Ein Neuanfang im charmanten Oceanside ist genau das, was Hope Godwin nach dem tragischen Tod ihres Zwillingsbruders braucht. Er war Hopes letzter lebender Verwandter, und nun ist sie völlig allein. Um ihrer Trauer zu entfliehen, beginnt Hope im örtlichen Tierheim auszuhelfen. Dort trifft sie auf Cade Lincoln. Auch der Ex-Marinesoldat hat einen großen Verlust erlitten und dieses Erlebnis nie verwunden. Hope und Cade verstehen einander wie es sonst niemand vermag, und all der Schmerz weicht langsam einer neuen Hoffnung. Vielleicht ist es für die Liebe doch noch nicht zu spät? (Verlagsinfo)
Chandra ist einer von wenigen weiblichen Werwölfen, und sie ist dazu bestimmt, das Rudel zu führen. Doch vorher muss sie einen Partner wählen. Den Platz an ihrer Seite würde jeder der Werwölfe gerne einnehmen. Schnell entbrennt ein heißer Kampf um Chandras Gunst. Mit wilder Leidenschaft versucht jeder der Männer, sie für sich einzunehmen. Für Chandra beginnt eine Zeit voll animalischer Lust. Doch am Ende muss sie eine schwere Entscheidung treffen… (Verlagsinfo) „Animal Attraction“ ist der Startband der „Neuri-Chroniken“.
Der Marketingmitarbeiter und Familienvater Tom Bryce legt eine CD, die er im Zug fand, in seinen PC ein und wird sofort mit einer Website verbunden. Er ahnt nicht, was auf ihn zukommt. Als er durch eine Webcam beobachtet, wie eine schöne junge Frau bestialisch ermordet wird, glaubt er noch an einen Erotikthriller. Doch dann muss er feststellen, dass auf seinem Mac-Laptop alle seine Daten gelöscht wurden. Und wenige Tage später erhält er eine E-Mail, die ihn davor warnt, zur Polizei zu gehen. Oder seiner geliebten Familie werde das Gleiche zustoßen wie der jungen Frau im Web-Film.
_Der Autor_
Peter James ist Schriftsteller und Filmproduzent, liebt schnelle Autos und hat ein Faible für das Übersinnliche. Er lebte lange Jahre in den USA und war dort als Drehbuchautor und Filmproduzent tätig. Mittlerweile leitet er seine eigene Filmproduktionsfirma in England. Er lebt in Sussex und in London. Mehr Info: http://www.peterjames.com (ohne Gewähr). (Verlagsinfo)
Buchrezensionen zu Peter James bei |Buchwurm.info|:
[„Mein bis in den Tod“ 2493
[„Stirb schön“ 3154
[„Stirb ewig“ 3268
_Der Sprecher_
Hans Jürgen Stockerl studierte Schauspiel an der Neuen Münchner Schauspielschule Ali Wunsch-König. Neben seiner Theater- und Fernsehkarriere ist Stockerl als gefragter Hörbuch- und Hörfunksprecher tätig, dessen markante Stimme u. a. im Bayerischen Rundfunk, ZDF, WDR und DeutschlandRadio zu hören ist.
Vera Teichmann kürzte den Text und führte Regie. Als Tonmeister fungierte Christoph Tampe im Studio Plan 1 Media, München.
_Handlung_
Tom Bryce ist ein verschuldeter Familienvater, der in seiner Londoner Firma das Marketing leitet. Er ist so mit Arbeit eingedeckt, dass er sogar noch im Pendelzug nach Brighton seine E-Mails abruft und beantwortet. Im Zug vergisst ein Passagier, eine CD-Rom mitzunehmen. Tom nimmt sie mit, um sie auf dem Fundbüro abzugeben. Hätte er das nur getan!
Unterdessen bereitet sich die Jurareferendarin Janey Stratton, die abends noch als Prostituierte arbeitet, auf einen Kunden vor. Er hat alles genau vorgeschrieben, doch obwohl er ein Kontrollfreak ist, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Sie zieht sich gemäß seinen Vorschriften um. Da öffnet sich unbemerkt die Tür ihres Schlafzimmers …
Tom Bryce hat mit seiner geliebten Familie zu Abend gegessen und begutachtet in seinem Arbeitszimmer die unbekannte CD aus dem Zug. Das Antivirenprogramm beanstandet sie nicht, doch die Software auf der CD übernimmt sofort den gesamten Rechner und stellt eine Internetverbindung her: zu Scarab Productions. Tom bestätigt alle User-Abfragen und starrt schließlich durch das Objektiv einer Webcam in das Zimmer einer jungen Frau, die gerade aus dem Badezimmer tritt, um sich umzuziehen. Sie weiß offenkundig nicht, dass sie beobachtet wird. Und auch den kleinen kräftigen Mann, der aus ihrem Schlafzimmer tritt, bemerkt sie nicht, so beschäftigt ist sie mit Makeup und Ankleiden. Der vermummte Mann packt sie und stößt ihr ein Stilett in Brust und Unterleib. Der brutale Mord verfehlt seine Wirkung auf Tom nicht. Unglauben weicht Schock.
Als die Tür zu seinem Zimmer klickt, klappt Tom sofort den Deckel seines Laptops zu. Seine Frau Kelly will ihn ins Bett holen. Als sie wieder weg ist, ist die Verbindung ins Web abgebrochen worden. Toms Herz hämmert. Was für ein irrer Erotikthriller! Oder war das etwa echt? Kann doch nicht sein, oder? Als er am nächsten Morgen seinen Laptop aufklappt, um seine E-Mails zu lesen, sind alle seine Daten weg …
|Am nächsten Tag|
Detective Sergeant Roy Grace von der Mordkommission Sussex in Brighton wird von der Polizei Peacehaven zu einem Fall hinzugezogen. Eine Spaziergängerin bzw. ihr Hund hat in einem Rapsfeld eine Frauenhand gefunden. Nach und nach finden sich auch die anderen Körperglieder, die zum völlig zerstochenen Torso einer jungen Frau zwischen 20 und 35 Jahren gehören, doch der Kopf bleibt verschwunden. Roy Grace ahnt, dass dieser Fall seine nächsten Tage völlig beanspruchen wird. Sein Kollege Glen Branson tippt auf die vermisst gemeldete Janey Stratton, Jurareferendarin. Sie erinnert Grace an seine eigene Frau Sandy, die vor zehn Jahren spurlos verschwand.
Als Tom Bryce nach der Reparatur seines Mac-Laptops wieder seine Mails lesen kann, klickt er zweimal eine Website an, die ihm den Zugriff verwehrt. Wenig später bekommt er eine Mail ohne Absender. Der Text warnt ihn, Tom Bryce höchstpersönlich, irgendetwas von dem, was er verbotenerweise gesehen hat, an die Polizei weiterzuleiten. Oder seiner geliebten Familie könnte das Gleiche zustoßen wie dem Opfer der Tat, die er live mitangesehen hat. Für Tom beginnt ein Albtraum.
_Mein Eindruck_
Der Titel „Stirb schön“ ist bereits Programm. Es geht ums Sterben und darum, dabei gut auszusehen – vor einer Kamera, versteht sich. Nur dass die Kamera ebenso gut versteckt ist wie der Mörder, der für beides sorgt: sterben und gut dabei aussehen. Jemand hat ihn dafür bezahlt und der Auftraggeber wird wiederum von den Käufern des Snuff-Videos bezahlt, das er vom Mord vor laufender Kamera anfertigt. Das Internet macht’s möglich: Mord vor laufender Kamera, angeschaut durch zahlreiche Kanäle, die die Webcams anzapfen. Der Haken ist die Einschaltzeit: Man muss pünktlich sein oder man verpasst die „Show“. Doch die CD-Software stellt sowohl die Verbindung zum „Tatort“ her als auch die zum Zuschauer und sorgt so fürs rechtzeitige „Einschalten“.
In dieses verbotene und verborgene Märchenland perverser Aktivitäten und Phantasien tappt nun ein unbescholtener Familienvater. Das Ergebnis ist natürlich ein Albtraum, und der Autor tut alles, um ihn weidlich auszuspielen. Da der Familienvater ein unwillkommener Zeuge ist und dann auch noch zur Polizei geht, ist er mitsamt Gattin Star der nächsten Mords-Show. Unser Geschäft ist Mord – besser könnte man es nicht zusammenfassen.
