Archiv der Kategorie: Hörspiele / Hörbücher

Perry Rhodan – Stardust 5 (Hefte 2580-2599)

_Der |Stardust|-Zyklus als MP3-Sammelbox:_

Stardust 1: Episode 1 – 20 [Hefte 2500 – 2519]
Stardust 2: Episode 21 – 40 [Hefte 2520 – 2539]
Stardust 3: Episode 41 – 60 [Hefte 2540 – 2559]
Stardust 4: Episode 61 – 80 [Hefte 2560 – 2579]
_Stardust 5: Episode 81 – 100 [Hefte 2580 – 2599]_

_Die Handlung:_

Man schreibt das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung. Seit über hundert Jahren herrscht in der Galaxis weitestgehend Frieden. Die Liga Freier Terraner, in der Perry Rhodan das Amt eines Terranischen Residenten trägt, hat sich auf Forschung und Wissenschaft konzentriert. Mithilfe uralter Transmitter will man die riesigen Entfernungen zwischen Sonnensystemen und sogar Galaxien überwinden. Zudem hofft man auf einen Technologietransfer aus bisher unbekannten Bereichen. Dazu dient unter anderem die mysteriöse Raumstation, die zwischen den Ringen des Planeten Saturn schwebt. Die besten terranischen Wissenschaftler und Techniker arbeiten daran, dem Artefakt aus tiefster Vergangenheit seine Geheimnisse zu entlocken.

Doch die Menschen sind nicht die Einzigen, die sich für das Objekt interessieren. Auch die Frequenz- Monarchie richtet ihr Augenmerk auf die Station – und es beginnt ein gefährlicher Konflikt um das PROJEKT SATURN…
(Verlagsinfo für den Zyklus)

_Mein Eindruck:_

Mit dieser Box wird der „Stardust“-Zyklus abgeschlossen, werden die letzten Geschichten erzählt, die letzten Abenteuer erlebt und die letzten und alles entscheidenden Schlachten geschlagen. Dass Perry Rhodan das Ganze überleben wird … davon kann man eh immer ausgehen. Das ist aber auch die einzige Konstante, an der nicht gerüttelt wird … na ja, eine der wenigen. Denn auch bekannte, beliebe und den Hörern und Lesern über die Jahre ans Herz gewachsene Charaktere und Entitäten sind vor dem Serientod keineswegs geschützt. Man kann, darf und sollte immer mit allem rechnen müssen … nur so bleibt eine so alte Serie frisch und interessant.

Ziemlich bedrückt steigen wir in den letzten Block des Zyklus ein. Gucky ist vom Verlust seiner Frau Iltu und seines Sohnes Jumpy noch so benommen, dass er nicht einsatzfähig ist. Auch für die Superintelligenz ES sieht es weiterhin nicht gut aus. Die wenige Energie, die ihr zugeführt werden kann, die reicht bei Weitem nicht aus. Und Perry hat es mit VATROX-DAAG zu tun, der ihm einen Pakt vorschlägt. Ein Teil von VATROX-DAAG steckt übrigens in Philip, dem Okril des Vatrox Sinnafoch, von dessen Plänen und Aktionen wir hier auch einiges erfahren.

Die JULES VERNE sitzt fest und mit ihr Julian Tiflor. Der hat in dieser Hörbuchbox einen langen Weg vor sich, der mehrere Millionen Jahre dauert. Er marschiert nämlich durch den Zeitspeer, der sich aus 20 Zeitkörnern zusammensetzt, die das PARALOX-ARSENAL bilden, hinter dem alle her sind.

Und während VATROX-VAMU zum letzten Gefecht gegen die Frequenzmonarchie bläst, sieht sich diese nun zwei Feinden gegenüber … die Terraner sind ja schließlich auch noch da. Ein Terraner, der vielen Fans der ersten Stunde noch als Mutant bekannt ist, verlässt an dieser Stelle die Serie endgültig.

ES frisst mittlerweile scheinbar alles und jeden, um am Leben zu bleiben und schickt auch noch ein paar Altbekannte ins Rennen: den Revolverhelden Piet Rawland und seinen Boten Lotho Keraete.

Die alles entscheidende Schlacht um das PARALOX-ARSENAL und deren Ausgang besiegelt dann das Schicksal gleich mehrerer Mächtigkeitsballungen (nicht jeder, der stark ist, ist auch gleich eine Superintelligenz),

Da jeder Knall aber gleichzeitig Anfang und Ende ist und es hier am Schluss gewaltig knallt, findet der Zyklus einen würdigen und spannenden Abschluss und etwas Neues seinen Anfang.

_Die Sprecher:_

Renier Baaken, Tom Jacobs, Michael-Che Koch und Andreas Laurenz Maier geben sich im Wechsel das RHODAN-Mikro in die Hand. Dabei bereiten sie dem Hörer aufgrund ihrer mittlerweile mehrjährigen Tätigkeit als Perry-Sprecher viel Spaß und kurzweilige Unterhaltung. Tom Jacobs ist dabei recht schnell zum Favoriten der meisten Hörer geworden. Auch Renier Baaken bietet viel Einsatz vor dem Mikro und gehört für einige zu den beliebtesten und für andere zu den „gewöhnungsbedürftigsten“ Sprechern der SciFi-Dauerserie … die Geschmäcker sind halt verschieden. Aber auch Koch und Maier bieten prima Kopfkino und eine lebendige Performance an.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, aber der des Sprechers nicht. Auch das Cover des entsprechenden Perry-Rhodan-Hefts gibts in den ID3-Infos zu sehen.

_Die Ausstattung:_

Die mit dem Cover der Box bedruckten MP3-CDs, stecken in beidseitig bedruckten Papphüllen, die mit den Covermotiven der auf den CDs enthaltenen zwei Lesungen bedruckt sind. Die CDs selbst zeigen das Box-Motiv, das dem Heft-Titel 2584 „Der Okrivar und das Schicksal“ entspricht. Auf den CDs sind neben den Lesungen auch die entsprechenden Cover als JPG- und PDF-Datei zu finden sowie Glossare und Kommentare, die immer am Ende der Heftromane abgedruckt sind, als zusätzliche PDF-Datei.

Im Bookletfaltblatt finden wir die Technik-Credits und eine Aufstellung der CD-Inhalte. Auf der Rückseite gibts noch einmal den Klappentext, der auch schon auf der Box zu finden war. Da keine Werbung dafür zu finden ist, ist noch nicht bekannt, ob der Verlag auch die Lesungen des nächsten Zyklus, „Neuroversum“, der in einem halben Jahr abgeschlossen sein wird, als praktisch schmucke Sammlerbox-Edition veröffentlichen wird.

|Inhalt|:

CD1:
2580 – „Handelsstern im Visier“ – Autor: Christian Montilon – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:05 Std.
2581 – „Wunder in Gefahr“ – Autor: Leo Lukas – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:12 Std.

CD2:
2582 – „Ein Kind der Funken“- Autor: Leo Lukas – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 2:46 Std.
2583 – „Psi-Inferno“ – Autor: Arndt Elmer – Sprecher: Andreas Laurenz Maier – Spielzeit: 2:40 Std.

CD3:
2584 – „Der Okrivar und das Schicksal“ – Autor: Frank Borsch – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:11 Std.
2585 – „Der Tanz der Vatrox“ – Autor: Frank Borsch – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:53 Std.

CD4:
2586 – „Die Sektorknospe“ – Autor: Wim Vandemaan – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 3:21 Std.
2587 – „Krieg in der Schneise“ – Autor: Christian Montilon – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:00 Std.

CD5:
2588 – „Aufmarsch der Titanen“ – Autor: Arndt Elmer – Sprecher: Andreas Laurenz Maier – Spielzeit: 3:05 Std.
2589 – „Tod der Frequenzfolger“ – Autor: Arndt Elmer – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 2:41 Std.

CD6:
2590 – „Der Tote und der Sterbende“ – Autor: Michael Marcus Thurner – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:37 Std.
2591 – „Im Auftrag der Superintelligenz“ – Autor: Michael Marcus Thurner – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:28 Std.

CD7:
2592 – „Im Zeitspeer“ – Autor: Leo Lukas – Sprecher: Andreas Laurenz Maier – Spielzeit: 3:13 Std.
2593 – „Das Paralox-Arsenal“ – Autor: Leo Lukas – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 2:54 Std.

CD8:
2594 – „Begegnung der Unsterblichen“ – Autor: Frank Borsch – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:27 Std.
2595 – „Wanderer am Scheideweg“ – Autor: Michael Marcus Thurner – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 3:00 Std.

CD9:
2596 – „Requiem für das Solsystem“ – Autor: Christian Montilon – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:04 Std.
2597 – „Hyperkälte“ – Autor: Christian Montilon – Sprecher: Andreas Laurenz Maier- Spielzeit: 2:54 Std.

CD10:
2598 – „Tod einer Superintelligenz“ – Autor: Marc A. Herren – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:28 Std.
2599 – „Der letzte Tag“ – Autor: Marc A. Herren – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 3:22 Std.

_Fazit:_

Auf zum letzten Gefecht. Diese Box mit den letzten 20 Heftlesungen des Zyklus „Stardust“ wirft noch einmal alle Mächte in die Schlacht. Gut gegen Böse, Perry gegen die VATROXe und ES wartet darauf, dass Rhodan ihm das PARALOX-ARSENAL bringt, damit sich die Superintelligenz wieder neu aufladen kann. Aber, erstmal finden!

Mit interessanten und spannenden Ideen schicken die Autoren hier teils schon lange bekannte und beliebte Charaktere ins letzte Rennen, von denen leider nicht alle überleben. Mich persönlich hat die Idee des Zeitspeers und der Millionen von Jahren dauernden Durchwanderung durch den armen Julian Tiflor am meisten beeindruckt. Wer weiß, obs da nicht mal eine eigene Serie vom Kaliber der „Zeitabenteuer“ von Atlan gibt oder eine Kurzreihe von ein paar Taschenbüchern.

Dies ist wieder eine schöne Sammlerbox, die sich der Fan gern ins Regal stellt … was er mit den auch erhältlichen Downloadversionen der Lesungen nicht tun kann.

|10 MP3-CDs in Papp-Klappbox
20 Lesungen mit einer Gesamtspieldauer von 63 Std.
ISBN: 978-3-943393-36-1|
http://www.einsamedien.de

Die Lesungen sind beim Verlag auch als Download erhältlich.

Perry Rhodan – Kampf um die SOL (Silber Edition 83)

_Die Handlung:_

Es ist das Jahr 3578. Die Menschheit der Erde ist bis auf wenige Immune der Aphilie verfallen und hat die Fähigkeit verloren, Gefühle zu empfinden. Rhodan und andere Immune wurden von der Erde verbannt. Mit dem Fernraumschiff SOL suchen sie seit nunmehr 38 Jahren die Position der heimatlichen Milchstraße, bisher ohne Erfolg. Zu allem Überfluss treibt der Bordrechner SENECA ein falsches Spiel und paktiert mit den Keloskern. Das Shetanmargt, ein unersetzbares Aggregat der genialen Mathematiker, soll an Bord der SOL gebracht werden. Im Malstrom der Sterne, dem neuen Standort der Erde, existiert eine zweite von Menschen bewohnte Welt: Ovarons Planet. Perry Rhodan ließ dorthin kurz vor seiner Verbannung einige Menschen evakuieren, die von der Veränderung nicht betroffen waren. Die Frauen von Ovarons Planet benötigen nun Hilfe. Perry Rhodans Sohn Roi Danton und Reginald Bull, der die Fesseln der Aphilie überwinden konnte, bereiten ein riskantes Rettungsmanöver vor… (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dieses silberne Hörerlebnis ist grob in drei Handlungsfäden aufgeteilt. Der titelgebende „Kampf um die SOL“ findet im ersten Drittel statt. Später geht es dann mit den Aphillikern auf eine Erforschungsreise und am Ende „arche-typisch“ auf Ovarons Planet, wo Frauen und Kinder leben, die nicht von der Aphilie befallen sind.

Interessant ist grad im ersten Teil, dass der Feind nicht nur von außen angreift … in Gestalt der Kelosker, die wir schon im letzten Silberhörbuch kennengelernt haben … sondern auch von innen. Das Bordgehirn der SOL, SENECA, scheint irgendwie sein eigenes Süppchen zu kochen und das schmeckt Perry so gar nicht. Was die Inpotronik zusammen mit den Keloskern mit dem Shetanmargt vorhat … und was das eigentlich ist … das erfährt der Hörer hier abwechslungs- und wendungsreich, spannend erzählt in der ersten Hälfte dieser |Silber Edition|. Daran Anteil haben auch zwei Kinder, die Ersten, die auf der SOL geboren wurden. Sie haben nicht nur die kaum aussprechlichen Namen Ulturpf und Kjidder (wer kommt denn auf so was, bitte?), sondern auch eine gehörige Portion Spieltrieb. Und wenn sich das auch noch mit Parafähigkeiten koppelt, dann ist für einiges an Turbulenz gesorgt. Auch die Mobileinheiten von SENECA, Romeo und Julia, haben hier einiges zu tun. Wie die beiden aussehen, das haben wir schon in der Risszeichnung im letzten Booklet sehen können.

Der politische Aphilie-Teil, der zwischen den anderen beiden Handlungssträngen beschrieben wird, war nicht so meins. Dieser ganze Kriegsgerichtsprozess-Propaganda-Part sprach mich nicht so an und hielt für mich nur die nächsten wirklich interessanten und Zyklus relevanten Abenteuer fern. Ok, die Aphiliker haben selbst auch mal eine Expedition gestartet, die kolossal nach hinten losging … ist interessant und auch tragisch verheerend verlaufen, aber, weitergebracht haben sie den Zyklus für mich nicht wirklich.

Tja, und dann gibts da noch den letzten Teil. Eigentlich heißt es ja „Mars Needs Women“ … die Autoren haben hier ein „Männer für Ovarons Planet“ draus gemacht. Der „Entführungsversuch“, einige Hundert Männer von Terra zu „klauen“, den fand ich dann wieder spannend. Da fühlt sich der Hörer als Teil einer Undercover-Mission, an deren Ende er richtig grinsen kann. Hier erwarten die Männer nämlich keine kuschenden Weibchen … die Damen wissen ganz genau, was sie wollen. Und nicht nur die Machos unter den Hörern haben sich die Geschichte irgendwie anders vorgestellt.

|Das Hör-Erlebnis:|

Hier und da unterstützt von einem Ambient-Sound-Teppich beschreibt uns Andreas Laurenz Maier die Situation, in der sich Perry befindet. Die Kelosker kennen wir ja noch vom letzten Hörband und von der Auseinandersetzung mit ihnen erzählt uns der Sprecher anfangs hier auch. Das tut er nicht überbordend euphorisch, sondern mit einer gewissen Zurückhaltung, dennoch aber mit genügend Engagement, um die Story lebendig klingen zu lassen.

Nicht lebendig klingen seine Roboter und für meinen Geschmack ein wenig zu nervig monoton runtergerattert. SENECA selbst hingegen … da hatte ich das Gefühl, als würde der Sprecher extra dicht ans Mikro rutschen und versuchen, wie HAL aus „2001“ zu klingen. Gucky hört sich wie gewohnt wie Bugs Bunny an, hat aber so seine wirklich eigene und extrem gut wiederzuerkennende Marke bekommen.

Generell schafft es Maier wieder, die vielen Charaktere unterscheidbar ins Ohr des Hörers zu bringen. Dafür verstellt er mal mehr, mal weniger, die Stimme oder variiert die Sprachgeschwindigkeit oder -lautstärke. Die Kelosker klingen bei ihm, als hätte er sich ein Dutzend Zahnarzt-Tampons in die Wangentaschen gestopft … auch eine interessante Idee. Das macht Spaß und hält das Interesse die ganze über Zeit hoch.

Und das eher kreischende Fraueninferno am Ende nimmt der Hörer dann auch grinsend hin und denkt dabei an die deutsche Synchro von „Das Leben des Brian“.

|Die MP3s und das Booklet|

Die Qualität der MP3s entspricht anfangs dem Eins-A-Medien-Standard von festen 192 Kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo und wechselt ab Track 66 zu einer durchschnittlichen Bitrate von 148 Kbps. Ab Track 104 liegen wieder die festen 192 Kbps vor. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Das Titelbild der |Silber Edition 83|, das auch in den ID3-Tags der Dateien zu finden ist, liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei und entspricht der Front von Heft 716, „Unheil aus fremder Dimension“. Außerdem bekommen wir noch das Cover von Heft 713, „Roboter lügen nicht“, als JPG-Datei in der Auflösung 2000 x 2958 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.

Im beiliegenden Booklet finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Hubert Haensel, eine Risszeichnungen eines Raumschiffs der Kelosker, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 713, 714, 715, 716, 718, 732 und 733. Das Titelbild des hier auch enthaltenen Hefts 719, „Fluchtpunkt Ovarons Planet“, fehlt. Außerdem gibts vorn noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 716, „Unheil aus fremder Dimension“, und am Ende die von Band 714, „Kinder der SOL“, zu sehen.

_Mein Fazit:_

Ein geteiltes Abenteuer bringt uns weiter in den Zyklus. Erst kämpft die Besatzung der SOL gegen seine eigenen Bordsysteme, die mit den Außerirdischen gemeinsame Sache macht, später macht Bully sich daran, für einen Planeten ohne Männer, Nachschub von Terra zu klauen.

Bis auf den Aphiliker-Expeditions-Teil in der Mitte hat mir diese |Silber Edition| wieder gut gefallen, weil sie Abwechslung und nicht erwartete Wendungen zu bieten hat. Turbulenzen gibts selbst gemachte und kosmische, die mehr oder weniger weitreichende Auswirkungen haben.

Und der Schluss zaubert diesmal ein sattes Grinsen auf die Hörergesichter, anstatt sie wie sonst üblich mit einem allzu fiesen Cliffhanger in die nächste Warteschleife zu verabschieden. Und was das Shetanmargt in SENECA für Auswirkungen hat, das erfahren wir dann das nächste Mal, wenn „Eine Galaxie stirbt“.

Andreas Laurenz Maier hat diesmal eine Menge Charaktere, unterschiedliche Rassen und Geschlechter zu vertonen, was ihm sehr gut gelingt. Immer sind alle Figuren gut voneinander zu unterscheiden und entwickeln ihre eigene Dynamik. Wem die eine oder andere Variation nicht zusagt, der bekommt genügend andere vorgestellt, die ihm gefallen werden. Auch bei beschreibenden Szenen wirkt Maiers Vortrag lebendig und weiß gut zu unterhalten.

|2 MP3-CDs mit 189 Tracks
Spieldauer der Lesung: 17:18 Std.
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN: 978-3943393-39-2|
http://www.einsamedien.de
http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 83| ist auch als Downloadversion in vier Teilen beim Verlag erhältlich.

Gruppe, Marc – Sherlock Holmes – Spurlos verschwunden (Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs 6) (Hörspiel)

_|Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs|:_

Folge 1: [„Im Schatten des Rippers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7494
Folge 2: [„Spuk im Pfarrhaus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7519
Folge 3: [„Das entwendete Fallbeil“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7519
Folge 4: [„Der Engel von Hampstead“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8036
Folge 5: [„Die Affenfrau“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8035
Folge 6: _“Spurlos verschwunden“_

_Gestatten, Mr und Mrs Watson: Im Clinch mit der Engelmacherin_

Immer wieder verschwinden gegen Bezahlung in Pflege gegebene uneheliche Kinder spurlos. Als ein solcher Schicksalsschlag das nähere Umfeld der Bewohner der Baker Street 221b trifft, zögern Holmes und Watson nicht, in der besorgniserregenden Sache tätig zu werden. Dafür muss sich allerdings die treue Seele Mrs Hudson als Watsons Gattin ausgeben … (Erweiterte Verlagsinfo)

Diese Fälle dieser neuen Holmes-Reihe wurden nicht von Sir Arthur Conan Doyle geschrieben, sondern alle von Marc Gruppe. Sie basieren natürlich auf den originalen Figuren, die mittlerweile Allgemeingut geworden sind.

_Der Autor_

Marc Gruppe ist der Autor, Produzent und Regisseur der erfolgreichen Hörspielreihe GRUSELKABINETT, die von Titania Medien produziert und von Lübbe Audio vertrieben wird. Genau wird dort erscheinen auch „Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ meist im Doppelpack.

