Archiv der Kategorie: Thriller & Krimis

Mo Hayder – Die Sekte. Thriller

Hexenjagd: das Ende der Vernunft

Als der Journalist Joe Oakes eine zurückgezogen lebende Sekte auf einer abgelegenen schottischen Insel besucht, will er eigentlich nur das Rätsel um ein Touristenvideo lüften. Es zeigt zwei Sekunden lang ein großes Wesen, das auf zwei Beinen geht, aber einen langen Schwanz trägt. Sind die Sektenmitglieder Satanisten? Oakes kennt den Sektenführer Malachi Dove schon seit langen Jahren.

Doch Oakes Erwartungen werden enttäuscht. Dove ist verschwunden. Warum will absolut niemand in der Sekte etwas über die satanische Erscheinung auf dem Video sagen? Und was verbirgt sich hinter dem hohen Elektrozaun jenseits der zentralen Schlucht? Es kommt zu einer gewalttätigen und blutigen Auseinandersetzung. Und Oakes muss sich fragen, ob es nicht seine Einmischung war, die erst zu dieser Katastrophe geführt hat.
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Giles Blunt – Gefrorene Seelen

Das geschieht:

Algonquin Bay ist eine Kleinstadt in der kanadischen Provinz Ontario. Die Beamten des hiesigen Morddezernats werden von den „Windigo“-Morden in Atem gehalten. Auf einer Insel wurde die Leiche der jungen Katie Pine entdeckt. Seit Monaten galt sie als vermisst. Detective John Cardinal vermutete bereits damals eine Entführung. Als wenig später zwei weitere Teenager verschwanden, sprach er sogar von Serienmord. Seinem Vorgesetzten, dem ehrgeizigen Detective Sergeant Don Dyson, missfiel diese Theorie. Als Cardinal dennoch nicht nachgab, wurde er in die Abteilung für Einbruchsdiebstähle versetzt.

Jetzt holt ihn Dyson zurück. Er stellt Cardinal Detective Lise Delorme zur Seite. Sie ist nicht nur eine Frau ist, sondern war bisher zuständig für interne Ermittlungen gegen möglicherweise korrupte Kollegen. Delorme ist noch unerfahren, vor allem aber hat sie einen geheimen Auftrag: Sie soll John Cardinal ausspionieren. Dieser wird verdächtigt, im Sold eines Gangsterbosses aus Toronto zu stehen, den er angeblich schon mehrfach vor geplanten Razzias gewarnt hat. Tatsächlich hat Cardinal keine reine Weste. Um seiner Tochter das teure Kunststudium an einer Elite-Hochschule zu ermöglichen, hat er vor Jahren Geld unterschlagen. Diese Tat liegt dem eigentlich ehrlichen Mann auf dem Gewissen. Zudem schickt ihm der wütende Drogenhändler aus dem Knast Drohungen: Er will sein Geld zurück!

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Dan Brown – Meteor. Thriller

Ein neuer NASA-Satellit hat unter dem Eis der Arktis ein großes Objekt entdeckt. Rachel Sexton und andere Zivilisten werden auf Bitten des US-Präsidenten eingeflogen, um die Echtheit des Fundes zu bestätigen. Sie finden heraus, dass es sich bei dem großen Felsbrocken a) um einen Meteoriten handelt und b) dass darin außerirdische Lebensformen als Fossilien eingeschlossen wurden. Die Begeisterung der Wissenschaftler ist ebenso so groß wie bei den NASA-Mitarbeitern. Der Präsident wird mit dieser Sensation sowohl die NASA retten als auch seinen Wahlkampf gewinnen.

Doch als der riesige Felsen gehoben ist und die Sektkorken knallen, macht einer der Wissnschaftler in dem nun offenen Schacht im Gletscher eine sehr beunruhigende Entdeckung. Doch keine Sorge, Mister President – der Mann befindet sich bereits im Visier einer gut bewaffneten Truppe, die dafür sorgt, dass es keine unliebsamen Überraschungen gibt.
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Thorsten Schleif – Richter jagen besser (Siggi Buckmann 02)

„Amtsrichter Siggi Buckmann hat sich geschworen, für Gerechtigkeit einzustehen – notfalls auch nach Feierabend. Als sein einstiger Mentor tot in einem Waldstück aufgefunden wird, macht er sich auf die Suche nach den Schuldigen. Schneller als gedacht handelt er sich dabei Ärger mit einer dubiosen Immobilienfirma, der russischen Mafia und dem Sohn des Ministerpräsidenten ein. Die einzige Verbündete gegen seine neuen Feinde ist die kluge Journalistin Robin Bukowsky. Aber kann er ihr wirklich trauen? Vieles scheint dagegen zu sprechen. Zum Beispiel Buckmanns nicht ganz so gesetzeskonforme Vergangenheit …“ (Verlagsinfo)
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Lee Child – Bad Luck and Trouble / Trouble (Jack Reacher 11)

Gefährliches altes Eisen

Eines Tages liegen auf Jack Reachers Konto 1030 Dollar. Der Mann ohne Telefon und festen Wohnsitz weiß sofort: Seine Vergangenheit hat ihn wieder. Er spürt die Frau auf, die ihm den militärischen Notrufcode zugespielt hat: seine Expartnerin aus Army-Zeiten, Frances Neagley. Sie hat schlechte Nachrichten. Calvin Franz, ein Mitglied der einstigen Neunergruppe, wurde grausam ermordet. Und es scheint, als sei Franz nicht der Einzige aus Reachers altem Team, der einem gefährlichen Gegner zum Opfer gefallen ist … (Verlagsinfo)
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Robert B. Parker – Now & Then / Der gute Terrorist (Spenser 35)

Der Terrorist und der American Dream

Als Dennis Doherty sein Büro betritt, weiß Spenser sofort, dass etwas nicht stimmt. Spenser ist aber einverstanden, als Doherty ihn bittet, dem verdächtigen Verhalten seiner Frau Jordan auf den Grund zu gehen. Ein Auftrag ist ein Auftrag. Ein paar Tage später jedoch bricht die Hölle los und drei Menschen sind tot. Jordans Exgeliebter leitet eine Gruppe, die bei der Finanzierung von Terroristen behilflich ist. Spenser muss seine sämtlichen Verbindungen nutzen, legale wie illegale, um die Wahrheit aufzudecken.

Die deutsche Übersetzung trägt den Titel „Der gute Terrorist“ (2008 bei Pendragon).

Der Autor

Der US-Autor Robert B. Parker, geboren 1932, gehörte zu den Topverdienern im Krimigeschäft, aber auch zu den fleißigsten Autoren “ er hat bis zu seinem unerwarteten Tod im Januar 2010 über 60 Romane veröffentlicht. Am bekanntesten sind neben der „Spenser“-Reihe wohl seine neun „Jesse Stone“-Krimis, denn deren Verfilmung mit Tom Selleck in der Titelrolle wurde vom ZDF gezeigt. Der ehemalige Professor für Amerikanische Literatur Robert B. Parker lebte mit seiner Frau Joan in Boston, Massachusetts, und dort oder in der Nähe spielen viele seiner Krimis.

Außerdem schrieb Parker ein Sequel zu Raymond Chandlers verfilmtem Klassiker „The Big Sleep“ (mit Bogart und Bacall) und mit „Poodle Springs“ einen unvollendeten Chandler-Krimi zu Ende. „Gunman’s Rhapsody“ ist seine Nacherzählung der Schießerei am O.K. Corral mit Wyatt Earp und Doc Holliday, ein klassischer Western.

Handlung

Dennis Doherty liebt seine Frau Jordan Richmond wirklich, doch in letzter Zeit findet er ihre langen Abwesenheiten vom gemeinsamen Heim ungewöhnlich – und verdächtig. Er engagiert Spenser, um sie zu überwachen und herauszufinden, ob sie ihm untreu ist. Für den Privatdetektiv ist dieser Alltagsjob ein Klacks. Denkt er. Falsch gedacht.

Nichts leichter, als der Dozentin Jordan Richmond von der Universität zu ihrem Date mit ihrem Lover zu folgen. Sie trifft sich mit einem gutaussehenden Kerl, der, wie sich zeigt, ebenfalls an ihrer Uni lehrt: Perry Alderson. Nach dem Rendezvous geht sie regelmäßig mit ihm in sein Apartment, von wo sie Stunden später zu ihrem Männe ins traute Heim zurückkehrt.

Soweit so schlecht. Aber welchen Beweis kann Spenser seinem Klienten vorweisen, dass Jordan nicht einfach nur plaudern will, wenn sie Alderson besucht? Um diesen Beweis zu erhalten, engagiert Spenser die Hilfe seines besten Kumpels Hawk. Gemeinsam pflanzen sie eine Wanze in Jordans Handtasche. Doch was sie dann belauschen, übersteigt ihre Erwartungen bei weitem. Nach dem Sex – also doch! – soll Jordan ihrem Lover genau berichten, was Dennis Doherty weiß und vorhat. Er benutzt sie als seine Spionin.

