Teil 1: 351 MB, 4:09 h, 47 Tracks
Teil 2: – erscheint am 14.02.2012 –
Teil 3: – erscheint am 06.03.2012 –
Teil 4: – erscheint am 27.03.2012 –
Die Handlung:
Das Jahr 3460. Die Milchstraße steht unter der Herrschaft des technisch überlegenen Konzils der Sieben. Leticron, der oberste Helfershelfer der Invasoren, erstickt jeden Widerstand mit eiserner Faust. Die wenigen Menschen, die seinen Truppen entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da keimt unerwartet neue Hoffnung. Kroiterfahrn, der todkranke Angehörige des bislang unbekannten Konzilvolks Greikos, trifft in der Galaxis ein. Er glaubt, eine Insel des Friedens und des Wohlstands vorzufinden, geschaffen von der gütigen, gerechten Hand des Konzils. Wird es den Menschen gelingen, ihm die Augen für die Wahrheit zu öffnen? Erde und Mond treiben währenddessen nach der misslungenen Flucht durch den Hyperraum weiter im »Mahlstrom der Sterne«, einer unendlich weit entfernten Region des Alls. Noch wärmt das Licht hunderter Atomsonnen die Urheimat der Menschen – doch Perry Rhodan weiß, dass er eine neue Sonne für sie finden muss. Rhodans einzige Hoffnung sind die erklärten Feinde der Terraner.
(Verlagsinfo für die komplette Silber Edition 80)
Dieser Teil:
Pyramiden-Raumer des Konzils sind auf Olymp und Ertrus gelandet und die Laren bereiten die dritte Phase ihrer Invasion vor.
Mein Eindruck:
Auf gehts in die letzte Runde in der Auseinandersetzung mit den Laren, denn dies ist die letzte Silber Edition des Zyklus „Das Konzil“. Aber es geht nicht mit der Erde und auch nicht mit Perry Rhodan weiter. Vielmehr geht es in diesem ersten Teil der „Menschheit am Scheideweg“ darum, wie andere Völker der Milchstraße die Invasion der Konzilsvölker und der Laren im Speziellen erleben und damit umgehen.
Auf Olymp wollen die Laren aus einem Okrill eine neue Rasse züchten, die elektronische Fallen wittern und Personen trotz Maskierung erkennen kann. Das könnte auch Anson Argyris zum Verhängnis werden. Der Vario-500 trägt derzeit eine Springer-Maske.
Und auch auf Ertrus ist eine schwarze Pyramide gelandet, in die Mitglieder des Ertrusischen Beifreiungskommitees eindringen wollen. Und genau in dem Moment als sie das tun, endet dieser Teil der Silber Edition mit einem „My God! It’s full of stars!“-Moment, der leichte Ungeduld und ein wenig Ärger schürt. Zumindest bei den Hörern, die einen Handlungsfortschritt vermissen.
Es ist sicherlich interessant zu erfahren, wie es den anderen Völkern der Milchstraße ergeht, dennoch empfand ich es als etwas in die Länge gezogene Ablenkung von Perry und der „verschwundenen“ Erde, deren Schicksal mich wesentlich mehr interessiert. Dass am Ende alle (Wichtigen) überleben werden, ist eh klar … ist ja auch immer so.
Das Hör-Erlebnis:
Auch wenn es nicht um Perry und die Erde geht, versteht Tom Jacobs mit seiner Interpretation der Handlung, den Zuhörer gut zu unterhalten. Seine Überschweren sind lautstark und druckvoll, sein larischer Oberbefehlshaber Kratos-Pyr klingt aufgebracht und herrisch und sein Rebell Roctin-Par klingt sympathisch.
Je nachdem wie es die Stimmung der Charaktere und die Dramatik der Situation verlangt, variiert Jacobs seine Sprechgeschwindigkeit und steigert dadurch schnell die Spannung. Gehetzt, genervt, verängstigt oder unsicher … alle Gefühle werden dem Hörer glaubhaft und authentisch vermittelt.
Die Effekte – Der Hintergrund
Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.
Die MP3s
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten Silber Edition beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 675 „Monumente der Macht“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1425 x 1421 bei.
Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.
Mein Fazit:
Diesmal stehen weder Perry Rhodan noch die versetzte Erde im Mittelpunkt. Vielmehr erfahren wir, wie es den anderen Völkern der Milchstraße ergeht. In diesem Teil geht es um die Planeten Olymp und Ertrus, auf denen die Laren ihre Invasion vorantreiben wollen.
Für die einen ein Lückenfüller, für die anderen ein interessanter Seitenblick über den Terra-Rand hinaus, um auch eine Sicht auf das Schicksal der anderen zu werfen. Vom Sprecher bestmöglich in Szene gesetzt, wirds hier auch gern mal laut.
MP3-Download mit ca. 351 MB Größe Spieldauer der Lesung: 4:09 h Anzahl der Tracks: 47 Sprecher: Tom Jacobs ISBN-13: 978-3943393170
www.einsamedien.de
www.perry-rhodan.net
Hinweis: Die Silber Edition 80 wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 27. März 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.
Nils Holgersson ist ein Tunichtgut. Erst als ein Wichtelmännchen ihn in einen Däumling verwandelt und er sich den Wildgänsen anschließt, machen ihn die vielen Abenteuer bei den Tieren zu einem guten Menschen. Am Schluss revanchiert er sich dafür, zum Lohn wird er in einen Menschen zurückverwandelt.
Bei einem Malkurs lernt Bob den sympathischen und begabten Denzel Hopkins kennen. Der Mann wird plötzlich beschuldigt, ein wertvolles Gemälde gestohlen zu haben. Denzel beteuert, das Bild noch nie gesehen zu haben und unschuldig zu sein. Wie konnte er dann bereits in der Vergangenheit immer wieder ein zentrales Motiv aus diesem Bild malen – die schwarze Sonne? Die drei ??? müssen ihren gesamten detektivischen Spürsinn aufbieten, um diesen Fall zu lösen.
(Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Einen Fall im Kunst-Milieu hatten wir und die drei Detektive ja schon länger nicht mehr zu lösen. Und um Bilder kümmern sich die Jungs dabei offenbar am liebsten. Aber handelt es sich in diesem Fall um einen Kunstraub, Kunstfälschung oder einen schlichten Betrug, den sie im Auftrag der jungen Goldie zu lösen haben? Es scheint und ist alles nicht so einfach zu durchschauen, nicht mal für Justus.
Ständig sind die drei Jungermittler bei ihren Ermittlungen Gefahren ausgesetzt, Feuer und versagende Bremsen am manipulierten Auto bringen sie dabei immer wieder in ernsthafte Bedrängnis. Auch die Verhältnisse der verschiedenen Personen, auf die sie treffen, ist komplexer als erwartet. Schritt für Schritt hangeln sich die Hörer zusammen mit den Detektiven an den sporadisch eingestreuten Hinweisen entlang, um erst gegen Ende den vollen Umfang und die Hintergründe des Falls „Schwarze Sonne“ absehen zu können.
Peter ist hier wieder extrem schissig, Bob zeigt sich von einer eher unbekannten künstlerischen Seite und Justus zeigt, dass er wie immer als Erster und oftmals als Einziger die richtigen Schlüsse aus den ermittelten Erkenntnissen ziehen kann. Da verwundert es nicht, dass selbst Inspektor Cotta nach dem handelt, was Just herausgefunden hat.
Und erst ganz am Ende wird bei Kaffee und Kuchen erklärt, wer denn nun was und warum und wie gemacht oder nicht gemacht hat. Gekrönt wird das Ganze dann von einem mehrteiligen Abschlusslacher.
Das Hörerlebnis:
Soundeffekte und Musik wirken unterstützend und nie aufdringlich oder unnötig streckend. Die Sprecherleistungen sind wie gewohnt souverän und sehr lebendig. Einzig den Greis in der Hafen-Kneipe, den versteht man wirklich super schlecht … nicht mal, wenn man keine störenden Nebengeräusche beim Joggen oder im Auto hat.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Laurence Seinfeld: Wolf Frass
Denzel Hopkins: Tilo Schmitz
Goldie Hopkins: Madeleine Weingarten
Neil Rockwell: Wanja Mues
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Mrs. Summer Hopkins: Regina Lemnitz
Brooks, Galerist: Martin May
Mr. Elroy Follister: Stephan Schwartz
Martha: Hanna Reisch
Dillon: Gregor Reisch
Wayne: Woody Mues
Gefängniswärter: Gosta Liptow
Wirt: Klaus Dittmann
Greis: Jürgen Thormann
Beamter: Monty Arnold
Taxifahrer: Harald Dietl
Technik-Credits:
Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Marco Sonnleitner
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Stahlberg
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack
Trackliste:
1. Der schwarze Riese
2. Goldie
3. Wertvolles Gemälde
4. Schmetterlingsflügel
5. Menschenkenntnis
6. Schwarze Sonne
7. Pappnasen
8. Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?
9. Weißer Spuk
10. Sommerblut
11. Blauer Baum
12. Grünes Huhn
13. Gelber Engel
14. Schwarz und weiß
15. Schuss ins Blaue
16. Rot ist die Liebe
Die Ausstattung:
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für die neue „Die drei ???“-T-Shirt-Kollektion. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 152, „Skateboardfieber“..
Mein Fazit:
Sport- und Kunstfälle sind gern genommenes Futter für die drei Detektive. Hier gehts eine Stunde lang um Bilder und deren Verbleib. Zum Mitraten ist das allerdings nichts, denn der Hörer kann sich bis zum Schluss auch nicht wirklich einen Reim auf die Geschehnisse machen und ist froh, Justus dabei zu haben, der als Einziger den kompletten Durchblick bewahrt.
Eine Folge, die weder besonders gut noch besonders schlecht aus der Masse heraussticht und es natürlich schwerhat, nach dem wirklich tollen Mehrteiler der Folge 150 „Geisterbucht“. Solide und gute Unterhaltung wird hier aber allemal geboten.
1 Audio-CD Spieldauer: 1:05 Std. Tracks: 16 Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren EAN: 0886979232129
www.natuerlichvoneuropa.de
Folge 1: „Tochter des Lichts“
Folge 2: „Tochter des Lichts 2: Professor Dooms Erwachen“
Folge 3: „Das Tor zur Hölle“
Folge 4: „Virus in Jacksonville“
Folge 5: „Am Ende der Welt“
Folge 6: „Im Land der Vampire“
Folge 7: „Dr. Jekyll und Mrs. Hyde“
Folge 8: „Das Herr der Finsternis“
Folge 9: „Die Wurzel des Bösen“
Folge 10: „Werwolf im Schafspelz“
Folge 11: „Im Haus des Todes“
Folge 12: „Der dämonische Hellseher“
Folge 13: „Der Ponyhof des Grauens“
Folge 14: „Draculas großes Comeback“
Folge 15: „Bedrohung aus dem All“ Folge 16: „Asmodianas Todesring“
Die Handlung:
Jack Slaughters Eltern schweben in höchster Lebensgefahr. Die einzige Möglichkeit sie zu retten, besteht darin, ein Turnier gegen die Wunschgöttin des Höllenfeuers zu gewinnen. Doch Lady Asmodiana ist unbesiegbar. Die Verzweiflung lässt Jack und seine Freunde trotzdem in den Todesring treten. Es kommt zu einem tragischen Zwischenfall, der Jacks Herz brechen lässt. Und er begeht einen fatalen Fehler, der ihn mehr kostet als alles Geld der Welt … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Mama und Papa Slaughter sind also beim Spionieren in Russland erwischt und in einen Gulag gesteckt worden, wo sie auf ihre Hinrichtung warten. Dass wir in den letzten Folgen nichts von den beiden gehört haben, ist nicht verwunderlich … Jack hat sie selbst seit seiner Geburt nicht gesehen. Daher konnte ich mich auch nicht entscheiden, ob die Trauer und die Verzweiflung, die Jack am Anfang der Folge ins Mikro tönt, absichtlich übertrieben albern oder einfach nur nicht glaubhaft transportiert wurde. Da aber alle Sprecher hier unglaubwürdig klingen und alles übertrieben slapstickhaft erzählt wird, gehe ich mal davon aus, dass das auch die Absicht der Regie war. Es ist halt eine Comedy, in jeder Gefühlslage.
Und deshalb gehts auch direkt in die Scheidungsauseinandersetzung zwischen Asmodiana und ihrem Noch-Ehemann, dem Teufel persönlich. Was das Ganze jetzt mit Jacks Eltern zu tun hat? Na ja, Asmodiana ist gut drauf und veranstaltet ein Mortal-Kombat-Turnier … wer tut das nicht, wenn er gut drauf ist und bei seiner Scheidung grad ordentlich abgesahnt hat? Und der Gewinner bekommt einen Wunsch erfüllt … das ist also die Gelegenheit für Jack, seine „Eltern, die er nie hatte“ doch noch aus der hoffnungslosen Todeszelle zu bekommen. Die beste Hilfe, die Grandma Abigail dabei für Jackie anbieten kann … sind Schminktipps. Die werden Jack wenig helfen können, falls er auf Professor Doom treffen sollte, der auch am Turnier teilnimmt, um seine Seele wiederzubekommen.
Dass alles dann doch nicht so gradlinig verläuft, wie ichs mir gedacht habe, ist dem Ideenreichtum der Serien-Schöpfer zu verdanken. Die können nicht nur „lustig mit tollen Effekten“, die können auch „kurvenreich zum unerwarteten Ende“.
Das Sound-Highlight der Folge ist das Turnier, bei dem Asmodiana einen Kampf nach dem anderen gewinnt. Und beim Kampf gegen Professor Doom legt sich das Sound-Team beeindruckend ins Zeug.
Das Sprecher-Highlight dieser Folge ist die Gastgeberin des Kampfspektakels, Denise Gorzelanny, die eine herrlich überdrehte Lady Asmodiana gibt. Aber auch die anderen Sprecher folgen dicht auf.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler: Till Hagen
Jean-C. Van Helsing: Thomas Nero Wolff
White Silk: Ulrike Stürzbecher
Jack Slaughter: Simon Jäger
Tony Bishop: David Nathan
Dr. Kim Novak: Arianne Borbach
Hohepriester Chang: Viktor Neumann
Lady Asmodiana: Denise Gorzelanny
Lloyd Skinner: Lutz Mackensy
Grandma Abigail: Gisela Fritsch
Mr. Ming: Fang Yu
Professor Doom: K.Dieter Klebsch
Basil Creeper: Rainer Fritzsche
Flopper: Delphin Mitzi
Bob: Andy Matern
Technik-Credits:
Idee, Konzeption & Story: Lars Peter Lueg
Dialogbücher: Devon Richter & Nikola Frey
Musik, Arrangements, Instrumente: Andy Matern
Weitere Gitarren: Stefan Ellerhorst
Regie, Produktion & Dramaturgie: Lars Peter Lueg
Aufnahmeleitung: Anno Storbeck
Artwork: Alexander Lux, torius
Product Management: dp
Die Ausstattung:
Die in warmen Gelb- und Rottönen bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Im farblich kontrastierenden Look, mit kalten Grüntönen, kommt das Booklet daher. Hier finden wir die Rollen und ihre Sprecher, die Cover der bislang erschienen Folgen sowie die Technik-Credits. Außerdem wird uns erklärt, was Mr. Ming in den ersten 15 Folgen der Serie tatsächlich gesagt hat.
Mein Fazit:
Eine herrlich überdrehte Asmodiana, ein action-gelandenes Sound-Design und eine Story, die nicht so endet, wie der Hörer es erwartet. Das ist eine gute Stunde verschroben komisches Kopf-Kino mit Jackie Slaughter, das gut zu unterhalten weiß.
