_Inhalt_
|“Der Weg ins Nichts“|
Dass Jennir und Bomo Greenbark folgen mit aller Kraft den Gerüchten um den Verbleib von Bomos Tochter und bekommen endlich konkrete Informationen. Gemeinsam mit ihrem mutigen Team stellen sie einen korrupten Sklaventreiber und legen seine Behausung in Schutt und Asche. Als der finanzkräftige Herr jedoch gesteht, das Mädchen getötet und aufgefressen zu haben, sieht Jennir rot. Hat die dunkle Seite der Macht nun tatsächlich Besitz von ihm ergriffen?
|“Das Bauernopfer“|
Wyl Tarson und seine Gefährten stehen kurz davor, den Auftrag des verräterischen Raze zu erfüllen, als ihnen plötzlich die Streitkräfte des Imperiums in den Weg kommen. Baco wird bei diesem Unternehmen tödlich verletzt und spiegelt Wyl damit einmal mehr die Sinnlosigkeit ihrer Mission wider. Tarson fasst daher einen folgenreichen Entschluss: Er genehmigt Raze, die Bombe in Wyls Kopf endgültig platzen zu lassen und ihn von seinen Lasten zu befreien. Doch bevor der Zünder hochgeht, taucht Vader auf und vereitelt die Aktion.
_Persönlicher Eindruck_
Nachdem die beiden prägenden Reihen der letzten Ausgaben des „Star Wars“-Comics gerade im Falle von „Der Weg ins Nichts“ ein ganzes Stück gestreckt wurden, folgt nun in Episode 66 endgültig das Ende beider Erzählungen, dies aber leider dann doch ein wenig überhastet. Waren es in den letzten Kapiteln vor allem die unvorhergesehenen Wendungen, die das Geschehen lebendig hielten, wählen sowohl Welles Hartley als auch Rob Williams für den Abschluss ihrer jeweiligen Stränge ein weitestgehend unspektakuläres Finale, welches sich letztendlich nur auf Fakten, nicht aber auf einen groß angelegten Showdown stützt.
Enttäuschend ist in diesem Sinne ganz besonders das Ende der Story um Bomo Greenbark und Dass Jennir. Zwar wird für die nächste Ausgabe bereits eine unabhängige Fortsetzung mit den beiden Protagonisten angekündigt, jedoch steht außer Frage, dass man bereits an dieser Stelle ein wenig mehr hätte aus Jennirs Leidenschaft für die dunklen Elemente der Macht herausholen können. Die philosophischen Abschlussgedanken, die „Der Weg ins Nichts“ beschließen, sind jedenfalls ziemlich unbefriedigend.
Etwas vorteilhafter schließt unterdessen „Das Bauernopfer“, wenngleich sich auch hier die Frage stellt, warum man die endgültigen Entschlüsse der Hauptdarsteller so lange hinausgezögert hat. Im Grunde genommen war von vornherein klar, dass Wyl Tarson auf lange Sicht nicht der ständigen Bedrohung durch Raze standhalten würde, so dass man der endgültigen Selbstaufgabe zumindest auch eine schön ausgeschmückte Endsequenz hätte schenken können. Allerdings bleibt auch hier reichlich Potenzial für einen Folgeplot zurück, der nicht zuletzt durch Tarsons Informationen an Lord Vader ganz neue Wellen schlagen dürfte.
Insgesamt sind die einzelnen Finalen aber dennoch ernüchternd, weil es ihnen schlussendlich an Glanz und Eleganz mangelt. Nach den breit ausstaffierten vorherigen Kapiteln wirkt das rasche, fast schon überstürzte Ende weniger durchdacht. Man fühlt sich ein wenig überrumpelt, weil die wahre Tiefe der beiden Geschichten nicht genutzt wurde oder zumindest nicht sofort in die Handlung eingeflossen ist. Erneut ist es die Aussicht auf eine weitere Fortsetzung, die die Spannung aufrechterhält. Dabei wäre es gerade hier dringend nötig gewesen, die Angelegenheiten ähnlich präzise auf den Punkt zu bringen, wie es tatsächlich geschieht, dabei aber auch den Unterhaltungswert nicht zu vernachlässigen. Letzterer ist nämlich aufgrund dessen, dass einen die Enden völlig überrumpeln, bei weitem nicht so groß, wie es sicherlich möglich gewesen wäre.
Mal sehen, was die Autoren in den nächsten Ausgaben unter diesen Voraussetzungen stricken werden. Inhaltlich bleiben sie nämlich bis hierhin noch einiges schuldig!
http://www.paninicomics.de















