Mitten im Meer, umgeben von einem Ring aus luftleerem Raum liegt eine geheimnisvolle Insel…
Das Mädchen Cija ist von göttlicher Herkunft. Aufgrund einer Prophezeiung bei ihrer Geburt, die voraussagt, dass sie großes Unheil über ihr Land bringen wird, muss sie die ersten Jahre ihres Lebens von der Welt abgeschlossen in einem Turm verbringen — bis eines Tages ein mächtiger Feldherr aus dem Nordreich ihr Heimatland verwüstet und Cija ihm als Geisel ausgeliefert wird. Es gibt für sie nur einen Weg, sich vom Fluch der Prophezeiung zu befreien: sie muss den Feldherrn töten. Damit beginnt eine atemberaubende Folge von Abenteuern, die aus dem schüchternen, weltfremden Mädchen eine starke, selbstbewusste junge Frau machen. (Amazon.de) Jane Gaskell – Der Turm der Göttin (Atlantis Band 1) weiterlesen →
Bestseller-Autor Terry Brooks erzählt die Vorgeschichte seines bekannten Fantasy-Zyklus‘ um das Königreich Shannara. Er verrät, wie es zum ersten König von Shannara kam.
Die Shannara-Saga
„Der Roman Das Schwert von Shannara (1977) wurde in einer Zeit geschrieben, als das moderne Genre der Fantasy sich gerade erst entwickelte und noch stark von dem Erfolg Tolkiens beeinflusst war. Das Buch von Terry Brooks ist dafür einer der deutlichsten Beweise: Es ist über weite Strecken hinweg fast eine detailgetreue Kopie der Handlung und Motive des Herrn der Ringe. Dies gipfelt in einer Szene, in der der weise Berater der Abenteuer-Gemeinschaft im Kampf mit einem Schergen des Bösen in eine Schlucht stürzt und erst später wieder auftaucht (eine Kopie des Kampfes zwischen Tolkiens Figur Gandalf und dem Balrog). Auch die Figur des herumwandernden Königs, der seinen Thron zurückerobert, taucht in der Figur eines Balinor Buckhannah auf.
Erst in seinem zweiten Teil der Reihe Die Elfensteine von Shannara emanzipierte sich Brooks deutlicher von seinem Vorbild, indem er beispielsweise stärker weibliche Handlungsträger als Protagonisten aufbaute.“ (Wikipedia.de)
Unterserien und Chronologie
Schwert von Shannara-Trilogie
I Schwert von Shannara befasst sich mit den letzten 100 Jahren vor dem Verschwinden des letzten Druiden Allanon.
II Die Elfensteine von Shannara ist zeitlich ca. 50 Jahre nach dem Schwert von Shannara angesiedelt.
III Das Zauberlied von Shannara ist zeitlich ca. 20 Jahre nach den Elfensteinen von Shannara angesiedelt.
Erben von Shannara-Tetralogie
Die Tetralogie ist zeitlich ca. 300 Jahre nach dem Zauberlied von Shannara angesiedelt.
First King of Shannara – Der Ausgestossene von Shannara (Prequel-Einzelroman)
Die Vorgeschichte zum Schwert von Shannara spielt ca. 500 Jahre vor diesem. Da das Buch später verfasst wurde, sind Informationen enthalten, die man zu Beginn der Schwert-von-Shannara-Trilogie noch nicht hat.
The Voyage of the Jerle Shannara – Die Reise der Jerle Shannara
Die Reise der Jerle Shannara ist zeitlich ca. 130 Jahre nach der Erbe-von-Shannara-Tetralogie angesiedelt.
High Druid of Shannara – Die Magier von Shannara
Die Magier von Shannara ist zeitlich ca. 20 Jahre nach der Reise der Jerle Shannara angesiedelt. (Wikipedia.de)
Die Legende von Shannara
Die Legende von Shannara ist zeitlich ca. 500 Jahre nach den Großen Kriegen angesiedelt.
Die dunkle Gabe von Shannara
Die dunkle Gabe von Shannara ist zeitlich ca. 100 Jahre nach Die Magier von Shannara angesiedelt.
The Fall of Shannara
Geplant als Tetralogie sollen diese Romane den chronologischen Abschluss des Shannara-Zyklus bilden, wobei Brooks nicht ausschließt, dass noch weitere Geschichten veröffentlicht werden. Neue Romane würden entsprechend zeitlich zwischen den vorhandenen Abschnitten spielen.
Handlung
Während des ersten großen Krieges hatten die Druiden von Paranor in Shannara mitansehen müssen, was geschehen konnte, wenn Magie in die falschen Hände geriet. Seitdem widmeten sie sich nur noch dem Studium der herkömmlichen Wissenschaften. Nur einige wenige von ihnen, darunter der Druide Bremen, befassten sich noch mit Magie und den alten Geheimlehren. Und die Druiden waren sich schnell einig, was mit dem Frevler zu geschehen hatte – sie schlossen Bremen aus ihrer Gemeinschaft aus.
Doch der nunmehr Ausgestoßene macht eine Entdeckung, die nur allzu deutlich darauf hinweist, dass man sich in Paranor in falscher Sicherheit wiegt. Aus den Nordlanden fallen Trolle in die Vier Länder ein, und ihre Späher sind Schädelträger – abtrünnige Druiden, die sich der Schwarzen Magie verschrieben haben. Ihr Anführer ist der Dämonenlord Brona, und sein Ziel ist die endgültige Unterwerfung der Vier Länder mitsamt der Vernichtung ihrer Völker. Doch die Druiden haben längst die Macht verloren, um seinen Armeen zu widerstehen.
Also macht sich Bremen nach Paranor auf, um Hilfe gegen Brona zu holen und die Druiden zu warnen. Er wird nicht ernstgenommen außer von zwei alten Freunden, Risca und Kinson. Wenig später schließt sich ihm eine junge Frau an, die über empathische Kräfte verfügt, sie aber nicht zu kontrollieren versteht. Mit Hilfe eines Orakels vom Geist eines Toten erfährt Bremen mehr über die Zukunft. Es steht nicht zum Besten.
In einer breit angelegten Rettungsaktion begeben sich die Gefährten zu verschiedenen Völkern, um sie vor Bronas Horden zu warnen und zum Widerstand aufzurufen. Doch Bremen begibt sich mit einem magischen Schwert zum Schädelberg, um dort eine weitere Geheimwaffe zu holen. Es gelingt ihm mit knapper Not, denn Bronas Trolle sind bereits überall. In einer über hundert Seiten beschriebenen Schlacht – genauer: eine Reihe davon – wird Brona schließlich von den vereinten Völkern bekämpft. Die Führung haben Bremen und der künftige König von Shannara. Wie’s ausgeht, will ich hier nicht verraten.
Unterm Strich
Der Roman ist gut und übersichtlich strukturiert, wird nicht überhastet, sondern wohlverständlich erzählt. So hat der Leser Muße, über die Motivationen der verschiedenen Beteiligten nachzudenken. Die mehreren Höhepunkte werden daher umso intensiver erlebt, bis schließlich der üble Brona verjagt ist. Diese Punkte täuschen allerdings nicht darüber hinweg, dass sich in menschlicher Hinsicht nichts Neues oder Aufregendes ergibt. Man hat den Eindruck, als habe Brooks mit dieserm Vorgeschichte-Roman eine Pflichtübung absolviert – dieser Aufgabe hat er sich mit Anstand entledigt. Seine später folgenden Landover-Romane, die in der Gegenwart spielen, sind weitaus besser und ausgereifter.
Taschenbuch: 608 Seiten.
Originaltitel: First King of Shannara, 1996
Aus dem US-Englischen übertragen von Susanne Gerold.
ISBN-13: 9783442247172
(Die englischen Originale sind in jeweils zwei deutsche Bücher aufgeteilt worden.)
01 [„Nachtjagd (1/2)“ 5283
02 [„Blutopfer (2/2)“ 5301
03 [„Ewige Liebe (1/2)“ 5358
04 [„Bruderkrieg (2/2)“ 5565
05 [„Mondspur (1/2)“ 5582
06 „Dunkles Erwachen (2/2)“
07 „Menschenkind (1/2)“
08 „Vampirherz (2/2)“
09 „Seelenjäger(1/2)“
10 „Todesfluch (2/2)“
11 „Blutlinien (1/2)“
12 „Vampirträume (2/2)“
13 „Die Bruderschaft der Black Dagger: Ein Führer durch die Welt von J.R. Ward’s BLACK DAGGER“
14 „Racheengel (1/2)“
15 „Blinder König (2/2), August 2010“
16 „Vampirseele (1/2), November 2010)“
17 „Mondschwur (2/2), Februar 2011)“
_Inhalt:_
Düster, erotisch, unwiderstehlich
Im Dunkel der Nacht tobt ein unerbittlicher Krieg zwischen den Vampiren und ihren Verfolgern. Die besten Krieger der Vampire haben sich zur Bruderschaft der BLACK DAGGER zusammengeschlossen, um sich mit allen Mitteln zur Wehr zu setzen. Ihr grausamster Kampf ist jedoch die Entscheidung zwischen unbarmherziger Pflicht und glühender Leidenschaft …
(Verlagsinfo)
„Grandios! Wenn es eine Göttin der modernen Mystery gibt, dann ist es J. R. Ward.“
|Nicole Jordan|
_Meinung: _
Wie in jedem BD-Band, beginnt auch dieser mit dem Glossar der Begriffe und Eigennamen und stimmt somit Neueinsteiger informativ ein.
