Archiv der Kategorie: Fantasy / Science-Fiction

Brust, Steven – Taltos. Fantasyroman

_Abenteuer im Reich der Toten_

Wie schon in „Jhereg“ finden die Abenteuer des Helden Vlad Taltos in einer originell gestalteten Fantasywelt namens Dragaera statt. Eine vergnügliche, intelligente und komplexe Fantasy um den Auftragsmörder Vlad, der lieber seinen Kopf einsetzt, um diesen noch eine Weile zu behalten. Diesmal erfahren wir von Vlads menschlichem und beruflichem, ähem, Werdegang und erleben eines seiner schwierigeren Abenteuer: im Reich der Toten.

Informationen über den Autor findet ihr am Schluss meiner Besprechung.

_Hintergrund_

Auf der Welt Dragaera geht in der Stadt Adrilankha unser Held Vlad Taltos (sprich: taltosch) seinem Beruf nach: Er ist ein erstklassiger Auftragskiller. Adrilankha ist eine Art ernsthafte Version von Terry Pratchetts Ankh-Morpork: komplett mit Diebes- und Mördergilden, Kaufleuten, Schenken und Bordellen. Vlad hat sein Büro in der Altstadt, von wo er seinen eigenen Bezirk verwaltet und Schutzgeld eintreibt.

Als hilfreich hat sich sein Vertrauter erwiesen: Loiosh ist ein drachenähnliches Wesen aus der Spezies Jhereg. Ähnlich wie McCaffreys Feuerechsen auf Pern kann Loiosh Gedanken lesen und giftige Bisse austeilen.

Auf der uralten Welt Dragaera stellen die Menschen wie Vlad Taltos eine Minderheit dar; angeblich kamen sie aus dem Ostreich in das Reich der Nichtmenschen, die so etwas wie kriegerische Elfen sind. Die Dragaeraner sind in exakt 17 Häuser oder Clans aufgespalten, so etwa Dragons und Hawks. Der Jhereg-Clan, der Vlad aufgenommen hat, ist ein Bastard-Clan und steht außerhalb der Clan-Hierarchie. Die Dragons bilden die Spitze, sie gehorchen nur der Imperatorin.

_Handlung_

„Taltos“ ist ein wenig vielschichtiger aufgebaut als „Jhereg“, doch die Handlung setzt die Kenntnis der Informationen aus „Jhereg“ voraus.

Die erste Schicht besteht aus der Beschreibung eines rätselhaften Zauberrituals. Es wird jeweils am Anfang jedes Kapitels kurz beschrieben, so dass man keine Ahnung hat, zu welcher Situation es gehört oder welchen Zweck Vlad damit verfolgt. Sehr clever eingesetzt.

Die zweite Schicht besteht in der Biografie Vlads, die dieser selbst erzählt und die sich mit seiner Wiedergabe des eigentlichen Abenteuers abwechselt. Auf diese Weise wird weder das eine noch das andere langweilig. Das kann aber zuweilen zu Verwirrung führen, welcher Abschnitt denn nun zu welchem Abeneteuer gehört. Denn Vlad erzählt bei seinem beruflichen Werdegang von seinen knifflichsten Mordaufträgen.

Die dritte und wichtigsten Schicht besteht im neuesten Auftrag Vlads. Er erhält ihn von seinen schwierigsten Kunden: dem Dragon-Fürsten Morrolan, einem recht hochnäsigen Zeitgenossen, der aber über eine furchterregende Waffe verfügt: ein seelenraubendes Morganti-Schwert. Vlad lässt lieber Vorsicht walten. Seine zweite, eigentliche Auftraggeberin ist die Zauberin Sethra Vode, die auf einem Zauberberg wohnt und eine merkwürdige Art von Humor pflegt.

Ihr Auftrag: Einen Stab von einem mächtigen Magier zurückholen. Der Lohn ist astronomisch hoch, aber das Risiko auch. Vlad schlägt ein. Er ahnt noch nicht, dass sich in besagtem Stab die Seele der Kusine Morrolans, Aliera, befindet und dass mit dem besagten Zauberer nicht zu spaßen ist.

Und es wird Vlads weitere Aufgabe sein, diese geraubte Seele im Reich der Toten zu befreien und wieder ins Reich der Lebenden zurückzubringen. Leider haben die Götter des Jüngsten Tages, die über die Toten, Untoten und Lebenden bestimmen, einiges gegen dieses verwegene Vorhaben einzuwenden. Na, denn mal los, Vlad!

Ach ja: das eingangs erwähnte Ritual. Es spielt eine wichtige Rolle, damit Vlad von seinem Auftrag lebend zurückkehrt.

_Mein Eindruck_

Nachdem ich mich an die ungewöhnliche Erzählweise gewöhnt hatte, ging das Lesen fast wie von alleine. Zunächst meinte ich, dass in der Erzählung – es sind ja drei – nichts vorangeht. Aber ich täuschte mich. Allerdings muss man sich etwas gedulden, bis es mit der Action einigermaßen vorangeht.