Höchste Zeit, dass die Hüter von Gesetz und Ordnung auf die Plan treten. Doch Kommissar Roy Grace scheint mehr mit seiner neuen Flamme beschäftigt zu sein als mit der Verfolgung von Hacker und Snuff-Videoten. Auch ein nächtlicher Unfall bei einer Verfolgungsjagd kann ihn nicht aus Cleos Armen reißen. Er hat soeben einen göttlichen Orgasmus gehabt – was für eine Frau, diese Gerichtsmedizinerin Cleo Murray! Schade, dass Roy bald herausfinden muss, dass sie einen Verlobten hat.
Dieses kleine Hindernis in seinem dunklen Drange verleiht ihm jedoch den Freiraum, um mal wieder in seiner kleinen Mord-Ermittlung nach dem Rechten zu sehen. Zwei Zeugen entführt – so, so, gleich mal hinterherdüsen, Leute! Bei der Verfolgung von Verdächtigen lässt er auch schon mal die Tiefgarage eines Supermarktes absperren – und wenn sich die Leute auf den Kopf stellen, was sein muss, muss sein. Einer Geschäftsführerin eines „Hostessen“-Vermittlungsdienstes droht er schon mal damit, ihr Büro auf den Kopf zu stellen – was die Dame denn auch schnell kooperativ werden lässt. Nur eines kriegt er nicht auf die Reihe: dass sein Polizeihauptquartier in seinen Reihen einen Verräter beschäftigt.
Der Showdown ist für jeden Actionfan vom Feinsten. Dass der Oberböse abhauen will, wenn’s brenzlig wird, versteht sich von selbst, aber da hat Kommissar Grace auch noch ein Wörtchen mitzureden – und greift rechtzeitig zu. Was ihm erst recht das Händchen seiner Angebeteten einbringen dürfte, Verlobter hin oder her (sie wollte den Typen sowieso nicht, ist ja klar).
|Der Sprecher|
Hans Jürgen Stockerl kann zwar nicht so sehr die Tonlage variieren, aber dieses Manko macht er leicht wieder wett, indem er a) die Lautstärke wechselt und/oder b) das Tempo variiert. Beispiel: Carl Venner, der böse Bube im Hintergrund. Er brüllt seinen Helfershelfer, einen gehemmten Hacker, an, bis der andere fast in die Hose macht. Der Hacker weiß aber etwas, was ihm wertvoll erscheint. Dennoch spricht er leise, zögernd und langsam, so dass man gleich Bescheid weiß: Der wird nicht lange vor Carl Venner bestehen. Auf diese Weise charakterisiert der Sprecher seine Figuren.
Gegenbeispiel: Cleo Murray. Sie wird die Geliebte des Helden Roy Grace von der Mordkommission. Sie spricht zwar ebenfalls langsam und leise, als sie ihn vor ihrer Haustür willkommen heißt, aber dann macht sie auf verführerischste Weise einen netten Vorschlag, den Roy nicht ablehnen kann. Der Sprecher findet genau die richtige Tonlage, um sie echt klingen zu lassen. Man muss nur genau hinhören, um solche feinen Untertöne herauszuhören. Denn der Sprecher weiß, dass die Kunst in der Beschränkung liegt, nicht im Übertreiben.
|Das Booklet|
Das mehrseitige Booklet, das dem Klappkarton beiliegt, liefert Informationen über den Autor, den Sprecher, den Inhalt der Story, die Mitwirkenden. Schließlich gibt es noch ein Verzeichnis der Tracks auf den sechs CDs. Den Umschlag ziert das Bild eines blauen Skarabäus – wie passend.
_Unterm Strich_
An Grips und Raffinesse hat der Thriller von Mystery-Fachmann Peter James wenig zu bieten, aber dafür umso mehr an zielstrebiger Lösung eines Mordfalls, der durch den Grad seiner Perversität nur das Schlimmste für die Zukunft des Internets ahnen lässt. Auftragsmord vor laufendem Web-Publikum? Das ist sicher schon heute machbar, genauso wie Live-Sex – nur eine weitere Variante der Beglückung durchs Schlüsselloch. Peter James bietet spannende Unterhaltung unter einer aufregend erscheinenden Prämisse, aber mehr auch nicht. Der O-Titel „Looking Good Dead“ ist von echt britischem schwarzen Humor.
Das Hörbuch wird von Hans Jürgen Stockerl kompetent gestaltet, aber auch er muss sich nicht der Sprachakrobatik eines Rufus Beck bedienen, um sein Soll zu erfüllen. Mir ist es viel lieber, wenn sich der Sprecher zurückhält und nur andeutet, wie die Figuren sich ausdrücken. Den Rest besorgt meine Phantasie und Vorstellungskraft.
|Originaltitel: Looking Good Dead, 2006
Aus dem Englischen übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg
429 Minuten auf 6 CDs|
http://www.argon-verlag.de
„Der Orient-Express gilt als berühmtester Zug der Welt. Agatha Christie, Graham Greene und schließlich Hollywood machten ihn zum Mythos. Doch was ist die Geschichte des Orient-Express, wer hat ihn auf die Gleise gestellt, welche Vision steckte dahinter? Um 1880 stehen die Zeichen in Europa auf Nationalismus, viele europäische Länder streben eine Großmachtstellung an und schotten sich ab. In dieser Zeit taucht ein Mann auf, der die europäischen Staaten miteinander verbinden will: Georges Nagelmackers (1845–1905). Trotz Vorurteilen, Fremdenhass und bürokratischer Hindernisse gelingt es dem Eisenbahn-Pionier, ab 1883 Paris mit Konstantinopel zu verbinden und ein Netzwerk von über 180 europäischen Nachtzugverbindungen aufzubauen.
Georges Nagelmackers’ Lebensgeschichte, hier in Szene gesetzt und mit prächtigen zeitgenössischen Illustrationen versehen von Gerhard Rekel, ist ein Plädoyer für die hartnäckige Verfolgung einer Vision, das raffinierte Spiel über die Bande und den Glauben an den Umweg: geografisch, politisch und menschlich.“ (Verlagsinfo)
Pfarrer Daniel Clement liebt die kleine beschauliche Dorfgemeinde von Champton. Seit acht Jahren lebt er zusammen mit seiner Mutter – der so furchtlosen wie temperamentvollen Audrey – und den Dackeln Cosmo und Hilda im alten Pfarrhaus. Doch mit dem Frieden ist es vorbei, als Daniel den Plan fasst, im Kirchengebäude eine Toilette zu installieren. Plötzlich ist das Dorf in zwei Lager gespalten, und im Verlauf der Streitigkeiten drängen lange gehütete Geheimnisse ans Licht. Als der Archivar des imposanten Adelssitzes Champton House tot in der Kirche aufgefunden wird, tut Daniel alles, um seine Schäfchen vor weiterem Unheil zu bewahren. Und dazu muss er einen Mörder fassen … (Verlagsinfo)
Ein verlassenes Haus am Ortsrand von Siglufjörður: Einer der beiden örtlichen Polizisten wird mitten in der Nacht kaltblütig ermordet. Warum war er um diese Uhrzeit dort draußen? Seinen Kollegen Ari trifft dieser Fall besonders. Und mit seinen Ermittlungen scheint er schlafende Hunde zu wecken, haben in diesem kleinen Ort doch mehr Leute etwas zu verbergen, als Ari geahnt hat. Nach und nach eröffnet sich ihm die ganze Tragödie eines menschlichen Lebens… (Verlagsinfo)
Ungekürzte Lesung: 6:52 Std.
Sprecher: Steffen Groth
der Hörverlag
Aleytys, die junge Frau mit dem Diadem und den ihm innewohnenden Psi-Kräften, gelangt auf ihrer Suche nach der Superrasse der Vryhh, der ihre Mutter angehört, auf den Planeten Ibex. Diese Welt ist für Fremde verboten – und tödlich. (erweiterte Verlagsinfo) Die Autorin
Patricia Jo Clayton (* 15. Februar 1939 in Modesto, Kalifornien; † 13. Februar 1998 in Portland) war eine US-amerikanische Autorin von Science-Fiction und Fantasy.
Schon einmal im Hafen mit der Galionsfigur eines Handelsschiffes gesprochen? Schlimmer noch, hat sie sich bewegt und geantwortet? Wird es Zeit, geistigen Getränken völlig zu entsagen?
Keine Panik, alles ganz normal. Zumindest in Bingtown.
