Archiv der Kategorie: Fantasy / Science-Fiction

Mark Lawrence – Kaiser der Dunkelheit (The Broken Empire 3)

The Broken Empire

Band 1: Prinz der Dunkelheit“
Band 2: König der Dunkelheit“
Band 3: „Kaiser der Dunkelheit“

Nach dem Tod Orrins vom Pfeil ist Jorg nun König von sieben Reichen. Aber sein Ehrgeiz ist noch nicht gestillt. Jorg ist fest entschlossen, Kaiser zu werden, ganz gleich, was ihn das kosten mag. Das heißt … nicht wirklich ganz gleich! Denn seine Frau Miana ist hochschwanger, und als das Kind zu Welt kommt, muss Jorg sich einigen unerwarteten Erkenntnissen stellen …

Der dritte Band der Trilogie schließt unmittelbar an das Ende des zweiten an. Auch hier wird neben der eigentlichen Handlung außerdem in Rückblenden von Jorgs Vergangenheit erzählt. Die Tagebucheinträge von Katherine fehlen, dafür widmet sich der dritte Handlungsstrang den Ereignissen aus Chellas Sicht. Mark Lawrence – Kaiser der Dunkelheit (The Broken Empire 3) weiterlesen

Veronica Roth – Die Bestimmung. Tödliche Wahrheit

Mit dem Auftakt ihrer Trilogie „Die Bestimmung“ konnte mich Veronica Roth wahrlich begeistern und mitreißen, in nur wenigen Tagen habe ich die spannende und emotionale Geschichte von Tris und Tobias im Chicago der Zukunft verschlungen und konnte das Buch währenddessen kaum aus der Hand legen. „Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit“ knüpft direkt an seinen Vorgänger an und erzählt vom Fortgang des Schicksals des jungen Paares nach dem fulminanten Finale von „Die Bestimmung“.
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Kate Wilhelm – Verrückte Zeit

Liebeskomödie und Agententhriller: Wahnsinn in Seattle

Die Psychologin Lauren Steele wird Augenzeugin, wie sich ein Mann vor ihren Augen in ein blaues Glühen auflöst. Fortan sieht und hört sie ihn immer wieder, weshalb sie glaubt, wahnsinnig zu werden. Das Militär verdächtigt sie, mit diesem „Kommunisten-Corky“ konspirativ zusammenzuarbeiten und lässt sie sowohl beschatten als auch verführen. Das schürt ihre Paranoia zusätzlich. Auf einer einsamen Insel nahe Seattle muss sich entscheiden, ob sie dem Wahnsinn nachgibt – oder wirklich an die Existenz dieses seltsamen Geistwesens namens Corky glauben will…

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Troy Denning – STAR WARS: Der Geist von Tatooine

Family Business

Die Neue Republik konstituiert sich grade und noch längst sind, nach dem Tod Imperator Palpatines und seines Gehilfen Lord Darth Vader, nicht alle imperialen Widerstände gebrochen. Im Gegenteil: Der neue Befehlshaber Großadmiral Palaeon ist ein geschickter Taktierer und Stratege, der das junge Staatsgefüge und seine Sternsysteme immer noch massiv bedroht und nicht wenige davon weiterhin unterjocht. Glücklicherweise gibt es ja noch das erprobte und bislang unknackbar chiffrierte Schattenfunk-Netzwerk aus alten Rebellen-Tagen, welches die neue Administration der Republik weiterhin benutzt um an den Imperialen vorbei zu kommunizieren und Aktionen zu koordinieren. Allerdings steht dieses jetzt vor der Enttarnung.

Ausgerechnet ein lange verschollenes, berühmtes Bild eines alderanischen Künstlers taucht wieder auf – pikant: Das „Killik-Zwielicht“ ist nicht nur ein super seltenes Sammlerstück, in seinem Inneren versteckt befindet sich auch ein Code-Chip, der den Schlüssel zum Schattenfunk enthält. Die Versteigerung des Kunstwerkes auf dem schicksalsträchtigen Wüstenplaneten Tatooine ruft nicht nur Leia, Han sowie Chewie und C-3PO inkognito auf den Plan der Bieter, auch das Imperium zeigt offenes Interesse an dessen Besitz. Dort, wo die dunkle Karriere ihres Vaters Anakin Skywalker seinen bekannt-tragischen Anfang nahm und nun erneut die Zukunft Republik auf dem Spiel steht, wird Leia überdies von düsteren Machtvisionen heimgesucht. Die Auktion läuft dann auch noch vollkommen anders als gewünscht. Troy Denning – STAR WARS: Der Geist von Tatooine weiterlesen

