Archiv der Kategorie: Hörspiele / Hörbücher

Jackson, Shirley / Gruppe, Marc – Spuk in Hill House (Gruselkabinett 8 & 9)

_Psychologisches Gruseldrama mit filmreifen Effekten_

New England, 1958: Dr. Montague mietet für eine Untersuchung übernatürlicher Phänomene den einsam gelegenen Landsitz Hill House. Zu seinem Team zählen die scheue Eleanor und die lebenslustige Theodora, die beide bereits Erfahrungen mit dem Übersinnlichen gemacht haben, sowie Luke, der Neffe der Besitzerin.

Recht schnell kommt die Gruppe dahinter, weswegen Hill House als unbewohnbar gilt …

Der Roman wurde bereits zweimal verfilmt und hat mehrere andere Filmemacher zumindest „inspiriert“.

_Die Autorin_

Die Amerikanerin Shirley Jackson (1919-1965) war eine Autorin von Kurzgeschichten und Romanen, die mit ihrem Mann, dem Kritiker Stanley Hyman (1919-1970) zunächst humorvolle Familiememoiren schrieb, doch sie war bereits 1948 mit ihrer Gothic-Story „The Lottery“ bekannt geworden. Darin findet nach einer umfassenden Katastrophe in Neu-England das Geschehen seinen Höhepunkt in einer rituellen Steinigung. Viele andere Storys sind Phantasien der Entfremdung. In „The Sundial“ (1958) erwarten zwölf Menschen den Untergang der Welt.

„The Haunting of Hill House“ (1959) wird von der „Encyclopedia of Science Fiction“ als „superbe Geistergeschichte“ eingestuft. Sie wurde bereits 1962/63 von Robert Wise unter dem Titel „The Haunting” verfilmt (dt. Titel: „Bis das Blut gefriert“). 1999 folgte das Remake „Das Geisterschloss“.

_Die Sprecher / Die Inszenierung_

Dr. John Montague: Christian Rode (dt. Stimme von Sean Connery)
Eleanor Vance: Evelyn Maron (dt. Stimme von Kim Basinger)
Theodora: Arianne Borbach (dt. Stimme von Catherine Zeta-Jones)
Luke Sanderson: David Nathan (dt. Stimme von Johnny Depp & Christian Bale)
Gloria Sanderson: Dagmar Altrichter (dt. Stimme von Ingrid Bergman)
Und sechs weitere Rollen.

Das Skript für das Hörspiel stammt von Marc Gruppe, zusammen mit Stephan Bosenius zeichnet er auch für Produktion & Regie verantwortlich.

_Handlung_

Dr. John Montague, ein Anthropologe mit einem Interesse am Übernatürlichen, mietet von Gloria Sanderson ihren Landsitz Hill House in Neu-England und lädt drei Menschen ein, mit ihm dort ein paar Tage zu verbringen. Denn der leer stehende Gebäudekomplex hat den Ruf, dass dort Gespenster umgehen.

Natürlich reagieren seine mutigen Gäste auf jeweils individuelle Weise auf die neue Umgebung. Da wäre zunächst einmal Eleanor Vance, eine 32-jährige Junggesellin, die nach dem kürzlichen Tod ihrer elf Jahre lang bettlägerigen Mutter – vielleicht nicht ohne Schuldgefühle – eine neue Freiheit genießt. Desweiteren Theodora, kurz „Thea“ genannt, eine junge lebensfrohe Frau mit künstlerischen Neigungen, die mit ihrem Freund oder Freundin in einer Stadtwohnung lebt. Und schließlich Luke Sanderson, der Neffe der Hausbesitzerin, ein charmanter Tunichtgut.

Während Eleanor (Opfer eines Poltergeistphänomens) und Theodora (hellseherisch begabt) bereits einmal Erfahrung mit dem Paranormalen gesammelt haben, ist Luke lediglich als Beobachter dabei, sozusagen als „Kontrollgruppe“ in diesem Experiment. Keiner dieser Menschen war je zuvor in Hill House und ist von dessen Anblick und Ambiente entsprechend deprimiert. Die Architektur selbst scheint schief und menschenfeindlich zu sein, als ob etwas Boshaftes in dem Gemäuer lebe.

Nach einem recht lebhaften Zusammentreffen der vier Personen, die von einem außerhalb lebenden Haushälterehepaar bekocht werden, häufen sich die unwillkommenen Vorkommnisse, wie etwa Türen, die sich von alleine schließen, eiskalte Luftzüge und natürlich die obligate Schrift an der Wand. Die Wesenheit, die das Spukhaus bewohnt, scheint ein besonderes Interesse an Eleanor zu entwickeln und schickt ihr Botschaften in Form solcher Graffiti – in blutroten Buchstaben: |HILF ELEANOR KOMM HEIM| … Die Angesprochene ist entsetzt. Wer hat das geschrieben?

Die Ereignisse in dem verfluchten Haus steuern auf ein schreckliches Finale zu.

_Mein Eindruck_

Selbst Stephen King, der Großmeister des Horrors, erhebt diesen Roman in seiner Erkundung des Genres „Danse Macabre“ in den Rang eines Meisterwerks und stellt es auf eine Stufe mit Henry James’ Novelle „The Turn of the Screw“ (als [„Die Unschuldsengel“ 1383 ebenfalls in dieser Hörspielreihe veröffentlicht).

Das ist in der Tat sehr hohes Lob, aber aus berufenem Munde. Und der einzige – oder zumindest wichtigste – Grund, den King hierfür anführt, ist die Darstellung der Figur Eleanor Vance. Sie ermöglicht die größte Leistung der Geschichte, nämlich den Eindruck, dass man gleichzeitig von offenbar freundlichen Menschen umgeben sein und sich doch zugleich völlig allein und unglaublich verängstigt fühlen kann. Während sich Thea, die wohl von den Männern enttäuscht wurde, und der Charmeur Luke zuerst kabbeln, steht Eleanor zunehmend im Abseits. Sie hat zwar geflunkert, was ihre Wohnung angeht, aber noch hat niemand ihre Lüge entlarvt.

Immer schlechter ergeht es Eleanor, und die Geschichte entwickelt sich folgerichtig aus ihren Taten und Äußerungen. Der Tiefpunkt ist fast erreicht, als sich auch noch herausstellt, dass der von ihr verehrte Dr. Montague kein Single ist, sondern vielmehr der Gatte einer spiritistischen Schreckschraube, die doch tatsächlich noch mit ihrem Lover, einem Spatzenhirn von Sportlehrer, einzieht. Für Eleanor bedeutet dies, dass er nie ein persönliches Interesse an ihr gehegt hat, sondern sie von vornherein lediglich für sein Experiment benutzt hat, um über ihre Erlebnisse ein Buch zu schreiben. Die Erotik spielt eine wichtige Rolle in den Beziehung der vier Insassen des verfluchten Hauses. Eleanors Suche nach Nähe wird jedoch ständig von den Lebenden zurückgewiesen – nicht jedoch von den Toten …

An Eleanor Vances Schicksal zeigt sich, dass die Autorin die psychologischen Vorgänge sehr genau beobachtet und beschreibt, so dass wir stets verstehen, wie und warum eine Figur handelt. Dennoch ist Eleanor kein Opfer blanken Wahnsinns, wie man vielleicht bei einer Poe-Story annehmen könnte, oder eines offensichtlichen Schurken – den es nicht gibt. Die Wesenheit, die Hill House heimsucht, ist vielmehr real, entzieht sich aber eindeutig rationalen Erklärungen. Daher könnte man zu Recht sagen, dass das Buch dem Fantasy- oder Horrorgenre zuzurechnen ist.

|Worin besteht der Fluch von Hill House?|

Es wurde 1881 im viktorianischen Stil von dem Sonderling Hugh Crain erbaut, sechs Meilen vom Dorf Hillsdale entfernt. Doch er hatte viel Pech mit seinen drei Frauen. Die erste kam bei einem Unfall direkt vor dem Tor ums Leben, als ihre Kutsche gegen einen Baum fuhr. Fortan lebte er allein mit seinen zwei Töchtern und erzog sie in Furcht vor der Sünde. Seine zweite Frau starb nach einem Sturz, die dritte an einer Krankheit.

