2003 war’s, als die „Potter-Mania“ einen ihrer Höhepunkte erreichte und geradezu legendär ist die Vermarktungsmasche, den neuesten Band stets schon um Mitternacht des Veröffentlichungstages anzubieten. Campende – oft mit jeder Menge Merchandise aufgetakelte – Fans vor Buchhandlungen waren weltweit ein Phänomen des Hypes. Inzwischen ist der Zyklus mit Band 7 zu Ende gegangen, doch der Auftakt zum großen Finale nahm mit Band 5 seinen Anfang. „Der Orden des Phönix“ läutete das Ende der Kinderbuch Ära ein und katapultierte Harry Potter – passend zu seinem literarischen Alter – nun sehr deutlich in Richtung des Erwachsenseins. Und das ist bekanntlich zuweilen recht ernst und allzu oft auch düster – wie auch der inzwischen wohl berühmteste Zauberlehrling schmerzlich feststellen muss.
Joanne K. Rowling – Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5) weiterlesen
Archiv der Kategorie: Fantasy / Science-Fiction
Frank Herbert – Das grüne Herz

Die Menschheit der übervölkerten Erde hat sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengefunden. Um die schrumpfenden Nahrungsreserven zu sichern, entschließt man sich, alle gefräßigen Insektenarten zu vernichten. Mit immer raffinierteren Methoden schafft man insektenfreie Zonen, bis nur noch das Innere Südamerikas auf den Einsatz der Kammerjäger der Internationalen Ökologischen Organisation (IEO) wartet.
Doch aus dem brasilianischen Urwald dringen erschreckende Nachrichten an die Weltöffentlichkeit. Raubtiere von menschlicher Gestalt, aber mit seltsam funkelnden Augen, werden beobachtet. Und dann ist da die Rede von Menschen, deren perfekt geformte Finger sich bei näherer Betrachtung als Kolonien von Millionen krabbelnder, summender, gieriger „Teile“ entpuppen.
Michael Shaara – The Killer Angels. Historischer Roman

Der Roman schildert die Schlacht von Gettysburg Anfang Juli 1863, die einen Wendepunkt im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-65) darstellte. 50.000 Mann verloren dabei ihr Leben. Im Mittelpunkt stehen die kommandierenden Offiziere der Süd- und der Nordstaatler. Der Roman basiert teilweise auf den Memoiren von General James Longstreet und ist daher sehr authentisch. Shaara war 1966 in Gettysburg und wurde von seinem Besuch zu seinem Buch inspiriert, das 1975 den begehrten Pulitzer-Preis erhielt.
„The Killer Angels“ erhielt 1975 den Pulitzer Prize for Fiction.
Der Autor
Michael Shaara – The Killer Angels. Historischer Roman weiterlesen
Jack Vance – Durdane (Trilogie)
Dies ist wohl die bekannteste und schönste Planetenabenteuer-Trilogie von Jack Vance. „Der Mann ohne Gesicht“ eröffnet die Durdane-Trilogie, die weiters aus den Bänden „Der Kampf um Durdane“ und „Die Asutra“ besteht und hier in einem illustrierten Band zusammengefasst ist.
Die Romane
Jack Vance – Durdane (Trilogie) weiterlesen
Tanith Lee – Vazkor (Birthgrave-Trilogie 2)

Jahrtausende nach dem Ende der Zivilisation wird die Welt von wilden Stämmen beherrrscht, den Krarls. Unter ihren Kriegern tut sich Tuvek hervor, der als einziger im Stamm schwarzes Haar besitzt. Als seine Mutter gestorben ist, offenbart ihm die Heilerin, dass er keineswegs der Sohn des Häuptlings ist, sondern das untergeschobene Kind einer fremden Sklavin: Vazkor. Nun muss er nach seiner wahren Bestimmung suchen, nach seiner wirklichen Mutter.
Die Autorin
Tanith Lee – Vazkor (Birthgrave-Trilogie 2) weiterlesen
John Moore – Hauen und Stechen
_Die erotischen Nöte des allzu edlen Prinzen_
Dornröschen, der edle Prinz, Wilhelm Tell, Aschenputtel und böse Drachen – sie alle geben sich ein humorvolles und überraschungsreiches Stelldichein in dieser netten, kurzweilig erzählten Fantasyparodie.