Andreas Brandhorst – Das Kosmotop

Erinnert ihr euch noch an »Die Kinder der Ewigkeit«? Kein Problem, man muss den Roman nicht gelesen haben, um »Das Kosmotop« genießen zu können. Wir kennen ja mittlerweile die grandiosen Weltentwürfe Brandhorsts, die Äonen umspannen und Geschichten von kosmischer Bedeutung erzählen. Der vorliegende Roman kehrt in das Universum der »Kinder der Ewigkeit« zurück, die Handlungszeit liegt allerdings viele Jahrtausende in der Zukunft, so dass es nur wenige Bezüge zwischen den Geschichten gibt – aber genug, um diejenigen, die schon die »Kinder« genossen haben, abzuholen und ihnen die weitere Entwicklung der Menschheit und der intelligenten Maschinenvölker nahezubringen.

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Robert A. Heinlein – Zweimal Pluto und zurück

Großfamilie Stone langweilt sich in der brav gewordenen Mondkolonie. Sie erwirbt ein altes Raumschiff und steuert den Mars und andere interessante Ziele an, was ebenso faszinierend wie gefährlich ist … – Der Weg ist das Ziel für die Stones, eine Familie mit Vorbildfunktion (liberal-autoritäre Eltern, manisch lernwütige Kinder), die durch eine nostalgisch altmodische Zukunft reist: auch jenseits der brachialdidaktischen Lektionen kann dieser Episodenroman nur passagenweise unterhalten. Robert A. Heinlein – Zweimal Pluto und zurück weiterlesen

Fredric Brown – Der Unheimliche aus dem All

brown-unheimlicher-cover-kleinDer außerirdische „Parasit“ schmarotzt sich durch die Hirne seiner Wirte, die er dabei totsicher umbringt. Aktuell müssen die Bewohner des Planeten Erde mit dem ungebetenen Gast fertigwerden, der quasi unsichtbar ist … – ET-Science Fiction vom Feinsten, spannend und witzig in Szene gesetzt von einem heute zumindest hierzulande vergessenen Meister seines Fachs.
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Kai Meyer – Arkadien erwacht (Arkadien 1)

Um einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten, flieht Rosa Alcantara nach Sizilien, die Heimat ihrer Familie, nachdem sie ihr bisheriges Leben gemeinsam mit Mutter und Schwester in New York verbracht hat. Schon im Flugzeug macht sie Bekanntschaft mit dem mysteriösen Alessandro, der die junge Frau zwar einschüchtert, doch gleichermaßen fasziniert und eine schier magische Anziehungskraft auf sie ausübt. Dann aber erfährt Rosa, dass der junge Mann Spross und künftiger Anführer des mit den Alcantaras verfeindeten Mafia-Clans der Carnevares ist, doch trotz aller Widrigkeiten und dem erbitterten Widerstand der Familien können Rosa und Alessandro nicht voneinander lassen. Immer besser lernen sich die beiden kennen und kommen gemeinsam einem unglaublichen Geheimnis der sizilianischen Clans auf die Spur, das die Schicksale ihrer Familien und ihnen selbst für immer verändern könnte. Doch als wäre dies für die labile Rosa nicht schon genug, fängt auch sie selbst an, sich zu verändern, sowohl hinsichtlich ihres Charakters als auch ihres Körpers: Immer tiefer wird die junge Frau in die Machenschaften der Cosa Nostra hineingezogen und steht vor der Entscheidung, wie sie mit den Grausamkeiten ihrer eigenen Familie umgehen kann, bis sie eines Tages mit einem weiteren Geheimnis der Clans konfrontiert wird und sich in eine Riesenschlange verwandelt. Um Alessandro und Rosa entbricht ein Kampf um die Vorherrschaft innerhalb der Clans und derer untereinander, ausgetragen durch Verrat, Intrigen und Gewalt, und die beiden ziehen in eine verzweifelte Schlacht, dem endlich ein Ende zu machen.