Alderson lehrt an der Uni eine Philosophie, derzufolge es die Pflicht des Bürgers ist, sich vom Joch des „Despotismus der amerikanischen Regierung“ zu befreien. Er hat eine Freiheitsliga gegründet, eine Bewegung namens Freedom’s Front League (FFL). Es ist nicht undenkbar, dass das FBI die FFL beobachtet. Und Spenser hat umso Grund für diesen Verdacht, weil er herausfindet, dass Dennis Doherty ein Agent eben dieser Bundespolizei ist.

Dennoch übergibt er dem erschütterten Dennis Doherty ein gekürztes Abhörband, dass Jordan nicht als Spionin zeigt, sondern lediglich als untreue Ehefrau. Man weiß ja nie, in was man sonst hineingerät. Doch selbst dieses „harmlose“ Band zeitigt ungeahnte Konsequenzen. Wenige Stunden später sind drei Menschen tot.

Spenser erinnert sich an jene schreckliche Zeit vor rund 20 Jahren, als er selbst, ähnlich wie jetzt Dennis Doherty, von seiner Liebsten, Susan Silverman, um eines anderen Mannes willen verlassen wurde (in „Valediction“) und er sein Leben riskieren musste, um sie zurückzugewinnen (in „A Catskill Eagle“). Es tut ihm leid um Dennis Doherty, den man tot aus der Mündung des Charles River gefischt hat. Und er beschließt, ihm Gerechtigkeit zu verschaffen.

Dafür allerdings muss er Perry Alderson herausfordern. Wie sich schnell zeigt, hat die FFL Zähne – und das wiederum bringt Susan in Gefahr. Es kommt zu einem riskanten Katz-und-Maus-Spiel …

Mein Eindruck

Wie schon so häufig bei Parker ist auch hier der Hintergrund, den sein Detektiv durchleuchtet, der einer Selbsterfindung: Es ist der American Dream. Doch Perry Alderson ist kein Hollywood-Schauspieler, der seine ärmliche Herkunft zu verbergen hat, sondern er ist in ein ganz anderes Geschäft eingestiegen: Anwerbung von Anhängern der Revolution sowie die Vermittlung terroristischer Logistik. Er vermittelt also Informationen, wo Terroristen und „Freiheitskämpfer“ bestimmte Ressourcen beschaffen können, seien es Waffen, Bomben oder Spezialisten.

Diesen lukrativen Geschäftszweig hat er auf zweifache Weise abgefedert: Die einschlägigen Informationen holt er aus seinen zahlreichen Geliebten heraus, und falls jemand vom FBI doch zu neugierig werden sollte, hetzt er ihm seine „Anhänger der Revolution“ auf den Hals. Sie sind auch sehr gut geeignet für Notfälle wie Jordan Richmond, die bei Perry einziehen will. Na, das kann sie sich gleich mal abschminken. Und dann wird sie entsorgt.

Dass Spenser in Perrys Vergangenheit zu schnüffeln anfängt, macht ihn gleich zu einer Gefahr. Doch nachdem es ihm gelungen ist, den Angriff Perrys abzuwehren, macht sich der Möchtegernrevolutionär an Dr. Susan Silverman heran – als ihr Klient in der Praxis. Was hat er davon zu halten, fragt sich Spenser. Am besten man trifft Vorkehrungen für den schlimmsten Fall. Wie sich zeigt, hat Perry die Absicht, Susan zu verführen …

Zurück zum American Dream. Die Spur führt nach Cleveland, wo es mal einen Bradley Turner gab, der ebenfalls ein Schürzenjäger war. Nur dass dieser Bradley Turner eines Tages anno 1994 mit seiner Frau spurlos verschwand. Zufällig genau zu der Zeit, als die Yacht eines gewissen Perry Alderson auf dem nahen Erie-See auf Grund lief – allerdings ohne eine Menschenseele an Bord …

Susans derzeitiger Klient ist also nicht nur ein Betrüger, sondern auch ein Doppelmörder, der einfach die Identität seins Opfers angenommen hat. Und diesen Typen soll Spenser in der Praxis seiner Lebensgefährtin dulden? No way! Es kommt zu einem Showdown mit Alderson und seinen Schergen.

Unterm Strich

Der Krimi ist spannend, mitunter actionreich, aber auf jeden Fall voller interessanter Wendungen. Der deutsche Leser wundert sich zunächst, warum es in den USA so einfach ist, eine falsche Identität anzunehmen und den Besitz von Qualifikationen zu behaupten. Allerdings ist es in Deutschland nicht weniger leicht, sich Doktorhüte zu erschwindeln, wie der Fall Guttenberg und ähnliche gezeigt hat.

Wenn wir inzwischen amerikanische Verhältnisse haben (waren es jemals andere?), dann darf man sich schon mal fragen, was alles eigentlich nur Fassade und Schwindel ist. Die Banken, die Riester-Rente, die Doktortitel, die FDP, Stuttgart 21 – was kommt denn noch alles?

Der Originaltitel „Now and Then“ hat wohl mehrere Bedeutung im Kontext des Buches. Es gibt den Unidozenten Perry Alderson, aber damals war er noch der Studienabbrecher Bradley Turner. Und für Spenser bedeutet die Aufklärung dieser Selbsterfindung sowie der Betrug an Dennis Doherty eine mentale Rückkehr in jene Zeit, als er um Susan Silverman kämpfen musste (in „A Catskill Eagle“).

Das ist der ganz persönliche Bezug, der Spenser zu einem so guten Ermittler im Fall Doherty-Alderson macht. Doch der Bezug entsteht nur, weil Spenser ein ganz spezielles Empfinden für Gerechtigkeit in dieser Sache hat. Er könnte sich ja auch abwenden und Gott einen guten Mann sein lassen. Spenser folgt einer seiner persönlichen Regeln (ähnlich wie Cole & Hitch), die nirgendwo geschrieben steht, die Susan und Hawk aber ganz genau kennen. Deshalb lieben sie Spenser.

Dennoch hatte ich am Schluss das undefinierbare Gefühl, dass etwas fehlt. Vielleicht weil es diesmal keinen Spenser-seitigen Abschluss von Aldersons Organisation gibt. Diese Schließung übernimmt das FBI, vertreten von Agent Epstein, der in zahlreichen „Spenser“-Krimis auftaucht, weil der Jude und der Ire ein nahezu perfektes Team bilden – so unglaublich das auch klingen mag.

Hinweis

Schon im nächsten „Spenser“-Roman „Rough Weather“ arbeiten Epstein und Spenser erneut zusammen. Diesmal sind aber auch alle anderen Bostoner Standardfiguren mit von der Partie: Captain Healy von der Staatspolizei, Martin Quirk von der Bostoner Kripo, Hawk sowieso, dann aber auch die sexy Staatsanwältin Rita Fiore und schließlich der liebenswerteste Gangster aller Zeiten, Tony Marcus. Wie es Spenser es geschafft hat, Marcus mal hinter Gitter zu bringen, muss ich noch herausfinden.

Taschenbuch: 289 Seiten plus Leseprobe
ISBN-13: 9780425224144

https://www.penguinrandomhouse.com/authors/60208/robert-b-parker/

_Robert B. Parker bei |Buchwurm.info|:_
[„Der stille Schüler“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4066
[„Gunman’s Rapsody“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6836
[„Wilderness“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6956

„Cole & Hitch“:

1) „Appaloosa“ (2005)
2) „Resolution“ (2008)
3) „Brimstone“ (2009)
4) „Blue-Eyed Devil“ (2010)

„Jesse Stone“-Krimis:

1) [„Night Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6811
2) [„Trouble in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6816
3) [„Death in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6815
4) [„Stone Cold“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6810
5) [„Sea Change“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6812
6) [„High Profile“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6813
7) [„Stranger in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6814
8) [„Night and Day“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6873
9) „Split Image“

Die „Sunny Randall“-Reihe:

1) [„Family Honor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6831
2) [„Perish Twice“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6832
3) [„Shrink Rap“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6833
4) [„Melancholy Baby“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6834
5) [„Blue Screen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6835
6) [„Spare Change“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6852

Die „Spenser“-Reihe:

01 [„The Godwulf Manuscript“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6921
02 [„God Save The Child“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6951
03 [„Mortal Stakes“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6922
04 [„Promised Land“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6923
05 [„The Judas Goat“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6953
06 [„Looking for Rachel Wallace“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6954
07 „Early Autumn“
08 „A Savage Place“
09 [„Ceremony“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6952
10 „The Widening Gyre“
11 „Valediction“
12 [„A Catskill Eagle“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7066
13 [„Taming a Sea-Horse“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6839
14 „Pale Kings and Princes“
15 „Crismon Joy“
16 [„Playmates“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6867
17 [„Stardust“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6819
18 „Pastime“
19 „Double Deuce“
20 [„Paper Doll“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6818
21 [„Walking Shadow“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6820
22 [„Thin Air“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6872
24 [„Small Vices“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6829
25 „Sudden Mischief“
26 „Hush Money“
27 „Hugger Mugger“
28 [„Potshot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6821
29 [„Widow’s Walk“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6826
30 [„Back Story“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6842
31 [„Bad Business“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6840
32 [„Cold Service“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6844
34 [„Hundred Dollar Baby“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6838
35 [„Now and Then“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7117
36 [„Rough Weather“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7118
37 [„Chasing the Bear“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6837
38 [„The Professional“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6866
39 [„Painted Ladies“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6843
40 „Sixkill“

Andrea Camilleri – Der falsche Liebreiz der Vergeltung. Drei Kurzkrimis

Spannend wie immer: Montalbano unter Verdacht

„Commissario Montalbano findet seine Bestimmung“ lautet der Untertitel des neuesten Buches um den sizilianischen Ermittler mit der lebhaften Neigung zu gutem Essen und schönen Frauen. Das Buch besteht aus drei Erzählungen, und in der ersten erfahren wir endlich, wie sein Leben aussah, bevor er Kommissar in Vigàta wurde. Gab es vor Livia noch andere Liebschaften in seinem Leben? Und ob! Und warum fand er ausgerechnet in Vigàta seine Heimat? Fragen, die Montalbano-Fans seit jeher bewegt haben, werden nun beantwortet.

