Archiv der Kategorie: Fantasy / Science-Fiction

Kate Wilhelm – Huysmans Schoßtierchen

Das schmutzige Geheimnis des Nobelpreisträgers

„Stanley Huysman wurde für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Gentechnik mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Er wurde bekannt durch die Herstellung von neuen ertragreichen und resistenten Nutzpflanzen.

Nach seinem Tod bittet die Witwe Huysmans einen erfolgreichen Schriftsteller, die Memoiren ihres Mannes zu schreiben. Dieser ist zunächst wenig angetan von der Idee, doch je mehr er sich mit der Materie beschäftigt, desto neugieriger wird er. Als er schließlich den Assistenten Huysmans aufsucht, einen fanatischen jungen Gelehrten, der dessen Arbeiten unter merkwürdig geheimnistuerischen Bedingungen fortsetzt, schöpft er Verdacht.

Als ihm schließlich die Witwe Huysmans ihre wahren Motive anvertraut, dass sie den Forschungen ihres Mannes stets zutiefst misstraut habe, weil sie den Verdacht hegte, er manipuliere auch menschliches Erbmaterial, werden ihm die alptraumhaften Befürchtungen zur Gewissheit.“ (Verlagsinfo)

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Peter Orullian – Der Unrechte (Das Gewölbe des Himmels 2)

Das Gewölbe des Himmels:

Band 1: Der Vergessene“
Band 2: „Der Unrechte“
Band 3: „Der Ausgestoßene“

Tahn und Sutter ist es gelungen, sich nach Decalam durchzuschlagen. Doch ganz spurlos sind die Ereignisse in Steinsberg nicht an ihnen vorüber gegangen. Und kaum erreichen sie Decalam, geraten sie sofort ins Visier der Stadtwache …

Wendra und Penit ist es ebenfalls gelungen, Jastail zu entkommen und Decalam zu erreichen, ersteres allerdings nur durch Einsatz von Wendras Gabe, und darüber ist Wendra gar nicht glücklich, zweiteres mit Hilfe eines Sängers. Der Maester der Discantus Kathedrale würde Wendra gern ausbilden. Doch dafür müßte sie sich von Penit trennen …

Vendanji und seine Begleiter haben mit einiger Mühe den Verbannten Grant gefunden. Doch Grant hat mit der Welt abgeschlossen und ist zunächst nicht bereit, seinen Verbannungsort und seine Schützlinge zu verlassen …

Echte Neuzugänge gibt es in der Charakterzeichnung eigentlich nicht. Elan, der König der Fern, tauchte noch zu wenig auf, und Grant kam im ersten Band bereits vor. Der grimmige, wortkarge Mann verweigert sich den menschlichen Gesetzen, die gegen den Allwillen verstoßen, noch rigoroser als selbst Vendanji, und das will schon etwas heißen. Peter Orullian – Der Unrechte (Das Gewölbe des Himmels 2) weiterlesen

[NEWS] JÜRGEN SEIBOLD – Gnadenhof

Mord und Totschlag im Allgäu: „Gnadenhof“ von Jürgen Seibold.

Das Museumsdorf in der Nähe von Memmingen bereitet sich auf einen anstrengenden Sonntag vor. Zahlreiche Vorführungen sollen vor allem Familien anlocken. Am Vorabend macht Museumspädagoge Ulrich Stadler bei seinem letzten Rundgang eine schauerliche Entdeckung: Im alten Uttenhof sitzen drei sehr lebensecht wirkende Figuren um den Esstisch. Erst fällt ihm nur auf, dass die Gestalten für das Ambiente zu modern gekleidet sind – dann sieht er das Blut am Boden.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 368 Seiten

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Niklas Peinecke – Das Haus der blauen Aschen (D9E)

Terry Pratchetts Scheibenwelt kennt man als Leser phantastischer Literatur, denn selbst wenn man um die Bücher mit den eigenartigen Titelbildern einen Bogen macht, sind sie in den Bereichsregalen üblicher Buchhandlungen nicht zu übersehen. Und zur Scheibenwelt weiß man auch, dass man sich ein beliebiges Buch auswählen und es – ohne die geringste Kenntnis der umfangreichen Welt – lesen und genießen könnte. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert Die neunte Expansion, die ambitionierte Science Fiction Reihe des Wurdackverlags.

