Der Roman Das Spiel von Aisling Rawle erzählt von einer Gruppe junger Menschen, die unfreiwillig Teil einer abgeschotteten Reality-Show werden. In einer künstlichen Umgebung, fernab der Außenwelt, sind sie gezwungen, Beziehungen einzugehen, Aufgaben zu erfüllen und sich einem System zu unterwerfen, das sie permanent beobachtet und bewertet.
Im Zentrum steht die Idee eines sozialen Experiments: Wie verhalten sich Menschen, wenn sie unter Druck stehen, ständig beobachtet werden und ihr Weiterkommen davon abhängt, wie gut sie sich anpassen, manipulieren oder durchsetzen können?
Der Roman „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber ist weit mehr als eine klassische Liebesgeschichte. Im Kern erzählt er von zwei Menschen, die auf völlig unterschiedlichen Seiten der Gesellschaft stehen – und davon, was passiert, wenn sich ihre Wege kreuzen.
Dabei verhandelt das Buch große Themen wie soziale Ungleichheit, Ausgrenzung, Schuld und die Sehnsucht nach Nähe. Es geht um die Frage, ob Menschen einander wirklich verstehen können, wenn ihre Lebensrealitäten kaum gegensätzlicher sein könnten – und ob Liebe unter solchen Voraussetzungen überhaupt eine Chance hat.
Herausforderungen: Maschinensex und Robot-Revolution
Diese Anthologie ist ziemlich einzigartig in den frühen siebziger Jahren. Sie bringt die Original-Beiträge des profiliertesten Autoren ihrer Zeit, die diese zu einem bestimmten SF-Thema wie etwa Zeitreise oder Androiden-Sex verfassen konnten. Und zwar sollte das Thema auf die Spitze getrieben werden.: zum Endstadium. Dazu ließen sich Asimov, Silverberg, Dick, Pohl, Dean Koontz, Kit Reed, Harrison, Russ, Aldiss, Malzberg, Poul Anderson und James Tiptree nicht lange bitten. Nur die Asimov-Story war zuvor bereits im „Magazine of Fantasy and Science Fiction“ (1974) erschienen.
Bonusmaterial
Das Sahnehäubchen zu jeder Story bilden das Nachwort des jeweiligen Verfassers, seine bzw. ihre Literaturempfehlung und ein obligatorisches Beispiel für ein eigenes Werk. Ganz am Schluss dieses Nachspanns haben die Herausgeber noch eine kurze Biografie hinzugefügt. Im Falle des rätselhaften Autors „James Tiptree jr.“ kam dabei allerdings viel Spekulation über seine/ihre Identität heraus. Wenigstens wurde das Alter richtig geschätzt und der Wohnort korrekt angegeben.
Bisher hatten Sex und Science Fiction nur eines gemeinsam – den Anfangsbuchstaben. Nach Lektüre der vorliegenden Sammlung mit Stories von bekannten SF-Autoren wie Wolfgang Hohlbein, Harlan Ellison und J.G. Ballard sowie vielen anderen soll der Leser nach dem Willen des Herausgebers Michael Kubiak feststellen, dass auch in der Zukunft noch etwas geben wird, das schöner ist als Fliegen: „Was heute [1985] gerne als „Thema Eins“ bezeichnet wird, nämlich Sex und Erotik, wurde von der Science Fiction lange geradezu puritanisch stiefmütterlich behandelt.
