Schlagwort-Archiv: Lübbe

King, Stephen – Trucks

_Hard Rock Café: Die Belagerung der Maschinen_

Führerlose Trucks handeln wie intelligente Wesen und versetzen die Besucher einer Raststätte in panischen Schrecken. Es kommt zu überraschenden symbiotischen Begegnungen der, wie sich denken lässt, unangenehmsten Art. (Verlagsinfo)

Dieses Hörbuch erschien erstmals im Dezember 1998.

_Der Autor_

Was kann man noch über Stephen King, einen der erfolgreichsten Autoren der Welt, sagen, was nicht schon jeder weiß? Er hat 1973 seinen ersten Roman, „Carrie“, verkauft, den er nachts in einem Wohnwagen auf einer alten Schreibmaschine tippte, während er tagsüber als unterbezahlter Englischlehrer arbeitete. Der Rest ist Geschichte, wie es so schön heißt.

Von seinem Magnum Opus, dem Epos um Roland und den Dunklen Turm, ist nach „Wolfsmond“ und „Susannah“ auch der letzte Teil erschienen: „Der Dunkle Turm“. So wird den King-Junkies der Lesestoff vorerst wohl nicht ausgehen. Und dann gibt es ja immer noch Richard Bachman … Zwischenzeitlich erschien seine Novelle „Colorado Kid“, zudem im März 2006 sein erster Roman nach längerer Pause: „Puls“.

_Der Sprecher_

Joachim Kerzel, 1941 in Hindenburg/Oberschlesien geboren, erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Als gefragter Synchronsprecher leiht er Jack Nicholson, Dustin Hoffman, Dennis Hopper und vielen anderen Stars seine sonore Stimme. Ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist mir seine Beteiligung an der Hörbuchfassung von Stephens Kings „Das Mädchen“, die er zusammen mit Franziska Pigulla bestritt. Seine charismatische Stimme macht aus jedem Gegenstand etwas Grandioses.

_1) Handlung von „Trucks“_

Der Ich-Erzähler sitzt im Imbiss einer Raststätte unweit der Interstate-Autobahn, irgendwo an der Ostküste der USA. Ihm fallen am Parkplatz einige merkwürdige Dinge auf. Ein totes Mädchen liegt in der Nähe des Parkplatzes, und zwei Pkw wurden zertrümmert: sein eigener Camaro (noch nicht abbezahlt) und der Fury des jungen Pärchens, das im Imbiss Zuflucht gesucht hat. Draußen stehen jede Menge Laster, die ihre Motoren brummen lassen. Am Steuer sitzen keine Fahrer: Die Trucks steuern sich selbst …

Snodgrass, der Handelsvertreter, hat lang genug mit dem Pärchen gestritten und verliert die Nerven: Er rennt aus dem Imbiss, in der Absicht, den Abwassergraben zu erreichen und dort auf die Felder zu entkommen. Doch die Trucks habe seine Absicht offenbar sofort durchschaut. Sofort wird er von einem Laster verfolgt und in den Graben geschubst. Der Aufprall ist nicht schwer, und Snodgrass stirbt auch nicht daran, aber er ist bewegungsunfähig. Und was noch schlimmer ist: Niemand kann seinen Bitten um Hilfe Folge leisten, denn sonst wäre der Helfer dem gleichen Schicksal ausgeliefert. Das Mädchen ist sehr traurig.

Aber es kommt noch heftiger. Um 20:30 Uhr fällt der Strom aus. Das bedeutet, dass die Lebensmittel vergammeln werden. Und da die Pumpen ausgefallen sind, gibt es auch kein Wasser. Nichts war’s mit der vierwöchigen Belagerung. Der Erzähler und der Junge, Jerry, wagen einen Ausfall zum Toilettenhäuschen. Sie schaffen es unbemerkt, doch der Rückweg ist umso schlimmer: Ein Truck schrammt an der Außenwand entlang und reißt die Tür des Seiteneingangs komplett weg. Sie müssen sich verbarrikadieren.