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

|Die Rollen und ihre Sprecher|

Sherlock Holmes: Joachim Tennstedt (dt. Stimme von John Malkovich)
Dr. John H. Watson: Detlef Bierstedt (dt. Stimme von George Clooney u. a.)
Mrs. Hudson: Regina Lemnitz (dt. Stimme von Kathy Bates)
Fanny Ross: Anna Grisebach
Amelia Dyer: Sonja Deutsch
Polly Dyer: Reinhilt Schneider
Granny Smith: Jessy Rameik
Zeitungsjunge: Henri Färber
Margery Mapleton: Philine Peters-Arnolds

Regie führten die Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Die Aufnahmen fanden in den Planet Earth Studios und im Titania Medien Studio statt. Alle Illustrationen – im Booklet, auf der CD – trug Firuz Askin bei.

_Handlung_

Margery Mapleton, die Cousine von Mrs. Martha Hudson, wendet sich hinter deren Rücken direkt an Sherlock Holmes und Dr. Watson – ein unerhörter Vorgang, der nicht unregistriert bleibt. Während sich Watson noch darüber echauffiert, ist Holmes viel mehr an dem interessiert, was Margery will.

Ihre junge Großkusine Fanny Ross habe ihr Baby an eine Engelmacherin verloren. Das heißt, sie gab es dieser Amelia Dyer eigentlich in Pflege, damit diese das uneheliche Kind liebevoll aufzog. Dafür zahlte sie ihr eine erhebliche Summe, denn Fanny ist lediglich eine arme Gouvernante. Doch als sie das Baby zurückhaben wollte, präsentierte ihr die Dyer ein ganz anderes Baby – bevor sie völlig verschwand. Holmes ist zu Watsons Verblüffung sofort interessiert und lässt Fanny Ross zu sich bitten. Mrs Hudson ist schockiert: eine moralisch höchst anrüchige Sache, um die sich Holmes da kümmert.

Fanny Ross erzählt in groben Zügen die gleiche Geschichte wie ihre Großtante, doch sie geht in alle Details und liefert eine genaue Beschreibung der drei Frauen, mit denen sie in Reading zu tun gehabt hat: Amelia Dyer, etwa 50 Jahre alt, deren Tochter Polly, etwa 30, und Granny Smith, um die 60 Jahre. Alle drei knöpften Fanny erst ein halbes Jahresgehalt ab, bevor sie mit ihrem Baby spurlos verschwanden. Holmes ahnt, dass der kleine Jeremy, dessen junger Vater nach Indien verbannt wurde, längst nicht das einzige Kind ist, dem dieses Schicksal widerfahren ist. Es soll sogar Baby-Farmen und Menschenhandel geben, hat er gehört. Watson und Ross schaudert es bei dieser Vorstellung.

Doch wie lässt sich die Dyer finden, fragt ihn Watson. Ganz einfach: Die Dyer werde zu ihnen kommen, und zwar wegen eines Köders, den er, Holmes, auswerfen werde. Doch dafür muss sich Watson eine Gattin zulegen und zusammen mit dieser ein Kleinkind zur Adoption freigeben. Watson stutzt. Und wer bitteschön soll diese Gattin sein? Wer wäre dafür besser geeignet als die treueste Seele von Baker Street 221b, nämlich Mrs. Hudson?

Alles klappt, wie Holmes es geplant hat. Doch die Spur, die in eines der finstersten Viertel von Reading führt, hält für die beiden Schnüffler noch einige Schrecken bereit …

_Mein Eindruck_

Was ist nur in Holmes gefahren, fragt sich Watson besorgt – und wir mit ihm. Ist der Meisterdetektiv, der fürstliche Honorare einstreicht, unter die Samariter gegangen? Doch seine Ambitionen sind noch weitaus höher, wie sich nach dem dramatischen Ausgang dieses Abenteuers herausstellt: Holmes ändert die Gesetzgebung.

Der Grund für Fanny Ross‘ missliche Lage ist nämlich ein Gesetz aus dem Jahr 1834, das uneheliche Väter davon entbindet, Unterhaltszahlungen an die uneheliche Mutter zu zahlen. Verfügt diese über keine Mittel, das Kind zu ernähren, so bleibt ihr nichts anderes übrig, als es in Pflege und zur Adoption freizugeben. Denn auf Kindesmord steht bekanntlich die Todesstrafe. Dennoch sterben verdächtig viele uneheliche Kinder per „Unfall“ schon bei oder kurz nach der Geburt.

|Die Industrie|

Eine grauenerregende Industrie, so Holmes, habe sich aus dieser Situation ergeben: Sogenannte „Engelmacherinnen“, die, wenn sie keine verbotene Abtreibung vornehmen, die kleinen Bälger erst abkaufen und dann um die Ecke bringen; Baby-Farmen, in denen uneheliche Kinder unter erbärmlichsten Bedingungen aufgezogen werden, scheußlicher, als sich das Charles Dickens je hätte ausmalen können. Menschenhandel sollte mit einem Gesetz von 1871 unterbinden, indem es Pflegeelternschaft meldepflichtig machte, doch kaum jemand beeilt sich mit dem Melden. Holmes ist finster entschlossen, diesen sozialen Sumpf trockenzulegen. Die Missstände haben sich seit der Freigabe der Abtreibung in westlichen Ländern gebessert, doch woanders sieht man noch mittelalterliche Zustände, die stets zu Lasten der betroffenen Frauen gehen.

In Szenen, die zunehmend spannender werden, folgt das dynamische Duo den beiden Dyers in deren Hauptquartier. Dort werden sie Zeugen des Horrors und einer frevlerischen Tat. Amelia Dyer ist zudem opiumsüchtig und zu jeder Schandtat fähig. Sie müssen sich beeilen, wollen sie noch Schlimmeres verhindern. Doch wo ist der kleine Jeremy? Kommen sie noch rechtzeitig?

|Das Motiv|

Ob Holmes ein persönliches Motiv hat, das sich aus seiner eigenen Familiengeschichte ergibt, ist schwer zu sagen. Im KANON der von Conan Doyle geschriebenen Geschichten werden weder Holmes‘ Vater noch Mutter benannt. In den PASTICHES hat sich aber ein sekundärer Kanon eingebürgert, in dem Violet Sherrinford seine Mutter ist und Siger Holmes sein Vater. Dieser hat sich also nicht vom Acker gemacht, und weder Sherlock noch sein Bruder Mycroft sind uneheliche Söhne. Siehe dazu die Seite http://de.sherlockholmes.wikia.com/wiki/Sherlock__Holmes%27__Familie.

Was Holmes‘ Motiv angeht, können wir ihm nur edelste menschliche Vorsätze, Regungen und Ziele unterstellen. Feststeht, dass er seine Haltung gegenüber Watson beredt zu begründen versteht. Watson kann ihm darin als Mediziner, der per Hippokrates-Eid am menschlichen Wohl und Leben interessiert ist, nur beipflichten.

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

|Die Sprecher|

Die Hauptfigur ist natürlich der Titelgeber himself. Joachim Tennstedt verleiht Sherlock Holmes eine flexible Janusköpfigkeit. Die erste Seite bekommen wir zu sehen, wenn Holmes recht abweisend zu Mrs. Hudson, der treuen Seele des Haushalts, ist. Das hält sie aber nicht davon ab, die Vorhänge aufzureißen und frische Luft in die Detektivsgruft zu lassen.

Die andere Seite Holmes‘ ist die des energischen Ermittlers, der sich auch verkleidet. Die Dritte ist die des freundlichen Verführers und Gentlemans – sie bekommen wir erst in späteren Folgen zu Gesicht, insbesondere im Tussaud-Fall. Wie bei John Malkovich können wir uns auf einen Facettenreichtum an Darstellungsformen freuen.

|Dr. Watson|

Die Figur des Dr. Watson ist in vielen Verfilmungen misrepräsentiert worden. Neben Basil Rathbone und Peter Cushing musste er den vertrottelten Stichwortgeber mimen. Er war der selbstgefällige Körper neben dem rastlosen, aber kranken Geist des Detektivs. Nicht so in dieser neuen Serie.

Detlef Bierstedts Stimme ist uns von George Clooney vertraut, daher kann er mit einer gewissen geliehenen Autorität auftreten, ganz besonders in allen medizinischen Belangen. Dennoch kommt er häufig über die Rolle des Stichwortgebers nicht hinaus. Holmes hat stets die Initiative. In Folge 3 wird Watson sogar als Aktenträger missbraucht. Doch auch er verfügt über einen Revolver und die Kenntnisse, diesen zu gebrauchen, besonders aus seiner Zeit in Afghanistan.

|Mrs. Hudson|

Regina Lemnitz als Mrs. Hudson zeigt sich stets hilfreich, mal energisch, mal als fühlende Seele, etwa bei ihrem Besuch im Wachsfigurenkabinett (Folge 2), bei dem sie unverhofft von Sherlock Holmes überrascht wird. Außerdem ist sie das moralische Zentrum jeder Folge. Alles, was Holmes & Watson tun, müssen sie nicht nur gegenüber Inspektor Abberline rechtfertigen, sondern vor allem vor ihrer Haushälterin. Sie würde sie sonst hochkant hinauswerfen. Regina Lemnitz als Mrs Hudson dürfte man für eine ganze Weile nicht so verblüfft hören wie bei Holmes‘ Ansinnen, sie zur „Mrs. Watson“ zu machen..

Während die jungen Damen ihrer hilfesuchenden Rolle vollständig gerecht werden, bleibt vor allem die Figur der Amelia Dyer in Erinnerung. Sie ist ein wahres Chamäleon. Gegenüber Fanny Ross gibt sie sich als Fürsorglichkeit in Person, die sich um den kleinen Säugling liebevoll kümmern werde. Bei der Vertragsunterzeichnung erweist sie sich als harte Geschäftemacherin. Doch sie hat eine wesentlich dunklere Seite, die mit ihrem exzessiven Opiumgenuss zu tun hat. Und wenn sie die kleinen Säuglinge anschreit, weiß man, dass man es mit einem Ungeheuer zu tun hat.

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut. Statt der aus dem GRUSELKABINETT vertrauten Andeutungen setzt diese Reihe mitunter auf gewisse Splattereffekte. Nicht so hier. Die Atmosphäre in Baker Street 221b ist sehr heimelig und gemütlich. Holmes schmaucht hörbar Pfeife, alle trinken Tee, nur ab und zu ist Straßenlärm zu hören. Einen krassen Kontrast dazu bietet Dyers Haus in Reading, in dem Babygeschrei gegen Dyers eigenes Gezeter anzukämpfen versucht – bevor es auf unheilvolle Weise verstummt.

|Musik|

Die Musik entspricht der eines Scores für einen klassischen Spielfilm, also nicht zwangsläufig für einen Horrorstreifen. Klassische Instrumente wie Violine, Cello und Kontrabass werden manchmal von elektronisch erzeugten Effekten ergänzt. Schnelle Musik deutet Dynamik und Dringlichkeit an, langsame Musik entspannt und immer wieder endet eine Szene in einem dramatischen Crescendo.

Die heimelige Stimmung in der Baker Street 221b bildet den Ausgangspunkt einer musikalischen Entwicklung, die in sehr beunruhigenden Bässen ihren Schlusspunkt findet: Die unheilvolle Musik verbindet sich mit dem grollenden Donner über Reading zu einer Gänsehaut erzeugenden Tonkulisse, die der entsprechenden Handlung die passende Stimmung verleiht.

Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

Im Booklet sind die Titel des GRUSELKABINETTS verzeichnet sowie Werbung für den verstorbenen Künstler Firuz Askin zu finden. Die letzte Seite zählt sämtliche Mitwirkenden auf. Ein zweites Booklet („Katalog 2012/13) listet sämtliche Titel von Titania Medien auf, und zwar auch alle Neuerscheinungen bis Mai 2013.

Hinweise auf die nächsten Hörspiele:

Nr. 70: Robert E. Howard: Schwarze Krallen (11/12)
Nr. 71: M.R. James: Der Eschenbaum (11/12)
Nr. 72: R.L. Stevenson: Markheim (03/12)
Nr. 73: A. Conan Doyle: Das Grauen im Blue-John-Stollen (03/12)
Nr. 74: E. Nesbit: Die Macht der Dunkelheit (04/12)
Nr. 75: Mary Fortune: Weiß (04/12)
Nr. 76: Bram Stoker: Das Teufelsloch (05/12)
Nr. 77: R. E. Howard: Das Feuer von Asshurbanipal (05/12)

_Unterm Strich_

Der Reiz dieses „geheimen Sherlock-Holmes-Falles“ liegt sowohl im verborgenen Verbrechen als auch in den davon Betroffenen. Bemerkenswert fand ich, dass alle Betroffenen als auch alle Verbrecherinnen weiblichen Geschlechts sind. Holmes muss obendrein die treue Seele Mrs. Hudson als Helferin engagieren, um den Köder für die Verbrecherin auslegen zu können. Mit anderen Worten: Ohne Frauen läuft in diesem Fall überhaupt nichts.

Das liegt aber auch an der besonderen Art des Verbrechens und der Verbrecher. Abtreibung, Betrug, Kindesmissbrauch (durch Nahrungsmangel) und schließlich eindeutig Mord an den kleinen Opfern sind Verbrechen, die es auch heute noch gibt. Vielleicht nur so sehr in der westlichen Gesellschaft, wo Abtreibung weitgehend legalisiert ist (auch wenn es dem Papst nicht gefällt), aber doch vielfach in anderes Ländern. Bekanntlich herrscht beispielsweise in China ein Überschuss an Männern und ein Mangel an Ehefrauen – eine Folge der Morde an weiblichen Säuglingen. Ob es dort wohl ebenfalls „Engelmacherinnen“ gibt, darf sich jeder selbst fragen.

In einer fesselnden Verfolgungsjagd sehen wir diesmal Holmes und Watson auf der Spur der Engelmacherin. Das Finale ist sehr schnell inszeniert, so dass ich jedem Hörer nur raten kann, genau hinzuhören, um alles mitzubekommen. Die Szenen wechseln schnell, die Dramatik ist hoch – ein würdiger Abschluss für ein Hörspiel, das täuschend langsam, gemütlich und humorvoll beginnt. Die Komödie um „Mr. und Mrs. Watson“ findet im Drama ihr passendes Gegengewicht, der Showdown hat mich völlig zufriedengestellt. Ob Holmes sein Ziel erreicht hat, darf hier nicht verraten werden.

|1 Audio-CD
Spieldauer ca. 79 Minuten
ISBN-13: 9783785747216|

Home – Atmosphärische Hörspiele

James, M. R. – Der Eschenbaum (Gruselkabinett 71) (Hörspiel)

Die Weltenesche im Vorgarten

Ost-England im Jahre 1690: Zu seinem grenzenlosen Missfallen muss Sir Matthew Fell im Park seines Anwesens Castringham Hall in Suffolk in den Vollmondnächten immer wieder eine unheimliche Frau aus dem Dorf beobachten, die sich an einem gewaltigen Eschenbaum zu schaffen macht. Wie er nur zu gut weiß, steht die Frau im Ruf, eine mächtige und sehr gefährliche Hexe zu sein… (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Hörspiel ab 14 Jahren.

Der Autor

Montague Rhodes James (1862-1936) war ein englischer Altertumsforscher und Autor von Geistergeschichten. Außerdem war er Provost von Cambridge University und Eton College. Der Öffentlichkeit bekannt wurde James ab 1894 durch seine Geistergeschichten, wobei er sich auf zahlreichen Reisen auf dem europäischen Kontinent Anregungen holte. Seine profunden historischen Kenntnisse, die er in seine Erzählungen einfließen ließ, geben diesen einen Anstrich von Authentizität.

James bediente sich häufig der Elemente von „klassischen“ Geistergeschichten und perfektioniert diese: Der Schauplatz ist oft eine ländliche Gegend, Kleinstadt oder eine ehrenwerte Universität mit einem verschrobenen Gelehrten als Protagonisten. Die Entdeckung eines alten Buches oder einer anderen Antiquität beschwört das Unheil oder eine dunkle Bedrohung herauf. Dabei wird das Böse eher angedeutet und der Vorstellung des Lesers überlassen, wogegen die Charaktere und der Schauplatz detailliert beschrieben werden. (Quelle: Wikipedia)

Die Sprecher/Die Inszenierung

Die Rollen und ihre Sprecher:

Erzähler: Hasso Zorn
Sir Matthew Fell: Frank-Otto Schenk
Vicar Crome: Hans-Jürgen Dittberner
Mrs. Mothersole: Katarina Tomaschewsky
Sir Richard Fell: Sebastian Schulz
William Crome: Martin Kautz
Mrs. Chiddock: Sonja Deutsch
Bischof von Kilmore: Lutz Mackensy
Hexenjäger: Peter Weis
Totengräber: Ronald Nitschke
Diener: Louis Friedemann Thiele
Gärtner: Filipe Pirl

Marc Gruppe schrieb wie stets das Buch und gemeinsam mit Stephan Bosenius setzte er es um. Die Aufnahme fand im Titania Medien Studio und in den Planet Earth Studios statt und wurde bei Kazuya abgemischt. Die Illustration stammt von Firuz Askin.

Handlung

Ein Vollmond bescheint im März des Jahres 1690 Schloss Castringham Hall, in dem Sir Matthew Fell residiert. Er und Vikar Crome begeben sich nach einer Unterredung zum Tor. Sie sind sich einig darüber, dass das hiesige Hexenunwesen nachdrücklich bekämpft werden muss. Da ertönt ein tiefes Geräusch von der vor dem Schloss emporragenden, uralten Esche, und ein kalter Hauch zaust das Haar der beiden Herren. Sie trennen sich, mit frischen Plänen im Kopf.

Fell ist der stellvertretende Sheriff der Gemeinde Castringham, die in der Grafschaft Suffolk liegt. Er geht gerade zu bett, als er ein Flüstern von der Esche vernimmt: „Adams erste Braut, komm herauf zu mir.“ Fell weiß genau wie Crome, dass Adams erste Braut Lilith war und Eva erst später kam. Die verstoßene Lilith jedoch gilt als Königin der Dämonen. Aufgeregt eilt deshalb Fell zur Tür, um der Frau, die da geflüstert hat, nachzugehen und sie zur Rede zu stellen. Zu Pferde und mit Begleitern verstärkt fordert er vor dem Haus von Mrs Mothersole, die als Hexe gilt.

Mothersole bestreitet, bei Fell gewesen zu sein. Sie habe geschlafen. Er nennt sie dennoch eine Teufelin und droht ihr mit dem Hexenjäger, dem Wichtfinder General. Obwohl sie aufschreit und sich gegen die zupackenden Schergen wehrt, lässt Fell sie in den Kerker werfen. Beim Prozess des Hexenjägers klagt Fell sie an, den Eschenbaum erklommen zu haben, um Äste zu okkulten Zwecken abzuschneiden. Alles Protestieren hilft der Angeklagten nichts – der Witchfinder General verurteilt sie zum Tod durch den Strang.

Der Fluch

Der Kirchplatz vor Bury Saint Edmunds ist verregnet. Dennoch hat sich viel Volk eingefunden, um den Tod der Hexe mitzuverfolgen. Die ist ungebrochen und prophezeit: „Es werde Gäste nach Castringham Hall kommen.“ Der empörte Sir Fell wird nur durch ihren gebrochenen Hals wieder besänftigt.

Im Mai desselben Jahres lässt Sir Fell das Fenster offen, um sich vom Blätterrauschen der Esche in den Schlaf der Gerechten wiegen zu lassen. Stattdessen vernimmt er die tiefe Stimme von Mrs. Mothersole, die er doch sterben gesehen hat. Ein seltsam teuflisches Kichern, ein Glockenschlag – am nächsten Morgen finden die Diener den Hausherrn tot vor, das Gesicht blau angelaufen.

Das zweite Glied

45 Jahre später lässt der Erbe Richard das Grab der Hexe öffnen. Es ist leer. Neun Jahre später lässt sich der unverzagte und durchaus der Aufklärung anhängende Sir Richard Fell ein ruhigeres Zimmer geben. Das Einzige, das seinen exklusiven Wünschen genügt, ist das Sterbezimmer Sir Matthews. Es wurde seit jenem Todestag nicht mehr benutzt und riecht entsprechend.

Der Enkel des Vikars Crome, William Crome, warnt ihn vergebens. William hat den Bericht seines Großvaters gefunden. Die Beschreibung von Matthew Fells Leiche ist wahrlich grauenerregend. Die Leichenwäscherinnen verbrannten sich an ihr die Hände. Williams Sorge wächst, als er Fells Bibel von 1659 als Orakel benutzt. Er schaut auf die Esche, in die ein Blitz einen tiefen Spalt geschlagen hat. Wer weiß, was an dessen Grund lauert? Er kommt ihm alles andere als geheuer vor.