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Nelson Bond – Insel der Eroberer

Bond Insel der Eroberer Cover kleinInhalt:

Sechs Science-Fiction-Storys aus der Frühzeit des Genres. Die ‚Unschuld‘ der Jahre vor dem II. Weltkrieg ist schon verschwunden, doch der Glaube an die Segnungen der Zukunft blieb erhalten. Ohne Furcht vor der Logik und den Naturgesetzen aber mit einer gehörigen Dosis schnurrigen Humors spinnt ein wahrer Altmeister der SF sein Garn:

– Insel der Eroberer (Conqueror‘s Isle, 1946), S. 7-24: Über der südchinesischen See gerät ein Bomber der US-Luftflotte in einen Sturm und stürzt ab. Glücklicherweise ist eine Insel nahe, doch dort stolpern die wackeren Flieger in die geheime Zentrale der neuen Supermenschen, die sich zur Eroberung der Welt anschicken.

– Jona und das U-Boot (Uncommon Castaway, 1949), S. 25-46: Im Mittelmeer gerät das marode US-Unterseeboot „Grampus“ in einen seltsamen Sturm, der es in einer merkwürdig primitiv wirkenden Welt wieder auftauchen lässt. Dort lernt die Besatzung einen Mann kennen, der nicht ohne Grund wirkt, als sei er dem Alten Testament entsprungen.

– Die Bestien von Kios (The Cunning of the Beast/Another World Begins, 1942), S. 46-68: Die Bewohner eines weit entfernten Planeten sind zwar technisch hoch entwickelt, aber körperlich hinfällig. Ein ehrgeiziger Wissenschaftler züchtet ein Paar widerstandsfähiger Gastkörper, die jedoch einen ganz eigenen Willen entwickeln und ihren Schöpfer zwingen, sie aus dem Paradies zu vertreiben.

– Außenposten Venus (The Last Outpost, 1948), S. 69-123: Auf einer militärdiktatorisch regierten Erde der Zukunft bricht ein Atomkrieg aus. Glücklicherweise hat ein begabter Wissenschaftler in seinem Garten ein Raumschiff gebaut, das wenigstens einige Überlebende zum Planeten Venus trägt.

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Clifford D. Simak – Das Tor zur anderen Welt

simak-tor-cover-1982-kleinFünf längere Geschichten belegen die ‚besondere‘ Science Fiction des Clifford D. Simak (1904-1988), der abseits pompöser Weltall-Spektakel einen (nicht immer) zukünftigen Alltag schilderte, in dem fremdartige aber freundliche Zeitgenossen aus anderen Welten für oft gar nicht unangenehme Überraschungen sorgten: ruhige und sorgfältig geschriebene, nostalgisch angestaubte aber niemals langweilige SF.
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Lilach Mer – Seacrest House

Der Krieg ist seit zehn Jahren vorbei, aber Joss Nash ist noch immer nicht im Frieden angekommen. Die Normalität um ihn herum erscheint ihm fremd, und er weiß irgendwie nichts Rechtes mit sich anzufangen. Bis er sich eines Tages infolge einer Reihe unerwarteter Begegnungen im Hausflur einer schäbigen Pension wiederfindet, an der einiges wirklich sehr seltsam ist …!

Lilach Mers Geschichten neigten schon immer eher zur Kürze, insofern kam der Autorin die literarische Form der Novelle wohl durchaus entgegen. Und bisher ist es ihr auch stets gelungen, Figuren, Situationen und Stimmungen eindrucksvoll zu vermitteln. In diesem speziellen Fall muss ich allerdings sagen, ist es ihr nicht ganz so intensiv gelungen wie sonst. Lilach Mer – Seacrest House weiterlesen

Joan Lennon – Die siebte Prüfung

Lehrreiche Zeitenreise, spannende Abschlussprüfung

Ein verträumter Gestaltwandler namens Eo aus dem 24. Jahrhundert, ein naiver Novize aus dem Mittelalter und ein rebellisches Mädchen aus der Zukunft. Was die drei miteinander verbindet? Sie bestreiten gemeinsam das gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.