Am nächsten Morgen hebt ein seltsames Hupkonzert an. Jerry, der bei den Pfadfindern war, erkennt einen Morsecode. Die Trucks stellen eine Forderung: Ein Mensch soll sie betanken, und ihm soll nichts geschehen. Wenn ihre Bitte nicht erfüllt wird, dann … rückt die Planierraupe an und beginnt, den Imbiss zum Einsturz zu bringen.

Das ist das Äußerste, finden die belagerten Menschen. Sich zum Sklaven der Maschinen machen? Kommt nicht in die Tüte! Sie fertigen Molotow-Cocktails an und gehen zum Gegenangriff über.

_Mein Eindruck_

Durch eine einfache Inversion der bestehenden Verhältnisse schafft Stephen King eine bedrohliche Situation: Die Maschinen übernehmen die Herrschaft. Bislang beliebten wir zu denken, es wäre andersherum. Falsch gedacht, findet der Erzähler der Geschichte. Haben wir nicht über jede halbwegs attraktive und zugängliche Landschaft eine Asphaltpiste gelegt? Haben wir nicht Schneisen durch Gebirge geschnitten und Brücken über Täler gelegt, damit wir Autobahnen für die lieben Maschinen verlegen konnten? Haben wir nicht ganze Ölfelder leer gepumpt, um Treibstoff für die hungrigen Maschinen zu beschaffen? Und wurden nicht ganze Städte wie etwa Wolfsburg aus dem Boden gestampft, nur um Maschinen – Fahrzeuge zumal – bauen zu können?

Und wenn dann ab und zu mal ein Menschlein von einer Maschine zu Tode gebracht – sagen wir mal: überfahren oder eingequetscht – wurde, haben wir dann nicht unser Gewissen mit der Ausrede beruhigt, wir seine auf die Maschinen angewiesen? Wie hoch der Preis wirklich ist, zeigt der einfache Erzählkniff Kings: Stecke ein paar Leute in eine Schachtel von Imbiss und lasse die Maschinen auf sie los.

Natürlich gibt es da ein paar Schwächen: Wie verständigen sich die Trucks untereinander – CB-Funk? Wie können sie sehen oder hören? Wie man sieht, ist eine gewisse Vermenschlichung und Dämonisierung nötig, um die Geschichte völlig glaubhaft zu machen. Aber sie soll ja auch nur als eine Metapher für die oben beschriebene Abhängigkeit dienen. Und wir sind fleißig dabei, uns selbst überflüssig zu machen …

2) Handlung von „Der Rasenmähermann“_

Harold Parkette ist nicht nur stolz auf seinen Rasen, sondern auch auf seinen Rasenmäher. Für einmal Rasenmähen zahlt er dem Jungen stattliche fünf Dollar. Das ging jahraus, jahrein gut, bis der Hund des Nachbarn Castenmeyer die Katze von Smiths nebenan unter den Mäher jagte. Es gab eine Riesensauerei. Sicherheitshalber brachte er seinen chromblinkenden Superrasenmäher weg. Das war im Oktober.

Der Frühling ins Land, der Sommer strahlt. Doch Harold rührt keinen Finger, um seinen Rasen zu mähen. Ganz besonders dann nicht, seit der Mäherjunge weggezogen ist. Es wächst eine wunderschöne Wiese auf seinem Grundstück. Dort versteckt sich erst ein Mädchen, dann entdeckt Harold dort ein Waldmurmeltier. Ein Warnsignal, das er nicht ignorieren kann. Wenn hier erst einmal die Wildnis einzieht, wieso wohnt er dann noch hier?

Als Antwort auf die Annonce der Firma Pastoral fordert er einen menschlichen Rasenmähermann an. Dieser kreuzt auch alsbald auf, der leutselige und burschikos auftretende Fettwanst ist Harold nicht ganz geheuer. Und dass er „Bei Circe!“ ausruft, findet er ebenfalls recht sonderbar. Was hat der Typ mit legendären Zauberinnen zu schaffen?

Aus seinem Nachmittagsschlummer weckt Harold ein infernalisches Dröhnen. Der Rasenmäher fegt durchs Gras, das ist okay. Aber niemand schiebt ihn! Und gleich dahinter trabt ein Wesen, bei dem Harold Mühe hat, es als den Rasenmähermann zu identifizieren. Er hat sich nackt ausgezogen und frisst das frisch geschnittene Gras in sich hinein! Auch vor einem frisch getöteten Maulwurf machen seine mahlenden Kiefer nicht Halt. Harold kotzt zuerst und wird dann ohnmächtig. (Rockstars machen es umkehrt und gehen dabei drauf. Nicht so Harold.)