Die zweite Hälfte der Haupthandlung dreht sich ja ums Reich der Toten. Allein schon der Weg dorthin ist ungewöhnlich gestaltet, doch das Totenreich selbst lässt an Überraschungen nichts zu wünschen übrig. Dafür sorgen schon die zänkischen Götter selbst.

_Unterm Strich_

Nicht so flott und fröhlich-frech wie „Jhereg“, aber immer noch ein gutes Fantasyabenteuer und eine originelle Vision vom Jenseits.

_Der Autor_

1955 in Minneapolis geboren, ist Steven Karl Zoltan Brust schon Programmierer, Drummer in einer Reggae-Band, Schauspieler und Gitarrist in verschiedenen Bands gewesen. Er liebt vor allem zwei Dinge: die Küche seiner ungarischen Vorfahren und den Kampfsport – zumindest Letzteres merkt man seinem Buch an.

Er ist ein Mitglied der wichtigen Schriftstellergemeinschaft der „Scribblies“, die 1980 in Minneapolis gegründet wurde. Ihr gehören bekannte AutoInnen wie Emma Pull, Patricia Wrede und vor allem Kara Dalkey (deren Werke bei |Knaur| veröffentlicht wurden) an. Sie schreiben, was sie gerne selbst lesen würden. Dazu gehört besonders zeitgenössische und urbane Fantasy. Bull und Shetterly edierten die Romane, die auf der Shared-World Liavek spielen. Viele Scribblies-Mitglieder gehören der Bewegung des Pre-Joycean Fellowship (PJF) an. Sie unterstützen Literatur, wie sie vor James Joyce geschrieben wurde. Sie sind somit anti-modernistisch (aber modern) und anti-elitär, außerdem meist humorvoll.

In den USA ist Brust bisher durch neunzehn Romane und eine Soloplatte bekannt geworden. Seine Bücher werden immer wieder neu aufgelegt. Mit „Jhereg“ erschien 1983 der Startband eines ganzen Zyklus um den Antihelden Vlad Taltos, der auf insgesamt neunzehn Bände angelegt ist. Zu diesem gehören folgende Werke:

Jhereg (1983), Yendi (1984), Teckla (1986) – zusammengefasst als „Taltos the Assassin“ (1991); Taltos (1988; auch „Taltos and the Paths of the Dead“, 1991), Phoenix (1988) und Athyra (1991).

Verwandt ist die „Khaavren“-Sequenz, die sozusagen historische Romane à la A. Dumas umfasst, die auf Dragaera spielen: The Phoenix Guard (1991), Five Hundred Years After (1994) und The Viscount of Adrilankha (ca. 1996). „Brokedown Palace“ (1986) enthält ebenfalls verwandtes Material.

Bei |Klett-Cotta| erschienen die Bücher in folgender Reihenfolge: „Jhereg“ (2002), „Taltos“ (2002), „Yendi“ (2003), „Teckla“ (2003), „Phönix“ (2004), „Athyra“ (2005).

Homepage des Autors: http://www.dreamcafe.com/

|Die Übersetzung|

… ist erstaunlich gut. Ich habe selten eine bessere Übertragung amerikanischen Sprachgebrauchs in heutiges Deutsch gelesen. Die Aufmachung des Buches ist ebenfalls gelungen, wie von Klett-Cotta gewohnt.

|Originaltitel: Taltos, 1988
Aus dem US-Englischen von Olaf Schenk|

Brust, Steven – Jhereg. Fantasyroman

Eine vergnügliche, intelligente und komplexe Fantasy um einen Auftragsmörder, der lieber seinen Kopf einsetzt, um diesen noch eine Weile zu behalten. Zauberer, Halbdrachen, telepathische Kräfte, Teleportation – so manches an dieser modernen Fantasy gemahnt eher an Motive der Science-Fiction als an altbackene Tolkien-Imitate. Und der Humor ist von feiner Ironie.

_Handlung_

Auf der Welt Dragaera geht in der Stadt Adrilankha unser Held Vlad Taltos (sprich: taltosch) seinem Beruf nach. Er ist ein erstklassiger Auftragskiller. Ich würde daher nicht sagen, dass er so etwas wie ein James Bond ist, wie ihn der Klappentext bezeichnet. Und mit Monty Python hat die Story schon gar nichts am Hut. Leute umbringen will schließlich gelernt sein, da kann man keine Stümper gebrauchen. Besonders dann nicht, wenn die Opfer später wiederbelebt werden. Das könnte für einen schlechten Ruf sorgen.