Solche Dinge, die man gewöhnlicherweise als unter Alkoholeinfluss enstandenes Seemannsgarn abtun würde, sind dort Realität: Die aus Hexenholz gebauten Lebensschiffe der alteingesessenen Händlersippen sind im wahrsten Sinne des Wortes lebendig. Sie haben ihren eigenen Charakter, können sprechen und sich bewegen – sobald sie erwacht sind. Mindestens drei Angehörige einer Familie müssen auf den Planken eines Hexenholz-Schiffes versterben, um es mit Leben zu erfüllen. Hexenholzschiffe sind schneller, widerstandsfähiger und in nahezu jeder Beziehung gewöhnlichen Schiffen überlegen – welches normale Schiff könnte selbständig einer Sandbank ausweichen, wenn der Steuermann unachtsam ist?
„The Legend of Deathwalker“, das von |Bastei-Lübbe| unter dem Titel „Die Augen von Alchazzar“ veröffentlicht worden ist, ist ein Roman aus der |Drenai|-Serie.
Ein alter Bekannter tritt auf: Druss. Wieder einmal endet ein Drenai-Buch mit seinem Tod. Das tut dem Rest des Romans keinen Abbruch, was Spannung und Abenteuer anbetrifft – im Gegenteil: Der Umstand, dass Druss einen aussichtslosen Kampf in der Festung Dros Delnoch gegen die Horden der Nadir kämpft, verleiht dem Geschehen, das Druss erzählt, tragische Größe, aber auch Ironie: Er selbst hatte entscheidenden Anteil daran, die einst zersplitterte Nation der Nadir unter demjenigen Häuptling zu einen, der ihn nun belagert.
_Der Autor_
David Gemmell (geb. 1948), früher selbst einmal Soldat, ist der führende britische Autor (wenn nicht sogar weltweit) von Fantasy-Action-Romanen. Besonders bekannt wurde ab 1984 er mit der Drenai-Saga, in der kernige Helden wie „Druss die Legende“ in einem untergehenden mittelalterlichen Reich schier aussichtslose Kämpfe ausfechten.
Seine zweite Romansequenz dreht sich um die magischen Sipstrassi-Steine (1987-94). Dazu gehören auch einige Romane, die in einer Post-Holocaust-Zukunft angesiedelt sind („The Jerusalem Man“). Ein dritter Romankomplex umfasst die historischen Fantasien um Alexander den Großen: „Der Löwe von Makedonien“ und „Der dunkle Prinz“ (1990/91). Die Falkenkönigin-Duologie dreht sich um eine heldenhafte Kriegerin: „Eisenhands Tochter“ und „Die Keltenkriege“. Es handelt sich eindeutig um Heroic Fantasy.
Mit „Morningstar“ schrieb Gemmell Jugend-Fantasy und unter dem Pseudonym „Ross Harding“ mit „White Knight, Black Swan“ einen Gangster-Thriller.
|David Gemmell bei Buchwurm.info:|
[Die steinerne Armee 522 (Rigante 1)
[Die Nacht des Falken 169 (Rigante 2)
[Rabenherz 498 (Rigante 3)
[Im Zeichen des dunklen Mondes 840
[Wolf in Shadow 181 (Stones of Power)
_Handlung_
Unter der brutalen Unterdrückung durch die römerartigen Gothir träumen die verstreuten und zerstrittenen Nadir-Stämme – eine Art Mongolenvolk – vom großen Einiger, der die Stämme zusammenführen wird, um sie zu befreien. Von einem Schamanen wird der junge Krieger Talisman in die Hauptstadt der Gothir geschickt, um Rat von einem alten Weisen einzuholen und dessen Tochter Zhusai in das Land der Nadir mitzunehmen. Dort sucht Talisman den Schrein von Oshikai, der das einzige Heiligtum der Nadir darstellt, das stets von mehreren Stammesdelegationen bewacht wird. Im Schrein sucht er die legendären Augen von Alchazzar, zwei Juwelen von magischer Kraft, die zur Wiedererlangung der Macht der Nadir notwendig sein sollen.
In der Haupstadt der Gothir hat Talisman die Bekanntschaft von Druss gemacht. Druss hört von den heilenden Kräften der Alchazzar-Juwelen und macht sich mit seinem Freund, dem Poeten Sieben, in die Nadir-Steppe auf, um mit den Juwelen seinen Freund, den Faustkämpfer Klay, zu heilen. Klay fiel einem Attentat zum Opfer, wie es in den Straßen der korrupten Metropole gang und gäbe ist. Doch das Attentat hatte Druss gegolten.
Druss und Sieben merken bald, dass sie von einer Armee der Gothir verfolgt werden – durch Spione hat auch die Reichsführung der Gothir von den Juwelen erfahren und will sie den Nadir stehlen, um diese endgültig zu unterwerfen. Alle Beteiligten treffen sich am Schrein von Oshikai. Der Ort ist wie ein altes verfallenes Fort gebaut und schwer zu verteidigen, doch zusammen mit Druss gelingt der Aufbau einer Wehrmauer und einer Verteidigungsstrategie. Können 200 Nomaden 5000 ausgebildeten Berufssoldaten standhalten?
Bald stellt sich jedoch heraus, dass Zhusai, Talismans Begleiterin, besessen ist – ebenso wie Talisman übrigens. Die beiden stellen die Verkörperung jenes alten heroischen Paares dar, das die Nadir-Nation begründete: Oshikai Dämonenbann und seine Geliebte Shul-sen. Doch aufgrund eines Fluches leben sie in der Unterwelt getrennt voneinander. Talisman und Druss sowie ein Schamane machen sich in die Anderswelt auf, die Fesseln des Paares zu lösen. Sie haben Erfolg, und wenig später befinden sie sich im Besitz der Augen von Alchazzar, die von den beiden gehütet wurden. Mit Hilfe der Magie Shul-sens und der Juwelen gelingt es Zhusai, das Heer der Gothir zu vernichten. Talisman wird Oberhäuptling aller Nadir und vernichtet das Gothir-Reich. Schließlich begegnet er bei der Belagerung von Dros Delnoch seinem Freund Druss wieder. Der Kreis der Erzählung ist geschlossen.
_Fazit_
„Die Augen von Alchazzar“ ist sicherlich eines der besten Bücher von David Gemmell überhaupt. Die Motivationen der Hauptfiguren – real wie auch vergangen – sind ebenso deutlich und plausibel herausgearbeitet wie ihre jeweilige persönliche Geschichte.
Die Atmosphäre der Schauplätze ist realistisch und lebendig eingefangen. Tragik, Komik und Romantik liege nahe beieinander und bieten so eine lebendige, ausgewogene Mischung an Emotionen, die für ein erinnerungswürdiges Leseerlebnis notwendig sind.
Der Poet Sieben sorgt mit seiner Affektiertheit und seinen Amouren für ironische Reflexionen auf das martialische Geschehen um den Schrein der Nadir.
Druss erscheint neben ihm wie ein tumber Haudrauf, erweist sich aber als weit größerer Realist, wenn’s um den Erhalt des nackten Lebens geht. Das Paar Talisman & Zhusai ist ein Echo des Paares Oshikai und Shul-sen – umschattet von tragischer Romantik, eine Geschichte von Überheblichkeit, Strafe und Fluch bis hin zur Erlösung.
All diese Elemente ausgewogen miteinander spannend und unterhaltsam zu verknüpfen, ist eine bemerkenswerte Leistung. Gemmell hat nur wenige vergleichbar gute Bücher geschrieben, die meisten davon in der |Drenai|-Saga.