Und weiter geht es mit der Geschichte um Vishous „V“ und Jane. V schläft mir ihr und somit der ersten Frau, die er liebt, die er aber gehen lassen muss. V bringt Jane zurück in ihre Welt und löscht ihre Erinnerung an ihn und alles, was sie mit ihm erlebt hat, aus ihrem Gedächtnis.
Auch Dr. Manuel Manello, Janes Kollege, hat es auf sie abgesehen. Es gibt auch weitere spannende Rückblicke in Vs Vergangenheit und Jane erzählt von ihrer Kindheit.
Ebenso wird auch Cormias (Vs Auserwählte, V soll vierzig auserwählte Frauen zur Erhaltung der Art schwängern) Geschichte weitergesponnen. Weder Cormia noch V wollen die von ihnen verlangte Vereinigung. Als Cormia ihm nackt präsentiert wird, ist Phury als Zeuge dabei – und reagiert augenblicklich sexuell auf sie. (Und der Leser ahnt sofort, dass sich das nächste „Paar“ anbahnt.) V bricht das Zeremoniell ab, da er sich immer noch an Jane gebunden fühlt. Phury bietet sich an, statt V die auserwählten Frauen zu „befruchten“, damit V seine Jane zu sich holen kann – doch das ist natürlich ein steiniger Weg.
Manuel Manello taucht in Janes Wohnung auf, und trotzdem sie sich an nichts mehr erinnert, hat sie doch das Gefühl, jemandem untreu zu sein. Sie glaubt bald (auch weil V sie nachts „aufgesucht“ und mit ihr Sex hatte), sie leide an Schizophrenie. Doch dann kehrt V zu ihr zurück, ihre Erinnerungen ebenfalls und sie gestehen sich ihre Liebe ein. Alles könnte nun rosarot sein, wäre da nicht Manuel Manello, der V und den Black Daggern auf die Spur kommt. Als V ihm begegnet, blitzt in ihm das unerklärliche Wort „Bruder“ auf.
John erlebt seine Wandlung und erste sexuelle Erfahrungen (mit Layla), die darin münden, dass er „versagt“.
In diesem Band gibt es keinen „Lesser-Plot“, was ihn ein wenig einseitig werden lässt und ein wenig zu viel des Guten in Sachen Romance und Herzschmerz bedeutet. Die Geschichte von V und Jane rutscht zudem leider zum Schluss ins Kitschige ab. Hier wäre weniger mehr gewesen! Einzig amüsant sind die Dialoge/Szenen zwischen V und Butch.
_Fazit:_
Todesfluch ist ein „Black Dagger“-Band ohne „Lesser Plot“ und mit zu viel Herzschmerz/Romancegetue. Die sonst übliche Mischung zwischen Action und Romance fehlt hier gänzlich.
|Taschenbuch: 352 Seiten
Originaltitel: Lover Unbound (Part 2)
Aus dem Amerikanischen von Astrid Finke
Titelfoto von Dirk Schulz / Titelgestaltung von Animagic Bielefeld
ISBN-13: 9783453533059|
[www.heyne.de]http://www.heyne.de
Die weiteren Abenteuer der Magierin Truth Jourdemayne
In das verschlafene Bergnest Morton’s Fork in den Appalachen verirrt sich selten ein Fremder. Bis zu diesem Sommer, als Truth, die Tochter des Magiers Thorne Blackburn und von Beruf Parapsychologin, mit einem Forscherteam dorthin kommt.
Unheimliche Dinge geschehen an diesem Ort – Menschen verschwinden auf unerklärliche Weise. Truth findet heraus, dass das Tor zur ‚Anderwelt‘ offen steht und demnächst ein weiteres Opfer fordern wird. Sie gerät in ihrem Kampf gegen die Zeit in einen tödlichen Strudel von Ereignissen.
Dies ist die eigenständige Fortsetzung von „Geisterlicht“. Es schadet aber nichts, wenn man „Geisterlicht“ kennt, denn dort wird die Heldin Truth Jourdemayne sowie ihr gesamter Hintergrund gut eingeführt. Dennoch scheint eine Lücke zum neuen Roman zu klaffen. Es fehlen etwa ein bis zwei Jahre sowie ein Großteil der esoterischen Lehrzeit Truths. Sie werden von dem Roman „Die Engel der Dämmerung“ (s.u.) abgedeckt. Marion Zimmer Bradley – Dämonenlicht (Truth Jourdemayne 3) weiterlesen →
Philip Lynx, genannt Flinx, folgt weiterhin den Spuren der eigenen Geschichte (s. zuletzt „Der grüne Tod“). Seine Existenz und seine telepathische Gabe verdankt er den grausamen eugenischen Experimenten der „Meliorare-Society“, die für ihre Untaten von der „Vereinigten Kirche“ des Homanx Commonwealth – dem Bund der Menschen mit den insektoiden Thranx – zerschlagen und verboten wurde. Seither unterliegen sämtliche Informationen über die Society dem Kirchenbann.
Trotz strengster Sicherheitsmaßnahmen gelingt Flinx auf der Erde der Einbruch in die Datenbank der Kirche. Das Unternehmen endet als Katastrophe: Die einzige Datei, die Flinx seine Fragen beantworten könnte, wurde von einer unbekannten fremden Macht so manipuliert, dass die Nachforschungen eine gewaltige Explosion auslösen. Flinx muss die Erde fluchtartig verlassen.
Wenigstens kann er den Weg rekonstruieren, den die Datei genommen hat. Sie wurde in den Bordcomputer eines angeblichen Handelsschiffs kopiert, das eine Reise in die Außenbezirke des Commonwealth führt. Pyrassa, der Zielplanet, liegt im Kaiserreich der AAnn, jener expansionswütigen und feindseligen Reptilrasse, die nur die Macht des Commonwealth vor einem offenen Kampf zurückschrecken lässt. Im Untergrund tobt dafür umso erbitterter ein ‚kalter‘ Krieg, was kluge Zeitgenossen die AAnn ausdrücklich meiden lässt.
Den wissbegierigen Flinx kann die Gefahr nicht schrecken. Doch Pyrassa droht ihm zum Grab zu werden. Er strandet auf der Oberfläche des öden und von gefräßigen Kreaturen heimgesuchten Planeten, stolpert über ein uraltes galaktisches Artefakt und fällt den AAnn in die Hände. Freilich hat er buchstäblich ein Ass im Ärmel: Pip, die fliegende Drachenschlange, die ihrem Herrn mit prall gefüllten Giftdrüsen zur Seite steht und denen, die Flinx in der Falle wähnen, eine böse Überraschung beschert …
Unendliches Abenteuer oder nur ein Drehen im Kreis?
Wenn dir als Autor zu einem von dir geschaffenen, auf dem Buchmarkt lukrativen und deshalb wertvollen Helden nichts mehr einfallen will, lass‘ ihn nach den eigenen Wurzeln graben. Das Ergebnis ist eine Odyssee, die sich unendlich auswalzen und mit modulhaft angeflanschten Standard-Episoden bestreiten lässt.
Das ist die böse, aber auch objektive Interpretation der Abenteuer von Flinx und Pip, die mit der „Echsenwelt“ in die achte Runde geht, ohne dass die Gesamthandlung auf der letzten Seite entscheidend vorangeschritten wäre. Foster-SF war und ist routiniert abgespulte Action mit dem Wissen um jene Ingredienzien, die der typische Leser dieser Romane erwartet. Flott muss das Geschehen sein, der Plot darf nicht komplex werden. Politische, gesellschaftliche oder kulturelle Extrapolationen bzw. Gedankenspiele, die eine ‚literarische‘ Science-Fiction prägen (und sie zu Recht ehren), bleiben außen vor. Der Kosmos à la Foster ist zwar gewaltig, aber simpel strukturiert.
Eigentlich ist er nur ein großer Abenteuerspielplatz. Hightech, über die sich der Verfasser Gedanken machen müsste, beschränkt sich auf recht wenige Schauplätze. Die Erde der Zukunft wirkt bei Foster wie die koffeinfreie Version der „Neuromancer“-Visionen eines William Gibson – oberflächlich hipp, aber aus zweiter Hand und ziemlich keimfrei, wie überhaupt das Commonwealth arg an das „Star Wars“-Universum erinnert.
Schnell wechselt Foster deshalb in den ‚Wilden Westen‘ des Commonwealth und präsentiert die alten, zeitgemäß leidlich aufgerüsteten Elemente des „Goldenen Zeitalters“ der SF: bizarre Außerirdische, gefräßige Ungeheuer, Weltraum-Schurken, kosmische Rätsel und andere Widrigkeiten, die stets für einen turbulenten Zwischenstopp taugen.
SF und die Furcht vor dem Unbekannten
Foster ist Profi. Action-SF schreibt bzw. produziert er seit Jahrzehnten. Er weiß, was sein Publikum von ihm erwartet, und er liefert es. Auch „Die Echsenwelt“ ist anspruchsloses, aber unterhaltsames Lesefutter – wenn es denn gelingt, die Ereignisse der sieben früheren Flinx/Pip-Romane sowie die Tatsache, dass „Die Echsenwelt“ eine Melange aus Fosters „Eissegler von Tran-ky-ky“ (Wunder & Schrecken eines Bizarr-Planeten) und „Das Tar-Aiym-Krang“ (Schrecken & Wunder aus der Vergangenheit) ist, zu ignorieren.