_Handlung_
Prinz Charming von Illyria hat eigentlich den geilsten Job, den man sich nur vorstellen kann: Er darf Jungfrauen aus der Not retten – sei es vor einem bösen Zauberer, einem ebensolchen Riesen oder einem Untier (Drachen sind diesbezüglich einschlägig vorbestraft). Auch Dank für die Rettung hagelt es regelmäßig: ein Küsschen hier, eine keusche Umarmung dort. Das Beste daran: Die ganze Plackerei mit dem Gepäck übernimmt sein Gehilfe Wendell. Doch im Gegensatz zu Charming steht der elfjährige Wendell überhaupt nicht auf hübsche Frauen und pralle Titten. Er will nur eines: gutes Essen! Was auch recht befriedigend sein kann.
Obwohl nun Prinz Charming genügend Anlass hätte, zufrieden den Ruf eines John Wayne in allen 20 Königreichen zu genießen, ist er nicht zufrieden. Etwas Wichtiges fehlt ihm. Natürlich liegt es an den Frauen. Sie sind einfach zu keusch, unschuldig, rein und jungfräulich. Daher ist er es zu seinem Leidwesen auch (das mit „unschuldig“ sollte man nicht zu genau nehmen). Aber er beugt sich dem Willen seines Vaters und des Geheimdienstministers: Was würden die Untertanen sagen, wenn Prinz Charming seine Rettungsdienste egoistisch ausnützen würde? Kein anderes Königreich würde ihn mehr zu Hilfe rufen – und, zack, schon bald wär’s mit Illyrias Glorie vorbei.
Der Prinz seufzt und macht sich zum nächsten Auftrag auf. Dieser jedoch hat es in sich und stürzt Illyria in die größte Krise seiner Existenz. Schuld daran ist Dornröschen. Diese unschuldige und wie üblich beinahe auch keusche Jungfrau rettet Charming unter größten Mühen aus ihrem Schloss, weil sich dort der Gral befinden soll, den eine böse Zauberin als Gegenleistung für die Freiheit ihrer Stieftochter Anne verlangt.
Die ganze Sache entwickelt sich nun extrem peinlich: Dornröschen, pardon: Prinzessin Aurora ist nämlich schwanger. Und das seit 20 Jahren. So lang lag sie unter dem Bann eben jener bösen Zauberin. Und von wem ist Aurora schwanger? Da war einst ein junger Prinz, ihr Verlobter, der jedoch in der Schicksalsnacht, als sie verzaubert wurde, gerade seine Bachelor-Party feierte. Als Aurora also am Hofe von Illyria auftaucht, erstarrt der König beim Anblick seiner früheren Verlobten.
Die Folgen für Charming sind fatal: Plötzlich ist er nicht mehr der Thronfolger, sondern nur noch ein hundsgewöhnlicher Nullachtfuffzehnprinz. Einzige Aushilfe verspricht der Gral. Eine Heldentat ohnegleichen muss her. Und koste es sein Leben …
_Mein Eindruck_
Dass man diesen Roman nicht allzu ernst nehmen sollte, macht schon das Titelbild klar: Es stammt von Josh Kirby und weist daher den gleichen Stil auf, den er für die Titelbilder der Scheibenwelt-Romane eines gewissen Terry Pratchett verwendete. Natürlich darf auf der Rückseite ein Verweis auf Pratchett nicht fehlen. Aber kann John Moore diesem Meister das Wasser reichen?
Moore schafft dies durchaus, allerdings ohne die zahlreichen Fussnoten des Briten und ohne großes Personal. Die Handlung ist dabei keineswegs vorhersehbar. Vielmehr überrascht Moore mit immer neuen reizenden – und völlig willkommenen! – Attacken auf Charmings Unschuld und Keuschheit. Die Frauenzimmer, die er aufbietet, sind zwar recht klischeehaft gezeichnet, erweisen sich aber als ernst zu nehmende Fallstricke auf Charmings verschlungenem Weg zum privaten Glück.