Der Autor
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Parker, Robert B. – A Catskill Eagle. Ein Spenser-Krimi

_Eine runde Sache: einfühlsamer Actionthriller_

„Ganz in Eile. Hawk sitzt in Mill River, Kalifornien, im Gefängnis. Du mußt ihn herausholen. Ich brauche auch Hilfe, Hawk wird es Dir erklären. Es steht schlimm, aber ich liebe Dich, Susan.“ – Dem Brief seiner ehemaligen Freundin Susan Silverman läßt der Bostoner Privatdetektiv Spenser augenblicklich Taten folgen. Doch dann jagt die Polizei der gesamten Vereinigten Staaten Spenser und seinen Gefolgsmann Hawk. Und um den eigenen und Susan Silvermans Hals zu retten, müssen sich der Detektiv und der schwarze Killer auf ein schmutziges Geschäft einlassen. Ihre Partner sind FBI und CIA …

Titel der Übersetzung: „Spenser auf der Flucht“ (1986 bei Ullstein).

|Hinweis|

Der Originaltitel beruht auf einem abgedruckten Zitat von Herman Melville, dem Autor von „Moby Dick“ (und vielen anderen Seeabenteuern). Das Bild vom Bergadler – gemeint ist vermutlich ein Weißkopfseeadler, das amerikanische Wappentier – aus den Catskill-Bergen meint eine Entität in der Seele mancher Menschen, die in der Lage sind, die tiefsten Tiefen wie auch die höchsten Höhen des seelischen Erlebens zu erkunden und doch unverändert weiterzufliegen. Worin diese Entität besteht, erklärt Melville jedoch nicht. Deshalb zeichnet er ja dieses Bild.

_Der Autor_

Der US-Autor Robert B. Parker, geboren 1932, gehörte zu den Topverdienern im Krimigeschäft, aber auch zu den fleißigsten Autoren – er hat bis zu seinem unerwarteten Tod im Januar 2010 über 50 Romane veröffentlicht. Am bekanntesten sind neben der „Spenser“-Reihe wohl seine etwa acht „Jesse Stone“-Krimis, denn deren Verfilmung mit Tom Selleck in der Titelrolle wurde 2010 vom ZDF gezeigt. Der ehemalige Professor für Amerikanische Literatur Robert B. Parker lebte mit seiner Frau Joan in Boston, Massachusetts, und dort oder in der Nähe spielen viele seiner Krimis.

_Handlung_

Daheim in Boston erhält Spenser einen verzweifelten Brief seiner Freundin Susan Silverman: „Hawk in Mill River im Gefängnis. Ich bin in Not. Komm schnell.“ Abgeschickt in San José bei San Francisco. Natürlich lässt Spenser nicht gleich alles stehen und liegen, sondern trifft erst einmal Vorbereitungen.

Von einer Anwaltskanzlei erfährt er, dass sein Kumpel Hawk tatsächlich wegen Mordes im Knast von Mill River sitzt – einer Kleinstadt, die sich ganz in der Hand des Industriemagnaten Jerry Costigan befindet. Dessen Sohn Russell habe Hawk zudem die Zähne eingeschlagen, als er Susan besuchte. Möglicherweise handelt es sich um eine Falle, in die Hawk gelockt wurde.

In Mill River lässt er sich wegen öffentlicher Trunkenheit und Urinierens von den Cops festnehmen. Nur wenige Stunden später zieht er eine Pistole aus dem Gipsverband an seinem Fuß und zwingt die nichtsahnenden Cops, ihn und Hawk freizulassen. Zusammen fahren sie zum letzten Domizil von Susan – sie ist nicht überstürzt abgereist, sondern planvoll, wie Spenser erkennt. Doch wohin? In San Francisco quartieren sie sich bei zwei Prostituierten ein und rauben deren Zuhälter Leo aus: Endlich haben sie mehr Geld als die mageren 200 Piepen, die Spenser mitgebracht hat. Doch wo steckt Susan?

Am besten fragen sie Costigan selbst. Doch der residiert in einer Art Festung, die sich über Mill River erhebt – und dorthin wollten sie eigentlich überhaupt nicht. Aber sie haben keine Wahl. Wer hätte gedacht, dass die Sicherheitsvorkehrungen des Magnaten so lasch sind? In Nullkommanix haben sie das Tor überwunden und pberwinden die erste Schicht von Wachleuten. Als sie endlich Costigan als Geisel haben, durchsuchen sie die Burg. Außer Mrs. Costigan finden sie niemanden. Susan muss bei Costigans Sohn Russell sein, aber wo?

Nach einem beschleunigten Rückzug redet Spenser mit Susans Psychotherapeutin in der Gegend von San Francisco. Dr. Hilliard macht ihm klar, dass sich Susan nicht zwischen ihm Spenser, und Russell Costigan entscheiden könne, sondern sich ihren eigenen Weg suchen müsse. Erst dann könne sie ein selbständiger Mensch sein, der auch ein guter Psyschotherapeut sei. Zum Abschied gibt sie ihm einen Tipp.

In den Wäldern des Staates Washington um den Crystal Peak liegt Costigans feudale Berg- und Jagdhütte. Spenser und Hawk schauen sich das Gebäude genau an. Sie wissen natürlich, dass die Sicherheitsleute schon vorgewarnt worden sein müssen. Nach einer ziemlich regnerischen Nacht wissen sie, dass etwa ein Dutzend Scharfschützen auf sie warten, gut versteckt im Wald ringsum. Aber wenn sie Susan, falls sie da ist, befreien wollen, müssen sie einen Weg hineinfinden.

Es geht aber auch umgekehrt. Wenn man in eine Festung nicht hineinkommt, muss man deren Bewohner dazu bringen, von selbst herauszukommen …

_Mein Eindruck_

Anders als in fast allen anderen „Spenser“-Romanen handelt es sich hier nicht um einen Krimi, der eine Ermittlung schildert, sondern um einen Actionthriller. Ich traute Parker diese Spielart durchaus zu, denn schon „The Judas Goat“ war ein echter Action-Hammer: Eine Terroristenhatz von London über Kopenhagen bis nach Montral (siehe dazu meinen Bericht).

|Wiedergänger|

Es überraschte mich daher auch nicht, dass der damalige Auftraggeber Spenser, Der Magnat Hugh Dixon, nun auch in „A Catskill Eagle“ wieder auftaucht. Der dankbare Mäzen gibt Spenser kurz mal ein Taschengeld von zehntausend Dollar – in kleinen Scheinen. Dieser Auftritt ist eine Reverenz des Autors – und eine Werbemaßnahme in eigener Sache. Auch das erneute Auftreten von Rachel Wallace, der lesbischen Feministin, fällt in diese Kategorie (siehe meinen Bericht über „Loking fort Rachel Wallace“). Rachel, der Spenser einst das Leben rettete, bildet die Recherche-Abteilung der Detektei Spenser.

|Action und Symmetrie|

„A Catskill Eagle“ schildert nicht weniger als vier Attacken des dynamischen Duos Spenser & Hawk, um Susan zu finden und zu befreien. Nach Mill River und der Berghütte geht es – nach einer Reorganisation – weiter nach Connecticut und wieder zurück in die Berge von Idaho. Diese Abfolge verleiht dem für die Verhältnisse des Parker-Frühwerks außergewöhnlich langen Roman eine stabile Symmetrie. Auf diese Weise austariert kann die Handlung auch noch eine ganze Reihe anderer Thema transportieren.

|Schurke Nr. 1|

Da ist als erstes Thema der Schurke im Stück. Jerry Costigan ist keineswegs ein großzügiger Menschenfreund à la Hugh Dixon, sondern eher das Gegenteil: Ein Rassist und Anti-Semit, entpuppt sich Costigan senior als Waffenproduzent und -händler, der sämtliche Interessengruppen, die eine Knarre haben wolle, versorgt, um einen Reibach zu machen.

Aber damit begnügt er sich nicht: Er bildet selbst „Militärberater“ aus, die er vor Ort nach Belieben einsetzen kann, um Rebellengruppen zu stärken oder zu schwächen beziehungsweise deren Opponenten in der Regierung. Kurzum: Der Milliardär Costigan schert sich keinen Deut um die Politik der US-Regierung, sondern spielt sein eigenes Spiel.