Audio-CD Spieldauer: 64:31 Minuten Tracks: 15 Empfohlen ab 12 Jahren UPC: 0602527615899
www.jack-slaughter.de
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www.myspace.com/jackslaughtertochterdeslichts
www.folgenreich.deh
www.universal-music.de
Folge 1: „Eine Unze Radium“
Folge 2: „Das sicherste Gefängnis der Welt“
Folge 3: „Mord bei Gaslicht“
Folge 4: „Der Mann, der seinen Kopf verlor“
Folge 5: „Stirb schön mit Shakespeare“ Folge 6: „Die Perlen der Kali“
Die Handlung:
S. S. „Columbia“, auf der Überfahrt von New York nach Southampton. Die Passagiere der ersten Klasse vergnügen sich auf einem Kostümball. Plötzlich wird es dunkel – und als das Licht wieder angeht, vermisst Lady Windermere ihre kostbare Perlenkette. „Sie sind verflucht, die schwarzen Perlen der Todesgöttin Kali!“ erklärt der Maharadscha von Krischnapur. „Aberglauben!“ sagt van Dusen und ermittelt den Täter.
Doch als er diesen ermordet in seiner Kabine entdeckt, wird ihm klar: Der Fall ist viel komplizierter, als er zunächst vermutete … (Verlagsinfo)
Das Hörerlebnis:
Da es sich hier um die Neuauflage einer 1979 erstmalig ausgestrahlten Radio-Produktion handelt, darf man nicht allzu viele Effekte erwarten. Die gibts bei Radiohörspielen eh selten, weil sie in der Regel sehr textlastig sind. „Die Perlen der Kali“ bildet hier keine Ausnahme, aber lässt auch nichts vermissen. Alle Dialoge sind immer lebendig mit Geräuschen unterlegt, die die Szenen passend unterstützen.
Die Überblend- und Hintergrundmusiken passen gut zu der Zeit, in der der Fall spielt und wirken manchmal wie die Tonspur zu einem Stummfilm … einem zum Teil lustigen Stummfilm.
Denn der Erzähler und Chronist von Professor Dr. Dr. Dr. van Dusen führt mit reichlich ironischem Unterton und vielen humorvollen Seitenhieben durch das klassische Kopfkino-Krimi-Programm. sodass der Hörer abwechselnd über den Fall der gestohlenen Perlen grübelt und grinst … oder beides, je nach Belieben.
Friedrich W. Bauschulte gibt wie immer einen hervorragenden van Dusen, der tödlich beleidigt ist, wenn man ihn mit dem (in seinen Augen) völlig überschätzten Shamlock Holmes vergleicht. Er versucht es sich aber nicht anmerken zu lassen und reagiert, indem er die anderen durch seine Art des Umgangs und des dazugehörigen Umgangstons spüren lässt, dass nur er allein den vollen Durchblick hat … ist ja meist auch so.
Nebenbei erfindet er auch noch eine Stoppuhr, die er aber lieber Van-Dusen-Chronograph nennt. Das ist nicht allein die einzige Wissenschaftlichkeit, die van Dusen seinen Zuhörern in der Folge und vor dem CD-Player erzählt. Er hört sich gern reden und anderen ungern zu … von daher ist es nicht überraschend, dass er hin und wieder ein paar längere Monologe hält … halten muss … weil ihm und seinen Gedankengängen ja eh keiner folgen kann. Und so löst er den Fall, der tatsächlich verschachtelter ist als anfangs gedacht, durch eine Art „Assoziations-Wortspiel“, das er mit den Verdächtigen spielt.
Unter den allesamt sehr lebendig und authentisch klingenden Sprechern sticht neben van Dusen Gerd Duwner als (van Dusen nervender) Schiffsdetektiv Prendergast positiv heraus. Ein Rolle, die mich an die des Sam Hawkins aus den Karl-May-Verfilmungen erinnert.
Insgesamt ist diese Folge ein weiterer Klassiker mit dem brillanten Amateur-Detektiv, der hoffentlich in dieser CD-Neuauflage noch mehr Fans gewinnen kann.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Prof. van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Kapitän Harris: Heinz Giese
Schiffsdetektiv Prendergast: Gerd Duwner
Maharadscha von Krischnapur: Klaus Miedel
Lord Wildermere: Manfred Schuster
Lady Wildermere: Ilse Holtmann
Mr. Doberman: Klaus Jepsen
Mrs. Doberman: Helga Lehner
Steward: Thomas Frey
Technik-Credits:
Produzent & Initiator der CD-Auflage: Sebastian B. Pobot, Highscore Music
Skript: Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Aufnahmen: RIAS Berlin
Covergestaltung: Lars Vollbrecht
Illustrationen: Lars Vollbrecht und Gerd Pircher
Product Management: dp
Die Ausstattung:
Die stilvoll und aufwendig bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Als Bonus enthält die CD als letzten und zehnten Track einen Kommentar zu „Die Perlen der Kali“, in dem ein paar interessante Hintergrundinfos zu dieser Folge mit dem Hörer geteilt werden.
Im Booklet-Faltblatt finden wir die Erinnerungen von Michael Koser an Van-Dusen noch mal schriftlich dargelegt. Dazu gibts noch ein paar Fotos und Hintergrundinfos zu Jacques Futrelle und Michael Koser sowie eine Sprecher-und-ihre-Rollen-Aufstellung. Außerdem sehen wir die Cover der bereits erschienen Folgen sowie von zwei kommenden Episoden und Werbung für den van-Dusen-Comic.
Mein Fazit:
Van Dusen auf hoher See ist wie immer Herr jeder Lage. Wissenschaftlich fundiert, begründend monologisiert und herrlich ironisch vom Erzähler kommentiert, gibts eine weitere Kult-Folge des arrogant-genialen Amateur-Detektivs. Seinen Gedankengängen kann wirklich kaum jemand folgen, aber das ist auch gar nicht die Aufgabe des Hörers. Den Professor zu begleiten, reicht völlig aus, um eine knappe Stunde humorvoll und spannend unterhalten zu werden.
1 Audio-CD Spieldauer: 59 Minuten (davon 53 Min. Hörspiel) Tracks: 10 Erstausstrahlung im Radio: RIAS Berlin, 1979 Empfohlen ab 10 Jahren EAN: 0602527699097
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Russland, 1908: Die Region Tunguska wird von einer gewaltigen Explosion erschüttert. War es ein außerirdischer Meteorit? War es eine unbekannte Waffe? Was auch immer es war, es hatte Auswirkungen auf die Anwohner der Region! Denn heute, über 100 Jahre später, reist einer von ihnen nach London und sinnt auf Rache …
(Verlagsinfo)
01 „Wie man seine durchgeknallte Familie überlebt“
02 „Acht Pfeifen an Bord und kein Land in Sicht“
Die Nöte eines Elfjährigen: Rick als Liebessaboteur
Rick ist elfeinhalb Jahre alt und wohnt mit seinem Pa, dessen Kumpel Wutz und Kater Gismo in einer hundertprozentigen Männer-WG! Rick ist Eishockeystürmer und sein Leben wirklich cool, bis sich sein Pa ausgerechnet in Ricks Lehrerin verknallt. Die hat auch noch einen nervigen Sohn, von dem Ricks Pa denkt, sie könnten Freunde werden. Alarmstufe Rot, deshalb schmiedet Rick einen perfekten Plan, damit die zwei sich schnell wieder aus seinem Leben verziehen – doch damit geht der Ärger erst richtig los … (Verlagsinfo)
Der berühmte Wissenschaftler Albert Einstein erzählt selbst kurzweilig und packend von seinem Leben und seinen Forschungen, seiner Liebe zur Physik, seiner Geige und seiner Einstellung zu Atomwaffen und Krieg. In der Schule war er mittelmäßig, beruflich verdiente er jahrelang wenig Geld als Mitarbeiter des Patentamtes. Doch plötzlich kursieren seine Ideen in der ganzen Welt! Wissenschaftliche Texte geben eine Einführung in die Theorien des Physikers, die alle Vorstellungen von Raum und Zeit infrage stellten. Zum Beispiel die Relativitätstheorie. (Verlagsinfo)
Der Verlag empfiehlt diese szenische Lesung ab 10 Jahren.
Teil 1: 363 MB, 4:17 h, 54 Tracks
Teil 2: 315 MB, 3:41 h, 43 Tracks
Teil 3: 372 MB, 4:24 h, 51 Tracks Teil 4: 350 MB, 4:06 h, 49 Tracks
Die Handlung:
Man schreibt den Mai des Jahres 3460. Die Milchstraße ist von den technisch überlegenen Laren und ihren Helfershelfern, den Überschweren, unterjocht. Die wenigen Menschen, die den Invasoren entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da verfällt Leticron, der Führer der Überschweren, auf einen teuflischen Plan: Er bringt das Bewusstsein eines Mutanten in seine Gewalt. Es soll ihm den Weg zum letzten Versteck der Menschheit weisen … Erde und Mond sind derweil verschollen. Der Sprung durch den Hyperraum, der die Heimat der Menschheit in die Sicherheit der Dunkelwolke hatte bringen sollen, endete im unendlich weit entfernten Mahlstrom der Sterne. Aber die Zuflucht im Mahlstrom erweist sich bald als brüchig. Seine Herrscher, das Insektenvolk der Ploohns, fassen die Neuankömmlinge als Bedrohung auf – und ihre Königin schickt eine gewaltige Flotte aus, um die Erde und ihren Trabanten in einen Glutball zu verwandeln …
(Verlagsinfo für die komplette Silber Edition 79)
Dieser Teil:
Tatsächlich entdecken Rhodans Mannen die „Spur des Molkex“ und haben nun gegen die böse Ploohn-Königin einen Trumpf in der Hand, der sie umdenken und umlenken lässt …
Mein Eindruck:
Wie erwartet erleben wir im letzten Teil dieser Silber Edition das (mehr oder weniger) große Finale des Kampfes Rhodan gegen Jaymadahr Conzentryn. Nachdem Ras Tschubais Trupp zwar in die Gefangenschaft der Ploohn-Königin gerät, erlangt er dennoch einen entscheidenden Vorteil: Der Schutz der Ploohns ist aus Molkex … auch wenn die den Stoff anders nennen. Und da Rhodan das Molkex bereits aus dem Konflikt mit den Blues bekannt ist und er ein Gegenmittel hat, braucht er schon bald auf keine Forderung der Königin mehr einzugehen und kann mit dem Hörer zusammen dem weiteren Verlauf des Psychoduells mit ihr (mehr oder weniger) entspannt entgegensehen.
Das Hör-Erlebnis:
Recht schnell wird der Hörer mit einem Grinsen daran erinnert, dass Andreas Laurenz Maier die Ploohn-Königin Jaymadahr Conzentryn als Hitler-Version mit rollendem „R“ und herrischem Ton spricht. Passt schon, ist aber dennoch witzig.
Bei der Veragabe von unterscheidbar klingenden Charaktervariationen legt er sich für meinen Geschmack ein wenig zu sehr ins Zeug, sodass die Stimmen der sich Unterhaltenden manchmal fast schon ein wenig grotesk unterschiedlich klingen. Und da beziehe ich den lispelnden Bugs-Bunny-Gucky gar nicht mal mit ein oder den grollenden Zeus.
Ansonsten gelingt es ihm prima, die Spannung der Handlung zu transportieren und den Hörer als Kriegsberichterstatter durch die finale Konfrontation von Perry und den Insektenwesen zu führen.
Die MP3s und das Booklet
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten Silber Edition beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Diesmal ziert die Front von Band 694 „Die Anti-Molkex Bomben“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.
Als Bonus gibt es wie immer als Zugabe zum letzten Teil das Booklet, das auch der CD-Version beiligt, als PDF-Datei. Hier finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung eines Vier-Mann-Zerstörers der Ploohns, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser Silber Edition enthaltenen Heftromane Nr. 689, 690, 691, 692, 693 und 694. Außerdem gibts am Ende noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 691 zu sehen.
Mein Fazit:
„Die Spur des Molkex“ führt zu den Ploohns und gibt Perry einen Trumpf in die Hände, mit dem er eine große Chance hat, den Konflikt mit den Insektenwesen zu seinen Gunsten zu entscheiden. Aber ob das alles so klappt, wie er sich das gedacht hat, das ist die Frage, die sich spannend durch diesen letzten Teil der Silber Edition zieht. Und da sich alles wirklich erst ganz am Ende auflöst (der Hörer wird dieses „Wortspiel“ dann auch verstehen), bleiben die Stunden des Hörens kurzweilig, was auch der Sprecherleistung zu verdanken ist.
MP3-Download mit ca. 350 MB Größe Spieldauer der Lesung: 4:06 h Anzahl der Tracks: 49 Sprecher: Andreas Laurenz Maier ISBN-13: 978-3943393163 www.einsamedien.de
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„Manche Leute sagen: ‚Es gibt Gespenster‘, manche Leute sagen:‘ Es gibt keine Gespenster‘. Ich aber sage: HUI BUH ist ein Gespenst!“ So beginnt jedes Hörspiel der klassischen Serie und ist der Auftakt zum einleitenden Dialog zwischen Erzähler und dem Schlossgespenst, in welchem dieses Mal übrigens ein wenig abgewichen wird. Statt wie bisher „So steht es für alle Zeiten […] in der Fledermausturmkammertür EINGEBRANNT“, heißt es nun „EINGERITZT“. Wie dem auch sei: Eberhard Alexander-Burgh, seines Zeichens Hörspielautor, konnte damals kaum ahnen, dass seiner Figur ein solcher Erfolg beschieden sein wird, sodass nach insgesamt 23 Folgen der Originalserie mit dem unvergesslichen Hans Clarin als hibbeliges und krakeelendes Gespenst, inzwischen seit 2008 „HUI BUHs neue Welt“ das kettenrasselnde Erbe bei |EUROPA| antrat. Zu dieser hat explizit jener sechste Teil aus den Siebzigerjahren eine besondere Verbindung und direkten Bezug.
_Zur Story_
Ein Gewitter tobt um Schloss Burgeck, trotzdem erscheinen späte Gäste zur Schlossbesichtigung: Die drei Barone Ottokar. Die haben in ihrer alten Familienchronik so viel über Burgeck und sein Gespenst gelesen, dass sie neugierig geworden sind. Ihr Urahn hat seinerzeit mit den Rittern Adolar und Balduin „Schwarzer Peter“ gespielt, bis an einem schicksalsschweren Freitag dem 13. aus Letzterem das Schlossgespenst HUI BUH wurde, weil dieser beim Kartenspiel schummelte. HUI BUH vermeint in ihnen ausgerechnet die Nachkommen desjenigen wieder zu erkennen, der ihn damals vor 400 Jahren verwünschte. Alsdann plant der offensichtlich nachtragende Geist einen späten Rachefeldzug gegen die ahnungslosen Ahnen. Während der Kastellan die Gäste durchs Schloss führt, stellt HUI BUH ihnen in der Gestalt des „Ritters ohne Furcht und Tadel“ nach, schlittert jedoch dabei wie üblich von einem Fiasko ins nächste und landet dabei u.a. sogar in seiner eigenen, just für die Widersacher präparierten Folterkammer. Am Spieltisch vom damals kommt es dann zur Abrechnung.
_Eindrücke_
Da diese Geschichte wieder etwas mehr Licht in HUI BUHs bewegte Vergangenheit bringt, steht sie in der ewigen Hall of Fame des Rezensenten seit ihrem Erscheinen in den Siebzigern weit oben. Doch das allein macht sie nicht aus, sondern ein besonders gut aufgelegter Hans Clarin, der den häufig fehltretenden Schlossgeist auch diesmal wieder hervorragend rüber bringt. Selbstmurmeld – wie HUI BUH sagen würde – steht sich das Gespenst wieder einmal oft selbst im Weg und ist damit eine 1A-Persiflage an Charles Dickens „Das Gespenst von Canterville“, dem auch kein Spuk so recht gelingen will. HUI BUH ist halt nur eine ganze Ecke witziger und steckt zudem voller (arche-)typischer Phrasen und Zitate, wie sie heute im alltäglichen Sprachgebrauch längst keine Verwendung mehr finden – und genau das macht auch einen Teil des Charmes der alten Folgen aus. Glücklicherweise blieben Geräusche und Musik des Originals auch im 2002er Remaster erhalten.
