Die alte Tür knarrte scheußlich, als sie langsam aufgezogen wurde. Doch die junge Frau in dem breiten Holzbett hörte nichts von diesem Geräusch. Sie schlief ruhig weiter. Tiefe, regelmäßige Atemzüge hoben und senkten ihre Brust. Durch die spaltbreit geöffnete Tür schlich eine dunkelgekleidete Gestalt in das Zimmer, ging auf das schlafende Mädchen zu und öffnete langsam den Mund: Mit einem hässlichen Grinsen kamen zwei nadelspitze Vampirzähne zum Vorschein … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Dieses CLASSICS-Gruselabenteuer ist die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 77, der erstmalig im Jahr 1975 an den Kiosken unter dem Serientitel „Gespenster-Krimi“ zu kaufen war. Somit haben sich die Macher entschieden, zwei Gespenster-Krimis ausgelassen.
Auch ein Geisterjäger braucht mal Urlaub … denkt sich John Sinclair, während er auf einem Passagierdampfer die Seele baumeln lässt … lassen möchte. Aufgrund der Einleitung und des Titels kann der gruselhungrige Hörfreund aber davon ausgehen, dass daraus nichts werden wird, wenn der Sarg eines Vampirs mit an Bord ist.
Und obwohl der uralte Vampir und seine Gefährten ihr Unwesen auf dem Touristenschiff treiben, so recht mag dabei kein echter Grusel aufkommen. Und trotzdem die Effekte Sinclair-typisch hollywood-kopfkino-reif sind, so helfen sie auch nicht dabei, diesen Umstand zu ändern.
Vampirgeschichten gibt es unzählige und da diese wirklich sehr gradlinig erzählt wird und so gar keine Überraschungen für den Hörer bietet, ist sie auch nicht wirklich fesselnd oder besonders. Dass John Sinclair selbst auch erst ab der Mitte des Hörspiels zum Einsatz kommt, macht dabei dann auch nicht wirklich etwas aus. Ein Vampir kommt, albert rum und stirbt … irgendwie verkommt diese Folge zu einem Logbucheintrag in einem Tagebuch zu einem unspektakulären Nachmittag.
Hoffentlich verpulvern die Schöpfer der Serie ihre Effektkunst bei der nächsten CLASSICS-Produktion nicht wieder so und suchen sich eine Story aus, die den Hörer wirklich bindet.
|Das Hörerlebnis|
Klaus-Dieter Klebsch als Graf Tomaso zu casten, halte ich für die falsche Entscheidung, ist er vielen Hörspiel-Fans doch unter anderem als schräg-irrer Professor Doom in der albern-witzigen Gruselparodieserie JACK SLAUGHTER bekannt. Klebsch ist zwar ein wirklich guter Sprecher, aber aufgrund dieser und anderer angestammter Rollen im ähnlichen Genre konnte ich ihm den Grafen hier nicht abnehmen und musste ständig grinsen, wenn er auftrat und das tut er, genauso verschroben wie in der Parodie und wenig angsteinflößend. Das war sicher nicht im Sinne des Produktionsteams.
Alexandra Lange-Baehr spricht wie gewohnt gedrungen, bemüht tief, zu langsam und schafft es (leider auch wie gewohnt) nicht wirklich eine Genre-typische Sprecherin zu geben. Perfekt für Erotikhörspiele oder -hörbücher, Grusel kommt bei ihr keiner auf, weil sich ihre Sprecherleistung zu sehr von der der anderen Sprecher unterscheidet, die im Gegensatz zu ihr, wirklich lebendig und authentisch in die Rollen ihrer Charaktere schlüpfen. Vampir-Grusel-Kopfkino entsteht nur, wenn es Dialoge zu hören gibt, die Sprecherin bremst den Spaß bei jedem ihrer Auftritte und verleitet dazu, beim Hören sanft einzuschlummern.
Jörg von Liebenfelß als Kapitän klingt auch nicht glaubwürdig, wenn er von einem Blutbad spricht, das einer seiner vom Vampir gebissenen Matrosen anrichtet. Als wärs ihm egal und überhaupt nicht schrecklich. Seine Leistung passt hier eher zu den FÜNF FREUNDEN.
Die Effekte hingegen sind wie gewohnt vom Feinsten, leider können sie die eher langweilige Story auch nicht aufwerten.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
John Sinclair: Dietmar Wunder
Erzählerin: Alexandra Lange-Baehr
Susan Miller: Julia Fölster
Bill Conolly: Detlef Bierstedt
Sheila Conolly: Daniela Hoffmann
Graf Tomaso: Klaus-Dieter Klebsch
Dr. Fulmer: Peter Franke
Seymour Destry: Konstantin Graudus
Kapitän: Jörg von Liebenfelß
Matrose Zach: Raimund Krone
Vampir: Daniel Montoya
Ansage: Jürgen Holdorf
sowie: Klaus Dittmann, Frank Jordan, Marco Göllner, Jan-Gregor Kremp, Tim Kreuer, Wolfram Mucha, Christine Pappert, Alexander Rieß, Andreas Schmidt, Achim Schülke, Peter Weis, Jens Wendland
|Technik-Credits:|
Hörspielskript: Michael Koglin
Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt, das den irre grinsenden Blutgrafen zeigt, enthält eine Aufstellung nebst Cover der bereits veröffentlichten CLASSICS-Folgen sowie der kommenden drei Folgen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Eine Vampir-Geschichte wie unzählige andere zuvor wird gradlinig erzählt und unterhält leider nur mäßig. Keine überraschenden Wendungen, kein echter Spannungsfaden, alles verläuft so, wie es sich der Hörer die ganze Zeit über denkt. Tolle Effekte für eine müde Blutsaugerei, die manchmal sogar ein wenig albern wirkt.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 64 Min.
Tracks: 10
ISBN-13: 978-3-7857-4377-5|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de
Eine Hörprobe bietet der Verlag unter [dieser Adresse]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/Spannung/Details/Id/978-3-7857-4377-5# auch an.
Über 40 Rezensionen rund um den beliebten Geisterjäger |John Sinclair| findet ihr in [unserer Datenbank]http://buchwurm.info/book
Zwischen der Verpflichtung für ihren Pantap und der Sorge vor der großen Invasion des Sternenkaisers begibt sich der Fernerkunder Megatao auf die Suche nach der letzten Hoffnung. Kommandant Eftalan Quest und seine Mannschaft versuchen, was noch keinem Menschen glückte: Den Planeten des Ursprungs zu finden, die eine legendäre Welt, auf der alles Leben begann – doch um was zu tun …?
Andreas Eschbach wurde geboren, erlebte eine Kindheit, studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete als Softwareentwickler, ehe es ihn nach Frankreich zog. Dort lebt und arbeitet er mit seiner Familie an der Bretagne im Urlaub.
Die ferne Zukunft: Die Menschheit hat sich über Galaxien ausgebreitet und dabei in die unterschiedlichsten Gruppierungen aufgespalten, so dass die einzelnen Völker voneinander nichts mehr wissen. In der Galaxis Gheera existiert das monarchische Reich des Pantap, und dieses Reich, obwohl gigantisch in seinen Dimensionen, wird von den Heerscharen des Sternenkaisers angegriffen. Noch kennt niemand die Streitkräfte des Gegners, doch es gehen Gerüchte über unglaubliche Massen an Kriegsschiffen, die über weit überlegene Technik gebieten. Da scheint es nicht abwegig, wenn der Pantap einen seiner mächtigen Fernerkunder, die Megatao unter dem Kommando des Kriegshelden Eftalan Quest, auf eine geheime Mission schickt, deren Ziel nur dem Kommandanten höchst selbst bekannt ist.
Quests Mannschaft arbeitet effizient und höchst erfolgreich an den einzelnen Abschnitten auf ihrem Weg, zum Beispiel entwenden sie der gigantischen Bibliothek von Paschkan, die von Außerirdischentechnik geschützt wird, die Heiligtümer, die gehütetsten Informationen, die von Außerirdischen berichten. So findet man schließlich das Volk der Yorsen, der ältesten und mächtigsten Wesen der Galaxis, und erhält dort den nächsten Hinweis auf dieser intergalaktischen Schnitzeljagd. Doch was wäre das alles wert ohne den Unsterblichen Smeeth, den man mit seinem beschädigten Raumschiff aus dem All fischt? Und was hofft Quest auf dem legendären Planeten des Ursprungs zu finden?
„Quest“ ist ein Roman aus den Anfängen des eschbachschen Schaffens. Das „Jesusvideo“ war schon geschrieben, und Eschbach erreichte Publikum außerhalb der Science-Fiction-Szene. Mit „Quest“, das er selbst als Geschenk an seine Fans beschreibt, machte er den letzten Schritt zurück in die offensichtlichen marketingtechnischen Niederungen des Prädikats „SF“, das im Folgenden von seinen Büchern für Erwachsene verschwindet. Quest, einstmals erschienen in wunderschöner großformatiger Paperbackausgabe mit Innenillustrationen auf buntem Hochglanzpapier, präsentiert auf den ersten Blick seine Zugehörigkeit zum „Raumschiffe, Aliens und T..ten“-Genre, wobei Letztere in allen anderen Bereichen der Literatur mindestens genau so präsent sind wie in der SF und Eschbach einen sich stets weiterentwickelnden Stil hat, sie in Szene zu setzen.
Ab diesem Zeitpunkt erscheint Eschbachs Science-Fiction also entweder getarnt als Thriller, oder in Form von Jugendromanen wie dem Marsprojekt oder zuletzt der „*Out-Trilogie“. „Quest“ spricht aber erfreulich direkt schon durch sein Titelbild den echten Fan an, was nicht bedeutet, es sei für andere Leser verschlossen – ein Vorurteil, unter dem die SF Zeit ihres Daseins leidet. Raumschiffe, fremde Galaxien, Sternenkaiser … na und? „Quest“ bietet mehr als ein Beziehungsdrama, in dem die Standesunterschiede und gesellschaftlichen Zwänge eine Rolle spielen; es gibt Ausblicke in die charakterlichen Untiefen des Menschen, egoistisches Handeln bis zur Selbsterkenntnis, Gott als Sinnbild negativer Motivation und schlicht wunderbare Unterhaltung an einer spannenden, gut erzählten Geschichte. Es macht seinem Titel Ehre, denn man kann die Geschichte ebenso auf diesen Aspekt reduzieren: Die Queste, die Suche nach dem Planet des Ursprungs, nach dem Mythos der Menschheit.
Quest als Protagonist ist ein mehrschichtiges Subjekt; er tritt zwar selten in Erscheinung und macht eher den Eindruck des überlegenen, hochintelligenten Kommandanten – über seine Beziehung zur ersten Heilerin erfährt man aber mehr von ihm, als der Schein vortäuscht. Im Grunde ist er ein zerstörtes Leben, zerfressen von Verantwortung und Heldenstatus, ein Mensch, der seine großen Verluste nie verwunden hat. Und doch scheinen diese Verluste ihn vor allem in seinem egozentrischen Weltbild zu bestärken, zeigt er doch nie Trauer oder menschlichen Verlust, sondern in erster Linie Verzweiflung über seine Unfähigkeit, über die Last, die das Schicksal ihm auferlegt hat, über Gottes Gleichgültigkeit. Er ist verbittert ob der Ausweglosigkeit seiner tödlichen Erkrankung, ohne die Möglichkeit, einen Verantwortlichen für die Geschehnisse zu finden als sich selbst.
Andere Charaktere haben ihre weltlicheren Probleme, so wie der erste Verweser (Quests Stellvertreter), der als Einziger in der Kommandohierarchie über Fähigkeiten verfügt und doch niemals ein Kommando wird führen können in der durch gesellschaftliche Strukturen geregelten Konzeption der monarchistischen Flotte des Pantap. Oder der junge Novize Bailan, der sich dem Abenteuer seines zölibatären Lebens gegenüber sieht, als er die Niedere kennenlernt, einer jungen Frau der untersten Kaste, die rechtlos und wertlos wie Leibeigene behandelt werden – auch ein Aspekt, den Eschbach schließlich für eine dramatische Wendung nutzt. Und nicht zuletzt der Unsterbliche, Smeeth, der von Narben übersäte Mann aus der Vergangenheit, der so unendlich viel mehr weiß und kann, als die menschliche Vorstellungskraft für möglich hält, und der sich doch an seine tierische Abstammung klammert, um das Alleinsein über die Jahrtausende zu ertragen. Er ist der Mensch, dessen Abgeklärtheit schließlich den einzigen Ausweg für Quest, den gescheiterten Kommandanten und Fahnenflüchtigen, aufzeigt. Und er ist der Mann, dessen bloße Existenz für die unaufhaltbare Invasion des Sternenkaisers verantwortlich ist durch die Mythen, die sich um ihn und seine Geschwister ranken, die Mythen der Unsterblichkeit, die die Sternenkaiser seit Menschengedenken verfolgen und zu erreichen trachten. Wenn man die Zustände in der Galaxis Gheera auf diesen Punkt reduzierte, würde man sogar Quests Zustand auf Smeeths Existenz zurückführen können. Ein unmenschlicher Gedanke.
Übrigens hängt im Speiseraum der Megatao ein kleiner Haarteppich, eine Kostbarkeit, die den Flechtenden Jahre seines Lebens kostet – was für die Zukunft der Galaxis noch eine ausschlaggebende Rolle spielen soll, wie Eschbach uns in seinem Romanerstling „Die Haarteppichknüpfer“ bereits miterleben ließ.
Sascha Rotermund als Sprecher ist für die neue Vertonung der Eschbach-Klassiker eine feste Größe. An seiner Stimme und Betonung lässt sich nichts aussetzen, es ist durchweg ein angenehmes Hörerlebnis, dem auch die nötige übergreifende Spannung nicht fehlt. Einzig die Namen haben eine eindeutige Anglisierung erhalten, was aufgrund ihrer Schreibweise durchaus im Rahmen des Vorstellbaren liegt, andererseits lässt sich jeder Name – vor allem auch in Anbetracht der zeitlichen Distanz zur Existenz des heutigen Englisch – auch unbedenklich deutsch aussprechen. Die Kürzungen, die aus redaktionellen Gründen anfallen mussten, fallen bei diesem Roman wieder erstaunlich unauffällig aus, und obzwar die vollständige Lektüre natürlich noch eine ganz andere Aussagekraft hat, bietet diese Lesung eine hoch zufrieden stellende und unterhaltende Leistung.
„Quest“ ist mithin einer der besten Romane Eschbachs.
6 Audio-CDs mit 442 Minuten Spieldauer
ISBN: 978-3-7857-4663-9 www.luebbe.de
Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: (2 Stimmen, Durchschnitt: 1,00 von 5)
Folge 1: [„Eine Unze Radium“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6717
Folge 2: [„Das sicherste Gefängnis der Welt“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6672
Folge 3: [„Mord bei Gaslicht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6718
Folge 4: [„Der Mann, der seinen Kopf verlor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6685
Folge 5: [„Stirb schön mit Shakespeare“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7408
Folge 6: [„Die Perlen der Kali“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7668
Folge 7: [„Whisky in den Wolken“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7829
Folge 8: _“Wettbewerb der Detektive“_
_Die Handlung:_
Wer ist der größte Detektiv, Shemlock Homes oder Professor van Dusen, die „Denkmaschine“? König Edward VII. von England will es wissen. Darum beauftragt er beide, den Fall des verschwundenen Innenministers aufzuklären. Es gibt rätselhafte Spuren im Überfluss, Buffalo Bill Cody scheint eine mysteriöse Rolle zu spielen, Homes verkleidet sich und kriecht auf allen Vieren, van Dusen denkt und erfindet den Lügendetektor – und natürlich ist er es, der die richtige und total überraschende Lösung findet. (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Na das kann ja was werden. Die beiden berühmtesten Privatdetektive … äh, Verzeihung … Amateurkriminologen sollen herausfinden, wie der britische Innenminister aus einem von innen verschlossenen Raum entkommen konnte beziehungsweise entführt wurde. Da fällt mir ein, dass es das Original, Sherlock Holmes, tatsächlich mal mit einem solchen Fall zu tun hatte, wobei sich dort herausstellte, dass die verschwundene Person noch immer da war, nur halt versteckt. Das ist in diesem Fall … zum Glück … aber nicht so.
Hält man den Professor ab und zu für arrogant und überheblich, wenn er seine Auflösungen monologisiert, so ist sein Erzfeind Holmes die Steigerung davon. Im Gegensatz zu ihm wirkt van Dusen richtig sympathisch.
Und so gibt es hier zwar durchaus einen Fall aufzuklären, bei dem hin und wieder auch mal an die bereits aufgeklärten Erlebnisse von van Dusen und Hutchinson Hatch erinnert wird, aber das eigentlich Spannende ist hier der „Wettbewerb der Detektive“. Shemlock Holmes wird hier als überheblich rechthaberischer Blender dargestellt und ins Lächerliche gezogen, genau so, wie ihn van Dusen in den vergangenen Folgen immer beschrieben hatte.
