Archiv der Kategorie: Hörspiele / Hörbücher

Falck, Kristin / Seibel, Antje / Nickels, Stefan – Hüter der Wolken, Die

_Romantisch: Geistreisen mit dem Himmelsstein_

Der Fürstentochter Lärka steht eine arrangierte Hochzeit bevor. Als Vasall eines machtgierigen Umstürzlers, der den rechtmäßigen Thronfolger Jaduins vertrieben hat, muss ihr Vater die Tochter umsichtig verheiraten. Als Lärka der geheimnisvolle Arild begegnet, der mit den Wolken zu sprechen scheint, ahnt sie noch nicht, wie ihr Schicksal mit seinem verbunden ist und dass das Land Jaduin vor einem Wendepunkt steht, an dem nur sie beide das Schlimmste abwenden können. (Verlagsinfo)

_Die Autorin_

Kristin Falck wurde 1966 in Gelnhausen geboren, wo das Mittelalter lebendig ist. Die promovierte Informatikerin lebt heute mit ihrer Familie in Heidelberg. Schreiben bedeutet für sie „… dem nachspüren, was sich im Innersten bewegt, und es mit feinen Strichen so auf einen kräftig bunt grundierten Hintergrund zu bringen, dass andere dasselbe empfinden.“ „Die Hüter der Wolken“ ist ihr Romandebüt. (Verlagsinfo) Mehr Info: http://www.kristinfalck.de/.

_Die Sprecherin_

Tanja Geke war nach ihrer Schauspielausbildung in Berlin in verschiedenen Film- und Fernsehrollen zu sehen, u. a. in „Rosa Roth“ und „Praxis Dr. Sommerfeld – Neues von Bülowbogen“. Neben ihren TV-Auftritten ist von ihr so manches zu hören. Sie lieh ihre Stimme bereits Kate Hudson („Almost Famous“), Scarlett Johannson („The Prestige“) und Beyoncé Knowles.

Geke liest eine bearbeitete Fassung vor – Redaktion: Antje Seibel. Für die Aufnahme zeichnete Lars Ullrich verantwortlich, Regie führte Stefan Nickels, die Musik trug Andy Matern bei.

_Handlung_

Die siebzehnjährige Lärka lebt auf dem Gehöft ihres Vaters, des Thans von Ribehof. Da ihre leibliche Mutter Audhild zehn Jahr zuvor starb, führt ihre strenge Tante Asa das Regiment auf dem Anwesen. Das Mädchen will wie ihre Mutter ein „grünes Weib“ werden, eine heilende Kräuterfrau, aber Asa und ihr Vater haben andere Pläne mit ihr. Lärkas bester Freund ist ihr sechzehnjähriger Vetter Jörn, Asas Sohn.

Heute geht es zum Markt. Lärka sieht, dass die Gelegenheit abzuhauen, günstig ist. Doch leider wird sie von Valgrim abgefangen, einem älteren Mann, und vom jungen Arild, Jörns Vetter. Der schweigsame Arild wird von Lärka „Wolkenkopf“ genannt, weil er ständig gen Himmel schaut, als könne er die Sprache der Wolken verstehen. Arild erzählt, er sei mit Valgrim unterwegs zum Thanshof von Orlyg, Lärkas Vater.

Am Abend feiert Orlyg mit ausgewählten Ehrengästen – Geestleuten und Küstenländern – den Geburtstag Lärkas und überreicht ihr ein wertvolles Kästchen aus dem Erbe ihrer Mutter, das wie sie aus Osgund stamme. Im Kästchen befindet sich eine Silberkette, die einen bemerkenswerten Anhänger aufweist: einen schwarzen Sternstein. In ihrer Kammer entdeckt Lärka im doppelten Boden des Kästchens ein Geheimfach und darin ein Pergament. Aber sie hat nie lesen lernen dürfen und muss erst noch jemanden finden, der ihr die schwarzen Zeichen auf dem Dokument deutet.

In dieser Nacht hat Lärka den ersten von mehreren Träumen, die ihren Geist auf eine Reise mitnehmen. Darin sieht sie einen traurigen Kranich, einen sorgenvollen Steinbock und einen stolzen, unruhigen Adler – dies sind ihr Vater mit Valgrim und Arild. Erstaunlich, dass sie die Gedanken dieser Menschen sehen und lesen kann. Aber sie verrät keinem, dass sie diesen Traum gehabt hat, der ihr durchaus ein wenig Angst einjagt. In einem zweiten Traum fliegt ihr Geist übers Eis, bis er zu Hirten an einem Bach gelangt. Hier verwandelt sich ein Stein zu einem Schwert, Ritter erscheinen und ein Heer. Lärka fragt sich, ob sie das Zweite Gesicht hat und ob es an der Silberkette ihrer Mutter liegt.

|Nach Norden|

Am nächsten Tag ziehen Valgrim und Arild mit Lärka und Jörn Richtung Norden nach Osgund, damit Lärka bei ihrer Tante Rudlindis, Audhilds Schwester, einmal andere Leute kennenlernt und etwas über das harte Leben in den Bergen erfährt. Ein Quacksalber namens Bolverk schließt sich ihnen ebenso an wie zwei Krieger aus dem Volk Feodras‘, die sich Olvir und Daryn nennen. Daryn trägt ein bemerkenswertes Amulett, das einen Adler mit einem Blitzbündel in den Klauen zeigt.

Als Arild beim Schwimmen im Fluss verunglückt und unauffindbar ist, gelingt es nur Lärka mit ihrer Geistsuche, den Verschollenen ausfindig zu machen. Sie vertraut sich nur ihrem Vetter Jörn an, und er muss lügen, er habe eine Art Eingebung gehabt. Niemand soll etwas von Lärkas besonderen Kräften erfahren, bevor sie nicht selbst darüber mehr weiß. Der wiedergefundene Arild ist verletzt und muss genesen. Lärka ist froh, ihn gerettet zu haben.

Am nächsten Morgen gelingt es Lärka, die Feodriner Ritter in ihrer Diskussion mit Arild, Valgrim und Bolverk zu belauschen. Sie drängen Arild, sich als König zu erkennen zu geben, denn er habe schließlich DEN STEIN gefunden, das Herz der Berge. Arild weigert sich standhaft gegen Valgrims Drängen, den thronräuberischen König von Osgund herauszufordern und den geraubten Herzstein wieder an sich zu nehmen. Lärka rätselt über diese Ausdrücke, aber ihr ist jetzt klar, dass es mit dem jungen Arild eine besondere Bewandtnis haben muss. Ist ihr Schicksal mit seinem verknüpft?

|Im Blutwald|

Sie reiten gemächlich weiter, bis sie in die Ebene vor Osgund gelangen, von wo aus sie den ersten Blick auf das Panorama der Frostberge werfen können. Da ist der hohe Goldfang, dort die Zehn Brüder und schließlich droht neben ihnen der finstere Grimhorn. Unter den Zehn Brüdern liegt der Blutwald, in den sich seit vielen Jahren kein sterblicher Mensch mehr gewagt hat – ein tödlicher „Zauberwald“, raunt Bolverk. Lärka erinnert sich an Onkel Tiernan, den Bruder ihrer Mutter Audhild, der eines Tages verschwand. Kam er hier um?

Ein Braunbär versetzt das Packpferd in Panik, so dass es davonläuft. Darauf ist Lärkas Festkleid und darin eingenäht ihre Silberkette! Nichts kann sie davon abhalten, dem Packpferd zu folgen, selbst dann nicht, als es in den Blutwald rennt. Bis das dumme Pferd stürzt und sich verletzt. Lärka findet ihren Schatz und ist erleichtert, doch als sie aufschaut, befindet sie sich mitten im unheimlichen Dämonenwald. Alles hier ist eklig und tot.

Arild, der Lärka gefolgt ist, findet den Weg ebenfalls nicht mehr heraus. Sie reiten im Kreis und stoßen wieder auf das sterbende Pferd. Sie müssen offensichtlich die Nacht hier verbringen. Hier fand einst eine Schlacht statt, in der viele Krieger starben, erzählt Arild. Die Leichen der „Baumgeborenen“ wurden aufgespießt und an die Bäume gehängt, die seitdem verflucht sind.