Sekundiert wird HUI BUH von dem nun endlich homogen zusammenspielenden Rest-Team bestehend aus Claus Wilcke (rückblickend betrachtet die Idealbesetzung für König Julius, ohne die anderen – etwa Wolfgang Kieling, Peter Kirchberger und Horst Stark – damit herabsetzen zu wollen), Ingrid Andree als seine Gattin Königin Konstanzia und last but not least Andreas von der Meden als inzwischen vollkommen spukresistenter wie würdevoller Kastellan. Bis sich diese Truppe seit Folge 4 etablierte, war die Sprecherriege doch eher von Wechselhaftigkeit geprägt. Selbst Hans Clarin ist einmal beinahe durch jemand anderen ersetzt worden – Nur Hans Paetsch darf seit Anbeginn mit seiner unverwechselbaren Stimme durch die Geschichten führen. Aber apropos Peter Kirchberger: Auch hier muss der spätere Julius zunächst wieder einmal mit einer HUI BUH Gastrolle Vorlieb nehmen, auch Franz-Josef Steffens und (ein noch sehr junger) Thorsten Sense sind dem |EUROPA|-Hörspiel gestählten Publikum sicherlich nicht unbekannt.
_Die Produktion_
Buch und Konzeption: Eberhard Alexander-Burgh
Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Dr. Beurmann
Regie und Produktion: Heikedine Körting
|Sprecher und Figuren|
Hans Clarin (Hui Buh), Claus Wilcke (König Julius der 111.), Ingrid Andree (Königin Konstanzia), Andreas von der Meden (Kastellan), Hans Paetsch (Erzähler), F.-J. Steffens (Baron Ottokar – Der Großvater), Peter Kirchberger (Baron Ottokar – Der Sohn), Thorsten Sense (Baron Ottokar – Der Enkel)
_Fazit_
Die, mit nur 33 Minuten Laufzeit, kurzweilige sechste Folge aus den frühen Siebzigern liefert ein weiteres wichtiges Mosaiksteinchen aus dem Werdegang von Ritter Balduin zum tolpatschigen Schlossgespenst, auf dem auch Bully Herbigs Kinofilm von 2006 thematisch sehr stark aufsetzt. Bei Folge 9 von „HUI BUH – Neue Welt“ gipfeln diese Ereignisse einstweilen sogar in „Adolars Rückkehr“. Somit ist dieses Hörspiel ein wichtiges Bindeglied zwischen Klassik und Moderne – und ein spaßiges noch dazu. Wie immer stellt sich der lautstarke, prahlerische Geist selbst Beinchen und unterhält damit nunmehr mindestens schon drei Generationen Jung und Alt bestens. „Itso“ zeigt der knochige Rezensentendaumen auch für das 2002er Remaster in die Höhe, welches als physisches Medium allerdings nur noch im Antiquariat zu bekommen ist.
|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 33 Minuten
EUROPA / Sony Music Entertainment, 1973/2002
EAN: 74321920282|
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_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881
Als Eberhard Alexander-Burgh (1928 – 2004) Anfang der Siebziger mit der Arbeit an seinen HUI-BUH-Hörspielen – zunächst für’s Radio und ab 1969 für die |EUROPA|-Studios – begann, konnte er noch nicht ahnen, dass der Figur dermaßen großer Erfolg beschieden sein wird, dass es die ursprüngliche Serie insgesamt auf stolze 23 Folgen bringen würde. Das erscheint rückblickend umso erstaunlicher, da eigentlich nicht einmal eine Fortsetzung des ersten Hörspiels geplant war. In der inzwischen fünften Folge aus dem Jahr 1972 folgte nun ein kleiner Umbruch, nachdem einige (Schlüssel-)Rollen bislang von vielen verschiedenen Sprechern ausgefüllt wurden, hatte sich ab dort eine recht feste Besetzung eingefunden, die sich bis zum Ende nur geringfügig ändern sollte. Heute hat „HUI BUH – Neue Welt“ das Erbe angetreten und ist fast schon so erfolgreich wie das Original mit dem unvergesslichen Hans Clarin in der Titelrolle.
_Zur Story_
Als HUI BUH und König Julius eines schönen Morgens klönen, fällt ihnen ein Schausteller-Wagen ins Auge, der die „Größte Spukschau der Welt“ verheißt. Mehr noch. Die beiden Schausteller Donald und Dorian möchten sogar ein Spektakulum auf Schloss Burgeck abhalten. Das passt dem in seiner Ehre gekränkten Schlossgeist zunächst natürlich überhaupt nicht – schließlich ist ER das einzig behördlich zugelassene Gespenst auf Burgeck. Julius schlägt ein Wettspuken um Mitternacht vor, um zu klären, wer der Bessere sei und ob die beiden die großspurige Inschrift von ihrem Wagen tilgen müssen. HUI BUH legt sich eine Strategie zurecht, den beiden Scharlatanen ordentlich einzuheizen, schafft es auch nach einigen (üblichen) Rückschlägen den Sieg davonzutragen. Dadurch riskiert er allerdings seine Lizenz, denn beim letzten Stunt hat sich HUI BUH entzweit – und kriegt sich nun nicht mehr zusammen. Das ruft die Spukbehörde in Gestalt des gestrengen wie unbestechlichen Beamten Servatius Sebaldus auf den Plan. Auf Schloss Burgeck ist schließlich nur ein EINZIGES Gespenst genehmigt und nicht zwei HALBE.
_Eindrücke_
Das Dreamteam hat ab Folge 5 nun endlich zusammengefunden und wird während des restlichen Verlaufs der Serie beinahe unverändert in dieser Besetzung weiter geführt. Nur bei König Julius ergibt sich zwischendurch ein Wechsel zu Peter Kirchberger und Horst Stark – doch einstweilen ist die Stammcrew nun komplett: Hans Paetsch, Hans Clarin, Claus Wilcke, Andreas von der Meden und Ingrid Andree. Sie geben der Serie fortan ihr sprecherisches Gesicht und werden entsprechend der Story von Gastsprechern aus der EUROPA-Familie ergänzt. Hier dürfte ganz sicher Hans Hessling den Kennern der Produktionen des Hauses auffallen, dessen markante Stimme u. a. auch später bei den „Drei ???“ und Enid Blytons „Rätsel um …“-Serie zum Einsatz kommt. Er übernahm den Part des unbeirrbaren Beamten Servatius Sebaldus, welcher auch in der „neuen Welt“ von HUI BUH eine nicht unwichtige Rolle spielt. Doch auch die nicht ganz so bekannten Horst Schick und Richard Lauffen, als Schausteller Donald und Dorian (übrigens eine nett versteckte Lautmalerei zu „Donner und Doria“), machen ihre Sache gut.
Nicht nur sprecherseitig herrscht nun eine gewisse Konstanz, auch die Storylines sind mit Beginn der vorangegangenen, vierten Folge („HUI BUH und das Geheimnis im Burgbrunnen“) nun durchgängig sowie thematisch aus einem Guss und haben somit unlängst nicht mehr den zusammengewürfelt wirkenden Kurzgeschichtencharakter der ersten drei Folgen. Natürlich lebt auch dieses Hörspiel ganz stark von Hans Clarins unglaublicher Interpretation des oft glücklos spukenden Schlossgespensts, das diesmal den Mund wieder mal viel zu voll nimmt und dabei einmal aufs Neue voll – wie gewohnt sowie vom Publikum erwartet und auch gewünscht – von dem einen gleich ins nächste Fettnäpfchen trampelt. Selbstverständlich geht das zum Schluss ja immer irgendwie gut aus. HUI BUH ist halt kein stets strahlender Held, sondern eher ein Ritter der traurigen Gestalt, wie ihn einst Cervantes in seinem Klassiker „Don Quijote“ ersann. Der Kampf gegen bürokratische (Wind-)Mühlen in dieser Folge passt da ganz besonders gut ins Bild und ist ein kindgerechter Seitenhieb auf typisch deutsches Beamtentum und seine Regelungswut.
_Die Produktion_
Buch und Konzeption: Eberhard Alexander-Burgh
Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Dr. Beurmann
Regie und Produktion: Heikedine Körting
|Sprecher und Figuren|
Hans Clarin (Hui Buh), Claus Wilcke (König Julius der 111.), Ingrid Andree (Königin Konstanzia), Andreas von der Meden (Kastellan), Hans Paetsch (Erzähler), Horst Schick (Schausteller Donald), Richard Lauffen (Schausteller Dorian), Hans Hessling (Servatius Sebaldus – Beamter der Geisterbehörde)
_Fazit_
„Die große Spukschau“ ist ein Meilenstein innerhalb der Serie und eine der Folgen, an dessen erinnerungswürdige Dialoge und Handlung sich so mancher jung gebliebener Fan aus Kindheitstagen bestimmt immer noch ziemlich deutlich erinnert – zumindest dem Rezensenten geht dies so. Aber auch HUI-BUH-Unbeschlagenen und Nicht-Nostalgikern sei dieses liebenswürdige Hörspiel mit seiner überschaubaren Spieldauer von knapp 35 Minuten ans Herz gelegt. Schade nur, dass seit der letzten Auflage von 2006, welches auf einem (soweit bekannt, inhaltlich unveränderten) Remaster von 2002 beruht, die CD/MC-Versionen vom Markt verschwunden sind und die gesamte Classic-Serie nur noch als Download angeboten wird.
|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 35 Minuten
EUROPA / Sony Music Entertainment, 1972/2002
EAN: 74321920272|
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Ein Besuch im Museum? An Heiligabend? Eine bescheuerte Idee, findet Sadie. Sie sieht ihren Vater, den berühmten Ägyptologen Dr. Julius Kane, ja ohnehin nur zweimal im Jahr – und dann muss er sie und ihren Bruder Carter ausgerechnet ins British Museum schleppen. Aber ihr Vater will ihnen gar keine verstaubten Sarkophage zeigen – er plant nicht weniger, als den ägyptischen Gott Osiris zu beschwören. Doch das geht schief, und er wird von einem unheimlichen glutroten Kerl entführt. Um ihn zu befreien, müssen Sadie und Carter es mit der gesamten ägyptischen Götterwelt aufnehmen. (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Rick Riordan, der Erfinder von Percy Jackson … kann der auch was anderes als griechische Götter? Er kann! Ägyptische! Und davon gibts gleiche eine ganze Handvoll in dieser Geschichte.
Die Protagonisten sind der 14-jährige Carter und seine 12-jährige Schwester Sadie. Nach dem Tod ihrer Mutter, über dessen Umstände ihr Vater nicht sprechen will, wachsen sie getrennt voneinander auf. Carter reist mit dem Vater um die Welt, während Sadie bei den Großeltern aufwächst. Aus diesem Grund gibts in diesem Roman nicht nur einen Handlungsfortschritt, sondern auch eine Charakterentwicklung zu erleben. Da die beiden sich selten sehen, müssen sie auch erst lernen, als Team zusammenzuarbeiten. Und da beide Nachfahren von zwei Pharaonen sind und durch den Unfall im Museum auch noch Wirte von zwei ägyptischen Göttern werden, macht es die Sache für die beiden noch komplizierter, für den Hörer aber noch viel spannender und vor allem actionreicher. Haben die beiden doch dadurch besondere Fähigkeiten bekommen, die sie im Kampf gegen den bösen Set einsetzen müssen, der ihren Vater entführt hat … der wiederum Wirt des Gottes Osiris geworden ist. Klingt hier vielleicht verwirrend zu lesen, ist es aber nicht, da Riordan die Erlebnisse und die ägyptischen Infos alle nach und nach und nachvollziehbar ablaufen lässt.
Und so geht es in diesem ersten Teil der „Kane-Chroniken“-Trilogie vornehmlich darum, Set zu stoppen, die neuen Kräfte zu beherrschen und sich in dieser für sie völlig neuen veränderten Welt zurechtzufinden. Nebenbei finden die Geschwister auch noch heraus, was wirklich mit ihrer Mutter passiert ist, ob ihr Vater noch zu retten ist und noch so einiges Actiongeladenes mehr. Es gibt viel zu erleben für die Geschwister.
Was die „Percy Jackson“-Romane an Interesse für die griechische Mythologie geweckt haben, das gelingt Rick Riordan hier mit den „Kane-Chroniken“ auf die ägyptische Art. All die Götter und die magischen Fähigkeiten halten nicht nur Carter und seine Schwester Sadie auf Trab, sondern auch das Interesse des Hörers enorm hoch. Und obwohl dies der erste Band einer Serie ist, kann er absolut allein dastehen und endet nicht in einem Haufen unbeantworteter Fragen, sondern mit einem Ausblick darauf, was noch Spannendes vor Carter und Sadie liegt.
Das Hörerlebnis:
Stefan Kaminski macht den Anfang … aus Sicht des 14-jährigen Carter. Anfangs liest er wie ein Märchenonkel, der zu Kleinkindern spricht, was nicht so ganz zur Zielgruppe passt und auch nicht zu einem 14-Jährigen Protagonisten. Als er es aber mit zunehmend größeren Anteilen an wörtlicher Rede und verschiedenen Charakteren zu tun bekommt, dreht er richtig auf. Sowohl die Dynamik zwischen den Jugendlichen als auch die Auseinandersetzung mit dem Vater-entführenden Bösewicht kommt so lebendig und authentisch ins Ohr des Hörers, dass man schnell vergisst, dass hier tatsächlich nur ein einziger Sprecher am Werk ist. Kaminski gibt ein One-Man-Stimmenorchester, das den Hörer schnell und intensiv an die Story fesselt. Besonders kommt dies dem Hörer zugute, wenn im Kopf von Carter auf einmal eine fremde Stimme zu hören ist. Kaminski macht sogar Katzengeräusche, wenn Sadies „Katze“ Muffin zu hören ist und gibt jedem Charakter seine eigene Stimmfarbe.
Nach einer halben Stunde erfährt der Hörer dann auch, warum sich der Verlag dazu entschlossen hat, zwei Sprecher zu verpflichten, denn jetzt wechselt die Erzählperspektive hin zur 12-jährigen Sadie und Lotte Ohm bekommt ihren Einsatz. Leider fällt ihre Leistung gegenüber der Vorlage von Kaminski so stark ab, dass der Hörspaß trotz anhaltender Spannung erheblich abnimmt. Vom bunten und spannenden Kopfkino wird der Hörer jetzt direkt ins sterile Studio katapultiert. Ohm startet auch, als würde sie als Mutter an der Bettkante sitzend ihrem Kleinkind eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, aber leider bleibt sie auch bei diesem Stil. Sie klingt bemüht, aber bleibt steril. Ihr ganzer Vortrag klingt abgelesen, farblos und ohne Leben. Ob sie beschreibenden Text oder wörtliche Rede liest, manchmal ist es bei ihr schwer zu unterscheiden, weil sie die Emotionen der Charaktere selten lebendig vermitteln kann. Selbst wenn ein Satz auf „schrie ich“ endet, gibt es kaum bis keinen Einsatz vor dem Mikro zu hören, Ohm liest das Gebrülle einfach nur runter, als würde sie aus einem Sachbuch vorlesen, was sehr schade ist, denn der Text ist eigentlich wirklich spannend. Wenn sie für den kleinen Marshmallow ihre Stimme verstellt, dann tut das fast in den Ohren weh, weil sie abgebrochen hoch krächzend klingt. Und wenn sie dem obersten Vorlesepriester einen französischen Akzent verpasst, dann verdreht der Hörer die Augen. Meist aber verleiht sie den von ihr gesprochenen Charakteren keine wiedererkennbaren Eigenheiten, sondern liest nüchtern vor, was im Skript steht.
