Schlagwort-Archiv: Rowohlt

Maj Sjöwall / Per Wahlöö – Das Ekel aus Säffle (Martin Beck ermittelt, Band 7)

Zorn des Gerechten: Blutiger Terror in Stockholm

Der Tote war Polizist. Ausbilder. Ein Schinder der übelsten Sorte. Martin Beck und seine Kollegen haben schon viele Tote gesehen, doch der Anblick des ermordeten Stig Nyman ist ein Schock: Der todkranke Kommissar wurde in seinem Krankenzimmer auf geradezu bestialische Weise abgeschlachtet. Wer hat den weithin geschätzten Kollegen so sehr gehasst? Und warum? Bei seinen Nachforschungen lernt Martin Beck den Verstorbenen von einer ganz anderen Seite kennen…

Dies ist der siebte Band der weltberühmten Serie um den schwedischen Kommissar Martin Beck. (Verlagsinfo)
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Maj Sjöwall / Per Wahlöö – Alarm in Sköldgatan (Martin Beck ermittelt, Band 5)

Das explodierende Haus und andere Überraschungen

Als das Haus in der Sköldgatan um 23:09 Uhr explodiert, ist Inspektor Gunvald Larsson zufällig zur Stelle. Er hat es bzw. einen seiner zwielichtigen Bewohner observiert. Der Hüne fackelt nicht lange: Es gelingt ihm, acht der elf Bewohner zu retten. Die Frage ist natürlich: War das ein Unglück, ein Selbstmord oder kaltblütiger Mord? Als die Spurensicherung die Reste eines Brandsatzes findet, müsste Kommissar Beck eigentlich eine Fahndung ausschreiben. Aber nach wem soll er suchen lassen? (Verlagsinfo)
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Maj Sjöwall & Per Wahlöö – Endstation für neun (Kommissar Beck 4)

Massenmord in Stockholm – ein Terroranschlag?

In Stockholm ist ein Bus kurz vor der Endstation gegen einen Zaun geprallt. Doch der Busfahrer und seine acht Insassen waren schon vorher tot. Ihre Körper sind durch die Schüsse eines Maschinengewehrs bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Nur bei einem Opfer kann die Identität sofort geklärt werden: Es ist der junge Kriminalbeamte Åke Stenström. War Stenström der Lösung eines alten, längst zu den Akten gelegten Falls zu nahe gekommen? Und wenn ja, um welchen Fall handelt es sich?

Dies ist der vierte Band der verfilmten Serie um den schwedischen Kommissar Martin Beck.…

Die Autoren

Maj Sjöwall & Per Wahlöö – Endstation für neun (Kommissar Beck 4) weiterlesen

Sjöwall, Maj / Wahlöö, Per – Der Mann auf dem Balkon (Martin Beck ermittelt 03)

In kurzem Abstand werden zwei kleine Mädchen tot aufgefunden. Kommissar Beck und seine Kollegen jagen den Unbekannten. Ihr einziger Anhaltspunkt: Er ist ein wahnsinniger Lustmörder. Aber Martin Beck nimmt die Herausforderung in seinem dritten Fall an.

Die Autoren

Maj Sjöwall und Per Wahlöö begründeten das heute so erfolgreiche Genre des Schwedenkrimis, als sie in den sechziger und siebziger Jahren ihren Kommissar Martin Beck in sozialen Problemzonen und in der hohen Politik ermitteln ließen. Alle diese Romane wurden erfolgreich verfilmt.
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Maj Sjöwall / Per Wahlöö – Der Mann, der sich in Luft auflöste (Martin Beck ermittelt 02)

Ein Fall mit vielen falschen Fährten

Der schwedische Reporter Alf Matsson verschwindet auf einer Reise nach Ungarn spurlos. Gepäck und Pass hat er im Hotel zurückgelassen. Die ungarische Polizei findet allerdings keine Leiche, und im Krankenhaus liegt auch kein bewusstloser Ausländer. Alle Anhaltspunkte verlaufen im Sand.