Als der Rasenmähermann ihn weckt, ist der Rasen picobello gemäht. Womit Harold aber ein Problem hat, sind die gespaltenen Füße des Helfers und seine grüne Behaarung …

_Mein Eindruck_

Auch hier treffen wieder Natur, Mensch und Maschine aufeinander. Das erfolgt auf recht groteske Weise. Harolds Welt ist ein suburbanes Nimmerland, wo nur die Baseballspiele und Aktiennotierungen eine Rolle spielen. Sein Familienleben ist längst zerrüttet, und nach dem Unfall mit Smiths Katze geht eh alles den Bach runter. Der moralischen Verwilderung folgt die florale. Seine Wiese ist eine Einladung an die Wildnis zurückzukehren. Sein Ruf nach dem Rasenmähermann wird folglich nicht von den Kräften der US-Kultur beantwortet, sondern von einer weitaus älteren Macht: dem Großen Gott Pan. (Daher die Verbindung zur Zauberin Circe.)

Die Folgen sind für Harold, der sich nun gegen die Geister, die er rief, wehrt, recht drastisch. Götter mögen es nicht, wenn man die Polizei auf sie hetzt. Die Sergeants und Deputys finden Harolds sterbliche Überreste im Vogelbad, der Schnittstelle der Begegnung zwischen Mensch und Natur. Etwas ist hier für Harold offenbar schlecht gelaufen. Seine Lektion: Die Natur immer schön kurz halten, wenn man in der Vorstadt wohnt. Sie könnte sonst zurückschlagen.

_Der Sprecher_

Joachim Kerzel bewältigt zwei ganz unterschiedliche Aufgaben mit Bravour. „Trucks“ ist moderner Horror pur, doch „Der Rasenmähermann“ ist eine Fantasygroteske. Mit seiner tiefen Stimme gelingt es Kerzel, die Gefahr in „Trucks“ ziemlich deutlich zum Ausdruck zu bringen. Die Expedition zum Toilettenhäuschen ist in dieser Hinsicht ein Höhepunkt, so seltsam das auch klingen mag.

In „Der Rasenmähermann“ ist stattdessen Humor gefragt. Auf der einen Seite haben wir den auf Bequemlichkeit bedachten Antihelden Harold Parkette, der auf einmal aufgescheucht und – in seinen Augen – maximalem Horror ausgesetzt wird. Auf der anderen Seite haben wir den ein wenig zu leutselig und hemdsärmelig wirkenden Rasenmähermann (der nie seinen Namen nennt), der Harolds heiligen Rasen mit seiner etwas unorthodoxen Methode traktiert. Und wer seinen Boss beleidigt, der bekommt seinen Zorn zu spüren – und den seiner Maschine … Auch diese Attacke liest Kerzel mit wundervoller Energie vor, so dass man sich Harolds Not lebhaft vorstellen kann.

_Die Musik_

Die Musik spielt eine wichtige Rolle, aber diesmal besteht sie nicht aus den gewohnten Streichermotiven, sondern aus richtig gutem Hard-Rock-Sound. „Trucks“ hat ein Intro, das jedes Heavy-Metal-Albums würdig wäre. Immer wieder ist die E-Gitarre zu hören, und vielleicht drängt sie sich auch ein wenig zu sehr in den Vordergrund. In „Der Rasenmähermann“ erschallt eine Kombination aus Hard Rock und funkigen Bläsern, die geradezu in die Beine geht.

_Unterm Strich_

Die beiden Storys passen gut zusammen. Sie sind sowohl grotesk als auch von einem Horror vor Maschinen erfüllt. Inhaltlich scheinen sie grundverschieden zu sein, doch in beiden wird dem Menschen das Recht auf seine Herrschaft auf Erden streitig gemacht: einerseits von den Trucks, dann wieder von Pan, dem Gott der wilden Natur. (Es gibt eine schöne Gruselgeschichte über Pan von dem Briten Arthur Machen, die King als Kenner garantiert kannte, bevor er diese Story schrieb. Mit „Danse Macabre“ hat er ja selbst eine Literaturgeschichte des Gruselgenres verfasst.)