Nach seinem Tod erbten nicht etwa seine zwei Schwestern das Haus, sondern die Gesellschafterin. Dieser jedoch war auch kein langes Leben beschieden: Sie erhängte sich, als sie auf dem oberen Ende der Wendeltreppe stand, die in den abweisenden, geheimnisvollen Turm führt. Danach bekamen die Sandersons das Haus, vermieteten es häufig, doch keiner der Mieter, die Dr. Montague interviewte, blieb länger als ein paar Tage. Schon seit zwanzig Jahren steht das Haus leer, nur von den Dudleys in Schuss gehalten.

Montague hat Thea und Eleanor engagiert, um, wie er sagt, die negativen Energien des Hauses „zu intensivieren“ und um die daraufhin auftretenden Empfindungen der Testpersonen aufzuzeichnen. Dieses Unterfangen wird ein „voller Erfolg“: Eleanor wird vom Geist ihrer toten Mutter verfolgt, an deren Tod sie sich die Schuld gibt, und auch Theas Nerven scheinen nicht die besten zu sein. Sie hat wohl negative Erfahrungen mit den Männern gemacht, so dass sie Luke von Anfang an als Feigling und „edlen Ritter“ verspottet. Aber später lässt sie sich sonderbarerweise auf seine Einladung zum Nacktbaden in einem Waldsee ein. Luke sucht ihre Gesellschaft, weil er im Grunde ebenfalls einsam ist und niemals Mutterliebe empfangen hat. Ihre Beziehung zueinander sperrt die 32-jährige, aber dennoch jungfräuliche Eleanor, die sie neckisch „Nell“ rufen und die den Körperkontakt mit Luke scheut, aus.

Die derart ausgegrenzte alte Jungfer fühlt sich zunehmend den Rufen des Hauses ausgeliefert. Die Geisterstimmen, die im zweiten Teil des Hörspiels fast andauernd zu ihr sprechen, sind hartnäckig. Da sie kein Heim hat, in das sie zurückkehren kann (sie wohnt bei ihrer Schwester, deren Auto sie geklaut hat), ist sie quasi eine Gestrandete. Niemand beschützt sie, und Montague hat sich als Vaterfigur desavouiert, als seine Frau auftauchte. Thea bemerkt die verblüffende Ähnlichkeit Nells mit der erhängten Gesellschafterin an der Statuengruppe im Wintergarten, und in einer seltsamen Anwandlung bietet Nell dem früheren Hausherrn an, mit ihm einen Walzer zu tanzen.

Warum ausgerechnet einen Walzer – einen völlig veralteten, viktorianischen Tanz? Ist Nell besessen, oder verfügt sie nur über ein besonderes Einfühlungsvermögen in die Epoche, in der das Haus erbaut wurde? Als Nell zwölf Jahre alt und schon damals vaterlos war, wurde ihr Elternhaus das Ziel eines „Poltergeistphänomens“, als Steinhaufen auf ihr Dach prasselten. Zwanzig Jahre danach – man beachte die Übereinstimmung mit dem Tod der Gesellschafterin – verdrängt Eleanor dieses traumatische Erlebnis, das sie und ihre Mutter zum Umzug zwang, immer noch.

Und als sie auf Hill House eintrifft, ist es der gleiche Tag – der 21. Juni – an dem Hugh Crain mit Blut einen Pakt für die Ewigkeit schloss. Doch gegen wen oder mit wem? Er indoktrinierte seine beiden Töchter gegen die Erbsünde und peinigte ihre jungen Seelen mit Horrorvisionen der Hölle und des Fegefeuers. Aber warum? Wir können nur vermuten, dass seine Sünde etwas mit ihnen zu tun hatte: Inzest, Pädophilie? Man bedenke, dass Mütter und Gesellschafterinnen auf Hill House noch nie willkommen waren.

Eleanor kann sich dem psychischen Einfluss des Hauses, das eine eigenständige Wesenheit ist, nicht mehr entgegenstemmen. Eine Rettung gelingt noch, doch der nächste Versuch, sich mit dem Haus zu vereinen, ist erfolgreich … „Reisen enden stets in Paaren“ – Nells Redensart, an die sie sich klammert, erlangt makabre Bedeutung: Erst in Hill House findet Eleanor ihre Heimat, ihre wahre Familie, eine bizarre Art von Heim. Ist nun der Fluch der Vergangenheit aufgehoben, der Pakt des Hugh Crain erfüllt? Wir erfahren es nicht. Aber dass sich alles um die Familie dreht, fügt sich ausgezeichnet in das Bild, das wir vom Werk der Autorin haben (s.o.), welche lange Zeit mit einem psychischen Leiden leben musste.

_Die Sprecher / Die Inszenierung_

Die Figur des Erzählers begrüßt uns sozusagen im Namen des Hill House: Es ist die Stimme Dr. Montagues. Die vier Hauptfiguren werden von ihren jeweiligen Sprechern ausgezeichnet dargestellt, und zwar mit einem Engagement, als würden sie in einem Film mitspielen. Natürlich stehen die beiden Medien, Nell und Thea, im Mittelpunkt des Geschehens, und häufig stellt man sie sich als eine Art Geschwisterpaar vor. Doch der Eindruck erweist sich zunehmend als Illusion, wenn sich Thea als Egoistin erweist und sich Luke schnappt. Evelyn Maron und Arianne Borbach haben die Gegensätze gut herausgearbeitet, aber manchmal kann man ihre Stimmen schon verwechseln.

Luke, gesprochen von David Nathan, erscheint uns meist als charmanter Tunichtgut, der aber hervorragend Schach spielen kann und auch sonst über ein gesundes Selbstbewusstsein zu verfügen scheint (auch das ist nur Fassade – siehe oben). Er ist es übrigens, der Eleanor zweimal zu retten versucht – im Gegensatz zu Thea und Gladys Montague.

Auch Dr. Montague, gesprochen von Christian Rode, hat eine Fassade zu verteidigen. Nicht nur die des überlegenen intellektuellen Wissenschaftlers – er ist auch Doktor der Philosophie -, sondern auch die des autoritären, souveränen Single-Mannes von rund 50 Jahren. In diese Fassade verliebt sich Eleanor, die nie einen Vater hatte. Und als Gladys Montague auftaucht, kann man die Enttäuschung in Montagues und Eleanors Stimmen förmlich sehen.

Es sind die Extremsituationen, in denen die Qualität der Dramaturgie und der Sprecher auf die Probe gestellt wird. Einmal wettert Eleanor gegen den unsichtbaren Hausgeist – High Crain – so lange und deklamierend, dass es theatralisch wirkt. Die andere dramatische Situation, auf der Spitze der Wendeltreppe, ist jedoch sehr gelungen. Eine Szene zum Nägelbeißen.

Anlass, sich das Lachen nzu verbeißen, bieten jedoch die beiden Dudleys. Er ist ein alter Griesgram, der die arme Nell mit finsteren Andeutungen erschreckt. Und sie spult bei jedem Gast ihren düsteren Standardspruch herunter, als wäre sie ein Roboter. Thea äfft sie erfolgreich nach.

|Musik und Geräusche|

Die Geräuschkulisse ist diesmal besonders aufwendig gestaltet, denn es gilt nicht nur, die freie Natur des Parks nachzubilden – inklusive Kaninchen -, sondern auch die vielfältigen und äußerst ungewöhnlichen Geräusche des Spuks im Innern des Gebäudes. Da zieht der Tonmeister alle Register, wenn der Poltergeist gegen Eleanors Zimmertür anrennt oder eine grollende Bestie durchs Unterholz des Parks schleicht. Eine zweite Ebene bilden die verschiedenen Geisterstimmen, die es zu verfremden galt.