Viel witziger sind jedoch die Nebenfiguren. Da ist zum einen der fortschrittliche Magier Mandelbaum, der ziemlich kühne und verblüffende Einfälle hat. Auch wenn sie nicht immer auf Gegenliebe stoßen. Dann wäre da McAllister, der es wirklich auf Prinz Charming guten Ruf abgesehen hat. Schließlich wäre da noch Wendell zu erwähnen, der so jung, bodenständig und naiv ist, wie sein zartes Alter zulässt, aber doch weiß, worauf es ankommt: gutes Essen! Eine Krise des Staates ist schon daran zu erkennen, wenn ihm etwas den Appetit verschlägt.
_Unterm Strich_
John Moore ist ein parodistischer Fantasyroman gelungen, der ohne weiteres Drumherum seine klischeehaften Vorbilder der achtziger Jahre durch den Kakao zieht. Er belässt es zum Glück nicht dabei, sondern unterhält den Leser mit unerwarteten Wendungen, die mitunter sogar richtig verzwickt sein können – so etwa bei der Sache mit Auroras verzögerter Schwangerschaft und ihren unerwarteten Folgen für das illyrische Staatsgefüge. Die Frauen haben allesamt Erfolg, so oder so. Und die Männer müssen zusehen, wo sie bleiben. Fast wie im richtigen Leben.
|Originaltitel: Slay and rescue, 1993
256 Seiten
Aus dem US-Englischen übersetzt von Michael Siefener|
James A. Sullivan – Der letzte Steinmagier
Chaos herrscht im Kaiserreich, nachdem in der Schlacht von Wuchao alle Steinmagier ums Leben gekommen sind. Alle, bis auf einen: Wurishi Yu, der von seinem Meister absichtlich zurückgelassen worden ist, um als letzter die Tradition und die Magie seiner Zunft zu bewahren. Und um eine Schuld zu begleichen. Denn einst wurde die Kaiserin von einem abtrünnigen Steinmagier in eine Statue verwandelt und nur ihre Erlösung kann die Finsternis, die seitdem über das Reich hereingebrochen ist, vertreiben.
Mit dem Erbe seines Meisters, einer kostbaren Schriftrolle, macht sich Yu an die schier unlösbare Aufgabe, wird aber schon bald von dem machthungrigen Fürsten Dayku Quan verfolgt, der sich in den Besitz des Geheimnisses der ewigen Jugend bringen will. Doch dann erhält Yu unerwartet Hilfe. (Verlagsinfo)
James A. Sullivan – Der letzte Steinmagier weiterlesen
Baxter, Stephen – Navigator (Die Zeit-Verschwörung 3)
Die Zeit-Verschwörung
Band 1: [„Imperator“
Band 2: [„Eroberer“
Band 3: _“Navigator“_
Band 4: „Diktator“
Können Sie sich vorstellen, was passiert wäre, wenn Kolumbus Amerika nicht entdeckt hätte? Wenn Mongolen oder Chinesen die durch einen noch brutaleren Glaubenskrieg stark geschwächten Europäer und Araber völlig überrannt hätten und stattdessen eine mesoamerikanische Hochkultur Europa entdeckt hätte?
Mehrere unbekannte „Weber der Zeit“ versuchen seit Jahrhunderten, mit Hilfe von Prophezeiungen und Anweisungen den Lauf der Geschichte grundlegend zu verändern. Jahrzehntelange Vorbereitungen zur Beeinflussung von Christoph Kolumbus entscheiden das Schicksal der Welt, der sich der Tragweite seiner Entscheidung jedoch nicht im Geringsten bewusst ist.
Baxter, Stephen – Navigator (Die Zeit-Verschwörung 3) weiterlesen
Wolfgang Jeschke (Hg.) – Fernes Licht. Die besten Erzählungen aus 40 Jahren Heyne Science Fiction

Zum vierzigjährigen Jubiläum der Heyne-SF-Reihe gab Wolfgang Jeschke diesen Auswahlband zu einem besonders günstigen Preis heraus: über 1000 Seiten für nur 15 D-Mark. Allerdings fand sich darin kein einziger Beitrag außerhalb des anglo-amerikanischen Sprachraums. Das finde ich sehr schade.
