Schlagwort-Archiv: Die drei ???

Die drei ??? – Im Schatten des Giganten (Band 165)

Zur Story

„Hier wohnen Jene. Und sie töten.“ So lautet jedenfalls die Übersetzung des indianischen Wortes „Yosemite“ – und eben hierher in den gleichnamigen Nationalpark, hat es die drei Detektive verschlagen. In den Schatten des Giganten, dem berühmten „El Capitan“ und dem nicht minder beeindruckenden „Half Dome“. Es ist Herbst und Journalist Bill Andrews – Bobs Vater – schickt sich an eine Story über einen brandneuen Rettungshubschrauber zu verfassen, dafür besucht er die Helitack-Staffel des YOSAR (YOsemite Search And Rescue) mit dessen Leiterin, Jeanne Chase, er befreundet ist. Die drei ??? dürfen ihn auf diese Reise begleiten – unter der Voraussetzung diesmal keinerlei irgendwie gearteten Ermittlungen anzustellen und sich wirklich mal zu erholen. Und die gewaltige Naturkulisse ist genau dafür denkbar gut geeignet.

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Vollenbruch, Astrid (Autorin) / Minninger, André – Die drei ??? – Pfad der Angst (Hörspiel) (Folge 137)

_Zur Story_

Die Auftragserteilung ist recht ungewöhnlich. Ein mysteriöser Klient, der sich selbst „Der Polymath“ nennt, hat den dreien quasi als Eignungsprüfung ein Rätsel zukommen lassen, bei dessen Lösung sie sich als würdig erweisen sollen, in seine Dienste zu treten. Kaum jedoch haben sie das Rätsel gelöst, erhalten sie einen seltsamen Anruf, der die Jungs dazu bringen soll lieber wegzubleiben. Was die Neugier der drei ??? natürlich noch weiter anfacht. Im kleinen Wüstenort Brestow/Texas angekommen erweist sich ihr neuer Auftraggeber als verschrobener Sonderling, der mit seinem grantigen Bruder isoliert auf seinem Anwesen „Rose Hall“ lebt. Winston Granville gibt an, er sei Erfinder und jemand habe sein „Okkulus Audiens“-Gerät gestohlen. Genauer: Sein neidischer Nachbar. Die drei Detektive sollen es wiederbeschaffen. Doch Winston und Matthew scheinen selbst Leichen im Keller zu haben, zumindest können die drei geheimnisvolle, nächtliche Grabungsarbeiten im selbigen beobachten.

_Eindrücke_

Die Vorlage von Astrid Vollenbruch hatte schon unter dem Stigma des vollkommen inhaltsfernen Titels und dem vergleichsweise langweiligen Coverbild zu leiden. Pfade kommen in der ganzen Geschichte nicht ein einziger vor und wenn dann nur unfreiwillig und ohne P. OK, Eine Portion Angst gibt es für die Beteiligten zumindest beim finalen Showdown auszuhalten, der beim Hörspiel aber ziemlich gekünstelt wirkt. Da ist das Buch eleganter, auch wenn dort – verständlicherweise – ebenso dick aufgetragen wird. Bemerkenswert ist jedoch das konsequente und ungewohnt grimmige Ende. Doch bis es soweit ist, lavieren sich die Figuren durch eine wüstentrockene, langatmige Story mit wenig Drive. Ein wenig erfrischender ist schon das Element, dass auch die drei Superschnüffler sich mal täuschen lassen und darob zu Kreuze kriechen müssen – das ist dann doch eher selten. Gewohnte Kost hingegen, dass wieder einmal ein Vorfall aus der Vergangenheit der Schlüssel zu allem ist.

Richtige Lichtblicke sind dabei allenfalls die schrägen Charaktere der Granvilles und ihres nicht weniger seltsamen Handlangers Smithy. Wie man anhand der knappen Sprecherliste entnehmen kann, ist der Kreis der potenziellen Verdächtigen ohnehin ziemlich spärlich – einer davon muss schließlich der fiese Knilch sein. Wobei besonders Urgestein Uwe Friedrichsen zwar stimmlich kaum wieder zu erkennen ist, aber eine blitzsaubere Darbietung des herrlich grantigen Matthew abliefert. Definitiv das Highlight der Folge. Doch auch Christian Rode als dessen spinnerter Erfinder-Bruder rettet dem Hörspiel noch ein paar Lorbeeren, wohingegen die Stammsprecher der Hauptcharaktere subjektiv einen recht lustlosen Eindruck machen. Eher routiniert denn engagiert schaukeln diese sich über die Eineinviertelstunde Laufzeit. Auch bei der Musik haben die Soundtüftler von STIL (Christian Hagitte und Simon Bertling) schon ein glücklicheres Händchen gehabt. So richtig will diesbezüglich keine Atmosphäre aufkommen, während die Geräuschkulisse als solche durchaus in Ordnung geht.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

_Sprecher und Figuren_

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Christian Rode (Winston Granville), Uwe Friedrichsen (Matthew Granville), Konstantin Graudus (Smithy), Michael Brennicke (Mr. Jackmore), Wilhelm Wieben (Professor Frazier), Tetje Mierendorf (Polizist)

_Fazit_

Eins der schwächeren Hörspiele aus der Neuzeit der Serie, wobei man sagen muss, dass dies Jammern auf recht hohem Niveau ist. Da hat man schon wesentlich üblere Produktionen präsentiert bekommen, sodass sich der 137. Fall des Trios bequem im soliden Mittelfeld positionieren kann. Die skurrilen Granville-Brüder haben schon etwas, doch insgesamt zieht sich die Story, mit dem denkbar unpassenden Titel, bis zu ihrem urplötzlich mit Handlung vollgestopften Finale, streckenweise wie Kaugummi. Das ist in sofern erstaunlich, da das Hörspiel schon um einiges reduziert daherkommt und demnach generell eigentlich straffer sein sollte, als die Vorlage. Das Gegenteil ist aber eher der Fall: Im Buch läufts reibungsloser und auch ein Stück weit plausibler ab. Da hat André Minninger für die Adaption den Rotstift scheinbar an nicht ganz optimalen Stellen angesetzt. Der staubtrockene Daumen des Rezensenten weist in die Waagerechte.

|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 73 Minuten
Erzählt von Astrid Vollenbruch nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2010
EAN: 886974413721|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

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Erlhoff, Kari (Autor) / Minniger, André – Die drei ??? – und der Meister des Todes (Folge 155) (Hörspiel)

_Zur Story_

Die drei Fragezeichen stecken grade mitten im Dreh zu einem Amateur-Horrorfilm – es ist ein Schulprojekt. Leider fehlte dem insgesamt siebenköpfigen Team bislang eine passende Location, doch nun kommt Schwung in die Sache. Den Nachwuchs-Tarrantinos wird ein altes, inzwischen verlassenes Haus an der Küste zur Verfügung gestellt, von dem die Besitzerin Mrs. Sciutto durchaus Gespenstisches zu berichten weiß, als Justus, Peter und Bob den Schlüssel dafür bei ihr abholen. Der ehemalige Familiensitz der Sciuttos ist noch leidlich bewohnbar, das Filmteam könne darin gerne übernachten. Wasser und Strom wären ebenfalls vorhanden – aber: Es hängen dort noch die antiken, venezianischen Marionetten ihres verstorbenen Mannes Dario. Vor diesem stummen Spalier sei eindringlich gewarnt.

Ihr Mann war früher ein ziemlich berühmter Puppenspieler und mit dem Titel „Meister des Todes“ belegt. Denn nur dieser ist, einem Teil der bewegten Familienlegende nach, in der Lage den Sensenmann in Schach zu halten. Der fuhr im Haus offenbar trotzdem gerne mal auf mysteriöse Weise seine Ernte ein, allein schon der frühe Tod ihrer beiden Söhne ist bemerkenswert. Auch von körperlosen Stimmen des Nächtens ist die Rede. Daher sei um die, angeblich mit einem Zauber belegten, Marionetten herum auch ein Kreide-Bannkreis gezogen, der auf keinen Fall unterbrochen werden dürfe. Schon bald nachdem die Teens dort untergekommen sind, geschehen tatsächlich höchst merkwürdige Dinge. Doch hat auch wirklich die gruselige Marionette des „Tod“ dabei seine knochigen Hände im Spiel?

_Eindrücke_

Das Setup ist, wie man lesen kann, schon ziemlich knackig und klingt höchst interessant. Ein wenig erinnert es an eine Mischung aus dem Achtzigerjahre-Mysterystreifen „Joey“ und einem beliebigen Teen-Slasher à la „Scream“ und Konsorten. Selbstverständlich in einer entschärften Version, denn wir sind hier ja schließlich bei den drei Fragezeichen – und da gibts per se schon mal nichts Übernatürliches, geschweige denn blutige Gemetzel. Dennoch ist das Ganze spannend geworden und hat recht gruselige Momente bzw. Gefahrensituationen, die es in sich haben. Ungefährlich ist es in dem alten Gemäuer jedenfalls nicht. Schließlich will irgendjemand den Jugendlichen Angst machen, doch warum und wieso, klärt sich gottlob erst recht spät und ist durchweg spannend aufgezogen. Auch sprecherseitig gibt es keine Klagen. Lediglich die Zwischenmusik kränkelt an einigen Stellen: Eine Stufe düsterer, wäre der Atmosphäre sicherlich zuträglicher gewesen.

