Spannend: Cromwell und die Schatten der Revolution
Dr. Watson wandelt auf Freiersfüßen, und Holmes spielt mit dem Gedanken, sich zur Ruhe zu setzen. Doch es gibt einen bizarren neuen Fall: In Hampstead Heath scheint eine reißende Bestie ihr Unwesen zu treiben, die in Holmes Erinnerungen an den berüchtigten Hund von Baskerville weckt … (Verlagsinfo)
Der etwa 15 Jahre alte Stadtstreicher Cat lebt in der Altstadt der reichsten Stadt der Galaxis, in Quaarro. Doch aufgrund seiner Abstammung ist er ein Kind der Unterwelt und lebt von Diebstahl und Drogen: Er ist halb Hydraner, halb Mensch, kenntlich an seinen grasgrünen Augen.
Als man ihn einsperren und zum Arbeitsdienst zwingen will, meldet er sich freiwillig zu einem Psi-Experiment. Dabei entdeckt man das ungeheure Psi-Talent, das in Cat schlummert. Er soll ausgebildet und zusammen mit anderen „Psions“ bei der Jagd auf die gerissensten Verbrecher der Galaxis eingesetzt werden.
Doch Cat kann sich nicht anpassen und hat nicht das geringste Interesse an einem solchen Job. Er glaubt, seine Auftraggeber übertölpeln und einfach abhauen zu können. Aber er hat es mit Profis zu tun, denen Psi-Talente nichts Ungewohntes sind. (abgewandelte Verlagsinfo)
Sherlock Holmes und Dr. John Watson wandeln auf ungewöhnlichen Pfaden. Wer ist die unbekannte Schöne aus der Themse? Was hat es mit dem Ungeheuer von Loch Ness für eine Bewandtnis? Was geht auf dem nahen Schloss Urquhart vor sich? Und in welcher Verbindung steht Mycroft Homes, Sherlocks mächtiger Bruder, mit all diesen Vorgängen? (abgewandelte Verlagsinfo)
„Eine Gartenbau-Geschichte über Liebe, Lust und Wahnsinn“ – das klingt vielleicht etwas dick aufgetragen, aber andererseits: Wer würde schon sein gesamtes Vermögen einer Spezies von Blumen opfern, wenn nicht ein völlig Süchtiger?
Von solchen Verrückten berichtet Eric Hansen in seinem erzählenden Sachbuch „Orchideenfieber“ – dessen Titel natürlich an den bekannten Begriff „Diamantenfieber“ angelehnt ist. Es ist eine bizarre Welt, in die er den Leser mitnimmt: Sie hat aber auch ihre Schurken und Helden, wobei nicht von vornherein klar ist, welcher davon auf der Seite des „Rechts“ und des „Gesetzes“ steht. Eric Hansen – Orchideenfieber. Roman weiterlesen →
Wieder entführen die Goreaner eine Erdenfrau auf die Gegenerde. Margaret Henderson heißt jetzt Zia. Auf der Erde eine männerverachtende Löwin der oberen Zehntausend, leckt sie auf Gor den Männern die Füße. Sie wurde auf Empfehlung von Addison Steele entführt, dem sie auf einer Party begegnet war und der ihr durch seine herablassende Haltung auffiel. Nun, nach ihrer Entführung, Versklavung und Ausbildung, küsst sie ihm in Port Kar die Füße.
Wenig später erhält sie einen Spionageauftrag. Sie soll ihre Mitsklavin Adraste beobachten. Diese ehemalige Adelige aus Ar sei eine Diebin, die fortwährend in Gefahr schwebe, entführt und in Ar bestraft zu werden. Das würde ihrem Besitzer, der sie an Zias Besitzer vermietet habe, gar nicht freuen. Und so gerät Zia alias Margaret Henderson in die Kriegshändel zwischen dem mächtigen Ar und dem Piratennest Port Kar…
„Der Puppendoktor“ ist ein kurzer, knackiger Krimi, der es durchaus mit dem Grauen aus „Hannibal“ aufnehmen kann. Wer hätte das gedacht, dass eine Französin dem Psychohorror made in USA Paroli bieten könnte? Jeder Leser, der über einen schwachen Magen klagt, sollte die Finger von diesem Buch lassen!
