Archiv der Kategorie: Hörspiele / Hörbücher

Fünf Freunde in der Höhle des Urmenschen (Folge 95)

Die Handlung:

Diesmal verschlägt es die Fünf Freunde an die Jurassic-Coast nach Südengland. In den Kreidefelsen am Meer haben Tiere und Pflanzen aus der Urzeit ihre Spuren hinterlassen. Schon bald scheinen die Fünf Freunde einer wissenschaftlichen Sensation auf der Spur zu sein. Doch niemand glaubt ihnen. So verfolgen sie ihre Entdeckung auf eigene Faust und geraten dabei in ein wildes Abenteuer. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Fünf Freunde in der Höhle des Urmenschen (Folge 95) weiterlesen

Gier, Kerstin – Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner (Lesung)

_Inhalt:_

Kati ist mit Felix glücklich, aber nach fünf Jahren hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen – und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit ihm alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennen lernt und sich in ihn verliebt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie von einer Straßenbahn erfasst wird und im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Exakt einen Tag, bevor sie Felix das erste Mal begegnet ist – fünf Jahre zuvor. Würden Sie alles genauso machen, wenn Sie die
letzten fünf Jahre noch einmal leben könnten? Was würden Sie ändern? Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen – und sich für den richtigen Mann entscheiden. Ein Roman über die große Liebe und das kleine Glück. Und über die Schwierigkeiten, das Schicksal zu überlisten. (Quelle: Audible.de)

_Meine Meinung:_

Kati, eine glückliche Frau mit kleinen Macken, lernt bei einem Seminar Mathias kennen. Nun beschäftigt sie sich immer mehr mit ihm. In ihrem Eheleben mit dem Arzt Felix hat sich mittlerweile die Alltagsroutine eingeschlichen. Auf der Fahrt nach Hause verschickt sie ein Haufen SMS, die alle fehlgeleitet werden. So erfährt Mathias, dass Kati seinen Arsch knackig findet, natürlich muss er sofort darauf antworten. Kati denkt sich nichts dabei, da sie sich eh nie wieder sehen. Falsch gedacht. Dann kommt es zu einem Unfall. Als sie im Krankenhaus wieder zu sich kommt, stellt sie fest, dass die letzten fünf Jahre verschwunden sind und sie ihr Leben wieder da anfangen kann, wo sie ihren Ehemann kennengelernt hat. Soll sie den gleichen Weg wie damals gehen oder eine andere Richtung einschlagen? Den ruhigen, fürsorglichen Felix oder doch den Partygänger mit den blauen Augen? Natürlich kommt es zu Komplikationen, die es Kati schwer machen zu entscheiden, wer den nur der Mann an ihrer Seite sein soll.

|Zur Sprecherin|:

Hier zeigt sich Kerstin Gier mal ein bisschen anders. In ihren Büchern immer spritzig, aber in dem Hörbuch leider ein bisschen zu viel des Guten. Die langgezogenen Wörter, die in dem Buch so wichtig sind, werden hier in dem Hörbuch etwas zu sehr in die Länge gezogen. Aber sonst macht sie ihren Job sehr gut.

_Fazit:_

Die männlichen Protagonisten werden zwar beschrieben, aber sind immer nur Randfiguren. Trotzdem spielen sie in diesem Buch eine große Rolle. Aber Kati, für sich eigentlich sympathisch, stellt sich ab und zu ein bisschen naiv an. Aber trotzdem ist es ein großer Spaß, dieses Buch zu anhören. Für alle Kerstin-Gier-Fans ein absolutes Muss.

|Spieldauer: 7:21 Std.
1 Track
Gelesen von Kerstin Gier
Format: AAX+ mit DRM-Kopierschutz (für das
Abspielen wird ein kompatibler Player benötigt)
Download mit 407 MB
Aufnahme: 128 kbit / 44 kHz|
http://www.audible.de

_Kerstin Gier bei |Buchwurm.info|:_
[„Die Mütter-Mafia“ 4328
[„Die Patin“ 4344
[„Für jede Lösung ein Problem“ 4374
|Liebe geht durch alle Zeiten|:
Band 1: [„Rubinrot“ 5664
Band 2: [„Saphirblau“ 6266

Ward, J. R. – Ankunft, Die (Fallen Angels 1) (Lesung)