Adrilankha ist eine Art ernsthafte Version von Terry Pratchetts Ankh-Morpork: komplett mit Diebes- und Mördergilden, Kaufleuten, Schenken und Bordellen. Vlad hat sein Büro in der Altstadt, von wo er seinen eigenen Bezirk verwaltet und Schutzgeld eintreibt. Wehe, wer ihm in die Quere kommt! Doch er ist klug genug, nicht selbst anderen Auftragskillern in die Quere zu kommen. Er wurde bereits zweimal wiederbelebt.

Als hilfreich hat sich sein Vertrauter erwiesen: Loiosh ist ein drachenähnliches Wesen aus der Spezies Jhereg. Ähnlich wie McCaffreys Feuerechsen auf Pern kann Loiosh Gedanken lesen und giftige Bisse austeilen. Den Jhereg hat Vlad aus dem Urwald erworben, wo er seiner Mutter ein Ei abschwatzte und dessen Inhalt aufzog.

Auf der uralten Welt Dragaera stellen die Menschen wie Vlad Taltos eine Minderheit dar; angeblich kamen sie aus dem Ostreich in das Reich der Nichtmenschen, die so etwas wie kriegerische Elfen sind. Die Dragaeraner sind in über ein Dutzend Häuser oder Clans aufgespalten, so etwa Dragons und Hawks. Der Jhereg-Clan, der Vlad aufgenommen hat, ist ein Bastard-Clan und steht außerhalb der Clan-Hierarchie. Die Dragons bilden die Spitze, sie gehorchen nur der Imperatorin.

All dies zu wissen, ist notwendig, um zu verstehen, in welche Not unser Held gerät, als er vom Jhereg-Clan den Auftrag erhält, einen Dieb dingfest zu machen und umzunieten. Für ein hübsches Sümmchen, versteht sich. Ach ja: Und das Ganze bitte in drei Tagen erledigen, denn niemand soll erfahren, dass der Rat des Jhereg ohne Geld dasteht.

Der Dieb hat dem Rat des Jhereg die Kriegskasse geklaut, rund neun Millionen Goldstücke. Das Problem ist jedoch, den Dieb zu ergreifen. Dieser Mellar hat sich als Gast im Schwarzen Schloss von Vlads Freund Morollan einquartiert, wo er entsprechenden Schutz genießt. Warum ausgerechnet hier?, fragt sich Vlad. Es stellt sich heraus, dass Mellars Ermordung einen erneuten Krieg zwischen den Clans Dragon und Jhereg auslösen würde, mit verheerenden Folgen für beide.

Es kommt noch übler: Da Mellar ein Mischling ist, hatte er sich nicht nur bei Jheregs und Dragons eingeschlichen, sondern auch beim Clan Dzur und schnüffelte dessen Geheimnisse aus. Würde Mellar getötet, so würden diese Geheimnisse auffliegen und den ach so heldenhaften Dzur-Clan bis auf die Knochen blamieren.

War Vlads Auflösung des Rätsels um Mellar schon brillant, so ist seine Lösung für das Problem, den drohenden Weltkrieg zu verhindern, noch weitaus genialer.

_Mein Eindruck_

Vlad Taltos ist ein geradezu zeitgenössischer Bursche: ein Dieb, Mörder, Kneipenbesitzer und Zuhälter. Der Jhereg-Clan, für den er arbeitet, ist nichts anderes als eine Art Mafia. Dennoch ist Vlad – die Kurzform von ‚Vladimir‘ – ein sehr sympathischer Held, oder richtiger: Antiheld. Er überlegt lieber, bevor er einen aussichtlosen Kampf anfängt. Und er hat eine Frau, die flink mit dem Messer ist, Cawti. Und einen Halbdrachen, der ebenso telepathisch begabt ist wie er selbst: sein Gewissen und sarkastisches Über-Ich.

Eindrucksvoll sind aber auch die Elfen-Clans. Die Dragon beispielsweise verfügen über Große Waffen, also Waffen, die mit Intelligenz begabt sind: Schwerter und Stäbe (es gibt keine Feuerwaffen). Diese Waffen sind mit der Seele des Trägers verbunden, der daher ziemlich nervenstark und kaltblütig sein muss. Ähnlich wie „normale“ Morganti-Waffen können die Großen Waffen die Seele des Opfers verschlingen, so dass dessen Wiederbelebung nicht ohne weiteres möglich ist. Opfer von Messer, Schwert und Dolch lassen sich von Hexen und Zauberern routinemäßig wiederbeleben (gegen ein hübsches Sümmchen, versteht sich), da ja die Seele noch vorhanden ist. Interessant sind die Unterschiede zwischen Zauberei, die an die Naturelemente und das Chaos gebunden ist, und Hexerei, die à la Voodoo mit Gegenständen arbeitet.

All diese politischen und metaphysischen Systeme breitet der Autor vor uns aus, als wären sie selbstverständlich. So muss es auch sein, denn eine abstruse Welt, die sich nicht ernst nimmt, kann ihre Wirkung nicht entfalten. So aber entsteht eine komische Spannung zu unserer eigenen Welt, in der solchen Systeme gemeinhin nicht existieren. Erst aus dieser Spannung, derer man sich stets vergewissern muss, entsteht die Komödie, die das Buch darstellt.

