Von 1920 bis etwa 1940/41 schrieb Professor Tolkien für seine vier Kinder ganz besondere Briefe zu Weihnachten: die Briefe vom Weihnachtsmann. Hier erfuhren sie, was sich an sonderbaren, lustigen oder auch beängstigenden Begebenheiten am Nordpol zutrug. Auch mit Elfen.*
Der Autor
Professor John R. R. Tolkien (1892-1973) hat das „wichtigste Buch des 20. Jahrhunderts“, so die Umfrageergebnisse, geschrieben: „Der Herr der Ringe“ (1954/55). Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Seit 1916, als er noch in den Schützengräben Frankreichs und später im englischen Lazarett lag, schrieb er an seiner privaten Mythologie, die die riesige Leinwand bildet, vor der sich die Handlung von „Der Hobbit“ und HdR abspielt.
Winter 42 n.Chr.: Die Invasion Britanniens wird vorbereitet. Zenturio Macro und sein neuer Ordonnanzoffizier Cato kämpfen noch am Rhein gegen die stinkenden Barbaren Germaniens, als der Befehl des Kaisers beim Kommandanten ihrer Legion, der Augusta, eintrifft. Kaiser Claudius will vollenden, was selbst Julius Caesar nicht schaffte: die britischen Stämme zu unterwerfen. Was die Legionäre noch nicht ahnen: Im Sumpf der englischen Südküste hat Caesars Legion eine Truhe mit geraubten Schätzen zurücklassen müssen. Schon bald beginnt ein Wettrennen ums Gold… Simon Scarrow – Im Zeichen des Adlers (ROM-Serie 1) weiterlesen →
Bitte ein Bild: Hoffnungsvoller Ansatz für eine Hobbit-Enzyklopädie
In Tolkiens Land Mittelerde wimmelt es von Elben, Zwergen und Orks, doch seine wahren Helden sind die Hobbits. Zum Fantasy-Film-Ereignis des Jahres präsentiert Genrekenner Jonas Wolf das ultimative Buch über das »kleine Volk«. Umfassend, tiefgründig und humorvoll widmet sich der Autor den Ursprüngen der Hobbits, ihrer Rolle in Tolkiens Welt und ihren größten Abenteuern. Dabei werden nicht nur die wichtigsten Filme, Bücher und Spiele vorgestellt, sondern auch die letzten Geheimnisse der scheinbar friedvollen Gesellen gelüftet – denn in einem Hobbit steckt mehr, als wir ahnen … »Alles über Hobbits« bietet das gesammelte Hobbit-Wissen in einem Band (Verlagsinfo)
Centerfold: Begleitbuch mit wunderbaren Fotos und Mega-Infos
Das offizielle Begleitbuch zu »Der Hobbit – Eine unerwartete Reise« ist die passende Verbindung von Buch und Film. Hier werden die Figuren, Schauplätze und Orte des Films vorgestellt. Viele Fotos und informativer Text rund um Bilbo und seine Gefährten lassen keine Fragen offen. (Verlagsinfo)
Es gibt mindestens fünf deutsche Begleitbücher zum Film:
„Das Begleitbuch“ erklärt Figuren, Schauplätze und Orte, „Die Geschichte in Fotos“ erzählt mit vielen Fotos nach; „Die Welt der Hobbits“ beschreibt deren Leben und „Das Filmbuch“ schildert die Entstehung des Films. Im Rätsel- und Sammelbuch werden Text, Fotos und Rätsel kombiniert und laden ein zum Versinken in eine Welt, in der garantiert keine Langeweile aufkommt. (Verlagsinfos)
_Die Autorin_
Die Britin Jude Fisher hat 20 Jahre lang als Verlegerin und Buchhändlerin gearbeitet und ist Autorin aller „Offiziellen Begleitbücher“ (Visual Companions) der drei „Herr der Ringe“-Filme. Außerdem hat sie selbst einen Fantasyroman (dt. bei Blanvalet) verfasst und eigentlich Spezialistin für altisländische Texte (Die Edda usw.). Laut Verlag hat sie unter dem Pseudonym „Gabriel King“ vier Romane verfasst, und wie man weiß, handelt sich dabei um mindestens zwei Katzen-Fantasy-Romane, die bei Heyne erschienen sind: „Auf geheimen Pfaden“ und „Die Goldene Katze“.
_Inhalt und Eindruck_
Das Vorwort von Hauptdarsteller Martin Freeman ist eine nette Zugabe, bringt aber nichts Neues – außer zwei Fehlern in der Übersetzung. Da ist von einem „Barden in Laketown“ die Rede. Erste gibt es in SEESTADT keine Barden, sondern nur Kaufleute, Fischer und einen Krieger, zweitens existiert dort ein Krieger namens BARD. Erste Zweifel kommen auf, ob die Übersetzerin wirklich der Tolkien-Welt kundig ist.
Wie in einer Game-World stellt Jude Fisher die wichtigsten Schauplätze und Figuren vor. Hobbits, Bilbo Beutlin, Beutelsend – das sind Standards zur Beschreibung der Ausgangslage. Dann kommen Bilbos Gäste: 13 Zwerge und ein Zauberer namens Gandalf. Diese Besucher werden haarklein mit kompletter Biografie, familiären Beziehungen und Adelsposition vorgestellt. Denn Thorin Eichenschild ist ein König im Exil und seine Neffen Fili und Kili sind demzufolge Thronanwärter! Auch der weißhaarige Balin stammt von königlicher Linie ab.
Schön finde ich, dass die Autorin das maximale Alter einer jeden Rasse nennt. Hobbits können bis zu 130 Jahre alt werden, Zwerge bis zu 250 Jahre. Dass Gandalf an die 3000 Jahre alt ist, verdient offenbar keine Erwähnung, wohl aber sein – neben dem Stab – zweitwichtigstes Attribut: das Schwert Glamdring. Dessen Heft ist mit Zauberrunen verziert – siehe das Titelbild des „Offiziellen Filmbuchs“.
Solche Attribute der Stärke weisen alle Figuren auf (Bilbo hat ja den Einen Ring) und werden stets gesondert erwähnt. Thorin etwa hat eine Elbenklinge namens Orkrist, Dwalin zwei Äxte, Bifur eine Lanze, Bofur eine Kombi aus Hammer und Pickel, Dori eine Bola, Bombur ein Hackmesser, Nori eine Streitkeule, Gloin eine Streitaxt und so weiter. Balin, der später Moria zurückerobern will, soll angeblich ein Schwert führen. Auf seiner Abbildung ist es nicht zu sehen. Ein Gamer könnte mit diesen Figuren und ihren Attributen schon ein Spiel anfangen.
|Handlung|
Nachdem die wichtigsten Begleiter der titelgebenden Hauptfigur sowie ihr Reiseweg auf einer vierseitigen Ausklapp-Karte (!) vorgestellt worden sind, kann die Autorin daran gehen, die Handlung zu skizzieren: „Die Queste“ (S. 44) Merkwürdigerweise fallen wieder Namen, mit denen der Filmzuschauer rein gar nichts anfangen kann. Da ist die Rede von „Dale“ statt von Thal. Und worum es sich bei Khazad-dûm handeln soll, wissen nur Zuschauer, die schon den „Herrn der Ringe“ gesehen haben: Es ist Moria, die Zwergenbinge.
