Das rätselhafte Verschwinden mehrerer Passagierschiffe im Bermuda-Dreieck ruft John Sinclair und Suko auf den Plan. In Zusammenarbeit mit dem FBI verfolgen sie in Florida einen Hinweis, der sie direkt auf die Spur von Dr. Tod und seiner Mordliga führt. Aber ist es wirklich Solo Morasso, der hinter den Ereignissen steckt – oder ein Wesen, dem Sinclair zuletzt 10.000 Jahre in der Vergangenheit, kurz vor dem Untergang von Atlantis, begegnete …? (Verlagsinfo)
Nach dem Tod ihres Oberhaupts nimmt die Schwarze Familie Dorian Hunters Mitstreiter ins Visier. Aus diesem Grund wird Lilian Hunter, die sich weiterhin in psychiatrischer Behandlung befindet, bei einem Ausflug in das idyllische Dorf Cruelymoe vom Secret-Service-Agenten Marvin Cohen begleitet. Die Vorsicht ist berechtigt, denn bald wird Cruelymoe heimgesucht: Die Toten stehen auf … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Laut Studio ist „Richtfest“ eine sehr freie Interpretation des DÄMONENKILLER-Romans Nummer 22 mit dem Titel „Blutorgie in der Leichengrube“, der im Dezember 1974 am Kiosk um die Ecke zu kaufen war.
Band 0: „Tomorrow is Today“ (kostenlose Prequel-Kurzgeschichte, ohne dt. Übersetzung)
Band 1: _“Sturz in die Zeit“_
Band 2: „Vortex“ (15.01.2013)
Band 3: – angekündigt –
_Die Handlung:_
Jackson Meyer, Student in New York, hält sich für einen ganz normalen Neunzehnjährigen, bis er zufällig feststellt: Er kann für ein paar Stunden in der Zeit zurückreisen. Alles ist nur ein harmloser Spaß, bis eines Tages die Katastrophe passiert: Zwei Fremde überfallen ihn und seine Freundin Holly – und erschießen Holly. In seiner Panik stürzt Jackson in die Vergangenheit und landet plötzlich zwei Jahre vor dem Ereignis. Von da an hat er nur eines im Sinn: zurückzukommen und Holly zu retten. Er wird ALLES dafür tun. ALLES – für seine große Liebe. (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
So dramatisch sich der Klappentext liest, so plastisch lässt die Autorin den Leser die Situation auch empfinden. Zwar ist der Roman aus der von nur wenigen Lesern geschätzten Ich-Perspektive des Protagonisten Jackson heraus geschrieben, das hat aber den Vorteil, dass man emotional viel mehr mit eingebunden ist. Denn durch den flüssigen Erzählstil und die gut gelungene Übersetzung fliegt der Leser geradezu durch die Tracks und mit Jackson zusammen durch die Zeit. Und so haben wir keinen Info-Vorsprung und auch nur die Puzzleteile zur Verfügung, die Jackson in der Vergangenheit sammelt und müssen zusammen mit ihm die seltsamen Umstände klären, die zu dem Schuss auf Holly geführt haben.
Denn, je mehr Jackson in der Vergangenheit bohrt, desto komplexer wird die ganze Geschichte. Das war nicht einfach nur ein Einbruch, der schiefgelaufen ist, irgendwas ist da faul. Und nicht nur das, plötzlich wird ihm sogar sein eigener Vater suspekt. Jackson ist verwirrt, der Hörer ist verwirrt, aber beide sind extrem gespannt darauf, was er als Nächstes herausfinden wird. Denn es ist recht schnell nicht einfach nur noch eine Liebesgeschichte, eine Zeitreisegeschichte oder eine Wer-hats-getan-Geschichte, es ist viel mehr und vermischt sich zu einem wirklich fesselnden, spannenden und clever durchdachten Konstrukt.
Auch ist es spannend für den Leser, die Liebesgeschichte zwischen Holly und Jackson selbst für ihn neu zu erleben. Am Anfang des Hörbuches sind sie bereits ein Paar, nach seinem Sprung in die Vergangenheit lernen sie sich wieder neu kennen. Aber unter anderen Umständen und Voraussetzungen.
Und immer bevor die Lesung zu einer Teen-Schnulze werden kann, werden Jackson und der Hörer wachgerüttelt und an die seltsamen Dinge erinnert, in die sein Vater verstrickt zu sein scheint. Wer sind die Männer, die Holly im Jahr 2009 erschießen werden? Warum hat Jackson diese Fähigkeit? Warum erkennen ihn in der Vergangenheit andere, die genau zu wissen scheinen, wer und was er ist und woher er kommt … gibt es noch andere wie ihn? Was hat die CIA damit zu tun? Wer sind die „Feinde der Zeit“? Was ist TEMPEST? Diese und noch viel mehr Fragen werden aufgeworfen. Die meisten werden auch beantwortet.
Er ist verwirrend, er ist spannend, er ist romantisch, er ist gefährlich, er ist zärtlich und schüchtern, er ist schnell und gewalttätig und vor allem raubt dieser Roman seinen Hörern Zeit, denn die fliegt beim Hören nur so dahin, aber sie wird gern geopfert … den Sprecher kann man ja auch schlecht zur Eile antreiben, wenns grad mal wieder richtig spannend wird.
Das Einzige, was mich ein wenig genervt hat, war die Herumreiterei auf dem Altersunterschied zwischen den beiden im Jahr 2007, als wäre er 50 und sie 12. Da merkt man, dass das Buch unter „amerikanischen Umständen“ geschrieben wurde. Bei uns würde und könnte niemand etwas dagegen haben, dass ein 19-Jähriger eine 17-jährige Freundin hat. Im Buch wird es von Jackson selbst so tabuisiert als wäre es Kinderschändung. Für deutsche Verhältnisse absolut nicht nachvollziehbar und an jeder Stelle des Hörbuches für einen kopfschüttelnden Stirnrunzler gut.
Auch die Liebesgeschichte selbst ist keine normale Boy-meets-Girl-Story, denn eigentlich ist Jackson ein Player, der erst spät … vielleicht sogar zu spät … zu schätzen weiß, was er an Holly hatte und auch an seiner verstorbenen Schwester, es ihr aber nie gesagt hat. Alles Gefühle, die unter die Haut gehen, ihm und dem Hörer, denn plötzlich bekommt Jackson durch seine Fähigkeit die Chance etwas zu tun … kann er die Vergangenheit vielleicht doch verändern, um die Zukunft neu zu schreiben?
|Zeitreisen für Autoren, die es sich leicht machen wollen … oder?|
Werden beim Hören schnell Erinnerungen an „Und täglich grüßt das Murmeltier“ wach, was in der Story selbst auch als Vergleich herangezogen wird, so erinnert die gefühlvolle Dramatik an „Die Frau des Zeitreisenden“ und die Action an „Jumper“. Und jetzt kommt der Teil mit dem „sich etwas leicht machen“: Jacksons Sprünge haben keinerlei Auswirkungen … weder auf die in der Vergangenheit besuchten Personen noch auf die Geschichte der Welt. Einzig sein Wissen verändert sich durch die Besuche in der vergangenen Zeit, weil er eher zu Recherchezwecken hin- und herspringt.
Und auch sein MIT-schlauer Freund Adam, der sich genauso wie seine im echten Leben bereits verstorbene Schwester irgendwie ein wenig fix davon überzeugen lässt, dass Jackson wirklich aus der Zukunft stammt, kann nicht wirklich mit für den Hörer befriedigenden Antworten aufwarten, was die fehlenden Zeitparadoxe betrifft. Es gibt halt keine.
Auch muten die Sprünge selbst ziemlich merkwürdig an. Dass er springt, ist ja ok und spannend … aber, wieso ist er dann körperlich weiterhin die ganze Zeit über in seiner „Homebase“, dem Platz, von dem aus er springt? Schließlich taucht er ja nicht als beobachtender Geist in der Vergangenheit auf, sondern physisch und er kann auch mit anderen Leuten interagieren. Die aber, wie bereits erwähnt, erinnern sich praktischerweise an nichts mehr, sobald Jackson wieder in seiner „Homebase“ angekommen ist.
Und ab der Mitte des Hörbuches wird dann auch diese Meinung des Lesers durch den weiteren Storyverlauf zwangsredigiert und Logiklücken werden geschlossen. Denn auch das Zeitspringen selbst ist nicht so einfach und unkomplex, wie man dachte … und das ist gut so und erhöht ab diesem Punkt den Spannungsbogen noch mal erheblich, weil die Autorin an der Action-Schraube dreht und Jackson immer mehr über sich und seine Vergangenheit herausfindet.
|Das Prequel|
Wer des Schul-Englischen mächtig ist, der kann und sollte sich im Internet kostenlos die Prequel-Teaser-Kurzgeschichte „Tomorrow is Today“ als Nachschlag zum Buch downloaden. Diesen hat die Autorin vor der Veröffentlichung des Buches in den USA unter das Internet-Volk gestreut. Diese Seiten hätten sich auch prima als Vorgeschichte in der deutschen Ausgabe von TEMPEST gemacht, sind hier aber leider auch nicht im Hörbuch enthalten oder anderweitig als Übersetzung im Angebot des Verlages gelandet. In einer anderen Zeitleiste sind sie es bestimmt!
Eine deutsche Version liegt vor, sie durfte nur aufgrund der Kostenlosigkeit des Originals nicht zusammen mit dem Buch verkauft werden. Sie ist als herunterladbare PDF-Datei in das Gewinnspiel eingebaut worden. Bis man sie aber findet, muss man einige Stationen auf der Rätselreise hinter sich gebracht haben.
|Das Hörerlebnis|
Matthias Koeberlin gelingt es, den Hörer schon innerhalb der ersten Minuten in die Story hineinzuziehen. Die Autorin bietet ihm dafür eine gute Vorlage und er füllt sie mit seiner lebendigen Vortragsweise mit einer Menge Leben.
Beschreibende Szenen, Dialoge zwischen den Charakteren, Zeitsprünge, Romantik, gute und böse Männer und Frauen … alles und alle klingen authentisch und wie erlebt erzählt und nicht vom Skript abgelesen. Dabei muss Koeberlin seine Stimme nicht großartig verstellen, er schafft das durch Variation des Vorlesetempos. Wobei er mir für meinen Geschmack manchmal aus dramaturgischen Gründen ein wenig zu lange pausiert, auch gern mal mitten im Satz. Und an einigen Stellen hätte es gern noch ein wenig mehr Feuer und vor allem Schauspiel vor dem Mikro sein dürfen. Aber da mosere ich schon auf einem Niveau, auf das viele andere Sprecher bei ihren Lesungen gar nicht erst kommen.
|Die Ausstattung|
Die blau bedruckte MP3-CD steckt in einem stabilen Digipac. Die 135 MP3-Dateien tragen lediglich die Tracknummern als Namen. Zusätzlich finden wir auf der CD noch zwei versteckte Dateien, die wohl aus Versehen mit auf die Scheibe geraten sind und als Erstellungsdatum den „15.07.2004“ tragen. Ein zusätzliches Schmankerl aus der Vergangenheit für Zeitreise-Fans?
Die Qualität der MP3s ist mit 128 Kbps und 44.1 kHz für eine Lesung ok. Wenn der Verlag eine höhere Qualität gewählt hätte, um penible Qualitätsjunkies mit 192 oder 320 Kbps zufriedenzustellen, dann hätte die Lesung nicht auf eine CD gepasst.
Im ID3-Tag der MP3s finden wir die Namen der Autorin und des Sprechers sowie den Titel des Hörbuchs. Ein Cover, das sich auf Playern der iPod-Touch-Generation immer nett im Display macht, gibts an dieser Stelle auch zu sehen.
Im und am Digipac finden wir kurze Infos zu Julie Cross und Matthias Koeberlin sowie einen Kurzkommentar des Sprechers. Ein Klappentext und technische Infos zu dem Titel fehlen auch nicht. Als Booklet gibt der Verlag ein Gesamtverzeichnis seiner lieferbaren Titel mit dazu.
_Die Autorin und der Sprecher_
|Julie Cross| wurde in Heidelberg geboren und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Illinois, in der Nähe von Chicago. Dies ist ihr erster Roman.
|Matthias Koeberlin| ist ein beliebter Film- und Fernsehschauspieler, der als Sprecher in zahlreichen Hörbüchern, wie z. B. in Mario Giordanos „Apocalypsis“, für atemlose Spannung sorgt. (Verlagsinfos)
_Mein Fazit:_
Eine Lovestory mit Zeitreiseaspekten ist zwar nicht neu, diese hier hat aber ihre eigene Dramatik und entwickelt ihre ganz eigene Dynamik. Denn auch wenn Jackson in der Vergangenheit (erstmal) nichts verändern kann, so wird sein eigenes Leben verändert, denn wenig scheint tatsächlich so zu sein, wie Jackson es beim ersten Erleben gedacht hat.
Matthias Koeberlin nimmt seine Hörer vom ersten Track an mit auf diesen Freifall und fesselt sofort an die Story. Lebendig vorgetragen, fast wie selbst erlebt, lässt er diese Young-Adult-Zeitreise-Action-Romanze auf der Kopfkinoleinwand des Hörers entstehen, der hier das Glück hat, alles ungekürzt und ungeschnitten erleben zu dürfen. Eine extra lange Vorstellung, ohne Aufpreis, aber mit einem gehörigen Mehrwert an Hörspaß.
„Sturz in die Zeit“ ist ein romantisch packender Zeitsprung-Teen-Action-What-the-f-Pageturner, der schnell fesseln kann und eine ganz besonders emotionale Spannung aufbaut. Die nimmt sogar ab Mitte der Lesung immer weiter zu und lässt seine Hörer am Ende aufgewühlt, traurig, freudig und vor allem neugierig auf die Fortsetzung zurück. Der nächste Band der Trilogie steht absolut auf meiner Liste.
Fünf Jahre sind seit der Vernichtung des zweiten Todessterns vergangen. LUKE SKYWALKER, HAN SOLO und seine Frau LEIA ORGANA SOLO versuchen mit allen Mitteln, den inneren Zusammenhalt der Neuen Republik zu festigen. Doch eine große Gefahr droht der Allianz: Unter der Führung des letzten Großadmirals des Imperators, THRAWN, hat sich die Imperiale Flotte neu formiert und holt zum letzten, alles vernichtenden Schlag gegen die Rebellion aus.. (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Die THRAWN-Trilogie von Timothy Zahn gehört zu den beliebtesten Reihen innerhalb des STAR-WARS-Universums, spielt sie doch unmittelbar nach den Ereignissen von STAR WARS VI. Zum einen möchte der Fan natürlich wissen, was aus den ihm ans Herz gewachsenen Charakteren geworden ist, zum anderen ist auch interessant zu erfahren, ob sich durch den Tod des Imperators und Darth Vaders jetzt in der Galaxis wieder alle lieb haben. Haben sie nicht … wäre ja aber auch langweilig und würde nur wenig spannende Storys bieten. Und in der Tat sieht der letzte Großadmiral des Imperators seine Chance, die Rebellion zu zerschlagen und den Sieg für das Imperium zu erringen.
Die Macher der Hörspielumsetzung haben den Kampf gegen das Skript des ersten Romans der Trilogie zum Wohle des Hörers aufgenommen und wollen es in zweimonatigen Häppchen und insgesamt vier Teilen in die Sci-Fi-Ohren der Hörerschaft bringen. Und wenn man sich die Sprecherliste anschaut, dann könnte das durchaus auch aufgehen, denn uns erwarten die Originalstimmen aus den ersten Ur-STAR-WARS-Filmen. Außerdem hat Oliver Döring in der Vergangenheit bereits qualitativ hochwertige STAR-WARS-Hörspiele produziert.
Ohne lange Eingewöhnungsphase wird der Hörer direkt auf die Brücke der SCHIMÄRE transportiert. Dies ist das Flagschiff von Admiral Thrawn. Und obwohl dieser ja nun der Hauptgegner der Trilogie ist, fasziniert er sofort durch seine taktischen Fähigkeiten. Der Hörer lässt sich gern ins STAR-WARS-Universum hineinziehen, Oliver Döring schaltet im Kopfkino die Blockbuster-Leinwand an und bietet nicht nur Fans, sondern allen Hörspielfreunden faszinierende Unterhaltung.
Auch wenn hier im ersten Teil erstmal alle guten und bösen Charaktere vorgestellt werden müssen und das teilweise auch sehr wortreich geschieht, so schaffen es die Macher dennoch, ein durchweg lebendiges Erlebnis zu gewährleisten.
Wenn die Originalstimmen zu hören sind, entstehen die Originalbilder der Originalschauspieler im Kopf der Hörer, aber sie erzählen uns eine neue Geschichte. Und dass die Macher hier wirklich alle Rechte erworben haben, merkt man nicht nur an den Zwischenmusiken, sondern an jedem einzelnen Effekt. Ob Blaster, Raumer oder Lichtschwert, alles ist mit viel Liebe zum Hördetail in die Geschichte eingebaut und alles ist original.
Und das führt letztendlich dazu, dass hier auch die auf ihre Hörkosten kommen, die die Bücher der Trilogie gelesen haben und die Story eigentlich schon kennen. Aber, auf einmal direkt in der Geschichte zu sein und an ihr teilzuhaben, das ist schon ein intensiveres Erlebnis, als einfach nur Seiten umzublättern.