Wenn das Team Carter-Kaminski dann wieder mit dem Erzählen dran ist, geht im Kopf sofort die Surround-Kino-Anlage wieder an und die Kopfkinoleinwand leuchtet. So erlebt der Hörer also zusätzlich zur und abgesehen von der Geschichte eine Sinuskurve beim Hörspaß. Kaminsiki ist überzeugend packend, Ohm liest bemüht, aber nüchtern.
Der Autor:
Rick Riordan (* 5. Juni 1964 in San Antonio, Texas) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der vor allem für seine Romane um den Halbgott Percy Jackson bekannt wurde. Er war auch mit seiner Krimi-Buchreihe „Tres Navarre“ erfolgreich. (Wikipedia)
Die Sprecher:
Stefan Kaminski, geboren 1974, schloss sein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ab. 1996 begann er seine Laufbahn als Sprecher und Schauspieler. Er betreibt die beliebte Live-Hörspielreihe Kaminski on Air und ist seit 2001 am Deutschen Theater Berlin zu sehen. Für seine Hörbuch- und Hörspielproduktionen wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Ohrkanus 2009. (Verlagsinfo)
Lotte Ohm (* 1975 in Lübbecke) ist eine deutsche Schauspielerin. Ihr Filmdebüt gab sie 2002 mit Meier, das Schwein. In dem Film W wie Viktor der Filmakademie Ludwigsburg spielte Lotte Ohm unter der Regie von Ben von Grafenstein die Hauptrolle. 2006 wirkte Lotte Ohm als Eva in der Serie „Verrückt nach Clara“ mit. Sie spielte außerdem Episodenrollen in den Produktionen „Fürchte Dich nicht“, „Wilde Jungs“, „Tatort“, „Polizeiruf 110“ und „SOKO Wismar“. Seit 2009 arbeitet sie freiberuflich für Theater, Film und Fernsehen. (Wikipedia)
Die Ausstattung:
Die sechs mit warmen Rosttönen und einer Pyramide bedruckten CDs stecken in einer Multibox. Auf den Innenseiten der Box gibts ein Foto des Autors zu sehen und Infos zu ihm und den beiden Sprechern zu lesen. Zusätzlich finden wir hier die Technik-Credits. Auf der Rückseite der Multibox sehen wir dann auch die beiden Sprecher und eine Kurzinfo zum Inhalt der Geschichte.
Mein Fazit:
Ägyptische Mythologie, verpackt in ein Jugendabenteuer unserer Zeit. Zwei Geschwister, die sich zusammenraufen müssen und mit „Götterpower“ als Team gegen einen ägyptischen Gott kämpfen. Das weckt Interesse am alten Ägypten und unterhält spannend.
Die Idee, einen weiblichen und einen männlichen Sprecher zu verpflichten ging nicht auf. Während Stefan Kaminski lebendig, authentisch und facettenreich den Hörer an die Story fesseln kann, gelingt dies Lotte Ohm leider überhaupt nicht. Zu abgelesen klingen ihre Sprecheinsätze. Obwohl sie sich hörbar Mühe gibt, springt der Funke bei ihr nicht über.
6 Audio-CDs Spieldauer: 8:01 Std. Tracks: 132 Originaltitel: The Red Pyramid (The Kane-Chronicles 1) Gelesen von Stefan Kaminksi und Lotte Ohm Vom Verlag empfohlen ab 11 Jahren ISBN: 978-3-86742-115-7 www.silberfisch-hoerbuch.de
Den 150. Fall der „Drei ???“ zu verfassen dürfte eine ziemlich große Ehre sein. Eine, welche Astrid Vollenbruch 2009 zuteil wurde. Nun erreichte dieses Jubiläum 2011 auch die stets etwas hinterher hinkenden Hörspiele von |EUROPA|. Natürlich, dem Dreifachband „Geisterbucht“ aus dem Hause |KOSMOS| gebührend, auch mit einem entsprechenden CD/MC-Drilling. Wie gewohnt kümmerte sich André Minninger um die Adaption, bei welcher – ebenfalls wie üblich – Heikedine Körting Regiestuhl und Produktionshoheit innehatte, die es wieder einmal schaffte, so manche Gastrolle des Projektes prominent zu besetzen.
_Zur Story_
Die drei ??? werden zu einer Testamentseröffnung eingeladen – dabei kannten sie den verstorbenen Mr Shriver nicht einmal. Er sie offenbar schon, denn sein Vermächtnis an sie ist ein Rätsel, das sie lösen sollen, damit begangenes Unrecht gesühnt wird. Mr. Mason, sein treuer Sekretär, soll und will ihnen dabei hilfreich unter die Arme greifen. Alleinerbe – bis auf jenen Umschlag mit dem Rätsel und 1000 Dollar, die Mason erbt – ist Shrivers unsympathischer Schwiegersohn, dem nun das bis zur Dachkante mit kuriosen Memorabilia des ehemaligen Navy-Fliegers vollgestopfte Anwesen gehört. Ein altes Flugzeugwrack auf dem Grundstück ist der erste Hinweis in die Vergangenheit zurückführt. Doch mit jedem Fortschritt wird deutlicher, dass die nebulöse wie eindringliche Warnung vor „Rashura“ durchaus ernst zu nehmen ist: Einschüchterung, Amtsanmaßung, Brandstiftung, Einbruch Entführung bis hin zum Giftanschlag. Das Syndikat lässt kaum eine Straftat aus, den drei Detektiven Hinweise und Ermittlungsergebnisse abzujagen sowie sie zu vergraulen. Und es haben noch weitere zwielichtige Gestalten Interesse an Informationen über „Rashuras Schatz“. Eine harte wie gefährliche Nuss für das Trio.
_Eindrücke_
Wenn die drei Fragezeichen bzw. die |EUROPA|-Studios zum Jubiläums-Triple blasen, kann man sich auf etwas gefasst machen. In diesem Fall nämlich zumindest auf einige Gastsprecher, die man vielleicht nicht erwartet hätte: Etwa Oliver „Der Wixxer“ Kalkhofe, Berhard Hoëcker („Genial Daneben“) oder Tausendsassa Olli „Ditsche“ Dittrich. Auch Sky Du Mont und Dirk Bach sind wieder einmal dabei – sie gehören schon etwas länger zu beliebten Gaststars bei Deutschlands wohl berühmtester Hörspielreihe. Natürlich kommen auch eine ganze Schar an wichtigen Nebenrollen zusammen, die von ihrer üblichen Besetzung gesprochen werden. Tante Mathilda, Onkel Titus, Inspector Cotta sind Beinahe-Standard und sogar Morton darf einen kurzen Auftritt hinlegen. Über die Stammsprecher wie das jahrelang aufeinander eingespielte Produktionsteam, von der Geräuschkulisse bis zur Regie, braucht man eigentlich keine, oder zumindest nicht viele, Worte verlieren. Gewohnt souverän bringen sie das Hörspiel unter Dach und Fach. Klar, André Minninger musste für die Adaption wie üblich hier und da den Rotstift in der Vorlage wüten lassen.
Dankenswerterweise hat Aurorin Astrid Vollenbruch – entgegen derzeit üblichen Gepflogenheiten – darauf verzichtet zu viele Charaktere aus dem Umfeld der drei Detektive krampfhaft mit hineinzuquetschen. Kein Skinny, keine Kelly, Jelena oder anderweitige Cameos, so wie beispielsweise beim Figuren-Overkill der beiden (auch) Jubiläums-Geschichten „Toteninsel“ oder „Feuermond“ – was vom Rezensenten als erfrischend empfunden wird. Dafür gibts kräftige Anleihen in der Vergangenheit bei der Story, so fühlen sich altehrwürdige Fans und Kenner (was meistens gleichbedeutend ist) sicher mehr als einmal ganz deutlich an den seligen „Fluch des Rubins“ und auch „Gefährliche Erbschaft“ erinnert. Die hier zugrunde liegende, spannende Gangster-Story ist selbstredend ungleich moderner aufgezogen und hat mehr bedrohliche Gefahrenmomente in petto, als es in der vergleichsweise naiven „guten alten Zeit“ der Serie der Fall war. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Plot an mancher Stelle viel zu dick aufträgt und sich einige Logikfehler darin befinden, welche stark an seiner Glaubwürdigkeit rütteln.
_Die Produktion_
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad, Zeiberts
|Sprecher und Figuren|
Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Karin Lieneweg (Tante Mathilda), Hans Meinhardt (Onkel Titus), Holger Mahlich (Inspector Cotta), Andreas von der Meden (Morton), Wolfgang Condrus (Mr. Mason), Anna Thalbach (Angelica), Kostja Ulmann (Gerry), Henry König (Bill Andrews), Bernhard Hoëcker (Taylor), Oliver Kalkhofe (Inspector Havilland), Stephan Schad (Ismael), Dirk Bach (John Fisher), Olli Dittrich (Sergeant Madhu), Sky Du Mont (Kapitän), Harald Dietl (Mr. Raffer) uva.
_Fazit_
Die Vertonung der „Geisterbucht“ ist unterhaltsam, spannend und temporeich – keine Frage. Allerdings krankt auch das Hörspiel, genauso wie die Vorlage, an so mancher Ungereimtheit in Bezug auf die Logik und Realismus. Etwas weniger dick aufgetragen, wäre vielleicht besser gewesen – wobei das Hörspiel hier dank des Wegfalls bzw. Alteration einiger Handlungsstränge sogar noch eine ganze Kante besser wegkommt, als das Buch. Dass natürlich tüchtig Serienklischees bemüht werden, soll so sein und ist auch vollkommen legitim, besonders in Hinblick auf den Jubiläumscharakter der Folge. Aus genau diesem Grund kann man bestimmt auch damit leben, dass die Story quasi als – freundlich ausgedrückt – aufgebohrte Hommage an den „Fluch des Rubins“ ausnimmt. Kann. Muss man aber nicht. Dennoch zeigt der fiese Rezensenten-Daumen tendenziell nach oben.
|3 Audio-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt ca. 237 Minuten
Erzählt von Astrid Vollenbruch nach Motiven von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, November 2011
EAN: 886978015020|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
_|Mark Brandis| als Hörspiel:_
01 [„Bordbuch Delta VII“ 4995
02 [„Verrat auf der Venus“ 5013
03 [„Unternehmen Delphin“ 5524
04 [„Aufstand der Roboter“ 5986
05 [„Testakte Kolibri 1“ 5984
06 [„Testakte Kolibri 2“ 5985
07 [„Vorstoß zum Uranus 1“ 6245
08 [„Vorstoß zum Uranus 2“ 6246
09 [„Raumsonde Epsilon 1“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6467
10 [„Raumsonde Epsilon 2“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6468
11 „Die Vollstrecker 1“
12 „Die Vollstrecker 2“
13 [„Pilgrim 2000 1“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7059
14 [„Pilgrim 2000 2“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7060
15 [„Aktenzeichen: Illegal“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7128
16 [„Operation Sonnenfracht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7129
17 [„Alarm für die Erde“ (Teil 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7479
18 [„Alarm für die Erde“ (Teil 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7480
19 „Sirius Patrouille“ (geplant für März 2012)
_Showdown am Atomvulkan: hitzige Action_
Man schreibt das Jahr 2130: Die tödliche Mischung aus Vulkanlava und hochradioaktivem Atommüll verseucht immer größere Teile Afrikas. Hochkommissar Mark Brandis hat alle Hände voll zu tun, um die Evakuierungsmaßnahmen mit den eintreffenden Katastrophenmeldungen zu koordinieren. Allen Bemühungen zum Trotz haben die »Fliegenden Löwen« zunehmend Erfolg damit, die Menschen in den betroffenen Gebieten zum Bleiben zu bewegen. In Peking reift ein Plan, wie man sich das Chaos am besten zunutze machen könnte .. (abgewandelte Verlagsinfos)
Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 12 Jahren.
_Der Autor_
Nikolai von Michalewsky (1931-2000) war bereits Kaffeepflanzer, Industriepolizist, Taucher und Journalist gewesen, als sein erster Roman 1958 veröffentlicht wurde. Am bekanntesten wurde er ab 1970 mit den Mark-Brandis-Büchern, der bis heute (nach „Perry Rhodan“) mit 31 Bänden erfolgreichsten deutschsprachigen SF-Reihe.
Seine konsequente Vorgehensweise, Probleme der Gegenwart imm Kontext der Zukunft zu behandeln, trug Michalewskys Serie eine treue Leserschaft und hohe Auflagenzahlen ein. Seine besondere Zuneigung galt besonders dem Hörspiel. Er gehörte zu den meistbeschäftigten Kriminalhörspiel- und Schulfunkautoren Deutschlands. (Verlagsinfo)
Bisher erschienen (Gesamt-Titel ohne Teile)
1) Bordbuch Delta
2) Verrat auf der Venus
3) Unternehmen Delphin
4) Aufstand der Roboter
5) Testakte Kolibri
6) Vorstoß zum Uranus
7) Raumsonde Epsilon
8) Die Vollstrecker
9) Pilgrim 2000
10) Alarm für die Erde
11) Sirius-Patrouille
_Die Sprecher/Die Inszenierung_
Die Macher und Regisseure sind Interplanar.de:
Joachim-C. Redeker: Sounddesign und Musik
Redeker und Balthasar von Weymarn: Produktion, Regie und Schnitt
Jochim-C. Redeker, geboren 1970, lebt seit 1992 in Hannover. Gelernt hat er das Produzieren in der SAE Frankfurt, seither arbeitet er als Tonmeister für Antenne Niedersachsen. An zwei Virtual Reality Projekten hat er als Sounddesigner gearbeitet. Er gibt Audio- und Hörspielseminare und arbeitet als Werbetexter und Werbesprecher für zahlreiche Unternehmen sowie für Kino- und Radiowerbung. Musikalisch betreut er neben seinen eigenen Projekten auch Jingle- und Imageproduktionen. Bereits 1988 brachte ihm eine frühe Hörspielarbeit mit Balthasar den Sonderpreis der Jury für akustische Qualität beim Maxell Momentaufnahmen Wettbewerb ein.
Balthasar von Weymarn, geboren 1968, lebt seit 2006 im Taunus bei Frankfurt. Ausgebildeter Dramaturg und Filmproduzent (Filmstudium Hamburg); arbeitet auch als Skriptdoktor, -autor und Ghostwriter für Unternehmen wie Bavaria Film, Odeon Pictures, Tandem Communications, Storyline Entertainment u. a.
Das Hörspielmanuskript schrieb Balthasar v. Weymarn nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky. Die Aufnahmeleitung lag in den Händen von Tommi Schneefuß und Sven-Michael Bluhm.
|Die Rollen und ihre Sprecher:|
John Harris: Gerhart Hinze
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Walter »Wally« Ryan: Uve Teschner
Henri Vidal: Marion von Stengel
Nanami Kitahoshi: Meylan Chao
Magnus Sauerlein: Stefan Peters
Cpt. Grigori »Grischa« Romen: David Nathan
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
Walter Hildebrand: Oliver Rohrbeck
Cmdr. Robert Monnier: Holger Umbreit
Iris Monnier: Ulrike Kapfer
Lt. Pablo Torrente: Martin Keßler
John Malembo: Jan Spitzer
Dr. Rebecca Levy: Claudia Urbschat-Mingues
sowie Dennis Bruhn, Markus Kähler, Jochim-C. Redeker, Balthasar v. Weymarn
_Hintergrund und Vorgeschichte_
Die Mark Brandis – Hörspielreihe begann 2005-2007 mit Bordbuch Delta VII. Inhaltlich unterscheidet sie sich in einigen wichtigen Punkten von den Büchern.