Die Abenteuer der Expedition beginnen in der Begegnung mit den Trollen, führen nach Bruchtal (ein sehr schönes Set), wo schlanke Elben ein potentiell unsterbliches Leben führen – jedenfalls solange, bis Mittelerde (erneut) untergeht. Eine wunderbare Doppelseite zeigt ein Bruchtal-Detail, wo sich Gandalf und Galadriel, Mitglieder des Weißen Rates, unterhalten. Der Weiße Rat zeigt auf S. 56/57 diesmal auch Christopher Lee als Saruman, was eine rare Aufnahme ist. Lee erscheint in fast keinem der deutschen Begleitbücher. Im Begleittext wird Dol Guldur, die Festung des neuen Feindes, erwähnt, der Name aber nicht übersetzt: „Festung der dunklen Magie“.
Sehr schön wird auch dargestellt, dass Galadriel und Elrond über zwei der drei Elbenringe der Macht verfügen. Diese Machtattribute sind für Gamer etc. stets wichtig. So lässt sich die Stärke der jeweiligen Spielfigur einschätzen. Je größer ihre „Macht“, desto begehrenswerter ist sie auch. Interessant: Galadriels Tochter Celebrían ist mit Elrond verheiratet, taucht aber nie auf. Die Tochter der beiden ist bekanntlich die schöne Arwen, die sich Aragorn versprochen hat.
|Im Nebelgebirge|
Hier lauern Gollum, die Goblins und die Orks und Warge eines gewissen Azog auf die Expeditionsmitglieder. Die Geschichte des Einen Rings, der 16 andere beherrscht, ist gut, aber knapp erklärt. So fehlt etwa der Hinweis, dass die drei Elbenringe dem Einen Ring nicht unterworfen sind. Wer die sieben Zwergenringe besitzt, ist auch hier nicht erklärt.
Von den Bergriesen, die miteinander kämpfen, ist nichts zu sehen, wohl aber von Radagast, dem wunderlichen Zauberer. Seine Name bedeutet „Zähmer der Tiere“, und genau dies tut er. Dieser tollen neuen Figur sind ganze vier Seiten gewidmet, das meiste davon Bilder. Merkwürdig: Sein Haus Rhosgobel soll angeblich am „südlichen Rand des Grünwalds“ liegen, doch wer die mitgelieferte Landkarte konsultiert, findet Rhosgobel am westlichen Rand der Mitte des Grünwalds bzw. Düsterwalds liegen. Dol Guldur ist dort gar nicht erst eingezeichnet. Das ist auch nicht sonderlich hilfreich.
Einen letzten Ausblick auf den Fortgang der Queste liefert die letzte Doppelseite: Gandalf betritt Dol Guldur …
_Die Übersetzung _
Die Merkwürdigkeiten der Übersetzung habe ich bereits erwähnt. Einen „Barden“ nach Laketown zu versetzen, ist ein schlechter Witz. „Laketown“ und „Dale“ hätten der deutschen Synchronisation angeglichen und als „Seestadt“ und „Thal“ übersetzt werden soll. Der Name „Khazad-dûm“ erschließt sich nur demjenigen, der „Herr der Ringe: Die Gefährten“ gesehen oder das Buch gelesen hat. Wenn ich mich recht erinnere, kommt der Name, den die Zwerge Moria gegeben haben, im HOBBIT-Film nicht vor. „mor-iâ“ bedeutet „Schwarzer Abgrund“, und darin verschwindet Gandalf ja, um den Balrog zu bekämpfen (im Prolog zu Jacksons zweitem Teil der HdR-Trilogie).
_Unterm Strich_
Dieses Buch ist mit 75 Seiten nahezu doppelt so umfangreich wie die schmalen Softcover-Bilderbücher „Die Geschichte in Fotos“ und „Die Welt der Hobbits“ (s. meine Berichte). Folglich enthält das Buch wesentlich mehr Informationen für denjenigen, der die HOBBIT-Welt und den Film näher kennenlernen möchte.
Auch die Filmfotos und die Landkarte sind noch großformatiger als dort, was in einer vierseitigen Ausklappkarte gipfelt. Allerdings ist hier keines von Radagasts „Bunnies“ als Centerfold zu bewundern, sondern lediglich die Karte von Mittelerde mit dem Reiseweg der Expedition zum Einsamen Berg. Die Ränder der Karte sind garniert mit Fotos der jeweiligen Gegend, etwa dem Ostviertel des Auenlandes oder den Trollhöhen usw.
|Das Personal|
Den größten Teil des Buches nehmen die 13 Zwerge mit ihren detaillierten Biographien ein, hinzukommen Bilbo, der Meisterdieb, und Gandalf, der Zauberer. Nun hat der potenzielle Gamer schon einen soliden Grundstock für ein HOBBIT-Spiel, doch etwas fehlt noch: die Feinde und die Helfer. Letztere sind die Elben und der Weiße Rat. Die Feinde sind weitaus zahlreicher: Orks, Goblins, Warge und Trolle. Gollum und der Ring dürfen natürlich nicht fehlen, stellen sie doch einen Wendepunkt der Geschichte dar.
Dies ist, wie gesagt, eines der wenigen Begleitbücher, das Christopher Lee als Saruman zeigt. Am besten gefiel mir indes der „verrückte“ Zauberer Radagast, wunderbar schräg dargestellt von Sylvester McCoy, einem Comedian. Ihm sind nicht weniger als vier Seiten gewidmet.
Leider ist auch hier sein Outdoor-Ferrari nicht zu sehen, nämlich sein von acht Paar Karnickeln (besagte Bunnys) gezogener Rennschlitten. Damit brettert er nicht nur durch den Grünwald, sondern auch durchs Einsame Land, das zwischen den Trollhöhen und Bruchtal liegt und von Warg-Orks heimgesucht wird. Radagast lenkt sie von Gandalf & Co. ab.
Stattdessen mag sich so mancher Betrachter über die Vogelkacke auf seinem Mantel wundern. Der Grund ist simpel: Unter seinem Zaubererhut gewährt er einem Vogelpärchen Zuflucht in einem Nest, das es in seinem Haar gebaut hat. Das Mäuschen, das angeblich in seinem Bart haust, ist leider ebenso wenig zu sehen. Das Studio wollte dem Betrachter wohl nicht zu viel zumuten.
|Für wen sich das Buch eignet|
Das Buch eignet sich erstens für Leser, die den Film noch sehen wollen: Es informiert sie mit großer Detailtiefe, macht ihnen Appetit und verrät keine Geheimnisse und Überraschungen (Smaug, die Steinriesen, den Prolog). Zum anderen erinnert es den Zuschauer, der den Film oder die HOBBIT-Trilogie gesehen hat, an die besten Momente und die wichtigsten Figuren, quasi als Memento.
Drittens ist es ganz einfach ein wundervoll und aufwendig produziertes Bilderbuch, das eine Geschichte erzählt. Daher ist es auch für Sammler interessant. Und Sammler von Tolkieniana und Kinematografika gibt es wahrlich genug.
|Gebunden: 75 Seiten mit Ausfalttafel
Originaltitel: The Hobbit: An Unexpected Journey. Visual Companion (2012)
Aus dem Englischen von Birgit Herden
ISBN-13: 978-3608939781|
http://www.klett-cotta.de
„Zeit aus den Fugen“ (ein Zitat aus „Hamlet“), 1959 erschienen, kommt als unscheinbare Prosaerzählung daher, genauso wie das Geschehen in einem unscheinbaren Ort spielt, der nicht einmal einen richtigen Namen hat: „Old Town“. Doch das Ganze ist eine gigantische Truman-Show, eine Matrix, die nur einen Zweck zu haben scheint: ihren wichtigsten Bewohner, Ragle Gumm, über die Natur der Wirklichkeit zu täuschen.