Das ist der US-Regierung natürlich ein Dorn im Auge. Schließlich kann es nicht angehen, dass ein einzelner Bürger ihre Strategie torpediert, sei es nun in kleinen Belangen oder in großem Maßstab. Auf diese Weise wurden schon kriege ausgelöst. Deshalb treten die CIA und das FBI in Gestalt von Agenten an Spenser und Hawk heran, als diese nach der Sache in Washington eine kreative Pause einlegen.

Dass der Chef der Bostoner Kripo, Martin Quirk, diesen Kontakt vermittelt, trägt dazu bei, Spenser zu beruhigen. Mit Quirk hat er schon lange gut zusammengearbeitet, auch wenn Spenser sich durch Unbotmäßigkeit nicht gerade zum Liebling der Cops gemacht hat. Quirk und die Agenten müssen Spenser und Hawk im Gegenzug für ihre Kooperation Straffreiheit zusichern. Und sie verschaffen ihnen als Erstes ein „sicheres Haus“. Denn Costigans Killers sind bereits auf der Suche nach ihnen.

|Schurke Nr. 2|

Susan muss sich bei Russell Costigan aufhalten. Dessen mehrfach betrogene Ehefrau Tyler residiert in Chicago und erzählt Spenser nicht nur von Russells Psychologie, sondern verrät ihm auch dessen aktuellen Aufenthaltsort in Connecticut. Erstmals hat der Privatdetektiv Gelegenheit, sich näher mit der Psyche seines Rivalen um Susans Hand zu befassen. Russell ist als einziges Kind des Konzernchefs verwöhnt und nutzt dies aus, um gegen seinen Vater zu rebellieren.

Dass er dem Antisemiten Jerry nun auch noch eine jüdische Freundin präsentiert, ist ein weiterer Tort gegen den Tyrannen. Es ist die klassische Ödipuskonstellation. Und obwohl Mrs. Costigan charakterlich die Schwächste der drei ist, manipuliert sie beide Männer doch nach Strich und Faden. Auch dies ist höchst interessant, um einen Ansatzpunkt für den nächsten und den finalen Angriff zu finden. Dass Tyler Susan aber als „Hure“ bezeichnet, verbittet sich Spenser.

|Susan Silverman|

Wie in dem Muster eines Ritter-Epos, das Spenser und Hawk immer wieder ironisch zitieren, spielt Susan quasi die Rolle der Jungfer in Not, die aus dem Bau des Drachen geholt werden muss. Den Drachen selbst gilt es anschließend zu erschlagen – was mich außerdem zu Erinnerungen an Bilbo Beutlin, den tolkienschen Meisterdieb, veranlasste (der wiederum Vorbilder in den isländischen Sagas hat) – auch wenn Bilbo den Drachen in seinem Fall NICHT erschlägt. Er hat Besseres zu erledigen, z. B. den Diebstahl eines Schatzes aus dem Drachenhort.

Wie auch immer: Susan Silverman ist vor Spenser in Russells Arme geflohen. Diese erstaunliche Tatsache muss Spenser erst einmal anerkennen und verarbeiten. Gar nicht so einfach, wenn einem dabei das Herz blutet (siehe dazu meinen Bericht über den „Spenser“-Krimi „Valediction“). Dr. Hilliard erklärt ihm Susans Lage und dass sie sich weiterentwickeln wolle, bevor sie zu Spenser zurückkehren könne. Denn Susan sei zu Russell bereits auf Distanz gegangen, habe er doch keinen Respekt für ihre Wünsche und betrüge sie mit seinen anderen Geliebten – von seiner Gattin Tyler ganz zu schweigen.

Es nützt Spenser also erst einmal wenig, Susan aus Russells Klauen befreit zu haben. Sie ist noch längst nicht bereit, zu ihm zurückzukommen. Und er muss ihr versprechen, Russell nicht zu töten. Gar nicht so einfach, wenn die US-Regierung darauf besteht.

Die Figur Susan erfordert vom Leser, sich in ihre Lage zu versetzen. Es führt zu nichts, sich nur auf die Action zu konzentrieren und dann Spensers Handlungsweise gegenüber Russell Costigan nicht zu verstehen. Ich fand Susans Passivität etwas enervierend, aber ihre Entwicklung ist eben innerlich statt äußerlich. Sowohl Spenser als auch Hawk respektieren das. Wir sollten es auch.

_Unterm Strich_

„A Catskill Eagle“ bildet für mich, der ich schon über 30 Spenser-Krimis gelesen und besprochen habe, den krönenden Höhepunkt von Parkers Frühwerk. Immer wieder verweist Spenser später auf die hier geschilderten Ereignisse. Da Parker 1973 sein Debüt gab, dauerte diese Periode rund 13 Jahre.

Die zweite und mittlere Periode würde ich bis 1997 datieren, also weitere zwölf Jahre, denn 1997 erschien der erste Roman der Jesse-Stone-Reihe und wenig später das Debüt der „Sunny Randall“-Reihe – Parkers endgültiger Durchbruch. Der endgültig letzte „Spenser“-Krimi (Nr. 39) erscheint im Mai 2011 mit „Sixkill“.

|Ritter-Epos|

Der vorliegende Roman ist kein Krimi, der eine Ermittlung schildert, sondern ein Actionthriller, der Züge eines mittelalterlichen Ritter-Epos à la „Sir Gawain und der grüne Ritter“ aufweist (über das die beiden Helden ständig witzeln). Spensers geliebte Susan wurde jedoch keineswegs entführt, sondern ist vor ihm geflohen. In Kalifornien ist sie leider dem Schürzenjäger Russell Costigan aufgesessen, der sie nicht mehr weglassen will. Daher ihr knapper Hilferuf an Spenser.

|Apocalypse Now|

Zum anderen handelt es sich um Parkers Variante des Themas „Apocalypse Now“, das bekanntlich auf dem Roman „Heart of Darkness“ von Joseph Conrad beruht. Ein Mann wird von der Regierung ausgeschickt, um Colonel Kurtz zu töten, der eine Rebellenherrschaft im Dschungel errichtet hat. Spensers Begrüßung „Hallo, Kurtz!“ für Jerry Costigan liefern den Schlüssel zum Verständnis dieses Aspektes des Thrillers. Allerdings dreht Spenser wieder mal sein eigenes Ding, denn was kann man von den „Clowns“ in Washington schon als Belohnung erwarten?

Die Handlung führt unsere beiden edlen Ritter – einer weiß, einer schwarz – wieder zusammen und zu vier Attacken gegen die beiden Costigans. Ich fand die Action vergleichbar mit den Werken von Autoren wie Eric Lustbader, Andy McNab oder Lee Child. Auch ein oder zwei Gegenangriffe werden bravourös gemeistert.

Der Actionfan wird keineswegs enttäuscht, wie ich befürchtet hatte. Und wer ein Gran Sinn für Humor hat, wird ebenso auf seine Kosten kommen wie der Freund von Psychologie und Romanze. Der Roman bildet ein kleines Schatzkästlein im Gewand eines Thrillers.

|Taschenbuch: 311 Seiten
ISBN-13: 978-0140084757|
[Verlagshomepage]http://us.penguingroup.com

_Robert B. Parker bei |Buchwurm.info|:_
[„Der stille Schüler“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4066
[„Gunman’s Rapsody“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6836
[„Wilderness“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6956

„Cole & Hitch“:

1) „Appaloosa“ (2005)
2) „Resolution“ (2008)
3) „Brimstone“ (2009)
4) „Blue-Eyed Devil“ (2010)

„Jesse Stone“-Krimis:

1) [„Night Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6811
2) [„Trouble in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6816
3) [„Death in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6815
4) [„Stone Cold“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6810
5) [„Sea Change“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6812
6) [„High Profile“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6813
7) [„Stranger in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6814
8) [„Night and Day“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6873
9) „Split Image“

Die „Sunny Randall“-Reihe:

1) [„Family Honor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6831
2) [„Perish Twice“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6832
3) [„Shrink Rap“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6833
4) [„Melancholy Baby“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6834
5) [„Blue Screen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6835
6) [„Spare Change“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6852

Unter anderem in der „Spenser“-Reihe, die 39 Romane umfasst, erschienen:

[„The Godwulf Manuscript“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6921
[„Paper Doll“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6818
[„Stardust“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6819
[„Potshot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6821
[„Walking Shadow“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6820
[„Widow’s Walk“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6826
[„Chasing the Bear“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6837
[„Hundred Dollar Baby“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6838
[„Taming a Sea-Horse“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6839
[„Bad Business“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6840
[„Back Story“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6842
[„Painted Ladies“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6843
[„Cold Service“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6844
[„The Professional“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6866
[„Playmates“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6867
[„Thin Air“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6872
[„Small Vices“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6829
[„Promised Land“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6923
[„Mortal Stakes“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6922
[„God Save The Child“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6951
[„Ceremony“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6952
[„The Judas Goat“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6953
[„Looking for Rachel Wallace“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6954
„Hugger Mugger“ …