Zumindest, wenn man die Buchvorlage nicht kennt, vermisst man beim Storytelling eigentlich nichts. Alle Elemente passen im Prinzip gut ineinander und das trotz der Kürzungen. Leider geht aber doch ein Stück weit der Überblick der komplexen Zusammenhänge sowie die Figurenzeichnung flöten. Da ist Kari Erlhoffs Roman an entscheidenden Stellen detaillierter und man kann die einzelnen Figuren auch on-the-spot besser auseinanderhalten, beim Hörspiel braucht man dafür eventuell mehrere Anläufe dafür. Zudem blieben bei der Umsetzung einige humorige wie zusätzlich spannungsförderliche Sequenzen komplett außen vor. Etwa Bobs „Zwiegespräch“ mit der Skelett-Marionette auf dem Beifahrersitz seines Käfers. Latonas witzig-kesse Einlagen sind noch vorhanden – übrigens eine vielversprechende Figur, die hoffentlich nicht letztmalig auftaucht – dafür ist das Finale (Die Aufführung des fertigen Streifens) weggelassen worden. Schade.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

|Sprecher und Figuren|

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Christian Stark (Zack Martin), Manuela Bäcker (Mary-Ann Leigh), Julia Hummer (Latona Johnson), Till Huster (Frank Norman), Heidi Berndt (Mrs. Robinson), Gisela Fritsch (Angela Sciutto), Rainer Fritzsche (Federico Sciutto), Ingo Feder (Mr. Torrance), Konstanze Ullmer (Nachbarin), Undine Ullmer (Kind)

_Fazit_

Die Story auf 66 Minuten zu komprimieren ist insgesamt gelungen und es wurde ein gutes Hörspiel mit ordentlich Flair daraus. Bei der Wahl situativ passenderer Musik wären noch weitere Pünktchen zu holen gewesen. Allerdings muss man positiv festhalten, dass keine groben Schnitzer zu verzeichnen sind und man als einzigen wirklichen Vorwurf gelten lassen kann, dass die Vorlage deutlich ausgefeilter, runder und einen Tick spritziger zu Werke geht. Wem dieser spannende, komplexe 155. Fall schon als Hörspiel gefallen hat, dem sei auch das Buch ganz dringend zur Lektüre anempfohlen. Da hat das Kopfkino noch eine Schüppe draufzulegen. Der knochige Rezensentendaumen zeigt für diese gelungene EUROPA-Produktion jedenfalls klar noch oben.

|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 66 Minuten
Erzählt von Kari Erlhoff nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2012|
EAN: 886979232525
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Die drei ??? und der Meister des Todes (Folge 155)

Die Handlung:

Das alte Haus an der Küste hat einst einem Marionettenspieler gehört. Der perfekte Drehort für ihren Horrorfilm, finden die drei ??? und ihre Kollegen aus dem Filmkurs. Schließlich hängen die unheimlichen Puppen immer noch an den Wänden. Als es in ihrer Nähe zu mysteriösen Ereignissen kommt, glauben Justus, Peter und Bob zunächst nicht an Magie. Doch dann gerät ausgerechnet einer der Detektive in den Bann einer düsteren Macht. Haben die Marionetten ihre Finger im Spiel? Oder zieht jemand anderes im Hintergrund die Fäden? (Verlagsinfo)

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Dittert, Christoph – Die drei ??? – Geheimnisvolle Botschaften (Band 160)

_Zur Story_

Der Raub eines nicht einmal besonders alten Pergamentbuches führt die drei Detektive in die Dienste von Professor Mathewson – einem Gelehrten für das Mittelalter. Unterstützt werden die drei Fragezeichen dabei von dessen Tochter Barbara, die sie zuvor zufällig am Marktstand eines Pergamentmachers kennenlernten. Der eigentliche Diebstahl des Folianten ist recht schnell aufgeklärt und auch die Wiederbeschaffung gelingt. Was bleibt, ist die Frage nach dem eigentlichen Motiv. Was wollte der Täter mit dem augenscheinlich ziemlich wertlosen Wälzer. Selbst mit den ausgebufftesten Tricks ihres Labors und vollem Einsatz ihres Verstandes können Justus, Peter und Bob keinerlei erkennbare Botschaft darin erkennen – sei sie im Text verschlüsselt oder per Geheimtinte eingebracht. Dennoch birgt das Buch tatsächlich ein für das bloße Auge unsichtbares Rätsel, welches die drei (vier) Jung-Schnüffler in die Vergangenheit Rocky Beachs führt – und darüber hinaus in nicht unerhebliche Gefahr!

_Eindrücke_

Erfreulicherweise bekommt die ???-Autorenriege in letzter Zeit offenbar immer wieder mal Zuwachs. Christoph Dittert legt mit diesem Buch sein Debüt für die drei Fragezeichen vor und man kann vorwegnehmen, dass er seine Hausaufgaben gemacht hat. Sowohl das Spiel mit den – von Kennern der Serie übrigens auch goutierten – Klischees gelingt ebenso wie das Setzen eigener Impulse. Ein „Palimpsest“ hatten wir beispielsweise noch nicht. Klar, dass man bei inzwischen über 160 Bänden nicht immer alles revolutionär neu gestalten kann, sodass es beinahe zwangsläufig die eine oder andere Anleihe bei früheren Fällen und Figuren auftauchen kann. Das Thema: seltsames, altes Buch wie bei „Botschaft von Geisterhand“ etwa. Diesbezüglich fällt zudem die Ähnlichkeit beim Titel und dem Coverbild ins Auge. Mit Barbara gibt es eine weitere bemerkenswerte Parallele, auch vom Typ her, mit Jelena Charkowa. Allerdings hat Barbara auch noch genügend Potenzial und (schräges) Eigenprofil, um eventuell sogar noch einmal als Figur (wieder)verwendet zu werden.

Und sonst alles Takko? Jepp, eigentlich schon. Obwohl: Taekwando ist bekanntlich eine koreanische Kampfsportart. Bei einer – wenn auch amerikanisierten Chinesin – wäre demnach Kung-Fu als Mittel der Wahl vielleicht doch eine Spur authentischer gewesen. Egal. Ein kleiner (Denk-)Fehler hat sich übrigens doch frech in das Rätsel geschlichen, denn im anglo-amerikanischen Sprachraum gibt es bekanntlich gar keine Umlaute – hier verschlägt es jedoch ein „Ü“ in den Rätseltext. Mit ersatzweise verwendetem „UE“ wäre aber das schöne Gartenzaun-Chiffre blöderweise zum Teufel. Es ist halt schwer, mit einem in Deutsch codierten Hinweis ein amerikanisches Geheimnis zu beschreiben. Schwamm drüber. Wäre wohl mal wieder niemandem außer dem pedantischen Rezensenten ins Auge gesprungen und fällt somit in die Kategorie „Erbsenzählerei für Fortgeschrittene“. Abgesehen von solchen wirklich minimalen Lappalien kann man der Geschichte in Sachen Stimmigkeit nichts wirklich anlasten.

_Fazit_

Klar, alles schon mal irgendwie da gewesen und beileibe nichts Neues. Insbesondere die rätselgetriebene Hatz nach der Lösung, als actionreiches Kopf-an-Kopf-Duell mit der Gegenseite, ist eine sehr alte Bekannte wie Konstante. Dennoch ist Christoph Ditterts Erstling eine ausgewogene Kombination aus solch bewährten Elementen der Serie, die er gradlinig, sowie bis zum Schluss temporeich und spannend, über die Ziellinie bringt. Um, trotz einer Reihe von unbestreitbaren Gemeinsamkeiten, Plagiatsvorwürfen gegenüber „Botschaft von Geisterhand“ schon allein äußerlich vorzubeugen, wäre seitens des Verlages allerdings eine andere Titel- wie Covergestaltung unter Umständen geschickter gewesen. Das hätte dem Newcomer seinen gelungenen Start in die Serie bestimmt etwas leichter gestaltet. Aber so sind sie, die Leutchen aus der Marketingabteilung. Hoffen wir, dass er sich davon nicht abschrecken lässt und bald einen neuen Fall nachlegt. Der solide Grundstein dafür ist gelegt.

|128 Seiten, Hardcover
Erzählt von Christoph Dittert basierend auf den Figuren von Robert Arthur
Redaktion: Martina Zierold, André Marx
© 2011 – Franckh-Kosmos, Stuttgart
ISBN 978-3-440-12324-9|
[www.kosmos.de]http://www.kosmos.de

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Erlhoff, Kari (Autor) / Minniger, André – Die drei ??? – Botschaft aus der Unterwelt (Folge 154) (Hörspiel)

_Zur Story_

Die erfolgreiche Lösung eines Falles von Industriespionage hat ungeahnte und weitreichende Folgen für die drei Fragezeichen. Ein neuer Klient, der sich nach Sherlock Holmes‘ berühmten Widersacher Professor James Moriarty benennt, hat ein kniffliges Rätsel für die drei Detektive. Es wird recht schnell klar, dass der Auftraggeber ein einflussreicher Syndikatsboss sein muss, dem die Jungs beim vorangegangenen Fall offenbar mächtig auf die Füsse getreten sind. Mit jedem verstreichenden Tag, an dem die drei damit nicht weiterkommen, sollen die Repressalien Moriartys schlimmer werden. Und er mag es überhaupt nicht, dass die Jungs nebenher versuchen seine Identität zu ermitteln sowie einen verschwundenen Studenten aufzuspüren. So wird Onkel Titus plötzlich wegen angeblicher Hehlerei verhaftet und Peter überfallen. Es werden nicht die letzten Daumenschrauben bleiben – und Inspector Cotta befindet sich ausgerechnet jetzt im Urlaub.