Dies ist keine Slapstick- oder Situationskomödie, in der Tortenschlachten die Hauptrolle spielen würden. Vielmehr geht es hier immerhin um die Vorbereitung oder Vermeidung von kaltblütigem Mord (plus optionaler Seelenvernichtung). Die Ernsthaftigkeit, mit der das Ziel verfolgt wird, mutet lediglich uns grotestk an. Vlad hat einen „Job“ angenommen und muss ihn auch ausführen, oder er kann sein Metier an den Nagel hängen. Dennoch fällt es ihm nicht leicht, den Rassismus zu ertragen, den die Dragaeraner gegenüber „Ostlingen“ wie ihm an den Tag legen. Während des genialen Showdowns verschafft es ihm daher eine diebische Freude, es einem solchen Rassisten heimzuzahlen.

Korruption, politische Ränkespiele, (Alien-)Gentechnik, psionische Verständigung, auch Rassismus – all diese Themen würde man im „Herr der Ringe“ weitgehend vergeblich suchen. Ausnahmen wären vielleicht Korruption und Machtspiele, wie sie an Saruman zu beobachten sind. Daher hebt sich Steven Brusts Fantasy wohltuend von dem üblichen Tolkienverschnitt ab, den man heute gemeinhin als Fantasy vorgesetzt bekommt.

_Fazit_

Eine vergnügliche, intelligente und komplexe Fantasy um einen Auftragsmörder, der lieber seinen Kopf einsetzt, um diesen noch eine Weile zu behalten. Ein ironisch gezeichneter Sherlock Holmes sozusagen.

_Der Autor, die Scribblies und Jhereg_

1955 in Minneapolis geboren, ist Steven Karl Zoltan Brust schon Programmierer, Drummer in einer Reggae-Band, Schauspieler und Gitarrist in verschiedenen Bands gewesen. Er liebt vor allem zwei Dinge: die Küche seiner ungarischen Vorfahren und den Kampfsport – zumindest Letzteres merkt man seinem Buch an.

Er ist ein Mitglied der wichtigen Schriftstellergemeinschaft der „Scribblies“, die 1980 in Minneapolis gegründet wurde. Ihr gehören bekannte AutoInnen wie Emma Pull, Patricia Wrede und vor allem Kara Dalkey (deren Werke bei |Knaur| veröffentlicht wurden) an. Sie schreiben, was sie gerne selbst lesen würden. Dazu gehört besonders zeitgenössische und urbane Fantasy. Bull und Shetterly edierten die Romane, die auf der Shared-World Liavek spielen. Viele Scribblies-Mitglieder gehören der Bewegung des Pre-Joycean Fellowship (PJF) an. Sie unterstützen Literatur, wie sie vor James Joyce geschrieben wurde. Sie sind somit anti-modernistisch (aber modern) und anti-elitär, außerdem meist humorvoll.

In den USA ist Brust bisher durch neunzehn Romane und eine Soloplatte bekannt geworden. Seine Bücher werden immer wieder neu aufgelegt. Mit „Jhereg“ erschien 1983 der Startband eines ganzen Zyklus um den Antihelden Vlad Taltos, der auf insgesamt neunzehn Bände angelegt ist. Zu diesem gehören folgende Werke:

Jhereg (1983), Yendi (1984), Teckla (1986) – zusammengefasst als „Taltos the Assassin“ (1991); Taltos (1988; auch „Taltos and the Paths of the Dead“, 1991), Phoenix (1988) und Athyra (1991).

Verwandt ist die „Khaavren“-Sequenz, die sozusagen historische Romane à la A. Dumas umfasst, die auf Dragaera spielen: The Phoenix Guard (1991), Five Hundred Years After (1994) und The Viscount of Adrilankha (ca. 1996). „Brokedown Palace“ (1986) enthält ebenfalls verwandtes Material.

Bei |Klett-Cotta| erschienen die Bücher in folgender Reihenfolge: „Jhereg“ (2002), „Taltos“ (2002), „Yendi“ (2003), „Teckla“ (2003), „Phönix“ (2004), „Athyra“ (2005).

Homepage des Autors: http://www.dreamcafe.com/

|Die Übersetzung|

… ist erstaunlich gut. Ich habe selten eine bessere Übertragung amerikanischen Sprachgebrauchs in heutiges Deutsch gelesen. Die Aufmachung des Buches ist ebenfalls gelungen, wie von Klett-Cotta gewohnt. Und der Preis ist nicht übertrieben hoch.

|Originaltitel: Jhereg, 1983
Aus dem US-Englischen übertragen von Olaf Schenk|

Andy Weir – Der Astronaut

Die Handlung:

Als Ryland Grace erwacht, muss er feststellen, dass er ganz allein ist. Er ist anscheinend der einzige Überlebende einer Raumfahrtmission, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt, auf einem Flug ins Tau-Ceti-Sternsystem. Aber was erwartet ihn dort? Und warum sind alle anderen Besatzungsmitglieder tot? Nach und nach dämmert es Grace, dass von seinem Überleben nicht nur die Mission, sondern die Zukunft der gesamten Erdbevölkerung abhängt. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Dass ein Klappentext mal nicht spoilert und sogar die Sachen, die ich am Ende am Coolsten fand, überhaupt nicht erwähnt … das gibts selten.