Holmes hetzt von einem Ort zum anderen, während „die Denkmaschine“ das tut, was sie am besten kann … denken. Und dazu muss man bekanntermaßen nicht hetzen … das wäre eher kontraproduktiv.
Wir werden zwar auch Zeuge von van Dusens Ermittlungsarbeit, aber im Grunde wartet der Hörer von Anfang an auf den Show-down … spätestens, nachdem sich der Detektiv und der Amateurkriminologe am Anfang gleich ein Geek-Off um einen Spazierstock und dessen Analyse liefern.
Am Ende des Stückes drängt sich Holmes in den Vordergrund und legt dem König seine Theorie zum Fall dar, in die gleich noch eine Berühmtheit mit hineingezogen und von ihm verdächtigt wird: Buffalo Bill. Und ohne den Hörspaß zu mindern, ist es kein wirklicher Spoiler, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass van Dusen eine gänzlich andere Ansicht vom Tathergang vertritt.
Wer allerdings Recht hat und wo der Innenminister denn nun abgeblieben ist, das erzähle ich natürlich nicht, denn die Auflösung ist spannend, interessant und diesmal sogar humorvoll und sollte persönlich genossen werden.
|Das Hörerlebnis|:
Da es sich hier um die Neuauflage einer 1979 erstmalig ausgestrahlten Radio-Produktion handelt, darf man nicht allzu viele Effekte erwarten. Die gibts bei Radiohörspielen eh selten, weil sie in der Regel sehr textlastig sind. Der „Wettbewerb der Detektive“ bildet hier keine Ausnahme, aber lässt auch nichts vermissen. Alle Dialoge sind immer lebendig mit Geräuschen unterlegt, die die Szenen passend unterstützen.
Einzig bei den Abschlussmonologen fällt es dem Hörer manchmal schwer, den Ausführungen zu folgen, weil der Detektiv und der Amateurkriminologe im Raum hin- und herwandern, während sie erzählen. Und so hört man einiges leider schlecht und manches vielleicht auch gar nicht, wenn man nicht schnell genug am Lautstärkeregler dreht.
|Trackliste:|
01 – 09 Wettbewerb der Detektive
10. Kommentar zu „Wettbewerb der Detektive“
11. Persönliche Anekdote von Rainer Clute und Klaus Herm
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Prof. van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Inspektor Smiley: Rolf Marnitz
Shemlock Homes: Lothar Blumhagen
Dr. Watts: Rudi Schmitt
König Edward VII.: Krikor Melikyan
Oberst Cody: Heinz Spitzner
Wachtmeister Billington: Alexander Herzog
|Technik-Credits:|
Produzent & Initiator der CD-Auflage: Sebastian B. Pobot, Highscore Music
Skript: Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Aufnahmen: RIAS Berlin
Covergestaltung: Lars Vollbrecht
Illustrationen: Lars Vollbrecht und Gerd Pircher
Product Management: dp
|Die Ausstattung:|
Die wie immer stilvoll und aufwendig bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Als Bonus enthält die CD noch Kommentare zur Folge und eine Anekdote.
Im Booklet-Faltblatt beschreibt Michael Koser, warum diese Folge ein „Mini-Kompendium der Kriminalliteratur“ darstellt. Dazu gibts noch ein paar Fotos und Hintergrundinfos zu Jacques Futrelle, Michael Koser, Sebastian Pobot, der die CD-Version angeschubst hat sowie eine „Sprecher und ihre Rollen“-Aufstellung. Außerdem sehen wir die Cover der bereits erschienen Folgen und Werbung für den van-Dusen-Comic und den Van-Dusen-Roman. Und als besonderes Schmankerl sehen wir auf der Rückseite einen gezeichneten „Shemlock Holmes“, der snobistisch dreinblickt.
_Mein Fazit:_
Ein Geek-Off zweier Genies, die sich nicht leiden können. Der berühmte Privatdetektiv aus England im Wettkampf mit dem Amateurkriminologen aus Amerika. Und dazwischen geht der eigentliche Fall des verschwundenen Innenministers fast verloren. Das ist nicht nur spannend, sondern unterhält auch aufs Humorvollste. Die Dynamik zwischen den beiden könnte besser nicht sein und bietet eine Stunde zeitlos gute und humorvolle Unterhaltung, der man ihre 30 Jahre gar nicht anhört.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 61:53 Min. (davon 54 Min. Hörspiel)
Tracks: 11
Erstausstrahlung im Radio: RIAS Berlin, 1979
Empfohlen ab 10 Jahren
UPC: 0602527699141|
http://www.universal-music.de
http://www.folgenreich.de
http://www.vandusen.de
Folge 1: [„Odin, der Göttervater“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7836
Folge 2: [„Die Erschaffung der Welten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7748
Folge 3: [„Thor, der Donnergott“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8000
Folge 4: _“Vom Ende der Zeit – Ragnarök“_
_Der Wolf rennt, der Drache fliegt: Endkampf um Asgard_
Nachtschatten, kein Mond, nur Finsternis liegt über den drei Welten. Das Unheil, das die Seherin lange vorhergesehen hat, ist nun eingetreten: Ragnarök, die Götterdämmerung hat begonnen. Die Kinder Lokis, des listigen Riesen, reißen sich los, der Wolf rennt, die Midgard-Schlange kommt an Land und Hel, die Totengöttin, sammelt auf ihrem wundersamen Schiff Naglfar alle dunklen Gestalten von Niflheim. Ihr Ziel ist Asgard. Möge es brennen!
Der Verlag empfiehlt die Lesung ab 7 Jahren.
_Die Autorin_
Katharina Neuschaefer studierte Musikwissenschaft und Germanistik und arbeitet als Radiojournalistin und Moderatorin bei Bayern 4 Klassik. Sie ist Autorin und Regisseurin zahlreicher Hörspiele und Musikgeschichten für Kinder. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie erzählt die altisländischen Edda-Sagen neu und bietet sie sortiert dar.
_Der Sprecher_
Peter Kaempfe studierte von 1974 bis 1978 Schauspiel in Hannover. 1980 gründete er die Theater-und Musikcompagnie „Pompoffel“ in Bremen und spielte von 1984 bis 1990 bei der Bremer Shakespeare Company. 1990 gründete er gemeinsam mit zwei Kolleginnen DAS TAB. Er lebt in Bremen und arbeitet als Schauspieler, Sprecher, Autor und Regisseur. Für Igel-Genius nahm Peter Kaempfe die Reihe „Griechische Sagen“ auf, dazu die Jury der hr-2 Hörbuchbestenliste: „Die Interpretation von Peter Kaempfe muss überragend genannt werden“. Seine Aufnahme der „Ilias“ wurde 2006 für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert.
Produzent war Leonhard Huber.
_Handlung_
Es gab eine Zeit, da lebten die Götter, die Menschen und Elben, die Zwerge und Riesen sowie die Unterirdischen noch in verbundenen Welten. In dieser Zeit saß in jeder Vollmondnacht eine Wölwa oder Seherin auf einem Hügel nahe dem Götterreich Asgard. Ihr inneres Auge blickte in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und nichts blieb der zauberkundigen Frau verborgen. Selbst die Götter baten sie um Rat, um an ihrem ewigen Wissen teilzuhaben. Wer in jenen besonderen Nächten zu der Seherin auf den Hügel stieg und sich zu ihr ans Feuer setzte, erhielt Auskunft …
„Man muss die Götter warnen, was auf sie zukommt!“, drängt der Besucher, doch die Wölwa winkt ab: Was nun folgt, ist alles längst vorbestimmt. Es geht los, als die magische Fessel, die den Fenriswolf, Lokis monströses Kind, sich losreißt und aus der finsteren Atla-Schlucht gen Asgard rennt.
Nach dem tragischen Tod Balders, der durch Lokis List durch seinen eigenen Bruder Hödd getötet wurde, herrscht in den Herzen der Asen der Fimbulwinter. Auch Odin hat keinen, dem er die Schuld geben kann, denn Loki ist wohlweislich spurlos verschwunden. Um Loki zu finden, befragt Odin das Haupt Mimirs. Doch in Lokis Hütte findet er nichts als ein verbranntes Fischernetz. Ein Hinweis, dass Loki ein Fisch geworden ist. Also werfen sie ein raffiniertes Netz aus, in dem sich ein riesiger Lachs verfängt: Loki! Doch ihn in der Atla-Schlucht zu fesseln, nütze ihnen nichts, höhnt der Riese: Seine Kinder werden alle Asen vernichten und Walhall zerstören. Seltsamerweise bleibt Lokis Frau Sigin weiterhin bei ihm.
|Ragnarök|
Odin bereitet Asgard auf die kommende Schlacht gegen die Riesen und Ungeheuer vor. Die Vorzeichen sind schlecht. Die Weltenesche wirft ihre Blätter ab, denn der Drache Nidhöggr hat ihre Hauptwurzel durchgebissen – der Baum stirbt. Die Nornen, die am Fuße der Esche, wo die Quelle Urd entspringt, existieren, geben Odin keine Antwort. Thor malt sich die Runen der Rache auf die Wange. Er ist kampfbereit.
Doch die Gegenseite ist es auch. Die Totengöttin Hel, Lokis Tochter, versammelt das Heer der Unterwelt und der Riesen im Niflheim-Wald. Sobald der Hahn dreimal gekräht hat, können sie sich nach Asgard einschiffen und dort losschlagen. Der Wolf Sköll verschlingt die Sonne, der Wolf Hati den Mond. Nacht fällt, und Sterne regnen vom Himmel. Gebirge wanken, Beben versetzen die Menschen in Panik. Der Hahn Fjallar kräht zum ersten Mal …
Odin wundert sich, wo nur sein Heer bleibt. Doch die Zwerge erstarrten im Sonnenlicht. Der Herr der Lichtalben Wölundr weigert sich zu kämpfen: Wir sind Bewahrer, nicht Zerstörer.“ Wenigstens Freya zieht in die Schlacht, und dann sind da ja noch seine 13 Walküren, die Schlachtenmädchen Odins. Er stimmt sie auf die Schlacht ein: „Für Asgard!“
Da erscheinen die Riesen unter Lokis Führung. Sie haben mit ihrem Schiff Naglfar den Regenbogen Bifröst befahren, doch da stößt der Wächter Heimdall in sein Horn, und Walhalls 514 Tore schwingen auf, um je 800 Krieger zu entlassen. Odin reitet an ihrer Spitze den Feuer- und Eis-Riesen entgegen. Schon bald brennt Asgard. Und dann kommen die Ungeheuer …
_Mein Eindruck_
Wie oben ersichtlich, ist dies der vierte und letzte Teil der Serie über Nordische Sagen. Der Text ist leicht verständlich, wenn auch die Ereignisse, von denen die Wölwa berichtet, mitunter etwas wunderlich sind, ganz sicher aber heroisch und finster. Die finale Schlacht um das Götterreich Asgard erinnert in ihren Duellen und bizarren Teilnehmern zuweilen an Tolkiens Schlacht auf den Pelennor-Feldern im 3. Band des „Herrn der Ringe“. Und selbstverständlich kannte der Altenglisch- und Altnordisch-Experte Tolkien die isländische Edda, in denen Ragnarök geschildert wird. Die nordischen Vorlagen für Tolkiens Erfindungen wurden mehrfach nachgewiesen, u.a. von Tom Shippey.
Die Schlacht ist einerseits das von der Seherin vielfach vorhersagte Ereignis, so dass der Hörer froh ist, wenn es nun endlich zum Höhepunkte der Saga kommt. Andererseits ist der Anlass ja ein recht trauriger: der Untergang der Götter. Doch für eine gewisse Spannung sollte beim Hörer die Frage sorgen: „Wenn die Götter doch alle mit besonderen Superfähigkeiten ausgestattet sind, wie kann es dann sein, dass sie gegen ein paar poplige Riesen und Ungeheuer unterliegen sollen?“
Nun, die Schilderung der Schlacht zeigt, dass es keineswegs so einfach ist: Die Götter sind wenige, die Riesen sehr viele. Letztere dezimieren die krieger, die Walhall aufzubieten hat, ganz erheblich. Doch statt dieser quantitativen Erwägungen sind vielmehr die qualitativ wertvolleren Zweikämpfe von größerem Interesse. Die skandinavischen Altvorderen haben sich ja bei den Ungeheuern ja etwas gedacht, als sie sie erfanden. Alle Ungeheuer sind Symbole für große, als böse bezeichnete Mächte.
Die Midgardschlange steht für die stürmische, verschlingende See. Der Riesentöter Thor ist ihr designierter Erzfeind. Das Duell der beiden ist grandios (siehe Titelbild). Weitere Symbolkraft haben der Fenriswolf und der Feuerriese Surtur. Der Feuerriese vernichtet erst die Weltenesche, stößt dann aber in der Kriegsgöttin Freya auf einen Gegner, der ihm Paroli zu bieten weiß. Der Fenriswolf will Frigg, Odins Gemahlin angreifen. Doch was macht sie? Sie stößt sich den Dolch in die Götterbrust und verflucht ihn! Ja, so waren die stolzen Wikingerfrauen – oder hätten es zumindest sein sollen, ginge es nach den Dichtern.
Und das Ende des Obergottes? Kann der Erschaffer der Welten seiner Nemesis, dem Fenriswolf, widerstehen? Das soll hier nicht verraten werden, aber es ist ein Ende, das eine Menge Fragen aufwirft. Der Schluss ist tröstlich: Die Götter der Altvorderen sind tot, es leben die neuen Götter! Die Erde erneuert sich. Doch etwas hat überlebt, und so geht alles von vorne los.
|Der Sprecher|
Peter Kaempfe ist ein Routinier, wie man an seiner ruhigen Vortragsweise erkennt. Ert tritt hinter der Erzählerin Wölwa und dem Erzählten zurück, haucht aber unversehens den Figuren wieder Leben ein, wenn Emotionen gefragt sind. Zu diesen Figuren gehört in erster Linie der Göttervater selbst. Man merkt Odin an, dass er seinen Zorn mühsam unterdrückt, wenn er mit Loki und dem Anführer der Lichtalben spricht. Es läuft nicht alles rund, könnte man sagen.
Da dies eine Schlacht mit wahnsinnig vielen Akteuren ist, ist es sehr ratsam, schon die vorherigen Teile der Saga gehört zu haben. Dann kann man auf die bisherigen Kenntnisse über die Figuren zurückgreifen und braucht keine Hilfestellung von Seiten der Dialogführung („Thor donnerte“ usw.). Wer ein gutes Gedächtnis besitzt, erkennt auch die wichtigsten Stimmen wieder: Thor, Odin, Loki usw.
Der Sprecher schafft es mit Leichtigkeit, die Kontraste zwischen den heldenhaften Asen und den niederträchtigen Ungeheuern herauszustreichen. Die Stimme des Fenriswolfs kann einem Hörer, zumal einem jungen, durchaus kalte Schauder über den Rücken jagen.
|Die Musik|
Die Instrumente sind ganz einfache, aber sehr alte: eine afrikanische Krugtrommel; ein Balafon, „die afrikanische Urform des Marimbaphons“ (eine Art Xylophon also); eine tibetische Handtrommel, chinesische Glocken, Zimbeln, Klangschalen und Becken, außerdem ein „traditionelles finnisches Saiteninstrument“, eine „tibetische Trompete“, ein Saxophon, Bass und „verschiedene traditionelle Flöten“.
Man sieht also, dass hier auf sehr ursprüngliche Klänge geachtet wurde. Die entsprechenden Melodien sind ebenso urtümlich, lassen sich aber noch in manchen (abgelegenen) Weltgegenden erlauschen. Es ist, als würde der Hörer in die ferne Vergangenheit lauschen. Das finde ich höchst passend, wenn es um Geschichten über die Entstehung der Welten geht.
Die Musik mischt sich niemals in den Vortrag ein. Nach einem stimmungsvollen Intro hören wir sie stets nur als Intermezzo zwischen Textabschnitten. So haben wir Zeit, das Gehörte zu verdauen. Das Outro geleitet uns wieder uns wieder aus der Lesung hinaus, als würden wir eine andere Zeit verlassen.
|Das Booklet|
Das Booklet ist ein wichtiges Hilfsmittel für den Hörer, um sich in der Vielzahl der im Vortrag geschilderten Welten zurechtzufinden. Zweitens bietet diese Darstellung auch einen Stammbaum für die wichtigsten Asen und ihre Kinder. Das Booklet liefert also erhellende Zusammenhänge, die sich angesichts der verzweigten Handlung und der Vielzahl der Namen als höchst willkommen erweisen.
_Unterm Strich_
Der actionreiche Abschluss der vierteiligen Serie mutet mit seiner Götterdämmerungs-Stimmung ein wenig wie der letzte Band des „Herrn der Ringe“ an: Die Entscheidung muss fallen, wenn Asen und Riesen ihren uralten Zwist, der mit Odins Mord an einem Riesen begann (s. Teil 1), zu Ende bringen – koste es, was es wolle.