Die Musik ist bühnenreif und erreicht stellenweise durchaus Filmniveau, wie man es aus Hollywood kennt. Sicherlich hat Marc Gruppe die beiden Verfilmungen durch Robert Wise und Jan de Bont studiert. Die musikalischen Motive sind sowohl untermalend eingesetzt als auch als Pausenfüller. Als solche Intermezzi bereiten sie häufig die emotionale Stimmung der kommenden Szene vor. Zweimal erklingt ein locker-flockiges Pianostück, das direkt aus „Casablanca“ („As time goes by“) stammen könnte, wenn es nicht so kunstvoll auf Jazz getrimmt worden wäre.

_Unterm Strich_

In einem sich langsam hinsichtlich Horror und Spannung steigernden Hörspiel entfaltet sich die in den unterschiedlichen Charakteren angelegte Psychologie, genau wie in der Buchvorlage. Manche Entwicklungssprünge wie etwa bei Thea werden nicht ganz plausibel, aber dafür steht Eleanor zunehmend im Vordergrund. Das erschreckende Finale wird folgerichtig, aber dennoch überraschend herbeigeführt.

Der Klassiker der Gruselliteratur wurde somit ziemlich gut umgesetzt. Dazu tragen ganz wesentlich die professionellen Sprecher bei, aber auch in hohem Maße die realistischen Geräusche und besonders die filmreife Musik. Allein dieser Aufwand und die Überlänge könnten rechtfertigen, dass der Käufer jetzt doppelt zur Kasse gebeten wird: nämlich jeweils einmal für Teil 1 und Teil 2.

Wer die erwähnten Entwicklungssprünge vermeiden und tiefer in die Geheimnisse von Hill House eindringen möchte, dem sei der Gruselklassiker in [Buchform 368 wärmstens ans Herz gelegt.

|Originaltitel: The Haunting of Hill House, 1959
Aus dem US-Englischen übersetzt von Wolfgang Krege
Je 1 CD, zusammen ca. 118 Minuten|

_Das |Gruselkabinett| auf |Buchwurm.info|:_

[„Carmilla, der Vampir“ 993 (Gruselkabinett 1)
[„Das Amulett der Mumie“ 1148 (Gruselkabinett 2)
[„Die Familie des Vampirs“ 1026 (Gruselkabinett 3)
[„Das Phantom der Oper“ 1798 (Gruselkabinett 4)
[„Die Unschuldsengel“ 1383 (Gruselkabinett 5)
[„Das verfluchte Haus“ 1810 (Gruselkabinett 6)
[„Die Totenbraut“ 1854 (Gruselkabinett 7)
[„Spuk in Hill House“ 1866 (Gruselkabinett 8 & 9)
[„Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ 2349 (Gruselkabinett 10)
[„Untergang des Hauses Usher“ 2347 (Gruselkabinett 11)
[„Frankenstein. Teil 1 von 2“ 2960 (Gruselkabinett 12)
[„Frankenstein. Teil 2 von 2“ 2965 (Gruselkabinett 13)
[„Frankenstein. Teil 1 und 2“ 3132 (Gruselkabinett 12 & 13)
[„Die Blutbaronin“ 3032 (Gruselkabinett 14)
[„Der Freischütz“ 3038 (Gruselkabinett 15)
[„Dracula“ 3489 (Gruselkabinett 16-19)
[„Der Werwolf“ 4316 (Gruselkabinett 20)
[„Der Hexenfluch“ 4332 (Gruselkabinett 21)
[„Der fliegende Holländer“ 4358 (Gruselkabinett 22)
[„Die Bilder der Ahnen“ 4366 (Gruselkabinett 23)
[„Der Fall Charles Dexter Ward“ 4851 (Gruselkabinett 24/25)
[„Die liebende Tote“ 5021 (Gruselkabinett 26)
[„Der Leichendieb“ 5166 (Gruselkabinett 27)

James Siegel – Entgleist. Thriller (Lesung)

Ein braver Werbefachmann und Familienvater gerät durch die Verlockungen des Sexus auf moralische Abwege. Womit er nicht gerechnet hat: Er wird wohl für den Rest seines Lebens erpresst. Wenn er nicht schnellstens einen Ausweg findet, hat er die Zukunft seiner kranken Tochter verspielt. Ein Albtraum nimmt seinen Anfang.

Der Autor
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Libba Bray – Kartiks Schicksal (Der geheime Zirkel 3 – Hörbuch)

Trilogie-Finale: Entscheidungsschlacht in der Winterwelt

England anno 1894: Die 16-jährige Gemma wird auf der „Spence-Akademie“ zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Um dem strengen Schulalltag zu entkommen, gründet sie mit ihren Freundinnen einen geheimen Zirkel. Als die Mädchen das Tagebuch einer ehemaligen Schülerin finden und darin lesen, wird Gemma von unerklärlichen Visionen heimgesucht, die sie in das magische REICH entführen.

Das REICH ist wunderschön und von großer Anziehungskraft, so dass auch Gemmas Freundinnen Felicity, Ann und Pippa Zutritt begehren. Nur Gemma als Vermittlerin kann ihnen den Übergang ins REICH gestatten. Als die Lehrerin Miss Moore das Tagebuch einer früheren Schülerin findet, erfährt Gemma, welche Rolle sie für das REICH spielt: Sie ist die Gebieterin. Doch ihre Widersacherin ist Circe, die Zauberin.

Band 2:

Inzwischen ist Gemma 17 Jahre alt und schon in heiratsfähigem Alter. Nach dem Verschwinden Pippas im REICH und Gemmas Zerschlagen der Runen ist das Gleichgewicht des REICHES zerstört, die Magie ist frei und für jeden Missbrauch empfänglich. Zusammen mit ihren Freundinnen und Miss Moore versucht Gemma, das Gleichgewicht wiederherzustellen, indem sie den Tempel aufsucht und die Magie erneut bindet.

Doch der geheimnisvolle Orden der Rakshana und der weibliche Orden des aufgehenden Mondes trachten danach, dass Gemma die Magie für ihre jeweils eigenen Zwecke bindet. Gemma muss sehr viel lernen, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Unterdessen versucht Circe, sie im REICH zu täuschen und zu Fall zu bringen, bevor sie den Tempel erreicht. Doch wer ist diese Zauberin überhaupt? Gemma unterläuft ein folgenschwerer Irrtum.

Band 3:

Gemma hat Circe gebannt, und dennoch dauern ihre Visionen an. Eine geheimnisvolle Frau lässt ihr darin verschlüsselte Botschaften zukommen. Auch die verstorbene Eugenia Spence versucht, auf diese Weise mit ihr in Kontakt zu treten. Gemma verschließt sich den Botschaften. Doch die Visionen werden immer drängender, und als die Rakshana-Sekte Gemmas Bruder Tom in ihren Kreis aufnimmt, hat sie keine Wahl mehr: Sie muss in die magische Winterwelt reisen und das Gleichgewicht des Reiches wiederherstellen. Eugenia Spence verspricht, ihr zur Seite zu stehen. Doch kann Gemma ihr vertrauen?
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Libba Bray – Circes Rückkehr (Der geheime Zirkel 2 – Hörbuch)

Auf dem Prüfstand: die Hüterin der Magie

England anno 1894: Die 16-jährige Gemma wird auf der „Spence-Akademie“ zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Um dem strengen Schulalltag zu entkommen, gründet sie mit ihren Freundinnen einen geheimen Zirkel. Als die Mädchen das Tagebuch einer ehemaligen Schülerin finden und darin lesen, wird Gemma von unerklärlichen Visionen heimgesucht, die sie in das magische REICH entführen.