Dies ist der dritte Fall der legendären „Damen-Krimi“-Reihe aus den 1950er Jahren. Philip Odell, Privatschnüffler und ehemaliger Mitarbeiter des Secret Service und des FBI, sitzt im Büro, als es zaghaft an seine Tür klopft. Eine kleine ältere Dame schluchzt: „Meine Tochter ist verschwunden. Finden Sie sie!“ Und schon ist der weichherzige Odell in einen Fall verwickelt, der viel Aufregung, aber wenig Bares verspricht. Und wie immer hat seine scharfsinnige Freundin Heather bei einem Glas in der Mondscheinbar eine rettende Idee …
Obwohl Vanessa ihr Studium mit Bestnote abgeschlossen hat, findet sie keinen Job. Umso dankbarer ist sie für den Vorschlag des alten Herrn Gebelein, als seine persönliche Assistentin zu arbeiten. Vanessa ahnt nicht, dass die Gründe für das großzügige Angebot weit in der Vergangenheit liegen. (Verlagsinfo)
In den Schatten unserer Welt existiert eine andere Wirklichkeit: die Spiegelstadt, ein magisches Berlin, erstarrt in den glamourösen 1920er-Jahren und bewohnt von vielgestaltigen Feen-Wesen. Reisen zwischen den Welten sind streng verboten und nur mithilfe magischer goldener Tränen möglich. (Verlagsinfo)
Cort Myshtigo besucht mit einer außerirdischen Reisegesellschaft die nach einem Nuklearkrieg bedeutungslose Erde. Auf einer Rundreise geraten sie in einen Alptraum aus Ungeheuern und mutierten Geschöpfen, neben denen die wüstesten Gestalten der antiken Mythologie harmlos wirken. (Verlagsinfo)
„Fluch der Unsterblichkeit“ ist ein echter Klassiker des Science-Fiction-Genres. Das 1966 veröffentlichte Buch „This Immortal“ wurde ausgezeichnet mit dem HUGO Award, der begehrten Trophäe, die von den amerikanischen SF-Lesern verliehen wird.
Der Autor
Während Roger Zelazny, geboren 1937 in Ohio, eher für seine ausgezeichneten Science Fiction-Romane und Novellen („He Who Shapes“, 1965, oder „A Rose for Ecclesiastes“, 1966, ebenfalls HUGO) bekannt ist, wird seine Fantasy weniger geschätzt. Eine Ausnahme bilden die zehn Romane aus dem Amber-Zyklus. Es gab sogar Fortsetzungen von der Hand anderer Autoren.
Sein Roman „Fluch der Unsterblichkeit“ („This Immortal“ ) ist ein echter Klassiker des Science-Fiction-Genres. Das 1966 veröffentlichte Buch wurde ausgezeichnet mit dem HUGO Award, und ebenso erfolgreich war er ein Jahr später mit „Herr des Lichts“. Zu Ende seiner Laufbahn veröffentlichte er zahlreiche, wenig erfolgreiche Kollaborationen mit anderen Autoren, so etwa mit Philip K. Dick und Fred Saberhagen.
Außer Science Fiction und Fantasy schrieb er auch noch Gedichte. Seine große Leidenschaft waren Kampfsportarten. Er gab Unterricht in Aikido. Außerdem sammelte er orientalische Teppiche. Von 1975 bis zu seinem Tod lebte er mit seiner Lebensgefährtin, der Fantasyautorin Jane Lindskold in Santa Fé, New Mexico. Er schrieb auch unter dem Pseudonym Harrison Denmark. Roger Zelazny starb am 14. Juni 1995 an Nierenversagen infolge einer Krebserkrankung.
Wichtige Werke
1) Herr des Lichts (HUGO Award; erscheint demnächst bei PIPER!)
2) Fluch der Unsterblichkeit (HUGO Award)
3) AMBER-Zyklen 1 + 2
Und viele weitere.
Handlung
Nach dem atomaren Holocaust ist die menschliche Zivilisation nur noch ein Schatten ihrer selbst. Immerhin haben die Menschen Kolonien auf dem Mond, den Planeten und den Saturnringen einrichten können.
London 1888: In Mary Morstans Leben ereignet sich Merkwürdiges. Alljährlich erhält sie anonym ein wertvolle Perle zugesandt. Nun hat ein Unbekannter sie auch noch zu einem Treffpunkt bestellt. Besteht ein Zusammenhang mit ihrem vor zehn Jahren spurlos verschwundenen Vater?
Sherlock Holmes und Dr. Watson tun ihr Bestes, den mysteriösen Fall ihrer jungen Klientin aufzuklären. Dabei geraten sie in ein gefährliches Abenteuer um einen märchenhaften Schatz. Schon bald gibt es den ersten Toten. Die Tatwaffe: ein vergifteter Dorn. Wer benutzt denn sowas?!
_Der Autor_
Sir Arthur Conan Doyle lebte von 1859 bis 1930 und gelangte mit seinen Erzählungen um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes zu Weltruhm. Dabei begann der Mediziner, der eine eigene Praxis hatte, erst 1882 mit dem Schreiben, um seinen Einkommen aufzubessern. Neben mystischen und parapsychologischen Themen griff er 1912 auch die Idee einer verschollenen Region (mit Dinosauriern und Urzeitmenschen) auf, die von der modernen Welt abgeschnitten ist: „The Lost World“ erwies sich als enorm einflussreich und wurde schon 13 Jahre später von einem Trickspezialisten verfilmt. Bereits 1913 ließ Doyle eine Fortsetzung unter dem Titel „The Poison Belt“ (dt. als „Im Giftstrom“, 1924) folgen.
_Die Sprecher_
Sherlock Holmes, Privatdetektiv: Joachim Tennstedt (dt. Stimme von John Malkovich)
Dr. John H. Watson, Militärarzt: Detlef Bierstedt (dt. Stimme von George Clooney u.a.)
Mrs. Smith, Bootsvermietersgattin: Arianne Borbach (dt. Stimme von Uma Thurman)
Thaddeus Sholto, Privatier: Peer Augustinski (dt. Stimme von Robin Williams)
Mrs. Hudson, Holmes‘ Haushälterin: Regina Lemnitz (dt. Stimme von Kathy Bates)
Inspektor Jones: Christian Rode (dt. Stimme von Christopher Lee)
u. v. a.
Die orchestrale Musik stammt von Manuel Rösler, Ko-Produktion, Buch & Regie steuerte Marc Gruppe bei, Aufnahme und Abmischung erfolgten durch Bionic Beats.
_Handlung_
Die Chronologie der Ereignisse wird in der berühmten Erzählung bzw. im Hörspiel ziemlich verschachtelt und häppchenweise vorgelegt. Daher versuche ich, ein wenig Licht in diesen Dschungel zu bringen, ohne das Meiste zu verraten.
Es waren einmal zwei dicke Freunde, die als Gefängnisaufseher auf den anglo-indischen Andamanen-Inseln arbeiteten: Sholto und Morstan. Durch glückliche Umstände gelangten sie in den Besitz eines großen Schatzes, den sie sich brüderlich teilen wollten. Doch es kam alles ganz anders …
Am 18. April 1882 kehrt Bartholomew Sholto vom Studium in sein Elternhaus Pondycherry Lodge in der Nähe von London zurück. Sein Zwillingsbruder Thaddeus ist froh, ihn wiederzusehen, denn in letzter Zeit leidet ihr Vater an einem beunruhigenden Verfolgungswahn. Er hat zwei Preisboxer als Leibwächter eingestellt, nachdem er Eindringlinge am Fenster gesehen habe. Insbesondere Einbeinige lasse er verfolgen. Da bringt der Butler einen Brief aus Indien, der Major Sholto in Angst und Schrecken versetzt: Eine Gruppe, die sich „Das Zeichen der Vier“ nennt, hat darin gedroht, sich das, was er geraubt habe, zurückzuholen und ihn für seinen Verrat zu bestrafen. Er erleidet einen Schwächeanfall, flüstert noch ein paar letzte Worte von einem „Schatz“ und einer Mary Morstan – und gibt den Löffel ab.
1888, sechs Jahre später.
Eben jene Mary Morstan besucht Sherlock Holmes und Dr. John Watson, einen jungen mittellosen Militärarzt, in Holmes‘ Büro in London, Baker Street 221B. Holmes hat sich mal wieder eine seiner, wie Watson sagen würde, „entsetzlichen“ Kokainspritzen gesetzt und ist folglich bester Laune. Diese hebt sich noch viel mehr angesichts des wunderschönen Geschöpfes, das durch seine Tür tritt. Denn im Gegensatz zu manchen Darstellungen in gewissen Filmen ist Holmes kein Griesgram, sondern ein weltzugewandter Genießer, dem nichts lieber ist als eine Herausforderung seiner formidablen geisten Fähigkeiten. Nach Zeiten mentalen Hungers bietet Mary Morstan ihm nun eine leckere Geistes-Mahlzeit: ein Rätsel!
Die Ärmste schlägt sich seit dem Verschwinden ihres Vaters im Jahre 1878 als Gesellschafterin bei Mrs. Cecil Forrester durch, doch seit 1882 erhält sie von einem unbekannten Gönner alljährlich eine wunderschöne Perle geschickt, so dass sich ihr Lebensstandard ein wenig gehoben hat.