Richard dekretiert, dass der Baum am übernächsten Tag umgehauen werde, wenn der Bischof von Irland zu Besuch kommt. Diese Nacht verbringt Sir Richard unruhig, denn die Eschenzweige kratzen am Fenster. Missgelaunt geht er zu Bett. Bald darauf hört er ein seltsam spöttisches Keckern und die Stimme einer Frau …

Mein Eindruck

Der Autor stammte selbst aus Suffolk, jener südöstlich gelegenen britischen Grafschaft, die in seinen Geistererzählungen häufig als Schauplatz dient. In vielen Fällen stellt der äußerst gelehrte Autor, der in Cambridge und Eton arbeitete und für die Königin schrieb, die Institutionen der jeweiligen Epoche den Kräften älterer, aber mächtigerer und daher immer noch wirksamer Zeiten gegenüber. „Der Eschenbaum“ ist ein ausgezeichnetes Beispiel für diesen Konflikt, der die Zivilisation infrage stellt.

Hexerei

Hier bekommen es in zwei verschiedenen Epochen jeweils zwei Spitzen der Gesellschaft von Suffolk mit solchen Kräften zu tun. Matthew Fell ist der Gesetzeshüter und Vicar Crome der kirchliche Vorsteher des Dorfes. Folglich verfügen sie über große moralische und gesetzliche Autorität. Das erlaubt es ihnen, mir nichts, dir nichts eine Frau aus dem Dorf festzunehmen und verurteilen zu lassen, bloß weil sie glauben, sie sei eine Hexe. Und Hexenjäger gab es im England des 17. Jahrhunderts wirklich. Es gibt sogar einen Spielfilm über sie.

Aufgeklärt

Nun sollte man meinen, dass die Nachkommen Sir Fells 54 Jahre später nicht mehr an Hexen glauben, denn mittlerweile hat die Aufklärung auch England erreicht und sogar das entlegene Suffolk. Doch ironischerweise ist es genau diese Aufgeklärtheit, die Sir Richard zum Verhängnis wird. Hexen? Wer glaubt denn noch an Hexen?!

Wir erwarten, dass er weiß, dass sich der Fluch, dem sein Vater zum Opfer fiel, sich an ihm ebenfalls erfüllen werde. Doch noch nicht einmal die gruseligen Details, die ihm der neue Vicar unterbreitet und die den Fluch furchterregend machen, bringen Richard von seiner Haltung ab. Den vermaledeiten Baum fällen zu lassen, ordnet er mehr aus Bequemlichkeit an, nach dem Motto: Man kann ja nie wissen, wozu es mal gut ist. Das wird er bald bereuen.

Die dunkle Macht

Welche Macht ist es also, die sowohl abergläubischen Hexenjägern als auch aufgeklärten Geistern zum Verhängnis werden kann, fragt sich der Hörer. Es sieht ja ganz so aus, als könne man dieser Macht so oder so nicht entkommen, es sei denn, man lässt sie in Ruhe. Stets meldet sich die Stimme einer Frau aus dem Eschenbaum, und eine Frau ist es auch, die Mathhew Fell noch auf dem Galgen, auf den er sie geschickt hat, verflucht. Offenbar sind die beiden Geschlechter in einen uralten Konflikt verstrickt. Ein Hinweis auf Lilith, die erste Frau Adams, macht uns bewusst, dass dieser Konflikt schon von Anbeginn der biblischen Zeiten, also seit ca. 6600 v.Chr., andauert. (Die Alten glaubten ja noch an die Bibel, und sei es nur um der Fiktion willen.) Aber woher rührt er?

Liliths Brut

Der Tod von Matthew Fell und von Richard Fell, so vorhersehbar, der Zweite auch sein mag, lässt den Hörer doch gespannt auf die Lösung des Rätsels warten. Dieses Geheimnis soll beim Fällen des vermaledeiten Baums gelüftet werden. Es gibt schlimme Vorzeichen, die den vom Blitzeinschlag geöffneten Spalt betreffen: Es erwischt erst eine Katze, dann den Gärtner, dann beginnt das Pandämonium, dessen Flammen den Baum verschlingen. Erst ganz am Schluss findet man den ersten handfesten Beweis, was aus der Hexe Mothersole geworden ist …

Symbolik

Der Eschenbaum ist ein mächtiges Symbol für die Macht der Weiblichkeit in der Gemeinschaft. Sie bildet den Konterpart zur männlich definierten christlichen Kirche. Dort wird Mrs Mothersole, die Vertreterin weiblicher Macht geopfert. Die Esche ist auch ein Symbol von Leben und Wachstums, sie ist nichts Gemachtes oder Erbautes. Sie verändert sich fortwährend und nimmt andere Gestalt an, etwa in Fingern statt Zweigen. Sie ist folglich auch eine spirituelle Kraft, die außerhalb des Wirkungskreises der Religion steht. Womöglich vertritt sie eine viel ältere Religion, nämlich jene Mutterreligion, die von den patriarchalen Kulturen, die aus Mittelasien einwanderten (Achaier, Dorer usw.), bekämpft und vertrieben wurde. Man lese dazu „Die Weiße Göttin“ von Ranke-Graves.

Dass die Esche nichts Böses ist, will den männlichen Herrschern des Weltlichen nicht in den Kopf. Sie müssen unbedingt das Primat haben und dulden keine „Hexen“, also Frauen mit eigenen, geheimen Kenntnissen. „Weise Frauen“ sind aber nur die eine Seite der Macht in der Esche, die andere sind „Dämonen“. So erscheinen diese Geister zumindest jenen Christen, die beim Ende des Baumes zugegen sind. „Dämonen“ jedoch sind nur eine Deutung für alles, was das sogenannte Böse oder Fremde verkörpert und daher Furcht verbreitet. Ob dagegen wohl Beten hilft?

Frauenstimme, Niemands Stimme

Es ist bemerkenswert, dass in der Geschichte nur eine einzige Frau vor dem Fluch der Esche warnt, nämlich Sir Richards Haushälterin. Wie nicht anders zu erwarten, werden alle ihre Warnungen in den Wind geschlagen. Sie sollte wirklich besser auf ihren guten Ruf in der Gemeinde achten, bevor es ihr wie Mrs Mothersole ergeht. Die Unterdrückung der Frau dauert schließlich bis heute an. Ob aus dem Schuldgefühl Adams gegenüber Lilith, wie es Bibelfeste tun mögen, heraus oder aus Furcht vor der weiblichen Macht des Erschaffens, sei dahingestellt. Der Name „Mrs. Mothersole“ spricht Bände. Er bedeutet „die Seele der Mutter“ (in alter Schreibweise).

Die Sprecher/Die Inszenierung

Wir haben es bei den Figuren mit zwei Generationen zu tun, daher muss ihnen auch das Sprecherensemble entsprechen. Der alte Sir Fell, der alte Vicar Crome und die Haushälterin Mrs. Chiddock gehören der alten Generation an. Sie machen ihre Sache ausgezeichnet und wirken keineswegs senil oder träge, ganz im Gegenteil.

Zur jungen Generation gehören Sir Richard Fell, der junge William Crome und der Bischof von Irland (in einem Mini-Auftritt). Doch welcher Generation gehört Mrs. Mothersole an, die im ersten Akt ein frühes Ende am Galgen nimmt? Katarina Tomaschewsky verleiht ihr eine Altstimme mittleren Alters, was sie zwischen die beiden Generationen stellt. Dass die Leiche von Mrs. Mothersole nicht in ihrem Grab liegt, deutet ebenfalls auf eine überzeitliche Existenz hin. Sie wird noch ein drittes Mal auftauchen, aber auf welche Weise, darf hier nicht verraten werden.

Geräusche

Die Geräusche sind die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut, meist aber reichen Andeutungen aus. Diese Andeutungen sollte man angesichts ihrer häufigen Wiederholung beachten. Regelmäßig läutet die Glocke der Kirche von Castringham, stets rauschen die Blätter der Esche und immer wieder sind in der Esche seltsame Laute und zu vernehmen. Eichhörnchen? Aber welche der dämonischen Art, nehme ich an.

Mit Geräuschen und Musik baut das Hörspiel eine dichte Atmosphäre auf, die den Hörer gespannt auf die Lösung des Rätsels warten lässt. Vollmondnächte haben ihre eigene Stimmung, ebenso Blitz und Donner über einem Galgen. Diesen Outdoor-Geräuschkulissen steht die heimeligere des Herrenhauses derer von Fell gegenüber. Da klappert Geschirr, da quietschen Türen, und Diener klopfen sorgenvoll an unheimlich stille Schlafzimmertüren.

Im zweiten Akt im Sir Richard findet eine faszinierende |Überblendung| statt. Sie transportiert uns aus dem Jahr 1744 zurück ins Jahr 1690, als säßen wir in einer Zeitmaschine. Wir sehen, was Vicar Crome sieht, wenn er den Leichnam seines Freundes Matthew Fell ansieht: entsetzliche Dinge. Der Vikar nutzt dessen Bibel aus dem Jahr 1659, um ein Orakel zu lesen. Es verheißt nichts Gutes. Nach der Rückkehr in die „Gegenwart“ des Jahres 1744 tut es Cromes Enkel gleich und liest ein Orakel aus ebendieser Bibel (Papierseiten rascheln). William Cromes Sorge nimmt zu, die Spannung steigt. Doch was hat der Eschenbaum damit zu tun?

Katzenfreunde seien gewarnt: Qualvollere Schreie aus Feliden-Kehlen hat man selten vernommen …

Musik

Die Musik entspricht der eines Scores für ein klassisches Horrormovie, übertreibt es aber nicht durch übermäßige Dramatik. Vielmehr finden die Einsätze der Musik stets nur ganz gezielt dort statt, wo sie auch wirklich gebraucht wird. Wenn Suffolk beschrieben wird, erklingen tiefe und hohe Flöten, die nostalgische Romantik vermitteln. Wenn die Esche dem jeweiligen Herrn von Castringham Hall Unheil bringt, sind neben dem Blätterrauschen auch diverse Sounds und ein Chor zu hören. Dies wiederholt sich am Ende des zweiten Aktes, verstärkt durch eine Vielfalt von Geräuschen.

Das Ende des Baumes geht einher mit einer Sinfonie von unheimlichen Geräuschen, zahlreichen Schreien, Fauchen, Geheul und vielem mehr. Danach spielen ein Dudelsack und eine Flöte eine klagende Melodie, doch den Ausklang bildet eine unheimliche Musik, die den Hörer daran erinnert, dass es noch viele ähnliche Bäume auf der Welt gibt. Man denke nur an die Donareiche, die der Mönch Bonifatius anno 723 fällte, um die heidnischen Chatten (Hessen) zu bekehren (vgl. dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Donareiche ).

Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

Das Booklet

… enthält im Innenteil lediglich Werbung für das Programm von Titania Medien. Auf der letzten Seite finden sich die Informationen, die ich oben aufgeführt habe, also über die Sprecher und die Macher.

Im Booklet finden sich Verweise auf die kommenden Hörspiele aufgeführt:

Nr. 72: R. L. Stevenson: Markheim (03/12)
Nr. 73: A. Conan Doyle: Das Grauen im Blue-John-Stollen (03/12)
Nr. 74: E. Nesbit: Die Macht der Dunkelheit (04/12)
Nr. 75: Mary Fortune: Weiß (04/12)
Nr. 76: Bram Stoker: Das Teufelsloch (05/12)
Nr. 77: R. E. Howard: Das Feuer von Asshurbanipal (05/12)

Unterm Strich

In den drei Akten des Hörspiels erleben wir die dreimalige Auseinandersetzung mit dem Eschenbaum, der die uralte Macht des weiblichen Prinzips verkörpert. Vergeblich nehmen es Hexenjäger, Vikare und andere Verteidiger der Christenheit mit dem Baum auf. Eine der Dorffrauen wird stellvertretend für die Esche als Hexe verurteilt und hingerichtet.

Die Ironie ist unübersehbar, dass der Fluch der Hexe nicht nur den Deputy Sheriff Mathhew Fell trifft, sondern auch seinen Sohn Richard, obwohl der die Existenz von Hexen und Flüchen aus Gründen der Vernunft rundweg ablehnt. So kann es nicht ausbleiben, dass sich der Fluch auch an ihm erfüllt.

Doch was hat es nun mit der Magie der Esche wirklich auf sich? M.R. James war gebildet genug, um alles über die Weltenesche Yggdrasil zu wissen. Dieser nimmt nicht nur für die Götter eine ganz besondere Stellung, sondern daraus entstanden auch die Menschen: Ask, der erste Mensch, und aus Ask und Embla, seiner Frau, der Rest der Menschheit. (Siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Yggdrasil ). Auch die weisen Frauen, die drei Nornen, saßen zu Füßen der Weltenesche.

Dass die Esche eng mit Fruchtbarkeit und Wachstum verbunden ist, aber im Gegensatz zum Christentum steht, scheint der Autor mit seiner Geschichte auszusagen. Das gekürzte Hörspiel lässt keine weiteren Deutungen zu, die in den Bereich der Religion vorstoßen könnten. (Odin hing tagelang an Yggdrasil, ähnlich wie Jesus am Kreuz, und beide erlebten eine Wiederauferstehung.)

Auf jeden Fall gibt diese bekannte Erzählung einen spannenden und unheimlichen Stoff für dieses stimmungsvolle Hörspiel ab. Die drei Akte steigern sich in Dramatik bis zu einem erstaunlichen Pandämonium, das man so von einem wohlanständigen Viktorianer, der für die Bibliothek der Queen schrieb, nicht gerade erwarten würde.

Das Hörspiel

Die Sprecher, die Vielzahl der Geräusche und die angemessene, zurückhaltende Musik bilden eine gelungene Einheit, um den Hörer zu unterhalten. Was mir allerdings im dritten Akt, der das Ende des Baumes schildert, fehlt, ist eine zentrale Perspektive durch eine wichtige Figur. Vikar Crome wäre dafür geeignet gewesen, oder noch besser die alte Mrs. Chiddock (die allerdings wohl beizeiten in Ohnmacht gefallen wäre).

Stattdessen nehmen wir die Szene durch eine Art Panoramablick wahr. Dadurch fehlt es an einer Identifikationsfigur, an deren Gefühlen wir Anteil nehmen könnten. Stattdessen fährt. Die „Kamera“ quasi zurück, und der Erzähler versorgt uns reportermäßig mit den Details des Geschehens. So werden wir mit einer emotionalen Distanz informiert, die uns zurück in unsere Realität entlässt.

Audio-CD mit 58 Minuten Spieldauer
http://www.titania-medien.de
http://www.luebbe-audio.de

Das |Gruselkabinett| bei |Buchwurm.info|:

[„Carmilla, der Vampir“ 993 (Gruselkabinett 1)
[„Das Amulett der Mumie“ 1148 (Gruselkabinett 2)
[„Die Familie des Vampirs“ 1026 (Gruselkabinett 3)
[„Das Phantom der Oper“ 1798 (Gruselkabinett 4)
[„Die Unschuldsengel“ 1383 (Gruselkabinett 5)
[„Das verfluchte Haus“ 1810 (Gruselkabinett 6)
[„Die Totenbraut“ 1854 (Gruselkabinett 7)
[„Spuk in Hill House“ 1866 (Gruselkabinett 8 & 9)
[„Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ 2349 (Gruselkabinett 10)
[„Untergang des Hauses Usher“ 2347 (Gruselkabinett 11)
[„Frankenstein. Teil 1 von 2“ 2960 (Gruselkabinett 12)
[„Frankenstein. Teil 2 von 2“ 2965 (Gruselkabinett 13)
[„Frankenstein. Teil 1 und 2“ 3132 (Gruselkabinett 12 & 13)
[„Die Blutbaronin“ 3032 (Gruselkabinett 14)
[„Der Freischütz“ 3038 (Gruselkabinett 15)
[„Dracula“ 3489 (Gruselkabinett 16-19)
[„Der Werwolf“ 4316 (Gruselkabinett 20)
[„Der Hexenfluch“ 4332 (Gruselkabinett 21)
[„Der fliegende Holländer“ 4358 (Gruselkabinett 22)
[„Die Bilder der Ahnen“ 4366 (Gruselkabinett 23)
[„Der Fall Charles Dexter Ward“ 4851 (Gruselkabinett 24/25)
[„Die liebende Tote“ 5021 (Gruselkabinett 26)
[„Der Leichendieb“ 5166 (Gruselkabinett 27)
[„Der Glöckner von Notre-Dame“ 5399 (Gruselkabinett 28/29)
[„Der Vampir“ 5426 (Gruselkabinett 30)
[„Die Gespenster-Rikscha“ 5505 (Gruselkabinett 31)
[„Jagd der Vampire. Teil 1 von 2“ 5730 (Gruselkabinett 32)
[„Jagd der Vampire. Teil 2 von 2“ 5752 (Gruselkabinett 33)
[„Jagd der Vampire“ 5828 (Gruselkabinett 32+33)
[„Die obere Koje“ 5804 (Gruselkabinett 34)
[„Das Schloss des weißen Lindwurms“ 5807 (Gruselkabinett 35)
[„Das Bildnis des Dorian Gray“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5919 (Gruselkabinett 36/37)
[„Berge des Wahnsinns“ (Teil 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6736 (Gruselkabinett 44)
[„Berge des Wahnsinns“ (Teil 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6737 (Gruselkabinett 45)
[„Die Maske des roten Todes“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6735 (Gruselkabinett 46)
[„Verhext“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6734 (Gruselkabinett 47)
[„Die Squaw“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6774 (Gruselkabinett 48)
[„Tauben aus der Hölle“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7050 (Gruselkabinett 52)
[„Abenteuer eines Geistersehers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7119 (Teil 1) (Gruselkabinett 54)
[„Abenteuer eines Geistersehers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7120 (Teil 2) (Gruselkabinett 55)
[„Aylmer Vance – Neue Abenteuer eines Geistersehers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7643 (Teil 1) (Gruselkabinett 56)
[„Aylmer Vance – Neue Abenteuer eines Geistersehers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7644 (Teil 2) (Gruselkabinett 57)
[„Pickmans Modell“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7524 (Gruselkabinett 58)
[„Das violette Auto“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7510 (Gruselkabinett 59)
[„Der Grabhügel“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7801 (Gruselkabinett 60)
[„Der Ring des Thot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7802 (Gruselkabinett 61)
[„Rappaccinis Tochter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7832 (Gruselkabinett 62)
[„Besessen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7833 (Gruselkabinett 62)
[„Der Schatten über Insmouth – Teil 1“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8136 (Gruselkabinett 66)
[„Der Schatten über Insmouth – Teil 2“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8137 (Gruselkabinett 67)
[„Die Legende von Sleepy Hollow“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8168 (Gruselkabinett 68)
[„Stimme in der Nacht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8167 (Gruselkabinett 69)
[„Schwarze Krallen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8227 (Gruselkabinett 70)

Sonnleitner, Marco (Autoren) / Minniger, André (Hörspiel) – Die drei ??? – … und der Feuergeist (Folge 158) (Hörspiel)

_Die Handlung:_

Die privat geführte Oper Califia in Rocky Beach steht vor dem finanziellen Aus. So ist es nicht verwunderlich, dass die drei ??? zunächst an eine werbewirksame Veranstaltung glauben, als sich eine Mitarbeiterin der Oper Hilfe suchend an sie wendet: Im Gewölbekeller des Gebäudes gehen mysteriöse Dinge vor sich – und ein seltsames Wesen wurde gesichtet! Justus, Peter und Bob übernehmen den Fall und ahnen nicht, auf was sie sich da einlassen. Plötzlich bricht während einer Aufführung ein Großfeuer aus! War es Brandstiftung? Welche Rolle spielen dabei der undurchsichtige Moody Firthway und sein rotes Notizbuch? Nur Justus erkennt als Einziger, was sich tatsächlich hinter den Kulissen abspielt. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Der Anfang dieses Falls hat nach einem kurzen Schreckmoment für Peter eine hochgezogene Augenbraue hörerseits zu bieten. Ein Monster, das unter der Oper lebt … ok … das glauben nicht mal zugereiste Fragezeichen-Hörer. Und dass Peter zwar normal schissig reagiert, aber gleich an eine Alien-Invasion glaubt, das überspannt den Bogen schon ein wenig. Da darf man bereits nach wenigen Minuten hoffen, dass der Rest der Folge nicht zu einem B-Movie-Klon aus den 1950ern verkommt.