Über Action kann man sich nicht beklagen, denn nicht nur gibt es zahlreiche Duelle, die schon lange angekündigt sind (Thor vs. Jörmungand, Odin vs. Fenriswolf, Surtur gegen Freya, Loki gegen den Rest), sondern auch heldenhafte Szenen, die man nur in nordischer Sagas finden kann. So etwa jene Konfrontation zwischen Fenrir, dem schrecklich groß gewordenen Wolf und Frigg, Odins Gattin. Sie gibt sich lieber die Kugel, pardon: den Dolch, als ihm zum Opfer zu fallen.
Ja, und was ist nun mit unserer Gewährsfrau, der Seherin Wölwa (eine Bezeichnung, die wahrscheinlich doppelt gemoppelt ist)? Auch sie hat ihre Rolle in der finalen Schlacht zwischen Göttern und Riesen zu spielen. Auf welcher Seite sie steht, soll hier nicht verraten werden, doch man kann es sich eigentlich denken. Sie stirbt den ehrenvollen Tod einer Heldin. Wer hätte das vorher gedacht?
Doch keine Angst: Dass die Asen verlieren, bedeutet nicht das Ende der Welt! Sie erneuert sich wieder, als hätte eine Schlange ihre Haut abgestreift, und ein neuer Frühling bricht für Midgard und die überlebenden Asen an. Alsdann – auf ein Neues!
|Das Hörbuch|
Peter Kaempfe trägt die Erzählung der Seherin routiniert und zurückhaltend vor. Er haucht den Figuren Leben ein, wenn es darauf ankommt, ohne sie jedoch allzu sehr individuell zu charakterisieren. Dennoch konnte ich Odin stets von Thor auseinanderhalten, und die schrecklich fauchenden Stimmen von Jörmungand und Fenrir sind unvergesslich.
Die bemerkenswert instrumentierte Musik hebt den musikalischen Beitrag über das gewohnte Maß hinaus. Zwischen Dramatik, Trauer und Romantik wechselt der Ausdruck fortwährend, aber stets passend zur jeweiligen Szene. Die exotischen Instrumente – und evtl. sogar ein paar Soundeffekte – sorgen für ein ungewöhnliches Hörerlebnis. Dies ist beileibe kein Hollywood-Soundtrack!
Das Booklet liefert willkommene Zusatzinformationen für den erwachsenen Hörer und Leser, so etwa einen Stammbaum. Ich hätte mir aber auch ein Glossar vorstellen können, in denen die sprechenden Namen der Figuren erklärt sind. „Gyllfaxi“ heißt beispielsweise „Goldfell“ (abgeleitet davon ist Gandalfs Pferd „Shadowfax“). „Angrboda“, man ahnt es fast, bedeutet „Unheilsbotin“. Doch was ist mit Garm, Sköll (?) und Hati, den Hunden und Wölfen, die im Ragnarök eine Rolle spielen? Weil das Glossar fehlt, muss man zur Wikipedia greifen. Dort sind alle Namen genau erklärt.
Folge 1: [„Odin, der Göttervater“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7836
Folge 2: [„Die Erschaffung der Welten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7748
Folge 3: _“Thor, der Donnergott“_
Folge 4: „Vom Ende der Zeit – Ragnarök“
_Vom betrogenen Donnergott: der Anfang vom Ende der Götter_
Nachtschatten, kein Mond, nur Finsternis liegt über den drei Welten. Lediglich im Osten der Nacht geht ein bläulich flackernder Lichtpunkt auf: Lokabrenna, der Hundsstern. Wer in dieser Nacht die Zeichen zu deuten weiß (wie Wölwa, die Seherin), weiß, dass nur noch der mutigste aller Götter die Mächte der Finsternis aufhalten kann: Thor, der Herr des Gewitters, der Riesentöter mit dem Donnerhammer Mjöllnir, der schon viele Schlachten geschlagen hat.
Aber diesmal braucht selbst Thor, Odins ältester Sohn, die Hilfe eines Freundes… (erweiterte Verlagsinfo)
Der Verlag empfiehlt die Lesung ab 7 Jahren.
_Die Autorin_
Katharina Neuschaefer studierte Musikwissenschaft und Germanistik und arbeitet als Radiojournalistin und Moderatorin bei Bayern 4 Klassik. Sie ist Autorin und Regisseurin zahlreicher Hörspiele und Musikgeschichten für Kinder. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie erzählt die altisländischen Edda-Sagen neu und bietet sie sortiert dar.
Weitere NORDISCHE SAGEN:
1) Die Erschaffung der Welten
2) Odin
3) Vom Ende der Zeit – Ragnarök
_Der Sprecher_
Peter Kaempfe studierte von 1974 bis 1978 Schauspiel in Hannover. 1980 gründete er die Theater-und Musikcompagnie „Pompoffel“ in Bremen und spielte von 1984 bis 1990 bei der Bremer Shakespeare Company. 1990 gründete er gemeinsam mit zwei Kolleginnen DAS TAB. Er lebt in Bremen und arbeitet als Schauspieler, Sprecher, Autor und Regisseur. Für Igel-Genius nahm Peter Kaempfe die Reihe „Griechische Sagen“ auf, dazu die Jury der hr-2 Hörbuchbestenliste: „Die Interpretation von Peter Kaempfe muss überragend genannt werden“. Seine Aufnahme der „Ilias“ wurde 2006 für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert.
Produzent war Leonhard Huber.
_Inhalte_
Es gab eine Zeit, da lebten die Götter, die Menschen und Elben, die Zwerge und Riesen sowie die Unterirdischen noch in verbundenen Welten. In dieser Zeit saß in jeder Vollmondnacht eine Wölwa oder Seherin auf einem Hügel nahe dem Götterreich Asgard. Ihr inneres Auge blickte in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und nichts blieb der zauberkundigen Frau verborgen. Selbst die Götter baten sie um Rat, um an ihrem ewigen Wissen teilzuhaben. Wer in jenen besonderen Nächten zu der Seherin auf den Hügel stieg und sich zu ihr ans Feuer setzte, erhielt Auskunft …
Diesmal weist die Wölwa auf den Unheil kündenden Hundsstern Lokabrenna (Sirius) und beginnt vom traurigen Schicksal Thors zu erzählen, dem Riesentöter, dessen Nemesis an einem schrecklichen Ort namens Eisenwald gezeugt und geboren wurde. In dessen Tiefen lebt Angrboda, die alte Hexe, und eines Tages bekommt sie Besuch von einem dunkel verhüllten Besucher, der eigentlich seine Heimstatt in Asgard hat. Nach angemessener Zeit erblickt das erste ihrer grausigen Kinder das düstere Licht dieser Welt…
Unterdessen liefert sich Odin, der Obergott, ein Wettrennen mit dem Riesen Rumnir, bis sie in Asgard eintreffen. Der Riese nennt Thor einen Feigling. Diese Beleidigung will der Donnergott umgehend ahnden, doch sein bester Berater, der Riese und Feuergott Loki, bittet ihn, das Gastrecht zu bedenken: Das Leben des Gastes ist heilig. Thor trollt sich zornig. In der Festhalle betrinkt sich Rumnir, bis er endlich die Wahrheit spricht: „Wir werden euch alle wegmachen!“
Als Rumnir die Möbel zu Kleinholz zerlegt und sich an den hübschen Asinnen vergreift, ruft Odin seinen Sohn zurück. Wer gibt Thor Carte blanche, doch der fordert Rumnir lediglich heraus, an einem Ort von dessen Wahl ein Duell auszutragen. Rumnir nennt den Eisenwald. Thor und sein Knecht Tjalfi begeben sich per Streitwagen an diesen gruseligen Ort. Rumnir ist schon da, wie eine Steinlawine. Da taucht in Adlergestalt auch Loki auf, Thors Berater. Listigerweise berät er nicht nur Thor, sondern auch seinen Gegner Rumnir. Rumnir wirft einen riesigen Wetzstein, doch Thors Hammer Mjöllnir trifft das Geschoss im Flug. Der Wetzstein zerbricht, doch ein Splitter bleibt in Thors Kopf stecken. Ein weiterer Hammerwurf erledigt den Riesen.
„Nicht alle Riesen sind schlecht“, findet Thor mit Blick auf Loki. Doch er soll bald eines Besseren belehrt werden. Denn auf einmal ist sein Hammer verschwunden und seine Frau, die schöne Sif, wird von einem Unbekannten ihres strahlenden Haars beraubt und muss fortan ihre Glatze verbergen …
_Mein Eindruck_
Wie oben ersichtlich, ist dies der dritte Teil der vierteiligen Serie über Nordische Sagen. Der Text ist leicht verständlich, wenn auch die Ereignisse, von denen die Wölwa berichtet, mitunter höchst wunderlich sind. Dies sind eben nicht die Vorstellungen der Antike oder der nordamerikanischen Völker über die Weltentstehung, sondern eben die düstere nordische Variante.
Aber geschickt wird jede Art von nationalistischer Überhöhung vermieden, damit ja kein Teutonenkult geweckt wird. In der Tat veranlasst so manche Episode den Hörer zum Schmunzeln. Humor und dunkle Vorahnung halten sich mit der Action die Waage.
|Die Story|
Die drei Hauptakteure sind Odin, Thor und Loki. Während es Odin und Thor immer wieder mit den aufmüpfigen Riesen aufnehmen, die die Menschen in Bedrängnis bringen, spielt Loki eine zwielichtige Rolle. Odin und Thor sind Handelnde, Loki hingegen ist ein listenreicher Denker und Manipulator. Wir erfahren (jedenfalls nicht auf diesem Hörbuch) nie genau, ob er hinter all dem Ungemach steht, das Thor zustößt. Ein ums andere Mal wird Thor, der Riesentöter, die rechte Hand Odins, beleidigt und lächerlich gemacht. Doch wenn die rechte Hand versagt, ist der Angriff auf den Obergott nicht weit …
Loki scheint ein Berater und helfer der Asen zu sein. Nachdem der schönen Sif das Haar geraubt wurde (was sie zur kreischenden Verzweiflung trieb), begibt sich Loki als einziger in das Reich der Dunkelalben und zwerge, um diese Wunderschmiede um entsprechende Meisterstücke zu bitten. Er stellt dieses Anliegen so listenreich an, dass schon nach kurzer mehrere Meisterwerke den Asen präsentiert werden können.
Sif braucht kein Kopftuch (oder gar eine Burka) mehr zu tragen, sondern bekommt eine Perücke aus purem Gold, die exakt genauso aussieht wie ihr natürliches Haar – und außerdem viel wertvoller ist – und außerdem zauberbehaftet wie alle Zwergendinge. Odin erhält den Ring Draupnir, den Träufler, der jede Nacht weitere Goldringe hervorbringt, und den stets treffsicheren Speer Gungnir. Das dritte Stück ist der Hammer Mjöllnir, der immer trifft und danach zu seinem Herrn zurückkehrt. Das letzte Stück ist ein goldener Eber, den Freyr bekommt. Alle diese Geschenke werden beim Ragnarök eine Rolle spielen. Als Lohn verspricht Loki den konkurrierenden Zwergenschmieden, für sie beste PR in Asgard zu machen – aber jedem einzeln…
Weitere Wettkämpfe Thors betreffen den Riesen Geirröd, der ebenso wie Thor falsch spielt, und mit dem Utgard-Loki. Hierbei unterliegt Thor schmählich, doch wieder hat der Riese ihn gelinkt. Denn wie die Zwerge können auch Riesen mit „Glamour“, dem Illusionszauber, auch Riesen hereinlegen.
|Lokis geheime Kinder|
Die Erkenntnis, dass sein bester Freund Loki ihn verraten hat, wird Thor schon bald das Herz brechen. Doch zunächst bereitet Loki, der Riese, seine Rache an den Asen vor. Er zeugt mit der Hexe Angrboda drei Ungeheuer:
1) den Fenriswolf Fenrir, der von Stund immer weiter wächst und dereinst Odin verschlingen wird;
2) Jörmungand, die Midgard-Schlange, die schon bald so groß wird, dass sie ganz Mittelerde umschlingen und die Gezeiten auslösen kann; sie ist die spezielle Feindin Thors;
3) schließlich Hel, die Totengöttin, deren eine Gesichtshälfte wunderschön ist, deren andere aber einem Totenschädel gehört; sie bekommt ein eigenes Reich in der Unterwelt und reitet ein fahles Pferd.
Dreimal muss sich Thor seiner Nemesis Jörmungand stelle; das dritte Mal bringt die Entscheidung, wenn sich der Fenriswolf losreißt und Ragnarök beginnt. Die Asen binden die drei Ungeheuer an jeweils andere Orte. Doch wie lange werden die Fesseln halten? Solche und weitere Fragen werden erst im letzten Teil beantwortet.
|Der Sprecher|
Peter Kaempfe ist ein Routinier, wie man an seiner ruhigen Vortragsweise erkennt. Ert tritt hinter der Erzählerin Wölwa und dem Erzählten zurück, haucht aber unversehens den Figuren wieder Leben ein, wenn Emotionen gefragt sind. Zu diesen Figuren gehört in erster Linie Thor, den er als kernigen Kämpfer darstellt, der leicht in Rage gerät. Thor bildet zum hinterlistigen Loki einen großen Kontrast, denn Loki spricht sanft, beschwichtigend, leise und fast schon demütig – das genaue Gegenteil seiner Taten.
Die Wölwa-Szene bildet den erzählerischen Rahmen für die Szenen aus Thors „Leben“. Sie spricht stets leise, denn sie ist uralt, doch auch sie kann durchdringend wirken, wenn sie das kommende Unheil, das sich zusammenbraut, voraussagt. Und nein: Sie darf den Namen des Verräters unter den Asen nicht preisgeben.
Die Wölwa lenkt unseren Blick quasi auf die Szene im Eisenwald, ein kalter, dunkler Ort, wo sich das Böse sammelt und neues Unheil gebiert. Diese Szenen sind, mit der passenden Musik untermalt, schön schaurig.
|Die Musik|
Die Instrumente sind ganz einfache, aber sehr alte: eine afrikanische Krugtrommel; ein Balafon, „die afrikanische Urform des Marimbaphons“ (eine Art Xylophon also); eine tibetische Handtrommel, chinesische Glocken, Zimbeln, Klangschalen und Becken, außerdem ein „traditionelles finnisches Saiteninstrument“, eine „tibetische Trompete“, ein Saxophon, Bass und „verschiedene traditionelle Flöten“.
Man sieht also, dass hier auf sehr ursprüngliche Klänge geachtet wurde. Die entsprechenden Melodien sind ebenso urtümlich, lassen sich aber noch in manchen (abgelegenen) Weltgegenden erlauschen. Es ist, als würde der Hörer in die ferne Vergangenheit lauschen. Das finde ich höchst passend, wenn es um Geschichten über Thor und seine Heldentaten geht.
Die Musik mischt sich niemals in den Vortrag ein. Nach einem stimmungsvollen Intro hören wir sie stets nur als Intermezzo zwischen Textabschnitten. So haben wir Zeit, das Gehörte zu verdauen. Das Outro geleitet uns wieder uns wieder aus der Lesung hinaus, als würden wir eine andere Zeit verlassen.
|Das Booklet|
Das Booklet ist ein wichtiges Hilfsmittel für den Hörer, um sich in der Vielzahl der im Vortrag geschilderten Welten zurechtzufinden. Vier Welten sind abgebildet: Asgard, Heim der Asen / Götter; daneben Vanheim, Heim der Vanen; darunter Midgard alias Mittwelt, wo Menschen, Riesen (in Jötunheim) und Zwergen existieren: schließlich ganz unten Niflheim, wo Drache, Wölfe und die Totengöttin existieren.
Zweitens bietet diese Darstellung auch einen Stammbaum für die wichtigsten Asen und ihre Kinder Thor usw. Vor allem die zusätzliche Liste der Riesen ist hilfreich, denn ihre Namen werden häufig ganz anders geschrieben als ausgesprochen. Das Booklet liefert also erhellende Zusammenhänge, die sich angesichts der verzweigten Handlung und der Vielzahl der Namen als höchst willkommen erweisen.
_Unterm Strich_
Ich konnte diese über zwei Stunden lange szenische Lesung nur in vier Teilen bewältigen. Erstens gibt es sehr viele Episoden zu erleben, zweitens eine Unzahl von fremdartigen Namen zu merken (die selten mit ihrer Schreibweise übereinstimmen). Drittens ist es schwierig, einen Spannungsbogen zu entdecken. Immerhin entsteht eine gewisse Anspannung, wenn die Seherin immer wieder auf die Ungeheuer aus dem Eisenwald hinweist, die Götter wie Thor vernichten werden.
Aber was, so fragte ich mich, tragen Episoden wie Thors Kampf gegen die Eisriesen und den Utgard-Loki zum übergreifenden Thema bei? Immer wieder illustrieren sie, dass Thor ein ums andere Mal gegen die Riesen versagt und seinem Namen „Riesentöter“ Schande einbringt. Alles, was Loki unternimmt, ist hingegen interessant, ganz besonders sein Besuch bei den Zwergenschmieden.