Was den Telepathen und seine Drachenschlange einst interessant machte, ist längst erfunden, entwickelt und erzählt, Flinx‘ Suche nach der eigenen Identität wirklich nur ein Vorwand, damit Foster die eingeführte Serie fortsetzen kann. Immer wieder stoßen wir auf Bekanntes: Flinx kämpft mit seiner unzuverlässigen Mutantenkraft, deren Versagen ihn zuverlässig in aufregende Bredouillen bringt, aus denen ihn die giftspuckende Pip befreit. Flinx ist wieder auf der Erde, wo er bereits früher nach seiner Herkunft forschte. Flinx stößt in die Tiefen des Raums vor und dort auf Gegner, die er und wir ebenfalls schon kennengelernt haben … So beginnt es und so setzt es sich fort.
Die Wiederkehr des Bekannten macht die Flinx/Pip-Romane zum kalkulierbaren Risiko für Leser, die vorab wissen möchten, worin sie ihre Lektürezeit investieren. Diesen Markt bedient natürlich nicht nur Foster; Neal Asher oder Alastair Reynolds beuten auf ähnliche Weise die Claims aus, die sie einst schufen.
Somit ist „Die Echsenwelt“ zwar ein Roman voller überraschender Wendungen, kann aber keine echten Überraschungen bieten. Flinx wird weiter suchen und um sein Leben kämpfen müssen. Unter aufgedecktem Wissen werden nur neue Fragen zum Vorschein kommen, die weitere Fortsetzungen vorbereiten. Mit „Flinx Transcendent“, dem 14. (!) Abenteuer der Serie, werden alle offenen Fragen gelöst, verspricht Foster; kann oder mag man ihm das glauben …?
Der Autor
Alan Dean Foster wurde am 18. November 1946 in New York City geboren, wuchs jedoch in der Filmstadt Los Angeles auf. Dort studierte er Politikwissenschaften und Film und arbeitete für eine kleine Werbeagentur. Als Schriftsteller erlebte Foster seine erste Veröffentlichung bereits 1968 mit einer Kurzgeschichte. 1972 erschien ein erster Roman („The Tar-Aiym Krang“), gleichzeitig der Auftakt zu einer inzwischen quantitativ eindrucksvollen Reihe von Romanen, die in Fosters ureigenem literarischem Kosmos, dem „Homanx Commonwealth“, spielen: einem Sternenreich, das gemeinschaftlich von den Erdmenschen und den Thranx, intelligenten Großinsekten, regiert wird.
Mit einer Veröffentlichungsrate von zwei bis drei Büchern pro Jahr gehört Foster zu den Handwerkern der Unterhaltungsliteratur. Er ist in zahlreichen Genres zu Hause und schrieb außer Science-Fiction auch Fantasy-, Horror-, Kriminal-, Western- oder Historienromane. Hinzu kommen zahlreiche Kurzgeschichten sowie Drehbücher für Film & Fernsehen, Scripts für Hörspiele, Computerspiele und andere Unterhaltungsmedien.
Fosters Arbeitstempo sowie seine Entscheidung für die eher kommerzielle Seite der Schriftstellerei ließen bisher kein Werk entstehen, das den Rang eines literarischen Klassikers beanspruchen könnte. Generell dominieren anspruchslose, allerdings sauber geplottete, mit lebendigen Figuren besetzte und flott geschriebene Geschichten, wobei der Anteil missratener und langweiliger Werke angesichts des Ausstoßes erstaunlich gering ist.
Privat liebt Alan Dean Foster ausgedehnte Reisen in entlegene Winkel der Welt. Er ist Sporttaucher und schreibt auch Artikel darüber. Mit seiner Familie lebt Foster in Prescott im US-Staat Arizona. Über sein Leben und Werk informiert er auf seiner lobenswert aktuell gehaltenen Website: http://www.alandeanfoster.com.
Hier liefert der Autor zudem ausführliche Hintergrundinfos (und Karten!) zum „Homanx Commonwealth“ und seiner Geschichte.
Die Flinx/Pip-Romane von Alan Dean Foster (Stand: Dezember 2008):
(1972) The Tar-Aiym Krang (dt. „Das Tar-Aiym-Krang“) – Heyne SF Nr. 3640
(1973) Bloodhype (dt. „Vorposten des Commonwealth“) – Moewig SF Nr. 3597
(1977) Orphan Star (dt. „Der Waisenstern“) – Heyne SF Nr. 3723
(1977) The End of the Matter (dt. „Der Kollapsar“) – Heyne SF Nr. 3736
(1983) For Love of Mother Not (dt. „Flinx“) – Heyne SF Nr. 4219
(1988) Flinx in Flux (dt. „Long Tunnel“) – Heyne SF Nr. 4657
(1995) Mid-Flinx (dt. „Der grüne Tod“) – Bastei-Lübbe SF Nr. 24367
(2001) Reunion (dt. „Die Echsenwelt“) – Bastei-Lübbe SF Nr. 24375
(2003) Flinx’s Folly (dt. „Stimme des Nichts“) – Bastei-Lübbe SF Nr. 24378
(2004) Sliding Scales
(2005) Running From The Deity
(2006) Trouble Magnet
(2007) Patrimony
(2009) Flinx Transcendent
Taschenbuch: 398 Seiten
Oktober 2008 (Bastei-Lübbe-Verlag/SF-TB Nr. 24375)
Originaltitel: Reunion, 2001)
Übersetzung: Michael Neuhaus
Cover: Arndt Drechsler
ISBN-13: 9783404243754 http://www.luebbe.de
Mehr von Alan Dean Foster auf |Buchwurm.info|:
[„Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ 645
[„Aliens – Die Rückkehr“ 665
[„Alien 3“ 674
[„Herr der Plagen“ 216
[„Am Ende des Regenbogens“ 882
[„Die Eissegler von Tran-ky-ky“ 3294
[„Die Reise der Basset“ 4244
Was zuvor geschah: Das Tor zu den Göttern zu öffnen, Menschenwelt und Götterwelt wieder zu vereinen und dadurch unermessliche Macht zu erreichen, ist sein Ziel. Julian Pilgrim weiß genau, dass er dazu ein Ritual wiederholen muss, das vor dreißig Jahren der charismatische Magier Thorne Blackburn vorbereitet hatte. Doch in jener stürmischen Gewitternacht brach in Shadow`s Gate das Chaos aus, und Blackburns Lebensgefährtin kam damals unter mysteriösen Umständen ums Leben. Was Julian Pilgrims Pläne jedoch durchkreuzt: Blackburns Tochter Truth Jourdemayne will den Geschehnissen von damals auf die Spur kommen. (Verlagsinfo)
Die Autorin von „Die Nebel von Avalon“ begann mit „Geisterlicht“ einen neuen Zyklus. Im Mittelpunkt steht eine Magierin, die an sich und ihren Fähigkeiten zweifelt. Kein Wunder, denn schließlich ist Truth eine ausgebildete Wissenschaftlerin für statistische Parapsychologie an einer angesehenen Privatuniversität. Wie sie im ersten Band herausfindet, hat sie einen richtigen Magier zum Vater. Und sie hasst ihn. Mit Recht? Marion Zimmer Bradley – Geisterlicht (Truth Jourdemayne 1) weiterlesen →
Vorgeschichte: _1_ [Der letzte Wunsch
Vorgeschichte: _2_ [Das Schwert der Vorsehung
_Roman 1_: [Das Erbe der Elfen
_Roman 2_: [Die Zeit der Verachtung
_Roman 3_: [Feuertaufe Roman 4: Der Schwalbenturm
»Was ist mit dem Mädchen? Ihr dürft nicht zulassen, dass sie den Turm betritt! Hörst du? Lasst nicht zu, dass sie den Schwalbenturm betritt …«
Hexer Geralt und seine Gefährten sind bei der Suche nach Ciri, der verschwundenen Prinzessin von Cintra, bisher erfolglos geblieben. Jetzt will die rivische Königin sie als Partisanenkämpfer in dem blutigen Krieg gegen Nilfgaard verpflichten. Doch sie setzen sich ab, um ihre unterbrochene Reise zu den Druiden wieder aufzunehmen. Bei einem Überfall gerät Geralts Wolfsmedaillon, das Insignium seines Hexertums, in fremde Hände… Ciri, die so hartnäckig Gesuchte, ist von dem gelehrten Einsiedler Vysogota aufgenommen worden. Ihr ganzes Sinnen und Trachten richtet sich jetzt auf den legendären Schwalbenturm, denn dies muss der Ort sein, von dem in der alten Prophezeiung die Rede ist. Allerdings ist der Schwalbenturm nur noch eine Ruine … (Verlagsinfo)
Nadil ist ein junger Schmetterlinger. Schmetterlinger sind eng mit den Riesenschmetterlingen befreundet, sie bemalen deren Flügel mit Sternenstaub und dürfen auf ihnen reiten. Den Sternenstaub erhalten die Schmetterlinger von den Sternenputzern, und dorthin sind Nadil, seine Freunde Piri, Beliar und Masía mit Meister Toralon unterwegs. Als sie aber in Mangarath ankommen, der riesigen Stadt des Klangs, die in den letzten Jahren um das Sternentor herum gewachsen ist, wird ihnen von den Stierwächtern der Stadt vorboten, das Sternenputzerviertel zu betreten! Und überhaupt ist noch einiges andere äußerst merkwürdig! Wolfram Fleischhauer – Die Verschwörung der Engel (Die Legenden von Phantásien) weiterlesen →
Band 1: Rhapsody: Child of Blood, Tor 1999, ISBN 0-312-86752-2
Tochter des Windes, Heyne 2003, Übersetzer Michael Windgassen, ISBN 3-453-86372-0
Band 2: Prophecy: Child of Earth, Tor 2000, ISBN 0-312-86751-4 Tochter der Erde, Heyne 2003, Übersetzerin Christine Struth, ISBN 3-453-87069-7
Band 3: Destiny: Child of Sky, Tor 2001, ISBN 0-312-86750-6 Tochter des Feuers, Heyne 2004, Übersetzer Michael Siefener, ISBN 3-453-87549-4
Band 4: Requiem for the Sun, Tor 2002, ISBN 0-312-87884-2 Tochter der Zeit, Heyne 2005, Übersetzer Michael Siefener, ISBN 3-453-87911-2
Band 5: Elegy for a Lost Star, Tor 2004, ISBN 0-312-87883-4 Tochter des Sturms, Heyne 2006, Übersetzer Michael Siefener, ISBN 3-453-52067-X
Band 6: The Assassin King, Tor 2007, ISBN 0-765-30565-8 Tochter der Sonne, Heyne 2008, Übersetzer Michael Siefener, ISBN 978-3-453-53256-4
Band 7: The Merchant Emperor, Tor 2014, ISBN 978-0-7653-0566-4
Band 8: The Hollow Queen, Tor 2015, ISBN 978-0-7653-0567-1
Band 9: The Weaver´s Lament, Tor 2016, ISBN 978-0-7653-2055-1
Lost Journals of Ven Polypheme
The Floating Island, Starscape 2006, ISBN 0-765-30867-3
The Thief Queen’s Daughter, Starscape 2007, ISBN 978-0-7653-0868-9
The Dragon’s Lair, Starscape 2008, ISBN 978-0-7653-0869-6
The Tree of Water, Starscape 2014, ISBN 978-0-7653-2059-9
(Quelle: Wikipedia.de)
Nachdem Rhapsody zusammen mit Gruntor und Achmed den F’dor vernichtet und endlich ihren Ashe geheiratet hat, sollte eigentlich alles in Butter sein. Ist es aber nicht.