Das Gesetz des Wandels: Von Mafs, Kindern und Künstlern
Dieser 52. IASFM-Auswahlband bietet drei Geschichten über Kinder im weitesten Sinne sowie über Kunst und Imagination. Den neun angloamerikanischen Erzählungen hat die Herausgeberin eine von einer deutschen Autorin beigefügt. Das ist Tradition in der deutschen Ausgabe von Asimov’s Science Fiction Magazin.
Hier findet man:
– Die Story von zwei Astronautinnen auf dem Jupitermond Io, die eine bemerkenswerte Entdeckung machen.
– Die Story vom überfluteten Los Angeles, wo durch Mutation angepasste Kinder nach Liebe suchen.
– Die Story von der Welt, in der Zweigeschlechtlichkeit die Norm ist, was für Monosex-Musliminnen Probleme bedeutet.
– Die Story vom Blutrache übenden Mädchen in Nordirland, die das gesetz der Serie bricht.
– Die Story vom klug gemachten Schimpansen, der in freier Wildbahn keine Artgenossen mehr findet.
Und fünf weitere Geschichten. Friedel Wahren (Hg.) – Isaac Asimov’s Science Fiction 52. Folge. SF-Stories weiterlesen →
Lyonesse – das ist ein Königreich auf den Älteren Inseln, die einst im Golf von Biskaya vor den Tagen König Arthurs lagen. Sie sind die Heimat von zehn – natürlich zerstrittenen – Königen, von Barbaren (den Ska), von Recken, Hexen und Zauberern, Ogern und Elfen.
Jeder König will Herrscher über ganz Lyonesse, die Hauptinsel, werden, allen voran der ehrgeizige König Casmir von Lyonesse, der seinen alten Gegenspieler Aillas vom Inselkönigreich Troicinet bekämpft, wo es nur geht. Die Inseln werden jedoch in ihrer Gesamtheit von den Ska bedroht, die als nordische Herrenmenschen alle anderen Völker als minderwertig einstufen und entsprechend behandeln.
San Francisco im Würgegriff der Angst: Am helllichten Tag verschwinden Kinder wohlhabender Familien zusammen mit ihren Nannys spurlos. Die ganze Stadt ist wie gelähmt. Denn alle fragen sich: Welches Kind ist das nächste Opfer? Detective Lindsay Boxer ermittelt wie besessen, doch erst zusammen mit ihren Freundinnen vom „Women’s Murder Club“ findet sie die entscheidende Spur, um diesen Albtraum zu beenden.
_Der Autor_
James Patterson, ehemaliger Besitzer einer Werbeagentur, ist der Autor zahlreicher Nummer-1-Bestseller. Allerdings sind es vor allem seine Alex-Cross-Thriller, die den Leser berühren. Folglich war Alex Cross bereits zweimal im Film zu sehen: „Im Netz der Spinne“ und „… denn zum Küssen sind sie da“ wurden beide erfolgreich mit Morgan Freeman in der Hauptrolle verfilmt. Für Einsteiger sei gesagt, dass Alex Cross ein sympathischer schwarzer Polizeipsychologe ist, der mit seiner Familie in Washington, D.C., lebt.
Patterson ist extrem fleißig. Sein letzter Solo-Roman vor „Blood“ in Deutschland hieß „Ave Maria“, ein Alex-Cross-Roman. Davor erschienen neue Alex-Cross-Romane mit den Titeln „The Big Bad Wolf“ und „London Bridges“. Im Original ist bereits „Double Cross“ erschienen. Seit 2005 sind weitere Patterson-Kooperationen veröffentlicht worden, darunter „Lifeguard“ sowie „Judge and Jury“; im Juli 2007 erschien die Zusammenarbeit „The Quickie“ (deutsch „Im Affekt“, 2008). Im Frühjahr 2003 (deutsch Mitte 2005) erschien auch eine Kollaboration mit dem Titel „Die Rache des Kreuzfahrers“ („The Jester“), deren Story im Mittelalter spielt.
Nähere Infos finden sich unter http://www.twbookmark.com und http://www.jamespatterson.com. Patterson lebt mit seiner Familie in Florida und Westchester, New York.
Maxine Paetro ist eine Journalistin und Schriftstellerin, die mit ihrem Mann in New York City lebt.
|The Women’s Murder Club| umfasst bislang folgende Bände:
[„Das Pandora-Projekt“ 3905 (Maximum Ride 1)
[„Der Zerberus-Faktor“ 4026 (Maximum Ride 2)
[„Das Ikarus-Gen“ 2389
[„Blood“ 4835
[„Honeymoon“ 3919
[„Ave Maria“ 2398
[„Wer hat Angst vorm Schattenmann“ 1683
[„Mauer des Schweigens“ 1394
[„Stunde der Rache“ 1392
[„Wenn er fällt, dann stirbt er“ 1391
[„Wer sich umdreht oder lacht“ 1390
[„Die Rache des Kreuzfahrers“ 1149
[„Vor aller Augen“ 1087
[„Tagebuch für Nikolas“ 854
[„Sonne, Mord und Sterne“ 537
[„Rosenrot Mausetot“ 429
[„Die Wiege des Bösen“ 47
_Die Sprecherin_
Die Schauspielerin Julia Fischer, die auch die gekürzte Sprechfassung erstellte, ist neben Theaterengagements und TV-Auftritten vor allem im Rundfunk als Sprecherin tätig. Auch als Hörbuchinterpretin hat sie viele Fans. Sie hat auch bereits „Die 5. Plage“ aufgenommen.
Regie führte Volker Gerth, der im |opus live Studio| München die Aufnahme leitete.
_Handlung_
|PROLOG|
Fred Brinkley sitzt am Samstag auf der Ausflugfähre |Del Norte|, auf der rund 250 Touristen eine Rundfahrt in der Bucht von San Francisco machen. Die Stimmen in Brinkleys Kopf verlangen, dass er die Frau tötet, die gerade ihren kleinen Sohn anschreit: „Du treibst mich noch zum Wahnsinn!“ Die Kugel trifft sie mitten in die Brust. „Womm!“ Die nächste Kugel trifft den Jungen, der hintüberfällt. Zwei Männer, die Brinkley angreifen, werden als nächste niedergestreckt, eine weitere Kugel verfehlt ihr Ziel. Dann sagt eine afroamerikanische Frau, die offenbar seine Gedanken lesen kann: „Gib mir die Waffe, Junge.“ Die Frau hat vielleicht Nerven! „Womm!“ Sie bricht zusammen, greift nach ihrem Handy, tippt eine Nummer ein. Er hält sie davon ab, dann springt er über die Reling auf den Kai und verschwindet. Jack Rooney, ein Rentner aus Albany, hat die ganze grauenhafte Szene mit seiner Videokamera aufgenommen.