Ein gewaltiger Fehler von Eo katapultiert sie auf eine wilde Reise durch Zeit und Raum. Sechs Zeitreisen müssen sie meistern, nur dann werden sie die alles entscheidende Prüfung bestehen. Scheitern sie jedoch, fällt Eos Heimat an die seelenverschlingenden Meerwesen, die Kelpies. Aber die drei sind bereit, sich der Herausforderung zu stellen – hoffen sie jedenfalls … (erweiterte Verlagsinfo)

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J. G. Ballard – Der Garten der Zeit. Die besten Erzählungen

Vom Totenkutscher und der Marswüste in Florida

Diese Auswahl versammelt 14 Erzählungen des britischen Erzählers J.G. Ballard. So manche bekannte Story ist darunter, aber auch weniger gute, bei denen sich der Kenner fragt, was sie hier zu suchen haben. Texte aus der „Atrocity Exhibition“ sucht man hier vergeblich, und das lässt sowohl auf Selbstzensur wie auch Berücksichtigung des Massengeschmacks schließen.

„Ich glaube an den Tod von morgen, an die Erschöpfung der Zeit, an unsere Suche nach einer Zeit, die im Lächeln der Kellnerinnen in Autobahnraststätten liegt, in den müden Augen der Fluglotsen aus verlassenen Flughäfen. „Ich glaube an das Nichtvorhandensein der Vergangenheit, den Tod der Zukunft und die unerschöpflichen Möglichkeiten der Gegenwart.“ (Klappentext)

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Kate Wilhelm – Hier sangen früher Vögel

Klone haben keine Chance: Klassiker der ökologischen Science-Fiction

Ein ökologischer Klassiker der Science-Fiction, in der eine Art Sekte die Rettung vor dem Ende der Welt in der Schaffung von menschlichen Klonen sucht. Dieser Schuss geht nach hinten los, denn die meisten Klone sind nicht nur unfruchtbar, sondern unfähig, sich der veränderten Umwelt anzupassen: Eine neue Eiszeit kommt. In sehr schöner Sprache und fern von Actiongehabe erzählt die US-Autorin (siehe unten) eine bewegende Geschichte – sie ist angesichts der Bemühungen um das Klonen von Menschen umso aktueller (und auch unheimlicher).

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James Graham Ballard – The Best Short Stories of J. G. Ballard

Abgestürzte Wolkenbildner und andere Kuriositäten

Dieser Auswahlband umfasst 19 Erzählungen aus der Zeit zwischen 1957 und 1978. Bemerkenswert ist neben dem Vorwort durch „Uhrwerk-Orange-Autor Anthony Burgess die Tatsache, dass hier vier Texte aus „The Atrocity Exhibition“ zu finden sind, darunter so umstrittene wie „Why I Want to Fuck Ronald Reagan“. Das sehr schöne Umschlagbild zeigt als einziges, das ich kenne, das Thema der Story „Die Wolkenbildner von Coral D“.

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Scott Lynch – Die Republik der Diebe (Gentleman-Bastards 3)

Gentleman-Bastard

Band 1: Die Lügen des Locke Lamora“
Band 2: Sturm über roten Wassern“
Band 3: „Die Republik der Diebe“
Band 4: „The Thorn of Emberlain“ (noch ohne dt. Titel)
Band 5: „The Ministry of Necessity“ (noch ohne dt. Titel)
Band 6: „The Mage and the Master Spy“ (noch ohne dt. Titel)
Band 7: „Inherit the Night“ (noch ohne dt. Titel)

Locke und Jean ist es zwar gelungen, den Archonten von Val Terrar zu stürzen, der Coup aber, dessentwegen sie sich überhaupt dort aufhielten, ist gründlich schief gegangen, und außerdem hat er ihnen noch eine hübsche Überraschung eingebracht: ein heimtückisches Gift, das Locke von innen zu zerfressen droht, und das offenbar niemand behandeln kann. Niemand außer Karthains Soldmagiern …

Vater Chains ist der Meinung, es sei Zeit für seine Truppe, mal wieder produktiv zu werden. Also schickt er sie zu einem Freund nach Espara, um dort das Theaterspielen zu lernen. Als Gegenleistung soll die Gang dem Freund und seiner Theatertruppe aus der finanziellen Patsche helfen. Doch als Locke und seine Freunde dort ankommen, ist die Lage bereits ziemlich eskaliert! Scott Lynch – Die Republik der Diebe (Gentleman-Bastards 3) weiterlesen

Robert A. Heinlein – Weltraumkadetten

Das geschieht:

Er möchte ein Mitglied der „Friedenspatrouille“ sein, die Ende des 21. Jahrhunderts zwischen den Planeten des Sonnensystems kreuzt und dort für Recht und Ordnung sorgt: Matthew Dodson, ein hoffnungsvoller junger Mann aus dem schönen US-Staat Iowa, ist bereit, für seinen Traum das dekadente Zivilisten-Leben aufzugeben, die heimische Scholle zu verlassen und Soldat oder besser: Weltraumkadett zu werden!