Das REICH ist wunderschön und von großer Anziehungskraft, so dass auch Gemmas Freundinnen Felicity, Ann und Pippa Zutritt begehren. Nur Gemma als Vermittlerin kann ihnen den Übergang ins REICH gestatten. Als die Lehrerin Miss Moore das Tagebuch einer früheren Schülerin findet, erfährt Gemma, welche Rolle sie für das REICH spielt: Sie ist die Gebieterin. Doch ihre Widersacherin ist Circe, die Zauberin.

Fortsetzung: Inzwischen ist Gemma 17 Jahre alt und schon in heiratsfähigem Alter. Nach dem Verschwinden Pippas im REICH und Gemas Zerschlagen der Runen ist das Gleichgewicht des REICHES zerstört, die Magie ist frei und für jeden Missbrauch empfänglich. Zusammen mit ihren Freundinnen und Miss Moore versucht Gemma, das Gleichgewicht wiederherzustellen, indem sie den Tempel aufsucht und die Magie erneut bindet.

Doch der geheimnisvolle Orden der Rakshana und der weibliche Orden des aufgehenden Mondes trachten danach, dass Gemma die Magie für ihre jeweils eigenen Zwecke bindet. Gemma muss sehr viel lernen, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Unterdessen versucht Circe, sie im REICH zu täuschen und zu Fall zu bringen, bevor sie den Tempel erreicht. Doch wer ist diese Zauberin überhaupt? Gemma unterläuft ein folgenschwerer Irrtum.
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John Sinclair – 164 – Baals Opferdolch (Teil 1 von 2)

Die Handlung:

Ein Hinweis auf das Testament des legendären russischen Heilers Rasputin führte uns zu einem Kloster in der Nähe von St. Petersburg. Auch unser Erzfeind Akim Samaran war auf der Jagd nach dem Testament. Um es zu erlangen, war er sogar bereit, sich mit dem Götzen Baal zu verbünden! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 403 gemacht, das erstmalig am 24. März 1986 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

„Gebt mir ein ‚O‘!“ … war der erste Gedanke, den ich hatte, nachdem ich das Cover gesehen habe. Was auch immer das da ist, es bleibt ein Geheimnis. Vielleicht ist der Zeichner damals ausgerutscht und hat versucht den Fehler zu … vertuschen … oder er wollte nur einfach auf den Dolch hinweisen, der in der Mitte zu sehen ist. Wie werden es nie erfahren.

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Libba Bray – Gemmas Visionen (Der geheime Zirkel 1)

‚Der geheime Garten‘ trifft ‚Club der toten Dichter‘

England im 19. Jahrhundert: Die 16-jährige Gemma wird auf der „Spence-Akademie“ zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Um dem strengen Schulalltag zu entkommen, gründet sie mit ihren Freundinnen einen geheimen Zirkel. Als die Mädchen das Tagebuch einer ehemaligen Schülerin finden und darin lesen, wird Gemma von unerklärlichen Visionen heimgesucht. Und die scheinen mit dem ausgebrannten Ostflügel des Internats zusammenzuhängen …

Die Autorin

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Stephen King – Das Mädchen (Lesung)

Muss man noch etwas über Stephen King sagen? Vermutlich nicht, nur dass der erfolgreichste Horrorschriftsteller sich in den letzten Jahren bemüht hat, nicht mehr nur Genre-Horror zu schreiben, sondern sein Spektrum Richtung klassischer englischer Erzählliteratur auszudehnen. Zu diesen – nicht immer einhellig begrüßten – Ausflügen gehören „Dolores“, „Der Buick“ und eben auch „Das Mädchen“. Schrecken und Grauen (keineswegs das Gleiche) haben viele Gesichter. Für King haben Monster ausgedient.

„Die Welt hat Zähne. Und mit denen beißt sie zu, wann immer sie will.“ Diese elementare und niederschmetternde Erfahrung muss in diesem Hörbuch ein Mädchen machen, das nur neun Jahre alt ist (und groß für sein Alter): Patricia McFarland. Kaum ist sie vom Weg abgewichen, zeigt sich eben jene Welt in den Wäldern auf gnadenlose Weise. Aber Trisha hält durch, gerade mal so. Dieses fabelhaft produzierte Hörbuch bietet die ungekürzte, musikalisch und akustisch untermalte Lesung zweier Spitzenkräfte der Sprecherszene: Joachim Kerzel und Franziska Pigulla.

Die Sprecherin

Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Akte-X-Star Gillian Anderson („Scully“), hat bereits mit Joachim Kerzel Ken Folletts Hörbuch „Die Leopardin“ gesprochen. Während ihrer Schauspielausbildung in Berlin trat sie als Sprecherin im Hörfunk hervor. Sie verfügt über ein beeindruckendes Gespür für Dramatik: Ganz gleich, ob sie sanft und weich Liebeserklärungen haucht, mit knurrendem Grollen droht oder mit größter Lautstärke Befehle oder Flüche brüllt – stets kommt sie völlig glaubwürdig und lebendig herüber.
Joachim Kerzel ist die deutsche Stimme von Dustin Hoffman, Jack Nicholson und fast allen Stephen-King-Hörbüchern.

Handlung

Die neunjährige Patricia McFarland geht auf einer Wanderung durch die westlichen Wälder und Vorberge Maines verloren. Eigentlich wollte sie ihrer Mutter und ihrem Bruder Pete, die sich vor lauter Streit nicht mehr an Trishas Existenz zu erinnern schienen, nur eins auswischen: Schaut, ich bin weg – macht euch in die Hosen vor Angst um mich! Es ist wie ein kleiner Selbstmord, mit einem Hilferuf als Botschaft. Doch aus dem kleinen Abstecher wird bitterer Ernst, als sich Trisha immer weiter im undurchdringlichen Urwald des westlichen Maine verliert, aus dem kein Weg herauszuführen scheint. Bis zu ihrer Rettung zehn Tage später verliert sie mehr als zehn ihrer mageren 44 Kilo! Mutterseelenallein kämpft sie sich durch eklige Sümpfe und Schwärme von Stechmücken. Und ein wildes Tier schleicht wie ein Gespenst um sie herum. Schließlich hat sie vor lauter Auszehrung und Krankheit Visionen, so etwa vom Gott der Verirrten, der aus Wespen zu bestehen scheint.

Einzig und allein ihr Walkman-Radio bewahrt sie vor dem Untergang. Sie hört die Reportagen von Baseballspielen in Boston, Massachusetts. Zu den Red Sox gehört ihr verehrter Lieblingsspieler Tom „Flash“ Gordon. Sie trägt eine von ihm signierte Baseballkappe und sein Trikot mit der Spielernummer 36 drauf. Sie muss immerzu an ihn denken und die Art, wie er nach einer erfolgreichen Aktion den Zeigefinger gen Himmel reckt. Auf wen oder was zeigt er da bloß? Auf Gott? Nach mehr als einer Woche, völlig entkräftet, beginnt Tom Gordon sie zu begleiten. Er erklärt ihr, wann ihre letzte Chance, dieses Todesspiel für sich zu entscheiden, gekommen ist: „Gott erscheint immer erst in der zweiten Hälfte des neunten [= letzten] Durchgangs“, also kurz vor Schluss. Und so kommt es, dass sich Trisha in einer schier übermenschlichen Anstrengung das Leben bewahren kann. Denn ihr Widersacher, den sie den „Gott der Verirrten“ nennt, stellt sich ihr in letzter Sekunde in den Weg. Aber Tom Gordon hat sie einen Trick gelehrt, mit dem sie sich zu wehren weiß.