Nicht selten aber … und bei mir extrem unbeliebt … sind Geschichten, die an einem Punkt anfangen, der eigentlich schon weit fortgeschritten ist oder zu sein scheint. Also gibts Flashbacks in Reihe und so langsam wird klar, wie es zu dieser Situation kam, in der wir uns zusammen mit dem Protagonisten befinden, als wir das Buch aufgeschlagen haben.

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Nora Bendzko – Die Götter müssen sterben

Mit „Die Götter müssen sterben“ hat die Autorin Nora Bendzko Teilnehmer des Trojanischen Krieges in den Mittelpunkt gerückt, denen in der Ilias lediglich eine kurze Episode gewidmet ist, die Amazonen. Da es über die legendären Kriegerinnen kaum schriftliche Zeugnisse gibt, die historisch belastbar sind, hat die Autorin ihre Geschichte als Fantasy-Roman geschrieben.

Areto, verheiratet mit einem Mann, der sie nicht achtet, nutzt die Gelegenheit, Athen zu verlassen, als die Amazonen in die Stadt einfallen, um ihre entführte Prinzessin Antiope zurückzuholen. In Themiskyra, der Hauptstadt der Amazonen, baut Areto sich ein neues Leben auf. Doch auch dort kommt sie nicht zur Ruhe. Denn Ares, der göttliche Vater der Amazonenköniginnen, besteht darauf, dass die Amazonen in den Krieg um Troja ziehen … Nora Bendzko – Die Götter müssen sterben weiterlesen

M. G. Wheaton – Emily Eternal. SF-Roman

Erde 2.0: Kann eine KI die Menschen retten?

Emily ist eine hochentwickelte Künstliche Intelligenz. Sie kann in Lichtgeschwindigkeit mathematische Probleme lösen und die komplexen Geheimnisse des menschlichen Geistes besser analysieren als jeder Psychologe. Doch als die Sonne zu erlöschen droht, hat auch sie kein Programm, um das zu verhindern. Dennoch fasst sie einen Plan, um die Erde zu retten… Soweit die Verlagsinfo.

Nein, die Sonne verlöscht nicht, sondern entwickelt sich zum Roten Riesen – es bleiben nur noch etwa vier Wochen Zeit, bis die Sonnenstürme alle Elektronik auf der Erde ausschalten. Und was das Rettungsprogramm angeht – das kommt zunächst von der US-Regierung. Emily lehnt es ab, sämtliche knapp acht Mrd. Menschen auf der Erde zu digitalisieren, zu speichern und dann als digitale Arche ins Weltall zu schießen. Das ergibt wenig Sinn. Aber sie stößt auf einen Funken Hoffnung…
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Marc-Uwe Kling – QualityLand

Das beinahe bestmögliche aller Länder

Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund – Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller?

Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet, die lange nachwirkt. Visionär, hintergründig – und so komisch wie die Känguru-Trilogie. (Verlagsinfo)

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Hans Bemmann – Erwins Badezimmer oder Die Gefährlichkeit der Sprache

Gefahren und Risiken des Sprechens

Erwins Badezimmer ist ein Geheimarchiv von verbotenen Schriften und Büchern in einem nahezu unzugänglichen Hinterhaus. Von hier aus wird unter Lebensgefahr die Literatur aus der Zeit vor der Großen Nationalen Sprachreinigung weiterverarbeitet. Albert S., seines Zeichens Philologe und treuer Beamter der autoritären Regierung, trifft durch Zufall seinen alten Freund Erwin wieder und wird in die Geheimnisse der Bibliothek im Badezimmer eingeweiht. Fasziniert beginnt Albert, Nachforschungen über die Literatur der „Vor-Zeit“ anzustellen, ohne zu wissen, auf welches Abenteuer er sich einlässt… (korrigierte Verlagsinfo)

Hans Bemmann, der bekannte Autor des Fantasyromans „Stein und Flöte“, hat hier einen spannenden Briefroman geschrieben, dessen Handlung er in die Zukunft verlegt hat, genauer: in eine Diktatur der Sprachüberwachung. Nicht von ungefähr kommt uns dieses Szenario – leider – aktueller denn je vor.
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Mary Doria Russell – Sperling (Sperling-Dilogie 1)

Eine Sternenmission mit grausamem Ende

Als im Jahre 2019 Signale intelligenten Lebens auf der Erde empfangen werden, ist der junge Jesuitenpater Emilio Sandoz einer der ersten, der die fremdartigen, wunderschönen Gesänge der Außerirdischen zu hören bekommt – und er ist auch unter den ersten, die bald darauf den „anderen Kindern Gottes“ von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Denn während sich die UNO über die Kosten einer Expedition nicht einig wird, bereiten jesuitische Wissenschaftler in aller Stille und mit dem Segen des Papstes die Reise zum Planeten Rakhat vor. Wie so oft in ihrer jahrhundertelangen Geschichte brechen die Jesuiten auf, um den Ruhm Gottes zu mehren. Doch diese Mission führt sie an die Grenzen ihres Glaubens.