Watson und Holmes, die ihre daraus gefertigte Halskette in Augenschein nehmen dürfen, sind völlig von den Socken: edelste Ware, no doubt! Aber deswegen ist Miss Mary nicht hier. Sie hat eine Einladung zu einem geheimen Treffen erhalten. Sie dürfe zwei Freunde, aber keinerlei Polizeibeamte mitbringen. Ob die beiden Herren wohl so nett wären?
Und ob sie wären! Vorsichtshalber nimmt Holmes aber seinen zuverlässigen Revolver mit. Ein Kutscher sammelt sie am Treffpunkt auf und fährt sie in die schlechteren Viertel Süd-Londons. Als ein Inder sie in das Haus einlässt, staunen alle Bauklötze: ein veritabler Palast wie aus dem Orient. Wem gehört die noble Hütte? Es ist Thaddeus Sholto und er hat eine lange Geschichte zu erzählen.
Doch als sie in Pondicherry Lodge eintreffen, um Mary den ihr rechtmäßig zustehenden Schatz zu zeigen, kommen sie zu spät. Jemand ist ihnen zuvorgekommen, was dem armen Bartholomew gar nicht gut bekommen ist: In seinem Hals steckt ein Dorn mit einem tödlichen Gift …
Doch wie konnte der Täter in einen komplett abgeschlossenen Raum eindringen und – vor allem – wieder entkommen? Holmes stellt sich endlich das ersehnte Rätsel: ein klassisches |locked room mystery|!
_Mein Eindruck_
Natürlich ist es von diesem bis zur Ergreifung der Täter noch ein weiter Weg. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass sich auch das Anhören der restlichen Handlung lohnt. Die Gehörgänge kommen voll auf ihre Kosten – siehe meine Abschnitte „Musik“ und „Geräusche“. Endlich erfahren wir am Schluss auch, wie alles begann, irgendwo am anderen Ende des Empires, als ein unvorsichtiger Kaufmann seinem Kollegen etwas von einem Schatz zuflüsterte.
Natürlich ist eine Schatzjagd immer ein netter Aufhänger für eine flotte Story, und umso mehr für das viktorianische Publikum, das das angesehene „Strand Magazine“ las, in dem Doyle seine Storys veröffentlichen konnte. Abenteuer, Gefahr, ein waschechter Kannibale – beim Jupiter! Es gibt genügend Unterhaltsames in der Story, um einen Roman daraus zu spinnen.
Doch Doyle lässt auch eine gewisse Kritik an den erschreckenden Zuständen auf den Gefängnisinseln eben dieses British Empires einfließen. Die Schlussrede des Täters ist voller Anklagen, die offenbar allesamt gerechtfertigt sind. Er stellt sich natürlich selbst als Opfer hin, aber es war sicher nicht ungewöhnlich, dass britische Aufseher wie Sholto und Morstan den ihnen ausgelieferten Häftlingen sämtliche Habseligkeiten abnahmen, die sie besaßen. Und dazu gehörte eben auch die Information über den Schatz in der Stadt Agra, wo das Tadsch Mahal steht.
Die Gier nach dem Gold ist das ausschlaggebende Thema hinter der ganzen Schatzsuche. Und bevor die Truhe geöffnet wird, fragt sich vielleicht der eine oder andere Zuhörer, ob der Schatz nicht besser drin bleiben sollte als noch mehr Menschen ins Unglück zu stürzen, beispielsweise die liebliche Miss Morstan …
|Die Sprecher & Rollen|
Es gibt vier Hauptfiguren, die auch stimmlich herausragen. Am besten gefällt mir Joachim Tennstedt als Sherlock, denn was er in diese Figur hineinlegt, ist sehr sympathisch und humorvoll – so als würde ein strahlender John Malkovich völlig entspannt aufspielen (liegt’s am Koks?). Holmes‘ einziger Fehler ist seine Ablehnung des weiblichen Geschlechts oder vielmehr des Umgangs mit dessen Vertretern. Das soll aber weniger an latenter Homosexualität liegen, als vielmehr an seiner Abneigung gegen jede Art von emotionaler Sentimentalität. Lang lebe der reine Geist.
Dr. John Watson, 36, ist das genaue Gegenteil seines Freundes: jovial, freundlich, frauenfreundlich und durchweg emotional. Leider sind seine logischen Schlüsse von dementsprechend unzulänglicher Qualität. Das war zu erwarten. Seine wachsende Liebe gilt Miss Mary Morstan, die selbst ein patentes Frauenzimmer zu sein scheint, denn sie besteht darauf, auf die Verfolgungsjagd nach den Verbrechern mitzukommen.
Der größte Humorfaktor ist indes die eines Peter Ustinov würdige Figur des Inspektor Jones von der Londoner Kripo. Nicht nur sind Jones‘ logische Schlüsse noch wesentlich schlechter als die Watsons, obendrein hat er auch noch die sprachliche Eigenart, sich vor jedem Schlusswort eines Satzes auf merkwürdigste Weise zu räuspern – ein nach innen gewandtes Räuspern, das höchst lachhaft klingt. Ich könnte mich wegschmeißen, wenn ich den Typ höre.
Aber auch Peer Augustinski soll nicht unterschlagen werden. Er spielt in der Rolle des Thaddeus Sholto keine unerhebliche Rolle bei der Beschaffung des Schatzes für die arme Miss Morstan. Wer sich die Stimme von Robin Williams vergegenwärtigt, bekommt eine Ahnung von den vielfältigen Möglichkeiten, einen herzkranken reichen Mann von gut dreißig Jahren zu spielen, der an einer Wasserpfeife schmaucht und eine Räuberpistole aus Indien erzählt. Als Inspektor Jones ihn verhaftet, hat Sholto/Augustinski die Möglichkeit, den entsetzten Unschuldigen zu spielen – aber ist er wirklich unschuldig?
|Die Musik|
Nach einem Intro, das der Titelsequenz eines Spielfilms entspricht, hören wir die Musik laufend im Hintergrund, wenn nicht gerade Geräusche sinnvoller sind, etwa beim Abendessen oder bei einer Verfolgungsjagd im Hafen. Deshalb erklingt die Musik mit voller Kraft erst wieder im „Abspann“, quasi als Rausschmeißer. Es ist Musik, die einem kleinen Spielfilm angemessen ist: niemals aufdringlich, sondern stets unterstützend. Kein Wunder, dass viele Motive aus einem Fundus von Samples genommen wurden – siehe den Vermerk im Booklet.
|Die Geräusche|
Eine schier unglaubliche Vielfalt von Geräuschen verwöhnt das Ohr des Zuhörers. Der Eindruck einer real erlebten Szene entsteht oft, aber nicht immer. Es ist natürlich etwas schwierig, jene Wasserpfeife klanglich umzusetzen, die Thaddeus Sholto schmaucht, als er Watson, Holmes und Miss Morstan empfängt. Zum Ausgleich gibt es jedoch eine groß inszenierte Verfolgungsjagd auf der Themse, in der der Toningenieur sämtliche Register ziehen kann: vom Dampfzischen, Maschinenstampfen, Wasserplätschern und Möwengeschrei bis hin zu den Revolver-Schüssen Holmes‘ und dem Zischen eines Giftpfeils – das volle Programm. Dazu stelle man sich noch die entsprechende Schreie und Rufe der beteiligten Figuren vor, und man hat eine komplette Krimiszene.
_Unterm Strich_
„Das Zeichen der Vier“ ist eine durchweg gelungene Hörspiel-Umsetzung der klassischen Holmes-Erzählung. Die Story ist, wie nicht anders zu erwarten, durchweg spannend, witzig und bis zum Schluss tempo- und actionreich inszeniert. Hinzu kommen ein Schuss Romantik (Watson & Morstan – ob das klappt?) und erfrischende Ironie. Holmes‘ Auftritt in täuschender Verkleidung ist sicher ein Highlight der verblüffenden Effekte, und humorvolle Szenen halten das Zwerchfell auf Trab.