Es wird eine Nacht voller Schrecken. Doch da holt Arild einen Mondstein aus seiner Tasche. Ein Lichtlein in der Dunkelheit, und in Lärka erwachen die Träume …

_Mein Eindruck_

Dies ist der vielversprechende Auftakt zu einem Zyklus um Lärka, die Seherin, die einen künftigen König liebt und heiraten wird. Das besondere Merkmal der Geschichte liegt im Thema des Exils und der Enteignung. Die Welt ist für Lärka und Arild falsch und sie unternehmen alles, um sie wieder ins Lot zu bringen. Lärka ist bei den Geestländern fern von Osgund aufgewachsen und kehrt nun zumindest geografisch an den Ursprung der mütterlichen Sippe zurück – und zu den Wurzeln ihrer magischen Kräfte.

Arild hingegen hat viel mit Aragorn gemeinsam, den die Autorin wohl auch ziemlich sexy findet. Wie Aragorn lebt der Königssohn im Exil und hat seinem rechtmäßigen Thron entsagt, auf dem ein Thronräuber namens Hakon sitzt. Doch die Feodriner wie Arild sind durch eine besondere Magie mit dem Land und den Bergen verbunden. Sie herrschen über den Herzstein und sorgen so für den Frieden mit den drohend aufragenden Bergen rings um Osgund. Doch seitdem der Ursurpator in der Festung von Osgund sitzt, hat der Berg namens Grimhorn seinen böswilligen Einfluss ausgebreitet und das Bergplateau ringsum mit Staub und Asche überzogen.

Die Steinmagie durchdringt das Buch – keine üble Idee, denn sie lässt sich durchaus anschaulich und überzeugend umsetzen. So gelangen Arild & Co. auf ihrer Flucht vor Hakons Häschern in das Dorf von Corydon, in dem Menschen zunehmend zu versteinern drohen. Sie sind umgeben von Steinstaub, kennen weder Sonnenschein noch frische Luft noch Lachen. Eine wahrlich traurige Gemeinde. Die überdies noch gefährlich ist, als sich herausstellt, dass die Feodriner dort selbst durch Grimhorns Macht zu Stein verwandelt werden können. Es dürfte klar sein, dass die Versteinerung von Menschen symbolisch zu verstehen ist und sich auf Gefühle bezieht.

Doch die Steinmagie hat noch weitere Konsequenzen und Erscheinungsformen. So gibt es beispielsweise Himmelssteine, von deren Splittern Lärka selbst einen in ihrer Silberkette trägt. Der Himmelsstein fiel vom Himmel, es handelt sich also um einen Meteoriten. Kein Wunder, dass sie Träume hat, in denen ihr Geist auf Reisen geht und sie Visionen wie aus Galadriels Spiegel erhält. (In SF-Romanen werden dazu immer Monitore und Hologramme benötigt – ist in der Fantasy völlig unnötig, weil die Projektionsfläche sich im Kopf des Betrachters befindet.) Wie auch immer: Himmelssteine sind mit dem Herzstein verbunden. Nur geübte Seher können die Träume steuern, doch Lärka hat in dieser Hinsicht noch viele Lehrjahre vor sich.

Die oberste Lehrherrin ist Althea, die Ahnin, die jenseits von Corydons Dorf in den Höhlen der Berge lebt. Hier hat die Ahnin ihre Jüngerinnen um sich versammelt, ein Frauenorden, der gelinde an Frank Herberts Bene Gesserit erinnert. Auch aus dem Grunde, dass die geistigen Inhalt der verstorbenen Ordensmitglieder nicht verloren gehen, sondern im Geist der Ahnin gespeichert werden. Diese verfügt über besondere Lebenskräfte und ist potentiell unsterblich. (Man erinnere sich an [„DUNE“: 1662 Dort überträgt die Bene-Gesserit-Mutter Ramallo ihren Geist an Lady Jessica Atreides, und zwar in jener Zeremonie, bei der das „Wasser des Lebens“ eingesetzt wird.)

Diese Geistesübertragung und -bewahrung hat für Lärka eine erstaunliche Konsequenz: Ihre Mutter Audhild meldet sich aus der Vergangenheit, denn auch Audhild war eine Angehörige dieses Ordens (der offenbar kein Keuschheitsgelübde kennt). Und zusammen mit dem Pergament, das endlich von einer Gelehrten namens Melva entziffert wird, erkennt Lärka, in welcher Tradition des Blutes und des Geistes sie ihren Platz finden kann. Diese Einordnung in die Welt ist der wesentlichste Aspekt für jedes Jugendbuch.

Allerdings befindet sich Arild immer noch im Exil, und als er sie zu seiner Geliebten und Verbündeten macht, muss sie an seinem Widerstandskampf gegen den Thronräuber teilnehmen. Erst wenn die Festung von Osgund gestürmt ist und der Gerzstein wieder in den rechtmäßigen liegt, wird die Welt wieder so sein, wie es die Tradition der Feodriner und der Ahnin vorsieht. Dieser Kampf, der sowohl mit Waffen aus Stahl wie auch denen des Geistes ausgefochten wird, muss jedoch in einem weiteren Band erzählt werden.

Der Roman bietet besonders für Leserinnen zahlreiche Identitifikationsmöglichkeiten: mit der jungen Lärka, mit der alten Ahnin, mit Audhild und vielen anderen. Auch Jungs bekommen ein paar Kämpfe geboten, denn was wäre ein Widerstandskampf wie dieser ohne ein paar ordentliche Kämpfe? Arild hat eine magische Fähigkeit, die hier aber nicht verraten werden soll. Und wenn er sich mit Lärka und den magischen „Wolkenfürsten“ zusammentut, so kann er es sogar mit dem boshaften Grimhorn aufnehmen und dessen Einfluss zurückdrängen.

Diese „Wolkenfürsten“ allerdings erinnern an nichts so sehr wie an chinesische Magier, die durch die Lüfte sausen, oder an frühmittelalterliche Engel, die dem Bedürftigen in Not erscheinen, um ihm Rat zu geben. Das ist keine sonderlich gute Konstruktion, die der Autorin hier einfiel. Die bildhaften Assoziationen sind allzu sehr an die mittelalterliche Bildsprache geknüpft und somit historisch vorbelastet. Tolkien hätte sie rundweg als „Allegorien“ in Grund und Boden verdammt. Sei’s drum, es ist schließlich nicht mein Roman.

|Die Sprecherin|

Tanja Geke lässt die sanfte Stimme von Scarlett Johannson erklingen. Das macht das Zuhören für einen männlichen Hörer fast schon zu einem sinnlichen Vergnügen, und für weibliche Hörer mag sie die angemessene Stimme sein, um die Gedanken und Empfindungen der Hauptfigur Lärka wiederzugeben.

Allerdings tut sich die Sprecherin etwas schwer mit tiefen männlichen Stimmen. Bolverk beispielsweise klingt nur unwesentlich tiefer als etwa der junge Arild und Lärka nur unmerklich höher als Arild. Etwas mehr liegt ihr der Ausdruck von Gefühlen in bestimmten Situationen, so etwa Strenge, Ängstlichkeit, Zorn, stockendes und zaghaftes Sprechen und dergleichen. Am natürlichsten klingen stets die Frauenstimmen, besonders die von älteren Frauen wie der Ahnin. Dass die Stimme eines Wolkenfürsten mit ordentlich Hall unterlegt ist, finde ich nur angemessen, schließlich soll es sich um ein majestätisches, himmlisches Wesen handeln.

|Der richtige Atem|

Jeder Sprecher muss eine Ausbildung gehabt haben, um nicht nur die richtige Intonierung von Sätzen und die hochdeutsche Aussprache zu erlernen, sondern vor allem auch die Atemtechnik zu beherrschen. Manche Sätze sind ja mitunter recht lang, und es wäre ein Unding, mittendrin abzusetzen und wieder anzufangen, wenn die Unterbrechung nicht sinnvoll für den Inhalt ist.