Esten, die Herrin der Rabengilde in Yarim Paar, ist immer noch rachsüchtig auf der Suche nach denjenigen, die eine Handvoll ihrer Gesellen töteten und ihren Tunnel zerstörten, den sie unter die Entudenin, den Wasserquell der Stadt, getrieben hat. Als eine Gruppe Bolg-Handwerker in die Stadt kommt, um die Entudenin wiederzubeleben, erhält sie endlich, nach jahrelanger, ergebnisloser Suche, einen Hinweis.
In Sorbold sind binnen einer einzigen Nacht die Kaiserin und ihr unverheirateter Sohn verstorben und haben den Thron verwaist zurückgelassen. Nun droht das Reich in mehrere Kleinstaaten zu zerfallen. In einem höchst ungewöhnlichen Verfahren werden die weitere Zukunft des Reiches und ein neuer Kaiser bestimmt. Die Erleichterung über diese Rückkehr zur Stabilität in Sorbold ist allerdings nur von kurzer Dauer.
Während Achmed und Ashe in Sorbold weilen, befindet sich Rhapsody auf der Reise zu Elynsinos. Seit sie Ashes Kind trägt, ist ihre Gesundheit angeschlagen, und sie hofft, bei Elynsinos Rat und Ruhe zu finden. Doch unterwegs wird sie überfallen – von ihrer Vergangenheit! Nur durch einen Akt der Verzweiflung kann sie sich dem Zugriff ihres Gegners entziehen. Während der Feind auf der Suche nach Rhapsody nahezu die gesamte Westküste einäschert, sind Ashe und Achmed auf dem Weg zu ihrer Rettung. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Unterdessen schleicht Esten sich in Ylorc ein und stellt Achmed eine tödliche Falle …
Elizabeth Haydon erzählt ihre Geschichte wieder mit Geschick und Eleganz. Gleich zu Anfang legt sie mehrere Bedrohungen an, die im Laufe der Handlung langsam aber unaufhaltsam auf die Protagonisten zukriechen.
Die eine kommt aus der Vergangenheit in Gestalt einer Person, die lediglich im ersten Band kurze Zeit auftaucht: Michael, der Wind des Todes, wie er sich selbst zu nennen pflegte. Nach Rhapsodys Flucht schien dieser Mann abgehakt. Nun stellt sich heraus, dass er es nicht nur vor dem Untergang von Serendair nach Nordland geschafft hat, sondern auch noch Wirt eines F’dor ist, und das auf höchst ungewöhnliche Art. Denn der F’dor hat in diesem Fall, ganz entgegen der sonstigen Vorgehensweise, den Wirt nicht seinem Willen unterworfen und seine Persönlichkeit bis zum Erlöschen ausgesaugt, um seine eigene Stärke und Macht zu vergrößern. Stattdessen begnügt er sich mit dem an Feuer, Gewalt und Tod, was sein Wirt ihm freiwillig bietet.
Warum der F’dor in diesem Fall offenbar nicht in der Lage war, seinen Wirt vollständig zu übernehmen, ist nicht ganz klar. Michael ist ein grausamer und bösartiger Charakter, gleichzeitig aber auch ein Feigling voller Minderwertigkeitskomplexe. Um gegen einen F’dor zu widerstehen, hätte ich als notwendige Eigenschaften eher innere Stärke und einen gefestigten Charakter genannt, wovon Michael schlichtweg überhaupt nichts besitzt. Hier sitzt ein kleiner Knacks in der Logik, oder zumindest eine mangelhaft erklärte Frage.
Durch reinen Zufall hat Michael schließlich erfahren, dass Rhapsody entgegen seinen Erwartungen noch lebt. Nun will er sie wiederhaben! Gegen den Willen des F’dor verlässt er Argauth und seine dortige Machtposition, um nach Osten zu segeln und Rhapsody zu entführen. Bei sich hat er Faron, seinen Sohn, ein missgestaltetes Geschöpf, das im Wasser lebt und aus Drachenschuppen lesen kann.
Die unmittelbarste Gefahr stellt Esten dar. Die absolute Herrscherin der Unterwelt, deren Macht beinahe der des Herzogs gleichkommt, ist es nicht gewohnt, Misserfolge oder Rückschläge einstecken zu müssen! Dementsprechend nachtragend verhält sie sich im Hinblick auf den zerstörten Tunnel. Als dann auch noch die Bolg das erreichen, was sie selbst zu erreichen hoffte, nämlich das Wasser der Entudenin wieder fließen zu lassen, kennt ihre Wut keine Grenzen. Kein Wunder, dass sie ihre Rache mit völliger Unbeirrbarkeit verfolgt und sich dafür auch in die Höhle des Löwen wagt.
Estens Charakterzeichnung ist außerordentlich gelungen. Sie ist kalt, skrupellos, machthungrig und absolut furchtlos. Mit dem Messer ist sie ebenso schnell und präzise wie mit Dietrichen und Werkzeug. Der größte Teil ihres Einflusses beruht auf der Furcht, die alle anderen vor ihr haben, ihr engster Vertrauter Dranth eingeschlossen. Diese Furcht ist nicht ganz unberechtigt. Diese Frau ist ein Raubtier!
Sorbolds neuer Kaiser wirkt dagegen vorerst wie ein Waisenkind. Seine Person wird ganz allmählich eingeführt, seine Handlungen wirken vorerst noch diffus und verwirrend. Erst bei der Entscheidung der Waage wird überhaupt klar, um welche Person es sich dabei handelt.
Bis zum Ende des Buches ist jedoch immer noch nicht ganz klar, was nun genau so bedrohlich an der Entwicklung in Sorbold sein soll. Denn das Hauptaugenmerk liegt auf den beiden Erzählsträngen um Esten und Michael. Dass beide am Ende des Buches tot sind, muss jedoch nicht das Ende dieses Erzählstranges bedeuten, zumal über Michaels Schicksal keine klaren Aussagen getroffen wurden. Auch über den Verbleib seines Kindes erfährt der Leser nichts. Die Gilde ist ebenfalls noch nicht wirklich geschlagen. Esten hat eine Menge Geheimnisse Ylorcs ausspioniert und die Informationen an Dranth weitergeleitet. Die Nutzung derselben eröffnet eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten im Hinblick auf den Fortgang des Geschehens. Wie weit an diesen Fäden tatsächlich noch gesponnen wird, bleibt abzuwarten.
Vorerst steht zu erwarten, dass die Gewichtung sich nun zunehmend Richtung Sorbold neigt. Außerdem muss bei Elizabeth Haydon auch ständig mit der Eröffnung neuer Handlungsstränge gerechnet werden.
Im Hinblick auf Ideen und Gestaltung sind einige neue Aspekte hinzugekommen oder erweitert worden, so zum Beispiel die Idee der Bruderschaft des Windes, zu der auch Anborn gehört, die Waage in Sorbold und sowie Michaels Kind und die bunten Drachenschuppen. Besonders wichtig scheint alles zu sein, was mit den Glasarbeiten in einem von Ylorcs Türmen zu tun hat. Wohlweislich hat die Autorin aber nur einen Bruchteil dessen verraten, worum es dabei geht.
Waren Teile der Handlung bei der Vorgänger-Trilogie noch in Prophezeiungen verschlüsselt, so hat die Autorin dafür diesmal Lieder und Gedichte herangezogen, an denen der Leser während des Geschehens herumrätseln kann.