_Eindrücke_

Der 154. Fall der drei Jungdetektive, welcher in der Vorlage von Kari Erlhoff stammt, hat es in sich. Er ist überaus spannend inszeniert und mit hervorragend aufgelegten Sprechern besetzt. Es ist nebenher eine nette Hommage an den wohl berühmtesten aller Detektive mit jeder Menge interessanter Nebeninformationen über Sherlock Holmes und einigen geschickt eingeflochtenen, themenbezogenen Querverweisen auch innerhalb des Plots. Sogar der Titel selbst ist eine Anspielung auf einen denkwürdigen Fall von Sir Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv. Allerdings ist diese zentrale Eigenschaft der „Botschaft aus der Unterwelt“ im Roman deutlich ausgeprägter und noch feiner ziseliert ausgearbeitet. André Minninger musste für die 66 Minuten Hörspiel auf einige schmückende (und nicht unwichtige) Details aus dem Buch wohl verzichten, schaffte es aber dennoch, dessen Essenz zu erhalten, auch für die kleine Anspielung auf die Schwesterserie „Drei ??? Kids“ war noch Platz. Das Finale furioso mit dem fiesen Gangster ist im Original aber viel perfider und auch runder geraten. Hier ist der Showdown fast schon zu rasch abgehandelt.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

_Sprecher und Figuren_

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Holger Mahlich (Inspector Cotta), Hans Meinhard (Onkel Titus), Karin Lieneweg (Tante Mathilda), Wolfgang Draeger (Ex-Kommissar Samuel Reynolds), Victoria von Trauttmansdorff (Prof. Jane Heathcliff), Urs Affolter (Mr. Grey), Fabian Harloff (Lester Price), Bernd Stephan (Cinelly), Achim Schülke (Mr. Monroe), Barbara Focke (Miss Deborah Cassidy), Karl-Hendrik Möller (Mr. Burke), Christine Pappert (Miss Trimble), Joachim Lautenbach (Mr. Weston), Doris Maria Kaiser (Nachbarin), Erik Schäffler (Buttler), André Minninger (Goodween), Tobias Schmitd (Michael Kowalski), Leonhard Mahlich (Jack)

_Fazit_

Die umfangreiche wie illustre Sprecherliste lässt bereits erahnen, dass hier einiges an Abwechslung geboten wird – und dieser Eindruck täuscht absolut nicht. Trotz der, oft wegen Platzgründen diktierten, Kürzungen geht der spannend-rasante Plot gut auf und nur wer die Vorlage kennt, weiß dass diese noch ausgefeilter daherkommt, als die schon gelungene Hörspielumsetzung. Wer sie nicht kennt, wird dennoch nichts wirklich vermissen. Jedenfalls ist dieser Fall alles andere als langweilig geraten und der Zuhörer wird über dies gesamte Lauflänge exzellent unterhalten. Sprecher und Geräuschkulisse befinden sich ebenfalls auf gewohnt hohem Niveau. Was will man mehr?

|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 66 Minuten
Erzählt von Kari Erlhoff nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, Mai 2012
EAN: 88697232426|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

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Die drei ??? – Botschaft aus der Unterwelt (Folge 154)

_Die Handlung:_

Dank seiner unfehlbaren Kombinationsgabe hat Justus Jonas wieder einmal einen Fall der drei ??? im Handumdrehen gelöst. Doch kaum ist die Akte geschlossen, bekommen die drei Detektive Post von einem mysteriösen Klienten. Er benennt sich selbst nach Sherlock Holmes großem Erzfeind „Professor Moriarty“ und beauftragt Justus, Peter und Bob, für ihn eine geheimnisvolle Botschaft zu entschlüsseln. Schon bald müssen die drei ??? erfahren, dass sie Figuren in einem gefährlichen Spiel sind: Onkel Titus wird verhaftet, Inspektor Cotta ist unerreichbar – und Moriarty scheint stets einen Schritt voraus zu sein. Aber Justus wäre nicht Justus, wenn er die Herausforderung nicht annehmen würde! (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

In dieser Folge gehts rund um Anspielungen, Hinweise und Bezüge zu Sir Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv Sherlock Holmes. Wie passend also, dass unser erster Detektiv Justus Jonas von seinem Erzfeind Skinny Norris auch mal gern „Justus Mc Sherlock“ genannt wird. Der Erzfeind von Sherlock Holmes hieß Professor Moriarty und dieser wendet sich zu Anfang der Folge in einem äußerst gepflegten Umgangston per Brief bei Just und seinen zwei Mitstreitern.

Nicht nur das ist ungewöhnlich, auch der Beginn dieses „klassischen“ Abenteuers ist besonders: Es beginnt mit dem Ende … nicht von dieser Folge, sondern mit dem Ende eines Falles, den die drei grad aufgeklärt haben. Der Hörer steigt direkt bei Justus‘ Ausführungen darüber ein, wie er den Fall gelöst hat, dann wird direkt der Täter überführt und es gibt den Abschlusslacher.

Dass dieses Ende der eigentliche Anfang ist, das merken die stirnrunzelnden Fragezeichen-Fans, wenn im Anschluss der Brief vom angeblichen Professor Moriarty in die Zentrale flattert. Und ab da gehts dann richtig turbulent, abwechslungsreich und extrem spannend zu. Nicht nur sind die vielen Querverweise zu den Abenteuern von Sherlock Holmes interessant, es gibt auch ein Rätsel zu lösen und diverse Schnitzel zu jagen.

Klingt nach einem Rundum-Glücklich-Paket für den geneigten Fan, der sich schon lange mal „eine Folge wie früher“ gewünscht hat. Bitte sehr, dies ist eine. Es gibt Rätselraten und einen skrupellosen Gegner, der vor wenig zurückschreckt. Das wird den drei Jungs und dem Hörer mit zunehmender Hördauer immer klarer. Nicht nur das Heil und Leben der Detektive scheint bedroht, es trifft auch Onkel Titus.

Untermalt und Szenen-überbrückt wird diese Sherlock-Holmes-Gedächtnis-Folge von passender „Gangster-Musik“, die die lange Liste an überzeugenden Sprechern in ein fesselndes Ambiente taucht. Und wie es bei Holmes-Fällen gern ist und sein sollte, so hält auch die Autorin für den Hörer und die Jungs ein paar Überraschungen bereit, sodass die „Botschaft aus der Unterwelt“ durchweg spannend und fesselnd bleibt und nicht gradlinig verläuft.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Titus Jonas: Hans Meinhard
Tante Mathilda: Karin Lieneweg
Prof. Jane Heathcliff: Victoria von Trauttmansdorff
Kommissar Reynolds: Wolfgang Draeger
Mr. Grey: Urs Affolter
Lester Price: Fabian Harloff
Cinelly: Bernd Stephan
Mr. Monroe: Achim Schülke
Miss Deborah Cassidy: Barbara Focke
Mr. Burke: Kai-Hendrik Möller
Miss Trimble: Christine Pappert
Mr. Weston: Joachim Lautenbach
Nachbarin: Doris Maria Kaiser
Butler: Erik Schäffler
Goodween: André Minninger
Michael Kowalski: Tobias Schmidt
Jack: Leonhard Mahlich

|Technik-Credits:|

Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Kari Erlhoff
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Betty George, Morgenstern, Conrad
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack

|Trackliste:|

1. Der zweite Blutfleck
2. Der vornehme Klient
3. Die drei Studenten
4. Der blaue Karfunkel
5. Abgehört
6. Eine sichere Telefonzelle
7. Charles August Milverton
8. Das leere Haus
9. Eine Frage der Identität
10. Bingo!
11. Ein umwerfendes Buch
12. Der schwarze Peter
13. Das letzte Phantom

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für neue „Die drei ???“-Merchandise-Artikel. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 155 „… und der Meister des Todes“. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe und die Trackliste.

_Mein Fazit:_

Diese Folge ist eine Hommage an die Sherlock-Holmes-Geschichen von Sir Arthur Conan Doyle, die mit allem aufwarten kann, was ein spannender Detektivfall zu bieten haben muss. Wir bekommen die beliebten Rätsel zu knacken und einen Gegner, der keine Spielchen spielt und gewohnt ist, alles zu bekommen, was er will.

Gefährlich wirds, spannend ists, fesselnd bleibts vom Anfang bis zu Ende. Ein Fall, bei dem eigentlich keiner etwas zu meckern finden dürfte … ich habe mich auf jeden Fall blendend unterhalten gefühlt und werde dieses Hörspiel sicher noch öfter hören.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 70:38 Min.
Tracks: 13
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886979232426|
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Sonnleitner, Marco (Autor) / Minniger, André – Die drei ??? – … und das Fußballphantom (Folge 153) (Hörspiel)

_Zur Story_

Während des Endspiels der Highschool-Meisterschaft im Fußball geraten die drei Detektive mit dem Handy scheinbar zufällig in ein Telefongespräch zwischen einem „Brainman“ und jemandem, der sich der „Namenlose“ nennt. Letzterer versucht offenbar den Ersteren unter Druck zu setzen und droht sogar damit dessen Sohn – der sich als Spieler auf dem Platz befindet – zu erschießen, falls sich Daddy nicht an die Anweisungen des Namenlosen hält. Zum Beweis dafür, dass er es sehr ernst meint und beileibe keine leeren Versprechungen macht, muss der Ball dran glauben. Der platzt, quasi auf Ansage, offenbar durch den schallgedämpften Schuss eines Scharfschützen, weswegen dieser Anschlag von den restlichen Zuschauern auch unbemerkt bleibt. Nur die drei Detektive und der Erpresste wissen nun, was passiert, sollte sein Sohn Tom aus welchen Gründen auch immer das Spielfeld verlassen. Entweder löst „Brainman“ die ihm gestellten Rätsel innerhalb der Spielzeit des Matches oder Sohnemann fängt sich ’ne Kugel. Die Uhr tickt und bei allem gilt: Nicht Auflegen!