|Haupthandlung.|
Detective Lieutenant Lindsay Boxer vom SFPD ist entsetzt, als die Sanitäter ihre beste Freundin Claire Washburn abtransportieren. Die afroamerikanische Frau sei niedergeschossen worden, sagt der Sani, und müsse sofort in die Notaufnahme. Die erste Frau, die der Killer niederschoss, heißt Andrea Canello, ihr Sohn liegt ebenfalls in der Notaufnahme. Die Überlebenden sind wie erstarrt. Sgt. Lexie Rose meldet, dass Rooney alles gefilmt habe. Und dass der Killer türkische Zigaretten rauche. Chief Trecchio übergibt Lindsay widerwillig den Fall. Aus dem Video erfahren sie und Claires Mann, was ihre beste Freundin getan hat. Mutig. „Zu mutig“, meint Edmond. Das Video wird zu einem Fahndungsaufruf fürs Fernsehen zusammengeschnitten.
|Sonntag|
Der kleine Tony Canello ist trotz Notoperation gestorben, was Lindsay traurig macht. Vom Rechtsmediziner Dr. Germaniak weiß sie, dass der Killer ein guter, ungewöhnlich sicherer Schütze ist. Der Grund wird klar, als sie seine Identität erfährt. Ihre Leute haben einen Mann ausfindig gemacht, der mit Brinkley in einer Nervenheilanstalt im Napa Valley war. Das war 1988, wie ein Foto belegt. Fred Brinkley habe seine 12-jährige Schwester Lily bei einem Bootsunfall verloren und sei seitdem depressiv drauf, aber sonst ein netter Kerl. Wer’s glaubt. Sie findet heraus, dass Brinkley nach seiner Entlassung aus Napa bei der Armee gedient hat und dort das gute Schießen lernte. Großartig.
Brinkley arbeitete in einer Buchhandlung, wo sich der Lagerarbeiter noch gut an seinen Kumpel erinnert. Er hat sogar noch Brinkleys Bücher, die er nach seinem Rauswurf hierließ. Jede Menge Psychologie ist darunter, aber Lindsay fällt ein merkwürdiges Buch auf, das behauptet, bis vor 3000 Jahren hätten die Menschen linke und rechte Hirnhälfte gleichmäßig benutzt, weshalb die Vernunft kaum von der Intuition getrennt gewesen sei. „Stimmen der Götter“ seien deshalb genauso wichtig gewesen wie die ihrer Mitmenschen. „Das war Brinkleys Bibel“, meint der Lagerarbeiter.
Jetzt wird Lindsay klar, dass sie es mit einem Psychopathen zu tun hat. Aber sie ist nicht auf den Anblick des Gesuchten gefasst, der plötzlich direkt vor ihrer Haustür steht.
|2. Teil|
Die fünfjährige Madison Tyler ist ein Wunderkind. Die Tochter des Pressezaren Henry Tyler und seiner Frau Elizabeth kann bereits virtuos Klavier spielen. Und sie sieht die Noten als Farben, erklärt sie ihrem italienischen Kindermädchen Paola Ricci. Sie gehen zusammen im Park von Pacific Heights spazieren, als ein schwarzer Minivan neben ihnen hält und der Fahrer herbeieilt, um sie nach Hause zu fahren. Mami habe sich bei einem Unfall wehgetan, behauptet er. Paola scheint ihn zu kennen, doch Madison weigert sich: Ihr Daddy habe ihr gesagt, nie mit einem fremden Menschen mitzufahren. Der Unbekannte packt sie jedoch und verfrachtet sie in den Wagen, Paola steigt mit ein.
Eine Zeitungsverkäuferin, die den Wagen davonbrausen sieht, hört einen Knall wie von einem Schuss. Dann färbt sich die Scheibe des Wagens rot von Blut …
_Mein Eindruck_
Diesmal hat es Lindsay gleich mit vier Fällen zugleich zu tun, und in ihrem Privatleben geht es ebenfalls drunter und drüber. Zu guter Letzt wird sie auch noch degradiert! Man kann nicht sagen, dass ihr Leben langweilig sei. Andererseits muss jeder gute Autor darauf achten, dass seine Leser nicht einschlafen. Und James Patterson gehört sicherlich zu den erfolgreichsten Unterhaltungsautoren der Welt. Die Journalistin Maxine Paetro hat ihm natürlich nach Kräften geholfen.
|Unzurechnungsfähig|
Man kann von vier Handlungssträngen sprechen. Im ersten steht der verhaftete Killer Alfred Brinkley im Mittelpunkt des Geschehens. Das Besondere dabei: So gerne die Staatsanwältin Yuki Castellano, die dem „Klub der Ermittlerinnen“ (Women’s Murder Club) angehört, ihn wegen fünffachen Mordes verurteilen lassen würde, so leicht fällt es ihrem Widersacher, dem fotogenen Starverteidiger Micky Sherman, leicht, Brinkley als unzurechnungsfähigen Irren hinzustellen, der nicht zwischen Gut und Böse seiner Tat unterscheiden kann. Dieser Prozess bleibt spannend bis zur Urteilsverkündung. Aber soll Brinkley wirklich so einfach davonkommen, fragt sich der Leser? Auf keinen Fall. Aber wird der Autor ihm den Gefallen tun?
|Entführt|
Der zweite Fall ist zunächst die Entführung der kleinen, süßen Madison Tyler. Ihr Vorbild ist offensichtlich der um die kleine Britin Madeleine, die ein Jahr lang weltweit von Portugiesen und Briten gesucht wurde – vergeblich, wie man inzwischen weiß. Was der Autor jedoch andeutet, ist ein ziemlich schlimmes Schicksal. Madison Tyler ist beileibe kein Einzelfall, denn vor ihr wurden von den gleichen Tätern bereits Mädchen in Boston und ein Jungen in Montréal entführt – immer erst dann, als sie dafür die Kindermädchen vermittelt hatten. Denn die Nannys vertrauten ja den Entführern. Leider landeten sie stets mit einem Loch im Kopf irgendwo am Wegesrand. Die Kinder jedoch sollten an reiche Pädophile verkauft werden.
|Lärmgeschädigt|
Ein dritter Fall hat direkt mit Lindsays Freundin und Mit-Ermittlerin Cindy Thomas zu tun, einer Journalistin beim angesehenen |San Francisco Chronicle|, der Tyler gehört. Cindy ist neu in eine schöne Wohnung im Wohnblock Blakely Arms gezogen. Doch ein getöteter Hund ebenso wie eine erschlagene Frau beunruhigen die Bewohner. Anscheinend hat einer der Bewohner etwas gegen „Lärmbelästigung“. Mehrfach wird Lindsay mit ihrem Team zu der Apartmentanlage gerufen, bis es endlich einer jungen Frau einfällt, ihr zu sagen, dass sie da einen etwas seltsamen Untermieter hätte, von dem aber keiner etwas wissen dürfe …
|Degradierung|
In Lindsays Privatleben geht es etwas turbulent zu. Zunächst muss sie damit fertigwerden, von ihrem Chef degradiert zu werden, vom Lieutenant zum einfachen Sergeant. Sie kapiert es nicht, dass er denkt, er würde ihr damit einen Gefallen tun. Sie sei ja nicht für die Verwaltungsarbeit geschaffen, sondern wolle auf der Straße arbeiten. Das war genau das, was sie sich in der Tat wünschte, gibt Lindsay zu. Aber das gehe nun mal nicht als Lieutenant, gibt ihr Trecchio zu bedenken. Nun sieht sie sich in der blöden Lage, von ihrem früheren Untergebenen Jacobi Befehle entgegennehmen zu müssen und ihn an ihrem Schreibtisch sitzen zu sehen. Und dass er ihr schönes, ordentliches Büro zu einem Saustall verkommen lässt, bricht ihr schier das Herz.
|Interruptus|
Natürlich ist dieser „Karriere-Knick“ für Lindsay ein Kniff der Autoren, um wieder Schwung ins Leben ihrer Hauptfigur zu bringen. Ein Bürojob ist wirklich ein wenig langweilig. Nun ist Boxer wieder mitten im Geschehen, wie es schon längst hätte sein sollen. Aber um ihre geknickte Seele zu trösten, braucht sie jetzt ihren Freund Joe. Doch er arbeitet für das Heimatschutzministerium in Washington, D.C., und hat nur am Weekend Zeit. Sie sieht ein, dass ihr das zu wenig ist und schmeißt ihn raus. Unbefriedigt, versteht sich.