Der Sprecher erweckt die Handlung zum Leben und die Hard-Rock-Musik bringt die Figuren quasi zum Tanzen. Dieses Hörbuch ist ein Höhepunkt der neuen Reihe „Bastei Lübbe Stars“, die Lübbe derzeit zu einem besonders günstigen Preis auf den Markt bringt. Die Tiefpreis-Konkurrenz darf sich warm anziehen.

|74 Minuten auf 1 CD
Aus dem US-Englischen übersetzt von Harro Christensen|

_Stephen King bei |Buchwurm.info|_ (Auswahl):

[„Brennen muss Salem – Illustrierte Fassung“ 3027
[„Friedhof der Kuscheltiere“ 3007 (Audio)
[„Puls“ 2383
[„Trucks“ 2327 (Audio)
[„Colorado Kid“ 2090
[„The Green Mile“ 1857 (Audio)
[„Das Leben und das Schreiben“ 1655
[„Atemtechnik“ 1618 (Audio)
[„Todesmarsch“ 908
[„Der Turm“ 822 (Der Dunkle Turm VII)
[„Der Sturm des Jahrhunderts“ 535
[„Tommyknockers – Das Monstrum “ 461
[„Achterbahn“ 460
[„Danse Macabre – Die Welt des Horrors“ 454
[„Christine“ 453
[„Der Buick“ 438
[„Atlantis“ 322
[„Das Mädchen“ 115
[„Im Kabinett des Todes“ 85
[„Duddits – Dreamcatcher“ 45

Rick Yancey – Der Monstrumologe



Der Monstrumologe:

Band 1: _“Der Monstrumologe“_
Band 2: „… und der Fluch des Wendigo“ (20.01.2012)

Actionreicher Horror mit doppeltem Boden

Neuengland im April 1888: Der Junge Will Henry ist ein Waisenkind und arbeitet als Assistent des kauzigen Dr. Warthrop. Der gute Doktor hat sich auf ein ganz besonderes Gebiet spezialisiert: Er ist Monstrumologe, das heißt, er studiert Monster und macht notfalls Jagd auf sie.

Eines Abends kommt ein Grabräuber zu Will und dem Doktor ins Labor. Er hat eine Leiche gefunden, in die sich ein zahnbewehrtes Monster verbissen hat. Offenbar eine Monsterart, die Menschen tötet – und sich zudem rasch vermehrt. Die Einzigen, die nun zwischen diesen Bestien und der Menschheit stehen, sind der Doktor und der junge Will … (abgewandelte Verlagsinfo)

Der Autor
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Paul Robert Smith – Gespräch mit Igel

Tragikomödie mit englischem Don Quichotte

Es ist ein denkwürdiger Moment in Benton Kirbys Leben, als er nachts im Park mit einem Igel auf einem sitzt und über sein Leben und die Frauen nachdenkt. beispielsweise hat er seine Verlobte Georgia eine Woche vor der Hochzeit dadurch verloren, dass sie in ihr eigenes Haus einsteigen wollte und sie abstürzte, wobei sie sich das Genick brach – und anschließend erfror. Oder an jenen Moment, als er mit der süßen Cherry im Bett lag und seine zweite Verlobte Cassie nach Hause kam, so dass er sie mit einem Müllsack fesseln musste…
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Donald Wollheim & Arthur Saha (Hg.) – World’s Best SF 2. Die besten SF-Geschichten des Jahres 1982

Classic SF: Solide US-Auswahl der Jahresbesten 1982

Diese Jahresbesten-Auswahl aus dem Jahr 1983 versammelt Erzählungen aus den Jahren 1981 und 1982. Unter den AutorInnen, die hier vertreten sind, finden sich Veteranen wie Frederik Pohl und James White ebenso wie Newcomer wie Bruce Sterling, Rudy Rucker und Jack Dann. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass nicht weniger als drei Frauen vertreten sind: Connie Willis, die inzwischen verstorbene Tanith Lee und die Feministin Joanna Russ.
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Maeve Binchy – Wiedersehen bei Brenda (Lesung)

Dubliner Geschichten

Das Quentins ist in Dublin eine Institution. Hier isst man nicht nur gut, hier trifft man sich, wenn man ungestört sein will, und fühlt sich unter den liebevollen Blicken der Besitzer Patrick und Brenda Brennan gut aufgehoben.
Jedes Mitglied des Personals hat seine eigene Geschichte zu erzählen und kann von Zeiten berichten, in denen es dem Quentins gar nicht so glänzend ging – und von anderen, in denen der Ruhm des Restaurants die Stadtgrenzen
weit überschritt.