Inoffiziell reist Martin Beck hinter den Eisernen Vorhang, um den Journalisten zu suchen. Doch kurz nach seiner Ankunft wird er von Unbekannten zusammengeschlagen. Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass Alf Matsson gefunden wird… (Verlagsinfo)

Dies ist der zweite Band der weltberühmten Serie um den schwedischen Kommissar Martin Beck. Seit 2008 liegt er in neuer Übersetzung von Hedwig M. Binder und mit einem Vorwort von Anders Roslund und Börge Hellström vor.
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Régine Deforges – Zärtliches Tagebuch. Erotischer Roman

Der Aufstand der Wildkatze

Léone ist fünfzehn, sie ist ein hübsches Mädchen, lebhaft, frech und mutig, und sie ist verliebt. Zärtlich und leidenschaftlich verliebt – in Mélie – ihre Mitschülerin, die fünfzehn ist wie sie. Die Jungen verschmäht sie. Einer von ihnen stiehlt aus Wut und Eifersucht ihr Tagebuch, dem sie ihre geheimsten Sehnsüchte und Phantasien anvertraut hat, und entfesselt damit in der französischen Kleinstadt einen ungeheuerlichen Skandal… (Verlagsinfo)
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Régine Deforges – Der schwarze Milan. Erzählungen

Geschichten von Erfahrung, Entgrenzung und Heimkehr

Diese freimütigen Erzählungen spielen auf den französischen Inseln der Antillen, in Hongkong, Griechenland, Spanien, Italien und der französischen Provinz: Unerschrocken erforscht Régine Deforges die Variationen und Vergnügungen des erotischen Abenteuers. (bearbeitete Verlagsinfo)…

Die Autorin

Régine Deforges (* 15. August 1935 in Montmorillon, Département Vienne; † 3. April 2014 in Paris) war eine feministische französische Schriftstellerin und Erotikliteratur-Verlegerin. Sie begann als Journalistin in Paris, bevor sie mit ihren Büchern „Zärtliches Tagebuch“ (rororo Nr. 4493) und „Der schwarze Milan“ (rororo Nr. 4926) als Autorin erotischer Romane Aufsehen erregte. (Wikipedia & Verlagsinfo)
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Pierre du Bourdel – Mademoiselle und ihre Freundinnen. Erotischer Roman

Spiele im Schloss

Die frühreife Lucette wartet nur darauf, in die Fußstapfen ihrer lebenslustigen Mama treten zu können. Ihre englische Gouvernante weiht sie in die Freuden der sapphischen Liebe ein, aber erst Sir Archibald, dem das kleine Luder in den Ferien auf einem herrlichen Schloss begegnet, zeigt ihr den richtigen Weg in das erotische Vergnügen. (Verlagsinfo)

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Karin Slaughter – Schattenblume. Ein Sara-Linton-Thriller

Ironisch: Unser Sheriff, der Schürzenjäger

Ein Geiseldrama hält ganz Heartsdale, Georgia, in Atem. Zwei schwer bewaffnete Männer haben die Polizeistation von Grant County überfallen. Einer der Polizisten dort wurde erschossen, Chief Jeffrey Tolliver schwer verwundet. Ebenfalls im Gebäude ist Sara Linton, die Kinderärztin und Rechtsmedizinerin der Stadt. Sie versucht verzweifelt, ihrem Ex-Mann das Leben zu retten. Aber jeden Moment kann einer der Gangster merken, dass der erschossene Cop gar nicht der Chief ist, auf den sie es offensichtlich abgesehen haben … (Verlagsinfo)

Die Autorin
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Emmanuelle Arsan – Laura. Erotischer Roman (verfilmt)

Wie schon in ihrem Welterfolg „Emmanuelle“ lässt die Arsan (ein Pseudonym) auch in „Laura“ junge schöne Menschen aus den besten Kreisen aufeinandertreffen. Für den heutigen Leser erscheint die Lektüre, als würde er sich auf einer Zeitreise in die Prä-Aids-Epoche befinden, in der alle Menschen noch bedenkenlos ungeschützt Sex miteinander haben konnten – Zustände wie im Paradies, die man auch in der Verfilmung von „Laura“ anschauen kann.
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José Pierre – Die Strandnymphe. Erotischer Roman