Mein Eindruck

Das Leben als tödliches Baseball-Match? Für die junge, tapfere Trisha schon. Und wie viele kleine Kinder reißen von zu Hause aus, weil ihre Eltern geschieden sind und sie die Trennung unerträglich finden, nur um dann in der Drogenszene oder Prostitution zu enden? Das Leben hat Zähne, und es beißt zu, wenn man es am wenigsten erwartet – diese Lektion bekommt Trisha am eigenen Leib zu spüren. Hier nimmt sich Stephen King ohne allzu viel Spezialeffekte des Schicksals der Opfer von gescheiterten Beziehungen an. Die Kinder sind zudem die schwächsten Opfer. Geliebte Idole wie Tom Gordon helfen offenbar nach Kings Meinung, einiges zu überstehen. Tom erzählt Trisha nicht nur vom Leben, sondern auch von Gott. Der hilft dir nur, wenn du bereit bist, dich nicht selbst aufzugeben. Und das schafft das kleine Mädchen – mit knapper Not. Der Glaube an Tom Gordons Gott steht ihrer Neigung entgegen, sich der Lockung des Gottes der Verirrten zu ergeben: der Verzweiflung durch das Aufgeben der letzten Hoffnung. So findet in ihr der ewige Kampf um das Festhalten an einem Sinn für das eigene Leben statt, den jeder, der in Not ist, ausfechten muss.

Es ist der erste, bislang ungenannte Gott, von dem sie als erstes abfällt, weil er sie nicht unterstützt. Es ist der Gott ihres Vaters. Larry Mcfarland, ein Alkoholiker vor dem Herrn, faselte Trish gegenüber etwas von dem „unterschwellig Wahrnehmbar“ vor. Im Original verwendete er wohl das Wort „subliminal“, korrekterweise. Aber im allgemeinen wird der christlich-jüdische Gott (Jahwe) als „das Sublime“ bezeichnet: das Erhabene, das zugleich Schrecken und Schönheit birgt (seit dem 17. Jahrhundert). Aber das „unterschwellig Wahrnehmbare“ ist nichts, auf das man wie Tom Gordon zeigen und sagen könnte: „Seht her – ich hab’s Gott gezeigt.“ Und einen solchen Gott braucht Trisha unbedingt. Denn sonst unterliegt sie, wie sich zeigt, den Schrecken und der Verzweiflung und der Selbstaufgabe, die ihr der Wespengott, der Gott der Verirrten, der „Herr der Fliegen“, anbietet.

In ihrer „rite of passage“ durchläuft Trisha die verschiedenen Stadien der Verzweiflung. Geprüft bis zum innersten Kern, muss sie sämtliche Werte, die ihr die Welt mitgegeben hat, auf den Prüfstand stellen und sich nach dem Ergebnis richten. Die Erkenntnis von Welt und Gott verwandeln sie völlig, und die Eltern, die an ihrem Krankenhausbett wachen, erkennen die neue Trisha kaum wieder – bis auf ihren Vater, dem sie eine Botschaft übermittelt, die nur ein Baseballfan versteht.

Trisha ist mit Sicherheit die glaubwürdigste weibliche Figur, die King je geschaffen hat, obgleich es sich zunehmend um eine metaphysisch stattfindende Reise handelt, die King erzählt. Seine Prosa war selten so angemessen und wirkungsvoll, auch wenn ab und zu auktoriale Absätze mit Erklärungen eingeschoben sind. Er scheut sich nicht, die peinlichsten Situationen zu schildern und bricht (nur amerikanische?) Tabus, wenn er ein kleines weißes Mädchen Wörter wie „Scheiße“, „Zum Teufel“ und sogar „Fuck you!“ sagen lässt. (Okay, diese Sachen hat sie eigentlich von ihrer Freundin Pepsi Robichaux.) Und er lässt sie sogar in ihre eigene Kacke fallen, wovon sie natürlich nie ein Sterbenswörtchen verraten würde. Die deutsche Übersetzung von Wulf Bergner nimmt ebenso kein Blatt vor den Mund. So geht nichts von der sprachlichen Wucht des Textes verloren, der sich kein Leser entziehen kann.

Die beiden Sprecher wechseln sich ab. Das Buch ist ja in „Durchgänge“ eingeteilt, also Innings wie bei einem zünftigen Baseballmatch. Jeder spricht ein oder zwei solcher Durchgänge. Man kann dadurch sehr gut ihre individuelle Vortragsweise vergleichen. Kerzels Stimme ist natürlich bassbetont, verfügt aber auch über die Fähigkeit, sich in erstaunliche Höhen emporzuschrauben, um Trishas Kinderstimme wiederzugeben. Man könnte nicht sagen, dass er bestimmte Passagen besser oder schlechter liest als seine Kollegin, aber er trägt den Text definitiv schneller vor. Ich hatte den Eindruck, dass er Reisepassagen bevorzugt, während Pigulla überlegende Passagen vorzieht, die Trishas ‚inner space‘ widerspiegeln. Mit ihrem Gespür für Dramatik setzt Pigulla vor allem das Tempo als Haupteffekt ein: sie verzögert vor wichtigen Wörtern oder Sätzen. Sie wispert, kreischt, jauchzt und brüllt – Letzteres in jenes virtuelle Mikro, das die Basellballmatches in Trishas Walkman überträgt. Der Mikro-Effekt wird sehr wirkungsvoll eingesetzt. Meist sind es die bekannten Sportkommentatoren, die Trisha im Radio hört und die sie alle bewertet. Der Mikro-Effekt erlaubt es der Sprecherin, größte Lautstärke einzusetzen. Am besten hat mir gefallen, wenn sie Trisha „Yeah, baby!“ rufen ließ. Die Musik wechselt je nach Anlass und Stimmung – von Hardrock für Action bis hin zu heiterer, trauriger oder angespannter Instrumentierung. Zu den eingesetzten Geräuschen gehören Donnerschläge, aber auch das Zirpen von Grillen oder Heuschrecken – und natürlich Wespen…

Nachwort

Nach dem Epilog folgt noch ein Nachwort des Autors. Das wird von Ulrich Pleitgen gesprochen, was nirgends auf der CD vermerkt ist. King bedankt sich bei den Experten, ist aber selbst ein Fachmann für Baseball. Sein eigener Sohn Owen spielt(e) in der Little League mit – er könnte das Vorbild für Trisha gewesen sein.

Das Hörbuch

Aufgrund der zahlreichen Effekte und der Musikuntermalung rückt dieses Hörbuch schon in die Nähe einer dramatischen Inszenierung, wie sie ein Hörspiel darstellt, nur dass im Hör- oder Radiospiel die Rollen von verschiedenen Sprechern vorgetragen werden. Aber auch so ist „Das Mädchen“ eine höchst dramatische Angelegenheit. Dass es Leser gibt, die diese Erzählung für das langweiligste Buch halten, das sie je von Stephen King gelesen haben, erscheint angesichts der Dramatik, die die Geschichte entwickelt, beinahe unglaublich. Wie auch immer: „Das Mädchen“ kann es an Grauen und Schrecken beinahe mit dem ebenso fabelhaft und effektreich inszenierten Hörbuch „Der Exorzist“ aufnehmen, das Kerzel alleine spricht. Wen diese Aussage verwundert, sei auf das Anhören des entsprechenden Hörbuchs verwiesen. Wer bei einer King-Story auf Berge von Leichen und das eine oder andere UFO oder Alien wartet, dürfte natürlich bitter enttäuscht werden. Das einzige Alien, das hier auftaucht, ist der Wespengott – und der befindet sich zu 99 Prozent in Trishas Einbildungskraft. Die Aliens, die sind wir selber. Was brauchen wir noch UFOs dafür?

Dieses Hörbuch ist seinerzeit (ab 2003) ziemlich teuer gewesen: knapp 45 Euro. Dafür bekommt man schon eine Reihe von DVDs unter 10 Euro. Da aber dieses Buch aus dramaturgischen und ästhetischen Gründen bis auf weiteres nicht verfilmt werden dürfte, stellen Buch und Hörbuch die einzigen Medien dar, in denen man es genießen kann. In der jetzigen Form ist das Hörbuch jeden Cent wert, den man dafür ausgeben muss. In einer Zeit, in der sogar die meisten TV-Filme nur gekürzt gezeigt werden, bietet es zur Abwechslung mal ungekürztes Vergnügen an.