Der trockene Humor, der den Umgang von Rhapsody, Achmed und Gruntor untereinander auszeichnete, ist in diesem Band endgültig verschwunden. Das mag auch daran liegen, dass die drei sich diesmal kaum sehen. Abgesehen davon muss ich sagen, dass die ursprünglichen Charaktere einiges von ihrer Anziehungskraft verloren haben. Von Rhapsodys Bennener- und Gesangsmagie ist diesmal nicht viel zu spüren, außer bei einer kurzen Sequenz in Yarim, wo sie die Massen beruhigt, und einer kurzen Erwähnung in der Höhle, als sie ihr ungeborenes Kind die Melodien des Meeres lehrt. Das reduziert die eigentliche Heldin auf eine eindimensionale Rolle als schwangere Frau und nimmt dem Buch viel von dem Flair seiner Vorgänger. Achmed ist seit seinem Aufstieg zum König auch um einiges blasser geworden. Auf die Frage, warum er sich so viel mit dem Aufbau einer Glaskuppel beschäftigt, lässt sich vielleicht in späteren Bänden eine Antwort finden, wenn weitere Einzelheiten erkennbar werden. Was ich jedoch nicht verstehen konnte, war, warum der Firbolg-König eigentlich persönlich die Bohrungen an den Entudenin beaufsichtigen muss. Das hätte Gruntor auch allein fertig gebracht. Wo ist der düstere Dhrakier geblieben, dessen Lebensinhalt ursprünglich die Jagd auf die F’dor war? Von dem früheren Feuer dieses Mannes ist nicht einmal dann viel zu spüren, als er tatsächlich wieder auf Jagd geht. Es scheint, als hätte die Autorin wegen der großen Mühe, die sie auf ihre Nebenfiguren verwendet hat, diesmal die Hauptfiguren ein wenig zu sehr vernachlässigt.
So bleibt dieser vierte Band doch ein Stück hinter den ersten dreien zurück, wenn er auch nicht wirklich schlecht ist. Der Aufbau der Konflikte erfolgt allmählich und langfristig, was sich in den ersten Bänden bereits gut bewährt hat, und es wird durchaus Spannung geboten. Bleibt zu hoffen, dass das Potenzial, das Haydon in diesem Buch angelegt hat, sich in den Fortsetzungen entfaltet und dabei auch die Hauptpersonen wieder etwas mehr mitreißt! Der fünfte Band erscheint auf Deutsch allerdings erst nächstes Jahr unter dem Titel „Tochter des Sturms“. Der sechste Band ist noch nicht fertig, soll aber auf Englisch ebenfalls nächstes Jahr erscheinen unter dem Titel „The Assassin King“.
Elizabeth Haydon lebt an der Ostküste der USA mit ihrem Mann und drei Kindern. Sie interessiert sich für Kräuterkunde und Geschichte, singt und spielt selbst Harfe. Bevor sie zu schreiben begann, arbeitete sie im Verlagswesen. Außer |Symphony of Ages| schrieb sie auch |The Journals of Ven Polypheme| für Kinder.
Der König ist tot, lang lebe der König – doch wie lange noch? Unter dem wachsenden Schatten der zaubermächtigen Regentin muss der junge Thronerbe überleben, oder die Stadt wird untergehen. Die Freunde, die Kyel lieben, beschließen ihn unter Lebensgefahr zu retten, doch sie haben nicht mit der Macht der Regentin gerechnet.
Die ALIENS-Reihe – erfunden nach dem gleichnamigen James-Cameron-Film – bietet literarische Massenware, die ohne viele Schnörkel das Bedürfnis nach gruselig-spannender Unterhaltung befriedigt. Robert Sheckley hingegen, der Autor dieses Bandes, ist als Klassiker der satirischen SF in die Annalen eingegangen – da darf man schon etwas mehr Stil erwarten.
_Handlung_
Stan Myakovsky war einst ein berühmter Kybernetiker, der Roboter baute und Patente erwarb, doch die Zeiten des Ruhms sind vorbei. Die Behörden konfiszieren sein Raumschiff, die |Dolomite|, und der Arzt sagt ihm, er habe Krebs und nur noch wenige Monate zu leben.
Da taucht Julie Lish auf. Sie ist nicht nur schön und geheimnisvoll, sondern auch eine ausgezeichnete Diebin. Sie hat einen unglaublichen Plan: Mit Stans Hilfe will sie an Gelee Royal von den Aliens herankommen. Gelee Royal verfüttern diese Insekten an ihre junge Brut. Gleichzeitig lindert es die Schmerzen, die man zum Beispiel im Endstadium von Krebs erleidet. Kein Wunder, dass Stan nicht lange braucht, bis er mitmacht – auch wenn die Chancen minimal sind.
Mit Dreistigkeit kommt man weit – Stan kapert die Dolomite, besetzt sie mit einer Mannschaft aus Verbrechern auf Bewährung, und ab geht die Post zum gottverlassenen Planeten AR-32. Zusammen mit seinen Begleitern und seinem treuen Roboter Norbert, der genau wie ein Alien-Krieger aussieht (und nach dem Begründer der Kybernetik, Norbert Wiener, benannt ist), dringen sie in das ausgedehnte Nest der Aliens ein. Leider läuft alles schief, was nur schief gehen kann …
_Mein Eindruck_
Der Könner Sheckley zeichnet die beiden Gestalten von Stan und Julia mit geübten, aber für die ALIENS-Buchreihe ungewohnt detailreichen, fast liebevollen Strichen. Der Leser kann zu weiten Teilen der inneren Entwicklung im Liebesverhältnis der beiden folgen, auch wenn gegen Ende die Psychologie unter der Action leidet. Es stehen gegen Schluss – also auf den letzten 100 Seiten – die spannenden Handlungselemente im Vordergrund. Dennoch ist der Tod von Stan und Norbert von geradezu tragischer Größe – keine geringe Leistung des Autors. (_SPOILER_ Nur Julie und der Kapitän der Dolomite überleben das Massaker – Frauen und Selbstmordgefährdete dürfen das, quasi zum Trost. _SPOILER ENDE_)
|Originaltitel: ALIENS – Alien harvest, 1995
288 Seiten
Aus dem US-Englischen übertragen von Michael Nagula|
Ein Wintersturm hält die bunt zusammengewürfelten Gäste eines Gasthofs gefangen. Neben zwielichtigen Söldnern und Soldaten befinden sich auch der alte Soldat Havald und die magisch begabte Halbelfe Leandra unter den Anwesenden. Als bereits in der ersten Nacht des Eingeschlossenseins ein bestialischer Mord am Stalljungen geschieht, geraten Havald und Lea in Gefahr. Denn unter dem Gasthof verbirgt sich ein uraltes Geheimnis, das in längst vergangene Zeiten zurückweist: in die Ära des legendären Reiches Askir. Zunächst versucht sich Havald als Meisterdetektiv, doch mit Logik ist Magie nicht viel beizukommen …
Bereits mit fünf Jahren kommt der kleine Bridei nach Pitnochie, um von dem Druiden Broichan erzogen zu werden. Broichan ist sehr streng, doch Bridei ist ein fleißiger und gehorsamer Schüler. Nur ein einziges Mal wagt er den Versuch, dem mächtigen Druiden des Königs von seiner eigenen Meinung überzeugen zu wollen: in der Mittwinternacht hat Bridei ein Baby auf der Schwelle gefunden. Obwohl es ganz offensichtlich zum Guten Volk gehört, hat er es hereingeholt und will es behalten.
Nur widerwillig gibt Broichan nach. Er fürchtet den Einfluss des Mädchens auf Bridei und behandelt es mit Unwillen und größtem Misstrauen. Für Bridei wird Tuala, wie er die Kleine genannt hat, bald zur Schwester und Seelenverwandten, der er selbst die Dinge erzählen kann, die er sonst niemandem erzählt. Doch Bridei wird bald erwachsen und muss sich dem stellen, was Broichan seinem Leben bestimmt hat. Und nach Broichans Meinung ist für Tuala in diesem Leben kein Platz …
Bridei ist ein erstaunliches Kind, geradezu unnatürlich brav. Wahrscheinlich liegt das an seinem unendlichen Wissensdurst. Denn obwohl er zunächst seiner verlorenen Familie hinterhertrauert und sich vor allem deshalb anstrengt, weil sein Vater ihm das aufgetragen hat, lässt sein Lerneifer selbst dann nicht nach, als die Erinnerung an die Eltern und Geschwister immer mehr verblasst. Selbst in der Phase des Erwachsenwerdens spürt man kaum Aufbegehren oder dergleichen, obwohl sein Pflegevater ihm so manches zumutet.
Broichan ist ein strenger Lehrmeister. Er hat Brideis Tag mit Terminen geradezu gepflastert: vormittags Unterricht in Strategie und Geographie bei zwei alten Männern namens Egil und Wid, nachmittags Schwert- und Stockkampf bei Donal, abends die Lektionen über das Wissen der Druiden bei seinem Pflegevater. Ziel dieser Masse an Unterricht ist es, aus Bridei einmal einen König zu machen. Alles, was nicht unmittelbar eine der Qualitäten fördert, die ein zukünftiger König braucht, hält Broichan für Ablenkung. Dazu zählt er auch Tuala …
Tuala ist ein wildes, unbezähmbares Geschöpf. Sie reitet wie der Wind ohne Sattel und Zaum, sie spricht die Sprache der Tiere, klettert wie ein Eichhörnchen und ist absolut schwindelfrei. Außerdem besitzt sie die Gabe des Gesichts. Sie muss einen unbewegten Wasserspiegel nur aus dem Augenwinkel ansehen, schon zeigen sich Bilder darin. Trotz ihrer offensichtlichen Andersartigkeit fühlt sie sich jedoch als Mensch.