Katherine V. Forrest – Töchter der Morgenröte (Band 1 von 3)
In einer recht nahen Zukunft bringt – entgegen eines Verbots – ein Raumfahrer eine Außerirdische mit auf die Erde. Die außerirdische Frau sieht umwerfend gut aus, gebärt viele Kinder und setzt ihren eigenen Kopf durch.
Viele Jahre später gibt es fast siebentausend weibliche Abkömmlinge, die mit den Genen ihrer Ahnin – liebevoll „Mutter“ genannt – versehen sind. Alle Frauen sehen gut aus, sind gebärfreudig und sehr intelligent. Die Mischung Mensch und Vernaerin führt auch dazu, dass nur Mädchen geboren werden und sämtliche Nachfahren einen starken lesbischen Trieb besitzen. Dazu kommt eine ungewöhnliche Langlebigkeit.
Die Welt ist nun im Wandel und kein Ort für solch eine Menschengruppe, die gleichzeitig auch das wertvollste Gut der Menschheit darstellt. Noch ahnt niemand etwas von dem intellektuellen Potenzial, doch handelt es sich dabei nur um eine Frage der Zeit. Mutter schart nun ihre Familie um sich und kann die meisten dazu bewegen, ihr zu folgen. Sie benennt die junge Megan zur Führerin und schon bald fliehen die meisten Frauen in den Weltraum.
Die Flüchtlinge haben eine neue Welt auserkoren, die es zu bewohnen gilt. Glücklicherweise gibt es nur wenige Gefahren. Schon bald entsteht ein weibliches Utopia in der Weite des Alls. Nur Megan ist unglücklich, da sie ein Mutter gegebenes Versprechen bindet. Doch als plötzlich ein irdisches Raumschiff mit vier Besatzungsmitgliedern erscheint, dreht sich auch für Megan das Liebeskarussell. Leider stellt die Besatzung auch eine große Gefahr für die Frauenkolonie dar…
Katherine V. Forrest – Töchter der Morgenröte (Band 1 von 3) weiterlesen
Colin Kapp – Der Ionenkrieg

Science-Fiction-Romane über Rebellionen gegen ein repressives Kolonialsystem hat es schon früher gegeben, beispielsweise etwa Robert A. Heinleins „Revolte auf Luna“ und „Der Mond ist eine herbe Geliebte“. Sie haben wohl auch viel Ähnlichkeit mit der amerikanischen Geschichte.
Auch Romane über interstellare Kriegsführung gibt es in der SF nicht gerade wenige, sei es nun aus pazifistischer Sicht wie Joe Haldemans „Der ewige Krieg“ oder mehr aus militaristischer wie etwa Heinleins „Starship Troopers“. Colin Kapps „Der Ionen-Krieg“ bedeutet in diesem Rahmen kaum eine Neuerung: Es ist Supersoldaten-Military SF auf niedrigem Niveau, aber mit einem ironischen Twist.
Der Autor
Colin Kapp – Der Ionenkrieg weiterlesen
Philip José Farmer – Die Liebenden
Hal Yarrow lernt auf dem Planeten Ozagen das Mädchen einer fremden Rasse kennen. Er verliebt sich in die Außerirdische, was nach den Gesetzen der Erde ein schweres Verbrechen ist. Das Mädchen gerät in tödliche Gefahr, als es schwanger wird. Yarrow bemüht sich verzweifelt um ihre Rettung und versucht, der unerbittlichen irdischen Justiz zu entkommen. Der Roman löste bei seinem Erscheinen 1952 in Amerika heftige Reaktionen aus, weil er erstmalig eine erotische Beziehung zwischen einem Menschen und einem Alien thematisiert. (Verlagsinfo)
Mit der Novelle „The Lovers“ erwarb sich der junge P.J. Farmer den Ruf eines Rebellen, stieß er doch mit dem Thema der Novelle – Sex mit einem Alien – eine Menge Leute vor den Kopf, v. a. Lektoren und Herausgeber. In der Romanfassung kommt dieser Zündstoff erst ganz am Schluss zum Tragen. Zudem wird die Wahrheit in einem langen Monolog eines der Wogs so reizlos präsentiert, dass sich der Abschnitt so aufregend wie ein Universitätsvortrag liest. Wer also „die Stellen“ sucht, sollte sich gleich auf die letzten zehn Seiten konzentrieren. Der Sex im restlichen Buch ist langweiliger als die Lektüre des „Playboy“.