Peter ist übrigens auch der, der in dieser Folge am meisten abbekommt, nicht nur bei der anschließenden Monsterjagd im Opernkeller. Bei der stellt sich sicher der eine oder andere Hörer die Frage, warum jemand als Monster verkleidet (und wenig anderes kommt für den eingefleischten Fan und die Detektive selber auch in Frage) unter der Oper herumlaufen sollte. Er scheint weder etwas angestellt zu haben, noch ist er außer den Jungs und seiner Auftraggeberin überhaupt jemandem aufgefallen.

Nach einer halben Hörstunde fällt dem Autor dann ein, dass im Titel der Folge ja das Wort „Feuer“ steht … und er steckt etwas in Brand. Das wirft irgendwie alles über den Haufen, denn in diesem Zusammenhang scheint das Abenteuer plötzlich in eine ganz andere Richtung zu schwenken, die nichts mehr mit haarigen Wookies zu tun hat. Jetzt steht auf einmal der undurchsichtige Moody im Mittelpunkt.

Und wie dann am Ende doch noch alles in einen Topf gezerrt wird, angereichert mit Informationen, die dem Hörer gar nicht zur Verfügung standen, sodass er alles sehr passiv mit einem „aha“ quittieren muss, das ist schon … na ja … ein wenig abstrus. Aliens, Oper, Feuergeister und ein Unterweltler … ein seltsamer Mix, der für mich auch nicht so wirklich ganz aufging. Ein paar Themen weniger und es wäre ein spannender Fall geworden.

Da sich aber, wie schon erwähnt, die erste halbe Hörstunde komplett dem Untergrund-Wookie widmet, mutet es an, dass der Autor hier die Story künstlich gestreckt hat.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Michelle: Ulrike Stürzbecher
Ronald Pounder: Jürgen Kluckert
Maurice Blight: Oliver Böttcher
Betsy: Heidi Schaffrath
Isabella: Isabel Navarro
Vladas Abakulow: Eric Schäffler
Moody Firthway: Peter Striebeck
Polizist: Mike Olsowski
Jenna: Konstanze Ullmer
1. Mann: Olaf Kreutzenbeck
2. Mann: Rainer Fritzsche
3. Mann: Claus Fuchs
4. Mann: Jannik Endemann

|Technik-Credits:|

Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Marco Sonnleitner
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Stahlberg, Conrad, Besseler, Beethoven, Mozart, Betty George, Morgenstern
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack

|Trackliste:|

1. Ouvertüre
2. Vorhang auf!
3. Hinter den Kulissen!
4. Zwischenspiel
5. Wesen im Dunkeln
6. Detektive in Not
7. Teepause
8. Mistkerle
9. Inferno im Tempel
10. Blitz und Donner
11. Kaffee & Schokolade
12. Am Abgrund
13. Indizien

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für neue „Die drei ???“-Merchandise-Artikel. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 159 „Nacht der Tiger“. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe und die Trackliste.

_Mein Fazit:_

Über die Hälfte der Folge wird nach einem Wookie gejagt, der unter der Oper sein Unwesen treiben soll. Dann kommen plötzlich noch ein Feuer und eine Unterweltgröße dazu … ach ja, und Aliens nicht zu vergessen.

Für mich war diese Folge ein wenig gestreckt am Anfang und dann wirr weitergesponnen. Logisch einzuordnen werden das ganze Handlungskonstrukt, die -fäden und Charaktere auch erst in Justus‘ Abschlussstatement, in dem er seine Fakten darlegt, die der Hörer leider vorher nicht kannte. Mitraten geht diesmal leider nicht … zumindest nicht sinnvoll.

Ein echter „Feuergeist“ spielt hier weder die Hauptrolle, noch gilt es ihn zu jagen. Wir folgen den Jungs eine Stunde mehr oder weniger turbulent und hören mit einem „ah ja“ dem Cast beim auflösenden und verabschiedenden Abschlusslacher zu. Na ja.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 56 Min.
Tracks: 13
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
EAN: 886979232822|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 100 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book

TKKG – Alarm im Raubtierhaus (Folge 180)

_Die Handlung:_

Aufregung in der Millionenstadt! Ein Unbekannter hat nachts die Käfige der Zootiere geöffnet und nun spazieren Elefanten durch die Stadt und Affen plündern die Marktstände. Die Bewohner der Stadt reagieren gelassen und der Zoo tut alles, um die Tiere schnell wieder einzufangen. Doch als auch die gefährlichen Geparden aus ihrem Gehege verschwinden, breitet sich Angst und Schrecken aus. Klar, dass TKKG wissen wollen, wer dahintersteckt! Schon bald haben sie eine heiße Spur, die sie direkt in die Fänge der Geparden treibt … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Bei „Alarm im Raubtierhaus“ handelt es sich um die Hörspielumsetzung des TKKG-Romans der Nummer 117, der den gleichen Titel trägt.

Noch bevor es in den neuen Fall geht, lernen wir ein neues Fremdwort: „autark“. So leben nämlich die Bauernhofbewohner des Hofes, auf dem Tim und Klößchen ihre persönliche „ich schau mir mal einen Beruf an“-Erfahrung machen können. Karl und Gaby ziehts hingegen in den Zoo. Erleben wir diesmal ein geteiltes Abenteuer oder gar zwei?

Schnell bricht im Zoo Chaos aus und wir wissen, worauf der Autor sein Augenmerk gelegt hat. Irgendjemand sabotiert also Raubtierkäfige und lässt die Tiere auf die Bevölkerung los … nur, wozu? Anarchiegelüste oder nur ein tierisches Ablenkungsmanöver?

Während die Jungdetektive dem nachgehen, lernen wir schon wieder etwas: Was ist ein „Kuckuck“-Aufkleber und wer verwendet dieses Pfandsiegel wofür? Dass der wesentlich ungefährlicher als die ganzen zwangsausgebrochenen Zootiere ist, das ist klar. Nicht klar war mir allerdings, warum Karl und Gaby mit auf die Gepardenjagd genommen werden. Sicherlich ist auch das Wildschwein gefährlich, das währenddessen Tim und Klößchen zusammen mit dem autarken Bauern und Naturschützer erlegen wollen, dennoch könnte es dem gemischten Doppel eher, schneller und unberechenbarer an den Kragen gehen. Aber, das wird zum Glück noch geklärt und hat sogar mit dem Fall zu tun.

Der scheint eigentlich recht schnell, recht klar und recht gradlinig zu sein und eigentlich wäre jetzt nur noch der Täter zu überführen, aber zum Glück für den Hörer ist das Ganze nicht so anspruchslos. Auch die Hintergründe und die Motive für das ganze Tier-Chaos, klären sich erst ganz zum Schluss … nach einer sehr geschickten Wendung, die diesen Fall noch ein wenig mehr aufwertet.

Was mich aber gewundert hat: TKKG sind gegen die Haltung von Tieren in Gefangenschaft, weil das selten bis nie artgerecht erfolgen kann … wieso also hat sich niemand aus der Gruppe aufgeregt, als Gaby und Karl doch im Zoo ihren „Berufseindruck“ sammeln wollten? Das passt irgendwie nicht ganz zusammen.

Außerdem waren die Detektive diesmal extrem schnell auf ihren Rädern unterwegs. Verfolgen sie doch ein Taxi durch mehrere Stadtviertel. Selbst bei dauer-roten Ampeln ist das eigentlich kaum zu schaffen. Außer Atem sind die Superhelfen im Anschluss natürlich auch nicht.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Wolfgang Kaven
Tim: Sascha Draeger
Karl: Niki Nowotny
Klößchen: Manou Lubowski
Gaby: Rhea Harder
Zoodirektor Bauernfeind: Eckart Dux
Dieter Niebert: Mario Grete
Tierpfleger Meyer: Frank Meyer-Brockmann
Bauer Dirk: Gustav Adolf Artz
Joachim: Nicolai Munoz Möller
Fremder: Peter Weis
Pelzlady: Susan Jarling
Martha: Katja Brügger
Frau: Konstanze Ullmer
Jasmin: Kassandra Ullmer
Kind: Undine Ullmer
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel

|Trackliste:|

1. Stein, Schere, Papier
2. Eine unheilvolle Vorahnung
3. Unbekannter Saboteur
4. Eine Stadt im Ausnahmezustand
5. Alles im Griff
6. Interessante Spur
7. Die Geparden sind los!
8. Großstadtsafari
9. Schluss mit der Massentierhaltung
10. Herr mit Hut
11. Reifenspuren
12. In der Falle

|Technik-Credits:|

Buch: Martin Hofstetter nach Motiven von Stefan Wolf
Hörspielbearbeitung und Effekte: André Minninger
Redaktion: Wanda Osten, Maike Nagel
Geräusche: Wanda Osten
Produktion und Regie: Heikedine Körting
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Cover Illustration: Comicon S. L. – nach Artwork-Vorlagen von Reiner Stolte Rahmendesign: KB&B
Gestaltung: Atelier Schoedsack

|Die Ausstattung:|

Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet-Faltblatt, das in der gleichen Farbe daherkommt, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen. Dazu gibts dann noch die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits auf der Rückseite nachzulesen.

_Mein Fazit:_

Ein spannendes Abenteuer, das zweigeteilt beginnt und dem Hörer eine interessante Wendung zu bieten hat, mit der er nicht rechnet. Einiges ist so, wie die Jungdetektive es vermuten und einiges ist so, wie der Hörer es vermutet … aber eben nicht alles. Und das macht den Reiz und den Hörspaß dieser Folge aus, die nicht so gradlinig und einfach ist, wie der erste Eindruck es vermuten und befürchten lässt.

|1 Audio-CD mit ca. 63 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 887254486922|
http://www.natuerlichvoneuropa.de
http://www.tkkg.de

Fünf Freunde und der seltsame Leuchtturm (Folge 99)

_Die Handlung:_

Bei einem Segelausflug geraten die Fünf Freunde in Seenot und können sich nur durch das Licht eines Leuchtturms an Land retten. Auf der Felsenklippe scheinen merkwürdige Dinge vor sich zu gehen. Ein mürrischer Leuchtturmwärter, ein rätselhaftes Feuerschiff, unheimlicher Nebel, mysteriöse Stimmen… Und plötzlich sind Dick und Anne verschwunden und bleiben wie vom Erdboden verschluckt. Eine gefährliche Spurensuche beginnt. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Endlich sind mal wieder Sommerferien oder anders ausgedrückt: Es gibt ein neues Abenteuer der vier Freunde plus Hund. Diesmal solls also auf einen Segeltörn gehen. Na, denn man tau!

Lange Spaß haben die Jungs und Mädchen aber auf dem Meer nicht wirklich daran, denn beachtlich schnell wirds dramatisch. Und während die Freunde vom Sturm überrascht auf ihrem Bötchen zittern, wird sich sicher der eine oder andere junge Hörer tiefer unter die warme Decke kuscheln. Erwartet uns hier denn ein Robinson-Crusoe-Abenteuer? Nicht ganz, denn der Leuchtturm steht auf dem Festland … wenn auch recht weit entfernt vom Zuhause der Freunde.

Die Spannung steigt immer weiter, als Dick und Anne vom Leuchtturmwärter einkassiert werden. Dass zu diesem Zeitpunkt weder das Duo noch der Hörer weiß, warum eigentlich, macht die Sache nur noch unheimlicher. Was geht denn da nur vor, dass schon vorsorglich Kinder entführt werden, bevor sie überhaupt irgendetwas Verdächtiges gesehen haben?

Spätestens nach 40 Hörminuten aber knickt die Spannung um … denn es ist leider immer noch nichts passiert, geschweige denn haben die inzwischen zweigeteilten Freundesgruppen irgendetwas Interessantes herausfinden können. Stattdessen gibt es vom Skript eine Hinhaltetaktik nach der nächsten Verzögerung serviert, sodass der Hörspaß längst in Ungeduld umgeschlagen ist. Wenn sich das Hörspiel über mehrere CDs erstrecken würde, dann wäre diese Art der künstlichen Handlungsstreckung ok gewesen, aber so fühlt sich das nach Minutenschinden aufgrund von Ideenlosigkeit an.

Und als hätten die Produzenten das auch mitbekommen, legen sie ganz kurz vor Ende dann endlich wieder los und sorgen für hektische Szenen und Konfrontationen. So wird dann der Fall, der eigentlich gar keiner war, so schnell (auf)gelöst, dass man schon wieder die Augen verdrehen kann. Ob das jetzt „kindgerecht“ oder einfach nur „langweilig“ ist, das entscheidet jeder für sich.

Dass die vier Freunde allerdings nicht wussten, dass ganz in der Nähe von Kirrin ein Leuchtturm ist … na ja … ist ja nicht so, als würden sie grad ihre ersten Ferien hier verbringen … oder gar hier wohnen! Noch unrealistischer aber ist, dass die Kinder nach ihrer Befreiung nicht sofort das Weite suchen, um die Polizei zu verständigen. Stattdessen bleiben sie da und erforschen den Leuchtturm weiter. Nur Anne wirft kurz in die Menge, dass man ja verschwinden könnte … aber die anderen argumentieren dagegen. Dieses Verhalten ist kein gutes Vorbild für die junge Hörerschaft, bei allem Interesse daran, was hier eigentlich vorgeht und könnte zu unvorsichtigem Übermut führen.

Auch seltsam, dass die Verwandtschaft am Ende nicht sofort anrückt, um die Kinder abzuholen und sie stattdessen ihr Boot reparieren, um wieder nach Hause zu segeln! Warum das nicht passiert, wird wohl ebenso ein Geheimnis bleiben wie der Umstand, dass die Jungs und Mädchen keinerlei Nachwirkungen des doch recht traumatischen Vorabends zeigen, sondern sich nur auf das Segeln freuen. „Woohoo, endlich Ferien!“ .. ja, ne, is‘ klar.

|Zur Abmischung|:

Da diese Folge nicht nur „… der seltsame Leuchtturm“ heißt, sondern fast ausschließlich auch hier spielt, ist die Vielfalt an Geräuschen und Effekte nicht so üppig wie sonst. Dennoch wird hier ein prima akustischer Abenteuerhintergrund geschaffen, vor dem die Sprecher sich tummeln können.

Immer wenn die Männer vom Leuchtturm hinter einer Tür miteinander oder durch eine Tür zu den Kindern sprechen, dann sind ihre Stimmen so leise abgemischt, dass man schnell etwas Wichtiges verpassen könnte. So fix kann keiner den Lautstärkeregler hochschieben. Vielleicht geben die Kinder deshalb grundsätzlich noch mal alles eben Gehörte nach einer solchen Szene wieder, damit man nicht zurückspulen muss.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Lutz Mackensy
Julian: Ivo Möller
Dick: Jannik Endemann
Anne: Theresa Underberg
George: Alexandra Garcia
Mr. Winslet: Eckhart Dux
Henry: Leonhard Mahlich
Bill: Holger Mahlich
1. Constable: Fabian Harloff
2. Constable: Lutz Herkenrath
Funkstimme: Jörg Gillner

|Trackliste:|

1. Schiffbruch an der Felsenklippe
2. Ein Feuerschiff in der Nacht
3. Wo sind Dick und Anne?
4. Die Kette im Felsgestein
5. Der unheimliche Nebel
6. Das Geheimnis des Leuchtturms
7. Rettung in letzter Minute

|Technik-Credits:|

Buch: Katrin McClean
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Effekte: Andre Minninger,
Geräusche: Wanda Osten
Musik: Tonstudio EUROPA

|Die Ausstattung:|

Die mit einem kalten Meeresgrün- und Blauton bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt, das in passenden Farben gehalten ist, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen sowie Werbung für das Hörspiel zum aktuellen FÜNF-FREUNDE-Kinofilm. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Nach dem kurzen Anfangsdrama dauert es über 40 Minuten, bis es interessant und spannend wird. Dann dauert es weitere gut zehn Minuten, bis es dramatisch wird. Und innerhalb einer Minute wird komplett alles aufgelöst und zum Abschluss gebracht. Das Timing fehlt in dieser Folge also völlig.

Die Autorin hatte offenbar eine gute Grundidee, aber anscheinend Probleme, diese mit 60 Minuten Hörleben zu füllen, das den Hörer bei der Stange hält. Die Idee, erstmal überhaupt nichts zu verraten, ist sogar etwa eine halbe Stunde lang interessant, aber dann schlägt sie ins Gegenteil um und fängt an zu langweilen. Es passiert halt nichts, geschweige denn wird etwas herausgefunden. Die Story steht bis kurz vor Schluss still und explodiert dann ins Ende.

Ob das die Jüngsten der angepeilten Zielgruppe stört, das kann ich nicht beurteilen. Althergebrachte Fans der fünf haben jedenfalls schon fesselndere Abenteuer mit Julian, Dick, Anne, George und Timmy erleben können.

|1 Audio-CD mit ca. 58 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 5 Jahren
EAN: 88697230992|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

_Die |Fünf Freunde|-Hörspiele bei |Buchwurm.info|:_
Folge 74: [„… verfolgen den Wilderer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4674
Folge 86: [„… und die verlorenen Blüten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6365
Folge 87: [„… und das rätselhafte Sternbild“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6519
Folge 93: [„… und das Geheimnis des Winterwaldes“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7400
Folge 94: [„… und die Sturmflut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7549
Folge 95: [„… in der Höhle des Urmenschen“ (Folge 95)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7720
Folge 96: [„… und das gefährliche Treibgut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7839
Folge 97: [„… auf der Spur der Silberdiebe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7957
Folge 98: [„… und die Legende der Zwillingseiche“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8112
Folge 99: [„… und der seltsame Leuchtturm“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=XXXX

Perry Rhodan – Die Kristallagenten (Silber Edition 34)

Die Handlung:

Seit die mysteriösen Hypnokristalle in der Milchstraße aufgetaucht sind, werden sie zu einer immer größeren Gefahr: Sie verwandeln Menschen in Sklaven, zwingen ihnen einen fremden Willen auf. Zu allem Überfluss kontrollieren die Kristalle auch noch den aus der Vergangenheit aufgetauchten Riesenroboter OLD MAN mit seinen über 15.000 Ultraschlachtschiffen. Perry Rhodan bleibt angesichts der ungeheuren Bedrohung nur die Flucht nach vorn: Mit seinem Flaggschiff, der CREST IV, nimmt er die Spur der Kristalle auf, um die hinter ihnen stehende Macht zu finden … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

So, das Warten ist endlich vorbei und wir erfahren nun (hoffentlich), was Perry gegen die Kristalle zu tun gedenkt. Die sind zwar nicht so groß wie OLD MAN, aber viel gefährlicher. Und die Autoren machen die Jagd nicht wirklich einfach, sondern werfen noch weitere tausende von Raumschiffen und ein paar Fremdvölker mit ins Hörkopfkino.