Eingebettet in dieses Universum, das sich in Nutzung und Ausarbeitung momentan eine Schriftstellerin und vier Schriftsteller teilen, liegt mit dem »Haus der blauen Aschen« der erste Roman einer Trilogie von Niklas Peinecke vor. Die Astrophysikerin Farne stößt während langweiliger Routinearbeiten auf den braunen Zwergstern ERC 238, von dem vor langer Zeit ein ungewöhnliches Signal ausging. Die Umstände wecken ihr Interesse, so dass sie alles daran setzt, eine Expedition zu diesem Stern, den sie kurzerhand Ercan nennt, auszurüsten. Mit von der Partie sind ihr alter Freund Hanner als Geologe, zwei Piloten, ihr vertrauter Freund und Kollege, die starke KI Karman, sowie die Ärztin Parka Laer, die unter zweifelhaften Umständen in die Mannschaft rückte, als der ursprünglich vorgesehene Arzt bei einem Tauchgang verloren ging.

Und von Anfang an scheint die Reise unter einem unglücklichen Stern zu stehen, denn verschiedene Interessengruppen stören immer wieder die Pläne, eine unbekannte Agentin drückt Farne einen »Roten Koffer« in die Hand, und es finden sich unverhofft vermehrt Hinweise auf die mythischen Hondh, deren Existenz sie bisher anzweifelte.

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Peter Orullian – Der Vergessene (Das Gewölbe des Himmels 1)

Das Gewölbe des Himmels:

Band 1: „Der Vergessene“
Band 2: „Der Unrechte“
Band 3: „Der Ausgestossene“

Tahn ist fast achtzehn Jahre alt, in wenigen Wochen wird er zum Erwachsenen werden. Es sieht allerdings so aus, als wäre dieses wichtige Datum kaum noch von Bedeutung. Denn seit er auf der Jagd einem Velle, einem Geschöpf aus dem Born, begegnet ist, ist Tahn auf der Flucht. Ein Sheson hat ihm gesagt, der Velle hätte es auf ihn, Tahn, abgesehen. Aber warum sollte er …?

Das ist tatsächlich eine existentiell wichtige Frage. Im Grunde ist es offensichtlich, dass die Verfolgung Tahns etwas mit dessen Herkunft zu tun haben muss, und eigentlich sollte dieser Zusammenhang auch Tahn auffallen. Doch der junge, naturverbundene Jäger ist sich nicht bewusst, dass er eine besondere Gabe besitzt. Tatsächlich ist diese auch sehr vage und unauffällig. Peter Orullian – Der Vergessene (Das Gewölbe des Himmels 1) weiterlesen

David Hair – Ein Sturm zieht auf (Die Brücke der Gezeiten 1)

Die Brücke der Gezeiten:

Band 1: „Ein Sturm zieht auf“
Band 2: „Am Ende des Friedens“ (August 2014)

Elena ist eine Fremde in Javon, trotzdem fühlt sie sich dort mehr zu Hause als irgendwo sonst, die königlichen Kinder, deren Leibwächterin sie ist, sind ihr ans Herz gewachsen. Doch dann erhält sie von ihrem Vorgesetzten die Anweisung „trag dein Amulett!“ …

Der junge Magus Alaron besucht das Arkanum in seiner Heimat Noros. Leicht hat er es nicht, sein einziger Freund ist ein Außenseiter wie er selbst. Alaron setzt all seine Hoffnungen auf die kommenden Abschlußprüfungen. Denn hat er erst einmal sein Amulett erhalten, kann er am Kriegszug gegen Antiopia teilnehmen und sich endlich Respekt erwerben …