Commissario Brunettis sechster Fall. Er hat gerade nicht viel zu tun, denn Venedig erwacht erst allmählich aus seinem Winterschlaf. Doch da beginnen die Machenschaften der Kirche sein Berufs- und Privatleben zu überschatten: Suor Immacolata, die schöne Sizilianerin und aufopfernde Altenpflegerin von Brunettis Mutter, ist nach dem unerwarteten Tod von fünf Patienten aus ihrem Orden ausgetreten. Sie hegt einen schrecklichen Verdacht, denn die Verblichenen haben zuvor ihr gesamtes Vermögen der Kirche vermacht. Wird Brunettis Mutter das nächste Opfer sein? Brunetti stößt auf einen zwielichtigen Geheimorden. Donna Leon – Sanft entschlafen (Lesung) weiterlesen →
Eschbachs ‚Moby Dick‘: Pilgerfahrt zu Gottes Wohnsitz
Das Reich Gheera steht vor dem Untergang. Die Verteidigungskräfte haben keine Chance gegen die übermächtigen Legionen des sagenhaften Sternenkaisers, dessen Machtgier keine grenzen kennt. Der endgültige Fall ist nur noch eine Frage der Zeit. In dieser Situation begibt sich der Kommandant Eftalan Quest, ein ehrgeiziger Mann, der sein Schiff mit harter Hand führt, auf eine schier aussichtslose Expedition: Er will den sagenhaften Planeten des Ursprungs finden – die Welt, von der angeblich alles Leben im Universum stammt. Doch es gibt noch andere Legenden um diese Welt … (Verlagsinfo) Andreas Eschbach – Quest (Lesung) weiterlesen →
Intelligente SF: Vertane Chancen regen zum Nachdenken an
Die Pioniere, genetisch veränderte Kundschafter, wurden einst ins All ausgesandt, um fremde Planeten im Hinblick auf eine Besiedelung durch den Menschen zu untersuchen. Ihr Erbgut wurde so modifiziert, dass sie mit nahezu allen Umwelteinflüssen fertig werden können. Doch die Expansion der Menschheit ins All fand niemals statt: Die Erde schlitterte in eine ökologische Katastrophe, die sich auch auf das Erbgut der Menschen auswirkte. Unfruchtbarkeit ist die Regel, die Menschheit steht vor dem Aus. Da erinnert man sich an die Kundschafter, die man vor Jahrhunderten ausgeschickt hatte. Sie und ihre Nachfahren tragen intaktes Erbgut in sich, mit dem der verseuchte Genpool wieder aufgefrischt werden könnte. Sie sind die letzte Hoffnung der Menschheit – doch sind diese Lebewesen eigentlich noch Menschen? (Verlagsinfo)
Dieser Science-Fiction-Roman schildert auf sehr ironische Weise, was passiert, wenn man die Umweltzerstörung nicht aufhält und sich auf eine Abhilfe besinnt, die sich als Selbstüberlistung herausstellt. Phillip Mann – Pioniere. SF-Roman weiterlesen →
Klassische SF-Erzählungen für Sammler und Interessierte
Der inzwischen verstorbene Herausgeber der Heyne-Science-Fiction-Reihe, Wolfgang Jeschke, pflegte von 1980 bis 2000 eine schöne Tradition: Jedes Jahr präsentierte er seinen Lesern eine Anthologie von guten phantastischen Geschichten zu einem sehr erschwinglichen Preis. Lag dieser 1980 noch bei schlappen 4,80 DM, so war der Preis im Jahr 2000 bereits bei 18,00 DM angelangt – und wäre heute überhaupt nicht mehr bezahlbar. (Man könnte man die Preissteigerungsrate ausrechnen: Sie ist astronomisch hoch.)