Wir erleben also alle zusammen gespannt, dass Admiral Thrawn nicht nur clever ist, sondern auch einen Plan verfolgt, der es in sich hat. Wir begleiten die mittlerweile schwangere Lea, Luke und Han auf diplomatischer Mission und grinsen, wenn sie Kontakt zur Micky-Maus-rückwärts sprechenden Bevölkerung aufnehmen.
Auch der Schluss ist gut gewählt und lässt den Hörer schon die Tage bis zum nächsten Teil zählen, denn noch lange ist die ganze Tragweite von Thrawns Plänen nicht zu durchschauen, nur seine Absicht ist klar. Der Imperator ist tot, der Todesstern explodiert, Vader ist weg, aber Thrawn bringt das Böse zurück und er hat gute Chancen auf einen Sieg. Und der Hörer hat gute Chancen auf weitere spannende Abenteuer in den kommenden Teilen.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler – Joachim Kerzel
Luke Skywalker – Hans-Georg Panczak
Han Solo – Wolfgang Pampel
Leia Organa Solo – Susanna Bonasewicz
Großadmiral Thrawn – Thomas Nero Wolff
Captain Pellaeon – Erich Ludwig
Joruus C’baoth – Jürgen Thormann
Mara Jade – Marion von Stengel
C-3PO – Joachim Tennstedt
Mon Mothma – Alexandra Lange-Baehr
Admiral Ackbar – Hans Teuscher
Borsk Fey’lya – Till Hagen
Dravis – Jan Spitzer
Winter – Arianne Borbach
Rukh – Tobias Kluckert
Lieutenant Tschel – Robin Kahnmeyer
Aves – Martin May
|Technik-Credits:|
Produktion: Alex Stelkens, Oliver Döring
Produktionsleitung: Ila Schnier von Wittich
Tontechnik: Thomas Nokielski, Stephan Busch
Schnittassistenz: Stephan Busch
Grafik: Frierdemann Weise
Musik: John Williams
Buch, Schnitt und Regie: Oliver Döring
|Die Ausstattung:|
Die mit dem Covermotiv bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt bietet auf der ausgeklappten Innenseite ein schönes STAR-WARS-Motiv mit den Gesichtern der Schauspieler der ersten Trilogie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits. Auf der Rückseite des Blooklets sehen wir eine Zeichnung eines entschlossen dreinblickenden Admirals Thrawn.
_Mein Fazit:_
Oliver Döring setzt seinen hohen Standard in Sachen bester Hollywood-Kopfkinounterhaltung erneut fort. Altbekannte und neue Stimmen füllen das STAR-WARS-Universum erneut mit Leben, das vor Musik und Effekten nur so überquillt. Die beliebte THRAWN-Trilogie nimmt einen würdigen Anfang und begeistert sowohl Kenner der Materie als auch Neulinge im Reich der guten und bösen Jedimeister.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 62:50 Min.
Tracks: 11
ISBN: 978-3-941082-50-2|
Besprechungen von über 40 weiteren STAR-WARS-Abenteuern findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book
Als John Sinclair das halb verfallene Haus inmitten von London betritt, erwartet ihn eine Überraschung, die jede Vorstellungskraft sprengt: Er stürzt in eine Welt, die 10.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung existierte. Inmitten des sagenumwobenen Atlantis trifft der Geisterjäger auf seinen einst mächtigsten Gegner. Der Schwarze Tod bereitet den Untergang von Atlantis vor und er ist stärker als jemals zuvor … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Diesmal setzt der Verlag das Taschenbuch mit der Nummer 5 um, das erstmalig im Jahr 1981 am Kiosk und im Buchhandel zu bekommen war. Da die Abenteuer von John Sinclair auch und gerade im Taschenbuchformat nicht zwangsläufig in der nummerischen Reihenfolge genossen werden müssen, macht es nichts aus, dass das letzte Abenteuer die Hörspielfassung von Taschenbuch Nummer 11 gewesen ist.
Für John ist diese Folge der „Alptraum in Atlantis“, für den Hörer ist es Kopfkino der Extraklasse. Nicht nur toben sich die Effektbastler so richtig aus und schöpfen aus dem Vollen, auch die Story kann diesmal mit dem Hintergrund und der Musik mithalten.
Zeitreisen, Feuer speiende Drachen, der Schwarze Tod, Vogelmenschen … Atlantis? Das ist ja schon fast zu viel des Guten. Eine gute Stunde voller Action ohne Atempause für John oder den Hörer werden hier mit alten beliebten und unbeliebten Bekannten garniert. So trifft John in der Vergangenheit auf Kara, der er beistehen will.
Atlantis allerdings wird hier gar nicht so beschrieben, wie ich es mir vorgestellt habe … ich dachte da eher immer an Hochtechnologie, die in der Blüte untergeht. In Jason Darks Atlantis-Version hingegen wird noch mit Armbrüsten geschossen! Und anschließend präsentiert er auch seine Idee davon, wie es mit dem Kontinent zu Ende geht … und durch wen. Der Schwarze Tod spielt da eine gewichtige Rolle. Dessen Geburtsstätte „besucht“ John Sinclair gegen Ende übrigens auch noch. Und all das in rasantem Tempo, immer auf der Suche nach dem Spiegel, den John für Myxin besorgen soll.
Die nicht zum Genre passende Erzählerin stört in dieser Folge nicht so stark wie in den Vorgängerepisoden, bekommt sie doch nur am Anfang ein paar Einleitungssätze vom Skript spendiert und schweigt in der Folge.
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzählerin: Alexandra Lange-Baehr
John Sinclair: Frank Glaubrecht
Delios: Claus-Dieter Clausnitzer
Kara: Susanna Bonaséwicz
Alassia: Shandra Schadt
Myxin: Eberhard Prüter
Goran: Raimund Krone
Eiserner Engel: Johannes Steck
Haro: Martin Keßler
Kandor: Erik Schäffler
Ansage: Jürgen Holdorf
sowie: Peter Franke, Tim Kreuer, Ulrich Krohm, Sven Plate, Tim Sander, Jens Wendland, Jörg von Liebenfelß
Technik-Credits:
Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)
Die Ausstattung:
Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000er“-Serie und der „Classic“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
Außerdem müssen wir hier leider auch einen extra gekennzeichneten Nachruf lesen: Karlheinz Tafel, der bislang Sir James Powell gesprochen hat, verstarb am 28.04.2012.
Die Sonderausgaben
Da „75“ eine schöne Jubiläumszahl ist, bringt der Verlag dieses Hörspiel nicht nur auf CD und als Download heraus. Für runde 20 Euro kann der Fan eine Doppel-Schallplatte der Folge erstehen und für etwa 36 Euro gibts die auch als auf 666 Stück limitierte Picture-Vinyl-Ausgabe mit vier verschiedenen Bild-Motiven.
Die Picture-Vinyl-Scheiben wurden von Jason Dark handisgniert … und da das ein wenig dauerte, erschien diese Variante von „Alptraum in Atlantis“ auch erst etwas später.
Der verschwundene Track
Gar nicht gut kam bei den Fans und grad den Sammlern unter ihnen an, dass auf ihren Silberscheiben ein Track „fehlt“. Aufgrund eines Special Deals zwischen den Machern des Hörspiels und Apples iTunes, hat die Download-Version des „Albtraums“ einen zusätzlichen Track zu bieten. Laut offizieller Seite soll dieser aber für die Handlung nicht wichtig sein und nur atlantische Vorgeschichte bieten.
Mein Fazit:
Ein fulminant inszeniertes und temporeiches Abenteuer für den Geisterjäger, das kaum Zeit zum Luftholen lässt. Exzellente Effekte und dramatische Musik unterstützen die spannende Handlung, die diesmal weniger Horror, aber mehr Action bietet und John und den Hörer mal eben 10.000 Jahre in die Vergangenheit schleudert.
Audio-CD Spieldauer: 53 Min. (+ 7,5 Min. iTunes-Download-Version) Tracks: 10 (+ 1 iTunes-Download-Version) 1. Auflage, Juli 2012 ISBN: 978-3-7857-4595-3
www.luebbe-audio.de
Folge 1: [„Im Schatten des Rippers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7494
Folge 2: [„Spuk im Pfarrhaus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7519
Folge 3: [„Das entwendete Fallbeil“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7519
Folge 4: [„Der Engel von Hampstead“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8036
Folge 5: [„Die Affenfrau“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8035
_Zwei Gnome – und eine behaarte Bestie!_
Zum Entsetzen von Mrs. Hudson stellen sich eines Abends unangemeldet die sicherlich außergewöhnlichsten Auftraggeber in der Baker Street 221 B ein, die dort je erschienen sind. Der Fall, den sie Sherlock Holmes zur Aufklärung übertragen, steht ihrem durchaus befremdlichen Aussehen in nichts nach … (Verlagsinfo)
Diese Fälle dieser neuen Holmes-Reihe wurden nicht von Sir Arthur Conan Doyle geschrieben, sondern alle von Marc Gruppe. Sie basieren natürlich auf den originalen Figuren, die mittlerweile Allgemeingut geworden sind.
_Der Autor_
Marc Gruppe ist der Autor, Produzent und Regisseur der erfolgreichen Hörspielreihe GRUSELKABINETT, die von Titania Medien produziert und von Lübbe Audio vertrieben wird. Genau wird dort erscheinen auch „Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ meist im Doppelpack.
_Die Sprecher/Die Inszenierung_
|Die Rollen und ihre Sprecher|
Sherlock Holmes: Joachim Tennstedt (dt. Stimme von John Malkovich)
Dr. John H. Watson: Detlef Bierstedt (dt. Stimme von George Clooney u.a.)
Mrs. Hudson: Regina Lemnitz (dt. Stimme von Kathy Bates)
Nicodemus: Dirk Petrick
Prinzessin Marietta: Daniela Reidies
Zenora Pastrana: Susanne Tremper
Leonard: Matthias Keller
Elvira: Ingrid van Bergen
Valerie Hudson: Susanne Uhlen
Violet Hudson: Hildegard Meier
Mr. Sherman: Lothar Didjurgis
J. Marx: Rolf Berg
Frederick Trevis: Horst Naumann
Joseph Merrick: Patrick Wolff
Regie führten die Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Die Aufnahmen fanden in den Planet Earth Studios statt. Alle Illustrationen – im Booklet, auf der CD – trug Firuz Askin bei.
_Handlung_
Der Zirkus ist in London: Ein Marktschreier preist die verblüffenden Attraktionen der „Abnormitätenschau“ an, die heutzutage als Freak Show bekannter ist. Da gibt es die Siemesischen Zwillinge, die dickste Frau der Welt, Marietta, die lebende Teepuppe, und schließlich Julia Pastrana, die Affenfrau …
|Schrecken|
Sherlock Holmes und Dr. Watson hören ihre Wirtin Mrs. Hudson angstvoll aufschreien! Als sie endlich die Besucher ankündigt, bekommt sie vor angstvollem Keuchen kaum ein Wort heraus: „Zwei Gnome – und eine behaarte Bestie!“ Sie schlug ihnen die Tür vor der Nase zu. Nun, das ist kein konstruktiver Anfang, findet Holmes und spricht aus dem Fenster, um die Besucher, die vor dem Haus warten, hereinzubitten.
Mrs. Hudson protestiert vergeblich und kommandiert die Besucher folglich indigniert herum. Dr. Watson räuspert sich halb verlegen, halb erwartungsvoll. Tatsächlich: Zwei Gnome – und eine „behaarte Bestie“, genau wie Mrs. Hudson gesagt hat. Allerdings stellen sich Nicodemus, der Conferencier, und Marietta als Kleinwüchsige vor. Leonard hingegen bezeichnet sich als „Löwenmensch“, der ob seiner Körpergröße und üppigen Behaarung entfernt an den König der Tiere erinnert.
Sie beklagen den Diebstahl ihrer Affenfrau, denn ohne diese stünde ihre Truppe vor dem finanziellen Ruin. Sie war eine Mumie der berühmten Julia Pastrana, die anno 1860 zuletzt auftrat: Sie sah wie eine Mischung aus Frau und Gorilla. „Vermutlich Hypertrichose“, diagnostiziert Watson fachmännisch. Doch die Mumie ist von zwei unbekannten Männern gestohlen worden, wie Marietta gesehen hat. Sie brauchen sie zurück, soll das Schlimmste abgewendet werden.
|Vor Ort|
Der erste Weg führt Holmes aber nicht zum Zirkus, sondern ins örtliche Tierasyl. Hier lebt „die beste und hässlichste Spürnase von London“. Damit ist nicht etwa ein Doppelgänger gemeint, sondern Toby, ein Schnüffler auf vier Beinen. Toby soll sich schon bald als Gold wert erweisen.
Danach begeben sich Holmes und Watson an den Tatort. Es ist ein Zelt, in dem die Mumie der Affenfrau aufbewahrt wurde. Watson ist von der Pietätlosigkeit dieser Ausstellung immer noch angewidert. Die in die Zeltplane geschnittene Öffnung spricht Bände. Der Gestank an diesem Ort dürfte Spürnase Toby völlig ausreichen, den geraubten Gegenstand aufzuspüren.
Aber wer sind die Täter? Vielleicht weiß Zenora, die Schwester der Affenfrau, mehr darüber. Es wird eine unheimliche Begegnung …
_Mein Eindruck_
Die Viktorianer waren bekanntlich nicht weniger sensationsgierig als die heutige Generation. Sie reisten nicht nur zu exotischen Orten, brachten von dort Trophäen und Erinnerungen mit. Sie ließen auch Abnormitäten im Zirkus auftreten, und ein es gab wohl kaum einen Zirkus ohne Freak Show (der farbenfrohe, aber auch unheimliche Ursprung für einige wunderbare phantastische Romane).
Die Handlung stellt die beiden Affenfrauen Julia und Zenora mit überraschend vielen Details über deren Lebensläufe vor. Denn natürlich handelt es sich nur auf den Plakaten um „Schwestern“, doch die Herkunft von Julia und Zenora ist völlig unterschiedlich. Dieser Detailreichtum lässt Neugier aufkommen: Woher hatte der Drehbuchschreiber Marc Gruppe diese Informationen? Denn dass sie keineswegs aus der Luft gegriffen sind, belegen ja gerade die authentischen Details, die zu den bekannten Fakten über Wanderzirkusse in Europa passen.
Das Thema sind natürlich Menschen, die auf irgendeine Weise missgebildet oder sonst wie auffällig sind – Freaks eben. Doch es geht darum, wie man diese Abnormitäten behandelt. Meist werden sie lediglich als Objekte der Sensationslust betrachtet, doch dies wird den Menschen hinter der Freak-Fassade wohl kaum gerecht. Sie haben das Recht, als Menschen mit Würde betrachtet zu werden, fordert nicht zuletzt auch Dr. Frederick Trevis, der Holmes und Watson besucht.
Trevis‘ Besuch stellt eine überraschende finale Wendung dar. Denn in seiner Begleitung befindet sich eine der berühmtesten Missgeburten der Geschichte. Und ich werde hier nur verraten, dass Joseph Merricks Geschichte ausgezeichnet mit Anthony Hopkins und John Hurt verfilmt worden ist.
_Die Sprecher/Die Inszenierung_
|Die Sprecher|
Die Hauptfigur ist natürlich der Titelgeber himself. Joachim Tennstedt verleiht Sherlock Holmes eine flexible Janusköpfigkeit. Die erste Seite bekommen wir zu sehen, wenn Holmes recht abweisend zu Mrs. Hudson, der treuen Seele des Haushalts, ist. Das hält sie aber nicht davon ab, die Vorhänge aufzureißen und frische Luft in die Detektivsgruft zu lassen.
Die andere Seite Holmes‘ ist die des energischen Ermittlers, der sich auch verkleidet. Die Dritte ist die des freundlichen Verführers und Gentlemans – sie bekommen wir erst in späteren Folgen zu Gesicht, insbesondere im Tussaud-Fall. Wie bei John Malkovich können wir uns auf einen Facettenreichtum an Darstellungsformen freuen.
|Dr. Watson |
Die Figur des Dr. Watson ist in vielen Verfilmungen missrepräsentiert worden. Neben Basil Rathbone und Peter Cushing musste er den vetrottelten Stichwortgeber mimen. Er war der selbstgefällige Körper neben dem rastlosen, aber kranken Geist des Detektivs. Nicht so in dieser neuen Serie.