_|Fallen Angels|:_

Teil 1: [„Die Ankunft“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6483
Teil 2: „Der Dämon“
Teil 3: „Der Rebell“

_Inhalt:_

Gelegenheitskiller und Rumtreiber Jim Heron wird nach seinem nicht ganz zufälligen Tod als Engel auserwählt, die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Er muss die Seelen von sieben Menschen retten, in denen sich Gut und Böse gleich stark gegenüberstehen, die jedoch jeweils eine der sieben Todsünden begangen haben. Dass die erste Seele seinem eiskalten Chef gehört, der ohne selbst daran zu glauben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, macht den Start für Heron nicht unbedingt leichter. (Quelle: Audible.de)

_Meine Meinung:_

Bei einem Unfall auf seiner Baustelle stirbt Jim. Er wird auf die Erde zurückgeschickt und hat einen Auftrag. Sieben Seelen muss er retten, damit die Welt nicht untergeht. Jim ist sehr weit weg vom Idealbild des himmlischen Gesandten und Krieger. Der erste Fall ist sein Chef, Vin dePietro. Im Laufe des Buches werden die beiden enge Freunde und müssen miteinander kämpfen. Alte Feinde und himmlische und höllische Überraschungen warten auf die beiden. Marie-Therese, eine gläubige Prostituierte, trifft auf Vin und zusammen müssen sie eine starke Entwicklung durchmachen. Sie weg von der Prostitution, er weg von seinem ausschweifenden Lebensstil. Aber trotzdem finden sie zueinander und beginnen eine aufregende Affäre miteinander. Nun, müssen beide Jim unterstützen, im finalen Kampf gegen Dämonen. Ob nun das Licht oder Dunkelheit siegen wird, liegt nun in Jims Händen.

|Zum Sprecher:|

Uwe Büschken hat hier seine großartige Stimme benutzt und ein wunderbares Hörbuch vertont. Er schafft es, dass man in eine andere Welt eintaucht und nicht mehr darauf raus will. Er passt seine Stimme immer der Situation an. Eine tolle Leistung für ein noch besseres Hörbuch.

Uwe Büschken (*1953 in Oberhausen) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Er verleiht vielen Schauspielern seine Stimme, z. B. Matthew Broderick, Hugh Grant, Colin Firth, Matthew Perry, Will Ferrell, Woody Harrelson, Luke Wilson und Bob Saget in der Sitcom Full House (1987 – 1995). vollen Touren.

_Fazit:_

Bei diesem Buch wird das Hauptaugenmerk eher auf den Bereich Fantasy gelegt, ähnelt nicht sehr den „Black Dagger“-Büchern. Aber hier zeigt sich J. R. Wards literarisches Können. Sie geht auf jeden Protagonisten ein und lässt sie alle nacheinander sich kennen lernen. Für alle ein Muss, die J. R. Wards Bücher lieben, aber auch damit rechnen müssen, dass es sich ein kleines bisschen zieht mit der Geschichte.

|Spieldauer: 15:48 Std.
1 Track
Format: AAX+ mit DRM-Kopierschutz (für das
Abspielen wird ein kompatibler Player benötigt)
Download mit 426 MB
Aufnahme: 128 kbit / 44 kHz
Originaltitel: Covet: A Novel of the Fallen Angels
Gelesen von Uwe Büschken|
http://www.audible.de

Perry Rhodan – Menschheit am Scheideweg (Silber Edition 80, Teil 2 von 4)

_|Menschheit am Scheideweg|:_

Teil 1: 351 MB, 4:09 h, 47 Tracks
_Teil 2: 370 MB, 4:22 h, 53 Tracks_
Teil 3: – erscheint am 28.02.2012 –
Teil 4: – erscheint am 20.03.2012 –

_Die Handlung:_

Das Jahr 3460. Die Milchstraße steht unter der Herrschaft des technisch überlegenen Konzils der Sieben. Leticron, der oberste Helfershelfer der Invasoren, erstickt jeden Widerstand mit eiserner Faust. Die wenigen Menschen, die seinen Truppen entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da keimt unerwartet neue Hoffnung. Kroiterfahrn, der todkranke Angehörige des bislang unbekannten Konzilvolks Greikos, trifft in der Galaxis ein. Er glaubt, eine Insel des Friedens und des Wohlstands vorzufinden, geschaffen von der gütigen, gerechten Hand des Konzils. Wird es den Menschen gelingen, ihm die Augen für die Wahrheit zu öffnen? Erde und Mond treiben währenddessen nach der misslungenen Flucht durch den Hyperraum weiter im »Mahlstrom der Sterne«, einer unendlich weit entfernten Region des Alls. Noch wärmt das Licht hunderter Atomsonnen die Urheimat der Menschen – doch Perry Rhodan weiß, dass er eine neue Sonne für sie finden muss. Rhodans einzige Hoffnung sind die erklärten Feinde der Terraner.
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 80|)

|Dieser Teil|:

Auf Etrus bekämpfen sich zwei Parteien und der Hörer bekommt Einblicke in die Geschichte zweier weiterer Konzils-Völker. Beide sind für die Laren sehr wichtig und eines davon wird nachhaltig von ihnen manipuliert. Dies soll sich aber nun ändern, wenn es nach einem USO-Agenten geht …

_Mein Eindruck:_

Sehr zur Freude der Fans der |Silber Editionen| beglückt uns der Verlag mit diesem Teil bereits eine Woche früher als erwartet. Das löst die Spannung darüber schneller auf, was sich denn nun in der schwarzen Pyramide auf Ertrus befindet, die wir am Ende des ersten Teils gerade betreten hatten.

Trotzdem müssen wir uns anfangs noch etwas gedulden, denn mit diesem Handlungsstrang gehts nicht los. Stattdessen erleben wir erstmal den Laren Hotrenor-Taak, der mit einer Portion Widerwillen dem Planeten Ertrus einen Besuch abstattet. Dabei wird sein Raumschiff von der dort gelandeten Pyramide aufgeladen und die darin eingedrungenen Ertruser werden mit Gefühlen überladen und haben eine außerkörperliche Erfahrung, die ihnen ein dem Leser unbekanntes neues Volk und deren Verbindung mit dem Konzil erklärt. Die |Mastibekks| haben ihre Körperlichkeit hinter sich gelassen und helfen den Laren im Austausch für Gefühle, die sie mit ihren Pyramidenschiffen aufsaugen. Dann erfahren wir, was mit unseren „Eindringlingen“ passiert und erleben noch eine Auseinandersetzung auf Ertrus.

Nun verlassen Hotrenor-Taak und wir den Planeten wieder … aber nicht zusammen … und lernen ein weiteres neues Hilfsvolk des Konzils kennen … die vier Meter großen und extrem friedfertigen, vogelartigen |Greikos|. Die bei Laune zu halten, ist für die Laren sehr wichtig, sind sie doch durch ihre Psi-Begabung für das reibungslose Miteinander der Konzilsvölker unabdingbar.

Hier zeigt sich dann auch, dass nicht alle Mitglieds- und Hilfsvölker die Laren aus freiem Willen unterstützen. Die Laren spielen den Greikos etwas vor und manipulieren sie. Das zu beweisen und die Laren vor den Vogelartigen bloßzustellen, schickt sich der USO-Agent Braunter „Goethe“ Schulz an, der gegen seinen Willen aber nun selbst mit in den Plan der Laren eingebaut wird.

|Das Hör-Erlebnis:|

Die Ertruser von Tom Jacobs werden nicht gebrüllt wie beim Kollegen Tratnik, vielmehr hebt er sie durch Sprechgeschwindigkeit und damit verbundenen Hektik und Tatendrang von den anderen Charakteren ab, aber laut wird er dabei auch gern mal, wenn es der Dramatik zuträglich ist. Sein Hotrenor-Taak wirkt ruhig und souverän.

Die körperlosen Mastibekks werden von Jacobs eindringlich geflüstert, das könnte bei dem einen oder anderen Hörer in eventuellen Nebengeräuschen untergehen. Beim Joggen, Putzen oder im Auto zum Beispiel.

Für den Greik Kroiterfahrn hat Tom Jacobs eine hohe, leicht krächzige und manchmal schmatzende Stimmfarbe anzubieten. Dies, gepaart mit einer eigenen Sprechmelodie, führt wieder dazu, dass auch dieser neue Charakter schnell auszumachen ist, sobald er etwas zu erählen hat.

