Das Jahr 3460. Die Milchstraße steht unter der Herrschaft des technisch überlegenen Konzils der Sieben. Leticron, der oberste Helfershelfer der Invasoren, erstickt jeden Widerstand mit eiserner Faust. Die wenigen Menschen, die seinen Truppen entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da keimt unerwartet neue Hoffnung. Kroiterfahrn, der todkranke Angehörige des bislang unbekannten Konzilvolks Greikos, trifft in der Galaxis ein. Er glaubt, eine Insel des Friedens und des Wohlstands vorzufinden, geschaffen von der gütigen, gerechten Hand des Konzils. Wird es den Menschen gelingen, ihm die Augen für die Wahrheit zu öffnen? Erde und Mond treiben währenddessen nach der misslungenen Flucht durch den Hyperraum weiter im »Mahlstrom der Sterne«, einer unendlich weit entfernten Region des Alls. Noch wärmt das Licht hunderter Atomsonnen die Urheimat der Menschen – doch Perry Rhodan weiß, dass er eine neue Sonne für sie finden muss. Rhodans einzige Hoffnung sind die erklärten Feinde der Terraner … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck_
Fi-nale, o-hoo … mit Spannung erwartet, gibts jetzt den letzten Teil der letzten |Silber Edition| des (zum Glück nicht letzten) Zyklus „Das Konzil“. Wird die Erde in diesen 17.5 Stunden zurückfinden in die Milchstraße, so Perry das denn überhaupt vorhat? Was wird aus den Laren? Werden sich die Besatzer, aus welchen Gründen auch immer, wieder zurückziehen? Oder wird ein Teil der Probleme mit in den nächsten Zyklus genommen?
Auf gehts also in die letzte Runde in der Auseinandersetzung mit den Laren. Aber es geht nicht mit der Erde und auch nicht mit Perry Rhodan weiter. Vielmehr geht es in erstmal darum, wie andere Völker der Milchstraße die Invasion der Konzilsvölker und der Laren im Speziellen erleben und damit umgehen. Das kann man langweilig oder aber auch interessant finden. Auf Olymp wollen die Laren zum Beispiel aus einem Okrill eine neue Rasse züchten und auf Ertrus ist eine schwarze Pyramide gelandet, in die Mitglieder des Ertrusischen Beifreiungskommitees eindringen wollen.
Neue Rassen lernen wir in dieser |Silber Edition| auch kennen: Die |Mastibekks| haben ihre Körperlichkeit hinter sich gelassen und helfen den Laren im Austausch für Gefühle, die sie mit ihren Pyramidenschiffen aufsaugen. Ein weiteres neues Hilfsvolk des Konzils sind die vier Meter großen und extrem friedfertigen, vogelartigen |Greikos|. Die bei Laune zu halten, ist für die Laren sehr wichtig, sind sie doch durch ihre Psi-Begabung für das reibungslose Miteinander der Konzilsvölker unabdingbar. Der Greiko Kroiterfarn wächst dem Hörer in diesem Handlungsfaden besonders ans Herz.
Die Autoren haben sich dann dafür entschieden, die Handlung um ein paar weitere Kapitel zu strecken und schicken den Perry-abtrünnigen Rebellen ein Wesen an Bord ihres Raumers, das auf den Hörer wie ein prophetisches Alien (TM) wirkt. Und die Auseinandersetzung mit ihm zieht sich zwar ganz interessant, aber für mich ein wenig künstlich und für die Haupthandlung in keiner Weise gewinnbringend in die Länge. Einzig, dass die Position der Milchstraße gefunden wurde, bleibt am Ende von diesem Handlungsfaden zurück … das hätte nach meinem Geschmack auch schon früher passieren dürfen.
Dann gibts eine clevere Überleitung und den finalen Schwenk zurück zu Perry Rhodan und seinen Problemen. Hier will ZEUS den Terranern helfen, stellt aber Bedingungen, die für Perrys Leute nicht so einfach zu erfüllen sind. Das Ganze involviert auch die Ploohn-Königin Jaymadahr Conzentryn, gegen die Perry ja schon in den vergangenen Teilen erbittert gekämpft hatte.
Auch diese Ebene hat seine spannenden Momente und Twists, die einigen der beliebten Charaktere wie Gucky gut zu tun geben, aber der eine oder andere Hörer könnte doch enttäuscht sein, denn es zeichnet sich mit einem Blick auf die Restzeitanzeige des MP3-Players immer mehr ab, dass wir wohl im Mahlstrom blieben werden und die Laren in der Milchstraße …
|Das Hör-Erlebnis|:
Auch wenn es anfänglich nicht um Perry und die Erde geht, versteht Tom Jacobs mit seiner Interpretation der Handlung, den Zuhörer gut zu unterhalten. Seine Überschweren sind lautstark und druckvoll, sein larischer Oberbefehlshaber Kratos-Pyr klingt aufgebracht und herrisch und sein Rebell Roctin-Par klingt sympathisch.
Die Ertruser von Tom Jacobs werden nicht gebrüllt, wie beim Kollegen Tratnik, vielmehr hebt er sie durch Sprechgeschwindigkeit und damit verbundenen Hektik und Tatendrang von den anderen Charakteren ab, aber laut wird er dabei auch gern mal, wenn es der Dramatik zuträglich ist. Sein Hotrenor-Taak wirkt ruhig und souverän.
Die körperlosen Mastibekks werden von Jacobs eindringlich geflüstert, das könnte bei dem einen oder anderen Hörer in eventuellen Nebengeräuschen untergehen. Beim Joggen, Putzen oder im Auto zum Beispiel.
Für den Greiko Kroiterfahrn hat Tom Jacobs eine hohe, leicht krächzige und manchmal schmatzende Stimmfarbe anzubieten. Dies, gepaart mit einer eigenen Sprechmelodie, führt wieder dazu, dass auch dieser neue Charakter schnell auszumachen ist, sobald er etwas zu erählen hat.
Mit von ihm gewohnt vollen Einsatz schafft es Jacobs wieder, den Hörer die volle Spieldauer über in seinem Bann zu halten und an die Story zu binden. So erleben wir hautnah das Schicksal des Greikos, Leticrons Jagd auf ihn und die Gefühlsachterbahn, die der USO-Agent Schulz durchlebt.
Je nachdem wie es die Stimmung der Charaktere und die Dramatik der Situation verlangt, variiert Jacobs seine Sprechgeschwindigkeit und steigert dadurch schnell die Spannung. Gehetzt, genervt, verängstigt oder unsicher … alle Gefühle werden dem Hörer glaubhaft und authentisch vermittelt.
|Die MP3s und das Booklet|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Das Titelbild der |Silber Edition 80|, das auch in den ID3-Tags der Dateien zu finden ist, liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem bekommen wir noch das Cover von Heft 696, „Botschafter des Friedens“, als JPG-Datei in der Auflösung 2000 x 2958 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.
Im beiliegenden Booklet finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung einer Raumplattform der Greikos, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 675, 695, 696, 697, 698 und 699. Außerdem gibts vorn noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 695 und am Ende die von Band 696 zu sehen.
_Mein Fazit:_
Der Wunsch danach, dass sich alles in diesem letzten Teil des Zyklus „Das Konzil“ aufklärt, geht nicht in Erfüllung. Aber zumindest sind jetzt die Fronten geglättet und die Schlachten im Mahlstrom geschlagen. Schade, dass man nicht erfährt, was die Laren in der Milchstraße grad anrichten. Dafür müssen wir dann wohl auf den nächsten Zyklus warten … oder den danach …
|2 MP3-CDs
Spieldauer der Lesung: 17:41 h
Sprecher: Tom Jacbos
Anzahl der Tracks: 205
Gesamtgröße der Dateien: 1,35 GB
ISBN-13: 978-3943393170|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net
Auch erhältlich als Download-Abo in jeweils vier Teilen, die im Abstand von je drei Wochen erscheinen.
Sommer 2036: Terrania ist ein Zukunftstraum, der Millionen von Menschen fasziniert. Diese Vision entsteht mitten in der Wüste Gobi, fern von den Zentren der Zivilisation. Roboter der außerirdischen Arkoniden erbauen eine Stadt, die einmal das Zentrum einer geeinten Menschheit werden soll.
In der Zwischenzeit steht die Erde am Rand eines globalen Atomkrieges. In einigen Ländern mehren sich politischen Unruhen, während andere Staaten hektisch aufrüsten. Will Perry Rhodan den Frieden sichern, muss er sich in den Besitz aller arkonidischen Technologie bringen, die es auf der Erde gibt – er tritt gegen das amerikanische Militär an.
Alles verändert sich, als ein Notruf die Erde erreicht: Im System der blauen Sonne Wega tobt ein Krieg, quasi in direkter kosmischer Nachbarschaft. Rhodan und eine Gruppe von Begleitern starten zum ersten interstellaren Flug der Menschheit. (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Wer hätte das gedacht? Perry Rhodan, „Unser Mann im All“, startet tatsächlich auch mal ins oben genannte … den Mond rechne ich jetzt mal nicht mit. Bis es dazu kommt, muss der Hörer aber noch etwas Geduld mitbringen und sich vom Sprecher erzählen lassen, was so alles auf Terra passiert. Perry Rhodan ist nämlich nicht der Beliebteste auf Erden und überall gibts Ärger. In den USA wird sogar der Ausnahmezustand ausgerufen.
Derweil versucht sich Perry getarnt den abgestürzten Arkomidenraumer TOSOMA IX unter den Nagel zu reißen, an dem die Amis schon kräftig Untersuchungen durchführen. Diese Aktion, bei der ihn auch die Arkonidin Thora und der Telepath John Marshall begleiten, stellt das Gros dieser NEO-Ausgabe dar. Spannend schafft es der Autor, den Hörer bei Laune und gefesselt zu halten. Ok, es geht vielleicht alles ein wenig einfach, aber das Insiderwissen von Thora an Bord des Raumers hilft zweifellos, dagegen kann man nix sagen. Nebenbei wird auch am vielleicht doch nicht von Arkon stammenden Roboter RICO geschraubt.
Und als Perrys Piraten-Team auf dem frisch gekaperten Raumschiff einen Notruf aus dem Wega-System auffängt, das offenbar von „Echsen“ angegriffen wird, möchte der Hörer rufen: „Nun starte schon endlich ins Weltall, du warst lange genug auf der Erde!“. Das tut er dann auch tatsächlich … um sich nur mal kurz umzuschauen. Schon klar. Dass daraus nichts wird, das kann sich sicher nicht nur der Alt-Fan denken, der Perrys Abenteuer im Wega-System schon mal miterlebt hat … wenn auch in abgewandelter Form.
Auf Terra gibts auch noch einen kleinen Cliffhanger-Paukenschlag als Abschluss. Es bahnt sich nämlich ein Erstkontakt an, denn die gute alte Erde bekommt Besuch!
|Hanno Dinger| liest wie gewohnt bemüht den Text vom Skript ab und schafft es leider nicht immer, die Story wirklich lebendig ins Ohr des Hörers zu transportieren. Seine Stärke liegt eindeutig bei den Dialogen, hier wacht er auf bringt mehr Dynamik in seine Performance hinter dem Mikro. Wenn er das auch noch bei den beschreibenden Texten hinbekommen würde, dann hätte der Hörer noch mehr Spaß an seinem Vortrag.
_NEO 10: „Im Licht der Wega“_
Sommer 2036: Für die Menschheit ist eine neue Ära angebrochen. Perry Rhodan und eine Gruppe von Begleitern starten zum ersten interstellaren Flug der Menschheit. Ihr Ziel: das Wega-System.
Dort tobt eine unbarmherzige Schlacht zwischen zwei ungleichen Völkern. Rhodan greift auf Seiten der Schwächeren in den aussichtslosen Kampf ein. Denn der Ausgang der Schlacht entscheidet über die Zukunft der Menschheit …
Auf der Erde herrschen währenddessen Panik und Angst. Fremdartige Außerirdische besetzen den Planeten. Sie haben nur ein Ziel: Beute machen. Rhodans Freund Reginald Bull stellt sich der Gefahr und gerät in einen Hinterhalt. (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Dieser NEO startet mit einer Episode von „RICOS Abenteuer“, die mich persönlich jetzt weniger fesseln konnte. Interessanter war für mich schon eher die Arkonidin QUEEN, die ihm zu Hilfe eilt. Wird sie noch eine wichtige Rolle in NEO spielen?
Wie erwartet läuft nicht alles rund für Perry und seine Mannen (und Frau), als sie nach ihrer ersten Transition im Wega-System ankommen. Turbulente Spannung und weitere Abenteuer verspricht schon die erste Konfrontation, bei der Perrys Schiff, das auf den Namen GOOD HOPE getauft wurde, abgeschossen wird .. so viel dann zu dem Teil mit der „Hoffnung“. Die Frage, die sich nun dem Hörer und Perry stellt: Der Übeltäter fliegt einen Arkonidenraumer, wieso schießen die Arkoniden auf sie?
Währenddessen kommts auf Terra zum im letzten NEO-Band angekündigten Erstkontakt zwischen Reginald Bull und den Fantan-Leuten. Dass sie prakitscherweise einen Translator dabeihaben, mithilfe dessen sich alle prima verständigen können, das erinnert ein wenig an STAR TREK … da konnten sich Kirk und Spock auch mit jeder Rasse sofort unterhalten.
Ein kleines Wort allerdings bleibt unübersetzt und soll für Bully und den Hörer noch für eine Überraschung sorgen: „Besun“. Wer oder was ist das? Nachdem die Fantan-Leute anfangen, Menschen und Gegenstände (und sogar ein Toilettenhäusschen!) einzusammeln, kann sich jeder Abenteurer in der Geschichte und der mit den Ohrstöpseln im Ohr denken, für was „Besun“ ein Sammelbegriff ist.
Und während sich alle noch fragen, wie es wohl weitergeht, gibts den nächsten Cliffhanger-Paukenschlag: Schon wieder kommt ein unbekannter Raumer in Richtung Terra geflogen … der ist aber noch größer als der zuletzt gelandete. Dass die Fantan-Leute auf Terra Alarm geben und sich schnell aus dem Staub machen wollen, kann gut oder noch schlechter für die Terraner sein. Beim Start des Raumers wird der bei den Fans beliebte Sid durch seine eigenen Teleportationsfunken verletzt. Hoffentlich hat das keine bleibenden Folgen hinterlassen.
|Axel Gottschick| gibt wie gewohnt die „Stimme aus dem Off“, wenn er vorliest. Hin und wieder macht er die unterschiedlichen Charaktere auch für den Hörer unterscheidbar, indem er mit seiner Stimme spielt. Das tut er leider nicht immer und so bleiben manche Figuren blasser, als sie es hätten sein müssen. Dennoch ist sein Vortrag und sein Job alles andere als langweilig, denn er bringt schon eine Menge Dynamik und Druck mit, mit denen er die spannende Handlung gut transportiert. Grad wenn man beide Lesungen direkt hintereinander hört fällt auf, dass Gottschick trotz seines „Dokumentations-Stils“ mehr „Drama“ und Kopfkino anbietet als Hanno Dinger.
_Die Sprecher:_
|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)
|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.
Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
_Die Ausstattung:_
Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 10| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.
_Fazit:_
Auf der Erde gehts rund und jeder lehnt sich gegen seine Regierung auf. Perry erbeutet den abgestürzten Arkonidenraumer und startet endlich ins Weltall in Richtung Wega. Und während ihm da Mündungsfeuer entgegenschlägt, das seinen Aufenthalt sehr, sehr in die Länge zu ziehen droht, erlebt Bully auf Terra einen Erstkontakt, der nicht ganz so freundlich verläuft, wie man ihn sich wünscht.
Es passiert also hüben wie drüben eine Menge und die Autoren halten NEO in Schwung, Perry auf Trab und den Hörer gebannt am MP3-Player.
|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 9 – Rhodans Hoffnung: 6:14 Std. Spieldauer (ungekürzt), 63 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 10 – Im Licht der Wega: 5:31 Std. Spieldauer (ungekürzt), 59 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-943393-04-0|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.
Im Spätsommer 2036 brechen Perry Rhodan und seine Begleiter zum ersten interstellaren Flug der Menschheit auf – doch dieser führt ins Chaos eines Krieges. Die Menschen erreichen das System der blauen Sonne Wega, wo die echsenartigen Topsider die Welten der Ferronen angreifen. Rhodans Raumschiff wird abgeschossen, seine Gruppe getrennt.