Detlef Bierstedts Stimme ist uns von George Clooney vertraut, daher kann er mit einer gewissen geliehenen Autorität auftreten, ganz besonders in allen medizinischen Belangen. Dennoch kommt er häufig über die Rolle des Stichwortgebers nicht hinaus. Holmes hat stets die Initiative. In Folge 3 wird Watson sogar als Aktenträger missbraucht. Doch auch er verfügt über einen Revolver und die Kenntnisse, diesen zu gebrauchen, besonders aus seiner Zeit in Afghanistan.
|Mrs. Hudson|
Regina Lemnitz als Mrs. Hudson zeigt sich stets hilfreich, mal energisch, mal als fühlende Seele, etwa bei ihrem Besuch im Wachsfigurenkabinett, bei dem sie unverhofft von Sherlock Holmes überrascht wird – dieses „Experiment“ ist sehr erfolgreich. Außerdem ist sie das moralische Zentrum jeder Folge. Alles, was Holmes & Watson tun, müssen sie nicht nur gegenüber Inspektor Abberline rechtfertigen, sondern vor allem vor ihrer Haushälterin. Sie würde sie sonst hochkant hinauswerfen. Regina Lemnitz als Mrs Hudson dürfte man für eine ganze Weile nicht so aufgeregt schreien und keuchen hören.
|Missgeburten|
Eine Mischung aus Affe und Frau spricht gewiss anders als eine ganz normale Frau. Dementsprechend hohe Ansprüche stellt die Darstellung an die Stimme des jeweiligen Sprechers. Susanne Tremper spricht die Zenora mit einer (für eine Frau) sehr tiefen, rauen Stimme. Patrick Wolff muss seine Stimme für die Rolle des Joseph Merrick ebenfalls eindrucksvoll verstellen. Am witzigsten ist sicherlich Daniela Reidies in der Rolle der Prinzessin Marietta: sehr hoch und piepsig.
|Tiere|
Hier hat Toby, die beste und hässlichste Spürnase von London seinen großen Auftritt: wuff! Er bellt kräftig, knurrt und lässt auch sonst einiges hören, was man von intelligenten Schnüfflern erwartet – äh, von vierbeinigen!
|Geräusche|
Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut. Statt der aus dem GRUSELKABINETT vertrauten Andeutungen setzt diese Reihe mitunter auf handfeste Splattereffekte. In dieser Episode sind jedoch eher stimmliche Künste gefragt, siehe oben.
|Musik|
Die Musik entspricht der eines Scores für einen klassischen Spielfilm, also nicht zwangsläufig für einen Horrorstreifen. Klassische Instrumente wie Violine, Cello und Kontrabass werden manchmal von elektronisch erzeugten Effekten ergänzt. Schnelle Musik deutet Dynamik und Dringlichkeit an, langsame Musik entspannt und immer wieder endet eine Szene in einem dramatischen Crescendo. Die Haupthandlung beginnt mit Jahrmarktklängen wie etwa einer Drehorgel – vielleicht sogar einem Orchestrion. Glöckchen usw. gehören ebenfalls zum Instrumentarium.
Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.
|Das Booklet|
Im Booklet sind die Titel des GRUSELKABINETTS verzeichnet sowie Werbung für den verstorbenen Künstler Firuz Askin zu finden. Die letzte Seite zählt sämtliche Mitwirkenden auf. Ein zweites Booklet listet sämtliche Titel von Titania Medien auf, und zwar auch alle Neuerscheinungen bis Mai 2012.
|Hinweise auf die nächsten Hörspiele:|
Nr. 64: Francis Marion Crawford: Der schreiende Schädel (Mai)
Nr. 65: Mary Elizabeth Braddon: Gesellschafterin gesucht (Mai)
Nr. 66 + 67: Lovecraft: Der Schatten über Innsmouth Teil 1+2 (9/12)
Nr. 68: W. Irving: Die Legende von Sleepy Hollow (10/12)
Nr. 69: W.H. Hodgson: Stimme in der Nacht (10/12)
Nr. 70: Robert E. Howard: Schwarze Krallen (11/12)
Nr. 71: M.R. James: Der Eschenbaum (11/12)
_Unterm Strich_
Der Reiz dieses „geheimen Sherlock-Holmes-Falles“ liegt weniger im Verbrechen als in den davon Betroffenen. Zahlreiche Rätsel umgeben den harmlos erscheinenden Diebstahl der titelgebenden Mumie. Das größte dieser Rätsel wird, wie es sich gehört, erst ganz am Schluss gelöst. Doch welche Rolle Joseph Merrick spielt, soll hier nicht verraten werden.
Wer also wie beim Fallbeil-Fall Entsetzen und Grusel sowie Action erleben will, für den eignet sich dieser Fall weniger. Ebenso wie in „Der Engel von Hampstead“ legt die Regie mehr Wert auf Psychologie, genaue Milieubeschreibungen (wie schon im Debüt über Jack the Ripper) und eine überraschende finale Wendung. Ein zweites Reinhören lohnt sich allein schon wegen der großen Fülle an Details, aber auch wegen der zahlreichen komödiantischen Szenen: Eine vor Furcht kreischende Mrs. Hudson – das gibt’s nicht jeden Tag.
|Das Hörspiel|
Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und bekannte Stimmen von Synchronsprechern und Theaterschauspielern einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen. Die Sprecherriege für diese neue Reihe ist höchst kompetent zu nennen, handelt es sich doch um die deutschen Stimmen von Hollywoodstars wie John Malkovich und George Clooney.
Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert, und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling.
|Audio CD mit 75 Min. Spieldauer
ISBN 9783785746431|
Die Auftragserteilung ist recht ungewöhnlich. Ein mysteriöser Klient, der sich selbst „Der Polymath“ nennt, hat den dreien quasi als Eignungsprüfung ein Rätsel zukommen lassen, bei dessen Lösung sie sich als würdig erweisen sollen, in seine Dienste zu treten. Kaum jedoch haben sie das Rätsel gelöst, erhalten sie einen seltsamen Anruf, der die Jungs dazu bringen soll lieber wegzubleiben. Was die Neugier der drei ??? natürlich noch weiter anfacht. Im kleinen Wüstenort Brestow/Texas angekommen erweist sich ihr neuer Auftraggeber als verschrobener Sonderling, der mit seinem grantigen Bruder isoliert auf seinem Anwesen „Rose Hall“ lebt. Winston Granville gibt an, er sei Erfinder und jemand habe sein „Okkulus Audiens“-Gerät gestohlen. Genauer: Sein neidischer Nachbar. Die drei Detektive sollen es wiederbeschaffen. Doch Winston und Matthew scheinen selbst Leichen im Keller zu haben, zumindest können die drei geheimnisvolle, nächtliche Grabungsarbeiten im selbigen beobachten.
_Eindrücke_
Die Vorlage von Astrid Vollenbruch hatte schon unter dem Stigma des vollkommen inhaltsfernen Titels und dem vergleichsweise langweiligen Coverbild zu leiden. Pfade kommen in der ganzen Geschichte nicht ein einziger vor und wenn dann nur unfreiwillig und ohne P. OK, Eine Portion Angst gibt es für die Beteiligten zumindest beim finalen Showdown auszuhalten, der beim Hörspiel aber ziemlich gekünstelt wirkt. Da ist das Buch eleganter, auch wenn dort – verständlicherweise – ebenso dick aufgetragen wird. Bemerkenswert ist jedoch das konsequente und ungewohnt grimmige Ende. Doch bis es soweit ist, lavieren sich die Figuren durch eine wüstentrockene, langatmige Story mit wenig Drive. Ein wenig erfrischender ist schon das Element, dass auch die drei Superschnüffler sich mal täuschen lassen und darob zu Kreuze kriechen müssen – das ist dann doch eher selten. Gewohnte Kost hingegen, dass wieder einmal ein Vorfall aus der Vergangenheit der Schlüssel zu allem ist.
Richtige Lichtblicke sind dabei allenfalls die schrägen Charaktere der Granvilles und ihres nicht weniger seltsamen Handlangers Smithy. Wie man anhand der knappen Sprecherliste entnehmen kann, ist der Kreis der potenziellen Verdächtigen ohnehin ziemlich spärlich – einer davon muss schließlich der fiese Knilch sein. Wobei besonders Urgestein Uwe Friedrichsen zwar stimmlich kaum wieder zu erkennen ist, aber eine blitzsaubere Darbietung des herrlich grantigen Matthew abliefert. Definitiv das Highlight der Folge. Doch auch Christian Rode als dessen spinnerter Erfinder-Bruder rettet dem Hörspiel noch ein paar Lorbeeren, wohingegen die Stammsprecher der Hauptcharaktere subjektiv einen recht lustlosen Eindruck machen. Eher routiniert denn engagiert schaukeln diese sich über die Eineinviertelstunde Laufzeit. Auch bei der Musik haben die Soundtüftler von STIL (Christian Hagitte und Simon Bertling) schon ein glücklicheres Händchen gehabt. So richtig will diesbezüglich keine Atmosphäre aufkommen, während die Geräuschkulisse als solche durchaus in Ordnung geht.
_Die Produktion_
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad
_Sprecher und Figuren_
Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Christian Rode (Winston Granville), Uwe Friedrichsen (Matthew Granville), Konstantin Graudus (Smithy), Michael Brennicke (Mr. Jackmore), Wilhelm Wieben (Professor Frazier), Tetje Mierendorf (Polizist)
_Fazit_
Eins der schwächeren Hörspiele aus der Neuzeit der Serie, wobei man sagen muss, dass dies Jammern auf recht hohem Niveau ist. Da hat man schon wesentlich üblere Produktionen präsentiert bekommen, sodass sich der 137. Fall des Trios bequem im soliden Mittelfeld positionieren kann. Die skurrilen Granville-Brüder haben schon etwas, doch insgesamt zieht sich die Story, mit dem denkbar unpassenden Titel, bis zu ihrem urplötzlich mit Handlung vollgestopften Finale, streckenweise wie Kaugummi. Das ist in sofern erstaunlich, da das Hörspiel schon um einiges reduziert daherkommt und demnach generell eigentlich straffer sein sollte, als die Vorlage. Das Gegenteil ist aber eher der Fall: Im Buch läufts reibungsloser und auch ein Stück weit plausibler ab. Da hat André Minninger für die Adaption den Rotstift scheinbar an nicht ganz optimalen Stellen angesetzt. Der staubtrockene Daumen des Rezensenten weist in die Waagerechte.
|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 73 Minuten
Erzählt von Astrid Vollenbruch nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2010
EAN: 886974413721|
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Mehr als 100 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .
Die drei Fragezeichen stecken grade mitten im Dreh zu einem Amateur-Horrorfilm – es ist ein Schulprojekt. Leider fehlte dem insgesamt siebenköpfigen Team bislang eine passende Location, doch nun kommt Schwung in die Sache. Den Nachwuchs-Tarrantinos wird ein altes, inzwischen verlassenes Haus an der Küste zur Verfügung gestellt, von dem die Besitzerin Mrs. Sciutto durchaus Gespenstisches zu berichten weiß, als Justus, Peter und Bob den Schlüssel dafür bei ihr abholen. Der ehemalige Familiensitz der Sciuttos ist noch leidlich bewohnbar, das Filmteam könne darin gerne übernachten. Wasser und Strom wären ebenfalls vorhanden – aber: Es hängen dort noch die antiken, venezianischen Marionetten ihres verstorbenen Mannes Dario. Vor diesem stummen Spalier sei eindringlich gewarnt.
Ihr Mann war früher ein ziemlich berühmter Puppenspieler und mit dem Titel „Meister des Todes“ belegt. Denn nur dieser ist, einem Teil der bewegten Familienlegende nach, in der Lage den Sensenmann in Schach zu halten. Der fuhr im Haus offenbar trotzdem gerne mal auf mysteriöse Weise seine Ernte ein, allein schon der frühe Tod ihrer beiden Söhne ist bemerkenswert. Auch von körperlosen Stimmen des Nächtens ist die Rede. Daher sei um die, angeblich mit einem Zauber belegten, Marionetten herum auch ein Kreide-Bannkreis gezogen, der auf keinen Fall unterbrochen werden dürfe. Schon bald nachdem die Teens dort untergekommen sind, geschehen tatsächlich höchst merkwürdige Dinge. Doch hat auch wirklich die gruselige Marionette des „Tod“ dabei seine knochigen Hände im Spiel?
_Eindrücke_
Das Setup ist, wie man lesen kann, schon ziemlich knackig und klingt höchst interessant. Ein wenig erinnert es an eine Mischung aus dem Achtzigerjahre-Mysterystreifen „Joey“ und einem beliebigen Teen-Slasher à la „Scream“ und Konsorten. Selbstverständlich in einer entschärften Version, denn wir sind hier ja schließlich bei den drei Fragezeichen – und da gibts per se schon mal nichts Übernatürliches, geschweige denn blutige Gemetzel. Dennoch ist das Ganze spannend geworden und hat recht gruselige Momente bzw. Gefahrensituationen, die es in sich haben. Ungefährlich ist es in dem alten Gemäuer jedenfalls nicht. Schließlich will irgendjemand den Jugendlichen Angst machen, doch warum und wieso, klärt sich gottlob erst recht spät und ist durchweg spannend aufgezogen. Auch sprecherseitig gibt es keine Klagen. Lediglich die Zwischenmusik kränkelt an einigen Stellen: Eine Stufe düsterer, wäre der Atmosphäre sicherlich zuträglicher gewesen.
Zumindest, wenn man die Buchvorlage nicht kennt, vermisst man beim Storytelling eigentlich nichts. Alle Elemente passen im Prinzip gut ineinander und das trotz der Kürzungen. Leider geht aber doch ein Stück weit der Überblick der komplexen Zusammenhänge sowie die Figurenzeichnung flöten. Da ist Kari Erlhoffs Roman an entscheidenden Stellen detaillierter und man kann die einzelnen Figuren auch on-the-spot besser auseinanderhalten, beim Hörspiel braucht man dafür eventuell mehrere Anläufe dafür. Zudem blieben bei der Umsetzung einige humorige wie zusätzlich spannungsförderliche Sequenzen komplett außen vor. Etwa Bobs „Zwiegespräch“ mit der Skelett-Marionette auf dem Beifahrersitz seines Käfers. Latonas witzig-kesse Einlagen sind noch vorhanden – übrigens eine vielversprechende Figur, die hoffentlich nicht letztmalig auftaucht – dafür ist das Finale (Die Aufführung des fertigen Streifens) weggelassen worden. Schade.
_Die Produktion_
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad
|Sprecher und Figuren|
Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Christian Stark (Zack Martin), Manuela Bäcker (Mary-Ann Leigh), Julia Hummer (Latona Johnson), Till Huster (Frank Norman), Heidi Berndt (Mrs. Robinson), Gisela Fritsch (Angela Sciutto), Rainer Fritzsche (Federico Sciutto), Ingo Feder (Mr. Torrance), Konstanze Ullmer (Nachbarin), Undine Ullmer (Kind)
_Fazit_
Die Story auf 66 Minuten zu komprimieren ist insgesamt gelungen und es wurde ein gutes Hörspiel mit ordentlich Flair daraus. Bei der Wahl situativ passenderer Musik wären noch weitere Pünktchen zu holen gewesen. Allerdings muss man positiv festhalten, dass keine groben Schnitzer zu verzeichnen sind und man als einzigen wirklichen Vorwurf gelten lassen kann, dass die Vorlage deutlich ausgefeilter, runder und einen Tick spritziger zu Werke geht. Wem dieser spannende, komplexe 155. Fall schon als Hörspiel gefallen hat, dem sei auch das Buch ganz dringend zur Lektüre anempfohlen. Da hat das Kopfkino noch eine Schüppe draufzulegen. Der knochige Rezensentendaumen zeigt für diese gelungene EUROPA-Produktion jedenfalls klar noch oben.
|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 66 Minuten
Erzählt von Kari Erlhoff nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2012|
EAN: 886979232525
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23 Folgen beinhaltete die Original-Serie des vorlauten, kettenrasselnden Schlossgespensts HUI BUH, welchem der unvergessliche Hans Clarin maßgeblich Stimme und somit auch Ansehen verlieh. Im Jahre 2006 wurde der altehrwürdige Stoff des Hörspielautoren Eberhard Alexander-Burgh dann schließlich auch verfilmt und von Dirk Ahner in wesentlich modernere Form gegossen. Basierend darauf folgte dann zwei Jahre später der Relaunch der Hörspielreihe mit dem Untertitel „Neue Welt“. Seit 2008 spukt das „einzig behördlich zugelassene Gespenst auf Schloss Burgeck“ also wieder durch die EUROPA-Studios – mit frischer Besetzung und runderneuertem Setting.
_Zur Story_
König Julius der 111. und seine Gemahlin Konstanzia sind aushäusig unterwegs. Wichtige Gespräche mit dem Bürgermeister und einflussreichen Bürgern von Dorf Burgeck stehen an. Eine schauderhaft gewittrige Nacht ist dies und der alte Kastellan gibt den beiden ebenfalls im Schloss zurück Gebliebenen, Tommy und HUI BUH, alte Kapitel aus der Geschichte von Burgeck zum Besten. Darunter auch die vom mysteriösen Geheimgang, in welchem der ehemalige Schlossherr Graf Morticor angeblich einen Nebenbuhler vor 700 Jahren lebendig begraben ließ.
Er begehrte einst die schöne Wirtin Gerlinde aus der Dorfschänke, doch diese hatte ihr Herz Minnesänger Kunibert geschenkt, mit dem sie sich dank des Ganges treffen konnte. Bis der eifersüchtige Graf davon erfuhr und das für Kunibert zur tödlichen Falle wurde – auch Gerlinde hatte man von jenem Tag an nie mehr gesehen. Entgegen der Warnungen des Kastellans und des ausdrücklichen Verbots Julius‘, während seiner Abwesenheit irgendwelchen Unsinn zu verzapfen, machen sich Tommy und HUI BUH neugierig auf die Suche. Mit ungeahnten wie unangenehmen Folgen.