Am witzigsten ist vielleicht die Episode mit dem unbekannten Lockenräuber, der Thors Frau Sif eine Glatze hinterlässt. Auch die Identität des Besuchers, der Angrboda im Eisenwald Hallo sagt und mit ihr Ungeheuer zeugt, bleibt vorerst im Dunkeln (ich habe oben mal wieder alles verraten). Da kommt durchaus Neugier und ein leichtes Gruseln auf.
|Das Hörbuch|
Peter Kaempfe trägt die Erzählung der Seherin routiniert und zurückhaltend vor. Er haucht den Figuren Leben ein, wenn es darauf ankommt, ohne sie jedoch individuell zu charakterisieren. Vor meinem geistigen Auge wurde Thor durchaus lebendig, vor allem, wenn er in Relation zu anderen Figuren wie den Riesen und zu Loki gesetzt wird. Thor ist zwar ein Kämpfer, aber kein Denker, und hat Loki über kurz oder lang leichtes Spiel mit ihm.
Bemerkenswert ist die Vielfalt an Riesen, der der Riesentöter begegnet. Vom tumben Golem und den pöbelnden Thrym reicht die Palette über den listigen Geirröd bis zum täuschenden Utgard-Loki, der Thor dreimal hereinlegt. Von Loki, der ja auch ein Riese ist, ganz zu schweigen. Gegenüber den anderen Genossen nimmt sich Loki sehr ungewöhnlich aus. Wohl deshalb kann es ihm gelingen, die Asen zu täuschen.
Die bemerkenswert instrumentierte Musik hebt den musikalischen Beitrag über das gewohnte Maß hinaus. Das Booklet liefert willkommene Zusatzinformationen für den erwachsenen Hörer und Leser. Die vorliegende CD ist nur ein Viertel des Gesamtwerks, und man sollte möglichst auch die anderen drei Teile hören, insbesondere „Odin“ und „Ragnarök“.
2131: Mark Brandis folgt den Spuren, die sein Halbbruder Nat quer über den Planeten hinterlassen hat, zuerst auf die Kerguelen und dann nach Nordafrika. Der Geheimdienst der Union ist Brandis mal einen Schritt voraus, mal versucht er, ihn einzuholen. Doch was wirklich mit den biologischen Kampfstoffen geschehen soll, ahnt noch niemand …
(Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Weiter gehts mit der Hatz auf die „Lautlose Bombe“, die Brandis‘ Halbbruder in seinen Händen hat. Der Untertitel, der sich für mich gegen Ende des ersten Teils dieser Doppelfolge abgezeichnet hat, lautet: „James Brandis jagt Dr. West“.
Unglaubwürdig fand ich, dass Mark Brandis, den offenbar die ganze Welt kennt, weil er so berühmt ist, auf einmal als getarnter Verbrecher zur Fahndung ausgeschrieben werden kann. Auch nicht verstanden habe ich, warum Kühlcontainer für das Virus gebraucht werden sollen, wenn es doch bis 50 Grad Temperatur aushalten kann.
Davon abgesehen, bekommen wir hier endlich eine Menge von dem, was wir im ersten Teil der Doppelfolge vermisst haben. Es gibt mehr Dramatik … na ja … es gibt überhaupt mal welche und auch der Weg bis zur finalen Konfrontation mit dem „wahnsinnigen Wissenschaftler“ ist ganz interessant. Zum Schluss legt Nat West dann noch mal Brandis und dem Hörer gegenüber seine Beweggründe dar, was Antagonisten halt vor ihrem Abtritt immer mal gern machen.
Und nach dem Ende der Folge fragt sich der Hörer, warum die Hörspielaufbereiter nicht ein wenig gekürzt haben. Viel hätte man vom ersten Teil weglassen oder minutentechnisch verkleinern können und schon hätte das Hörspiel auf eine einzelne CD gepasst, die dann auch noch durchweg gut unterhalten hätte. So bekommen die Hörer eine Scheibe, die eher langweilig ist und eine, die beweist, dass „Mark Brandis“ auch gut unterhalten kann, wenn die Story mal nicht so fesselnd ist.
_Das Hörerlebnis:_
Musik und Effekte unterstützen Mark Brandis und Grischa Romen auf ihrer Suche und lassen die Szenen lebendig wirken. Die Sprecher bieten eine gute Leistung, einzig beim Halbbruder von Mark Brandis fehlte mir ein wenig das Feuer und die Leidenschaft, den Charakter wirklich authentisch und überzeugend ins Ohr des Hörers zu bringen. Das klang mir alles ein wenig aufgesetzt und unnatürlich.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Cpt. Grigori »Grischa« Romen: David Nathan
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Dr. Rebecca Levy: Claudia Urbschat-Mingues
Milosch Stojka: Andreas Müller
José Verasteguí: Daniel Montoya
Dr. Philipp: Jochim C. Redeker
Jonathan „Nat“ West: Jacob Weigert
John Harris: Gerhart Hinze
Bordsystem CORA: Mira Christine Mühlenhof
Sgt. Schulmann: Henning Schäfer
Lt. Pablo Torrente: Martin Keßler
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
sowie Marco Gehrmann, Stephan Kretschmer, Carsten Litfin, Werner Möhring
|Technik-Credits:|
Nach Motiven des Romans „Lautlose Bombe“ von Nikolai von Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Musik & Sounddesign: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Tommi Schneefuß, Sven-Michael Bluhm, Thomas Weichler
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker & Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub
Product Management: dp
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, einen Weltkartenausschnitt der „Todeszone Zentralafrika 2131“ nebst Warnung, bloß nicht hinzufahren und eine Seite mit Danksagungen der Macher, die so lieb und nett ist, dass es sich schon fast bedrohlich nach Abschied anhört. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Im zweiten Teil der „lautlosen Bombe“ zeigen die Macher, dass sie schon gut unterhalten können, wenn sie wollen. Hier wird wesentlich mehr Spannung und gute Unterhaltung geboten als noch im ersten Teil. Die Story allerdings rettet das nicht wirklich, denn die nimmt zwar an Fahrt auf, bietet aber keine echten Überraschungen oder Wendungen, die den Hörer an die Geschichte fesseln würden. Insgesamt ist das für mich die bislang schwächste „Brandis“-Folge. Mit ein paar Kürzungen, grad im ersten Teil, hätte man allerdings eine interessantere Episode schaffen können, die den Fan nicht doppelt zur Kasse bittet, weil sie problemlos auf einer einzelnen CD Platz gefunden hätte.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 49 Minuten
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527804231|
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.markbrandis.de]http://www.markbrandis.de
[www.interplanar.de]http://www.interplanar.de
_Mark Brandis in Buchform bei |Buchwurm.info|:_
Band 01: [„Bordbuch Delta VII“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6535
Band 02: [„Verrat auf der Venus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6539
Band 03: [„Unternehmen Delphin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6536
Band 04: [„Aufstand der Roboter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6618
Band 05: [„Vorstoß zum Uranus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6630
Band 06: [„Die Vollstrecker“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6636
Band 07: [„Testakte Kolibri“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 08: [„Raumsonde Epsilon“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6781
Band 09: [„Salomon 76“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 10: [„Aktenzeichen: Illegal“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6801
Band 11: [„Operation Sonnenfracht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6802
Band 12: [„Alarm für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6882
Band 13: [„Countdown für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6908
Band 14: [„Kurier zum Mars“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6938
Band 15: [„Die lautlose Bombe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6962
Band 16: [„PILGRIM 2000“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7167
Band 17: [„Der Spiegelplanet“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7194
Band 18: [„Sirius-Patrouille“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7267
Band 19: [„Astropolis“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7390
Band 20: [„Triton-Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7391
2131: Cmdr. Brandis‘ Halbbruder Jonathan West steht unter Verdacht, mit Verbrechern zu kooperieren, die vor dem Einsatz von biologischen Kampfstoffen nicht zurückschrecken. Trotz deutlicher Indizien glaubt Mark Brandis an dessen Unschuld und versucht, den untergetauchten Mediziner zu finden, bevor der Geheimdienst ihn eliminieren kann … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Nur ein paar schöne Minuten gönnt der Autor Mark Brandis, seiner Ruth und dem Hörer, bevor die Dramatik auch schon losgeht. Ruth fällt ins Koma, aber der Mark-Brandis-Fan ist hellwach.
Sich aber wachzuhalten, fällt von Minute zu Minute immer schwerer, weil anschließend erstmal gar nichts mehr passiert, was den plötzlich aufkommenden Spannungsbogen vorm rapiden Absturz bewahren kann. Die titelgebende „lautlose Bombe“ befindet sich in den Händen von Brandis‘ Halbbruder, der der Menschheit und vor allem den Mächten damit droht, ein Virus freizusetzen, wenn sich nicht alle von der Raumfahrt und der Forschung abwenden. Das ist eine Thematik, die vielleicht in der Entstehungszeit des hier zugrunde liegenden Romans spannend war … heute aber irgendwie nicht wirklich. Packend, fesselnd und aufregend ist das leider nicht.
Und während Mark Brandis sich vor Kummer dem Suff und dem Glücksspiel hingibt, schaut der Hörer immer mal wieder auf die Restlaufanzeige seines CD-Players und rechnet sich die Chancen aus, ob bis zum Ende der Scheibe noch etwas Aufregendes passieren wird. Auch, dass er den Behörden bei der Suche nach seinem Halbbruder helfen soll, klingt eher logisch, als dass es spannend ist.
Dieser erste Teil der Doppel-Folge bietet also kein Weltraumabenteuer, auf das sich bestimmt einige Brandis-Fans gefreut hatten … zumindest diejenigen, die die Romane von damals nicht kennen. Und auch von Brandis‘ Team lässt sich erst gegen Ende „Grischa“ Romen blicken, ansonsten ists eine „Solo für Brandis“-Folge.
Das Ende ist natürlich offen, lässt den Hörer aber auch nicht wirklich hektisch zum nächsten Teil greifen, um ihn unbedingt sofort hören zu wollen. Es wird eine Menschenjagd auf Nat West werden, auf die sich Brandis und Romen begeben … und das wars dann auch schon.
_Das Hörerlebnis:_
Eva Gaigg, die die Freundin des flüchtigen Welterpressers spricht, klingt nicht überzeugend. Bemüht liest sie ihren Text ab, aber lebendig und authentisch kommen ihre Gefühle nicht im Ohr des Hörers an. Wenn sie als Marie-Christine Rousseau auf Mark Brandis‘ Sprecher Michael Lott trifft, fällt das unangenehm auf und trübt den Hörspaß ein wenig. Das war aber auch der einzige Sprecher-Dämpfer dieser Folge und er kommt erst gegen Ende.
Ansonsten bieten die ausgewählte Musik und die Geräusche eine von der Reihe gewohnte, perfekte Untermalung der Szenen und lassen sie so lebendig im Kopfkino des Hörers entstehen.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Dr. Gomez: Oliver Seidler
Prolog: Wolf Frass
Dr. Philipp: Jochim C. Redeker
Jonathan „Nat“ West: Jacob Weigert
José Verasteguí: Daniel Montoya
Anflugkontrolle Las Lunas: Elena Wilms
Cpt. Esko Tuomi: Martin May
Porta Stellaris: Anke Reitzenstein
Magnus Sauerlein: Stefan Peters
John Harris: Gerhart Hinze
Cpt. Grigori »Grischa« Romen: David Nathan
Marie-Christine Rousseau: Eva Gaigg
sowie Melanie Blenke, Jens Gümmer, Marco Gehrmann, Michael Hansonis, Stefan Kretschmer, Sebastian Pütz
|Technik-Credits:|
Nach Motiven des Romans „Lautlose Bombe“ von Nikolai von Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Musik & Sounddesign: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Tommi Schneefuß, Sven-Michael Bluhm, Thomas Weichler
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker & Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub
Product Management: dp
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, einen fiktiven Bericht zur „Süßwasserkrise“ und Kurzlebensläufe der hier auftretenden Charaktere Marie-Christiane Rousseau, José Emmanuel Verastegui und Jonathan „Nat“ West. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Eine Thematik, die nicht vom Hocker haut, kein echtes Abenteuer bietet und leider nicht mal irgendetwas mit „Weltraum“ zu tun hat. Es passiert wenig, eigentlich zu wenig für eine eigenständige Folge. Brandis jagt seinen Halbbruder, aber damit fängt er auch erst gegen Ende an und wird das womöglich im zweiten Teil der „lautlosen Bombe“ weiterhin tun. Aber spannend ist das alles bislang leider nicht.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 59 Minuten
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527804224|
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.markbrandis.de]http://www.markbrandis.de
[www.interplanar.de]http://www.interplanar.de
_Mark Brandis in Buchform bei |Buchwurm.info|:_
Band 01: [„Bordbuch Delta VII“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6535
Band 02: [„Verrat auf der Venus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6539
Band 03: [„Unternehmen Delphin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6536
Band 04: [„Aufstand der Roboter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6618
Band 05: [„Vorstoß zum Uranus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6630
Band 06: [„Die Vollstrecker“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6636
Band 07: [„Testakte Kolibri“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 08: [„Raumsonde Epsilon“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6781
Band 09: [„Salomon 76“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 10: [„Aktenzeichen: Illegal“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6801
Band 11: [„Operation Sonnenfracht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6802
Band 12: [„Alarm für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6882
Band 13: [„Countdown für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6908
Band 14: [„Kurier zum Mars“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6938
Band 15: [„Die lautlose Bombe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6962
Band 16: [„PILGRIM 2000“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7167
Band 17: [„Der Spiegelplanet“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7194
Band 18: [„Sirius-Patrouille“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7267
Band 19: [„Astropolis“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7390
Band 20: [„Triton-Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7391
Im Jahr 3540 steht die Bevölkerung der Erde im Bann der Aphilie. Reine Vernunft und Urinstinkte bestimmen das Verhalten der Terraner, Gefühle zählen nichts mehr. Auch Reginald Bull ist der Aphilie verfallen: Er entmachtet seinen Freund Perry Rhodan und treibt ihn mit mehr als tausend Begleitern in die Verbannung. An Bord des Fernraumschiffs SOL verlassen die Verurteilten ihre Heimat ohne Hoffnung auf eine Rückkehr, aber auch ohne Aussicht, die Milchstraße im Meer der Galaxien zu finden. Eine Odyssee durch Raum und Zeit nimmt ihren Anfang, geprägt vom unbeugsamen Willen der Verbannten, dem Schicksal zu trotzen. Auf der Erde greift die Aphilie indessen unaufhaltsam um sich. Als es Bull gelingt, die Fessel der Aphilie abzuschütteln, wird er ebenfalls zum Gejagten …
(Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Dass Perry und seine Leute zusammen mit unserem Planeten Terra den Weg zurück in die heimische Milchstraße dann doch nicht geschafft haben, das musste der Fan am Ende der letzten |Silber Edition| des letzten Zyklus schon feststellen. Auch diesmal scheint der Heimweg nicht so einfach zu werden, denn der neue Zyklus, |Aphilie|, der mit dieser |Silber Edition| gleichen Namens startet, umfasst stolze 13 Bände. Der Kampf gegen die Laren scheint sich also noch ein wenig zu ziehen und die Autoren dürfen sich wohl auch im Mahlstrom noch ein wenig austoben.
Dieser Zyklus beginnt nicht mit einem übermächtigen Gegner, der mit Waffengewalt aus dem Weltall geblasen werden muss, sondern mit einer ganz unerwarteten, gar gewaltlosen und neuen Möglichkeit, die Serie weiterhin abwechslungsreich und spannend zu halten. Bully und Perry sind durch Bullys „Zwangslogik“ entzweit, die ihn dazu bringt, Perry am Ende dieses ersten Teils mit dem neuen und bei vielen Lesern beliebten Raumer SOL in den Weltraum zu verbannen … denn Bully geht davon aus, dass Rhodan selbst krank geworden ist. Die Koordinaten der Milchstraße werden Perry dabei aber nicht überlassen. Und so können wir uns auf eine interessante Irrfahrt Perrys freuen, während sich auf Terra der fühlende und nicht-logische Untergrund formiert, der die Terraner heilen möchte. Faszinierend!
Der Teil der „Aphilie“, der dann auf Terra spielt und sich um die „Stummhäuser“ dreht, war mir zu gesellschaftskritisch, als dass er mich von der Handlung her hätte fesseln können. Manchmal ist dieses Sci-Fi-Hörbuch auch eher ein Krimi, aber, kein schlechter, wenn man sich drauf einlässt.
Aber, was ist denn nun so besonders an diesen Channuc-Schiffen? Was haben Sie im Mahlstrom gefunden, das jetzt niemand sehen soll? Und was hat Perry Rhodan eigentlich so vor? Vielleicht erfahren wir ja in drei Wochen mehr, denn dann liegt ein „Raumschiff in Fesseln“.
|Das Hör-Erlebnis:|
Da die „Aphiliker“ nichts mehr fühlen, hat auch Andreas Laurenz Maier vom Skript her nicht wirklich die Gelegenheit bekommen, vor dem Mikro schauspielerische Akzente zu setzen, „sachlich“ klingen die Verstrahlten und passend sachlich klingt dann auch der Sprecher. Dennoch versteht er es, die neue Entwicklungslage auf Terra plastisch und lebendig ins Ohr des Hörers zu transportieren. Und entgegen der Gefühlslosen, fängt der eine oder andere sicher schon mal an darüber nachzugrübeln, wie es wohl wäre … so ganz ohne Gefühle … nur mit Logik … wäre mein Leben dann einfacher oder einfach langweiliger?