Rhodan und seine Begleiter müssen auf dem Planeten Ferrol ums Überleben kämpfen, andere Menschen werden gefangen genommen. Bei ihrer Flucht über verschiedene Planeten lernen sie das System der Transmitter kennen: geheimnisvolle Geräte, mit denen man praktisch ohne Zeitverlust riesige Entfernungen zurücklegen kann.
Auf der Erde wiederum spitzt sich die Lage weiter zu. Die fremdartigen Fantan stehlen rücksichtslos, was sie interessiert. Widerstand gegen ihre Technik scheint zwecklos. Doch drei junge Terraner wagen das Unmögliche und setzen dabei alles aufs Spiel … (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Leider geht es hier nicht mit dem pelzigen Besun der Fantan-Leute weiter, sondern mit Perry Rhodan und seinem Teil der Gruppe, die immer noch im Wega-System feststecken und mitten in den Krieg zwischen den Ferronen und den echsenartigen Topsidern geraten waren. Dabei bewegt sich dieser Handlungsfaden weiter voran und der Hörer erfährt so einiges Interessantes. Dass die Ferronen zum Beispiel Transmitter besitzen, durch die sie zwischen den Planeten reisen können, die sie aber weder selbst gebaut haben noch reparieren könnten, fals mal einer kaputtginge. Und auch, woher der Begriff „Lichtbringer“ stammt … Perry und seine Leute werden nämlich für Lichtbringer gehalten.
Bei den Er- und Vermittlungen mit den Ferronen wird auch Thora wiederentdeckt und aus einem Gefängnis befreit.
Auf Terra wird sich derweil immer noch um die Tiefseestation gekümmert, was ein Handlungsfaden ist, der irgendwie streckend wirkt. Zwar passiert hier auch etwas und ein abgestürzter Arkonidenraumer wird näher unter die Lupe genommen, aber so recht mochte bei mir hier der Funke nicht überspringen. Auf den anderen Schauplätzen, die NEO derzeit anbietet, ist einfach mehr los.
Fast schon lustig ist, dass sich auch der vermeintlich zerstörte Transmitter, durch den Rico entkommen war, natürlich von selbst repariert, wie das irgendwie alles tut, was so an Technik aus dem Weltall auf die Erde geraten ist. Warum hatte das dann nicht auch das Raumschiff getan, mit dem Thora und Crest auf dem Mond gestrandet waren?
|Hanno Dinger| liest mir die Ferronen eine Spur zu theatralisch und langatmig, auch wenn das Skript diese Vortragsart oftmals nahelegt. Bei wörtlicher Rede hatte er sonst immer seine Stärken, die dort auch weiterhin liegen. Bei beschreibenden Szenen wollte ich ihm das eine oder andere Mal gern das nächste Wort schneller aus dem Mund ziehen, weil mir die Lebendigkeit gefehlt hat. Mir eine Idee zu häufig legt er dramatisierende Pausen ein, gern auch mal mitten im Satz, die mir auch eine Spur zu lang waren.
_NEO 14: „Die Giganten von Pigell“_
Im August 2036 brechen Perry Rhodan und seine Begleiter zum ersten interstellaren Flug der Menschheit auf – doch dieser führt ins Chaos eines Krieges. Die Menschen erreichen das System der blauen Sonne Wega, wo die echsenartigen Topsider die Welten der Ferronen angreifen. Rhodans Raumschiff wird abgeschossen, seine Gruppe getrennt.
Für Rhodan und seine Begleiter beginnt ein erbitterter Kampf ums Überleben, andere Menschen werden gefangen genommen. Bei ihrer Flucht über verschiedene Planeten nutzen sie Transmitter, mit denen man ohne Zeitverlust riesige Entfernungen zurücklegen kann. So landet die Gruppe auf der geheimnisvollen Dschungelwelt Pigell, die ein schreckliches Geheimnis birgt.
Auf der Erde sind die fremdartigen Fantan nicht zu stoppen: Sie rauben, was ihnen gefällt, während die Menschen der außerirdischen Technik hilflos gegenüberstehen. Alle Hoffnung ruht auf Rhodans Rückkehr … (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Diesmal erfahren wir, wie es dem auf die Raumstation MYRANAR entführten Bully ergeht … genau, da wo wir auch den pelzigen neuen Freund gefunden haben, der sich als Gucky vorstellt. Die Idee der nachfolgenden Theateraufführung zur Ablenkung der Fantan-Leute, um die eigene Fluch zu ermöglichen, fand ich ein wenig fad, weil es bereits auf Terra eine gegeben hat. Sicher, die Fantan-Leute finden das toll … ich fands eher ideenlos.
Nicht ideenlos hingegen ist der Bericht darüber, wie es dem Teleporter Tako Kakuta und seiner Gruppe im Wega-System ergeht. Der hat nämlich auch neue Freunde gefunden und lernt den Ober-Ferronen, den Thort, kennen.
Schön fand ich zu erleben, dass nicht jeder Plan aufgeht und nicht alles reibungslos klappt, was sich die Jungs und Mädels überlegt haben. Die Topsider konnten sie mit ihrem Plan, ihren Oberkommandeur zu entführen, nicht beeindrucken … mich schon, denn nun müssen sie sich etwas Neues einfallen lassen und auch dem Hörer etwas Frisches anbieten.
Nicht mehr ganz so frisch sieht der Arkonide Kerlon aus, von dem der Notruf stammt, dem Perry ins Wega-System gefolgt ist. Ok, er wartet auch schon eine laaaaaaange Zeit. Dieser Kerlon-Teil war mir wieder ein wenig zu langatmig, auch wenn am Ende für Perry ein neues Raumschiff herausspringt und für den Hörer etwas zum Grübeln. Wie kommts, dass aus dem Wega-System ein Planet verschwunden ist? Und, wo isser hin?
Wer die beiden Lesungen dieses NEO-Doppelpacks hintereinander hört, der hat bei dem von |Axel Gottschick| vorgelesenen Teil das Gefühl, als hätte jemand den Schnellvorlauf eingeschaltet. Auf einmal geht es ab und nicht nur, weil Gottschick einen ganzen Zacken schneller vorliest als Dinger. Das tut er aber nicht immer und ständig, auch er ist immer gut für dramatisch gesetzte Sprechpausen, von denen ich kein Fan bin. Sein Tako Kakuta ist auch nicht unbedingt einer meiner Lieblingsinterpretationen, aber, das ist Geschmackssache. An der Figur konnten sich ja schon mehrere Sprecher versuchen.
_Die Sprecher:_
|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)
|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.
Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
_Die Ausstattung:_
Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 14| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.
_Fazit:_
Alle Handlungsfäden und -ebenen werden in diesem NEO-Doppelband bedient und für jeden wird etwas angeboten. Im Wega-System tut sich eine Menge, jede der beiden versprengten Gruppen erlebt viel Spannendes, was dem Hörer zugutekommt. Auch der entführte Bully kann sich befreien und unter dem Meeresspiegel werden interessante Entdeckungen gemacht.
Hanno Dinger und Axel Gottschick unterhalten dabei jeder auf seine eigene Weise gut und bieten dem Hörer fast 14 Stunden solides Kopfkino. Wobei der eine bei den verschiedenen Charakterinterpretationen lebendiger wirkt und der andere die Szenenbeschreibungen fesselnder vermitteln kann. Die beiden Autoren liefern dabei für jeden Geschmack etwas.
|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 13 – Schatten über Ferrol: 6:31 Std. Spieldauer (ungekürzt), 82 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 14 – Die Giganten von Pigell: 6:19 Std. Spieldauer (ungekürzt), 68 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-943393-06-4|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.
_Die |ATLAN – Zeitabenteuer| als überarbeitete Neuausgabe im „Blauband“:_
01 „An der Wiege der Menschheit“
02 „Säulen der Ewigkeit“
03 „Karawane der Wunder“
04 „Hüter des Planeten“
05 „Strafkolonie Erde“
06 „Wolken des Todes“
07 [„Söldner für Rom“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7505
08 _“Ritter von Arkon“_
09 „Herrscher des Chaos“
10 „Balladen des Todes“
11 „Kontinente des Krieges“
12 „Samurai von den Sternen“
13 „Die letzten Masken“
_Die Handlung:_
Seit Jahrtausenden sitzt Atlan, der unsterbliche Arkonide, der später zum besten Freund Perry Rhodans wird, auf der Erde fest. Sein Ziel ist, die Menschheit soweit zu fördern, bis sie ein Raumschiff für ihn bauen kann, mit dem er zu seinem Volk zurückkehren will. Gleichzeitig trachtet der Arkonide danach, die Landung von Außerirdischen für seine eigenen Zwecke zu nutzen. Das gilt für die Zeit der Völkerwanderung in Europa ebenso wie für den Beginn des Mittelalters mit all seinen Umwälzungen … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Nachdem es Atlan im letzten Zeitabenteuer mit Kaiser Nero zu tun hatte, könnte man ja denken, dass er sich jetzt erstmal wieder ein paar hundert Jahre schlafen legt. So könnten wir mit ihm zusammen neue Abenteuer in einer neuen Zeitepoche erleben. Tja, schlafen hat er sich schon gelegt, aber nur ein für paar Jahre. Währenddessen sollte ihm seine Positronik die Baupläne für ein Raumschiff entwerfen. Startet Atlan in den Weltraum und die Zeitabenteuer sind zu Ende? Ja und nein.
Der Autor macht die Sache interessant, indem er das Raumschiff Atlan nicht einfach startklar vor die Füße stellt, er muss zumindest die Materialien ansammeln und um eine Werft und ein Team muss er sich auch kümmern. Alles nicht so einfach im Jahr 166.
Und natürlich muss sich Atlan wieder in die Geschicke der Menschheit einmischen, wenn er Ungerechtigkeiten sieht. Da wir die Epoche noch nicht gewechselt haben, tarnt er sich mal wieder als Gladiator und befreit ein paar Sklaven.
Den Start ins All gibts dann auch tatsächlich zu erleben und auch der Teil des Abenteuers verläuft für den „Ritter von Arkon“ nicht so, wie der Hörer es vermutet hätte, denn auf der Venus ist keiner (mehr) zu Hause. Tja, was macht man nun? Er fliegt halt wieder zur Erde und erlebt eine für mich nicht so prickelnde Episode der „Strengsten Eltern der Welt“ vs „Die Super-Nanny“.
Nach einem weiteren Nickerchen Atlans gönnt uns der Autor dann endlich einen Zeitwechsel und ein neues Szenario, auch wenn die Ereignisse rund um Konstantinopel irgendwie an die Römerzeit mit Nero erinnern … die Menschen ändern sich halt nie, wie es scheint.
Und dann wirft der Autor uns noch ein paar bekannte Namen vor, deren Träger Atlan kennenlernt … einige mag er, so wie Nibelungen-Siegfried und einen kann er ganz und gar nicht leiden: Attlia der Hunne. Der wird zum Nero dieses Zeitabenteuers und Atlan will ihn beseitigen. Und wie bei Nero auch, lässt er sich rekrutieren, um dichter an ihn heranzukommen. Tja, so erfahren wir, wie Attila zu Tode gekommen ist und durch wen.
Auch wenn es anfangs nicht so schien, der Autor beackert hier immerhin einen Zeitraum von 372 Jahren und schickt uns mit Atlan zusammen von Nubien, über Konstantinopel bis zur Venus … und zurück.
Die ganze Zeit über begleitet Renier Baaken den Hörer als fesselnder Erzähler. Mit viel Einsatz vor dem Mikro bringt er uns die Umstände und die Personen nahe, die zu diesem Zeitabenteuer ihren Beitrag leisten. Dabei erweckt er jeden einzelnen durch seine individuelle Interpretation von Protagonisten und Antagonisten zum Leben und lässt sie so viel bunter über die Kopfkinoleinwand des Hörers laufen, als das Cover dieses |Zeitabenteuers| andeutet. Das passt mehr zum Anfang der Lesung.
Baaken macht seinen Job so, wie ihn ein guter Geschichtenerzähler machen muss: Er bindet den Zuhörer an die Story, gibt ihr aber auch seine eigene Note, durch die Art und Weise wie er sie erzählt. So erlebt der Hörer Atlans Zeit- und Szenenwechsel, seine Zu- und Abneigungen und alle Geschehnisse auf der Erde und der Venus gefühlsecht mit und wird sich, trotz der beachtlichen Länge von guten 24 Hörstunden, schon auf die nächste Ausgabe und das nächste „tagelange“ Abenteuer mit Atlan freuen. Man darf gespannt sein, wer denn dieser „Herrscher des Chaos“ ist.
_Die Dauer der Lesung_
Wer sich fragt, warum Renier Baaken für die Lesung eines ATLAN-Blaubandes 24 Stunden braucht, während sein Kollege Josef Tratnik einen PERRY-RHODAN-Silberband in nur 17 Stunden vorlesen kann, der hatte die Romanvorlagen noch nicht in der Hand.
Zwar sind beides Sammelbände, aber die Silberbände setzen sich aus Heftromanen zusammen und die Blaubände aus Taschenbüchern. Das erweitert den Umfang, macht die Bücher dicker und die Lesungen länger. Gut für den Hörer, denn so gibts mehr zu erleben.
_Der Autor:_
Hans Kneifel (* 1945) wuchs er in Oberbayern auf, seit 1948 lebt er in München (und zeitweise auf Sardinien). Nach seiner Ausbildung zum Konditormeister und dem Begabtenabitur 1960 begann er ein Studium der Pädagogik, das er 1965 mit dem Staatsexamen abschloss. Er war danach Berufsschullehrer, bis er sich entschloss, freier Schriftsteller zu werden. 1956 debütierte er mit dem Roman „Uns riefen die Sterne“, inspiriert von dem Kinofilm „Endstation Mond“. 1965 erschien sein erstes „Perry Rhodan“-Taschenbuch, drei Jahre später wurde er in das Team der „Perry Rhodan“-Heftserie berufen. Bei der Stadtzeitschrift „Wir Münchener“ fungierte er in den achtziger Jahren als Chefredakteur. Nach jahrelanger Abstinenz schreibt er jetzt wieder als Gastautor an der „Perry Rhodan“-Heftserie mit. (Wikipedia)
_Der Sprecher:_
Renier Baaken (* 1949) ist freischaffender Sprecher für Synchron, Werbung, Industriefilm, Ladenfunk und Hörbücher. Er studierte in Düsseldorf englische und amerikanische Literaturwissenschaft, Psychologie, Philosophie und Theaterwissenschaft. Als Schauspieler war war er in Düsseldorf und Moers engagiert sowie in mehreren Fernsehspielen und -serien (z. B. „Achtung Zoll“, „MS Franziska“ etc.) Seit den 1990er Jahren verlegte er sich mehr und mehr auf Sprecherrollen. Seit 2002 spricht er verschiedene Rollen in „Perry Rhodan“-Hörspielen und seit 2007 liest er Hörbuch-Versionen der „Perry Rhodan“-Heftserie. (Perrypedia)
_Die Ausstattung:_
|Die MP3s und das Booklet|
Die Qualität der MP3s entspricht nicht dem Eins-A-Medien-Standard, was nicht heißt, dass dieses Hörbuch schlechter klingt. Die MP3s sind nicht mit einer festen Bitrate codiert, sondern mit VBR, also einer variablen Bitrate zwischen 64 und 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende.
Das an eine düstere Graphic Novel erinnernde Cover ziert nicht nur die beiden MP3-CDs, sondern auch die ID3-Tags der MP3-Dateien. Dazu bekommt der Hörer ein Booklet-Faltblatt, in dem die Technik-Credits zu finden sind und ein paar Infos zum Sprecher. Außerdem gibt es noch etwas Werbung für die MP3-CD-Version der Perry Rhodan |Silber Editionen| 80, „Menschheit am Scheideweg“.
_Mein Fazit:_
Der anfängliche Schreck, dass Atlan noch einmal 24 Hörstunden in der Zeit von Nero verbringen wird, verfliegt schnell. Während Atlan hier wieder neue Freunde und Feinde beiderlei Geschlechts kennenlernt, verliert er sein ursprüngliches Ziel nicht aus den Augen: Er will wieder zurück nach Hause. Er steckt ja nun schon ewig auf der Erde fest, auch wenn die Terraner ihm ans Herz gewachsen sind und er sie ständig beschützen will.