_Eindrücke_
Für altgediente Fans ist es natürlich zunächst einmal ein mindestens mittlerer Kulturschock, dass HUI BUH nun von Stefan Krause gesprochen wird – und das auf eine eigene Art, die fast nichts mehr mit Clarins hyperaktiv krakeelenden und lamentierenden Interpretation der Figur gemein hat. Und das ist auch gut so. Auf mehreren Ebenen. Das neue Schlossgespenst weist zwar im Wesentlichen die Charakterzüge auf, die ihm schon sein Schöpfer Eberhard Alexander-Burgh auf den durchscheinenden Leib schrieb, doch haben die modernen Zeiten ein Upgrade erfordert. Auch was das Drumherum der Geschichte angeht, waren einige Renovierungsarbeiten nötig. Das heutige Publikum ist halt ein anderes. So wurde dem nun etwas zurückhaltender agierenden Gespenst eine Patchwork-Familie zur Seite gestellt. König Julius (hervorragend: Christoph Maria Herbst) ist nun Stiefvater eines Elfjährigen, da Konstanzia (würdig: Ulrike Stürzbecher) einen Sohn mit in die Ehe brachte. Tommy ist die neue Identifikationsfigur für die entsprechende (männliche) Altersgruppe.
Für die Mädels übernimmt dies Sophie (sympathisch: Marie-Luise Schramm), die Nichte der Wirtin der Dorfschänke, die esoterisch veranlagte Roswitha Rosenbach (schön abgedreht: Daniela Hoffmann), welche Tommy und HUI BUH in dieser ersten Folge der „Neuen Welt“ kennenlernen. Sophie ist fürderhin fester Bestandteil des Ensembles, bei dem eine wichtige Gestalt auf keinen Fall fehlen darf: der alte Kastellan, der auf die oft erfolglosen Spukversuche des „verehrten Schlossgeists“ schon lange nichts mehr gibt. Mit Jürgen Thormann hat man dort einen weiteren genialen Griff getan – wiewohl auch Andreas von der Meden früher in der Original-Serie stets einen guten Kastellan abgab, ist das Synchron-Urgestein mit seiner markanten Stimme noch einen Tick passender. Dem in nichts nach steht der professionelle Score, den das Berliner Filmorchester unter Leitung der Hörspielmacher Simon Bertling und Christian Hagitte hinlegt. Die beiden unter dem Kürzel „STIL“ bekannten Musiker führen nämlich auch die Regie.
Den Brückenschlag zur alten Serie schafft das kurze Intro von Hans Paetsch, doch schon kurz darauf übernimmt der neue Erzähler die Einführung in die (Vor-)Geschichte: Andreas „Bob Andrews“ Fröhlich. Für HUI-BUH-Frischlinge müssen zunächst einige Dinge erläutert werden, nämlich unter anderem, wie aus dem kreuzfidelen Ritter Balduin vor 500 Jahren überhaupt erst das Schlossgespenst wurde. Wobei auch hier ein wenig am Original gedreht wurde, um heutigen Erfordernissen gerecht zu werden. Storytechnisch bewegt man sich beim Auftakt ansonsten auf recht sicherem Terrain, denn eine tragische Liebesgeschichte zieht eigentlich immer. Die ist zwar rührig-niedlich, glücklicherweise jedoch sonst recht unschmalzig. Ein gutes Kontrastprogramm dazu liefert auch Fiesling Graf Morticor, der tatsächlich für (maßvolles) Gruselfeeling sorgt.
_Die Produktion_
Buch: Dirk Ahner
Nach Motiven von Eberhardt Alexander-Burgh (1928 – 2004)
Konzeption: Hilla Fitzen, Dirk Eichhorn, Elisa Stefan
Redaktion: Hilla Fitzen
Regie, Ton und Produktion: Christian Hagitte und Simon Bertling
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Das Berliner Filmorchester
|Sprecher und Figuren|
Stefan Krause (Hui Buh), Christoph Maria Herbst (König Julius der 111.), Ulrike Stürzbecher (Königin Konstanzia), Maximilian Artajo (Tommy), Marie-Luise Schramm (Sophie), Jürgen Thormann (Kastellan), Daniela Hoffmann (Roswitha Rosenbach), Sascha Rotermund (Kunibert), Heide Domanowski (Gerlinde), Kaspar Eichel (Graf Morticor), Andreas Fröhlich (Erzähler / Intro von Hans Paetsch)
_Fazit_
Als Nachfolger einer so berühmten Serie hat man es schwer, einen Fuß auf den Boden zu bekommen, denn gerade die zahlreichen Alt-Fans sind ein schwieriges Klientel, die einen solch einschneidenden Strukturwandel erst einmal verdauen müssen. Neueinsteiger hingegen sehen dies vermutlich insgesamt wesentlich gelassener, haben sicher keine Probleme mit dem modernen Anstrich und werden insbesondere Stefan Krause in ihr Herz schließen, der dankenswerterweise nicht versucht, Hans Clarin zu kopieren, sondern HUI BUH seinen eigenen Stempel aufdrückt. Auch beim Rest der Produktion wurde vom Start weg alles richtig gemacht: Hervorragende Sprecher, aufwändige Sound- und Score-Kulisse, eine gefällige Geschichte als Transportmedium für die Einführung der neuen Charaktere und nicht zuletzt einige frech-witzige Dialoge sorgen dafür, dass sich junge und alte Hörer schon bald im frisch aufgemöbelten Schloss Burgeck wohlfühlen.
|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 75 Minuten
Empfohlen vom Hersteller von 6 – 99 Jahre
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2008|
EAN: 88697120820
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Hui Buh … fährt Geisterkarussell“ (Folge 6)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7613
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Hui Buh … und das wilde Geisterheer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7776 (Folge 17)
_“Neue Welt: Der verfluchte Geheimgang“ (Folge 1)_
[„Neue Welt: Das unheimliche Internat“ (Folge 7)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7773
[„Neue Welt: Adolars Rückkehr“ (Folge 9)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7771
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Neue Welt: Das verzauberte Schwert“ (Folge 15)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7769
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881
Das alte Haus an der Küste hat einst einem Marionettenspieler gehört. Der perfekte Drehort für ihren Horrorfilm, finden die drei ??? und ihre Kollegen aus dem Filmkurs. Schließlich hängen die unheimlichen Puppen immer noch an den Wänden. Als es in ihrer Nähe zu mysteriösen Ereignissen kommt, glauben Justus, Peter und Bob zunächst nicht an Magie. Doch dann gerät ausgerechnet einer der Detektive in den Bann einer düsteren Macht. Haben die Marionetten ihre Finger im Spiel? Oder zieht jemand anderes im Hintergrund die Fäden? (Verlagsinfo)
Die alte Tür knarrte scheußlich, als sie langsam aufgezogen wurde. Doch die junge Frau in dem breiten Holzbett hörte nichts von diesem Geräusch. Sie schlief ruhig weiter. Tiefe, regelmäßige Atemzüge hoben und senkten ihre Brust. Durch die spaltbreit geöffnete Tür schlich eine dunkelgekleidete Gestalt in das Zimmer, ging auf das schlafende Mädchen zu und öffnete langsam den Mund: Mit einem hässlichen Grinsen kamen zwei nadelspitze Vampirzähne zum Vorschein … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Dieses CLASSICS-Gruselabenteuer ist die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 77, der erstmalig im Jahr 1975 an den Kiosken unter dem Serientitel „Gespenster-Krimi“ zu kaufen war. Somit haben sich die Macher entschieden, zwei Gespenster-Krimis ausgelassen.
Auch ein Geisterjäger braucht mal Urlaub … denkt sich John Sinclair, während er auf einem Passagierdampfer die Seele baumeln lässt … lassen möchte. Aufgrund der Einleitung und des Titels kann der gruselhungrige Hörfreund aber davon ausgehen, dass daraus nichts werden wird, wenn der Sarg eines Vampirs mit an Bord ist.
Und obwohl der uralte Vampir und seine Gefährten ihr Unwesen auf dem Touristenschiff treiben, so recht mag dabei kein echter Grusel aufkommen. Und trotzdem die Effekte Sinclair-typisch hollywood-kopfkino-reif sind, so helfen sie auch nicht dabei, diesen Umstand zu ändern.
Vampirgeschichten gibt es unzählige und da diese wirklich sehr gradlinig erzählt wird und so gar keine Überraschungen für den Hörer bietet, ist sie auch nicht wirklich fesselnd oder besonders. Dass John Sinclair selbst auch erst ab der Mitte des Hörspiels zum Einsatz kommt, macht dabei dann auch nicht wirklich etwas aus. Ein Vampir kommt, albert rum und stirbt … irgendwie verkommt diese Folge zu einem Logbucheintrag in einem Tagebuch zu einem unspektakulären Nachmittag.
Hoffentlich verpulvern die Schöpfer der Serie ihre Effektkunst bei der nächsten CLASSICS-Produktion nicht wieder so und suchen sich eine Story aus, die den Hörer wirklich bindet.
|Das Hörerlebnis|
Klaus-Dieter Klebsch als Graf Tomaso zu casten, halte ich für die falsche Entscheidung, ist er vielen Hörspiel-Fans doch unter anderem als schräg-irrer Professor Doom in der albern-witzigen Gruselparodieserie JACK SLAUGHTER bekannt. Klebsch ist zwar ein wirklich guter Sprecher, aber aufgrund dieser und anderer angestammter Rollen im ähnlichen Genre konnte ich ihm den Grafen hier nicht abnehmen und musste ständig grinsen, wenn er auftrat und das tut er, genauso verschroben wie in der Parodie und wenig angsteinflößend. Das war sicher nicht im Sinne des Produktionsteams.
Alexandra Lange-Baehr spricht wie gewohnt gedrungen, bemüht tief, zu langsam und schafft es (leider auch wie gewohnt) nicht wirklich eine Genre-typische Sprecherin zu geben. Perfekt für Erotikhörspiele oder -hörbücher, Grusel kommt bei ihr keiner auf, weil sich ihre Sprecherleistung zu sehr von der der anderen Sprecher unterscheidet, die im Gegensatz zu ihr, wirklich lebendig und authentisch in die Rollen ihrer Charaktere schlüpfen. Vampir-Grusel-Kopfkino entsteht nur, wenn es Dialoge zu hören gibt, die Sprecherin bremst den Spaß bei jedem ihrer Auftritte und verleitet dazu, beim Hören sanft einzuschlummern.
Jörg von Liebenfelß als Kapitän klingt auch nicht glaubwürdig, wenn er von einem Blutbad spricht, das einer seiner vom Vampir gebissenen Matrosen anrichtet. Als wärs ihm egal und überhaupt nicht schrecklich. Seine Leistung passt hier eher zu den FÜNF FREUNDEN.
Die Effekte hingegen sind wie gewohnt vom Feinsten, leider können sie die eher langweilige Story auch nicht aufwerten.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
John Sinclair: Dietmar Wunder
Erzählerin: Alexandra Lange-Baehr
Susan Miller: Julia Fölster
Bill Conolly: Detlef Bierstedt
Sheila Conolly: Daniela Hoffmann
Graf Tomaso: Klaus-Dieter Klebsch
Dr. Fulmer: Peter Franke
Seymour Destry: Konstantin Graudus
Kapitän: Jörg von Liebenfelß
Matrose Zach: Raimund Krone
Vampir: Daniel Montoya
Ansage: Jürgen Holdorf
sowie: Klaus Dittmann, Frank Jordan, Marco Göllner, Jan-Gregor Kremp, Tim Kreuer, Wolfram Mucha, Christine Pappert, Alexander Rieß, Andreas Schmidt, Achim Schülke, Peter Weis, Jens Wendland
|Technik-Credits:|
Hörspielskript: Michael Koglin
Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt, das den irre grinsenden Blutgrafen zeigt, enthält eine Aufstellung nebst Cover der bereits veröffentlichten CLASSICS-Folgen sowie der kommenden drei Folgen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Eine Vampir-Geschichte wie unzählige andere zuvor wird gradlinig erzählt und unterhält leider nur mäßig. Keine überraschenden Wendungen, kein echter Spannungsfaden, alles verläuft so, wie es sich der Hörer die ganze Zeit über denkt. Tolle Effekte für eine müde Blutsaugerei, die manchmal sogar ein wenig albern wirkt.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 64 Min.
Tracks: 10
ISBN-13: 978-3-7857-4377-5|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de
Eine Hörprobe bietet der Verlag unter [dieser Adresse]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/Spannung/Details/Id/978-3-7857-4377-5# auch an.
Über 40 Rezensionen rund um den beliebten Geisterjäger |John Sinclair| findet ihr in [unserer Datenbank]http://buchwurm.info/book
Zwischen der Verpflichtung für ihren Pantap und der Sorge vor der großen Invasion des Sternenkaisers begibt sich der Fernerkunder Megatao auf die Suche nach der letzten Hoffnung. Kommandant Eftalan Quest und seine Mannschaft versuchen, was noch keinem Menschen glückte: Den Planeten des Ursprungs zu finden, die eine legendäre Welt, auf der alles Leben begann – doch um was zu tun …?
Andreas Eschbach wurde geboren, erlebte eine Kindheit, studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete als Softwareentwickler, ehe es ihn nach Frankreich zog. Dort lebt und arbeitet er mit seiner Familie an der Bretagne im Urlaub.
Die ferne Zukunft: Die Menschheit hat sich über Galaxien ausgebreitet und dabei in die unterschiedlichsten Gruppierungen aufgespalten, so dass die einzelnen Völker voneinander nichts mehr wissen. In der Galaxis Gheera existiert das monarchische Reich des Pantap, und dieses Reich, obwohl gigantisch in seinen Dimensionen, wird von den Heerscharen des Sternenkaisers angegriffen. Noch kennt niemand die Streitkräfte des Gegners, doch es gehen Gerüchte über unglaubliche Massen an Kriegsschiffen, die über weit überlegene Technik gebieten. Da scheint es nicht abwegig, wenn der Pantap einen seiner mächtigen Fernerkunder, die Megatao unter dem Kommando des Kriegshelden Eftalan Quest, auf eine geheime Mission schickt, deren Ziel nur dem Kommandanten höchst selbst bekannt ist.
Quests Mannschaft arbeitet effizient und höchst erfolgreich an den einzelnen Abschnitten auf ihrem Weg, zum Beispiel entwenden sie der gigantischen Bibliothek von Paschkan, die von Außerirdischentechnik geschützt wird, die Heiligtümer, die gehütetsten Informationen, die von Außerirdischen berichten. So findet man schließlich das Volk der Yorsen, der ältesten und mächtigsten Wesen der Galaxis, und erhält dort den nächsten Hinweis auf dieser intergalaktischen Schnitzeljagd. Doch was wäre das alles wert ohne den Unsterblichen Smeeth, den man mit seinem beschädigten Raumschiff aus dem All fischt? Und was hofft Quest auf dem legendären Planeten des Ursprungs zu finden?
„Quest“ ist ein Roman aus den Anfängen des eschbachschen Schaffens. Das „Jesusvideo“ war schon geschrieben, und Eschbach erreichte Publikum außerhalb der Science-Fiction-Szene. Mit „Quest“, das er selbst als Geschenk an seine Fans beschreibt, machte er den letzten Schritt zurück in die offensichtlichen marketingtechnischen Niederungen des Prädikats „SF“, das im Folgenden von seinen Büchern für Erwachsene verschwindet. Quest, einstmals erschienen in wunderschöner großformatiger Paperbackausgabe mit Innenillustrationen auf buntem Hochglanzpapier, präsentiert auf den ersten Blick seine Zugehörigkeit zum „Raumschiffe, Aliens und T..ten“-Genre, wobei Letztere in allen anderen Bereichen der Literatur mindestens genau so präsent sind wie in der SF und Eschbach einen sich stets weiterentwickelnden Stil hat, sie in Szene zu setzen.
Ab diesem Zeitpunkt erscheint Eschbachs Science-Fiction also entweder getarnt als Thriller, oder in Form von Jugendromanen wie dem Marsprojekt oder zuletzt der „*Out-Trilogie“. „Quest“ spricht aber erfreulich direkt schon durch sein Titelbild den echten Fan an, was nicht bedeutet, es sei für andere Leser verschlossen – ein Vorurteil, unter dem die SF Zeit ihres Daseins leidet. Raumschiffe, fremde Galaxien, Sternenkaiser … na und? „Quest“ bietet mehr als ein Beziehungsdrama, in dem die Standesunterschiede und gesellschaftlichen Zwänge eine Rolle spielen; es gibt Ausblicke in die charakterlichen Untiefen des Menschen, egoistisches Handeln bis zur Selbsterkenntnis, Gott als Sinnbild negativer Motivation und schlicht wunderbare Unterhaltung an einer spannenden, gut erzählten Geschichte. Es macht seinem Titel Ehre, denn man kann die Geschichte ebenso auf diesen Aspekt reduzieren: Die Queste, die Suche nach dem Planet des Ursprungs, nach dem Mythos der Menschheit.
