Archiv der Kategorie: Hörspiele / Hörbücher

Fünf Freunde und das Gorillakind in Gefahr (Folge 100)

_Die Handlung:_

Bei einem Besuch in New Haven machen die Fünf Freunde eine ungewöhnliche Entdeckung: In einem Schiffscontainer sitzt ein junger Gorilla, und im Hafen weiß niemand, wo er hingehört. Kurz entschlossen nehmen die Fünf Freunde das Tier in ihre Obhut. Doch damit geraten sie selbst in Gefahr und schon bald in ein aufregendes Abenteuer. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Zu runden Jubiläen gibts bei manchen Hörspielserien gern mal extra lange Mehrteiler in schmucken Schubern oder Sonderausgaben auf bedruckten Picture-Vinyl-Scheiben. Die Macher der „Fünf Freunde“ haben sich etwas komplett anderes einfallen lassen, bis auf die Sache mit dem Schuber, den gibts hier auch. Sie wollen etwas für Gorillas tun. Das ist zwar nicht das Erste und vielleicht auch nicht das Zwölfte, auf das ein „Fünf Freunde“-Fan jetzt gekommen wäre, aber löblich ists allemal.

So wird im Zusammenhang mit der Jubiläumsfolge ein bundesweiter Aufruf unter dem Titel „Stark für Gorillas“ an Schüler gestartet, alte Handys zu sammeln, damit diese recycelt werden können. Und daraus soll unter anderem das Erz Coltan gewonnen werden, das hauptsächlich aus afrikanischen Minen stammt, für die der Lebensraum der Tiere immer weiter weichen muss. Und in Afrika gibts auch Gorillas und schon haben wir den Bogen zurück zum Titel der Folge gespannt … crazy, right?

Folglich hätte der Titel auch jedes andere in Afrika vorkommende und bedrohte Tier beinhalten können, da Gorillas aber verdammt nah am Menschen sind, soll das wohl die Menschlichkeit noch ein wenig mehr kitzeln und den Bezug zu diesen bedrohten Menschenaffen herstellen. Schließlich gehören sie zu den wenigen Tieren, die sich ihrer selbst bewusst sind. Versuchen Sie das mal einem Hund zu erklären, der jeden Tag den gleichen Spiegel ankläfft!

Für die Aktion „Stark für Gorillas“ wurde der bekannte Schauspieler Hannes Jaenicke gewonnen, der hier auch eine Gastrolle spricht. Und auch der Verlag lässt sich nicht lumpen und spendet für jeden Handabdruck, der von Schulklassen auf Plakate gepresst eingesandt werden kann, einen Euro.

Nach dem Werbungsteil für die hoffentlich erfolgreiche Aktion nun aber zum Hörspiel:

Endlich Sommerferien … ist ja auch erst das 100. Mal, dass die Freunde Ferien haben. Und wieder gibts in Radelreichweite etwas Neues zu entdecken. Diesmal gehts nach New Haven, wo grad Container abgeladen wurden. Dass die Jungdetektive da aber so einfach rumlaufen dürfen, das verwundert schon.

Auch seltsam ist, dass die Jungs und Mädchen so gar keine Vorsicht walten lassen, als sie den Gorilla finden. Einen „Och, ist der süß“-Faktor haben ja so ziemlich alle Tierkinder, aber dennoch können sie angreifen, verletzen und Krankheiten übertraben. Von daher ist die Herangehensweise von Julian, Dick, Anne und George extrem naiv und eigentlich nicht zur Nachahmung empfohlen. Und noch eine Unverständlichkeit ist auch, dass die Freunde das Gorilla-Kind so einfach mitnehmen dürfen. Wird unter diesen Umständen nicht immer erst ein Tierarzt gerufen? Auch die authentischen Tiergeräusche, die immer mal wieder eingespielt werden, klingen nicht nach einem Knuddeläffchen, sondern nach einem durchaus ernst zu nehmenden Tier.

Und was für ein Zufall … erfahren wir doch sonst selten bis nie, woran Onkel Quentin immer so forscht … hat er genau zu diesem Fall etwas über Gorillas beizusteuern. Und was für Abenteuerhörspielfreunde auch nicht uninteressant ist: Gibts außer Bobos unbekannter Herkunft auch einen interessanten Fall zu lösen? Wie wäre es mit einer Kindesentführung, bei der die Entführte unnatürlich cool reagiert? Wird wohl an der jahrelangen Erfahrung liegen.

Die Ermittlungsarbeiten der Freunde sind zum Glück für den Hörer nicht ganz so gradlinig und eintönig, wie man das befürchten könnte. Und ein wenig turbulent, abwechslungsreich und spannend gehts dabei auch zu. Welcher Rolle dem prominenten Gastsprecher Hannes Jaenicke dabei zukommt, das erfahren wir gegen Ende dann auch. Interessanterweise klingt seine Sprecherleistung im Vergleich zur Stammbesetzung ein wenig leblos, steif und abgelesen. Außerdem hat er dabei eine ganz seltsame und immer gleiche Sprachmelodie.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Lutz Mackensy
Julian: Ivo Möller
Dick: Jannik Endemann
Anne: Theresa Underberg
George: Alexandra Garcia
Onkel Quentin: Gordon Piedesack
Transportfahrer: Gustav-Adolph Artz
Mr. Carpenter: Gerhart Hinze
Mr. Shelter: Hannes Jaenicke
Mr. Jackson: Robin Brosch
Kommissar Wilbert: Achim Schülke
Polizist: Niki Nowotny
Timmy, der Hund
Bobo, das Gorillakind

|Trackliste:|

1. Schreie aus dem Container
2. Ein Gorillakind in Kirrin
3. Unheimlicher Besuch auf der Felseninsel
4. Eine verdächtige Holzlieferung
5. Fünf Freunde auf heißer Spur
6. Onkel Quentin in Gefahr
7. Ankunft in letzter Minute
8. Der Trick von George und Bobo

|Technik-Credits:|

Buch: Katrin McClean
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Effekte: Andre Minninger,
Geräusche: Wanda Osten
Musik: Tonstudio EUROPA

|Die Ausstattung:|

Die türkis bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case, das aus jubiläumstechnischen Gründen in einem Pappschuber steckt. Der zeigt exakt das, was das Jewel-Case auch zeigt. Das Booklet ist diesmal umfangreicher als sonst. Die Liste der bereits veröffentlichten Folgen gibts diesmal zusätzlich noch als „Cover-Version“ mit farbigen Bildern. Außerdem gibt es noch Kurzbeschreibungen zu den einzelnen „Freunden“, zu Timmy dem Hund und Enid Blyton. Zusätzlich gibt es noch ein paar Infos zu Pro Wildlife und dem Schauspieler Hannes Jaenicke, die die Aktion „Stark für Gorillas“ unterstützen.

_Mein Fazit:_

Die Prämisse ist nicht sonderlich verschachtelt und die Story schnell zusammengefasst. Das Abenteuer um den Gorilla Bobo, das auf die jüngsten Hörer der Zielgruppe zugeschnitten ist, bietet hierbei kindgerechte Spannung.

Ein wenig Dramatik, ein wenig Stress, ein paar böse Männer, die Böses im Schilde führen und ein paar Infos über den Lebensraum der Gorillas und dass vom Aussterben bedrohte Tiere gern von skrupellosen Geschäftsleuten gehandelt werden. Das wird hier geboten und unterhält eine gute Stunde kurzweiliger als eine einfache „Wem gehört der Affe?“-Story, die hier zum Hörerglück nicht geboten wird.

|1 Audio-CD mit 59:03 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 5 Jahren
EAN: 886972310022|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

_Die |Fünf Freunde|-Hörspiele bei |Buchwurm.info|:_
Folge 74: [„… verfolgen den Wilderer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4674
Folge 86: [„… und die verlorenen Blüten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6365
Folge 87: [„… und das rätselhafte Sternbild“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6519
Folge 93: [„… und das Geheimnis des Winterwaldes“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7400
Folge 94: [„… und die Sturmflut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7549
Folge 95: [„… in der Höhle des Urmenschen“ (Folge 95)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7720
Folge 96: [„… und das gefährliche Treibgut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7839
Folge 97: [„… auf der Spur der Silberdiebe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7957
Folge 98: [„… und die Legende der Zwillingseiche“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8112
Folge 99: [„… und der seltsame Leuchtturm“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8236
Folge 100: [„… und das Gorillakind in Gefahr“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=XXXX

Star Wars – Die Schlacht um Sluis Van (Erben des Imperiums 4)

_Die THRAWN-Trilogie:_

Teil 1: „Erben des Imperiums“
Teil 2: „Die dunkle Seite der Macht“
Teil 3: „Das letzte Kommando“

Die Hörspiel-Umsetzung von „Erben des Imperiums“:

Teil 1: „Der Wächter des Mount Tantiss“
Teil 2: „Das Imperium greift an“
Teil 3: „Der Zorn der Mara Jade“
Teil 4: „Die Schlacht um Sluis Van“

_Die Handlung:_

Der teuflische Plan von Großadmiral Thrawn steht kurz vor seiner Vollendung. Noch während das Imperium die letzten Vorbereitungen für den Großangriff auf die Raumwerften von Sluis Van abschließt, müssen Han, Luke und Lando auf dem Planeten Myrkr gegen drei Schwadronen Sturmtruppen kämpfen. Es ist ein Rennen gegen die Zeit, das in einer dramatischen Schlacht zwischen Gut und Böse gipfeln wird. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dass es eine große Konfrontation geben wird, davon konnten wir ja ausgehen, dass Thrawn dabei vernichtet wird … eher nicht. Schließlich gibts noch zwei weitere Bände in der THRAWN-Trilogie, die hoffentlich vom Label genauso spektakulär umgesetzt werden wie der Erste.

Ein wenig ins kalte Wasser wird hier der Hörer schon geworfen, denn diesem Hörspiel merkt man sofort an, dass es Teil eines Mehrteilers ist. Han und Lando suchen nach einem entflohenen Gefangenen, der offenbar Talon Karrde durch die Lappen gegangen ist. Wer war denn da noch mal gefangen und wohin ist er abgehauen? Ach stimmt, Luke Skywalker! Und während wir jetzt noch in Gedanken versuchen, uns an die Zusammenhänge der letzten Folge zu erinnern, hilft uns Karrde mit einem Schnelldurchlauf der letzten Ereignisse auf die Sprünge. Danke, das war nötig.

Aber dann gehts auch direkt los und wir erleben Abenteuer an verschiedenen Fronten. Leia bekommt unerwarteten Besuch, Luke ist mit Mara auf der Flucht und wird hoffentlich nicht von ihr getötet, Han und Lando scheinen sich mit Taloon Karrde zu verbünden und dann ist da noch der Großadmiral, der den finalen Endsieg vorbereitet. Allen dürfen wir akustisch über die Schulter schauen, was das Hörerlebnis noch spannender macht, weil man die letzte Konfrontation kaum noch erwarten kann.

Auf dem Weg dahin erfahren wir dann auch endlich, wer Mara Jade wirklich ist, was sie will und vor allem, warum sie Luke so hasst. Und … dass sie sich schon einmal begegnet sind! Und in dem Moment, in dem diese Info das Ohr der Hörer erreicht, wird es nicht wenige geben, die entweder direkt mal auf PAUSE drücken oder sich auf jeden Fall fest vornehmen, nach Mara in den alten STAR-WARS-Filmen zu suchen.

Auch wird aufgelöst, warum der imperiale Admiral in Folge 2 so viele Minenmaulwürfe gesucht hat. Alle Charaktere treffen auf engstem (Welt-)Raum zusammen und wir bekommen zum Schluss einen Ausblick darauf, worum in den nächsten Hörspielen gehen wird.

_Das Hörerlebnis:_

Vom kleinsten Piepser der Raumschiffarmaturen (oder von den Droiden), über unheimliche Urwaldgeräusche, Blasterfeuer, bis hin zum Heulen vorbeijagender Raumflitzer, einem imposant einstürzenden Torbogen und der finalen Raumschlacht … die Soundtechniker haben wieder mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet. So wird das STAR-WARS-Universum lebendig und das Hörspiel zur Tonspur eines holografischen Kopfkinoabenteuers der Oberklasse. Und die Originalmusik aus den Kinofilmen gibts noch obendrauf … oder untendrunter, je nach Szene.

Allen Sprechern voran steht wieder Hans-Georg Panczak, dem man jedes Wort abkauft und der seine Texte so authentisch vermittelt wie keiner der anderen Sprecher. Aber auch der Rest der Sprecherschar macht einen Kino-Synchron-guten Job und sorgt für beste Unterhaltung.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler – Joachim Kerzel
Luke Skywalker – Hans-Georg Panczak
Han Solo – Wolfgang Pampel
Leia Organa Solo – Susanna Bonasewicz
Lando Calrissian – Frank Glaubrecht
Talon Karrde – Hubertus Bengsch
Mara Jade – Marion von Stengel
Großadmiral Thrawn – Thomas Nero Wolff
Captain Pellaeon – Erich Ludwig
Wedge Antilles – Bernd Vollbrecht
Khabarakh – Gerrit Schmidt-Foß
Captain Afyon – Oliver Stritzel
Aves – Martin May
C-3PO – Joachim Tennstedt

sowie Erich Räuker, Dietmar Wunder, Sebastian Schulz, Sasche Rutermund, Roland Wolf, Kim Hasper, Sebastian Rüger, Oliver Matthias, Christian Stutz, Tobias Müller, Till Bauer

|Technik-Credits:|

Produktion: Alex Stelkens, Oliver Döring
Produktionsleitung: Ila Schnier von Wittich
Tontechnik: Thomas Nokielski, Stephan Busch
Schnittassistenz: Stephan Busch
Grafik: Frierdemann Weise
Musik: John Williams
Buch, Schnitt und Regie: Oliver Döring

|Die Ausstattung:|

Die mit dem Covermotiv bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt bietet auf der ausgeklappten Innenseite ein schönes STAR-WARS-Motiv mit allen guten und bösen Bekannten der alten STAR-WARS-Filme. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits. Auf der Rückseite des Blooklets sehen wir eine Zeichnung einer entschlossen dreinblickenden Mara Jade .., ich gehe zumindest davon aus, dass sie es sein soll.

_Mein Fazit:_

Spannung, Action, Abenteuer … nur für die Schokolade muss der Hörer selbst sorgen. Ansonsten gibts auf die Ohren, als gäbe es kein Morgen. Die Buchvorlage wird prima umgesetzt und die Aufregung nimmt kontinuierlich zu. An allen Ecken und Enden gibts Konflikte, Kämpfe und interessante Informationen. Das ist hollywoodreifes Kopfkino, genossen im eigenen Hörsaal, genau oben in der Mitte.

Tolle Effekte, geniale Musik, gute Sprecher, schnelle Schnitte, diese Hörspielreihe ist ein Pflichtkauf für jeden, der gute Unterhaltung schätzt, nicht nur für eingefleischte STAR-WARS-Fans. Die bekommen ganz am Ende ein dickes Insider-Grinsen aufs Gesicht gezaubert, wenn Leia per Funk ihrem Han sagt, dass sie ihn liebt … was Han wohl diesmal antworten wird?

Der erste Roman der THRAWN-Trilogie ist abgeschlossen und komplett verhörspielt … spannende Storys und geniale Ideen bieten die beiden Folgeromane aber noch jede Menge und die dürfen die Hörer hoffentlich auch bald erleben.

|1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 60 Min.
Tracks: 10
ISBN: 978-3-941082-53-3|

Besprechungen von über 40 weiteren STAR-WARS-Abenteuern findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book

Perry Rhodan – Die Cyber-Brutzellen (Silber Edition 120)

Die Handlung:

Auf den von Menschen bewohnten Planeten schreibt man das Jahr 425 Neuer Galaktischer Zeitrechnung. In der Milchstraße hat sich die Kosmische Hanse zu einer bedeutenden Handelsorganisation entwickelt. Nur Eingeweihte wissen, dass Perry Rhodan sie aus einem anderen Grund ins Leben gerufen hat: Sie dient der Abwehr eines mächtigen Gegners, der Superintelligenz Seth-Apophis.

Doch die Bedrohung ist längst da, auch in den eigenen Reihen, und sie macht nicht vor dem Solsystem und der Erde halt. Die Terraner werden mit Cyber-Brutzellen konfrontiert. Diese Waffen sind winzig wie ein Virus, sie können aber Menschen töten und zu Handlangern des Gegners machen.

Um Antworten auf kosmische Fragen zu erhalten, muss Rhodan in die ferne Galaxis Norgan-Tur reisen. Noch während er die Vorbereitungen für diese Reise trifft, läuft einer der besten Freunde der Menschheit Amok – es ist der Haluter Icho Tolot … (Verlagsinfo)

Perry Rhodan – Die Cyber-Brutzellen (Silber Edition 120) weiterlesen

Perry Rhodan NEO – Belinkhars Entscheidung / Hort der Weisen (Folgen 29 + 30)

_NEO 29: „Belinkhars Entscheidung“_

Januar 2037: Der Vorstoß in die Weiten der Milchstraße endet für Perry Rhodan und seine Gefährten mit einem Desaster. Die TOSOMA, ihr altersschwaches Raumschiff, wird buchstäblich ins Nichts geschleudert. In letzter Not erreichen die Menschen an Bord eine gigantische Station im Weltraum. Es ist das sogenannte Gespinst, der Lebensraum der menschenähnlichen Mehandor. Perry Rhodan und seine Begleiter sind auf die Hilfe der Mehandor angewiesen. Diese haben allerdings ihre eigenen Vorstellungen darüber, wie die Bezahlung erfolgen soll. Die Spannungen spitzen sich zu, als eine Raumflotte auftaucht. Die Raumschiffe sind mit Naats bemannt, den monströs aussehenden Söldnern des Arkon-Imperiums. Die Naats zögern nicht und eröffnen das Feuer. Als sich die Kämpfe aus dem All auf die Eiswelt Snowman verlagern, kommt es zu einer menschlichen Tragödie… (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Nachdem Perry und seine TOSOMA zwar im letzten NEO-Doppelhörbuch dem Naat Novaal und seiner arkonidischen Flotte ausgeliefert wurden, fragt sich der Hörer, ob er sich nicht doch noch dagegen wehrt. Tut er zur besten Unterhaltung auch.

Eigentlich lenken ja immer die Frauen ab und die Männern machen derweil irgendwas Lösungsförderndes … hier ists interessanterweise mal anders. Perry hält hin, Thora fährt schon mal den Wagen vor oder … weg. Und so entwickelt sich die eine Hälfte dieses NEOs zu einem Flucht-Abenteuer mit anschließender Planetenoberflächenjagd. Der Naat jagt und Perry und seine Leute verlassen ihr sinkendes Schiff auf einem Planeten, dessen Name zur Jahreszeit passt: Snowman.

Weder auf der Mauer, noch auf der Lauer, sitzt dort auch keine kleine Wanze, sondern ein Rieseninsekt, mit dem es die Fluchtgruppe auch zwischendurch zu tun bekommt. Wer kommt denn auf so eine eklige Idee?

Belinkhar, die eigentlich nicht nette Chefin des „Gespinsts“, ändert nach einer kurzen Recherche ihr Verhalten den Arkoniden Crest und Thora gegenüber. Das kommt ein wenig unerwartet, aber „unerwartet“ ist ja pauschal immer gut, wenn es um Abenteuergeschichten geht. Auf jeden Fall jubelt sie dem Leiter der arkonidischen Flotte ein paar Informationen unter, die Perry und seinen Freunden helfen.