Lesung: 7:25 Std.
Sprecher: Joachim Kerzel, Franziska Pigulla

Anna Gavalda – Ich habe sie geliebt (Lesung)

Die Wonnen und Fallen der Fernliebe

Chloe wurde von ihrem Mann Adrien verlassen und steht nun als Mutter von zwei kleinen Töchtern allein da. Ob all der vergeblichen Opfer, die brachte, muss sie ständig weinen, bis Pierre, der Vater Adriens, sie und ihre Kinder in sein Landhaus mitnimmt. Ausgerechnet der „alte Kotzbrocken“. Er geht für sie einkaufen, kocht ihr ein Abendessen und holt den besten Wein aus dem Keller – erstaunlich. Schließlich erzählt er ihr von der großen Liebe seines Lebens, zu der er sich nie zu bekennen wagte, von heimlicher Untreue und nie wiedergutzumachender Schuld, von gestohlenem Glück und den ungelebten Träumen.

Die Autorin
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Die drei ??? Kids – 24 Tage Weihnachtsspuk (Adventskalender 2023)

Die Handlung:

Der Bürgermeister von Rocky Beach hat sich eine besondere Weihnachtsaktion ausgedacht: einen Adventskalender, der alle Bewohner auf eine spannende Rätsel-Schnitzeljagd schickt. Doch dann passieren merkwürdige Dinge und die drei ??? stecken mitten in ihrem nächsten Fall. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Letztes Jahr im September als Roman (mit coolen Stickern) veröffentlicht, gibts jetzt die Verhörspielung. Und das gleich auf 3 CDs!

Bevors aber für die Jungdetektive losgeht, gibts Tante Mathildas Weihnachtskekse … in Gesichterform! Und Kirschkuchen, denn in Kalifornien kann man den zu jeder Jahreszeit backen. Für Justus und die Hörer gibts auch noch ein Rätsel von Onkel Titus.

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Die drei !!! – Weihnachtspony in Gefahr (Adventskalender 2023)

Die Handlung:

Ein ganz besonderer Adventskalender! Beginne am 01. Dezember, höre jeden Tag ein Kapitel und begleite die drei !!! bei ihrem aufregenden Winter-Weihnachts-Fall. Nicht nur Franzis Pferd Tinka ist begeistert, als in der Nähe der Winklers kurz vor Weihnachten eine Familie mit vielen Islandponys einzieht! Die Besitzer planen eine große Aufführung: ein zauberhaftes Elfenmärchen. Und Kim, Franzi und Marie dürfen dabei sein und verkleidet durch die Manege reiten. Doch dann verschwindet eine große Geldmenge und kurz darauf eins der Pferde spurlos! Will jemand dem Ponyhof schaden? Und können die drei !!! noch rechtzeitig die Ermittlungen aufnehmen? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Im September letzten Jahres konnten !!!-Fans die Story schon als Buchversion erleben, jetzt gibts sie auch vertont als XL-Fall.

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Lloyd, Alexander – Taran – Der schwarze Kessel

Dieses Hörspiel beruht auf dem zweiten Roman eines fünfbändigen Fantasy-Zyklus, der es vielleicht nicht mit Tolkiens „Herr der Ringe“ aufnehmen kann, der aber ebenso stark auf Mythen und Fantasythemen zurückgreift. Und die Hauptfigur Taran, die im Laufe des Zyklus eindrucksvoll heranreift, lieferte wie Tolkiens „Herr der Ringe“ die Vorlage zu einem Zeichentrickfilm.

|Der Autor|

Lloyd Alexander, geboren 1924, ist der Autor der „Chroniken von Prydain“ (= Britannien). Ähnlich wie bei Tolkien, der mit „The Hobbit“ (1937) zunächst eine Fantasy für Kinder schrieb, beginnt auch Alexander mit einer leichtfüßigen Kinder-Fantasy, um dann jedoch schnell auf tiefere, dunklere Themen sprechen zu kommen. Der erste Band sowie Teile des zweiten Bandes fanden Eingang in einen gleichnamigen Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1985: „Taran und der Zauberkessel“.

Der |Taran|-Zyklus

1. „Taran und das Zauberschwein“ bzw. „Das Buch der Drei“ (engl. The Book of Three) (1964)
2. „Taran und der Zauberkessel“ bzw. „Der schwarze Kessel“ (engl. The Black Cauldron) (1965)
3. „Taran und die Zauberkatze“ bzw. „Die Prinzessin von Llyr“ (engl. The Castle of Llyr) (1966)
4. „Taran und der Zauberspiegel“ bzw. „Der Spiegel von Llunet“ (engl. Taran Wanderer) (1967)
5. „Taran und das Zauberschwert“ bzw. „Der Fürst des Todes“ (engl. The High King) (1968) – Gewinner der Newbery Medal, 1969
6. „Der Findling und andere Geschichten aus Prydain“ (engl. The Foundling) (1973) – Sammlung von Kurzgeschichten, die in Tarans Welt Prydain spielen

|Die Sprecher|

„Der schwarze Kessel“ ist eine Produktion des Südwestrundfunks Baden-Baden aus dem Jahr 2004. Die Hörspielbearbeitung besorgte Andrea Otte, die Dramaturgie Klaus Schmitz, die Regie führte Robert Schoen. Die stilechte Musik trug „der deutung und das ro“ bei, die auch schon woanders in Erscheinung traten.

Die Namen der Sprecher sind mir leider nicht vertraut, eine Ausnahme bieten lediglich Tommi Piper und Christian Redl. Doch die eine oder andere Stimme habe ich bereits in Fernsehproduktionen gehört, so etwa Rolf Schult als deutsche Stimme von Anthony Hopkins. Er spricht den Zauberer Dallben.

Erzähler: Jürgen Hentsch

Taran: Tim Sander

Eilonwy: Natalie Spinell (Aussprache: e’lónwi)

Dallben: Rolf Schult ( da[stimmloses th]ben)

Fflewdur Fflam: Jens Harzer ( flodjir flam)

Fürst Gwydion: Tommi Piper

Gurgi: Joachim Kaps

Doli: Michael Habeck ( dolí)

Adaon: Oliver Stokowski ( a’daun)

Ellidyr: André Szymanski ( echi:dir)

Gwystyl: Carl Heinz Choynski (gwistil)

König Morgant: Christian Redl

Orddu / Orwen / Orgoch: Eva Weißenborn (or[stimmhaftes th]i:, orwen, orgoch)

_Handlung_

Der Waisenjunge Taran lebt als Hilfsschweinehirt beim Schmied Coll und einem Magier namens Dallben. Der Magier hütet das magische „Buch der Drei“, das Taran nicht anfassen darf, selbst wenn der Zauberer, wie so oft, mal wieder schlafend meditiert.

Doch die friedlichen Jahre, die auf das Ende seines ersten Abenteuers folgten, haben jäh ein Ende, als sich verschiedene hohe Herrschaften auf dem Gehöft von Dallben und Taran einfinden. Fürst Gwydion hat eine Ratsversammlung beim Zauberer Dallben einberufen. Der Feldherr von Hochkönig Math fordert die anderen Fürst auf, auf eine gefährliche Mission ins Reich Annuvin des Todesfürsten Arawn zu ziehen. Solange Arawn mit Hilfe des magischen schwarzen Kessels weiterhin Zombiekrieger erzeugen könne, werde Prydain nicht sicher sein vor seinem Angriff. Und in letzter Zeit sei Arawn sogar dazu übergegangen, nicht nur Tote zu Kesselkriegern zu machen, sondern auch Lebende, die er einfangen und töten lasse.