Auftritt Kollege Richard Conklin. Er habe sie schon lange mehr als gern, gesteht er ihr. Nach einem langen Tag in L.A. und einigen Gläsern Wein, als sie in der Hotelbar einen Steh-Blues tanzen. Eines führt zum anderen, und plötzlich sind beide im Bett miteinander. Aber hilft dies Lindsay irgendwie, Joe zu vergessen? Nicht die Bohne. Also muss auch der arme Richard einen Abgang machen. Und Lindsay bleibt wieder unbefriedigt zurück. Höchste Zeit also für Joes großen Auftritt – mit Heiratsantrag und Diamantring! Aber ist es wirklich das, was Lindsay will?
|Die Sprecherin|
An Julia Fischers Vortrag ist mir gleich ihre deutliche Aussprache und bewusste Betonung von Wörtern und Sätzen aufgefallen. Diese Sprachbeherrschung setzt sich auch in der korrekten Aussprache aller Namen fort, was ich sehr positiv fand.
Lindsay Boxer, die taffe Amerikanerin, hat hingegen erst einmal eine autoritäre und weibliche-tiefe Stimme. Das ist aber nichts gegen die autoritäre Stimme, mit der die Rechtsmedizinerin Claire Thomas auftritt. Sie ist sowohl Lindsays beste Freundin als auch Mentorin und wichtigste Helferin. Die männlichen Figuren haben durchweg eine tiefere Stimmlage, und wer will, kann auch hier feine Unterschiede heraushören. Die von Warren Jacobi ist die tiefste im ganzen Text; er klingt ruhig und ernst, selbst dann, wenn er wie gewohnt sarkastisch wird. Und diesmal macht er Lindsay sogar amouröse Avancen.
Die größte Stärke Fischers liegt in der optimalen Anpassung des Ausdrucks an Situationen. Bewundernswert ist ihre hundertprozentige Treffsicherheit. Auffällig ist ihr häufiger Einsatz von ängstlich, sorgen- und kummervollen Frauenstimmen. Das ist auch kein Wunder, denn diese Figuren wurden von der Mit-Autorin ins Buch geschrieben, um die Herzen der Leserinnen und Hörerinnen erreichen zu können.
Neben diesen Stimmen verschwinden die vielen männlichen Stimmen fast. Conklin fand ich ganz witzig, der Lindsay anbaggert. Und Brinkley jagte mir einen Schauder über den Rücken, als er Lindsay höhnisch zuflüstert: „Hey, Lindsay, glaubst du wirklich, dass du gewonnen hast?“ Kann nämlich sein, dass er erneut freigesprochen wird. Wird der Wahnsinn denn stets die Oberhand behalten, fragt sich der Leser.
_Unterm Strich_
Drei verschiedene Fälle und ein turbulentes Privatleben sorgen bei Lindsay Boxer diesmal für einige Aufregung. Der Roman unterhält dementsprechend mit Non-Stop-Action, sei es auf der Straße oder in Lindsays Bett. Das macht sie aber noch längst nicht zu einem weiblichen James Bond, denn bekanntlich arbeiten Ermittlerinnen im Team. Zweimal trifft sich der „Klub der Ermittlerinnen“ (Women’s Murder Club), um ein gemeinsames Vorgehen zu erörtern. Aber es gibt auch stets einiges zu feiern.
Allerdings habe ich stets auf eine Verbindung zwischen den drei Fällen gewartet. Diese blieb jedoch aus, und das hat mich ein wenig enttäuscht. Aber James Patterson ist eben kein Jeffery Deaver, der so etwas mit Leichtigkeit hingekriegt hätte. Auch wenn das ein wenig Unglauben im Leser hervorgerufen hätte: Die Gesellschaft wieder mal als Verschwörung? Nein danke, das muss nicht zum x-ten Mal gesagt werden. Außerdem rennt man mit dieser Behauptung nur noch offene Türen ein. Was der deutsche Titel soll, weiß ich auch nicht, denn Geiseln kommen nicht vor.
Das vorwiegend weibliche Publikum dieser Frauenkrimis wird hingegen mit Geschichten um Kinder in Gefahr, Frauen im Bett und durchgeknallte Männer wohl prächtig unterhalten. Das Fazit, das die Leserin ziehen muss, ist klar: Wenn die Frauen nicht für Gerechtigkeit und Sicherheit in dieser aus den Fugen geratenen Welt sorgen, wer soll dann diesen Job tun?! Die Kerle haben’s versaut, wir dürfen’s wieder ausbaden. Aber so einfach ist die Botschaft nun auch wieder nicht. Denn hinter den Kindesentführungen steht letztes Endes kein Mann, sondern eine Frau. Und die ist mindestens ebenso taff wie die Ermittlerinnen.
Die eigentliche Botschaft lautet bescheidener: Frauen können einen ebenso wichtigen Beitrag leisten wie die Männer – als Cops, als Rechtsmediziner, als Staatsanwälte und Verteidiger. Wenn man sie nur lässt? Nein, sie haben es verdient, sie wissen es, und sie werden sich nach oben kämpfen. Auch im Privatleben. Und diese Botschaft hört jede Frau gerne.
|Das Hörbuch|
Selten habe ich einen derart perfekten Vortrag gehört wie den Julia Fischers. Sie tritt als Sprecherin und Erzählerin ganz hinter dem Geschehen, den Figuren und den Dialogen zurück, weil sie für jede Figur den optimalen stimmlichen Ausdruck in jeder Situation findet. Daher „agieren“ ihre Figuren stets statt wie Puppen vorgeführt zu werden. Sie werden quasi zum Leben erweckt. Und hier ist das ausnahmsweise keine leere Floskel. Auch die Aussprache der vielen amerikanischen Namen gelingt Fischer stets korrekt, was für jeden deutschen Sprecher eine große Leistung darstellt.
|Originaltitel: The 6th Target, 2007
Aus dem US-Englischen übersetzt von Andreas Jäger
374 Minuten auf 5 CDs
ISBN-13: 978-3-86804-494-2|
http://audiomedia.de/category/verlag/hoerbuch/target-mitten-ins-ohr/
http://www.jamespatterson.com
Die CD enthält die beiden Hörspiele „Erinnerungsmechanismus“ und „Wechselbalg“. Während die erste sehr selten zu finden ist, erscheint die zweite in praktisch jeder Storysammlung von Philip. K. Dick. In jedem Fall eine reizvolle Kombination.