Dass Maier Bruder Trailokanat hoch und krächzend spricht, wie man Maier zu Anfang seiner Sprechertätigkeit bei „Perry Rhodan“ zu oft hören musste, ist aber dem Skript geschuldet, denn er klingt halt „hell“ und „quäkend“, da passt das (leider) sehr gut.
Monotone Roboterstimmen, ein passend alt klingender Kervin M. Caughens, ein wie immer bestimmter Rhodan und jede Menge Crew-Mitglieder und Terraner hat Andreas Laurenz Maier hier zu vertonen. Und das macht er so gut, dass der Hörer nie den Überblick verliert und immer dicht am Geschehen ist. Dabei variiert er seine Charakterinterpretationen mithilfe von Lautstärke, Modulation der Stimme und Sprechgeschwindigkeit, sodass die jeweilige Stimmung der Menschen und Szenen immer lebendig beim Hörer ankommen. Ein wenig zu krächzig für meinen Geschmack klingen allerdings seine Siganesen. Crystal Talongh klingt irgendwie versnobt und arrogant hochnäsig, Jocelyn, der Specht, steht ihr da in nichts nach. Mal langsam, mal schneller, mal die Stimme ein wenig modulierend schafft es Maier, den Agenten-Kopfgeld-Flucht-Jagd-Teil dieser |Silber Edition| ansprechend ins Krimi-Kopfkino des Hörers zu bringen.
|Die MP3s und das Booklet|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Das Titelbild der |Silber Edition 81|, das auch in den ID3-Tags der Dateien zu finden ist, liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem bekommen wir noch das Cover von Heft 701, „Sprung in die Freiheit“, als JPG-Datei in der Auflösung 2000 x 2958 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.
Im beiliegenden Booklet finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung der SOL, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 700-705. Außerdem gibts vorn noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 700, „Aphilie“, und am Ende die von Band 704, „Die Rebellen von Imperium-Alpha“ zu sehen.
_Mein Fazit:_
Wieder überrascht die Serie mit einem neuen Twist. Es geht nicht zurück in die Milchstraße zu den Laren, es wird sogar noch ein weiterer Keil in die Menge getrieben. Die „Aphiliker“ vertreiben Perry und alle Gefühlsempfinder in den Weltraum, von wo aus er von den Autoren auf eine interessante Odyssee geschickt werden könnte.
Und eigentlich war schon am Anfang klar, dass die Krankheit nicht schon im ersten Buch von 13 besiegt wird. Aber immerhin werden hier ein paar hilfreiche Roboter und auch Reginald Bull ihre Gefühlskälte wieder los. Das stärkt den Widerstand und die Reihen von Perry Rhodan, der in der nächsten |Silber Edition| vielleicht wieder ins Geschehen eingreifen darf und wird.
|2 MP3-CDs mit 193 Tracks
Spieldauer der Lesung: 17:31 h
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3943393323|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net
Eine Hörprobe bietet der Verlag hinter [dieser Adresse]https://www.einsamedien.de/index.php?id=16&productID=39190 auch an.
Nach den letzten Erfolgen der Terraner scheint die Macht der Meister der Insel schon so gut wie gebrochen, doch noch haben sie eine Reihe von gefährlichen Trümpfen in der Hand. Perry Rhodan und seine Spezialisten stehen vor der fast unlösbaren Aufgabe, die letzten und stärksten Bastionen der Beherrscher Andromedas auszuheben, die gewaltige Aufgebote an Raumschiffen und Duplos in die Schlacht schicken. Mit Tengri Lethos, dem Hüter des Lichts, taucht unverhofft ein mächtiger Verbündeter auf. Aber es bleibt Atlan vorbehalten, die entscheidende Auseinandersetzung mit Faktor I zu führen, dem bis zuletzt geheimnisvollen Chef der MdI. Es ist der schwerste Kampf im über zehntausendjährigen Leben des Arkoniden – denn Atlan tritt an gegen eine ebenso faszinierende wie skrupellose Frau: Mirona Thetin, die Herrin der Sterne … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Da dies die letzte |Silber Edition| des wohl beliebtesten Zyklus „Meister der Insel“ ist, können wir eine Menge Action erwarten und den finalen Konflikt, der die Herrschaft und Tyrannei der MDI endgültig beenden sollte … hoffentlich.
Und Abwechslung bietet dieses Hörbuch reichlich, bis am Ende „Die letzte Bastion“ des Über-Ober-MDI eingenommen wird. Aber, bis dahin kredenzen uns die Autoren noch reichlich spannende Abenteuerkost, die jeden Fangeschmack bedient. Gekleckert wird dabei nicht, sondern geklotzt … zu Tausenden werden Schläfer geweckt und Raumschiffe in die entscheidenden Schlachten geschickt. Außerdem wird „Die letzte Bastion“, die es von Perry und seinen Getreuen zu erobern gilt, von allen erdenklichen Schutzmechanismen, auf die der routinierte Rhodan-Hörer kommen könnte, geschützt. Eine richtig harte Nuss also, die es für Perry zu knacken gilt.
Auf dem Weg dorthin gibts Kämpfe um diverse Stationen, mit Terranern, Maahks, Tefrodern und am Ende helfen sogar die Posbis noch. Es gibt eine tragisch verhängnisvolle Liebschaft Atlans, Zeitreisen, clevere Pläne der MDI, die sich immer neue Gemeinheiten einfallen lassen, um die Terraner loszuwerden … und zwischendurch spendieren die Autoren Gucky sogar noch einen Erstkontakt mit Tengri Lethos, der Perrrys Sache sehr hilfreich ist.
Und wenn am Ende der wichtigste MDI enttarnt und der schwer bewaffnete Planet erstürmt wurde, bleibt ein zufriedener Hörer zurück, der gern noch einmal den ganzen Zyklus an sich vorüberziehen lässt … so er sich denn noch an vieles erinnern kann, denn dieser „Zwölfbänder“ ist wirklich vollgestopft mit tollen Ideen und kurzweiliger Unterhaltung. Da klingt der Name des nächsten Zyklus, „M87“, richtig langweilig … aber, gelangweilt hab ich mich bei einer |Silber Edition| eigentlich noch nie …
_Das Hörerlebnis:_
Tratnik liest fesselnd und gewohnt souverän und ist in jeder Situation Herr der Lage. Jede Diskussion, jedes Ereignis, jede Auseinandersetzung, alles wirkt lebendig und ungemein spannend, auch wenn es hin und wieder befremdlich wirkende Ambient-Sounds im Hintergrund zu hören gibt. Die Autoren bieten ihm hier aber auch brillante Vorlagen und Tratnik nutzt sie gekonnt, um dem Hörer ein optimal spannendes Abenteuer, das etwas für jeden SF-Geschmack zu bieten hat, zu kredenzen.
Jeder Menge bekannten und ein paar unbekannten Charakteren hat Tratnik hier Leben einzuhauchen und das gelingt ihm jedes Mal auf unterscheidbare Art und Weise. Nicht nur sein Quak-Gucky ist so schnell wiederzuerkennen, auch andere wiederkehrende Personen sind schnell an seinem Tonfall auszumachen. Terraner und Außerirdische bringt er souverän auf die Kopfkinoleinwand des Hörers und auch ihre Gefühlswelt wird nachvollziehbar vermittelt, wenn Tratnik die Dialoge haucht, quakt, grantig grummelt oder mit Nachdruck und Selbstvertrauen spricht. Auch seine Interpretation von Mirona Thetin, die hier die weibliche Hauptrolle bekleidet, ist ok und nicht zu bemüht, hoch und weiblich klingen zu wollen.
_Der Sprecher:_
Josef Tratnik ist der Sprecher der „klassischen“ |Silber Editionen|. Er studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Köln und absolvierte er dort eine Schauspielausbildung am Theater „Der Keller“. Neben der Sprechertätigkeit für Hörfunk und Fernsehen, hauptsächlich bei den Sendern DLF, DW und WDR mit Hörspiel-/ und Feature-Produktionen, ist er freischaffender Schauspieler, Synchronsprecher und Sprecher in Köln. (Quelle: wikipedia)
_Die Ausstattung:_
Die 12 CDs sind mit dem Titelbild der |Silber Edition| bedruckt, die das Cover des entsprechenden Silberbandes zeigt und der Front von Heft 294, „Die Eroberer“, entspricht. Die CDs sind einzeln in Papphüllen verpackt und in einer stabilen Papp-Klappbox zusammengefasst. Die Rückseiten der Papphüllen ergeben zusammengesetzt das Cover von Heft 297 „Superfestung Tamanium“. Für die Rückseite der Klappbox ist als Hintergrundbild ein Ausschnitt des Covers von Heft 295, „Der verlorene Planet“, gewählt worden. Auch die aneinandergereihten Rücken der Klappboxen bilden mit jeder weiteren Ausgabe ein sich zusammensetzendes schickes Gesamtbild.
Zusätzlich ist wieder ein Booklet enthalten, mit Tracklisting und Kapitelnummern, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Zeitleiste, eine Risszeichnung eines Beibootes vom Typ „Raumlinse“ und die Titelbilder der in dieser |Silber Editon| zusammengefassten Hefte (Nr. 294, 295, 296, 297, 298 und 299) der Erstauflage. Außerdem gibt es noch die Titelbilder und je eine Kurzbeschreibung der vorangegangenen |Silber Editionen| des Zyklus. Dazu kommt noch eine Aufstellung aller LEMURIA-Hörbücher und der bisher erschienen ATLAN-Zeitabenteuer. Auch die Rückseite des Booklets ziert das Cover von Heft 295, „Der verlorene Planet“.
Und was den geneigten Fan, der nie genug „Perry Rhodan“ auf die Ohren bekommen kann, freuen wird: Es gibt auch eine Ankündigung zu sehen, dass es ab Herbst 2012 eine weitere Schiene der |Silber Editionen| geben wird, die mit Band 119 beginnt und zeitgleich mit dem Erscheinen der Buchausgabe als ungekürzte Lesung auf 2 MP3-CDs im Handel erhältlich sein wird.
_Fazit:_
Die Autoren geben zum Finale hin noch einmal Vollgas und werfen alles zusammen, was dem Fan gefällt. Kämpfe allerorten, sogar in der Vergangenheit solls einen geben und die sich bis aufs Letzte wehrenden und immer neue Boshaftigkeiten auf Lager habenden, verbliebenden Meister der Insel sorgen in diesem letzten Teil des Zyklus für zündende Unterhaltung. Gefährliche Liebschaften, ein Erstkontakt und ein scheinbar uneinnehmbarer Planet sind nur einige der Zutaten, von denen Josef Tratnik dem gebannten Hörer erzählt, als wäre er selbst dabei gewesen.
|12 Audio-CDs in Papp-Klappbox
Spieldauer: 15:06 Std.
Tracks insgesamt: 168
Gelesen von Josef Tratnik
ISBN-13: 978-3943393118|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
|Auch erhältlich als Download-Version mit PDF-Booklet und Cover als JPG-Datei
Größe: 1.2 GB|
Band 1: „Die Sternenarche“
Band 2: „Der Schläfer der Zeiten“
Band 3: „Exodus der Generationen“
Band 4: „Der erste Unsterbliche“
Band 5: „Die letzten Tage Lemurias“
Band 6: „Die längste Nacht“
Im Spätsommer 2036 tritt ein, was seit Jahrhunderten erwartet wird: Fremdartige Außerirdische tauchen mit ihren Raumschiffen über der Erde auf. Die sogenannten Fantan tun aber nichts von dem, was befürchtet oder erhofft wird. Sie führen weder Krieg noch suchen sie den friedlichen Kontakt. Stattdessen fliegen sie herum und rauben, was ihnen gefällt. Ihre Motive sind völlig unklar, ihr Verhalten bleibt rätselhaft. Die Menschen stehen der außerirdischen Technik hilflos gegenüber. Viele hassen die Fremden – der Widerstand auf der Erde formiert sich, ein bewaffneter Konflikt droht. Und alle hoffen auf Perry Rhodan. Dieser ist jedoch im fernen System der blauen Sonne Wega gestrandet. Dort führen die echsenartigen Topsider einen erbitterten Krieg gegen die menschenähnlichen Ferronen. Dazwischen kämpfen Rhodan und seine Handvoll Begleiter verzweifelt ums Überleben … (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Guten Morgen, Sonnenschein … Iwan Goratschin gibts ja auch noch … und der Mutant ist jetzt auch wieder munter. So munter, dass sich der Atombrand-Entzünder direkt verliebt und in Ishy Matsu eine neue Gefährtin findet. Das wird dann nicht nur zum Liebes-, sondern auch zum Rebellenabenteuer, wenn sich Goratschin einer Gruppierung anschließend, die nicht nur etwas gegen die besatzenden Fantan-Leute hat, sondern auch unternimmt. Und auch von Crest erfahren wir wieder etwas Neues, der nun die abgestürzte und untergegangene TOSOMA betreten darf. Julian Tifflor, der auf dem Weg zum Saturnmond Titan gewesen ist, macht hier einen Erstkontakt, nachdem er mal wieder einen abgestürzten arkonidischen Raumer findet … irgendwie scheinen die ja überall rumzuliegen. Auf diesem ist auch jemand eingeschlossen, der sich für seine Befreiung mit einem Zeichensatz bedankt und ein Crewmitglied von Tifflor zum Freiflug einlädt.
Und bevor wir uns noch zu lange fragen, wie denn der Kampf gegen die Topsider im Wega-System verläuft, schaltet der Autor auch schon um. Hier hat Perry einen interessanten Plan und versucht mit einem Bluff voranzukommen, der großzügig ins ganze System gesendet wird. Cliffhanger-technisch ist es dann für diese Doppelfolge am Ende nicht so schlimm, wenn Rhodan ein ziemlich dicker Raumschiffbrummer in die Parade fährt und ihn aufsaugt … weil man ja gleich weiterhören kann … und will.
Es geht also hüben wie drüben weiter, auch wenn mir der Ausflug in die Rebellenwelt jetzt nicht sooooo zugesagt hat, aber es gefällt ja nicht jedem immer alles. Interessant war es allemal und schön, dass der Atombrändler auf Spielfeld gekommen ist, der sicher eine nicht zu unterschätzende Waffe im Kampf sein wird, nicht nur gegen die akute Bedrohung auf Terra.
|Hanno Dinger| beginnt die Lesung wie ein Märchenonkel … sehr langsam und sehr ruhig, als ob er den Hörer nicht wecken will. Leider behält er diese Sprechgeschwindigkeit konstant bei und wirkt nur bei den Dialogen lebendiger … und auch endlich etwas schneller, was der Dramatik dann sehr zugute kommt. Die Unterscheidbarkeit der Charaktere für den Hörer versucht Dinger dadurch zu erreichen, dass er energischer oder (noch) sanfter spricht. Im Fall von Harno passt das Sanfte allerdings prima. Und wenn er einen Reporter spricht, der Schreckliches mit ansehen muss, dann hat der Hörer fast den Eindruck, der Sprecher wäre ausgetauscht worden, denn auf einmal zeigt Hanno Dinger, dass er sich wirklich in die Charaktere hineinversetzen und auch vor dem Mikro schauspielern kann … leider tut er das sonst nie. Und um das erneut unter Beweis zu stellen, gehts nach dieser Einlage direkt in schlafwandelnder Sprechgeschwindigkeit weiter, schade. Mir eine Idee zu häufig legt er auch immer wieder dramatisierende Pausen ein, gern auch mal mitten im Satz, wo sie gar nichts zu suchen haben und die Spannung auch nicht steigern. Vielleicht musste er an diesen Stellen aber auch das Skript umblättern.
_NEO 16: „Finale für Ferrol“_
Im August 2036 brechen Perry Rhodan und seine Gefährten zum ersten interstellaren Flug der Menschheit auf – doch dieser führt ins Chaos eines Krieges. Die Menschen erreichen das System der blauen Riesensonne Wega, wo die echsenartigen Topsider die Welten der Ferronen angreifen. Rhodans Raumschiff wird abgeschossen, seine Mannschaft getrennt.
Für Rhodan und seine Gefährten beginnt ein erbitterter Kampf ums Überleben – und er scheint aussichtslos: Die Topsider sind absolut überlegen. Schließlich sieht Rhodan nur noch eine letzte Chance: Er gibt sich als der »Lichtbringer« der ferronischen Überlieferung aus und stößt in das Flaggschiff der Invasoren vor. Auf der Erde droht in der Zwischenzeit der Konflikt zwischen den beutegierigen Fantan und den Menschen zu eskalieren in einen Krieg, den die Menschheit nur verlieren kann. Die einzige Hoffnung: ein uraltes arkonidisches Raumschiff, das auf dem Grund des Atlantiks liegt … (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Und es geht auch direkt im Hangar weiter, in den Rhodan und die LAST HOPE getraktorstrahlt wurden. Rhodan blufft erneut … und macht sich lächerlich … das kennt man so sonst nicht, eine interessante und erfrischende Idee des Autors.