Sein Weg dahin ist aber noch lang und bietet ihm die Gelegenheit sich hier und da weiterhin in die Geschicke der Menschheit einzumischen. Hauptfeind und Endboss in diesem Zeitabenteuer ist dieses Mal der Hunne Attila, den Atlan so gar nicht leiden kann. Ein Nero 2.0 sozusagen.
Und so trägt uns mit viel Energie, Schauspiel und Einsatz vor dem Mikro der Sprecher Renier Baaken als unser persönlicher Geschichtenerzähler im Ohr die Abenteuer des Arkoniden vor. Das tut er überzeugend lebendig und wertet die Romanvorlage so noch einmal ein gehöriges Stück weiter auf.
|2 MP3-CDs
Spieldauer: 23:54 Stunden
Tracks: 253
Gelesen von Renier Baaken
Romanvorlage: ATLAN – Blauband 8 (1995), bestehend aus den Perry-Rhodan-Planetenromanen 266 (1985), 271 (1985), 276 (1986), 282 (1986) und 86 (1971)
ISBN: 978-3-943393-18-7| www.einsamedien.de
Dank seiner unfehlbaren Kombinationsgabe hat Justus Jonas wieder einmal einen Fall der drei ??? im Handumdrehen gelöst. Doch kaum ist die Akte geschlossen, bekommen die drei Detektive Post von einem mysteriösen Klienten. Er benennt sich selbst nach Sherlock Holmes großem Erzfeind „Professor Moriarty“ und beauftragt Justus, Peter und Bob, für ihn eine geheimnisvolle Botschaft zu entschlüsseln. Schon bald müssen die drei ??? erfahren, dass sie Figuren in einem gefährlichen Spiel sind: Onkel Titus wird verhaftet, Inspektor Cotta ist unerreichbar – und Moriarty scheint stets einen Schritt voraus zu sein. Aber Justus wäre nicht Justus, wenn er die Herausforderung nicht annehmen würde! (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
In dieser Folge gehts rund um Anspielungen, Hinweise und Bezüge zu Sir Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv Sherlock Holmes. Wie passend also, dass unser erster Detektiv Justus Jonas von seinem Erzfeind Skinny Norris auch mal gern „Justus Mc Sherlock“ genannt wird. Der Erzfeind von Sherlock Holmes hieß Professor Moriarty und dieser wendet sich zu Anfang der Folge in einem äußerst gepflegten Umgangston per Brief bei Just und seinen zwei Mitstreitern.
Nicht nur das ist ungewöhnlich, auch der Beginn dieses „klassischen“ Abenteuers ist besonders: Es beginnt mit dem Ende … nicht von dieser Folge, sondern mit dem Ende eines Falles, den die drei grad aufgeklärt haben. Der Hörer steigt direkt bei Justus‘ Ausführungen darüber ein, wie er den Fall gelöst hat, dann wird direkt der Täter überführt und es gibt den Abschlusslacher.
Dass dieses Ende der eigentliche Anfang ist, das merken die stirnrunzelnden Fragezeichen-Fans, wenn im Anschluss der Brief vom angeblichen Professor Moriarty in die Zentrale flattert. Und ab da gehts dann richtig turbulent, abwechslungsreich und extrem spannend zu. Nicht nur sind die vielen Querverweise zu den Abenteuern von Sherlock Holmes interessant, es gibt auch ein Rätsel zu lösen und diverse Schnitzel zu jagen.
Klingt nach einem Rundum-Glücklich-Paket für den geneigten Fan, der sich schon lange mal „eine Folge wie früher“ gewünscht hat. Bitte sehr, dies ist eine. Es gibt Rätselraten und einen skrupellosen Gegner, der vor wenig zurückschreckt. Das wird den drei Jungs und dem Hörer mit zunehmender Hördauer immer klarer. Nicht nur das Heil und Leben der Detektive scheint bedroht, es trifft auch Onkel Titus.
Untermalt und Szenen-überbrückt wird diese Sherlock-Holmes-Gedächtnis-Folge von passender „Gangster-Musik“, die die lange Liste an überzeugenden Sprechern in ein fesselndes Ambiente taucht. Und wie es bei Holmes-Fällen gern ist und sein sollte, so hält auch die Autorin für den Hörer und die Jungs ein paar Überraschungen bereit, sodass die „Botschaft aus der Unterwelt“ durchweg spannend und fesselnd bleibt und nicht gradlinig verläuft.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Titus Jonas: Hans Meinhard
Tante Mathilda: Karin Lieneweg
Prof. Jane Heathcliff: Victoria von Trauttmansdorff
Kommissar Reynolds: Wolfgang Draeger
Mr. Grey: Urs Affolter
Lester Price: Fabian Harloff
Cinelly: Bernd Stephan
Mr. Monroe: Achim Schülke
Miss Deborah Cassidy: Barbara Focke
Mr. Burke: Kai-Hendrik Möller
Miss Trimble: Christine Pappert
Mr. Weston: Joachim Lautenbach
Nachbarin: Doris Maria Kaiser
Butler: Erik Schäffler
Goodween: André Minninger
Michael Kowalski: Tobias Schmidt
Jack: Leonhard Mahlich
|Technik-Credits:|
Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Kari Erlhoff
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Betty George, Morgenstern, Conrad
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack
|Trackliste:|
1. Der zweite Blutfleck
2. Der vornehme Klient
3. Die drei Studenten
4. Der blaue Karfunkel
5. Abgehört
6. Eine sichere Telefonzelle
7. Charles August Milverton
8. Das leere Haus
9. Eine Frage der Identität
10. Bingo!
11. Ein umwerfendes Buch
12. Der schwarze Peter
13. Das letzte Phantom
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für neue „Die drei ???“-Merchandise-Artikel. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 155 „… und der Meister des Todes“. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe und die Trackliste.
_Mein Fazit:_
Diese Folge ist eine Hommage an die Sherlock-Holmes-Geschichen von Sir Arthur Conan Doyle, die mit allem aufwarten kann, was ein spannender Detektivfall zu bieten haben muss. Wir bekommen die beliebten Rätsel zu knacken und einen Gegner, der keine Spielchen spielt und gewohnt ist, alles zu bekommen, was er will.
Gefährlich wirds, spannend ists, fesselnd bleibts vom Anfang bis zu Ende. Ein Fall, bei dem eigentlich keiner etwas zu meckern finden dürfte … ich habe mich auf jeden Fall blendend unterhalten gefühlt und werde dieses Hörspiel sicher noch öfter hören.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 70:38 Min.
Tracks: 13
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886979232426|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
Mehr als 90 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .
Ganz London erzittert vor Werwolfangriffen unter der Führung von Luparo. Geisterjäger John Sinclair und sein Kollege Suko machen die Brutstätte des Bösen in der Vorstadt Stanmore aus. Auf einem abgelegenen Gehöft nahe dem Tykes Water Lake stellen sie schließlich Luparos Mutter: Lupina, die Königin der Wölfe. Doch anstelle des erwarteten Showdowns geschieht etwas völlig Überraschendes … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Endlich geht es weiter mit dem zweiten Teil der Hörspielumsetzung des „Sinclair“-Taschenbuchs mit der Nummer 11, das erstmalig im Februar 1982 erschienen ist. Das Cover dieser „John Sinclair“-Folge ziert der Titel von Heftroman Nr. 219 (und nicht Nr. 215, wie es im Booklet steht! Heft 215 war „Das Ölmonster“ und dieses Abenteuer haben schon als Folge 72 erleben dürfen!), der dieser Folge auch den Namen spendet. Der allerdings ist interessanterweise erst im September 1982 veröffentlicht worden. Ob die Hörspielmacher nur den Titel und das Cover übernommen haben oder auch den Inhalt, das soll der Gruselhörspielfreund in der kommenden Stunde herausfinden. Um es vorwegzunehmen: Das Hörspiel lehnt sich sehr leicht an die Romanvorlage an.
Bevor es aber mit der Konfrontation zwischen John und Lupina weitergeht, erleben wir noch „Glendas Abenteuer“ und „Sukos Abenteuer“, gefolgt von „Die Abenteuer von Glenda und Suko“.
Und damit es anschließend mit hollywoodreifen Effekten mitten im Werwolfrudel von Lupina und ihrem Sohn weitergehen kann, musste es den vorherigen Hörspiel-Teil geben. Ohne lange Erklärungen kann es jetzt schon relativ früh in der Folge zu einem actionlastigen Kampf kommen, in dem dem nicht nur der Hörer erstaunt feststellen muss, dass Silberkugeln nichts nützen gegen Luparo. Zum Glück ist das Silber nicht das einzige Hilfsmittel von John und Suko und die beiden finden doch noch eine Lösung, um erfolgreich angreifen zu können.
Aber irgendwie endet jeder Kampf in einem Patt … der gegen Lupina und Luparo und der anschließende gegen Lady X, die auch immer noch auf der Jagd nach der Werwölfin ist.
Dennoch kommt in diesem zweiten Teil der Doppelfolge sofort Spannung auf, die auch bis zum Ende gehalten werden kann. Die Effekte tun ihr Übriges und sorgen für ein blutbuntes Kopfkinoerlebnis. Da die Story auf zwei Hörspiele aufgeteilt wurde, kommt es in dieser Folge zu mehreren Kämpfen und nicht erst am Ende … auch wenn John der Hauptkampf zum Schluss erwartet. Immerhin taucht noch ein altbekannter, mächtiger Wolf auf: Fenris.
Wie das familiäre Wiedersehen zwischen den mächtigen Geschöpfen ausgeht, was Lady X‘ Angriff auf Lupina bringt und wie John, Suko und Glenda aus der ganzen Sache herauskommen, das fesselt den Hörer 47 spannende Minuten.
Die Sprecher und ihre Rollen:
John Sinclair: Frank Glaubrecht
Suko: Martin May
Erzählerin: Alexandra Lange
Lady X: Katrin Fröhlich
Sir James Powell: Karlheinz Tafel
Lupina: Claudia Urbschat-Mingues
Mr. Trent: Thomas Petruo
Luparo: Rasmus Borowski
Constable Julia Evans: Simona Pahl
Joe Parker: Eckart Dux
Mary Parker: Gerlinge Dillge
sowie Marius Clarén, Jürgen Holdorf, Christine Pappert und Andreas Schmidt
Technik-Credits:
Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)
Die Ausstattung:
Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000er“-Serie und der „Classic“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
Mein Fazit:
Die vorbereitenden Klarstellungen wurden als Basis schon in der letzten Folge gelegt, daher kanns hier direkt zur Sache gehen. Und irgendwie haben die Macher dieser Doppelfolge alle Effekte und die ganze Spannung, die ich in der letzten Folge vermisst habe, in diesen Teil gelegt. Hollywoodtaugliche Kopfkinoeffekte, ein fesselnder Spannungsbogen, jede Menge Konfrontationen mit unerwartetem Ende … und in der Mitte stecken John mit seinem Freund Suko und seiner Assistentin Glenda. Auch der Hörer wird mit hineingezogen, aber das lässt er gern geschehen, denn dieser zweite Teil rettet die Doppelfolge absolut und sorgt für packend, werwölfisch gute Unterhaltung.
Audio-CD Spieldauer: 47 Min. Tracks: 10 ISBN: 978-3-7857-4594-6
www.luebbe-audio.de
01 [„Der rote Nebel“ (2002)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7705
02 [„Planet der Seelenlosen“ (2003)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7707
03 [„Der verbotene Stern“ (2003)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7732
_04 „Im Land der grünen Sonne“ (2004)_
05 „Verloren in der Unendlichkeit“ (2006)
06 „Im Bann der glühenden Augen“ (2006)
07 „Der dritte Mond“ (2008)
08 „Das Rätsel der sieben Säulen“ (2008)
09 „Die Zeitfalle“ (2009)
_Zur Story_
Nachdem die Terraner unwissentlich den heiligsten Planeten der Copaner entweihten, haben sie sich den Zorn des mächtigsten der galaktischen Völker auf sich geladen. Die Copaner fackeln nicht lang und schicken ein schwarzes Loch los, die Erde zu vernichten. Allerdings konnten Perkins und Hoffmann eine falsche Spur legen, sodass die Copaner eine Dummy-Erde angreifen – dies ist der Planet „Escape“ (vgl. Sternentor 3: „Der verbotene Stern“). Allein der neugierige copanische Hohepriester Arentes, der derzeit untergetaucht auf der Erde weilt, kennt das Geheimnis, will aber die Entscheidung, ob er sein Volk über die terranische List informiert – oder verschweigt – solange herausschieben, bis er sich ein Bild über die Menschheit gemacht hat. Bislang hat er über die irdischen TV-Sender jedoch jede Menge Gewalt und wenig Erbauliches zu Gesicht bekommen.
Derweil laufen auf auf der Mondbasis Delta-4 die Vorbereitungen Escape als Erdattrappe zu präparieren und soweit wie möglich noch zu erforschen. Die Jungbiologin Miriam Blister wird Randy Perkins und Peter Hoffmann zu Seite gestellt, Fauna und Flora des angeblich unbewohnten Planeten in Augenschein zu nehmen. Bestürzt muss man feststellen, dass es doch höher entwickelte Wesen auf Escape gibt – Oberst Jason und seinem Team sind die „Neptuner“ entgangen, die in den Tiefen der Ozeane leben. Miriam will die Wesen warnen, obwohl dies eigentlich vollkommen sinnlos ist, und gerät in die Hände der Unterwasserbewohner. Perkins, Hoffmann und Camiel haben nun alle Hände voll zu tun die Biologin wiederzufinden und einen Plan zu erarbeiten, Escape vielleicht doch noch zu retten. Die Zeit drängt: Das schwarze Loch rast unaufhaltsam heran und wird den Planeten bald erreichen.
_Eindrücke_
Die Geschichte basiert auf dem 1980 veröffentlichten, zweiten Band des „Copaner-Zyklus“ aus der „Commander Perkins“-Reihe aus dem Franz Schneider Verlag. Insgesamt ist es das vierte Hörspiel, das MARITIM aus der damals recht bekannten Jugendbuchreihe vertonte. Die Rahmenhandlung vom „Im Land der grünen Sonne“ ist für sich zwar in weiten Strecken auch noch nachvollziehbar, wenn mna den direkten Vorgänger nicht kennt, richtig Sinn macht es allerdings nicht. Kenntnis der Vorgeschichte ist also dringend anzuraten – und damit auch schon fast automatisch wie konsequenterweise auch die, von mindestens der beiden darauf folgenden Episoden, denn schließlich will man ja doch wissen, wie es mit dem Copanischen Imperium und den Terranern weitergeht. Allerdings strapaziert der, gegenüber der Vorlage doch kräftig veränderte, Plot das Logikverständnis und auch die Geduld der Hörer stärker als die meisten anderen Folgen.
Die Gründe für das vergleichsweise schlechte Abschneiden dieser Folge liegen in vielen kleinen Punkten begründet. Schon grundsätzlich bewies man bei MARITIM bereits von Beginn der Reihe an kein so glückliches Händchen, was die Sprecher anging. Zwar sind dies, bis in die Nebenrollen hinein, weitgehend alles alte, routinierte Hasen, deren Stimmen fast jeder schon in Film und Fernsehen einmal gehört hat – doch die Rollenverteilung haut nicht so recht hin bzw. erweist sich als für die Figuren nicht passend. „Camiel“ wird von Michael „Mr Data“ Pan gesprochen und ist für den eigentlich trockenhumorigen Roboter (und heimlichen Hauptdarsteller), bei aller Sympathie für den Sprecher, leider ein Fehlgriff. Ebenso der fast schon phlegmatisch klingende Ernst „Jean Luc Picard“ Meincke, dessen Part als (im Original wesentlich hemdsärmeligeren und forscheren) Commander besser Nicolas „Joaquin Phoenix“ Böll übernommen hätte, der aber auch als Sidekick dennoch eine hervorragende Performance bringt.
Es sind aber auch die Kürzungen und Änderungen gegenüber der Vorlage, die der Hörspieladaption ein anderes Flair verleihen und (zusätzliche) Logiklöcher produziert. Die Buchfassung war nämlich auch kein Ausbund an Plausibilität. Es hakte schon dort an der Physik bzw. Natur eines Schwarzen Loches und unter anderem daran, dass Commander Perkins der angeblich so begnadeten Jung-Wissenschaftlerin Blister ein solches erst einmal lang und breit erklären muss. Nun gut, das Schneider-Buch von damals richtete sich auch an Jugendliche der Spätsiebziger und frühen Achtziger. Aber: Grade solche überflüssigen Kanten hätte man getrost im Jahre 2005 weglassen und/oder anpassen können, da dieses Wissen schon längst zur allgemeinen (Schul-)Bildung gehört. Stattdessen wäre es besser gewesen, sich anderenorts werkgetreuer zu verhalten. Viel von der Atmosphäre des Originals geht unter, nicht zuletzt auch dadurch, dass die – ohnehin recht spärliche – Soundkulisse nicht wie aus einem Guss wirkt und zwangsläufig viel verbal erklärt werden muss.