Auf dem Feldzug gerät Taran ständig mit dem hochmütigen Prinzen Ellidyr aneinander, der es wirklich auf den „Schweinejungen“ abgsehen hat. Nur Adaon, der Sohn des obersten Barden Taliessin, hilft den Gefährten. Und auch um den Feldzug ist es nicht gut bestellt, denn als Doli, der Zwerg, der sich unsichtbar machen kann, vom Dunklen Tor, dem Eingang zu Annuvins, zurückkehrt, berichtet er, der schwarze Kessel sei gar nicht dort, wo man ihn erwartet habe. Er ist weg!

Doch ein weiterer Zwerg namens Gwystyl beziehungsweise dessen Rabe Kaw wissen, wo sich der Kessel jetzt befindet: in den Marschen von Morva. Und wer wohnt dort? Drei alte Hexen namens Orddu, Orgoch und Orwen, die über Zauberkräfte verfügen. Tarans Gefährten und er selbst entgehen erst dann dem traurigen Schicksal, gefressen oder als Kröten zertreten zu werden, als Taran erwähnt, dass er in der Obhut des Zauberers Dallben lebt. Die drei Hexen erinnern sich sehr gut an das Knäblein Dallben: Sie haben es selbst aufgezogen.

Zwar entdecken die Gefährten den schwarzen Kessel tatsächlich auf dem Grund und Boden der Hexen, doch das nützt ihnen gar nichts. Sie bekommen ihn nur gegen einen hohen Kaufpreis: Taran muss die Spange des Wissens hergeben, die ihm der Barde Adaon in Verwahrung gegeben hatte, als er nach der Schlacht starb.

Doch das ist noch gar nichts gegen den Preis, den der schwarze Kessel für seine Zerstörung fordert: Ein lebendiger Mensch muss freiwillig in den Kessel springen, dieser werde daraufhin zerbersten. Tatsächlich: Hämmer und Stangen richten gegen das magische Monstrum nichts aus, und so müssen ihn die Gefährten durch die Lande zu Fürst Gwydion schleppen, denn der werde schon Rat wissen.

Allerdings haben sie die Rechnung ohne den Ehrgeiz des Prinzen Ellidyr gemacht.

_Mein Eindruck_

Das Hörbuch lässt sich knapp einer Stunde anhören, und doch hat man das Gefühl, eine ausgewachsene, tief gehende Geschichte erfahren zu haben. Das liegt daran, dass es hier nicht mehr darum geht, Wissen und Gefährten zu erwerben, um schließlich damit den eindeutig erkennbaren Gegner von der Gegenseite zu überwinden.

Diesmal sind die Gegner in den eigenen Reihen zu finden: falscher Ehrgeiz, Ruhmsucht und mehrfacher Verrat vereiteln um ein Haar den Erfolg der Guten, die auf der Seite von Recht und Gesetz stehen. Fürst Arawn tritt überhaupt nicht in Erscheinung, allenfalls seine Häscher, die Kesselkrieger. Und so müssen schon bald die Besten dafür büßen, unter ihnen der kluge, seherisch begabte Adaon. Und obwohl er die nahe Zukunft kennt, überlässt er Taran die Entscheidung, wie man weitermachen will: zurück zu Fürst Gwydion oder doch in die Marschen von Morva?

Dieses Taran-Abenteuer ist sowohl sehr spannend als auch anrührend. Das Fazit, das Gwydion und Taran am Schluss ziehen, ist relativ niederschmetternd: Dies ist also die Welt eines Mannes, eine Welt aus Verrat, Blut, Niedertracht und falschem Ehrgeiz. Kann dies alles sein? Nicht wenn man dem Pfad der Ehre und der Wahrheit und der Liebe folgt, sagt Gwydion.

Doch Liebe hat Taran noch nicht kennen gelernt, allenfalls indirekt durch Adaon. Der war nämlich mit Prinzessin Arian Llyn verlobt, und das Unterpfand ihrer Liebe war eben jene Spange, die Taran für den Zauberkessel hergeben musste und die ihrem Träger seherische Kraft verleiht.

So erwirbt ein Symbol der Liebe ein Werk des Bösen, um dieses der Vernichtung zuführen zu können. Nur ein weiteres Opfer kann die Vernichtung dann auch tatsächlich vollbringen. Doch die Wahl des Freiwilligen fällt ganz anders aus als erwartet.

_Das Hörspiel_

Zur Einstimmung beginnt das Hörspiel mit einem keltisch anmutenden, möglicherweise walisischen Volkslied. Es wird noch des Öfteren im Hintergrund angespielt und stammt von einem Duo mit einem bemerkenswerten Namen: „der deutung und das ro“. Dabei handelt es sich um Tobias Unterberg und Robert Beckmann, die bereits die Hörspielproduktion „Schloss Draußendrin“ unterstützten und bei alternativen Bands wie |The Inchtabokatables|, |Milar Mar| oder |Deine Lakaien| mitmischen. Der Zuhörer mit ein wenig Erfahrung in keltisch inspirierter Folk-Musik fühlt sich sofort in selige Zeiten von |Clannad|-Konzerten zurückversetzt. Wo immer man in Irland, Schottland oder Wales als Tourist hingelangt, kann man diese Art von Musik finden. Denn diese Musik ist nicht einfach Touristenattraktion, sondern ein integraler Teil der Identität der keltischen Völker.

Wir sind also schon mal auf der richtigen Baustelle. Sodann entspinnt sich der erste Dialog zwischen Taran, dem hochmütigen Prinzen Ellidyr und Eilonwy. Wenig später tragen die Abenteuer Taran hinfort, bis zum glücklichen Ausgang. Doch bei den walisischen Namen sollte man die Ohren spitzen. Sie sind für unsere Hörgewohnheiten doch recht ungewöhnlich. Siehe dazu meine Aussprachehinweise oben.

Die Stimmen der Sprecher finde ich sehr passend und angemessen. Es gibt kein Zögern, keine falschen Töne, so dass die Sätze ganz natürlich klingen und nicht, als hätte man sie ein Dutzend Mal geübt. Ich war erstaunt, dass Tommi Piper eine derart tiefe und raue Stimme hat, dass er ohne weiteres die Autorität ausstrahlt, die einem Fürsten wie Gwydion gebührt. Bemerkenswert finde ich, dass ein bekannter Schauspieler wie Christian Redl auch einmal Zeit findet, an einem Hörspiel mitzuwirken. Am lustigsten ist sicher die Stimme der quicklebendigen Prinzessin Eilonwy, die Taran in Grund und Boden plappert.

Zu meinem großen Vergnügen gibt es auch ein komödienhaftes Zwischenspiel: der Aufenthalt bei den drei Hexen. Man kann hier durchaus an Shakespeares „wyrd sisters“ am Beginn von „Macbeth“ denken. Tatsächlich spielen die drei Schwestern die Rolle der |parzen| (Schicksalsgöttinnen). Die stimmliche Umsetzung ist sehr gelungen. Orddu verfügt über ein piepsiges Stimmchen, als wäre sie ein Kind. Orwen hat eine relativ normale, mittel-alte Stimmlage, rollt aber das R ganz vorrrtrrefflich. Orgoch als die Älteste hat eine tiefe und heisere Stimme. Zusammen spiegeln die drei Schwestern die Dreifaltigkeit der keltischen Göttin Morrigan wider: die Jungfrau, die Mutter und die Greisin.

Da dies ein Hörspiel ist, gibt es nicht nur Stimmen, sondern – neben der Musikuntermalung – auch Geräusche. Dazu gehören grunzende, quiekende Schweine ebenso wie reißende Harfensaiten. Ständig ist auch das Krächzen des Raben Kaw (sprich: ka’u) zu hören, der sich Taran anschließt. Ein Hang bricht zusammen, und ein Fluss rauscht. Am Schluss erklingen Schlachtgeräusche, Pferdegetrappel und eine mittlere Explosion – das volle Programm.