* Die Geschichten sind um 50 Jahre in die Zukunft verlegt, die Saga beginnt also 2119;
* Die Kürzel EAAU und VOR sind zu „die Union“ und „die Republiken“ geworden;
EAAU: Die Europäisch-Amerikanisch-Afrikanische Union (EAAU) ist ein transkontinentaler Staatenverbund und wurde als Zusammenschluss der drei Kontinente Europa, Amerika und Afrika ca. 1999 gegründet – ihr assoziiert ist Australien. Während Europa der Kontinent ist, der über die längste Tradition verfügt, haben sich Afrika und Amerika zu den industriell bedeutendsten Kontinenten entwickelt.
Flagge: ein Ring goldener Planeten um drei kleeblattartig angeordnete grüne Kontinente auf weißem Grund.
Hauptstadt: Metropolis
VOR: Die Vereinigten Orientalischen Republiken (VOR) sind ein transkontinentaler Staatenverbund und umfassen zwischen Ural und der Pazifikküste die asiatischen Staaten einschließlich Ozeaniens.
Flagge: zwei gekreuzte Mongolenschwerter vor einer gelb-roten Sonne.
Hauptstadt: Peking
VEGA
Die Strategische Raumflotte (SR) lagerte 2106 ihre Entwicklungsabteilung auf die Venus aus. Die zuständige Agentur ist die VEGA, kurz für Venus-Erde Gesellschaft für Astronautik, mit immerhin 8000 Mitarbeitern. Direktor der VEGA ist seit 2122 der ehemalige Major (SR) und Commander (VEGA) John Harris. Die Routen der Testflüge für die Neuentwicklungen sind streng geheim, da die Prototypen als begehrte Beute sowohl für die Vereinigten Orientalischen Republiken (VOR) und die Europäisch-Amerikanisch-Afrikanische Union (EAAU), aber auch für Raumpiraten gelten. Offiziell gilt die VEGA als neutral, aber ihre Auftraggeber waren bislang immer die SR und die Raumfahrtbehörde der Union.
_Handlung_
Dies ist die direkte Fortsetzung von Teil 1 (logo!).
Mark Brandis hat seinem langjährigen Freund Robert Monnier erlaubt, 390 afrikanische Waisenkinder in einem für die Top-Klasse reservierten Flieger auszufliegen. Stante pede muss sich mark für seine humanitäre Tat verantworten. Man hat die Kinder alle wieder aus dem Flieger evakuiert, und Soldaten sind mit Robert Monnier nach Spanien geflogen. Na prächtig! Mark schnaubt frustriert.
Stattdessen schickt ihn die VEGA in den erdnahen Raum, um dort eine chinesische Überläuferin zu kontaktieren. Hoshi informiert ihn, dass die VOR-Invasion in Neukaledonien und auf dem Mond nur der erste Schritt in einem umfassenden Krieg darstelle: Das Ziel sei Australien, das neutral und daher unbewaffnet ist. Als das Treffen angegriffen wird, lässt Brandis zurückschießen.
Sein Chef Harris ist darüber wütend. Er entbindet Brandis mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Hochkommissar und bietet ihm stattdessen eine Mission an der Quelle des afrikanischen Unheils an: Eine Atomexplosion soll die Eruption ausblasen. Für Brandis und Leutnant Torrente (vgl. „Pilgrim 2000“) beginnt eine der gefährlichsten Missionen ihres Lebens. Denn Gefahr droht nicht nur von den regelmäßigen Ausbrüchen des Vulkans, sondern nach wie vor von Seiten der Fliegenden Löwen …
_Mein Eindruck_
Während die erste Hälfte dieser Folge keinen vom Hocker reißt, weil es vor allem um administrative Rangeleien und eine Spionageaktion geht, wird dieses Manko an Action und Spannung durch die zweite Hälfte vollwertig aufgewogen. Hier wird der Hörer direkt ins Geschehen hineingeworfen: ins Innere eines kochenden Vulkankraters!
Brandis und Torrente versuchen, eine Atombombe – auch nicht gerade die pflegeleichteste Fracht – per Hubschrauber in den Krater zu werfen. Dabei werden sie von Angreifern der Fliegenden Löwen massiv gestört – eine brenzlige Lage, die noch von der Atombombe und den Vulkanausbrüchen potenziert wird. Das ist extrem spannend inszeniert. Hier darf aber nicht verraten werden, wie die waghalsige Aktion ausgeht und ob sie den erhofften Erfolg zeitigt.
_Die Sprecher/Die Inszenierung_
Die Geräuschkulisse erstaunt den Hörer mit einer Vielzahl mehr oder weniger futuristischer Töne, so etwa Triebwerke oder Luken und Schleusen. Doch wenn man ein Fan von SF-Fernsehserien ist, dann dürfte den Hörer dies nicht gerade umhauen, sondern eher ganz normal vorkommen. Vor allem das Dröhnen, Zischen und Jaulen von Düsen ist regelmäßig zu hören, was ja auch naheliegt.
Der gute Sound trägt dazu bei, den Hörer direkt ins Geschehen hineinzuversetzen, und das kann man von den wenigsten SF-Fernsehserien behaupten. Auch das Design von verzerrten Meldungen ist ähnlich professionell gehandhabt. Ein Satz kann mittendrin seine Klangcharakteristik ändern – faszinierend.
Ein Höhepunkt der Sounddramaturgie ist der Actionknaller in der zweiten Hälfte dieser Folge. Im Hintergrund hört man den Vulkan rumoren und die Hitze wabern. Im Vordergrund dröhnen die Rotorblätter des Hubschraubers. Richtig laut wird es, als der Heli eine Tür verliert. Dennoch kann man jedes Wort der drei Sprecher verstehen – eine Meisterleistung der Tontechnik.
|Die Sprecher|
Die Sprecher erfüllen ihre Aufgabe zu meiner Zufriedenheit. Es handelt sich um die immer wieder in der Serie auftauchenden Hauptfiguren wie der Titelheld, seine Frau und sein Boss. Daneben ergeben sich immer wieder neue Nebenfiguren, darunter auch chinesisch oder afrikanisch klingende Sprecher.
|Musik|
Ja, es gibt durchaus Musik in diesem rasant inszenierten Hörspiel. Neben dem Dialog und den zahllosen Sounds bleibt auf der Tonspur auch ein wenig Platz für Musik. Sie ist wie zu erwarten recht dynamisch und flott, aber nicht zu militärisch – ganz besonders im Intro und in den Intermezzi.
Ganz am Schluss erklingt ein Outro, das den Ausklang zu dieser Episode bildet, bevor es zu einer langsamen Hintergrundmusik abbremst. Diese läuft während der langen Absage, bei der sämtliche Sprecher und, wo sinnvoll, ihre Rollen aufgezählt werden.
|Das Booklet|
Das Booklet bietet einen Überblick über die bereits erschienenen Folgen der Serie, über die Macher und über die Sprecher. In den Zusatzinformationen ist ein Auszug aus dem berüchtigten Q-Papier zu finden, das die Afrika-Flüchtlinge in vier Prioritätsklassen hinsichtlich ihrer Evakuierung einteilt: Evakuierung unbedingt erforderlich (1), wünschenswert (2), bedingt vorgesehen (3) und nicht vorgesehen (4). Ein Widerspruch gegen die Einteilung ist erst nach Ende des Katastrophenzustands zugelassen …
Auf der nächsten Seite ist ein Auszug aus den Reiseberichten von Mark Brandis zu finden. Es geht um sein Verhältnis zu Colonel Chemnitzer, den Verführer seiner Frau Ruth, der sie dann, als der Vulkan ausbrach, sitzengelassen hatte. Nun soll er ihn nach Metropolis bringen. Kann er sich weigern?
_Unterm Strich_
Die 2. Hälfte dieser Doppelfolge – deren Teilung durchaus willkommen ist – führt die Handlung erwartungsgemäß direkt weiter, verlegt die Schauplätze aber von Nordafrika hinaus in den erdnahen Raum und dann wieder zurück zum Kilimandscharo. Auf diese Weise schließt sich der Kreis der Bewegung in der Handlung.
Die weniger actionbetonten Geschehnisse in der ersten Hälfte dieser Folge werden durch den Action-Höhepunkt in der zweiten Hälfte aufgewogen. Hier werden die Hörer direkt ins wilde Geschehen – siehe oben – hineingezogen. Die Tontechnik hat in dieser Szene knifflige Probleme zu lösen, doch ist ihr dies bravourös gelungen, so dass wir jedes Wort der drei Sprecher verstehen können. Wie diese Aktion ausgeht, darf hier nicht verraten werden.
|Das Hörbuch|
„Mark Brandis“ ist als Hörspiel professionell inszeniert, spannend, stellenweise actionreich und mitunter sogar bewegend. Im Unterschied zu den ersten Folgen wurden nun mindestens zwei größere Dialogszenen eingebaut, die mir sehr gut gefallen haben. Sie charakterisieren besonders Mark Brandis als einen moral- und verantwortungsbewussten Erwachsenen, der auch mal seine Fehler korrigieren kann.
Dies ist beruhigend weit entfernt von Kinderkram und rückt die Serie in die Nähe der POE-Hörspiele, die mir fast durchweg gut gefallen. In zehn Jahren wird man diese Serie als Vorbild für eine gelungene SF-Serie aus deutschen Landen auf gleicher Höhe mit „Perry Rhodan“ setzen. Und die Sammler werden sich die Finger danach lecken.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 52 Minuten
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527804170|
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.markbrandis.de]http://www.markbrandis.de
[www.interplanar.de]http://www.interplanar.de
_Mark Brandis bei |Buchwurm.info|:_
Band 01: [„Bordbuch Delta VII“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6535
Band 02: [„Verrat auf der Venus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6539
Band 03: [„Unternehmen Delphin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6536
Band 04: [„Aufstand der Roboter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6618
Band 05: [„Vorstoß zum Uranus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6630
Band 06: [„Die Vollstrecker“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6636
Band 07: [„Testakte Kolibri“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 08: [„Raumsonde Epsilon“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6781
Band 09: [„Salomon 76“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 10: [„Aktenzeichen: Illegal“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6801
Band 11: [„Operation Sonnenfracht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6802
Band 12: [„Alarm für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6882
Band 13: [„Countdown für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6908
Band 14: [„Kurier zum Mars“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6938
Band 15: [„Die lautlose Bombe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6962
Band 16: [„PILGRIM 2000“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7167
Band 17: [„Der Spiegelplanet“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7194
Band 18: [„Sirius-Patrouille“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7267
Band 19: [„Astropolis“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7390
Band 20: [„Triton-Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7391
_|Mark Brandis| als Hörspiel:_
01 [„Bordbuch Delta VII“ 4995
02 [„Verrat auf der Venus“ 5013
03 [„Unternehmen Delphin“ 5524
04 [„Aufstand der Roboter“ 5986
05 [„Testakte Kolibri 1“ 5984
06 [„Testakte Kolibri 2“ 5985
07 [„Vorstoß zum Uranus 1“ 6245
08 [„Vorstoß zum Uranus 2“ 6246
09 [„Raumsonde Epsilon 1“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6467
10 [„Raumsonde Epsilon 2“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6468
11 „Die Vollstrecker 1“
12 „Die Vollstrecker 2“
13 [„Pilgrim 2000 1“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7059
14 [„Pilgrim 2000 2“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7060
15 [„Aktenzeichen: Illegal“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7128
16 [„Operation Sonnenfracht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7129
17 [„Alarm für die Erde“ (Teil 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7479
18 [„Alarm für die Erde“ (Teil 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7480
19 „Sirius Patrouille“ (geplant für März 2012)
Freigebiger Vulkan: Atommüll gratis für alle!
Man schreibt das Jahr 2129. Kein ruhiges Weihnachten für Commander Brandis und seine Crew. Die Evakuierungs-maßnahmen eines Gebiets von 500 km² um den Kilimandscharo in Ostafrika stellt die Logistik der Helfer bereits vor unüberwindbare Probleme. Anscheinend immun gegen die radioaktive Strahlung schießen selbsternannte Freiheitskämpfer, die »Fliegenden Löwen«, auf die Hilfstruppen. Und Ruth wartet verunglückt in einem gestrandeten Transporter bei Nairobi auf Rettung … (abgewandelte Verlagsinfo) Diese Geschichte schließt direkt an „Operation Sonnenfracht“ an.
Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 12 Jahren.
_Der Autor_
Nikolai von Michalewsky (1931-2000) war bereits Kaffeepflanzer, Industriepolizist, Taucher und Journalist gewesen, als sein erster Roman 1958 veröffentlicht wurde. Am bekanntesten wurde er ab 1970 mit den Mark-Brandis-Büchern, der bis heute (nach Perry Rhodan) mit 31 Bänden erfolgreichsten deutschsprachigen SF-Reihe.
Seine konsequente Vorgehensweise, Probleme der Gegenwart imm Kontext der Zukunft zu behandeln, trug Michalewskys Serie eine treue Leserschaft und hohe Auflagenzahlen ein. Seine besondere Zuneigung galt besonders dem Hörspiel. Er gehörte zu den meistbeschäftigten Kriminalhörspiel- und Schulfunkautoren Deutschlands. (Verlagsinfo)
Bisher erschienen (Gesamt-Titel ohne Teile)
1) Bordbuch Delta
2) Verrat auf der Venus
3) Unternehmen Delphin
4) Aufstand der Roboter
5) Testakte Kolibri
6) Vorstoß zum Uranus
7) Raumsonde Epsilon
8) Die Vollstrecker
9) Pilgrim 2000
10) Alarm für die Erde
11) Sirius-Patrouille
_Die Sprecher/Die Inszenierung_
Die Macher und Regisseure sind Interplanar.de:
Joachim-C. Redeker: Sounddesign und Musik
Redeker und Balthasar von Weymarn: Produktion, Regie und Schnitt
Jochim-C. Redeker, geboren 1970, lebt seit 1992 in Hannover. Gelernt hat er das Produzieren in der SAE Frankfurt, seither arbeitet er als Tonmeister für Antenne Niedersachsen. An zwei Virtual Reality Projekten hat er als Sounddesigner gearbeitet. Er gibt Audio- und Hörspielseminare und arbeitet als Werbetexter und Werbesprecher für zahlreiche Unternehmen sowie für Kino- und Radiowerbung. Musikalisch betreut er neben seinen eigenen Projekten auch Jingle- und Imageproduktionen. Bereits 1988 brachte ihm eine frühe Hörspielarbeit mit Balthasar den Sonderpreis der Jury für akustische Qualität beim Maxell Momentaufnahmen Wettbewerb ein.
Balthasar von Weymarn, geboren 1968, lebt seit 2006 im Taunus bei Frankfurt. Ausgebildeter Dramaturg und Filmproduzent (Filmstudium Hamburg); arbeitet auch als Skriptdoktor, -autor und Ghostwriter für Unternehmen wie Bavaria Film, Odeon Pictures, Tandem Communications, Storyline Entertainment u. a.
