hervorbringen könnten, das schrecklicher ist als alles, dem sich Ripley, Newt, Bishop und Hicks je entgegenstellen mussten …

Jetzt schon ein einzigartiges Werk der Science-Fiction – Hugo-Award-Preisträgerin Pat Cadigan hat aus dem nie verfilmten Drehbuch von William Gibson einen bis zur letzten Zeile fesselnden Roman gemacht.
(Verlagsinfo)

Wir erinnern uns:
Ein Facehugger verursacht einen Brand im Raumschiff Sulaco, wodurch die kälteschlafenden Passagiere in einer Rettungskapsel ausgestoßen werden und auf einem Strafplaneten notlanden. Corporal Hicks stirbt bei dieser Notlandung ebenso wie das Mädchen Newt, die in ihrer Kälteschlafkammer ertrinkt. Ripley überlebt als einzige – und natürlich der Facehugger, der seinerseits rasch ein Opfer in dem Rottweiler der Strafkolonie findet. Nun nimmt alles seinen Gang: Ripley wird von dem Alien verschont, da sie den Parasiten einer Königin trägt. Und in letzter Minute gelingt es ihr, dem Zugriff der gößenwahnsinnigen Firma Weyland-Yutani durch Tod zu entkommen.

Neu im Vergleich zu den beiden Vorgängern war hier die Erkenntnis, dass die Aliens auch Hunde befallen können, ihre Königin langsamer heran wächst und Weyland-Yutani immer noch nicht genug hat. Ansonsten ist der Film im Grunde nur ein Platzhalter zwischen Teil zwei und vier, und im krassen Gegensatz dazu siehtdas Drehbuch von William Gibson radikaleVeränderungen auf Seiten der Xenomorphen vor. Dies kann man nun in Pat Cadigans Roman nachlesen.

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Stephen King – Die Augen des Drachen. Fantasy-Roman

Einfallsreiches Märchen

König Roland von Delain wird ermordet, und man bezichtigt Peter, seinen Sohn und Erben, der Tat. Hinter dem Ränkespiel steckt der mächtige Hofzauberer Flagg. Der Kampf um den Thron beginnt … ‚Der Zauber von Stephen King ist überaus verführerisch – unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.‘ The Washington Post.(Verlagsinfo)

King schrieb den Roman ursprünglich für seine Tochter Naomi King und den Sohn von Peter Straub. Er veröffentlichte ihn erstmals im Jahre 1983 durch den Verlag Philtrum Press in einer limitierten Auflage von 1250 Stück. Erst 1987 veröffentlichte der Viking-Verlag den Roman nach Erwerb der Rechte. Es gibt zwei deutsche Übersetzungen – siehe unten!

Der Autor
Stephen King – Die Augen des Drachen. Fantasy-Roman weiterlesen

[NEWS] Jennifer L. Armentrout – War and Queens (Liebe kennt keine Grenzen 4)

Nachdem die Blutkönigin Casteel in ihre Gewalt gebracht hat, erklärt Poppy ihr den Krieg. Sie ist fest entschlossen, ihre große Liebe zu retten und die Aufgestiegenen daran zu hindern, Atlantia und Solis einzunehmen. Doch der Kampf gegen die Aufgestiegenen ist erst der Beginn: In den Schatten sind uralte Mächte erwacht, die die Schrecken längst vergangener Zeiten mit sich bringen. Nun ist die Stunde gekommen, in der Poppy ihr Schicksal annehmen und die Prophezeiung erfüllen muss … (Verlagsinfo)


Broschiert ‏ : ‎ 880 Seiten
Heyne

[NEWS] Michaela Kastel – Unsterblich

Einsam und versteckt lebt die Tierpräparatorin Sonja im Wald. Ihre Kundschaft ist dubios, viele Aufträge sind finster und illegal. Als sie einem jungen Mann begegnet und Gefühle für ihn entwickelt, versucht sie, aus ihrem Außenseiterleben auszubrechen. Doch dafür muss sie einen letzten Auftrag annehmen, der dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit wieder hochspült und tödlich endet … (Verlagsinfo)


Broschiert ‏ : ‎ 368 Seiten
Heyne

Andreas Eschbach – Quest. SF-Roman

„Quest“ ist eine Space-Opera mit nur einem Thema: die Suche nach dem Planeten des Ursprungs, nach dem Schöpfergott des Universums, nach dem Sinn des Lebens. Man sieht: Das sind reichliche hohe und viele Themen für einen Abenteuerroman. Und so verwundert es nicht, dass sich der Anteil an Abenteuern stark in Grenzen hält. Aber dafür hat der Roman andere Qualitäten vorzuweisen, beispielsweise glaubwürdige Figuren und zwei gute Liebesgeschichten.
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[NEWS] Mark Stay – Geisterzauber (Die Hexen von Woodville 3)

Die Hexen von Woodville sind in höchster Aufregung, denn der Vorsitzende des Hohen Rates hat sein Kommen angekündigt, um Großbritannien vor einem Angriff zu schützen. Selbstredend, dass die Hexen ihn bei diesem großen Zauber unterstützen wollen. Das heißt, bis zu dem Moment, in dem sie erfahren, dass sie sich dafür an den Klippen von Dover versammeln müssen – und zwar nackt. Für solche Ungehörigkeiten war in Woodville noch nie Platz! Doch als sich mehr und mehr Hexen in Woodville versammeln, geschehen plötzlich mysteriöse Dinge und in Faye Bright erhärtet sich der Verdacht, dass es einen Spion in den Reihen der Hexen gibt. Hilfe kommt von unerwarteter Seite: einem widerspenstigen Geist … (Verlagsinfo)


Taschenbuch ‏ : ‎ 416 Seiten
Heyne

David Baldacci – Abgerechnet (Atlee Pine 4)

Schwestern finden sich, Schwestern hauen sich

Der fulminante Abschluss der Erfolgsserie um FBI-Ermittlerin Atlee Pine. Was wurde aus Mercy? – Ihr Leben lang hat Agentin Atlee Pine nach ihrer Zwillingsschwester Mercy gesucht. Endlich hat sie Anlass zur Hoffnung. Denn Mercy konnte ihren Entführern vor Jahren entkommen. Doch seitdem ist sie nie wieder aufgetaucht. Sinnt sie auf Rache? Ist sie wirklich noch der Mensch, an den sich Atlee erinnert? Auf ihrer Flucht hat Mercy eine Leiche zurückgelassen, und das ist nicht das einzige Verbrechen, mit dem sie in Verbindung gebracht wird. Zudem hat sie sich gefährliche Feinde gemacht. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt. Denn nicht nur Atlee ist ihrer Schwester auf den Fersen …. (Verlagsinfo)

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John Grisham – Feinde

Die Verlagsinfo:

Biloxi, Mississippi: Die Einwanderersöhne Keith und Hugh wachsen in den Sechzigerjahren gemeinsam auf, verbunden durch eine scheinbar unverbrüchliche Freundschaft. Bis sie sich auf den verschiedenen Seiten des Gesetzes wiederfinden: Keith hat Jura studiert und ist Staatsanwalt geworden. Hugh dagegen arbeitet für seinen Vater, den Boss der Dixie-Mafia. Eine tödliche Feindschaft entsteht, die vor Gericht ein dramatisches Finale findet.

Mein Eindruck:

Wer die Feinde in diesem Roman sind, das wird schnell klar. Gemeinsam als Freunde in den 1960ern aufgewachsen, eint Keith Rudy und Hugh Malco ihre Liebe und ihr Talent für Baseball und die Herkunft ihrer kroatischen Einwanderfamilien, die sich schon seit Jahrzehnten kennen.

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