Lehrstunden der Liebe im Dreieck

Dominique ist Malerin – und Mutter einer bildschönen Tochter namens Catherine. Dominique malt am liebsten erotische Bilder – nach fotografischen Vorlagen, und Cathy steht ihr oft Modell. Beim gemeinsamen Urlaub in Biarritz bittet Dominique ihren Liebhaber, am Strand zusammen mit Cathy vor der Kamera zu posieren – ein gefährliches Spiel, das dramatischen Höhepunkten zustrebt, als Dominique ihren Liebhaber und Cathy allein lässt… (Verlagsinfo)
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Bill Napier – Die Offenbarung. Thriller

Das geschieht:

Dr. Fred Findholm gilt als das schwarze Schaf seiner Familie, die im schottischen Aberdeen als renommierte Anwaltsdynastie etabliert ist. Jeder Sohn ist bisher dort eingetreten, doch Fred hat sich davongemacht. Bis in die Arktis hat es ihn verschlagen. Dort besitzt er eine kleine Wetterstation, deren Daten er verkauft. Das sichert ihm mehr schlecht als recht sein Auskommen. Deshalb greift Findholm zu, als ihn die „Norsk Advanced Technologies“ anheuert, um einem polaren Rätsel nachzugehen. Unweit der Insel Grönland und gefährlich nahe an den Ölförderstätten der Gesellschaft treibt ein Eisberg, auf dem ein geheimes Lager entdeckt wurde.

Findholm soll herausfinden, was dort vor sich geht. Er stößt auf eine mysteriöse Gruppe angeblich US-amerikanischer Forscher und Militärs, die ein abgeschossenes Flugzeug bergen wollen. Vor fünf Jahrzehnten ging es nieder, an Bord nicht nur die Leiche des Kernphysikers und berüchtigten Atomspions Lev Baruch Petrosian, sondern auch dessen Tagebücher. Mit diesen macht sich Findholm nach seiner Rückkehr aus dem Staub, als er merkt, dass er für die „Norsk“ und deren geheimnisvolle Hintermänner höchst gefährliche Kastanien aus dem Atomfeuer holen sollte. Petrosian hat einst eine Möglichkeit gefunden, die Ur-Energie des Universums anzuzapfen. Das potenzielle Ergebnis: eine Waffe, mit der sich die ganze Welt vernichten ließe.

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Charlene Teglia – Wächter der Lust (Shadow Guardians 1)

Verbotene Experimente in Liebe und Magie

Fünf Wächter an den Portalen zum Schattenreich.
Fünf Meister der Lust …
Das alte Buch vom Flohmarkt muss magische Kräfte besitzen: Als die junge Hexe Sybil es zu Hause ansehen will, ergreift es Besitz von ihr. Versehentlich öffnet sie eines der fünf Portale zum Schattenreich, eine Invasion böser Dämonen droht.

Doch seit grauer Vorzeit werden die Tore von fünf Wächtern der Liebesgöttin Innana bewacht. Um die Magie der Schatten in Sybils Körper wieder unter Kontrolle zu bringen, müssen Drache, Werwolf, Dämon, Elf und Vampir sie in einen nie gekannten Sinnesrausch versetzen. Die erste Nacht verbringt sie mit dem Werwolf Kenric, der sie in ein Reich der animalischen Lüste entführt … (Verlagsinfo)

Die Autorin
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Antoine S. – Florian der Genießer. Erotischer Roman

Bei Wein und Weib immer der Nase nach

Wie gewinnt man dem Leben den größten Genuss ab? Florian Nazulis bedient sich seiner Nase, um von dem, was das Leben zu bieten hat, das Beste zu erschnuppern – und das sind allemal die weiblichen Düfte. Frauen sind für ihn wie Früchte. Und so pflückt er sie alle, die Blondinen und die Rothaarigen, die Schüchternen und die Verführerinnen. (Verlagsinfo)
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Henry Miller – Stille Tage in Clichy. Erotischer Roman

«Stille Tage in Clichy» ist nicht, wie der Titel vermuten lassen könnte, eine Idylle im Werk des „obszönsten Schriftstellers der Weltliteratur“ (Sir Herbert Read). Doch sei es, dass sich sein Erzähler Joey dem Mädchen Nys nähert, das er im Café trifft, sei es Mara-Marignan, die sich auf dem Champs-Élysées nach ihm umdreht: Joeys Abenteuer sind von erstaunlicher Heiterkeit. Ganz gleich, ob eine Mutter unter dem Gekreisch ihrer Kinder entblößt wird oder ob Joey mit zwei Dirnen in der Badewanne Brot und Wein zu sich nimmt, fast immer sind seine Handlungen von Gelächter begleitet, gehen unter in wilder Ausgelassenheit. Zugleich beschwört Henry Miller das Paris der dreißiger Jahre und seiner Atmosphäre überschäumender Lebenslust. (Amazon.de)