Je nachdem wie es die Stimmung der Charaktere und die Dramatik der Situation verlangen, variiert Jacobs seine Sprechgeschwindigkeit und steigert dadurch schnell die Spannung. Gehetzt, genervt, aufsässig, kämpferisch, verängstigt oder verwirrt … alle Gefühle werden dem Hörer glaubhaft und authentisch vermittelt.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 695 „Die Unantastbaren“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei und ist auch das Titelmotiv des |Silberbandes 80|.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

_Mein Fazit:_

Manipulationen von Hilfsvölkern, neue Erstkontakte mit Geschichtsunterricht, Ertruser, die gern Erster Hetran wären und schon wieder ein fieser Cliffhanger. Das sind die Zutaten dieses Teils, der abwechslungsreich unterhält und die Kopfkino-Kamera noch ein wenig weiter aufzieht, sodass das Gesamtbild immer größer wird, das sich dem Hörer bietet.

|MP3-Download mit ca. 370 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:22 h
Anzahl der Tracks: 53
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943393170|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 80| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 20. März 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

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Zappa, Ahmet – fabelhaften Monsterakten der furchtlosen Minerva McFearless, Die (Lesung)

_Enzyklopädisch: Monsterjäger gegen den König des Bösen_

„Mein Name ist Minerva McFearless. Ich bin die Tochter des weltberühmten Monsterjägers Manfred McFearless und ständig in Lebensgefahr. Vor allem jetzt, denn die Monster haben Rache geschworen: Der Zarmaglorg, die abscheulichste, grausamste Gruselbestie höchstpersönlich, hat meinen Vater entführt! Und nun sind mein kleiner Bruder Max und ich unterwegs zu den finsteren Verliesen seiner Festung, um unseren Vater zu befreien. Unsere einzige Waffe: Miss Monstroklopädia – das klügste, bissigste und gefährlichste Buch der Welt …“ (Verlagsinfo)

_Der Autor_

Ahmet Emuukha Rodan Zappa (* 15. Mai 1974 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Musiker, Schauspieler und Buchautor. Ahmet Zappa ist das dritte von vier Kindern des Künstlers Frank Zappa. Er wurde nach dem Produzenten Ahmet Ertegün benannt, dem Gründer und Besitzer des Plattenlabels Atlantic Records.

Zusammen mit seinem Bruder Dweezil Zappa spielte er in der Band „Z“ und auf Alben mit Musikern wie Steve Vai oder Mike Keneally. Zappa hatte in den 1990er-Jahren mehrere kleine Fernsehrollen und trat unter anderem in der Fernsehserie „Roseanne“ auf. In der Bildungsserie Robotica war er drei Jahre lang Fernsehmoderator. (Wikipedia)

Zappas erstes Buch enthält Zeichnungen des Autors und Fotos von Clay Sparks. Zum Buchschreiben kam er erst, als er aus Spaß Aquarelle von Monstern malte und sie an seine Freunde verschickte. Zappa gibt an, mit dem Buch Kindern helfen wolle, die Angst vor Ungeheuern, unter der er als Kind selbst litt, zu überwinden.

Bevor das erste Exemplar des Buches in den USA veröffentlicht wurde, hatten sich Disney und Jerry Bruckheimer Films, die Produzenten von „Fluch der Karibik“, für 1,5 Millionen US-Dollar die Filmrechte gesichert. Zurzeit schreibt Ahmet Zappa an die Fortsetzung seines Buches, in dem Max McFearless der Ich-Erzähler ist. (Wikipedia)

Mehr Info: http://www.mightymcfearless.com

_Die Sprecherin_

Sylvie Nogler, geboren 1958 in Innsbruck, absolvierte ihr Schauspielstudium von 1983 bis 1986 am Tiroler Landestheater Konservatorium Innsbruck. Es folgten Theaterauftritte am Kampnagel in Hamburg, am Altstadt-Theater Berlin und mehrere Tourneen in Deutschland und Österreich. Seit den 1990er Jahren spielt sie in TV-Serien wie „Großstadtrevier“ und ist Sprecherin für Film, Fernsehen und Hörspiele. Sylvie Nogler lebt in Hamburg. (Verlagsinfo)