_Eindrücke_

Die Fußballthematik begegnet uns Lesern und Hörern der „drei Fragezeichen“ ja (zu) häufig – und das weitaus öfter, als es der amerikanische Hintergrund der Geschichten eigentlich vermuten lässt. Doch bevor hier angesichts dessen wieder Schelte walten soll, dass die Serie inzwischen zu „deutsch“ bzw. an den Interessen der hiesigen Zielgruppe angepasst wurde, gilt es festzustellen, dass die wohl unamerikanischste aller Sportarten diesmal nur das Transportmedium und Kulisse für eine der serienüblichen Rätselgeschichten ist, wo die drei Detektive einer Spur hinterherhecheln. Halt. Auch das stimmt so nicht ganz. Zwar ist die rätselbefeuerte Schnitzeljagd als solche ein sehr weit verbreitetes Element, doch durch das Setup, bei dem die Lösung sozusagen fast in Echtzeit parat liegen muss, heimst sich das Fußballphantom einige Sympathie- wie Originalitäts-Punkte ein. Da hat Marco Sonnleitner seit längerem mal wieder eine recht gute Grundidee gehabt.

Dazu ist die Story gradlinig und spannend erzählt, wobei ihr massiv zugute kommt, dass ein paar bremsende Teile aus der Buchvorlage weggelassen wurden. Daher passt die Handlung jetzt auch viel sauberer in den zeitlich begrenzten Rahmen – besser als das im Buch gelingt. Auch einige kleinere Fehler daraus, wurden im Hörspiel angepasst bzw. schlüssiger dargestellt und erklärt. Etwa die Sache mit dem plattgeschossenen Ball, die hier wesentlich plausibler ist. Auf der anderen Seite gibt’s – ohne Kenntnis der Vorlage- aber auch ein paar unklare Handlungssprünge. Dass Justus natürlich mal wieder die schwierigsten und abstrusesten Kopfnüsse locker aus der Hüfte knackt, gehört da eher zu den gern gepflegten Serienklischees und muss so sein – auch wenn das nicht immer ganz glaubwürdig ist. Das erwartet der ???-Fan irgendwo. Ebenso wie eine saubere Produktion. Hier gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Sprecher und Soundkulisse sind stimmig wie stimmungsvoll.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

_Sprecher und Figuren_

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Frank Wintjen (Ansager), Rüdiger Schulzki (Alexander Chilton), Christopher Arndt (Tom Chilton), Eric Förster (Mann im Stadion), Johann Gutjahr (Junge im Stadion), Mathias Tröder (Ordner), Corinna Wodrich (Frau im Police Department), Eilsa Linnemann (Mrs. Gardiner), Susan Jarling (Sekretärin), Gustav-Adolph Artz (Inspector Craig), Christian Sänger (Junger Mann auf dem Pier), Katinka Körting (Frau auf dem Pier), Till Demtröder (Sean O’Donnell) sowie Ulli Potowski als Live-Kommentator

_Fazit_

Bevor das Murren und Stöhnen „Schon wieder Fußball!?“ aufkommt, sei gesagt, dass Folge 153 keine der üblichen Sport-Storys aus der Welt der „Drei ???“ darstellt, allenfalls zielen Autor bzw. Verlag mit dem Titel auf ein bestimmtes (männlich-jugendliches) Klientel, so viel dürfte schon mal sicher sein. Allerdings ist das Sportliche löblicherweise nur das schmückende Beiwerk zu einer spannenden Schnitzeljagd, bei dem auch der Gegner erfreulicherweise glaubwürdig gefährlich rüberkommt. Alles in allem also mal wieder eine flotte Geschichte, der das Eindampfen von Buch- auf Hörspielformat nicht geschadet, sondern eher genutzt hat. Das Finale wirkt zwar ein bisschen weit hergeholt und holterdipolter, doch naja, es gab schon (viel) Schlimmeres. Daumen hoch.

|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 54 Minuten
Erzählt von Marco Sonnleitner nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, März 2012
EAN: 88697923232|

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Die drei ??? und das Fußballphantom (Folge 153)

Die Handlung:

Das Fußballstadion brodelt. Die Los Angeles Hawks spielen gegen die Philadelphia Tornados um den amerikanischen Highschool-Meisterschaftstitel. Peter gerät durch eine Fehlvermittlung zufällig in ein fremdes Handygespräch. Was er mithört, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren. Unversehens müssen die drei ??? einem gefährlichen Erpresser das Handwerk legen. Werden sie die seltsamen Rätsel des Fußballphantoms lösen können? Sie müssen. Das Leben eines Menschen draußen auf dem Spielfeld hängt davon ab. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

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Nevis, Ben (Autor) / Minniger, André – Die drei ??? – Skateboardfieber (Folge 152) (Hörspiel)

Während die Buchserie im |KOSMOS|-Verlag die 160er-Marke längst hinter sich gelassen hat, bemüht man sich bei |EUROPA| den in den Jahren angewachsenen Abstand permanent zu verringern. Dabei drängt sich der Vergleich von Hase und Igel irgendwie manchmal schon auf. Wie dem auch sei: Die literarische Version von „Skateboardfieber“ aus der Hand von Ben Nevis, dem ???-Autor mit dem geheimnisvollen Künstlernamen, stammt aus dem Jahre 2010 und musste immerhin geschlagene zwei Jahre auf seine Vertonung warten. Im Februar 2012 hatte der 152. Fall des berühmten Detektiv-Trios aus Rocky Beach nun auch sein Hörspiel-Roll-Out.

_Zur Story_

Es war nicht Peters Tag. Eigentlich wollte er an der Küste nur ein paar Fotos einer seltenen Möwenart schießen und sich danach gemütlich mit Kumpel Jeffrey im Hafencafé treffen. Doch Jeffrey sagt nicht nur ab, während des Telefonats mit ihm wird dem derart abgelenkten Peter auch noch seine Digicam gemopst. Vor lauter Frust geht der zweite Detektiv darauf hin am Strand joggen, um sich den Frust aus der Seele zu wetzen. Allerdings wird ihm auch dieses Unternehmen von unangenehmen Gesellen vergällt, die ihm dort auflauern und sogar das Feuer auf ihn eröffnen. Nur mit Mühe kann er sich in sein Auto retten und den Typen einstweilen die Rücklichter zeigen. Seine Flucht zum Polizeipräsidium von Rocky Beach erweist sich jedoch als keine gute Idee – kaum den Parkplatz erreicht, wird bei seinem Anblick schon wieder eine Waffe gezogen. Nur mit einer List erreicht er schließlich die vermeintliche Sicherheit bei Justus und Bob in der Zentrale. Diese ist aber trügerisch, denn schon am nächsten Morgen hat der Geheimdienst die Zentrale durchwühlt und Peter verhaftet.

_Eindrücke_

Noch stärker als beim Buch ist hier zu bemerken, dass der offenbar auf Marketing gedrillte Titel der Geschichte, im Prinzip nichts bzw. nur minimal mit dem Inhalt zu tun hat. Ein Skateboard-Event in Rocky Beach bildet zwar die Kulisse für Peters (überdies ziemlich haarsträubend konstruierte) Flucht aus den Krallen der Vollblut-Klischee-Geheimdienstagenten und den Showdown, doch so wirklich fiebrig ist die Sache mit den Rollbrettern nun wahrlich nicht geraten. Zu bemängeln gäbe es auch eine ordentliche Portion Realitätsferne insbesondere was Peters Verhör angeht, bei dem die Agenten erst die alte „Guter Bulle/Böser Bulle“-Masche abziehen, um dann kumpelhaft leutselig fast alle ihre Geheimnisse vor ihm auszubreiten – wohlgemerkt einem Siebzehnjährigen, den sie zudem dringend des Landesverrats verdächtigen (!). Nun gut, irgendwie muss man die Geschichte ja spannend gestalten, zu dick sollte man aber bitte nicht auftragen, sonst fühlt sich auch die offenbar angepeilte, jugendliche Zielgruppe veralbert.

Das Hörspiel ist aber storytechnisch und von der Erzählgeschwindigkeit her nicht zuletzt wegen einiger Kürzungen etwas im Vorteil, da weitere Böcke des Buches nicht übernommen wurden. So entfallen eine ganze Reihe Nebenkriegsschauplätze entweder ganz oder die betreffenden Stellen wurden zurechtgestutzt. Insgesamt ist das Hörspiel mit knapp einer Stunde Laufzeit überhaupt erstaunlich kurz geraten, funktioniert aber generell immer noch recht reibungslos, wiewohl Kenner der Vorlage einige zusätzliche wie hilfreiche Informationen zur Verfügung haben. Unter anderem hat „Rubbish“ George einen weitaus größeren Anteil an der Geschichte und auch Ex-Agent Bert Young („Silberne Spinne“) wird ausführlicher dargestellt. Hier wirkt das alles zuweilen ziemlich Hoppla hopp und sein Verhalten ist dadurch schwerer nachvollziehbar. Schön in diesem Zusammenhang übrigens mal wieder Horst „Commander Perkins“ Stark in einer Rolle zu hören. Sprecherisch sicher eins der Highlights, was man nicht von allen (Neben-)Figuren sagen kann.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

_Sprecher und Figuren_

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Holger Mahlich (Inspector Cotta), Horst Stark (Bert Young), Gabriele Libbach (Mrs. Johnson), Sascha Rotermund (Chapman), Reent Reins (Tony), Wolfgang Rositzka (Blake), Henry König (Mr. Andrews), Utz Richter („Rubbish“ George), Rasmus Borowski (1. Mann), Jo Kappl (2. Mann), Marcus Schönhoff (Verkäufer), Rainer Schmitt (Sunny), Jannik Schürmann (TV-Sprecher), Francesco (Anton Sprick), Heikedine Körting (Papagei „Blacky“)