Dieser NEO-Teil ist kurzweilig erzählt und bietet ein gehöriges Maß an Spannung. Das betone ich hier extra, weil es natürlich wieder einen zweiten, von allem anderen losgelösten Handlungsfaden gibt. Der entfädelt sich auf dem Mars und ist wieder ein Mix aus schon mal irgendwo Gehörtem.

Die „MARS-CHRONIKEN“ treffen „2001“ mit viel inszenierter Mystery. Als echtem Kontrast also zur handfesten Handlung, die es auf Perrys Seite zu erleben gibt, bekommen wir hier telepathische Pflanzen, die auf ihrem Planeten keine Menschen haben wollen. Alles irgendwie sehr abgefahren und wiedermal nicht so meins.

|Axel Gottschick| schildert die Ereignisse rund um Perry Rhodan mit einer Eindringlichkeit, die vom ersten Moment an zum Zuhören zwingt. Manchmal vielleicht ein wenig steril in seinem normalen Dokumentations-Off-Stil, aber immer informativ und unterhaltsam.

Wenn es um Dialoge geht, dann wirds lebendiger und Gottschick zeigt sein Talent dafür, verbale Auseinandersetzungen authentisch ins Ohr des Hörers zu bringen. Novaal, der Naat, kam mir dabei eine Idee zu kratzend und aufdringlich rüber, passt aber auch wiederum gut zur Boshaftigkeit des Chrakters. Auch sein Gucky ist gewöhnungsbedürftig quakend kratzig, aber beim Mausbiber hat jeder der Perry-Rhodan-Sprecher seine eigene Interpretation, die ihnen von der Regie wohl auch gelassen wird.

Und irgendwie vernuschelt Gottschick immer den Namen des Hauptdarstellers. Es klingt immer sehr Amerikanisch, wenn er „Perrrrrrryrhoan“ sagt.

_NEO 30: „Hort der Weisen“_

Nach wie vor fühlt er sich als der einsamste Mensch der gesamten Milchstraße: Dr. Eric Manoli war der Arzt, der mit Perry Rhodan zum Mond flog und dort im Sommer 2036 auf die Außerirdischen traf. Jetzt aber ist er auf dem fernen Planeten Topsid gestrandet – als einziger Mensch unter Milliarden von intelligenten Echsen. Unter den fremdartigen Wesen muss er sich durchsetzen. Manoli weiß weder, wie es Perry Rhodan und seinen Gefährten geht, noch hat er eine Ahnung von den Verhältnissen auf der heimatlichen Erde. Sein einziges Ziel war zuletzt, sich durch die Wirren eines verheerenden Bürgerkrieges zu schlagen. Eine ehemalige Soldatin, ein seltsamer Söldner und eine mysteriöse Flugechse sind seine einzigen Helfer. Das gemeinsame Ziel der Gruppe ist der sogenannte Hort der Weisen. Dort hoffen sie auf weitere Erkenntnisse. Doch der Weg führt über steile Berge und ist schlicht mörderisch … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Die eine Hälfte dieses NEOs spielt auf Terra und ein wenig auf der Venus. Hier begleiten wir in der Hauptsache Homer G. Adams auf seiner Forschungsreise zum Nachbarplaneten und erleben einen Plausch mit der dort beheimateten Positronik. Dass die dann später mit dem ganzen Stützpunkt in Richtung Erde startet, das ist schon überraschend und lässt auf einen spannenden Konflikt hoffen. Was die künstliche Intelligenz wohl tut, nachdem sie den WIKIPEDIA-Klon SCENTIA ausgelesen und deren Inhalte verarbeitet hat?

Und dann wäre ja noch Doktor Manoli, der arme Kerl. Immer noch auf der Flucht vor den Topsidern. Dass sie dabei ständig im Wechsel gefangengenommen werden, um wieder zu flüchten, daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Diesmal gehts zum Hort der Weisen, inklusive Flucht und Gefangennahme. Nach einem weiteren kleinen Einblick in das Leben der Topsider, schlägt der Despot wieder zu und holt sich zurück, was er für sein Eigentum hält … Erik Manoli. Der soll flugs wieder in den Privatzoo, den der Despot für Arkoniden eingerichtet hat. Inklusive Freigehege … na wenn das keine artgerechte Bodenhaltung ist …

Der endende Teil, erinnert irgendwie an ein Snuff-Video … erst gibts Sex, dann Selbstmord. Das war mir dann ein wenig zu drastisch … vielleicht bin ich aber auch zu zartbesaitet.

|Axel Gottschick| gibt in dieser Lesung richtig Gas. Fiese Topsider klingen so unsympathisch, wie sie sich der Hörer vorstellt und auch die Ereignisse rund um Homer G. Adams schildert er sehr lebendig. Dabei sind wie gewohnt die Dialoge das Salz in der Hörsuppe, aber auch die Zwischensequenzen und Umstandsschilderungen sorgen für gute Unterhaltung, weil Gottschick hier immer wieder in der Sprechgeschwindigkeit variiert und den Hörer immer weiter mitzieht.

_Der Sprecher:_

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem gibts noch eine TXT-Datei, in der die Technik-Credits, ein Urheberrechtshinweis und noch mal der Klappentext zur Lesung nachzulesen sind.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 30| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Perry wird gejagt, die Chefin des „Gespinsts“ ist doch gar nicht so doof und hilft, auf dem Mars hat jemand zu viel in der „Space Odyssey“-Reihe gelesen, Terra bekommt Besuch von einem kompletten fliegenden Stützpunkt und Doktor Manoli wechselt bei seiner Flucht vor dem topsidischen Despoten ständig vom Regen in die Traufe und zurück.

Es gibt also wiedermal Action, Fluchten und Verfolgungsjagden auf der einen und mysterische und ziemlich ruhige Eindrücke als Kontrastprogramm auf der anderen Seite. Ein Programm, das für alle Hörer interessante Momente zu bieten hat.

Axel Gottschicks gibt den unsympathischen und teilweise boshaften Naats und Topsidern passende Stimmen und sorgt so für beste Kopfkinounterhaltung. Auch bei beschreibenden Szenen weiß er den Hörer gut zu unterhalten und bringt ordentlich Spannung und Hörspaß ins Ohr.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 29 – Belinkhars Entscheidung: 6:39 Std. Spieldauer (ungekürzt), 74 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
NEO 30 – Hort der Weisen: 6:10 Std. Spieldauer (ungekürzt), 62 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN: 978-3943393408|
http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

_Perry Rhodan bei |Buchwurm.info|:_
|LEMURIA|:
[„Die Sternenarche“ 769 (Perry Rhodan – Lemuria 1)
[„Der Schläfer der Zeiten“ 871 (Perry Rhodan – Lemuria 2)
[„Exodus der Generationen“ 886 (Perry Rhodan – Lemuria 3)
[„Der erste Unsterbliche“ 949 (Perry Rhodan – Lemuria 4)
[„Die letzten Tage Lemurias“ 1021 (Perry Rhodan – Lemuria 5)
[„Die längste Nacht“ 1137 (Perry Rhodan Lemuria 6)

|LEMURIA|-Hörbücher:
[„Die Sternenarche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 1) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6935
[„Der Schläfer der Zeiten (Perry Rhodan – LEMURIA 2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
[„Exodus der Generationen“ (Perry Rhodan – LEMURIA 3) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7297
[„Der erste Unsterbliche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7506
[„Die letzten Tage Lemurias“ (Perry Rhodan – LEMURIA 5) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7739
[„Die längste Nacht“ (Perry Rhodan – LEMURIA 6) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7983

|PAN-THAU-RA|:
[„Die Lebenskrieger“ 2189 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 1)
[„Die Trümmersphäre“ 2468 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 2)
[„Die Quantenfestung“ 3050 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 3)

|Perry Rhodan NEO| als Lesungen:
[„Sternenstaub“ + „Utopie Terrania“ (Perry Rhodan – NEO 1-2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7559
[„Flucht aus Terrania“ + „Die Terraner“ (Perry Rhodan – NEO 7-8)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7736
[„Rhodans Hoffnung“ + „Im Licht der Wega“ (Perry Rhodan – NEO 9-10)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7935
[„Schlacht um Ferrol“ + „Tod unter fremder Sonne“ (Perry Rhodan – NEO 11-12)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7937
[„Schatten über Ferrol“ + „Die Giganten von Pigell“ (Perry Rhodan – NEO 13-14)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7934
[„Schritt in die Zukunft“ + „Finale für Ferrol“ (Perry Rhodan – NEO 15-16)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7982
[„Der erste Thort“ + „Der Administrator“ (Perry Rhodan – NEO 17-18)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8082
[„Unter zwei Monden“ + „Die schwimmende Stadt“ (Perry Rhodan – NEO 19-20)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8083
[„Der Weltenspalter“ + „Zisternen der Zeit“ (Perry Rhodan – NEO 21-22)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8126
[„Zuflucht Atlantis“ + „Welt der Ewigkeit“ (Perry Rhodan – NEO 23-24)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8229
[„Zielpunkt Arkon“ + „Planet der Echsen“ (Perry Rhodan – NEO 25-26)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8230
[„Das Gespinst“ + „Flucht ins Dunkel“ (Perry Rhodan – NEO 27-28)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8333
[„Belinkhars Entscheidung“ + „Hort der Weisen“ (Perry Rhodan – NEO 29-30)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8334

|Silber Edition|:
[„Die Para-Sprinter“ (Perry Rhodan – Silber Edition 24) (Lesung)“ (Hörbuch) 6330
[„Brennpunkt Andro-Beta (Perry Rhodan – Silber Edition 25) (Lesung) „]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6492
[„Kontrollstation Modul“ (Perry Rhodan – Silber Edition 26) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6738
[„Andromeda“ (Perry Rhodan – Silber Edition 27) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6945
[„Lemuria“ (Perry Rhodan – Silber Edition 28) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Der Zeitagent“ (Perry Rhodan – Silber Edition 29) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Bezwinger der Zeit“ (Perry Rhodan – Silber Edition 30) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7560
[„Pakt der Galaxien“ (Perry Rhodan – Silber Edition 31) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7738
[„Die letzte Bastion“ (Perry Rhodan – Silber Edition 32) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7984
[„OLD MAN“ (Perry Rhodan – Silber Edition 33) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8084
[„Die Kristallagenten“ (Perry Rhodan – Silber Edition 34) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8232
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6743
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6936
[„Raumschiff Erde (Perry Rhodan – Silber Edition 76) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7092
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7092
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7504
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7737
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7936
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7985
[„Raumschiff in Fesseln“ (Perry Rhodan – Silber Edition 82) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8127
[„Der Terraner“ (Perry Rhodan – Silber Edition 119) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8231
[„Die Cyber-Brutzellen“ (Perry Rhodan – Silber Edition 120) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8335

|Silber Edition|-Downloadversion:
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 1 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6560
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 2 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6614
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 3 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6666
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 4 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6721
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6775
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6824
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6880
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6916

Perry Rhodan NEO – Das Gespinst / Flucht ins Dunkel (Folgen 27 + 28)

_NEO 27: „Das Gespinst“_

Januar 2037: Mit einem altersschwachen Raumschiff, der TOSOMA, sind Perry Rhodan und seine Gefährten zu einem riskanten Flug aufgebrochen. Sie wollen nach Arkon vorstoßen und das Zentrum des riesigen Sternenreiches erreichen. Doch ein fürchterliches Unglück stoppt ihren Flug. Mit letzter Kraft erreichen die Menschen an Bord eine gigantische Station im Weltraum. Sie wird von den menschenähnlichen Mehandor bewohnt, die dort ihre Dienste anbieten. Sie reparieren Raumschiffe, sie rüsten sie aus, und sie treiben Handel – das »Gespinst«, wie sie die Station nennen, ist für sie ein Lebensraum im All. Doch wem diese Wesen helfen sollen, von dem verlangen sie einen entsetzlich hohen Preis. Als Perry Rhodan ihn hört, ist er schockiert. Um seine Mannschaft zu unterstützen, müsste er sich eigentlich weigern. Doch haben die Menschen eine Chance, sich gegen die Macht der Mehandor durchzusetzen? (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

In diesem NEO erleben wir Perrys Zwischenstopp auf dem „Gespinst“. KE-MATLON heißt es und ist eine Raumstation, auf der mal wieder ein Erstkontakt ansteht. Diesmal werden uns die Mehandor vorgestellt, deren Raumwerft-Chefin Belinkhar nicht die Netteste zu sein scheint.

Die Idee der Autorin, den Lohn für die Reparatur der TOSOMA als „den Siebten“ zu bezeichnen, klingt irgendwie an eine Kombination aus dem biblischen „Zehnten“ und den sieben Jahren Pech, die man angeblich hat, wenn man einen Spiegel zerbricht. Hier mussten mittelalternde Bedienstete sieben Jahre lang ohne Entlohnung arbeiten, bis die eigene Schuld beglichen war. Die Entleihung dieses Gedankens ist von daher sicher kein Zufall.

So unsympathisch die Mehandor-Dame also erscheint, so sympathisch ists für den Hörer zu erfahren, dass Perry nicht wirklich vorhat, dieser Forderung tatsächlich nachzukommen. Wer gibt schon freiwillig Besatzungsmitglieder ab … und das auch noch an vollkommen Fremde?

Der Teil mit dem mehandorischen Händlerssohn Levtan und der Fremdgeherin Itzkat fühlte sich für mich dann aber eher wie eine unnötige Streckung der Story an, weil sie (erstmal) keinen direkten Bezug zu Perrys Schicksal hatte. Aber die Kurve kriegt der Autor dann doch noch irgendwie so halbwegs und ich empfand diesen Teil dann nicht mehr als ganz unnötig, sondern als dichterisch freies Ausholen.

Dass Perry am Ende dann die Entscheidung darüber abgenommen wird, wann und wie er mit seinem Raumer und vor allem seiner kompletten Besatzung von der Raumstation flüchten wird, das fand ich interessant und schon unerwartet. Das hält die Spannung hoch und Perry in Atem.

Wie immer gibts auch in diesem NEO einen Handlungsfaden, der nicht so ganz der meine war. Dieser hier spielt auf dem Mars und bietet zwar eine Verfolgungsjagd an, aber irgendwie wurde ich nicht warm mit diesem Strang. Und interessanterweise schreibt der Autor gleich mit dazu, dass er seine Alien-Inspiration aus einem terranischen Roman hat. Da werden dann „Krieg der Welten“ und „Mars-Odyssee“ genannt. Aus Letzterem entstammt dann auch das hier auftretende Wesen Tweel, das von Stanley G. Weinbaum erfunden auch noch in dessen Kurzgeschichte „Das Tal der Träume“ („Valley of Dreams“, 1935) auftrat. Ja, es ist in der Tat das Wesen gemeint und nicht der luftlose Reifen gleichen Namens.

|Hanno Dinger| beginnt wie eigentlich immer als ruhiger und sehr zurückhaltender Erzähler. Das erweckt in mir immer die Verwirrung, ob er nun nicht möchte, dass sich der Hörer aufregt oder ob er ihn einschläfern möchte. Zum Glück gibts bald die ersten Dialoge für ihn zu sprechen und es erübrigt sich das weitere Grübeln. Denn dass ihm das Verbale der Charaktere besser liegt als die Szenenbeschreibungen, das weiß der NEO-Fan ja.

In der Regel wird er skripttechnisch gefordert dabei etwas lauter und intensiver, was seinen Vortrag sehr lebendig macht. Allerdings musste ich hin und wieder am Lautstärkeregler drehen, weil die beschreibenden Passagen im Vergleich dazu sehr leise bei mir ankamen.

Jeder Charakter wird von Hanno Dinger mit seiner eigenen Intensität gesprochen, bei der Wahl seiner Stimmen gefällt mir allerdings sein Etztak nicht, den er für meine zarten Ohren ein wenig zu intensiv krächzig spricht. Seine Frauen hingegen klingen manchmal zu zurückhaltend, als ob sie sehr zierlich und zerbrechlich wären.

_NEO 28: „Flucht ins Dunkel“_

Er ist der wohl einsamste Mensch der Galaxis: Dr. Eric Manoli, der Arzt, der mit Perry Rhodan zum Mond flog und dort auf die Außerirdischen traf. Zu Beginn des Jahres 2037 sitzt er auf dem fernen Planeten Topsid fest – als einziger Mensch unter Milliarden von intelligenten Echsen. Unter den fremdartigen Wesen muss sich der Arzt durchsetzen. Seine Lage wird angespannter, als ein verheerender Bürgerkrieg die Hauptstadt des Planeten erschüttert. In Begleitung einer ehemaligen Soldatin und einer mysteriösen Flugechse schlägt sich Manoli durch die Unterwelt der gigantischen Stadt. Sein Ziel ist der Raumhafen. Dort will er versuchen, mithilfe eines Raumschiffes zurück zur Erde zu kommen. Auf der Erde selbst scheint alles seinen geregelten Gang zu gehen. Die Stadt Terrania als Keimzelle der vereinigten Menschheit wächst und gedeiht. Doch auch hier wird intrigiert und gespitzelt. Im Zentrum des Interesses steht der Stardust-Tower, das höchste Gebäude der Erde. Droht hier etwa ein Terror-Anschlag? (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Ein Teil „James Bond auf Terra“ und ein Teil Philip K. Dicks Grundidee fast aller seiner Geschichten: „Ein Mann, in der Zukunft, auf der Flucht“ bilden diesen NEO. Auf der Erde spielt der Agententeil, der, hat man sich erstmal auf ihn eingelassen, ganz lustig ist und unterhalten kann, da sein Protagonist Lhundup gern James Bond wäre, aber jegliche Veranlagung vermissen lässt. So klappt das mit dem Ausspionieren der Vorgänge im neuen Tower auch nicht so, wie er und sein Auftraggeber Bai-Jun es gern gehabt hätten.

Auf Topsid erfahren die Hörer mehr über die Einwohner und dass man sich dort gern mal einen Arkoniden hält. Dass Eric Manoli hier gestrandet ist und jemand Eigentum auf ihn angemeldet hat, machts für ihn nicht grad entspannt. Dass seine Fluchtbegleitung aber Kathleen heißt, ließ mich grinsend darüber sinnieren, ob sie wohl ihre Freundinnen Peggy, Mandy, Jaqueline und Romy zum Shoppen trifft. Nur so eine Idee.

Und während die beiden also „ins Dunkel“ flüchten, gibts viele Infos zum Brutverhalten der Topsider und was aus dem geschlüpften Nachwuchs für gewöhnlich so wird … wenn er nicht schnell genug entkommen kann.

Insgesamt ein netter Roman, den man aber gefühlt guten Gewissens auch auslassen kann, weil die wirklich interessanten Storys derzeit rund um Perry passieren. Auch wenn Manoli es mit ungewöhnlichen Flugechsen zu tun bekommt.

|Hanno Dinger| schafft es in dieser Lesung gefühlt schneller, den Hörer an die Story zu binden. Mit ein wenig mehr Nachdruck als noch in der vorherigen Lesung dieses Doppel-NEOs schildert er die Ereignisse rund um die Topsider. Und wenn er die Topsider selbst zu Wort kommen lässt, dann klingt das authentisch, sehr lebendig und manchmal sogar ein wenig furchteinflößend. Da macht das Zuhören richtig Spaß.