Um die optimale Atemtechnik ist es zwar bei Geke recht gut bestellt, doch ich konnte mich nicht mit ihrer Eigenart anfreunden, vor jedem Satz erst einmal hörbar tief Luft zu holen. Das ist zwar nötig, doch sollte man es nicht in der Aufnahme hören. Bei anderen Profisprechern wie Kerzel, Glaubrecht oder Pigulla sind solche Atemgeräusche kaum je zu hören. Offensichtlich hat die Aufnahmeleitung es unterlassen, dieses Geräusch herauszuschneiden. Vielleicht glaubte Lars Ullrich, das Atemgeräusch würde bei einem Hörbuch für Jugendliche nicht stören. Das tut es aber.

|Geräusche|

Zu meinem nicht geringen Vergnügen wurden dem Vortrag eine ganze Reihe verschiedenster Geräusche beigemischt. Wiederholt poltern Steine herab, Geröll prasselt, und ein Rauschen wie von einem Bergbach ist zu hören. In Actionszenen ist Schwerterklirren im Hintergrund zu vernehmen, und ab und zu Stimmengewirr und Pferdewiehern. Die Geräusche sind höchst dezent eingesetzt und haben nichts mit der detaillierten Ausarbeitung zu tun, die man von einem dramatisch ausgestalteten Hörspiel erwartet. Seltsamerweise fehlen aber Geräusche von Windbewegungen, wie man sie mit einem Mann assoziieren würde, der den Wolken nachschaut, um deren Botschaften zu lesen.

|Die Musik|

Nach dem |Wellenreiter|-Reihen-Jingle erklingt die Intro-Musik, die aus einer Drum-Linie mit darübergelegten Synthi-Streichern besteht, die eine relativ romantische Kadenz spielen. Das Ganze ist natürlich ziemlich nichtssagend, aber es soll ja auch bloß die Stimmung andeuten. Im Outro wiederholt sich dieses musikalische Motiv. Die Hintergrundmusik, die bestimmte bedeutsame Szenen unterlegt, steuert die Emotionen des Hörers.

|Das „Booklet“|

In die Einstecktaschen der Verpackung hat der Verlag die Familienbeziehungen der verschiedenen Gruppen gedruckt, so etwa die der Feodriner, der Leute von Osgund und die der Leute aus Ribehof. Ob diese ausformulierten Familienbeziehungen hilfreich sind, wage ich zu bezweifeln. Manchmal ist ein Stammbaum eben anschaulicher.

_Unterm Strich_

„Die Hüter der Wolken“ bietet eine eigenständige Welt mit den Magien von Stein und Pflanze, erinnert streckenweise aber auch an den [„Herrn der Ringe“. 1330 Die Story liefert jungen Leserinnen zahlreiche schöne Szenen, ganz besonders mit dem feschen Exilkönig Arild, der große Ähnlichkeit mit Aragorn aufweist. (Einen Legolas-Ersatz sucht man vergeblich.) Die Fantasyszenen wechseln sich mit Action und mit Einblicken in die detailliert beschriebene Vorgeschichte ab.

Durch Einsatz ihrer Magie gelangt die jugendliche Heldin zunehmend in den Mittelpunkt einer ihr bis dato verschlossenen Welt, in der sie an der Seite der dortigen Hauptperson, eben Arild, eine Schlüsselrolle einnehmen darf. Das dürfte für jede Leserin eine ziemlich befriedigende Erfahrung sein, wünscht sich doch jede(r) Jugendliche, ihren Ort in der Welt zu finden und dort eine Aufgabe zu erhalten, die ihr oder sein Leben wert ist.

Zudem ist Lärka total in Arild verliebt, obwohl sie es nie zugeben würde. Dass die beiden am Schluss zueinander finden – er hat natürlich ihr den Antrag zu machen -, erfüllt sämtliche Wünsche von Romantikerinnen. Wer sich mit Lärka identifiziert, darf hier also gerne einmal die Arwen Abendstern spielen.

Die Schwäche des Buches liegt in der unzureichenden Charakterisierung von Lärka und Arild. Sie sind noch zu sehr Projektionsflächen für die Wünsche der Leserinnen, um ein Eigenleben entwickeln zu können, und wirken wie Erfüllungsgehilfen für die Fantasien der Autorin. Dieser Eindruck mag zwar von der Kürzung für das Hörbuch herrühren, wurde aber auch schon von einer Leserin des ungekürzten Buches negativ vermerkt. Hieran sollte die Autorin noch arbeiten.

|Das Hörbuch|

Das Hörbuch wurde mit Geräuschen ausgestattet, was der Vorstellungswelt des jungen Zuhörers sicherlich entgegenkommt und seine bzw. ihre Vorstellungskraft unterstützt. Musik gibt es im Hintergrund sowie an Anfang und Ende. Ob die in die Verpackung gedruckten Familienbeziehungen hilfreich sind, wage ich zu bezweifeln. Manchmal ist ein Stammbaum anschaulicher. Die Sprecherin bemüht sich um einen einfühlsamen und vielseitigen Vortrag, doch ihre Ausdrucksfähigkeit ist begrenzt. Besonders hat mich ihr Atemgeräusch gestört.

|315 Minuten auf 4 CDs|
http://www.wellenreiter.la

Willkommen


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Heinrich von Kleist – Die Marquise von O. (Lesung)

Engel und Teufel in den Wirren des Krieges

Die verwitwete Marquise von O. ist schwanger – ist sich aber sicher, sich mit keinem Mann eingelassen zu haben. Von der Familie, die sie für eine unehrenhafte Lügnerin hält, verstoßen, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung über eine Annonce an den unbekannten Vater ihres Kindes. Gleichzeitig schlägt sie das eifrige Werben des Grafen F. aus, der sie ehelichen will, obwohl er sie kaum kennt. Das uneheliche Kind soll keinen anderen Vater bekommen als seinen leiblichen. So beginnt eine verzweifelte Suche. (Verlagsinfo)

Der Autor

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Fünf Freunde und das verlorene Maß (Folge 158)

Die Handlung:

In der Nähe von Kirrin wird eine Ritterburg nach mittelalterlichem Vorbild errichtet. Gebaut wird wie damals, ganz ohne Strom und moderne Technik. Die Fünf Freunde dürfen ein paar Tage dableiben und auf dem Bau mithelfen. Doch plötzlich ist die wichtige Messlatte weg, das sogenannte Maß, und der Bau muss gestoppt werden. Versucht etwa jemand den Bauleuten zu schaden und hat das Maß absichtlich verschwinden lassen? Und warum wird Erde von der Baustelle im Labor untersucht? Während die Freunde mehrere Spuren verfolgen, bahnt sich eine Katastrophe an. Sie erleben aufregende Tage, bis sie zum Glück auch dieses Rätsel lösen. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Hey, eine Oktoberfest-Folge für die Fünf Freunde? Nein, natürlich nicht! Den Gedanken musste ich aber unbedingt verarbeiten. Dad Jokes, halt. Außerdem heißts in Bayern ja auch „die Maß“ und nicht „das“.

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TKKG – Die Tesla-Verschwörung (Folge 230)

Die Handlung:

Nach einer Vorlesung an der Universität wartet Karl auf seinen Vater und wärmt sich so lange in der leeren Universitätsbibliothek auf, als er Zeuge eines Anschlags wird: Ein Mann mit Totenkopfmaske versetzt einem Studenten einen brutalen Fausthieb und flüchtet. Tim, Karl, Gaby und Klößchen schalten sich ein und bald wird klar, dass der Vorfall mit einer Erfindung der beiden Physikstudenten Paul Wenzel und Dominik Lechner zusammenhängt. Ihre bahnbrechende physikalische Versuchsanordnung könnte die Gesellschaft auf den Kopf stellen – was den Mächtigen natürlich gar nicht schmeckt. Leider geraten nun auch TKKG ins Visier der übermächtigen Gegner. Es gibt kein Zurück, TKKG müssen die Wahrheit ans Licht bringen, koste es, was es wolle! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Über vier Monate gabs jetzt kein TKKG-Abenteuer, das ist ganz schön lange. Und wenn ich mir die Sprecherliste anschaue, dann ist der Erzähler ausgetauscht worden. Einmalig oder dauerhaft?

Ich vermute mal, es geht auch nicht um Elektro-Autos, oder? Nein, aber der Fall hat seinen Namen schon vom kroatischen Erfinder Nikola Tesla. Aber, was macht Karl denn eigentlich an der Uni? Studiert er als Hochbegabter neben der Schule da? Nein … obwohl er das mutmaßlich könnte … er hat bei einer Vorlesung seines Vaters zugehört.