_Fazit_

Wieder ein solide produziertes Hörspiel, dem die vergleichsweise drastischen Kürzungen gegenüber der Vorlage überraschenderweise kaum etwas anhaben konnten – allein das Setup an sich ist doch ein bisschen arg weit hergeholt und zumindest was die Geheimdienstgeschichte angeht nicht wirklich realistisch dargestellt, geschweige denn schlüssig. Dafür kann das Hörspiel allerdings nichts, das ist im Buch identisch. Dennoch ist der schwungvolle, Peter-lastige Fall einer der etwas Besseren der Serie. Vielleicht auch gerade weil Oberschlaumeier Justus diesmal nicht so übermächtig im Fokus steht, wie es sonst üblicherweise Usus ist.

|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 56 Minuten
Erzählt von Ben Nevis nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, Februar 2012
EAN: 886979232228|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 90 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

Die drei ??? – Skateboardfieber (Folge 152)

Die Handlung:

Ein riesiges Skatertreffen findet in Rocky Beach statt. In der Stadt ist die Hölle los, und das nicht nur wegen des Skating-Events: Eine Reihe zwielichtiger Gestalten treibt sich in der Gegend herum, es fallen Schüsse, und niemand weiß genau, wer auf welcher Seite steht. Ein alter Fall der drei ??? spielt auf einmal wieder eine wichtige Rolle. Und ohne die Hilfe ihrer alten und neuen Freunde könnte dies der letzte Fall für einen der drei Detektive werden … (Verlagsinfo)

 

Mein Eindruck:

Ohne lange Eingewöhnungszeit geht die Dramatik gleich los, ganz nach meinem Geschmack. Nicht so ganz nach meinem Geschmack allerdings sind die Schüsse, die in diesem Zusammenhang auf einen der Detektive abgegeben werden. Wer ist denn hinter Peter her und warum? Und, hat sogar die Polizei damit zu tun? Peter hat Angst, die drei Fragezeichen ermitteln und der Hörer freut sich auf einen spannenden Fall.

Die drei ??? – Skateboardfieber (Folge 152) weiterlesen

Nevis, Ben (Autor) / Minniger, André – Die drei ??? – Skateboardfieber (Folge 152) (Hörspiel)

_Die Handlung:_

Ein riesiges Skatertreffen findet in Rocky Beach statt. In der Stadt ist die Hölle los, und das nicht nur wegen des Skating-Events: Eine Reihe zwielichtiger Gestalten treibt sich in der Gegend herum, es fallen Schüsse, und niemand weiß genau, wer auf welcher Seite steht. Ein alter Fall der drei ??? spielt auf einmal wieder eine wichtige Rolle. Und ohne die Hilfe ihrer alten und neuen Freunde könnte dies der letzte Fall für einen der drei Detektive werden…
(Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Ohne lange Eingewöhnungszeit geht die Dramatik gleich los, ganz nach meinem Geschmack. Nicht so ganz nach meinem Geschmack allerdings sind die Schüsse, die in diesem Zusammenhang auf einen der Detektive abgegeben werden. Wer ist denn hinter Peter her und warum? Und, hat sogar die Polizei damit zu tun? Peter hat Angst, die drei Fragezeichen ermitteln und der Hörer freut sich auf einen spannenden Fall.

Mysteriös wird es auch, als es ein Verweis zu einem zurückliegenden Fall mit ins Spiel gebracht wird. Fall 24 … „Die silberne Spinne“ … aber in der Hörspielversion … in der Buchserie wars Fall 26. Für den Nicht-Hardcore-Fan, der nicht sofort den kompletten Kassettentext runterrasseln kann, erklärt Just auch schnell die womöglichen Zusammenhänge zu den aktuellen Geschehnissen. Und es bleibt weiterhin alles schön spannend und sonderbar undurchsichtig.

Welcher Geheimdienst hat denn nun was zu vertuschen oder zu fälschen versucht? Und warum trägt die Folge den Begriff „Skateboard“ im Namen, wenn die erste halbe Stunde Hörzeit lang kein Rollbrett befahren wird? Geduld ist gefragt, es wird sich alles aufklären … und … es ist auch mal schön, dass man nicht gleich zu Anfang schon weiß, wies ausgeht und wer der Böse ist und was seine Motivation ist. Das macht die Sache spannender als so manchen vergangenen Fall der Juniordetektive.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Bert Young: Horst Stark
Mrs. Johnson: Gabriele Libbach
Chapman: Sascha Rotermund
Tony: Reent Reins
Blake: Wolfgang Rositzka
Mr. Andrews: Henry König
Rubbish George: Utz Richter
1. Mann: Rasmus Borowski
2. Mann: Jo Kappl
Verkäufer: Marcus Schönhoff
Sunny: Rainer Schmitt
Fernsehr-Sprecher: Jannik Schümann
Blacky: Heikedine Körting
Francesco: Anton Sprick

|Technik-Credits:|

Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Ben Nevis
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Betty George, Morgenstern, Stahlberg
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack

|Trackliste:|

1. Auf der Flucht
2. Erwischt
3. Gestohlene Kamera
4. Ein alter Fall
5. Das Verhör
6. Niemandsland
7. Alles auf eine Karte
8. Verblüffung
9. Auf Hippie-Tour
10. Wiedersehen
11. Doppelagent
12. Fröhlich vereint

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für die „Die drei ???“-T-Shirt-Kollektion. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 153 „… und das Fußballphantom“. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe und die Trackliste.

_Mein Fazit:_

Eine Agentenstory im Deckmantel eines irreführenden Titels, aber, so ist das halt bei Geheimdiensten, die verstecken sich ja gern mal. Davon abgesehen ist diese Folge durchweg spannend und es gibt zwar kaum Skateboards, aber eine Menge zu ermitteln für die Jungs und zum Mit-„Fieber“-n für den Hörer, denn alle bleiben lange im Erkenntnisdunkel, bis sich der interessante Plot am Ende auflöst. Und das diesmal ganz ohne Abschlusslacher … aber, vielleicht fand der ja auch im Geheimen statt, abseits der Mikros.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 56 Min.
Tracks: 12
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886979232228|
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Sonnleitner, Marco (Autor) / Minniger, André – Die drei ??? – Schwarze Sonne (Folge 151) (Hörspiel)

Noch gar nicht so lange her, da übersprang auch die |EUROPA|-Hörspielserie die 150er Marke, welche die Bücher aus dem |KOSMOS|-Verlag schon lange gerissen haben. Doch bekanntlich hecheln die Hörspieladaptionen den Romanvorlagen – fast schon traditionell – ohnehin ein gutes Stück hinterher. Derzeit beträgt die Lücke etwas mehr als zwei Jahre. Marco Sonnleitners „Schwarze Sonne“ debütierte Ende 2009 in gedruckter Form und wurde Anfang 2012 nun auch als Fall Nummer 151 auf die, wie immer bereits gespannt wartende, zumeist treue Hörerschaft losgelassen.

_Zur Story_

Bobs künstlerische Ader hat ihn in den Mal-Workshop von Mr Seinfeld geführt, aus welchem der hünenhafte, schwarzhäutige Denzel Hopkins quasi vom Fleck weg verhaftet wird. Der überaus talentierte Denzel soll ein teures „Mendelstein“-Gemälde aus einer nahen Kunstgalerie entwendet haben. Zumindest hat man das gute Stück bei ihm zu Hause gefunden. Seine Tochter Goldie bittet die drei Fragezeichen verzweifelt um Hilfe, denn sie ist von der Unschuld ihres Vaters (natürlich) absolut überzeugt – und auch Bob ist sich sicher, dass der inzwischen in U-Haft befindliche Denzel nichts mit dem Diebstahl zu tun hat. Wobei allerdings die Indizien stark gegen ihn sprechen, mal abgesehen davon, dass er als beschuldigter Schwarzer ohnehin einen schweren Stand hat. Doch welche Verbindung besteht zwischen ihm und dem berühmten Maler, der bereits vor über 40 Jahren starb? Immer wieder taucht das Motiv der „Schwarze Sonne“ bei den Ermittlungen auf. Nicht ungefährliche Anschläge verdeutlichen, dass es jemand Wissendem sehr ernst sein muss, dass das Geheimnis weiterhin ein solches bleibt.

_Eindrücke_

Kunst als Treibsatz für einen Drei-???-Fall hatten wir im Laufe der Serie ja schon häufiger, allerdings nicht in Kombination mit einem latenten Rassismusthema. Der Serien-Klassiker „… und der Doppelgänger“ dürfte das letzte Mal gewesen sein, als man sich damit eingehender auseinandersetzte. Damals aber noch in Anspielung auf das Gott sei Dank längst abgelöste Apartheit-Regime in Südafrika. Es ist allerdings bemerkenswert, dass grundsätzlich so wenig Figuren aus dem ???-Universum dunkler Hautfarbe sind, obwohl die Serie ja in Kalifornien spielt, wo Afro-Amerikaner doch zum normalen Gesellschaftsbild zählen. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass die Serie seit Mitte der Neunziger fest in deutscher Hand ist – und natürlich an der Zielgruppe. Löblich, dass Marco Sonnleitner auch die Problematik Schwarz/Weiß einmal aufgreift und pädagogisch wie storytechnisch gut verpackt, ohne gleich die große Moralkeule zu schwingen.