Das Hörspielmanuskript schrieb Balthasar v. Weymarn nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky. Die Musik trug Redeker bei. Die Aufnahmeleitung lag in den Händen von Tommi Schneefuß, Thomas Weichler und Sven-Michael Bluhm.
|Die Rollen und ihre Sprecher|:
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Cpt. Grigori »Grischa« Romen: David Nathan
Walter »Wally« Ryan: Uve Teschner
Boleslaw Burowski: Ozan Ünal
Sgt. Monelli: Stefan Flüeck
Col. Friedrich Chemnitzer: Thomas Nero Wolff
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
Prolog: Wolf Frass
Henri Villiers: Wolfgang Kaven
Henri Vidal: Marion von Stengel
Walter Hildebrand: Oliver Rohrbeck
Lt. Pablo Torrente: Martin Keßler
John Harris: Gerhart Hinze
Dr. Rebecca Levy: Claudia Urbschat-Mingues
Iris Monnier: Ulrike Kapfer
John Malembo: Jan Spitzer
Nanami Kitahoshi: Meylan Chao
Col. Ernest Leighton: Reinhard Kuhnert
Cmdr. Robert Monnier: Holger Umbreit
sowie Melanie Blenke, Dennis Bruhn, Jochim-C. Redeker
_Hintergrund und Vorgeschichte_
Die Mark Brandis – Hörspielreihe begann 2005-2007 mit Bordbuch Delta VII. Inhaltlich unterscheidet sie sich in einigen wichtigen Punkten von den Büchern.
* Die Geschichten sind um 50 Jahre in die Zukunft verlegt, die Saga beginnt also 2119;
* Die Kürzel EAAU und VOR sind zu „die Union“ und „die Republiken“ geworden;
EAAU: Die Europäisch-Amerikanisch-Afrikanische Union (EAAU) ist ein transkontinentaler Staatenverbund und wurde als Zusammenschluss der drei Kontinente Europa, Amerika und Afrika ca. 1999 gegründet – ihr assoziiert ist Australien. Während Europa der Kontinent ist, der über die längste Tradition verfügt, haben sich Afrika und Amerika zu den industriell bedeutendsten Kontinenten entwickelt.
Flagge: ein Ring goldener Planeten um drei kleeblattartig angeordnete grüne Kontinente auf weißem Grund.
Hauptstadt: Metropolis
VOR: Die Vereinigten Orientalischen Republiken (VOR) sind ein transkontinentaler Staatenverbund und umfassen zwischen Ural und der Pazifikküste die asiatischen Staaten einschließlich Ozeaniens.
Flagge: zwei gekreuzte Mongolenschwerter vor einer gelb-roten Sonne.
Hauptstadt: Peking
VEGA
Die Strategische Raumflotte (SR) lagerte 2106 ihre Entwicklungsabteilung auf die Venus aus. Die zuständige Agentur ist die VEGA, kurz für Venus-Erde Gesellschaft für Astronautik, mit immerhin 8000 Mitarbeitern. Direktor der VEGA ist seit 2122 der ehemalige Major (SR) und Commander (VEGA) John Harris. Die Routen der Testflüge für die Neuentwicklungen sind streng geheim, da die Prototypen als begehrte Beute sowohl für die Vereinigten Orientalischen Republiken (VOR) und die Europäisch-Amerikanisch-Afrikanische Union (EAAU), aber auch für Raumpiraten gelten. Offiziell gilt die VEGA als neutral, aber ihre Auftraggeber waren bislang immer die SR und die Raumfahrtbehörde der Union.
_Handlung_
Grischa Romen rüttelt seinen Kumpel Mark Brandis: Es gehe um Marks Frau ruth O’Hara. Sie sei auf dem Flughafen von Nairobi abgestürzt. Na sowas, zuletzt war Ruth doch mit General Chemnitzer auf und davon. Mark kann sie erreichen: Sie lebt, ist aber verletzt und in ihrem Flieger eingeklemmt. Und das mitten in der Fallout-Zone der Atommülldeponie! Klar, dass er mit Grischa gleich losdüst, um sie da herauszuholen, Eifersucht hin oder her.
Der Flughafen wird von Rebellen der Fliegenden Löwen beschossen. Nur unter Lebensgefahr gelingt es Mark, die Kanzel des Fliegers wegzuschießen und Ruth da rauszuholen. Mit knapper Not entkommen sie dem Beschuss. Im Camp muss Ruth sofort in die Entseuchungsdusche. Unterdessen meldet der Regierungssender, dass ein Erdbeben der Stärke 9 den Kilimandscharo erschüttert habe und dieser ausgebrochen sei. Jetzt wird der Atommüll aus der illegalen Deponie im Krater rund um die Erde verteilt …
Die Evakuierung Afrikas ist in vollem Gange, doch es drohen Panik und Chaos auszubrechen. Die VEGA bittet daher mark, als Hochkommissar die Flüchtlingsevakuierung zu organisieren. Dazu werden ihm zwei Armeen unterstellt. Dr. Levy verarztet bereits die ersten Strahlenopfer: die Hälfte davon wird nicht überleben. Mark sagt ihr, sie solle nach Kampala. Von ihr erfährt er, dass sein langjähriges Besatzungsmitglied Lt. Stroganoff strahlungsverseucht in einem Flüchtlingscamp in Nordafrika liegt.
Bevor er sich dorthinauf den Weg, versucht er mit den Fliegenden Löwen einen Waffenstillstand zu erreichen, dass deren Anführer hasst die weißen „Kolonisatoren“ zu sehr – es wird Krieg geben. Also fliegt Mark mit Grischa nach Nordafrika, um die Evakuierung von vier Millionen Flüchtlingen zu organisieren. Der Reporter Hildebrand (aus „Aktenzeichen: illegal“) informiert ihn über die Lage und fragt, ob Mark etwas von einem geheimen Q-Papier der Unions-Regierung wisse. Mark schüttelt den Kopf.
Als er Oberst Leighton, den Befehlshaber eins der Lager fragt, klärt dieser ihn auf. Das Q-Papier teilt die Flüchtlinge in vier Klassen ein. Mit Dr. Levy und Hildebrand wird Mark Zeuge, wie Bürger von Rechnern klassifiziert werden. Mark empfindet dies als himmelschreiendes Unrecht. Er will, dass das aufhört, doch da kommt schon die nächste schlechte Nachricht …
_Mein Eindruck_
Es ist der Super-GAU: Ein Endlager für Atommüll im Krater eines Vulkans, der jetzt ausbricht – das erinnert stark an die drei explodierenden AKW-Blöcke von Fukushima. Man kann sich die weitreichende Strahlenverseuchung vorstellen, wenn der höchste Berg Afrikas als radioaktive Dreckschleuder dient. Klar, dass nur massive Hilfsmaßnahmen eine kontinentumspannende humanitäre Katastrophe verhindern können. Mark Brandis ist unser Mann vor Ort und spielt Feuerwehr.
Dennoch gibt es Leute, die die Hilfsmaßnahmen als Versuchung der erneuten Kolonisierung ansehen. Die Fliegenden Löwen, die mit hypermodernen Raketenanzügen ausgestattet sind, wollen die Weißen vertreiben und schrecken vor Flugzeugabschüssen nicht zurück. Und auf der anderen Seite der Welt ergreifen die VOR-Republiken die günstige Gelegenheit, eine Insel vor Australien zu überfallen. Haben die Chinesen noch mehr vor? Der zweite Teil wird es enthüllen.
_Die Sprecher/Die Inszenierung_
Die Geräuschkulisse erstaunt den Hörer mit einer Vielzahl mehr oder weniger futuristischer Töne, so etwa Triebwerke oder Luken und Schleusen. Doch wenn man ein Fan von SF-Fernsehserien ist, dann dürfte dem Hörer dies nicht gerade umhauen, sondern eher ganz normal vorkommen. Vor allem das Dröhnen, Zischen und Jaulen von Düsen ist regelmäßig zu hören, was ja auch naheliegt.
Der gute Sound trägt dazu bei, den Hörer direkt ins Geschehen hineinzuversetzen, und das kann man von den wenigsten SF-Fernsehserien behaupten. Auch das Design von verzerrten Meldungen ist ähnlich professionell gehandhabt. Ein Satz kann mittendrin seine Klangcharakteristik ändern – faszinierend.
|Die Sprecher|
Die Sprecher erfüllen ihre Aufgabe zu meiner Zufriedenheit. Es handelt sich um die immer wieder in der Serie auftauchenden Hauptfiguren wie der Titelheld, seine Frau und sein Boss. Daneben ergeben sich immer wieder neue Nebenfiguren, darunter auch chinesisch oder afrikanisch klingende Sprecher.
|Musik|
Ja, es gibt durchaus Musik in diesem rasant inszenierten Hörspiel. Neben dem Dialog und den zahllosen Sounds bleibt auf der Tonspur auch ein wenig Platz für Musik. Sie ist wie zu erwarten recht dynamisch und flott, aber nicht zu militärisch – ganz besonders im Intro und in den Intermezzi.
Ganz am Schluss erklingt ein Outro, das den Ausklang zu dieser Episode bildet, bevor es zu einer langsamen Hintergrundmusik abbremst. Diese läuft während der langen Absage, bei der sämtliche Sprecher und, wo sinnvoll, ihre Rollen aufgezählt werden.
|Das Booklet|
Das Booklet bietet einen Überblick über die bereits erschienenen Folgen der Serie, über die Macher und über die Sprecher. Neben einer Karte der Region um den Kilimandscharo-Vulkan ist ein Auszug aus den Memoiren eines Unions-Ministers über die „Operation Sonnenfracht“ abgedruckt. Das Ziel war, den Atommüll eines Endlagers im Mawenzi-Krater in der Sonne zu entsorgen. Unter Leitung von Mark Brandis gelang diese logistische Meisterleistung, doch drei Tage vor Abschluss der Operation machte ein Beben der Stärke 9 (!) alle Anstrengungen zunichte – der Vulkan brach aus. „In den nächsten Wochen und Monaten sollte das Gesetz des Handelns denen zugutekommen, die Mut, Initiative und auch Skrupellosigkeit besaßen …“, schreibt der Minister anno 2142.
_Unterm Strich_
Wieder mal ist das Szenario, das eine MARK-BRANDIS-Folge entwirft, verdammt nah dran an der Wirklichkeit. Diese Folge erinnert viel zu sehr an die Explosionen in Fukushima, um nicht beunruhigend zu wirken. Die Macher haben sich bemüht, die anschließende humanitäre Katastrophe realistisch darzustellen. Wie soll man bloß vier Millionen Flüchtlinge vom Kontinent runterschaffen – und wohin damit?
Wie in vielen Katastrophensituation greift hier das Triage-Prinzip: Die Opfer werden in Klassen eingeteilt, die ihre Betroffenheit berücksichtigt. Das mag ungerecht erscheinen, doch in Wahrheit dient dieses bewährte Verfahren dazu, die am schwersten Betroffenen als erste zu versorgen, bevor sie verbluten.
Doch was Mark Brandis in Nordafrika vorfindet, ist die Perversion von Triage: Ein dummer Rechner teilt die Flüchtlinge in Klassen der Dringlichkeit ein. Und so kommt es dazu, dass riesige Flugzeuge leerstehen, nur weil sie für Regierungspersonal der Top-Priorität reserviert sind. Das kann Mark natürlich nicht mit ansehen, und so fällt er eine verhängnisvolle Entscheidung. Mehr davon im zweiten Teil.
|Das Hörbuch|
„Mark Brandis“ ist als Hörspiel professionell inszeniert, spannend, meist actionreich und mitunter sogar bewegend. Im Unterschied zu den ersten Folgen wurden nun mindestens zwei größere Dialogszenen eingebaut, die mir sehr gut gefallen haben. Sie charakterisieren besonders Mark Brandis als einen moral- und verantwortungsbewussten Erwachsenen, der auch mal seine Fehler korrigieren kann.
Dies ist beruhigend weit entfernt von Kinderkram und rückt die Serie in die Nähe der POE-Hörspiele, die mir fast durchweg gut gefallen. In zehn Jahren wird man diese Serie als Vorbild für eine gelungene SF-Serie aus deutschen Landen auf gleicher Höhe mit „Perry Rhodan“ setzen. Und die Sammler werden sich die Finger danach lecken. Diese Folge ist dabei keine Ausnahme, sondern im Gegenteil ein weiterer Höhepunkt.
|1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527804163|
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.markbrandis.de]http://www.markbrandis.de
[www.interplanar.de]http://www.interplanar.de
_Mark Brandis bei |Buchwurm.info|:_
Band 01: [„Bordbuch Delta VII“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6535
Band 02: [„Verrat auf der Venus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6539
Band 03: [„Unternehmen Delphin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6536
Band 04: [„Aufstand der Roboter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6618
Band 05: [„Vorstoß zum Uranus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6630
Band 06: [„Die Vollstrecker“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6636
Band 07: [„Testakte Kolibri“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 08: [„Raumsonde Epsilon“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6781
Band 09: [„Salomon 76“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 10: [„Aktenzeichen: Illegal“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6801
Band 11: [„Operation Sonnenfracht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6802
Band 12: [„Alarm für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6882
Band 13: [„Countdown für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6908
Band 14: [„Kurier zum Mars“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6938
Band 15: [„Die lautlose Bombe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6962
Band 16: [„PILGRIM 2000“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7167
Band 17: [„Der Spiegelplanet“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7194
Band 18: [„Sirius-Patrouille“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7267
Band 19: [„Astropolis“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7390
Band 20: [„Triton-Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7391
Während eines Besuchs auf dem „Jahrmarkt des großen Feuerballs“ kommt es zu einer sonderbaren Begebenheit. Jay, Tom und Derek müssen mitansehen, wie Martin Dupré, der Sohn ihrer Französischlehrerin, verschleppt wird.
Darüber hinaus entdecken sie in der Werkstatt des Stanislav Lodz die schaurigen Nachbildungen lebender Kinder. Die weiteren Ungeheuerlichkeiten, die der unheimliche Puppenmacher dort verbirgt, verschlagen den Jungen den Atem. Als schließlich die Dämmerung hereinbricht … erfüllt sich der Fluch der einäugigen Puppen.
(Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Der Beginn auf dem „Jahrmarkt des großen Feuerballs“, auf dem diese Folge spielt, ist ein wenig hektisch und das ständige Baby-Gequengel und -Gebrüll im Hintergrund tut nicht wirklich etwas zur Beruhigung bei, sondern wird recht schnell zum Running-Nerv-Gag der Folge. Frida Bänsch hat hierfür einen eigenen Eintrag in der Sprecher-Liste bekommen und stammt nicht aus den Archiven des Verlags. Mich persönlich haben die „Baby-Effekte“ recht schnell extrem genervt.
Dass Martin Dupré zwischendurch verschwindet, fällt dem Hörer dabei gar nicht wirklich auf … den Jungs vom Sender, der heißt wie die Stadt, schon. Und dass es in dieser Folge eigentlich um ein Geheimnis geht, das mit Portrait-Puppen lebender Kinder zu tun hat, wird so schnell erwähnt, dass es für manchen Hörer, der es sich noch nicht richtig bequem gemacht hat, fast zu fix geht.
Generell ist dies eine sehr hektische Folge, bei der man rasch den Überblick verlieren kann, wenn man nebenbei noch Auto fahren muss oder kuschlig im Bett grad mal eben an anderes denkt. Der Handlungsfaden mit dem Baby war nicht wirklich zwingend notwendig, sorgt aber für den eigentlichen Spaß der Folge und die gesamte Hintergrundgeschichte mit den Puppen fühlte sich irgendwie sehr konstruiert an. Die Ermittlungen verlaufen chaotisch und ständig brüllt die gute Frida im Hintergrund.
Und wer am Ende nicht mitbekommen hat, wie der Fall mit dem vermissten Martin und den Puppenaugen denn nun eigentlich aufgeklärt wurde, der kann sich die Folge ja noch mal in Ruhe anhören und geistig das Baby ausblenden.
Positiv fallen in dieser Folge allerdings die Sprüche der Jungs auf. Von denen gibts ja immer mal ein paar, aber diesmal sinds einige mehr geworden. Nicht zuletzt, weil einer der Jungs die komplette Folge lang mit Baby Becky beschäftigt ist.