Stephen Amidon – Das Ende von Eden

Inhalt

Emerson ist eine wohlhabende und scheinbar idyllische amerikanische Vorstadt. Doch dann wird die junge Eden in einer der schönsten Villen dort tot aufgefunden. Bald stellt sich heraus, dass drei Jugendliche in der Mord-Nacht bei Eden waren: Hannah, ein liebes, aber psychisch labiles Mädchen. Ihr launenhafter Freund Jack, Sohn der reichsten Familie vor Ort. Und Christopher, ein Außenseiter, der verzweifelt versucht dazuzugehören. Die Eltern der drei tun alles, um ihre Kinder zu schützen – selbst auf Kosten der anderen. Und noch dazu haben sie ihre je eigenen Motive, um verhindern zu wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Die Handlung beginnt sofort unheilvoll, mysteriös und spannend: Während einer nächtlichen Autofahrt erlebt der alkoholisierte Patrick etwas sehr Befremdliches. Etwas von großer Bedeutung, dass die Macht hat Leben zu retten oder zu zerstören, allerdings ist ihm das nicht klar… Stephen Amidon – Das Ende von Eden weiterlesen

Grimes, Martha – Mädchen ohne Namen, Das

_Hanni und Nanni auf Männerjagd_

Eine einfühlsame Mischung aus Roadmovie, Hanni und Nanni und „Am wilden Fluss“, doch beileibe kein Psychothriller à la „Schweigen der Lämmer“. Hier treten keine Serienmörder und FBI-Profiler, sondern lediglich zwei junge, aber überraschend couragierte Frauen auf. Sie haben das Rätsel der Herkunft der einen zu lösen und müssen dazu einen gefährlichen Unbekannten aufstöbern.

|Die Autorin|

Die Amerikanerin Martha Grimes ist eine der bekanntesten Krimiautorinnen der Welt. Zuletzt begeisterte ihr Roman „Die Treppe zum Meer“ und „Was am Meer geschah“ Leser und Kritik gleichermaßen. Sie lebt u.a. in Santa Fé, New Mexico, wo auch der vorliegende Roman beginnt.

_Handlung_

Eine 17-jährige junge Frau wacht eines Morgens in einem Motel in der Nähe von Santa Fé, New Mexico, auf. Über dem Stuhl hängen Kleidungsstücke eines Mannes, doch der ist verschwunden. Und sie kann sich weder an ihn noch ihren eigenen Namen erinnern. Alles ist weg: die letzte Nacht, ihre Herkunft, nur noch Bruchstücke tauchen aus ihrem Gedächtnis auf.

Klar, dass die junge Frau ziemliche Angst verspürt. Sie hat keine Ahnung, wie sie hierher kam. Als sie von der redseligen Wirtin des Motels, Patsy Orr, die Auskunft erhält, sie sei am Abend zuvor mit ihrem ‚Daddy‘ angereist, steigert sich ihre Angst zu Panik. Was hat dieser unbekannte ‚Daddy‘ mit ihr angestellt? Sie schnappt sich sechshundert Dollar aus der Jacke des Unbekannten, der in die Stadt gefahren ist und bald zurückkehren will. Dann schnappt sie sich ihren Rucksack, auf dem die Initialen ‚A.O.‘ eventuell ihre eigenen sind. Aus dem Wagen ‚Daddys‘ entwendet sie eine halbautomatische Pistole und macht sich auf die Socken.

Auf ihrer Flucht lässt sie sich von einem Mann mit sehr blauen Augen mitnehmen, der sie in die nahen Sandia-Berge bringen kann. Könnte er ihr ‚Daddy‘ sein? Herrje, fast jeder könnte ‚Daddy‘ sein! Offenbar darüber beruhigt, dass sie ihn nicht wiedererkannt hat, verabschiedet er sich wieder. Zum Glück findet sie eine abgelegene Berghütte, in der sie sich einrichten kann. Von den SANDIA-Bergen leitet sie ihren neuen Namen ab: ANDI. Und weil die Initialen auf dem Rucksack ‚A.O.‘ lauten, nennt sie sich fortan Andi Olivier und erfindet eine ganze Familie samt ihrer Geschichte. Nachdem sie merkt, dass jemand während ihrer Abwesenheit in der Hütte war (Daddy?!), beginnt sie mit Schießübungen und kann schon bald passabel mit der Knarre umgehen. Das wird für sie noch wichtig.

Dort in den Bergen rettet sie gefangene und verletzte Wildtiere aus den Schlingen und Fallen der Wilderer. Um die Schmerzen der Tiere zu lindern, braucht sie Morphium und ähnliche Stoffe. Die besorgt sie sich klammheimlich aus der Apotheke des nächsten Dorfes, in der sie sich einschließen lässt. Beim dritten Mal wird sie allerdings erwischt. Die 14-jährige Mary Dark Hope findet heraus, wozu Andi diese Substanzen klaut, und freundet sich sofort mit ihr an. Mary ist Vollwaise, die nicht nur Eltern, sondern auch ihre Schwester verloren hat und nun von ihrer Haushälterin Rosella betreut wird.

Mary ist geschockt, als sie herausbekommt, welches Schicksal Andi widerfahren ist. Sie sieht auch ein, dass sie ‚Daddy‘ finden müssen, der angeblich aus Idaho kommt und kurz in der Spielerstadt Cripple Creek abgestiegen war. Obwohl die beiden keinen Führerschein haben, fahren sie nach Cripple Creek und Idaho. Auf dem Weg tun sie etwas, was am Ende ausschlaggebend wird für das Urteil, das sie über ‚Daddy‘ fällen: Sie befreien Wildtiere und misshandelte Haushunde aus ihrer Not. Das führt mitunter zu komischen Szenen, die sich im menschenleeren Westen schnell herumsprechen. Allerdings verdächtigt niemand die beiden Mädchen.

Erst in Idaho treffen sie auf ‚Daddy‘, eine miese Ratte, der wirklich alles zuzutrauen ist. Vorgeblich ein Führer bei Wildwasserfahrten – sie machen eine davon mit – hat Daddy auch eine Vorliebe für illegale Wildtierjagden, Kinderpornofotos und Frauenmisshandlungen. Zum Glück finden Andi und Mary schnell einen Verbündeten, mit dessen Hilfe sie es mit Daddy und seinen Kumpanen aufnehmen können, bis zum bitteren Ende …

|Zum Klappentext|

Der Klappentext erzählt mal wieder Unsinn. Es geht nicht um einen „mysteriösen Verfolger“, denn der ist bereits über alle Berge und wiegt sich in Sicherheit, als Andis Geschichte beginnt. Außerdem würde ich nicht sagen, dass dies ein „Psychothriller“ ist. Vielmehr musste ich rund 240 Seiten warten, bis die beiden Mädchen in Idaho ankommen, wo sie dann wenigstens herausfinden, um wen es sich bei ‚Daddy‘ handelt. Das Finale ist noch in weiter Ferne. Davor kommen noch jede Menge Roadmovie und Wildwasserabenteuer.

_Mein Eindruck_

Der Roman ist sehr schnell und flüssig zu lesen – ein Zeichen für gute Erzählkunst. Es bereitet auch keinerlei Mühe, selbst komplexere Zusammenhänge und Andeutungen zu verstehen. Der Leser, der gut kombinieren kann, wird schon das Ende der ‚Daddy‘-Handlung voraussehen können. Es kommen auch nur sehr wenige überraschende Wendungen vor, die einen in die Irre führen könnten. Vielmehr öffnet sich das Geheimnis um Daddy wie eine große Blüte. Andi und Mary setzen auf ihrer Tour nach Idaho alle Indizien zusammen, bis sie recht genau wissen, was sie dort erwartet.

Die beiden Mädchen entwickeln ihre jeweils unterschiedlichen Persönlichkeiten rasch weiter. Mary, die den Großteil der Handlung erzählt, ist als die Jüngere weitaus vorsichtiger und zaghafter. Andi hingegen scheint sich zu einer entschlossenen Frau zu entwickeln, die manchmal mit einem Pokergesicht die härtesten Fragen stellt. Ihr alter Kumpel Reuel vergleicht Andi mit einem vor langer Zeit abgeschossenen Pfeil, der nun bald in sein Ziel einschlagen muss. Andi ist die Faszinierendere von beiden, doch durch ihr entschlossenes Schweigen wirkt sie unnahbar, wenn nicht sogar furchterregend. Sie jagt nicht nur Mary, sondern auch ‚Daddy‘ Angst ein. Und „Janie’s got a gun“!

Nachdem Andi wieder aus ihrem Leben verschwunden ist, sieht sich Mary außerstande, so wie bisher weiterzumachen: die Augen vor dem Bösen, das Menschen tun, zu verschließen. Und so wird sie auf ihre eigene stille Art eine Heldin. Natürlich geht es um Tiere, aber nicht nur.