Dieser Klassiker der erotischen Literatur ist ein idealer, kurzweiliger Einstieg in Henry Millers Werk. „Clichy“ entstand 1940 und wurde 1956 überarbeitet. Doch die erotischen Abenteuer, die Millers Alter Ego Joey erzählt, ereignen sich vor dem Hintergrund des Paris der dreißiger Jahre (genauer: 1933). Ein Abstecher in das deutschsprachige und -gesinnte Luxemburg vermittelt einen Einblick in den aufkommenden Antisemitismus jenseits der französischen Grenzen.

Handlung

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Deanna Ashford – Die Privatklinik. Erotischer Roman

Götter in Weiß als Hengste und Stuten

Die attraktive Assistenzärztin Dr. Helen Dawson kommt an ihrer neuen Arbeitsstelle, einer teuren Privatklinik für Film- und Fernsehstars, einiges spanisch vor. Im neuen Anbau des Westflügels finden, abgeschirmt vorm Rest des Krankenhauses, geheime Operationen an inkognito eingelieferten Patienten statt. Außerdem scheinen mehrere Ärzte in illegale Medikamentenexperimente an den Patienten verwickelt zu sein. Wer oder was steckt dahinter?

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Thomas Amos – Ernst Jünger

Wie will man einem Schriftsteller, der über 100 Jahre alt geworden ist und während etwa 80 Jahren viele Bücher, Essays und Aufsätze geschrieben hat, mit einem Text von rund 130 Seiten gerecht werden? Und warum schreibt man so ein Büchlein, nachdem vor wenigen Jahren erst die umfangreichen Jünger-Biographien von Heimo Schwilk und von Helmuth Kiesel erschienen sind?
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Jenny-Mai Nuyen – Noir. Romantasy-Roman

Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden ­Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht … (Verlagsinfo)
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Juan Muntaner – Scharlachrote Nächte. Erotische Erzählungen

Schneeweiße Federn, scharlachrote Hintern

Anne und Cathérine, Sylvia und Véronique, Hilda und Lucile sind die leidenschaftlichen geschöpfe dieser phantastischen Erzählungen. Angetrieben von der rätselhaften Macht des Blutes sind sie auf der Suche nach dem einzigen, alles verzehrenden Genuss, der ihren überreizten Sinnen Erfüllung schenken soll und Frieden.“ (Verlagsinfo)

Der Autor

Der Verlag informiert nicht über den Autor Juan Muntaner, und auch das Internet gibt nichts her – außer einen Fußballspieler. Der Familienname Muntaner scheint katalanischen oder mallorquinischen Ursprungs zu sein. Sowohl Mallorca als auch die Pyrenäen spielen eine Rolle im vorliegenden Buch.

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Read, Bill – Dylan Thomas. Bildmonographie

_Waliser, Säufer, Dichter, Genie: Dylan Thomas_

Dylan Marlais Thomas (* 27. Oktober 1914 in Swansea/Wales, + 9. November 1953 in New York City/USA) war einer der wichtigsten Dichter und Dramatiker in englischer Sprache. Nicht nur wegen seiner einzigartigen poetischen Sprache wurde er in Großbritannien und den Vereinigten Staaten bekannt, sondern auch wegen seiner gewagten Prosa und des überragenden Hörspiels/Theaterstücks „Unter dem Milchwald“. Er schrieb Gedichte, Essays, Briefe, Drehbücher, autobiographische Erzählungen und ein „Stück für Stimmen“: „Under Milk Wood“ (Unter dem Milchwald), das 1954 posthum mit dem Prix Italia ausgezeichnet wurde.

_Inhalte_

Mittelpunkt einer Autoren-Monografie ist natürlich die Biografie des betreffenden Autors.