Ramita ist die Tochter eines Händlers und steht kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Verlobten Kazim, den sie innig liebt. Doch dann wird ein Angebot an ihren Vater herangetragen, so außerordentlich, dass dieser sich nicht in der Lage sieht, es auszuschlagen: Ramita soll nun plötzlich einen Fremden aus Yuros heiraten. Der ist nicht nur uralt, er ist auch noch ein Magus …! David Hair – Ein Sturm zieht auf (Die Brücke der Gezeiten 1) weiterlesen

Dana S. Elliot – „Die magische Schriftrolle“ (Taberna Libraria 1)

Taberna Libraria:

Band 1: „Die magische Schriftrolle“

Die Freundinnen Corrie und Silvana sind in das abgelegene Örtchen Woodmoore-by-the-sea gekommen, um sich Ladenräume anzusehen. Denn die beiden träumen davon, ihren eigenen Buchladen zu eröffnen. Schon bald zeigt sich jedoch, dass die beiden in dem zunächst so verschlafen wirkenden Nest weit mehr erwartet als das!

Eines muss man den beiden Autorinnen lassen: sie haben eine Menge Ideen. In der Umsetzung steckt aber noch Entwicklungspotential drin.

Da wäre zum einen die Charakterzeichnung. Dana S. Elliot – „Die magische Schriftrolle“ (Taberna Libraria 1) weiterlesen

Matthias Falke – Bran

Auf diesen Roman bin ich durch das eindrucksvolle Titelbild aufmerksam geworden. Überrascht hat mich das umfassende Schweigen im Aether, der sich doch sonst gern deutscher Schriftsteller annimmt. Eine einsame Stellungnahme des Autors selbst zum Ursprung der Geschichte bezeichnet eine Kurzgeschichte von 2010 als Keimzelle für das Romanprojekt, eine Kurzgeschichte, die seitens der Leserschaft kontrovers diskutiert wurde. Kontroversen machen interessant, aber auch misstrauisch: Entweder es gefällt einem, oder nicht.

Bran beginnt wie eine Kriminalgeschichte mit dem Verschwinden einer wohlbekannten Person des öffentlichen Lebens. Das tragende Element dabei ist, dass sich bis auf wenige Ausnahmen auch niemand an den verschwundenen Senator Richards erinnert, weder seine Kollegen aus dem Senat, noch das Informationssystem der hochentwickelten Welt Rangkor. Einzig der Freund und Kollege des Verschwundenen, Senator Brighton, und sein Agent Straner sind der Sache auf den Fersen. Straner wird zu einer befehdeten Wüstenwelt entsandt, wohin Richards als Teil einer Delegation reiste und wo sich seine Spur verläuft.

Diese Welt, Zhid, wird diktatorisch von einem Khan und seiner Familie regiert, und es ist die Tochter des Khans, mit der Straner eine Beinahekollision im Anflug auf Zhid erlebt. Anfangs sammelt Straner Eindrücke der fremden Welt, versickert im Dschungel der glühenden Metropole Zhid-City, spürt die Atmosphäre und sucht nach Anhaltspunkten für Richards Verschwinden. Dabei drängt sich immer stärker seine Begegnung mit der Tochter des Khan ins Zentrum seiner Aufmerksamkeit, und dies sowie sein auffälliges Schnüffeln ruft die Ordnungshüter des Khan auf den Plan. Als diplomatischer Gast im Palast anerkannt, kommen seine Nachforschungen nun in Bewegung und wandern in überraschende Richtungen. Die Beinahekollision lockt ihn in den näheren Raum um Zhid zurück, wo er auf ein Bran stößt: eine Zeitlinse, eine Membran in das um dreißig Jahre zurückliegende Universum, in das Zhid der Zeit, zu der Richards tatsächlich eine Delegation anführte und zu der eine Palastrevolte die Herrschaftsverhältnisse änderte.