Mit Marys Tun klagt die Autorin die korrupten Zustände in den Vereinigten Staaten an, wenn es um den Schutz von Tieren und die Beachtung des Washingtoner Artenschutzabkommens geht. Mit dem Schicksal Andis und Daddys Verbrechen prangert sie offen das Verhalten der Bevölkerung gegenüber missbrauchten Mädchen und Frauen an. Man schaut lieber weg, als etwas dagegen zu unternehmen.

|The mystery stranger – der Fremde ohne Namen|

Wie Clint Eastwood in „Pale Rider“ und anderen Filmen tritt Andi als Beschützerin der Bedürftigen auf. Selbst eine Vollwaise und ohne Namen oder Herkunft in diese Welt geworfen, solidarisiert sie sich mit den schutzlosen Wildtieren und mit einer anderen Waise, Mary Dark Hope (‚dunkle Hoffnung‘ – dieser Beiname wird leider nie erklärt). Dass sie dabei zwangsläufig auch der Ursache dieses Zustands auf den Grund gehen muss, ist konsequent. Daddy verrät ihr, dass sie nach einem schrecklichen Busunglück als einzige Überlebende am Straßenrand entlangstolperte, als er sie auflas. Warum sie überlebte, wird im Dunkeln gelassen.

|Hanni & Nanni|

Meine Überschrift bezieht sich auf die bekannte Mädchenbuchserie und nimmt sie ein wenig auf die Schippe. Aber wie schon angedeutet, muss man sich 240 Seiten lang gedulden, bis die beiden endlich in so etwas wie eine brenzlige Situation geraten. Die Autorin ist zunächst auffällig konfliktscheu. Dafür kommen die finalen Auseinandersetzungen umso härter daher.

Wendet sich Martha Grimes also an ein jugendliches Publikum? Durchaus. Doch von diesen gedämpften, geradezu netten Anfängen führt sie die Leser zu immer provozierenderen Szenarien und Enthüllungen. Schließlich ist Mary, ihre Protagonistin, mehrmals so weit, einfach nur noch abhauen zu wollen, um die Augen weiterhin vor der Wahrheit verschließen zu können. Als dies nicht mehr geht, ist sie selbst ein abgeschossener Pfeil.

_Mein Eindruck_

„Das Mädchen ohne Namen“ kommt ohne große Dramatik und Action daher, denn die Opferzahl scheint gering zu sein. Doch das täuscht. Denn für die Autorin zählen auch jene zu den Opfern, die nicht getötet wurden, sondern lediglich permanente Opfer der Gewalt von Männern sind: misshandelte Frauen, missbrauchte Kinder, sinnlos abgeschlachtete Wildtiere.

Immer wieder habe ich mich über den Mut der beiden jungen Frauen gewundert, und dieser Mut ist übertragbar, wie sich zeigt. Insofern ist dies kein Psychothriller à la „Schweigen der Lämmer“, sondern ein Aufruf an die Leser, besonders an die Frauen, sich auf die Hinterbeine zu stellen und etwas zu tun. Denn „es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ (E. Kästner).

|Der Originaltitel|

„Biting the moon“ wird zum Glück erklärt. Dieses „Beißen des Mondes“ scheinen die Kojoten zu tun, wenn sie den Erdtrabanten anheulen. Das Bild lässt sich leicht auf Andis psychische Verfassung übertragen. Eine schöne, passende Metapher.

|Originaltitel: Biting the moon, 1999
Aus dem US-Englischen übertragen von Cornelia Walter|

James Patterson & Brendan DuBois – Blow Back

Trump sei Dank: Kampf gegen den Präsidenten

Der neue US-Präsident fühlt sich von der Vorsehung dazu ausersehen, die Feinde des amerikanischen Imperiums nicht nur in aller Welt, sondern auch im Inland zu bekämpfen. Damit haben die CIA- und anderen Agenten ein Problemen: Sie haben auf die Verfassung geschworen, nicht auf einen Politiker. Inländische Tätigkeit ist ihnen verboten. Daher bildet der Präsident seine eigene, geheim operierende Truppe. Liam Grey und Noa Himel erledigen ihre Arbeit, doch der Feind schlägt zurück. Und Liam erkennt ein weiteres Problem: Der Präsident ist eindeutig paranoid. Doch er sitzt am längeren Hebel und besitzt in seinem Assistenten ein Mann fürs Grobe… (Verlagsinfo)

Die Autoren
James Patterson & Brendan DuBois – Blow Back weiterlesen

Henrike Heiland – Zum Töten nah (Verdeckte Ermittlungen 2)

Band 1: „Späte Rache

Das Ermittlerduo aus Rostock, bestehend aus Hauptkommissar Erik Kemper und der Kriminalpsychologin Anne Wahlberg, scheint sich bewährt zu haben, denn mit „Zum Töten nah“ haben die beiden ihren zweiten Fall zu lösen.

Dieses Mal geht es um die Leiche eines farbigen Nachwuchsspielers des |Hansa Rostock|, die verbrannt im Hafen entdeckt wird. Zur gleichen Zeit will ein Zeuge den BMW des Kripobeamten Kai Hauser dort gesehen haben, und Kai, der an diesem Abend sehr betrunken war, kann sich nicht erinnern und hat kein hieb- und stichfestes Alibi. Zudem findet sich in der Nähe der Leiche das Handy eines stadtbekannten Kleindealers, der zuletzt von Kai Hauser angerufen wurde.

Alle Indizien zeigen auf Hauser, doch Anne Wahlberg, zu deren besonderen Fähigkeiten es gehört, immer sicher zu wissen, ob jemand die Wahrheit sagt, ist von seiner Unschuld überzeugt. Auch die Kollegen wollen nicht glauben, dass Hauser ein Mörder ist. Doch die Ermittlungen nehmen keine gute Wendung, denn plötzlich steht ein junges Mädchen im Mittelpunkt: Lilith, die Tochter des Kriminaloberrats Roland Behrens, dem Vorgesetzten von Kemper.

Als ein junger, aufstrebender Schauspieler ermordet wird, stellt sich heraus, dass Lilith sich vorher mit ihm getroffen hat … Henrike Heiland – Zum Töten nah (Verdeckte Ermittlungen 2) weiterlesen

Jilliane Hoffman – Morpheus. (Townsend 02) Thriller

Thriller-Soufflé mit viel heißer Luft

Staatsanwältin Chloe J. Townsend (ehemalige Larson) schmiedet Hochzeitspläne mit Special Agent Dominick Falconetti, mit dem sie vor drei Jahren die Cupido-Morde aufklärte. Doch eine Reihe von Polizistenmorden schreckt die beiden Turteltäubchen auf. Die Medien nennen den Killer „Morpheus“. Alle Cops wurden übel verstümmelt, doch wie sich zeigt, hatten alle Dreck am Stecken – und fast alle waren in den Cupido-Fall verwickelt. Die Staatsanwältin hat ein dunkles Geheimnis. Und das Monster, das im Todestrakt auf den Tag der Rache wartet, möchte ihr noch etwas sagen …

Die Autorin
Jilliane Hoffman – Morpheus. (Townsend 02) Thriller weiterlesen

Robert Harris – Angst. Thriller

Der Hedgefonds ist das Monster

Der Physiker Alex Hoffmann hat eine Software geschrieben, mit der sein Hedgefonds hohe Profite erzielen soll – mit der Angst der Anleger. Nun hat es offenbar jemand auf ihn abgesehen. Es beginnt mit einem Einbruch, geht weiter mit mysteriösen Überweisungen und Einladungen, und mit einem Mord endet es noch lange nicht. Wird Alex, die Geister, die er rief, wieder los?

Der Autor

Robert Harris – Angst. Thriller weiterlesen

Gerhard J. Rekel – Der Duft des Kaffees. Die Geschichte einer Verschwörung

Lob der Bohne: Ohne Kaffee tote Hose

In Hamburg, Berlin und anderen deutschen Großstädten brechen Menschen unvermittelt mit Herzrhythmusstörungen und Schwindelanfällen zusammen. Auch Hans Brionis Sohn Jakob gehört dazu. Brioni ist ein Feinkost-Kaffeeröster mit einem Laden in Berlin. Daher hat er ein persönliches Interesse, den oder die Verursacher dieser Unfälle aufzuspüren: Denn alle Opfer tranken vor ihrem Zusammenbruch Kaffee vom Röster Drachus. Brioni tut sich mit der angehenden Fernsehreporterin Agathe Weidemann zusammen und gemeinsam kommen sie einer nationalen Verschwörung auf die Spur.

Der Autor
Gerhard J. Rekel – Der Duft des Kaffees. Die Geschichte einer Verschwörung weiterlesen

Indriðason (Indridason), Arnaldur – Frevelopfer

_Die Tandoori-Connection: Wozu man Rohypnol braucht_

In einer Wohnung mitten in Reykjavík findet die Polizei einen jungen Mann mit durchtrennter Kehle. Der Täter scheint das Opfer gekannt zu haben, denn nichts weist auf einen Einbruch hin. Kommissarin Elinborg findet am Tatort einen Kaschmirschal, der einen Geruch nach Tandoori-Gewürz verströmt, und in der Jackentasche des Toten die Vergewaltigungsdroge Rohypnol. Kommissar Erlendurs Kollegin ahnt, dass dieser Mord die Rache für ein brutales Verbrechen war – für Freveltaten, die nie gesühnt werden können … (erweiterte Verlagsinfo)

_Der Autor_

Arnaldur Indriðason, Jahrgang 1961, war Journalist und Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung. Heute lebt er als freier Autor bei Reykjavík und veröffentlicht mit großem Erfolg seine Romane. Sein Kriminalroman „Nordermoor“ hat den „Nordic Crime Novel’s Award 2002“ erhalten, wurde also zum besten nordeuropäischen Kriminalroman gewählt, und das bei Konkurrenz durch Håkan Nesser und Henning Mankell! Trotz seines Erfolgs sollte man nicht meinen, dass Island von einer Verbrechenswelle heimgesucht wird. Laut Verlag gibt es dort nur drei Morde pro Jahr.