_Sprecher und Figuren_
Jürgen Neumann (Erzähler), Ernst Meincke (Commander Randy Perkins), Nicolas Böll (Major Peter Hoffmann), Michael Pan (Camiel der Roboter), Ursula Vogel (Biologin Miriam Blister), Wolfgang Bahro (Ralph Common), Thomas Kästner (Oberst G. Camiel Jason), Peter Gröger (Arentes), Rolf Jülich (Professor Arthur Common), Eckhard Dux (General Basil Lucan Crinian), Charles Rettinghaus (Techniker Ferdo Frank), Tanja Dohse (Frau auf Delta-4)
_Fazit_
„Im Land der grünen Sonne“ fällt durch physikalische und logische Fragwürdigkeiten auf, was für einen gestandenen Rhodan-Autoren wie H. G. Francis zumindest bemerkenswert ist – Das galt schon anno dunnemals für den Jugendroman und auch das modernere Hörspiel lässt die Möglichkeit der (sanften) Korrektur einiger storytechnischer Missgriffe leider ebenso ungenutzt verstreichen, wie die, das Flair des Originals wenigstens sprecherisch/handwerklich zu retten. So bleibt unter dem Strich eine recht müde Produktion. Also beileibe kein Glanzstück der Reihe und wohl eher in die Kategorie „notwendiges Übel für die Kontinuität“ gehörend, richtet sich diese Folge vornehmlich an nostalgisch veranlagte „Perkins“-Recken mit heruntergeschraubten Ansprüchen.
|Hörspiel mit einer Laufzeit von ca. 72 Minuten
Nach der „Commander Perkins“-Reihe von H. G. Francis
Erstveröffentlichung: Franz Schneider Verlag, 1980
Erhältlich als:
CD (Maritim 2004)
Download – Ungekürztes Audiobook (Audible 2005 / 70 MB – AAX-Format)|
Direktlink zu Audible: [„Das Sternentor 4 – Im Land der grünen Sonne“]http://www.audible.de/pd/B004UVSB3S?ref__=sr__1__1
[Maritim Hörspiele]http://www.maritim-produktionen.de
Während des Endspiels der Highschool-Meisterschaft im Fußball geraten die drei Detektive mit dem Handy scheinbar zufällig in ein Telefongespräch zwischen einem „Brainman“ und jemandem, der sich der „Namenlose“ nennt. Letzterer versucht offenbar den Ersteren unter Druck zu setzen und droht sogar damit dessen Sohn – der sich als Spieler auf dem Platz befindet – zu erschießen, falls sich Daddy nicht an die Anweisungen des Namenlosen hält. Zum Beweis dafür, dass er es sehr ernst meint und beileibe keine leeren Versprechungen macht, muss der Ball dran glauben. Der platzt, quasi auf Ansage, offenbar durch den schallgedämpften Schuss eines Scharfschützen, weswegen dieser Anschlag von den restlichen Zuschauern auch unbemerkt bleibt. Nur die drei Detektive und der Erpresste wissen nun, was passiert, sollte sein Sohn Tom aus welchen Gründen auch immer das Spielfeld verlassen. Entweder löst „Brainman“ die ihm gestellten Rätsel innerhalb der Spielzeit des Matches oder Sohnemann fängt sich ’ne Kugel. Die Uhr tickt und bei allem gilt: Nicht Auflegen!
_Eindrücke_
Die Fußballthematik begegnet uns Lesern und Hörern der „drei Fragezeichen“ ja (zu) häufig – und das weitaus öfter, als es der amerikanische Hintergrund der Geschichten eigentlich vermuten lässt. Doch bevor hier angesichts dessen wieder Schelte walten soll, dass die Serie inzwischen zu „deutsch“ bzw. an den Interessen der hiesigen Zielgruppe angepasst wurde, gilt es festzustellen, dass die wohl unamerikanischste aller Sportarten diesmal nur das Transportmedium und Kulisse für eine der serienüblichen Rätselgeschichten ist, wo die drei Detektive einer Spur hinterherhecheln. Halt. Auch das stimmt so nicht ganz. Zwar ist die rätselbefeuerte Schnitzeljagd als solche ein sehr weit verbreitetes Element, doch durch das Setup, bei dem die Lösung sozusagen fast in Echtzeit parat liegen muss, heimst sich das Fußballphantom einige Sympathie- wie Originalitäts-Punkte ein. Da hat Marco Sonnleitner seit längerem mal wieder eine recht gute Grundidee gehabt.
Dazu ist die Story gradlinig und spannend erzählt, wobei ihr massiv zugute kommt, dass ein paar bremsende Teile aus der Buchvorlage weggelassen wurden. Daher passt die Handlung jetzt auch viel sauberer in den zeitlich begrenzten Rahmen – besser als das im Buch gelingt. Auch einige kleinere Fehler daraus, wurden im Hörspiel angepasst bzw. schlüssiger dargestellt und erklärt. Etwa die Sache mit dem plattgeschossenen Ball, die hier wesentlich plausibler ist. Auf der anderen Seite gibt’s – ohne Kenntnis der Vorlage- aber auch ein paar unklare Handlungssprünge. Dass Justus natürlich mal wieder die schwierigsten und abstrusesten Kopfnüsse locker aus der Hüfte knackt, gehört da eher zu den gern gepflegten Serienklischees und muss so sein – auch wenn das nicht immer ganz glaubwürdig ist. Das erwartet der ???-Fan irgendwo. Ebenso wie eine saubere Produktion. Hier gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Sprecher und Soundkulisse sind stimmig wie stimmungsvoll.
_Die Produktion_
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad
_Sprecher und Figuren_
Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Frank Wintjen (Ansager), Rüdiger Schulzki (Alexander Chilton), Christopher Arndt (Tom Chilton), Eric Förster (Mann im Stadion), Johann Gutjahr (Junge im Stadion), Mathias Tröder (Ordner), Corinna Wodrich (Frau im Police Department), Eilsa Linnemann (Mrs. Gardiner), Susan Jarling (Sekretärin), Gustav-Adolph Artz (Inspector Craig), Christian Sänger (Junger Mann auf dem Pier), Katinka Körting (Frau auf dem Pier), Till Demtröder (Sean O’Donnell) sowie Ulli Potowski als Live-Kommentator
_Fazit_
Bevor das Murren und Stöhnen „Schon wieder Fußball!?“ aufkommt, sei gesagt, dass Folge 153 keine der üblichen Sport-Storys aus der Welt der „Drei ???“ darstellt, allenfalls zielen Autor bzw. Verlag mit dem Titel auf ein bestimmtes (männlich-jugendliches) Klientel, so viel dürfte schon mal sicher sein. Allerdings ist das Sportliche löblicherweise nur das schmückende Beiwerk zu einer spannenden Schnitzeljagd, bei dem auch der Gegner erfreulicherweise glaubwürdig gefährlich rüberkommt. Alles in allem also mal wieder eine flotte Geschichte, der das Eindampfen von Buch- auf Hörspielformat nicht geschadet, sondern eher genutzt hat. Das Finale wirkt zwar ein bisschen weit hergeholt und holterdipolter, doch naja, es gab schon (viel) Schlimmeres. Daumen hoch.
|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 54 Minuten
Erzählt von Marco Sonnleitner nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, März 2012
EAN: 88697923232|
Teil 1: 332 MB, 3:56 h, 49 Tracks
_Teil 2: 377 MB, 3:56 h, 50 Tracks_
Teil 3: – erscheint am 22.05.2012 –
Teil 4: – erscheint am 12.06.2012 –
_Die Handlung:_
Im Jahr 3540 steht die Bevölkerung der Erde im Bann der Aphilie. Reine Vernunft und Urinstinkte bestimmen das Verhalten der Terraner, Gefühle zählen nichts mehr. Auch Reginald Bull ist der Aphilie verfallen: Er entmachtet seinen Freund Perry Rhodan und treibt ihn mit mehr als tausend Begleitern in die Verbannung. An Bord des Fernraumschiffs SOL verlassen die Verurteilten ihre Heimat ohne Hoffnung auf eine Rückkehr, aber auch ohne Aussicht, die Milchstraße im Meer der Galaxien zu finden. Eine Odyssee durch Raum und Zeit nimmt ihren Anfang, geprägt vom unbeugsamen Willen der Verbannten, dem Schicksal zu trotzen. Auf der Erde greift die Aphilie indessen unaufhaltsam um sich. Als es Bull gelingt, die Fessel der Aphilie abzuschütteln, wird er ebenfalls zum Gejagten …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 81|)
|Dieser Teil|:
Reginald Bull treibt Perry Rhodan und die SOL weit ins All hinaus. Auf dem Weg dahin nimmt Rhodan noch weitere 6800 Menschen an Bord und lässt durch ein siganesisches Geheimkommando wichtige Daten aus dem lunaren Großcomputer NATHAN erbeuten. Währenddessen schmuggelt sich ein Agent der Organisation Guter Nachbar auf Terra in ein „Stummhaus“ ein, um herauszufinden, was mit den Menschen geschieht, die von den Aphilikern dorthin gebracht werden.
_Mein Eindruck:_
In diesem Teil wird zwar mehreren Handlungsfäden nachgegangen, so recht packen konnte mich aber keiner von ihnen. Nach ein wenig künstlicher Dramatik, in der Reginald Bull seiner Forderung, dass Perry nun endlich mit der SOL verduften soll, Nachdruck verleiht, folgt ein kurzer Grinser beim Hörer. Haben doch die Menschen, die die SOL auf ihrem Abmarsch noch im Malibu-System von Carrent-Fort aufsammeln will, für die Retter unerwartet, Kinder bekommen … ganze 1800 an der Zahl. Wird die SOL nun zu einem fliegenden Kindergarten?
Der Einsatz der Siganesen, die mit ihrem kleinen Raumschiff auf einen Sondereinsatz zu NATHAN fliegen, ist das Spannendste an diesem Teil der |Silber Edition|. Der folgende Part, der dann auf Terra spielt und sich um die „Stummhäuser“ dreht, war mir zu gesellschaftskritisch, als dass er mich von der Handlung her hätte fesseln können.
Einen kleinen Cliffhanger gibts am Ende auch, denn wir verlassen den OGN-Agenten, der noch im Stummhaus steckt, und wissen nicht, wie lange sein Schauspiel und er dabei unentdeckt bleiben.
Nichts Neues gibts derweil von der Prophezeiungs-Front zu berichten. Welche Siegel sollen denn gebrochen werden? Und wo sind sie zu finden? Vielleicht erfahren wir darüber ja mehr im nächsten Teil … oder mit etwas Pech erst in einer der nächsten |Silber Editionen|, der Zyklus ist ja noch lang …
|Das Hör-Erlebnis:|
Monotone Roboterstimmen, ein passend alt klingender Kervin M. Caughens, ein wie immer bestimmter Rhodan und jede Menge Crew-Mitglieder und Terraner hat Andreas Laurenz Maier hier zu vertonen. Und das macht er so gut, dass der Hörer nie den Überblick verliert und immer dicht am Geschehen ist. Dabei variiert er seine Charakterinterpretationen mithilfe von Lautstärke, Modulation der Stimme und Sprechgeschwindigkeit, sodass die jeweilige Stimmung der Menschen und Szenen immer lebendig beim Hörer ankommen. Ein wenig zu krächzig für meinen Geschmack klingen allerdings seine Siganesen.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 701 „Sprung in die Freiheit“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.
_Mein Fazit:_
Perry ist ins All vertrieben worden und blickt unbekannten Zielen entgegen. Auf Terra werden alte, von der Gesellschaft der Aphiliker nicht mehr benötigte Menschen in „Stummhäuser“ abgeschoben. Das klingt beides nicht wirklich packend und ist es auch nicht. Andreas Laurenz Maier schafft es als Sprecher aber dennoch, den für-alles-offenen Hörer gut zu unterhalten, auch wenn dies ein eher ruhiger und gesellschaftskritischer Teil ist.
|MP3-Download mit 377 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:28 h
Anzahl der Tracks: 50
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3-943393-32-3|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net
|Hinweis:| Die |Silber Edition 81| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 12. Juni 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.
Etwas Unerklärliches geschieht im Haus in der William-Prescott-Road. Jay will und kann es nicht glauben, aber seine Mutter scheint wahrhaftig von einer dämonischen Spukgestalt besessen zu sein. Zudem geht ein plötzlicher Verehrer bei ihnen ein und aus, dessen gefährlichem Charme die verängstigte Mrs Lawrence immer mehr verfällt. Ist besagter Maurice Micklewhite gar schuldig am tragischen Unfall einer jungen Frau in der Nachbarschaft? Tom und Derek setzen alles daran, zu helfen, aber die Zeit rinnt ihnen davon. Auf der Spur der verschwundenen Toten wird auch Jay zum Opfer des teuflischen Nachtmahrs … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Was für eine Achterbahnfahrt! Es fängt an mit einer wichtigen Zeugin in einem großen Prozess, die (offenbar nicht ganz) zufällig direkt vor ihrer Aussage einem Verkehrsunfall zum Opfer fällt. Dann hat Jays Mutter Alpträume und sieht in wachem Zustand einen Nachtmahr mit glühenden Augen. Und als ob das noch nicht verwirrend und offenbar zusammenhanglos genug wäre, scheint es so, als ob Jays Mutter einen dem Jungen unsympathischen alten Knacker datet.
Was hier seltsam anmutet, wird von Minute zu Minute immer mehr zum Psycho-Thriller … obwohl man aufgrund des Covers ja eher von einer Gruselfolge ausgehen konnte. Aber die Schreie von Jays Mutter gehen dem Hörer gewaltig durchs Mark und spätestens, nachdem auch Jay in die Sache reingezogen wird, kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen. Die Altersempfehlung ab 6 Jahren würde ich locker auf mindestens 12 hochschrauben. Diese Folge könnte den einen oder anderen jungen Hörer sonst verstören. Für die ältere Hörerschaft ist das absolut positiv gemeint.
Dass der Autor sich wiedermal ein cleveres Konstrukt ausgedacht hat, das hinter allem steht, und dass am Ende alle Fäden und Personen zusammengeführt und aufgeklärt werden, das bekommt der Hörer leider erst am Ende erzählt. Genau … erzählt … denn in dieser Folge wird sehr viel Wert auf die Psycho-Effekte und Schauerstimmung gelegt und darauf, den Hörer und die Jungs möglichst lange am Grübeln und Gruseln zu halten. Da war dann am Ende einfach kein Platz mehr auf der Silberscheibe, um die Ermittlungen zu Ende zu bringen. Stattdessen erzählen die drei Jungs von dem Sender, der heißt wie die Stadt, in einem Radiobeitrag alles und klären auf.
Das fand ich ein wenig schade und ging ein mir wenig schnell. Erst dachte ich, ich hätte ein paar Tracks übersprungen, aber nein. Tom und Derek ermitteln klassisch und Jay bekommt den Psycho-Teil dieser Folge zu spüren wie auch seine Mutter. Und wer was mit wem und warum getan hat … das gibts dann halt am Ende direkt in einem Zug erzählt. Das fühlte sich dann am Schluss an, als hätte der Hörer eine knappe Stunde lang einen packenden Psycho-Thriller im Kopfkino gesehen und kurz vor dem Abspann wird schnell noch erzählt, wer eigentlich der Mörder war.
Das kann man unbefriedigend finden, aber, besser so, als wenn man zu früh gewusst hätte, worum es geht. Also, bei dieser Folge hat man als mitratender Hörer keine Chance, weil das nicht vorgesehen ist. Stattdessen sollte man sich hier eine Psycho-Folge lang unterhalten und fesseln lassen, denn das tut diese Folge auf jeden Fall, um am Ende selbst auf Jays Kosten den Abschlusslacher auszustoßen.