Dann springt die Handlung gern mal hin und her, um alle Aktivposten mit Sendezeit zu bedenken und wir erleben, dass Iwan Goratschin seine Gabe noch nicht wirklich gut unter Kontrolle hat … das ist dann ein ziemlich trauriger Moment. Wir bleiben dann auch auf der Erde, wenn Crest mit seinem neuen Schätzchen, der TOSOMA startet und jetzt aktiv die Fantan-Besatzer bekämpfen könnte. Die haben aber mittlerweile ganz andere Interessen, denn im Wega-System scheint es reichlich frisches „Besun“ zu geben, das sie sich unter den Nagel reißen wollen. Ist die Bedrohung somit wieder vorbei?
Derweil gelingen Perry Rhodan im Besun-reichen Gebiet mithilfe seiner Mutantenfreunde einige Überraschungen, sodass die Topsider auf einmal das Nachsehen haben. Der Teil ist ziemlich packend geschrieben und der Hörer wünscht sich, der Sprecher würde einen Zahn zulegen, weil man wissen will, ob alles gut ausgehen wird. Denn auch die Fantan-Leute stehen nicht mehr auf der Siegerseite.
Aber recht zügig scheint Perrys Abenteuer im Wega-System dann abgeschlossen und alle Feinde besiegt oder zumindest besänftigt worden zu sein und man kann sich auf den Heimflug machen. Was es aber mit der „Welt des ewigen Lebens“ auf sich hat, die die Invasoren offenbar vergeblich hier gesucht haben, das erfährt der Hörer leider nicht … Perry aber auch nicht, von daher werden wir da mit Sicherheit in einem der nächsten Hörabenteuer noch einmal zurückkommen.
Wer die beiden Lesungen dieses NEO-Doppelpacks hintereinander hört, der hat bei dem von |Axel Gottschick| vorgelesenen Teil das Gefühl, als hätte jemand den Schnellvorlauf eingeschaltet. Auf einmal geht es ab und nicht nur, weil Gottschick einen ganzen Zacken schneller vorliest als Dinger. Das tut er aber nicht immer und ständig, auch er ist immer gut für dramatisch gesetzte Sprechpausen, von denen ich kein Fan bin. Gottschick übt sich im Stimmenverstellen, wenn er unterschiedliche Rassen zu sprechen hat. Die ohnehin nicht sympathischen Topsider klingen bei ihm kratzig, hart und extrem fies … so sollte das sein. Auch die Terraner bekommen von ihm unterschiedliche Stimmfarben verpasst und machen das Hörerlebnis für den Fan lebendiger und authentischer. Seine Interpretation der Darja Morosova entlockte mir aber ein Grinsen … irgendwie klingt sie wie die deutsche Synchro von Chekov aus STAR TREK
_Die Sprecher:_
|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)
|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.
Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
_Die Ausstattung:_
Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 15| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.
_Fazit:_
Auf der Erde regt sich aktiver Widerstand, der von einem zündenden Mutanten unterstützt wird. Einige Raumschiffe werden in Bewegung gesetzt und Blätter wenden sich zum Guten für die Terraner zu Hause und im Wega-System. Es gibt reichlich Mutanten-Einsätze und Konfrontationen und jede Menge gute und solide Zukunftskopfkinounterhaltung zu hören, die den zweiten NEO-Zyklus abschließt.
Hanno Dinger und Axel Gottschick unterhalten dabei jeder auf seine eigene Weise gut, auch wenn Gottschicks Vortrag im Vergleich eine Ecke lebendiger und vielseitiger klingt. Und das nicht nur, weil er schneller spricht, er schauspielert mehr vor dem Mikro, bietet mehr an und zieht den Hörer mehr in die Story, indem er durch seinen Vortrag einen höheren Unterhaltungswert erzeugt. Einmal blitzt auf, dass Dinger das auch könnte. Warum er das nicht macht …
|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 15 – Schritt in die Zukunft: 5:39 Std. Spieldauer (ungekürzt), 59 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 16 – Finale für Ferrol: 5:50 Std. Spieldauer (ungekürzt), 67 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3943393071|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.
Die Leiche einer wunderschönen jungen Frau, bestialisch verstümmelt, doch keinerlei Spuren – bis auf ein in ihren Nacken geritztes Doppelkreuz. Es ist das Zeichen eines vor Jahren hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter aus L.A. wird schnell klar, dass der Kruzifix-Killer lebt. Er mordet auf spektakuläre Weise weiter. Und er ist Hunter immer einen Schritt voraus – denn er kennt ihn gut. Zu gut. (Erweiterte Verlagsinfo)
_Der Autor_
Chris Carter wurde 1965 in Brasilien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er studierte in Michigan forensische Psychologie und arbeitete sechs Jahre im Psychologenteam der Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, wo er als Musiker Karriere machte. Gegenwärtig (2009) lebt Carter in London.
_Der Sprecher_
Achim Buch, geboren in Rheinbach bei Bonn, gehört zum Ensemble des Dt. Schauspielhauses Hamburg. Er studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen. Danach war er in Essen, Wiesbaden, Mannheim, Frankfurt/Main und am Thalia Theater in Hamburg engagiert. Ab 2000 arbeitete er als freier Schauspieler am Dt. Schauspielhaus Hamburg , am Staatsschauspiel Dresden, am Residenztheater München, am Renaissancetheater Berlin und am Schauspielhaus Bochum.
Regie im Eimsbütteler Tonstudio führte Margrit Osterwold.
_Handlung_
|PROLOG|
Robert Hunter von der Mordkommission von Los Angeles bekommt am 5. August einen Anruf. Mit einer verzerrten Roboterstimme fragt der Anrufer, ob er wisse, wo sein Partner Carlos Garcia sei. Weiß Hunter wirklich nicht. Der anonyme Anrufer lotst ihn in den Keller des Gebäudes, wo Hunter endlich Garcia sieht. Er hängt mit den durchbohrten Handgelenken an einem Kreuz und hat eine stählerne Dornenkrone auf dem Kopf.
Garcia befindet sich hinter schusssicherem Plexiglas, hinter dem Hunter einen Tisch mit einem Herzmonitor und einer digitalen Zeitanzeige erblickt. Der Anrufer verlangt von ihm, die Tür zu öffnen und Garcia binnen 60 Sekunden herauszuholen, sollen nicht er und der Gekreuzigte durch im Käfig deponierten Sprengstoff sterben. Doch welcher von vier Knöpfen ist der richtige, um die Tür zu öffnen? Die Zeit verrinnt, als Hunter rät…
|Fünf Wochen vorher|
Robert Hunter wird von Carlos Garcia nachts um drei Uhr angerufen. Mit einem Brummschädel und einem Filmriss erwacht Hunter im Bett einer Frau, die er nicht wiedererkennt. Garcia sagt, es sei dringend, er müsse zu einem Tatort kommen. Hunter lässt sich von Isabella, so heißt die Schöne, ihre Telefonnummer geben und haut ab, indem er ein Taxi nimmt. Wo sich sein eigenes Auto befindet, hat er vergessen.
Die Adresse, die Garcia ihm gegeben hat, befindet sich in den Wäldern über Los Angeles, in einem Forsthaus, das von Polizeiautos umstellt ist. Garcia führt ihn hinein, wo schon Captain Balter und der Forensikleiter Dr. Winston auf den Profiler warten. Sie weisen ihn auf die Leiche, die an der Wand hängt. Dr. Winston berichtet, jemand habe der jungen Frau bei lebendigem Leib die Gesichtshaut entfernt und sie sehr lange gefoltert. Nirgendwo finde sich Blut, als muss die Häutung woanders erfolgt sein. Das eingeritzte Doppelkreuz in ihrem Nacken deutet auf ein religiöses Ritual hin. Dem widerspricht die äußerst methodische Vorgehensweise des Täters.
Hunter muss seinem neuen Partner Garcia erklären, was das für ein Symbol ist: Das heidnische Doppelkreuz aus einem aufrechten und einem umgedrehten Kreuz deute auf eine zweischneidige Schwertklinge hin, im übertragenen Sinne auf ein verlogenes Doppelleben. Es war das Zeichen des Kruzifix-Killers, der bis vor anderthalb von Hunter und seinem Partner, dem mittlerweile verstorbenen Scott Wilson, gejagt wurde. Mike Farlowe wurde aufgrund der gefundenen Indizien in seinem Wagen der Prozess gemacht, er zum Tode verurteilt und mittels Giftspritze hingerichtet. Aber Hunter hatte stets seine Zweifel, es mit dem Richtigen zu tun zu haben. Nun schlägt der Kruzifix-Killer wieder zu. Diesmal könnte es der Echte sein.
Die Kripo lässt das gehäutete Gesicht der Getöteten mit Hilfe spezieller Software rekonstruieren. Da sie in Topform war und teure Hautcremes verwendete, vermutet Hunter, sie sei ein Model oder so gewesen, doch Garcia ist realistischer: eine Edelnutte. Sie wurde mit Liquid Ecstasy betäubt. In den zahllosen Fitness-Studios von L. A. werden sie nicht fündig. Dafür erkennt der wichtigste Dealer von L. A. das von Hunter präsentierte Phantombild. Es könnte sich um Jenny Farnborough handeln, meint D-King, eine seiner „Freundinnen“. Er hat jede Menge davon.
Gerade als Hunter mit Isabella ein Mittagessen im Restaurant vereinbart hat, ruft der anonyme Anrufer erneut an: Hunter könne ein weiteres Opfer verhindern, wenn er wisse, wer in einem bestimmten Hunderennen gewinne. Was für ein Scheißspiel, denkt Hunter, versucht aber sein Bestes. Es ist nicht gut genug. Der Killer sagt ihm, wo er die Leiche finden könne. Da sitzt er gerade mit Isabella beim Essen. Ihm ist der Appetit gründlich verdorben.
Der Tote ist ein mit Bakterien vergifteter Anwalt, der ein Doppelleben führte – welche Überraschung. George Slater war verheiratet, liebte aber auch einen Puertorikaner namens Rafael. Wieder findet sich im Nacken das Doppelkreuz, sonst aber keine Spur – außer einem europäischen Perückenhaar. Sicher eine falsche Fährte. Carlos Garcia sucht vergeblich nach einer Verbindung zwischen den Opfern, wie seinerzeit Hunter und Wilson während der ersten Mordserie. Zwecklos, meint Hunter.
Doch dann kommt den beiden Kommissar Zufall zu Hilfe. Oder ist eine ausgetüftelte neue Strategie des Killers? D-King, König der Zuhälter, bekommt sehr diskret eine DVD-Aufnahme zugespielt, in der seine verschwundene Jenny einen grauenhaften Tod stirbt. Und der Ort, wo diese Aufnahmen entstanden, lässt sich durchaus binnen zwei Tagen herausfinden …
_Mein Eindruck_
Anders als der religiös inspirierte Titel vermuten lässt, handelt es sich hier keineswegs um einen Dan-Brown-Verschnitt, der nach dem Prinzip einer Schnitzeljagd abläuft. Vielmehr ist dies ein Thriller, der in der Großstadt spielt, Großstadt-Typen aufbietet und sich mit den Sünden und Lastern der Metropolen befasst. Der Vatikan ist weit entfernt, und nicht einmal das titelgebende Kruzifix ist ein richtig christliches, sondern vielmehr ein heidnisches Symbol.
Das fehlende religiöse Motiv ist einer der vielen Gründe, warum Hunter und seine beiden Partner aus den beiden Mordserien so lange im Dunkeln tappen. Sie können keine Verbindung zwischen den Opfern herstellen. Die Lösung fällt Hunter erst ein, als ihm das Gesicht des Arbeitgebers einer weiteren verschwundenen Frau bekannt vorkommt, er es aber zunächst nicht zuordnen kann. Es bedarf eines weiteren Schlüssels – den ihm D-King unbeabsichtigt liefert -, damit sich Hunter an einen üblen zurückliegenden Fall aus Beverly Hills erinnert.
Wie es sich gehört, steht Hunters Name als Liste als Letzter auf der Liste der Opfer, an denen sich der Täter rächen will. Doch bis Hunter dies erkennt, ist es für ihn bereits zu spät. Denkt jedenfalls der Leser bzw. Hörer, der hier vom Autor gehörig an der Nase herumgeführt wird. Als sich Hunter in der Bredouille befindet, scheint er völlig hilflos ausgeliefert zu sein. Doch wie so viele Eindrücke in dieser Geschichte ist auch diese Annahme nicht ganz zutreffend…
Der Autor hält uns auf diese Weise mit seinen Wendungen immer wieder auf Trab und bei der Stange. Schauder erregende Motive wie Snuff Movies, in denen ein Opfer erst lange gefoltert und dann getötet wird (vgl. den Film „8 mm“ mit Nicholas Cage), sind nur gruseliges Detail, die grausamen Tötungsmethoden ein weiteres.
Dabei lässt sich der Autor einen genialen Kniff einfallen, um Hunter vom wahren Täter und dessen Identität abzulenken. Ist dieser Kniff plausibel, mag man sich fragen, aber wir sind in dieser Hinsicht keine Fachleute, der Autor (siehe oben) jedoch schon: Er war forensischer Psychologe. Mehr darf zu diesem Rätsel nicht verraten werden, aber der Showdown zwischen Hunter und seinem Möchtegern-Mörder ist ein spannungsreicher Dialog, in dem sich beide gegenseitig überlisten wollen.
Und wie es sich gehört, wird ganz am Schluss in klassischer Manier alles bis ins Kleinste erklärt. Darin folgt Chris Carter klassischen AutorInnen wie Agatha Christie oder Sax Rohmers Detektiv Nero Wolfe. Hauptsache, kein Leser oder Hörer beschwert sich danach, er habe nix kapiert oder Löcher in der Logikkette gefunden. Soweit ich anhand dieser gekürzten Hörbuchversion beurteilen kann, hat Carter alle solchen Löcher gestopft.
Nur an einer Stelle lässt Carter einen Ballermann wie einen Kistenteufel aus einem Nebenraum auftauchen und losfeuern. Das wirkt in der Kurzfassung ziemlich unvermittelt. Der Hoppla-Effekt wird hier mit der Action kombiniert, um einen toten Punkt in der Handlung zu überwinden. Nicht gerade die subtilste Erzählweise.
_Der Sprecher_
Dem Sprecher Achim Buch merkt man es an, dass er ein gestandener Schauspieler ist. Er kann mühelos einen Akzent annehmen und ihn einer Figur wie Isabella geben, die vorgibt, von Italienern abzustammen (wie der Autor selbst). Tatsächlich ist es von höchster Ironie, dass Isabella eine Rolle wie eine echte Schauspielerin spielt – und wird nun von einem Schauspieler dargestellt. Warum sie diese Rolle spielt, darf hier nicht verraten werden.
Auch die Tonhöhe wechselt Buch recht mühelos. D-Kings Mann fürs Grobe Jerome sowie der Bodybuilder Joe Bowman sprechen tiefe, maskuline Sätze, die Mädels klingen natürlich recht hoch und viel sanfter. Unter Einsatz eines Tonfilters verwandelt sich seine Stimme in die eines Roboters, hinter dem der Sprecher praktisch jedes Geschlecht verbergen könnte. Dies gehört zu den vielen Kniffen, um die wahre Identität des Killers zu verschleiern.
_Unterm Strich_
Ohne dass nun ein großer Erkenntniswert über die menschliche Natur dabei vermittelt würde, schafft es die Geschichte doch, den Thrillerfreund permanent zu unterhalten. Die Frage, wann wird der verrückte Killer unserem Ermittler-Cop eine weitere durchgeknallte Aufgabe stellen, sorgt nach einer Weile für Spannung. Ebenso die Frage, ob es den beiden Ermittlern gelingt, das fehlende Stückchen im Puzzle zu finden und das Rätsel zu lösen, das die Identität des Täters und den Zusammenhang zwischen seinen mittlerweile neun Opfern umgibt. Diese Lösung ergibt sich erst nach etlichen Umwegen.