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Joseph Thomas Sheridan Le Fanu – Carmilla, der Vampir (Gruselkabinett 1)

Miau! Dieser Vampir ist eine Katze

1868 in einer einsamen Gegend der Steiermark: Vor dem Schloss eines pensionierten Generals verunglückt eine Kutsche. War es wirklich nur ein Unfall? Die mysteriöse Insassin ist gezwungen, ihre junge Tochter in der Obhut der Schlossbewohner zurückzulassen. Die ätherisch schöne Carmilla übt auf alle, aber besonders auf Laura, die gleichaltrige Tochter des Generals, eine starke Anziehungskraft aus. Ein undefinierbarer Zauber umgibt das Mädchen. Noch ahnt niemand, dass Carmilla ein dunkles Geheimnis hütet.

Der Autor

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Isaac Asimov- Geliebter Roboter (Hörspiel)

Durchwachsene Auswahl eines SF-Stars

Das Hörbuch versammelt drei frühe Science-Fiction-Geschichten von Isaac Asimov. Robert Seibert liest sie in ungekürzter Fassung vor. Es handelt sich um die Neuausgabe des Hörbuchs aus dem Jahr 2000, als es noch 35,80 Mark kostete und nur auf MC angeboten wurde.

Der Autor

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Harold Brodkey – Unschuld (Lesung)

Erotisches Er(d)beben

„Unschuld“ beschreibt die Bemühungen des Ich-Erzählers, die Studentin Orra Perkins zum ersten Mal in ihrem Leben zu einem Orgasmus zu bringen. Der Autor hat die Möglichkeiten, zugleich plastisch als auch reflektiert über Sexualität zu sprechen, erweitert: Momentaufnahmen des Bewusstseins in unterschiedlichsten Zuständen.

Der Autor

Harold Brodkey, geboren 1930 in Illinois,, veröffentlichte 1958 unter dem Titel „Erste Liebe und andere Sorgen“ seinen ersten Erzählband. Erst dreißig Jahre später legte er den Band „Stories in an almost classical mode“ („Nahezu klassische Stories“) vor, dem „Unschuld“ entnommen ist. Brodkey erkrankte an AIDS und starb 1996.
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Indridason, Arnaldur – Kältezone (Lesung)

_Opfer des Kalten Kriegs: Der tote Spion im See_

Ein Toter wird im Kleifarsee bei der isländischen Hauptstadt Reykjavik entdeckt. Nach einem Erdbeben hatte sich der Wasserspiegel gesenkt und ein menschliches Skelett sichtbar werden lassen. Es ist an ein russisches Sendegerät aus dem Jahr 1961 angekettet. Dass es Mord war, belegt ein Loch in der Schläfe des Schädels. Wer ist der Mann?

Kommissar Erlendur Sveinssons Ermittlungen führen ihn in längst vergangene Zeiten von vor 30 und 40 Jahren. Isländer, die von einer gerechteren und besseren, sprich: sozialistischen Welt träumten, gingen in den fünfziger Jahren oft zum Studium in die ehemalige DDR. Einer von ihnen gerät unter Verdacht.

_Der Autor_

Arnaldur Indriðason, Jahrgang 1961, war Journalist und Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung. Heute lebt er als freier Autor bei Reykjavik und veröffentlicht mit großem Erfolg seine Romane. Sein Kriminalroman „Nordermoor“ hat den „Nordic Crime Novel’s Award 2002“ erhalten, wurde also zum besten nordeuropäischen Kriminalroman gewählt, und das bei Konkurrenz durch Håkan Nesser und Henning Mankell!

_Der Sprecher_

Frank Glaubrecht ist einer der erfolgreichsten Synchronsprecher Deutschlands. Er leiht beispielsweise so bekannten Filmstars wie Al Pacino, Pierce Brosnan, Jeremy Irons und Richard Gere seine markante Stimme. Er hat u.a. Indriðasons Hörbücher „Nordermoor“ und „Engelsstimme“ gelesen.

Der Romantext wurde von Sabine Bode gekürzt. Für Regie und Produktion zeichnete Marc Sieper verantwortlich. Die akustischen Motive an Anfang und Schluss des Hörbuchs stammen von Michael Marianetti.

_Handlung_

Es ist Mai, als nach einem Erdbeben der Kleifarvatn-See trockenfällt und eine Spaziergängerin darin ein Skelett findet. Die Knochen sind an ein altes russisches Sendegerät aus dem Kalten Krieg gekettet. Ein klarer Hinweis auf Mord. Kommissar Erlendur Sveinsson und sein Assistent Sigurdur Oli werden eingeschaltet. Erlendur lässt Vermisste aus dem Zeitraum zwischen 1965 und 1975 suchen. Bei den Eltern eines der Vermissten aus dem Jahr 1970 liest Oli Briefe: Ist ihr Sohn Jakob der Tote aus dem See?

Oli findet heraus, dass in jenem See mehrmals Abhörsender aus Russland gefunden worden waren. Sie hatten eine Reichweite, mit der Spione den Funkverkehr des amerikanischen Luftwaffenstützpunktes in Keflavik nahe der Hauptstadt Reykjavik belauschen konnten. Da meldet eine siebzigjährige Frau, dass ihr Verlobter vor 30 Jahren verschwand. Er war Vertreter für Baumaschinen und kam daher ganz schön was rum. Die Maschinen stammten allesamt aus der DDR und der Sowjetunion. Eines Tages erschien er nicht mehr bei einem Kunden und verschwand spurlos.

Dieser Hinweis führt zu den Russen. Der Sekretär der Botschaft jedoch gibt sich freundlich, aber völlig ahnungslos. Dabei war Island ein lohnendes Ziel für sowjetische Agenten: Überall auf der Insel hielten sich Amerikaner auf. Erlendur folgt der Spur des Ford Falcon, den der verschwundene Baumaschinenvertreter unter falschem Namen gefahren hatte. Er besucht den letzten Kunden dieses „Leopolds“, bei dem er angeblich nie auftauchte: den mittlerweile 84-jährigen Bauern Haraldur. Der redet unwirsch und abweisend, gibt aber zu, „Leopold“ vor 30 Jahren in der Hauptstadt getroffen zu haben.

Endlich meldet sich auch die amerikanische Botschaft: Etwa 1967 kam ein DDR-Vertreter nach Island, verließ es aber nicht wieder, sondern verschwand im Herbst 1968 spurlos. Der Mann nannte sich Lothar Weiser, geboren in Bonn, lange Zeit wohnhaft in Leipzig, DDR. Bei der deutschen Botschaft erfahren Erlendur und Oli, dass Weiser ein Stasi-Mann war, der 1953 bis 1958 in Leipzig zwecks Observierung der Ausländer arbeitete. Dazu gehörten auch Isländer. Und „Leopolds“ Chef Benedikt Jonsson erklärt, die Baumaschinenhersteller aus der DDR hätten ihn praktisch erpresst, den Mann schwarz einzustellen. Dieser „Leopold“ rekrutierte Leute für die Stasi auf Island, damit sie die Amis abhörten. War Lothar Weiser also „Leopold“? Das ist nicht sicher.

Jetzt sieht Erlendur einigermaßen klar. Aber wer ist der Mörder Lothar Weisers – falls dieser das Skelett im See ist? War es ein Mann aus seiner Vergangenheit oder jemand aus Island? Wird der Täter erneut zuschlagen?

Höchste Zeit, dem alten Haraldur noch mal einen Besuch abzustatten …

_Mein Eindruck_

Meine Inhaltsangabe enthält nur die eine Hälfte des Romans, sozusagen den Krimi an sich. Die andere Hälfte besteht aus einem Handlungsstrang, der 45 Jahre vorher einsetzt, im Jahr 1953. Damals geht der isländische Jungsozialist Thomas nach Leipzig, um dort Ingenieurswissenschaften in einem aufstrebenden sozialistischen Staat zu studieren. Aber als er 1956 zurückkehrt, ist er total verändert und verkriecht sich als gebrochener Mann ohne Hoffnung in seinem Haus. Erst 1998, als der Tote im See gefunden worden ist, beginnt er mit der Niederschrift seiner Erlebnisse in Leipzig. Und dieses Manuskript bildet die andere Hälfte des Romans.