Und der wichtigste andere Mensch in ihrem Leben ist Bridei. Mit ihm ist sie auf eine Weise verbunden, die keiner der beiden erklären kann. Als Broichan sie aus Brideis Leben entfernen will und sie vor die Wahl stellt, entweder einen Steinmetz zu heiraten oder eine Weise Frau zu werden, wählt Tuala das geringere Übel und zieht nach Banmerren, der Schule der Priesterinnen. Doch im Grunde ihres Herzens weiß sie, dass es falsch ist …
Das alles klingt nicht unbedingt neu. Und es ist natürlich klar, dass die beiden sich doch noch kriegen.
Wie zu erwarten, ist der Weg dorthin nicht leicht. Nicht nur Broichan will die beiden unbedingt auseinander halten. Dreseida, die Mutter von Brideis Freund Gartnait, ist eine harte, ehrgeizige Frau, die von Bridei überhaupt nichts hält. Und als sie erkennt, welches Ziel Broichan dem Jungen gesetzt hat, versucht sie mit aller Macht, dies zu verhindern.
Außerdem trachtet der König von Circinn Bridei nach dem Leben, denn er will selbst König von ganz Fortriu werden, wenn der alte König stirbt. Selbst Fola, die Herrin von Banmerren, erkennt erst spät, warum Tuala tatsächlich auf der Schwelle von Pitnochie ausgesetzt wurde.
Die beiden jungen Leute müssen also eine ganze Weile gegen den Widerstand der ganzen Welt anrennen! Und erst, als das Feenvolk auf recht drastische Weise in das Geschehen eingreift, wendet sich das Blatt.
Mein Eindruck
Juliet Marillier schildert einfühlsam und in der ihr eigenen lebendigen und warmen Sprache die intensive Verbindung zwischen Bridei und Tuala. An äußerer Handlung ist die Geschichte jedoch eher arm. Der kurze Angriff auf eine Befestigung der Gälen, die ins Land der Pikten eingedrungen sind, nimmt nur wenig Raum ein.
Die Gewichtung liegt ganz auf dem Erwachsenwerden der beiden Hauptprotagonisten, und obwohl die Autorin immer wieder große Zeiträume überspringt, hat sie sich dafür vielleicht doch ein wenig zu viel Zeit genommen. Bis Bridei endlich an den Hof nach Caer Pridne kommt, sind bereits mehr als zwei Drittel des Buches gelesen, und richtig spannend wird es erst auf den letzten hundert Seiten, als Tuala aus Banmerren davonläuft.
So interessant ich die seelische Entwicklung von Personen auch finde, in diesem Fall wurde es selbst mir zu langatmig. Ein wenig Straffung in der Anlegung der inneren Konflikte Brideis und Tualas und ein wenig mehr Bewegung im Handlungsverlauf hätte dem Buch gewiss nicht geschadet.
So hätte man aus dem Charakter der intelligenten, scharfsinnigen Dreseida sicherlich mehr machen können. Aus dem Versuch, Bridei einen Liebestrank unterzujubeln und dann durch Ferada Einfluss auf seine Regierung zu nehmen, hätte eine gute Intrige einer kalten, berechnenden und machthungrigen Frau werden können. Stattdessen macht die Autorin aus dem Liebestrank im Nachhinein ein Gift und lässt Dreseida ihrer Tochter gestehen, daß sie Bridei einfach nur aus Eifersucht auf seine Mutter umbringen und unbedingt ihren eigenen chancenlosen Sohn auf dem Thron sehen will! Eine recht konstruierte Entwicklung!
Die andere Variante hätte natürlich noch weite Kreise gezogen, womöglich bis in den nächsten Band, was eindeutig nicht gewollt und wahrscheinlich auch besser war. Die Geschichte um Tuala und Bridei noch länger hinzuziehen, hätte wohl selbst meine Geduld erschöpft. Andererseits hätte eine Straffung zu einem früheren Zeitpunkt genug Raum für eine solche Entwicklung schaffen können und damit die Geschichte vielleicht ein wenig abwechslungsreicher gemacht.
Unterm Strich
Bleibt zu sagen, dass die Handlung eher schwach und flach daherkommt und wenig Höhepunkte bietet, was zu einigen unangenehmen Längen führt.
Die Charaktere sind zwar gelungen geschildert, ihr Entwurf bietet jedoch nichts Neues im historisch angehauchten Fantasy-Genre. Zu sehr bewegen sich die einzelnen Personen in ihren festgefahrenen Schienen vom klugen und sensiblen Helden, vom weisen, strengen Lehrmeister und vom geheimnisvollen magischen Mädchen aus dem fremden Volk.
So bleibt dieser erste Band der |Bridei Chronicles| doch ein gutes Stück hinter ihrer |Sevenwaters|-Trilogie zurück. Sprachlich ist die Autorin nach wie vor in Hochform, inhaltlich jedoch ist dieser neue Zyklus noch zu unausgewogen und träge, um mit dem so gut gelungenen Debüt mithalten zu können. Schade! Bleibt zu hoffen, dass der Folgeband wieder etwas mehr Lebhaftigkeit an den Tag legt.
Die Autorin
Der zweite Band des Zyklus The Bridei Chronicles, „Die Herrscher von Fortriu“, soll im September 2005 erscheinen und sich hauptsächlich mit Ana befassen, einer königlichen Geisel am Hof von Caer Pridne. Außer den |Bridei Chronicles| und der |Sevenwaters|-Trilogie hat Juliet Marillier auch die |Saga of the Light Isles| sowie mehrere Fantasy-Kurzgeschichten geschrieben.
„Mit Elizabeth Haydon, Jennifer Fallon und Sarah Douglass gehört Juliet Marillier zu den neuen weiblichen Stars der Fantasy. „Die Königskinder“, der erste Band ihres Zyklus „Unter dem Nordstern“, war in den USA ein großer Bestseller-Erfolg.“ (Verlagsinfo)
Juliet Marillier war lange als Dozentin für Musikgeschichte, Gesangslehrerin und Chorleiterin tätig, ehe sie sich 2002 zurückzog, um sich der Schriftstellerei zu widmen. Sie lebt in Neuseeland, in der Nähe von Perth.
Bibliographie (Quelle: Wikipedia.de)
Sevenwaters
Daughter of the Forest, Pan Macmillan Australia 1989, ISBN 0-7329-0977-5
Die Tochter der Wälder, Bechtermünz 2000, Übersetzerin Regina Winter, ISBN 3-8289-6843-0
Son of the Shadows, Pan Macmillan Australia 2000, ISBN 0-7329-1029-3
Der Sohn der Schatten, Knaur 2004, Übersetzerin Regina Winter, ISBN 3-426-62689-6
Child of the Prophecy, Pan Macmillan Australia 2001, ISBN 0-7329-1093-5
Das Kind der Stürme, Droemer Knaur 2003, Übersetzerin Regina Winter, ISBN 3-426-70248-7
Heir to Sevenwaters, Pan Macmillan Australia 2008, ISBN 978-1-4050-3855-3
Die Erben von Sevenwaters, Knaur 2011, Übersetzerin Sabine Schilasky, ISBN 3-426-50890-7
Seer of Sevenwaters, Roc / New American Library 2010, ISBN 978-0-451-46355-5
Flame of Sevenwaters, Roc / New American Library 2012, ISBN 978-0-451-46480-4
Die hellen Inseln – Children of the Light Isles
Wolfskin, Pan Macmillan Australia 2002, ISBN 0-7329-1130-3
Die Priesterin der Insel, Knaur 2003, Übersetzerin Regina Winter, ISBN 3-426-66133-0
Foxmask, Pan Macmillan Australia 2004, ISBN 0-330-36477-4
Die Wolkeninsel, Knaur 2006, Übersetzerin Regina Winter, ISBN 3-426-62856-2
Unter dem Nordstern – The Bridei Chronicles
The Dark Mirror, Tor / Pan Macmillan Australia 2004, ISBN 1-4050-3604-4
Die Königskinder, Heyne 2005, Übersetzerin Regina Winter, ISBN 3-453-52154-4
Blade of Fortriu, Tor / Pan Macmillan Australia 2005, ISBN 1-4050-3682-6
Die Herrscher von Fortriu, Heyne 2006, Übersetzerin Regina Winter, ISBN 3-453-52082-3
The Well of Shades, Tor / Pan Macmillan UK 2007, ISBN 1-4050-4110-2 (Die deutsche Übersetzung Die Schattenquelle ist trotz Ankündigung nie erschienen)
Wildwood
Wildwood Dancing, Pan Macmillan Australia 2006, ISBN 0-330-42246-4
Cybele’s Secret, Pan Macmillan Australia 2007, ISBN 978-0-330-42354-0
Shadowfell
Shadowfell, Macmillan Australia 2012, ISBN 978-1-74334-831-4
Raven Flight, Macmillan Australia 2013, ISBN 978-1-74328-915-0
The Caller, Macmillan Australia 2014, ISBN 978-1-74328-997-6
Blackthorn & Grim
Dreamer’s Pool, Pan Macmillan Australia 2014, ISBN 978-1-74351-702-4
Tower of Thorns, Macmillan Australia 2015, ISBN 978-1-74354-056-5
Den of Wolves, Macmillan Australia 2016, ISBN 978-1-925483-80-2
Warrior Bards
The Harp of Kings, Ace Books 2019, ISBN 978-0-451-49278-4
A Dance with Fate, Ace Books 2020, ISBN 978-0-451-49280-7
Einzelroman
Heart’s Blood, Tor / Pan Macmillan UK 2009, ISBN 978-0-230-01791-7
Lawrence Newton desertiert aus der Söldnerarmee, in der er angeheuert hatte, um Abenteuer zu erleben. Mit einer Hand voll Gefährten macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen „Drachentempel“, einem mythischen Platz, wo vor vielen Jahrtausenden ein fremdes Wesen vom Himmel abgestürzt sein soll und wo nun Priester einen ungeheuren Schatz horten. Aus der einfachen Schatzsuche wird jedoch bald ein gefährliches Unternehmen, von dem mehr als das Schicksal einiger weniger Menschen abhängt. Lawrence rüttelt an alten Geheimnissen, und plötzlich ist das ganze Sternensystem in Gefahr … (Verlagsinfo)
Der junge Lawrence Newton hat immer davon geträumt, die Galaxie zu erforschen. Doch er ist im falschen Zeitalter geboren: Die Eroberung des Weltraums geht ihrem Ende entgegen. Zwanzig Jahre später ist er Sergeant eines Invasionstrupps, der im Auftrag eines großen Konzerns einen Planeten zu erobern versucht. Während des Kampfes hört er Gerüchte von einem geheimnisvollen „Drachentempel“, einem mythischen Platz, wo vor vielen Jahrtausenden ein fremdes Wesen vom Himmel abgestürzt sein soll und wo nun Priester einen ungeheuren Schatz horten. (Verlagsinfo)
Ein Klassiker der Science-Fiction lieferte Eric Van Lustbader die Inspiration zu seinem neuesten Fantasyepos, dessen ersten Band „Der Ring der Drachen“ darstellt: Frank Herberts „Dune – Der Wüstenplanet„.