_Der Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u. a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem gibts noch eine TXT-Datei, in der die Technik-Credits, ein Urheberrechtshinweis und noch mal der Klappentext zur Lesung nachzulesen sind.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 28| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Perry wird (mehr oder weniger) festgehalten auf einer Raumstation, Eric Manoli ist gestrandet, wird gejagt und (definitiv) festgehalten auf Topsid. Das sind die beiden „dicken“ Handlungsfäden, die die Autoren in dieser NEO-Doppelausgabe weiterspinnen. Wem das zu viel Zyklus vorantreibende Handlung ist, der findet (gewünscht oder ungewünscht) Zerstreuung in erzähltechnischen Ausflügen über die Topsider und deren Vergangenheit, eine Verfolgungsjagd auf dem Mars und einen eher an Mr. Bean erinnernden „James Bond“ auf Terra, der sich nicht wirklich zum Geheimagenten eignet. Sehr schräg … irgendwie.

Hanno Dinger unterhält gewohnt prima, besonders wenn ihm das Skript Dialoge zu sprechen gibt. Hier wirkt sein Vortrag sehr lebendig und grad seine Topsider klingen sehr eindringlich und authentisch, auch wenn ich natürlich nicht zu beurteilen vermag, wie sich Topsider eigentlich anhören … oder anhören sollten. Bei beschreibenden Szenen ist er manchmal ein wenig leise und nimmt sich teilweise etwas zurück.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 27 – Das Gespinst: 6:19 Std. Spieldauer (ungekürzt), 62 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 28 – Flucht ins Dunkel: 6:12 Std. Spieldauer (ungekürzt), 63 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
ISBN: 978-3-943393-27-9|
http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

_Perry Rhodan bei |Buchwurm.info|:_
|LEMURIA|:
[„Die Sternenarche“ 769 (Perry Rhodan – Lemuria 1)
[„Der Schläfer der Zeiten“ 871 (Perry Rhodan – Lemuria 2)
[„Exodus der Generationen“ 886 (Perry Rhodan – Lemuria 3)
[„Der erste Unsterbliche“ 949 (Perry Rhodan – Lemuria 4)
[„Die letzten Tage Lemurias“ 1021 (Perry Rhodan – Lemuria 5)
[„Die längste Nacht“ 1137 (Perry Rhodan Lemuria 6)

|LEMURIA|-Hörbücher:
[„Die Sternenarche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 1) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6935
[„Der Schläfer der Zeiten (Perry Rhodan – LEMURIA 2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
[„Exodus der Generationen“ (Perry Rhodan – LEMURIA 3) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7297
[„Der erste Unsterbliche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7506
[„Die letzten Tage Lemurias“ (Perry Rhodan – LEMURIA 5) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7739
[„Die längste Nacht“ (Perry Rhodan – LEMURIA 6) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7983

|PAN-THAU-RA|:
[„Die Lebenskrieger“ 2189 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 1)
[„Die Trümmersphäre“ 2468 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 2)
[„Die Quantenfestung“ 3050 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 3)

|Perry Rhodan NEO| als Lesungen:
[„Sternenstaub“ + „Utopie Terrania“ (Perry Rhodan – NEO 1-2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7559
[„Flucht aus Terrania“ + „Die Terraner“ (Perry Rhodan – NEO 7-8)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7736
[„Rhodans Hoffnung“ + „Im Licht der Wega“ (Perry Rhodan – NEO 9-10)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7935
[„Schlacht um Ferrol“ + „Tod unter fremder Sonne“ (Perry Rhodan – NEO 11-12)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7937
[„Schatten über Ferrol“ + „Die Giganten von Pigell“ (Perry Rhodan – NEO 13-14)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7934
[„Schritt in die Zukunft“ + „Finale für Ferrol“ (Perry Rhodan – NEO 15-16)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7982
[„Der erste Thort“ + „Der Administrator“ (Perry Rhodan – NEO 17-18)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8082
[„Unter zwei Monden“ + „Die schwimmende Stadt“ (Perry Rhodan – NEO 19-20)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8083
[„Der Weltenspalter“ + „Zisternen der Zeit“ (Perry Rhodan – NEO 21-22)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8126
[„Zuflucht Atlantis“ + „Welt der Ewigkeit“ (Perry Rhodan – NEO 23-24)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8229
[„Zielpunkt Arkon“ + „Planet der Echsen“ (Perry Rhodan – NEO 25-26)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8230
[„Das Gespinst“ + „Flucht ins Dunkel“ (Perry Rhodan – NEO 27-28)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8333
[„Belinkhars Entscheidung“ + „Hort der Weisen“ (Perry Rhodan – NEO 29-30)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8334

|Silber Edition|:
[„Die Para-Sprinter“ (Perry Rhodan – Silber Edition 24) (Lesung)“ (Hörbuch) 6330
[„Brennpunkt Andro-Beta (Perry Rhodan – Silber Edition 25) (Lesung) „]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6492
[„Kontrollstation Modul“ (Perry Rhodan – Silber Edition 26) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6738
[„Andromeda“ (Perry Rhodan – Silber Edition 27) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6945
[„Lemuria“ (Perry Rhodan – Silber Edition 28) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Der Zeitagent“ (Perry Rhodan – Silber Edition 29) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Bezwinger der Zeit“ (Perry Rhodan – Silber Edition 30) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7560
[„Pakt der Galaxien“ (Perry Rhodan – Silber Edition 31) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7738
[„Die letzte Bastion“ (Perry Rhodan – Silber Edition 32) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7984
[„OLD MAN“ (Perry Rhodan – Silber Edition 33) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8084
[„Die Kristallagenten“ (Perry Rhodan – Silber Edition 34) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8232
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6743
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6936
[„Raumschiff Erde (Perry Rhodan – Silber Edition 76) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7092
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7092
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7504
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7737
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7936
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7985
[„Raumschiff in Fesseln“ (Perry Rhodan – Silber Edition 82) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8127
[„Der Terraner“ (Perry Rhodan – Silber Edition 119) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8231
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[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 1 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6560
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 2 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6614
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[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 4 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6721
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6775
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6824
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6880
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6916

Hui Buh – Neue Welt: Botschaft des Bösen (Folge 6)

Zur Story

Ein frühlingshafter Spaziergang der königlichen Familie endet mit mächtig Zoff in Schloss Burgeck. Natürlich hat HUI BUH daran seinen Anteil, denn ein – wie üblich – missglückter Spukversuch erzürnt König Julius so sehr, dass er ihn als „Das tollpatschigste Grauen der Welt“ bezeichnet, was der beleidigte Schlossgeist zum Anlass nimmt, sich schmollend in seinen Fledermausturm zu verkrümeln. Doch es kommt noch schlimmer für ihn, denn ihm fällt ein Artikel des aktuellen Geisterjournals in die Hände, in welchem er tatsächlich den unrühmlichen Platz 1 der „Schlechtesten Spuker des Jahres“ belegt. Noch vor einigen anderen, berüchtigten Super-Trantüten der Geisterwelt.

HUI BUH ist vollkommen down, sein Ruf: ruiniert! Da kommt ihm eine geheimnisvolle, persönliche Einladung zu einem Seminar, welches eine unglaubliche „333 fache“ Verbesserung der Spukfähigkeiten garantiert, gerade sehr gelegen. Das demoralisierte und in seinem Selbstvertrauen erschütterte Gespenst macht sich auf in den finsteren Skelettwald, um Nachhilfe bei einem Meisterspuker zu erhalten. Das wirkt offenbar. Die Begeisterung der übrigen Schlossbewohner ob der neu gewonnenen, wild entfesselten Eigenschaften ihres Schlossgespensts hält sich in Grenzen, ja macht ihnen sogar wirklich Angst. Und die ist vollkommen berechtigt – auch wenn sie noch keinerlei Ahnung haben, warum eigentlich. Die Fäden zieht nämlich ein anderer …

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Die drei ??? – Nacht der Tiger (Folge 159)

Zur Story

Auf dem Schrottplatz von Onkel Titus wird eingebrochen. Schlimmer noch: In die Zentrale der drei Fragezeichen – Das Heiligtum der Juniordetektei. Gestohlen wurde nichts, im Gegenteil, der nächtliche Besuch, der sich trotz Verfolgungsversuch und sofort verständigter Cops unerkannt absetzen konnte, hat etwas dagelassen. Den Desktop ihres Computers ziert nun eine Textdatei und einen Trojaner hat der Eindringling ebenfalls aufgespielt, auf dass er den Rechner der Jungs hijacken kann, wenn er mag. Die Datei enthält ein seltsames Gedicht, unschwer erkennbar eine chiffrierte Botschaft. Darin fordert der geheimnisvolle Klient verklausuliert dazu auf, die dreisten Autodiebstähle von Edelkarossen, welche in Rocky Beach derzeit verstärkt stattfinden, unter die Lupe zu nehmen. Offenbar verfügt „Mister X“ über ein breites Insiderwissen betreffs der Bande und ihrer Pläne, will aber inkognito bleiben. Ein reuiger Aussteiger? Womöglich ist sogar die örtliche Polizei involviert. Bei Inspektor Cotta stoßen die drei ??? nicht nur auf ungewöhnlich schroffe Behandlung, es verdichten sich die Hinweise immer mehr, dass er selbst an den Diebstählen beteiligt sein könnte …

Eindrücke

Ein lyrisch begabter Hacker ist mal was Neues, wiewohl der Umgang mit einer solchen Malware auf dem Rechner dann wenig praxisgerecht (und alles andere als zur Nachahmung empfehlenswert) ausfällt, trotz aller Erklärungsversuche für das ungewöhnliche Vorgehen, nämlich den Trojaner mal machen zu lassen und gucken was passiert. Dieses „Problem“ ist allerdings schon in der Vorlage Marco Sonnleitners existent und somit kein Spezifisches des Hörspiels. Das präsentiert sich gegenüber dem Buch auch – wie üblich – als ziemlich gestrafft. Eine Reihe auch wichtiger, weil erhellender, Teile fallen dabei weg. Es bleibt allerdings noch mehr als genug übrig, um die diesmal mysteryfreie Kriminalgeschichte zu einem spannenden und schlüssigen Abschluss zu bringen. Dass so manches doch etwas zu sehr herbeigedichtet ist, mag allenfalls Realismus-Fanatiker stören. Gewisse Serienklischees gehören einfach dazu, sonst wäre es ja kein Fall für die drei Fragezeichen.

Schön, dass auch Chauffeur Morton mal wieder dabei ist, wobei Andreas von der Meden nicht mehr ganz so britisch-würdevoll klingt, wie früher einmal. Dafür kann Holger Mahlich einmal richtig den Sarkasmus triefen lassen und die drei Juniorschnüffler ordentlich zusammenstauchen, noch nie hat man einen derart bissigen, verletzenden Inspektor Cotta vernommen. Überhaupt sind die Dialoge gut gelungen, auch und gerade, was Bobs neu entwickelte Bauchrednerkünste angeht. Als kleinen Hinweis auf Andreas Fröhlichs Synchronarbeit für Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Produktionen, legt schon die Buchvorlage dem staunenden Justus ein „Klingt wie Gollum“ in den Mund. Tonal trifft es das nicht ganz, da besagte Figur gepresst-zischend aus der Kehle spricht, dennoch ist dieser Querverweis ein ganz netter Gag für Eingeweihte. Apropos Ton: Zwischendrin klingen die drei in einem Dialog (Track 9 – „Schlagende Ziegen“) arg dumpf, ansonsten ist die Aufnahme gewohnt gut gelungen, auch was die stimmungsvolle(n) Zwischenmusik(en) angeht – sogar Bobs Käfer klingt inzwischen als hätte er endlich sow as Ähnliches wie einen Boxermotor.

Die Produktion

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

Sprecher und Figuren

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Karin Lieneweg (Tante Mathilda), Hans Meinhardt (Onkel Titus), Holger Mahlich (Inspektor Cotta), Michaela Mahlich (Caroline Cotta), Andreas von der Meden (Morton), Peter Weis (Sergeant Donatelli), Robin Bosch (1. Mann), Gerhart Hinze (2. Mann)

Fazit

Naturgemäß kommen die Hörspiele wesentlich kompakter daher, als die jeweiligen Buchvorlagen. Nicht immer muss dies ein Nachteil sein, so bleibt auch die Essenz dieses spannenden Kriminalfalles weitgehend unangetastet. Einige Erklärungen müssen lediglich an anderer Stelle eingeflochten werden, da dem Hörer so manches Detail, dank notwendiger Kürzungen der Handlung abgeht. Aber ohne diese Puzzleteile läuft die durchdachte Story ansonsten eben nicht rund. Dieses Stilmittel ist auch vollkommen legitim und stört den Ablauf keinesfalls, da die Einpassung(en) sorgfältig vorgenommen wurde. Summa summarum ist die Hörspielfassung dadurch sogar einen Tick knackiger und temporeicher geworden als das Buch – was einem persönlich nun besser gefällt, muss man letztendlich selbst entscheiden. Die darob zwiegespaltene Rezensentenkralle zeigt sowohl für Print- als auch Audiofassung deutlich in die gleiche Richtung: Nach oben nämlich.

1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 65 Minuten
Erzählt von Marco Sonnleitner nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2013
EAN: 886979232921

http://www.natuerlichvoneuropa.de

Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (10 Stimmen, Durchschnitt: 2,60 von 5)

Jack Slaughter 18: Das Scheusal aus dem Meer

Die Handlung:

Um Jack richtig schön auszutricksen, erschafft der Teufel ein furchtbares Kiemen-Monster, das ganz Jacksonville in Angst und Schrecken versetzt. Silverfish soll zusammen mit Professor Doom Jacks Lebenszeit verkürzen. Doch Silverfish steht mehr auf Frauen als auf die maskuline Tochter des Lichts. Als Jack und seine Freunde auf Fischfang gehen, haben sie keine Chance. Das Monster ist einfach zu mächtig und bringt Kim in seine Gewalt. Jack und Tony müssen sich etwas einfallen lassen. Die Uhr tickt! (Verlagsinfo)

 

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Die drei ??? und das versunkene Dorf (Folge 136)

Zur Story

Der Anruf von Darren Duff aus Ridgelake veranlasst die drei Fragezeichen zu einer Wochenendtour von immerhin 700 Meilen – war doch die Rede von einem geisterhaften, nächtlichen Leuchten im angrenzenden Bergsee. Kaum dort angekommen werden die Jungs tatsächlich Zeugen der seltsamen Erscheinung und müssen den tatterigen Dorfbewohner Paul Brooks davon abhalten geradewegs auf das Licht zuzumarschieren und im eiskalten Wasser zu ertrinken. Der alte Mann faselt geistesabwesend ständig irgendetwas von „Charly“. Die drei ??? und das versunkene Dorf (Folge 136) weiterlesen

Novelli, Luca – Newton und der Apfel der Erkenntnis (Lesung)

_Biographie light: Newton, der Vater der modernen Physik_

Sein Gravitationsgesetz revolutionierte die menschliche Sicht auf das Universum. Der Forscher Newton, Vater der klassischen Mechanik und der Himmelsmechanik, Pionier in Mathematik und Optik, gilt als einer der herausragendsten Wissenschaftler aller Zeiten.

Luca Novelli beschreibt das Leben des Genies von den Schultagen auf dem Land über das Studium im ehrwürdigen Cambridge, die großen Entdeckungen, Widrigkeiten und Auseinandersetzungen mit Kollegen bis hin zu seiner Tätigkeit als hochgeschätzter Beamter. Eine spannende Begegnung mit einem der großen Köpfe der Menschheitsgeschichte. (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt diese szenische Lesung ab 10 Jahren.

_Der Autor_

Luca Novelli, Autor und Illustrator, arbeitet als wissenschaftlicher Berater für die RAI, das staatliche italienische Fernsehen, und leitete zehn Jahre lang eine Zeitschrift für Grafik und Design.

Für die Reihe „Lebendige Biographien“ erhielt er 2004 den italienischen Andersen-Preis als bester populärwissenschaftlicher Autor. Diese Biografien der genialsten Denker und Erfinder aller Zeiten sind im Arena Verlag erschienen – und bei Audiolino als Hörbücher. (Verlagsinfo)

_Die Sprecher_

Jürgen Uter ist der Erzähler. Peter Kaempfe, der Sprecher der Erklär-Texte, lebt als Schauspieler, Regisseur und Autor in Bremen. Nach dem Schauspielstudium gründete er mit zwei Kollegen die Bremer „Shakespeare Company“ sowie das „Theater aus Bremen“, mit dem er bis heute international weit über 2000 Vorstellungen gab.

Daneben tritt er in Funk und Fernsehen auf, unter anderem im „Tatort“ und in der Kinderradiosendung „Bücherwurm grüßt Leseratte“ des Norddeutschen Rundfunks. Dank seiner ausdrucksstarken Stimme wurde er zu einem der erfolgreichsten Kommentatoren für Fernsehdokumentationen aller deutschen Sendeanstalten. Heute ist er in etlichen Hörspielen und Hörbüchern zu hören und tourt mit Live-Lesungen und einem Soloprogramm durch die Lande. (Verlagsinfo)

In weiteren Rollen diverse andere Sprecher u. a.

Michael Bentzien spielt die Solo-Gitarre: J. S. Bach, Vincenzo Galilei, Giuseppe Brescianello, Fernando Sor u. a..

Regie führte Rainer Gussek.

_Inhalte_

Isaac Newton (1642/43-1726), der genauso wie sein Vater heißt, hat zwei Geburtsdaten. Weil Engalnd noch nicht den neuen gregorianischen Kalender übernommt hat (das folgt erst ca. 1752), wird sein Datum noch nach dem julianischen Kalender berechnet: Es ist der Weihnachtstag 1642, also der 25.12. Nach gregorianischer Zeitrechnung kommt er am 4.1. 1643 zur Welt. Wenige Tage später wird König Charles I hingerichtet, und die Diktator des Oliver Cromwell beginnt. Sie dauert bis 1658, also fast 20 Jahre, und ist von Foltern, Verfolgung und Massakern gekennzeichnet. Der strenge Puritanismus Crommwells duldet weder kluge Frauen („Hexen“) noch fromme Katholiken, in den katholischen Ländern Irland und Schottland werden Tausende hingemetzelt.

Woolthorpe, Isaacs Geburtsort, liegt in Lincolnshire, unweit der Nordsee. Von Anfang an sehnt sich der Junge nach der Ferne, und als er Gelegenheit hat, die Bibliothek seines Onkels William, eines Vikars, zu lesen, macht er sich mit Gusto darüber her. Er wird Klassenbester und spricht und liest mit 16 fließend Latein, die Sprache der Gelehrten, der Wissenschaft – und der Kirche. Als sich schnell zeigt, dass er nicht zum Bauern taugt, geht er zur Universität Cambridge, damals noch ein Ableger der Uni in Oxford. Er muss dienen, um sich seinen Aufenthalt zu verdienen.

Schon als Junge hat er für die schöne Stieftochter von Apotheker Clark in Grantham Dinge gebastelt, darunter eine faltbare Laterne und jede Menge Sonnenuhren. Als er 1661 nach Cambridge kommt und den Eid ablegt, begeistert er sich schnell für die Lehren eines gewissen Cartesius aus Frankreich: René Descartes‘ Naturphilosophie basiert auf einem mechanistischen Weltbild aus diesseitiger Ursache und Wirkung, in dem eine höhere Macht keinen Platz hat. Das ist ebenso revolutionär – und ketzerisch – wie die Ansicht, die Erde kreise um die Sonne. Newton schert sich deshalb wenig um die veralteten, auf der Antike basierenden Lehrpläne und schließt sein Studium der Naturphilosophie, des Latein usw. 1665 ohne Auszeichnung ab.