Wenn alle Hörspiele der Holmes-Reihe so gut inszeniert sind, kann ich sie uneingeschränkt empfehlen.
|The sign of four, ca. 1888
128 Minuten auf 2 CDs|
|Lübbe Audio| vertont die Abenteuer des Kadetten Kantiran und des Sternenadminstrators Perry Rhodan, die in der Unterserie „Sternenozean“ im Perry-Rhodan-Universum spielen. Bislang sind zwölf Hörspiele veröffentlicht, doch will |Lübbe| offenbar vierzig Hörspiele produzieren. Dies ist die zweite Staffel.
Folge 11, Fortsetzung von Folge 8: Der Hypersturm ist vollends ausgebrochen. Der Gefangenentransport mit Kantiran und Mal Deltair ist über der Stadt Vhalaum abgestürzt. Können sich die beiden aus den Fängen Shallowains befreien? (Verlagsinfo)
_Die Reihe_
„Perry Rhodan“ ist die größte SF-Heftchen- und Roman-Reihe der Welt. Eine Vielzahl von Autoren schreibt seit Jahrzehnten für die Reihe, und koordiniert wird dieser Aufwand vom |Pabel|-Verlag in Rastatt. Auch Andreas Eschbach fühlte sich geehrt, einen oder zwei Bände beitragen zu dürfen.
Es gab vor der aktuellen |Lübbe Audio|-Reihe schon Vertonungen der PR-Silberbände, doch nicht in der stilvollen Inszenierung des |STIL|-Tonstudios. Die Romanvorlage für das vorliegende Abenteuerhörspiel stammt von Leo Lukas („Der Ilt und der Maulwurf“).
Die ersten Staffel:
1) [Der Sternenbastard
2) [Die Mascantin
3) [Der Hyperschock
4) [Planet der Mythen
5) [Havarie auf Hayok
6) Das Blut der Veronis
Die 2. Staffel:
7. [Der Gesang der Motana
8. [Sonderkommando Kantiran
9. [Tau Carama
10. [Überfahrt nach Curhafe
11. [Entscheidung in Vhalaum
12. [Die Femesängerin
Die 3. Staffel:
13. [Der Flug der Epha-Motana
14. [Terraner als Faustpfand
15. [Die Sekte erwacht
16. [Der Todbringer
17. [Kampf um den Speicher
18. [Die mediale Schildwache
Die 4. Staffel:
19. [Operation Kristallsturm
20. [Das Land unter dem Teich
21. [Attentat auf Hayok
22. [Kybb-Jäger
23. Auf dem Weg nach Magellan
24. Jenseits der Hoffnung
Die Sprecher / Die Inszenierung
Erzähler: Joachim Höppner (Stimme von „Gandalf“)
Kantiran: Christian Stark
Maykie Molinas: Oliver Rohrbeck (Stimme von Ben Stiller und Michael Rappaport)
Dario da Eshmale: Kaspar Eichel (Stimme von Richard Dreyfuss)
Shallowain: Manfred Lehmann (Stimme von Bruce Willis, Gérard Depardieu, Kurt Russell …)
Icho Tolot: Tilo Schmitz (Ving Rhames, Michael Clarke Duncan)
Gucky: Stefan Krause (Billy „Pippin“ Boyd)
Mal Deltair: Jürgen Kluckert (Morgan Freeman, Chuck Norris)
Eiklpalin: Stefan Fredrich (Jim Carrey, John Turturro)
Und weitere.
Volker Lechtenbrink wurde 1944 in Cranz/Ostpreußen geboren. Bereits als Achtjähriger sprach er im Kinderfunk und stand zwei Jahre später auch schon auf der Bühne. 1959 wurde er durch den Antikriegsfilm „Die Brücke“ (Regie: Bernhard Wicki) bundesweit bekannt. Er besuchte die Schauspielschule in Hamburg und ist heute in zahlreichen TV-Serien zu sehen. Darüber hinaus ist er am Theater tätig, geht auf Tourneen oder wirkt als Intendant. (Verlagsinfo)
Die Hörspieladaption stammt von S. A. Effenberger. Regie, Musik, Ton und Programmierung lagen in den Händen von Christian Hagitte und Simon Bertling vom Ton-Studio |STIL|. „Die Musik wurde exklusiv für die Perry-Rhodan-Hörspiele komponiert und vom Berliner Filmorchester unter der Leitung von Christian Hagitte live eingespielt. Die elektronischen Klänge und Effekte wurden speziell für die Hörspiele vom |STIL|-Team durch den Einsatz von Computertechnik generiert“, heißt es im Booklet. Executive Producer der Reihe ist Marc Sieper.
Am Schluss erklingt der Song „How do you feel? Perry Rhodan Mix“ von der Band |Camouflage|. Der Originaltitel stammt von der LP „Relocated“ (SPV 2006).
Vorgeschichte
Der 14-jährige Junge Kantiran lebt als Sohn eines Terraners und einer Arkonidin als Untertan des Kristallimperiums auf einem friedlichen Agrarplaneten. Nach dem Verlust seiner Eltern, die auf einer Schürfexpedition verschollen, wächst er bei seinen Pflegeeltern Weigel und Arachya auf. Er lernt, dass er die Gabe besitzt, Tiere telepathisch zu lenken und mit ihnen zu kommunizieren.
Ein Sternenkreuzer landet. Der riesigen Kugel entsteigen ein Riese und eine Frau. Es sind die Flottenführerin Ascari da Vivo und ihr Leibwächter Shallowain. Die Admiralin nimmt Kant auf einen kurzen Flug mit, um ihm etwas zu geben: ein Erbstück von seinem Vater. Es sieht zwar aus wie eine terranische Uhr, ist aber ein intelligenter persönlicher Assistent. Er tauft ihn Tonto. Außerdem lädt sie ihn zur imperialen Kadettenschule ein, der Parageta.
Nach drei Jahren ist seine Ausbildung zum Flottenoffizier fast beendet. In vielen Kämpfen hat er sich zum besten Dagorista der Parageta emporgearbeitet. Seit einem Jahr liebt er eine schöne Schneiderin mit dem klangvollen Namen Thereme. Sie arbeitet im Haushalt des Geheimdienstchefs Kilor. Eine Woche vor der Prüfung beehrt ihn sogar der feindliche terranische Resident Perry Rhodan höchstpersönlich mit einem Besuch der Kadettenschule, denn Kantiran bewundert ihn sehr. Er ahnt nicht, dass Rhodan sein Vater ist!
Eines Tages findet Kantiran die Geliebte tot auf. Ein heimtückischer Anschlag mit dem Gift der Trivipern, vermutet Kantirans Freund, der Tierheiler Mal Detair. Da der Geheimdienst, in dessen Haus Thereme wohnte, die Ermittlungen übernimmt, macht Mal Detair seinem neuen Freund Kant keine Hoffnung, dass der Täter je gefunden wird. Also müssen sie ihn auf eigene Faust aufspüren. In der Tierarztpraxis Mals entdeckt er seine telepathische Gabe wieder, die er schon gegenüber den Tieren seiner Heimatwelt angewandt hat.
Die Mascantin Ascari da Vivo, die ihn von seiner abgeschiedenen Heimaltwelt im Hayok-Sektor geholt hat, ist ein wenig besorgt um die geistige Gesundheit ihres Schützlings, als er sich der Abschlussprüfung auf der Welt Iprasa unterzieht. Und tatsächlich muss dort etwas Furchtbares mit ihm geschehen sein, denn er erwacht erst drei Monate nach der Prüfung wieder aus dem Koma.
Bei Mal Detair findet er ein neues Schoßtier, mit dem er telepathisch kommunizieren kann. Kemi ist ein aggressiver Tarox-Marder und hört nur auf seinen Befehl. Er trägt das Tier, das Mal ihm schenkt, wie einen Pelz um den Hals. Und ein Besuch bei der Mascantin eröffnet ihm auch den Weg, wie er an Ascaris vertrauliche Daten über sich selbst herankommt. Und wer weiß, was er dabei auch über den Mord an Thereme entdecken könnte. Der Verdacht, den er schon vor seinem Koma gegen die Admiralin, die direkt dem Imperator unterstellt ist, hegte, muss überprüft werden.