1) The Ring Of Five Dragons (2001)
Deutsch: Der Ring der Drachen. Heyne, 2002, ISBN 3-453-72058-X.
2) The Veil Of One Thousand Tears (2002)
Deutsch: Das Tor der Tränen. Heyne, 2004, ISBN 3-453-87618-0.
3) The Cage of Nine Banestones / Mistress of the Pearl (2003)
Deutsch: Der dunkle Orden. Heyne, 2005, ISBN 3-453-40020-8. Eric Van Lustbader – Der Ring der Drachen (Kundala-Zyklus 01) weiterlesen →
Entdeckungen im Urwald: Totems, Monster, Wandlungen
In der fernen Zukunft besuchen zwei Anthropologen den abgelegenen Planeten Abydos. Die zwei sind sehr verschieden: Was dem älteren Rodriguez selbstverständlich erscheint, schockiert den jungen Brenner zutiefst. Beispielsweise menschliche Frauen, die sexuelle Bedürfnisse haben und quasi in Leibeigenschaft gehalten werden.
Aber die zwei Forscher sind hier, um die einheimische Spezies der Pons zu untersuchen. Diese hat sie eingeladen, sie in den tiefen Wäldern von Abydos zu besuchen. Was die Forscher vorfinden, ist eigentlich schon vordekretiert worden, doch als sich die Ereignisse bei den Pons überstürzen, erhalten die beiden Forscher eine Erkenntnis, die die Heimatwelt des menschlichen Sternenimperiums erschüttern würde … John Norman – The Totems of Abydos. Zukunftsroman weiterlesen →
Harold Shea ist Psychologe. Seine wissenschaftlichen Forschungen gelten einer uralten Kunst, die dem Menschen von heute verloren gegangen ist: der Magie. Er hat die Funktion der alten Beschwörungsformeln neu entdeckt, mit denen man sich in andere Welten versetzen kann. Und natürlich spricht er nicht von zauberei, wenn er sich dorthin begibt, sondern er benutzt als Wissenschaftler sein „Syllogismobil“, um die keltischen Mythen mit ihren phantastischen Göttern, die finnische Sagenwelt des „Kalevala“-Epos oder gar den „Orlando Furioso“ zu bereisen und mit den Helden unmittelbaren Kontakt aufzunehmen. Das Reisen in erfundene Welten hält für Shea manche Überraschung und noch mehr Abenteuer bereit.
„Hildy Johnson ist Zeitungsreporter in der Kolonie Luna, einer Welt, in der alle Probleme wie Krankheit und Umweltzerstörung gelöst zu sein scheinen. Doch sind die Menschen von Luna wirklich glücklich? Immer mehr Menschen zeigen seltsame Veränderungen. Die Selbstmordrate steigt. CC, der Computer der die ganze Kolonie steuert, beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Das Maschinenwesen aber braucht eine Testperson – Hildy Johnson.
Ein Roman voller origineller Einfälle, faszinierender Charaktere und phantastischer Schauplätze. Dieses neue, lang erwartete Buch von John Varley ist mit Sicherheit einer der besten SF-Romane des Jahres.« Publishers Weekly“ (Verlagsinfo 1994)
Dieser Roman handelt von einem fünfzehnjährigen Jungen, der sich auf eine Reise zum Mond begibt, wo er seinen Vater besuchen will. Doch im All lauern Gefahren, denn ein mysteriöser Pirat, genannt der Basilisk, treibt dort sein Unwesen…
Dieser spannende Science-Fiction-Roman ist ein Jugendbuch für ca. 15-jährige Jungs: flott geschrieben, mit aufregenden Schauplätzen und packenden Zweikämpfen, bei denen das Leben des Helden auf dem Spiel steht.
Handlung
Dick Murdock geht mit seinen 15 Jahren noch zur Schule, aber in den Ferien darf er mal seinen Vater besuchen. Eigentlich wohnt Dick ja auf der Venus im Miracle Valley bei seiner Mutter. Sein Vater arbeitet auf dem Mond, wo er seit ein paar Monaten als Chefastronom das neue Observatorium leitet.
Doch schon die Anreise scheint gefahrvoll zu sein. Zunächst begegnet Dick einem falkengesichtigen, dünnlippigen Mann namens A. B. Sende, der als Funker auf dem Mond arbeiten soll, doch wie sich zeigt, verfügt er über eine Menge anderer Qualitäten. Das Passagierschiff fliegt durch den so genannten „Friedhof“: Hier wurden bereits zwei Raumschiffe von Raumpiraten gekapert und zerstört, wobei alle Passagiere ihr Leben durch Dekompression verloren. Die Raumpiraten sind die des so genannten „Basilisken“, der offenbar eine Flotte mit Kriegsschiffen aufbaut. Wo er sein Versteck hat, weiß niemand. Und die Raumflotte der Erde ist noch zu klein und schwach, um ihm Paroli bieten zu können.
Dicks Passagierschiff entkommt einem weiteren Angriff nur dadurch, dass auf einmal Funk und Radar ausfallen, so dass es sich nicht anpeilen lässt. Merkwürdig, dass A.B. Sende genau zu dieser Zeit verschwunden ist …
Auch auf dem Mond ist es Dick schon bald nicht mehr geheuer. Hier hat es im Teleskop einen tödlichen Unfall gegeben. Der Chefastronom verbrannte, weil jemand den Sonnenlichtfilter entfernt hatte. Dicks Vater rückt nun nach: Wird er das nächste Opfer sein? Denn das Observatorium hat im erdnahen Raum eine Schlüsselposition: Damit lassen sich alle Schiffsbewegungen erfassen. Leider kann der Funk nur über die alte, inzwischen aufgegebene Sicherheitsbasis der Vereinten Nationen in Betrieb gehalten werden. Das könnte ein Schwachpunkt sein …
Wenigstens findet Dick einen netten Freund auf dem Mond: den irren Sam, der so genannt wird, weil er mal die einheimischen Mondbewohner gesehen hat. Mit großen gelben Augen hätte ihn einer mal angestarrt. Dick meint auch: So könnte der „Basilisk“ aussehen. Bekanntlich versteinerte der Blick dieses Fabelwesens denjenigen, der ihn ansah. Mit Sam fliegt Dick auf einem Raumfloß zu einer Gegend, wo sich Edelsteine en masse finden. Dort werden sie fast von einem Felsbrocken erschlagen. Will ihnen jemand an den Kragen?
Je mehr Dick Detektiv spielt und sich damit zunehmend unbeliebt macht, desto mulmiger wird ihm auf dem Mond. Dennoch lässt er sich durch kodierte Funksprüche, fiese Kameraden und weitere Anschläge nicht unterkriegen. Erst als er herausfindet, dass das Leben seines Vaters in ernster Gefahr ist, muss er sich zum Äußersten entschließen. In einer waghalsigen Aktion setzt er sein Leben ein.
Mein Eindruck
Exotisches Universum für den Meistbietenden
Dieses spannende Abenteuergarn für Jungs (Frauen kommen nur als Stewardess vor) versetzt den erstaunten heutigen Leser in die Steinzeit der Science-Fiction, ins Jahr 1952/53. Die Venus stellt sich der Autor als tropisches Paradies à la Südsee vor. Der Mars ist zwar staubtrocken, aber von wasserführenden Kanälen à la Venedig durchzogen und (ebenso wie der Mond!) mit pittoresken Ruinenstädten der Ureinwohner dekoriert. Der Mond ist in den Kratern mit schwarzem Glas und Lava überzogen, die Juwelen warten nur auf den glücklichen Finder.