Die Pest beraubt 1665 und 1666 England eines großen Teils der Bevölkerung, besonders in den Städten wütet das Virus, das durch Rattenflöhe übertragen wird. Das Große Feuer vom September 1666 zerstört 80% aller Gebäude innerhalb der Stadtmauern. Doch Newton hat sich schon 1665 nach Woolthorpe und Grantham in Sicherheit gebracht. Dort notiert er binnen 18 Monaten seine wichtigsten Gedanken und Erkenntnisse, experimentiert mit Prismen usw. Er begründet die Infinitesimal- bzw. Differentialgleichung, stellt eine Theorie des Lichts (Teilchen) und der Schwerkraft auf. Christian Huygens, einer der größten Wissenschaftler seiner Zeit, widerspricht ihm: Licht besteht aus Wellen. Es dauert fast 250 Jahre, um herauszufinden, dass beide recht haben.

1667 öffnet die Uni Cambridge wieder, nachdem die Pest vorüber ist. Newton arbeitet sich vom Minor zum Major Fellow hoch und macht seinen Magisterabschluss. Statt zu faulenzen wie seine gut bezahlten Kollegen, richtet er ein Labor ein und erzeugt Arzneien nach alchimistischen Prinzipien. Wenigstens glaubt er nicht an Schwarze Magie, wenn auch seine Versuche, aus Blei Gold zu machen scheitern. Er schenkt der Royal Academy of Sciences ein neuartiges Teleskop, das mit Spiegeln statt Linsen arbeitet. Deshalb verzerrt es das Bild nicht, sondern ist viel genauer. Die Academy wählt ihn zum Mitglied. Hier trifft er auf seinen Dauerfeind Robert Hooke, der ihm alles neidet und vorwirft. Mit seinen ketzerischen religiösen Ansichten hält Newton deshalb wohlweislich hinterm Berg.

1682 erscheint der Komet, der später nach Edmund Halley, seinem bekanntesten Erklärer, benannt werden wird. Newton ist Halleys wichtigster Förderer. Newton berechnet die Flugbahn des Kometen und stellt das Universelle Gravitationsgesetz auf, das überall im Kosmos Gültigkeit haben soll. Natürlich attackiert ihn Hooke sofort mit anderen Ansichten.

1687 erscheint Newtons erstes und wichtigstes Buch, die „Principia Mathematica“. Er stellt die drei Newtonschen Gesetze auf, die bis Einstein Gültigkeit haben werden: 1) das Trägheitsgesetz, 2) das Beschleunigungsgesetz und 3) das Gesetz der Wechselwirkung. Die Folgen sind weitreichend: Die Tiden werden ebenso berechenbar wie das Gewicht, das sich je nach Ort von der Masse unterscheidet (auf dem Mond ein Sechstel der Erdschwere).

König James II, der katholische Nachfolger Cromwells, scheitert mit seiner Restauration, auch in Cambridge, und man importiert jetzt die Könige: William von Oranien, also aus den Niederlanden, heiratet Königin Mary. (Später importieren die Briten deutsche Monarchen aus Coburg-Sachsen-Gotha, und die in „Windsors“ umbenannten Deutschen sind ja bekanntlich immer noch auf dem Thron.) Doch nun hat das Parlament das Sagen, und die Monarchie existiert nur noch konstitutionell.

Der König macht den nunmehr in London wohnenden Newton zu seinem Münzwardein, das heißt zum Prüfer der königlichen Münzanstalt. Er deckt zahlreiche Betrügereien auf und macht sich unbeliebt, doch der König macht Falschmünzerei fortan zu einem Kapitalverbrechen. Eine lange Friedenszeit bricht an, die man später das Augusteische Zeitalter nennen wird. Es endet spätestens mit dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763), der eine neue Weltordnung etabliert – und Napoleon Bonaparte den Weg bereitet.

Newton erwirbt höchste Ehren und wird mit Titeln überhäuft. Sobald sein Intimfeind Robert Hooke gestorben ist, wagt er es, sein Buch über die Optik zu veröffentlichen – er ist ja jetzt auch Präsident der Royal Academy. Kritiker und Rivalen wie Leibniz macht er platt. Er hat immer noch nicht geheiratet, aber seine Nichte Catherine Barton führt ihm den Haushalt. Sie hat insgeheim ein Verhältnis zu Newtons Mentor und Gönner Charles Montague, dem Lord von Halifax, und erbt nach dessen Tod ungeheuere Ländereien. Als er am 20.3.1726 alter Zeitrechnung (also 31.3.1727 neuer Zeitrechnung) an einem Blasenstein und Quecksilbervergiftung (wegen der vielen Laborexperimente) stirbt, vererbt er ihr ein Vermögen, das nach heutigem Wert 10 Mio. Euro beträgt.

Die Grabprozession, die ihn in Westminster Abbey zur letzten Ruhe geleitet, ist extrem umfangreich, und, wie wir aus Dan Browns Roman „Sakrileg“ wissen, befand sich der Dichter Alexander Pope in der Menge. In Newtons Grabmal sind ein Prisma, ein Teleskop und eine Karte des Sonnensystems eingelassen. Sein Erbe: ein geordnetes Universum, das von universellen Gesetzen regiert wird. Lang lebe die Mathematik.

_Mein Eindruck_

Das Hörbuch geht leicht verständlich vor, von der Geburt bis zum Tod der Hauptfigur. Da gibt es keine Schnörkel, keine Rückblenden. Und die Musik mit der klassischen Gitarre lädt zum Speichern und Verdauen des soeben Gehörten ein, so dass dies eines der gemütlichsten Hörbücher ist, die ich seit Langem gehört habe. Das Glossar im Booklet liefert dem neugierigen – oder verwirrten – Hörer etliche Erklärungen, so etwa zu Grundbegriffen, Phänomenen und Personen der Zeitgeschichte wie Leibniz. Was kann also schiefgehen? Eigentlich nichts.

Andererseits. Es müsste ja auch ein verborgener Mensch namens Newton existiert haben. Mehr als einmal erwähnt der Erzähler, Newton haben religiöse Ansichten und Überzeugungen besessen, die im Widerspruch zu den akzeptierten Lehren seiner Zeit standen. Seine Mitgliedschaft bei den Freimaurern ist mittlerweile bekannt, wird aber ebenso wenig thematisiert oder erläutert wie seine ketzerischen Ansichten, den Unitarismus. Daran lässt sich ablesen, dass diese „Biographie light“ wirklich nur die Oberfläche kratzt. Man sollte sie eher als Einladung verstehen, sich näher mit diesem Menschen zu beschäftigen.

Gut fand ich hingegen, dass Newtons Epoche nicht unter den Teppich gekehrt, sondern vielmehr zu einem biografischen Faktor gemacht wird. Wenn es die Pest nicht gegeben hätte, wäre er nie aufs Land gereist und hätte dort nie seine „Principia Mathematica“ ausgetüftelt. Wenn es das Great Fire of London anno 1666 gegeben hätten, hätte es keinen Bedarf an Wiederaufbau mit neuen Ideen gegeben. Der große Brand, so wird klar, stellt eine Zäsur zwischen dem mittelalterlichen und dem neuzeitlichen London dar. Es ist Newtons große Chance.

Zu diesen neuen Ideen gehören, wie erwähnt, die drei Newtonschen Gesetze rund um die Universalkraft der Gravitation. Auch mit der Optik hat er sich eingehend befasst, wie detailliert erklärt wird. Dass er sich mit Alchemie beschäftigte, wird erwähnt, aber nicht weiter vertieft. Wie jedoch die Wikipedia deutlich macht, hatten alchimistische Ideen, die Newton aus 370 Büchern schöpfte, beträchtlichen Einfluss auf seine Grundideen der Orbitalmechanik und des Spektrums (was „Erscheinung“ bedeutet). Während er sich öffentlich politisch korrekt gab, betrieb er also insgeheim verbotene Forschungen.

_Die Sprecher_

Mein Eindruck ist naturgemäß eng mit der akustischen Präsentation der Inhalte verbunden. Wir haben es mit einer quasi-szenischen Lesung zu tun, die wie ein Hörspiel daherkäme, wenn es eine dramatische Handlung besäße. So aber bekommen wir eine Vielzahl von Stimmen präsentiert. Da ist zum einen ein Erzähler, der die Einleitung und den Begleittext spricht.

Und schließlich spricht noch Newton himself in der Ich-Perspektive. Das ist für mich der wichtigste Beitrag gewesen, denn hier erfahren wir endlich, wie es bei Newtons so zuging. Diverse Stimmen kommentieren Newton und Ereignisse, und auch Robert Hooke trägt den einen oder anderen – recht komischen – Satz bei. Auch Hochrufe gehören zum Repertoire der Stimmen.

|Geräusche|

Im Gegensatz zum „Einstein“-Hörbuch sind bei „Newton“ kaum irgendwelche Geräusche zu registrieren. Vielleicht wurden sie als störend in den Hintergrund gedrängt. Mal hören wir Newton zeichnen, mal einen Biss in den berühmten Apfel. Applaus brandet bei den beliebten öffentlichen Hinrichtungen auf – ein makabrer Kommentar auf Newtons Epoche.

|Die Musik|

Eine prominente Zutat ist die Musik, die man nicht ohne Weiteres erwarten würde. Der Konzertgitarrist Michael Bentzien spielt Lauten- und Gitarrenstücke aus dem 18. und 19. Jahrhundert: von J. S. Bach, Fernando Sor, Giuseppe Brescianello, Vincenzio Galilei u. a. Die meisten Stücke, die als Pausenfüller oder im Hintergrund gespielt werden, sind ruhig und heiter, manche auch getragen und gravitätisch, wenige flott und dynamisch. Die Gitarre spielt das Intro und das Outro, ist also durchaus wichtig. Eine warme, heitere und abgeklärte Stimmung durchzieht die ganze Lesung.

Ganz am Schluss ist noch der Audiolino-Jingle zu hören. Er klingt wie eine Kadenz auf einem Glockenspiel.

|Das Booklet|

… enthält ein Glossar der wichtigsten Begriffe, von A wie Alchimie bis Z wie Zentripetalkraft. Man erfährt aber auch etwas über kompliziertere Begriffe wie etwa die Refraktion (in Prismen) oder den Halleyschen Kometen, der alle 75,3 Jahre an der Erde vorüberfliegt.

_Unterm Strich_

Die inszenierte Lesung ist für junge Leser gedacht, die an die großen Erfinder und Forscher herangeführt werden sollen. Daher darf man weder umfassende noch tiefschürfende oder gar komplizierte Zusammenhänge erwarten. Immerhin aber ergibt sich aus Newtons Biografie ein oberflächlicher Eindruck: Ein neugieriger Bursche, der durch die klassischen Schriften mit größeren Ideen in Kontakt kommt und klar erkennt, dass er ein öffentliches und ein geheimes Leben führen muss, um Erfolg in beiden haben zu können.

In diesem Licht wirkt die Bestattungszeremonie umso ironischer, denn sie ehrt nur den öffentlichen Menschen Newton, nicht den Ketzer und Alchimisten Newton. Kein Geringerer als John Maynard Keynes, der immerhin ein einflussreiches Wirtschaftsmodell erfand, nannte Newton den „letzten Magier seiner Zeit“ und nicht etwa den ersten Wissenschaftler. Man sollte beide Erscheinungen – Spektren – dieses Forschers zusammensehen, will man ihn ganz verstehen. Zum Glück geht das Hörbuch auch auf seine allzu menschlichen Seiten ein, etwa auf das geckenhafte Auftreten, das Niederhalten von Rivalen und die intensive Imagepflege.

|Das Hörbuch|

Diese inszenierte Lesung lebt vor allem von den Stimmen und der Musik. Die Stimmen präsentieren Newton und seine Landsleute, während die Musik seine Zeit zumindest anklingen lässt. Ob die gespielten Stücke so richtiges Barock sind, wage ich zu bezweifeln, aber sie sind sehr angenehm zu hören – ganz besonders für Gitarristen wie mich. Bach (1685-1750) etwa kommt erst nach Newtons Tod richtig zur Geltung, und Sor (1778-1839) gehört ins 19. Jahrhundert. Brescianello hingegen lebte von ca. 1690 bis 1758, starb in Stuttgart und ist schon eher als Zeitgenosse Newtons zu bezeichnen. Wie auch immer: Die Gitarrenstücke laden zum Verdauen der vielen Fakten aus Newtons Leben und Ideengut ein.

|Audio-CD mit 70:27 Minuten Spieldauer
Originaltitel: Newton e la formula dell‘ antigravità, 2008;
Aus dem Italienischen von Anne Braun
ISBN-13: 978-3867371339|
http://www.audiolino.de

Die drei ??? – Und die Geisterlampe (Sonderfolge) (Hörspiel)

Ursprünglich als Download-Kurzgeschichten für den 2011er Drei-???-Online-Adventskalender konzipiert und alle zwei Tage veröffentlicht, schaffte es auch diese 12-teilige Anthologie nun als gesammelte Ladung gepresst auf 3 CDs aus den Pforten EUROPAs. Erstaunlicherweise nachdem die Buchfassung längst die Händlerregale bevölkerte – obwohl die Audiofassung ja bereits vorher fertiggestellt war.

Die drei ??? – Und die Geisterlampe (Sonderfolge) (Hörspiel) weiterlesen

Nix, Garth – Mächtiger Samstag (Die Schlüssel zum Königreich 6) (Hörbuch)

_|Die Schlüssel zum Königreich|:_

01 [„Schwarzer Montag“ 3719
01 [„Schwarzer Montag“ 3172 (Hörbuch)
02 [„Grimmiger Dienstag“ 3725
02 [„Grimmiger Dienstag“ 4528 (Hörbuch)
03 [„Kalter Mittwoch“ 4242
03 [„Kalter Mittwoch“ 5101 (Hörbuch)
04 [„Rauer Donnerstag“ 4831
04 [„Rauer Donnerstag“ 5051 (Hörbuch)
05 [„Listiger Freitag“ 5626
06 _“Mächtiger Samstag“_
07 „Goldener Sonntag“

_Die Erstürmung des Himmels: Arthurs sechste Station_

Arthur Penhaligon war eigentlich dem Tod geweiht. Doch man ließ ihn nicht sterben, sondern erlegte ihm eine schier unlösbare Aufgabe auf: Er muss sieben Schlüssel zum Königreich von sieben Erzfeinden besorgen. Arthur Penhaligon, Held wider Willen, hat Großes geleistet: Fünf Gegner sind besiegt und mussten ihre Schlüssel an ihn abgeben.

Nun ist nach fünf Abenteuern die Jagd auf den Schlüssel der mächtigen Lady Samstag dran. Sie ist die älteste Bewohnerin und größte Zauberin des HAUSes, und sie befehligt unzählige Magier. Ehe Arthur sich’s versieht, muss er an allen Fronten kämpfen: Das Nichts droht, das HAUS aufzulösen, Arthurs Mutter ist verschwunden. Seine Heimatstadt wird angegriffen. Er kann nicht einmal in das anscheinend uneinnehmbare Ober-HAUS gelangen – und selbst wenn: Den sechsten Schlüssel zu erobern ist vielleicht nicht ausreichend, um die zaubernden Horden von Lady Samstag und ihr Streben nach der absoluten Macht aufzuhalten … (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Hörbuch ab zehn Jahren.

_Der Autor_

Garth Nix wurde 1963 in Melbourne / Australien geboren. Nach seinem Studium arbeitete er in einer Buchhandlung, später als Verleger, Buchhandelsvertreter, Zeitungsredakteur und Marketingberater. Seit 2002 bestreitet er seinen Lebensunterhalt ausschließlich als Autor. Er lebt heute mit seiner Frau, einer Verlegerin, und seinem Sohn in einem Vorort von Sydney. Zu seinen bekanntesten Büchern gehört die „Abhorsen“-Trilogie, die komplett bei Carlsen und Lübbe erschienen ist („Sabriel“, „Lirael“, „Abhorsen“).

_Der Sprecher_

Oliver Rohrbeck, geboren 1965 in Berlin, ist Schauspieler und Synchronsprecher. Er ist bekannt für seine Sprechrolle als Justus Jonas in der Hörspielserie „Die drei Fragezeichen“. Als Sprecher synchronisierte er Hauptrollen in vielen Filmen und ist die deutsche Stimmbandvertretung von Ben Stiller.

Rohrbeck liest eine von Frank Gustavus gekürzte Fassung. Regie führte Kerstin Kaiser, die Aufnahmeleitung hatte Christian Päschk. Die Musik steuerte Andy Matern bei.

_Der Komponist_

Andy Matern wurde 1974 in Tirschenreuth, Bayern geboren. Nach seiner klassischen Klavier-Ausbildung arbeitete er einige Jahre als DJ in Clubs. Seit 1996 ist er als freiberuflicher Keyboarder, Produzent, Remixer, Songwriter und Arrangeur tätig. Er kann trotz seiner jungen Jahre bereits mehr als 120 kommerzielle CD-Veröffentlichungen vorweisen. Darunter finden sich nationale und internationale Chart-Platzierungen mit diversen Gold- und Platin-Auszeichnungen.

Bereits Andy Materns erste Hörbuch-Rhythmen erreichten schnell Kultstatus bei den Fans und der Fachpresse. Durch seine musikalische Mitarbeit wurde „Der Cthulhu Mythos“ zum besten Hörbuch des Jahres gewählt (Deutscher Phantastik Preis 2003). Andy Matern lebt und arbeitet in München. (Verlagsinfos)

_Der Hintergrund _

Gepriesen sei die Architektin! Sie schuf die wahre Welt, das HAUS. Dies ist der Mittelpunkt aller Schöpfung, das Königreich aller Realität. Es ist eingeteilt in die sieben Wochentage von Montag bis Sonntag, und diese wiederum sind in jeweils zwölf Stunden eingeteilt. Minuten- und Stundenzeiger sind die Insignien eines jeden Tages – und mächtige Instrumente.

Rundherum liegen die sekundären Reiche, zu denen auch unsere bescheidene Welt zählt. Und SIE ließ alles darin archivieren. Als SIE sah, dass es gut war, verabschiedete SIE sich, hinter ließ jedoch das VERMÄCHTNIS, in dem sie bestimmte, dass nur Sterbliche das Königreich erben können. Das VERMÄCHTNIS besteht vollständig aus Text, wie sich denken lässt. Doch die sieben Treuhänder vollstreckten das VERMÄCHTNIS nicht, sondern teilten sich die Macht in ihren sieben Herrschaftsbereichen. Das VERMÄCHTNIS teilten sie in sieben Stücke, von denen jedes woanders versteckt wurde.

Eines Tages begab es sich, dass das Bruchstück von MONTAG, ein auf einem toten Stern in Glas versiegelter Kristall, der von metallischen Wächtern bewacht wurde, von einem Inspektor des ARCHIVs begutachtet wurde. Die Wächter, nach Äonen des Wachens müde geworden, meldeten dem Inspektor keinerlei besondere Vorkommnisse. Doch als er sich die Nase putzte, bemerkte er aus dem Augenwinkel ein kleines flinkes Etwas vorbeihuschen. Nein, dachte er, ich muss mich getäuscht haben.

Doch er hatte sich nicht getäuscht: Ein kleines Stück VERMÄCHTNIS-Text bemächtigt sich jedoch der Transferplatte, mit der er vom ARCHIV gekommen ist, und verschwindet damit. Oh-oh, denkt der Inspektor. Damit hat er Recht. Wenig später kommen zwei großmächtige Herren, die Silberstöcke tragen. Sie sagen, sie kämen von einem, der sogar noch höher stehe als MONTAG. Oh-oh, denkt der Inspektor. Das gibt großen Ärger.