Bisher ins Deutsche übersetzte Romane (alle bei |Lübbe|):

Die Erlendur-Romane:

|Synir Duftsins|, 1997 (deutsch: [Menschensöhne, 1217 2005)
|Dauðarósir|, 1998 (deutsch: [Todesrosen, 5107 2008)
|Mýrin|, 2000 (deutsch: [Nordermoor, 402 2003)
|Grafarþögn|, 2001 (deutsch: [Todeshauch, 2463 2004)
|Röddin|, 2002 (deutsch: [Engelsstimme, 2505 2004)
|Kleifarvatn|, 2004 (deutsch: [Kältezone, 4128 2006)
|Vetrarborgin|, 2005 (deutsch: [Frostnacht, 3989 2007)
|Harðskafi|, 2007 (deutsch: Kälteschlaf, 2009)
|Myrká|, 2008 (deutsch: Frevelopfer, 2010)

Andere Romane:

|Napóleonsskjölin|, 1999 (deutsch: [Gletschergrab, 3068 2005)
|Bettý|, 2003 (deutsch: [Tödliche Intrige, 1468 2005)
|Konungsbók|, 2006 (deutsch: [Codex Regius, 5554 2008)

_Handlung_

Kommissar Erlendur ist nach Ostisland gereist, um dort Urlaub im Land seiner Kindheit zu verbringen. Deshalb übernimmt Inspektorin Elinborg den neuesten Fall. In der Reykjavíker Innenstadt ist in einem Haus die Leiche eines jungen Telefontechnikers namens Runolfur aufgefunden worden. Zunächst können nur die Spuren am Tatort zum Täter führen, doch diese Spuren geben Elinborg und ihren Kollegen Rätsel auf.

Da Runolfur die Kehle sauber durchgeschnitten wurden, findet sich jede Menge Blut in seiner Wohnung, aber kein Tatwerkzeug, ein scharfes Messer oder Skalpell. Rätselhaft findet Elinborg, dass er ein viel zu kleines T-Shirt mit dem Aufdruck „SAN FRANCISCO“ trägt – es ist in einer Frauengröße. Das Stichwort „Frau“ führt zu dem Fläschchen Rohypnol, das in seiner Jackentasche gefunden wurde. Hat er die Vergewaltigungsdroge, die auch als Schlafmittel verschrieben wird, eingesetzt, um ein Opfer gefügig zu machen?

Alles deutet darauf hin, dass er Sex gehabt hat. Nur dass von der Frau selbst jede Spur fehlt. Außer dem T-Shirt natürlich – und einem unter dem Bett liegenden Halstuch, das durchdringend nach dem indischen Gewürz Tandoori riecht, welches Elinborg selbst gerne verwendet. Im Bett finden sich schwarze Haare, die nicht zu Runolfur gehören – Frauenhaare, wie sich im Labor herausstellt.

Zunächst scheint die erste Theorie zum Tathergang naheliegend: Runolfur bagert in einer Bar der Innenstadt eine Frau an, die er vielleicht schon aus seiner Tätigkeit als Telefontechniker kennengelernt hat. Dadurch hatte er Zugang zu Privatwohnungen, wo er DSL-Leitungen verlegt. Sie lässt nichtsahnend von ihm zu ein paar Drinks einladen, und in einen davon schüttet er eine ausreichende Dosis Rohypnol. Sie wird völlig willenlos, lässt sich zu ihm mitnehmen, der Rest ergibt sich – bis sie dann aufwacht, ohne sich an irgendetwas erinnern zu können. Denn das ist das Fiese an Rohypnol: Es unterdrückt die Erinnerung. Diese schöne Theorie hat nur einen Haken: Warum fand sich dann auch in Runolfurs Mund und Kehle genügend Rohypnol, um auch ihn gefügig zu machen? Gibt es einen dritten Beteiligten?

Zunächst macht sich Elinborg auf die Suche nach der Herkunft der Spuren. Sie bekommt von einer für verrückt gehaltenen alten Dame, die Angst vor elektromagnetischer Strahlung hat, die Aussage, dass sie in jener Nacht einen Mann „mit einer Antenne am Bein“ vorübereilen gesehen habe. Bei näherer Nachfrage stellt sich heraus: es war eine Beinorthese, um ein verkümmertes Bein zu stützen und aufrechtzuhalten. Da Kinderlähmung seit 1956 auf Island per Impfung ausgerottet ist, muss es sich um einen älteren Mann handeln. Fehlt nur noch die Tandoori-Connection.

Auf der Suche nach der Quelle des Rohypnols werden Elinborg und ihr Kollege Sigurdur Oli ebenfalls fündig. Der Dealer Valur hat es Runolfurs Freund Edvard verkauft, der sich als Runolfur ausgab. Edvard ist ein Lehrer und großer Freund von Videos alter Spielfilme. Er tut, als könne er kein Wässerchen trüben. Das Rohypnol habe er nur besorgt, weil sein Kumpel unter Schlafstörungen litt. Aber klar doch. Elinborg observiert ihn vorsichtshalber und bekommt gesteckt, dass Edvard vor Jahren im nahen Akranes an einer Schule lehrte, an der die 19-jährige Schülerin Lilja verschwand. Sie wurde bis heute nicht gefunden. Auch in dieser Sache mauert Edvard. Elinborg glaubt, dass er lügt.

Nach Tagen hartnäckigen Fragens zahlt sich endlich ihr Spürsinn aus: Die Tandoori-Connection existiert. Ein älterer Mann hat einen Tandoori-Topf gekauft, und die Verkäuferin hat die Quittung aufbewahrt. Doch als Elinborg endlich die Wahrheit über das OPFER erfährt, wird der Fall noch komplizierter. Dass der Vater des Opfers die Schuld auf sich nimmt und ein Geständnis ablegt, überzeugt Eliborg nicht. Der Vater erwähnt einen Geruch wie von Schmieröl, wie ihn Elinborg nur zu gut von ihrem Gatten, einem Automechaniker, kennt.

Ihr feines Näschen führt Elinborg zurück in Runolfurs Heimatdorf …

_Mein Eindruck_

Der Bestsellerautor greift diesmal ein heikles Thema auf und hinterfragt die Einstellung der Gesellschaft dazu: Vergewaltigung. Bei einem kleinen Volk wie den Isländern, die nur rund 300.000 Menschen zählen, haben Vergewaltigungsfälle mitunter weitreichende Folgen. Sie müssen also auffallen, besonders dann, wenn sie an der Tagesordnung zu sein scheinen. Doch wie gehen Mitmenschen, Polizisten und Justiz damit um, lautet Indriðasons Frage, und die Antwort fällt enttäuschend aus. Der Täter, sollte er überhaupt angezeigt oder gefunden werden, kommt mit unter zwei Jahren Haft davon, womöglich noch mit Bewährung. Das ist Indriðason viel zu wenig, und sein Krimi zeigt, warum.

Runolfurs erstes Vergewaltigungsopfer ist ein junges unbeschwertes Mädchen in der Provinz, das nach dieser Tat seinen Charakter völlig verändert. Statt den Täter anzuzeigen, frisst es die Scham in sich hinein. Noch Jahre nach dem demütigenden Missbrauch leidet die junge Frau darunter, bis sie schließlich das Leid nicht mehr aushält und sich umbringt – nicht ohne ein Vermächtnis hinterlassen zu haben …

Auch in Reykjavík stößt Elinborg auf solche Frauen. Unnur beispielsweise traut sich kaum noch vors Haus, trifft nicht mehr ihre Freundinnen und muss von ihrer Mutter beschützt werden. Auch Runolfurs letztes Opfer leidet an den seelischen Verletzungen, doch ihr kann wenigstens, wie Unnur, durch psychologische Betreuung seitens der Stadt geholfen werden. Ob diese Behandlung jedoch wirklich hilft, scheint eher fraglich, wenn man Unnurs Zustand und Verhalten berücksichtigt.

Durch Rohypnol, auch „Roofie“ genannt, ist Vergewaltigung heutzutage ein Kinderspiel geworden. Eine oder zwei Pillen in den Drink des Opfers und es wird willenlos und schwach wie ein Kind. Indirekt warnt der Autor also Frauen davor, sich solche Drinks spendieren zu lassen, egal ob in einer Bar oder einem Tanzklub. Es kann überall passieren. Für die Opfer, die irgendwo an der Straßenrand erwachen, ist hinterher umso schlimmer, dass sie sich an rein gar nichts erinnern können. Das begünstigt die Täter noch.