Nicht weniger schlecht ist André Minningers Umsetzung ins Hörspiel, ganz im Gegenteil. Dank Straffung durch Weglassung einiger eher bremsenden – und prinzipiell unnötigen – Nebenhandlungen, erscheint das Hörspiel sogar um einiges flotter, als die Vorlage. Heikedine Körting hat ihr Scherflein selbstverständlich auch wieder dazu beigetragen und aus dem Regiestuhl heraus alle(s) im Griff gehabt. Patzer sind bis dato keine aufgefallen. Gewohnt professionell produziert erreicht die Geschichte dann auch das Ohr. Die Geräuschkulisse ist, wie man lobenderweise in letzter Zeit durchweg vermerken darf, stimmig und nicht nur das aufeinander eingespielte Team absolviert die Aufgabe souverän. Bis in die zahlreichen Nebenrollen hinein findet man schließlich gestandene Sprecher, wie etwa Jürgen Thormann (gelegentlich Synchronstimme von Sir Ian McKellen u. a.). Besonders passend und launisch umgesetzt ist hier jedoch die Figur des Mr Brooks (Martin May), der eine wunderschön tuntige Darbietung des schrägen Galeristen hinlegt.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

|Sprecher und Figuren|

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Wolf Frass (Laurence Seinfeld), Tilo Schmitz (Denzel Hopkins), Madeleine Weingarten (Goldie Hopkins), Wanja Mues (Neil Rockwell), Holger Mahlich (Inspector Cotta), Regina Lemnitz (Mrs Summer Hopkins), Martin May (Brooks), Stefan Schwartz (Mr Elroy Follister), Hanna Reisch (Martha), Gregor Reisch (Dillon), Woody Mues (Wayne), Gosta Liptow (Gefängniswärter), Klaus Dittmann (Wirt), Jürgen Thormann (Greis), Monty Arnold (Beamter), Harald Dietl (Taxifahrer)

_Fazit_

Ob die Bücher neuerdings speziell darauf ausgerichtet werden, dass ihnen die fürs Hörspiel nötigen Kürzungen nichts anhaben können? Man ist manchmal geneigt, das zu glauben, denn schon wieder haben wir hier eins, welchem in der zusammengestrichenen Hörspielfassung nicht nur nicht die Luft ausgeht, es läuft sogar glatter als das literarische Original. Es ist nicht das Erste in letzter Zeit, bei dem dieser kuriose Effekt zutage tritt. Wie dem auch sei: „Schwarze Sonne“ ist eine gelungene Umsetzung einer gelungenen Story. Einziger Wermutstropfen ist, dass das Publikum sich die Lösung nicht wirklich selbst erarbeiten kann, allerdings können aufmerksame Naturen – und welcher ???-Fan wäre das nicht? – durch genaues Hinhören doch zumindest Lunte riechen. Alle anderen müssen bis zu Justus‘ üblichen Finalschlag ausharren. Daumen hoch.

|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 65 Minuten
Erzählt von Marco Sonnleitner nach Figuren von Robert Arthur
EAN: 88697923212
EUROPA/Sony Music Entertainment, Januar 2012|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

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Die drei ??? – Schwarze Sonne (Folge 151)

Die Handlung:

Bei einem Malkurs lernt Bob den sympathischen und begabten Denzel Hopkins kennen. Der Mann wird plötzlich beschuldigt, ein wertvolles Gemälde gestohlen zu haben. Denzel beteuert, das Bild noch nie gesehen zu haben und unschuldig zu sein. Wie konnte er dann bereits in der Vergangenheit immer wieder ein zentrales Motiv aus diesem Bild malen – die schwarze Sonne? Die drei ??? müssen ihren gesamten detektivischen Spürsinn aufbieten, um diesen Fall zu lösen.
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Einen Fall im Kunst-Milieu hatten wir und die drei Detektive ja schon länger nicht mehr zu lösen. Und um Bilder kümmern sich die Jungs dabei offenbar am liebsten. Aber handelt es sich in diesem Fall um einen Kunstraub, Kunstfälschung oder einen schlichten Betrug, den sie im Auftrag der jungen Goldie zu lösen haben? Es scheint und ist alles nicht so einfach zu durchschauen, nicht mal für Justus.

Ständig sind die drei Jungermittler bei ihren Ermittlungen Gefahren ausgesetzt, Feuer und versagende Bremsen am manipulierten Auto bringen sie dabei immer wieder in ernsthafte Bedrängnis. Auch die Verhältnisse der verschiedenen Personen, auf die sie treffen, ist komplexer als erwartet. Schritt für Schritt hangeln sich die Hörer zusammen mit den Detektiven an den sporadisch eingestreuten Hinweisen entlang, um erst gegen Ende den vollen Umfang und die Hintergründe des Falls „Schwarze Sonne“ absehen zu können.

Peter ist hier wieder extrem schissig, Bob zeigt sich von einer eher unbekannten künstlerischen Seite und Justus zeigt, dass er wie immer als Erster und oftmals als Einziger die richtigen Schlüsse aus den ermittelten Erkenntnissen ziehen kann. Da verwundert es nicht, dass selbst Inspektor Cotta nach dem handelt, was Just herausgefunden hat.

Und erst ganz am Ende wird bei Kaffee und Kuchen erklärt, wer denn nun was und warum und wie gemacht oder nicht gemacht hat. Gekrönt wird das Ganze dann von einem mehrteiligen Abschlusslacher.

Das Hörerlebnis:

Soundeffekte und Musik wirken unterstützend und nie aufdringlich oder unnötig streckend. Die Sprecherleistungen sind wie gewohnt souverän und sehr lebendig. Einzig den Greis in der Hafen-Kneipe, den versteht man wirklich super schlecht … nicht mal, wenn man keine störenden Nebengeräusche beim Joggen oder im Auto hat.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Laurence Seinfeld: Wolf Frass
Denzel Hopkins: Tilo Schmitz
Goldie Hopkins: Madeleine Weingarten
Neil Rockwell: Wanja Mues
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Mrs. Summer Hopkins: Regina Lemnitz
Brooks, Galerist: Martin May
Mr. Elroy Follister: Stephan Schwartz
Martha: Hanna Reisch
Dillon: Gregor Reisch
Wayne: Woody Mues
Gefängniswärter: Gosta Liptow
Wirt: Klaus Dittmann
Greis: Jürgen Thormann
Beamter: Monty Arnold
Taxifahrer: Harald Dietl

Technik-Credits:

Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Marco Sonnleitner
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Stahlberg
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack

Trackliste:

1. Der schwarze Riese
2. Goldie
3. Wertvolles Gemälde
4. Schmetterlingsflügel
5. Menschenkenntnis
6. Schwarze Sonne
7. Pappnasen
8. Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?
9. Weißer Spuk
10. Sommerblut
11. Blauer Baum
12. Grünes Huhn
13. Gelber Engel
14. Schwarz und weiß
15. Schuss ins Blaue
16. Rot ist die Liebe

Die Ausstattung:

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für die neue „Die drei ???“-T-Shirt-Kollektion. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 152, „Skateboardfieber“..

Mein Fazit:

Sport- und Kunstfälle sind gern genommenes Futter für die drei Detektive. Hier gehts eine Stunde lang um Bilder und deren Verbleib. Zum Mitraten ist das allerdings nichts, denn der Hörer kann sich bis zum Schluss auch nicht wirklich einen Reim auf die Geschehnisse machen und ist froh, Justus dabei zu haben, der als Einziger den kompletten Durchblick bewahrt.

Eine Folge, die weder besonders gut noch besonders schlecht aus der Masse heraussticht und es natürlich schwerhat, nach dem wirklich tollen Mehrteiler der Folge 150 „Geisterbucht“. Solide und gute Unterhaltung wird hier aber allemal geboten.

1 Audio-CD
Spieldauer: 1:05 Std.
Tracks: 16
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 0886979232129
www.natuerlichvoneuropa.de

Die drei ??? – Geisterbucht (Folge 150)

Den 150. Fall der „Drei ???“ zu verfassen dürfte eine ziemlich große Ehre sein. Eine, welche Astrid Vollenbruch 2009 zuteil wurde. Nun erreichte dieses Jubiläum 2011 auch die stets etwas hinterher hinkenden Hörspiele von |EUROPA|. Natürlich, dem Dreifachband „Geisterbucht“ aus dem Hause |KOSMOS| gebührend, auch mit einem entsprechenden CD/MC-Drilling. Wie gewohnt kümmerte sich André Minninger um die Adaption, bei welcher – ebenfalls wie üblich – Heikedine Körting Regiestuhl und Produktionshoheit innehatte, die es wieder einmal schaffte, so manche Gastrolle des Projektes prominent zu besetzen.

_Zur Story_

Die drei ??? werden zu einer Testamentseröffnung eingeladen – dabei kannten sie den verstorbenen Mr Shriver nicht einmal. Er sie offenbar schon, denn sein Vermächtnis an sie ist ein Rätsel, das sie lösen sollen, damit begangenes Unrecht gesühnt wird. Mr. Mason, sein treuer Sekretär, soll und will ihnen dabei hilfreich unter die Arme greifen. Alleinerbe – bis auf jenen Umschlag mit dem Rätsel und 1000 Dollar, die Mason erbt – ist Shrivers unsympathischer Schwiegersohn, dem nun das bis zur Dachkante mit kuriosen Memorabilia des ehemaligen Navy-Fliegers vollgestopfte Anwesen gehört. Ein altes Flugzeugwrack auf dem Grundstück ist der erste Hinweis in die Vergangenheit zurückführt. Doch mit jedem Fortschritt wird deutlicher, dass die nebulöse wie eindringliche Warnung vor „Rashura“ durchaus ernst zu nehmen ist: Einschüchterung, Amtsanmaßung, Brandstiftung, Einbruch Entführung bis hin zum Giftanschlag. Das Syndikat lässt kaum eine Straftat aus, den drei Detektiven Hinweise und Ermittlungsergebnisse abzujagen sowie sie zu vergraulen. Und es haben noch weitere zwielichtige Gestalten Interesse an Informationen über „Rashuras Schatz“. Eine harte wie gefährliche Nuss für das Trio.