Die junge Ella Brady bekommt den Auftrag, einen Dokumentarfilm über diese Dubliner Institution zu machen, und lernt dabei Menschen kennen, die ihr unvergesslich bleiben werden: Monica, die stets fröhliche australische Kellnerin, und Blouse, Patricks Bruder, hinter dessen scheinbarer Schlichtheit sich ein wacher Geist und ein Herz aus Gold verbergen. Und Ella begegnet Menschen, die dem Leser aus früheren Binchy Romanen wohlvertraut sind:
die vorwitzigen Zwillinge aus Cathys Traum oder die Signora aus der Irischen Signora. Am Ende stellt sich Ella die Frage, ob es wirklich so eine gute Idee ist, die Geschichten aus dem Quentins zu verfilmen. Denn manche Geschichten
bleiben eben besser unerzählt … (Verlagsinfo)
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John Naish – GENUG. Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen

Praktische Anleitung zum Zufriedensein

Mehr Informationen, mehr Essen, mehr Sachen, mehr Statussymbole. Heute gibt es von allem mehr, als wir jemals nutzen, genießen oder uns leisten können. Trotzdem rücken wir in der Überflussgesellschaft keinen Millimeter von der ältesten Überlebensstrategie der Menschheit ab: zu horten. Wir wollen immer mehr, auch wenn es uns krank, müde, übergewichtig, unzufrieden und arm macht. Die Welt des Überflusses zerstört jedoch unsere persönlichen Ressourcen ebenso gründlich wie die unserer Heimatwelt. (abgewandelte Verlagsinfo) Naish zeigt uns die Probleme ebenso wie die Strategien, wie wir sie bewältigen können. Praktische To-do-Listen helfen den Betroffenen ganz konkret – sofern sie sie beherzigen.
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Andreas Eschbach – NSA

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet …

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?


(Verlagsinfo)

George Orwell schrieb mit „1984“ die Dystopie der totalen Überwachung. Inzwischen leben wir darin. Geht da noch mehr?

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[NEWS] Jeremiah Pearson – Der Bauernkrieger (Freiheitsbund 3)

Der Deutsche Bauernkrieg beginnt …

Deutschland, 1525. Zehntausende Bauern erheben sich, um von den Fürsten mehr Rechte einzufordern. Auch der Hörige Lud kämpft an der Seite seines Herrn Florian Geyer für die Bauern, obwohl er nicht an ihre Sache glaubt – ein Schwur, den er einst Florians Vater leistete, bindet ihn. Für Lud gibt es nur einen Grund, warum er in diesem Krieg nicht sterben darf: die Täuferin Kristina, seine große Liebe. Doch während er von Schlacht zu Schlacht zieht, gerät Kristina in die Hände des Feindes. Ihr droht der Ketzertod. Kann Lud lange genug überleben, um sie zu retten? (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Originaltitel: VILLEINS Trilogy Book 3
Lübbe

Lars Kepler – Hasenjagd

Joona Linna ermittelt in seinem sechsten Fall – und das, obwohl er eigentlich gerade seine Haftstrafe absitzt… Doch als der schwedische Außenminister unter grausamen und sehr merkwürdigen Umständen ermordet wird und die Spur zu einem anderen Häftling führt, bittet man Joona Linna um seine Hilfe. Kurze Zeit später ist er mitten in den Fall verwickelt, macht einen Deal mit der Polizei und ist für die Ermittlungen auf freiem Fuß.