Philip José Farmer – Die Liebenden weiterlesen
Julian May – Der goldene Ring (Pliozän-Saga 2)

Die ins Pliozän verschlagenen Menschen haben es gelernt, mit den telepathischen Aliens, die die Erde vor sechs Millionen Jahren beherrschten und die Zeitreisenden aus der Zukunft versklavten, einigermaßen zurechtzukommen.
Manchen von ihnen ist diese Sklaverei ganz und gar nicht unangenehm, denn mit dem Halsring, den die Menschen zu tragen gezwungen sind und der die telepathischen Kräfte verstärkt, werden nicht nur Strafen, sondern auch Belohnungen verteilt, und ein goldener Ring verleiht geradezu göttliche Fähigkeiten. Doch es gibt genug unter ihnen, die das Joch der Fremden abzuschütteln gewillt sind.
Nachdem eine Laserlanze der Aliens in ihre Hände gefallen ist und nachdem sie den tödlichen Schwachpunkt der Beherrscher herausgefunden haben – die toxische Wirkung von Eisen -, wagen sie den Frontalangriff. (Verlagsinfo)
Die „Pliozän-Saga“, die auf deutsch bei Heyne erschien, ist eine der wichtigsten literarischen Leistungen der Science Fantasy während der achtziger Jahre. Der Pliozän-Zyklus ist die vierbändige Saga um das Schicksal einer Handvoll Menschen, die im Jahr 2110 freiwillig ins Zeit-Exil des Pliozäns vor ca. sechs Millionen Jahren gehen, um der Verfolgung von Psi-Begabten zu entgehen. Gegen dort herrschende Aliens müssen sie zahlreiche Kämpfe bestehen, entwickeln aber auch ungeahnte Fähigkeiten.
Eine Zusammenfassung der Ereignisse des 1. Bandes folgt am Beginn dieses Bandes. Wenn man also den 1. Band nicht besitzt, hat man wenig verpasst.
Die Autorin
Julian May – Der goldene Ring (Pliozän-Saga 2) weiterlesen
Jenny-Mai Nuyen – Noir. Romantasy-Roman
Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht … (Verlagsinfo)
Jenny-Mai Nuyen – Noir. Romantasy-Roman weiterlesen
Wolfgang Jeschke – Schlechte Nachrichten aus dem Vatikan. Erzählungen und Hörspiele

Wolfgang Jeschke ist seit vielen Jahren einer der herausragenden deutschsprachigen SF-Autoren. Dabei ist er nicht nur mit Erzählungen hervorgetreten, sondern auch mit fiktionalen Dokumentationen und etlichen wichtigen Hörspielen. Sein Werk mag schmal sein, doch sein Aussagengehalt und Ideenreichtum wiegt umso schwerer.
Diese Collection versammelt einige seiner besten Arbeiten, vor allem aber auch drei Hörspiele, die man in den „Gesammelten Werken“ (Shayol-Verlag) nicht findet.
Der Autor
Wolfgang Jeschke – Schlechte Nachrichten aus dem Vatikan. Erzählungen und Hörspiele weiterlesen
Alison Croggon – Die Krähe (Die Pellinor-Saga 3)
Der Pellinor-Zyklus:
Band 1: „Die Gabe“
Band 2: „Das Rätsel“
Band 3: „Die Krähe“
Band 4: „Das Baumlied“
Während Maerad sich im Norden mit dem Winterkönig Arkan auseinandersetzen muss, geht es ihrem Bruder Hem im Süden im nur vermeintlich sicheren Turbansk nicht gut. Sein jähzorniges Temperament, Sprachschwierigkeiten und seine andere Hautfarbe machen ihn zum Außenseiter. Seine Ausbildung zum Barden bereitet Saliman ebenfalls Sorgen, allerdings erweist sich Hem bald als begabter Heiler. Lange Zeit ist sein einziger Freund neben Saliman eine weiße Krähe, die er vor ihren schwarzen Artgenossen retten kann. Seinem Irc genannten gefiederten Begleiter verdankt er seinen Ehrennamen „Lios Hlaf“ (Weiße Krähe), denn mit seiner Hilfe kann er die einheimischen Vögel dazu bewegen, gegen die mutierten Todeskrähen des Namenlosen zu kämpfen, die Seuchen in Turbansk verbreiten.