Wenn man etwas erkennt, so die Tatsache, dass sich in den heutigen USA Menschen eine neue Identität wie einen neuen Satz Klamotten zulegen können. Sie können wie Schauspieler in einem neuen Leben auftreten, das sie sich selbst schaffen können. Beglaubigungen wie Geburtsurkunden, akademische Titel oder Zeugnisse lassen sich allesamt fälschen – schwupps hat man einen besseren Job. Doch wehe dem Kerl oder der Frau, der oder die sich auf solche Identitäten verlässt. Das kann schnell ganz böse enden.
|Das Hörbuch|
Die Geschichte hat mich bei der Stange gehalten, und dem Sprecher ist es gelungen, die Dialoge abwechslungsreich genug zu gestalten, dass ich mich nie gelangweilt habe. Nur an ein paar Stellen merkt der aufmerksame Zuhörer, dass der Text kräftig gekürzt wurde.
|4 Audio-CDs mit 277 Minuten Spieldauer
Gelesen von Achim Buch
Originaltitel: The Crucifix Killer (2009)
Aus dem US-Englischen übersetzt von Maja Rößner
ISBN 978-3-86909-030-6|
http://www.hoerbuch-hamburg.de
_Chris Carter bei |Buchwurm.info|:_
[„Der Kruzifix-Killer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6340
Teil 1: [332 MB, 3:56 h, 49 Tracks
Teil 2: [377 MB, 3:56 h, 50 Tracks
Teil 3: [361 MB, 4:17 h, 46 Tracks Teil 4: 410 MB, 4:52 h, 54 Tracks
Die Handlung:
Im Jahr 3540 steht die Bevölkerung der Erde im Bann der Aphilie. Reine Vernunft und Urinstinkte bestimmen das Verhalten der Terraner, Gefühle zählen nichts mehr. Auch Reginald Bull ist der Aphilie verfallen: Er entmachtet seinen Freund Perry Rhodan und treibt ihn mit mehr als tausend Begleitern in die Verbannung. An Bord des Fernraumschiffs SOL verlassen die Verurteilten ihre Heimat ohne Hoffnung auf eine Rückkehr, aber auch ohne Aussicht, die Milchstraße im Meer der Galaxien zu finden. Eine Odyssee durch Raum und Zeit nimmt ihren Anfang, geprägt vom unbeugsamen Willen der Verbannten, dem Schicksal zu trotzen. Auf der Erde greift die Aphilie indessen unaufhaltsam um sich. Als es Bull gelingt, die Fessel der Aphilie abzuschütteln, wird er ebenfalls zum Gejagten …
(Verlagsinfo für die komplette Silber Edition 81)
Der neu eröffnete Aquapark in der Millionenstadt zieht nicht nur TKKG in seinen Bann! Als skrupellose Verbrecher ihn als Versteck nutzen, beginnt ein wahres Katz-und Mausspiel. Eine geheimnisvolle Schatzkarte taucht auf. Führt sie zum Versteck der Diebesbeute? Alles wird zur Nebensache, als im Unterwassertunnel das Panzerglas zerbricht, hinter dem ein weißer Hai angriffslustig seine Zähne fletscht! (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Nachdem diese Folge aus dem Jahr 2010 bislang nur als Sonderfolge bei einem bekannten Kaffee-Röster oder als Download erhältlich war, reiht der Verlag sie nun ordentlich nummeriert auch offiziell in die TKKG-Serie mit ein.
Aber irgendwie ist alles kleiner und kürzer in dieser Folge: Das Abenteuer spielt auf sehr begrenztem Raum, die Zahl der Verdächtigen ist sehr klein, die Ermittlungsarbeit der TKKG-Freunde ist nicht sonderlich ausgeprägt, weil sie es vom Skript her nicht sein kann und schlussendlich ist die Spielzeit der CD um gute 20 Minuten kürzer im Vergleich zu den „normalen“ Fällen.
Darunter leidet diese Folge und die Spannung schon ein wenig, aber es kommt dennoch durschnittlich gute TKKG-Unterhaltung dabei heraus. Außerdem ist dieser Fall ein wenig sehr gradlinig, leicht zu lösen und bietet wenig bis keine Überraschungsmomente oder (für den Hörer) unerwartete Wendungen … auch wenn nach dem ersten Abschlusslacher noch etwas Interessantes nachgeschoben wird, bevor dann der wirkliche Abschlussjubler folgt.
Die kurze Dramatik, als TKKG fast von einem Hai zerfleischt werden … könnten … ist auch der einzige Aufreger in diesem Abenteuer, das fast wie eines der FÜNF FREUNDE beginnt … nämlich mit Ferien.
Aus dem erwartungsgemäß runden und sehr stimmig und lebendig klingenden Sounddesign sticht nur ein Effekt negativ heraus: Das Feuer einer Kalaschnikow. Dieser hierfür ausgewählte Soundeffekt passt so gar nicht in das Gesamtbild und scheint aus einem alten Kriegsfilm zu stammen. Auch Einschüsse gibts an dieser Stelle nicht zu hören. Das klingt dann im Vergleich zu den Sprechern und den anderen Umgebungsgeräuschen der Szene sehr dumpf und irgendwie sehr weit weg.
Ansonsten machen die Guten und die Bösen einen prima Job beim Vertonen ihrer Charaktere, wobei ich noch ein weiteres „Amigos“ von Tim nicht ertragen hätte.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler – Wolfgang Kaven
Tim – Sascha Draeger
Karl – Niki Nowotny
Klößchen – Manou Lubowski
Gaby – Rhea Harder
Kommissar Glockner – Edgar Bessen
Ettel – André Minninger
Julia Gühl – Celine Fontages
Doan – Eberhard Haar
Claudia Heise – Nova Meierhenrich
André – Fabian Harloff
Kind – Katharina von Keller
Frau – Marianne Bernhard
Tourist – Betram Hiese
Papagei – Achim Schülke
Polizist Meier – Lutz Harder
Feuerwehrmann – Holger Mahlich
Marcel Pascal – Mike Olsowski
|Trackliste:|
1. Aktion „Klunker“
2. James Bond kann warten
3. Kein Grund zur Panik
4. Der Ernst des Lebens
5. Cheese!
6. Fehlende Beute
7. Gefälschte Papiere
8. Schatzkarte
9. Hai-Alarm!
10. In der Schatzhöhle
|Technik-Credits:|
Buch: André Minniger nach Motiven von Stefan Wolf
Hörspielbearbeitung und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Produktion und Regie: Heikedine Körting
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Cover Illustration: Comicon S.L. – nach Artwork-Vorlagen von Reiner Stolte Rahmendesign: KB&B
Gestaltung: Atelier Schoedsack
|Die Ausstattung:|
Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet-Faltblatt, das in der gleichen Farbe daherkommt, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Hier ist alles etwas kurz geraten. Die Folgenlänge, die Ermittlungsdauer und -umgebung, die Anzahl der Verdächtigen und das Verbrechen selbst … alles ist sehr gestrafft und gradlinig. Dennoch ist dies keine schlechte Folge und bietet durschnittliche bis gute Unterhaltung. TKKG konnten aber auch schon fesselnder und mit mehr überraschenden Wendungen ermitteln … so es das Skript hergab. Diese Folge ist absolut auch jüngeren Kindern zu empfehlen, weil es wenig gibt, das sie überfordern könnte.
|1 Audio-CD mit 49 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886919983128|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
[www.tkkg.de]http://www.tkkg.de
Diesmal verbringen die Fünf Freunde ihre Ferien in Herne Bay, einem sonnigen Badeort, der einst von Schmugglern erbaut wurde. Kaum sind sie angekommen, geraten sie selbst unter Verdacht, wertvolles Silber gestohlen zu haben. Sie müssen die wahren Diebe finden! Eine abenteuerliche Suche beginnt und bringt sie auf die Spur eines aufregenden Geheimnisses.
(Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Dieses Mal erleben die Kinder und Timmi ihr Abenteuer nicht auf der Felseninsel. Und dieses Mal scheint es auch kein echtes Abenteuer zu werden. Als sie in ihrer Ferienunterkunft verdächtigt werden, teures Besteck gestohlen zu haben, glaubt der Hörer schnell, dass es hier nicht sonderlich spannend zugehen kann. Dass die Jungs und Mädchen unschuldig sind, davon kann man eh immer ausgehen, wer also hat etwas davon, ihnen den Diebstahl in die Schuhe zu schieben? Und wie kann eine so recht einfache Prämisse eine Stunde gut unterhalten?
Das und noch so einiges mehr, klären die fünf Freunde in diesem Fall auf. Denn zum Glück für den Hörer ist die ganze Geschichte nicht so gradlinig, wie sie auf den ersten Blick erscheint und auch der Dieb ist schnell ermittelt … der aber auch nicht einfach nur ein Dieb zu sein scheint. Das alles wirft weitere Frage auf und die Kreise, die die neuen Erkenntnisse ziehen, werden immer breiter.
Und bis zum Abschlusslacher, den diesmal der gute Timmi über sich ergehen lassen muss, lernen die Freunde und der Hörer auch noch etwas Neues. Wir erfahren nämlich, was „Gaunerzinken“ sind und wer sie wozu gebraucht. Auch die fünf Freunde benutzen sie, während sie „Auf der Spur der Silberdiebe“ sind. Und hatte Anne noch in der letzten Folge bewiesen, dass sie auch mutig und selbstbewusst sein kann, so ist sie diesmal so ängstlich, dass es schon fast störend ist.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler: Lutz Mackensy
Julian: Ivo Möller
Dick: Jannik Endemann
Anne: Theresa Underberg
George: Alexandra Garcia
Mr. Miller: Sven Dahlem
Mr. Chintzy: Tilo Schmitz
Dusty: Tim Kreuer
Pablo: Aaron Ullmer
Estela: Wanda Osten
Tilda: Julia Hummer
Mr. Williams: Till Huster
Pfandleiher: Heinz Lieven
Constable: Rüdiger Schulzki
Kellner: Patrick Elias
Mann 1: Volker Bogdan
Mann 2: Michael von Rospatt
und Timmy, der Hund
Trackliste:
1. Geheime Zeichen im alten Hotel
2. Fünf Freunde unter Verdacht
3. Entdeckung in der Nacht
4. Die Bar der Schmuggler
5. Dick und George in Gefahr
6. Der Schlüssel von Mr. Chintzy
7. Die Schatzkammer der Diebe
Technik-Credits:
Buch: Katrin McClean
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Geräusche: Wanda Osten
Musik: Tonstudio EUROPA
Die Ausstattung:
Die hellgrau-hellblau bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt, das in passenden kalten Grau- und Blautönen gehalten ist, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen sowie Werbung für das Hörspiel zum neuen FÜNF-FREUNDE-Kinofilm. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits. Für den Film auf DVD und Blu-ray wird zusätzlich noch mal in einem extra Einleger geworben
Mein Fazit:
Ein neues Abenteuer, das sich nicht so einfach auflöst, wie man erwarten könnte. Aus einem vermeintlichen Diebstahl entwickelt sich schnell eine Spur zu einem viel interessanteren Fall mit einer viel wertvolleren Beute. Kurzweilige und spannende Unterhaltung, die Hörer jeden Alters eine Stunde prima an die Story binden kann.
1 Audio-CD mit 58 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886972309729 www.natuerlichvoneuropa.de
Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: (2 Stimmen, Durchschnitt: 1,50 von 5)
Die erfolgreiche Lösung eines Falles von Industriespionage hat ungeahnte und weitreichende Folgen für die drei Fragezeichen. Ein neuer Klient, der sich nach Sherlock Holmes‘ berühmten Widersacher Professor James Moriarty benennt, hat ein kniffliges Rätsel für die drei Detektive. Es wird recht schnell klar, dass der Auftraggeber ein einflussreicher Syndikatsboss sein muss, dem die Jungs beim vorangegangenen Fall offenbar mächtig auf die Füsse getreten sind. Mit jedem verstreichenden Tag, an dem die drei damit nicht weiterkommen, sollen die Repressalien Moriartys schlimmer werden. Und er mag es überhaupt nicht, dass die Jungs nebenher versuchen seine Identität zu ermitteln sowie einen verschwundenen Studenten aufzuspüren. So wird Onkel Titus plötzlich wegen angeblicher Hehlerei verhaftet und Peter überfallen. Es werden nicht die letzten Daumenschrauben bleiben – und Inspector Cotta befindet sich ausgerechnet jetzt im Urlaub.
_Eindrücke_
Der 154. Fall der drei Jungdetektive, welcher in der Vorlage von Kari Erlhoff stammt, hat es in sich. Er ist überaus spannend inszeniert und mit hervorragend aufgelegten Sprechern besetzt. Es ist nebenher eine nette Hommage an den wohl berühmtesten aller Detektive mit jeder Menge interessanter Nebeninformationen über Sherlock Holmes und einigen geschickt eingeflochtenen, themenbezogenen Querverweisen auch innerhalb des Plots. Sogar der Titel selbst ist eine Anspielung auf einen denkwürdigen Fall von Sir Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv. Allerdings ist diese zentrale Eigenschaft der „Botschaft aus der Unterwelt“ im Roman deutlich ausgeprägter und noch feiner ziseliert ausgearbeitet. André Minninger musste für die 66 Minuten Hörspiel auf einige schmückende (und nicht unwichtige) Details aus dem Buch wohl verzichten, schaffte es aber dennoch, dessen Essenz zu erhalten, auch für die kleine Anspielung auf die Schwesterserie „Drei ??? Kids“ war noch Platz. Das Finale furioso mit dem fiesen Gangster ist im Original aber viel perfider und auch runder geraten. Hier ist der Showdown fast schon zu rasch abgehandelt.
_Die Produktion_
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad
_Sprecher und Figuren_
Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Holger Mahlich (Inspector Cotta), Hans Meinhard (Onkel Titus), Karin Lieneweg (Tante Mathilda), Wolfgang Draeger (Ex-Kommissar Samuel Reynolds), Victoria von Trauttmansdorff (Prof. Jane Heathcliff), Urs Affolter (Mr. Grey), Fabian Harloff (Lester Price), Bernd Stephan (Cinelly), Achim Schülke (Mr. Monroe), Barbara Focke (Miss Deborah Cassidy), Karl-Hendrik Möller (Mr. Burke), Christine Pappert (Miss Trimble), Joachim Lautenbach (Mr. Weston), Doris Maria Kaiser (Nachbarin), Erik Schäffler (Buttler), André Minninger (Goodween), Tobias Schmitd (Michael Kowalski), Leonhard Mahlich (Jack)
_Fazit_
Die umfangreiche wie illustre Sprecherliste lässt bereits erahnen, dass hier einiges an Abwechslung geboten wird – und dieser Eindruck täuscht absolut nicht. Trotz der, oft wegen Platzgründen diktierten, Kürzungen geht der spannend-rasante Plot gut auf und nur wer die Vorlage kennt, weiß dass diese noch ausgefeilter daherkommt, als die schon gelungene Hörspielumsetzung. Wer sie nicht kennt, wird dennoch nichts wirklich vermissen. Jedenfalls ist dieser Fall alles andere als langweilig geraten und der Zuhörer wird über dies gesamte Lauflänge exzellent unterhalten. Sprecher und Geräuschkulisse befinden sich ebenfalls auf gewohnt hohem Niveau. Was will man mehr?
|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 66 Minuten
Erzählt von Kari Erlhoff nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, Mai 2012
EAN: 88697232426|
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Mehr als 100 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .
Asmodi ist vernichtet! Dorian Hunter hat der Schwarzen Familie den Kopf abgeschlagen! Doch die Überzeugung, damit auch die Wurzel des Übels beseitigt zu haben, währt nicht lange. In der Umgebung von Dorians Jugendstilvilla in London häufen sich unheimliche Vorkommnisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben … bis den Mitstreitern des Dämonen-Killers klar wird, dass sie bereits fest in der Schlinge stecken, die ein alter Bekannter für sie geknüpft hat … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
In der Folge 1 nach der „Asmodi-Trilogie“ bekommen wir laut Marco Göllner diesmal „eine sehr freie Interpretation des Romans ‚Bei Vollmond wird gepfählt'“ zu hören. Und das ist nicht untertrieben, denn weder gibts hier einen Vollmond zu … na ja … hören könnte man den eh nicht, aber es wird auch nicht gepfählt. Und nein, Vampire gibts auch keine.
Stattdessen lässt der Autor den Hörer lange, lange, lange im Unklaren darüber, was er uns eigentlich erzählen will. Da gibts hier eine nette alte Dame, da zwei Jungen, die spielen und dort Coco Samis und Olivaro, die irgendwie mit allem etwas zu tun haben … oder eben auch nicht.
Und in dem Moment, wo der ungeduldige Hörer auf die Trackanzeige seines Players schaut, um abschätzen zu können, ob noch etwas passiert, gibts eine kleine Bemerkung der oben erwähnten netten alten Dame und auf einmal startet der Gänsehautexpress. Feinsinnig und ganz langsam fügt der Autor die Handlungsfäden zusammen, lässt sie überlappen, baut sie aus, vertief sie und zieht den Hörer immer weiter in die Geschichte hinein, die plötzlich alles andere als langweilig ist.
Und während in anderen Serien In-your-Face-Splaltereffekte Trumpf sind, um über eine schwache Story hinwegzutäuschen, gibts hier unter die Haut gehenden Grusel der guten, der klassischen Art.
Am Schluss dann schafft es der Autor auch noch, sowohl eine gruselige Geschichte erzählt zu haben und parallel dazu auch noch einen Handlungsstrang aufzubauen, der seine eigenen Wege geht und mit Sicherheit auch noch in den nächsten Folgen weitergeführt wird. Was hat Olivaro vor? Wozu braucht der Coco? Und warum erzählt sie Dorian nichts? Wir werden es hoffentlich bald erfahren.