Quest als Protagonist ist ein mehrschichtiges Subjekt; er tritt zwar selten in Erscheinung und macht eher den Eindruck des überlegenen, hochintelligenten Kommandanten – über seine Beziehung zur ersten Heilerin erfährt man aber mehr von ihm, als der Schein vortäuscht. Im Grunde ist er ein zerstörtes Leben, zerfressen von Verantwortung und Heldenstatus, ein Mensch, der seine großen Verluste nie verwunden hat. Und doch scheinen diese Verluste ihn vor allem in seinem egozentrischen Weltbild zu bestärken, zeigt er doch nie Trauer oder menschlichen Verlust, sondern in erster Linie Verzweiflung über seine Unfähigkeit, über die Last, die das Schicksal ihm auferlegt hat, über Gottes Gleichgültigkeit. Er ist verbittert ob der Ausweglosigkeit seiner tödlichen Erkrankung, ohne die Möglichkeit, einen Verantwortlichen für die Geschehnisse zu finden als sich selbst.
Andere Charaktere haben ihre weltlicheren Probleme, so wie der erste Verweser (Quests Stellvertreter), der als Einziger in der Kommandohierarchie über Fähigkeiten verfügt und doch niemals ein Kommando wird führen können in der durch gesellschaftliche Strukturen geregelten Konzeption der monarchistischen Flotte des Pantap. Oder der junge Novize Bailan, der sich dem Abenteuer seines zölibatären Lebens gegenüber sieht, als er die Niedere kennenlernt, einer jungen Frau der untersten Kaste, die rechtlos und wertlos wie Leibeigene behandelt werden – auch ein Aspekt, den Eschbach schließlich für eine dramatische Wendung nutzt. Und nicht zuletzt der Unsterbliche, Smeeth, der von Narben übersäte Mann aus der Vergangenheit, der so unendlich viel mehr weiß und kann, als die menschliche Vorstellungskraft für möglich hält, und der sich doch an seine tierische Abstammung klammert, um das Alleinsein über die Jahrtausende zu ertragen. Er ist der Mensch, dessen Abgeklärtheit schließlich den einzigen Ausweg für Quest, den gescheiterten Kommandanten und Fahnenflüchtigen, aufzeigt. Und er ist der Mann, dessen bloße Existenz für die unaufhaltbare Invasion des Sternenkaisers verantwortlich ist durch die Mythen, die sich um ihn und seine Geschwister ranken, die Mythen der Unsterblichkeit, die die Sternenkaiser seit Menschengedenken verfolgen und zu erreichen trachten. Wenn man die Zustände in der Galaxis Gheera auf diesen Punkt reduzierte, würde man sogar Quests Zustand auf Smeeths Existenz zurückführen können. Ein unmenschlicher Gedanke.
Übrigens hängt im Speiseraum der Megatao ein kleiner Haarteppich, eine Kostbarkeit, die den Flechtenden Jahre seines Lebens kostet – was für die Zukunft der Galaxis noch eine ausschlaggebende Rolle spielen soll, wie Eschbach uns in seinem Romanerstling „Die Haarteppichknüpfer“ bereits miterleben ließ.
Sascha Rotermund als Sprecher ist für die neue Vertonung der Eschbach-Klassiker eine feste Größe. An seiner Stimme und Betonung lässt sich nichts aussetzen, es ist durchweg ein angenehmes Hörerlebnis, dem auch die nötige übergreifende Spannung nicht fehlt. Einzig die Namen haben eine eindeutige Anglisierung erhalten, was aufgrund ihrer Schreibweise durchaus im Rahmen des Vorstellbaren liegt, andererseits lässt sich jeder Name – vor allem auch in Anbetracht der zeitlichen Distanz zur Existenz des heutigen Englisch – auch unbedenklich deutsch aussprechen. Die Kürzungen, die aus redaktionellen Gründen anfallen mussten, fallen bei diesem Roman wieder erstaunlich unauffällig aus, und obzwar die vollständige Lektüre natürlich noch eine ganz andere Aussagekraft hat, bietet diese Lesung eine hoch zufrieden stellende und unterhaltende Leistung.
„Quest“ ist mithin einer der besten Romane Eschbachs.
6 Audio-CDs mit 442 Minuten Spieldauer
ISBN: 978-3-7857-4663-9 www.luebbe.de
Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: (2 Stimmen, Durchschnitt: 1,00 von 5)
Folge 1: [„Eine Unze Radium“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6717
Folge 2: [„Das sicherste Gefängnis der Welt“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6672
Folge 3: [„Mord bei Gaslicht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6718
Folge 4: [„Der Mann, der seinen Kopf verlor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6685
Folge 5: [„Stirb schön mit Shakespeare“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7408
Folge 6: [„Die Perlen der Kali“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7668
Folge 7: [„Whisky in den Wolken“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7829
Folge 8: _“Wettbewerb der Detektive“_
_Die Handlung:_
Wer ist der größte Detektiv, Shemlock Homes oder Professor van Dusen, die „Denkmaschine“? König Edward VII. von England will es wissen. Darum beauftragt er beide, den Fall des verschwundenen Innenministers aufzuklären. Es gibt rätselhafte Spuren im Überfluss, Buffalo Bill Cody scheint eine mysteriöse Rolle zu spielen, Homes verkleidet sich und kriecht auf allen Vieren, van Dusen denkt und erfindet den Lügendetektor – und natürlich ist er es, der die richtige und total überraschende Lösung findet. (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Na das kann ja was werden. Die beiden berühmtesten Privatdetektive … äh, Verzeihung … Amateurkriminologen sollen herausfinden, wie der britische Innenminister aus einem von innen verschlossenen Raum entkommen konnte beziehungsweise entführt wurde. Da fällt mir ein, dass es das Original, Sherlock Holmes, tatsächlich mal mit einem solchen Fall zu tun hatte, wobei sich dort herausstellte, dass die verschwundene Person noch immer da war, nur halt versteckt. Das ist in diesem Fall … zum Glück … aber nicht so.
Hält man den Professor ab und zu für arrogant und überheblich, wenn er seine Auflösungen monologisiert, so ist sein Erzfeind Holmes die Steigerung davon. Im Gegensatz zu ihm wirkt van Dusen richtig sympathisch.
Und so gibt es hier zwar durchaus einen Fall aufzuklären, bei dem hin und wieder auch mal an die bereits aufgeklärten Erlebnisse von van Dusen und Hutchinson Hatch erinnert wird, aber das eigentlich Spannende ist hier der „Wettbewerb der Detektive“. Shemlock Holmes wird hier als überheblich rechthaberischer Blender dargestellt und ins Lächerliche gezogen, genau so, wie ihn van Dusen in den vergangenen Folgen immer beschrieben hatte.
Holmes hetzt von einem Ort zum anderen, während „die Denkmaschine“ das tut, was sie am besten kann … denken. Und dazu muss man bekanntermaßen nicht hetzen … das wäre eher kontraproduktiv.
Wir werden zwar auch Zeuge von van Dusens Ermittlungsarbeit, aber im Grunde wartet der Hörer von Anfang an auf den Show-down … spätestens, nachdem sich der Detektiv und der Amateurkriminologe am Anfang gleich ein Geek-Off um einen Spazierstock und dessen Analyse liefern.
Am Ende des Stückes drängt sich Holmes in den Vordergrund und legt dem König seine Theorie zum Fall dar, in die gleich noch eine Berühmtheit mit hineingezogen und von ihm verdächtigt wird: Buffalo Bill. Und ohne den Hörspaß zu mindern, ist es kein wirklicher Spoiler, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass van Dusen eine gänzlich andere Ansicht vom Tathergang vertritt.
Wer allerdings Recht hat und wo der Innenminister denn nun abgeblieben ist, das erzähle ich natürlich nicht, denn die Auflösung ist spannend, interessant und diesmal sogar humorvoll und sollte persönlich genossen werden.
|Das Hörerlebnis|:
Da es sich hier um die Neuauflage einer 1979 erstmalig ausgestrahlten Radio-Produktion handelt, darf man nicht allzu viele Effekte erwarten. Die gibts bei Radiohörspielen eh selten, weil sie in der Regel sehr textlastig sind. Der „Wettbewerb der Detektive“ bildet hier keine Ausnahme, aber lässt auch nichts vermissen. Alle Dialoge sind immer lebendig mit Geräuschen unterlegt, die die Szenen passend unterstützen.
Einzig bei den Abschlussmonologen fällt es dem Hörer manchmal schwer, den Ausführungen zu folgen, weil der Detektiv und der Amateurkriminologe im Raum hin- und herwandern, während sie erzählen. Und so hört man einiges leider schlecht und manches vielleicht auch gar nicht, wenn man nicht schnell genug am Lautstärkeregler dreht.
|Trackliste:|
01 – 09 Wettbewerb der Detektive
10. Kommentar zu „Wettbewerb der Detektive“
11. Persönliche Anekdote von Rainer Clute und Klaus Herm
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Prof. van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Inspektor Smiley: Rolf Marnitz
Shemlock Homes: Lothar Blumhagen
Dr. Watts: Rudi Schmitt
König Edward VII.: Krikor Melikyan
Oberst Cody: Heinz Spitzner
Wachtmeister Billington: Alexander Herzog
|Technik-Credits:|
Produzent & Initiator der CD-Auflage: Sebastian B. Pobot, Highscore Music
Skript: Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Aufnahmen: RIAS Berlin
Covergestaltung: Lars Vollbrecht
Illustrationen: Lars Vollbrecht und Gerd Pircher
Product Management: dp
|Die Ausstattung:|
Die wie immer stilvoll und aufwendig bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Als Bonus enthält die CD noch Kommentare zur Folge und eine Anekdote.
Im Booklet-Faltblatt beschreibt Michael Koser, warum diese Folge ein „Mini-Kompendium der Kriminalliteratur“ darstellt. Dazu gibts noch ein paar Fotos und Hintergrundinfos zu Jacques Futrelle, Michael Koser, Sebastian Pobot, der die CD-Version angeschubst hat sowie eine „Sprecher und ihre Rollen“-Aufstellung. Außerdem sehen wir die Cover der bereits erschienen Folgen und Werbung für den van-Dusen-Comic und den Van-Dusen-Roman. Und als besonderes Schmankerl sehen wir auf der Rückseite einen gezeichneten „Shemlock Holmes“, der snobistisch dreinblickt.
_Mein Fazit:_
Ein Geek-Off zweier Genies, die sich nicht leiden können. Der berühmte Privatdetektiv aus England im Wettkampf mit dem Amateurkriminologen aus Amerika. Und dazwischen geht der eigentliche Fall des verschwundenen Innenministers fast verloren. Das ist nicht nur spannend, sondern unterhält auch aufs Humorvollste. Die Dynamik zwischen den beiden könnte besser nicht sein und bietet eine Stunde zeitlos gute und humorvolle Unterhaltung, der man ihre 30 Jahre gar nicht anhört.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 61:53 Min. (davon 54 Min. Hörspiel)
Tracks: 11
Erstausstrahlung im Radio: RIAS Berlin, 1979
Empfohlen ab 10 Jahren
UPC: 0602527699141|
http://www.universal-music.de
http://www.folgenreich.de
http://www.vandusen.de
Folge 1: [„Odin, der Göttervater“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7836
Folge 2: [„Die Erschaffung der Welten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7748
Folge 3: [„Thor, der Donnergott“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8000
Folge 4: _“Vom Ende der Zeit – Ragnarök“_
_Der Wolf rennt, der Drache fliegt: Endkampf um Asgard_
Nachtschatten, kein Mond, nur Finsternis liegt über den drei Welten. Das Unheil, das die Seherin lange vorhergesehen hat, ist nun eingetreten: Ragnarök, die Götterdämmerung hat begonnen. Die Kinder Lokis, des listigen Riesen, reißen sich los, der Wolf rennt, die Midgard-Schlange kommt an Land und Hel, die Totengöttin, sammelt auf ihrem wundersamen Schiff Naglfar alle dunklen Gestalten von Niflheim. Ihr Ziel ist Asgard. Möge es brennen!
Der Verlag empfiehlt die Lesung ab 7 Jahren.
_Die Autorin_
Katharina Neuschaefer studierte Musikwissenschaft und Germanistik und arbeitet als Radiojournalistin und Moderatorin bei Bayern 4 Klassik. Sie ist Autorin und Regisseurin zahlreicher Hörspiele und Musikgeschichten für Kinder. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie erzählt die altisländischen Edda-Sagen neu und bietet sie sortiert dar.
_Der Sprecher_
Peter Kaempfe studierte von 1974 bis 1978 Schauspiel in Hannover. 1980 gründete er die Theater-und Musikcompagnie „Pompoffel“ in Bremen und spielte von 1984 bis 1990 bei der Bremer Shakespeare Company. 1990 gründete er gemeinsam mit zwei Kolleginnen DAS TAB. Er lebt in Bremen und arbeitet als Schauspieler, Sprecher, Autor und Regisseur. Für Igel-Genius nahm Peter Kaempfe die Reihe „Griechische Sagen“ auf, dazu die Jury der hr-2 Hörbuchbestenliste: „Die Interpretation von Peter Kaempfe muss überragend genannt werden“. Seine Aufnahme der „Ilias“ wurde 2006 für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert.
Produzent war Leonhard Huber.
_Handlung_
Es gab eine Zeit, da lebten die Götter, die Menschen und Elben, die Zwerge und Riesen sowie die Unterirdischen noch in verbundenen Welten. In dieser Zeit saß in jeder Vollmondnacht eine Wölwa oder Seherin auf einem Hügel nahe dem Götterreich Asgard. Ihr inneres Auge blickte in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und nichts blieb der zauberkundigen Frau verborgen. Selbst die Götter baten sie um Rat, um an ihrem ewigen Wissen teilzuhaben. Wer in jenen besonderen Nächten zu der Seherin auf den Hügel stieg und sich zu ihr ans Feuer setzte, erhielt Auskunft …
„Man muss die Götter warnen, was auf sie zukommt!“, drängt der Besucher, doch die Wölwa winkt ab: Was nun folgt, ist alles längst vorbestimmt. Es geht los, als die magische Fessel, die den Fenriswolf, Lokis monströses Kind, sich losreißt und aus der finsteren Atla-Schlucht gen Asgard rennt.
Nach dem tragischen Tod Balders, der durch Lokis List durch seinen eigenen Bruder Hödd getötet wurde, herrscht in den Herzen der Asen der Fimbulwinter. Auch Odin hat keinen, dem er die Schuld geben kann, denn Loki ist wohlweislich spurlos verschwunden. Um Loki zu finden, befragt Odin das Haupt Mimirs. Doch in Lokis Hütte findet er nichts als ein verbranntes Fischernetz. Ein Hinweis, dass Loki ein Fisch geworden ist. Also werfen sie ein raffiniertes Netz aus, in dem sich ein riesiger Lachs verfängt: Loki! Doch ihn in der Atla-Schlucht zu fesseln, nütze ihnen nichts, höhnt der Riese: Seine Kinder werden alle Asen vernichten und Walhall zerstören. Seltsamerweise bleibt Lokis Frau Sigin weiterhin bei ihm.
|Ragnarök|
Odin bereitet Asgard auf die kommende Schlacht gegen die Riesen und Ungeheuer vor. Die Vorzeichen sind schlecht. Die Weltenesche wirft ihre Blätter ab, denn der Drache Nidhöggr hat ihre Hauptwurzel durchgebissen – der Baum stirbt. Die Nornen, die am Fuße der Esche, wo die Quelle Urd entspringt, existieren, geben Odin keine Antwort. Thor malt sich die Runen der Rache auf die Wange. Er ist kampfbereit.
Doch die Gegenseite ist es auch. Die Totengöttin Hel, Lokis Tochter, versammelt das Heer der Unterwelt und der Riesen im Niflheim-Wald. Sobald der Hahn dreimal gekräht hat, können sie sich nach Asgard einschiffen und dort losschlagen. Der Wolf Sköll verschlingt die Sonne, der Wolf Hati den Mond. Nacht fällt, und Sterne regnen vom Himmel. Gebirge wanken, Beben versetzen die Menschen in Panik. Der Hahn Fjallar kräht zum ersten Mal …
Odin wundert sich, wo nur sein Heer bleibt. Doch die Zwerge erstarrten im Sonnenlicht. Der Herr der Lichtalben Wölundr weigert sich zu kämpfen: Wir sind Bewahrer, nicht Zerstörer.“ Wenigstens Freya zieht in die Schlacht, und dann sind da ja noch seine 13 Walküren, die Schlachtenmädchen Odins. Er stimmt sie auf die Schlacht ein: „Für Asgard!“
Da erscheinen die Riesen unter Lokis Führung. Sie haben mit ihrem Schiff Naglfar den Regenbogen Bifröst befahren, doch da stößt der Wächter Heimdall in sein Horn, und Walhalls 514 Tore schwingen auf, um je 800 Krieger zu entlassen. Odin reitet an ihrer Spitze den Feuer- und Eis-Riesen entgegen. Schon bald brennt Asgard. Und dann kommen die Ungeheuer …
_Mein Eindruck_
Wie oben ersichtlich, ist dies der vierte und letzte Teil der Serie über Nordische Sagen. Der Text ist leicht verständlich, wenn auch die Ereignisse, von denen die Wölwa berichtet, mitunter etwas wunderlich sind, ganz sicher aber heroisch und finster. Die finale Schlacht um das Götterreich Asgard erinnert in ihren Duellen und bizarren Teilnehmern zuweilen an Tolkiens Schlacht auf den Pelennor-Feldern im 3. Band des „Herrn der Ringe“. Und selbstverständlich kannte der Altenglisch- und Altnordisch-Experte Tolkien die isländische Edda, in denen Ragnarök geschildert wird. Die nordischen Vorlagen für Tolkiens Erfindungen wurden mehrfach nachgewiesen, u.a. von Tom Shippey.
