Die Handlung:
Die Studentin Sharyn Karr erhält von ihrem Professor ein altes, versiegeltes Buch und eine Visitenkarte. Noch am selben Abend kommt der ältere Mann bei einem Brand in der Bibliothek um. War es ein Unfall? Aber wer würde für den Besitz des Buches über Leichen gehen? Und wie sind die Gesandten des Vatikans in die Angelegenheit verwickelt? Die Telefonnummer auf der Visitenkarte scheint die letzte Rettung zu sein. Die Stimme am anderen Ende der Leitung verspricht Sharyn Schutz, wenn sie den Tower von London erreichen kann. Doch das ist nur der Beginn der Suche nach dem größten Schatz der Menschheit! (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Eigentlich könnte man schon die Augen verdrehen, wenn man die Prämisse dieser Story sieht. Das klingt alles nach einem x-ten Versuch, auf den Dan-Brown-Zug aufzuspringen, der eigentlich schon vor Jahrzehnten an der Endstation angekommen ist.
Wäre dieser Roman nicht von James Rollins. Der Mann hat schon zu viele zu gute Abenteuergeschichten erdacht, als dass man ihm nicht eine faire Chance geben würde.
Im Zentrum dieser Geschichte, die perfekt und vor allem extrem spannend echte Fakten mit Fiktion verbindet, steht ein Buch. Eine Art okkultes Tagebuch des Grafen von Saint Germain (nein, er hat nicht den bekannten Fußballverein gegründet), den es tatsächlich gegeben hat. Ein interessantes Buch, „Die heilige Trinosophie“, hat er mutmaßlich auch wirklich geschrieben. Darin steht aber nichts über die Unsterblichkeit und wie man die Welt befrieden kann.
Aber in dem Buch, das die Studentin (der Hexerei!) Sharyn Karr hier von ihrem Professor in die Hand gedrückt wird, schon. Aus dramaturgischen Gründen wird der Mann kurz darauf ermordet und die wilde Hatz durch Europa nimmt ihren Anfang.
Sharyn wird nämlich nicht nur von den Behörden gesucht, weil sie den Professor umgebracht haben soll, nein, natürlich darf auch eine geheime Bruderschaft nicht fehlen, die natürlich sehr daran interessiert ist, das Buch in ihre Hände zu bekommen. Jemand aus der Kirche fehlt? Keine Sorge, den Mann aus dem Vatikan gibts auch und er gehört diesmal zu den Bösen.
Der Autor:
Neueste Technologiekenntnisse und fundierte wissenschaftliche Fakten, genial verknüpft mit historischen und mythologischen Themen – all das macht die Abenteuerthriller von James Rollins zum einzigartigen Leseerlebnis. Der passionierte Höhlentaucher James Rollins betreibt eine Praxis für Veterinärmedizin in Sacramento, Kalifornien. (Verlagsinfo)
Mein Fazit:
Ich hatte ganz ehrlich sehr gedämpfte Erwartungen an diesen Roman. Zu viele Geschichten dieser Art habe ich in den vergangenen Jahrzehnten schon gelesen, aber die meisten waren schlecht recherchiert und darauf aus, monetär auf einer Erfolgswelle mitzuschwimmen, die nicht die eigene war und außerdem längst abgeebbt.
James Rollins hat mit „Der 13. Hüter“ jetzt nicht den Abenteuerroman aller Abenteuerromane geschrieben, aber er bietet fesselnde Action-Unterhaltung mit allem, was Dan-Brown-Fans von ganz, ganz früher damals schon so fasziniert hat.
Die wilde Hetzjagd konnte mich kurzweilig unterhalten und die geschickte Verknüpfung von Fakt und Fiktion hat mir gut gefallen, weil Rollins gut recherchiert hat.
Taschenbuch: 528 Seiten
Originaltitel: Trust No One
Aus dem Amerikanischen von Michaela Link
1. Auflage, Juli 2026
https://www.penguin.de/verlage/blanvalet
Der Autor vergibt: 