In der Schilderung dieser Erlebnisse legt der Autor eine große Detailkenntnis an den Tag. In der Porträtierung der einzelnen Vertreter der verschiedenen Interessensgruppen an der Universität Leipzig lässt sich die sorgfältige Recherche und der Realitätssinn des Autors ablesen. Thomas, der Ausländer, verliebt sich in eine andere Ausländerin, Ilona aus Ungarn. Obwohl sich das Misstrauen gegen die aufmüpfigen Ungarn, deren Aufstand ja 1956 blutig niedergewalzt wurde, auch in Leipzig bemerkbar macht, verschließt der verliebte Thomas die Augen vor der Realität. Er vertraut den falschen Leuten. Und selbst dann noch, als die Stasi zuschlägt und Ilona spurlos verschwinden lässt, kann er nicht glauben, dass ein „sozialistisches Bruderland“ zu so etwas fähig sein könnte.

Man sollte meinen, dass 1990 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Öffnung der Stasi-Archive Ilonas Spur verfolgbar sein müsste. Dem ist nicht so, wie Thomas bitter feststellen muss. Die Geheimdienste haben 1956 zu gründliche Arbeit geleistet. Wahrscheinlich wurde sie, gebrochen von Folter und Misshandlung, irgendwo in einem Internierungslager zwischen der DDR und der Sowjetunion verscharrt.

Aber wer waren die Verräter? Thomas muss es unbedingt wissen, bevor seine Seele Ruhe finden kann. Und er folgt dem Weg bis zum bitteren Ende. Dort erkennt er, dass er nie einen Freund in Leipzig hatte. Als die Kripo 1998 in sein Haus eindringt, ist er froh, sich erlösen zu können. Denn das Manuskript seiner Geschichte ist nun fertig. Ein trauriges Kapitel in der Geschichte von Isländern, die ihr Glück im Ostblock suchten.

Man sieht also, dass der reinen Krimihandlung eine ergreifende Geschichte zugrunde liegt, ja, dass der Krimi im Grunde nur eine Fußnote darstellt, in der die losen Fäden zusammengeführt werden. Deshalb hat der Autor noch einmal die persönliche Seite seines Kommissars hervorgehoben. Erlendur ist schon lange geschieden, doch seine Tochter hat wieder Kontakt zu ihm, und nun taucht auch noch sein Sohn Sindri bei ihm auf. Wieder werden alte Geschichten aufgewärmt und neu eingeordnet. Das bringt aber dramaturgisch gesehen nichts Neues.

_Der Sprecher_

Frank Glaubrechts sonore Stimme – man stelle sich den Klang von Al Pacino in „The Insider“ vor – trägt die Geschichte, die Indriðason spinnt, ausgezeichnet und ohne je die für die Geschichte und den Ermittler notwendige Autorität und Ruhe zu verlieren. Dennoch entwickelt sein Vortrag zusammen mit der Handlung eine tiefere psychologische Dimension, die sich in der zunehmenden Emotionalität in Glaubrechts Stimme äußert – ein gewisses zusätzliches Vibrato, das ich vernommen zu haben glaube. Das wird besonders dann hörbar, als Thomas verzweifelt nach der verschwundenen Ilona sucht und zum ersten Mal auch die Leipziger Stasi-Zentrale von innen sieht: die Stahltüren, die abgewrackten Beamten, das penetrante Misstrauen und die Arroganz der Macht. Da läuft es einem kalt den Rücken runter.

_Unterm Strich_

Dass Island ein Brennpunkt des Kalten Krieges war, hätte ich nicht erwartet, obwohl es doch die Logik nahe legt: Hier eine Luftwaffenstützpunkt der Amis, dort, nur wenige Kilometer entfernt, die Russen in Murmansk in der Arktis. Es war eine Atmosphäre der gegenseitigen Bespitzelung und des Misstrauens. Dies ist die negative Seite des Sozialismus, den die Isländer kennen lernten.

Dabei gab es offenbar 1953 allen Anlass, den Sozialismus von seiner positiven Seite kennen zu lernen: offene Universitäten, preisgünstige Agrarmaschinen, Knowhow-Transfer. Diese Seite wollte Thomas, die Hauptfigur des zweiten Erzählstrangs, kennen lernen und nutzen. Doch der Traum wurde zum Albtraum, der nie zu enden schien. Dann aber bekam er Hinweise auf DDR-Spione auf Island – eine neue Chance, mit den alten Geschichten reinen Tisch zu machen. Hier findet die Handlung zu einem abschließenden Finale voller Spannung und unerwarteter Enthüllungen.

Kommissar Sveinsson wird quasi zum Nachlassverwalter dieses Dramas, das aus dem Kalten Krieg erwuchs und etliche Opfer forderte. Aber als praktisch denkender Gemütsmensch sieht er auch die positive Seite des abgeschlossenen Kapitels: Er kauft den Ford Falcon, den jener verschwundene „Leopold“ zurückgelassen hatte.

|Originaltitel: Kleifarvatn, 2004
251 Minuten auf 4 CDs
Aus dem Isländischen übersetzt von Coletta Bürling|

H.P. Lovecraft – Der Schatten über Innsmouth. (Teil 2, Gruselkabinett 67)

Der Horror der Gene

Im Winter 1927/28 führten Beamte der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika eine streng geheime Untersuchung in dem alten Hafenstädtchen Innsmouth in Massachusetts durch. Während dieses Einsatzes wurde eine große Anzahl morscher, wurmstichiger Häuser im verlassenen Hafenbezirk niedergebrannt oder sogar gesprengt.

Warum dies nötig wurde, davon weiß ein junger Mann zu berichten, der nun endlich sein Schweigen bricht. „Denn das ist nicht tot, was ewig liegt …“

Der Verlag empfiehlt sein Hörspiel ab 14 Jahren.
H.P. Lovecraft – Der Schatten über Innsmouth. (Teil 2, Gruselkabinett 67) weiterlesen

Lovecraft, H. P. – Schatten über Innsmouth, Der (Teil 1, Gruselkabinett 66) (Hörspiel)

_Apocalypse Now über Neu-England_

Im Winter 1927/28 führten Beamte der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika eine streng geheime Untersuchung in dem alten Hafenstädtchen Innsmouth in Massachusetts durch. Während dieses Einsatzes wurde eine große Anzahl morscher, wurmstichiger Häuser im verlassenen Hafenbezirk niedergebrannt oder sogar gesprengt. Warum dies nötig wurde, davon weiß ein junger Mann zu berichten, der nun endlich sein Schweigen bricht …

Der Verlag empfiehlt sein Hörspiel ab 14 Jahren.

_Der Autor_

Howard Phillips Lovecraft (1890-1937) wird allgemein als Vater der modernen Horrorliteratur angesehen. Obwohl er nur etwa 55 Erzählungen schrieb, hat sein zentraler Mythos um die Großen Alten, eine außerirdische Rasse bösartiger Götter, weltweit viele Nachahmer und Fans gefunden, und zwar nicht nur auf Lovecrafts testamentarisch verfügten Wunsch hin.

Aber Lovecrafts Grauen reicht weit über die Vorstellung von Hölle hinaus: Das Universum selbst ist eine Hölle, die den Menschen, dessen Gott schon lange tot ist, zu verschlingen droht. Auch keine Liebe rettet ihn, denn Frauen kommen in Lovecrafts Geschichten praktisch nur in ihrer biologischen Funktion vor, nicht aber als Liebe spendende Wesen oder gar als Akteure. Daher ist der (männliche) Mensch völlig schutzlos dem Hass der Großen Alten ausgeliefert, die ihre Welt, die sie einst besaßen, wiederhaben wollen.

Das versteht Lovecraft unter „kosmischem Grauen“. Die Welt ist kein gemütlicher Ort – und Einsteins Relativitätstheorie hat sie mit in diesen Zustand versetzt: Newtons Gott ist tot, die Evolution eine blinde Macht, und Erde und Sonne nur Staubkörnchen in einem schwarzen Ozean aus Unendlichkeit. Auf Einstein verweist HPL ausdrücklich in seinem Kurzroman „Der Flüsterer im Dunkeln“.

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

|Die Rollen und ihre Sprecher:|

Ansage: Hasso Zorn
Robert Olmstead: Louis Friedemann Thiele
Regierungsbeamter: Benjamin Kiesewetter
Funker: Peter Reinhardt
Passantin: Jessy Rameik
Fahrkarten-Verkäufer: Hans-Jürgen Wolf
Anna Tilton: Reinhilt Schneider
Joe Sargent: Ronald Nitschke
Hotel-Rezeptionist: Hans-Jürgen Dittberner
Verkäufer: Dirk Petrick
Zadok Allen: Peter Weis

Marc Gruppe schrieb wie stets das Buch und gemeinsam mit Stephan Bosenius setzte er es um. Die Aufnahme fand bei Titania Medien Studio und in den Planet Earth Studios statt. Die Illustration stammt von Ertugrul Edirne.