Doch Kantiran findet mehr über seine Identität heraus, als ihm lieb ist: Er ist der Sohn der Mascantin und Perry Rhodans! Sofort bereitet er sich darauf vor, sich an der Mascantin für den Mord an Thereme zu rächen. Leider geht alles schief, und Kantiran und Mal Detair werden gefangen genommen …
In Episode 8 versucht das Sonderkommando der „Liga der terranischen Welten“, Kantiran aus Shallowains Gefangenschaft zu befreien. Doch in der Luftschlacht, die während eines Hypersturms stattfindet, verschlägt es den Gleiter, in dem sich Kantiran und Mal Detair befinden, in eine versteckte Dimension des Raum-Zeit-Kontinuums. Sind sie gerettet? Leider ist auch Shallowain der Weg hierher geglückt, und er versucht, die beiden Entflohenen wieder einzufangen. Doch das Terrain bietet Kantiran unerwartete Möglichkeiten …
_Handlung_
Crash! Aus vier Kilometern Höhe stürzt Icho Tolots Geliter auf die Erde – wo immer das sein mag. Doch da der riesige Haluter über die Fähigkeit verfügt, seine Haut zu einem Panzer zu verdicken, macht ihm der Sturz nichts aus. In seinen Armen überlebt auch der Mausbiber Gucky und erwacht. Zu seinem Verdruss muss er feststellen, dass seine Parasinne gedämpft sind. Und erstaunt stellt er fest, dass jenseits eines Umkreises von acht Kilometern das Nichts beginnt … Wo sind Valhaum, Kantiran, Maykie Molinas?
Mole hängt in einem Baum 15 Meter über dem Boden und wird von hungrigen Geiern angegriffen. Plötzlich zerrt ihn ein Traktorstrahl in eine kleine verborgene Kammer hinter einer Felswand. Dort redet eine Blechkiste, die wie eine hypermoderne Waschmaschine aussieht, mit ihm. Er soll wegen Belästigung der Tierwelt bestraft werden. Mole macht der Blechkiste, die eine Art Zoowärter zu sein scheint, klar, wer hier das Sagen hat: er nämlich! Der Zoowärter willigt ein, Mole zum Energiezaun zu führen, der das ganze Zooareal schützend umgibt. Die Energiequelle des Zauns befindet sich in einem kleinen Häuschen. Dort findet Mole elektronische Anlagen vor! Juppidu, er ist wieder in seinem Element – und beginnt sofort, die Kontrolle zu übernehmen …
Kantiran hat mit seinem Psitalent ein Rudel Hyänen gefunden und die Kontrolle von dessen Leittier übernommen. Er führt sie gegen die nun angreifenden Soldaten Shallowains ins Feld. Doch im entscheidenden Moment stellt sich heraus, dass es für den Erfolg dieses Angriff ein kleines Hindernis gibt: den Energiezaun. Zum Glück schaltet Mole zufällig genau im richtigen Moment den Zaun aus, so dass die Hyänen ihre Attacke fortsetzen können. Shallowains Leute bekommen alle Hände voll zu tun …
Unterdessen befinden sich Icho Tolot und Guicky auf der Flucht über die Steppe. Sie werden von einem Rudel Dinosaurier verfolgt. Genauer gesagt, handelt es sich um Tyrannosaurus Rex! Diese Viecher sind sauschnell und holen die beiden Gefährten rasch ein. Da greift der riesige Haluter zu einer Notmaßnahme. Er wirft Gucky ins Uferschilf eines nahen Sees und stellt sich den hungrigen Angreifern …
_Mein Eindruck_
Das Ambiente des Kristallimperiums hat mich mehr als einmal an das böse Imperium in „Krieg der Sterne“ erinnert: Alles ist auf Unterdrückung, Hass und Zerstörung ausgerichtet. Die Zerstörung ihres Gesichts, die die Mascantin erlitten hat – wunderbar gehässig: Daniela Hoffmann – will sie à la Darth Vader ihrem Sohn heimzahlen. Ihr fehlt nur noch das berühmte Röcheln des imperialen Kommandanten. Diese Rolle hat aber momentan „Shallowain der Hund“ inne, und er zeigt sich als bissiger, aber treuer Kettenhund seines Frauchens.
Auf Seiten der Guten scheint Mole – er hat die deutsche Stimme von Ben Stiller – der Inbegriff der Inkompetenz zu sein, aber dieser erste Eindruck täuscht, denn er führt die Wende herbei, als schon alles verloren zu sein scheint – natürlich mit einem wahnwitzigen Plan. Gucky hat die erstaunliche Fähigkeit der Teleportation und versetzt sich per Willenskraft an jeden beliebigen Ort. Icho Tolot, der riesige Halut, verbirgt in seinem Riesenkörper ein zweites Gehirn, das Plangehirn. Damit verwandelt er sich in einen Mentaten wie in „Dune“ und gelangt zu Berechnungen wie ein Computer.
Gucky, der Kleine, Icho Tolot, der Riese, und Mole, der verkopfte Hacker, bilden ein vielseitig einsetzbares Heroic Trio, wie man es in Eastern-Action-Filmen häufig sieht. Sie würden sehr gut in eine Star-Wars-Episode passen, denn wenn Icho Tolot à la Chewbacca zuschlägt, so agiert Gucky meistens wie sein kleiner, aber agilerer Freund. Mole ersetzt dabei das Duo R2-D2 (als Computerspezialist) und C3-PO (redet mit Maschinen und steuert sie).
Der Zoo in der Valhaum-Minidimension erinnert stark an „Jurassic Park“ und gerät ebenso schnell außer Kontrolle. Dann sind mal wieder die Tyrannosaurier los, was dem heroischen Trio Gelegenheit gibt, seine Kräfte unter Beweis zu stellen. Zu retten gibt es zwar keine Frauen und Kinder, aber Kantiran und Mal Detair sind kein schlechter Ersatz. Jedenfalls ist für Action mit Humoreinlage genügend gesorgt.
|Die Inszenierung|
So fangen Sternenopern an: mit einer schmissigen Titelmelodie und raunenden Stimmen, die Schicksalhaftes verkünden. Ein Erzähler wie Achim Höppner hat eine recht hohe Autorität und wir glauben ihm seine Geschichte nur allzu gern, wenn er von der Flucht Perrys und Atlans erzählt. Atlan klingt wie Michael Douglas. Ihm und Volker Lechtenbrink als Perry Rhodan nehme ich die Actionhelden ab.
Ihnen stehen zwei gleichwertige Frauengestalten gegenüber: Zephyda, die kämpferische Amazone, und die weise Alte, die Stimme der Vergangenheit. Zwischen diesen steht der zwielichtige Nomade Rorkhete, der für einige Überraschungen sorgt, und sei es nur deshalb, weil er der einzige Bewaffnete ist. Charles Rettinghaus, die deutsche Stimmbandvertretung von Jean-Claude van Damme, spielt ihn energisch und zupackend.
Der Mausbiber Gucky, den Stefan Krause, die deutsche Stimme von Billy „Pippin“ Boyd spricht, klingt wirklich nicht größer als eine Maus. Besonders gefiel mir die tiefe Stimme von Tilo Schmitz als Icho Tolot. Man kennt ihn als deutsche Stimme von Ving Rhames und anderen Afroamerikanern. Auch in der Hörspielserie „Offenbarung 23“ ist er als solcher aufgetreten. Sein rauer Bass ist unverkennbar. Und verleiht dem Riesen Icho Tolot auch akustisch eine beeindruckende Statur.
|Musik und Geräusche|
Insgesamt ist die Musik und die Geräuschkulisse (s. u.) eine ganze Menge Aufwand für eine simple Sternenoper, aber es lohnt sich: Das Hörspiel klingt höchst professionell produziert. Ich könnte Gegenbeispiele nennen, in denen die Musikbegleitung in die Hose ging, aber sie stammen alle nicht von |STIL|.
Die Geräusche können in Sachen Professionalität absolut mit Kinoproduktionen mithalten. Eine große Bandbreite an Sounds charakterisiert die verschiedenen fremdartigen Wesen und Maschinen, die die Helden auf ihren Streifzügen antreffen. Da sausen die Gleiter, da zischen die Strahler. Vielerlei Viehzeugs zwitschert, knurrt und fiept in Wald und Steppe rings um Perry und Atlan. Insbesondere die angreifenden Hyänen und Tyrannosaurus-Rexe tragen mit ihren urzeitlichen Lauten viel zum Gefühl der Bedrohung bei.
Sie werden konterkariert von zwei anderen Effekten: die brechenden Zähne eben dieser T-Rexe, für die Icho Tolot verantwortlich zeichnet, und die Stimme der sprechenden Waschmaschine, die ähnlich verfremdet wurde wie die Stimme von C3-PO in „Star Wars“. Wenigstens fiept sie nicht wie R2-D2.