Die Aussprache des Namens „Martin Duprés“ ist inkonsequent diskussionswürdig, sowohl von den Handelnden als auch vom Sprecher. Der Nachname wird von den Akteuren französisch ausgesprochen, den Vornamen aber sprechen alle im Wechsel deutsch oder auch mal englisch aus. Ansonsten machen alle Sprecher und Sprecherinnen einen prima Job, auch die Effektschmiede sorgt für eine sehr lebendig klingende Jahrmarkt-Folge und die gute Frida Bänsch wird sich in ein paar Jahren auch mal wissentlich über ihren ersten Einsatz als Hörspielsprecherin freuen können.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzähler: Jürg Löw
Jay Lawrence: Sven Plate
Tom Cole: Kim Hasper
Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss
Comtesse de Malivert: Liane Rudolph
Gavinot: Olaf Baden
Julie de Malivert: Carlotta
Monsieur Clement: Oliver Beerhenke
Martin Dupré: Kevin Semrau
Stanislav Lodz: Thomas Petruo
Victoria Thornton: Sonja Spuhl
Alan Williams: Christian Zeiger
Becky Thornton: Frida Bänsch
Madame Bonifah: Frau Rentsch
Mr Jacobi: Ulrich Voß
Peachy-Lynn: Kathrin Janke
Mrs Dupré: Ghadha al-Akel
Technik-Credits:
Regie, Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg, Markus Segschneider und Manuel Rösler
Tontechnik und Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Illustration & Cover Design: Ingo Masjoshusmann
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg
Die Ausstattung:
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Bildergalerie der bislang erschienen Folgen, inklusive der kommenden Folge „Verirrt im Spinnenwald“. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
Mein Fazit:
Eine hektische Folge mit Baby-Gebrüll, bei der man höllisch aufpassen muss, damit man nicht verwirrt zurückbleibt. Wer aufmerksam und unabgelenkt zuhört, der erlebt hier aber auch ein Menge witzige Wortspiele der Jungs.
1 Audio-CD Spieldauer: 62 Minuten Tracks: 10 EAN: 88697969502 Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren www.point-whitmark.de
Teil 1: 363 MB, 4:17 h, 54 Tracks
Teil 2: 315 MB, 3:41 h, 43 Tracks
Teil 3: _372 MB, 4:24 h, 51 Tracks_
Teil 4: – erscheint am 03.01.2012 –
_Die Handlung:_
Man schreibt den Mai des Jahres 3460. Die Milchstraße ist von den technisch überlegenen Laren und ihren Helfershelfern, den Überschweren, unterjocht. Die wenigen Menschen, die den Invasoren entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da verfällt Leticron, der Führer der Überschweren, auf einen teuflischen Plan: Er bringt das Bewusstsein eines Mutanten in seine Gewalt. Es soll ihm den Weg zum letzten Versteck der Menschheit weisen … Erde und Mond sind derweil verschollen. Der Sprung durch den Hyperraum, der die Heimat der Menschheit in die Sicherheit der Dunkelwolke hatte bringen sollen, endete im unendlich weit entfernten Mahlstrom der Sterne. Aber die Zuflucht im Mahlstrom erweist sich bald als brüchig. Seine Herrscher, das Insektenvolk der Ploohns, fassen die Neuankömmlinge als Bedrohung auf – und ihre Königin schickt eine gewaltige Flotte aus, um die Erde und ihren Trabanten in einen Glutball zu verwandeln …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 79|)
|Dieser Teil|:
Nachdem Gucky und sein Team etwas von dem raumschiffüberspannenden Netz erbeuten konnten, greifen auch schon die Ploohns unter der Führung ihrer Königin Jaymadahr Conzentryn an. Und die Schlacht scheint für Perry Rhodan nicht gut auszugehen, denn sie ist taktisch versiert und mit ihren Raumern in der Überzahl …
_Mein Eindruck:_
Auch diesmal wird nicht gekleckert. In diesem Teil steht die Raumschlacht gegen die Ploohns im Mittelpunkt. Erst aber gibts noch eine Moralpredigt vom Autor dieses |Silber Editons|-Häppchens, während Gucky und sein Team noch auf dem Planeten der „Kängurus“ sind.
Dann aber gehen die Autoren wieder in die Tausende, wenn die Ploohn-Königin Jaymadahr Conzentryn mit 30.000 Schiffen aufbricht, um sich Perry Rhodan und seine 20.000 Raumer vorzunehmen. Die hier entstehende Raumschlacht ist ein Leckerbissen für Military-Science-Fiction-Liebhaber, auch und gerade weil die Schlacht immer im Wechsel aus der Sicht der Königin und der von Perry Rhodan aus geschildert wird. Rhodan erkennt einen mindestens ebenbürtigen Gegner, den er lieber auf seiner Seite wüsste, als gegen ihn antreten zu müssen. Die insektoide Königin selbst gibt sich arrogant … weil sies ist und auch sein kann.
Dann hatte der Autor wohl ein Einsehen mit Perry und lässt einen riesigen Haufen seiner Raumer transitieren … ungewollt, per Zufall, weil sie zu dicht an einen Schlund geraten sind, von dem sie nicht wussten, dass es ihn gibt. Die Schiffe landen genau da, wo die Ploohns herkamen. Und schon wendet sich das Blatt und es wird wieder spannend, statt aussichtslos, denn die Ploohns scheinen einen Planeten des Systems ganz besonders beschützen zu wollen und den wollen sich die Terraner einmal besonders anschauen.
Und nachdem Tschubai mit seinem Team gelandet ist, entdeckt er … am Ende des dritten Teils der |Silber Edition| … die titelgebende Spur des Molkex … und das Team wird gefangen genommen. Just in dem Moment ist auch schon wieder Schluss mit diesem Teil der |Silber Edition|. In drei Wochen wird es dann wohl das finale Aufeinandertreffen mit der Ploohn-Königin geben.
_Das Hör-Erlebnis:_
Andreas Laurenz Maier gibt sich Mühe, jedem Charakter wiedererkennbare Eigenarten zu geben. Witzig hört sich das bei dem extrem verschnupften Greenor Varsk an, vom lispelnden Bugs-Bunny-Gucky ganz abgesehen. Ras Tschubai klingt unnatürlich, irgendwie wie eine Kreuzung aus Helmut Kohl und Wolfgang Pampels Synchronarbeit an Harrison Ford … aber er bestellt keinen Saumagen oder knallt mit der Peitsche. Interessanterweise spricht Maier den Halbcyno Dalaimoc Rorvic manchmal mit exakt der gleichen Stimmvariation, was ab und zu verwirrt, wenn sich die beiden unterhalten.
Rhodans Hauptgegnerin, die aggressive Ploohn-Königin Jaymadahr Conzentryn, klingt stellenweise wie eine originale Hitler-Persiflage (besonders beim Wort „Terraner“), das tun die Ploohns eigentlich immer, wenn sie zu Wort kommen. Aber diese Art der Interpretation passt zum aggressiven Auftreten der großen Insektenwesen.
Ansonsten hält Maier den Hörer gute 4,5 Stunden bei Laune und vermittelt alle Gefühlszustände, die Hektik, Dramatik und die kriegerischen Auseinandersetzungen prima und lebendig.
|Die Effekte – Der Hintergrund|
Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 693 „In den Höhlen der Ploohns“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.
Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.
_Mein Fazit:_
Dieser Teil steht ganz im Zeichen einer großen Raumschlacht mit unglaublich vielen Schiffen, gegen einen mehr als ebenbürtigen Gegner (oder besser: eine Gegnerin). Military-SciFi-Fans werden ganz besonders Spaß haben an diesem Teil der |Silber Edition 79|.
|MP3-Download mit ca. 372 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:24 h
Anzahl der Tracks: 51
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3943393163|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net
|Hinweis:| Die |Silber Edition 79| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 03. Januar 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.
Band 1: „Die Entführung“
Band 2: „Der Herzstein“
Band 3: „Der Blutmond“
Die Handlung:
Die 18-jährige Saba lebt sehr abgeschieden mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi am Silverlake – bis eines Tages vier bewaffnete Reiter ihren Bruder entführen. Saba schwört, Lugh zu finden und zu befreien. Auf ihrem abenteuerlichen Weg lernt sie die Welt jenseits des Silverlake kennen: Ein Land, in dem es keine Zivilisation mehr gibt, keine Bücher mehr, keine normalen Verkehrsmittel. Es wird von einem durchgedrehten König beherrscht, der die Bevölkerung mit einer Droge und mit seinen Soldaten, den Tonton, in Schach hält. In Hopetown muss Saba in der Arena kämpfen, aber sie trifft dort auch auf einen Mann, der sie liebt, und findet Freunde, die ihr bei ihrer Suche helfen. (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Dystopien sind spätestens seit den „Hunger Games“ auch im Jugendbuchsektor ein beliebtes Thema, das sich erfolgreich bearbeiten und verkaufen lässt. Und auch „Blood Red Road“, wie das Buch im Original heißt, ist bereits lange vor dem Erscheinen von Ridley Scotts Produktionsfirma eingekauft worden und soll 2014 in die Kinos kommen. Und auch wenn „Die Entführung“ in Deutschland nicht als Jugendbuch beworben wird, so ist es eins, das aber natürlich auch von Jugendbuch-Fans jeglichen Alters gelesen werden kann.
Was ist es also, das die Leser (und Hörer) so an diesen düsteren Zukunftsvisionen reizt? Vielleicht, dass sie die Menschlichkeit und Unmenschlichkeit ihrer Charaktere besser zeigen, weil nichts Glänzendes von ihnen ablenken kann. Meist gehts ums nackte Überleben und da wird der wahre Charakter der Figuren offengelegt.
Auch die Prämisse dieser Geschichte ist recht simpel: Die Protagonistin ist ein 18-jähriges Mädchen (Saba), das sich aufmacht, um ihren entführten Zwillingsbruder (Lugh) zu finden und zu befreien. Das wars schon. Der Rest ist eine emotionale Abenteuerreise, Action und ein Love-Interest namens Jack, der in derartigen Storys nie fehlen darf. Erzählt wird alles aus Sicht von Saba, die nachvollziehbarerweise nicht in dem Slang spricht, in dem der originale Roman geschrieben ist. Dennoch sind auch in der deutschen Übersetzung viele „e“ am Ende von Verben abgeschnitten worden, wenn Saba erzählt, um in die gleiche sprachliche Richtung zu gehen: ich „tret“, „stampf“, „renn“. Allerdings nervte mich das irgendwann.
Und je mehr man hört, desto besser kann man sich die Geschichte auf der großen Leinwand vorstellen. Die Entführung am Anfang, die brutalen Käfig-Kämpfe, die Saba zum „Todesengel“ machen, das ganze Dystopie-Setting der Welt und die harte aber herzliche Beziehung zwischen Saba und ihrer kleinen Schwester Emmi, die mit ihren neun Jahren schon sehr taff sein muss, um über die Runden zu kommen. Ganz abgesehen von Jack, von dem sich Saba nicht von ihrem Vorhaben ablenken lässt, der aber irgendwo gut zu ihr passt und für einen guten Schuss an Zwischenmenschlichkeit sorgt.
Die Spannung steigt allmählich an, je weiter Saba in die Unwirtlichkeit vordringt, je näher sie ihrem Ziel kommt, je mehr sie erlebt … erleben muss … und je mehr sie darüber erfährt, warum ausgerechnet ihr Bruder entführt wurde und was der irre König damit zu tun hat, der alles und alle unter seiner Kontrolle zu haben scheint.
Obwohl dies der erste Teil einer Reihe ist, kann „Die Entführung“ durchaus als eigenständiger Titel durchgehen. Dennoch werden sich viele nach dem Hören schon auf die nächsten Abenteuer von Saba freuen, die eine wirklich prima Heldin ist … zielstrebig und hart, wenn sie es sein muss, aber auch mit Gefühlen, Macken und Fehlern, was sie sympathisch macht und nicht zum Übermenschen.
Mein Hörerlebnis:
Noch bevor der Hörer sich in die Dystopie seiner Wahl stürzt, fällt ihm die ungewöhnlich hohe Anzahl an Tracks auf den CDs auf. Zwischen 19 und 28 Zwischenstopps bieten die Silberlinge. Das findet sogar im Bookletchen Erwähnung, weil es extrem hörerfreundlich ist und einen Wiedereinstieg in die Geschichte vereinfacht.
Wenn Laura Maire dann ansetzt, um aus Sicht von Saba ihre Lebensumstände und die Beziehungen zu ihren Eltern und vor allem zu ihren Geschwistern zu schildern, dann ist der Hörer direkt gefangen in ihrer Welt. Maire schafft es schnell, den Hörer davon zu überzeugen, dass hier ein 18-jähriges Mädchen ihre Erlebnisse schildert und nicht eine Sprecherin in einem Studio ein Manuskript vorliest. Und wenn sie die Entführung ihres Bruders mit vollem Einsatz vor dem Mikro schildert … brüllt … dann hat sie auch den letzten skeptischen Hörer in ihren Bann gezogen.
Jeder Charakter bekommt von ihr eine sprachliche Eigenart, einen besonderen Unterton, der ihn von den anderen unterscheidet. Laura Maire bietet durch ihren emotionalen Einsatz ein dystopisches Kopfkino, das so voller Leben ist, dass man es nicht nur sieht, sondern auch riecht und schmeckt. Jedes Gefühl, jede Konfrontation, jede Stimmung wird von ihr perfekt ins Ohr des Hörers gebracht. Ob Mann oder Frau, ob Kind oder Heranwachsender, ob gut oder böse, alle wirken authentisch und lebendig.
Die Ausstattung:
Die silbernen und mit einem „Dustlands“-Schriftzug bedrucken CDs stecken in einem Klapp-Jewel-Case. In einem Booklet-Faltblatt finden wir ein großes Bild der Autorin und Infos zu ihr und der Sprecherin. Zusätzlich gibts noch die Laufzeitangaben der enthaltenen CDs und die Technik-Credits. Auf der Rückseite des Jewel-Case sehen wir dann auch ein Bild der Sprecherin und eine Kurzinfo zur Geschichte.
Die Autorin und die Sprecherin
Moira Young hat als Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin gearbeitet, aber ihre erste Liebe gehörte immer schon den Büchern und dem Schreiben. Die gebürtige Kanadierin lebt heute zusammen mit ihrem Ehemann in Großbritannien. „Dustlands – Die Entführung“ ist ihr erster Roman. (Korrigierte Verlagsinfo)
Laura Maire absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt und wurde bekannt durch ihre Hauptrolle in der Fernsehserie „Verdammt verliebt“. 2011 erhielt sie den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. (Verlagsinfo)
Mein Fazit:
Eine Jugend-Dystopie, die nicht auf der Genre-Welle mitschwimmt, sondern allein dastehen kann. Eine Heldin, die sympathisch und natürlich ist und auch knallhart sein kann, wenn sie ihre Ziele verfolgt. Abenteuer mit einem Schuss Jugendromanze und Fantasy in einem düsteren Umfeld … ein spannender Mix, der ein interessantes Kopf-Kino bietet.
Mit Laura Maire als Sprecherin hat der Verlag eine perfekte Wahl getroffen, denn sie zieht den Hörer mit ihrer überragend lebendigen und extrem emotionalen Darbietung vor dem Mikro schnell in die Story und lässt ihn erst nach über sieben Stunden wieder aufgewühlt in seine eigene, hoffentlich heilere, Welt zurück.
Gekürzte Lesung auf 6 Audio-CDs Spieldauer: 7:13 Std. Tracks: 137 Originaltitel: Blood Red Road (Dustlands 1) Gelesen von Laura Maire Aus dem Englischen von Alice Jakubeit ISBN: 978-3-86717-829-7 www.randomhouse.de/hoerverlag
Kurz vor seinem Tod schreibt Dr. Watson einen Fall seines berühmten Freundes Sherlock Holmes auf, über den er bislang geschwiegen hat – zu schockierend waren die Geschehnisse, zu weitreichend die Verschwörung und zu mächtig die darin verwickelten Familien.