_Fast schon ein Hörspiel: zwischen Nixengesang und Riesenfeuer_
Erst muss Nick mit seiner neuen Stiefschwester Laurie klarkommen, dann tauchen auch noch jene seltsamen Wesen auf, die in Lauries Spiderwick-Handbuch verzeichnet sind: Elfen und so Zeugs. Die sieht man bloß mit dem zweiten Gesicht, klar? Und dann stoßen Nick und Laurie auf den Riesen, der alle Elfen in den Teich vor Nicks Haus getrieben hat. Denn dieser Riese speit Feuer …
_Die Autoren_
Tony DiTerlizzi ist ein mehrfach ausgezeichneter amerikanischer Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern sowie Rollenspielbänden. Zu seinen Werken gehören Arbeiten für Bücher von Tolkien, Anne McCaffrey, Peter S. Beagle sowie für das Kartenspiel „Magic the Gathering“ und „Dungeons & Dragons“. Er lebt mit seiner Frau Angela und seinem Mops Goblin (= Kobold!) in Amherst, Massachusetts, einem recht malerischen Städtchen in Neuengland. Lebte nicht auch die Dichterin Emily Dickinson dort? Mehr Infos: http://www.diterlizzi.com.
Holly Black wuchs laut Verlag in einem „alten viktorianischen Haus auf, wo ihre Mutter dafür sorgte, dass ihr die Geister- und Elfengeschichten nie ausgingen“. Ihr erster Jugendroman „Die Zehnte“ (2002) entwirft ein „schauriges Porträt der Elfenwelt“. Es wird von der American Library Association als „Best Book for Young Adults“ bezeichnet, eine gute Empfehlung für politisch korrekte Fantasy.
Holly lebt mit ihrem Mann Theo und einem „beeindruckenden Zoo“ in New Jersey. Mehr Infos: http://www.blackholly.com.
Ergänzend: [Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich herum 3195
_Die Inszenierung_
Martin Baltscheit, der bisher alle Spiderwick-Bände gesprochen hat, ist als Autor, Zeichner, Schauspieler und Sprecher ein echtes Multitalent. Er schreibt Kinderbücher, Hörspiele und Theaterstücke. 2002 erhielt er den Kinderbuchpreis NRW. Mehr Info unter http://www.baltscheit.de.
Produzent und Regisseur dieses Hörbuchs sind Oliver Versch und seine Firma Spotting Image in Köln. Für das ausgetüftelte Sounddesign zeichnet David Braun verantwortlich.
_Die Vorgeschichte_
Die Zwillinge Simon und Jared ziehen mit ihrer älteren Schwester Mallory von New York City aufs Land, nachdem sich ihre Eltern haben scheiden lassen. Sie leben jetzt bei ihrer Mutter, die sich nun keine New Yorker Wohnung mehr leisten kann, aber zum Glück noch ein Domizil von ihrer Großtante Lucinda überlassen bekommt: Haus Spiderwick. Es sieht wie eine Ansammlung übereinander gestapelter Hütten aus, findet Jared. Und ist mindestens hundert Jahre alt.
_Zwischen Nixengesang und Riesenfeuer_
Erst muss Nick mit seiner neuen Stiefschwester Laurie klarkommen, dann tauchen auch noch jene seltsamen Wesen auf, die in Lauries Spiderwick-Handbuch verzeichnet sind: Elfen und so Zeugs. Die sieht man bloß mit dem zweiten Gesicht, klar? Und dann stoßen Nick und Laurie auf den Riesen, der alle Elfen in den Teich vor Nicks Haus getrieben hat. Denn dieser Riese speit Feuer …
_Die Autoren_
Tony DiTerlizzi ist ein mehrfach ausgezeichneter amerikanischer Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern sowie Rollenspielbänden. Zu seinen Werken gehören Arbeiten für Bücher von Tolkien, Anne McCaffrey, Peter S. Beagle sowie für das Kartenspiel „Magic the Gathering“ und „Dungeons & Dragons“. Er lebt mit seiner Frau Angela und seinem Mops Goblin (= Kobold!) in Amherst, Massachusetts, einem recht malerischen Städtchen in Neuengland. Lebte nicht auch die Dichterin Emily Dickinson dort? Mehr Infos: http://www.diterlizzi.com.
Holly Black wuchs laut Verlag in einem „alten viktorianischen Haus auf, wo ihre Mutter dafür sorgte, dass ihr die Geister- und Elfengeschichten nie ausgingen“. Ihr erster Jugendroman „Die Zehnte“ (2002) entwirft ein „schauriges Porträt der Elfenwelt“. Es wird von der American Library Association als „Best Book for Young Adults“ bezeichnet, eine gute Empfehlung für politisch korrekte Fantasy.