Ach so, wir lernen übrigens auch etwas, so ist es ja nicht … nämlich, woher der Ausdruck „vom Teufel geritten“ stammt … und das am praktischen Beispiel.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler – Jürg Löw
Jay Lawrence – Sven Plate
Tom Cole – Kim Hasper
Derek Ashby – Gerrit Schmidt-Foss
Charles Laughton – Ulrich Voß
Mrs Lawrence – Karin Buchholz
Maurice Micklewhite – Bert Stevens
Dr. Linus – Liane Rudolph
Gallagher – Frank Schaff
Conor O’Reilly – Dietel Memel
weitere: Claus-Dieter Clausnitzer, Ghadha al-Akel
|Technik-Credits:|
Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg, Markus Segschneider und Manuel Rösler
Tontechnik und Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Illustration & Cover Design: Ingo Masjoshusmann
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Bildergalerie der 35 weiteren erschienen Folgen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Eine anfangs verwirrende und nach und nach zum Psycho-Thriller mutierende Folge, die nicht immer etwas für schwache Nerven ist. Jay und seine Mutter bekommen den Psycho-Teil am eigenen Leib zu spüren und auch beim Hörer steigt das Unbehagen von Minute zu Minute weiter an. Hinter allem steckt ein cleveres Konstrukt der Autoren, die sich wiedermal richtig was einfallen ließen. Das ist aber für nur eine Stunde des Hörens zu komplex und so mag die schnell erzählte Auflösung am Ende den einen oder anderen Hörer ein wenig enttäuschen.
Nichtsdestotrotz gibts von mir die volle Punktzahl für diesen Fall, weil er wirklich schnell zu fesseln weiß, die ganze Zeit über die Spannung hochhält und intelligent aufgebaut ist.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 56 Minuten
Tracks: 10
EAN: 886919739022
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren|
[www.point-whitmark.de]http://www.point-whitmark.de
_|Point Whitmark| bei |Buchwurm.info|:_
Folge 1: [„Die Bucht der 22 Schreie“ 5128
Folge 2: [„Die rote Hand des teufels“ 5256
Folge 22: [„Die blutenden Schlüssel“ 4793
Folge 23: [„Der Duft der Finsternis“ 5058
Folge 24: [„Am Tag der großen Flut“ 5410
Folge 25: [„Die fiebrigen Tränen“ 5551
Folge 26: [„Die Diener der Pest“ 5743
Folge 27: [„Eiland der Gespenster“ 5817
Folge 28: [„Der leere Raum“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6175
Folge 29: [„Der Seelenkünder (1/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6518
Folge 30: [„Der Seelenkünder (2/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6670
Folge 32: [„Hauptrolle: tot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7330
Folge 33: [„Das Schloss des Blutmalers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7398
Folge 34: [„Die einäugigen Puppen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7591
Folge 35: [„Verirrt im Spinnenwald“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7749
Folge 36: [„Geschöpf der bösen Träume“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=XXXX
Alfadas Mandredson ist als siegreicher »Trollschlächter« aus Albenmark zurückgekehrt – und findet im Augenblick des Triumphes sein Heimatdorf in Schutt und Asche gelegt. Die Trolle haben sich auf ihrer Jagd nach der Elfenkönigin Emerelle blutig an den Menschen gerächt! Alfadas‘ Frau Asla befindet sich zusammen mit den Kindern Ulric und Kadlin auf der Flucht über das blanke Eis des Fjordlands – aber die Trolle sind ihnen bereits auf der Spur … Wird Alfadas noch rechtzeitig eintreffen, um seine Familie zu retten? (3erlagsinfo)
Mein Eindruck:
Ich gebe zu, dass mich dieser letzte Teil mehr verwirrt hat als die Vorgänger und das nicht nur, weil ich vorher erstmal nachlesen musste, was bisher passiert war. Die Handlung spielt an verschiedenen Schauplätzen und es gibt so viele Beteiligte, dass ich sie irgendwann nicht mehr anhand der Stimmen auseinanderhalten konnte, wenn sie nicht jemand angesprochen hätte. Die Menschen unterscheiden sich stimmlich nicht von den Elfen, das macht die Sache nicht leichter.
Wir erleben hier also die Belagerung von Sunnenberg, deren menschliche Bewohner die im letzten Teil noch schlafende Elfenkönigin Emerelle verstecken und die Trolle, die gegen die Schutzwälle anstürmen. Auch innerhalb der Trollschaft gibt es politische Streitereien und es herrscht Uneinigkeit in diversen Bereichen. Die Stimmen der Trolle allerdings sind elektronisch verzerrt und tiefergelegt worden, sodass der Hörer nach einem Szenenwechsel direkt weiß, wo er sich befindet. So ist das auch, wenn wir dem kleinen Ulric folgen, der mutig das blinde Mädchen Halgard aus dem Trolllager befreit und mit ihr übers Eis flüchtet. Dieser Handlungsfaden berührt am meisten.
Dieser letzte Teil der ELFENWINTER-Hörspielumsetzung ist neben der Belagerung durch die Trolle geprägt von Flucht und Suche. Die Trolle suchen Emerell, Alfadas sucht Asla, Ulric und Halgard suchen den Rückweg, Orgrim sucht einen Weg, um den Trollfürsten Dumgar loszuwerden, für den auch er Asla suchen soll …
Von den Effektmachern der Reihe wird dem Hörer durch ihre gewohnte Liebe zum Geräuschdetail auf die Sprünge geholfen, damit sie den Überblick behalten. Es gibt nämlich wieder Hollywood-Kopfkino vom Feinsten zu hören. Nicht nur die Effekte, auch die Sprecher und die immer zur Szene passende Musikuntermalung bieten Unterhaltung, die den Standard für Fantasy-Hörspiele darstellt. Mehr geht nicht, alles passt perfekt zusammen. Jeder Tritt im Schnee, jedes Zischen eines abgeschossenen Pfeils, jedes Knirschen eines Menschenrippchens geht unter die Haut und vermittelt beste Unterhaltung.
Alle Mitwirkenden legen sich richtig ins Zeug und füllen ihre Rollen sehr lebendig aus. Egal welche Rassen wir zu hören bekommen, jeder Charakter bekommt durch den Einsatz seines Sprechers seinen Platz im opulenten Fantasy-Kopfkino des Hörers. Selbst der junge Ulric, der von Philip Draeger gesprochen wird, entwickelt für sein Alter eine Menge Schauspiel vor dem Mikro und erinnerte mich irgendwie immer an Wickie. Getoppt wird seine Leistung sogar noch durch Carla Sachse, die die blinde Halgard spricht.
Auch wenn hier am Ende schon ein paar Handlungsfäden abgeschlossen sind, bleiben noch einige Fragen offen und bei dem einen oder anderen Hörer etwas Verwirrung zurück. Aber, davon gehe ich stark aus, das ist vom Autor auch so beabsichtigt. Schließlich gibt es noch drei weitere ELFEN-Bände, die es zu verhörspielen gilt. Es wäre für jeden Fantasyfan und jeden Hörspielfreund ein Gewinn, wenn es dazu käme.
Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung:
Am Anfang war die Entwirrung. Der |Elfen|-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung besteht aus fünf Teilen. Die Hörspielumsetzung der Folgebände |Elfenlicht| und |Elfenkönigin| sind laut Verlag bereits in Planung.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Elfen
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Ollowain: Bernd Rumpf
Emerelle: Daniela Hoffmann
Silvyna: Cathlen Gawlich
Trolle
Orgrim: Tilo Schmitz
Dumgar: Jan-David Rönfeldt
Boltan: Frank Felicetti
Birga: Simona Pahl
Brud: Frank Gustavus
Menschen
Asla: Dagmar Dreke
Ulric: Philipp Draeger
Halgard: Carla Sachse
Alfadas: Sascha Rotermund
Lambi: Dirk Hardegen
Kalf: Martin May
Kodran: Erik Schäffler
Sigvald: Helmut Winkelmann
Olav: Jürgen Holdorf
Kadlin: Lilli Martha König
Gundar: Christian Schult
Weitere Bewohner von Albenmark|
Mia Diekow, Celine Fontanges sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach
Technik-Credits:
Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
The one & only Gran und Urs Hauck im Studio Konterfei, Berlin
Christoph Bette, Mango Studios, Köln
Schnitt & Sounddesign & Mischung ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp
Die Ausstattung:
Die in einfachem Schwarz gehaltene CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das in warmen Farbtönen gezeichnete Bild einer Frau, die von Trollen umringt ist, die aussehen wie Oger. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors dazu, warum er tragische Liebesgeschichten liebt und offene Enden, die seiner Meinung nach nicht immer happy sein müssen.
Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Menschen und den restlichen Bewohnern von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.
Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“
Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“
Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –
Mein Fazit:
Der letzte Teil der Hörspielumsetzung von ELFENWINTER schließt zwar soundtechnisch fulminant arrangiert das Buch ab, hinterlässt aber sicher den einen oder anderen Hörer leicht verwirrt. Nicht alles ist abgeschlossen, nicht jedes Ende ist happy, aber in allen Handlungsfäden gibts Spannung, Freude, Angst und jede Menge Gemetzel zu hören. Ein Fantasy-Ohrenschmaus der Extraklasse, der hoffentlich nicht der Letzte gewesen ist, gibt es doch noch drei weitere Bände in der ELFEN-Reihe.
1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 70 Min.
Tracks: 23
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772912 www.folgenreich.de
Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: (4 Stimmen, Durchschnitt: 1,50 von 5)
_Von Odin, dem Göttervater, der um seinen Kopf wettete_
Es gab eine Zeit vor der Zeit. Da herrschte das Nichts. Es gab weder Götter noch Menschen, keine Zwerge und auch die drei Welten waren noch nicht erschaffen. Dann aber gebaren Feuer und Eis die ersten Lebewesen, und mit ihnen trat das Böse in die Welt. In jener Vorzeit war es auch, als der erste Mord geschah und die Feindschaft zwischen Riesen und Göttern begann.
Für Odin, den obersten Gott, war es nun nicht leicht, alle Wesen und Dinge zu erschaffen, denn auf ihm lastete ein Fluch, der ebenso schnell wuchs und gedieh wie Yggdrasil, die Weltesche. Die Seherin erzählt, wie Odin sein linkes Auge verlor, um ewige Weisheit zu erlangen; wie er den Krieg nach Asgard brachte und später den Frieden wiederherstellt; warum er an der Weltesche hing; und schließlich, wie es dazu kam, dass Odin mit dem Riesen Vafthrudnir um seinen Kopf wettete. (Verlagsinfo)
Der Verlag empfiehlt die Lesung ab sieben Jahren. Ich nicht.
_Die Autorin_
Katharina Neuschaefer studierte Musikwissenschaft und Germanistik und arbeitet als Radiojournalistin und Moderatorin bei |Bayern 4 Klassik|. Sie ist Autorin und Regisseurin zahlreicher Hörspiele und Musikgeschichten für Kinder. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie erzählt die altisländischen Edda-Sagen neu und bietet sie sortiert dar.
Weitere NORDISCHE SAGEN:
1) Die Erschaffung der Welten
2) Thor, der Donnergott
3) Vom Ende der Zeit – Ragnarök
_Der Sprecher_
Peter Kaempfe studierte von 1974 bis 1978 Schauspiel in Hannover. 1980 gründete er die Theater-und Musikcompagnie „Pompoffel“ in Bremen und spielte von 1984 bis 1990 bei der Bremer Shakespeare Company. 1990 gründete er gemeinsam mit zwei Kolleginnen DAS TAB. Er lebt in Bremen und arbeitet als Schauspieler, Sprecher, Autor und Regisseur. Für Igel-Genius nahm Peter Kaempfe die Reihe „Griechische Sagen“ auf, dazu die Jury der |hr-2|-Hörbuchbestenliste: „Die Interpretation von Peter Kaempfe muss überragend genannt werden“. Seine Aufnahme der „Ilias“ wurde 2006 für den |Deutschen Hörbuchpreis| nominiert.
Produzent war Leonhard Huber.
_Inhalte_
Es gab eine Zeit, da lebten die Götter, die Menschen und Elben, die Zwerge und Riesen sowie die Unterirdischen noch in verbundenen Welten. In dieser Zeit saß in jeder Vollmondnacht eine Wölwa oder Seherin auf einem Hügel nahe dem Götterreich Asgard. Ihr inneres Auge blickte in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, und nichts blieb der zauberkundigen Frau verborgen. Selbst die Götter baten sie um Rat, um an ihrem ewigen Wissen teilzuhaben. Wer in jenen besonderen Nächten zu der Seherin auf den Hügel stieg und sich zu ihr ans Feuer setzte, erhielt Auskunft …
|Wie Odin sein Auge verlor|
Odin merkt durch die Berichte seiner klugen Raben Hugin und Munin, dass er nicht genug weiß, um Ragnarök, die Götterdämmerung, verhindern zu können. Als Erstes geht er zum Quell der Weisheit, der an den Wurzeln der Weltenesche entspricht. Dieser wird von dem Riesen Mimir bewacht. Der ist nicht nur hässlich wie die Nacht, sondern hat auch noch eine grausame Ader. Er lehnt als Bezahlung für einen Schluck aus dem Quell alles ab, was Odin anzubieten weiß, und fordert dessen linkes Auge.
Zunächst ist Odin empört und denkt daran, Mimir zu töten. Dieser, weil weise, weiß das natürlich und sagt es Odin ins Gesicht. Aber ohne ihn, so Mimir, erfahre Odin nie, was am Ende der Zeiten passiert. Odin hat kaum eingewilligt, als der Riese, der ja zaubermächtig ist, das linke Auge mit einer Geste entfernt. Odin trinkt und Mimir lobt ihn, nun habe er zu seinem äußeren auch ein inneres Auge. Mimir zeigt ihm, was am Ende der Zeiten passieren wird, und Odin schützt fortan Mimirs Quelle.
|Wie Odin das Wissen über die Runen gewann|
Odin will noch mehr Wissen, vor allem aber die Zauberkraft der Runendeutung. Als er dies von den drei Nornen, geheimnisvollen Jungfrauen, fordert, warnen sie ihn, dass der Preis dafür sehr hoch sein werde. Er müsse sich selbst opfern: „Erhänge dich selbst an der Weltenesche und spieße dich mit deinem Speer auf!“, fordern sie. Protest ist auch diesmal zwecklos, denn die Jungfern lösen sich in Nebel auf.
Odin klettert in die Esche und rammt sich seinen Speer in die Seite, bevor er sich dort aufhängt. Neun Tage lang hängt dort der leidende Gott und niemand hilft ihm. Weisheit wächst in ihm und er dichtet. Deshalb liegen alsbald neun Holztafeln an der Esche. Schmerzvoll berührt er sie, um die Weisheit zu erfassen, und stürzt zu Boden. Die Wunde verheilt. Fortan nennt er sich „Herr der Zauberer“, und das zu Recht.
|Wie der Krieg in den Himmel kam: Odin und der Wanenkrieg|
De Wanen sind im Unterschied zu den Asen Naturgötter. Njörd etwa ist ein Meeresgott. Gulveig kann sich in einen Vogel verwandeln und besitzt seherische Kräfte. Das macht sie in Odins Augen zu einer ernsthaften Rivalin. Sie solle dies gefälligst unterlassen, fordert er, wird aber besänftigt. Wenig später melden die Raben: „Mord in Midgard!“ Der Grund: Gulveig verteilt freigebig goldene Armreifen unter den habgierigen Menschen, die sich für das wertvolle Metall die Köpfe einschlagen. Weder Balder noch Thor, Odins Söhnen, gelingt es, die bockige Gulveig zum Aufhören zu bewegen. Per Runenspruch zitiert Odin sie zu sich, doch sie verteilt noch mehr Gold! Kurzerhand durchbohrt er sie mit seinem Speer.