_Handlung_

|Lady Samstag|

Lady Erhabener Samstag überblickt ihre Domäne. Sie steht in ihrem gläsernen Büro auf der Spitze eines sechs Kilometer hohen Turmes auf Bürozellen. An diesem Turm wird seit rund zehntausend Jahren gebaut, und sein Ziel ist unübersehbar: der Boden der Domäne von Lord Sonntag. Dessen unvergleichliche Gärten, gestützt von vier riesigen Bäumen, haben an ihrer Unterseite eine Schwachstelle, durch die Lady Samstag mit einem Sturmbock stoßen will, um seine Domäne zu erobern. Denn diese, so behauptet sie, stehe rechtmäßig ihr zu.

Ihr Verwalter, Abenddämmerung, tritt vor, um Bericht zu erstatten. Das vorrückende Nichts habe bereits die Fernen Weiten und das Untere HAUS verschlungen, es schicke sich nun an, das Mittlere HAUS anzugreifen. Lady Samstag ist sich der Präsenz des Thronanwärters namens Arthur Penhaligon wohl bewusst, und auch der Pfeifer, der Thron Sohn der ARCHITEKTIN, hat Absichten auf ihre Herrschaft. Doch Arthur befindet sich noch in den Sekundären Reichen der Sterblichen. Die Herrscherin befiehlt die Beseitigung der Kinder des Pfeifers und den Angriff auf Sonntags Domäne in vierzig Minuten, also exakt um Mitternacht.

|Arthur|

In den Sekundären Reichen, die unserer bekannten Welt entsprechen, stehen die Dinge nicht zum Besten. Arthur hat zwar Dr. Freitag besiegt und zahlreiche Schläfer aus ihrem HAUS befreit. Doch wohin mit 2000 Schlafenden? Seine Freundin Blatt und er sind ratlos. Martine, die Assistentin von Lady Freitag, hilft ihnen.

Da ruft Erasmus, Arthurs ältester Bruder, an: Alle sollten spätestens in zehn Minuten in einen Bunker oder tiefen Keller. Der Grund: Das militärische Oberkommando hat beschlossen, den „Seuchenherd“ zu beseitigen und will dann vier Atombomben auf das östliche Krankenhaus abwerfen! Arthur befindet sich davon nur einen Kilometer entfernt. Was soll er tun? Er nimmt seinen fünften Schlüssel und verhängt einen Zeitstopp über seiner Stadt, der sie wie eine Blase schützt. Die Uhrzeiger bleiben bei 23:57 Minuten stehen. Aber für wie lange?

|Im HAUS|

Er öffnet ein Portal zum Haus und begibt sich in Lord Montags Thronsaal. Doch auch dorthin ist das Nichts bereits vorgedrungen. Er gebietet ihm Einhalt, und die Nichts-Woge bleibt stehen. Er braucht einen Ratgeber: Dr. Skamandros. Er transferiert dorthin und findet ihn im Kohlenkeller, während hinter ihm das Nichts das Untere HAUS verschlingt. Dr. Skamandros rät ihm zu einem Besuch beim ALTEN, der an eine riesige Uhr gekettet sei. Doch der ALTE fragt ihn nur, was Arthur eigentlich wolle, wenn er das Erbe der ARCHITEKTIN antrete. Eines ist klar: Arthur ist bereits zu sechs Zehnteln ein unsterblicher Bürger des HAUSes.

Er transferiert mit Skamandros zur Zitadelle in der vierten Domäne. Hier hält DAME PRIMUS die Stellung für ihn, besitzt sie doch die anderen vier Schlüssel. Die große Machtfülle macht sie hochnäsig. Sie verplappert sich sogar: Die Vernichtung des HAUSes, so hoffe, sie, werde verzögert. Arthur beharrt auf dem Aufhalten der Zerstörung. Nach einigen Debatten einigen sie sich darauf, dass sie sich teilt, um andere Aufgaben zu erledigen, während er sich zu Samstags Domäne aufmacht, um der Lady ihren Schlüssel und den sechsten Teil des Vermächtnisses abzunehmen. Lord Sonntag hat sich in einem Brief an Arthur für neutral erklärt.

|Die Domäne von SAMSTAG|

Das Pfeiferkind Susi Blau begleitet ihn, und mit ihr und einer zur Intelligenz erhobenen Ratte namens Stachelborste gelangen sie unentdeckt in die untersten Tiefen der sechsten Domäne. Dr. Skamandros hat ihm ein Schutz-Etui für den fünften Schlüssel gegeben. Überall lauern hier Wachtzauberer darüber, dass kein Unbefugter Magie einsetzt.

Mit Stachelborstes Hilfe verkleiden sich Arthur und Susi in Pfeiferkinder, die als „Schmieraffen“ für alle technischen Arbeiten am hohen Turm von Lady Samstag zuständig sind. Eine Transportkette bringt sie aus dem Untergrund an die Erdoberfläche der Domäne. Hier trifft ihn der Regen, der ständig fällt, zum ersten Mal, und erstmals hört er die Stimme des Vermächtnisses in seinem Kopf. Es ruft ihn, damit er es findet. Aber noch stellt er keinen Zusammenhang zwischen der Stimme und dem Regen her, das wäre ja auch zu unwahrscheinlich. Doch nach dem dritten Ruf ist die Schlussfolgerung unausweichlich: Er muss das Becken finden, wo sich der unablässige Regen sammelt.

Dem schiebt Alice, die Truppführerin der Schmieraffen, entschieden einen Riegel vor. Sie will ihr Leben noch eine ganze Weile behalten und kann mit Verrätern oder Spionen rein gar nichts anfangen. In letzter Sekunde entdeckt er Alices Verrat. Doch die Wachtzauberer werden auf ihn aufmerksam, als er den fünften Schlüssel einsetzt …

|Zeitstopp|

Unterdessen bemerkt Blatt im Krankenhaus, dass der Minutenzeiger der Uhr im Krankenhaus um eine Minute vorgerückt ist. Martine ist aus Angst vor dem Ende geflohen. Wie soll sie, Blatt, alleine 2000 Schläfer in eine atombombensichere Unterkunft bringen? Da erschüttert ein Beben das Krankenhaus. War das die Bombe – oder etwas aus dem HAUS?

_Mein Eindruck_

Die Story braucht diesmal einen langen Anlauf, um so richtig in die Gänge zu kommen. Arthur braucht beine Weile, um die wahre Lage der Dinge herauszubekommen, sowohl im HAUS, dessen Bürger er wird, aber auch in seiner Heimat. Ob der Zeitstopp, den er als Magier dort bewirkt, wirklich hält? Wir wagen es zu bezweifeln. Und als verlautet, dass der Pfeifer im HAUS eine Nichts-Bombe gezündet habe, kommt der Verdacht auf, dass es einen Zusammenhang geben könnte. Doch Arthurs Showdown mit dem Pfeifer lässt bis Band 7 auf sich warten.

Spannender ist da schon Arthurs Vordringen in Samstags Herrschaftsbereich. Die Domäne wird von einem babylonischen Turm beherrscht, der nichts weniger als die Eroberung des Himmels zum Ziel hat, nämlich die Domäne von Lord Sonntag. Die Parallele zum Alten Testament ist unübersehbar. Doch hier herrscht kein „babylonisches Sprachengewirr“, sondern eine streng überwachte Hierarchie: Die Bürger-Magier auf der einen Seite, die Pfeiferkinder auf der anderen.

Eine Sache, die Arthur und Susi beträchtlich hilft, ist der Umstand, dass den Pfeiferkindern von den Bürgern regelmäßig das Gedächtnis „geschrubbt“ wird. Wenn sie also keine Ahnung von ihrem neuen Job haben, lässt sich das ganz leicht entschuldigen. Doch sobald er seinen fünften Schlüssel einsetzt, um sich eines misstrauisch gewordenen Bürgers zu erwehren, ergreift die Bürokratie Gegenmaßnahmen. Zu seinem Glück verkündet Lady Samstag in dieser brenzligen Lage die Endphase des Angriffs auf Sonntags Domäne.

Dass sich der sechste Teil des Vermächtnisses im Regen verbirgt, der à la „Blade Runner“ fortwährend fällt, habe ich schon erwähnt. Doch welche Endform das Vermächtnis besitzt und wie es ihm helfen kann, soll hier nicht verraten werden. Richtig gut wie das Finale: Der „Sturmbock“ schlägt ein, und die Eroberungsschlacht um Lord Sonntags Domäne ist schnell in vollem Gang. Dessen Verteidiger sind ungewöhnlich: Insekten und Würmer. Arthur ist nun scharf auf Lady Samstags Schlüssel …

_Der Sprecher_

Oliver Rohrbeck ist ja schon ein alter Hase im Synchronsprechergeschäft und in Sachen Hörspielserie (s. o.). Seine „normale“ Stimme eignet sich gut für Kinderstoffe, also Märchen, Fantasy und ähnliches, denn sie erklingt nicht besonders tief oder autoritär, ist also sympathisch. Jedenfalls alles andere als furchteinflößend, schon gar nicht, wenn er mit der hohen Stimme einer weiblichen Figur spricht, oder sich gestelzt und hochnäsig ausdrückt, etwa als Dame Primus. Vielfach erklingen im Turm Meldungen, Berichte und Befehle, die alle sehr autoritär und streng daherkommen. Diesmal ist für zwischenmenschliche Gefühle kaum Platz.

Doch da es in der Geschichte einige bedrohliche Situationen darzustellen gilt, muss Rohrbeck zu ein paar Hilfsmitteln greifen. Er kann ohne Weiteres seine Stimmlage absenken, um autoritär zu wirken, er kann sie aber auch verzerren, denn mehrfach wird durchs Telefon gesprochen. Und wenn die Figuren denken, so spricht er mit einem deutlichen Halleffekt und mit doppelter Stimme. Das sollte jedem jungen Zuhörer klarmachen, dass im Augenblick nicht laut geredet wird.

|Geräusche|

Die Tonregie hat diesmal eine Unmenge von Geräuschen hinzugemischt. Dazu gehören vielfach metallische Sounds und das Zischen von Dampf – Samstags Domäne ist vollmechanisiert. Im Finale sind vielfach Knalle, Kampfgeräusche und ein Donnern zu hören. Sind dies Kanonen – oder Atombombenexplosionen aus den Sekundären Reichen?

|Die Musik|

Die Hintergrundmusik von Andy Matern wird meist recht dezent und vielfältig eingesetzt. Sie drängt sich niemals in den Vordergrund, sondern bildet einen Klangteppich, der unterbewusst die Emotionen des Zuhörers steuert, die der jeweiligen Szene angemessen sind. Das kann sowohl bedrohlich als auch fröhlich, dynamisch oder entspannt wirken. Wer genau hinhört, kann hören, wie die einzelnen Motive wiederholt werden. Eines davon erinnerte mich stark an den Soundtrack von „Inception“: ein von Bläsern getragener Teppich von tiefen Akkorden.

Die Instrumente sind in der Regel elektronisch, nur bei einem wiederkehrenden Leitmotiv – eine kurze Abfolge von elegischen Tönen – wird ein elektrisches Piano eingesetzt. Ich fand die Musik, die überraschend häufig zu hören ist, sehr passend. Ihre vielfältige Dynamik ist ernstgemeint und kein Kasperletheater, genau richtig für das Thema des Kampfes und der Eroberung des HAUSes.

_Unterm Strich_

Auch dieses sechste Hörbuch des siebenteiligen Zyklus „Die Schlüssel zum Königreich“ wartet mit zahlreichen Rätseln, Wundern, Gefahren und Kämpfen auf. Der junge Zuhörer bangt mit Lord Arthur ebenso mit wie mit der jungen Blatt, die auf ihre eigene Art ums Überleben kämpfen muss.

Nachdem er bereits fünf Schlüssel erobert hat, tritt Arthur recht autoritär auf. Dazu steht seine immer noch zaghafte, jungenhafte Stimme, die der Sprecher ihm verleiht, in einem gewissen Widerspruch, der mich verwirrt hat. Arthur erscheint schwach, wo er eigentlich stark ist. Zusammen mit Susi und dem Vermächtnis setzt er sich gegen zahlreiche Widersacher durch, bis er sich schließlich dem finalen Angriff von 5000 Bürgern und Lady Samstag auf Sonntags Domäne anschließt.

Würde man dieses Finale als Anime realisieren, wäre ein gewaltiges Panorama vonnöten, denn die Ausmaße von Trum, Rakete und Sturmbock sind gigantisch – die Apotheose der Maschinerie. Die Viktorianer hätten dies geliebt, und das steht völlig in Einklang mit der grundlegend viktorianischen Kultur und Umgebung des HAUSes. Warum der Autor ausgerechnet diese vergangene Epoche gewählt hat, bleibt sein Geheimnis. Aber es distanziert das HAUS von Arthurs eigener Gegenwart und erlaubt dem Leser bzw. Hörer dadurch einen eigenen Standpunkt, der Kritik erlaubt.

Der Sprecher Oliver Rohrbeck bietet dem Hörer, vor allem dem kindlichen Zuhörer ab 12 bis 13 Jahren, eine breite Palette von stimmlichen Tonlagen und Klang-Effekten, die zu einer Charakterisierung verschiedenster Wesen beitragen. Mit ein wenig Phantasie kann sich der Zuhörer daher die fremde Welt des HAUSes viel besser vorstellen. Die Geräusche tragen noch mehr zum Realismus bei, überlagern aber nie den Vortrag.

Dennoch fragte ich mich zu Anfang und in der Mitte, wann die Handlung denn endlich spannend werden würde. Die Action lässt bis zur vierten CD auf sich warten. Und dann fällt der Showdown mit der Zauberin auch noch aus. Ich war ein wenig enttäuscht, aber vielleicht wird Samstag noch für Band 7 gebraucht.

Ein Vergleich mit dem Buch deckt zahlreiche Kürzungen auf. Außerdem entgehen dem Hörer so die schönen Zeichnungen, die Daniel Ernle beigesteuert hat.

|4 Audio-CDs mit 269 Minuten Spieldauer
Originaltitel: Superior Saturday (2008)
Aus dem Australischen Englisch von Axel Franken
ISBN-13: 9783785738474|
http://www.luebbe.de

_Garth Nix bei |Buchwurm.info|:_

[„Sabriel“ 1109 (Das alte Königreich 1)
[„Lirael“ 1140 (Das alte Königreich 2)
[„Abhorsen“ 1157 (Das alte Königreich 3)

Sonnleitner, Marco (Autoren) / Minniger, André (Hörspiel) – Die drei ??? – … und der Feuergeist (Folge 158) (Hörspiel)

_Zur Story_

Ein Fahrradunfall Peters bringt die drei Fragezeichen in Kontakt mit Michelle, die in der „Califia“ – Rocky Beachs kleinem Opernhaus – als Requisitorin arbeitet. Dort will sie in den Katakomben eine seltsame, pelzige Gestalt gesehen haben. Justus, Peter und Bob lassen sich inkognito als „Studenten“ einschleusen, um die Ermittlungen aufzunehmen. Dabei stellen sie fest, dass das Opernvölkchen zwar durch die Bank ein ziemlich schräges ist, aber dass zumindest Michelle nicht an Halluzinationen leidet. Sie sehen die Gestalt dort ebenfalls, ziehen bei der Verfolgung durch die alten Gewölbe jedoch den Kürzeren.

Vielleicht gar ein Außerirdischer – wie Peter glaubt? Immerhin ist gerade SETI-Koryphäe Abakulow zu einem Vortrag in der Stadt. Den finden die drei übrigens zusammengeschlagen bei den Müllcontainern hinter dem Opernhaus. Die Spurenlage ist dürftig und das Motiv sowie die Zusammenhänge unklar. Weitere Missetaten folgen in der Aufführung der „Zauberflöte“, als die Kulissen in Flammen aufgehen und ein Diebstahl stattfindet. Ausgerechnet das ominöse, wie bei den Mächtigen der Stadt gefürchtete, Notizbuch von Unterweltboss und Opernliebhaber Moody Firthway kommt im Trubel um den offensichtlich absichtlich gelegten Brand abhanden.

_Eindrücke_

Marco Sonnleitners Buchvorlage von 2011 hat im Fandom nicht nur Lobeshymnen, sondern auch Kritik einstecken müssen. Bemängelt wurden dabei – neben einigen Logikfehlern – unter anderem die manchmal nicht ganz nachvollziehbare sowie leicht konfuse Erzählstruktur dieses Falles. Inwieweit dies zutrifft, muss jeder nach der Lektüre selbst entscheiden. Für die Hörspieladaptionen gelten grundsätzlich abgewandelte Regeln. Das Skalpell von Skript-Chirurg André Minninger hat schon so mancher Story durch Straffung eine Schönheitskur verpasst. Auch der „Feuergeist“ profitiert von diesem Facelift, indem schmückendes, aber prinzipiell unnötiges, Geplänkel des Buches entfernt wurde, ohne die Geschichte zu sehr zu verstümmeln. Daran, dass immer noch manche Ungereimtheit in Bezug auf das in Teilen arg herbeigedichteten Plot bestehen, konnte dies allerdings nichts ändern.

So etwa dem Spielplan des kleinen Opernhauses mit finanzieller Schieflage, bei dem in einer Woche gleich mehrere verschiedene Monumentalstücke aufgeführt werden. „Aida“ und „Zauberflöte“ wurden aber von den Soundtüftlern Hagitte und Bertling wenigstens mit korrekten, sprich: passenden, Arien der jeweiligen Opern unterlegt. Respekt für diese Detailverliebtheit. Ansonsten gibt es hauptsächlich die sattsam bekannten Soundbites aus dem EUROPA-Archiv als Geräuschkulisse. Daran gibt es aber überhaupt nichts auszusetzen, sofern sie passen – und das tun sie. Sprecherisch gibt es auch eigentlich nur Positives zu vermelden, wiewohl Russe Abakulow einen seltsam hispanischen Akzent zur Schau trägt und Intendant Ronald Pounder – eingedenk seines amerikanischen Namens – sehr italienisch klingt bzw. ebensolche Phrasen und Schlagwörter zum Besten gibt. Der guten Atmosphäre an sich tut dies aber keinen Abbruch.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

_Sprecher und Figuren_

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Ulrike Stürzbecher (Michelle), Jürgen Kluckert (Ronald Pounder), Oliver Böttcher (Maurice Bright), Heidi Schaffrath (Betsy), Isabel Navarro (Isabella), Peter Striebeck (Moody Firthway), Eric Schäffler (Vladas Abakulow), Mike Olsowski (Polizist), Konstanze Ullmer (Jenna) sowie Olaf Kreutzenbeck, Rainer Fritsche, Claus Fuchs, Jannik Endemann

_Fazit_

Der Fall „Feuergeist“ beweist wieder einmal, dass ein Drei-???-Hörspiel der Buchvorlage zuweilen nicht nur das Wasser reichen, sondern insgesamt auch das stimmigere Gesamtbild bieten kann. Zwar ist die – wie üblich – solide EUROPA-Produktion nicht in der Lage alle Macken des Grundmaterials vollständig auszubügeln, kommt aber dank strammerer Gangart definitiv griffiger auf den Punkt, ohne dabei etwas vom Flair der Opernwelt zu opfern – was diesmal auch Teil des Pädagogikgedankens ist, der bekanntlich beinahe jeder Geschichte innewohnt. Dass natürlich auch wieder einige geliebte Serienklischees bedient werden, ist da recht und billig. Folge 158 liegt summa summarum innerhalb des stabilen Mittelfelds und kann auch Serien-Neulingen nahezu uneingeschränkt empfohlen werden.

|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 56 Minuten
Erzählt von Marco Sonnleitner nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2012
EAN: 886979232822|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 100 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book

Sonnleitner, Marco (Autoren) / Minniger, André (Hörspiel) – Die drei ??? – Nacht der Tiger (Folge 159) (Hörspiel)

_Die Handlung:_

Wer ist der unbekannte Auftraggeber im neuen Fall der drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach? Wie von Geisterhand erscheinen verschlüsselte Botschaften auf dem Computerbildschirm in der Zentrale. Justus‘ Ehrgeiz ist geweckt und die drei ??? beginnen zu ermitteln. Sie lösen die komplizierten Rätsel des Unbekannten und folgen seiner Spur. Dabei werden die drei Jungen immer tiefer in dubiose Machenschaften verstrickt. Als sich herausstellt, dass ein guter Freund von ihnen als Täter infrage kommt, stehen Justus, Peter und Bob vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie ihren Freund ausliefern oder der Polizei die Wahrheit verschweigen? Justus fasst einen Plan – und die drei ??? entdecken das Unvorstellbare in der „Nacht der Tiger“… (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Jedem Fan der Serie wird die Kaufentscheidung dieser Folge durch den Klappentext schon abgenommen. „Komplizierte Rätsel“ sind das Brot und Butter der Detektiv-Fans und gehören für die meisten Hörer einfach zu einer guten Folge dazu.