Holly lebt mit ihrem Mann Theo und einem „beeindruckenden Zoo“ in New Jersey. Mehr Infos: http://www.blackholly.com.
Ergänzend: [Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich herum 3195
_Die Vorgeschichte_
Die Zwillinge Simon und Jared ziehen mit ihrer älteren Schwester Mallory von New York City aufs Land, nachdem sich ihre Eltern haben scheiden lassen. Sie leben jetzt bei ihrer Mutter, die sich nun keine New Yorker Wohnung mehr leisten kann, aber zum Glück noch ein Domizil von ihrer Großtante Lucinda überlassen bekommt: Haus Spiderwick. Es sieht wie eine Ansammlung übereinander gestapelter Hütten aus, findet Jared. Und ist mindestens hundert Jahre alt.
Als Jared erkundet, wohin der Speisenaufzug führt, landet er in einem geheimnisvollen Zimmer, aus dem keine Tür hinausführt. An der Wand hängt ein Porträt seines ehrwürdigen Ahnen Arthur Spiderwick, und auf dem Sekretär liegt ein altes, vergilbtes Blatt Papier. Darauf steht ein Rätsel, und obwohl Jared eigentlich nicht der Bücherwurm der Familie ist, muss er sofort das Rätsel lösen.
Hoch oben im obersten Kämmerchen des Hauses landet er endlich vor einer großen Truhe. Er strengt seinen Grips an und findet darin ein Buch. Es ist das allerseltsamste Buch, das er jemals gesehen hat. Es handelt von Elfen: [„Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich herum“. 3195 Das Wichtelmännchen Thimbletack, quasi der Hausgeist von Spiderwick, hat Jared ermahnt, das Buch schnellstens loszuwerden, doch der wollte nicht hören. Nun müssen alle die Folgen tragen.
Vier weitere Abenteuer mit den Elfen folgten. Nun wird der Schauplatz verlegt: nach Florida, ins Alligatorengebiet.
_Handlung_
Nick Vargas und sein Bruder Jules haben ihre Mutter verloren, doch nun hat ihr Vater erneut geheiratet. Und Charlene bringt eine Tochter namens Laurie mit, die erstens sehr belesen ist und zweitens völlig auf Fantasy abfährt. Nicht nur dies bringt den praktisch veranlagten Bastler Nick auf die Palme, sondern auch die Tatsache, dass er ihr sein Zimmer überlassen muss. Eines von Lauries Büchern heißt „Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich herum“, und sie nimmt es auf ihren ersten gemeinsamen Ausflug mit.
Das Haus von Nicks Vater ist das erste in einer Neubausiedlung, das fertig ist. Die Siedlung steht mitten in einem ehemaligen Alligatorengebiet in Florida. Immer noch sind viele Teiche von dem übrig, was einmal ein Sumpf war. Als die beiden elfjährigen Kinder in den Wald vordringen, stoßen sie auf allerlei Getier und jede Menge dornige Pflanzen. Dumme Sache, dass man die „fantastische Welt um dich herum“ nur entdeckt, wenn man das zweite Gesicht hat. Dafür braucht man nach Lauries Angaben entweder Steine mit Löchern oder vierblättrige Kleeblätter oder …
Als Nick ein vierblättriges Kleeblatt findet und einsteckt, sieht er die Welt buchstäblich mit anderen Augen. In der Nacht erblickt er auf dem Rasen vor seinem Haus ein Wesen, wie er es noch nie gesehen hat: eine Nixe. Sie hat grüne Haut, winzige Flossen an den Wangen und Häute zwischen den langen Zehen. Aber sie liegt irgendwie leblos auf dem Gras vor dem Haus. Als Nick Laurie das Kleeblatt gibt, kann auch sie die Nixe sehen. Sie weiß, was zu tun ist: Man muss sie zurück in den Teich bringen. Gesagt, getan, obwohl sich Nicks Vater wundert, was sein Sohn mit einer leeren Schubkarre vorhat …
Die Nixe Taloa erweist sich als dankbar und erzählt Laurie und Nick, dass sie und ihre verschwundenen Schwestern vor etwas geflohen seien, das sie vernichten wollte. Als Nick sich weigert, nach den Schwestern zu suchen, weil er immer noch nicht an Elfen glauben kann, füllt sich das nagelneue Auto seines Vaters auf wundersame Weise bis oben hin mit Sand. Natürlich müssen er und Laurie die Schweinerei sofort beseitigen, sonst gibt es ein Donnerwetter von ihrem Vater. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als nach Taloas sechs Schwestern zu suchen.