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Frank W. Haubold – Götterdämmerung: Das Todes-Labyrinth (Band 2)

Zur Story

Was bisher geschah – Band 1: „Die Gänse des Kapitols“

25 Jahre nachdem die geheimnisvolle Burgon-Flotte unerwartet geschlagen wurde, schwant Raymond Farr, dem Kommandanten des Außenpostens „Pendragon Base“, dass der Friede nur brüchig ist. Er soll Recht behalten. Die Basis wird vernichtet, den Angreifern ergeht es jedoch ebenso. Farrs Gefährtin Miriam Katana zündet eine „Sternenbombe“ und nutzt später mit ihrem Schiff ‚Nemesis‘ das versteckte Sprungportal, durch welches die Burgons schlüpften, um eine weitere dieser Bomben Heimatsystem der Auftraggeber des Angriffs zu befördern, denn eins ist sicher, die Burgons waren damals wie heute nur ausführendes Organ und beileibe nicht die Drahtzieher.

Wie aber Miriam an solcherlei potente Waffen kam ist ebenso unklar wie ihre eigene Herkunft. Die Nachforschungen die Farr über seinen Kumpel und Privatdetektiv John Varley diesbezüglich anstellen lässt, führen diesen in ein undurchschaubares Netz von Verwicklungen – und in tödliche Gefahr. Und während sich die meisten beteiligten Fraktionen nach Kräften darin üben ihre wahren Motive zu verschleiern, quittiert Farr seinen militärischen Dienst und startet mit Unterstützung des Großreeders Leandros eine Rettungsmission. Mit der ‚Hemera‘ und einer illustren, handverlesenen Crew folgt er Miriam in die Höhle des Löwen. Frank W. Haubold – Götterdämmerung: Das Todes-Labyrinth (Band 2) weiterlesen

Rob Reid – Galaxy Tunes ®

Wenn ich etwas am Buchrücken nicht ausstehen kann, dann sind es diese heuchlerischen Zitate von egal wem, die sich dort ansammeln und dem Kunden irgendwas vorgaukeln, um ihn sich zugehörig zur Zielgruppe fühlen zu machen. Wie zum Beispiel gern aus »Publishers Weekly« zitiert wird und man mittlerweile weiß, dass diese Zitate jeglichen Bezug zum Inhalt missen lassen. Auf »Galaxy Tunes ®« steht beispielsweise »… ist wie Per Anhalter durch die Galaxis für die Apple-Generation.« Was absoluter Bullshit ist.

Das Spielfeld ist das Universum. Vor allem die Erde, auf der Nick Carter (nein, nicht der Backstreetboy) ein Anwalt in einer großen Kanzlei ist, die sich auf Urheberrecht spezialisiert hat und dabei vor allem mit den großen Musiklabels und wichtigen Politikern zu tun hat. Eines Tages erhält er Besuch von zwei Außerirdischen, die in ihm die letzte Rettung für die Menschheit sehen (da sie ihn erstens mit dem Gründer der Kanzlei, der auch Carter heißt, und zweitens mit dem Backstreetboy verwechseln). Die Ursache: Das gesamte Universum ist in einer Allianz organisiert, in der die Kunst zum höchsten Gut erhoben ist, und von allen Künsten die höchste ist die Musik. Blöd nur, dass die Aliens unfähig in musikalischen Belangen sind und deshalb seit Entdeckung der Erde sich von irdischer Musik volldröhnen lassen. Die Allianz unterliegt allerdings einem Kodex, der sie verpflichtet, nach den Gesetzen der primitiven Völker mit ihnen in Kontakt zu treten, wodurch sie hier in unvorstellbare Schulden gegenüber der Menschheit geraten sind, da sie seit jeher die Musik von der Erde raubkopieren.

Nun gibt es eine umtriebige Gilde, die ihr Vermögen retten will und, um in offizieller Legalität zu bleiben, das über den Weg der Selbstvernichtung der Menschheit erreichen muss. Jemand ist hinter diesen Plan gekommen, und dieser Jemand sitzt nun in Carters Büro und fordert ihn auf, eine andere Lösung für dieses Problem zu finden – schließlich sollen die Menschen noch lange ihre betörende Musik fabrizieren …

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Unsere Weihnachtsempfehlungen – Fantasy

Gestern haben wir die Weihnachtsempfehlungen aus unserer Redaktion im Bereich SCIENCE FICTION vorgestellt, heute machen wir mit dem Genre FANTASY weiter…

Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes, Bastei Lübbe, 2013
„In einem alternativen Jahr 1861 untersucht Regierungsagent Sir Richard Burton einen möglichen Fall von Erbschleicherei, der sich als Teil eines Planes entpuppt, mit dem das britische Empire zerstört werden soll. – Der zweite Teil der Burton-&-Swinburne-Serie ist deutlich eleganter geraten als der Auftaktband und lässt einen übergreifenden Handlungsbogen erkennen; noch krudere Einfälle und absurde Ereignisse unterstützen eine ohnehin turbulente und spannende Geschichte: richtig gutes Lesefutter!“ (Michael Drewniok)
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Robert E. Howard: Der schwarze Hund des Todes, Festa, 2013
„Sammlung 13 klassischer Storys des „Schwert-und-Magie“-Klassikers Robert E. Howard (1906-1936). Als Werkschau ausgezeichnet und in der Lektüre ungemein spannend, krankt diese Kollektion höchstens an einer oft zu saloppen Übersetzung. Dennoch bietet sie Lesestoff, die nicht nur den historisch interessierten Phantastik-Freund fesseln dürfte.“ (Michael Drewniok)
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Und für jugendliche und junggebliebene Leser empfiehlt die Redaktion diese beiden Bücher…

Holly Black: Weißer Fluch, cbt, 2011
„In Urban-Fantasy-Büchern gehört es fast schon zum guten Ton, als Hauptperson weiblich zu sein. Bella Swan und Co. lassen grüßen. Holly Black findet, es reicht. Mit Cassel Sharpe hat sie eine wunderbare Romanfigur geschaffen, deren Abenteuer man gerne folgt. Der notorische Aufschneider ist das jüngste Kind einer so genannten Worker-Familie. Durch Berührung mit der Hand können Worker andere Leute töten, glücklich machen oder ihre Erinnerungen auslöschen. Cassels Brüder arbeiten beide für einen Worker-Mafia-Boss, seine Mutter sitzt wegen Trickbetrügerei im Gefängnis und er selbst ist von der Schule suspendiert, weil er auf dem Dach seines Internats geschlafwandelt hat. Eine durch und durch verkorkste Familie also, die ein großes Geheimnis hütet. Eines, das Cassels Leben verändert wird – und er wird dabei weder von einem Vampir gebissen noch lernt er seine große Liebe, einen Werwolf, kennen. Ein tolles Konzept, ein sehr sympathischer Ich-Erzähler und die spannende Handlung machen „Weißer Fluch“ zu einem Buch für die Twilight-Generation, die mal etwas anderes lesen möchte als als Urban Fantasy getarnte Schmonzetten.“ (Maren Strauß)
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Jonathan Stroud: Die seufzende Wendeltreppe, cbj, 2013
“ „Die seufzende Wendeltreppe“ ist der Auftakt zu Jonathan Strouds neuem Jugendbuchzyklus „Lockwood & Co.“ und noch besser als „Bartimäus. Jugendliche, die es nicht nur spannend und witzig, sondern auch ein wenig gruselig mögen, sind hier goldrichtig.“ (Birgit Lutz)
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Einen Überblick über alle Empfehlungen findet ihr hier!

Unsere Weihnachtsempfehlungen – Science-Fiction

Immer noch keinen Plan, was ihr euren Liebsten zu Weihnachten schenken sollt?

Unsere Redakteure haben das ganze Jahr über fleißig für euch gelesen – und sind dabei über das eine oder andere Buch gestoßen, das sich unter dem Weihnachtsbaum sehr gut macht. Anfangen wollen wir mit dem Bereich SCIENCE-FICTION