Alison Croggon – Die Krähe (Die Pellinor-Saga 3) weiterlesen
Gil Ribeiro – Spur der Schatten (Lost in Fuseta 02)
„Nach dem fulminanten Start seiner Krimireihe um Leander Lost, den so ungewöhnlichen wie liebenswerten Hamburger Kommissar in Diensten der portugiesischen Polícia Judiciária, führt uns Gil Ribeiro mit »Lost in Fuseta – Spur der Schatten« in einen äußerst spannenden Fall, dessen Hintergründe um die koloniale Vergangenheit Portugals kreisen.
»Ich habe das Gefühl, ich bin jetzt angekommen«, hatte Leander Lost schwer verletzt, aber glücklich zu seinen neuen portugiesischen Kollegen gesagt, nachdem sie in ihrem ersten gemeinsamen Fall den schmutzigen Geschäften eines Wasserversorgers an der Algarve auf die Schliche gekommen waren – und nachdem Lost endlich verstanden hatte, wie man einen gelungenen Witz macht.
So stürzt sich der schlaksige Deutsche und Asperger-Autist gemeinsam mit den Sub-Inspektoren Graciana Rosado und Carlos Esteves in die Ermittlungen um eine verschwundene Kollegin – zumal er fasziniert ist von der Tochter der Verschwundenen, die ähnlich eigenwillig auf die Welt zu blicken scheint wie er…“ (Verlagsinfo)
Gil Ribeiro – Spur der Schatten (Lost in Fuseta 02) weiterlesen
Sarah – Ich bin gekommen. Erotischer Roman

Sarah ist 20 Jahre alt, sie ist Studentin. Sie ist hübsch, kontaktfreudig, hat viele Begegnungen. Sie glaubt nicht an den Mythos der Liebe, will eine erfüllte Sexualität leben, ihre Wünsche und ihre Weiblichkeit voll und ganz annehmen. Sie hat eine Suche im Dasein: Freude zu erfahren. Durch diese rohe und direkte Erzählung einer jungen Frau – die unter einem Pseudonym schreibt, um ihre Familie zu schützen -, sind alle aktuellen Probleme der Behauptung einer freien und gewählten weiblichen Sexualität sichtbar. Und die Spannung bleibt bestehen: Mit welchem ihrer Geliebten wird es ihr endlich gelingen, ihr Ziel zu erreichen, und wie wird sie sich fühlen? (Verlagsinfo, maschinell übersetzt von Reverso)
Die Autorin
Der Autorenname ist ein Pseudonym.
Sarah – Ich bin gekommen. Erotischer Roman weiterlesen
Reilly, Matthew – Showdown
Originaltitel : Contest
Matthew Reilly ist ein junger australischer Autor, der nach seinem Jurastudium zunächst als Drehbuchautor tätig war. „Showdown“ ist sein dritter veröffentlichter Thriller, wurde jedoch vor seinen beiden Erfolgsromanen ‚Ice Station‘ und ‚Der Tempel‘ geschrieben und mangels Verlagsinteresse vorerst nur in Kleinstauflage von Reilly selbst vertrieben.
Dr. Stephen Swain wird mit seiner kleinen Tochter Holly in die Räume der New York State Library teleportiert und muss dort an einem Wettkampf auf Leben und Tod mit mehreren außerirdischen Lebewesen teilnehmen. Die Regeln sind einfach, nur der letzte Überlebende kann den Austragungsort lebend verlassen, der rundherum mit Starkstromfallen abgeriegelt wurde. Das ‚Präsidian‘ wird seit 6000 Jahren jeweils im Abstand von eintausend Jahren durchgeführt und jeder der sieben Wettkämpfer repräsentiert eine bestimmte Lebensform des Universums. Die menschliche Rasse wurde nach langer Beobachtung erst vor 2000 Jahren für würdig befunden, an dem Wettkampf teilzunehmen. Anders als die anderen Teilnehmer, für die die Teilnahme eine große Ehre darstellt und die eigene Vorausscheidungen abhalten, wird der menschliche Wettkämpfer von den Veranstaltern ausgewählt und muss gegen seinen Willen kämpfen. Während der blutige Kampf tobt, wird das Gebäude von einer Spezialeinheit der NSA (National Security Agency) umstellt, die nach außerirdischen Aktivitäten auf der Erde fahndet und mit allen Mitteln in das Gebäude eindringen will.