Allein für die Eroberung dieser Urlaubsparadiese würde sich die Expansion der Erdherrschaft lohnen, suggeriert uns der Autor. Nur der böse, fiese Basilisk macht den Erdträumen einen Strich durch die Rechnung: Er hat selbst Pläne für die Weltherrschaft. Allerdings sind dabei auch eine Million Tote eingeplant.
Der kurze James Bond
Um den Basilisken zu stoppen, stellen sich jedoch alle Erwachsenen als irgendwie zu dämlich oder borniert an. Das findet zumindest Dick Murdock, unser aufgeweckter Junge mit intimen Kenntnissen des Fotografierens, des Code-Entschlüsselns und des Chemiekastens. Dieser Tausendsassa ist ein wahrer James-Bond-Ersatz. Sein Problem ist nur, dass ihn – außer seinem Vater – keiner ernst nimmt. Er muss also noch zwei Jahre drangeben, dann ist er endlich reif für die Aufnahme in die Raumakademie: sozusagen der Ritterschlag für die Rettung des Universums.
Wie man von einem James Bond mit Geheimagentenwissen erwarten kann, ist die Handlung prall mit Action gefüllt, es gilt, die Schurken ausfindig zu machen und auszuschalten. Dass Dick dabei selbst mehrmals sein Leben wagen muss, versteht sich von selbst. Dass dabei so mancher logische Denkfehler auftritt, ist hingegen nicht ohne Weiteres hinzunehmen. Und dass Dick einem Anschlag mit Blausäure entkommt, grenzt schon ans Mirakulöse.
Fortsetzung des Zweiten Weltkriegs mit anderen Mitteln
An vielen Stellen musste ich daran denken, dass Jack Vance während des Zweiten Weltkriegs in der amerikanischen Handelsmarine diente und dabei mehrmals von japanischen U-Booten torpediert wurde. Deren Rolle nimmt der „Basilisk“ ein. Als wir ihn endlich zu Gesicht bekommen, hat er zwar keine japanischen Schlitz-, sondern nur Glubschaugen, doch die Farbe Gelb ist ebenso dominant: die „Gelbe Gefahr“ ist amerikanischen Jungs (und Seefahrern) zur Genüge bekannt.
Die Kriegsmarine der Erde befindet sich nach dem Rückzug der Vereinten Nationen vom Mond in einer extrem geschwächten Position – genau wie die US-Flotte nach dem Angriff auf Pearl Harbor. Doch dann lief ein beispielloses Flottenbauprogramm an. Und dessen Erfolge zeigen sich schließlich auch in Vances Romanhandlung. Merke: Die Amis mögen zwar angeschlagen und blöd sein, aber sie sind fähig zur Umkehr und sich wieder aufzurappeln – wenn nur die Jugend ordentlich mitmacht. Jungs, der Geheimdienst braucht euch!
Die Übersetzung
… muss wohl in den fünfziger oder frühen sechziger Jahren entstanden sein. Sie ist gespickt mit altmodischen Ausdrücken, die heute niemand mehr benutzen würde. So etwa „galvanische Spannung“ oder „zaudern“ statt „zögern“. Leider steht im Impressum keine Information, von welchem Verlag |Bastei-Lübbe| das Buch lizenziert hat. Könnte ein alter west- oder sogar ein ostdeutscher Verlag gewesen sein.
Unterm Strich
„Freibeuter des Alls“ ist ein kurzweiliges und spannendes James-Bond-Abenteuer für amerikanische Jungs mit Unternehmungsgeist. Dies sorgt für sehr gute Unterhaltung. Dick könnte ein Vorbild sein, wenn er nicht noch klüger als Harry Potter und technikverliebter als Artemis Fowl wäre.
Die unterschwellige Ideologie ist durchgängig die des Kalten Krieges der Eisenhower-Ära, so dass vor dem Missbrauch der Atomenergie keineswegs gewarnt wird. Vielmehr ist der Feind beim Totalitarismus zu suchen, der nicht nur brutale Schurken beschäftigt, sondern auch noch ein doppeltes Gesicht trägt: Russen, Chinesen – Japaner womöglich!
Insgesamt bietet der Roman zwar nicht Heinlein-Niveau, aber auch nicht dessen libertären Militarismus, der zu solchen Machwerken wie [„Starship Troopers“ 495 führte. Vances Helden sind alle Individualisten: Sie verbessern zwar die Welt, brauchen dafür aber weder Familie noch die Army. Das zeigt sich auch in den Dämonenprinz-Detektivromanen.
Der Autor
Jack Vance hat zahlreiche Trilogien und Zyklen geschaffen, die allesamt mit großer Liebe zum Detail geschaffene Vertreter des romantischen Abenteuer-Thrillers sind. Häufig wird die Handlung nach dem Vorbild eines Agententhrillers aufgebaut, so etwa in der |Dämonenprinz|-Serie.
Er gilt als wichtigster Vertreter der |Planetary Romance|, also für Abenteuer, die auf einem ganzen Planeten spielen, wobei der Planet sicherlich eine Hauptrolle spielt. Die |Cadwal|-Chroniken („Araminta Station“ usw.) etwa spielen auf Cadwal, einem Naturschutzgebiet von Planetengröße.
Jack Vance wurde 1916 in San Francisco geboren und wuchs im idyllischen San Joaquin Valley auf. Das prägte seine Liebe für das Land, die selbst in abgewandelten Polizeithrillern wie der „Dämonenprinz“-Serie immer wieder aufscheint.
Vance studierte Bergbau, Physik und schließlich Journalismus. Im 2. Weltkrieg war er Matrose bei der Handelsmarine und befuhr den Pazifik. Er wurde auf zwei Schiffen Opfer von Torpedoangriffen. Ansonsten weiß man wenig über ihn: Er lebt in Oakland, liebt alten Jazz, spielt Banjo und bereist unermüdlich die Welt.
Seine Karriere begann 1945 mit der Story „The World Thinker“ in dem Magazin „Thrilling Wonder Stories“. Bis 1955 schrieb er abenteuerliche Science-Fiction, die bereits durch farbig geschilderte Schauplätze und spannende Handlungsbögen auffiel. Es war das Goldene Zeitalter der Magazin-Science-Fiction. 1950 wurde sein erstes und berühmtestes Buch publiziert, der Episodenroman „The Dying Earth“. Die Episoden spielen in einer fernen Zukunft, in der die Wissenschaft durch Magie abgelöst wurde. Dadurch spannt sich die Handlung zwischen reiner Science-Fiction und einer Spielart der Fantasy, die nicht ganz von der Logik aufzulösen ist. Herausstechende Stilmerkmale sind bereits die Ironie in Sprache, Handlungsverlauf und Figurenbeschreibung, aber auch schon der Detailreichtum darin. In der Science-Fiction wurde Vance selbst zu einem „world thinker“, der exotische Kulturen mit ulkigen Bräuchen und Sitten erfand, so etwa in der wunderbaren Novelle „Die Mondmotte“ (Musik als eine Form der Kommunikation).
Vance schrieb ab 1957 etwa ein Dutzend Kriminalromane, darunter auch unter dem bekannten Pseudonym Ellery Queen. Er bekam sogar für einen Roman, „The Man in the Cage“, einen |Edgar| verliehen. Dieser kriminalistische Einschlag findet sich in mehreren von Vances Hauptfiguren wieder, darunter bei den galaktischen Spürhunden Magnus Ridolph, Miro Hetzel und Kirth Gersen. Gersen ist der Held der |Dämonenprinz|-Serie, der Rache an fünf grausamen Sternkönig-Aliens nimmt.
Vances Stärke ist sein Prosastil. Er baut in wenigen beschreibenden Detail eine Atmosphäre, eine Stimmung auf, die er dann immer wieder mit wenigen Schlüsselwörtern aufrufen kann. Insofern ist Vance, fernab von jeglicher |Hard SF|, der farbigste und barockeste Autor im Genre, dessen charakteristische Sprache in jedem beliebigen Absatz erkennbar ist.
Leider verstand er es in seinen Werken bis in die 80er Jahre nicht, eine Geschichte durch eine Konstruktion zu stützen, die wenigstens eine kompletten Roman getragen hätte: Er schrieb meistens Episodenromane oder Fix-up-Novels. In ähnlicher Weise ließ auch sein Interesse an Fortsetzungen nach, so dass spätere Romane in einer Serie in der Regel schwächer ausfielen als der Anfangsband.
Vance hat die Kunst der Namensgebung zu wahrer Meisterschaft getrieben: Seine Namen sind phantasievoll und haben stets den richtigen Klang. Ich weiß, woher er seine Einfälle nimmt: aus dem Mittelalter, aus exotischen Kulturen der Erde oder sonstwoher. Im 1. Band der Dämonenprinz-Serie sind dies beispielsweise die Namen „Attel Malagate“, „Lugo Teehalt“ und „Hildemar Dasce“.
Da Vance aber kein einziges Buch geschrieben hat, das ihn durch seine Thematik weltberühmt gemacht hätte – so wie es George Orwell mit „1984“ gelang -, ist er immer ein Geheimtipp, ja ein Kultautor der Science Fiction-Szene geblieben. Das bedeutet nicht, dass Vance unkritisch oder unaktuell gewesen sei: Er griff Themen wie Religion, Sprachwissenschaft, Social Engineering und Ökologie auf, um nur ein paar zu nennen.
Siehe auch die Rezension zum Erzählband „Grüne Magie„.
Taschenbuch: 269 Seiten
Originaltitel: Vandals of the Void, 1953
Aus dem US-Englischen übersetzt von M. W. Andres
Mit Illustrationen von Johann Peterka.
ISBN-13: 9783404232505