Erstmal gehts allerdings mit einem breiten Grinsen los, als Bob die Freunde mit seinen Künsten als Bauchredner unterhält, das macht er in der Folge auch zwischendurch immer mal wieder. Der Spruch von Justus: „Klingt wie Gollum“ kommt dabei nicht von ungefähr, ist Andreas Fröhlich doch in der Tat die deutsche Synchronstimme des Charakters aus Tolkiens Werken.

Generell geht diese Folge leichtgemütiger los als viele anderen Abenteuer der drei. Mit einem Spruch von Peter, der glatt als Abschlusslacher getaugt hätte. Dazu gibts dann noch die passende Musikuntermalung und man kommt sich vor wie im Varieté. Der Spaß findet aber schnell ein Ende und wird durch nächtliche Spannung auf dem Schrottplatz … Entschuldigung … Gebrauchtwarencenter abgelöst. Zur Auflockerung gibts in dieser Folge aber auch immer wieder was zum Lachen, vielleicht um die jüngsten Hörer nicht zu sehr zu gruseln.

Eine gehörige Portion Spannung müssen und dürfen sie in der „Nacht der Tiger“ aber dennoch ertragen. Es gilt nämlich nicht nur die recht langen Rätsel „eines lyrisch begabten Hackers“ zu entknobeln, sondern auch Observationen und Verfolgungen zu erleben und die drei Jungs werden zwischendurch selbst zu Einbrechern. Dazu kommt noch ein ungewohnter, unerwarteter und extrem unfreundlicher Inspektor Cotta, der die drei Jungdetektive ziemlich harsch abblitzen lässt.

Was mich nach der Lehrstunde von Justus zum Thema „Computer-Sicherheit“ allerdings gewundert hat: Die drei Detektive überlassen ihrem PC-Eindringling die komplette Kontrolle über den Rechner. Dass sie ihre Daten vorher gesichert haben, ist ja schön und gut, aber der Eindringling kann hier auch alles lesen, nicht nur alles löschen.

|Tonproblem|

Diesmal fällt in der gewohnt lebendig arrangierten Abmischung der Folge etwas seltsam auf. In Track 9 wird der Ton plötzlich mitten in einer Unterhaltung sehr dumpf, als ob die drei Detektive die Hand vor den Mund nehmen beim Sprechen. Vielleicht hat jemand im Studio an der Stelle grad seine Kaffeetasse aufs Mischpult gestellt und dabei einen Regler verschoben. Dieser Teil ist der Qualitätssicherung offenbar durch die Ohren gerutscht vor der Pressung.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Tante Mathilda: Karin Lieneweg
Onkel Titus: Hans Meinhardt
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Caroline Cotta: Michaela Mahlich
Morton: Andreas von der Meden
Sergeant Donatelli: Peter Weis
1. Mann: Robin Brosch
2. Mann: Gerhart Hinze

|Trackliste:|

1. Bauchangelegenheiten
2. Spurensuche
3. Nacht der Tiger
4. Unter Druck
5. Schwarze Stiere
6. Clever
7. In Teufels Küche – und Schrank
8. Mut zur Wahrheit
9. Schlagende Ziegen
10. Erstens kommt es anders …
11. … und zweitens als man denkt

|Technik-Credits:|

Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Marco Sonnleitner
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Conrad, Betty George, Morgenstern
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für „Die drei ???“-Merchandise-Artikel. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 160 „Geheimnisvolle Botschaften“. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe und die Trackliste.

_Mein Fazit:_

Das rundum gut gelungene Abenteuer der Jungdetektive kann hier über eine Stunde spannend unterhalten. Es gibt lange Rätsel zu entschlüsseln, Handfestes zu erleben, in Häuser einzubrechen, Ermittlungen anzustellen, einem unfreundlichen Inspektor zu begegnen, einen alten Freund zu verdächtigen und vor allem einen stetig ansteigenden Spannungsbogen zu ertragen. Außerdem erfahren wir fast, wie Inspektor Cotta mit Vornamen heißt.

Hier gibts beste Unterhaltung, die jüngere Hörer und altgediente Fans gleichermaßen zufriedenstellt.

|1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 65 Min.
Tracks: 11
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
EAN: 886979232921|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

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John Sinclair – Stellas Rattenkeller (Folge 79)

Die Handlung:

Charlotte Whitehead hatte sich von ihren Eltern losgesagt, um ein neues Leben zu beginnen Doch kaum steht sie auf eigenen Beinen, stirbt die junge Frau unter tragischen Umständen. Bei ihrer Beerdigung bricht plötzlich eine Rattenplage aus, der auch ihre Eltern zum Opfer fallen! Steckt Charlottes irrer Bruder Roy dahinter, der sich selbst als »Rattenkönig« bezeichnet? Wie konnte er überhaupt aus der Anstalt fliehen? Ganz offensichtlich sind dämonische Kräfte am Werk … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 227 gemacht, der erstmalig im November 1982 erschienen ist. Und es geht ziemlich fies los … allerdings mal so ganz ohne Teufel und Dämonen, sondern mit einer bösen Frau, die ihre kleine Tochter in den Keller sperrt. Hier gibts Ratten und schon haben wir den Titel dieser Sinclair-Story auch schon komplett.

John Sinclair – Stellas Rattenkeller (Folge 79) weiterlesen

Mark Brandis: Triton-Passage (Folge 23)

_Die Handlung:_

2133: Mark Brandis ist seit 240 Tagen als Gastpilot auf einem neuen Schiff unter dem Kommando von Cmdr. Elmar Busch. Statt eines Testfluges verharrt die EXPLORATOR jedoch regungslos im Weltraum, um den möglicherweise bevorstehenden Ausbruch des Sterns Eta Carinae in eine Hypernova zu beobachten. Eine ereignislose Schicht löst die andere ab. Als Mark Brandis durch VEGA-Direktor John Harris von einem gestrandeten Republikenschiff im Orbit des Planeten Neptun erfährt, gerät er in ein moralisches Dilemma – denn der offizielle Befehl ist unmissverständlich: um keinen Preis darf das Schiff die Beobachtungsposition verlassen! (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Eine Raumfahrt die ist lustig … nein, leider nicht diese. 240 Tage schmachtet Brandis schon an Bord der EXPLORATOR und Michael Lott bringt dem Hörer dessen Gemütszustand auch sehr glaubhaft ins Ohr. Er ist halt genervt und gelangweilt.

Die Nachricht vom gestrandeten Republikenraumer HAN WU TI kommt ihm da doppelt gelegen. Zum einen bietet sie Brandis Gelegenheit seinem Beschützer-von-Witwen-und-Waisen-Trieb nachzugeben und der Langeweile zu entfliehen, zum anderen kann auch der Hörer auf mehr Abenteuer hoffen, als träge auf der Beobachtungsmission auf eine Hypernova zu warten, die womöglich eh nicht stattfindet. Uns erwartet also ein Seenotrettungs-Abenteuer.

Und was denken sich viele Autoren aus, wenn es um solche Geschichten geht? Genau, der Retter gerät selbst in Gefahr und steckt plötzlich ebenfalls fest. Nicht neu, kann aber durchaus spannend erzählt werden. Die Spannungsmusik im Hintergrund tut zu diesem Zeitpunkt ihr Übriges und sorgt für zusätzlich hörbare Dramatik.

Interessant ist das Hörerlebnis auch, weil auf der einen Seite ständig die Spannung steigt und man nicht weiß, ob Brandis mit seinem Raumschiff wieder heil davonkommt. Auf der anderen Seite werden die Sprecher vom Skript und den Umständen an Bord aber angehalten, immer träger, schläfriger und kurzatmiger zu agieren. Das entwickelt eine interessante Dynamik, bei der der Hörer selbst auch Atemnot kriegt.

Dass Mark Brandis das Abenteuer überlebt, kann man erahnen … es gibt schließlich noch ein paar Romane, die es zu vertonen gilt. Und zum Glück für den Hörer bleibt es nicht allein bei der „Überleben sies?“-Story, der Autor hat noch einen netten Zusatz eingebaut, der auch noch nach dem Raumabenteuer für Spannung sorgt. So kommt hier keine Langeweile auf.

Ein wenig enttäuschend ists im Abgang dann aber doch, weil der „Zusatz“ nicht wirklich befriedigend genug aufgelöst wird. Eher so gar nicht. Das hinterlässt einen leicht faden Beigeschmack nach einer doch unterhaltsamen und fesselnden Folge

_Das Hörerlebnis:_

Michael Lott als Commander Brandis kommt wie gewohnt glaubhaft und sehr natürlich beim Hörer an. Auch Nao Tokuhashi gibt bei ihrem recht kurzen Auftritt eine überzeugende asiatische Kommandantin. Bei Anastasia Conze dagegen gibts noch eine Menge Luft nach oben. Sehr abgelesen und unnatürlich steif klingen ihre Szenen. Bettina Zech macht ihren Job zwar sehr gut, klingt aber aufgrund ihres eigenen Alters (sie ist 32) für meine Ohren eine Idee zu alt für eine 16-Jährige.

Die Hausmusikeinlage von Brandis und Eidsvag ist ja ganz nett, klang für mich aber eher danach, als würde die Regie hier absichtlich strecken, weil die Story ausgegangen ist.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Bordsystem CORA: Mira Christine Mühlenhof
Cmdr. Elmar Busch: Roman Kretschmer
Dr. Rebecca Levy: Claudia Urbschat-Mingues
John Harris: Gerhart Hinze
Cpt. Chen: Nao Tokuhashi
Prolog: Wolf Frass
Lt. Catalina Minulescu: Anastasia Conze
Lt. Roland Wagner: Urs Remond
Tuva Eidsvag: Bettina Zech
Magnus Sauerlein: Stefan Peters
Wang Yao: Hongyu Zhu
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
Dr. Egon Mildrich: Rüdiger Evers

sowie Hartmut Breuer, Anne Elsen, Isabel Grünewald, Henning Schäfer.

|Technik-Credits:|

Nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Musik & Sounddesign: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Sven-Michael Bluhm, Manuel Mendes Teixeira, Tommi Schneefuß
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker & Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub
Product Management: dp

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, Infos zum Planeten Neptun und drei Begriffserklärungen zum Hörspiel. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Mark Brandis, der Retter des Universums, der Beschützer von Witwen und Waisen … startet einen Alleingang im Weltall und gerät dabei selbst in Gefahr. Das Ganze wird spannend musikalisch unterlegt und so sicher unterhaltsamer, als die Thematik in der Buchvorlage zu erleben ist. Das kleine Extra, das der Autor mit eingebaut hat, wird allerdings nicht wirklich komplett zufriedenstellend aufgelöst … schade.

Dennoch bereiten Musik und Sprecher dem Hörer über eine Stunde lang spannende Unterhaltung im Weltall, wenn auch die gesellschaftskritische Politiksache, die der Autor immer mit einbauen muss, am Ende wieder die Oberhand gewinnt.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 78:13 Min.
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602537169382|
http://www.folgenreich.de
http://www.markbrandis.de
http://www.interplanar.de

Scott, Michael – unsterbliche Alchemyst, Der (Die Geheimnisse des Nicholas Flamel 1) (Lesung)

_Der |Nicholas Flamel|-Zyklus:_

1) _Der unsterbliche Alchemyst_
2) Der dunkle Magier
3) Die mächtige Zauberin
4) Der unheimliche Geisterrufer
5) Der schwarze Hexenmeister
6) Die silberne Magierin (erscheint 25.2.2013 in D)

Es gibt zwei oder drei Online-Game-Ausgaben davon, und eine Verfilmung befindet sich bereits in Produktion.

_Zwei Zauberlehrlinge, ein guter Sprecher_

San Francisco 2007. Eigentlich wollten die Zwillinge Sophie und Josh Newman in den Sommermonaten nur ein bisschen Geld verdienen. Josh arbeitet in einer kleinen Buchhandlung und Sophie im gegenüberliegenden Coffee Shop. Als sie bei einem Überfall auf die Buchhandlung dem Besitzer Nicholas Flamel zur Seite eilen, ahnen sie noch nicht, in welches Abenteuer sie sich begeben. Nick Fleming entpuppt sich als der unsterbliche Alchemyst. Und nun hat jemand das Buch gestohlen, das er für seine Unsterblichkeit braucht.

_Der Autor_

Michael Scott, geboren 1959, ist einer der profiliertesten und erfolgreichsten Autoren Irlands und ein international anerkannter Fachmann für mythen- und kulturgeschichtliche Themen. Seine zahlreichen Fantasy- und Science-Fiction-Romane für Jugendliche wie für Erwachsene veröffentlichte er in mehr als zwanzig Ländern. Scott lebt und schreibt in Dublin.

_Der Sprecher_

Andreas Fröhlich ist die deutsche Stimme von John Cusack und Edward Norton. Er wurde 1965 in Berlin geboren; bereits mit sieben Jahren begann er mit der Synchronarbeit, nachdem er im Kinderchor des „Sender Freies Berlin“ entdeckt wurde. 1978 stieg er in der Sprecherrolle des Bob Andrews bei einer der bis heute erfolgreichsten Hörspielreihen Deutschlands, „Die drei Fragezeichen“, ein.

Nach dem Abitur ging Fröhlich zunächst zum Theater, wo er unter anderem Rollen in Büchners „Woyzeck“ und in Shakespeares „Was ihr wollt“ spielte, bis er 1991 wieder zu seiner Arbeit als Synchronsprecher zurückkehrte. Außer als Sprecher arbeitet er als Synchronregisseur und Drehbuchautor, wo er u.a. für die Synchronisierung von „Der Herr der Ringe“ verantwortlich war. In dieser Trilogie übernahm er z. B. die Synchronisation des Wesens Gollum. Doch auch die deutschen Dialoge in Filmen wie Disneys „Mulan“ und „The Beach“ stammen aus seiner Feder. (Verlagsinfo)

Fröhlich liest eine leicht gekürzte Romanfassung, die von Ulla Mothes bearbeitet wurde. Regie führte Astrid Roth, die Aufnahme steuerte Patrick Ehrlich im studio__wort, Berlin.

_Handlung_

San Francisco ist im Allgemeinen eine recht ruhige Stadt – sofern man im richtigen Viertel lebt oder arbeitet. Das tun auch die beiden Zwillingsgeschwister Sophie und Josh Newman. Wenn Sophie in einem Café Getränke verkauft, kann sie manchmal sehen, wie Josh im Buchladen gegenüber Druckerzeugnisse sortiert oder verkauft. Nicht so heute. Denn heute fährt eine große schwarze Stretchlimousine vor Nick Flemings Buchladen vor, in dem Josh arbeitet, und daraus steigen drei große Muskelpakete und ein kleiner Mann. Sie gehen in Nicks Laden.

Da betritt Nicks Frau Perry das Café, und Sophie muss sich ihr widmen. Doch als Perry den kleinen Mann sieht, erbleicht sie vor Schrecken und ruft: „Nein! Nicht hier!“ Sie stürzt aus dem Café und überquert eilig die Straße. Höchstens eine Minute später blitzt und donnert es in Nicks sonst so friedlichem Laden, und die Schaufensterscheibe explodiert. Sophie bleibt vor Schreck und Staunen der Mund offenstehen. Soll sie in Deckung gehen oder lieber Josh suchen, der bestimmt in Gefahr ist?

Vorsichtig lugt sie aus dem Schaufenster des Cafés: Eines der Muskelpakete hat sich, ähm, aufgelöst und liegt in erdigen Brocken auf dem Gehweg. Die anderen beiden sowie der kleine Mann entführen Perry und steigen eilig in die Limousine, die rasch davonfährt. Sophie wagt sich auf die Straße. In der Luft liegt ein merkwürdiger Geruch: eine ungewöhnliche Mischung aus Pfefferminz und – würg – faulen Eiern. Zu wem letzterer wohl gehörte, ist wohl unschwer zu erraten.

Nach einer Weile tauchen Nick Fleming und Josh aus einer Seitenstraße auf. Sie scheinen unversehrt zu sein. Während Nick wegen der Entführung seiner Frau verzweifelt zu sein scheint, erzählt Josh, was passiert ist. Der kleine Mann, den Nick als Dr. John Dee bezeichnet, wollte ein ganz bestimmtes Buch rauben. Leider hat er es bekommen, bis auf die letzten Seiten, an die sich nämlich Josh geklammert hatte. Nick meint, nun sei das Buch, was auch immer es sein mag, für Dee wertlos. Und deshalb werde er zurückkehren. Sie alle müssten schleunigst von hier verschwinden.

Nick kann nicht verbergen, dass bei dem Überfall Magie im Spiel war, eingesetzt von ihm selbst, seiner Frau Perry – und natürlich von Dee selbst. Der hatte drei Golems dabei, also Diener aus Lehm. Das müssen die Zwillinge erst einmal verdauen: Dass es Magie gibt und sie funktioniert. Und das Buch, das ist nahe, ist ein Zauberbuch. Tatsächlich, so Nick, ist es das Zauberbuch aller Zauberbücher: der Codex. Und natürlich ist es uralt. Es birgt das Geheimnis ewigen Lebens. Deshalb konnten er, Nicholas Flamel, und Perenelle Delamere, seine Frau, über 600 Jahre alt werden. Dee war schon seit Jahrhunderten dahinter her, nun hat er es endlich geschafft. Zumindest beinahe.

Nachdem sie ihre Eltern, die als Archäologen in Utah arbeiten, benachrichtigt und um Erlaubnis gebeten haben, brechen Josh und Sophie auf, um einen sicheren Unterschlupf zu finden. Leider beobachten Ratten und Krähen sie auf Schritt und tritt – Späher Dr. Dees. Doch Nick weiß ein Versteck. Ein junges Mädchen von vielleicht 17 Jahren wohnt hier. Und hier ist ein Dojo, ein Übungszentrum für Kampfsportler. Sie nennt sich Scathach, doch die Kinder sollen sie kurz „Scatty“ nennen. Nick verrät, sie sei zweieinhalbtausend Jahre alt. Das sieht man ihr wahrlich nicht an.

Zusammen mit Scatty gelingt es Nick, einen weiteren Überfall mit Magie abzuwehren. Diesmal haben die Ratten und Krähen keine Chance, aber sie geben nicht auf, als Josh einen Geländewagen steuert, zu dem Scatty die Schlüssel besitzt. Auf der Golden Gate Brücke erfolgt der nächste Angriff. Ist es eine Rauchwolke, die da über der Gefängnisinsel Alcatraz aufsteigt – oder eine Million Krähen? Und alle fliegen in Richtung auf den Geländewagen, in dem das Quartett sitzt.