Perry Rhodan – Die Kristallagenten (Silber Edition 34) weiterlesen

Perry Rhodan – Der Terraner (Silber Edition 119)

Die Handlung:

Die Neue Galaktische Zeitrechnung ist angebrochen:

Nach Jahrhunderten der Konflikte arbeiten die Völker der Milchstraße in der Kosmischen Hanse zusammen, sie forschen gemeinsam, und sie treiben Handel. Perry Rhodans großes Ziel, seit er die relative Unsterblichkeit erlangt hat, scheint zum Greifen nahe. Die Menschen auf der Erde und auf Tausenden von Welten leben im Frieden mit allen Außerirdischen. Doch längst droht eine Gefahr im Hintergrund: Die Superintelligenz Seth-Apophis, ein mächtiger, aber nahezu unbekannter Gegner, greift nach der Milchstraße. Die eigentliche Aufgabe der Kosmischen Hanse ist deshalb, die Völker der Galaxis vor dieser unvorstellbaren Bedrohung zu schützen. Mit welchen Methoden Seth-Apophis und ihre Agenten vorgehen, wird deutlich, als ein Hanse-Stützpunkt im Chaos versinkt. Der Gegner scheint überall präsent zu sein, und er hat seine Helfershelfer längst vor Ort? mit ungeahnten Aktionen bringt er die Menschheit ins Wanken … (Verlagsinfo)

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Perry Rhodan NEO – Zielpunkt Arkon / Planet der Echsen (Folgen 25 + 26)

_NEO 25: „Zielpunkt Arkon“_

Januar 2037: Vor einem halben Jahr wagten Perry Rhodan und seine Gefährten die Reise zum Mond – dabei trafen sie auf die menschenähnlichen Arkoniden. Jetzt steht eine viel größere Reise bevor: Rhodan möchte nach Arkon vorstoßen, ins Zentrum einer alten Zivilisation, die mehrere tausend Sonnensysteme umspannt. Auf der Erde wächst währenddessen Terrania, die Stadt der geeinten Menschheit – trotz politischer Gegner sowie Machtgruppen, die ihren eigenen Interessen folgen. Gleichzeitig beginnen die Menschen damit, die Planeten des eigenen Solsystems zu erforschen. Auf dem Mars stoßen die Wissenschaftler auf ein faszinierendes Geheimnis. Davon weiß Perry Rhodan nichts. Mit der TOSOMA, einem zehntausend Jahre alten Raumschiff, rasen er und seine Begleiter hinaus ins Sternenmeer der Milchstraße. Doch dann kommt es zu einer verheerenden Katastrophe – und ein grausiger Tod bedroht die Menschen an Bord … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Neuer Zyklus, neues Glück, neue Abenteuer, wo solls denn hingehen? „Einmal Arkon bitte!“ Na dann mal los. Mit dem Arkon-Raumer TOSOMA, den Perry ja auf dem Grund des Atlantiks gefunden hatte, soll es mit 1800 ausgewählten Terranern zum Herrscher von Arkon gehen, um als Menschheit vorstellig zu werden. Zum einen will Crest ja eh schon lange nach Hause und zum anderen möchte Perry gern ein Bündnis eingehen. Da der Weg aber satte 34000 Lichtjahre lang und der Zyklus noch jungfräulich ist, bremst der Autor die Reise recht schnell und äußerst unsanft ab. Eine Revue wird gestört, eine Bombe gezündet und die Transitionen verlaufen mit dramatischen Folgen. Und da das schon zu Anfang der Reise passiert, bleibt dem Autor noch jede Menge Zeit und Weg, um ordentlich Sci-Fi-Drama zu zünden. Was das aber genau bedeutet, das wird in diesem NEO noch nicht deutlich.

Denn es gibt noch einen anderen Handlungsfaden, der, wie immer völlig losgelöst und zusammenhangslos vom anderen seine eigene Story zu erzählen scheint. Auf dem Mars gibts nämlich in der Bradbury Base seltsame Vorkommnisse, die untersucht und ermittelt werden. Wer denkt da nicht gleich an die „Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury?

Nachdem ich diesen Handlungsfaden, der mich nicht wirklich interessiert hat und dessen Auflösung bei mir nur ein „Aha, na dann“ entlockte, überstanden hatte, gabs dann doch noch einen Hinweis darauf, dass die Ereignisse hier und auf der TOSOMA miteinander zu tun haben könnten. Das machts dann schon wieder etwas spannender, auch wenn ich gern auf den Mars-Teil verzichtet hätte und eher am Schicksal der TOSOMA-Besatzung interessiert war.

Die NEO-Lesungen von |Axel Gottschick| sind in der Regel um reichlich Minuten kürzer als die des Kollegen. Das liegt schlichtweg daran, dass er keine Anlaufphase braucht, um zügig und spannend die Ereignisse zu schildern, auf die Hörer sich einlassen soll. Bei Dialogen legt er sich so richtig ins Zeug und brüllt manchmal (wenn es passt) sogar. Das weckt nicht nur auf und zwingt zur Aufmerksamkeit, das macht auch richtig Spaß. Und so sind auch die Szenen auf der TOSOMA die absolut spannendsten, nicht nur, weil das Skript sie so beschreibt. Aber auch bei den Mars-Szenen droht keine Einschlafgefahr, denn Gottschick füllt auch sie teilweise mit mehr Leben, als in dem Skript vor ihm steht. Außerdem springt die Handlung ja raumtechnisch auch hin und her.

_NEO 26: „Planet der Echsen“_

Januar 2037: Mit einem altersschwachen Raumschiff, der TOSOMA, sind Perry Rhodan und seine Gefährten zu einem riskanten Flug aufgebrochen. Sie wollen nach Arkon vorstoßen und das Zentrum des riesigen Sternenreiches erreichen. Doch ein fürchterliches Unglück stoppt ihren Flug. Zur selben Zeit muss ein Mann von der Erde auf einem fremdartigen Planeten um sein Überleben kämpfen: Es ist Dr. Eric Manoli, einer der drei Astronauten, die mit Perry Rhodan zum Mond geflogen sind. Nach einem Sprung durch Raum und Zeit ist der Arzt auf einer Welt gelandet, die von Topsidern bewohnt wird.
Er ist der einzige Mensch unter den Echsenwesen – und diese sind nach den erbitterten Kämpfen im Wega-System nicht gut auf »Blasshäute« zu sprechen. Manolis wichtigstes Ziel ist die Heimkehr zur Erde. Doch zuvor muss er sich gegen mächtige Gegner durchsetzen… (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

In diesem NEO gibts sehr viel Politik. In den gewohnt zwei Handlungsfäden folgen wir einmal Eric Manoli, der nach einem Transmittergang bei den Topsidern erscheint. Hey, Transmitter, hatten wir ja schon lange nicht mehr. Die andere Geschichte erzählt uns Neues von Baji Jun, der mittlerweile Bürgermeister von Terrania ist.

Wer politisches Geplänkel und Muskelspiel mag, der kommt hier auf seine Kosten. Weltraum-Action-Fans müssen beim 26. NEO tapfer bis zum Ende durchhalten. Denn sowohl bei den Topsidern als auch auf Terra mit komplottiert und geargwohnt … wie im echten Leben halt. Auf Topsid erlebt Eric Manoli zwei rivalisierende Gruppen von „Hau draufs“ und „Red drübers“ und wird unfreiwillig als Köder eingesetzt. Dass er dabei aus einem Bordell heraus agiert, ok, ist vielleicht eine dramatische Note des Autors, die ich nicht so recht verstanden habe.

Auf Terra wird Bai Jun von seiner eigenen Vergangenheit gedanklich heimgesucht, auf die er nicht wirklich (mehr) stolz ist. Viel Politik und Moralvorstellungen aber nichts, was den Zyklus vorantreiben würde … diesmal in keinem der beiden Handlungsfäden.

|Axel Gottschick| tut sein Übriges dazu, dass die Story rund um den Transmitterdurchgänger Manoli spannend und fesselnd ist und bleibt. Der Teil, der auf Terra spielt, klingt bei ihm manchmal so, als würde er aus dem Off über eine politische Dokumentation sprechen. Zum einen ist es das ja auch irgendwie und zum anderen macht er so was ja auch fürs Fernsehen. Bei Dialogen aber, vergisst man das schnell wieder, denn hier dreht Gottschick mächtig auf, legt sich ins Zeug und schauspielert lebendig vor dem Mikro, besonders dann, wenn er fiese Topsider zu vertonen hat. Da macht es Spaß zuzuhören, auch wenn gerade der Handlungsstrang weitergesponnen wird, der dem Hörer eventuell nicht ganz so zusagt wie der andere.

_Der Sprecher:_

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem gibts noch eine TXT-Datei, in der die Technik-Credits, ein Urheberrechtshinweis und noch mal der Klappentext zur Lesung nachzulesen sind.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 25| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Der neue Zyklus startet mit einem Fehlstart Perrys auf dem Weg nach Arkon und lässt den kommenden Autoren eine Menge Platz und Zeit, ihn in wilde Abenteuer zu verstricken. Von denen erlebt er aber hier erstmal keins, da er mit der Bombenzündung auf seinem Raumer genug zu tun hat.

Dass es auf dem Mars Sabotageakte gibt … ok, kann man mal erwähnen, aber einen eigenen Handlungsfaden dafür fand ich ein wenig streckend und das gleich zu Anfang des Zyklus.

Das zweite Hörbuch dieser Doppel-Folge, das von Gastautor Bernd Perplies ausgefüllt wurde, bietet dann auch mehr Politik und Machtkämpfe als echten Vorschub für die neue Staffel, auch wenn wir hier nicht mehr bei Perry sind, sondern im Wechsel auf Terra und Topsid. Eric Manoli bekommt bei den Echsen ein Soloabenteuer spendiert, das gerade dank des Sprechers aber durchaus auch zu fesseln weiß. Axel Gottschick gibt überzeugende Topsider und ist generell bei Dialogen sehr lebendig und authentisch vor dem Mikro agierend. Da ist dann die Terra-Geschichte auch nicht mehr ganz so langweilig.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 25 – Zielpunkt Arkon: 5:47 Std. Spieldauer (ungekürzt), 75 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
NEO 26 – Planet der Echsen: 5:38 Std. Spieldauer (ungekürzt), 58 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN: 978-3-943393-26-2|
http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

_Perry Rhodan bei |Buchwurm.info|:_
|LEMURIA|:
[„Die Sternenarche“ 769 (Perry Rhodan – Lemuria 1)
[„Der Schläfer der Zeiten“ 871 (Perry Rhodan – Lemuria 2)
[„Exodus der Generationen“ 886 (Perry Rhodan – Lemuria 3)
[„Der erste Unsterbliche“ 949 (Perry Rhodan – Lemuria 4)
[„Die letzten Tage Lemurias“ 1021 (Perry Rhodan – Lemuria 5)
[„Die längste Nacht“ 1137 (Perry Rhodan Lemuria 6)

|LEMURIA|-Hörbücher:
[„Die Sternenarche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 1) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6935
[„Der Schläfer der Zeiten (Perry Rhodan – LEMURIA 2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
[„Exodus der Generationen“ (Perry Rhodan – LEMURIA 3) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7297
[„Der erste Unsterbliche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7506
[„Die letzten Tage Lemurias“ (Perry Rhodan – LEMURIA 5) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7739
[„Die längste Nacht“ (Perry Rhodan – LEMURIA 6) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7983

|PAN-THAU-RA|:
[„Die Lebenskrieger“ 2189 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 1)
[„Die Trümmersphäre“ 2468 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 2)
[„Die Quantenfestung“ 3050 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 3)

|Perry Rhodan NEO| als Lesungen:
[„Sternenstaub“ + „Utopie Terrania“ (Perry Rhodan – NEO 1-2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7559
[„Flucht aus Terrania“ + „Die Terraner“ (Perry Rhodan – NEO 7-8)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7736
[„Rhodans Hoffnung“ + „Im Licht der Wega“ (Perry Rhodan – NEO 9-10)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7935
[„Schlacht um Ferrol“ + „Tod unter fremder Sonne“ (Perry Rhodan – NEO 11-12)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7937
[„Schatten über Ferrol“ + „Die Giganten von Pigell“ (Perry Rhodan – NEO 13-14)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7934
[„Schritt in die Zukunft“ + „Finale für Ferrol“ (Perry Rhodan – NEO 15-16)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7982
[„Der erste Thort“ + „Der Administrator“ (Perry Rhodan – NEO 17-18)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8082
[„Unter zwei Monden“ + „Die schwimmende Stadt“ (Perry Rhodan – NEO 19-20)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8083
[„Der Weltenspalter“ + „Zisternen der Zeit“ (Perry Rhodan – NEO 21-22)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8126
[„Zuflucht Atlantis“ + „Welt der Ewigkeit“ (Perry Rhodan – NEO 23-24)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8229
[„Zielpunkt Arkon“ + „Planet der Echsen“ (Perry Rhodan – NEO 25-26)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8230

|Silber Edition|:
[„Die Para-Sprinter“ (Perry Rhodan – Silber Edition 24) (Lesung)“ (Hörbuch) 6330
[„Brennpunkt Andro-Beta (Perry Rhodan – Silber Edition 25) (Lesung) „]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6492
[„Kontrollstation Modul“ (Perry Rhodan – Silber Edition 26) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6738
[„Andromeda“ (Perry Rhodan – Silber Edition 27) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6945
[„Lemuria“ (Perry Rhodan – Silber Edition 28) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Der Zeitagent“ (Perry Rhodan – Silber Edition 29) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Bezwinger der Zeit“ (Perry Rhodan – Silber Edition 30) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7560
[„Pakt der Galaxien“ (Perry Rhodan – Silber Edition 31) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7738
[„Die letzte Bastion“ (Perry Rhodan – Silber Edition 32) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7984
[„OLD MAN“ (Perry Rhodan – Silber Edition 33) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8084
[„Die Kristallagenten“ (Perry Rhodan – Silber Edition 34) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8232
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6743
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6936
[„Raumschiff Erde (Perry Rhodan – Silber Edition 76) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7092
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7092
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7504
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7737
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7936
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7985
[„Raumschiff in Fesseln“ (Perry Rhodan – Silber Edition 82) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8127
[„Der Terraner“ (Perry Rhodan – Silber Edition 119) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8231

|Silber Edition|-Downloadversion:
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 1 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6560
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 2 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6614
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 3 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6666
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 4 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6721
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6775
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6824
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6880
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6916
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6950
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6990
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7027
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7052
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7091
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7108
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7142
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7196
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7270
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7329
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7377
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7425
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7486
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7539
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7588
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7622
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7685
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7712
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7757
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7790
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7831
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7890
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7943
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7965

|Atlan – Zeitabenteuer|:
[„Söldner für Rom“ (Atlan Zeitabenteuer 7)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7505
[„Ritter von Arkon“ (Atlan Zeitabenteuer 8) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7933
[„Herrscher des Chaos“ (Atlan Zeitabenteuer 9) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8228

[„PERRY RHODAN: Odyssee“ 3240
[„Die Kaiserin von Therm“ 3241 (Perry Rhodan Silberband 94)
[„Die Rückkehr“ 1611 (Perry-Rhodan-Roman 2295)
[„Das Antares-Riff“ 1706 (Perry Rhodan Extra 2)
[„Perry Rhodan – Das Rollenspiel“ 2925 (Grundregelwerk)
[„Sternenozean“ 5831 (Hörspielserie, Teil 1-25)
[„Das gestrandete Imperium“ (Perry Rhodan – Der Posbi-Krieg 1)“ 6081
[„Perry Rhodan: Der Posbi-Krieg“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6394
[„Die Zeitstadt“ (Perry Rhodan – Andromeda 6) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6740
[„Geisterschiff CREST IV“ (Perry Rhodan – Taschenheft 10)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6925
[„Stardust 1 – Episode 1-20 (Perry Rhodan 2500-2519) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7558
[„Stardust 4 – Episode 61-80 (Perry Rhodan 2560-2579) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8085

Perry Rhodan NEO – Zuflucht Atlantis / Welt der Ewigkeit (Folgen 23 + 24)

_NEO 23: „Zuflucht Atlantis“_

Im Herbst 2036: Perry Rhodan und seine Begleiter sind auf der Suche nach der Welt des Ewigen Lebens. Nicht nur sie haben sich dabei einem sogenannten Transmitter anvertraut. Drei weitere Wesen wurden von einem solchen Gerät durch Raum und Zeit geschleudert: Der Arkonide Crest, die aus Russland stammende Mutantin Tatjana Michalowna und der Topsider Trker-Hon stranden in der Vergangenheit, gut zehntausend Jahre vor ihrer Zeit. Nachdem sie auf Tramp, der sterbenden Welt, mit erschütternden Erlebnissen konfrontiert worden sind, gelingt ihnen die Flucht. Die »blinde« Transition mit einem arkonidischen Beiboot endet im Leerraum zwischen den Sternen. Crest und seinen Begleitern bleibt nichts anderes übrig, als einen Notruf abzusetzen. In Zeiten eines interstellaren Krieges zwischen dem Imperium der Arkoniden und den fremdartigen Methans ist das extrem gefährlich. Was ist, wenn die Methans zuerst auftauchen? (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

In diesem Roman, der die Handlung von Band 21 aufnimmt und dabei unter anderem auch Crest, Trker-Hon und Tatjana Michalowna folgt, erleben wir die Zerstörung von Atlantis … NEO-Style. Dass in „Atlantis“ der Name des bei den Rhodan-Fans beliebten Arkoniden ATLAN komplett enthalten ist, das ist kein Zufall. Ist es doch sein Kontinent auf Larsaff III … so hieß Terra damals noch.

Aber, aufgrund der „kriegsähnlichen Umstände“, die auf und über dem Planeten stattfinden, hat Atlan nicht lange Freude an seinem kleinen Reich. Und so ist gegen Ende, nach der Raumschlacht zwischen den Methans und den Arkoniden nicht mehr als ein paar Inseln davon übrig.

Als Gegenpol zu den ganzen Spannungen, die es hüben wie drüben in dem Konflikt gibt, hat der Autor einen eher ruhigen Handlungsfaden gesetzt, der mir wiederum zu ruhig war und mich sofort extrem an „Star Trek: Der Aufstand“ erinnerte. Eine weiter entwickelte Spezies beobachtet unerkannt eine primitivere. In diesem Fall ists der Arkonide Feltif de Khemrol, der Atlan unterstellt ist und auf Larsaf-III seinen Dienst tut. Dass er sich dabei zu sehr auf die einheimische Seherin D’ihra einlässt, bringt einen Schuss Romantik mit ins Spiel … was auch wieder nicht so meins war. Für mich bremste das den Rest zu sehr aus, aber, das ist ja Geschmackssache.

Mir gefiel die Action rund um und über Larsaf III besser, in die auch Crest und seine Begleiter verwickelt waren, aber eher passiv, nachdem sie von den dort stationierten Arkoniden vor den Methans gerettet wurden.

Und, wie sollte es auch anders sein, gehts mit dem nächsten Transmittersprung aus der Geschichte raus. Wer weiß, wo Crest diesmal landet … und wann?

|Hanno Dinger| startet als ruhiger Märchenerzähler, der seine Zuhörer nicht aufregen möchte. Zum Glück für die aber, gibt es auch Dialoge, in die er wie gewohnt mehr Feuer und Lebendigkeit legt, sodass das Abenteuer mit etwas Verzögerung doch noch im Hörkopfkinosaal ankommt. Dennoch bleibt Dinger bei den Beschreibungen der Umstände und Szenenumgebungen hinter der Hörfrische zurück, die er bei Unterhaltungen versprüht. Da legt er sich ins Zeug und verleiht den Charakteren auch wiedererkennbare akustische Merkmale. Der Rest klingt diesmal bei ihm oftmals ziemlich runtergelesen und der Hörer wird immer wieder aus der Atlantis-Spannung gerissen und in eine dunkle Sprecherkabine gezwängt, in der eine kleine Lampe über einem Skript schwebt, vor dem ein Sprecher sitzt, der fürs Ablesen bezahlt wird. Dinger könnte es auf jeden Fall besser, was er, je weiter sich die Lesung dem Ende neigt, auch anklingen lässt. Da wird er zunehmend lebendiger und auch flotter beim Erzählen.

_NEO 24: „Welt in Ewigkeit“_

Im Herbst 2036: Die Suche nach der Welt des Ewigen Lebens neigt sich ihrem Ende zu. Nach vielen Abenteuern in Raum und Zeit erreichen Perry Rhodan und seine Gefährten einen ungewöhnlichen Planeten, der physikalisch eigentlich nicht existieren dürfte: Es ist eine Halbkugel, die durch unbegreifliche Kräfte zusammengehalten wird – sie trägt den Namen Wanderer. Auch drei andere Wesen stoßen zu der seltsamen Welt vor: der Arkonide Crest, die aus Russland stammende Mutantin Tatjana Michalowna und der Topsider Trker-Hon. Sie alle treffen auf merkwürdige Bewohner Wanderers, mit denen sie nicht rechnen konnten, und müssen eine Reihe von Hindernissen überwinden. Ihr Ziel ist und bleibt dasselbe: Sie wollen die legendären Wesen treffen, die »länger leben als die Sonne« und die Unsterblichkeit als Geschenk verleihen … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Wann Crest nach seinem Transmitterdurchgang am Ende von NEO 23 gelandet ist, das ist schwer zu sagen, aber wo er gelandet ist, das ist überliefert: auf Wanderer. der Welt des ewigen Lebens. Ist damit die Reihe der Transmitterdurchgangs-Abenteuergeschichten zu Ende? Würde gut passen, ist dies doch das letzte Abenteuer des Zyklus.

Und auch Perry und seine Mannen haben es nach Wanderer geschafft, als Passagiere einer Kobaltblauen Walze. Erstmals sind also fast alle Bekannten aus dem Perryversum zusammen. Nur sind die Vorzeichen nicht ganz gleich. Während Crests Gruppe nach anfänglichen Verwirrungen direkt vom Diener der Superintelligenz ES empfangen und bearbeitet wird, muss Perrys Truppe sich durch einen Dschungel schlagen und trifft auf jede Menge Ilts … aber die sind zum Glück lieb und freundlich. Aber ganz so leicht wollte der Autor den Freunden das Wiedersehen wohl doch nicht gestalten. Außerdem hat er ja auch noch ein paar Seiten zu füllen gehabt.