Dylan Thomas war das zweite Kind von David John Thomas und Florence Williams. Mit elf Jahren veröffentlichte er einige Gedichte in der Schülerzeitung seines Gymnasiums, das er 1931 vorzeitig verließ, um sich zwei Jahre als Journalist bei einer Tageszeitung zu verdingen. Anschließend widmete er sich dem Londoner Bohèmeleben und seiner Leidenschaft, dem Alkohol.

1934 erschien seine erste Gedichtsammlung in London: „18 Poems“.

1937 heiratete er die Eurhythmie-Tänzerin Caitlin MacNamara, mit der er drei Kinder haben sollte. Er war ein überzeugter Kriegsgegner und entging dem Kriegsdienst, indem er volltrunken zur Musterung erschien und krankheitshalber freigestellt wurde. Als Dichter und Schriftsteller sehr erfolgreich, war Dylan Thomas völlig unfähig, mit Geld umzugehen. Während es seiner Familie ständig am Nötigsten fehlte, opferte er alles Geld seinem Alkoholismus.

Auf seiner dritten Vortragsreise mit eigenen Gedichten durch die USA plante er 1953 ein Libretto für eine Oper von Igor Strawinsky, der einen Text von dem „besten lebenden Schriftsteller“ haben wollte. Dazu sollte es nicht mehr kommen; Thomas starb an einer Lungenentzündung, die er wegen seiner Alkoholexzesse nie auskurieren konnte.

Strawinsky komponierte im folgenden Jahr sein Stück „In memoriam Dylan Thomas“.

**Werke

* Collected Poems 1934-1952. Dent, London 1952

* Selected Letters. Dent, London 1966

* Dylan Thomas reading. (Unter diesem Titel veröffentlichte Caedmon einige Lesungen eigener Werke von 1952/53.)

Anschließend möchte ich auf die Eigenart dieser Monografie eingehen.

Es handelt sich um eine so genannte „Rowohlt Bildmonographie“ in „Selbstzeugnissen und Bilddokumenten“. Das bedeutet, dass wir Dylan Thomas‘ Konterfei in einer Vielfalt von Darstellungen – Fotos, Zeichnungen, Karikaturen und Gemälde – begutachten dürfen, ebenso wie die Porträts seiner Frau, seiner Kinder, Freunde und Partner. Außerdem ist die Landschaft als Inspiration von großer Bedeutung für ihn gewesen.

Fotos von Wales und anderen Wohnorten sind sowohl in dokumentarischer wie auch illustrativer Absicht abgedruckt. Illustrativ nämlich in dem Fall, wenn sie eines seiner Gedichte begleiten. In jedem Fall machen die – mitunter seltenen – grafischen Motive die Monografie zu einem lebendigen Bilder-Buch, das auch die Zeit des Dichters dokumentiert.

Diese Gedichte gehören zu dem weiten Feld der „Selbstzeugnisse“. Thomas‘ Gedichte verraten sowohl einen strengen Formwillen als auch eine wilde Vorstellungs- und Ausdruckskraft – eine rare und spannungsreiche Kombination. An manch einem Gedicht arbeitete Thomas Monate oder gar Jahre, bevor er es zum Abdruck freigab. In der vorliegenden Monografie haben wir das Glück, sowohl das englische Original als auch eine angemessene deutsche Übertragung begutachten zu dürfen. Diese Übertragung stammt von keinem Geringeren als Erich Fried, der selbst ein geachteter Dichter und Shakespeare-Übersetzer war. Manchmal, so habe ich festgestellt, ist die deutsche Fassung notwendig, um sich das Original in dessen Vielschichtigkeit überhaupt erschließen zu können. Den Abschluss des Haupttextes bildet das wunderbare Gedicht „Fern Hill“.

Im Anhang sind wichtige Lebensdaten aufgelistet sowie sämtliche Anmerkungen belegt. Zum Glück für Nicht-Waliser gibt es eine Anleitung, wie bestimmte walisische Namen auszusprechen sind. Darauf folgt eine Reihe von Zeugnissen bekannter Autoren wie etwa von Erich Fried oder Robert Ranke Graves („Ich, Claudius, Kaiser und Gott“). Die Bibliographie allein nimmt sieben klein bedruckte Seiten ein, befindet sich auf dem Stand von 1988 und stellte seinerzeit sicherlich ein wertvolles Hilfsmittel für die literaturwissenschaftliche Forschung dar. Den Abschluss bilden vier Seiten Namensregister mit Bildhinweis sowie ein Quellennachweis der Abbildungen.