Wie freizügig und gekonnt moderne SF-Autoren sich mittlerweile auch auf diesem Terrain bewegen, beweist die vorliegende Sammlung neuer erotischer Science-Fiction-Kurzgeschichten von Harlan Ellison, Ulrich Harbecke, Wolfgang Hohlbein, Edward Bryant und Michael Moorcock.“
Mit dem Unterschied, dass a) Michael Moorcocks Beitrag in diesem Band gar nicht enthalten ist und b) dass Autorinnen keinen Zugang zu dieser Anthologie erhalten haben. Das finde ich ziemlich diskriminierend. Schon 1985 hatten Autorinnen zahlreiche Beweise vorgelegt, dass sie etwas von Sex und Erotik verstehen, so etwa Joanna Russ, Tanith Lee und Ursula K. Le Guin. Michael Kubiak (Hrsg.) – Kontakte. Neue erotische SF-Geschichten weiterlesen →
Bretagne, um 1170: Der ehrbare Ritter Eric de Bisclavret verschwindet sehr zum Ärger seiner Ehefrau Catherine jeden Monat für drei Tage, ohne jemanden von seinem Verbleib in Kenntnis zu setzen. Als die Gattin erfährt, dass er sich in dieser Zeit in einen Werwolf verwandelt, sorgt sie durch eine List dafür, dass er nicht zurückkehren kann, und beginnt ein neues Leben. Der Werwolf sucht Zuflucht bei seinem Lehnsherrn und sinnt auf Rache … (Verlagsinfo)
Letzte Stunde Tod ist ein Psychothriller, der den Leser ohne große Vorwarnung mitten in ein Szenario aus Gewalt, Angst und Misstrauen wirft. Im Zentrum steht der Lehrer Max Schilling, dessen Leben sich von einem Moment auf den anderen komplett verändert. Nach einem scheinbar harmlosen Date gerät er in einen Mordfall – und findet sich plötzlich nicht nur als Zeuge, sondern als Hauptverdächtiger wieder.
Der Roman erzählt die Geschichte eines Mannes, der gegen ein unsichtbares, übermächtiges Gegenüber kämpft, während ihm gleichzeitig die Kontrolle über sein eigenes Leben entgleitet. Es geht um Schuld, Manipulation, Wahrnehmung und die Frage, wem man überhaupt noch trauen kann – anderen und sich selbst.
In diesem psychologischen Thriller von Freida McFadden dreht sich alles um eine scheinbar perfekte Ehe, hinter der sich dunkle Geheimnisse verbergen. Eine Pflegekraft tritt eine neue Stelle an und merkt schnell, dass in diesem Haus nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Misstrauen, Täuschung und verborgene Wahrheiten stehen im Mittelpunkt der Geschichte.Freida McFadden – Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen? weiterlesen →
Polizist Max Bauer fällt aus allen Wolken, als während einer Party am helllichten Tag seine Frau Julia spurlos verschwindet. Sie hatte seit ihrem Kennenlernen ein Geheimnis um ihre Vergangenheit gemacht. Er nahm das in Kauf, denn ihre Liebe half ihm aus einer Krise nach einem traumatischen Einsatz. Aber wo soll er bei seiner Suche nun ansetzen? Zugleich konfrontieren ihn Kollegen der Kripo mit einem bösen Verdacht: Seine Brüder, Polizeibeamte im Streifendienst, sollen in den aktuell boomenden Handel mit Kokain aus den nahen Häfen Antwerpen und Rotterdam verstrickt sein. Von Max wird verlangt, seine Familie zu bespitzeln, anderenfalls würde man ihn als Mittäter verfolgen. Ein lebensgefährlicher Seiltanz mit ungewissem Ausgang beginnt. (Verlagsinfo)
Die Fünf Freunde gewinnen einen Aufenthalt im schottischen Städtchen Monrose. Dort soll es in einer alten Burg-Ruine namens Cloudy Castle spuken. Als die Freunde der Sache auf den Grund gehen wollen, lernen sie Mr Bookman kennen, der ein Bücher-Antiquariat betreibt. Seit einigen Wochen wird er von einer geisterhaften Stimme belästigt, die sich in seinem Badezimmer meldet. Die Freunde wittern einen Zusammenhang zwischen der Stimme und der Geist-Erscheinung in der Burg-Ruine – und begeben sich auf Spurensuche … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Willkommen bei „Fünf Freunde Mystery“ … klingt mal nach etwas ganz anderem. Aber, wie man eine Badezimmerstimme, die letztendlich dann mutmaßlich aus einem im Abfluss versteckten Lautsprecher kommt (man kennts aus der Sauregurken-Vergangenheit eines deutschen Zahnarztes), in Zusammenhang mit Geisterscheinungen bringen kann .. darauf war ich schon gespannt. Vielleicht haben die alle den gleichen Gas-Wasser-%““§$&-Monteur?