Mitten im Wald stoßen sie auf eine freigebrannte Fläche. Sehr merkwürdig, findet Nick, denn ein Waldbrand war das wohl nicht. Neben einem Hügel liegen drei verbrannte Umrisse, wahrscheinlich waren das einmal Nixen. Als Nick sich auf den Hügel stellt, um einen besseren Ausblick zu bekommen, bewegt sich der Hügel! Nick springt herunter, und der Hügel entpuppt sich als Riese. Das Ungeheuer verfolgt sie bis Taloas Teich, wo ihn erst Taloas Sirenengesang besänftigt. Puh, das war knapp!
Aber nun sitzt der Riese ziemlich nahe bei Nicks Elternhaus. Und sollte Taloas Stimme versagen, könnte ihnen der Riese ziemlich gefährlich werden. In Arthur Spiderwicks Handbuch steht, Riesen könnten Feuer speien, wenn sie Feuersalamander essen. Das muss wohl Taloas Schwestern zum Verhängnis geworden sein. Aber wie wird man einen Riesen wieder los? Das Handbuch verrät darüber nichts. Da erinnert sich Laurie, dass die Autoren des Handbuchs, Holly Black und Tony DiTerlizzi, in Orlando eine Lesung veranstalten. Vielleicht wissen sie Bescheid, was zu tun ist.
Aber Orlando liegt eine Stunde entfernt. Sie können weder Vater noch Mutter fragen, sie hinzufahren. Also muss Jules aushelfen. Aber wie bringt man ein Kerl dazu, einem zu helfen, der den ganzen Tag entweder am Handy hängt oder Ballerspiele auf dem PC spielt – oder beides gleichzeitig?
_Mein Eindruck_
Mehr als in den bisherigen Spiderwick-Bänden ist die Handlung an die Gegenwart herangerückt worden. Während sich die Protagonisten in Neuengland noch fast im märchenhaften England wähnen konnten, so sind Nick und Laurie mehrfach mit der aktuellen Zeit konfrontiert. Jules hat einen MP3-Player, Computerspiele, ein Handy. Nick isst Müsli, sein Vater hat erneut geheiratet. Wieder ist die Familie nicht aus einem Guss, sondern klassisches Patchwork – von der Mutter ein Kind, vom Vater zwei.
Natürlich ist es für die Betroffenen nicht einfach, sich zusammenzuraufen. Doch Nicks Ablehnung gegenüber Laurie, die ihm sein Zimmer „wegnahm“, schlägt in Ver- und dann in Bewunderung um, als er verdutzt merkt, wie leicht es ihr gelingt, die Leute dazu zu bringen, das zu tun, was sie will. Mit Lügen! Aber Nick hat keine Zeit, zu protestieren, denn Laurie ist Everybody’s Darling und wird immer unterstützt – ob Nick will oder nicht, er muss gute Miene zu Lauries Spiel machen, will er sich nicht Strafpunkte einhandeln. Und die könnten sich leicht in Stubenarrest und TV-Verbot verwandeln.
Mit Lauries Hilfe gelingt auch der Kontakt zu den Spiderwick-Kindern, die wir schon kennen, besonders zu Jared, dem jähzornigen Schlaukopf. Er gibt ihnen einen guten Tipp. Als sie diesem folgen, machen sie sozusagen wieder einen Ausflug in die Vergangenheit – und stoßen auf einen echten Riesentöter. Schließlich gelingt es ihnen doch noch, den Riesen, der die Nixen auf dem Gewissen hat, außer Gefecht zu setzen. Aber das nächste Abenteuer kommt bestimmt.