Und so spielt dieses Abschlussabenteuer vornehmlich auf der Welt des ewigen Lebens und Perry trifft erstmalig auf ES. Perry gefällt ES und er bekommt die Unsterblichkeit angeboten … warum auch nicht, könnte man ja mal so machen, wenn man die Möglichkeiten dazu hat.

So ist der Zyklus also vorbei, der Transmitter-Rätsel-Such-Kreis geschlossen und wir können uns auf frische, neue Handlungsfäden im nächsten Zyklus freuen.

|Hanno Dinger| scheint beide Lesungen dieser Doppelausgabe am Stück aufgenommen zu haben, denn er fängt nicht als Märchenerzähler an, sondern so, wie er in NEO 23 geendet hatte, nicht langsam und bedächtig. Das macht schon mehr Spaß und erhöht den Kopfabenteuerfaktor. Schnell gibts vom Autor auch wieder jede Menge Dialoge zwischen unterschiedlichen Spezies und Geschlechtern zu vertonen, die er wieder mit einer Menge Leben füllt und prima ins Ohr des Hörers transportiert.

So wirkt das Zyklusabschlussabenteuer gleich viel dynamischer, auch wenn die Ilt Kitrai manchmal in den Ohren schmerzt … aber, das Skript sagt „piepsen“ und das könnte man auch noch unangenehmer umsetzen, als es Hanno Dinger hier tut. Bei der finalen „Konfrontation“ zwischen Perry und ES klang mir die Superintelligenz irgendwie zu tuckig … fast wie Bully Herbigs Winnetouch. In dieser Situation hat Rhodan sprechertechnisch die Hosen an und ES klingt … nicht wirklich mächtig.

_Der Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem gibts noch eine TXT-Datei, in der die Technik-Credits, ein Urheberrechtshinweis und noch mal der Klappentext zur Lesung nachzulesen sind.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 24| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Nachdem sich Crests Transmitter-Sprunggruppe den Untergang von Atlantis hautnah ansehen durfte, musste der NEO-Hörer noch eine eher rührige Seitengeschichte mit anhören, die leider gar nichts mit der Gesamthandlung zu tun hat.

Im zweiten Hörbuch dieser Doppelfolge erleben wir dann den Zyklusabschluss und womöglich das Ende des „jede Geschichte startet mit einem Transmittersprung“-Erzählens. Die Springergruppen um Crest und Perry Rhodan treffen am Ziel ihrer Reise ein und der Terraner steht zum ersten Mal der Superintelligenz ES gegenüber. Die Unsterblichkeit, die dabei angeboten wird, wäre eine nette Belohnung für eine lange Rätselreise. Dass Perry sie aber gar nicht annehmen will, das ist schon sehr interessant.

Hanno Dinger braucht eine ganze Weile, bis er Fahrt aufgenommen hat, um dann gegen Ende der zweiten Lesung lebendiger und frischer zu wirken, als noch zu Anfang von NEO 23. Er entwickelt sich vom Märchenerzähler, der den Hörer nicht aufwecken möchte, zum spannend agierenden Erzähler, der gerade bei Dialogen mächtig punkten kann. Vielleicht lag es aber auch am oftmals ruhigen Skript des ersten Hörbuchs, dass Dinger dort nicht glänzen und erst gegen Ende der zweiten Lesung mehr zeigen konnte.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 23 – Zuflucht Atlantis: 5:44 Std. Spieldauer (ungekürzt), 66 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 24 – Welt der Ewigkeit: 6:05 Std. Spieldauer (ungekürzt), 60 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
ISBN: 978-3-943393-25-5|
http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

_Perry Rhodan bei |Buchwurm.info|:_
|LEMURIA|:
[„Die Sternenarche“ 769 (Perry Rhodan – Lemuria 1)
[„Der Schläfer der Zeiten“ 871 (Perry Rhodan – Lemuria 2)
[„Exodus der Generationen“ 886 (Perry Rhodan – Lemuria 3)
[„Der erste Unsterbliche“ 949 (Perry Rhodan – Lemuria 4)
[„Die letzten Tage Lemurias“ 1021 (Perry Rhodan – Lemuria 5)
[„Die längste Nacht“ 1137 (Perry Rhodan Lemuria 6)

|LEMURIA|-Hörbücher:
[„Die Sternenarche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 1) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6935
[„Der Schläfer der Zeiten (Perry Rhodan – LEMURIA 2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
[„Exodus der Generationen“ (Perry Rhodan – LEMURIA 3) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7297
[„Der erste Unsterbliche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7506
[„Die letzten Tage Lemurias“ (Perry Rhodan – LEMURIA 5) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7739
[„Die längste Nacht“ (Perry Rhodan – LEMURIA 6) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7983

|PAN-THAU-RA|:
[„Die Lebenskrieger“ 2189 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 1)
[„Die Trümmersphäre“ 2468 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 2)
[„Die Quantenfestung“ 3050 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 3)

|Perry Rhodan NEO| als Lesungen:
[„Sternenstaub“ + „Utopie Terrania“ (Perry Rhodan – NEO 1-2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7559
[„Flucht aus Terrania“ + „Die Terraner“ (Perry Rhodan – NEO 7-8)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7736
[„Rhodans Hoffnung“ + „Im Licht der Wega“ (Perry Rhodan – NEO 9-10)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7935
[„Schlacht um Ferrol“ + „Tod unter fremder Sonne“ (Perry Rhodan – NEO 11-12)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7937
[„Schatten über Ferrol“ + „Die Giganten von Pigell“ (Perry Rhodan – NEO 13-14)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7934
[„Schritt in die Zukunft“ + „Finale für Ferrol“ (Perry Rhodan – NEO 15-16)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7982
[„Der erste Thort“ + „Der Administrator“ (Perry Rhodan – NEO 17-18)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8082
[„Unter zwei Monden“ + „Die schwimmende Stadt“ (Perry Rhodan – NEO 19-20)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8083
[„Der Weltenspalter“ + „Zisternen der Zeit“ (Perry Rhodan – NEO 21-22)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8126
[„Zuflucht Atlantis“ + „Welt der Ewigkeit“ (Perry Rhodan – NEO 23-24)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8229
[„Zielpunkt Arkon“ + „Planet der Echsen“ (Perry Rhodan – NEO 25-26)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8230

|Silber Edition|:
[„Die Para-Sprinter“ (Perry Rhodan – Silber Edition 24) (Lesung)“ (Hörbuch) 6330
[„Brennpunkt Andro-Beta (Perry Rhodan – Silber Edition 25) (Lesung) „]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6492
[„Kontrollstation Modul“ (Perry Rhodan – Silber Edition 26) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6738
[„Andromeda“ (Perry Rhodan – Silber Edition 27) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6945
[„Lemuria“ (Perry Rhodan – Silber Edition 28) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Der Zeitagent“ (Perry Rhodan – Silber Edition 29) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Bezwinger der Zeit“ (Perry Rhodan – Silber Edition 30) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7560
[„Pakt der Galaxien“ (Perry Rhodan – Silber Edition 31) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7738
[„Die letzte Bastion“ (Perry Rhodan – Silber Edition 32) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7984
[„OLD MAN“ (Perry Rhodan – Silber Edition 33) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8084
[„Die Kristallagenten“ (Perry Rhodan – Silber Edition 34) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8232
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6743
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6936
[„Raumschiff Erde (Perry Rhodan – Silber Edition 76) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7092
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7092
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7504
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7737
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7936
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7985
[„Raumschiff in Fesseln“ (Perry Rhodan – Silber Edition 82) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8127
[„Der Terraner“ (Perry Rhodan – Silber Edition 119) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8231

|Silber Edition|-Downloadversion:
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 1 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6560
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 2 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6614
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 3 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6666
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 4 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6721
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6775
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6824
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6880
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6916
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6950
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[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7539
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7588
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7622
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7685
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7712
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7757
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7790
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7831
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7890
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7943
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7965

|Atlan – Zeitabenteuer|:
[„Söldner für Rom“ (Atlan Zeitabenteuer 7)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7505
[„Ritter von Arkon“ (Atlan Zeitabenteuer 8) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7933
[„Herrscher des Chaos“ (Atlan Zeitabenteuer 9) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8228

[„PERRY RHODAN: Odyssee“ 3240
[„Die Kaiserin von Therm“ 3241 (Perry Rhodan Silberband 94)
[„Die Rückkehr“ 1611 (Perry-Rhodan-Roman 2295)
[„Das Antares-Riff“ 1706 (Perry Rhodan Extra 2)
[„Perry Rhodan – Das Rollenspiel“ 2925 (Grundregelwerk)
[„Sternenozean“ 5831 (Hörspielserie, Teil 1-25)
[„Das gestrandete Imperium“ (Perry Rhodan – Der Posbi-Krieg 1)“ 6081
[„Perry Rhodan: Der Posbi-Krieg“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6394
[„Die Zeitstadt“ (Perry Rhodan – Andromeda 6) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6740
[„Geisterschiff CREST IV“ (Perry Rhodan – Taschenheft 10)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6925
[„Stardust 1 – Episode 1-20 (Perry Rhodan 2500-2519) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7558
[„Stardust 4 – Episode 61-80 (Perry Rhodan 2560-2579) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8085

Perry Rhodan – Herrscher des Chaos (Atlan Zeitabenteuer 9)

_Die |ATLAN – Zeitabenteuer| als überarbeitete Neuausgabe im „Blauband“:_

01 „An der Wiege der Menschheit“
02 „Säulen der Ewigkeit“
03 „Karawane der Wunder“
04 „Hüter des Planeten“
05 „Strafkolonie Erde“
06 „Wolken des Todes“
07 [„Söldner für Rom“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7505
08 [„Ritter von Arkon“ (Atlan Zeitabenteuer 8)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7933
09 _“Herrscher des Chaos“_
10 „Balladen des Todes“
11 „Kontinente des Krieges“
12 „Samurai von den Sternen“
13 „Die letzten Masken“

_Die Handlung:_

Könige und Kaiser, Kalifen und muslimische Heerführer – sie alle sind Herrscher des Chaos. In den Jahren zwischen 800 und 1200 nach Christi Geburt ringen sie um die Macht in den vom Krieg verwüsteten Ländern um das große Binnenmeer. Atlan, der zehntausend Jahre alte Arkonide, der später zum besten Freund Perry Rhodans wird, versucht Frieden zu stiften und entscheidende kulturelle Impulse zu geben. Er trifft auf Karl den Großen und Harun ar Rashid, auf Friedrich Barbarossa, Richard Löwenherz und Salahaddin, den Eroberer Jerusalems. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Rund 350 Jahre nach den Ereignissen des letzten „Zeitabenteuers“ gibts Krieg zwischen den Franken und den Wikingern. Atlan steht ES-bedingt in den Diensten von Karl dem Großen und unterstützt ihn unter anderem dadurch, dass er ihm ein Dampfschiff baut. Die Wikinger sind ja bekanntlich gut zu Wasser und da konnten die Franken mit ihren Pferden nicht viel anrichten.

Trotz seiner Abneigung gegen die Wikinger, braucht Atlan aber doch ihre Hilfe, denn keine Hundert Jahre später (Zeitsprünge sind ja kein Problem, schließlich sinds ja auch „Zeitabenteuer“, die der Hörer mit Atlan erlebt … und zwischen denen legt er sich immer aufs Ohr) landen Arkoniden auf der Erde und besegeln den Atlantik. Warum sind sie eigentlich nicht gleich bis zu dem Punkt geflogen, zu dem sie wollen? Haben sie ihren Anschlussflug verpasst? Schade für Atlan und gut den Hörer, denn so ist die Reihe noch nicht so schnell vorbei, klappts irgendwie doch nicht so richtig zwischen ihm und den Raumfahrern und so muss er dann doch noch „etwas“ länger auf Terra bleiben.

Das gibt dem Autor die Chance, wieder einen bekannten Namen fallenzulassen, dem sich der Akonide anschließen kann, um mit ihm Abenteuer zu erleben: Leif Eriksson, der Entdecker Amerikas. Ja, er war wirklich als Erster da … knappe 500 Jahre vor Kolumbus.

Auch die Besucher-Arkoniden von vor ein paar Hör-Stunden sind teilweise noch auf der Erde und wieder eine ganze Zeit später versucht Atlan noch mal Kontakt zu ihnen aufzunehmen … das hat Erfolg und führt ihm eine neue Gefährtin zu, Alexandra von Lancaster. Der Name klingt irgendwie verdächtig nach „Lannister“ aus den beliebten DAS LIED VON EIS UND FEUER – Romanen … aber die entstanden später und somit ists keine Kopie.

Dass Atlan ständig und immer wieder neue Gefährtinnen hat, ist auch für einen außerirdischen Mann nichts Neues und Schlimmes, schließlich muss man sich ja auch mal die Zeit mit etwas anderem vertreiben, als Schlafen und im Auftrag von ES die Welt retten. Ok, einen Urlaub mit seinem Roboter Rico hatte er sich auch gegönnt … das war dann die in diesen Blauband eingebaute Kurzgeschichte „Ein Roboter auf Urlaub“. Diesmal hat er gleich zwei Mädels in seiner Tiefseekuppel. Und da Tyanna als Erste da war, muss Alexandra jetzt schlafen und er zieht mit der anderen los. Und auch Scarron Eymundsson, die sich viel später in die lange Reihe der Atlan-Freundinnen einreihen wird, hören wir ganz am Ende noch mal kurz.

Es gibt auch ein paar weitere interessante und bekannte Namen zu hören, wie Barbarossa und Richard Löwenherz, aber auch eine sehr traurige Begebenheit … eine seiner weiblichen Begleitungen wird ermordet und der Arkonide ist wieder monogam … relativ.

_Das Hörerlebnis:_

Renier Baaken legt sich ins Zeug und präsentiert eine durchweg prima Leistung. Ohne großartig die Stimme zu verstellen oder zu verzerren, gelingt es ihm in der Regel, allein durch Veränderung der Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit oder einfach etwas mehr Pathos in der Stimme, die Charaktere für den Hörer unterscheidbar zu machen. So wirken die Dialoge sehr lebendig und die Szenenbeschreibungen klingen erzählt wie selbst erlebt und nicht abgelesen.

Allein Ezra, der „Händler“, dem Atlan Tyanna abkauft … der klang mir ein wenig zu krächzig und hoch. Und als er dann auch noch „Jehova“ sagt, musste ich grinsend an „Brian“ denken … „Steinigt ihn, er hat ‚Jehova‘ gesagt!“ … die Stimmlage ist ähnlich.

_Die Dauer der Lesung:_

Wer sich fragt, warum Renier Baaken für die Lesung eines ATLAN-Blaubandes 23 Stunden braucht, während seine Kollegen wie Josef Tratnik einen PERRY-RHODAN-Silberband in nur 17 Stunden vorlesen können, der hatte die Romanvorlagen noch nicht in der Hand.

Zwar sind beides Sammelbände, aber die Silberbände setzen sich aus Heftromanen zusammen und die Blaubände aus Taschenbüchern. Das erweitert den Umfang und macht die Lesungen länger. Gut für den Hörer, denn so gibts mehr zu erleben.

_Der Autor:_

Hans Kneifel (* 1945) wuchs er in Oberbayern auf, seit 1948 lebt er in München (und zeitweise auf Sardinien). Nach seiner Ausbildung zum Konditormeister und dem Begabtenabitur 1960 begann er ein Studium der Pädagogik, das er 1965 mit dem Staatsexamen abschloss. Er war danach Berufsschullehrer, bis er sich entschloss, freier Schriftsteller zu werden. 1956 debütierte er mit dem Roman „Uns riefen die Sterne“, inspiriert von dem Kinofilm „Endstation Mond“. 1965 erschien sein erstes „Perry Rhodan“-Taschenbuch, drei Jahre später wurde er in das Team der „Perry Rhodan“-Heftserie berufen. Bei der Stadtzeitschrift „Wir Münchener“ fungierte er in den achtziger Jahren als Chefredakteur. Nach jahrelanger Abstinenz schreibt er jetzt wieder als Gastautor an der „Perry Rhodan“-Heftserie mit. (Wikipedia)

_Der Sprecher:_

Renier Baaken (* 1949) ist freischaffender Sprecher für Synchron, Werbung, Industriefilm, Ladenfunk und Hörbücher. Er studierte in Düsseldorf englische und amerikanische Literaturwissenschaft, Psychologie, Philosophie und Theaterwissenschaft. Als Schauspieler war war er in Düsseldorf und Moers engagiert sowie in mehreren Fernsehspielen und -serien (z. B. „Achtung Zoll“, „MS Franziska“ etc.) Seit den 1990er Jahren verlegte er sich mehr und mehr auf Sprecherrollen. Seit 2002 spricht er verschiedene Rollen in „Perry Rhodan“-Hörspielen und seit 2007 liest er Hörbuch-Versionen der „Perry Rhodan“-Heftserie. (Perrypedia)

_Die Ausstattung:_

|Die MP3s und das Booklet|

Die Qualität der MP3s entspricht nicht dem Eins-A-Medien-Standard, was nicht heißt, dass dieses Hörbuch schlechter klingt. Die MP3s sind nicht mit einer festen Bitrate codiert, sondern mit VBR, also einer variablen Bitrate zwischen 64 und 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende.

Das an eine Graphic Novel erinnernde Cover ziert nicht nur die beiden MP3-CDs, sondern auch die ID3-Tags der MP3-Dateien. Dazu bekommt der Hörer ein Booklet-Faltblatt, in dem die Technik-Credits zu finden sind und ein paar Infos zum Sprecher. Außerdem gibt es noch etwas Werbung für die MP3-CD-Version der Perry Rhodan |Silber Edition 119| , „Der Terraner“.

_Mein Fazit:_

Diesmal folgen wir Atlan durch die Jahre 800-1270 der Erdgeschichte und grasen dabei wie üblich auch ein paar bekannte Namen ab. Karl der Große, Leif Eriksson, Barbarossa, Richard Löwenherz, sie alle haben ihre Auftritte in diesem Zeitabenteuer und Atlan kämpft, entdeckt und vermittelt an der Seite des einen oder anderen, gegen den einen oder anderen. Zeit für Freundinnen hat er auch wieder, diesmal gleich für mehr als eine.

Gewohnt lebendig und mit viel schauspielerischem Einsatz vor dem Mikro begleitet Renier Baaken uns durch den Abenteuer-Tag … die Lesung dauert ja netto fast so lange. Alles klingt erzählt wie erlebt und nicht abgelesen wie ausgedruckt. Wieder mal eine gelungene Lesung, die Spaß macht und gut unterhält.

2 MP3-CDs
Spieldauer: 22:52 Stunden
Tracks: 241
Gelesen von Renier Baaken
Romanvorlage: ATLAN – Blauband 9 (1996), bestehend aus den Perry-Rhodan-Planetenromanen 89, 92, 279, 282 (Teil 2 und 3) und der Kurzgeschichte „Ein Roboter auf Urlaub“ aus dem Jubiläumsband 2
ISBN: 978-3-943393-37-8

www.einsamedien.de

Eine Hörprobe stellt der Verlag auch bereit: https://www.einsamedien.de/index.php?id=16&productID=39264

Das neunte Zeitabenteuer von ATLAN wird vom Verlag auch als Download-Version mit 1.8 GB angeboten. Zu finden ist es hier: https://www.einsamedien.de/index.php?id=16&productID=39264

John Sinclair Classics – Amoklauf der Mumie (Folge 13)

_Die Handlung:_

Jahrzehntelang versuchten Archäologen vergeblich, das Rätsel um die Mumie des ägyptischen Herrschers An Chor Amon zu lösen. Erst der Expedition von Professor Cornelius ist der Erfolg vergönnt, die geheime Grabkammer zu finden. Doch noch bevor er und seine Helfer die Pyramide wieder verlassen können, gibt es das erste Todesopfer. Den skrupellosen Cornelius hält das nicht ab, die Mumie nach London zu bringen, um sie der Öffentlichkeit vorzuführen. Dort nimmt das Unheil seinen Lauf … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dieses CLASSICS-Gruselabenteuer ist die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 85, der erstmalig im April 1975 an den Kiosken unter dem Serientitel „Gespenster-Krimi“ zu kaufen war.