„Geheimdienste, die über Leichen gehen. Eine Regierung, die schweigt. Eine junge Journalistin, die die Wahrheit sucht – aktueller, brisanter und kritischer kann ein Thriller gerade nicht sein.
Carla Bergmann, als junge Praktikantin neu in der Lokalredaktion der Morgenpost, geht einer Meldung im Polizeibericht nach und stößt auf Ungereimtheiten. Bei regimekritischen Exilrussen wurde eingebrochen. Es liegt nahe, dass der russische Geheimdienst dahintersteckt. Aber warum wollten deutsche Behörden den Fall vertuschen?
Nachdem ein Informant vor Carlas Augen ermordet wird, erhält sie Unterstützung von Jan Koller, Hauptstadtkorrespondent der Morgenpost und einstmals gefeierter Investigativjournalist. Alle Spuren führen nach Kiew. Welche Rolle spielt dort ein großer deutscher Rüstungskonzern?“ (Verlagsinfo)
In dem Kinderbuch von Oliver Pötzsch geht es um die Geschwister Lara und Viktor, die eines Tages einen geheimnisvollen Zauberbaum entdecken. Dieser Baum ist etwas ganz Besonderes, denn er kann die beiden in andere Zeiten und Welten reisen lassen. Dadurch erleben sie spannende Abenteuer, die sie aus ihrem normalen Alltag herausreißen und in völlig neue Situationen bringen.
Der Roman „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ ist eine stille, eindringliche Geschichte über das Älterwerden, über Einsamkeit und über die Frage, was am Ende eines Lebens wirklich zählt. Im Mittelpunkt steht ein Mensch, der zunehmend aus der Welt herausfällt – nicht plötzlich, sondern ganz langsam, fast unmerklich. Es geht um Abschiede, die sich ankündigen, lange bevor sie tatsächlich stattfinden, und um die kleinen Dinge, die einem dennoch Halt geben: Erinnerungen, Gewohnheiten und die bedingungslose Nähe eines Tieres.
Endlich Herbstferien! Kim, Franzi und Marie haben sich zu einer Walderlebniswoche angemeldet und freuen sich auf Wanderungen und Abende am Lagerfeuer. Aber dann verschwinden Dinge und ein paar Jugendliche aus der Gruppe verhalten sich merkwürdig. Oder hat die unheimliche Legende über die tausendjährige Eiche etwas damit zu tun? Die drei Freundinnen nehmen die Ermittlungen auf. (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Franzi schlägt ihren Freundinnen vom Detektivclub eine Woche „Herbstferien im Wald“ vor und die sind begeistert … zumindest 50% von ihnen. Nachdem der Rest auch überzeugt wurde, gehts in die Blockhütte im Wald.
Seit wir denken können, machen wir uns Gedanken über den Ursprung unserer Welt. Wie ist unser Universum entstanden? Was kam eigentlich vor dem Urknall? Wie können wir Raum und Zeit verstehen? Warum haben wir immer noch kein außerirdisches Leben gefunden? Dr. Jean-Luc Lehners, einer der führenden Forscher im Bereich der Kosmologie, zeigt in seinem Sachbuch, wie viel wir schon über unser Universum und dessen Entstehung wissen. Er erklärt verständlich und konzise, wie die großen Theorien von Einstein, Hawking und Co. zusammenhängen und was sich aus ihnen ableiten lässt. Er erzählt von mysteriösen Sternen, gewaltigen Galaxien und rätselhafter Dunkler Energie – und versteht es wie kaum ein anderer, die Mysterien des Universums mit aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufzulösen.
Mein Eindruck:
Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht schon unzählige Sachbücher zu den Dauerbrenner-Themen „Sind wir allein im Universum? Und wenn nicht, wo sind denn die anderen?“ und „Wer oder was war eigentlich vor diesem Urknall? Und wenn ja, wie viele?“ und dergleichen mehr.
In „Das kleine Café der magischen Minuten“ von Shiori Ota dreht sich alles um ein unscheinbares Café, das seinen Gästen eine ungewöhnliche Erfahrung ermöglicht: Für einen kurzen Moment können sie in ihre Vergangenheit zurückkehren. Doch diese Reise dient nicht dazu, Ereignisse zu verändern, sondern vielmehr dazu, sich mit eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen und inneren Frieden zu finden.