Die Schlacht ist einerseits das von der Seherin vielfach vorhersagte Ereignis, so dass der Hörer froh ist, wenn es nun endlich zum Höhepunkte der Saga kommt. Andererseits ist der Anlass ja ein recht trauriger: der Untergang der Götter. Doch für eine gewisse Spannung sollte beim Hörer die Frage sorgen: „Wenn die Götter doch alle mit besonderen Superfähigkeiten ausgestattet sind, wie kann es dann sein, dass sie gegen ein paar poplige Riesen und Ungeheuer unterliegen sollen?“
Nun, die Schilderung der Schlacht zeigt, dass es keineswegs so einfach ist: Die Götter sind wenige, die Riesen sehr viele. Letztere dezimieren die krieger, die Walhall aufzubieten hat, ganz erheblich. Doch statt dieser quantitativen Erwägungen sind vielmehr die qualitativ wertvolleren Zweikämpfe von größerem Interesse. Die skandinavischen Altvorderen haben sich ja bei den Ungeheuern ja etwas gedacht, als sie sie erfanden. Alle Ungeheuer sind Symbole für große, als böse bezeichnete Mächte.
Die Midgardschlange steht für die stürmische, verschlingende See. Der Riesentöter Thor ist ihr designierter Erzfeind. Das Duell der beiden ist grandios (siehe Titelbild). Weitere Symbolkraft haben der Fenriswolf und der Feuerriese Surtur. Der Feuerriese vernichtet erst die Weltenesche, stößt dann aber in der Kriegsgöttin Freya auf einen Gegner, der ihm Paroli zu bieten weiß. Der Fenriswolf will Frigg, Odins Gemahlin angreifen. Doch was macht sie? Sie stößt sich den Dolch in die Götterbrust und verflucht ihn! Ja, so waren die stolzen Wikingerfrauen – oder hätten es zumindest sein sollen, ginge es nach den Dichtern.
Und das Ende des Obergottes? Kann der Erschaffer der Welten seiner Nemesis, dem Fenriswolf, widerstehen? Das soll hier nicht verraten werden, aber es ist ein Ende, das eine Menge Fragen aufwirft. Der Schluss ist tröstlich: Die Götter der Altvorderen sind tot, es leben die neuen Götter! Die Erde erneuert sich. Doch etwas hat überlebt, und so geht alles von vorne los.
|Der Sprecher|
Peter Kaempfe ist ein Routinier, wie man an seiner ruhigen Vortragsweise erkennt. Ert tritt hinter der Erzählerin Wölwa und dem Erzählten zurück, haucht aber unversehens den Figuren wieder Leben ein, wenn Emotionen gefragt sind. Zu diesen Figuren gehört in erster Linie der Göttervater selbst. Man merkt Odin an, dass er seinen Zorn mühsam unterdrückt, wenn er mit Loki und dem Anführer der Lichtalben spricht. Es läuft nicht alles rund, könnte man sagen.
Da dies eine Schlacht mit wahnsinnig vielen Akteuren ist, ist es sehr ratsam, schon die vorherigen Teile der Saga gehört zu haben. Dann kann man auf die bisherigen Kenntnisse über die Figuren zurückgreifen und braucht keine Hilfestellung von Seiten der Dialogführung („Thor donnerte“ usw.). Wer ein gutes Gedächtnis besitzt, erkennt auch die wichtigsten Stimmen wieder: Thor, Odin, Loki usw.
Der Sprecher schafft es mit Leichtigkeit, die Kontraste zwischen den heldenhaften Asen und den niederträchtigen Ungeheuern herauszustreichen. Die Stimme des Fenriswolfs kann einem Hörer, zumal einem jungen, durchaus kalte Schauder über den Rücken jagen.
|Die Musik|
Die Instrumente sind ganz einfache, aber sehr alte: eine afrikanische Krugtrommel; ein Balafon, „die afrikanische Urform des Marimbaphons“ (eine Art Xylophon also); eine tibetische Handtrommel, chinesische Glocken, Zimbeln, Klangschalen und Becken, außerdem ein „traditionelles finnisches Saiteninstrument“, eine „tibetische Trompete“, ein Saxophon, Bass und „verschiedene traditionelle Flöten“.
Man sieht also, dass hier auf sehr ursprüngliche Klänge geachtet wurde. Die entsprechenden Melodien sind ebenso urtümlich, lassen sich aber noch in manchen (abgelegenen) Weltgegenden erlauschen. Es ist, als würde der Hörer in die ferne Vergangenheit lauschen. Das finde ich höchst passend, wenn es um Geschichten über die Entstehung der Welten geht.
Die Musik mischt sich niemals in den Vortrag ein. Nach einem stimmungsvollen Intro hören wir sie stets nur als Intermezzo zwischen Textabschnitten. So haben wir Zeit, das Gehörte zu verdauen. Das Outro geleitet uns wieder uns wieder aus der Lesung hinaus, als würden wir eine andere Zeit verlassen.
|Das Booklet|
Das Booklet ist ein wichtiges Hilfsmittel für den Hörer, um sich in der Vielzahl der im Vortrag geschilderten Welten zurechtzufinden. Zweitens bietet diese Darstellung auch einen Stammbaum für die wichtigsten Asen und ihre Kinder. Das Booklet liefert also erhellende Zusammenhänge, die sich angesichts der verzweigten Handlung und der Vielzahl der Namen als höchst willkommen erweisen.
_Unterm Strich_
Der actionreiche Abschluss der vierteiligen Serie mutet mit seiner Götterdämmerungs-Stimmung ein wenig wie der letzte Band des „Herrn der Ringe“ an: Die Entscheidung muss fallen, wenn Asen und Riesen ihren uralten Zwist, der mit Odins Mord an einem Riesen begann (s. Teil 1), zu Ende bringen – koste es, was es wolle.
Über Action kann man sich nicht beklagen, denn nicht nur gibt es zahlreiche Duelle, die schon lange angekündigt sind (Thor vs. Jörmungand, Odin vs. Fenriswolf, Surtur gegen Freya, Loki gegen den Rest), sondern auch heldenhafte Szenen, die man nur in nordischer Sagas finden kann. So etwa jene Konfrontation zwischen Fenrir, dem schrecklich groß gewordenen Wolf und Frigg, Odins Gattin. Sie gibt sich lieber die Kugel, pardon: den Dolch, als ihm zum Opfer zu fallen.
Ja, und was ist nun mit unserer Gewährsfrau, der Seherin Wölwa (eine Bezeichnung, die wahrscheinlich doppelt gemoppelt ist)? Auch sie hat ihre Rolle in der finalen Schlacht zwischen Göttern und Riesen zu spielen. Auf welcher Seite sie steht, soll hier nicht verraten werden, doch man kann es sich eigentlich denken. Sie stirbt den ehrenvollen Tod einer Heldin. Wer hätte das vorher gedacht?
Doch keine Angst: Dass die Asen verlieren, bedeutet nicht das Ende der Welt! Sie erneuert sich wieder, als hätte eine Schlange ihre Haut abgestreift, und ein neuer Frühling bricht für Midgard und die überlebenden Asen an. Alsdann – auf ein Neues!
|Das Hörbuch|
Peter Kaempfe trägt die Erzählung der Seherin routiniert und zurückhaltend vor. Er haucht den Figuren Leben ein, wenn es darauf ankommt, ohne sie jedoch allzu sehr individuell zu charakterisieren. Dennoch konnte ich Odin stets von Thor auseinanderhalten, und die schrecklich fauchenden Stimmen von Jörmungand und Fenrir sind unvergesslich.
Die bemerkenswert instrumentierte Musik hebt den musikalischen Beitrag über das gewohnte Maß hinaus. Zwischen Dramatik, Trauer und Romantik wechselt der Ausdruck fortwährend, aber stets passend zur jeweiligen Szene. Die exotischen Instrumente – und evtl. sogar ein paar Soundeffekte – sorgen für ein ungewöhnliches Hörerlebnis. Dies ist beileibe kein Hollywood-Soundtrack!
Das Booklet liefert willkommene Zusatzinformationen für den erwachsenen Hörer und Leser, so etwa einen Stammbaum. Ich hätte mir aber auch ein Glossar vorstellen können, in denen die sprechenden Namen der Figuren erklärt sind. „Gyllfaxi“ heißt beispielsweise „Goldfell“ (abgeleitet davon ist Gandalfs Pferd „Shadowfax“). „Angrboda“, man ahnt es fast, bedeutet „Unheilsbotin“. Doch was ist mit Garm, Sköll (?) und Hati, den Hunden und Wölfen, die im Ragnarök eine Rolle spielen? Weil das Glossar fehlt, muss man zur Wikipedia greifen. Dort sind alle Namen genau erklärt.
Folge 1: [„Odin, der Göttervater“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7836
Folge 2: [„Die Erschaffung der Welten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7748
Folge 3: _“Thor, der Donnergott“_
Folge 4: „Vom Ende der Zeit – Ragnarök“
_Vom betrogenen Donnergott: der Anfang vom Ende der Götter_
Nachtschatten, kein Mond, nur Finsternis liegt über den drei Welten. Lediglich im Osten der Nacht geht ein bläulich flackernder Lichtpunkt auf: Lokabrenna, der Hundsstern. Wer in dieser Nacht die Zeichen zu deuten weiß (wie Wölwa, die Seherin), weiß, dass nur noch der mutigste aller Götter die Mächte der Finsternis aufhalten kann: Thor, der Herr des Gewitters, der Riesentöter mit dem Donnerhammer Mjöllnir, der schon viele Schlachten geschlagen hat.
Aber diesmal braucht selbst Thor, Odins ältester Sohn, die Hilfe eines Freundes… (erweiterte Verlagsinfo)
Der Verlag empfiehlt die Lesung ab 7 Jahren.
_Die Autorin_
Katharina Neuschaefer studierte Musikwissenschaft und Germanistik und arbeitet als Radiojournalistin und Moderatorin bei Bayern 4 Klassik. Sie ist Autorin und Regisseurin zahlreicher Hörspiele und Musikgeschichten für Kinder. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie erzählt die altisländischen Edda-Sagen neu und bietet sie sortiert dar.
Weitere NORDISCHE SAGEN:
1) Die Erschaffung der Welten
2) Odin
3) Vom Ende der Zeit – Ragnarök
_Der Sprecher_
Peter Kaempfe studierte von 1974 bis 1978 Schauspiel in Hannover. 1980 gründete er die Theater-und Musikcompagnie „Pompoffel“ in Bremen und spielte von 1984 bis 1990 bei der Bremer Shakespeare Company. 1990 gründete er gemeinsam mit zwei Kolleginnen DAS TAB. Er lebt in Bremen und arbeitet als Schauspieler, Sprecher, Autor und Regisseur. Für Igel-Genius nahm Peter Kaempfe die Reihe „Griechische Sagen“ auf, dazu die Jury der hr-2 Hörbuchbestenliste: „Die Interpretation von Peter Kaempfe muss überragend genannt werden“. Seine Aufnahme der „Ilias“ wurde 2006 für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert.
Produzent war Leonhard Huber.
_Inhalte_
Es gab eine Zeit, da lebten die Götter, die Menschen und Elben, die Zwerge und Riesen sowie die Unterirdischen noch in verbundenen Welten. In dieser Zeit saß in jeder Vollmondnacht eine Wölwa oder Seherin auf einem Hügel nahe dem Götterreich Asgard. Ihr inneres Auge blickte in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und nichts blieb der zauberkundigen Frau verborgen. Selbst die Götter baten sie um Rat, um an ihrem ewigen Wissen teilzuhaben. Wer in jenen besonderen Nächten zu der Seherin auf den Hügel stieg und sich zu ihr ans Feuer setzte, erhielt Auskunft …
Diesmal weist die Wölwa auf den Unheil kündenden Hundsstern Lokabrenna (Sirius) und beginnt vom traurigen Schicksal Thors zu erzählen, dem Riesentöter, dessen Nemesis an einem schrecklichen Ort namens Eisenwald gezeugt und geboren wurde. In dessen Tiefen lebt Angrboda, die alte Hexe, und eines Tages bekommt sie Besuch von einem dunkel verhüllten Besucher, der eigentlich seine Heimstatt in Asgard hat. Nach angemessener Zeit erblickt das erste ihrer grausigen Kinder das düstere Licht dieser Welt…
Unterdessen liefert sich Odin, der Obergott, ein Wettrennen mit dem Riesen Rumnir, bis sie in Asgard eintreffen. Der Riese nennt Thor einen Feigling. Diese Beleidigung will der Donnergott umgehend ahnden, doch sein bester Berater, der Riese und Feuergott Loki, bittet ihn, das Gastrecht zu bedenken: Das Leben des Gastes ist heilig. Thor trollt sich zornig. In der Festhalle betrinkt sich Rumnir, bis er endlich die Wahrheit spricht: „Wir werden euch alle wegmachen!“
Als Rumnir die Möbel zu Kleinholz zerlegt und sich an den hübschen Asinnen vergreift, ruft Odin seinen Sohn zurück. Wer gibt Thor Carte blanche, doch der fordert Rumnir lediglich heraus, an einem Ort von dessen Wahl ein Duell auszutragen. Rumnir nennt den Eisenwald. Thor und sein Knecht Tjalfi begeben sich per Streitwagen an diesen gruseligen Ort. Rumnir ist schon da, wie eine Steinlawine. Da taucht in Adlergestalt auch Loki auf, Thors Berater. Listigerweise berät er nicht nur Thor, sondern auch seinen Gegner Rumnir. Rumnir wirft einen riesigen Wetzstein, doch Thors Hammer Mjöllnir trifft das Geschoss im Flug. Der Wetzstein zerbricht, doch ein Splitter bleibt in Thors Kopf stecken. Ein weiterer Hammerwurf erledigt den Riesen.
„Nicht alle Riesen sind schlecht“, findet Thor mit Blick auf Loki. Doch er soll bald eines Besseren belehrt werden. Denn auf einmal ist sein Hammer verschwunden und seine Frau, die schöne Sif, wird von einem Unbekannten ihres strahlenden Haars beraubt und muss fortan ihre Glatze verbergen …
_Mein Eindruck_
Wie oben ersichtlich, ist dies der dritte Teil der vierteiligen Serie über Nordische Sagen. Der Text ist leicht verständlich, wenn auch die Ereignisse, von denen die Wölwa berichtet, mitunter höchst wunderlich sind. Dies sind eben nicht die Vorstellungen der Antike oder der nordamerikanischen Völker über die Weltentstehung, sondern eben die düstere nordische Variante.
Aber geschickt wird jede Art von nationalistischer Überhöhung vermieden, damit ja kein Teutonenkult geweckt wird. In der Tat veranlasst so manche Episode den Hörer zum Schmunzeln. Humor und dunkle Vorahnung halten sich mit der Action die Waage.
|Die Story|
Die drei Hauptakteure sind Odin, Thor und Loki. Während es Odin und Thor immer wieder mit den aufmüpfigen Riesen aufnehmen, die die Menschen in Bedrängnis bringen, spielt Loki eine zwielichtige Rolle. Odin und Thor sind Handelnde, Loki hingegen ist ein listenreicher Denker und Manipulator. Wir erfahren (jedenfalls nicht auf diesem Hörbuch) nie genau, ob er hinter all dem Ungemach steht, das Thor zustößt. Ein ums andere Mal wird Thor, der Riesentöter, die rechte Hand Odins, beleidigt und lächerlich gemacht. Doch wenn die rechte Hand versagt, ist der Angriff auf den Obergott nicht weit …
Loki scheint ein Berater und helfer der Asen zu sein. Nachdem der schönen Sif das Haar geraubt wurde (was sie zur kreischenden Verzweiflung trieb), begibt sich Loki als einziger in das Reich der Dunkelalben und zwerge, um diese Wunderschmiede um entsprechende Meisterstücke zu bitten. Er stellt dieses Anliegen so listenreich an, dass schon nach kurzer mehrere Meisterwerke den Asen präsentiert werden können.
Sif braucht kein Kopftuch (oder gar eine Burka) mehr zu tragen, sondern bekommt eine Perücke aus purem Gold, die exakt genauso aussieht wie ihr natürliches Haar – und außerdem viel wertvoller ist – und außerdem zauberbehaftet wie alle Zwergendinge. Odin erhält den Ring Draupnir, den Träufler, der jede Nacht weitere Goldringe hervorbringt, und den stets treffsicheren Speer Gungnir. Das dritte Stück ist der Hammer Mjöllnir, der immer trifft und danach zu seinem Herrn zurückkehrt. Das letzte Stück ist ein goldener Eber, den Freyr bekommt. Alle diese Geschenke werden beim Ragnarök eine Rolle spielen. Als Lohn verspricht Loki den konkurrierenden Zwergenschmieden, für sie beste PR in Asgard zu machen – aber jedem einzeln…
Weitere Wettkämpfe Thors betreffen den Riesen Geirröd, der ebenso wie Thor falsch spielt, und mit dem Utgard-Loki. Hierbei unterliegt Thor schmählich, doch wieder hat der Riese ihn gelinkt. Denn wie die Zwerge können auch Riesen mit „Glamour“, dem Illusionszauber, auch Riesen hereinlegen.
|Lokis geheime Kinder|
Die Erkenntnis, dass sein bester Freund Loki ihn verraten hat, wird Thor schon bald das Herz brechen. Doch zunächst bereitet Loki, der Riese, seine Rache an den Asen vor. Er zeugt mit der Hexe Angrboda drei Ungeheuer:
1) den Fenriswolf Fenrir, der von Stund immer weiter wächst und dereinst Odin verschlingen wird;
2) Jörmungand, die Midgard-Schlange, die schon bald so groß wird, dass sie ganz Mittelerde umschlingen und die Gezeiten auslösen kann; sie ist die spezielle Feindin Thors;
3) schließlich Hel, die Totengöttin, deren eine Gesichtshälfte wunderschön ist, deren andere aber einem Totenschädel gehört; sie bekommt ein eigenes Reich in der Unterwelt und reitet ein fahles Pferd.