_Eindrücke_

Wenn die drei Fragezeichen bzw. die |EUROPA|-Studios zum Jubiläums-Triple blasen, kann man sich auf etwas gefasst machen. In diesem Fall nämlich zumindest auf einige Gastsprecher, die man vielleicht nicht erwartet hätte: Etwa Oliver „Der Wixxer“ Kalkhofe, Berhard Hoëcker („Genial Daneben“) oder Tausendsassa Olli „Ditsche“ Dittrich. Auch Sky Du Mont und Dirk Bach sind wieder einmal dabei – sie gehören schon etwas länger zu beliebten Gaststars bei Deutschlands wohl berühmtester Hörspielreihe. Natürlich kommen auch eine ganze Schar an wichtigen Nebenrollen zusammen, die von ihrer üblichen Besetzung gesprochen werden. Tante Mathilda, Onkel Titus, Inspector Cotta sind Beinahe-Standard und sogar Morton darf einen kurzen Auftritt hinlegen. Über die Stammsprecher wie das jahrelang aufeinander eingespielte Produktionsteam, von der Geräuschkulisse bis zur Regie, braucht man eigentlich keine, oder zumindest nicht viele, Worte verlieren. Gewohnt souverän bringen sie das Hörspiel unter Dach und Fach. Klar, André Minninger musste für die Adaption wie üblich hier und da den Rotstift in der Vorlage wüten lassen.

Dankenswerterweise hat Aurorin Astrid Vollenbruch – entgegen derzeit üblichen Gepflogenheiten – darauf verzichtet zu viele Charaktere aus dem Umfeld der drei Detektive krampfhaft mit hineinzuquetschen. Kein Skinny, keine Kelly, Jelena oder anderweitige Cameos, so wie beispielsweise beim Figuren-Overkill der beiden (auch) Jubiläums-Geschichten „Toteninsel“ oder „Feuermond“ – was vom Rezensenten als erfrischend empfunden wird. Dafür gibts kräftige Anleihen in der Vergangenheit bei der Story, so fühlen sich altehrwürdige Fans und Kenner (was meistens gleichbedeutend ist) sicher mehr als einmal ganz deutlich an den seligen „Fluch des Rubins“ und auch „Gefährliche Erbschaft“ erinnert. Die hier zugrunde liegende, spannende Gangster-Story ist selbstredend ungleich moderner aufgezogen und hat mehr bedrohliche Gefahrenmomente in petto, als es in der vergleichsweise naiven „guten alten Zeit“ der Serie der Fall war. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Plot an mancher Stelle viel zu dick aufträgt und sich einige Logikfehler darin befinden, welche stark an seiner Glaubwürdigkeit rütteln.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad, Zeiberts

|Sprecher und Figuren|
Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Karin Lieneweg (Tante Mathilda), Hans Meinhardt (Onkel Titus), Holger Mahlich (Inspector Cotta), Andreas von der Meden (Morton), Wolfgang Condrus (Mr. Mason), Anna Thalbach (Angelica), Kostja Ulmann (Gerry), Henry König (Bill Andrews), Bernhard Hoëcker (Taylor), Oliver Kalkhofe (Inspector Havilland), Stephan Schad (Ismael), Dirk Bach (John Fisher), Olli Dittrich (Sergeant Madhu), Sky Du Mont (Kapitän), Harald Dietl (Mr. Raffer) uva.

_Fazit_

Die Vertonung der „Geisterbucht“ ist unterhaltsam, spannend und temporeich – keine Frage. Allerdings krankt auch das Hörspiel, genauso wie die Vorlage, an so mancher Ungereimtheit in Bezug auf die Logik und Realismus. Etwas weniger dick aufgetragen, wäre vielleicht besser gewesen – wobei das Hörspiel hier dank des Wegfalls bzw. Alteration einiger Handlungsstränge sogar noch eine ganze Kante besser wegkommt, als das Buch. Dass natürlich tüchtig Serienklischees bemüht werden, soll so sein und ist auch vollkommen legitim, besonders in Hinblick auf den Jubiläumscharakter der Folge. Aus genau diesem Grund kann man bestimmt auch damit leben, dass die Story quasi als – freundlich ausgedrückt – aufgebohrte Hommage an den „Fluch des Rubins“ ausnimmt. Kann. Muss man aber nicht. Dennoch zeigt der fiese Rezensenten-Daumen tendenziell nach oben.

|3 Audio-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt ca. 237 Minuten
Erzählt von Astrid Vollenbruch nach Motiven von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, November 2011
EAN: 886978015020|
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Die drei ??? – High Strung / Unter Hochspannung (Top Secret Edition, Fall 3)

„High Strung“ aus dem Jahre 1991 ist die dritte und letzte Hörspiel-Auskopplung aus der „Top Secret Edition“ des |KOSMOS|-Verlags. Dieser allerletzte, lange verschollene Fall aus der „Crimebusters“-Ära, wie die drei Fragezeichen in ihrem Mutterland zu dieser Zeit hießen, erblickte allerdings nie das Licht der amerikanischen Öffentlichkeit. Die Serie wurde in den USA zuvor eingestellt und es dauerte ganze 20 Jahre bis die von G.H. Stone (bürgerlich: Gayle Lynds) verfasste Story dann übersetzt hierzulande als Buch herauskam – zusammen mit den bis dato ebenfalls unbekannten Fällen „House of Horrors – Haus der Angst“ und „Brainwash – Gefangene Gedanken“. Der Vertonung dieser beiden Fälle hatten sich die |EUROPA|-Studios bereits angenommen. Nun folgt also mit „Unter Hochspannung“ der dritte und somit letzte Special-Streich des Jahres 2011.

_Zur Story_

Die drei ??? – High Strung / Unter Hochspannung (Top Secret Edition, Fall 3) weiterlesen

Die drei ??? – High Strung / Unter Hochspannung (Top Secret Edition, Fall 3)

Die Handlung:

Justus will bei einer Radioshow 5000 Dollar gewinnen. Die Regeln sehen vor, dass dazu täglich ein Rätsel gelöst und ein Gegenstand eingesammelt werden muss. Wer alles gefunden hat und es zum Sponsor der Sendung bringt, bekommt das Geld. Ein weiterer Preis ist eine alte Gitarre, die aber scheinbar niemand haben will.

Plötzlich wird auf dem Schrottplatz eingebrochen und den drei Detektiven ist schnell klar, dass es jemand auf Justus gesammelte Gegenstände abgesehen hat. Aber wer sollte das sein? Gemeinsam machen sich die drei ??? auf die Suche nach dem Dieb und geraten in ein gefährliches Abenteuer … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Zwar stammt die Vorlage dieser Folge aus dem Jahr 1991, dennoch liegt der Fokus der Hörspielumsetzung für mich klar auf den 80ern. Begriffe wie „Walkman“ oder „Rollerskates“ fallen genauso in diese Kategorie wie die 80er-Jahre-Breakdance-Musik, die zwischen den Szenen gerne mal eingespielt wird. Dazu gesellen sich dann noch ein paar Musiken, die ich von meinen alten „Commander Perkins“-Kassetten her kenne, klassische EUROPA-Hörspieldramamusik … mir gefällts.

Der Umgangston der Jungs untereinander ist auch wesentlich flapsiger als sonst. Bob ist hier nicht der trockene Recherchemann im Hintergrund, sondern hats faustdick hinter den Ohren und ist ein wahrer Frauenheld. Peter ist der übliche Angsthase, aber Justus ist aufgrund seiner Gewinn-Schnitzeljagd außergewöhnlich gefühlsausbrüchig, mehr als man es sonst von ihm gewohnt ist.

Die Handlung geht recht geradlinig voran, was hier nichts Schlechtes bedeutet, weil allein das ungewöhnliche 80er-Jahre-Flair für ein Grinsen bei den älteren Hörern sorgt. Es wird fleißig schnitzelgejagt und nebenbei herausgefunden, wer die Jagd für alle sabotieren will. Dass die Autorin den Hörer irgendwann selbst sehr offensichtlich darauf stößt, wer das ist … und der Hörer weiß es anscheinend eher als Justus, ist zu verzeihen.

Einen unreifen Grinser nebst Kichern lockt auch immer wieder die Nennung des Namens von Peters Boss, Sax Sandler, hervor … was zwangsläufig wie „Sexhändler“ klingt.

Neben der viel zu lauten Alarmanlage von Justus, die seine Schnitzeljagdtrophäen vor Diebstahl schützen soll, aber auch dem Hörer in den Ohren schmerzt, fällt eigentlich nur Dustin Sattler-Semmelrogge negativ auf. Nicht dadurch, dass er exakt so klingt wie sein Vater Martin, sondern durch seine leblose, abgelesene Interpretation von Stinky Rossiter. Das klingt alles sehr bemüht, aber unnatürlich und extrem nach Studio, da ist kein Leben drin. Wenn man die drei Detektive als direkten Vergleich dazu hört, erlebt man, wie ein Hörspielcharakter klingen muss.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Doktor Ax Me: Krystian Martinek
Stinky Rossiter: Dustin Sattler-Semmelrogge
Fear Crowther: Ingo Mommsen
Mouth Crosby: Stefan Gabriel
Mack Dolland: Mike Olsowski
Eric Mukogawa: Marek Harloff
Marilla: Saskia Mayerhoff
Kelly: Juliane Szalay
Rosie: Reinhilt Schneider
Blacky: Heikedine Körting

Technik-Credits:

Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Produktmanagement & Projektleitung: Corinna Wodrich
Titelmusik: J.-F. Conrad
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Conrad, Stahlberg

Tracklisting:

1. Guten Morgen, Rocky Beach – Die Drei ???
2. Haltet den Dieb!
3. Alarm!
4. Überfall
5. Aufgekauft
6. Vorsicht, Schlange!
7. Weiße Weihnacht
8. Was fehlt denn da?
9. Jailhouse Rock

Die Ausstattung:

Die CDs steckt in einem Jewel-Case. Im Booklet-Faltblatt gibts Werbung für die beiden anderen Hörspiel-Versionen der TOP SECRET EDITION sowie die Buchvariante. Außerdem werden auf der Rückseite noch sämtliche Sprecher und ihre Rollen aufgeführt. Dazu gibts noch eine Trackliste und die technischen Credits dieser Folge.