Die Mission mündet in eine Katastrophe und nur Sandoz kehrt auf die Erde zurück, innerlich gebrochen und tief erschüttert in seinem Glauben. Nun, einige Jahre später, plant der Vatikan eine neue Reise zu den Sternen, uns als er sich weigert mitzukommen, wird er kurzerhand entführt. Neue Abenteuer erwarten ihn auf Rakhat – und schließlich führt ihn die Rückkehr zum Ort seiner traumatischen Erlebnisse zu einem neuen Verständnis Gottes. (Verlagsinfo)
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John Brunner – Der Schockwellenreiter. SF-Klassiker

Einer der ersten Hacker-Romane

Tüchtige Leute wie die aus der Regierung reduzieren Bürger auf Waren und Stückgut, auf „Menschenmaterial“ und Zahlen. Das ist besser für ihr Kalkül, für das „Risiko-Management“. Brunner zeigt anhand des Superhackers Nick Haflinger, was geschehen kann, wenn dieser elektronische Perfektionismus erreicht ist. Dann bedarf es nur noch einer Regierung, die politisch unter Druck gerät und korrupt und skrupellos genug ist, schrankenlos von diesem Machtmittel Gebrauch zu machen. Doch auch dagegen weiß Hacker Nick ein Mittel: den Super-Wurm, der alle Geheimnisse offenbart – der Tag der Mega-Leaks bricht an…
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Jodi Taylor – Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass (Die Chroniken von St. Mary’s 2)

Nervig: Zeitkorrektur mit Chaostruppe

Madeleine „Max“ Maxwell wollte Archäologin werden, um Abenteuer zu erleben, unfassbare Entdeckungen zu machen und gelegentlich die Welt zu retten. Da erhält sie ein besonderes Jobangebot. Wenn sie die Zusatzausbildung übersteht – und die wenigsten tun das – wird sie Abenteuer erleben, die jene von Indiana Jones wie einen Sonntagsspaziergang aussehen lassen. Und wenn sie überlebt, wird sie wenigstens ein paarmal die Welt retten.

Nicht mal die Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen, bewahrt Madeleine „Max“ Maxwell vor Déjà-vus. Und so rennt sie schon wieder um ihr Leben – diesmal verfolgt von Jack the Ripper. Es wird nicht das letzte Mal sein. Ihre Mission führt sie über die hängenden Gärten von Ninive und den Mord an Thomas Becket bis zu einer außerplanmäßigen Dodo-Rettungsmission. Diesmal geht es nicht nur um den Schutz der ganzen Menschheit, sondern um das Bewahren der Zeit selbst. Dabei wird Max vom Chaos verfolgt, wann sie sich auch befindet… (bearbeitete, erweiterte Verlagsinfo)

Die Autorin
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Larry Niven – Wenn der Zauber vergeht… Fantasyroman

Sword & Sorcery-Roman als Comicbook-Ersatz

Einst war die Magie allgegenwärtig. Zauberei beherrschte die junge Erde, eine Welt der Illusionen, Phantasmen und Wunder. Aber die Magier der Vorzeit gingen zu verschwenderisch mit dem MANA um, der Zauberkraft, und der Zauber verschwand. Barbaren konnten die nunmehr schutzlosen Mauern der Städte und Burgen stürmen, und die Griechen eroberten das prächtige Atlantis.

Nun macht DER MAGIER mit seinem Gefährten, dem indianischen Amerikaner Klumpfuß auf, um die Magie wieder zurückzubringen. Dazu bedient er sich des Wissens des ältesten und bösesten aller Zauberer, der in einem Totenschädel eingeschlossen ist, und der Kraft eines jungen Griechen, der sich aus dem Untergang Atlantis’ retten konnte.