Dreimal muss sich Thor seiner Nemesis Jörmungand stelle; das dritte Mal bringt die Entscheidung, wenn sich der Fenriswolf losreißt und Ragnarök beginnt. Die Asen binden die drei Ungeheuer an jeweils andere Orte. Doch wie lange werden die Fesseln halten? Solche und weitere Fragen werden erst im letzten Teil beantwortet.
|Der Sprecher|
Peter Kaempfe ist ein Routinier, wie man an seiner ruhigen Vortragsweise erkennt. Ert tritt hinter der Erzählerin Wölwa und dem Erzählten zurück, haucht aber unversehens den Figuren wieder Leben ein, wenn Emotionen gefragt sind. Zu diesen Figuren gehört in erster Linie Thor, den er als kernigen Kämpfer darstellt, der leicht in Rage gerät. Thor bildet zum hinterlistigen Loki einen großen Kontrast, denn Loki spricht sanft, beschwichtigend, leise und fast schon demütig – das genaue Gegenteil seiner Taten.
Die Wölwa-Szene bildet den erzählerischen Rahmen für die Szenen aus Thors „Leben“. Sie spricht stets leise, denn sie ist uralt, doch auch sie kann durchdringend wirken, wenn sie das kommende Unheil, das sich zusammenbraut, voraussagt. Und nein: Sie darf den Namen des Verräters unter den Asen nicht preisgeben.
Die Wölwa lenkt unseren Blick quasi auf die Szene im Eisenwald, ein kalter, dunkler Ort, wo sich das Böse sammelt und neues Unheil gebiert. Diese Szenen sind, mit der passenden Musik untermalt, schön schaurig.
|Die Musik|
Die Instrumente sind ganz einfache, aber sehr alte: eine afrikanische Krugtrommel; ein Balafon, „die afrikanische Urform des Marimbaphons“ (eine Art Xylophon also); eine tibetische Handtrommel, chinesische Glocken, Zimbeln, Klangschalen und Becken, außerdem ein „traditionelles finnisches Saiteninstrument“, eine „tibetische Trompete“, ein Saxophon, Bass und „verschiedene traditionelle Flöten“.
Man sieht also, dass hier auf sehr ursprüngliche Klänge geachtet wurde. Die entsprechenden Melodien sind ebenso urtümlich, lassen sich aber noch in manchen (abgelegenen) Weltgegenden erlauschen. Es ist, als würde der Hörer in die ferne Vergangenheit lauschen. Das finde ich höchst passend, wenn es um Geschichten über Thor und seine Heldentaten geht.
Die Musik mischt sich niemals in den Vortrag ein. Nach einem stimmungsvollen Intro hören wir sie stets nur als Intermezzo zwischen Textabschnitten. So haben wir Zeit, das Gehörte zu verdauen. Das Outro geleitet uns wieder uns wieder aus der Lesung hinaus, als würden wir eine andere Zeit verlassen.
|Das Booklet|
Das Booklet ist ein wichtiges Hilfsmittel für den Hörer, um sich in der Vielzahl der im Vortrag geschilderten Welten zurechtzufinden. Vier Welten sind abgebildet: Asgard, Heim der Asen / Götter; daneben Vanheim, Heim der Vanen; darunter Midgard alias Mittwelt, wo Menschen, Riesen (in Jötunheim) und Zwergen existieren: schließlich ganz unten Niflheim, wo Drache, Wölfe und die Totengöttin existieren.
Zweitens bietet diese Darstellung auch einen Stammbaum für die wichtigsten Asen und ihre Kinder Thor usw. Vor allem die zusätzliche Liste der Riesen ist hilfreich, denn ihre Namen werden häufig ganz anders geschrieben als ausgesprochen. Das Booklet liefert also erhellende Zusammenhänge, die sich angesichts der verzweigten Handlung und der Vielzahl der Namen als höchst willkommen erweisen.
_Unterm Strich_
Ich konnte diese über zwei Stunden lange szenische Lesung nur in vier Teilen bewältigen. Erstens gibt es sehr viele Episoden zu erleben, zweitens eine Unzahl von fremdartigen Namen zu merken (die selten mit ihrer Schreibweise übereinstimmen). Drittens ist es schwierig, einen Spannungsbogen zu entdecken. Immerhin entsteht eine gewisse Anspannung, wenn die Seherin immer wieder auf die Ungeheuer aus dem Eisenwald hinweist, die Götter wie Thor vernichten werden.
Aber was, so fragte ich mich, tragen Episoden wie Thors Kampf gegen die Eisriesen und den Utgard-Loki zum übergreifenden Thema bei? Immer wieder illustrieren sie, dass Thor ein ums andere Mal gegen die Riesen versagt und seinem Namen „Riesentöter“ Schande einbringt. Alles, was Loki unternimmt, ist hingegen interessant, ganz besonders sein Besuch bei den Zwergenschmieden.
Am witzigsten ist vielleicht die Episode mit dem unbekannten Lockenräuber, der Thors Frau Sif eine Glatze hinterlässt. Auch die Identität des Besuchers, der Angrboda im Eisenwald Hallo sagt und mit ihr Ungeheuer zeugt, bleibt vorerst im Dunkeln (ich habe oben mal wieder alles verraten). Da kommt durchaus Neugier und ein leichtes Gruseln auf.
|Das Hörbuch|
Peter Kaempfe trägt die Erzählung der Seherin routiniert und zurückhaltend vor. Er haucht den Figuren Leben ein, wenn es darauf ankommt, ohne sie jedoch individuell zu charakterisieren. Vor meinem geistigen Auge wurde Thor durchaus lebendig, vor allem, wenn er in Relation zu anderen Figuren wie den Riesen und zu Loki gesetzt wird. Thor ist zwar ein Kämpfer, aber kein Denker, und hat Loki über kurz oder lang leichtes Spiel mit ihm.
Bemerkenswert ist die Vielfalt an Riesen, der der Riesentöter begegnet. Vom tumben Golem und den pöbelnden Thrym reicht die Palette über den listigen Geirröd bis zum täuschenden Utgard-Loki, der Thor dreimal hereinlegt. Von Loki, der ja auch ein Riese ist, ganz zu schweigen. Gegenüber den anderen Genossen nimmt sich Loki sehr ungewöhnlich aus. Wohl deshalb kann es ihm gelingen, die Asen zu täuschen.
Die bemerkenswert instrumentierte Musik hebt den musikalischen Beitrag über das gewohnte Maß hinaus. Das Booklet liefert willkommene Zusatzinformationen für den erwachsenen Hörer und Leser. Die vorliegende CD ist nur ein Viertel des Gesamtwerks, und man sollte möglichst auch die anderen drei Teile hören, insbesondere „Odin“ und „Ragnarök“.
2131: Mark Brandis folgt den Spuren, die sein Halbbruder Nat quer über den Planeten hinterlassen hat, zuerst auf die Kerguelen und dann nach Nordafrika. Der Geheimdienst der Union ist Brandis mal einen Schritt voraus, mal versucht er, ihn einzuholen. Doch was wirklich mit den biologischen Kampfstoffen geschehen soll, ahnt noch niemand …
(Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Weiter gehts mit der Hatz auf die „Lautlose Bombe“, die Brandis‘ Halbbruder in seinen Händen hat. Der Untertitel, der sich für mich gegen Ende des ersten Teils dieser Doppelfolge abgezeichnet hat, lautet: „James Brandis jagt Dr. West“.
Unglaubwürdig fand ich, dass Mark Brandis, den offenbar die ganze Welt kennt, weil er so berühmt ist, auf einmal als getarnter Verbrecher zur Fahndung ausgeschrieben werden kann. Auch nicht verstanden habe ich, warum Kühlcontainer für das Virus gebraucht werden sollen, wenn es doch bis 50 Grad Temperatur aushalten kann.
Davon abgesehen, bekommen wir hier endlich eine Menge von dem, was wir im ersten Teil der Doppelfolge vermisst haben. Es gibt mehr Dramatik … na ja … es gibt überhaupt mal welche und auch der Weg bis zur finalen Konfrontation mit dem „wahnsinnigen Wissenschaftler“ ist ganz interessant. Zum Schluss legt Nat West dann noch mal Brandis und dem Hörer gegenüber seine Beweggründe dar, was Antagonisten halt vor ihrem Abtritt immer mal gern machen.
Und nach dem Ende der Folge fragt sich der Hörer, warum die Hörspielaufbereiter nicht ein wenig gekürzt haben. Viel hätte man vom ersten Teil weglassen oder minutentechnisch verkleinern können und schon hätte das Hörspiel auf eine einzelne CD gepasst, die dann auch noch durchweg gut unterhalten hätte. So bekommen die Hörer eine Scheibe, die eher langweilig ist und eine, die beweist, dass „Mark Brandis“ auch gut unterhalten kann, wenn die Story mal nicht so fesselnd ist.
_Das Hörerlebnis:_
Musik und Effekte unterstützen Mark Brandis und Grischa Romen auf ihrer Suche und lassen die Szenen lebendig wirken. Die Sprecher bieten eine gute Leistung, einzig beim Halbbruder von Mark Brandis fehlte mir ein wenig das Feuer und die Leidenschaft, den Charakter wirklich authentisch und überzeugend ins Ohr des Hörers zu bringen. Das klang mir alles ein wenig aufgesetzt und unnatürlich.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Cpt. Grigori »Grischa« Romen: David Nathan
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Dr. Rebecca Levy: Claudia Urbschat-Mingues
Milosch Stojka: Andreas Müller
José Verasteguí: Daniel Montoya
Dr. Philipp: Jochim C. Redeker
Jonathan „Nat“ West: Jacob Weigert
John Harris: Gerhart Hinze
Bordsystem CORA: Mira Christine Mühlenhof
Sgt. Schulmann: Henning Schäfer
Lt. Pablo Torrente: Martin Keßler
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
sowie Marco Gehrmann, Stephan Kretschmer, Carsten Litfin, Werner Möhring
|Technik-Credits:|
Nach Motiven des Romans „Lautlose Bombe“ von Nikolai von Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Musik & Sounddesign: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Tommi Schneefuß, Sven-Michael Bluhm, Thomas Weichler
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker & Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub
Product Management: dp
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, einen Weltkartenausschnitt der „Todeszone Zentralafrika 2131“ nebst Warnung, bloß nicht hinzufahren und eine Seite mit Danksagungen der Macher, die so lieb und nett ist, dass es sich schon fast bedrohlich nach Abschied anhört. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Im zweiten Teil der „lautlosen Bombe“ zeigen die Macher, dass sie schon gut unterhalten können, wenn sie wollen. Hier wird wesentlich mehr Spannung und gute Unterhaltung geboten als noch im ersten Teil. Die Story allerdings rettet das nicht wirklich, denn die nimmt zwar an Fahrt auf, bietet aber keine echten Überraschungen oder Wendungen, die den Hörer an die Geschichte fesseln würden. Insgesamt ist das für mich die bislang schwächste „Brandis“-Folge. Mit ein paar Kürzungen, grad im ersten Teil, hätte man allerdings eine interessantere Episode schaffen können, die den Fan nicht doppelt zur Kasse bittet, weil sie problemlos auf einer einzelnen CD Platz gefunden hätte.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 49 Minuten
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527804231|
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.markbrandis.de]http://www.markbrandis.de
[www.interplanar.de]http://www.interplanar.de
_Mark Brandis in Buchform bei |Buchwurm.info|:_
Band 01: [„Bordbuch Delta VII“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6535
Band 02: [„Verrat auf der Venus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6539
Band 03: [„Unternehmen Delphin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6536
Band 04: [„Aufstand der Roboter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6618
Band 05: [„Vorstoß zum Uranus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6630
Band 06: [„Die Vollstrecker“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6636
Band 07: [„Testakte Kolibri“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 08: [„Raumsonde Epsilon“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6781
Band 09: [„Salomon 76“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 10: [„Aktenzeichen: Illegal“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6801
Band 11: [„Operation Sonnenfracht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6802
Band 12: [„Alarm für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6882
Band 13: [„Countdown für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6908
Band 14: [„Kurier zum Mars“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6938
Band 15: [„Die lautlose Bombe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6962
Band 16: [„PILGRIM 2000“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7167
Band 17: [„Der Spiegelplanet“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7194
Band 18: [„Sirius-Patrouille“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7267
Band 19: [„Astropolis“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7390
Band 20: [„Triton-Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7391
2131: Cmdr. Brandis‘ Halbbruder Jonathan West steht unter Verdacht, mit Verbrechern zu kooperieren, die vor dem Einsatz von biologischen Kampfstoffen nicht zurückschrecken. Trotz deutlicher Indizien glaubt Mark Brandis an dessen Unschuld und versucht, den untergetauchten Mediziner zu finden, bevor der Geheimdienst ihn eliminieren kann … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Nur ein paar schöne Minuten gönnt der Autor Mark Brandis, seiner Ruth und dem Hörer, bevor die Dramatik auch schon losgeht. Ruth fällt ins Koma, aber der Mark-Brandis-Fan ist hellwach.
Sich aber wachzuhalten, fällt von Minute zu Minute immer schwerer, weil anschließend erstmal gar nichts mehr passiert, was den plötzlich aufkommenden Spannungsbogen vorm rapiden Absturz bewahren kann. Die titelgebende „lautlose Bombe“ befindet sich in den Händen von Brandis‘ Halbbruder, der der Menschheit und vor allem den Mächten damit droht, ein Virus freizusetzen, wenn sich nicht alle von der Raumfahrt und der Forschung abwenden. Das ist eine Thematik, die vielleicht in der Entstehungszeit des hier zugrunde liegenden Romans spannend war … heute aber irgendwie nicht wirklich. Packend, fesselnd und aufregend ist das leider nicht.
Und während Mark Brandis sich vor Kummer dem Suff und dem Glücksspiel hingibt, schaut der Hörer immer mal wieder auf die Restlaufanzeige seines CD-Players und rechnet sich die Chancen aus, ob bis zum Ende der Scheibe noch etwas Aufregendes passieren wird. Auch, dass er den Behörden bei der Suche nach seinem Halbbruder helfen soll, klingt eher logisch, als dass es spannend ist.
Dieser erste Teil der Doppel-Folge bietet also kein Weltraumabenteuer, auf das sich bestimmt einige Brandis-Fans gefreut hatten … zumindest diejenigen, die die Romane von damals nicht kennen. Und auch von Brandis‘ Team lässt sich erst gegen Ende „Grischa“ Romen blicken, ansonsten ists eine „Solo für Brandis“-Folge.
Das Ende ist natürlich offen, lässt den Hörer aber auch nicht wirklich hektisch zum nächsten Teil greifen, um ihn unbedingt sofort hören zu wollen. Es wird eine Menschenjagd auf Nat West werden, auf die sich Brandis und Romen begeben … und das wars dann auch schon.
_Das Hörerlebnis:_
Eva Gaigg, die die Freundin des flüchtigen Welterpressers spricht, klingt nicht überzeugend. Bemüht liest sie ihren Text ab, aber lebendig und authentisch kommen ihre Gefühle nicht im Ohr des Hörers an. Wenn sie als Marie-Christine Rousseau auf Mark Brandis‘ Sprecher Michael Lott trifft, fällt das unangenehm auf und trübt den Hörspaß ein wenig. Das war aber auch der einzige Sprecher-Dämpfer dieser Folge und er kommt erst gegen Ende.