Obwohl es eine Zeugin für den Mord am Außenminister gibt, tappt die Polizei im Dunkeln und ahnt nicht, was hinter dem Mord und an der merkwürdigen Zeugenaussage steckt. Schnell ist aber klar, dass die Polizei hinter einem Killer her ist, der zehn Menschen umbringen möchte. Zunächst grübelt Joona Linna, warum er ausgerechnet mit einem so prominenten Opfer wie dem Außenminister beginnt, sodass alle Blicke auf den Serienmörder gerichtet sind. Zu spät wird ihm klar, dass der Mörder damit ein weiteres Opfer hervorlocken möchte, an das er nur auf der Beerdigung herankommen kann.

Und so geht die Mordserie weiter und weiter…
Lars Kepler – Hasenjagd weiterlesen

Andreas Eschbach – Teufelsgold

Auf der Jagd nach dem Stein der Weisen – Wer sind die Alchemisten unserer heutigen Zeit?

Nach dem Ende der Kreuzzüge taucht er das erste mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann – gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchemist Gott verflucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren. Für alle Ewigkeit.

Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist ein Schlüssel – ein Schlüssel, der unser aller Leben zum Guten hin verändern könnte.

Oder öffnet er die Pforten der Hölle?
(Verlagsinfo)

Ein ehrgeiziger junger Mann mit Minderwertigkeitskomplexen, ein altes Buch, eine überirdisch schöne Frau und ein merkwürdiger alter Zausel mit einem Spleen für Alchemie – Andreas Eschbach überrascht aufs Neue mit einem ungewöhnlichen Setting und erzählt eine Geschichte über einen uralten Menschheitstraum, über Geld, Machtgier, Gold und Unsterblichkeit – und das, was danach kommt.

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Lisa Genova – Ein guter Tag zum Leben

Mit ihrem Debütroman „Mein Leben ohne Gestern“ hat sich Lisa Genova direkt in die Riege der Bestsellerautorinnen geschrieben. Ihre einfühlsame Schilderung einer erfolgreichen Frau, die mit nur 50 Jahren die Diagnose Alzheimer erhält, hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich seitdem jedes ihrer Bücher verschlinge. In ihrem vierten Roman greift Lisa Genova nun das Thema Chorea Huntington auf.

Kontrollverlust

Joe O’Brien steht mitten im Leben – er ist glücklich verheiratet, hat vier erwachsene Kinder und geht in seinem Beruf als Polizist auf. Doch dann fallen im manche Dinge immer schwerer als vorher. Seine Polizeiberichte geraten inhaltlich durcheinander, seine Beine zucken willenlos und lassen sich kaum noch still halten. Irgendwann schickt seine Frau ihn zum Arzt – während Joe mit der Diagnose eines kaputten Knies rechnet, erfährt er mit nur 44 Jahren, dass er an Chorea Huntington leidet – eine Erbkrankheit, die ihm nach Diagnose noch etwa zehn Jahre lassen wird, in denen er immer mehr Kontrolle über seinen Körper verliert, indem er willenlos zucken und ausschlagen und möglicherweise Menschen verletzten mag. 10 Jahre, in denen er immer mehr verfallen wird und wo er am Ende als Pflegefall enden wird.

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Bernard Cornwell – Sharpes Abenteuer

„Sharpes Abenteuer“ ist ein sehr schmales Bändchen. Das liegt daran, dass es kein „normaler“ Sharpe-Roman ist, sondern nur eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Sharpes Scharmützel“ enthält, die Bernard Cornwell 1998 im Auftrag einer englischen Buchhandelskette schrieb, die den kleinen Band an seine Kunden verschenken wollte. Das Experiment ging ordentlich schief: Andere Buchhändler beschwerten sich, nicht überall wurde das Buch verschenkt, sondern manchmal schlicht verkauft. Und zu allem Überfluss war die Geschichte unter Zeitdruck geschrieben worden und dementsprechend unausgereift. Ein paar Jahre später allerdings hat sich Cornwell dann noch einmal an „Sharpes Scharmützel“ gesetzt, hat die Geschichte bereinigt und überarbeitet und so kann sie jetzt auch auf Deutsch erscheinen.
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Bernard Cornwell – Sharpes Degen (Sharpe 14)