„Fahr los, so schnell du kannst!“, ruft Nick Josh zu. „Die Kinder der Morrigan sind im Anflug!“ Josh sieht den angreifenden Schwarm Krähen, der von Alcatraz aufsteigt, und tritt heftig aufs Gaspedal. Mit brachialer Gewalt bahnt sich sein SUV schnell einen Weg durch den Stau auf der Brücke.

Leider nicht schnell genug …

_Mein Eindruck_

Dass Nicholas Flamel die Morrigan erwähnt, dürfte den einen oder anderen Leser stutzig machen. Wer sich ein klein wenig mit keltischer Mythologie auskennt, weiß, dass sie eine der drei Gestalten dunkler weiblicher Magie darstellt. Und die Morrigan ist davon die Schrecklichste, herrscht sie doch über den Krieg und dessen Aasfresser, die Krähen. Wenn also ein Schwarm Krähen Nicholas und seine Begleiter angreift, kann das nur bedeuten, dass die Morrigan mit Dr. Dee zusammenarbeitet – dass also finstere Magie im Spiel ist.

Doch das Quartett schafft es wider Erwarten in ein Schattenreich nördlich San Franciscos, das ihnen Schutz bietet. Sophie hat dennoch kein gutes Gefühl, denn in der Mitte des Schattenreiches erhebt sich die nordische Weltenesche und darin haust ebenfalls eine dreigestaltige Gottheit, nämlich keine andere als die antike Hekate …

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die nunmehr sichtbare Retro-Mythologie, die der Autor für seinen sechsteiligen Zyklus entwickelt hat, zu erklären. Denn die Morrigan und Hekate sind lediglich die zwei ersten Vertreter einer ganzen Götterwelt, die in Vergessenheit geraten ist (außer bei Alterumsforschern und Theologen).

|Die Erstgewesenen|

In ihrer Gesamtheit sind diese alten Götter, die in separaten Schattenreichen fortexistieren, die ERSTGEWESENEN. Sie stammen vom untergegangenen Inselkontinent ATLANTIS, und über den verbreitet sich der Autor des langen und breiten. Als Atlantis, durch eine irgendwie geartete und verursachte Katastrophe im Atlantischen Ozean versank, flohen die ERSTGEWESENEN in die umliegenden Länder, etwa Ägypten, Griechenland oder Mittelamerika.

Je nachdem, welche Absichten sie mit der Menschheit haben, werden sie auch die DUNKLEN ÄLTEREN oder, wenn sie neutral sind, anders genannt. Diese Dunklen Älteren sind es, die die Erde, ihre frühere Heimat, zurückhaben und die Menschheit unterjochen (oder Schlimmeres) wollen. Sie bereiten also jede Menge Ungemach, das es abzuwehren gilt. Die Frage ist, für wen der Unsterbliche Dr Dee arbeitet. Mächte wie die Morrigan braucht er nur als Bündnispartner. Allerdings haben diese Mächte überall ihre Diener.

Hekate, die dreigestaltige Königin der Nacht und der Träume, ist naturgemäß eine zwielichtige ERSTGEWESENE. Sie will eigentlich von dem Unheil, das Nicholas auf dem Fuße folgt, verschont bleiben. Sobald ihr die Gefahr für sich, ihre Schützlinge, die Werwölfe, und ihre Weltenesche zu groß wird, könnte sie sich gegen ihre lästigen Besucher wenden.

Doch Hekate hat eine ganz wesentliche Funktion in Nicholas‘ Plänen. Wenn er das Leben der beiden Zwillinge, um die es uns ja eigentlich geht, retten will, muss er ihre schlummernden Zauberkräfte wecken. In einem ersten Schritt weckt Hekate die jeweilige Energie-Aura der beider Jugendlichen (jeder Mensch hat so eine). Die von Sophie ist silbern und leuchtet ebenso hell wie die goldene von Josh. Sonne und Mond – ein feines Paar.

Für Nicholas ist klar: Sie sind die im CODEX prophezeiten „Zwei, die eines sind, und das Eine, das alles ist“. Die Frage ist nur, wie sich dies realiter zeigt und welche Folgen es hat. Sophie hat als ältere der Zwillinge den Vortritt. Das wurmt Josh nicht wenig, der sich bislang mehr als Beschützer seiner Schwester betrachtet hat. und dieser Groll wird noch schwere Konsequenzen haben, sobald Dr. Dee sich ihn zunutze macht.

|Erweckung|

Hekates zweiter Schritt bestünde nun eigentlich darin, die Zaubermacht, die in Sophie schlummert, zu wecken und sie mit deren Beherrschung vertraut zu machen. Doch als der Angriff von Dee und der Morrigan beginnt, hat sie es gerade mal geschafft, die Sinne Sophies um einige Grade zu schärfen. Doch da erscheinen schreckliche Feinde. Nicht genug damit, dass Dr. Dee ein Elemente-Schwert mitgebracht hat, das alles, was es berührt zu Eis verwandelt. Nein, er hat noch eine DUNKLE ÄLTERE mitgebracht.

Nun ist Not am Mann und an der Frau. Da erhalten die Verteidiger Unterstützung von unerwarteter Seite und auf eine sehr ungewohnte Weise. Denn Perenelle mag zwar weit entfernt eingesperrt sein, doch als mächtige Zauberin verfügt sie über Kräfte, von denen Nicholas nichts ahnt. Sie beginnt, mit Sophies Zunge zu sprechen …

|Der Zahn der Zeit|

Hat mir schon dieser mythologische und magische Aspekt der Geschichte ausnehmend gut gefallen, so leuchteten mir andere Themen ebenfalls ein. Denn die Lebenszeit von Nicholas und Perenelle ist an den CODEX gebunden. Das erinnert an die Macht des Einen Rings, die auf Bilbo Beutlin, den Hobbit, lebensverlängernd wirkt. Die beiden Zauberer sind nur deshalb unsterblich, weil sie jeden Monat nach einem Rezept des CODEX eine Art Zaubertrank brauen und trinken. Asterix lässt schön grüßen!

Was mir aber merkwürdig vorkommt, ist die Vorstellung, dass sie dieses Ritual zwar jeden Monat durchexerzieren, es sich aber dennoch nicht das „Kochrezept“ merken können, das im CODEX steht. Wozu ist dieser Codex also wirklich gut, darf man sich zu Recht fragen. Und welche Spatzenhirne haben Nicholas und Perenelle eigentlich, dass sie sich über 600 Jahre hinweg dieses verflixte Rezept nicht merken können?

Wie auch immer: Jeden Tag altern Nick und Perry also um ein Jahr Lebenszeit. Der Countdown läuft also. Und auch die Gegenseite hat einen Terminplan: Die Wiederkehr der ERSTGEWESENEN ist auf den 22. Juni festgesetzt, die Sommersonnenwende, den längsten Tag des Jahres.

|Action|

Von großem Reiz fand ich, dass zwei moderne Jugendliche, die mit Laptop, Handy und Sonstigem ausgestattet sind, mit Kräften und Akteuren konfrontiert werden, die schon Jahrhunderte oder Jahrtausende alt sind. Das führt zu einigen netten Erkenntnissen und ironischen Seitenhieben – ist ein Leben ohne Handy vorstellbar? Ja, schon, aber es wäre nicht lebenswert.

Allerdings geraten die beiden in drei Actionszenen, die ich dann schon unterhaltsamer fand. Die erste Konfrontation findet in Nicks Buchladen statt, die Nächste stellt uns die keltische Kriegerin Scathach vor. Sie gehört zur Riege selbständiger, dominanter Frauen, zu der auch Perenelle und Hekate & Co. zählen. Auch das vermerkte ich positiv. Der Wende- und Höhepunkt der Handlung ist die Schlacht um Hekates Weltenesche. Man denke an die Zerstörung des riesigen Wohnbaums in James Camerons Film AVATAR“, dann hat man eine ungefähre Vorstellung davon, in welchen Dimensionen sich das Geschehen abspielt.

Der letzte Actionhöhepunkt, das vorläufige Finale, findet in einem kleinen kalifornische Städtchen namens Ojai statt. Hier lässt Dr. Dee im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen – nämlich sämtliche toten Menschen und Tiere, die je in der Umgebung das Zeitliche gesegnet haben. Also auch Säbelzahntiger und Höhlenbären, also recht unangenehme Zeitgenossen. Das erinnerte mich doch stark an die Besatzung der Black Pearl in „Fluch der Karibik“. Wer hier Sophie und Josh beisteht, soll nicht verraten werden, aber es ist wieder mal eine Frau.

_Der Sprecher_

Andreas Fröhlich ist ein wahrer Stimmkünstler. Es hat mich immer wieder verblüfft, wie es ihm gelingt, seine Stimme so flexibel anzupassen, dass er die optimale Ausdruckskraft hervorbringt. Das ist indes kein Wunder, wenn man bedenkt, dass es Fröhlich war, der in Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Verfilmung den Gollum spricht.

Auch in diesem Hörbuch charakterisiert Fröhlich die einzelnen Figuren durch unterschiedliche Sprechweise und haucht ihnen durch Emotionalität Leben ein. Nicholas Flamel und seine Frau Perenelle zeichnen sich durch einen mehr oder minder starken französischen Akzent aus; sie rollen das R und zischen das CH. Auch die Satzmelodie ist dann anders. Flamel drückt sich öfters aufgeregt und atemlos aus, Perenelle ist einmal entsetzt – dann explodiert Nicks Laden.

Ein weiterer Exot ist Dr. John Dee. Zwar weist er keinen altenglischen – er stammt ja aus dem 16. Jahrhundert – Akzent auf, aber das er ein finsterer Geselle ist, machen seine Drohgebärden und Wutausbrüche überdeutlich. Nur gegenüber seinen übernatürlichen Auftraggebern verhält er sich duckmäuserisch und verbindlich.

Die Zwillinge sind in fast jeder Szene beteiligt, denn schließlich soll sich der junge Zuhörer mit ihnen identifizieren. Sophies Stimmlage ist nicht ganz so hoch wie die von Perenelle, sie klingt verwundert, beklommen und nur an einer Stelle verwundert. Josh spricht am Anfang und auch später viel weniger. Daher fällt es schwer, ihn einzuschätzen. Er drückt sich mehr durch Taten aus, und die weisen ihn als tapferen, beherzten Jüngling aus. Einmal flüstert er aufgeregt mit seiner Schwester oder stellt Flamel Fragen, aber auch dies gewährt wenig Einblick in seine Emotionen.

An einer Stelle sagt Fröhlich von einer Blume „yang-yang“, aber was er – laut Buchvorlage – meint, ist Ylang-Ylang. Entweder kennt er eine andere Aussprache als ich oder hat ein wenig zu flüchtig gelesen.

_Unterm Strich_

Der Auftakt zum sechsteiligen FLAMEL-Zyklus ist spannend, wendungsreich, gespickt mit Action und Einfällen, voller Ironie und Humor, doch dabei fehlen niemals Magie und Romantik.

Das für den Zyklus erfundene Figuren-System ist fast beliebig erweiterbar und umspannt nicht nur Jahrtausende, sondern auch mehrere Ebene an Götter-Hierarchien. Halbgötter wie Herakles fehlen zum Glück, denn sie wären einfach zu klischeehaft und ihre Handlungen zu vorhersehbar gewesen. Dafür gibt es Kämpfer wie die Keltin Scathach, die sich ihren Lebensunterhalt als Kampfsportlehrerin verdient. Wer also seinen Sensei das nächste Mal besucht, sollte ihn oder sie ganz genau anschauen.

Bis auf den erwähnten Schwachpunkt in der Logik der Hauptfiguren Nicholas und Perenelle hat mir der Auftakt zum Zyklus um den Alchemisten des 14. und 15. Jahrhunderts ausnehmend gut gefallen. Ich bin schon am übernächsten Band, der in London spielt. Wer sich den zweiten Band zulegt, wird sich im modernen Paris wiederfinden, das aber ein deutlich mittelalterliches Unterfutter aufweist.

Diese Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen ist ein Prinzip, das sich als gestaltendes Element auf reizvolle Weise durch den gesamten Zyklus zieht. Das Mittelalter wirkt so auf einmal viel näher und moderner. So erhellt es Zusammenhänge der Moderne, auf die jugendliche Leser erst einmal hingewiesen werden sollten.

Welche Rolle spielen Chemie, Genetik, Mythen und Mächte in der Entwicklung der Welt und vor allem des Menschen? Wie funktioniert Magie? Die ERSTGEWESENEN behaupten, sie hätten das Menschengeschlecht gefördert (das Henne-Ei-Problem). Dass sie von diesem dann sowohl angebetet als auch abgeschafft wurden, ist ein ironischer Seitenhieb gegen falsche Götter. Und dass der Leser an Harry Schotter sowie eine gewisse Zaubererschule denkt, ist sicher weder verkehrt noch unbeabsichtigt. Nur dass Sophie und Josh in eine Art Wanderschule gehen, die die ganze Welt umspannt.

|Das Hörbuch|

Andreas Fröhlich ist ohne Zweifel einer der besten Sprecher und Vorleser hierzulande. Auch in diesem Hörbuch stellt er wieder seine Kunst eindrucksvoll unter Beweis. Fremdländischer Akzent oder emotionale Aussprache – er setzt beides wirkungsvoll ein.

Allerdings macht sich die Kürzung des Textes entsprechend bemerkbar. So fehlt es an Joshs Dialogzeilen, die ihn charakterisieren könnten. Andererseits schreitet dadurch die Handlung flotter voran, denn weniger wichtige Beschreibungen fallen weg, und man kann das Hörbuch in kürzerer Zeit bewältigen.

|6 Audio-CDs
Spieldauer: 420 Minuten
Originaltitel: The Secrets of the Immortal Nicholas Flamel The Alchemyst (2007)
Aus dem Englischen übersetzt von Ursula Höfker
ISBN-13: 978-3866048232|
www.randomhouse.de/cbjaudio

Samdereli, Yasemin (Autor); Bertling, simon und Hagitte, Christian (Adaption) – Hui Buh – Neue Welt: Die magischen Spukschuhe (Folge 5) (Hörspiel)

_Zur Story_

Schloss Burgeck ist in Aufruhr. Ein gesellschaftlich wichtiger Ball steht König Julius und seiner Gattin Konstanzia ins Haus. Sehr zum Leidwesen des Schlossgespensts werden das Gemäuer sowie die Schlossbewohner auf Vordermann gebracht und gründlichst herausgeputzt. Federführend dabei: Mâitre Charles – ein alter Freund von Julius aus Paris und Meister in Sachen Etikette uns festliche Ausstattung. HUI BUH grollt dem Franzosen ein wenig, dass er wegen seines Wirkens wieder einmal ein breites Spuk- und Schabernackverbot ertragen muss. Immerhin hat er kurz zuvor noch erfolgreich Julius‘ Terminkalender verspukt. Natürlich ohne dass dieser etwas davon ahnt. Würde er dies tun, hätte er sich bestimmt mehr Mühe für die Proben zum traditionellen Eröffnungswalzer gegeben, auf welchen Konstanzia sich ganz besonders freut.

So jedenfalls schickt er den Tanzlehrer genervt weg, nachdem dieser dem Monarchen attestiert, dass er vollkommen talentfrei ist. Hätte Julius bloß nicht geflunkert, was für ein exzellenter Tänzer er sei. Als er nun auch noch gewahr wird, dass der Ball mitnichten in drei Tagen, sondern in 5 Stunden (!) stattfindet, hätte er sich das noch einmal überlegt. So jedenfalls ist seine Not groß und HUI BUH, der wegen seines – ausnahmsweise – geglückten Verspukens der königlichen Agenda ein schlechtes Gewissen hat, enteilt flugs etwas aus seiner vermoderten Holztruhe zu holen, was seinem Freund helfen kann vor Konstanzia und hunderten Gästen das Gesicht zu wahren: Magische Schuhe. Die anfängliche Euphorie über diese schwindet allerdings jäh. Die Dinger können nicht nur hervorragend tanzen, sie bergen offenbar auch noch ein ganz anderes Geheimnis und entführen Julius so kurz vor dem Ball tief in den Wald von Burgeck.

_Eindrücke_

Ob das „Aschenputtel“ Autorin Yasemin Samdereli Pate gestanden hat? Die Parallelen sind jedenfalls nicht vollständig von der Hand zu weisen. Doch damit wir uns nicht falsch verstehen: „Die magischen Spukschuhe“ sind beileibe kein Plagiat des grimmschen Klassikers – und schon gar kein plattes. Lediglich die Grundidee mit königlichem Fest und besonderen Schuhen könnte von den Gebrüdern entliehen sein, ansonsten handelt die eigenständige Geschichte eigentlich eher von Lug und Trug. Ach ja: Und (späte) Rache sowie Freundschaft. Dass HUI BUH, respektive der ehemals fidele und umtriebige Ritter Balduin, welcher er dereinst vor über 500 Jahren einmal war, bis zur rostigen Rasselkette in den Schlamassel verwickelt ist, dürfte indes nicht verwundern. Erstmals in der neu aufgelegten Serie muss das großspurige Schlossgespenst Charakter und Größe beweisen, indem es klein beigibt und bereit ist, sich zu opfern. Für von ihm begangenes Unrecht, welches ein halbes Jahrtausend zurückliegt.

Die inzwischen zweite Welle der Veröffentlichungen aus der „Neuen Welt“ saß anno 2008 bereits recht fest im Sattel. Das rundum modernisierte Setup der königlichen Patchworkfamilie (angelehnt an die Motive des Kinofilms von 2006) weiß zu gefallen und mittlerweile selbst manch hartgesottenen Clarin-Puristen zu überzeugen. Dafür sorgen immer wieder kleine, liebevoll eingeflochtene Zitate und Querverweise an die Originalserie. Dass gut eingespielte Ensemble macht es einem überdies recht leicht den Zugang zum neuen HUI BUH zu finden. Und über allem schwebt der Score des Berliner Filmorchesters (nettes Detail: Die Titelmelodie als Walzer-Variation). An die neuen kindlichen Identifikationsfiguren – Tommy und Sophie – hat man sich als Alt-Fan ebenfalls gewöhnt. Als Gaststar hat man diesmal u.a. Tausendsassa Rick Kavanian gewinnen können, der als französisch eingefärbter „Charles“ sein enormes Können unter Beweis stellt. Christoph Maria Herbst präsentiert sich „heuer in ahna Dopp’lrolle ols Wiehna Danzlehra Koller, bittschee“ als überaus wandlungsfähig.