Den wilden Pookah zu reiten! Jennys Abenteuer mit Geistern
Als die junge Jenny dem lebhaften New York den Rücken kehrt, um fortan mit Mutter und Stiefvater im englischen Dorset zu leben, hat sie nur wenig Sinn für das vermeintlich todlangweilige Landleben. Doch das alte Herrenhaus steckt voller Geheimnisse. Eines Tages begegnet sie Tamsin, die einst als junges Mädchen starb und nun als ruheloser Geist umherirrt. Jenny ahnt, dass ein verborgener Schmerz Tamsin gefangen nimmt, und begibt sich immer tiefer in das Reich der Geister hinein … (Verlagsinfo)
Eine Mordserie beschäftigt die Kripo, und Kommissarin Mona Seiler muss sich schnell etwas einfallen lassen, um weitere Opfer zu verhindern. Denn die Wörter, die den ersten beiden Opfern in die Haut geritzt wurden, bilden erst den Anfang eines Satzes: „DAMALS WARST…“
Im norwegischen Bergdorf Finse sind wegen eines Schneesturms die Passagiere eines Zuges eingesperrt, unter ihnen die Ex-Kommissarin Hanne Wilhelmsen. Der Zug ist entgleist, an ein Fortkommen ist nicht zu denken. Da geschieht ein brutaler Mord – ein aus dem Fernsehen bekannter Pastor liegt erschossen in seinem Blut. Doch als Hanne einen Zeugen gefunden zu haben glaubt, wird auch dieser ermordet. Und das ist noch nicht alles …
Die Autorin
Anne Holt, 1958 geboren in Larvik, wuchs in Norwegen und den USA auf. Als freie Autorin lebt sie heute in Oslo und Südfrankreich. Mit ihren 13 Krimis gehört sie zu den wenigen skandinavischen Autoren, deren Bücher weltweit gelesen werden und sich über vier Millionen Mal verkauften. Zuletzt erschienen von ihr auf Deutsch „Die Präsidentin“ und „Der norwegische Gast“. (abgewandelte Verlagsinfo 2008)
Ulrike Grote spielte nach ihrer Schauspielausbildung an renommierten Theaterbühnen und war in diversen Film- und Fernsehrollen zu sehen, u. a. im „Tatort“. Seit 2004 arbeitet sie auch als Regisseurin, ihr Kurzfilm „Ausreißer“ war für den OSCAR nominiert.
Regie führte im Eimsbütteler Tonstudio, Hamburg, Gabriele Kreis. Grote liest eine gekürzte Fassung.
Handlung
Der Zug nach Bergen entgleist vor einem Tunnel wegen einer Schneewehe. Die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen findet sich nach einem Moment der Bewusstlosigkeit mit einem Baby im Arm neben den Gleisen wieder. Die Mutter grabscht sich das rosafarbene Bündel. Es herrschen 20 Grad unter Null, Schnee treibt in dicken Flocken. Die Retter fluchen und versuchen Hilfe aus einem nahen Berghotel in dem Dorf Finse zu holen. Einer der Retter weist auf Hannes Wade: Ein Skistock hat sich hindurchgebohrt, ohne dass sie etwas davon spürte. Sie ist seit einer verirrten Kugel, die sie sich vor fünf Jahren im Dienst einfing, querschnittsgelähmt. Hanne ist auf der Fahrt zu einem Rückgratspezialisten gewesen.
Im Berghotel Finse finden die acht Ärzte, die unterwegs zu einem Kongress waren, jede Menge Arbeit. Hanne wird von einem Zwerg behandelt, der sich als Magnus Streng vorstellt. Er unterstützt Hannes Bitte, dass einer der Retter ihren Rollstuhl vom Zug holt. Hanne robbt zum Tresen, der Hotelrezeption, wo sie der Ansprache eines Fettsacks lauscht, den sie aus dem Fernsehen kennt: Pastor Kato Hammer. Er bittet die fast 200 Anwesenden, für den Zugführer Einar Hultas zu beten, der beim Unglück gestorben sei. Neben Hanne flucht ein junger Mann, auf dessen EC-Karte „Adrian“ steht. Ihr fällt das mit Pistolen bewaffnete Ehepaar auf, das sie für Kurden hält. Die Pistolen halten sie versteckt. Eine Buchautorin namens Kare Tue, auch häufig im Fernsehen, schnauzt den Pfarrer an, die Klappe zu halten.
Schon bald machen Gerüchte über den letzten, außerplanmäßig angehängten Zugwaggon die Runde. Es heißt, die Kronprinzessin Mette-Marit sei an Bord gewesen. Alle seien in die Appartements des Hotels gebracht worden, wo nun Wachen stünden. Zu diesem Trakt gelangt man nur über einen alten Waggon, der die Verbindung zum Haupttrakt des Hotels bildet, in dem sich der Großteil der Fahrgäste versammelt hat. Geir Rukholmen, ein Anwalt, hat sich den Rettern angeschlossen und berichtet Hanne: Ein Schneesturm ist im Anzug, und die Temperatur ist auf 25 °C unter null gefallen. Es werde schlimm werden. Keine Chance auf Entkommen. Hanne ist klar, dass dies den mit Laptops bewaffneten Börsenkriegern nicht gefallen wird. Tatsächlich wird sogar einer von ihnen versuchen, durch den Schnee zu entkommen, und dabei umkommen.
Einer der Hunde wird eingesperrt. Erschöpft sinkt Hanne in den Schlaf. Geir Rukholmen weckt sie mitten in der Nacht. Draußen liege eine Leiche im Schnee, erschossen. Wer? Kato Hammer, der Pfarrer. Hanne ist nicht überrascht. Die Hoteldirektorin Berit Tverer hat die Leiche entdeckt und zeigt die Fotos auf ihrer Digitalkamera. Der Schuss erfolgte aus nächster Nähe ins Gesicht, das Ergebnis sieht schaurig aus. Die Leiche sei in der Küche, sagt Berit. Wohin damit? Hanne macht sich mehr Sorgen wegen des Mörders. Ach, sollen sich doch die Wachen der Royals darum kümmern, was geht sie das alles an.
Adrian, der Junge, tut ihr einen Gefallen und fertigt eine Liste mit Personen an, die er beschreiben kann. Es sind immerhin rund 50 Leute, sechs sogar namentlich. Marcus Streng, der Arzt, bittet Hanne in die Küche: Der Pastor war sein Patient. Berit erwähnt, sie habe gemessen, wie lange die Leiche gelegen habe: nur sehr kurz. Sie lässt die Leiche in den Kühlraum schaffen. Geir kehrt mit der Nachricht zurück, dass es in den Appartements keine Royals gebe, wohl aber eine bewaffnete Wache vor einem der Zimmer.
Am nächsten Morgen wundern sich die erwachenden Leute über die Abwesenheit des Pastors. Hanne fällt ein Mann in blauem Anorak auf: Ror Hansson, noch ein Pastor, aber auf Urlaub, wie er sagt. Hammer war sein Kommilitone, und Hansson weiß erstaunlicherweise, dass Hammer umgebracht wurde. Da bricht Panik aus, weil eine Falschmeldung, dass die Royal-Wachen schießen würden, wie eine Bombe einschlägt, Ein Mann namens Elias stirbt an einem Herzinfarkt, das dritte Opfer der Katastrophe. In dieser Lage kann Berit nicht anders, als den Tod von Kato Hammer bekanntzugeben und zu erklären: „Er starb an einer Hirnblutung.“ Eine glatte Lüge.