_Unterm Strich_

„Der schwarze Kessel“ ist ein spannendes Abenteuer, das bereits mehrere unerwartete Wendungen in Tarans Entwicklung enthält und den Helden reifen lässt. Wir wissen immer noch nicht, wer er in Wahrheit ist: ein Findling, aufgezogen von einem anderen Findling, nämlich Dallben. Angesichts der Weisheit und Gerissenheit des Erzählers ist nun mit allem zu rechnen, wenn es in die nächsten drei Abenteuer geht (siehe oben).

Auch diese Hörspiel-Folge besticht wieder durch Professionalität, spannende Unterhaltung und sehr gute Audio-Ausstattung. Das bezieht sich allerdings nicht auf die Ausstattung der CD: Lediglich ein dünnes Faltblatt liegt bei, das uns mit Informationen versorgt. Wahrscheinlich hat der Verlag zugunsten eines niedrigen Verkaufspreises gespart. Das Titelbild ist aber ebenso schön wie das des Buches (es stammt von Geoff Taylor).

|Umfang: 55 Minuten auf 1 CD|

H. P. Lovecraft – Die Musik des Erich Zann (Gruselkabinett 186)

Wirkungsvolle Umsetzung einer klassischen Lovecraft-Story

Frankreich 1921: Seltsame, beunruhigende Streicherklänge ertönen Nacht für Nacht aus dem Mansardenzimmer eines baufälligen Hauses in der Rue d’Auseil. Was hat es mit dem stummen Musiker auf sich, der nie Besuch bekommt und das einzige Giebelfenster stets geschlossen hält? Ein junger Student beschließt, das Geheimnis zu ergründen … (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Hörspiel ab 14 Jahren.

Die Reihe wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet.
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Devon Richter / Nikola Frey / Lars Peter Lueg – Jack Slaughter 1: Tochter des Lichts (Hörspiel)

Horror-Parodie: Der Sound des Höllenhunds

Die erste Horror-Hörspiel-Sitcom!

Im sonnigen Jacksonville erwacht das unsagbar Böse. Waffenfreak und Hobbytaucher Jack Slaughter wird dazu berufen, sich auf einen heiligen Feldzug gegen die Finsternis zu begeben. Wird Jack es schaffen, gegen Dämonen, Monster, Zombies und Vampire zu bestehen? Und warum soll ausgerechnet er die „Tochter des Lichts“ sein? Doch das grauenhafte Schicksal nimmt bereits seinen Lauf!

Das Label empfiehlt die Produktion ab zwölf Jahren.
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Christopher Moore – Die Bibel nach Biff (Lesung)

Der Untertitel des Hörbuches lautet „Die wilden Jugendjahre von Jesus, erzählt von seinem besten Freund“. Denn diese Zeit fehlt bekanntlich in den vier Evangelien, die die Kirche nicht verboten hat. Hatte Jesus vielleicht eine Freundin? Was hat er in seiner Pubertät angestellt? Biff, sein „bester Freund“, hat darüber einiges zu berichten. Man darf sich nicht davon verwirren lassen, dass er Jesus „Josh“ nennt. Und dass im Hörbuch etliche Kapitel des Buches unterdrückt wurden. Merke: Religion ist eine ernste Sache, vor allem dann, wenn’s lustig wird.

Der Autor
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Frank Schätzing – Tod und Teufel (Inszenierte Lesung)

Pfft – tschak! Der Killer mit der Armbrust

Köln im Jahre 1260: Die führenden Patrizier haben sich zu einem Komplott gegen den Erzbischof verschworen, der ihnen ihre Macht geraubt hat. Sie dingen einen skrupellosen Attentäter, der nicht nur den Erzbischof, sondern auch potenzielle Verräter in den eigenen Reihen aus dem Weg räumen soll. Als ein unbeteiligter Dieb per Zufall Zeuge einer solchen Verräterbeseitigung wird, sehen die Patrizier ihre Pläne in Gefahr. Der Attentäter mit der tödlichen Mini-Armbrust heftet sich an die Fersen des Diebes. Aber er hat nicht mit dessen klugen Verbündeten gerechnet …

Der Autor

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Péter Esterházy – Eine Frau (Lesung)

In 97 kurzen Kapiteln erzählt Péter Esterházy von rund 97 Frauen (minus einen Mann). Und so kann man nicht unbedingt von einer Enzyklopädie der ungarischen Frau sprechen, eher von einem Kaleidoskop erotischer Begegnungen. Aber es finden sich auch ernstere Töne, wenn man genau hinhört.

Der Autor
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Bertha Werder – Das Haar der Sklavin (Gruselkabinett 184 )

Magische Teppiche im Orient

Während eines Besuches bei seinem Vetter in Konstantinopel wird der verarmte Weber Hassan auf das Begräbnis einer wunderschönen Sklavin aufmerksam, deren goldenes Haar ihn komplett in seinen Bann zieht. Angetrieben von der Gier nach Reichtum beschließt er, das Haar an sich zu nehmen, um daraus einen ganz besonderen Teppich zu weben. Ein fataler Fehler, wie sich schon bald herausstellen wird … (Verlagsinfo)

Die Autorin
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Zoe le Verdier – Mein Leben in Purpur. Erotische Kurzgeschichte (Lesung)

Romantische Erotik: Crescendo des Begehrens

Die purpurfarbene Bluse ist für ihre Trägerin auf wundersame Weise der Schlüssel zu tiefer Leidenschaft und verbotener Erotik. Wird diese magische Anziehungskraft aber auch stark genug sein, die wahre Liebe zu finden? (Verlagsinfo)

Die Autorin

Zoe le Verdier veröffentlichte 1999 die Erzählsammung „Insomnia“, die von Annalisa Boari aus dem Englischen übersetzt wurde. Die Sammlung trägt den deutschen Titel „Schlaflos“ und erschien im Jahr 2000 bei |Bastei-Lübbe|. Die Audiofassung wurde 2001 von Zentaur-Film in Berlin erstellt und im August 2005 bei |Lübbe Audio| veröffentlicht. Von Zoe le Verdier erschien zeitgleich auch das Hörbuch „Vertrauen“.
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H. P. Lovecraft – Kalte Luft (Gruselkabinett 126)

Kalte Luft und ihr verhängnisvolles Ausbleiben

Durch einen Zufall lernt James Russell in einem New Yorker Appartement-Haus im Jahr 1923 seinen reichlich merkwürdigen Nachbarn kennen, der in der Wohnung über ihm wohnt. Es ist der sehr zurückgezogen lebende alte Arzt Dr. Munoz… (Verlagsinfo)
H. P. Lovecraft – Kalte Luft (Gruselkabinett 126) weiterlesen

Zoe le Verdier – Vertrauen. Erotische Kurzgeschichte (Lesung)

Ein Reigen von Treue und Begehren

Die bedingungslose Liebe zu seiner Frau geht für Tom so tief, dass er Gail ein erotisches Abenteuer mit seinem eigenen Bruder Joe gestattet. Als er aber als Voyeur tatsächlich deren Lust und Begierde miterlebt, wird sein Vertrauen in Gail auf eine harte Probe gestellt.

Die Autorin

Zoe le Verdier veröffentlichte 1999 die Erzählsammung „Insomnia“, die von Annalisa Boari aus dem Englischen übersetzt wurde. Die Sammlung trägt den deutschen Titel „Schlaflos“ und erschien im Jahr 2000 bei |Bastei-Lübbe|. Die Audiofassung wurde 2001 von Zentaur-Film in Berlin erstellt und im August 2005 bei |Lübbe Audio| veröffentlicht. Von Zoe le Verdier erschien zeitgleich auch das Hörbuch [„Mein Leben in Purpur“. 1716
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