Mit seinen ebenso idealistischen Gefährten (und Leidensgenossen) aus allen Ländern der Welt übersteht er merkwürdige ‚Eignungstests‘, lässt sich von wohlmeinenden Vorgesetzten schleifen und lernt fleißig und entsagungsvoll, bis ihm das einhypnotisierte Wissen aus den Ohren quillt. Kameraden hilft man, Quertreiber werden kollektiv gezüchtigt, Versager an die frische Luft gesetzt. Als Matt & Co. auf Patrouillennorm zurechtgebogen sind, gibt‘s als Belohnung endlich die schicke Einheitsuniform. Robert A. Heinlein – Weltraumkadetten weiterlesen

Kôji Suzuki – Der Graben

Das geschieht:

Saeko Kuriyama, eine japanische Journalistin, stößt zum Team des Regisseurs Hashiba. Er soll für das Fernsehen eine Dokumentation drehen, die sich dem Rätsel der Familie Fujimura widmet: Vor einem Jahr ist sie spurlos verschwunden. Die Polizei war und ist ratlos, denn es hat den Anschein, als sei das Haus von einem Moment auf den anderen verlassen worden. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es nicht.

Saeko ist von diesem Auftrag fasziniert, denn er rührt an ein privates Trauma: Vor 18 Jahren ist Shinichiru Kuriyama, ihr Vater, unter ähnlichen Umständen verschwunden, als er von einer Reise aus Bolivien zurückkehrt war. Der Senior interessierte sich sehr für übernatürliche Phänomene, die er als wissenschaftlich bisher vernachlässigte Realitäten betrachtete, wofür er nicht selten überzeugende Beweise vorlegen konnte. Kôji Suzuki – Der Graben weiterlesen

Kai Meyer – Glutsand (Die Sturmkönige 3)

Während andere Autoren aus der Fantasy-Sparte noch immer auf Drachen, Elfen und Feen setzen, war Kai Meyer in seinen Werken stets darauf bedacht, innovativ vorzugehen und oft reale Schauplätze mitsamt ihrer Geschichten und Mythen zum Anknüpfungspunkt seiner Romane zu machen, diese jedoch mit seinen eigenen kreativen Ideen und Schöpfungen zu bereichern. Gerade dies macht den Autor für mich besonders und deshalb bin ich auch auf seine Reihe “Die Sturmkönige” aufmerksam geworden. In dieser entführt Meyer scheinbar in ein klassisches Märchen aus 1001 Nacht, Dschinne und fliegende Teppiche inklusive, und an Schauplätze wie Samarkand und Bagdad, die noch heute mit ihrer Geschichte und ihren Legenden faszinieren, liefert dem Leser jedoch seine ganz eigene Interpretation dieser Welt und der Elemente der überlieferten Märchen.
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Alfred Coppel – Nach der Stunde Null

Coppel Stunde Null Cover 1984 kleinDas geschieht:

Der III. Weltkrieg hat die Welt in die postatomare Steinzeit getrieben. Die Sowjets haben wohl angefangen, aber das ist inzwischen ohne Relevanz, denn beide Supermächte sind vernichtet. Die Zahl der Opfer geht in die Millionen, die meisten Überlebenden werden folgen. Hungersnöte, Seuchen und die Verstrahlung fordern ihren Tribut. Um die wenigen verbliebenen Ressourcen toben erbitterte Verteilungskämpfe. Solidarität oder gar Menschlichkeit gibt es nicht mehr in dieser Hölle.

Das ist die Welt, in die Major Kenneth Gavin zurückkehrt. Viele Monate hat er als „Raketenmann“ dem Feind im Osten tödliche Geschosse geschickt. Für ihn war es ein sauberer Krieg, denn er musste nur Knöpfe drücken. Jetzt lernt Gavin auf die ganz harte Tour, dass die Realität eine ganz andere ist und er seinen Teil der Schuld trägt. Alfred Coppel – Nach der Stunde Null weiterlesen