Nachdem die Sprecherin mit zusammengebissenen Zähnen die Einleitung wie immer zu ruckartig sprachmelodisch vertont, kanns auch endlich mumiengruselig werden. Abgesehen vom Wort-Staccato der Sprecherin. Selbst die absichtlich monoton gehaltenen Überleitungssätze des zweiten Sprechers verbreiten mehr Stimmung. Alexandra Lange-Baehr bekommt vom Skript diesmal aber auch ungewöhnlich viel und wesentlich mehr Gelegenheit, um unter Beweis zu stellen, dass sie sicher super als Märchenerzählerin oder für verruchte Liebesnovellen eingesetzt werden kann. Streckenweise wirkt das Hörspiel wie eine inszenierte Lesung. Grusel und Horror nehme ich ihr einfach nicht ab, zumal sie mit ihrer abgehackten Sprechweise, der seltsamen Betonung und Sprachmelodie viele Sätze in kleine Stücke fetzt und so keinen flüssigen Hörgenuss vermittelt, sondern eher Unruhe verbreitet, die nichts mit der Vorlage zu hat, von der sie abliest.

Aber nicht nur sie bekommt eine Menge Monologe vorgesetzt, auch der Geisterjäger selbst muss einen minutenlangen Vortrag zur Erklärung halten, damit der Hörer weiß, worum es geht und warum was passiert … oder passiert ist. Das bremst die Handlung und trübt den Hörspaß gewaltig … immerhin ist dies ein Hörspiel und keine Lesung mit wechselnden Sprechern.

Und leider dauert es auch eine gute halbe Stunde, bis „John Sinclair und die entführte Mumie“ endlich interessant wird und Johns Freund Bill Conolly bei seinen Ermittlungen die richtigen Fragen aufwirft. Bis dahin ist die Mumie weder Amok gelaufen, noch hat sie nennenswerten Schaden angerichtet, der den Hörer bis hierher an die Story fesseln konnte. Bislang gab es ja auch keine. Und selbst der Geisterjäger himself weiß eigentlich die ganze Zeit über nicht, ob das denn nun ein Fall für ihn ist … oder doch nicht. Da liegt die Betonung dann auf „Krimi“ und selbst das ist maßlos übertrieben.

Spannend und gruselig wird es aber auch dann immer noch nicht. Es dauert bis zum letzten Drittel des Hörspiels, wobei hier auch erst die letzten zehn Minuten ein wenig echtes Drama zu bieten haben. Trotzdem sind Sinn und Zweck der Hintergründe überhaupt nicht klar, auch wenn deren Auf- oder Erklärung nicht mehr viel genützt hätte, um das Hörspiel noch zu retten.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

John Sinclair – Dietmar Wunder
Erzählerin – Alexandra Lange-Baehr
Professor Cornelius – Peter Weis
Tessa Mallay – Christine Pappert
Bill Conolly – Detlef Bierstedt
Sheila Hopkins – Daniela Hoffmann
Professor Wickfield – Hasso Zorn
Inspector Spencer – Thomas Nero Wolf
Dennis Forster – Gerald Paradies
Phil Lester – Jens Wendland
Mary Sinclair – Luise Lunow
Omar – Samir Fuchs
Haddur – Tayfun Bademsoy
Sir James Powell – Karlheinz Tafel
Ansage – Jürgen Holdorf

sowie Sebastian Schulz, Uwe Hügle, Jan-Gregor Kremp, Marco Göllner, Peter Woy, Simone Brahmann, Julia Fölster, Frank Jordan, Tim Kreuer, Alexander Rieß und Sonja Stein

|Technik-Credits:|

Hörspielskript: Michael Koglin
Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt ist mit einem auf den Betrachter zustürzenden Mumie bedruckt und weicht bis auf die Tatsache, dass hier eine Mumie zu sehen ist, komplett vom hier umgesetzten Heftroman der „Gesoenster-Krimi“-Reihe ab. Zu lesen gibt es eine Aufstellung nebst Cover der bereits veröffentlichten CLASSICS-Folgen sowie der kommenden Folge „Dämonos“. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Dies war die bislang schwächste CLASSICS-Episode der Sinclair-Reihe. Wer auch immer diesen Roman zur Verhörspielung ausgewählt hat, wird sich wenig Freunde gemacht haben.

Die erste Hälfte des Hörspiels erinnert eher an eine inszenierte Lesung, in der die gewohnt unpassende Sprecherin einen viel zu hohen Wortanteil hat und am Ende im Wechsel mit dem Geisterjäger selbst ständig die Szenen und Umstände beschreiben muss.

Die Mumie läuft hier weder Amok, noch bekommt sie vom Skript generell viel zu tun beziehungsweise zu morden. John und Bill ermitteln bis zum Ende und der Showdown ist dann verdammt schnell, unspektakulär und ähnlich langweilig wie die Hörstunde zuvor.

Wer einen Spannungsfaden findet, der sieht ihn die ganze Zeit über auf gleich tiefem Niveau dahinsiechen, gegen Ende eine kurze Spitze anzeigen, um kurz darauf schnellstens wieder zu versinken … wortwörtlich.

Hoffentlich wählt der Verlag beim nächsten CLASSICS-Abenteuer ein spannenderes Heft zur Vertonung aus.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 63:58 Min.
Tracks: 11
ISBN-13: 978-3-7857-4379-9|
http://www.luebbe-audio.de

Über 50 Rezensionen rund um den beliebten Geisterjäger |John Sinclair| findet ihr in [unserer Datenbank]http://buchwurm.info/book

Star Wars – Der Zorn der Mara Jade (Erben des Imperiums 3)

Die THRAWN-Trilogie:

Teil 1: „Erben des Imperiums“
Teil 2: „Die dunkle Seite der Macht“
Teil 3: „Das letzte Kommando“

Die Hörspiel-Umsetzung von „Erben des Imperiums“:

Teil 1: „Der Wächter des Mount Tantiss“
Teil 2: „Das Imperium greift an“
Teil 3: „Der Zorn der Mara Jade“
Teil 4: „Die Schlacht um Sluis Van“

Die Handlung:

Star Wars – Der Zorn der Mara Jade (Erben des Imperiums 3) weiterlesen

John Sinclair – Die Todesgöttin (Folge 78)

Die Handlung:

Viele Legenden ranken sich um die indische Göttin Kali. Ihre Diener, die Tongs, sollen der Göttin Menschenopfer darbringen. Im Geheimen finden sie sich zusammen, um Kali zu huldigen. Als der Archäologe Dr. Achibald Wright einen ihrer Tempel aufstöbert, findet er dort nicht nur seltsame Skulpturen, sondern auch eine riesige, mit Gold überzogene, vierarmige Göttin. Außerdem findet er … den Tod! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Taschenbuchs mit der Nummer 12 gemacht, das erstmalig im März 1982 erschienen ist. Sinclair-Freunde, die auch die CLASSICS-Reihe des Verlags verfolgen, erleben hier ein Wiedersehen mit Mandra Korab und seinen sieben Dolchen. Der Inder trat in der CLASSICS-Folge 12, „Das Höllenheer“, erstmal verhörspielt auf.

„Die Todesgöttin“ legt direkt von Anfang an los. Hollywoodreifes Ohrkino mit tollen Effekten und Musik im Stile von INDIANA JONES zieht den Hörer sofort in die Story und klingt in der Tat wie die Tonspur eines Abenteuerfilms. Und da es wieder um besessene Kali-Mönche geht, passt halt auch Mandra Korab prima mit in die Story. Interessanterweise kann man dem Autor hier aber nicht vorwerfen vom „Tempel des Todes“ abgeschrieben zu haben, der kam erst zwei Jahre später in die Kinos.

Und so erleben wir hier auch keine Horror- und auch keine echte Grusel-Folge des Geisterjägers. Die durchgängig präsente und spannend schnelle Action und das abwechslungsreiche Abenteuer entschädigen aber sicher auch den, der es gern matschig und eklig hat.

Gebremst wird die Action-Achterbahnfahrt leider immer wieder durch die Passagen, die das Skript für die Erzählerin vorgesehen hat. Wie Kaugummi zieht Alexandra Lange die Wörter zwischen den zusammengebissenen Zähnen hindurch in die Länge und hackt fast jeden ihrer Sätze in kleine unrhythmische Stücke, sodass man am liebsten vorspulen würde, um diesem Horror zu entkommen.

Die Sprecher und ihre Rollen:

John Sinclair: Frank Glaubrecht
Suko: Martin May
Erzählerin: Alexandra Lange
Sir James Powell: Karlheinz Tafel
Mandra Korab: Dirk Hardegen
Jim Marlowe: Frank Felicetti
Dr. Wright: Karl-Henrik Möller
Manjula: Mala Ghedia
Sabra: Tayfun Bademsoy
Zollbeamter Carter: Uli Krohm
Anupam: Reinaldo Almeida
Ansage: Jürgen Holdorf

sowie Iris Artajo, Peter Franke und Alexander Rieß

Technik-Credits:

Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)

Die Ausstattung:

Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt ist mit der grafisch aufpolierten Front des dem Hörspiel zugrundeliegenden Heftromans geschmückt und enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000“-Serie und der „Classic“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits. Ein weiterer Einleger wirbt für die Hörspiel+Musik-Sonderfolge „Dark Symphonies“.

Interessant ist, dass Kali auf dem Cover sechs Arme hat, im Hörspiel aber nur von vier Armen die Rede ist.

Mein Fazit:

„Indiana Sinclair und die Göttin des Todes“ bietet hollywoodtaugliche Höraction und ein dauerhaft fesselndes Abenteuer. Die Effekte und die Musik sind auf Spielfilmniveau, die Handlung ist durchweg spannend und arbeitet kontinuierlich auf den Showdown hin.

Hier gibts zwar keine Geister, die es zu jagen gilt, keinen Horror, der matschige Splattereffekte auslöst, aber jede Menge handfeste Hand-to-Hand-Action und Spannung pur. Eine Hörstunde, die wie im Flug vergeht.

Audio-CD
Spieldauer: 56 Min.
Tracks: 12
ISBN: 978-3-7857-4598-4
http://www.luebbe-audio.de

Über 50 Rezensionen rund um den beliebten Geisterjäger John Sinclair findet ihr in unserer Datenbank.

Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Buchna, Hendrik (Autoren) / Minninger, André (Hörspiel) – Die drei ??? – Im Zeichen der Schlangen (Folge 157) (Hörspiel)

_Zur Story_

Ein großes Event steht auf dem Schrottplatz von Onkel Titus an: Eine Auktion stattlichen Ausmaßes. Um die zu stemmen, hat sich Titus mit einem befreundeten Unternehmen zusammengetan, dessen Mitarbeiterin Sheila Masters die drei Fragezeichen offenbar nicht nur kennt, sondern auch gleich einen Fall für die Jungs parat hat. Allerdings wurden Justus, Peter und Bob in dem ganzen Trubel auf dem Schrottplatz soeben bereits von einem Hünen im schmuddeligen Cowboy-Outfit engagiert, der ihnen kurzerhand ein kleines Päckchen sowie 50 Dollar in die Hand drückt und entschwindet. Nicht jedoch ohne seinen Auftrag in ruppig-knappe Worte zu fassen: „Nicht reden – Stern finden!“. Weitere 50 Dollar stellt er ihnen ebenfalls in Aussicht.

Neugierig, wie die drei Detektive nun mal sind, beschließen sie der Sache natürlich auf den Grund zu gehen. Aber auch Sheilas Anliegen wird parallel bearbeitet. Die Kunstexpertin hat auf einer Party einen netten, jungen Mann kennengelernt und sich in ihn verliebt. Seanford Newman, seines Zeichens Betreiber der Event-Agentur „Fundango“, gibt vor ebenfalls Kunstliebhaber zu sein, scheint aber nicht wirklich Plan von der Materie zu haben. Sheila wüsste nun allzu gern, ob ihr Seanford grundsätzlich ein falscher Fuffziger ist, weshalb die drei Fragezeichen etwas über ihn herausfinden sollen. Als sie ein Foto ihres Angebeteten präsentiert, verschlägts den Jungs die Sprache. Seanford ist niemand anderes als ihr Erzfeind Skinny Norris!

_Eindrücke_

Inzwischen hat Hendrik Buchna sich als Autor innerhalb der Serie etabliert, wobei dieser Fall seine erste „richtige“, sprich: eigenständig, in sich abgeschlossene Drei-???-Story ist. Wie nicht anders zu erwarten, setzte André Minninger bei der Umsetzung ins Hörspiel an einer ganzen Reihe von Punkten den Kürzungshebel an. Im Original ist der, nach der Schrumpfungskur immer noch ganz schön komplexe, Plot noch ausgebuffter konstruiert. Mr Hunnicut, der urige wie geschäftstüchtige Nachbar der Familie Jonas etwa, oder auch der offenbar vollkommen bekiffte Ladenbesitzer „Gizmo“ haben im Buch mehr Raum und tragen damit nicht unwesentlich zum zeitweilig ziemlich skurrilen Ambiente der Geschichte bei. Grundsätzlich ist der ganze mehrgleisige Ablauf bis hin zur (für Nichtkenner der Vorlage) überraschenden Auflösung jedoch natürlich identisch.

Lediglich das Western-Element um Marshall Wyatt Earp, welches eine der vielen Fährten ist, bekommt im Hörspiel – subjektiv betrachtet – nicht ganz so viel Gewicht. Auch die Eifersuchtsszenen wurden dankenswerterweise abgemildert, sodass Andreas Fröhlich einen zwar verliebten, aber darin nicht überzogenen dritten Detektiv intonieren darf. Dessen Gebaren wollte im Buch nicht so recht zu Bobs vergleichsweise reifen und besonnenen Charakter passen. So gesehen haben die Veränderungen gegenüber dem Roman nicht selten durchaus ihre positiven Seiten. Auch sonst herrscht an der (Stamm-)Sprecherfront die übliche Professionalität, wiewohl Andreas von der Meden definitiv zu alt für einen jungen Burschen wie Skinny klingt, dessen Komplizin übrigens von ???-Autorin Kari Erlhoff gesprochen wird. Zudem gibt sich Tilo „Michael Clark Duncan“ Schmitz mal wieder die Ehre eine (passende) Gastrolle zu bekleiden.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

_Sprecher und Figuren_

Thomas Fritsch (Erzähler), Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Hans Meinhardt (Onkel Titus), Inspector Cotta (Holger Mahlich), Andreas von der Meden (Skinny Norris), Tilo Schmitz (Riese), Heinz Lieven (Mr. Hunnicut), Melanie Pukaß (Sheila), Kari Erlhoff (Felicity), Mike Olsowski (Chester), Michael von Rospatt (Gizmo), André Minninger (Godween)

_Fazit_

Die bis ins Letzte ausgeklügelte und höchst komplexe Romanvorlage in 74 Minuten Laufzeit zu pressen, ist nicht so ganz gelungen – es bleiben bei der Umsetzung ein paar feine Details außen vor, die das Buch noch eine Spur interessanter erscheinen lassen. Auf der anderen Seite ist die Adaption naturgemäß straffer abgestimmt und kommt entsprechend knackiger auf den Punkt, ohne dabei zu viel Wesentliches dem Rotstift zu opfern. Die spannende wie originelle Story geht weiterhin reibungslos auf. In Sachen treffenderer Figurenzeichnung Bobs ist das Hörspiel sogar im Vorteil. Demnach spannt der schlangenhaft verbogene Rezensentendaumen konsequent den Hahn und stanzt aus der Hüfte vier saubere Löcher in den Sheriff-Stern des 157. Falles. Die 5. Patrone bleibt der atmosphärisch dichteren Printfassung vorbehalten.

|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 74 Minuten
Erzählt von Hendrik Buchna nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2012
EAN: 886979232723|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 100 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

Dorian Hunter – Devil’s Hill (Folge 20)

Die Handlung:

Asmodi, das Oberhaupt der Schwarzen Familie, ist vernichtet. Die Schwarze Familie hat ihren „Kopf“ verloren – und wie es die Statuten der Dämonen wollen, beginnt die Suche nach einem Nachfolger mit einem Konzil, welches Skarabäus Toth, der Syndikus der Schwarzen Familie, auf einem Schloss in England zusammenruft. Gleich mehrere Sippenführer erklären sich bereit, die Nachfolge anzutreten – doch das Erscheinen der abtrünnigen Hexe Coco Zamis ändert alles … und bald geschieht der erste Mord! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Laut Studio ist „Devil’s Hill“ eine Interpretation des DÄMONENKILLER-Romans Nummer 18 mit dem Titel „Das Fest auf dem Teufelshügel“, der im Oktober 1974 am Kiosk um die Ecke zu kaufen war. So springen wir von der Heftumsetzung her interessanterweise nummerierungstechnisch wieder vier Positionen zurück. Der letzte verhörspielte Roman trug die Nummer 22 und war erst im Dezember des gleichen Jahres zu kaufen. Und noch etwas für Statistikfreunde: Dies ist die erste Geschichte, die nicht mehr unter dem VAMPIR-HORROR-Label erschienen ist, sondern jetzt die Überschrift DÄMONENKILLER trug. Somit hatte der bei den Lesern sehr beliebte Dorian Hunter endlich seine eigene Serie.

Bevor aber die Spannung und der Grusel losgehen, werden die Nerven des Hörers und der Hörspielcharaktere durch etwas anderes auf eine harte Probe gestellt. Die endlosen Vorstellungen der Anwesenden und anschließende Beschreibung des Wahlprozederes durch Olivaro ziehen sich mächtig in die Länge. Hier hätte man pauschal schon mal eine Menge kürzen können … und sollen. Spannend wie eine Papstwahl, also gar nicht. Nur die lebendige und teilweise überdreht wahnsinnige Darbietung der Sprecher lockert die Szenerie an dieser Stelle auf.

Die Versuche der Sprecher aber, sich an ausländische Akzente zu wagen, erbringen sehr unterschiedliche Ergebnisse. Nur einer von ihnen schafft einen glaubwürdigen Akzent, einen Niederländischen, um genau zu sein. Der Versuch eines indischen Akzents durch Djuwita Müller regt doch eher zum Grinsen an und klang für mich nicht glaubwürdig, eher nach jemandem, der sich den Mund voller Brötchen gestopft hat. Die schwächste Sprecherin der Grusel-Runde ist Gertie Honeck, die auch ohne Akzentversuch komplett abgelesen und steril klingt und trotz Lautstärkenvariation komplett unglaubwürdig und unlebendig bleibt.

Die Mordserie und die damit verbundene Interaktion der Mitglieder der Schwarzen Familie sind hingegen spannend umgesetzt. Das kombiniert ein klassisches „Whodunit“ mit Grusel- und Splatterelementen. Und so sterben die Bösewichter und -wichterinnen einer nach dem anderen, ganz ohne ein Zutun von Dorian Hunter. Dieser Name fehlt nämlich nicht zufällig in der Sprecherliste.

Und dennoch ist er ein wichtiger Teil dieser Geschichte, denn Olivaro, der ja selbst gern das neue Oberhaupt der Gruppe werden möchte, präsentiert eine neue Idee, wie man dem Dämonenkiller begegnen könnte: Die Auslöschung seines Umfeldes. Vornehmlich geht es aber hier um das Finden des Mörders und um Ermittlungsmethoden.