„Über 50 Illustrationen von Esteban Maroto machen das Buch zu einem kleinen Schatz für jeden Fantasy-Freund.“ (Verlagsinfo)
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Michael Swanwick – Die Tochter des stählernen Drachen (Drachentrilogie 1)

Aufstand des Wechselbalgs

Jane ist in einer Parallelwelt ein Wechselbalgmädchen, das in einer Drachenfabrik der Faerie schuften muss. Sie hat teil magische, teils kybernetische Monster herzustellen, die als Krieger mit Düsenantrieb eingesetzt werden. Erfolgreich proben die Sklaven den Aufstand, und Jane entkommt auf ihrem Drachen. Nach einer gewissen Zeit der Reifung steigt sie in der herrschenden Klasse auf, nur um den nächsten Teil ihres Plans anzugehen: die Vernichtung der Göttin, die dem ganzen repressiven System ihren Segen gibt und seine Macht verleiht…

Der Autor
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Terry Goodkind – Crazy Wanda (Angela Constantine 3)

Blut ist der Preis, der Preis ist Vergeltung

Ärger sucht und findet Angela Constantine. Ihre impulsive, heißblütige Bar-Kollegin Wanda wird ihr mehr Ärger bereiten, als sie ahnt. Doch Angela erkennt eine Mörderin, wenn sie ihr in die Augen schaut. Und Wanda ist eine mehrfache Mörderin. Eine Serienkillerin in der Anfangsphase. Und Angela wird dafür sorgen, dass jeder für seine Sünden bezahlt. Auf ihrem Hals ist der Name „Dark Angel“ eintätowiert. Sie ist der Engel der Vergeltung. Und Wanda hätte niemals zu ihrer vermeintlichen Freundin zurückgehen sollen…

Der Autor
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Terry Goodkind – Trouble’s Child (Angela Constantine 2)

Religiöse Psychopathen

Ärger sucht und findet Angela Constantine. Diesmal findet sie eine Leiche im Wald, die von einem Wolfshund angefressen wird. Der zu Hilfe gerufene Sheriff vertreibt den Wolf, hat aber auch für Angela nur kritische Blicke übrig. Am nächsten Abend wird Angela von den beiden religiösen Fanatikern, die sie nach Hause gebracht haben, entführt – und an genau die gleiche Stelle im Wald gebracht. Sie wollen eine lästige Zeugin beseitigen – und vorher noch ihren Spaß mit ihr haben. Aber sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht…

Der Autor
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Nnedi Okorafor – Binti

Himba zu den Sternen!

Der Nebula-Award-Gewinner endlich auf Deutsch: die Sammlung der drei Novellen „Binti – Allein“, „Binti – Heimat“ und „Binti – Nachtmaskerade“.

Ihr Name ist Binti und sie ist die erste Himba, die jemals an der Oomza Universität, einer der besten Lehranstalten der Galaxis, angenommen wurde. Aber diese Möglichkeit wahrzunehmen bedeutet, dass sie ihren Platz innerhalb ihrer Familie aufgeben und mit Fremden zwischen den Sternen reisen muss, die weder ihre Denkweise teilen, noch ihre Bräuche respektieren.

Die Welt, deren Teil sie werden möchte, hat einen langen Krieg gegen die Medusen hinter sich, und Bintis Reise zwischen den Sternen lässt sie dieser Spezies näherkommen als ihr lieb ist. Wenn Binti das Vermächtnis eines Krieges überleben will, mit dem sie nichts zu tun hatte, wird sie die Gaben ihres Volkes brauchen und die Weisheit, die sich in der Universität verbirgt – aber zuerst muss sie es bis dorthin schaffen, lebendig…

In Band 2 kehrt Binti zur Erde und ihrem Volk, ihrer Sippe zurück. Sie ist schwer verändert, ja, sogar zum Teil ein Medusen-Alien. Dass auch der Meduse Okwu sie begleitet, sorgt für Aufruhr. Mitglieder ihrer Familie feinden sie, ein Geistwesen fordert sie heraus. Schon am nächsten Morgen muss sie eine Pilgerfahrt in die Wüste antreten: zu einer Hexe… (Verlagsinfo)

In Band 3 mit dem Titel „Nachtmaskerade“ erfährt sie, dass die Khoush nicht nur ihren Freund Okwu, sondern auch ihre Familie abgeholt und interniert haben. Was kann Binti unternehmen? Sie muss erst einmal aus der Wüste lebendig zurückkehren. Die Nachrichten waren falsch. Ihr Zuhause ist niedergebrannt worden, und die Khoush stehen den Medusen feindlich gegenüber. Als Harmonistin ist es Bintis Aufgabe, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln, doch ihr fehlt die Autorität des Himba-Rates. Als dieser sie im Stich lässt, muss sie selbst vermitteln, indem sie ihre in der Wüste erworbenen Fähigkeiten demonstriert. Alles scheint zu klappen, doch dann fällt der erste Schuss…
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James Stoddard – Das Hohe Haus

Einfallsreiche Fantasy: Ein Haus so groß wie die Welt

Dies ist eine Geschichte, wie ein junger Mann in die Fußstapfen seines verschwundenen, womöglich toten Vaters tritt. Die Aufgabe des Vaters war nicht ganz einfach: Hüter des Hohen Hauses, und das Hohe Haus ist so etwas wie eine Verkörperung des Universums. Und natürlich gibt es Schurken, die den Erfolg des jungen Mannes verhindern wollen.