Sharpes Degen ist ein ziemlich unförmiges, billig hergestelltes Ding. Ein einfacher Kavalleriesäbel, den er mit roher Gewalt einzusetzen weiß, um seine Feinde auf dem Schlachtfeld niederzumähen. In jedem Fall ist Sharpes Degen nicht mit dem feinen Klingenthal-Säbel des Franzosen Oberst Leroux zu vergleichen, dem Sharpe zu Beginn seines vierzehnten Abenteuers begegnet. Dieser Leroux macht sich sofort reichlich unbeliebt, als er sein Ehrenwort verletzt und seiner Gefangennahme entgeht. Und während Leroux hinter die schützenden Mauern von Salamanca flieht, beschließt Sharpe, dass er des Franzosen unbedingt habhaft werden muss, um ihm seinen Degen abzunehmen und den Tod seiner Kameraden zu rächen.
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Andrea Camilleri – Das Lächeln der Signorina. Commissario Montalbano lässt sich blenden


Blaue Bohnen und der Engel der Liebe: Montalbano unter Dieben

Eine Serie von Diebstählen sorgt für Aufregung im sizilianischen Vigàta. Als Commissario Montalbano im Rahmen der Ermittlungen Bekanntschaft mit der jungen Angelica Cosulich macht, fühlt er sich schlagartig in seine Jugend zurückversetzt: Mit ihrem wallenden Blondhaar erinnert ihn die schöne Angelica an die Heldin selben Vornamens aus Ariosts Epos „Der rasende Roland“, die ihm seinerzeit die Träume versüßt hat. Doch hinter dem betörenden Lächeln der Signorina verbirgt sich ein gefährliches Geheimnis… (Verlagsinfo)

Der Autor

Andrea Camilleri ist kein Autor, sondern eine Institution: das Gewissen Italiens. Der 1925 in dem sizilianischen Küstenstädtchen Porto Empedocle geborene, aber in Rom lebende Camilleri ist Autor von Kriminalromanen und -erzählungen, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur. Er hat dem italienischen Krimi die Tore geöffnet.

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Andreas Eschbach – Todesengel


„Es mangelt an Zivilcourage!“

Doch woran liegt das? An den immer schneller mit immer gleichgültigerer Gewalt vorgehenden Tätern?

Mit Sicherheit spielt das eine entscheidende Rolle. Die Brutalität in den „zivilisierten“ Ländern hat unvorstellbare Ausmaße angenommen und liefert den Tätern mehr Anonymität, als sie sich durch Gesichtsmasken erzeugen könnten. Das Weggucken der Menschen. Man könnte ja der nächste sein, dessen Gesicht auf dem Asphalt zertreten wird. Andreas Eschbach – Todesengel weiterlesen

[NEWS] REBECCA GABLÉ – Das Haupt der Welt

Neues von Rebecca Gablé bei Lübbe: „Das Haupt der Welt“.

Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist …
(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 864 Seiten

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] JEAN-CHRISTOPHE GRANGÉ – Die Wahrheit des Blutes

Neues von Jean-Christophe Grangé bei Lübbe: „Die Wahrheit des Blutes“.

Olivier Passan, Polizeikommissar und Einzelgänger, steht kurz davor, einen raffinierten Serienkiller zu stellen, der es auf schwangere Frauen abgesehen hat. Zugleich versucht er zu begreifen, warum die Ehe mit seiner japanischen Frau Naoko offenbar gescheitert ist. Als in ihrem gemeinsamen Haus bedrohliche Dinge geschehen, vermutet Passan zunächst einen Racheakt des Killers. Doch dann stellt sich heraus, dass die Anschläge mit der geheimnisvollen Vergangenheit Naokos zu tun haben.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 432 Seiten
Originaltitel: Kaiken

Dan Brown – Inferno

Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard, wird in Florenz mit Geheimnissen, Rätseln und einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes „Göttlicher Komödie“. Und je intensiver Langdon die immer gefährlicher werdende Spur verfolgt, umso deutlicher zeichnet sich die bedrohliche Erkenntnis ab, was Dantes Werk für die Gegenwart und Zukunft bereithält. (Bearbeitete Verlagsinfo)

Der Autor

Dan Brown, geboren 1964, war genau wie Stephen King zuerst Englischlehrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. „Als Sohn eines mehrfach ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer bekannten Kirchenmusikerin wuchs er in einem Umfeld auf, in dem Wissenschaft und Religion keine Gegensätze darstellen“, meint die Verlagsinformation. Diese Kombination ist es auch, die den weltweiten Erfolg des Autors begründet.