Das Durchbohrtwerden zeigt keinerlei Wirkung. Ebenso wenig das Verbrennen etc. Odins Urteil ist nicht vollstreckbar und er bittet die Wanen um Verzeihung, doch Njörd reicht das nicht, sondern er verlangt Gleichberechtigung mit den Asen. Natürlich lehnt Odin ab, doch seine Gattin Frigg bewegt ihn zu Verhandlungen. Vergebens: Es kommt zum Krieg. Und dann zum Frieden, für einen hohen Preis.
|Odin und Mimirs Haupt|
Der Krieg verläuft unentschieden, doch Asgard und Wanenheim werden verwüstet. Beim widerwilligen Friedensschluss werden wie üblich Geiseln als Unterpfänder ausgetauscht. Njörd, Frey und Freya kommen nach Asgard und Hönir und Mimir nach Wanenheim. Doch Hönir ist so ein Trottel, dass er nichts ohne den schweigsamen Mimir entscheidet. Die Wanen fühlen sich betrogen und schlagen Mimir kurzerhand den Kopf ab, den sie Odin als Gruß schicken. Odin gelingt es, den Kopf des Orakels zu retten – und bekommt von nun an exklusive Weissagungen.
|Odin und der Dichtermet|
Odin schickt den Riesen Quasir zu den Menschen, um sie Verstand zu lehren. Quasir hat einen Kessel voller Götterspucke dabei, der die Weisheit enthält. Alle Menschen bedanken sich, doch nicht die zwei fiesen Zwerge Fjallar und Gallar. Sie erschlagen Quasir und kochen aus seinem Blut, der Spucke und Honig einen Zaubertrank, der jedem Dichter seine Kunst ermöglicht. Sie sind sogar so frech, zu Odin zu eilen und ihre Unschuld zu beteuern. Odin befiehlt seinen Raben, diese sonderbaren Zwerge zu beschatten. Insgeheim hat er es auf den Dichtermet abgesehen.
Den Zwergen gelingt es, ein Paar Riesen zu töten, doch deren Sohn Suttung rächt sich an ihnen. Um sich freizukaufen, geben sie ihm den Dichtermet. Suttung akzeptiert und versteckt die Töpfe tief in einer Berghöhle, wo seine Tochter Gunnlöd sie bewacht. An die macht sich Odin, von seinen Raben informiert, heran, aber erst nachdem er durch Suttungs Bruder Böji Zutritt erlangt hat. Odin ist als Knecht verkleidet und nennt sich Bulverk, Übelstifter. Doch Suttung zeigt ihm zwar die Töpfe Met, weigert sich allerdings, ihm etwas davon abgzugeben. So kriecht Odin als Schlange in die Höhle, durch einen Tunnel, den Böji graben lässt.
Als Bulverk umschmeichelt und umgarnt er die arglose Gunnlöd. Weil er verspricht, sie zu heiraten, darf er vom Met kosten. Er säuft wider Erwarten beide Kessel aus und verwandelt sich in einen Adler. Während er nach Asgard fliegt, jammert die betrogene Gunnlöd ihrem Vater was vor. Wütend fliegt Suttung dem Asen hinterher, doch Odin schafft es, den Großteil des Mets in bereitstehende Kessel zu spucken. Doch nicht alles: Einen Tribut zahlt er, und den bekommen seitdem die irdischen Dichter.
|Odin verwettet seinen Kopf|
Nach einem weiteren Krieg gegen die Riesen stellt Odin eine eigene Armee auf: aus im Kampf gefallenen Menschen. Seine Söhne fragen ihn, wie er das Einsammeln wohl besorgen will, doch Odin antwortet, das würden seine Walküren erledigen, in Rüstung gewandete Jungfrauen, die über besondere Kräfte, die er ihnen verleiht, verfügen.
Odin denkt mal wieder über die Riesen nach. Einer unter ihnen fällt ihm besonders auf, denn Vafthrudnir soll der klügste von ihnen sein. Klüger als Odin? Der Gott beschließt, dies in einem Wettstreit herauszufinden. Es wird ein denkwürdiges Aufeinandertreffen, denn der Riese ist nicht nur schier allwissend, sondern auch listig. Der Einsatz bei dem Wettstreit soll Odins Kopf sein, aber der Gott macht sich keine Sorgen: Es gelingt ihm, alle Fragen des Riesen zu beantworten. Schließlich hat er die Welt selbst miterschaffen.
Aber er hat nicht erwartet, dass auch Vafthrudnir alles weiß, was er ihn fragt. Deshalb wird er unfair. Er stellt eine Frage, deren Antwort nur er wissen kann. Doch eines hat er vom Riesen gelernt: Dass Ragnarök mit Gewissheit kommen wird, ist allein die Schuld der Asen.
_Mein Eindruck_
Wie oben ersichtlich, ist dies der erste Teil der vierteiligen Serie über Nordische Sagen. Der Text ist leicht verständlich, auch wenn die Ereignisse, von denen die Wölwa berichtet, mitunter höchst wunderlich und sogar komplex sind. Dies sind eben nicht die Vorstellungen der Antike oder der nordamerikanischen Völker über die Weltentstehung, sondern eben die düstere nordische Variante. Aber geschickt wird jede Art von nationalistischer Überhöhung vermieden, damit ja kein Teutonenkult geweckt wird.
Diesmal geht es um die sechs wichtigsten Abenteuer des Obergottes und Allvaters. Sicherlich hat er als Unsterblicher noch andere erlebt, wie man in „Die Entstehung der Welten“ erfährt. Aber diese sechs Abenteuer sind doch ein ganz anderes Kaliber.
In stark geraffter Form erfahren wir so, wie Odin zu seiner Allwissenheit gekommen ist und was seine Gründe waren, dies überhaupt anzustreben. Dazu zählt vor allem das Damoklesschwert der Götterdämmerung, die die Nornen fest eingeplant haben – ohne jemals einen Starttermin zu nennen. Das ist schlecht für die Planung, vor allem wenn man eine Welt zu regieren hat.
Mit seinem Tod an Weltenbaum liefert Odin so eine Art Vorlage für römische Kreuzigungen, und man fragt sich, was zuerst da war: die Römer oder die Göttersagen (auch die Römer waren ja Indogermanen aus Asien). Er opfert sich und erleidet große Schmerzen. Na, wenn uns das nicht irgendwie bekannt vorkommt! Auch der Speer und die Auferstehung dürfen nicht fehlen.
|Der Sprecher|
Peter Kaempfe ist ein Routinier, wie man an seiner ruhigen Vortragsweise erkennt. Er tritt hinter der Erzählerin Wölwa und dem Erzählten zurück, haucht aber unversehens den Figuren wieder Leben ein, wenn Emotionen gefragt sind. Zu diesen Figuren gehört in erster Linie der Göttervater selbst. Man merkt Odin an, wenn er seinen Zorn mühsam unterdrückt, wenn er mit dem oberschlauen Vafthrudnir spricht. Da kann die Stimme schnell in tiefste Tiefen fallen, wohingegen der Riese ihm grollend Widerworte gibt.
Aber Odin lacht auch viel, vor allem über Unterlegene und Riesen im Allgemeinen. Seine bemerkenswerteste Begegnung hat Odin vielleicht mit den drei Schwestern, den Nornen. Ungeachtet ihrer unbarmherzigen Tätigkeit des Schicksal-Spinnens und -Abschneidens (man denke an die griechischen Parzen Klotho, Lachesis und Atropos) sprechen sie äußerst sanft und beruhigend. Dieser Gegensatz kann einen richtiggehend nervös machen.
Die beiden Raben krächzend heiser, die Wölfe heulen, doch am lustigsten sind die beiden fiesen Zwerge Fjallar und Gallar. Sie sind so böse, wenn sie morden, und heuchlerisch, wenn sie ihre Unschuld beteuern, dass man ihnen kaum böse ist, wenn sie sich über die Blödheit der Götter und Riesen halbtot lachen.
|Die Aussprache|
Eine der erstaunlichsten Feststellungen, die man über Kaempfes Vortrag machen kann, ist die über seine korrekte Aussprache des Norwegischen. Alle Us werden als Ü ausgesprochen, und wenn ein Konsonant doppelt vorhanden ist, wie etwa TT oder LL, dann kommt ein Anlaut davor (ähnlich wie im Walisischen). Aus ‚Suttung‘ wird gemäß dieser Regel die Aussprache ‚Süchtjung‘, was zunächst wie ‚Züchtigung‘ klingt. Was durchaus passend wäre, denn der Riese ist die Nemesis der Mordzwerge. Deren Namen werden dementsprechend ‚Fjadlar‘ und ‚Gadlar‘ ausgesprochen.
|Die Musik|
Die Instrumente sind ganz einfache, aber sehr alte: ein afrikanische Krugtrommel; ein Balafon, „die afrikanische Urform des Marimbaphons“ (eine Art Xylophon also); eine tibetische Handtrommel, chinesische Glocken, Zimbeln, Klangschalen und Becken, außerdem ein „traditionelles finnisches Saiteninstrument“, eine „tibetische Trompete“, ein Saxophon, Bass und „verschiedene traditionelle Flöten“.
Man sieht also, dass hier auf sehr ursprüngliche Klänge geachtet wurde. Die entsprechenden Melodien sind ebenso urtümlich, lassen sich aber noch in manchen (abgelegenen) Weltgegenden erlauschen. Es ist, als würde der Hörer in die ferne Vergangenheit lauschen. Das finde ich höchst passend, wenn es um Geschichten über die Entstehung der Welten geht.
Die Musik mischt sich niemals in den Vortrag ein. Nach einem stimmungsvollen Intro hören wir sie stets nur als Intermezzo zwischen Textabschnitten. So haben wir Zeit, das Gehörte zu verdauen. Das Outro geleitet uns wieder uns wieder aus der Lesung hinaus, als würden wir eine andere Zeit verlassen.
|Das Booklet|
Das Booklet ist ein wichtiges Hilfsmittel für den Hörer, um sich in der Vielzahl der im Vortrag geschilderten Welten zurechtzufinden. Fünf Welten sind abgebildet (von oben nach unten): Ginungagap, die Leere, aus der alles hervorging; Asgard, Heim der Asen / Götter; daneben Vanheim, Heim der Vanen; darunter Midgard alias Mittwelt, wo Menschen, Riesen (in Jötunheim) und Zwergen existieren: schließlich ganz unten Niflheim, wo Drache, Wölfe und die Totengöttin existieren.
Zweitens bietet diese Darstellung auch einen Stammbaum für die wichtigsten Asen und ihre Kinder. Odin und seine zwei Brüder stammen also von den Riesen ab, und daraus ergibt sich eine Menge Ärger. Das Booklet liefert also erhellende Zusammenhänge, die sich angesichts der verzweigten Handlung und der Vielzahl der Namen als höchst willkommen erweisen. Achtung: Die Namen von Suttung, Fjallar und Gallar werden anders geschrieben als ausgesprochen – siehe dazu oben unter „Aussprache“.
_Unterm Strich_
Diese Fassung der Götter-Saga vermittelt die nordische Schöpfungsgeschichte den Kindern ab sieben Jahren sowohl gut verständlich als auch spannend und unterhaltsam. Der Humor bleibt allerdings weitgehend auf der Strecke, wenn man das fiese Lachen der Zwerge über ihre Untaten nicht zählt.
Allerdings bin ich nicht so sicher, ob selbstmordgefährdete Götter, mordende Zwerge und Kriege im Himmel der richtige Stoff sind, um ein siebenjähriges Kind zu unterhalten. Da kann man geteilter Meinung sein. Die CD über die „Erschaffung der Welten“ war jedenfalls wesentlich lustiger.
Diese Fassung macht neugierig auf mehr, insbesondere auf die makaberen Streiche von Loki sowie die Taten von Thor, dem Donnergott – die mit 145 Minuten bei weitem längste Geschichte. Man sollte sich also das gesamte Quartett der Nordischen Sagen zulegen.
|Das Hörbuch|
Peter Kaempfe trägt die Erzählung der Seherin routiniert und zurückhaltend vor. Er haucht den Figuren Leben ein, wenn es darauf ankommt, ohne sie jedoch individuell zu charakterisieren. Vor meinem geistigen Auge wurde Odin diesmal zu einer Gestalt, die bestimmte Eigenschaften hat, und zwar vor allem deshalb, weil ich in schon aus „Die Erschaffung der Welten“ kannte. Er ist ein Rechthaber, der über alles bestimmen und alles wissen möchte, eben Numero uno sein.
Seine Abenteuer, in denen er relativ große Risiken eingeht, sind aber auch nicht von Pappe. Er verwettet seinen Kopf, opfert ein Auge und hängt sich auf – nicht gerade die übliche Existenzform eines Obergottes. Dafür gewinnt er jede Menge Weisheit und Macht, so etwa mit Hilfe der Runen. Wer mehr darüber erfahren möchte, ohne sich zu langweilen, der lese Joanna „Chocolat“ Harris‘ wundervolles Jugendbuch [„Feuervolk“.]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4254
Die bemerkenswert instrumentierte Musik hebt den musikalischen Beitrag über das gewohnte Maß hinaus. Das Booklet liefert willkommene Zusatzinformationen für den erwachsenen Hörer und Leser. Insgesamt hat sich meine Begeisterung gegenüber „Die Erschaffung der Welten“ gesteigert, was vor allem an der episodischen Geschichtenform liegt, in der wir von Odins Abenteuern erfahren.
Eine Vollmondnacht in Stanmore nahe London. Die kleine Debbie kann nicht schlafen und schleicht sich ins Wohnzimmer. Durch die Scheibe sieht sie etwas Seltsames, Schwarzes auf der Terrasse liegen. Als Debbie hinaustritt, wird sie von dem grauenhaften, knurrenden Ding angefallen. Ein Werwolf! Und er ist nur der Erste. Denn die Königin der Wölfe schickt sich an, ihre gesamt Armee in die alles entscheidende Schlacht zu schicken … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Diesmal hat sich die neue Sinclair-Vertonungs-Gang an die Hörspielumsetzung des Taschenbuchs mit der Nummer 11 gemacht, das erstmalig im Februar 1982 erschienen ist, ganz knapp also 20 Jahre auf dem Werwolf-Buckel hat. Mit von der Partie ist Lupina, die Königin der Wölfe, die wir schon mal im Sinclair-Universum begrüßen durften. Und da John mit dieser Dame im Taschenbuchformat ein wenig mehr erlebt als im simplen Heftroman, hat der Verlag aus der Story eine Doppelfolge gemacht, deren zweiter Teil „Lupinas Sohn“ im Mai dieses Jahres erscheint. Der geneigte Grusel-Fan darf hier also mit einem Cliffhanger rechnen … den er auch bekommt. Mit dem ursprünglichen Stoff des Taschenbuchs hat die Hörspielumsetzung allerdings nur den Titel, Lupina selbst, ihre Werwölfe und die Mordliga gemein, alles andere ist eine komplett eigene Story geworden. Aber, das muss ja nichts Schlechtes sein.
Stellt zu Anfang ein genervter Sinclair noch mal fest, dass seine Jane nun zur anderen Seite zwangsübergelaufen ist und noch niemand etwas dagegen unternehmen konnte und vergrault damit seine Sekretärin, wirds für den Hörer dieses ersten Werwolf-Teils leicht unübersichtlich. Dass Sinclair jeder an den Kragen will, das ist für uns ja nichts Neues, aber es scheint im Moment keinen akuten Grund zu geben, warum dem so ist. Lupina stellt ihm nach und auch die Mordliga will ihn tot sehen, schon klar, aber irgendwie dauert es eine gefühlte Ewigkeit, nämlich genau bis zum Ende dieser Folge, bis einer von ihnen John auch mal gegenübertritt, das sind wir aber fesselnder und spannend komprimierter gewohnt.
Nachdem wir am Anfang der Folge eine leider nicht sehr überzeugende Darbietung einer vom Werwolf Getöteten bekommen, würden wir ihre Tochter Debbie am liebsten knuddeln. Wer die Sprecherinnen der beiden Rollen sind, lässt sich vom Klappentext her leider nicht zuordnen. Aber auch der gespielte Schrecken des Kindes hält sich im Vergleich zu den wirklich hollywoodreifen Splattereffekten dieser Folge, die gerade ihre Mutter töten, in eher unglaubwürdigen Grenzen.
Beschrieben wird das alles von der gewohnt lasziven und rauchig erotischen Stimme der Sprecherin, die in dieser Folge nur angenehm wenige Auftritte hat, da die meisten Szenen selbsterklärend sind und durch die überragenden Effekte plastisch auf die Kopfkinoleinwand des Hörers gebracht werden. Und so wird hier im Grund eine Stunde lang „nur“ ermittelt. Die böse Seite geht dabei in Brutalo-Baller-Manier vor, um an ihre Informationen zu gelangen und John und Suko ermitteln auf die klassische Art. Ach ja, Lupina gibts ja auch noch … die scheint den leichtesten Job zu haben, lässt sie Sinclair doch einfach zu sich kommen. Und dafür wird sie dann auch mit den geringsten Seiten im Skript bedacht, auch wenn ihre „Werwolf-Elite“ den Titel stellt. Tja, und dann ist dieser erste Teil auch schon zu Ende und der Hörer fragt sich, warum diese Folge nicht als Doppel-CD erschienen ist oder wenigstens als zeitgleiche Veröffentlichung von beiden Folgen, wenn man schon einen Mehrteiler aus dem Stoff gemacht hat. Denn so als reine Ermittlungsfolge, die einzeln gehört nicht viel Spaß macht und Sinn ergibt und ganz offensichtlich nur zur Vorbereitung dessen dient, was da wohl im nächsten Teil John und dem Hörer passieren wird, kann sie nicht wirklich allein dastehen.