Andreas Brandhorst: Der letzte Regent, Heyne, 2013
„Epische Zusammenhänge, große Zeiträume, lebendige Figuren – mit „Der letzte Regent“ hat Andreas Brandhorst einen Roman vorgelegt, der ihn in eine Reihe stellt mit Iain Banks, David Brin und anderen Größen der Science Fiction.“ (Tobias Schäfer)
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Diverse Autoren, D9E – Die Neunte Expansion, Wurdack, 2013
„Die neue Science-Fiction-Serie aus Deutschland! Jeder Roman ist in sich abgeschlossen und eigenständig lesbar. Deutsche Schriftsteller entdecken die Zukunft der Menschheit und bescheren uns spannende Abenteuer! Los gehts mit dem Auftaktband von Dirk van den Boom, „Eine Reise alter Helden“.“(Tobias Schäfer)
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Rob Reid: Galaxy Tunes (R), Heyne, 2013
“ „Galaxy Tunes (R)“ von Rob Reid ist der ironische Pageturner des Jahres! Die Alienkultur hält uns einen Spiegel vor: Gesetzedschungel, Reality-Soaps, bürokratische Mühlen – und dazwischen eine spritzige Handlung, die keine Langeweile aufkommen lässt.“ (Tobias Schäfer)
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Robert M. Talmar – Der verlorene Brief (Gilwenzeit 2)

Gilwenzeit:

Band 1: Der vergessene Turm“
Band 2: „Der verlorene Brief“

Finn Fokklin hat innerhalb der letzten fünf Tage mehr erlebt als in seinem ganzen Leben und wesentlich mehr, als er jemals erleben wollte! Und dabei ist offensichtlich, dass es noch gar nicht richtig angefangen hat! Kaum hat Finn das Abenteuer, in dessen Folge er die Bekanntschaft des Dwargen Glimfáin gemacht hat, einigermaßen überstanden, erfährt er, dass womöglich seine Eltern in Gefahr sind. Also macht Finn sich auf nach Aarienheim. Zum Glück führt Circendils Suche nach dem Versteck der Gluda ihn und Mellow in dieselbe Richtung. Aber was hat Bholobhorg dazu bewogen, sich den dreien anzuschließen?

Aufgrund der weiteren Reise durch das Hügelland tauchen natürlich auch neue Charaktere auf. Wirklich bedeutend für die Handlung ist allerdings keiner von Ihnen. Auch Charakterentwicklung bei den bereits bekannten Figuren ist kaum vorhanden, es sei denn, man möchte die Tatsache, dass Finn sich in Tallia verliebt, als solche bezeichnen. Die wachsende Tatkraft, die er entwickelt, würde ich eher dem Dolch zuschreiben, den Glimfáin ihm geschenkt hat. Robert M. Talmar – Der verlorene Brief (Gilwenzeit 2) weiterlesen

Howard Waldrop – Ihre Gebeine

Waldrop Gebeine Cover kleinDas geschieht:

Im frühen 21. Jahrhundert steht die Welt durch einen dritten Weltkrieg vor dem Untergang. Die US-Regierung schickt mit einer gerade entwickelten Zeitmaschine eine Spezialeinheit der Armee in die Vergangenheit, wo sie den Auslöser des Krieges eliminieren soll. Das Gerät ist kaum erprobt, weshalb die 148 berittenen Männer und Frauen der Kompanie 147 nicht wie geplant in den 1930er Jahren landen, sondern mindestens ein halbes Jahrtausend zurückreisen. Dort sitzen sie fest, denn die Maschine gibt ihren Geist auf.

Im Zeitstrom völlig verloren ging der Soldat Madison Yazoo Leake, der sich allein in der Vergangenheit durchschlagen muss. Er kann sich einem freundlich gesonnenen Indianerstamm anschließen und wird vom Pfeiffenmacher Dauerte-seine-Zeit unter die Fittiche genommen. Schnell wird Leake klar, dass mit dieser Vergangenheit etwas nicht stimmt: Dauerte-seine-Zeit ist in Griechenland geboren und kam mit arabischen Händlern nach Nordamerika. Regelmäßig steuern dampfgetriebene Schiffe die gar nicht mehr „neue“ Welt an. Von einem Seefahrer namens Kolumbus hat niemand gehört. Auch das Römische Imperium hat es nie gegeben. Howard Waldrop – Ihre Gebeine weiterlesen

Tobias O. Meißner – Klingenfieber

Die Mythen und Sagen über kämpfende Frauen, die Amazonen, haben schon viele Autoren zu Geschichten inspiriert. Nun hat sich der deutsche Fantasyautor Tobias O. Meißner dem Thema angenommen. In „Klingenfieber“ erzählt er die Geschichte der Klingentänzerin Erenis, die vielleicht im Kampf unbesiegbar ist, im Buch aber von ihrer Vergangenheit überwältigt wird.