Hanne fragt Berit, wer im Zimmer mit der Wache sei. Berit berichtet von einem Anruf des norwegischen Geheimdienstes, der angeordnet habe, der letzte Wagen müsse in ein bestimmtes Zimmer evakuiert werden – aus Gründen der Staatssicherheit. Berit habe eine Telefonnummer genannt bekommen. Als Hanne diese Nummer anruft, nennt der allseits bekannte Außenminister seinen Namen, Hanne aber schweigt. Wenig später ist die Nummer „nicht mehr vergeben“. Was geht hier eigentlich vor? Ist unter den Fahrgästen etwa kein Royal, sondern ein Terrorist, der gefangengesetzt wurde?
In einer Stimmung depressiven Wartens kommt Ror Hansson wieder zu Hanne. Offenbar will er sein Herz erleichtern. Er glaubt, Kato Hammer sei wegen seiner Sünden umgebracht worden: Gier und Verrat. Er wisse, wer es gewesen sei. Gerade als er den Namen verraten will, vertreibt der junge Adrian ihn. Der schleimige Typ habe sich an Veronika, Adrians neue Freundin, heranmachen wollen, ist es zu fassen?!
Als ein Mädchen die Leiche im Kühlraum entdeckt, entsteht schon wieder Panik. Als der Sturm ein paar Fenster platzen lässt, die wie Explosionen klingen, verschärft sich die Panik. Kare Tue nutzt die verschärfte Angst ebenso aus wie ein Halbstarker, der eine Bande um sich schart, und die „Kurden“ zielen auf einen imaginären Feind. Jetzt übernimmt Hanne Wilhelmsen das Kommando, bevor alles in die Binsen geht.
Doch dann gibt es weitere Tote …
Mein Eindruck
Man sollte schon genau mitverfolgen, was Hanne beobachtet und mitgeteilt bekommt. Es sind lauter winzige Puzzleteilchen, die sie zusammensetzen muss, damit sie ein halbwegs sinnvolles Muster zu ergeben. Wie sich am Schluss herausstellt, geht es um weit mehr als nur um einen Terroristen, der vielleicht oder vielleicht nicht als Gefangener mitreist.
Die zahlreichen Beobachtungen in einer begrenzten Umgebung erinnern an etliche klassische Krimis, nicht zuletzt an Agatha Christies „Zehn kleine Negerlein“ (And then there were none), aber auch an Krimis mit Seriendetektiven wie Perry Mason und Nero Wolfe. Im Verlauf des Zwangsaufenthalts kommt Hanne einem Korruptionsskandal in der Staatskirche auf die Spur, an dem Kato Hammer und Ror Hansson beteiligt waren. Dabei gab es ein unschuldiges Opfer, das als Sündenbock verurteilt wurde. Die Gelegenheit zur Vergeltung für dieses himmelschreiende Unrecht bietet sich dem oder den Tätern in dem Berghotel von Finse.
Klassisch
Ebenso klassisch ist die Aufklärung dieses Falls. Zwei Morde werden dadurch erklärt. Niemand mag Hannes zwingend erklärte Täterermittlung glauben, zu bestürzend ist das Ergebnis, und Adrian rastet sogar aus. Die körperlich hilflose Hanne muss um ihr Leben bangen, denn da sind ja auch noch die mysteriösen Kurden mit den Bleispritzen.
Sie befindet sich in einem kuriosen Zwischenbereich der Berufstätigkeit: Sie ist nicht mehr Polizistin, aber auch noch nicht richtig Zivilistin, sondern wird zu einer Aufgabe genötigt, die eine Ermittlerin erforderlich macht. Darf sie deshalb jedoch die Wahrheit verdrehen oder verschweigen? Das ist eine knifflige moralische Frage. Doch der Status als Zivilistin bietet auch gewisse Freiheiten. Wie sich zeigt, ist sie die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Man verleihe ihr einen Orden.
Windstärken
Explosionen, Schüsse – alles eingebildet, aber nicht weniger wirksam. Ansprachen, Streitigkeiten, Panik – auch dies dreht die Schraube der Anspannung weiter. Ein recht ungewöhnliches Stilmittel, um die Spannung zu steigern, bilden die Zitate aus dem Handbuch zur Beschreibung von Wetterphänomenen in den Bergen. Die Zitate stehen jedem Kapitel voran. Die Phänomene reichen vom lauen Lüftchen bis zum schweren Orkan. Während die Brise noch harmlos erscheint und als erfrischend begrüßt wird, fegt so ein schwerer Orkan schon mal das eine oder andere Haus ins Nichts.
Man kommt nicht umhin, die wachsende Windstärke, die fallenden Temperaturen, den dichteren Schneefall und die in der Kälte platzenden Fenster miteinander in Verbindung zu setzen. Es ist, als würde in einem Dampfkochtopf der Druck steigen, während sich gleichzeitig das Hotel in eine Eishölle verwandelt. Kein Wunder, dass es zu Kurzschlussreaktionen im Finse-Berghotel kommt. Die Frage lautet, ob Hanne, der einzige Ermittler vor Ort, diese Eskalation überleben wird.
Die Sprecherin
Ulrike Grote, eine erfahrene Schauspielerin, erzählt mit beherrschter, selbstbewusster Stimme. Man sich ihr anvertrauen, und schon bald verschwindet sie hinter den Figuren. So etwa dann, als Ror Hansson angstvoll und stockend sein Gewissen erleichtern will. Oder wenn Marcus Streng, der Zwerg, mit einem ungewöhnlichen, rollenden R seine Hilfsbereitschaft demonstriert, als Hanne ihre Puzzlesteinchen zusammenfügt. Einen kleinen Verdacht ob solcher Hilfsbereitschaft konnte ich allerdings nicht unterdrücken. Könnte nicht auch der Zwerg …?
Kontrastprogramm
Der Emotionalität dieser Figurendarstellung steht die Sachlichkeit entgegen, mit der die Sprecherin aus dem Handbuch über Windstärken im Gebirge zitiert. Das bildet einen sowohl reizvollen als auch notwendigen Kontrast. Denn anhand des Maßstabs der Sachlichkeit lässt sich ablesen, wie hoch die emotionalen Wogen in den erzählten Passagen bereits schlagen. Da es keinen allwissenden Erzähler gibt, der uns „objektiv“ bei der Beurteilung anleiten würde, was hier eigentlich los, müssen wir uns auf Hannes subjektive Sicht der Vorgänge verlassen. Wie sich zeigt, ist das eine gute Strategie. Wohl dem, der gut beobachten – und kombinieren – kann.
Alles klar?
Dennoch bleibt uns diese subjektive Schilderung die Erklärung schuldig, was denn bitteschön eine „Blåstür“ sein könnte. Vermutlich handelt es sich um die kleine Lobby am Haupteingang. Hoffentlich wird diese Bezeichnung wenigstens im Buch erklärt.
Unterm Strich
Beobachtungsgabe und gutes Kombinieren sind gefragt, wenn die eingepferchten Gestrandeten des Zugunglücks Mann um Mann dezimiert werden. Wer steckt hinter dieser Eliminierung, lautet die spannende Frage, die zunehmend auch eine Frage des Überlebens wird. Ex-Kommissarin Hanne Wilhelmsen findet sich in der kuriosen Lage wieder, einerseits Zivilistin zu sein, andererseits aber auch die einzige kompetente Ermittlerin vor Ort.