Inzwischen hat Brown von seinen Büchern mehrere Dutzend Millionen Exemplare verkauft. „Brown ist verheiratet und lebt mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin, in New Hampshire.“ Na, das klingt doch direkt nach einer Ko-AUTORIN! Als Produzent der beiden Verfilmungen der Robert-Langdon-Abenteuer „Sakrileg“ und „Illuminati“ verdient Brown auch an der Filmauswertung mit.
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[NEWS] DAN BROWN: Inferno

Megaseller Dan Brown meldet sich bei Lübbe mit einem „Inferno“ zurück:

Mein Geschenk ist die Zukunft. Mein Geschenk ist die Erlösung. Mein Geschenk ist – Inferno.

Robert Langdon ist zurück – und der Held aus Dan Browns Weltbestsellern ILLUMINATI, SAKRILEG und DAS VERLORENE SYMBOL hat sein wohl größtes Abenteuer zu bestehen. Dante Alighieris »Inferno«, Teil seiner »Göttlichen Komödie«, gehört zu den geheimnisvollsten Schriften der Weltliteratur. Ein Text, der vielen Lesern noch heute Rätsel aufgibt. Um dieses Mysterium weiß auch Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard. Doch niemals hätte er geahnt, was in diesem siebenhundert Jahre alten Text schlummert. Gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks macht sich Robert Langdon daran, das geheimnisvolle »Inferno« zu entschlüsseln. Aber schon bald muss er feststellen, dass die junge Frau ebenso viele Rätsel birgt wie Dantes Meisterwerk. Und erst auf seiner Jagd durch halb Europa, verfolgt von finsteren Mächten und skrupellosen Gegnern, wird ihm klar: Dantes Werk ist keine Fiktion. Es ist eine Prophezeiung. Eine Prophezeiung, die uns alle betrifft. Die alles verändern kann. Die Leben bringt. Oder den Tod.

Dan Brown, Sohn eines Mathematikprofessors und einer Musikerin, arbeitete als Englischlehrer, bevor er mit dem Roman „Illuminati“ weltweit für Aufsehen sorgte. Mit seinen Romanen, die durch ihre Mischung aus Action, Wissenschaft und Geschichte bestechen, beherrscht er seither die internationalen Bestsellerlisten. Im Jahr 2004 wurden seine beiden Titel „Sakrileg“ und „Illuminati“ die Jahresbestseller in der Kategorie Hardcover und Taschenbuch! Mit seinem in 35 Ländern erschienenen und mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmten Buch „Sakrileg“ wurde er zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller der letzten Jahrzehnte. Dan Brown ist verheiratet und lebt mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin, in Neuengland.
(Verlagsinfos)

Originaltitel: Inferno
Übersetzung: Axel Merz, Rainer Schumacher
Hardcover, 685 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2480-4

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Janice Hardy – Krieg der Heiler (The Healing Wars 3)

Endkampf um die Freiheit: spannende Jugendfantasy

Die Schifterin Nya und ihr Freunde fliehen vor dem Herzog von Baseer und kehren in ihre Heimatstadt Geveg zurück. Dort haben sich die Einheimischen wie auch die Baseeri-Adeligen gegen den Herzog erhoben. Um sie vor dem anstehenden Angriff der herzoglichen Armee zu warnen, begeben sich Nya und Co. in die geteilte Stadt. Doch was können sie schon gegen eine Armee von Unsterblichen ausrichten, fragt sich Nya bang.

Die Autorin

Janice Hardy wurde in Pennsylvania geboren und wuchs in Florida auf. Sie machte ihren Collegeabschluss in Grafikdesign und arbeitete als Gestalterin für verschiedene Zeitschriften. Während dieser Zeit absolvierte sie einen Kurs als Rettungstaucherin. Dabei lernte sie ihren Mann kennen. Heute leben die beiden im amerikanischen Bundesstaat Georgia.

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