Den besonderen Reiz der Handlung gewinnt das Buch aus dem Gegensatz zwischen Nicks Unglauben, ja, seiner tief sitzenden Ablehnung von allem Elfischen und Phantastischen einerseits – und dem moralischen Zwang, etwas für die Elfen zu unternehmen, andererseits. Schließlich kann er keinem Lebewesen etwas zuleide tun, nicht mal einer Nixe. Nicks innerer Kampf wirkt überzeugend, aber wir wünschen uns natürlich, dass er ihn verliert. Bis es so weit ist, kommt es zu allerlei komischen, für Nick nicht sonderlich angenehmen Situationen.
Die Nixe als Fabelwesen entfaltet wohl besonders für Mädchen einen besonderen Reiz. Aber wenn klar wird, dass sie über die Macht des Sirenengesangs verfügt, erinnern sich Jungs bestimmt an die Irrfahrten des Odysseus. In Homers Epos lockten die Sirenen die Seeleute an Land, um sie dort zu töten. Natürlich vermeidet das Kinderbuch jede Anspielung auf solche verborgenen Schrecken.
_Die Inszenierung_
Der Sprecher Martin Baltscheit weiß seine Stimme sehr flexibel einzusetzen. Daher fällt es ihm leicht, die einzelnen Figuren auf unterscheidbare Weise zu charakterisieren und sie in spannenden Situationen emotional glaubhaft klingen zu lassen.
Die Stimmlage aller Frauenfiguren ist natürlich höher als die der männlichen Figuren, von denen es wesentlich mehr gibt. Zunächst redet Nicholas recht mürrisch und verdrossen mit der aufgeregten, lebhaften Laurie, doch je mehr er von den Elfen zu sehen bekommt, desto mehr wacht er auf. Ein echtes Highlight ist die Stimme der Nixe. Hier haben sich die Macher angestrengt, denn schließlich ist Taloa die Titelfigur. Sie spricht hauchend, sehr melodisch und rhythmisch. Ihr hohe Stimme kann sich aber auch zu einem Gesang emporschwingen, der umso betörender ist, da er mit ein wenig Hall unterlegt wurde.
Der Sprecher scheut sich nicht, mal laut zu rufen, wütend zu fauchen oder quäkend daherzuquasseln, wie Simon es tut, Jareds Bruder aus dem Spiderwick-Haus. Der alte Riesenjäger Sehnix Jack klingt auch sehr heiser und krächzt etwas von den Riesen, die man alle abmurksen muss.
|Die Geräusche und Soundeffekte|
In manchen Szenen erklingen lediglich die typischen Situations- und Umgebungsgeräusche: das Sirren der Zikaden, das Rauschen von Wellen, das Quaken von Fröschen. Aber es gibt auch Geräusche, die direkt an Aktionen gebunden sind, so etwa die schweren Tritte des Riesen, die einem Beben und Donnern gleichen, oder Stimmengewirr und Gelächter sowie vieles mehr. Dadurch wirkt der Vortrag wesentlich lebendiger und schon fast wie ein Film.
Hinzu kommen Soundeffekte wie etwa der für Magie – ein |Wuusch|! Auch elektrisches Zischen und Telefonpiepen gehören meines Erachtens dazu.
|Die Musik|
Die Soundeffekte werden manchmal mit der Musik kombiniert. Diese ist in der Regel im Hintergrund bezaubernder Szenen zu hören, dann ist sie romantisch und zauberhaft. Aber es gibt auch spannende und dramatische Szenen, dann erklingt sie schnell und dynamisch oder sehr basslastig. Wenn Soundeffekte hinzukommen, dann besonders in arhythmischer und dissonanter Musik, so etwa in dem Moment, als kleine fliegende Irrlichter erscheinen. Hauptsache, dass es nicht kitschig klingt. Der Produzent hat dem Hörbuch auch noch ein halb magisches, halb unheimliches Intro und Outro spendiert.
Man sieht also, dass diese inszenierte Lesung für den mindestens achtjährigen Zuhörer eine Menge an Geräuschkulisse und Musik zu bieten hat. Das muss auch so sein, um die Aufmerksamkeit, die leicht von anderen Dingen abgelenkt werden kann, zu fesseln. Das gelingt auch dem Sprecher ausgezeichnet.