Nachdem das dann auch von Erfolg gekrönt wurde, ufert das Ende von „Devil’s Hill“ in einem akustischen und für das Opfer extrem unangenehmen Kettensägenmassaker aus. Wahrscheinlich um daran zu erinnern, dass DORIAN HUNTER eigentlich gar keine Krimiserie aus den 1950ern ist …

Geräusche und Musik:

Da diese Folge sehr dialoglastig ist, hat die Tonschmiede weniger zu tun als sonst. Dennoch unterstützen Effekte und Überleitungsmusik, wo sie vom Skript die Chance dazu bekommen. Lediglich der Stimmenverzerrer-Effekt, der bei der „Retemporierung“ eingesetzt wird, erinnerte mich eher an ein Science-Fiction-Hörspiel als an Dämonengrusel. Die Splatter-Effekte sind aber extrem matschig, eklig und werden den SAW-Fans unter den Hörern gut gefallen.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Olivaro: Stefan Krause
Skarabäus Toth: Andreas Schmidt
Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues
Creeper: Thomas Nicolai
Bob Dinero: Gordon Piedesack
Red Jong: Herman van Ulzen
Theresa Angeli: Gertie Honeck
Viale Mouthino: Tim Sander
Alexander Darsimokov: Romanus Fuhrmann
Hassan El-Kali: Karim Chamlali
Peter Winkler: Konstantin Graudus
Kim Jong-suk: Djuwita Müller
Jean Dannet: Simone Brahmann
Nora Manning: Susanne Meikl
Xavier Mbato: Kai-Henrik Möller
Asmodi: K. Dieter Klebsch

Technik-Credits:

Ein Mystery-Hörspiel von Marco Göllner – nach einer Story von Neal Davenport
Produktion: Dennis Ehrhardt, Zaubermond Verlag
Skript, Regie, Tonproduktion: Marco Göllner
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Gary Stack im Studio Konterfei, Berlin
Musik: MoorlandMusic
Titelmusik: Joachim Witt
Illustrationen: Mark Freier
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

Die Ausstattung:

Das Cover des Booklets zeigt eine düstere Burg am düsteren Waldesrand, alles im düsteren Stil der „Dorian Hunter“-Serie gehalten. Die CD, die mit dem gleichen Motiv bedruckt ist, steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält in der Hauptsache eine zweiseitige Dankesrede von Dennis Ehrhardt. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits. Und dann gibts noch ein paar Infos zu den Taschenbuch- und eBook-Ausgaben von „Dorian Hunter“ sowie eine Folgenliste der bereits erschienenen Episoden.

Mein Fazit:

Eine DORIAN-HUNTER-Folge ohne den titelgebenden Haupthelden erwartet den Gruselfreund hier. Ein klassischer „Whodunit“-Krimi, der von vielen Dialogen und Ermittlungsarbeit geprägt ist und am Ende zum Splatterfest wird.

Die meisten Sprecher machen zusammen mit den exzellenten Effekten einen prima Job und die Interaktion zwischen den verschiedenen durchgedrehten Charakteren unterhält zum Teil spannender als die Story selbst. Die ist hier irgendwie nur Beigabe und könnte in einem Satz zusammengefasst werden.

Eine unterhaltsame Folge der Serie, die aber sicher nur die ganz treuen Fans noch ein weiteres Mal hören werden.

1 Audio-CD
Spieldauer: 69:24 Min.
Tracks: 25
Empfohlen ab 16 Jahren
UPC: 0602527908618
http://www.folgenreich.de/dorianhunter
http://www.marcogoellner.de
http://www.dorianhunter.net

Ahner, Dirk – Hui Buh – Neue Welt: Der Schatten des Gespensterjägers (Folge 4) (Hörspiel)

_Zur Story_

Winterzeit in und um Schloss Burgeck – In der Nacht hat es einen halben Meter Neuschnee gegeben und während Tommy und HUI BUH sich einen vergnüglichen Morgen mit Schneemann und -ballschlacht machen, kutschieren Julius und Konstanzia ins Dorf, um Sir Percy aus good ol‘ England abzuholen, welcher seinen königlichen Neffen besuchen kommt. Julius ist schon ziemlich aus dem Häuschen, wegen des heiklen Gastes aus höchst adeligem Hause. Immerhin der Cousin dritten Grades der englischen Königin, wie er nicht müde wird zu betonen.

Also: Immer schön repräsentieren und keep smiling. Jegliche Spukeskapaden des Schlossgespensts sind überdies für die Dauer seines Aufenthalts verboten, dennoch kommt es zu seltsamen Begebenheiten. HUI BUH und Tommy schwören nichts damit zu tun haben. Als dann noch ein seltsamer „Professor“ am Tor auftaucht und seine viel zu teuren Dienste als Geisteraustreiber anbietet, wird klar, dass hier irgendetwas oberfaul sein muss. Die beiden nehmen die Verfolgung auf – und ahnen dabei noch nicht, wie skrupellos und gefährlich der vermeintliche Gespensterjäger tatsächlich ist.

_Eindrücke_

Die Neuauflage der Serie hatte sich September 2008 bereits als erfolgreicher Nachfolger des Klassikers erwiesen, sodass nach der ersten Tranche aus Folge 1 bis 3 nun den Fortsetzungen ein halbes Jahr nach Einführung nichts im Wege stand. Für die vierte Geschichte aus HUI BUHs neuer Welt fand sich erneut Dirk Ahner ein, welcher auch schon für den Auftakt sowie bereits das Buch und Hörspiel zum Kinofilm von 2006 sorgte. Auf jenem Film basiert schließlich auch das Remake aus dem Hause EUROPA, wobei Christoph Maria Herbst hüben wie drüben einen hervorragenden König Julius abgibt – hier eben „nur“ stimmlich. Bei der Besetzung der weiteren Rollen wurden gegenüber der Leinwand andere Sprecher verpflichtet, welche sich inzwischen als ebenso gute Griffe und konstante Größen erwiesen.

Neben dem Stamm-Ensemble kommen immer wieder bekannte Gastsprecher zum Einsatz. Diesmal gibt sich Frank „Kevin Costner“ Glaubrecht die Ehre und mimt den nörgeligen, hochnäsigen Onkel, dem man auf Burgeck absolut nichts recht machen kann. Zwar ist die Sache mit dem überzogenen englischen Akzent ein ziemliches Klischee, doch immerhin nimmt man sich im Hörspiel auch diesbezüglich selbst ein wenig auf die Schippe. So viel zum comical relief. Wesentlich finsterer kommt da schon Jürgen Kluckert alias Prof. Dr. Gumprecht zu Ratfried rüber – und das ist auch gut so. Wiewohl er für das untere Ende der angegebenen Zielgruppe vielleicht schon einen Tick zu realistisch fies ausgelegt ist. Der Rezensent hätte den Tonträger als Sechsjähriger bestimmt so schnell nicht wieder angefasst. Aber das waren damals in den Siebzigern auch ganz andere Zeiten.

Die heutige Hörerschaft hat mit den verklärten und teils unrealistischen Setups vergangener Tage ohnehin nichts mehr am Kopp. Das sieht man allein daran, dass die königliche Patchwork-Familie allein durch ihre Konstellation durchaus moderne, gesellschaftlich aktuelle Tatsachen und Trends widerspiegelt, dabei aber auch immer wieder alte Tugenden beschwört, ohne den moralinschweren Zeigefinger zu schwingen. Die Titelfigur, die Stefan Krause inzwischen aus dem Eff-Eff beherrscht, ist auch längst keine One-Man-Show mehr, sondern muss sich den anderen – mindestens gleichrangigen – Identifikationsfiguren (speziell Tommy und Sophie) unterordnen. Auch die verwendete Sprache ist eine andere als die von Dunnemals. Da werden Sterbliche schon mal als „Fleischsäcke“ oder „Luftatmer“ geschmäht, es bleibt aber alles im harmlosen Rahmen, der selbst die kleineren Zuhörer nicht überfordert. Natürlich geht immer alles gut aus, wenngleich diesmal ein paar Dinge offenbleiben bzw. eleganter hätten gelöst werden können.

_Die Produktion_

Buch: Dirk Ahner
Konzeption: Hilla Fitzen, Dirk Eichhorn, Elisa Linnemann
Redaktion: Hilla Fitzen
Regie, Ton und Produktion: Christian Hagitte und Simon Bertling
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Das Berliner Filmorchester

|Sprecher und Figuren|

Andreas Fröhlich (Erzähler / Intro von Hans Paetsch), Stefan Krause (Hui Buh), Christoph Maria Herbst (König Julius der 111.), Ulrike Stürzbecher (Königin Konstanzia), Maximilian Artajo (Tommy), Marie-Luise Schramm (Sophie), Jürgen Thormann (Kastellan), Frank Glaubrecht (Sir Percy Archibald Funningham), Jürgen Kluckert (Professor Doktor Gumprecht zu Ratfried), Klaus-Peter Grap (Husch-ums-Eck), Daniela Hoffmann (Roswitha Rosenbach) sowie Thomas Nicolai, Ilka Weinknecht und Hans Halbert (als Wirtshausgäste)

_Fazit_

Eine liebevoll produzierte Folge, die ein schönes Maß zwischen Spannung (Die Figur des durchtriebenen Gumprecht), Humor (Sir Percy sowie Julius‘ krampfhafter Versuch eine Bilderbuchfamilie zu präsentieren) und Gefühl (Husch-ums-Eck – das kleine, furchtsame und hinreißend lispelnde Gespenst mit der Sterblichen-Phobie) aufweist. Moralisch einwandfreie Message? Ehrensache! Wem beim Finale nicht ein klitzekleines Bisschen die Tränen aufsteigen, hat entweder kein Herz oder verdient sein Geld vermutlich auch als zwielichtiger Gespensterjäger. Ein paar Kleinigkeiten hätten man noch weiter ausbauen können und manches läuft – zumindest aus (über-)kritischer Erwachsenensicht – doch etwas zu glatt und schnell, doch nach knapp 70 Minuten ists auch genug und die sind wahrlich nicht langweilig. Der spukerprobte Rezensentendaumen weist eindeutig in Richtung des fahlen Mondlichts.

|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 68 Minuten
Extra CD-ROM-Teil mit Fan-Geschichten
Nach Motiven von Eberhardt Alexander-Burgh (1928 – 2004)
Vom Hersteller empfohlen von 6 bis 99 Jahren
EAN: 886972294520|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Hui Buh … fährt Geisterkarussell“ (Folge 6)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7613
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Hui Buh … und das wilde Geisterheer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7776 (Folge 17)
[„Neue Welt: Der verfluchte Geheimgang“ (Folge 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8022
[„Neue Welt: Entführung in die Geisterwelt“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8110
[„Neue Welt: Das mysteriöse Geisterbuch“ (Folge 3)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8171
[„Neue Welt: Das unheimliche Internat“ (Folge 7)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7773
[„Neue Welt: Adolars Rückkehr“ (Folge 9)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7771
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Neue Welt: Das verzauberte Schwert“ (Folge 15)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7769
[„Neue Welt: Der grauenvolle Geburtstag“ (Folge 16)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8187
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881

Samdereli, Nesrin – Hui Buh – Neue Welt: Der grauenvolle Geburtstag (Folge 16) (Hörspiel)

_Zur Story_

Geheimnisvolles Treiben herrscht auf Schloss Burgeck. Die Schlossbewohner bereiten den Geburtstag des Kastellans vor. Der hat natürlich keine Ahnung davon, dass er mit einem tollen Tag überrascht werden soll, an welchem er ausnahmsweise mal nichts zu tun braucht, sondern die anderen alle seine Haushaltsaufgaben erledigen. Einer ist auch ahnungslos: HUI BUH. Der hat den Geburtstag des alten Weggefährten glatt verschwitzt und selbstverständlich auch kein Geschenk. Gut, dass sich noch eine Flasche Gruftwein in seinem Fundus befindet, diese Peinlichkeit zu vertuschen. Allerdings würde der Kastellan nichts aus der Geisterwelt trinken, daher beschließt der einfallsreiche Schlossgeist, die Pulle kurzerhand umzulabeln. Schwupps, ist ein äußerlich unverdächtiger „Vitaltrunk“ daraus geworden. Der mundet dem Geburtstagskind vorzüglich und sorgt in der Tat für einen ungeheuren Vitalitätsschub. Leider hat Gruftwein die unangenehme Eigenschaft bei Sterblichen gewisse Nebenwirkungen zu entwickeln – der Kastellan wird von Tag zu Tag rapide jünger. Ein Gegenmittel muss her und die Zeit drängt.

_Eindrücke_

„Timeo danaos et dona ferentes“ lautet eines der beliebten lateinischen „Asterix“-Zitate und es lässt sich auch auf Schlossgespenster ausweiten, deren Geschenken offenbar ebenfalls nicht zu trauen ist, selbst wenn diese nicht aus Griechenland, sondern aus der Geisterwelt stammen. Diese Geschichte um einen scheinbar harmlosen, aus der Not geborenen, Etikettenschwindel entwickelt sich alsbald zu einem kindgerecht inszenierten Lehrstück, wie sich anfänglich durchaus positive Entwicklungen auch recht rasch umkehren können und dann zum gravierenden Problem werden. Der Aufhänger bietet eine gute Gelegenheit, die Handelnden in drei Gruppen mit verschiedenen Handlungssträngen und Aufgabengebiete aufzuteilen. Diese laufen ziemlich gleichberechtigt parallel zueinander ab – und später natürlich auch wieder zusammen. Teamwork ist also auch hier wieder zentrales Element.

Während Königin Konstanzia mit allen Mitteln versucht einen dreijährigen Kastellan bei Laune zu halten (Eltern können ihr diesen harten Job nachfühlen), dürfen Julius und HUI BUH wieder einmal die Geisterwelt besuchen, um irgendwelche ominöse Zutaten zu sammeln, was u. a. ein witziges Wiedersehen (respektive Wiederhören) mit dem mit froonsösischem Aksoont parlierenden Kochgeist und der „siebenbeinigen Zimtspinne“ bedeutet. Tommy und Sophie wuseln derweil durch die Ländereien bzw. dunklen Wälder Burgecks und versuchen dort ihr Glück mit der Beschaffung von Dingen, die ihnen Tante Roswitha zur Rettung des Kastellans aufgetragen hat. Erneut erweist sich die verschrobene Dorfschänkenwirtin mit ihrem Geistertick als Fundgrube von vermeintlichem Needless Knowledge, welches sich dann hinten raus doch als brauchbar herausstellt – inzwischen einer der zahlreichen, gut funktionierenden Running Gags der neuen Serie.

_Die Produktion_

Buch: Nesrin Samdereli
Konzeption: Hilla Fitzen, Dirk Eichhorn, Elisa Linnemann
Redaktion: Hilla Fitzen
Regie, Ton und Produktion: Christian Hagitte und Simon Bertling
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Das Berliner Filmorchester

|Sprecher und Figuren|

Stefan Krause (Hui Buh), Christoph Maria Herbst (König Julius der 111.), Ulrike Stürzbecher (Königin Konstanzia), Maximilian Artajo (Tommy), Marie-Luise Schramm (Sophie), Jürgen Thormann (Kastellan), David Turba (Kastellan als Teenie), Victor Hagitte (Kastellan als Kind), Daniela Hoffmann (Roswitha Rosenbach), Christian Gaul (Kochgeist), Andreas Fröhlich (Erzähler / Intro von Hans Paetsch) sowie Isabell Brenner, Christoph Fromm und Daniela Schulz

_Fazit_

Eine nette, unterhaltsame Geschichte, die allerdings insgesamt betrachtet wenig originell daherkommt und dementsprechend überraschungsfrei abläuft. Handwerklich ist auch die 16. Folge der Neuen Welt tadellos aufgezogen. Die Regisseure, Produzenten und Soundmagier Hagitte und Bertling greifen nicht nur auf ihre inzwischen erworbenen Erfahrungen zurück, sondern setzen natürlich auch wie üblich auf die Mitwirkung des Berliner Filmorchesters für den exzellenten Score. Auch die Sprecherriege bringt das Ganze gewohnt routiniert und mit offensichtlicher Spiellaune unter Dach und Fach. Da das Bessere bekanntlich der Feind des Guten ist und es eben weitaus interessantere Folgen gibt, verweilt der bleiche Rezensentendaumen diesmal „nur“ in der stabilen Waagerechten.

|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 60 Minuten
Nach Motiven von Eberhard Alexander-Burgh (1928 – 2004)
Vom Hersteller empfohlen von 6 – 99 Jahre
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2012
EAN: 88697819442
ISBN-13: 978-3-8032-3875-7|
http://www.natuerlichvoneuropa.de

_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Hui Buh … fährt Geisterkarussell“ (Folge 6)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7613
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Hui Buh … und das wilde Geisterheer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7776 (Folge 17)
[„Neue Welt: Der verfluchte Geheimgang“ (Folge 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8022
[„Neue Welt: Entführung in die Geisterwelt“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8110
[„Neue Welt: Das mysteriöse Geisterbuch“ (Folge 3)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8171
[„Neue Welt: Das unheimliche Internat“ (Folge 7)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7773
[„Neue Welt: Adolars Rückkehr“ (Folge 9)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7771
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Neue Welt: Das verzauberte Schwert“ (Folge 15)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7769
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881

John Sinclair – Der lächelnde Henker (Folge 77)

_Die Handlung:_

Henley-on-Thames, 1532. Dutzende unschuldiger Mädchen sterben unter dem Beil des Henkers Moro Gifford und festigen seinen Ruf als gnadenloser Hexenjäger. In der Gegenwart trauert John Sinclair immer noch um seine Gefährtin Jane Collins, die – besessen vom Geist des Rippers – ebenfalls zur Hexe wurde. Eine Rückkehr scheint unmöglich. Dann aber erreicht John ein Anruf. Wie es aussieht, ist der Henker Moro wieder aktiv – und die Anruferin, die John um Hilfe bittet, ist niemand anderes als Jane Collins … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Taschenbuchs mit der Nummer 24 gemacht, das erstmalig im März 1983 erschienen ist. Noch viele Jahrhunderte weiter in die Vergangenheit führt uns allerdings die erste Szene des Hörspiels, in der wir direkt auf den Henker bei der Arbeit treffen. Leider wird die Szene (wie auch alle folgenden) von Alexandra Lange wieder wie für einen Liebesroman passend beschrieben und in extra abgehackt-langgezogener Betonung gesprochen. Schade, denn das letzte Sinclair-Hörspiel mit ihr als Sprecherin war wirklich gut.

Aber, was macht denn Jane Collins in der Vergangenheit? Das Interesse des Hörers ist wieder voll geweckt und die authentische Performance von Ilya Welter als Glenda Perkins macht Spaß. Tja, die Jane-Szene zerplatzt leider wie eine Seifenblase, dennoch scheint sich aber diese Folge um Johns Ex-Gefährtin-und-nun-Hexe zu drehen und auch den Henker gibts offenbar wirklich. Was nun hat eins mit dem anderen zu tun … wenn überhaupt?

Es hat … und so gehts in einer spannungsgeladenen Achterbahnfahrt durch den Sinclair-Gruselpark. Der Henker soll Wikka heiraten, die wiederum als Oberhexe durch Jane ihren Feind John Sinclair auslöschen will. Auch Suko kommt John zu Hilfe, denn irgendwie hat dessen Kreuz Fehlzündungen. Kann es sein, dass Jane ihr Hexentum tatsächlich unter Kontrolle bekommen und sich von Wikka losgesagt hat? So gradlinig ist es für den Hörer dann zum Glück nicht und unterhält durch die Musik und die üppig gesetzten Effekte hollywoodreif über eine Stunde lang.

Und dann gibts am Ende noch ein komplettes Hardrock-Lied mit englischem Text, das mit einem schrecklichen, halb deutschen, halb frei erfundenen eigenen Akzent gesungen so gar nicht meins war. Auch, weil man den Text überhaupt nicht versteht, was nicht zwangsläufig an der Fremdsprache oder an der Abmischung liegt. Aber, das ist wohl Geschmackssache. Nicht jeder Grusel-Fan mag halt deutsche Hardrockbands.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

John Sinclair – Frank Glaubrecht
Erzählerin – Alexandra Lange
Jane Collins – Franziska Pigulla
Suko – Martin May
Sir James Powell – Achim Schülke
Glenda Perkins – Ilya Welter
Wikka – Sandra Schwittau
Gordon Schreiber – Thomas Nero Wolff
Asmodis – Bernd Rumpf
Nico – Sebastian Schulz
Lena – Kristin Hesse
Constable – Andreas Mannkopff
Ansage – Jürgen Holdorf

sowie Uwe Dreves, Andreas Grothusen, Christine Lehnen, Alexander Rieß, Sonja Stein

|Technik-Credits:|

Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)

|Die Ausstattung:|

Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000er“-Serie und der „Classics“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

Außerdem gibts noch einen extra Einleger mit Werbung für die John-Sinclair-Sonderausgabe „Dark Symphonies“ nebst QR-Code zum Selberscannen.

_Mein Fazit:_

Eine rasante und durchweg spannende Folge, die eine Menge Action bereithält und auch die eine und andere Wendung bietet. Kommen Jane und John wieder zusammen oder ist sie doch der Oberhexe Wikka verfallen? Und wen wird der Hexer noch so alles noch köpfen?

Alles perfekt aufbereitet mit Musik, Effekten und Sprechern aus der obersten Schublade der Kopfgruselunterhaltung.

|Audio-CD
Spieldauer: ca. 67 Min.
Tracks: 13
ISBN: 978-3-7857-4597-7|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de

Über 51 Rezensionen rund um den beliebten Geisterjäger |John Sinclair| findet ihr in [unserer Datenbank]http://buchwurm.info/book