Die schöne Schwertkämpferin Erenis zieht durch die Lande und fordert in den Orten, in denen sie vorbeikommt, den jeweils stärksten Mann zum Kampf um ein Säckchen Münzen auf. Sie gewinnt jeden dieser Kämpfe, indem sie ihren Gegner tötet. Das bringt ihr viel Hass ein, aber auch einen jungen Bewunderer.

Stenrei, der die Kämpferin vor ihrem Eintreffen in seinem Heimatdorf Bosel im Wald beobachtet, ist von Erenis fasziniert. Als sie weiterzieht, nachdem sie in Bosel ihren Gegner geschlagen und getötet hat, folgt er ihr. Zuerst heimlich, doch wenig später entdeckt sie ihn und schickt ihn zurück. Er folgt ihr trotzdem weiter – auch, weil er sie warnen möchte. Ihr Tun ist den Autoritäten nicht entgangen. Der Rittrichter Vardrenken und seine Männer verfolgen sie. Mit Stenreis Hilfe entwischt sie ihnen. Gemeinsam reisen die beiden weiter, bis Erenis in einer Stadt eine Person aus ihrer Vergangenheit trifft – und etwas erfährt, was die sonst so starke Kämpferin aus der Bahn wirft …

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Lena Klassen – Der Traum des Schattens (Magyria 3)

„Magyria – der Traum des Schattens“ ist der dritte und gleichzeitig letzte Teil von Lena Klassens Trilogie um das fantastische Land Magyria. Wie immer bei Abschlussbänden übermannt den Leser ein bisschen die Wehmut, denn er weiß: 600 Seiten hat er noch vor sich und dann findet die Geschichte um Mattim und Hanna ihr definitives Ende. Andererseits will man natürlich wissen, wie es weiter geht und das am besten jetzt und sofort. Denn Lena Klassen hat ein Talent für breit angelegte, spannende Pageturner.

Mattim und Hanna haben sich aufs Land geflüchtet, genauer gesagt in die ungarische Puszta. Dort lässt sich Mattim die Sonne auf den Pelz scheinen und Hanna steht regelmäßig Todesängste aus, wenn Mattim sich von den Angestellten des nahegelegenen Reiterhofes zeigen lässt, wie man Ungarische Post reitet. Eine flüchtige Idylle will Lena Klassen dem Leser hier vorführen: Eine schöne Landschaft unter einem endlosen Himmel, darunter zwei junge Verliebte, deren Welt nur um sich selbst kreist. Doch so einfach ist es natürlich nicht und bald bricht der alte Bruderzwist wieder über die beiden herein. Alsdann finden sie sich in Budapest wieder und müssen feststellen, dass dort etwas so richtig falsch läuft. Denn nicht nur über Akink ist es dunkel geworden. Auch Budapest liegt unter einer ewigen Dunstglocke, die sich stetig verdunkelt und es den Vampiren bald erlaubt, auch hier am Tage spazieren zu gehen.
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Robert M. Talmar – Der vergessene Turm (Gilwenzeit 1)

Gilwenzeit:

Band 1: „Der vergessene Turm“
Band 2: „Der verlorene Brief“

Finn Fokklin steht vor einem Paar Stiefel, die er als zu groß für sich empfindet: sein Vater hat die familieneigene Tintnerei zu einem Unternehmen mit geradezu legendärem Ruf aufgebaut und ist der festen Überzeugung, dass er all das einmal seinem Sohn hinterlassen wird. Finn bringt es nicht übers Herz, seinem Vater zu gestehen, dass es ihm vor dieser Aussicht regelrecht graust.