_Unterm Strich_
Die Autorin Holly Black hat darauf geachtet, die Handlung einerseits nicht zu komplex zu gestalten, aber auch nicht so simpel, dass sich ein elfjähriger Leser unterfordert und veräppelt fühlt. Es geht durchaus um Leben und Tod, denn der Riese – ein feuerspeiendes Ungeheuer mit dem Verstand eines Zweijährigen – hat bereits mehrere Nixen auf dem Gewissen und bedroht bereits die nächste. Das Abenteuer, der Nixe beizustehen und den Riesen zu stoppen, fordert den Einfallsreichtum und Wagemut der Kinder. Das ist eine gute (und gut verborgene) Lehre für jedes Kind.
Das Hörbuch bietet als inszenierte Lesung fast die gleiche Soundkulisse wie ein Kinofilm oder Hörspiel – hier hat der Sounddesigner gute Arbeit geleistet. Die flexible und elektronisch mitunter verstärkte Stimme des Sprechers trägt wesentlich zum Vergnügen beim Zuhören bei. Erstaunlich, wie 176 Seiten sich in 80 Minuten unterbringen lassen. Ich habe mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt. Man muss aber ständig aufmerksam bleiben, um den Faden nicht zu verlieren. Das sollte Kindern ab acht jedoch nicht schwerfallen.
Nach Verlagsangabe hat das Studio |Paramount Pictures| dieses Buch mit Nick Nolte und Martin Short verfilmt. Deutscher Kinostart ist am 3. April 2008. Das [Buch zum Film]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3570134741/powermetalde-21 ist bei |cbj| erschienen.
|Originaltitel: Beyond the Spiderwick Chronicles. The Nixies Song, 2007
Aus dem US-Englischen von Anne Brauner
Empfohlen ab 8 Jahren
80 Minuten auf 1 CD|
http://www.spiderwick.de
http://www.random-house-audio.de
Auf Bitte des Königs von Aragón nimmt Großinquisitor Nikolas Eymerich an der Invasion Sardiniens teil. Dort wird er mit den fürchterlichsten Seuchen konfrontiert, aber auch mit wundersamen Heilungen, die ihren Ursprung im blauen Licht der Neptungrotte haben. Als der Inquisitor in dieser Grotte Augenzeuge vorchristlicher Rituale wird, ist er überzeugt, dass es sich bei den Wunderheilungen um Teufelswerk handelt. Es gelingt ihm, das unterirdische Höhlensystem zu fluten, doch er weiß, dass die Mächte der Finsternis nicht für immer gebannt sind … (Verlagsinfo)
Fans von „Der Name der Rose“ dürften diesen Roman ebenso mögen wie eingefleischte Fantasy- oder Science-Fiction-Leser. Der Italiener Evangelisti, mit seinem „Nostradamus“-Zyklus (bei |Goldmann|) als Mittelalter-Fachmann ausgewiesen, bietet in den vier Handlungssträngen seines Romans jedem etwas. Valerio Evangelisti – Das Geheimnis des Inquisitors (Inquisitor-Zyklus Band 4) weiterlesen →
Fünfhundert Jahre sind vergangen, seit der Gott Chi das Land Alasea verlassen und in die Hände des Herrn der dunklen Mächte übergeben hat. Doch eine letzte Hoffnung für das Gute besteht noch: ein sagenhaftes Artefakt, das Buch des Blutes, in das noch vor der Invasion des Herrn der Dunklen Mächte die Kraft des Guten eingeschlossen wurde.
Allerdings kann das Buch seine magische Kraft nur entfalten, wenn es von der dreizehnjährigen Elena geöffnet wird – denn sie ist die Wiedergeburt jener Hexe, die bereits vor langer Zeit dafür gesorgt hatte, dass das Land Alasea zurückfinden kann zur Magie des Chi.