Viel Überflüssiges: klassische SF-Erzählungen und -Romane
Der inzwischen verstorbene Herausgeber der Heyne Science Fiction Reihe, Wolfgang Jeschke, pflegte von 1980 bis 2000 eine schöne Tradition: Jedes Jahr präsentierte er seinen Lesern eine Anthologie von guten phantastischen Geschichten zu einem sehr erschwinglichen Preis. Lag dieser 1980 noch bei schlappen 4,80 DM, so war der Preis im Jahr 2000 bereits bei 18,00 DM angelangt – und wäre heute überhaupt nicht mehr bezahlbar. (Man könnte man die Preissteigerungsrate ausrechnen: Sie ist astronomisch hoch.)
Wie immer jedoch lieferten die SF-Jahresbände Erzählungen, die von der ersten Liga der Autoren und Autorinnen stammte. Stets war ein kleiner Ausreißer dabei, sei es ein Autor aus dem Ostblock – zu dem Jeschke von jeher gute Kontakte pflegte -, oder ein Kurzroman, so etwa von Altmeister Robert Bloch.
Als eine junge Podcast-Produzentin vor meiner Tür stand und mir von der Legende des Blutjägers erzählte, wurde ich hellhörig. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, um in der Teufelsschlund-Höhle nach ihren Kollegen zu suchen. Doch wir ahnten nicht, dass sich unsere schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sollten. (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 491 gemacht, der erstmalig am 30. November 1987 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.
Im Mittelpunkt dieser charmanten Bilderbuchgeschichte steht Nina, deren Alltag plötzlich durcheinandergerät, als ein großes Paket vor ihrer Tür landet – allerdings mit dem klaren Hinweis, dass es eigentlich nicht für sie bestimmt ist. Neugierig öffnet sie die Kiste und wird mit einer überraschenden Situation konfrontiert: Ein großes, zotteliges Monster klettert heraus. Statt Angst und Schrecken entfaltet sich jedoch eine warmherzige Geschichte über das Fremde, das sich als gar nicht so unheimlich entpuppt.
„Visionär und rasend schnell erzählt: Das zentrale Werk des Cyberpunks jetzt in neuer Übersetzung.
Hiro Protagonist war mal Programmierer, aber seit auch hier die Konzerne alles gleichgeschaltet haben, zieht er jeden Bullshit-Job vor: Pizza-Auslieferer für die Mafia. Oder Information Broker für die ehemalige CIA.
Wichtiger als die echte Welt ist für ihn ohnehin das Metaverse, ein virtueller Ort, an dem sich die Menschen mit ihren selbst gestalteten Avataren treffen. Dort begegnet er auch zum ersten Mal der Droge »Snow Crash«. Das Besondere: Snow Crash ist ein Computervirus, der auch Menschen befallen kann. Zusammen mit seiner Partnerin Y. T. ermittelt Hiro – und kommt einer Verschwörung auf die Spur, die bis in die menschliche Vorgeschichte zurückreicht.“ (Verlagsinfo)
Simon Latch ist ein kleiner Anwalt im ländlichen Virginia. Finanziell kommt er nur mit Müh und Not über die Runden, zudem geht seine Ehe in die Brüche. Dann betritt Eleanor Barnett sein Büro, eine ältere Witwe, die ein neues Testament braucht. Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges Vermögen hinterlassen, von dem niemand etwas weiß. Simon behandelt den Auftrag streng vertraulich, aber die Nachricht von Eleanors Reichtum scheint durchzusickern. Als Eleanor Opfer eines Autounfalls wird, muss Simon erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Kurz darauf findet er sich auf der Anklagebank wieder, der Vorwurf lautet Mord aus Habgier. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Ihm bleibt nur eine Chance, sich zu retten: wenn er den wahren Mörder findet.
Mein Eindruck:
Der Klappentext erzählt im Grunde schon komplett, worum es geht, wie der Protagonist diesmal heißt und die Umstände, in denen er lebt und arbeitet. Die sind ziemlich unentspannt.