Musik: Ulrich Maske

Ulrich Maske, geboren in Hannover, ist Text- und Musikautor, Musiker und Produzent. Nach seinem Studienabschluss als Diplompsychologe arbeitete er als Musikproduzent mit Hannes Wader, Zupfgeigenhansel, vielen international namhaften Folk- und Jazzmusikern und produzierte Hörbücher und Hörspiele für Kinder und Erwachsene. Seit Mitte der 1970er Jahre entwickelt er ein innovatives Repertoire für Kinder und Erwachsene, seine Produktionen erhielten diverse Auszeichnungen. Er schreibt Bücher, Kinderlieder, Reime und Gedichte. Bei JUMBO erscheinen seine Hörspiel-, Hörbuch- und Musikproduktionen. Ulrich Maske lebt in Hamburg und verantwortet die Programme JUMBO und Goya. (Verlagsinfo)

Regie: Uticha Marmon, Inga Richter
Tonmeister: Joszi Sorokowski im WunderWeltStudio, Hamburg

_Handlung_

|Prolog|

Die elfjährige Minerva McFearless und ihr Bruder Maxwell sitzen in einem großen Käfig, der sich in der finsteren Festung des Zarmaglorg befindet, der abscheulichsten, grausamsten Gruselbestie, die man sich nur vorstellen kann. Der Käfig hängt über einer Grube, an deren Grund brodelnde Lava glüht. In einem Käfig sitzt leider auch ihrer beider Vater Manfred McFearless, seines Zeichens Monsterjägers. Eigentlich wollten sie ihn ja befreien, doch nun muss er sich bemühen, sie zu befreien. Denn alle drei werden vom schrecklichsten aller Monster bewacht, dem Schnurgelschnöselsaurus.

Doch wie konnten sie nur in diese missliche Lage geraten? Alles begann vor etwa zwei Jahren.

|Haupthandlung|

An diesem Tag haben alle drei den Todestag von Mami McFearless gefeiert, doch spät abends muss Dad, wie so häufig, noch mal weg. Daher machen es sich Minerva und Maxwell in der großen, vollgestopften und mit einem Sternenhimmel bemalten Bibliothek gemütlich. An deren Wand hängt ein Gemälde, das ihren Ururgroßvater Maximilius McFearless zeigt; er trägt eine Augenklappe über einem Auge. Minerva holt gerade ein Glas Wasser, als sie ihren jüngeren Bruder schreien hört. Hoffentlich nicht wieder einer seiner Streiche! Doch nein, diesmal treibt er keinen Schabernack, sondern zeigt bloß auf den Kamin.

|Das Labor|

Dort befindet sich auf einmal eine Geheimtür, die sie nie zuvor bemerkt haben. Sie treten hindurch, folgen einem düsteren Tunnel und gelangen durch eine zweite Tür in ein verborgenes Laboratorium, mit Büchern, Schränken, Waffen und Proben von unbekannten Tieren. Während Max, der Waffennarr, es schafft, ein Schwert auf seinen Fuß fallen zu lassen, fasst Minerva ein geheimnisvolles Buch an, das sie unversehens beißt. Und dieser Biss lässt sie in Ohnmacht fallen, denn er ist giftig.

Dads Warnung ist zu spät gekommen. Jetzt verarztet er Minervas geschwollene Hand mit den Bisswunden und gibt ihr eine Medizin zu trinken, die den Schmerz abklingen lässt. Natürlich will sie wissen, was es mit dem Labor und dem Buch auf sich hat. Bei dem Labor handle es sich um sein Arbeitszimmer, denn er sei ein „MonsTerminator“, genau wie seine Vorväter. Das Buch sei ein lebendiges, intelligentes Ungeheuer: Miss Monstroklopädia. Es tue ihr sehr leid, dass sie Minerva gebissen habe. Aber wäre Minerva keine McFearless, wäre sie bereits tot.

Miss Monstroklopädia ist ein lebendiges und sprechendes Buch, das alle Informationen der McFearless über Monster enthält und darüber, wie man sie bekämpfen kann. Um darin lesen zu können, muss man von ihr gebissen werden, allerdings sei ihr Biss giftig. Manfred erzählt, dass alle Mitglieder der Familie McFearless Monster jagen, um die Menschheit vor dem Bösen zu beschützen. Und Monster gibt es bekanntlich jede Menge, besonders in letzter Zeit.