Doch dann muß Finn eine Wagenladung Waren an den alten Banavred Borker ausliefern, und das wird sein Leben von Grund auf verändern. Allerdings nicht unbedingt so, wie er sich das gewünscht hätte …

Finn ist ein netter Junge. Er ist mutig, vernünftig, intelligent, geistesgegenwärtig und hat das Herz auf dem rechten Fleck. Mädchen gegenüber ist er eher schüchtern, wenn es aber wichtig ist, ist er durchaus in der Lage, seine Sicht der Dinge deutlich auf den Punkt zu bringen. Robert M. Talmar – Der vergessene Turm (Gilwenzeit 1) weiterlesen

Jack McDevitt/Mike Resnick – Das Cassandra-Projekt

Ein Archivleck enthüllt, dass vor Apollo 11 bereits zwei Mondlandungen stattgefunden hatten; ein NASA-Mann, ein exzentrischer Milliardär, und der US-Präsident versuchen herauszufinden, was 1969 auf dem Mond verheimlicht wurde … – Seltenes Beispiel für ‚Historien‘-Science Fiction, die (scheinbar) hart an den Fakten eine parallele Historie entwirft; das interessante Rätsel leidet unter flachen Figuren und erfährt keine wirklich überraschende Auflösung. Als reine Unterhaltung funktioniert dieses Garn deutlich besser.
Jack McDevitt/Mike Resnick – Das Cassandra-Projekt weiterlesen

Daniel Hanover – Königsblut (Dolch und Münze 2)

Dolch und Münze:

Band 1: Das Drachenschwert“
Band 2: „Königsblut“

Marcus Wester ist über seine derzeitige Tätigkeit nicht besonders glücklich. Geldeintreiben liegt ihm nicht wirklich. Doch er sieht in Cithrin inzwischen zu sehr so etwas wie eine Tochter, als daß er sich dazu durchringen könnte, sie allein zu lassen.

Cithrin wiederum darf zwar noch immer die Medean-Bank nach außen hin vertreten, intern jedoch hat die Bank ihr eine Notarin vor die Nase gesetzt, die Cithrin auf Dauer Magengeschwüre zu bescheren droht. Cithrin beschließt, dagegen etwas zu unternehmen.

Geder Palliako ist derweil zum Beschützer des Prinzen Aster aufgestiegen. Und so erscheint es nur folgerichtig, dass er beim Tod des Königs auch als Regent für den minderjährigen Prinzen eingesetzt wird. Aber so sehr Geder sich auch stets den Respekt des hohen Adels gewünscht hat, jetzt fühlt er sich auch oft überfordert. So sehr, dass er die Unterstützung des Priesters Basrahip dankend annimmt. Daniel Hanover – Königsblut (Dolch und Münze 2) weiterlesen

Mark Hodder – Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes (Burton & Swinburne 2)

Das geschieht:

Wir schreiben das Jahr 1862 in einem ‚alternativen‘ Großbritannien: Queen Viktoria ist vor vielen Jahren durch ein Attentat gestorben, dampfbetriebene Fahrzeuge beginnen die Pferdefuhrwerke zu verdrängen, und dank enormer Fortschritte in den Naturwissenschaften ist es u. a. möglich, genetisch ‚aufgerüstete‘ Haustiere als Diener und Boten zu beschäftigen. Das britische Empire ist bereits eine Weltmacht, die sich stetig weiter über den Globus ausdehnt. Forschungsreisende und Soldaten erforschen und besetzen ferne Länder auf exotischen Kontinenten.

Zu den großen Entdeckern gehört Sir Richard Francis Burton, der inzwischen als Regierungsagent für besondere Fälle dort eingreift, wo Polizei und Scotland Yard überfordert sind. Aktuell ist es das Auftreten seltsamer ‚Metallmänner‘, die auf den Straßen der Millionenstadt London für Unruhe sorgen. Zu spät wird deutlich, dass sie nur Köder sind, die vom spektakulären Einbruch in den Safe-Keller des Diamantenhändlers Brundleweed ablenken sollten. Gestohlen wird ein Ensemble aus sieben schwarzen Diamanten, die durch eine besondere Eigenschaft noch wertvoller werden: Sie ‚singen‘, wenn sie einer bestimmten Tonfrequenz ausgesetzt werden.

Mark Hodder – Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes (Burton & Swinburne 2) weiterlesen