Hörprobe: http://www.titania-medien.de/audio/hoerspiele (ohne Gewähr)

_Handlung_

Wie konnte es nur zu dem massiven Einsatz von Regierungstruppen im herbst und Winter 1927/28 in dem kleinen Küstenstädtchen Innsmouth kommen? Wir hören Funkbefehle für den Zugriff in der Operation „Triton“. Ganz besonders das Hafenviertel wurde dabei praktisch dem Erdboden gleichgemacht. Doch warum galt der Angriff mit Torpedos auch dem Riff, das dem Städtchen vorgelagert ist? Die Öffentlichkeit, die mit Meldungen über Alkoholschmuggel abgespeist wurde, ließen die Regierungsbehörden über die Gründe im Dunkeln. Bis jetzt Robert Olmstead das Geheimnis um Innsmouth lüftet. Denn er war der Auslöser für den Angriff.

Es ist der 14. Juli 1927, als der gerade volljährig (21 Jahre) gewordene Amateurhistoriker Robert Olmstead in Newburyport eintrifft. Er will nach der Schule seine Mutter an der Küste von Neuengland besuchen, verfügt aber nur geringe Geldmittel. Daher beschließt er, die kürzeste Busstrecke zu fahren, um ebenso zeitig wie billig voranzukommen. Um von Newburyport nach Arkham zu gelangen, muss er über Innsmouth fahren.

Von den Einwohnern hört er allerdings warnende Gerüchte und Geschichten über Innsmouth und recherchiert in der Bibliothek. Aber erst der Besuch des Museums von Newburyport überzeugt ihn, dass an den Innsmouth-Bewohnern etwas recht Merkwürdiges und Unheimliches ist. Dort ist eine Tiara oder Priesterkrone ausgestellt, auf der Fischgötter in ein unbekanntes Metall eingraviert sind. Die Innsmouth beherrschende Familie der Marshs wolle diese Krone zurückhaben, seit sie vor über 50 Jahren von einem betrunkenen Seemann versetzt wurde, erzählt die Museumsführerin Anna Tilton. Olmstead läuft ein Schauder über den Rücken.

Der Busfahrer Joe Sargent ist eine selt- und schweigsame Gestalt: Mit einem watschelnden Gang, vorstehenden Augen, einer Hautkrankheit und sonderbaren Falten an den Halsseiten erinnert er an eine Kreuzung aus Fisch und Frosch. Und Joe Sargents Hände sind nicht etwa rosa, sondern blaugrau. Sein Geruch ist abstoßend. Es gibt nur drei Fahrgäste außer Olmstead, und alle sehen aus wie Sargent. In Innsmouth selbst, das am Fluss Manuxett liegt, fährt Olmstead an der Kirche des Dagon vorbei, in der der Priester eine Tiara trägt. Christliche Kirchen kann der Besucher nicht entdecken.

Olmstead steigt im einzigen Hotel ab, dem Gilman-House, denn der nächste Bus fährt erst am Abend nach Arkham. Ein freundlicher Lebensmittelhändler, der aus Arkham stammt, zeichnet ihm eine Straßenkarte, warnt ihn aber vor dem Armenviertel, wo in vielen Häusern, obwohl sie verschlossen sind, merkwürdige Geräusche erklingen. Zum Glück ist weder Walpurgisnacht (30.04.) noch Halloween (31.10.), an denen für die Leute aus Innsmouth hohe (heidnische!) Festtage sind. Als Historiker ist Olmsteads Neugier geweckt.

In den Straßen sind weder Katzen noch Hunde zu sehen, die wenigen Kinder sehen ebenfalls fischfroschartig aus, die Kirchen sind leer und verfallen, vom Hafen weht ständig Fischgeruch herüber, denn die Fischgründe sind außergewöhnlich reich, und fremde Fischer werden ferngehalten. Am Horizont ist das sogenannte Teufelsriff zu sehen, in dem eine Höhle fremde Kreaturen beherbergen soll, die aus der Tiefe hinter dem Riff stammen.

Genau das bestätigt ihm auch der fast neunzig Jahre alte Säufer Zadok Allen, den Olmstead, gewitzt durch Tipps des Krämers, endlich mit Whisky zum Reden bringt …

_Mein Eindruck_

Das Hörspiel baut die globale Dimension der Bedrohung, die in Innsmouth lauert, Stufe um Stufe auf. Dazu gehört nicht nur die genetische Degeneration und konsequente körperliche Veränderungen an Betroffenen eines vorerst unbekannten Einflusses, sondern auch der in der Stadt sichtbare, totale Kollaps der bisherigen kulturellen Errungenschaften. Letztere werden vielmehr ersetzt durch antihumane Bedingungen, wie etwa Menschenopfer am 30.4. und 31.10., die Verehrung eines Großen Alten (Cthulhu) und die Verfolgung all seiner Feinde. Es ist ein Rückfall in alttestamentarische Zeiten, und der zuständige Gott ist nicht Jahwe, sondern Cthulhu bzw. Dagon. (Über Dagon schrieb Lovecraft bereits 1917.)

Die Erzählung ist ein Meisterstück des stimmungsvollen Grauens, wie sie Lovecraft von Anfang beabsichtigte. Da sich Beklemmung, Grauen und Wahnsinn nicht aus Aktion, sondern vielmehr aus Befindlichkeit ergeben, ist der Held der Story stets Bedrohter und Opfer, fremd in einer seltsamen Welt, die plötzlich anderen Regeln gehorcht. Genau diese Befindlichkeit ist die des Autors zeitlebens gewesen. Daher erzählt Lovecraft, wenn er von Olmsteads Expedition ins Herz der Finsternis berichtet, zugleich auch von sich selbst – der Welt möglicherweise zur Warnung.

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

|Die Sprecher|

In diesem ersten Teil kommen vor allem warnende Stimmen zu Wort. Die braven Einwohner von Newburyport warnen Olmstead vor der Fahrt ins verfluchte Innsmouth. Ganz besonders Anna Tilton, gesprochen von Reinhilt Schneider, ist in ihrer Rolle als Museumsleiterin glaubwürdig, wenn sie die Tiara des Dagon-Priesters beschreibt. Joe Sargent, der Busfahrer, ist ihr genaues Gegenteil: abstoßend, barsch und nur halb menschlich. Er vermittelt einen Vorgeschmack auf das, was Olmstead in Innsmouth erwartet.

Louis Friedemann Thiele spricht den jungen naiven Ich-Erzähler. Doch der „Student“ der genealogie hat es doch, wie jeder Yankee, faustdick hinter den Ohren, was sich in seiner raffinierten List zeigt, mit der er Zadok Allen ködert und zum Erzählen bringt. Außerdem zeigt sich Olmstead im zweiten Teil entschlossen und einfallsreich. Gegen den genetischen Dämon in seinem Innern ist aber auch er machtlos.

|Geräusche |

Nach einem Lockruf aus der Tiefe, der an den Ich-Erzähler gerichtet ist, unterbrechen Kanonenschüsse, Gewehrfeuer und Flugzeugmotoren den anfänglichen Zauber. Das brutale 20. Jahrhundert schlägt erbarmungslos zu, mit den Tötungsinstrumenten des Jahres 1927. Diese wurden ja bekanntlich im Ersten Weltkrieg zu erster Perfektion entwickelt. Funksprüche und Feuerbefehle folgen: „Torpedos Feuer frei!“ ruft eine militärische Stimme, und gleich darauf explodiert das Teufelsriff. Oder so scheint es dem Zuhörer zumindest.

Die Geräusche sind in etwa die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut, meist aber reichen Andeutungen aus. Nicht so in diesem furiosen Auftakt.

Diese Wucht ist aber nötig, um den Rest des doch recht aktionsarmen 1. Teils zu tragen. Eine Stimmung wird aus Informationen und Warnungen aufgebaut. Diese Stimmung findet ihre erste Steigerung in dem ersten Satz von Zadok Allen. Dann bricht der 1. Teil ab: ein echter Cliffhanger. Es bleibt nichts anderes übrig, als gleich die zweite Disc einzulegen.