Handlung

Im ersten Teil des Romans wächst Carter Anderson, die Hauptperson, zu einem zwölfjährigen Jungen heran. Seine liebevolle Mutter stirbt früh, und sein Vater heiratet eine andere Frau. Lady Murmur bringt einen eigenen Sohn zur Welt, den sie zum Erben des Herrschaftsbereichs von Carters Vater Ashton auserkoren hat, Duskin. Folglich behandelt sie Carter wie den letzten Dreck und schwärzt ihn sogar bei seinem ahnungslosen Vater an.

James Stoddard – Das Hohe Haus weiterlesen

Greg Egan – Teranesia

Evolution 2.0: Der Mensch als Schmetterling

Die nahe Zukunft: Auf der von Rebellen heftig umkämpften Molukken-Insel Teranesia treten bei Tieren merkwürdige Mutationen auf, die nicht natürlichen Ursprungs sein können. Unter Lebensgefahr versuchen Wissenschaftler herauszufinden, was die Ursache ist. Als die Veränderungen schließlich auch auf Menschen übergreifen, gerät die Lage außer Kontrolle. Gibt es in letzter Sekunde eine Lösung – oder muss alles Leben weiträumig vernichtet werden, um die irdische Ökologie zu retten? (Verlagsinfo)
Greg Egan – Teranesia weiterlesen

Nnedi Okorafor – The Night Masquerade (Binti 3)

Ihr Name ist Binti und sie ist die erste Himba, die jemals an der Oomza Universität, einer der besten Lehranstalten der Galaxis, angenommen wurde. Aber diese Möglichkeit wahrzunehmen bedeutet, dass sie ihren Platz innerhalb ihrer Familie aufgeben und mit Fremden zwischen den Sternen reisen muss, die weder ihre Denkweise teilen, noch ihre Bräuche respektieren.

Die Welt, deren Teil sie werden möchte, hat einen langen Krieg gegen die Medusen hinter sich, und Bintis Reise zwischen den Sternen lässt sie dieser Spezies näherkommen als ihr lieb ist. Wenn Binti das Vermächtnis eines Krieges überleben will, mit dem sie nichts zu tun hatte, wird sie die Gaben ihres Volkes brauchen und die Weisheit, die sich in der Universität verbirgt – aber zuerst muss sie es bis dorthin schaffen, lebendig…

In Band 2 kehrt Binti zur Erde und ihrem Volk, ihrer Sippe zurück. Sie ist schwer verändert, ja, sogar zum Teil ein Medusen-Alien. Dass auch der Meduse Okwu sie begleitet, sorgt für Aufruhr. Mitglieder ihrer Familie feinden sie, ein Geistwesen fordert sie heraus. Schon am nächsten Morgen muss sie eine Pilgerfahrt in die Wüste antreten: zu einer Hexe… (Verlagsinfo)

Nnedi Okorafor – The Night Masquerade (Binti 3) weiterlesen

Ian Watson – Der programmierte Wal

Das Menetekel der Wale

Mitte des 21. Jahrhunderts scheinen die Sowjets eine Methode entwickelt zu haben, Bewusstseinsinhalte von einer Person auf eine andere zu übertragen. An der japanischen Küste wird ein russischer Junge aufgefischt, der politisches Asyl beantragt und nachweisbar Bewusstseinsinhalte eines Jahres zuvor verunglückten Kosmonauten im Gehirn gespeichert hat.

Es ist den Russen offenbar auch gelungen, einen Pottwal mit ins Gehirn implantierten Computersonden zu programmieren, der im Pazifik kreuzt und mit menschlichen Gehirnen in Kontakt steht. Jonah, damit kein Wal mehr, aber noch längst kein Mensch, aber ein denkendes Wesen, leidet. Und bald beginnen die Wale herdenweise Selbstmord zu begehen, nachdem sie über ihren Artgenossen das menschliche Bewusstsein kennengelernt haben … (abgewandelte Verlagsinfo)

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Kevin Hearne – Tinte & Siegel. Die Chronik des Siegelmagiers 1

Feen in Glasgow: Der Siegelagent ermittelt

Al MacBharrais ist gesegnet. Gesegnet mit einem ungewöhnlichen schönen Schnurrbart, einem Sinn für kunstvoll gemixte Cocktails – vor allem aber mit einem einzigartigen magischen Talent. Er schreibt mit Geheimtinte kraftvolle Zaubersprüche. Und als ehrbarer Schotte setzt er alles daran, unsere Welt vor den schurkischen Knechten verschiedener Pantheons zu schützen, im Besonderen vor Feenwesen, die alles andere als nett sind. (Verlagsinfo)

Der Autor
Kevin Hearne – Tinte & Siegel. Die Chronik des Siegelmagiers 1 weiterlesen