Ansonsten bieten die ausgewählte Musik und die Geräusche eine von der Reihe gewohnte, perfekte Untermalung der Szenen und lassen sie so lebendig im Kopfkino des Hörers entstehen.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Dr. Gomez: Oliver Seidler
Prolog: Wolf Frass
Dr. Philipp: Jochim C. Redeker
Jonathan „Nat“ West: Jacob Weigert
José Verasteguí: Daniel Montoya
Anflugkontrolle Las Lunas: Elena Wilms
Cpt. Esko Tuomi: Martin May
Porta Stellaris: Anke Reitzenstein
Magnus Sauerlein: Stefan Peters
John Harris: Gerhart Hinze
Cpt. Grigori »Grischa« Romen: David Nathan
Marie-Christine Rousseau: Eva Gaigg
sowie Melanie Blenke, Jens Gümmer, Marco Gehrmann, Michael Hansonis, Stefan Kretschmer, Sebastian Pütz
|Technik-Credits:|
Nach Motiven des Romans „Lautlose Bombe“ von Nikolai von Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Musik & Sounddesign: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Tommi Schneefuß, Sven-Michael Bluhm, Thomas Weichler
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker & Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub
Product Management: dp
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, einen fiktiven Bericht zur „Süßwasserkrise“ und Kurzlebensläufe der hier auftretenden Charaktere Marie-Christiane Rousseau, José Emmanuel Verastegui und Jonathan „Nat“ West. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Eine Thematik, die nicht vom Hocker haut, kein echtes Abenteuer bietet und leider nicht mal irgendetwas mit „Weltraum“ zu tun hat. Es passiert wenig, eigentlich zu wenig für eine eigenständige Folge. Brandis jagt seinen Halbbruder, aber damit fängt er auch erst gegen Ende an und wird das womöglich im zweiten Teil der „lautlosen Bombe“ weiterhin tun. Aber spannend ist das alles bislang leider nicht.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 59 Minuten
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527804224|
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.markbrandis.de]http://www.markbrandis.de
[www.interplanar.de]http://www.interplanar.de
_Mark Brandis in Buchform bei |Buchwurm.info|:_
Band 01: [„Bordbuch Delta VII“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6535
Band 02: [„Verrat auf der Venus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6539
Band 03: [„Unternehmen Delphin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6536
Band 04: [„Aufstand der Roboter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6618
Band 05: [„Vorstoß zum Uranus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6630
Band 06: [„Die Vollstrecker“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6636
Band 07: [„Testakte Kolibri“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 08: [„Raumsonde Epsilon“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6781
Band 09: [„Salomon 76“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6723
Band 10: [„Aktenzeichen: Illegal“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6801
Band 11: [„Operation Sonnenfracht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6802
Band 12: [„Alarm für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6882
Band 13: [„Countdown für die Erde“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6908
Band 14: [„Kurier zum Mars“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6938
Band 15: [„Die lautlose Bombe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6962
Band 16: [„PILGRIM 2000“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7167
Band 17: [„Der Spiegelplanet“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7194
Band 18: [„Sirius-Patrouille“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7267
Band 19: [„Astropolis“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7390
Band 20: [„Triton-Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7391
Im Jahr 3540 steht die Bevölkerung der Erde im Bann der Aphilie. Reine Vernunft und Urinstinkte bestimmen das Verhalten der Terraner, Gefühle zählen nichts mehr. Auch Reginald Bull ist der Aphilie verfallen: Er entmachtet seinen Freund Perry Rhodan und treibt ihn mit mehr als tausend Begleitern in die Verbannung. An Bord des Fernraumschiffs SOL verlassen die Verurteilten ihre Heimat ohne Hoffnung auf eine Rückkehr, aber auch ohne Aussicht, die Milchstraße im Meer der Galaxien zu finden. Eine Odyssee durch Raum und Zeit nimmt ihren Anfang, geprägt vom unbeugsamen Willen der Verbannten, dem Schicksal zu trotzen. Auf der Erde greift die Aphilie indessen unaufhaltsam um sich. Als es Bull gelingt, die Fessel der Aphilie abzuschütteln, wird er ebenfalls zum Gejagten …
(Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Dass Perry und seine Leute zusammen mit unserem Planeten Terra den Weg zurück in die heimische Milchstraße dann doch nicht geschafft haben, das musste der Fan am Ende der letzten |Silber Edition| des letzten Zyklus schon feststellen. Auch diesmal scheint der Heimweg nicht so einfach zu werden, denn der neue Zyklus, |Aphilie|, der mit dieser |Silber Edition| gleichen Namens startet, umfasst stolze 13 Bände. Der Kampf gegen die Laren scheint sich also noch ein wenig zu ziehen und die Autoren dürfen sich wohl auch im Mahlstrom noch ein wenig austoben.
Dieser Zyklus beginnt nicht mit einem übermächtigen Gegner, der mit Waffengewalt aus dem Weltall geblasen werden muss, sondern mit einer ganz unerwarteten, gar gewaltlosen und neuen Möglichkeit, die Serie weiterhin abwechslungsreich und spannend zu halten. Bully und Perry sind durch Bullys „Zwangslogik“ entzweit, die ihn dazu bringt, Perry am Ende dieses ersten Teils mit dem neuen und bei vielen Lesern beliebten Raumer SOL in den Weltraum zu verbannen … denn Bully geht davon aus, dass Rhodan selbst krank geworden ist. Die Koordinaten der Milchstraße werden Perry dabei aber nicht überlassen. Und so können wir uns auf eine interessante Irrfahrt Perrys freuen, während sich auf Terra der fühlende und nicht-logische Untergrund formiert, der die Terraner heilen möchte. Faszinierend!
Der Teil der „Aphilie“, der dann auf Terra spielt und sich um die „Stummhäuser“ dreht, war mir zu gesellschaftskritisch, als dass er mich von der Handlung her hätte fesseln können. Manchmal ist dieses Sci-Fi-Hörbuch auch eher ein Krimi, aber, kein schlechter, wenn man sich drauf einlässt.
Aber, was ist denn nun so besonders an diesen Channuc-Schiffen? Was haben Sie im Mahlstrom gefunden, das jetzt niemand sehen soll? Und was hat Perry Rhodan eigentlich so vor? Vielleicht erfahren wir ja in drei Wochen mehr, denn dann liegt ein „Raumschiff in Fesseln“.
|Das Hör-Erlebnis:|
Da die „Aphiliker“ nichts mehr fühlen, hat auch Andreas Laurenz Maier vom Skript her nicht wirklich die Gelegenheit bekommen, vor dem Mikro schauspielerische Akzente zu setzen, „sachlich“ klingen die Verstrahlten und passend sachlich klingt dann auch der Sprecher. Dennoch versteht er es, die neue Entwicklungslage auf Terra plastisch und lebendig ins Ohr des Hörers zu transportieren. Und entgegen der Gefühlslosen, fängt der eine oder andere sicher schon mal an darüber nachzugrübeln, wie es wohl wäre … so ganz ohne Gefühle … nur mit Logik … wäre mein Leben dann einfacher oder einfach langweiliger?
Dass Maier Bruder Trailokanat hoch und krächzend spricht, wie man Maier zu Anfang seiner Sprechertätigkeit bei „Perry Rhodan“ zu oft hören musste, ist aber dem Skript geschuldet, denn er klingt halt „hell“ und „quäkend“, da passt das (leider) sehr gut.
Monotone Roboterstimmen, ein passend alt klingender Kervin M. Caughens, ein wie immer bestimmter Rhodan und jede Menge Crew-Mitglieder und Terraner hat Andreas Laurenz Maier hier zu vertonen. Und das macht er so gut, dass der Hörer nie den Überblick verliert und immer dicht am Geschehen ist. Dabei variiert er seine Charakterinterpretationen mithilfe von Lautstärke, Modulation der Stimme und Sprechgeschwindigkeit, sodass die jeweilige Stimmung der Menschen und Szenen immer lebendig beim Hörer ankommen. Ein wenig zu krächzig für meinen Geschmack klingen allerdings seine Siganesen. Crystal Talongh klingt irgendwie versnobt und arrogant hochnäsig, Jocelyn, der Specht, steht ihr da in nichts nach. Mal langsam, mal schneller, mal die Stimme ein wenig modulierend schafft es Maier, den Agenten-Kopfgeld-Flucht-Jagd-Teil dieser |Silber Edition| ansprechend ins Krimi-Kopfkino des Hörers zu bringen.
|Die MP3s und das Booklet|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Das Titelbild der |Silber Edition 81|, das auch in den ID3-Tags der Dateien zu finden ist, liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem bekommen wir noch das Cover von Heft 701, „Sprung in die Freiheit“, als JPG-Datei in der Auflösung 2000 x 2958 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.
Im beiliegenden Booklet finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung der SOL, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 700-705. Außerdem gibts vorn noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 700, „Aphilie“, und am Ende die von Band 704, „Die Rebellen von Imperium-Alpha“ zu sehen.
_Mein Fazit:_
Wieder überrascht die Serie mit einem neuen Twist. Es geht nicht zurück in die Milchstraße zu den Laren, es wird sogar noch ein weiterer Keil in die Menge getrieben. Die „Aphiliker“ vertreiben Perry und alle Gefühlsempfinder in den Weltraum, von wo aus er von den Autoren auf eine interessante Odyssee geschickt werden könnte.
Und eigentlich war schon am Anfang klar, dass die Krankheit nicht schon im ersten Buch von 13 besiegt wird. Aber immerhin werden hier ein paar hilfreiche Roboter und auch Reginald Bull ihre Gefühlskälte wieder los. Das stärkt den Widerstand und die Reihen von Perry Rhodan, der in der nächsten |Silber Edition| vielleicht wieder ins Geschehen eingreifen darf und wird.
|2 MP3-CDs mit 193 Tracks
Spieldauer der Lesung: 17:31 h
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3943393323|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net
Eine Hörprobe bietet der Verlag hinter [dieser Adresse]https://www.einsamedien.de/index.php?id=16&productID=39190 auch an.
Nach den letzten Erfolgen der Terraner scheint die Macht der Meister der Insel schon so gut wie gebrochen, doch noch haben sie eine Reihe von gefährlichen Trümpfen in der Hand. Perry Rhodan und seine Spezialisten stehen vor der fast unlösbaren Aufgabe, die letzten und stärksten Bastionen der Beherrscher Andromedas auszuheben, die gewaltige Aufgebote an Raumschiffen und Duplos in die Schlacht schicken. Mit Tengri Lethos, dem Hüter des Lichts, taucht unverhofft ein mächtiger Verbündeter auf. Aber es bleibt Atlan vorbehalten, die entscheidende Auseinandersetzung mit Faktor I zu führen, dem bis zuletzt geheimnisvollen Chef der MdI. Es ist der schwerste Kampf im über zehntausendjährigen Leben des Arkoniden – denn Atlan tritt an gegen eine ebenso faszinierende wie skrupellose Frau: Mirona Thetin, die Herrin der Sterne … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Da dies die letzte |Silber Edition| des wohl beliebtesten Zyklus „Meister der Insel“ ist, können wir eine Menge Action erwarten und den finalen Konflikt, der die Herrschaft und Tyrannei der MDI endgültig beenden sollte … hoffentlich.
Und Abwechslung bietet dieses Hörbuch reichlich, bis am Ende „Die letzte Bastion“ des Über-Ober-MDI eingenommen wird. Aber, bis dahin kredenzen uns die Autoren noch reichlich spannende Abenteuerkost, die jeden Fangeschmack bedient. Gekleckert wird dabei nicht, sondern geklotzt … zu Tausenden werden Schläfer geweckt und Raumschiffe in die entscheidenden Schlachten geschickt. Außerdem wird „Die letzte Bastion“, die es von Perry und seinen Getreuen zu erobern gilt, von allen erdenklichen Schutzmechanismen, auf die der routinierte Rhodan-Hörer kommen könnte, geschützt. Eine richtig harte Nuss also, die es für Perry zu knacken gilt.
Auf dem Weg dorthin gibts Kämpfe um diverse Stationen, mit Terranern, Maahks, Tefrodern und am Ende helfen sogar die Posbis noch. Es gibt eine tragisch verhängnisvolle Liebschaft Atlans, Zeitreisen, clevere Pläne der MDI, die sich immer neue Gemeinheiten einfallen lassen, um die Terraner loszuwerden … und zwischendurch spendieren die Autoren Gucky sogar noch einen Erstkontakt mit Tengri Lethos, der Perrrys Sache sehr hilfreich ist.
Und wenn am Ende der wichtigste MDI enttarnt und der schwer bewaffnete Planet erstürmt wurde, bleibt ein zufriedener Hörer zurück, der gern noch einmal den ganzen Zyklus an sich vorüberziehen lässt … so er sich denn noch an vieles erinnern kann, denn dieser „Zwölfbänder“ ist wirklich vollgestopft mit tollen Ideen und kurzweiliger Unterhaltung. Da klingt der Name des nächsten Zyklus, „M87“, richtig langweilig … aber, gelangweilt hab ich mich bei einer |Silber Edition| eigentlich noch nie …
_Das Hörerlebnis:_
Tratnik liest fesselnd und gewohnt souverän und ist in jeder Situation Herr der Lage. Jede Diskussion, jedes Ereignis, jede Auseinandersetzung, alles wirkt lebendig und ungemein spannend, auch wenn es hin und wieder befremdlich wirkende Ambient-Sounds im Hintergrund zu hören gibt. Die Autoren bieten ihm hier aber auch brillante Vorlagen und Tratnik nutzt sie gekonnt, um dem Hörer ein optimal spannendes Abenteuer, das etwas für jeden SF-Geschmack zu bieten hat, zu kredenzen.
Jeder Menge bekannten und ein paar unbekannten Charakteren hat Tratnik hier Leben einzuhauchen und das gelingt ihm jedes Mal auf unterscheidbare Art und Weise. Nicht nur sein Quak-Gucky ist so schnell wiederzuerkennen, auch andere wiederkehrende Personen sind schnell an seinem Tonfall auszumachen. Terraner und Außerirdische bringt er souverän auf die Kopfkinoleinwand des Hörers und auch ihre Gefühlswelt wird nachvollziehbar vermittelt, wenn Tratnik die Dialoge haucht, quakt, grantig grummelt oder mit Nachdruck und Selbstvertrauen spricht. Auch seine Interpretation von Mirona Thetin, die hier die weibliche Hauptrolle bekleidet, ist ok und nicht zu bemüht, hoch und weiblich klingen zu wollen.
_Der Sprecher:_
Josef Tratnik ist der Sprecher der „klassischen“ |Silber Editionen|. Er studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Köln und absolvierte er dort eine Schauspielausbildung am Theater „Der Keller“. Neben der Sprechertätigkeit für Hörfunk und Fernsehen, hauptsächlich bei den Sendern DLF, DW und WDR mit Hörspiel-/ und Feature-Produktionen, ist er freischaffender Schauspieler, Synchronsprecher und Sprecher in Köln. (Quelle: wikipedia)
_Die Ausstattung:_
Die 12 CDs sind mit dem Titelbild der |Silber Edition| bedruckt, die das Cover des entsprechenden Silberbandes zeigt und der Front von Heft 294, „Die Eroberer“, entspricht. Die CDs sind einzeln in Papphüllen verpackt und in einer stabilen Papp-Klappbox zusammengefasst. Die Rückseiten der Papphüllen ergeben zusammengesetzt das Cover von Heft 297 „Superfestung Tamanium“. Für die Rückseite der Klappbox ist als Hintergrundbild ein Ausschnitt des Covers von Heft 295, „Der verlorene Planet“, gewählt worden. Auch die aneinandergereihten Rücken der Klappboxen bilden mit jeder weiteren Ausgabe ein sich zusammensetzendes schickes Gesamtbild.
Zusätzlich ist wieder ein Booklet enthalten, mit Tracklisting und Kapitelnummern, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Zeitleiste, eine Risszeichnung eines Beibootes vom Typ „Raumlinse“ und die Titelbilder der in dieser |Silber Editon| zusammengefassten Hefte (Nr. 294, 295, 296, 297, 298 und 299) der Erstauflage. Außerdem gibt es noch die Titelbilder und je eine Kurzbeschreibung der vorangegangenen |Silber Editionen| des Zyklus. Dazu kommt noch eine Aufstellung aller LEMURIA-Hörbücher und der bisher erschienen ATLAN-Zeitabenteuer. Auch die Rückseite des Booklets ziert das Cover von Heft 295, „Der verlorene Planet“.
Und was den geneigten Fan, der nie genug „Perry Rhodan“ auf die Ohren bekommen kann, freuen wird: Es gibt auch eine Ankündigung zu sehen, dass es ab Herbst 2012 eine weitere Schiene der |Silber Editionen| geben wird, die mit Band 119 beginnt und zeitgleich mit dem Erscheinen der Buchausgabe als ungekürzte Lesung auf 2 MP3-CDs im Handel erhältlich sein wird.
_Fazit:_
Die Autoren geben zum Finale hin noch einmal Vollgas und werfen alles zusammen, was dem Fan gefällt. Kämpfe allerorten, sogar in der Vergangenheit solls einen geben und die sich bis aufs Letzte wehrenden und immer neue Boshaftigkeiten auf Lager habenden, verbliebenden Meister der Insel sorgen in diesem letzten Teil des Zyklus für zündende Unterhaltung. Gefährliche Liebschaften, ein Erstkontakt und ein scheinbar uneinnehmbarer Planet sind nur einige der Zutaten, von denen Josef Tratnik dem gebannten Hörer erzählt, als wäre er selbst dabei gewesen.
|12 Audio-CDs in Papp-Klappbox
Spieldauer: 15:06 Std.
Tracks insgesamt: 168
Gelesen von Josef Tratnik
ISBN-13: 978-3943393118|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
|Auch erhältlich als Download-Version mit PDF-Booklet und Cover als JPG-Datei
Größe: 1.2 GB|
Band 1: „Die Sternenarche“
Band 2: „Der Schläfer der Zeiten“
Band 3: „Exodus der Generationen“
Band 4: „Der erste Unsterbliche“
Band 5: „Die letzten Tage Lemurias“
Band 6: „Die längste Nacht“