Da das Element des Wassers durchgehend bestimmend ist, nämlich als Verlockung und Bedreohung, dominieren Geräusche des Gurgelns, Rauschens und Brausens den Hintergrund der Handlung. Schon im Prolog sind solche Sounds zu hören, und sobald der zweite Teil beginnt, überspannen diese Geräusche die gesamte Handlung. Tatsächlich ist die lockende Tiefe die finale Destination des Helden. Denn dort wartet das ewige Leben auf ihn.

|Musik|

Der massive Militärangriff auf Innsmouth ist mit dramatischer Musik unterlegt. Meist jedoch begnügt sich die begleitende Hintergrundmusik mit Andeutungen, die eine Stimmung erzeugen. Sie kann unheimlich, ahnungsvoll und sogar gefahrverheißend klingen, selten jedoch idyllisch. An einer Stelle konnte ich sogar orientalische Anklänge vernehmen. Denn ein Teil von Zadok Allens Erzählung spielt in der fernen Südsee – dort, wo die Kannibalen zuerst Dagon verehrten, bevor Obed Marsh auftauchte und ca. 1831 den Kult nach Neuengland brachte.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle (außer an einer, siehe oben) wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil lediglich Werbung für das Programm von Titania Medien. Auf der letzten Seite finden sich die Informationen, die ich oben aufgeführt habe, also über die Sprecher und die Macher.

Diesmal sind in einem zusätzlichen Katalog Hinweise auf die nächsten Hörspiele zu finden:

Nr. 66 + 67: Lovecraft: Der Schatten über Innsmouth Teil 1+2 (9/12)
Nr. 68: W. Irving: Die Legende von Sleepy Hollow (10/12)
Nr. 69: W.H. Hodgson: Stimme in der Nacht (10/12)
Nr. 70: Robert E. Howard: Schwarze Krallen (11/12)
Nr. 71: M.R. James: Der Eschenbaum (11/12)
Nr. 72: R.L. Stevenson: Markheim (03/12)
Nr. 73: A. Conan Doyle: Das Grauen im Blu-John-Stollen (03/12)
Nr. 74: E. Nesbit: Die Macht der Dunkelheit (04/12)
Nr. 75: Mary Fortune: Weiß (04/12)
Nr. 76: Bram Stoker: Das Teufelsloch (05/12)
Nr. 77: R. E. Howard: Das Feuer von Asshurbanipal (05/12)

_Unterm Strich_

Schön, dass diese bekannte Erzählung des Einsiedlers aus Providence endlich dramatisch aufbereitet wird – und dies sogar im XXL-Format innerhalb der GRUSELKABINETT-Reihe. Nun steht der Text auf einer Stufe mit Klassikern wie DRACULA und FRANKENSTEIN, also dort, wo er hingehört.

Der erste Teil des Zweiteiler-Hörspiels baut den Spannungsbogen auf, der in dem Rätsel besteht, warum es zu diesem groß angelegten Militärangriff auf ein kleines, unscheinbares Küstenstädtchen in Neuengland kam. Der Geräuschkulisse nach zu urteilen findet dort gerade der Dritte Weltkrieg stat, zumindest aber „Apocalypse Now 2.0 Special Extended Edition“. Was kann bloß der Grund dafür sein?

Einer muss es ja wissen – der Auslöser dieser Aktion, welcher kein Geringerer als unser Chronist ist. Die unglaubliche Ironie an dieser Erzählsituation, die der Autor am Schluss offenbart, besteht nun darin, dass Olmstead ja ein Nachfahre der Mischlinge ist, die sich mit den Fischwesen Dagons gepaart haben. Eben jenen Wesen, die vom Militär vernichtet werden sollten. Merke: Der Horror geht weiter. „Und was ewig liegt“ kann auch jederzeit wieder zurückkehren …

|Das Hörspiel|

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen.

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling.

Wer jedoch mit Melodramatik absolut nichts am Hut hat, sich aber trotzdem zünftig gruseln will, der sollte zu härterer Kost greifen. Die Hörbücher der „Necroscope“-Reihe von Brian Lumley dürften eine ausreichend starke Grusel-Dosis verabreichen. Schade, dass sie längst eingestellt worden ist.

Hinweis: Lovecrafts Oeuvre umfasst noch zwei, drei weitere solche XXL-Kandidaten, so etwa „The Dunwich Horror“. Dazu wird in Kürze im BLITZ-Verlag eine Sherlock-Holmes-Pastiche erscheinen, die den Horror von Dunwich fortschreibt.

|1 Audio-CD, ca. 60 Minuten Spieldauer
Originaltitel: The Shadow Over Innsmouth (1931)
ISBN-13: 978-3-7857-4723-0|

Home – Atmosphärische Hörspiele


http://www.luebbe-audio.de

_Das |Gruselkabinett| bei |Buchwurm.info|:_

[„Carmilla, der Vampir“ 993 (Gruselkabinett 1)
[„Das Amulett der Mumie“ 1148 (Gruselkabinett 2)
[„Die Familie des Vampirs“ 1026 (Gruselkabinett 3)
[„Das Phantom der Oper“ 1798 (Gruselkabinett 4)
[„Die Unschuldsengel“ 1383 (Gruselkabinett 5)
[„Das verfluchte Haus“ 1810 (Gruselkabinett 6)
[„Die Totenbraut“ 1854 (Gruselkabinett 7)
[„Spuk in Hill House“ 1866 (Gruselkabinett 8 & 9)
[„Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ 2349 (Gruselkabinett 10)
[„Untergang des Hauses Usher“ 2347 (Gruselkabinett 11)
[„Frankenstein. Teil 1 von 2“ 2960 (Gruselkabinett 12)
[„Frankenstein. Teil 2 von 2“ 2965 (Gruselkabinett 13)
[„Frankenstein. Teil 1 und 2“ 3132 (Gruselkabinett 12 & 13)
[„Die Blutbaronin“ 3032 (Gruselkabinett 14)
[„Der Freischütz“ 3038 (Gruselkabinett 15)
[„Dracula“ 3489 (Gruselkabinett 16-19)
[„Der Werwolf“ 4316 (Gruselkabinett 20)
[„Der Hexenfluch“ 4332 (Gruselkabinett 21)
[„Der fliegende Holländer“ 4358 (Gruselkabinett 22)
[„Die Bilder der Ahnen“ 4366 (Gruselkabinett 23)
[„Der Fall Charles Dexter Ward“ 4851 (Gruselkabinett 24/25)
[„Die liebende Tote“ 5021 (Gruselkabinett 26)
[„Der Leichendieb“ 5166 (Gruselkabinett 27)
[„Der Glöckner von Notre-Dame“ 5399 (Gruselkabinett 28/29)
[„Der Vampir“ 5426 (Gruselkabinett 30)
[„Die Gespenster-Rikscha“ 5505 (Gruselkabinett 31)
[„Jagd der Vampire. Teil 1 von 2“ 5730 (Gruselkabinett 32)
[„Jagd der Vampire. Teil 2 von 2“ 5752 (Gruselkabinett 33)
[„Jagd der Vampire“ 5828 (Gruselkabinett 32+33)
[„Die obere Koje“ 5804 (Gruselkabinett 34)
[„Das Schloss des weißen Lindwurms“ 5807 (Gruselkabinett 35)
[„Das Bildnis des Dorian Gray“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5919 (Gruselkabinett 36/37)
[„Berge des Wahnsinns“ (Teil 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6736 (Gruselkabinett 44)
[„Berge des Wahnsinns“ (Teil 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6737 (Gruselkabinett 45)
[„Die Maske des roten Todes“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6735 (Gruselkabinett 46)
[„Verhext“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6734 (Gruselkabinett 47)
[„Die Squaw“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6774 (Gruselkabinett 48)
[„Tauben aus der Hölle“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7050 (Gruselkabinett 52)
[„Abenteuer eines Geistersehers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7119 (Teil 1) (Gruselkabinett 54)
[„Abenteuer eines Geistersehers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7120 (Teil 2) (Gruselkabinett 55)
[„Aylmer Vance – Neue Abenteuer eines Geistersehers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7643 (Teil 1) (Gruselkabinett 56)
[„Aylmer Vance – Neue Abenteuer eines Geistersehers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7644 (Teil 2) (Gruselkabinett 57)
[„Pickmans Modell“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7524 (Gruselkabinett 58)
[„Das violette Auto“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7510 (Gruselkabinett 59)
[„Der Grabhügel“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7801 (Gruselkabinett 60)
[„Der Ring des Thot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7802 (Gruselkabinett 61)
[„Rappaccinis Tochter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7832 (Gruselkabinett 62)

Anthony McCarten – Superhero (Lesung)

Todkrankes Genie fragt: Wie geht Liebe?