Die größte akustische Leinwand bemalen jedoch die tausend elektronisch erzeugten Sounds, die der ganzen Handlung erst das kosmische Science-Fiction-Feeling verleihen. Ohne sie könnte es sich ebenso gut um Fantasy auf einem fernen Planeten handeln, wie sie z. B. Jack Vance fabriziert hätte.
Der Abschlusssong von |Camouflage| klingt nach solider deutscher Wertarbeit: mit einem fetzigen Bassriff und einem Sänger, der sich die Feinheiten der englischen Aussprache noch antrainieren muss („head“ klingt wie „hat“). Der Song dauert vier Minuten und ist wenig bemerkenswert. PR-Fans werden ihn sicherlich begrüßen. Mehrere Zitate aus der aktuellen Episode wurden eingeflochten.
_Unterm Strich_
Insgesamt bildet „Entscheidung in Valhaum“ eine vielversprechende Fortsetzung zum Auftakt der zweiten Staffel der Hörspielserie „Perry Rhodan: Sternenozean“. Sie wird offenkundig von Profis produziert, von mancher bekannten Hollywoodstimme gesprochen und liefert einen soliden Gegenwert für den Preis von rund zehn Euronen.
Jugendliche beiderlei Geschlechts zwischen 14 und 17 Jahren dürften sich rasch mit den Helden identifizieren und das ist eine der besten Voraussetzungen, ein treues Publikum aufzubauen. Auch Zephyda ist eine solche Identifikationsfigur, und ich hoffe, dass sie möglichst lange Teil des Serienpersonals bleibt. Gucky, Mole und Icho Tolot bilden ein heroisches Trio, das sowohl für Action als auch für Humoreinlagen sorgt und so diese Episode über die anderen heraushebt.
Was die Qualität des Inhalts angeht, so darf man wohl kaum tiefschürfende und daher langweilige Monologe erwarten. Vielmehr ist kämpferische Action und romantische Exotik angesagt – das ist genau die Mischung, die auch „Star Wars“ so erfolgreich gemacht hat. In der Abwechslung liegt das Geheimnis des Erfolgs für solche Unterhaltung, und in der folgenden Episode „Die Femesängerin“ wechselt die Szene wieder mal, denn nun sind wieder Perry und Atlan am Zuge.
|65 Minuten auf 1 CD|
http://www.perryrhodan.org
http://www.luebbe-audio.de
http://www.stil.name/
[Ausführlicher Überblick über diesen Zyklus der Heftromanserie]http://www.perrypedia.proc.org/Der__Sternenozean__%28Zyklus%29
Emerson ist die perfekte amerikanische Vorstadt – doch der Mord an einer jungen Frau treibt fünf Menschen an den Rand des Abgrunds. »Das Ende von Eden« ist ein fesselnder Kriminalroman über die Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit in einem Geflecht aus Lügen, Geld und Macht. (Verlagsinfo)
Als Chiara aus ihrer Heimat Sizilien nach Bali reist, ist sie voller Erwartungen: Endlich wird sie Georg wiedersehen, den Mann, den sie liebt und mit dem sie sich ein neues Leben aufbauen will. Aber Georg kommt nicht, und Chiara beginnt zu zweifeln. Ihre Unruhe wächst von Stunde zu Stunde. (Verlagsinfo)
Wettermachen für Einsteiger: Chaos und Lachstürme garantiert!
Tori findet Besuche bei ihrer Oma megaspannend. Denn Professorin Windagard Twister ist nicht nur Meteorologin, sondern auch Erfinderin. Ihr Traum ist es, das Wetter zu beherrschen. In Omas Wetterküche brodelt, blitzt und donnert es und tatsächlich hat sie als Wetterköchin erste Erfolge. Doch oft genug geht irgendetwas katastrophal schief. Und nun scheint mit der alternden Dame etwas nicht zu stimmen: Das Wetter ist total außer Kontrolle, besonders seit ein geheimnisvoller Fremder aufgetaucht ist. Kann er etwa auch das Wetter beeinflussen? In dieser Notlage muss Tori das Wettermachen übernehmen, denn nur sie hat ihrer Oma bisher assistiert. Stürmische Zeiten stehen bevor …
Das Buch eignet für Kinder ab neun Jahren.
Die Autorin
Marikka Pfeiffer ist in Berlin aufgewachsen und liebte schon als Kind Geschichten.
Sie hat Musikpädagogik, Geschichte und Psychologie studiert und arbeitete mit Kindern und Jugendlichen. Sie spielte mit ihnen Theater, drehte Filme und komponierte Lieder.
Heute ist sie freie Autorin und gibt Kurse und Workshops im Freien und Kreativen Schreiben. Marikka Pfeiffer lebt in Potsdam, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.
Neben Lachanfällen, Milchkaffee und verwunschenen Gärten liebt sie alte Bibliotheken, Schlösser und vor allem – geheimnisvolle Abenteuer. (Eigeninformation)
Handlung
Endlich Sommerferien! Für Tori (11), ihre ältere Schwester Sunna (17) und ihren Bruder Bö 14) gibt es nichts Schöneres als die sechs sorglosen Wochen bei ihrer Oma Winda in Mittendrin zu verbringen. Sunna freut sich auf unendlich viel Zeit zum Lesen. Bö möchte am liebsten nur surfen. Aber Tori wird ihrer Oma Windagard Twister, die nicht nur Meteorologin, sondern auch Wetterköchin ist, in ihrer ungewöhnlichen Küche helfen, denn die Twisters haben ein großes Familiengeheimnis: sie können das Wetter beeinflussen.
Doch als die drei Kindern in Mittendrin ankommen, spielt das Wetter total verrückt. Wie ist das möglich, wo doch sonst das Wetter eher so mäßig ist, dass es dem abgelegenen Ort sogar die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln ermöglicht. Noch dazu wird Oma Winda sofort bei der Ankunft der Kinder von einem Wirbelsturm mitgerissen, wobei sie zwar nur eine oberflächliche Verletzung davonträgt, aber leider auch komplett das Gedächtnis verliert. Die Ferien in Mittendrin scheinen damit beendet noch bevor sie richtig begonnen haben. Marikka Pfeiffer – Tori Twister. Stürmisch unterwegs weiterlesen →
Vol. 1: Nine Princes in Amber, 1970, dt. Corwin von Amber, Heyne, 1977, ISBN 3-453-30432-2.
Vol. 2: The Guns of Avalon, 1972, dt. Die Gewehre von Avalon, Heyne, 1977, ISBN 3-453-30445-4.
Vol. 3: Sign of the Unicorn, 1975, dt. Im Zeichen des Einhorns, Heyne, 1977, ISBN 3-453-30466-7.
Vol. 4: The Hand of Oberon, 1976, dt. Die Hand Oberons, Heyne, 1978, ISBN 3-453-30500-0.
Vol. 5: The Courts of Chaos, 1978, dt. Die Burgen des Chaos, Heyne, 1981, ISBN 3-453-30743-7.
Vol. 1–5: The First Chronicles of Amber, 1999, dt. Die Prinzen von Amber, Heyne, 1986, ISBN 3-453-31271-6.
Spannender Startband einer legendären Fantasyreihe
Ein Mann erwacht ohne Erinnerung in einer Privatklinik auf dem Lande. Er merkt schnell, dass man ihn hier bloß ruhigstellen will und kämpft sich seinen Weg nach draußen. Einziger Anhaltspunkt: sein „Schwester“. Hat er eine? Doch sie ist der Schlüssel zu seiner wahren Existenz: Er ist Corwin, einer der neun Prinzen von Amber, der wahren Welt. Und er muss gegen die anderen acht Brüder und vier Schwestern antreten, will er den Thron von Amber erringen …
Nebula Award 1981, das sagt (dem eingeweihten SF-Fan) alles! Dies ist ohne Zweifel einer der besten SF-Romane der letzten Jahrzehnte. Meisterhaft verknüpft Benford, selbst ein gestandener Physiker, wissenschaftliche Theorie mit einer packenden dramatischen Handlung. Kernthema ist die Nachrichtenübermittlung aus der Zukunft.
Kaum ein anderer Roman – SF oder Non-SF – hat ähnlich authentisch und überzeugend die Welt der Wissenschaftler dargestellt. Moderne physikalische Theorien werden allgemein verständlich dargelegt und treiben mit ihren Auswirkungen die spannende Handlung voran.