_Mein Eindruck_

Dylan Thomas erscheint uns nicht immer als sympathisch, und so können wir davon ausgehen, dass der Biograf hier keine Heiligenverehrung betreibt. Vielmehr erscheint uns Thomas als ein ganz normaler walisischer Mann, der nur eben über eine einzigartige Gabe verfügt: die des ehrgeizigen Poeten. Ob sich nun Thomas ewigen Ruhm erhofft hat oder beim Dichten und Redigieren unter einem inneren Zwang oder Drang stand, das sei der Spekulation anheimgestellt. Letzteres hat auf jeden Fall eine wichtige Rolle gespielt, denn sonst hätte er nicht so viel geschrieben und so hart daran gearbeitet.

Der Biograf arbeitet die alltäglichen wirtschaftlichen Sorgen des Autors ebenso heraus wie die ganz privaten Dinge, solange sie nicht intim sind. So erklärt er beispielsweise, wie es kam, dass sich Thomas und die Dichterin Pamela Hansford nicht das Ja-Wort gaben, sondern in Freundschaft auseinander gingen. Dies wiederum ermöglichte es, dass Thomas und Caitlin Macnamara einander kennen lernten und 1937 heirateten. In diesen Herzensangelegenheiten hält sich der Biograf mit Vermutungen vornehm zurück, ohne jedoch die genauen Umstände der Entwicklung dieser Beziehungen zu verschweigen.

Er unternimmt auch keine Versuche, irgendwelche Gedichte auf seine subjektive Weise zu interpretieren, sondern weist nur dezent auf bestimmte Formmerkmale hin, die das jeweilige Gedicht einzigartig machen, oder auf thematische Hintergründe, die es in den Lebenszusammenhang des Dichters einfügen. So erscheinen Leben und Werk des Autors als Einheit.

|Schwächen und Fehler|

Der Autor Bill Read war ein Freund des Dichters und dessen Familie. Sein Gesicht ist auf einem der Fotos zu sehen. Hat dieser Umstand etwas damit zu tun, dass er auf Dylan Thomas‘ zahlreiche Affären nur en passant eingeht und sie auch keineswegs verurteilt? Wer sich also kritischer mit dem Dichter, seinem Verhalten und seinem Werk auseinandersetzen möchte, sieht sich veranlasst, andere Quellen heranzuziehen.

Auf einen merkwürdigen Fehler bin ich gestoßen, als ich die Seite 107 umblätterte: Eine Zeile fehlte. Ob dies in späteren Ausgaben nach dem Oktober 1989 korrigiert wurde, kann ich nicht sagen, aber der Interessent sollte darauf achten, ob die Zeile immer noch fehlt. Der fehlende Text ist nicht ganz unwichtig, denn es geht um einen Streit, den Thomas mit einer Dame hatte, und aus dem Folgenden muss man den Inhalt der fehlenden Zeile erschließen, sonst ergibt der ganze Vorgang wenig Sinn.

_Unterm Strich_

Dylan Thomas ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten Dichter in englischer Sprache, und man sollte ihn kennen. Ob die vorliegende Monografie allerdings der optimale Weg ist, den Autor kennen zu lernen, daran habe ich gelinde Zweifel. Zum einen ist die Darstellung sehr gedrängt und setzt sich weder mit Lebenswandel noch mit den meisten Werken auf eine anerkennenswert kritische Weise auseinander. Das könnte mit der persönlichen Freundschaft des Verfassers Bill Read zu tun haben, liegt sicherlich aber auch an dem engen Rahmen einer solchen Bildmonografie.

Für einen Laien ist das Buch ein leichter Einstieg und schneller Zugang zu Thomas, doch für Literaturwissenschaftler gelten andere Maßstäbe. Für sie kann die Monografie lediglich ein Streiflicht, einen Crashkurs zum Thema darstellen. Steinig ist der Weg der Alma mater.

|Originaltitel: The Days of Dylan Thomas, 1964
Aus dem Englischen übersetzt von Angela Boeckh, den Anhang besorgte Heribert Hoven|