Eines ist auf jeden Fall gewiss … die nächste Folge wird nicht langweilig beginnen.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
John Sinclair: Frank Glaubrecht
Suko: Martin May
Erzählerin: Alexandra Lange
Erzähler (Intro): Ronald Nitschke
Ansage: Jürgen Holdorf
Lady X: Katrin Fröhlich
Sergeant Gary Burke: Christian Gaul
Mr. Trent: Thomas Petruo
Dr. Tod: Tilo Schmitz
Lupina: Claudia Urbschat-Mingues
Luparo: Rasmus Borowski
Logan Costello: Bernd Vollbrecht
Constable Brian Jones: Peter Weis
Glenda Perkins: Ilya Welter
sowie: Maresi Bischoff-Hanft, Simona Pahl, Eckart Dux, Gerlinde Dillge, Lilli Martha König, Anna Julia Kapfelsperger, Jörg von Liebenfelß, Susanne Meikl, Marco Göllner
|Technik-Credits:|
Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)
|Die Ausstattung:|
Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000er“-Serie und der „Classic“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Nichts Halbes und nichts Ganzes. John ermittelt und auch die Gegenseite ermittelt und am Ende treffen sich die beiden Seiten. Mehr oder weniger ist es das, was hier passiert. Garniert und gewohnt soundtechnisch genial aufbereitet auf jeden Fall, aber spannungstechnisch unbefriedigend, weil irgendwie das gewisse Etwas fehlt und wir auf das noch einen weiteren Monat warten müssen. Dann kommt nämlich der zweite Teil dieser Doppelfolge raus. Einzeln gehört macht diese Folge auf jeden Fall weniger Spaß, als man das vom Sinclair-Team her gewohnt ist.
|Audio-CD
Spieldauer: 56 Min.
Tracks: 10
ISBN: 978-3-7857-4552-6|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de
Über 40 Rezensionen rund um den beliebten Geisterjäger |John Sinclair| findet ihr in [unserer Datenbank]http://buchwurm.info/book
Percys Todfeind Kronos, der Titan, holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Göttersitz Olymp zu, mitten ins Herz von New York City – dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen!
Gemeinsam mit den Jägerinnen der Jagdgöttin Artemis/Diana und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute, den Sitz der Götter zu verteidigen. Aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen. Gut, dass wenigstens eine Göttin im Olymp zurückgeblieben ist … (erweiterte Verlagsinfo)
Das Fußballstadion brodelt. Die Los Angeles Hawks spielen gegen die Philadelphia Tornados um den amerikanischen Highschool-Meisterschaftstitel. Peter gerät durch eine Fehlvermittlung zufällig in ein fremdes Handygespräch. Was er mithört, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren. Unversehens müssen die drei ??? einem gefährlichen Erpresser das Handwerk legen. Werden sie die seltsamen Rätsel des Fußballphantoms lösen können? Sie müssen. Das Leben eines Menschen draußen auf dem Spielfeld hängt davon ab. (Verlagsinfo)
Ein Kreuzfahrtschiff macht Station in Kirrin und sorgt für viel Touristenrummel in der kleinen Küstenstadt. Zur selben Zeit finden die Fünf Freunde schreckliche Dinge am Strand von Kirrin. Doch haben diese Funde wirklich etwas mit dem Schiff zu tun? Die Freunde verfolgen natürlich eine heiße Spur und geraten dabei in größte Gefahr. (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
In ihren 96. Sommerferien am Stück erleben die immer noch jungen Freunde diesmal ein Öko-Abenteuer. Die Prämisse ist recht einfach, aber leider auch seit vielen Jahren immer wieder aktuell: Die Verklappung von Plastikmüll in den Meeren. Und in diesem klassisch strukturierten und kindgerecht aufbereiteten Abenteuer stoßen die Kinder erst auf etwas Ungewöhnliches, beginnen dann mit den Ermittlungen, haben einen Verdächtigen im Auge, kommen bei den Nachforschungen in Schwierigkeiten, werden gerettet und fassen den Bösewicht.
Das klingt abgedroschen, wird aber von der Autorin mit einer ordentlichen Prise Spannung gewürzt und hält die Spannung und das Interesse des Hörers die ganze Zeit über hoch. Hier lösen die fünf Kinder nicht als geschlossene Gruppe den Fall, hier bekommt jeder seine fünf Minuten des Ruhms. Und sogar die sonst eher schüchterne und zurückhaltende Anne zeigt, dass sie Mut hat und bekommt gegen Ende eine wichtige Solo-Runde spendiert. Genau wie Hund Timmy, der in bester Lassie-Manier einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, dass nicht nur die Umweltverschmutzer gefasst werden, sondern auch die Kinder unverletzt dieses Abenteuer überstehen.
Und nebenbei lernen wir wiedermal etwas: Nicht nur stellt die in diesem Abenteuer behandelte Umweltverschmutzung tatsächlich eine Bedrohung für die Meerestierwelt dar, auch die hier erwähnten „Friendly Floatees“ gibt es wirklich. Die bunten Quietscheentchen und das andere Spielzeug, das 1992 mit einem chinesischen Schiff unterging und seitdem über die Weltmeere trieb, halfen den Meeresforschern tatsächlich dabei, die Meeresströmungen zu erforschen. Das war und blieb aber auch der einzige Nutzen, den diese Art von Umweltverschmutzung hatte, denn durch das Verschlucken der Plastikteile verenden weiterhin jährlich viele Tiere.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler: Lutz Mackensy
Julian: Ivo Möller
Dick: Jannik Endemann
Anne: Theresa Underberg
George: Alexandra Garcia
Mr. Fisher: Kai-Hendrik Möller
Alf Fischer: Timo Sünnemann
Kapitän: Michael Bideller
Henk (Kabel-Ede): Christian Rudolf
Smutje Sam: Robert Missler
Steuermann Dexter: Horst Stark
Bootsführer: Urs Affolter
Constable Wilbert: Achim Schülke
Matrose Thomas: Cornelius Henne
|Trackliste:|
1 – Ein Kreuzfahrtschiff in Kirrin
2 – „Falsche Quallen“ am Strand
3 – Schreckliches in der Felsenbucht
4 – Vier Freunde gehen an Bord
5 – Hinter Schloss und Riegel
6 – Anne und Timmy im Alleingang
7 – Der Schwindel fliegt auf
|Technik-Credits:|
Buch: Katrin McClean
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Geräusche: Wanda Osten
Musik: Tonstudio EUROPA
|Die Ausstattung:|
Die in Meeres-Blau bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt, das außen passend zur Folge in warmen Sommerferien-Tönen gehalten ist, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen sowie Werbung für die Hörspielfassung des neuen „Fünf Freunde“-Kinofilms.. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Dies ist eine Öko-Folge, die auf die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll aufmerksam macht. Das tut sie aber nicht langweilig und mit erhobenem Zeigefinger, sondern eingepackt in ein spannendes Abenteuer, in dem die Fünf Freunde auch mal einzeln zeigen können, was in ihnen steckt.
|1 Audio-CD mit ca. 53 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 0886972309620|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
_Die |Fünf Freunde|-Hörspiele bei |Buchwurm.info|:_
[„… verfolgen den Wilderer“ (Folge 74)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4674
[„… und die verlorenen Blüten“ (Folge 86)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6365
[„… und das rätselhafte Sternbild“ (Folge 87)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6519
[„… und das Geheimnis des Winterwaldes“ (Folge 93)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7400
[„… und die Sturmflut“ (Folge 94)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7549
[„… in der Höhle des Urmenschen“ (Folge 95)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7720
[„… und das gefährliche Treibgut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7839
Auch wenn sie zunächst ihren Augen kaum trauen, so sind sich TKKG dann doch sicher: Sie haben im Wald einen Wolf gesehen. Wo kommt er her, wird er im Stadtwald bleiben ? und ist er für den Menschen gefährlich? Niemand, der sich mit Wölfen auskennt, will den vier Freunden glauben: Wölfe, die bei uns ein Jahrhundert lang ausgestorben waren, wagen sich zwar allmählich wieder in unsere Wälder zurück – ein Wolf im Stadtwald der Millionenstadt aber scheint einfach unmöglich! Tim, Karl, Gaby und Klößchen lassen nicht locker. Sie wollen die Existenz des Wolfes beweisen und dem Tier das Leben retten. Denn der Wolf hat Feinde, die mit ihren miesen Machenschaften gegen TKKG arbeiten. Die Vier lassen sich aber nicht davon abhalten, einen spannenden Fall aufzudecken, zu dem die Spur der Wölfin führt … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Dass diese Folge ab 6 Jahren empfohlen wird, das erkennt der geneigte Fan sehr schnell. TKKG sind (mit Hund!) auf einem Klassenausflug im Wald und sehen einen Wolf, was ihnen keiner glaubt. Das wars, mehr Spannung gibts nicht. Keine Entführung, keine Erpressung, kein Verbrechen und keine Dramatik, die den Hörer direkt in die Story zieht und an die Lautsprecher oder Ohrstöpsel klebt.
Und das ändert sich auch in den ersten 40 Hörminuten leider nicht. Die Meinung, dass dies ein „spannendes Abenteuer“ ist, hat der Sprecher zu diesem Zeitpunkt leider exklusiv. Auch, dass der Wolf kein Wildtier ist, sondern einen Besitzer hat, ändert wenig an dieser Ödlage und lässt den Hörer nach einem Blick auf die Restzeitanzeige des CD-Players Schlimmes befürchten.
Doch diese Befürchtungen werden zum Glück enttäuscht. Als ob die Macher der Folge gemerkt hätten, dass sie nicht nur zum Seelenheil der älteren Hörerschaft doch ein wenig gewaltig an der Spannungsschraube drehen sollten, holen sie den Akkuschrauber raus und legen los.
Auf einmal gibts eine Frage nach der anderen, die nicht nur TKKG rätseln lassen, sondern auch das Interesse der Hörer binden können, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeschlafen waren oder abgeschaltet hatten. Wer bis hierher durchgehalten hat, der wird eindeutig belohnt. Plötzlich entpuppt sich die ganze Geschichte hintergründiger, als man es hätte vermuten können (wie hätte man aber auch, ohne Hintergrundwissen). Es gibt nun echte Verdächtige, echte Spuren, die interessant aufbereitet verfolgt werden, und eine Auflösung, die mit den letzten Tracks dieses „spannenden Abenteuers“ einige der verlorenen Sympathiepunkte wieder reinholen kann.
Und am Ende hat der Fan dann ein paar interessante Fakten rund um das Paarungsverhalten der Eichhörnchen und die Verbreitung von Wölfen und Waldmeister gelernt … und doch noch ein spannendes Abenteuer erlebt, wenn auch mit erheblichen Ladehemmungen.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler: Wolfgang Kaven
Tim: Sascha Draeger
Karl: Niki Nowotny
Klößchen: Manou Lubowski
Gaby: Rhea Harder
Kommissar Glockner: Edgar Bessen
Ettel: Andre Minninger
Hank Zacher: Tim Kreuer
Elly Eichbaum: Christine Pappert
Oswald Öchsner: Urs Affolter
Edgar Flint: Erik Schäffler
Schafzüchter Weidner: Kai-Hendrik Möller
Kai Lederer: Utz Richter
Harry Zacher: Tobias Schmidt
Reporter: Leonhard Mahlich
Vater Zacher: Achim Schülke
TV-Kommentator: Cornelius Henne
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel
Trackliste:
1. Mücken und ein Kobold
2. Bishudo
3. Wölfe und ein Jäger
4. Eichhörnchen
5. Tote Schafe
6. Roxy
7. Wildwechsel
8. Schüsse
9. Harry The Wulf
10. Siegesparty
Technik-Credits:
Buch: Veronika Hampl nach Motiven von Stefan Wolf
Hörspielbearbeitung und Effekte: André Minninger
Redaktion: Wanda Osten, Maike Nagel
Geräusche: Wanda Osten
Produktion und Regie: Heikedine Körting
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Cover Illustration: Comicon S.L. – nach Artwork-Vorlagen von Reiner Stolte Rahmendesign: KB&B
Gestaltung: Atelier Schoedsack
Inhaltliche Beratung: Martin Tripp (Niedersächsische Landesforsten)
Die Ausstattung:
Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet, das in der gleichen Farbe daherkommt, enthält diesmal eine Menge Infos rund um das Thema „Wölfe“, aufbereitet in einem Pseudo-Interview zwischen TKKG und Elly Eichbaum. Dazu gibts dann noch einen Steckbrief des Europäischen Wolfs und Internetadressen für Interessierte Wolf-Fans. Eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen sowie die Technik-Credits finden wir auf der Rückseite des Booklets.
Mein Fazit:
Das vom Sprecher versprochene „spannende Abenteuer“ geht leider erst nach der 40. Minute los. Vorher bekommen wir Grundschul-Bio-Unterricht und durchweg Langeweile. Dann aber dreht die Spannung unerwartet noch mal auf und es geht endlich interessant zur Sache. Und nach dem Abschlusslacher ist der Fan dann ein wenig milde gestimmt, wenn auch nicht begeistert von diesem Fall, der so langsam anlief wie kaum ein anderer.
1 Audio-CD ca. 64 Minuten Spieldauer Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
1. Auflage, April 2012
Fast jeder kennt den englischen Dramatiker, Regisseur und Kriminalschriftsteller Richard Horatio Edgar Wallace (1875 – 1932), unter dessen Namen grade im deutschen Kino der Spätsechziger eine ganze Reihe inzwischen berühmt-kultige Filme entstanden. Sein Werk ist voller Evergreens der Krimiliteratur, an welche sich auch MARITIM bereits in den Achtzigern in Form von Hörspiel-Adaptionen machte. Damals noch mit Manfred Krug. Ab 2004 erfuhr die Serie dort eine Frischzellenkur und wurde noch einmal neu aufgelegt. Das heißt, andere bekannte Sprecher hinzugezogen und die Soundkulisse aufgepeppt. Lediglich die Musik blieb weitgehend unverändert. Inzwischen werden diese Hörspiele auch als Downloadfassung angeboten und es gibt sie entweder einzeln oder in einer Edition zu vier Folgen zusammengefasst.
_Zur Story_
Jane wird quasi zwangsverheiratet. Ihr Vater hatte den starken Wunsch geäußert, dass sie den Künstler Peter Clifton ehelicht. Als folgsame Tochter tut sie wie geheißen. Liebe war dabei nicht im Spiel – zumindest nicht seitens Jane, die Peter nach der Trauung stets auf Distanz hält. Dieser jedoch würde sich schon mehr Nähe wünschen, respektiert Janes Ablehnung jedoch, bis hin zu getrennten Schlafzimmern auf dem mysteriösen Landsitz Longford Manor. Dort geschehen in der Folge einige sehr unangenehme Dinge, wie etwa unerwünschter Herrenbesuch des Nachts. Ist dieses Haus vielleicht sogar die Zentrale des fähigsten Banknotenfälschers Londons, dessen Identität niemand kennt aber nach dem fieberhaft gesucht wird – allen voran von Scotland Yard? Ist Peter vielleicht „Der Gerissene“ persönlich oder warum entdeckt Jane ihn in einem geheimen Raum zusammen mit einer banknotenspuckenden Druckerpresse? Was ist dran an seiner angeblich erblichen Geisteskrankheit, vor der Basil Hale, ein alter Bekannter, sie eindringlich warnt? Als es zum Mord an Hale kommt, scheint die Schuldfrage klar. Nur zwei Leute zweifeln die Indizienkette an: Jane und Chief-Inspector Bourke.