Die Story ist nur mittelmäßig einfallsreich und so anspruchsvoll wie ein Science Fiction Comic, desgleichen gilt für den sprachlichen Ausdruck. Die extraterrestrischen Lebensformen bedienen jedes Klischee, von Arachnoiden über monströse Gestalten, bei denen Computerspiele wie ‚Half Life‘ oder Sci-Fi Klassiker wie ‚Metaluna 4‘ Pate gestanden haben könnten, bis zu weitgehend menschlichen Lebensformen ist alles enthalten. Technische Vorgänge werden derart simplifiziert dargestellt, dass sie kaum noch glaubhaft wirken.
Reilly hat seinem eigenen Vorwort zufolge den Prototyp eines neuen Genre erschaffen wollen, einen ‚Nonstop-Action‘ und ‚High-Energy‘ Thriller, superschnell von der ersten bis zur letzten Seite. Um Anspruch oder Realitätsnähe ist ihm nie gelegen gewesen, sondern um fesselnde Spannung und Action in der x-ten Potenz. Mit „Showdown“ ist ihm dies größtenteils gelungen, seine nachfolgenden Werke kommen diesem Ziel noch ein gehöriges Stück näher. „Showdown“ ist schnelle, einfache Unterhaltung für ‚Zwischendurch‘, ein Buch für einen faulen Tag auf der Couch mit Popcorn, Chips und auf Minimalleistung gedrosseltem Gehirn.
Peter V. Brett – Das Lied der Dunkelheit (Dämonen-Zyklus 1)
Das Lied der Dunkelheit. Heyne, 2009, ISBN 978-3-453-52476-7 (engl. Original: The Painted Man. (US-Titel: The Warded Man.), 2009, ISBN 978-0-00-727613-4)
Das Flüstern der Nacht. Heyne, 2010, ISBN 978-3-453-52611-2 (engl. Original: The Desert Spear. 2010, ISBN 978-0-00-727616-5)
Die Flammen der Dämmerung. Heyne, 2013, ISBN 978-3-453-52474-3 (engl. Original: The Daylight War. 2013, ISBN 978-0-00-727621-9)
Der Thron der Finsternis. Heyne, September 2015, ISBN 978-3-453-31573-0 (engl. Original: The Skull Throne. März 2015, ISBN 978-0-345-53148-3)
Das Leuchten der Magie. Heyne, Dezember 2017, ISBN 978-3-453-31574-7 (engl. Original: The Core. September 2017, ISBN 978-0-007-42572-3)
Die Stimmen des Abgrunds. Heyne, April 2018, ISBN 978-3-453-31938-7 (zweite Hälfte der deutschen Übersetzung von The Core.)
Der Autor
Peter V. Brett (* 08.02.1973, New York) studierte English Literature und Art History an der Universität von Buffalo. Nach seinem Abschluss im Jahre 1995 schrieb er über zehn Jahre lang medizinische Fachliteratur. Doch wen würde das interessieren, wir würden ihn nicht kennen, wenn ihm sein bisher einziger Roman nicht so hervorragend gut gelungen wäre, dass viele begeisterte Leser schon wieder den überstrapazierten Vergleich mit Altmeister Tolkien bemühen.
Egal ob man diesem Vergleich zustimmt oder nicht, „Das Lied der Dunkelheit“, im englischen Original als 2008 bei Gollancz als „Painted Man“ in den USA unter dem Titel „The Warded Man“ erschienen, ist ein Bestseller. Dem kann ich nur zustimmen, kaufen Sie sich dieses Buch! Warum es aber so gut ist, wieso ich eine solch uneingeschränkte Kaufempfehlung ausspreche und welche Zielgruppen dieses Buch anspricht, das sage ich Ihnen jetzt.
Peter V. Brett – Das Lied der Dunkelheit (Dämonen-Zyklus 1) weiterlesen