Geräusche und Musik:
Die Geräuschkulisse ist aufwendig und abwechslungsreich gestaltet, mit vielen Effekten, die die Szenen sehr lebendig wirken lassen. Auch die Soundeffekte bei den Übergängen der Handlungen und Tracks sind … interessant.
Die Musik wird hier nicht als Lückenfüller verwendet, sondern dezent wenig und auch nur aus dramaturgischen Gründen … zum Beispiel wenns zur Sache geht.
Zum Grinsen brachte mich allerdings der einzige Effekt, der irgendwie „niedlich“ klang. Das Untertauchen der spielenden Jungen klingt, als würde ein kleiner Stein ins Wasser fallen, da fehlte sehr viel Masse. Auch wenn es nur Kinder sind und sie ihr Tauchspiel sicherlich im Stehen abhalten, würde das Ein- und Auftauchen wesentlich mehr Geplätscher verursachen.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Dorian Hunter: Thomas Schmuckert Phillip Hayward: Tim Kreuer Steve Powell: Marco Sand Martha Pickford: Regina Lemnitz Jimmy Kane: Michael Wiesner Trevor Sullivan: Konrad Halver Liza Kane: Maresi Bischoff-Hanft Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues Olivaro: Stefan Krause Marvin Cohen: Frank Gustavus Pater Karras: Jürgen Holdorf Megan: Simone Brahmann Donald Chapman: Frank Felicetti Skarabäus Toth: Andreas Schmidt Opa Kane: Claus-Dieter Clausnitzer Alexander Darsimokov: Romanus Fuhrmann Nora Manning: Susanne Meikl Norman Winter: Detlef Tams Hassan El-Kali: Karim Chamlali in weiteren Rollen: Daniel Montoya und Alexander Rieß
Technik-Credits:
Produktion: Dennis Ehrhardt, Zaubermond Verlag Skript, Regie, Tonproduktion: Marco Göllner Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg; Gary Stack im Studio Konterfei, Berlin Musik: MoorlandMusic Titelmusik: Joachim Witt Illustrationen: Mark Freier Layout: Sebastian Hopf Product Management: dp
Die Ausstattung:
Das Cover des Booklets zeigt ein düsteres, altes Haus, das von knorrigem Gestrüp und toten Bäumen gesäumt wird, alles im Stil der „Dorian Hunter“-Serie gehalten. Die CD, die mit dem gleichen Motiv bedruckt ist, steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Erklärung des Sprechers Tim Kreuer, der in diesem Hörspiel den Phillip Hayward spricht …. ja … ja … ja. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits. Und dann gibts noch ein paar Infos zu den eBook-Ausgaben von „Dorian Hunter“.
Mein Fazit:
Diese Folge braucht seine Zeit, bis sie zu dem wird, was sie am Ende ganz sicher ist: Eine gut erzählte Gruselgeschichte, die Gänsehaut verursacht. Wer nicht zu schnell aufgibt, wird hier mit einer Story belohnt, die zwar nicht neu ist, aber gut unterhält und nebenbei auch noch kommende Spannung ankündigt.
1 Audio-CD Spieldauer: 66:15 Min. Tracks: 32 Empfohlen ab 16 Jahren UPC: 0602527908588 www.folgenreich.de www.marcogoellner.de www.dorianhunter.net
Ein Agent des SIS infiltriert in Russland ein verstecktes Labor und wird Zeuge eines abscheulichen Menschen-Experiments. Eine junge Frau wird in ihrer Wohnung von unheimlichen Geräuschen gepeinigt. Eine Journalistin wird vor einer Vergeltung an der englischen Regierung gewarnt. Ereignisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Doch sind sie die Vorboten für eine Bedrohung, die die zivilisierte Welt ins Verderben stürzen kann. Je tiefer die Beteiligten in diesen unheilvollen Strudel gezogen werden,desto mehr fürchten sie sich vor der Auflösung des Rätsels. (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Ziemlich vollmundig wurde die neue Serie von Hörspiel-Guru Oliver Döring angekündigt. „Nichts, was der kommerzielle Hörspielmarkt zurzeit bietet, ist mit ‚End of Time‘ vergleichbar!“ wurde versprochen … was ja vieles bedeuten kann. Kann man ja mal im Vorfeld so in den Raum stellen. Das Name-Dropping von bekannten Synchron- und Hörspielstimmen, die bei der Produktion mitwirken, hatte auf jeden Fall im Vorfeld schon einmal für Aufmerksamkeit unter den empfänglichen Audiofans gesorgt. Der Klappentext klingt zumindest nach 2012-Weltuntergangs-Kost, gewürzt mit Verschwörungstheorien und einem Schuss „Akte X“. Und im Booklet wird davor gewarnt, das Hörspiel im Auto zu hören, aufgrund der „extremen akustischen Schreck-Effekte“. Auch wird davon abgeraten, die Lautstärke nachträglich zu verstellen.
Teil 1: 332 MB, 3:56 h, 49 Tracks
Teil 2: 377 MB, 3:56 h, 50 Tracks
_Teil 3: 361 MB, 4:17 h, 46 Tracks_
Teil 4: – erscheint am 12.06.2012 –
_Die Handlung:_
Im Jahr 3540 steht die Bevölkerung der Erde im Bann der Aphilie. Reine Vernunft und Urinstinkte bestimmen das Verhalten der Terraner, Gefühle zählen nichts mehr. Auch Reginald Bull ist der Aphilie verfallen: Er entmachtet seinen Freund Perry Rhodan und treibt ihn mit mehr als tausend Begleitern in die Verbannung. An Bord des Fernraumschiffs SOL verlassen die Verurteilten ihre Heimat ohne Hoffnung auf eine Rückkehr, aber auch ohne Aussicht, die Milchstraße im Meer der Galaxien zu finden. Eine Odyssee durch Raum und Zeit nimmt ihren Anfang, geprägt vom unbeugsamen Willen der Verbannten, dem Schicksal zu trotzen. Auf der Erde greift die Aphilie indessen unaufhaltsam um sich. Als es Bull gelingt, die Fessel der Aphilie abzuschütteln, wird er ebenfalls zum Gejagten …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 81|)
|Dieser Teil|:
Auf Terra wird Jagd auf Nicht-Aphiliker gemacht und ein Roboter befreit sich von der Beeinflussung durch die Sonnenstrahlung.
_Mein Eindruck:_
Endlich kann der Hörer darauf hoffen zu erfahren, was mit dem OGN-Agenten Kervin Caughens im Stummhaus geschieht, in das er sich eingeschmuggelt hat. Und … wirds diesmal wieder ein wenig mehr Action geben?
Ok, Action gibts und Verfolgungsjagden und einen Mordauftrag, aber nicht so ganz im Science-Fiction-Stil, sondern wieder auf Agenten-Söldner-Art. Was Caughens über die Stummhäuser herausfindet, ist nicht schön. Auch nicht nett sind die beiden „Outsider“, Kopfgeldjäger, die auf eigene Rechnung auf Terra Menschen jagen, die gegen die Aphilie immun sind … und hier einen im Besonderen. Lustig ist das auch nicht, obwohl einer von ihnen „Specht“ genannt wird. Dass sich der infizierte Reginald Bull ihrer Hilfe bedient, zeigt, wie abgestumpft und tatsächlich gefühllos er durch den Effekt der Sonnenstrahlung geworden ist. Einen Großteil dieses dritten Teils der |Silber Edition 81| verbringen wir dann auch mit den beiden Killern und begleiten sie bei ihrer Jagd auf eigentlich Unschuldige.
Aber auch ein wenig echte Science-Fiction bekommen wir geboten … zwar nicht im Weltall, aber mit Robotern. Und wir erleben, dass es nicht immer schlecht ist, wenn ein Roboter „durchdreht“. Einer, um genau zu sein TARA-III UH 787, scheint sich aufzumachen, das Blatt auf Terra zu wenden, denn er handelt nach den Roboter-Gesetzen und vernichtet aphilisches Zellplasma. Das könnte die Chance für die OGN sein und den Nicht-Aphilikern einen großen Vorteil einbringen.
Wie sich das entwickelt, erfahren wir dann wohl im letzten Teil, denn der Schluss dieses Parts blickt wieder auf die Jagd des Agenten Andor Casya nach der Nicht-Aphilikerin Ainra.
Alles in allem ist dieser Teil wieder eher ein Krimi, aber ein spannender, der diesmal zum Glück nicht allzu sehr auf die sozialkritische Bahn gerät, sondern gut unterhält. Was aus TARA-III UH 787 wird, das ist der Gedankencliffhanger, den der Hörer mit in die nächste Wartezeit auf den Teil 4 nehmen wird.
|Das Hör-Erlebnis:|
Andreas Laurenz Maier zeigt hier, dass er auch Krimis gut vorlesen kann. Die beiden Outsider werden von ihm unterscheidbar und passend zur Rolle interpretiert. Crystal Talongh klingt irgendwie versnobt und arrogant hochnäsig, Jocelyn, der Specht, steht ihr da in nichts nach. Mal langsam, mal schneller, mal die Stimme ein wenig modulierend schafft es Maier, die Agenten-Kopfgeld-Flucht-Jagd-Geschichte dieses Teils der |Silber Edition 81| ansprechend ins Krimi-Kopfkino des Hörers zu bringen.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 704 „Die Rebellen von Imperium-Alpha“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.
_Mein Fazit:_
Dieser dritte Teil der |Silber Edition 81| ist eine Kopfgeldjäger-Flucht-Krimi-Story, bei der es zwar nicht durch die Straßen von San Francisco geht, wir aber auf Terra bleiben. Bully erweist sich als gefühllos … was er ja auch zwangsweise ist und ein Roboter weckt neue Hoffnung beim Hörer. Krimi-Kost mit leichter Science-Fiction im Abgang. Kriminalistisch gut gelesen von Andreas Laurenz Maier.
|MP3-Download mit 361 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:17 h
Anzahl der Tracks: 46
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3-943393-32-3|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net
Der Verlag bietet auch eine [Hörprobe]https://www.einsamedien.de/index.php?id=16&productID=38989 an.
|Hinweis:| Die |Silber Edition 81| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 12. Juni 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.
Sommer 2036: Perry Rhodan und seine Begleiter folgen einem Notruf, der aus dem nahen Wega-System kommt. Dort geraten sie zwischen die Fronten zweier ungleich starker Gegner: Die echsenartigen Topsider greifen die Ferronen an.
Nachdem ihr Raumschiff von den Topsidern abgeschossen wurde, stranden die Menschen auf dem Planeten Ferrol. Die Überlebenden schlagen sich zur Hauptstadt Thorta durch. Denn nur von dort kann noch Rettung kommen.
Währenddessen geht der Krieg weiter. Trotz der aussichtslosen Lage hat Perry Rhodan ein Ziel: Er muss das Gemetzel um jeden Preis stoppen. Gelingt ihm das nicht, droht auch den Bewohnern der Erde ein schreckliches Schicksal … (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Dieser NEO-Band bietet Planetenabenteuer satt und zwar auf gleich zwei Planeten. Perry, der ja im letzten Band im Wega-System abgeschossen wurde, muss sich mit einem Teil seiner Truppe (die Mannschaft wurde getrennt) auf Ferrol mit den Topsidern und der ungewohnten Umgebung herumschlagen. Dabei machen sie einen Erstkontakt mit den Ferronen, der auch nicht immer ganz so reibungslos verläuft und bei allen auf Vertrauen stößt.
Währenddessen erleben der Hörer und die auf Terra zurückgebliebenen Rhodan-Freunde ihr eigenes Planetenabenteuer mit den Fantan-Leuten, die immer noch kräftig dabei sind, „Besun“ einzusammeln. Dem alten Schlitzohr Homer G. Adams gelingt es, die Fantan-Leute so zu manipulieren, dass auch er etwas davon hat, von ihnen mitgenommen zu werden. Leider nimmt das für den „freundlichen“ Fantan Sheperk kein so gutes Ende.
Abenteuer gibts also in den 6 Stunden dieser Lesung reichlich zu erleben und spannend sind sie noch dazu.
|Hanno Dinger| liest in seiner gewohnten Art das Skript vor. Dass seine Stärke in der wörtlichen Rede und der Interaktion zwischen den Charakteren liegt, das merkt der Hörer hier wieder deutlich. Bei beschreibenden Szenen fehlt ein wenig das Feuer, um die volle Dramatik der Situation zu vermitteln. Den einzelnen Figuren hingegen verleiht er unterscheidbare Stimmen, indem er mit seiner Stimme spielt und so das Kopfkino des Hörers am Laufen hält.
_NEO 12: „Tod unter fremder Sonne“_
Spätsommer 2036: Nachdem ihr Raumschiff von den Topsidern abgeschossen worden ist, stranden Perry Rhodan und seine Begleiter auf dem Planeten Ferrol. Dort werden sie getrennt. Ein Teil der Gruppe kommt in ein Gefangenenlager der Topsider; dort müssen die Menschen ums Überleben kämpfen.
Auf der Erde spitzt sich die Lage mittlerweile zu. Die fremdartigen Fantan drangsalieren die Menschen – sie entführen und stehlen, was sie interessiert, und nehmen keine Rücksicht. Widerstand gegen ihre überlegene Technik scheint zwecklos.
Reginald Bull, Perry Rhodans bester Freund, wird ebenfalls verschleppt. Sein erster Ausflug ins All endet in einer mysteriösen Raumstation – dort scheint die lebenslange Gefangenschaft auf ihn und seine Gefährten zu warten … (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Der Titel deutet an, dass wohl jemand im All oder im Wega-System seine letzte Ruhestätte finden wird. Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen, denen Perry und seine Mannen dort ausgesetzt sind, kein Wunder. Aber erstmal erfahren wir Näheres über die Mutantin Caroline Frank, die auf der Erde lebt und Dinge finden kann … besser als jeder, der sich vorher einen Zettel gemacht hat.
Ein wenig sehr auffällig passend ist diese Fähigkeit natürlich, weil zufällig grad nach dem Roboter Rico gesucht wird … ja, immer noch. Da kann Caroline dann erfolgreich helfen und der Hörer wird zusammen mit dem Suchtrupp in die Tiefen des Meeres verfrachtet, wo es Interessantes zu entdecken gibt. Ein spannender Cliffhanger lässt uns allerdings auch hier zurück, denn unten im Wasser gibts einen Transmitter … und … natürlich … durch den entwischt der gute Rico dann auch wieder. Wohin der Transmitter wohl führt?
Einen kurzen Blick ins Wega-System gönnt uns der Autor auch, wo wir über das Schicksal von Tako Kakuta informiert werden und wohin es seinen Teil der Gruppe zwangsverschlagen hat, die nicht mit Perry zusammen unterwegs war.
Und als Abschluss erfahren wir dann endlich, was aus dem Teleporter Sid geworden ist, der doch bei seinem letzten Sprung verletzt wurde. Dem gehts nicht nur gut, sondern auch er macht einen Erstkontakt mit einem Wesen, dass der Alt-Fan schon lange kennt und auf das er sich schon lange gefreut hat. Abenteuer erleben wir mit den beiden in diesem NEO leider nicht mehr, auf die können wir uns ab jetzt aber freuen.
|Axel Gottschick| spricht wie immer im Reportage-Stil. Er versucht die Story mithilfe von Variationen in der Sprechgeschwindigkeit dem Hörer zu vermitteln, weniger durch das Verstellen seiner Stimme. Das ist halt sein Stil und mittlerweile hat sich der NEO-Freund daran gewöhnt. Reportagen sind in der Regel ja auch interessant, nur haben die meist noch Bilder zu bieten, die vom Sprecher ablenken. Hier hat der Hörer seine Kopfkino-Bilder, die mal mehr und mal weniger farbig und fesselnd sind, je nachdem was der Sprecher aus der jeweiligen Szene macht.
_Die Sprecher:_
|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)
|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.
Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
_Die Ausstattung:_
Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 11| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.
_Fazit:_
Planetenabenteuer aller Orten, in der Milchstraße und im Wega-System gibts eine Menge zu erleben, für Perry und den Hörer, der den entspannteren Part dabei hat. Kriegerisch und kämpferisch gehts auf Ferrol zu, während auf Terra eher diplomatisch manipulatives Geschick gefragt ist. Es gibt einen weiteren Teil der Serie „Wo in der Welt ist Rico?“ und wir erfahren nicht nur, was aus Sid und seiner Fehlteleportation geworden ist, sondern entdecken mit ihm zusammen auch etwas Pelziges, das uns hoffentlich noch auf vielen weiteren Abenteuern begleiten wird.
Hanno Dinger und Axel Gottschick haben beide ihren eigenen Stil, an den sich der Hörer langsam gewöhnt hat. Während Dinger bei den Dialogen punkten kann, schafft es Gottschick eher, den Hörer auch bei den beschreibenden Szenen bei Laune zu halten. Langweilig wirds aber bei keinem der beiden.
|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 11 – Schlacht um Ferrol: 6:07 Std. Spieldauer (ungekürzt), 68 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 12 – Tod unter fremder Sonne: 6:10 Std. Spieldauer (ungekürzt), 68 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-943393-05-7|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
Die Reihe „Perry Rhodan NEO ist auch als Download-Version erhältlich.
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