Der wohlhabende Kunstsammler und Galerist Edward Carstairs fühlt sich von einem mysteriösen Mann mit Schiebermütze verfolgt. Er erkennt in ihm den Anführer und einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Und so wendet er sich hilfesuchend an Sherlock Holmes. Kurz darauf wird der Amerikaner erstochen und ein Straßenjunge, der den Mord beobachtet hat, brutal ermordet. Holmes hat nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk des Jungen … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Man mag es aufgrund der Vielzahl an Sherlock-Holmes-Geschichten, die es nach dem Tod seines Erfinders schon gegeben hat, nicht glauben, aber dies ist tatsächlich das erste Holmes-Abenteuer, das von offizieller Seite als Canon abgesegnet wurde. Da Holmes hier bereits verstorben ist und sich der gute Watson bald zu ihm gesellen wird, kann es aber auch gut sein, dass dieses Abenteuer zugleich die letzte offizielle Fortsetzung sein könnte, die „gefunden“ wurde.
Und wenn der Hörer sich von Horowitz‘ Holmes ins viktorianische England entführen lässt, dann merkt er schnell, warum der Autor das Gütesiegel des Doyle-Clans bekommen hat. In erster Linie schreibt er, wie Conan Doyle seinen Holmes geschrieben hat und erst dann fügt er seinen eigenen Stil hinzu. So bekommen wir hier noch mehr Action und Drama geboten, als man es sonst von Holmes-Abenteuern gewohnt ist, auch ist das gesamte Feeling düsterer.
Da Horowitz das offizielle Vertrauen hat, lässt er auch gern ein paar allzu bekannte Namen wie Professor Moriarty, Mrs Wiggins und Holmes‘ Bruder Mycroft für einen Gastauftritt auftauchen, ob sie nun mit der Handlung etwas zu tun haben oder nicht, und lässt für den Hardcore-Fan immer mal ein paar Bezüge zu Doyles Holmes-Fällen hören. Da Watson diesen vorliegenden Fall für 100 Jahre unter Verschluss halten wollte, weil er zu gewaltig war und Holmes gerade ein Jahr tot ist … müsste er rein rechnerisch 1910 verstorben sein (denn 2011 erschien die Romanvorlage dieses Hörbuchs). Dann allerdings hätte er „Seine Abschiedsvorstellung“ 1914 nicht geben können, denn in diesem Jahr spielt diese Story und auch der Hinweis am Anfang mit den „Zeiten des Krieges“ würde nicht passen, was Watson ins Jahr 1914+ versetzt hätte. Canon also ok … Recherche … diskussionswürdig. Es sei denn, die 100 Jahre wären nicht eingehalten worden und das gesellschaftserschütternde Manuskript wäre schon früher an die Öffentlichkeit gelangt.
Es geht los, wie viele Fälle von Sherlock Holmes starten. Es kommt ein Klient und erzählt aufgebracht seine Geschichte, die oftmals viel komplizierter aufgelöst wird, als man es vermuten könnte. Hier fängt alles mit einem Kunstraub in Amerika an, dessen Aus- und Nachwirkungen sich bis nach England ziehen und dessen Fall mit zunehmender Ermittlungsarbeit immer seltsamer wird. Irgendwann fällt der Begriff „House of Silk“ (der keine deutsche Übersetzung erfahren hat), wobei es sich um eine Geheimgesellschaft handeln könnte und plötzlich steht der drogensüchtige Holmes selbst im Mittelpunkt der Ermittlungen … was nicht zuletzt der Verdienst des „House of Silk“ sein dürfte. Und dadurch gibts dann zwangsweise auch ein Watson-Solo, in dem der Erzähler der Geschichte selbst ermitteln muss.
Der Spannungsbogen beim „Geheimnis des weißen Bandes“ nimmt sich anfangs Zeit, um sich nach oben zu biegen. So wird dem Hörer aber auch Zeit gegeben, sich in dem Setting wohlzufühlen, bevor er anfängt, über den Fall nachzugrübeln. Mit jedem Kapitel aber wird es spannender und aufregender. Dramatik und Verbrechen halten Holmes und Watson im Griff und den Hörer bei der Stange, der irgendwann nicht mehr abschalten möchte, weil es keine Durchhänger in der Handlung gibt.
Auch das Ende und die große Auflösung hätte Doyle wohl selbst nicht so geschrieben … aber … Doyle hat diese Geschichte ja auch nicht geschrieben und so hat Horowitz am Ende doch noch seinen eigenen Holmes geschaffen … mit offizieller Absegnung.
Und es wäre keine Sherlock-Holmes-Geschichte, wenn mit der großen Auflösung nicht bis ganz zum Schluss gewartet werden würde. Auch wenn der aufmerksame Hörer sich das eine oder andere schon zusammengereimt hat, so gibts im Laufe der Geschichte dennoch Drehungen und Wendungen, die zu überraschen wissen.
Das Hörerlebnis:
Johannes Steck gibt einen tollen Watson. Vom ersten Augenblick an nimmt er den Hörer gefangen und bringt die Trauer des Holmes-Freundes perfekt ins Ohr. Und wenn er dann anfängt, vom eigentlichen Fall zu berichten, dann blüht er hörbar auf und der Hörer freut sich lächelnd auf das, was die beiden damals erlebt haben.
Steck schafft es allein durch die Veränderung der Sprechgeschwindigkeit, leichter Modulation der Stimme und manches Mal durch Lautstärkeveränderungen, die Charaktere für den Hörer unterscheidbar zu machen und in Sekundenbruchteilen sofort Dramatik und Spannung aufzubauen. Holmes klingt immer so, als wäre er Herr der Lage, was zweifellos auch immer der Wahrheit entspricht und Watson ist immer ein wenig hektisch und aufgeregt.
Steck braucht seine Stimme nicht albern zu verstellen, auch wenn er Frauen spricht, um die Stimmung, das Erlebte und die Gefühle der einzelnen Personen nachfühlbar zu transportieren. Johannes Steck weiß mit seiner Stimme umzugehen und sie zielsicher einzusetzen. Hier ist ein Profi am Werk, der seine Hörer die Romanvorlage authentisch erleben und die Spannung mitfühlen lässt.
Die Aussprache des Namens des allseits bekannten, beliebten und von Holmes nicht für voll genommenen Inspector Lestrades hingegen, gefällt mir gar nicht. Allgemein wird er nicht „Le-strait“, sondern „Le-strard“ ausgesprochen, was den Reim „Lestrade vom Yard“ ermöglicht, zumal Lestrade französische Wurzeln haben soll. Dieser Aussprache schließt sich auch die 60-teilige Hörspielserie SHERLOCK HOLMES an.
Der Autor:
Anthony Horowitz, geboren 1956 in Stanmore / Middlesex in England, arbeitete bereits für Theater, Film und Fernsehen, als er in England mit den „Diamond-Detektiven“ seinen Durchbruch als Romanautor erlebt. Seit der Erfindung von „Alex Rider“ ist er zum Kultautor avanciert. (Verlagsinfo)
Der Sprecher:
Johannes Steck, 1966 in Würzburg geboren, absolvierte eine Ausbildung an der Schauspielschule Wien. Nach Engagements an staatlichen Theatern folgten zahlreiche Auftritte im TV wie zum Beispiel eine Hauptrolle in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“. Als Sprecher und Produzent von Hörbüchern hat Johannes Steck sich deutschlandweit einen Namen gemacht. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von München. (Verlagsinfo)
Die Ausstattung:
Die zwei schwarz bedruckten und die zwei weiß bedruckten CDs bieten den gleichen geschwungenen und stilvoll weißen Schriftzug des Titels wie das Jewel-Case, in dem sie stecken. Das Booklet bietet nicht nur die Spielzeitangaben der einzelnen CDs, sondern auch eine Aufstellung darüber, welche Tracks zu welchem Kapitel gehören. Damit die Hörer nicht den Überblick über die vielen Charaktere verlieren, finden wir auf zwei weiteren Seiten eine Aufstellung der Personen und was sie so treiben. Dann gibts noch Fotos des Autors und des Sprechers zu sehen, nebst Infos zu ihnen, die Technik-Credits und Eigenwerbung zu weiteren Produktionen des Verlags. Auf der Rückseite der Box finden wir noch mal ein Foto des Sprechers und Infos zur Geschichte.
Mein Fazit:
„Einmal Sherlock Holmes mit alles, bitte!“ … Horowitz lässt das bekannte Gespann Holmes & Watson von einer Wendung zur nächsten hetzen. Holmes-Hardcorefans werden hier und da chronologische Ungereimten in Verbindung zu Doyles Fällen finden, wer nur ein wenig Sherlock-Holmes-Vorwissen hat oder ihn nur in Form von Downey Jr. aus dem Kino kennt, auch für den ist diese Story interessant, abwechslungsreich und spannend.
Alles lebendig, spannend und fesselnd vorgertragen von einem Sprecher, der weiß, wie man einen Hörer in die Story hineinzieht. Ich würde mich freuen, wenn Horowitz noch einmal nachlegen und das Werk dann wieder von Johannes Steck gelesen würde.
4 Audio-CDs Spieldauer: 5:09 Std. Tracks: 67 Originaltitel: The House of Silk Gelesen von Johannes Steck ISBN: 978-3-8337-2868-6 www.jumboverlag.de
„Manche Leute sagen: ‚Es gibt Gespenster‘, manche Leute sagen:‘ Es gibt keine Gespenster‘. Ich aber sage: HUI BUH ist ein Gespenst!“ So beginnt jedes Hörspiel der klassischen Serie und der Auftakt zum einleitenden Dialog zwischen Erzähler und dem Schlossgespenst, in welchem jedes Mal auf Neue erklärt wird, wie aus dem fidelen Ritter Balduin dereinst vor vierhundert Jahren „HUI BUH – Das Gespenst mit der rostigen Rasselkette“ wurde und was seither alles so auf Schloss Burgeck geschah. Schöpfer Eberhard Alexander-Burgh, seines Zeichens Hörspielautor, konnte Anfang der Siebziger kaum ahnen, dass dieser Figur ein solcher Erfolg beschieden sein wird, sodass nach insgesamt 23 Folgen der Originalserie mit dem unvergesslichen Hans Clarin als hibbeliges und krakeelendes Gespenst inzwischen „HUI BUHs neue Welt“ das kettenrasselnde Erbe bei |EUROPA| antrat.
_Zur Story_
HUI BUH, das einzige für Schloss Burgeck behördlich zugelassene Gespenst erscheint allnächtlich zur Geisterstunde und spukt. Das ist an sich noch nichts Ungewöhnliches, schon eher aber, dass damit Geld verdient wird. Er geistert seit dem Umbau von Burgeck nämlich vor gruselwilligem Publikum, wobei der eine oder andere Gast unwillkommene Spuren hinterlassen hat. Seien es Schmierereien auf seiner vermoderten Holztruhe oder auch Flecken in seinem Buch „Spuken leicht gemacht für Jedermann“. Doch jetzt hat ein Schlosstourist offenbar HUI BUHs allerletzten Kopf mitgehen lassen. Ohne den will der gramvolle Geist an diesem Abend aber partout nicht erscheinen. Alle von Julius, Konstanzia und dem Kastellan gut gemeinten Ersatzmaßnahmen, vom Luftballon über einen Kürbis bis hin zu einem Gipskopf der Deckenverzierung, enden im Fiasko und mit Häme für das immer verzweifeltere Schlossgespenst. Um dem Spott- und Hohngelächter zu entfliehen, springt HUI BUH – buchstäblich kopflos – in den Burgbrunnen.
_Eindrücke_
Andreas von der Meden ist von jetzt an als Kastellan gebucht und gehört wie Hans Paetsch und Hans Clarin zu den Stammsprechern. Peter Kirchberger ist wieder einmal Gast in der Rolle des „Felix Fix, der flitzende Federhalter vom fidelen Volksblatt“. Er wird später auch gelegentlich die Rolle von Julius dem 111. übernehmen. Ebenso wenig wie der Rest der Gruppe von Schlosstouristen, taucht jedoch Ernst von Klippstein in der Sprecherliste auf, dessen markante Stimme in einigen anderen |EUROPA|-Produktionen, unter der Ägide von Heikedine Körting, zu hören ist. Beispielsweise als der Arkonide Crest in der „Perry Rhodan“-Reihe oder auch bei den „Drei ???“. Noch ein letztes Mal kommen übrigens Wolfgang Kieling und Marianne Kehlau in dieser Folge zum Einsatz und schlagen sich recht wacker, waren – rückblickend betrachtet zurecht – aber nicht erste Wahl bei der Besetzung Julius/Konstanzia. Auch die Figur des HUI BUH selbst hat noch so kleinere Inkonsistenzen aufzuweisen, was aber nicht an Clarins Interpretation, sondern an der Ausgestaltung an sich liegt.
Bemerkenswert an dieser Folge ist zunächst, dass Erzähler und Gespenst im Eröffnungsdialog erst einmal Revue passieren lassen, was in den drei vorangegangenen Folgen so alles geschah – allerdings nicht in der chronologischen Reihenfolge, wie sie in den Hörspielen stattfanden. Entweder ist der Dialogregie dort irgendetwas durcheinander geraten oder die einzelnen Abschnitte waren vom Autor ursprünglich in einer etwas anderen Abfolge geplant. Ein Novum auch, dass erstmals eine einzige thematisch durchgängige Geschichte erzählt wird, die nicht so sehr in mehrere separate Teile gegliedert ist, wie es zuvor stets der Fall gewesen ist. Zwar ist der Absatz mit dem Reporter Felix Fix gewissermaßen auch eigenständig, nimmt aber eindeutig Bezug zu den Vorfällen des titelgebenden Burgbrunnens und setzt somit den passenden Abschlusspunkt unter die Story. Obschon die Folge recht kurz ausfällt, ist sie dennoch amüsant geraten und steckt voller geistreicher Action sowie geradezu typischen Zitaten, an die sich nostalgisch veranlagte Rezensenten auch heute (wieder) gern erinnern (lassen).
_Die Produktion_
Buch und Konzeption: Eberhard Alexander-Burgh
Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Dr. Beurmann
Regie und Produktion: Heikedine Körting
|Sprecher und Figuren|
Hans Clarin (Hui Buh), Wolfgang Kieling (König Julius der 111.), Marianne Kehlau (Königin Konstanzia), Andreas von der Meden (Kastellan), Hans Paetsch (Erzähler), Peter Kirchberger (Reporter), Ernst von Klippstein u. a. (Schlossbesucher – nicht aufgeführt)
_Fazit_
So langsam verlässt HUI BUH seine Kinderschuhe und auch die Produktion selbst tuts ihm nach: Man wurde bei |EUROPA| immer professioneller, den schrulligen Schlossgeist richtig in Szene zu setzen, der eigentlich als Eintagsfliege geplant war. Natürlich lebt die Serie ganz stark von Hans Clarin als tragikomische Titelfigur, doch auch der Rest drumherum wird immer konstanter, was sich spätestens mit der nächsten Folge auch endlich bei der Besetzung widerspiegelt. „Das Geheimnis im Burgbrunnen“ ist zwar recht kurz geraten, damit aber auch kindgerechter als das was heute manchmal so fabriziert wird, kommt dafür allerdings auch thematisch dementsprechend kurz und knackig zur Sache. Die Folge ist ein gelegentlich unterschätzter Meilenstein auf dem Weg zum weiteren Erfolg der Serie.
|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 33 Minuten
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2002
EAN: 74321920262|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881
Geist ist geil! Seit 2002 – Ständig neue Rezensionen, Bücher, Lese- und Hörtipps