Eigentlich ist Donald Delp ein ganz normaler einsamer, unglücklicher Versager. Vor allem quält ihn die Frage: „Wie geht Liebe?“ Aber er hat wenig Zeit, denn er ist krebskrank. Was ihm bleibt, ist ein Leben im schnellen Vorlauf. Das schafft nur ein Superheld. Deshalb hat Donald in seinen Comics einen erfunden: MiracleMan. Aber kann MiracleMan ihm helfen, oder braucht Donald ganz andere Helden?

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Jonathan Stroud / Catrin Lucht / Astrid Roth – Die Spur ins Schattenland (Lesung)

Bewegend: Gelingt die Überwindung des Todes?

Charlotte und Max sind unzertrennliche Freunde, bis eines Tages ein Unglück geschieht und Max in einem See ertrinkt. Charlie ist untröstlich und begibt sich in ein Schattenreich, um ihren verlorenen Freund zu suchen. Sie ist davon überzeugt, dass etwas Mysteriöses geschehen ist und sie Max wiederfinden kann. Ihr Bruder James glaubt das allerdings nicht und beginn zu ahnen, in welcher Gefahr Charlie schwebt.

Der Autor
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Brian Lumley – Necroscope 1 – Das Erwachen (Lesung)

Mit dieser Geschichte begründet Lumley seine groß angelegte Saga um Harry Keogh, den Nekroskopen, und Boris Dragosani, den Nekromanten. Abwechselnd steht jeweils eine der beiden Zentralgestalten der Saga im Mittelpunkt der Episoden. Ihr Aufeinandertreffen findet allerdings erst in einer späteren Folge statt.

Hinweise

Die 7 CDs enthalten die „ungekürzte inszenierte Lesung“, wie der Umschlag besagt: 7 Stunden und 45 Minuten Lumley pur – ein Vergnügen für Fans soliden Grusels. Der Schuber ist ganz in Schwarz mit orangefarbener Beschriftung gehalten. Auf der Vorderseite ist eine reichlich unheimliche Fratze zu sehen – ebenfalls in Orange- und Brauntönen.

Der Autor
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Markus Heitz – Ritus (Lesung)

Pulp Fiction für Werwolf-Lover

Im südfranzösischen Gévaudan treiben 1764 jahrelang Werwölfe ihr Unwesen und die Wildhüter suchen Wege, um sie nicht nur zu töten, sondern auch von ihrem Übel zu heilen. Im Jahr 2004 hat ein Nachfahre dieser Wildhüter mehrere blutige Begegnungen mit den Werwölfen. In St. Petersburg stößt er sogar auf einen „Orden des Lykaon“, dessen Mitglieder sich liebend gerne zum göttlichen Werwolf machen lassen. Doch den wichtigsten Werwolf überhaupt findet Eric von Kastell nicht in St. Petersburg, wo er sich verliebt hat, sondern in Kroatien, wo seine Liebe vom Werwolf gebissen wird …

Der Autor

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Thomas Morus – Utopia (Lesung)

Das Modell Utopia – Satire oder ernst gemeint?

Wohlstand und leichte Arbeit für alle, ein Liebesleben ohne Konflikte und Kultur von Kindesbeinen an – so muss sie aussehen, die beste aller möglichen Welten. Der von Thomas Morus 1516 erdachte seefahrende Philosoph Raphael Hythlodaeus hat die Insel Utopia ausfindig gemacht, diesen besonderen Hort der Harmonie. Zu einer Zeit, in der Morus’ Zeitgenossen von Krieg und Armut bedrängt waren, entstand ein neues Kapitel der Literaturgeschichte – diese blumige, aber auch oft satirische Reiseschilderung einer fremden Welt. (Verlagsinfo)

Der Autor

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Brian Lumley- Necroscope 4 – Untot (Lesung)

Young & reckless: der Herr der Frauen

In England versammelt Harry Keoghs neuer Feind seine Vampyre um sich. Yulian Bodescu verwandelt das Haus seiner Ahnen immer mehr in einen Ort des Schreckens. Wird Harry vom Vampyr Thibor Ferenczy ein Geheimnis erfahren, um die Gefahr zu bannen? Eine Konfrontation scheint unausweichlich …

Der Autor
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Ariost, Ludovico / Koppelmann, Leonhard / Obexer, Margareth – Orlando Furioso (Hörspiel)

Europa im frühen 9. Jahrhundert. Kaiser Karl der Große und seine Paladine kämpfen gegen Sarazenen und Spanier (!). Paris wird belagert. Abenteuer und Ritteromantik bestimmen die Szenerie. Ludovico Ariostos „Orlando Furioso“ (dt. „Der rasende Roland“), zu beginn des 16. Jahrhunderts geschrieben, gehört laut Verlag zu den einflussreichsten Werken der Weltliteratur. Kaum ein Epos war so bildmächtig und schuf so viel Neues aus der Verbindung von historisch Verbürgtem und Fabulierlust. „Der Herr der Ringe“ wäre ohne Ariosto nicht möglich gewesen. (Verlagsinfo)

Diese letzte Behauptung ist natürlich völliger Käse. Prof. Tolkien schöpfte seine Mythen aus nordischen Quellen: aus den isländischen Eddas, dem „Beowulf“- und dem „Kalevala“-Epos. Man lese dazu auch die Tolkien-Biographien von Tom Shippey und Humphrey Carpenter. Allegorien wie im „Orlando Furioso“ lehnte er zudem rundweg ab. Solche Behauptungen kann auch bloß eine ahnungslose Marketingabteilung aufstellen, in der Hoffnung, die ebenso ahnungslosen Massen würden ihr glauben. Da hat sie sich aber geschnitten.
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Werner Köhler – Das Mädchen vom Wehr (Lesung)

Aufregender Köln-Krimi

Jerry Crinelli, Hauptkommissar bei der Mordkommission in Köln, zieht mit seiner Frau ins Bergische Land. Kurz nach seinem Umzug findet man am Wehr die Leiche eines Mädchens. Crinelli entdeckt bald, dass sich dahinter mehr verbirgt: Menschenhandel, Schleuserbanden und korrupte Polizisten.

Je mehr er alles durchschaut, je näher er dem Mörder kommt, desto mehr vermischt sich das Schicksal seiner Familie mit dem Mordfall. Der Preis, den er am Ende zahlen wird, um den Mörder zu finden, ist hoch. (Verlagsinfo)

Der Autor
Werner Köhler – Das Mädchen vom Wehr (Lesung) weiterlesen

Lisa Marklund – Paradies (Lesung)

Dieser Roman schließt direkt an den Bengtzon-Krimi „Studio 6“ an. Die Journalistin Annika Bengtzon beschäftigt sich diesmal mit einer Privatorganisation, die bedrohte Menschen verschwinden lassen kann, und mit der serbischen Mafia in ihrem Land. Außerdem findet sie einen neuen Mann in ihrem Leben. Leider ist er schon verheiratet. Aber das lässt sich ja ändern.

Die Autorin
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Henning Mankell – Wallanders erster Fall (Hörspiel)

Backpfeifen und Messerstiche: Wallander lebt gefährlich

Als Kurt Wallander seinen ersten Fall löst, ist er Anfang zwanzig, ein junger Kriminalassistent in Malmö und in seine Freundin Mona verliebt. Man schreibt den Juni 1969, und Polizisten gehen gegen Anti-Amerika-Demonstranten vor. Eines Abends findet er seinen Nachbarn erschossen auf dem Küchenboden vor. Die Kripo tippt auf Selbstmord, doch Wallander zweifelt an dieser Erklärung – ganz besonders dann, als die Wohnung des Nachbarn in Brand gesteckt wird und man wenig später auf eine zweite Leiche stößt. (aus der Verlagsinfo)
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