Mein Fazit:

Eine leicht veränderte Interpretation der drei Detektive und ein 80er-Jahre-Flair sorgen für ein Dauergrinsen beim Alt-Fan. Für jüngere Hörer sind viele der Bezüge nicht so erinnerungsträchtig, das Abenteuer funktioniert trotzdem. Beide Hörergruppen können sich also eine Stunde von den Jungs gut unterhalten lassen und mit ihnen Schnitzel jagen.

1 Audio-CD mit 58 Tracks
Spieldauer: ca. 60 Min.
EAN: 886977733529
www.natuerlichvoneuropa.de

Die drei ??? – Geisterbucht (Folge 150)

Die Handlungsteile:

Teil A: „Rashuras Schatz“

Die drei berühmten Detektive aus Rocky Beach müssen ein Rätsel lösen, das ihnen der schrullige Harry Shreber in seinem Testament hinterlassen hat. Schnell finden sie heraus, dass der erste Hinweis in einem schrottreifen Flugzeug in Shrebers Garten versteckt sein könnte. Die Suche nach Rashuras Schatz beginnt – aber Justus, Peter und Bob sind bei Weitem nicht die Einzigen, die das Rätsel lösen wollen …

Teil B: „Flammendes Wasser“

Die Spur zu Rashuras Schatz führt die drei ??? hoch in die Berge, tief unter die Erde und hinaus auf die offene See. Aber mit jedem Hinweis wird alles nur noch geheimnisvoller ? und gefährlicher! Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

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Die drei ??? – Spur ins Nichts (Band 121)

Justus wacht benommen in einer völlig fremden Umgebung auf. Er liegt in einem kühlen, gekachelten, leeren Raum, der an einen Operationsaal erinnert. Justus hat keine Ahnung, wie er hierhergekommen ist. Bei ihm liegt ein junger Mann, ein paar Jahre älter als er, den er nie zuvor gesehen hat. Der Fremde stellt sich als Shawn vor und scheint genauso wenig wie Justus zu wissen, was sie hier machen. Die Tür ist verschlossen, auf Rufen und Klopfen reagiert niemand.

Justus hofft, dass seine Freunde Peter und Bob irgendwo in der Nähe sind. Er sendet Morsezeichen aus, indem er an ein Rohr klopft – und tatsächlich bekommt er Antwort. Peter ist zusammen mit einer jungen Frau namens Jolene in einem anderen Raum gefangen. Justus entdeckt über der Tür eine versteckte Kamera, die er zerstört, Peter macht bei sich das Gleiche. Während beide versuchen, einen Ausweg aus den Räumen zu finden, reagiert Shawn immer aggressiver. Er verdächtigt Justus, mehr zu wissen, als er zugibt – auf der anderen Seite ist Justus nicht sicher, ob Shawn wirklich so ahnungslos ist, wie er tut.

Unterdessen kehrt Bob aus einem Kurzurlaub zurück. Als er beim Schrottplatz auftaucht, befragen ihn Onkel Titus und Tante Mathilda aufgeregt nach Justus und Peter. Beide sind anscheinend seit gestern Abend verschwunden. In der Zentrale findet Bob als einzigen Hinweis einen Zettel mit einem Namen und einer Telefonnummer. Zusammen mit Jelena, der Freundin der drei Detektive, fährt Bob nach West Hollywood, wo offenbar auch Justus und Peter vor ihrem Verschwinden waren …

Die drei ??? versus „Saw“

Justus und ein Fremder wachen in einem sterilen Raum auf, sind gefangen, ohne Kenntnis, wie sie dorthin gekommen sind – bei diesem Szenario werden „Saw“-Assoziationen wach, wobei jedem Leser klar ist, dass die Handlung einen weitaus zahmeren Verlauf nehmen wird. Dennoch ist es ein reizvolles Ausgangsszenario, das alle Freunde der Drei Fragezeichen sofort fesselt.

Originelle Handlung

Normalerweise gelangen die drei Freunde zu Beginn eines jeden Bandes an einen neuen Fall, klassischerweise durch einen Auftraggeber – und geraten dann nach und nach in gefährliche Situationen. Hier wird dagegen in medias res eingestiegen und der Leser ist genauso ahnungslos wie die drei Detektive selbst. Es ist eine beklemmende Atmosphäre in diesem gekachelten sterilen Raum. Die Lage ist bedrohlich, weil nichts darauf hindeutet, warum Justus und Shawn sowie Peter und Jolene hier gefangen gehalten werden, es gibt keinen Hinweis und keinen Ansprechpartner, Vor allem aber ist lange Zeit nicht klar, ob man Shawn und auch Jolene trauen kann. Jolene erscheint sympathisch und genauso aufgeregt, wie man es in der Situation erwartet. Während sie mit Peter kooperiert, zeigt sich Shawn sehr uneinsichtig. Er reagiert zunehmend höhnisch auf Justus‘ Art, erst recht auf dessen Erklärung, dass er, obwohl noch ein Schüler, mit Freunden ein Detektivbüro betreibt. Weder Justus noch der Leser ist sich dabei aber sicher, ob Shawn wirklich so misstrauisch ist oder ob er vielleicht nur eine Rolle spielt.

Parallel dazu sucht Bob nach seinen beiden Freunden. Ein Name und eine Telefonnummer führen ihn und Jelena nach Hollywood. Dort landen sie bei einem Apartmenthaus, wo ein Regisseur lebt, der irgendetwas mit Justus und Peter zu tun haben muss, da sie ihn offenbar vor ihrem Verschwinden beschattet haben. Dort begegnen sie allerdings nur seiner Freundin, die sehr misstrauisch reagiert. Nach und nach fügt sich für Bob und Jelena ein Puzzle zusammen und sie bekommen eine Ahnung, was mit Justus und Peter geschehen sein könnte. Jelenas Mitwirken ist natürlich ein zusätzlicher Pluspunkt für alle Fans der Drei Fragezeichen, die das eigenwillige Mädchen als Nebencharakter mögen. Ihren ersten Auftritt hatte sie in „Musik des Teufels“ und seither spielte sie in einer Handvoll Fälle mit. Jelena sitzt seit einem Kindheitsunfall im Rollstuhl und ist eine begabte Geigerin. Dazu ist sie noch ziemlich scharfsinnig, mag sarkastischen Humor und ist dickköpfig – und damit eine Art weibliche Ausgabe von Justus Jonas, was allerdings auch der Grund dafür ist, dass die beiden sich regelmäßig fetzen.

Nur kleine Mängel

Zu bemängeln gibt es nur recht wenig. Allerdings ist es ein ziemlich untypischer Fall der Drei Fragezeichen, der vielleicht Fans der klassischen Fälle nicht so gut gefällt. Auch als Einsteigerband ist er nicht zu empfehlen, weil er falsche Vorstellungen von der Reihe vermittelt. Die Hintergründe für die Gefangenschaft sind dann auch nicht ganz so brisant, wie man sich vielleicht erhofft hat. Zwar gibt es noch einen netten Twist am Ende nach der scheinbaren Auflösung, aber auch der kann nicht alle hochgesteckten Erwartungen erfüllen.

_Als Fazit_ bleibt ein guter, vor allem sehr spannender Band der Drei-Fragezeichen-Reihe, der recht unkonventionell daherkommt. Als Einsteigerband ist er daher eher nicht geeignet, auch wer die traditionellen Fälle mag, wird hiermit vielleicht nicht ganz glücklich. Empfehlenswert ist der Band auch für Fans von Jelena Charkova, die wieder mal mitspielt.

_Der Autor_ André Marx wurde 1973 geboren und begann zunächst ein Studium der Germanistik, Sprachwissenschaften und Kunst, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Seit 1997 veröffentlicht er regelmäßig Bände der Drei Fragezeichen.

Gebunden: 128 Seiten
ISBN-13: 978-3440102091
www.kosmos.de

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Die drei ??? – Der namenlose Gegner (Folge 149)

Die Hörspiele der berühmten Jugend-Serie aus dem Hamburger Studio |EUROPA| marschieren unaufhaltsam auf das nächste Jubiläum zu. Fall Nummer 150 kratzt bereits an den Händlerregalen, eine Schwelle, welche die zugrunde liegenden Bücher aus dem |KOSMOS|-Verlag bereits satt überschritten haben. Kari Erlhoffs „Der namenlose Gegner“ ist der 149. Einsatz des Detektiv-Trios aus Rocky Beach und erblickte bereits 2009 das literarische Licht der Welt. Damit brauchte die im Oktober 2011 veröffentlichte Adaption immerhin gute zwei Jahre, bis sie nun auch endlich auf die gespannt wartende Hörerschaft losgelassen werden konnte. Allerdings holen die Hörspiele derzeit langsam aber stetig ihren Rückstand auf.

Zur Story

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