_Eindrücke_
Edgar Wallace lieferte bis zu seinem Tod im Jahre 1932 Kriminalfälle am laufenden Band und wusste offenbar auch um die Vorlieben seines Publikums. Kein Wunder, dass genau diese Strickmuster in seinen Geschichten immer wieder verwendet werden, welche die Leser gern lesen wollten (und wollen). Bei „Der Banknotenfälscher“ wich er, zumindest was das sonst so gepflegte Frauenbild angeht, ein wenig vom üblichen Pfad ab. Die Figur Jane Cliftons passt zwar leidlich ins Klischee der sittsamen und integren (Ehe-)Frau, muss aber nicht gerettet werden. Im Gegenteil: Sie steht ihrem Mann tatkräftig bei. Woher allerdings der krasse wie plötzliche Sinneswandel herrührt, geht aus dem Hörspiel nicht hervor, wo gleich zu Beginn klargestellt wird, dass sie zwar mit Peter verheiratet sei, aber ansonsten da nichts Weiteres läuft. Nicht mal viel Sympathie. Doch kaum findet sie ihren Gatten morgens nach der Tat, bewusstlos mit blutgetränktem Smoking und der Mordwaffe auf seinem Bett liegend, „weiß sie, was eine gute Ehefrau zu tun hat“ und verwischt eifrig Spuren und beseitigt Beweismittel.
Öh? Wie jetzt?! Erst hält sie Peter für den „Gerissenen“ und muss nach Spurenlage sogar ganz stark davon ausgehen, einen geisteskranken Mörder vor sich zu haben – der zudem just einen guten, alten Bekannten von ihr gemeuchelt hat – und dann das? Doch sie ist nicht allein. Selbst wenn man die kriminologischen Maßstäbe von 1927 anlegt, wirkt auch Inspector Bourke alles andere als realistisch. Wenn er Jane doch offenbar fast so sehr vertraut, wie seinem Kumpel Peter, dann ist das ganze geheimnisvolle Brimborium, das er veranstaltet, ziemlich für die Katz und sogar gefährlich kontraproduktiv. Es dient lediglich dazu, das Publikum auf die Folter zu spannen und der Geschichte einen etwas interessanteren Touch zu geben. Tatsächlich aber zieht es die ohnehin zuweilen nicht ganz ausgegorene und konfuse Story nur unnötig in die Länge. Sprecherseitig gibt es hingegen wenig zu maulen, lediglich die Stimme von Dr. Wells klingt um Einiges zu jung für einen schon so lange praktizierenden Arzt. Ansonsten passt die Soundkulisse – und somit die Atmosphäre – ganz gut ins Vorkriegs-London der Spätzwanziger.
_Sprecher und Figuren:_
Eckhart Dux (Erzähler), Mark Bremer (Peter Clifton), Christine Pappert (Jane Clifton), Marco Sand (Donald Wells), Holger Potzern (Basil Hale), Wolf Frass (Chief-Inspector Bourke), Kai Henrik Möller (Inspector Rouper), Traudel Sperber (Madame Unterson)
_Fazit_
Gegenüber der Vorlage verstrickt sich das Maritim-Hörspiel in manche Unlogik und zieht sich – trotz seiner vergleichsweise kurzen Laufzeit von ziemlich genau einer Stunde – spannungstechnisch unnötig in die Länge. Hauptsächlicher Grund dafür sind Kürzungen zum Original, die Figuren und Handlung hier ziemlich konfus sowie unplausibel wirken lassen – bis hin zum sehr rasch und holprig herbei gedichteten Ende. Das kann der Wallace-affine Hörer zwar in groben Zügen bereits früh erahnen, sich aber anhand des Hörspiels kaum en detail selbst erarbeiten. Immerhin geht die Atmosphäre im Großen und Ganzen in Ordnung, wenn auch das bestimmt nicht dafür sorgen wird, dass dieses, im Endeffekt dann doch nur leider eher mittelmäßige, Hörspiel häufiger abgespielt wird – sei es als CD oder digital.
|Hörspiel mit einer Laufzeit von ca. 62 Minuten
Nach dem Roman „The Forger“ (1927) von Edgar Wallace|
Als Einzeltitel – [Edgar Wallace – Der Banknotenfälscher]http://www.audible.de/pd/B004V7DP0U?ref__=sr__1__1
Als Teil einer Sammlung – [Edgar Wallace – Edition 1]http://www.audible.de/pd/B004UW3DXA?ref__=sr__1__1
_Die Edgar-Wallace Hörspiel-Serie von MARITIM bei |Buchwurm.info|:_
01 – [Das Gesicht im Dunkeln]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2051
02 – [Bei den drei Eichen]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2094
03 – [Der Unheimliche]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3770
_04 – Der Banknotenfälscher_
_Teil 1: 332 MB, 3:56 h, 49 Tracks_
Teil 2: – erscheint am 01.05.2012 –
Teil 3: – erscheint am 22.05.2012 –
Teil 4: – erscheint am 12.06.2012 –
_Die Handlung:_
Im Jahr 3540 steht die Bevölkerung der Erde im Bann der Aphilie. Reine Vernunft und Urinstinkte bestimmen das Verhalten der Terraner, Gefühle zählen nichts mehr. Auch Reginald Bull ist der Aphilie verfallen: Er entmachtet seinen Freund Perry Rhodan und treibt ihn mit mehr als tausend Begleitern in die Verbannung. An Bord des Fernraumschiffs SOL verlassen die Verurteilten ihre Heimat ohne Hoffnung auf eine Rückkehr, aber auch ohne Aussicht, die Milchstraße im Meer der Galaxien zu finden. Eine Odyssee durch Raum und Zeit nimmt ihren Anfang, geprägt vom unbeugsamen Willen der Verbannten, dem Schicksal zu trotzen. Auf der Erde greift die Aphilie indessen unaufhaltsam um sich. Als es Bull gelingt, die Fessel der Aphilie abzuschütteln, wird er ebenfalls zum Gejagten …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 81|)
|Dieser Teil|:
Von der neuen Sonne krank gemacht, stürzen Reginald Bull und die „Aphiliker“ Perry Rhodan und verbannen ihn und alle, die noch Gefühle empfinden können, mit dem neuen Raumschiff SOL in den Weltraum.
_Mein Eindruck:_
Dass Perry und seine Leute zusammen mit unserem Planeten Terra den Weg zurück in die heimische Milchstraße dann doch nicht geschafft haben, das musste der Fan am Ende der letzten |Silber Edition| des letzten Zyklus schon feststellen. Auch diesmal scheint der Heimweg nicht so einfach zu werden, denn der neue Zyklus, |Aphilie|, der mit dieser |Silber Edition| gleichen Namens startet, umfasst stolze 13 Bände. Der Kampf gegen die Laren scheint sich also noch ein wenig zu ziehen und die Autoren dürfen sich wohl auch im Mahlstrom noch ein wenig austoben.
Und wenn der Hörer sich drauf einlässt und nicht zu geknickt darüber ist, dass es unter fremder Sonne weitergeht, dann wird er auch eine Menge Spaß damit haben, was diese Sonne namens Medaillon mit den Terranern anstellt. Denn „Aphilie“ klingt nicht nur wie eine Krankheit, sondern ist auch eine. Von der Sonne beschienen, verwandelten sich in der 80-jährigen Pause zwischen der letzten |Silber Edition| bis zu dieser eine Menge Menschen in reine Logiker. Klingt ein wenig nach Spock von „Star Trek“, geht auch in die Richtung, entwickelt sich aber weniger sympathisch, sondern eher dramatisch. Und Begriffe wie „Söhne der reinen Vernunft“, „Buch der Liebe“ und „Organisation Guter Nachbar“ klingen wie eine Mischung aus Hippie-Kult, Esoterik und Scientology-Sektenwahn … und hat auch von all dem was.
Dieser Zyklus beginnt also nicht mit einem übermächtigen Gegner, der mit Waffengewalt aus dem Weltall geblasen werden muss, sondern mit einer ganz unerwarteten, gar gewaltlosen und neuen Möglichkeit, die Serie weiterhin abwechslungsreich und spannend zu halten. Bully und Perry sind durch Bullys „Zwangslogik“ entzweit, die ihn dazu bringt, Perry am Ende dieses ersten Teils mit dem neuen und bei vielen Lesern beliebten Raumer SOL in den Weltraum zu verbannen … denn Bully geht davon aus, dass Rhodan selbst krank geworden ist. Die Koordinaten der Milchstraße werden Perry dabei aber nicht überlassen. Und so können wir uns auf eine interessante Irrfahrt Perrys freuen, während sich auf Terra der fühlende und nicht-logische Untergrund formiert, der die Terraner heilen möchte. Faszinierend!
|Das Hör-Erlebnis:|
Da die „Aphiliker“ nichts mehr fühlen, hat auch Andreas Laurenz Maier vom Skript her nicht wirklich die Gelegenheit bekommen, vor dem Mikro schauspielerische Akzente zu setzen, „sachlich“ klingen die Verstrahlten und passend sachlich klingt dann auch der Sprecher. Dennoch versteht er es, die neue Entwicklungslage auf Terra plastisch und lebendig ins Ohr des Hörers zu transportieren. Und entgegen der Gefühlslosen, fängt der eine oder andere sicher schon mal an darüber nachzugrübeln, wie es wohl wäre … so ganz ohne Gefühle … nur mit Logik … wäre mein Leben dann einfacher oder einfach langweiliger?
Dass Maier Bruder Trailokanat hoch und krächzend spricht, wie man Maier zu Anfang seiner Sprechertätigkeit bei „Perry Rhodan“ zu oft hören musste, ist aber dem Skript geschuldet, denn er klingt halt „hell“ und „quäkend“, da passt das (leider) sehr gut.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Jubiläums-Band 700 „Aphilie“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.
_Mein Fazit:_
Wieder überrascht die Serie mit einem neuen Twist. Es geht nicht zurück in die Milchstraße zu den Laren, es wird sogar noch ein weiterer Keil in die Menge getrieben. Die „Aphiliker“ vertreiben Perry und alle Gefühlsempfinder in den Weltraum, von wo aus er von den Autoren auf eine interessante Odyssee geschickt werden könnte. Ich bin sehr gespannt, wohin es ihn treiben wird.
|MP3-Download mit 332 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 3:56 h
Anzahl der Tracks: 49
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3-943393-32-3|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net
|Hinweis:| Die |Silber Edition 81| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 12. Juni 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.
Folge 1: [„Eine Unze Radium“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6717
Folge 2: [„Das sicherste Gefängnis der Welt“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6672
Folge 3: [„Mord bei Gaslicht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6718
Folge 4: [„Der Mann, der seinen Kopf verlor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6685
Folge 5: [„Stirb schön mit Shakespeare“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7408
Folge 6: [„Die Perlen der Kali“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7668
Folge 7: _“Whisky in den Wolken“_
_Die Handlung:_
Sir Hector McMurdock, Clanchef im schottischen Hochland, will in seinem Ballon den Atlantik überqueren und Amerika erreichen. Doch schon beim Start explodiert der Ballon – Sir Hector stirbt. „Mord!“ meint Professor van Dusen. Unbeirrt forscht er nach, und während eines Gastmahls auf Schloss Glenmore, bei Haggis, Blutsuppe und Whisky, begleitet von Dudelsackklängen, nennt er den Namen des Täters, mit dem niemand gerechnet hat. Damit ist der Fall jedoch noch nicht zu Ende … (Verlagsinfo)
_Das Hörerlebnis:_
Da es sich hier um die Neuauflage einer 1979 erstmalig ausgestrahlten Radio-Produktion handelt, darf man nicht allzu viele Effekte erwarten. Die gibts bei Radiohörspielen eh selten, weil sie in der Regel sehr textlastig sind. „Whisky in den Wolken“ bildet hier keine Ausnahme, aber lässt auch nichts vermissen. Alle Dialoge sind immer lebendig mit Geräuschen unterlegt, die die Szenen passend unterstützen. Der rauschende Wind allerdings klang mir ein wenig sehr nach elektronischem Rauschgenerator als nach echter bewegter Luft.
Ein von „Dudel-Angus“ hörbar genervter Freund, Assistent und Reporter Hutchinson Hatch erzählt uns diesen von Doppelrollen geprägten Fall. Der Mitreisende der „Denkmaschine“ stört sich nicht nur am Dudelsackspiel des Angestellten von Sir Hector MacMurdock, sondern auch am typisch schottischen Essen, das während dieser spannenden Folge serviert wird. Nachdem die Haushälterin allerdings eingehend beschrieben hat, was so alles in ihrem Haggis drinsteckt, könnte auch dem einen oder anderen Hörer der Appetit vergehen. Aber, der soll ja auch eine Stunde lang nicht essen, sondern zuhören.
Zu hören gibts im Hintergrund vor allem „Dudel-Angus“, dessen Dudelsackspiel den einen Hörer recht schnell und den Freund schottischer Klänge etwas später anfängt zu nerven. Interessanterweise bittet Professor van Dusen selbst exakt in dem Moment darum, mit der Musik aufzuhören, als es auch mir selbst zu viel wurde.
Dass „Dudel-Angus“ in diesem Mordfall auch in der Rolle des Gärtners zu hören ist (nein, er ist nicht der Mörder, das wäre zu profan), stört nicht weiter, denn Letzterer artikuliert sich nur spärlich. Dass aber das Opfer und sein Bruder vom gleichen Sprecher ins Ohr des Hörers gebracht werden, das mutet schon seltsam an. Aber, auch der Grund für diese recht ungewöhnliche Wahl wird gegen Ende klar, wenn der Professor nicht nur den Tathergang und das Tatwerkzeug, sondern auch gleich Täter und Motiv liefert. Und wieder bleibt dem Hörer nur die Rolle des passiven Stauners, denn es kommen Informationen zu Tage, die ihm nicht zugänglich waren. Und selbst nachdem die Sachlage geklärt ist, gibt es noch einen Nachschlag und wir erleben eine Verfolgungsjagd zwischen einem Ballon und einem Luftschiff.
Am Ende dann, wenn dem einen oder anderen aufgefallen sein mag, dass ja schon lange nicht mehr „gedudelt“ worden ist … wird es das … und das wird dann jeder Fraktion ein Lächeln abverlangen, ist dies doch eine traditionsreiche, schottische Folge und da gehört diese Musik halt dazu … finde ich auch.
|Trackliste:|
01 – 09 Whisky in den Wolken
10. Kommentare zu Whisky in den Wolken
11. Persönliche Anekdote von Michael Koser
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Prof. van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Sir Hector MacMurdock: Alexander Kerst
James MacMurdock, sein Bruder: Alexander Kerst
Inspektor Smiley, Scotland Yard: Rolf Marnitz
Marmaduke Porter vom Kgl. Brit. Luftschiffer-Club: Hermann Ebeling
Susan Porter, seine Tochter: Angelika Thomas
Flora MacNab, Haushälterin: Susanne Lüpertz
Angus, Dudelsackspieler: Herbert Weißbach
Fergus, Gärtner: Herbert Weißbach
|Technik-Credits:|
Produzent & Initiator der CD-Auflage: Sebastian B. Pobot, Highscore Music
Skript: Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Aufnahmen: RIAS Berlin
Covergestaltung: Lars Vollbrecht
Illustrationen: Lars Vollbrecht und Gerd Pircher
Product Management: dp
|Die Ausstattung:|
Die wie immer stilvoll und aufwendig bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Als Bonus enthält die CD noch Kommentare zur Folge und eine Anekdote des Autors, in der er unter anderem über das Treffen mit einem Fan der Reihe berichtet.
Im Booklet-Faltblatt zieht Michael Koser schriftlich den Hut vor Jules Verne, der ihn stark beeinflusst hat. Dazu gibts noch ein paar Fotos und Hintergrundinfos zu Jacques Futrelle, Michael Koser, Sebastian Pobot, der die CD-Version angeschubst hat sowie eine „Sprecher und ihre Rollen“-Aufstellung. Außerdem sehen wir die Cover der bereits erschienen Folgen sowie der kommenden Episode und Werbung für den van-Dusen-Comic und den Van-Dusen-Roman. Und als besonderes Schmankerl sehen wir auf der Rückseite einen gezeichneten „Dudel-Angus“, der sturmgebeutelt am Meer aufspielt.
_Mein Fazit:_
Zwei Doppelrollen, die erst seltsam anmuten, sich aber nach einem interessanten und wie immer spannenden Twist dem Hörer erklären, sind die Basis für diese durch und durch schottische Folge. Die geht allen Beteiligten (und auch dem Hörer) durch Ohren und Magen und bietet eine gewohnt gediegene und feinhumorig spannende Stunde mit der „Denkmaschine“.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 58:40 Min. (davon 53 Min. Hörspiel)
Tracks: 11
Erstausstrahlung im Radio: RIAS Berlin, 1979
Empfohlen ab 10 Jahren
UPC: 0602527699127|
[www.universal-music.de]http://www.universal-music.de
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.vandusen.de]http://www.vandusen.de
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