Selbstredend klärt sie in einer großartigen Vollversammlungsrede sämtliche Fälle auf. Das heißt, zumindest die offensichtlichen Morde. Was jedoch mit den Royals oder dem Terroristen ist, kann sie lediglich vermuten. Den Außenminister kann sie jedenfalls nicht mehr anrufen. Ihre subjektive Sicht der Dinge ist keine Garantie dafür, dass sie immer richtig liegt. Aber das immer noch besser, als sich auf das Antiterrorkommando verlassen zu müssen, das sich unerkannt zwischen den Fahrgästen bewegt. Man darf annehmen, dass es ziemlich parteiisch und schweigsam ist.
Das Hörbuch
Ich hätte mir mehr Action gewünscht, doch wer darf von einer Querschnittsgelähmten Luftsprünge erwarten? Nach einer Weile kapiert auch der letzte Zuhörer, dass diese spezielle Ermittlung ganz anders abläuft. Erinnerungen an klassische Agatha-Christie- und Nero-Wolfe-Krimis werden wach. Man sollte sich an diese Vorbilder halten, denn sie bedeuten einen Aufruf, selbst zu beobachten und zu kombinieren.
Die Sprecherin trägt mit nie schwankender Stimme vor und verschwindet bald hinter den Figuren, die sie zum Leben erweckt. Das ist gar nicht so einfach, wenn wir alle Ereignisse durch Hannes Augen betrachten. Sie sagt ja herzlich wenig, sondern sammelt Aussagen und Eindrücke. Im Kontrast dazu stehen die sachlichen Zitate, die einen doch ziemlich erschreckenden Vorgang beschreiben: das Anschwellen des Schneesturms bis zum schweren Orkan.
Frieden, endlich Frieden… Jonathan hat die Insel seiner Zuflucht gefunden. Hier werden ihn die Schrecken der Vergangenheit nicht einholen.
Frieden, endlich Frieden – bis die Visionen kommen.
Schreckensvisionen, die Jonathans Gehirn grausame Bilder vorgaukeln. Und er weiß, dass diese Dinge wirklich geschehen; denn sein Bewusstsein verbindet sich mit dem Geist von jemand – von Etwas -, das sich im Licht des Mondes auf krankhafte Weise an Mord und Verstümmelung erfreut. Sehr bald spürt er die Anwesenheit des unsichtbaren Zeugen und macht sich auf die Suche nach ihm… (Verlagsinfo)
HOBBIT 3: Humorvoll und informativ, aber manches wird verschwiegen
Das offizielle Filmbuch schildert exklusiv die Entstehung des Films »Der Hobbit – Die Schlacht der Fünf Heere«. Mit dabei sind ausgewählte Fotos vom Set, Interviews, darunter die Erläuterungen der verwendeten Special Effects.
„Erlebe anhand des Filmbuchs mit, wie die epische Schlacht hinter den Kulissen gewonnen wurde. Neben exklusiven Interviews mit Regisseur Peter Jackson, den Schauspielern Sir Ian McKellen, Richard Armitage, Cate Blanchett und Christopher Lee erfahren wir zahlreiche Einzelheiten zum Dreh von den wichtigsten Mitarbeitern am Set.
Billy Connolly kommt als Zwergenkönig Dáin Eisenfuß zu Wort, und Benedict Cumberbatch [Sprecher des Drachen Smaug] enthüllt die dunklen Geheimnisse um seine Darstellung des bösen Nekromanten.
Üppig ausgestattet mit hunderten Fotos, die außer den Geschöpfen, Sets und Außendrehorten auch viele künstlerische Entwürfe und Spezialeffekte zeigen, ist dieses Buch ein unverzichtbarer Begleiter zum abschließenden Teil der phantastischen Filmtrilogie.“ (Verlagsinfo)
Im 2. Band des Gor-Zyklus wird Tarl Cabot aus Neuengland zum zweiten Mal nach Gor entführt. Und er ist entsetzt: Seine Gor-Heimatstadt Ko-ro-ba ist dem Erdboden gleichgemacht worden, sein Vater Matthew ist tot, seine Gattin Talena verschwunden. Er findet heraus, dass die Verwüstung durch die gefürchtete Todesflamme des Sardargebirges herbeigeführt wurde, jene Vergeltungswaffe, mit der die Priesterkönige unerlaubte oder unerwünschte Aktivitäten ausmerzen. Durch den Verlust seiner Heimatstadt Ko-ro-ba und ihres Heimsteins ist Tarl nun ein kompletter Niemand, ein Geächteter auf Gor. Natürlich hasst er nun die geheimnisvollen Priesterkönige, doch sie müssen es wohl gewesen sein, die ihn zurückgebracht haben. Aber zu welchem Zweck?
Hinweis: Dieser Roman wurde mit Jack Palance verfilmt.
Spannung, Horror und Action verbindet Mo Hayder in ihrem zweiten Thriller, der quasi die Geschichte von „Der Vogelmann“ fortsetzt. Angesichts der Detailkenntnisse, die sie über die Polizeiarbeit und die Verbrecherszene im Londoner Stadtteil Brixton an den Tag legt, kann man ihr unbedenklich vertrauen, wenn sie uns hier eine Geschichte erzählt, in der es um Kindesmissbrauch in allen Spielarten geht.
Geheimnisvolle Funksignale aus dem Andromedanebel werden als Bauanweisung für einen Supercomputer erkannt. Der Alien-Computer ermöglicht die Erzeugung von Leben aus der Retorte, zunächst einen Prototypen, dann das menschlich aussehende Mädchen Andromeda alias André. Doch André gehorcht zunächst nur dem Alien-Computer, und das macht sie dem Chefwissenschaftler Fleming verdächtig.
Unterdessen versuchen die Militärs und die Regierung Englands, sie und den Computer als Werkzeug ihrer Machtpolitik zu benutzen. Fleming erkennt die Gefahr, die von dem Supercomputer ausgeht, und André bestätigt, dass sie und der Computer die Menschen für minderwertige Intelligenzen halten. Als er gegen das Gespann vorgeht, gerät er in Lebensgefahr. Denn längst hat Andromeda alle Fäden in der Hand, um die Welt auf einen neuen Weg zu führen.
Um von seiner Angebeteten beachtet zu werden, gibt ein junger Autor ein in einem Second-Hand-Möbel gefundenes Romanmanuskript als sein eigenes Produkt aus. Womit er nicht gerechnet hat: Sie findet die Geschichte toll und schickt sie an einen Verlag, der das Buch auch prompt veröffentlicht und zu einem Bestseller macht. Schön, dass sich Marie in ihn verliebt, aber mit dem Erfolg beginnen die Probleme …
Europa ist verschwunden, das British Empire existiert nicht mehr, es schlägt die Stunde der Neuen Welt: Der Kontinent Darwinia, der an der Stelle der Alten Welt aufgetaucht ist, lädt zur Erkundung ein. Dieser Roman vereinigt Elemente aus Büchern von Joseph Conrad, Stephen King und Arthur C. Clarke zu einer ganz eigenen, faszinierenden Mischung.
Der Autor
Robert Charles Wilson wurde 1953 in Kalifornien geboren und lebt in Toronto. Er gehört seit seinem mehrfach preisgekrönten Roman „Darwinia“ zu den bedeutendsten Science-Fiction-Autoren der Gegenwart. Für diesen Roman erhielt er den Philip K. Dick Award für das beste Science-Fiction-Taschenbuch. Er schrieb auch den Bio-Thriller „Bios“ (1999), der bei uns Anfang 2003 erschien.