_Die Produktion_

Buch: Yasemin Samdereli
Konzeption: Hilla Fitzen, Dirk Eichhorn, Elisa Linnemann
Redaktion: Hilla Fitzen
Schnitt und Nachbearbeitung: Sonja Harth
Regie, Ton und Produktion: Christian Hagitte und Simon Bertling
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Das Berliner Filmorchester

|Sprecher und Figuren|

Andreas Fröhlich (Erzähler / Intro von Hans Paetsch), Stefan Krause (Hui Buh), Christoph Maria Herbst (König Julius der 111. / Tanzmeister Valetin Koller), Ulrike Stürzbecher (Königin Konstanzia), Maximilian Artajo (Tommy), Marie-Luise Schramm (Sophie), Jürgen Thormann (Kastellan), Rick Kavanian (Charles), Hans-Peter Hallwachs (Sigumunt Nimmerselich), Lutz Riedel (Archivar Alfred), Barbara Ratthey (Bertha)

_Fazit_

Das vergleichsweise hochkarätig besetzte, wieder aufs sauberste inszenierte, Hörspiel macht eine gute Figur, wobei natürlich ein Großteil auf das Konto der motivierten Sprecher geht, das umfasst Stefan Krause als Titelfigur ebenso wie Christoph Maria Herbst in seiner Doppelrolle, und Kastellan Jürgen Thormann sowie Rick Kavanian bis hin zu Barbara Ratthey (markant-bekannte Synchronstimme von „Golden Girl“ Estelle Getty). Das alles nutzt freilich nichts, wenn die Story nichts taugt, doch da muss sich der geneigte Hörer keine Sorgen machen. Der verrückte Gegenspieler und die Gefahr, welche er für Julius respektive HUI BUH darstellt, ist sogar ziemlich real ausgestaltet, sodass sich die Jüngsten aus der Zielgruppe sogar vor ihm fürchten mögen – man könnte es ihnen jedenfalls nicht verdenken. Daumen hoch.

|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 68 Minuten
Nach Motiven von Eberhard Alexander-Burgh (1928 – 2004)
Vom Hersteller empfohlen von 6 bis 99 Jahren
EAN: 886972294728|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Hui Buh … fährt Geisterkarussell“ (Folge 6)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7613
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Hui Buh … und das wilde Geisterheer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7776 (Folge 17)
[„Neue Welt: Der verfluchte Geheimgang“ (Folge 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8022
[„Neue Welt: Entführung in die Geisterwelt“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8110
[„Neue Welt: Das mysteriöse Geisterbuch“ (Folge 3)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8171
[„Neue Welt: Der Schatten des Gespensterjägers“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8201
[„Neue Welt: Das unheimliche Internat“ (Folge 7)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7773
[„Neue Welt: Adolars Rückkehr“ (Folge 9)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7771
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Neue Welt: Das verzauberte Schwert“ (Folge 15)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7769
[„Neue Welt: Der grauenvolle Geburtstag“ (Folge 16)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8187
[„Neue Welt: Der Meisterdetektiv“ (Folge 17)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8258
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881

Ahner, Dirk (Autor); Bertling, Simon und Hagitte, Christian (Adaption) – Hui Buh – Neue Welt: Der Meisterdetektiv (Folge 17) (Hörspiel)

_Zur Story_

Eigentlich wollte Tommy mit HUI BUH und Sophie gemeinsam im Moor zelten gehen, auf Gruseltour sozusagen, doch Letztere hat im Gasthaus ihrer Tante alle Hände voll zu tun und kann leider nicht mitkommen. Der Laden ist gerammelt voll und doch hat Wirtin Roswitha Rosenbach schon bald keinen Grund mehr sich darüber zu freuen. Als Beamte der Dorfpolizei aufgrund eines anonymen Tipps in ihrem Keller Diebesgut sicherstellen können, hält man sie für die „Elster von Burgeck“, deren spektakuläre Diebstähle die Gegend derzeit in Atem halten. Roswitha beteuert ihre Unschuld, doch die Beweislage steht nicht zu ihren Gunsten. Sie wird kurzerhand verhaftet und in Untersuchungshaft verbracht. Haben ihre jüngsten Geldsorgen sie zur Kriminellen gemacht?

HUI BUH nutzt die Gelegenheit sich als Geister-Sherlock-Holmes zu verdingen und die Ermittlungen im Dorf und Umgebung aufzunehmen – damit er keinen Unfug anstellt, gesellt sich König Julius rasch an seine Seite. Der mag auch nicht an Roswithas plötzliche Diebeskarriere glauben, muss aber feststellen, dass es eine Menge belastender Indizien gibt. Allerdings passen einige davon irgendwie nicht so recht ins Bild und schon bald wird klar, dass es sich hier um eine falsch gelegte Fährte handelt und dass einer der wahren Täter vermutlich sogar ein Gespenst ist. Auch Tommy und Sophie beteiligen sich auf eigene Faust an der Detektivarbeit und wissen rasch, dass sie wohl irgendwie auf der richtigen Spur sind: Eine düstere Gestalt verfolgt sie.

_Eindrücke_

In der inzwischen 17. Folge des Remakes greift Dirk Ahner auf Motive es Klassikers Sir Arthur Conan Doyles zurück und passt diese in das neue HUI-BUH-Universum ein. Wobei nicht nur der berühmte Meisterdetektiv zum Geisterdetektiv wird, sondern – natürlich! – auch einige Sherlock-Zitate sowie, typisch nach Art des vorlauten Schlossgespensts, verballhornte Fremdworte und Phrasen tief fliegen. Stefan Krause hat den großmäuligen und überdrehten Prahlhans derweil vollkommen im Griff und wird selbstverständlich von Christoph Maria Herbst alias König Julius aufs Trockenste sekundiert. Die beiden spielen sich schön den Ball gegenseitig zu, wiewohl man gelegentlich den Eindruck bekommt, dass weniger durchaus manchmal mehr ist. Zuweilen sind die Dialoge doch etwas überzogen – doch was soll’s? Die Zielgruppe mags offensichtlich genau so.

Doch nicht nur die übliche Stammcrew spielt auch diesmal wieder gekonnt auf, geradezu traditionell findet sich in den Hörspielen immer wieder der eine oder andere Gastsprecher wieder, dessen Stimme auch die breitere Masse (er)kennt. Stichwort: Synchronsprecher und/oder Schauspieler. Hier ist es David „Johnny Depp“ Nathan, der sich als Balthasar die Ehre in dieser vielleicht nicht ganz so happy endenden Geschichte gibt, die als Kriminalstory beginnt und als kleines Drama ausläuft. Soviel kann schon einmal verraten werden, ohne zu spoilern. Untermalt wird die Handlung wie immer vom Berliner Filmorchester unter der Leitung der beiden Masterminds Simon Bertling und Christian Hagitte, die natürlich erneut ebenso die Produktion, Regie und den Ton in Personalunion vertreten. Auch das hat sich so eingespielt, weswegen die Hörspiele von Mal zu Mal – zumindest subjektiv – besser und ausgefeilter arrangiert klingen.

_Die Produktion_

Buch: Dirk Ahner
Konzeption: Hilla Fitzen, Dirk Eichhorn, Elisa Linnemann
Redaktion: Hilla Fitzen
Schnitt und Nachbearbeitung: Sonja Harth
Regie, Ton und Produktion: Christian Hagitte und Simon Bertling
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Das Berliner Filmorchester

|Sprecher und Figuren|

Andreas Fröhlich (Erzähler / Intro von Hans Paetsch), Stefan Krause (Hui Buh), Christoph Maria Herbst (König Julius der 111.), Ulrike Stürzbecher (Königin Konstanzia), Maximilian Artajo (Tommy), Marie-Luise Schramm (Sophie), Jürgen Thormann (Kastellan), Daniela Hoffmann (Roswitha Rosenbach), Simon Jäger (Hieronymus), David Nathan (Balthasar), Bert Franzke (Polizeihauptmann Richter), Till Hagen (Graf Wilhelm), Jürgen Wolters (Pfarrer Bonifazius Albrecht), Maria Mägdefrau (Lissy), Roman Kretschmer (Polizist)

_Fazit_

Ein ordentlich nach Hause gebrachtes Hörspiel mit Spannung, Witz und einem Schuss überraschender Tragik beim Ende, die aber auch die jüngeren Zuhörer nicht überfordern dürfte. Im Leben wie im Tod läuft halt nicht immer alles glatt. Das kann getrost man als Kernaussage dieser Folge betrachten. Die zuweilen übertrieben wirkenden (durchaus gewollten) Serienklischees sind diesmal allerdings ein bisschen zu dick aufgetragen bzw. zu zahlreich, sodass die Balance zwischen Ernst und (wohl entschärfend gemeintem) Klamauk etwas verloren geht. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, weswegen der meisterdetektivische Rezensentendaumen dennoch deutlich nach oben zeigt.

|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 60 Minuten
Nach Motiven von Eberhard Alexander-Burgh (1928 – 2004)
Vom Hersteller empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886919773828|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Hui Buh … fährt Geisterkarussell“ (Folge 6)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7613
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Hui Buh … und das wilde Geisterheer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7776 (Folge 17)
[„Neue Welt: Der verfluchte Geheimgang“ (Folge 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8022
[„Neue Welt: Entführung in die Geisterwelt“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8110
[„Neue Welt: Das mysteriöse Geisterbuch“ (Folge 3)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8171
[„Neue Welt: Der Schatten des Gespensterjägers“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8201
[„Neue Welt: Das unheimliche Internat“ (Folge 7)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7773
[„Neue Welt: Adolars Rückkehr“ (Folge 9)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7771
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Neue Welt: Das verzauberte Schwert“ (Folge 15)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7769
[„Neue Welt: Der grauenvolle Geburtstag“ (Folge 16)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8187
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[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881

John Stephens – Emerald (Die Chroniken vom Anbeginn 1) (Hörspiel)

Die Chroniken vom Anbeginn:

01  „Emerald“
02  „Das Buch Rubyn“
03  „Onyx“

Als Hörspiel ist lediglich Band 1 erschienen, der zweite Teil noch als Lesung und der dritte Teil ist gar nicht mehr auf Deutsch vertont worden.

Die Handlung:

Als die drei Geschwister Kate, Michael und Emma, die als Kleinkinder von ihren Eltern getrennt wurden, auf dem Weg in ein neues Waisenhaus in dem abgelegenen Herrenhaus des geheimnisvollen Dr. Pym landen, ahnen sie nicht im Geringsten, wohin diese Reise sie führen wird. Denn bevor sie sich versehen, sind die besonnene Kate, der kluge Michael und die tollkühne kleine Emma in den Kampf um drei magische Bücher voll unermesslicher Macht verstrickt. Sie müssen erfahren, dass es ihre Aufgabe ist, diese zu finden, wenn sie ihre Eltern je wiedersehen wollen. Auf dem Weg dorthin treten sie gegen finstere Gegner an, finden unerwartete, liebenswerte Verbündete, meistern ihre magischen Talente, entdecken unvorstellbare Wesen und beginnen das Geheimnis ihrer Familie zu lüften. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Bereits Monate vor dem Erscheinen der Erstausgabe wurde um dieses Buch ein riesiger Rummel veranstaltet. Was ist das für eine Geschichte, die bereits in 32 Länder verkauft wurde, bevor die Öffentlichkeit überhaupt nur ein Wort davon gelesen hat? Da mussten sich aber viele Verantwortliche sehr sicher gewesen sein, dass die Trilogie um Kate, Michael und Emma ordentlich in den Kinderzimmern dieser Welt einschlagen würde.

Nicht so ganz nachvollziehen kann ich allerdings die Wahl des deutschen Titels. Wie kann man den Originaltitel „Emerald Atlas“ um das sinngebende Element kürzen? So ist es nur noch ein Edelstein, denn „Emerald“ heißt „Smaragd“, und nicht „smaragdgrüner Atlas“, der nämlich, verzaubert wie er ist, eine zentrale Rolle in dieser Geschichte spielt. So wird der Atlas dann auch gern mal „Das Buch Emerald“ genannt (was übrigens dem Titel der Taschenbuchausgabe entspricht), was so gar keinen Sinn ergibt, da in der Geschichte davon gesprochen wird, dass hier diverse Karten enthalten sind … „wie in einer Chronik“ … Falsch! … In einer Chronik steht Text, in einem Atlas sind Karten! Wenn man schon die Namen der Charaktere übernimmt, dann frage ich mich, warum die Namen der Bücher nicht auch sinngemäß übersetzt wurden, denn auch das Zwergen-Buch, aus dem Michael gern und ständig zitiert, trägt im Original einen ganz anderen Namen und heißt „The Dwarf Omnibus“.

Gleich zu Anfang merkt der Hörer, woher John Stephens seine Inspirationen bekommen hat. Sofort denkt man an „Harry Potter“, „Die Chroniken von Narnia“ und „Der goldene Kompass“. Aber trotz aller bekannter Zutaten erfindet Stephens eine neue Geschichte, die mit eigenem Charme begeistern und den Hörer in seinen Bann ziehen kann. Das Verhältnis der Geschwister untereinander wirkt so echt, wie es nur jemand beschreiben kann, der selbst Geschwister hat. Man ärgert den anderen ständig, aber nicht, weil man ihn nicht leiden kann, sondern weil man ihn liebhat. Aber das würde man natürlich nie öffentlich zugeben. So ähnlich geht es auch den drei „Waisen“ in „Emerald“. Und das ist auch schon das Kernstück der gesamten Geschichte: Der Zusammenhalt der Familie, der Zusammenhalt von Geschwistern. Durch dick und dünn gehen, aber nie dabei allein sein müssen. Sind die Kinder das erste Mal voneinander getrennt, merken sie, wie viel sie sich gegenseitig bedeuten.

Und zu den dreien gesellt sich der Hörer gern. Schon nach wenigen Minuten hat er sich fest mit ihnen verschworen und hält zu ihnen. Sind doch so gut wie alle, mit denen sie zu tun haben, böse und gemein zu ihnen. Ständig werden wir dabei von einem Klangteppich aus Geräuschen und Musik begleitet, die man aus unzähligen Fantasy-Filmen kennt. Das befeuert nicht nur die Fantasie der ganz jungen Hörer, sondern auch die, der schon-etwas-Älteren.

Die Sprecher von Kate, Michael und Emma machen ihre Sache altersgerecht gut und lassen die ihnen vom Skript vorgegebenen Dialoge auf der Kopfkinoleinwand des Hörers lebendig werden. Und so begleiten wir sie gern bei ihren spannenden Abenteuern in der Gegenwart und der Vergangenheit, treffen mit ihnen auf liebe und gemeine Menschen, magische und muggelige Personen, Verbündete und Gegner und sogar Ungetüme, Dabei sind die Kinder selbst auch magischer begabt, als sie glauben … oder ist es doch nur das Buch, für das die Gräfin über Leichen gehen würde?

Und wenn die zweieinhalb Hörstunden um sind, hat man das Gefühl, es wären zehn gewesen, so viel passiert, so viel ist los, so sehr hat die Geschichte den Hörer in ihren Bann gezogen. Und wer nicht immer so ganz aufgepasst und etwas verpasst hat, für den gibts zwischendurch auch noch mal einen Schnelldurchlauf des gerade Gehörten.

Kritik an der Hörspielumsetzung:

Zwei Stellen sind mir als besonders verwirrend für den Hörer aufgefallen. Gleich zu Anfang, nachdem die Kinder in ein neues Zuhause vermittelt werden sollten, gibt es einen Szenenwechsel, der viel zu spät erklärt wird. Ich hatte zwischenzeitlich schon abgebrochen und zurückgespult, um festzustellen, dass doch kein Track fehlt.

Das Gleiche passiert noch einmal, als Michael den ersten Sprung aus der Vergangenheit nicht geschafft hatte. Auch das wird erst später erklärt, was wieder zu einiger Verwirrung führen kann.

Dass die Regie sich dazu entschlossen hat, hier und da Gesang mit einzubauen, ist sicher eine Geschmacksfrage. Mir hat es nicht gefallen. Dass die Zwerge singen, ok, das kennt man ja aus diversen Fantasy-Filmen schon, aber warum die Kreischer oder der grässliche Magnus singen müssen, das erschließt sich mir nicht. Das nimmt dem Ganzen den Schrecken.

Das Hörspiel wird zwar vom Verlag ab 10 Jahren empfohlen, schafft es aber nicht wirklich, sich zu entscheiden, wer denn nun als Zielgruppe angesprochen werden soll. Musik und Gesang passen prima zu einem Kleinkinderhörspiel ab 5 Jahren, die Dramatik und die Ereignisse im Zusammenhang mit der Gräfin, die sind doch eher etwas für ältere Kinderohren.

Der Autor

John Stephens ist als Drehbuchautor und Produzent bekannt geworden. Er wirkte nach seinem Studium an so erfolgreichen Fernsehserien wie Gossip Girl oder Gilmore Girls mit. Erst Philip Pullmans Goldener Kompass-Trilogie brachte ihn schließlich auf die Idee, sich dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zu widmen. (Verlagsinfo)

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzählerin – Brigitta Assheuer
Kleine Kate – Fanny Treptow
Kate – Nastassja Hahn
Michael – Anton Kurth
Emma – Lucie Erdmann
Kates Mutter – Bettina Kurth
Kates Vater/Fährmann/König Hamish/Fergus – Joachim Kaps
König Hamish/Fergus – Joachim Kaps
Abraham – Carl Heinz Choynski
Dr. Pym – Ernst Konarek
Mr. Cavendish – Gottfried Breitfuß
Miss Crumley – Juliane Koren
Gabriel – Tommi Piper
Robbie/Wallace/Das Buch – Andreas Fröhlich
Gräfin – Kathrin Angerer
Miss Sallow/Granny Peet – Rahel Ohm
Stephen – Jerome Hirthammer
Kurma – Andras Szerda
Mrs. Lovestock – Doris Wolters

sowie Daniel Fischer, Tobias Graupner, Anne Leßmeister, Collegium Musicum Baden-Baden

Technik-Credits:

Musik: b. deutung
Gesang: Wanda Thot
Violine: Yvonne Fechner
Ton und Technik: Dietmar Rözel
Technik: John Krol, Judith Rübenach, Andreas Völzing
Regieassistenz: Mark Ginzler
Hövspieibearbeitung und Regie: Robert Schoen
Dramaturgie: Uta-Maria Heim

Die Ausstattung:

Die beiden grasgrün bedruckten CDs kommen in einem Jewel-Case daher. Das Booklet ist einseitig und zeigt neben dem Cover auf der Rückseite eine Liste der Sprecher und ihrer Rollen sowie die Technik-Credits. Von der Rückseite der Verpackung grinst uns Andreas Fröhlich entgegen, dessen Bild neben einer Kurzinfo zum Hörspiel abgedruckt ist, obwohl er selbst nur verschwindet wenig Sprechzeit hat.

Interessanterweise ist nirgendwo vermerkt, dass dies der erste Teil einer Trilogie ist. Auch deren Titel, „Die Chroniken vom Anbeginn“, ist nicht zu finden.

Mein Fazit:

Ein fantastisches Abenteuer für die Zielgruppe, für die es hier keine Altersbeschränkung nach oben gibt. Fans von „Harry Potter“ und „Narnia“ finden mit diesem Hörspiel ein ebenbürtiges Erlebnis, das teilweise so viel Story zu bieten hat, dass man wirklich gut aufpassen muss, um nicht den Faden zu verlieren und alle Charaktere richtig einordnen zu können.

Den ganz jungen Hörern würde ich nicht empfehlen, das Hörspiel zum Einschlafen zu hören, dafür ist es vielleicht eine Idee zu aufregend, auch wenn es ab und an Musik und Gesang zu hören gibt.

Dass dies die erste Geschichte eines Mehrteilers ist, kann man anhand der Ausführungen gegen Ende erahnen, nachzulesen ist es aber auf der Verpackung nirgendwo. Im Prinzip ist das auch nicht so tragisch, da dieses Hörspiel durchaus auch als eigenständige Produktion gehört werden kann. Den jungen Fans, die gern weitere Abenteuer mit Kate, Michael und Emma erleben möchten, wird aber so vorenthalten, dass die Fortsetzung, „Das Buch Rubyn“, bereits im Buchhandel zu bekommen ist.

2 Audio-CDs
Laufzeit: 2:26 Std.
Tracks: 25
Originaltitel: The Emerald Atlas – The Books of Beginning 1
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
Vom Verlag empfohlenes Höralter: Ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-86231-195-8
www.der-audio-verlag.de
www.EmeraldAtlas.com

Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)