Was den Opfern umso mehr zusetzt, ist das Schweigen. Mit ihrer schweigenden Duldung nehmen alle Dorfbewohner ihre Kenntnis um Täter und Opfer hin und billigen somit das Verbrechen im Nachhinein. Das verleitet das Opfer zum Glauben, es selbst müsse an der Vergewaltigung schuld sein, sonst würde ja der Täter bestraft, oder? Die bereits zerstörte Selbstachtung wird zusätzlich noch durch Scham und Schuldgefühle ergänzt, so dass die Lage schließlich hoffnungs- und ausweglos erscheint.

Doch ist Selbstjustiz die geeignete Lösung, um die immer wieder zu Tage tretende Gleichgültigkeit der Gesellschaft auszugleichen? Das ist eine wichtige Frage, die der Autor aufwirft und am Schluss des Buches zudem beantwortet. Es ist natürlich nicht in Ordnung, denn allzu oft trifft die Selbstjustiz den Falschen, einen zu Unrecht Verdächtigten. Und wo kämen wir hin, wenn das Faustrecht wieder eingeführt würde? Wir würden wieder in jenem Mittelalter landen, als für den Erschlagenen ein Blutgeld, das Wergeld, gezahlt werden musste, um eine Familienfehde abzuwenden, die Jahrzehnte andauern konnte. Angeblich gibt es das mittelalterliche Fehdensystem in Albanien bis heute.

Die einzige legitime Lösung besteht für den Autor also in der geänderten Bewertung des Vergewaltigungsverbrechens (das in manchen Ländern noch nicht einmal diesen Status hat). Die Strafen müssen drastisch erhöht werden, bis, so vermute ich, Vergewaltigung gleichgesetzt wird mit schwerer Körperverletzung. Dann dürften es sich die Täter zweimal überlegen, ob sie wirklich etwas begehen wollen, was zuvor als Kavaliersdelikt galt.

|Die Übersetzung|

Coletta Bürling hat wieder einen beachtlich guten Job erledigt. Ich fand nur einen Fehler und einen Zweifelsfall. Auf Seite 134 heißt es einmal „ihn ihr“ statt „in ihr“. Auf Seite 283 benutzt sie dann das mir bis dato unbekannte Wort „Rasierhobel“. Offenbar handelt es sich um ein Utensil für die Nassrasur des Mannes. Aber es würde mich schon aus persönlichen Gründen interessieren, was es genau damit auf sich hat. Ich würde jedenfalls nicht an mir rumhobeln wollen. Denn beim Hobeln fallen bekanntlich meist Späne …

_Unterm Strich_

Der Autor prangert in seinem neuen spannenden Krimi das in Island gesellschaftlich offenbar akzeptierte Verbrechen der Vergewaltigung an. Während Erlendurs Abwesenheit ermittelt Inspektorin Elinborg mit bewundernswerter Hartnäckigkeit und Feinfühligkeit. So klärt sie insgesamt drei Verbrechen auf, auch eines, das schon sechs Jahre zurückliegt. Der Autor prangert durch die psychischen Traumata, die Elinborg bei den Opfern vorfindet, nicht nur die Täter an, sondern vor allem auch die lasche Haltung der Gesellschaft. Denn diese vermittelt den Opfern, sie seien sogar selber schuld an dem, was ihnen widerfahren ist.

Immer wieder sind Szenen aus der Familie der Inspektorin dazwischengeschaltet. Sie dienen nicht bloß dem Realismus und der Figurenbeschreibung. In Elinborgs kluger Tochter Theodora wird eine feinfühlige junge Frau erkennbar, die scharfsinnig die Arbeit ihrer Mutter hinterfragt – und ihr sogar unwissentlich einen wichtigen Tipp gibt. Dass ihr ältester Sohn Valdor alles über seine Familie im Internet bloggt, passt Elinborg gar nicht, sie kann aber nichts tun. Hiermit wird angedeutet, dass im Internet keine Privatsphäre mehr herrscht – und so können Vergewaltiger heute ihre Opfer umso leichter finden. Auch Kinder.

Ich habe den Krimi in nur zwei Tagen gelesen, weil er flott erzählt ist, vor allem aus Dialog besteht und eine überraschende Wendung enthält. Wie diese ausging, wollte ich unbedingt erfahren. Die einzige Schwäche, die man dem Krimi vorwerfen könnte, ist die, dass keinerlei Action vorkommt. Allerdings war das schon in praktisch allen Erlendur-Krimis so. Und vielleicht ist die Gewalt, die man sich VORSTELLEN muss, genauso schlimm wie jene, die gezeigt wird. Die Szene, als die Vergewaltigte erwacht und vom Horror ihres Lebens erfasst wird, fand ich jedenfalls sehr aufwühlend.

|Originaltitel: Myrká / The Face
Aus dem Isländischen von Coletta Bürling
ISBN-13: 978-3-7857-2393-7|
http://www.luebbe.de

Trevanian – Shibumi. Thriller

Nummer 5 lebt – und wird gejagt

Nach dem PLO-Anschlag auf die Olympischen Spiele 1972 schicken die Israelis fünf Agenten aus, um die Attentäter des Schwarzen September zu töten. Zwei von ihnen werden getötet, zwei weitere sterben bei einem Feuerüberfall in Rom, den die CIA so inszeniert, dass der Verdacht auf japanische Revoluzzer fällt. Doch der fünfte Agent wird einfach übersehen: Die 24-jährige Amerikanerin Hannah Stern.

Sie wendet sich an Terroristenjäger Nicholai Hel, halb Deutscher, halb Russe, aber von einem japanischen General erzogen und zu einem Kämpfer ausgebildet. Der Mann, der bei der CIA das Sagen hat, Mr. Diamond, bläst zur Jagd auf Hannah Stern. Und er hat noch eine Rechnung mit Mr. Hel zu begleichen. Die Spur führt ins Baskenland …
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Matthias Edvardsson – Die Wahrheit

Im schwedischen Lund wurde ein Ehepaar ermordet. Wer und was steckt hinter dieser grauenhaften Tat?

Matthias Edvardsson rollt diesen Fall von hinten auf: Zu Beginn des Buches sind die beiden schon tot und der Autor erzählt die Vorgeschichte und stellt seine Protagonisten vor.

Da wäre zunächst Bill mit seiner achtjährigen Tochter Sally. Vor etwa einem Jahr ist Bills Frau Miranda gestorben. Seitdem hält er sich nur mit Mühe und Not über Wasser. Er hat seinen Job verloren und hat Probleme, seine Miete zu zahlen. Bei allen Bekannten und Verwandten hat er bereits Schulden, und so beschließt er, eine Untermieterin in die kleine 3-Zimmer-Wohnung zu holen.

Das wäre Karla, die auf einen Studienplatz für Jura hofft. Um sich das Studium zu finanzieren, erledigt sie einen anstrengenden Putzjob. Der führt sie zweimal die Woche in die pompöse Villa von Steven und Regina Rytter. Karla merkt schnell, dass hier irgendwas komisch ist. Das Haus ist bereits blitzblank sauber, und doch soll sie zweimal die Woche für vier Stunden dort putzen. Steven arbeitet als Kinderarzt, doch seine Frau Regina ist krank und bettlägerig. Sie scheint die meiste Zeit verwirrt zu sein und nicht zwischen Realität und Traum unterscheiden zu können. Doch dann gibt es auch Momente, in denen sie Karla ganz klar gegenübertritt.

Was ist in diesem Haus los?

Die letzte Hauptfigur ist Jennica – eine 30-jährige Frau, die immer noch bei Tinder ihr Liebesglück sucht und auch immer noch nicht weiß, was sie beruflich machen will. Bei einem Date lernt sie einen älteren Mann kennen, der ihr auf den ersten Blick sympathisch ist und mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre beginnt – ohne aber zu ahnen, dass dieser Mann ein Geheimnis hat…
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Robert B. Parker – Gunman’s Rhapsody. Ein Wyatt-Earp-Western

Tombstone 2.0: eine Innenansicht der Legende Wyatt Earp

Dieser Western über historisch verbürgte Ereignisse in den 1880er Jahren in Tombstone, Arizona, schildert den entscheidenden Abschnitt im Leben der legendären Hauptfigur Wyatt Earp. Die Krise gipfelt unter anderem in der berühmten und vielfach verfilmten Schießerei am O.K. Corral. Doch nur durch einen erzählerischen Kniff verstehen wir auch, wie es dazu kommen konnte. Schuld war (wie schon in Troja) der Streit um eine Frau…

Der Autor
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Robert Knott – Robert B. Parker’s Ironhorse (Ein Virgil-Cole-und-Everett-Hitch-Western 5)

Stilechte, werkgetreue Weiterführung der Parker-Western

Die Marshalls Virgil Cole und Everett Hitch kehren mit dem Zug von einer Mission in Mexiko zurück, als alte Feinde den Zug überfallen: erst Vince, ein Handlanger des von Hitch getöteten Salonbesitzers Randall Bragg aus Appaloosa, dann Mad Bob Brandice, den Cole in den Knast brachte. Und ausgerechnet diesmal sind der Gouverneur von Texas und seine schönen Töchter an Bord…

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