Von der Hoffnung erfüllt, mit Hilfe einer seltsamen Landkarte einen Schatz der alten Inkas zu finden, macht sich Nicholas Graydon, ein Bergbauingenieur, gemeinsam mit drei Abenteurern auf den Weg in ein Gebiet der Kordilleren, das bisher noch kein Weißer betreten hat. Habgier, Goldfieber und Hass lassen die Expedition zu einem Fiasko werden. Nur Graydon überlebt – und er gelangt nach Yu-Atlanchi, dem verbotenen Land. Dort – unter Geschöpfen, die zeitlos sind und für die der Tod unbekannt ist – lernt Graydon, der Mann des 20. Jahrhunderts, die Wunder und Schrecken eines Volkes kennen, das viel älter als die Menschheit ist… (Apex-Verlag) Abraham Merritt – Das Gesicht im Abgrund. Fantasy-Klassiker weiterlesen →
Zwischen Vampirismus, Ketzertum und Genetik ist dieser zweite Roman aus dem Inquisitor-Zyklus angesiedelt – eine recht heftige Mischung, die jedoch in kleinen, die Spannung steigernden Häppchen dargeboten wird. Fans von Edgar Allan Poe dürften diesen Roman ebenso mögen wie Leser, die „Der Name der Rose“ verschlungen haben. Das letzte Kapitel ist nämlich schamlos der klassischen Poe-Story „Die Maske des Roten Todes“ nachgebildet. Allerdings ist dieser Effekt nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern bildet den folgerichtigen Höhepunkt der zweigleisigen Erzählung.
Die 17-jährige Imogene Yeck ist eine Rebellin, doch als sie mit ihren Eltern nach Newford zieht, wird sie schwer auf die Probe gestellt. Schnell haben die Raufbolde an ihrer Highschool sie auf dem Kieker, aber auch der Geist eines Jungen nimmt sie offenbar wahr – und sie ihn. Schließlich gerät sie auch noch mit den boshaften Feen in einen Streit, und das ist wirklich kein Spaß. Nun braucht sie wirklich Hilfe: von ihrem alten Geist Pelly aus Kindertagen, von ihrer neuen Freundin Maxine und vielleicht sogar von dem mysteriösen Geisterjungen… (Verlagsinfo)
Der Autor Charles de Lint – The Blue Girl. Urban Fantasy für Jugendliche weiterlesen →
Classic SF of 1986: Eine der besten Jeschke-Anthologien
Dieser Heyne-Auswahlband versammelt internationale Science Fiction Erzählungen aus USA, Italien, Österreich, Jugoslawien, Polen, Ungarn und Deutschland.
Zu den Höhepunkten zählen:
• Lucius Shepards zwei Erzählungen „Der Pfad des Jaguars“ und „R & R“,
• die William-Gibson-Story „Der Wintermarkt“ sowie
• die beiden Novellen „Flucht aus Katmandu“ von Kim Stanley Robinson und
• „24 Ansichten des Berges Fuji, von Hokusai“ von Roger Zelazny, und viele mehr.
_Vielfalt der Phantastik: Der Weltraum hat abgedankt_
Dies ist einer der letzten Auswählbände mit Erzählungen aus dem traditionsreichsten und mehrfach mit mit Preisen ausgezeichneten „Magazine of Fantasy and Science Fiction“. Die Auswahlbände erschienen rund vier Jahrzente in der Reihe „Heyne Science Fiction & Fantasy“.
Mit Mike Resnick ist ein echter Veteran unter den ausgewählten Autoren, und Kristine Kathryn Rusch, selbst Herausgeberin, ist inzwischen einer der erfolgreichsten SF- und Fantasy-Autorinnen der USA.
|Die Erzählungen|
_1) Dale Bailey: Moment der Stille_
Ein Vertreter für Teppichböden entdeckt in einer Kleinstadt einen unscheinbaren Laden, der aber ein interessantes Ladenschild hat: „Erasmus Brand, Kaufmann – Händler des Unheimlichen, Exotischen und Wunderbaren – Was ist Ihr Herzenswunsch?“ Bei diesem letzten Wort fühlt sich Upton Spencer sofort angesprochen und tritt ein.
Fans von „Der Name der Rose“ dürften diesen Roman ebenso mögen wie eingefleischte Fantasy- oder Science-Fiction-Leser. Der Italiener Evangelisti, mit seinem „Nostradamus“-Zyklus (bei |Goldmann|) als Mittelalter-Fachmann ausgewiesen, bietet in den drei Handlungssträngen seines Romans jedem etwas.