Seinen beiden Kinder allerdings verbietet er zwar, je wieder in das Labor hineinzugehen oder in Miss Monstroklopädia zu lesen, denn wenn Miss Monstroklopädia jemals wieder zu den Monstern zurückkehrt, könnten furchtbare Dinge passieren. Der König des Bösen, dem sie einst von Ururgroßvater Maximilius gestohlen wurde, will sie nämlich dringend zurückhaben, zusammen mit einem Kleinod: dem magischen Diamanten Enotslived.

|Selbstausbildung|

Doch die beiden Kinder überlisten ihr männliches Kindermädchen Randolph und schleichen sich immer wieder in das Laboratorium, um heimlich alles über Monster zu lernen. Ihr Ziel ist es, echte McFearless zu werden, um eines Tages die Familientradition fortzuführen. Nur blöd, dass sich der Schisser Maxwell weigert, sich von Miss Monstroklopädia beißen zu lassen. Wie soll da aus ihm ein echter Monsterjäger werden? Sie muss ihm alles aus dem Lexikon vorlesen, weil er erst durch den Biss Monströsisch lesen könnte.

Eines Tages bekommt Dad eine geheimnisvolle Kiste vor die Haustür gelegt. Minerva weiß Bescheid: Es muss sich um eine von diesen Täuschertrixtruhen handeln, die sich nur von Eingeweihten öffnen lassen. Als Dad von der Monsterjagd zurückkehrt und die Kiste zu sehen bekommt, tut er so, als wäre das nichts Besonderes. Er ist der schlechteste Lügner der Welt, findet Minerva. Er schickt sie natürlich ins Bett, aber kaum ist in sein Arbeitszimmer verschwunden, folgen ihm die beiden Kinder, um ihn zu beobachten.

|Der Überfall|

Tatsächlich gelingt es ihm, die Täuschertrixtruhe zu öffnen. Er entnimmt ihr einen scharlachroten Edelstein. „Der Enotslived! Das ist nicht gut“, murmelt er. In der Tat! Noch in derselben Nacht stürzt er ins Zimmer seiner Kinder, um sie rasch ins Labor in Sicherheit zu bringen. Drei Monster sind gekommen, um den Enotslived und Miss Monstroklopädia zu rauben! Sie verbarrikadieren die Tür. In dem gewonnenen Moment zeigt Dad ihnen, dass sie sich in einer Geheimkammer unter dem Schreibtisch verstecken sollen, natürlich mit den zwei gesuchten Objekten. Und sie dürfen auf keinen Fall vor Sonnenaufgang wieder hervorkommen. Denn wie jeder weiß, können Monster das Licht der Sonne nicht ertragen.

Kaum sind sie durch die Falltür gekrochen, ertönt ein Krachen und ein viertes Monster stürzt durchs Fenster ins Arbeitszimmer: ein Gräuelheuler! Minerva hört schreckliches Krachen, Brüllen, Schlagen und Knirschen, doch dann herrscht ominöse Stille. Minerva fällt in Schlaf. Als sie wieder erwacht, steht die Falltür ihrer Geheimkammer offen, das Buch ist ebenso weg wie der Samtbeutel mit dem Diamanten. War alles umsonst?

|Ein unerwarteter Besucher|

Als sie herauskabbelt, entdeckt sie eine merkwürdige Gestalt im Sonnenlicht: ein aufrecht stehender Kojote, der einen Spazierstock benutzt, einen Zylinder und eine Augenklappe trägt. Er nennt sich Mr. Devilstone. Dieser Schlaufuchs erklärt den beiden perplexen Geschwistern, dass sich ihr Vater in der Gewalt vom Zarmaglorg, dem schrecklichsten aller Monster, dem König des Bösen, befindet.

|Die Mission|

Nach anfänglichem Misstrauen machen sich Minerva und Max, zusammen mit Miss Monstroklopädia und Mr Devilstone auf eine gefahrvolle Reise, um ihren Vater zu retten. Dabei müssen sie eines der vier Monster, die ihn entführten, nach dem anderen bezwingen. Und dann ist da schließlich Zarmaglorg. Von diesem empfängt Minerva neuerdings schauerliche Visionen, wie er ihren Vater foltert, um die Kombination der Täuschertrixtruhe zu erfahren. Und ein grausiger Suzzler macht Anstalten, ihm diese Erinnerung aus dem Gehirn zu saugen …

_Mein Eindruck_

Es gibt also jede Menge Gründe, sich in diesem Hörbuch vor Monstern zu fürchten. Das ist genau der Sinn und Zweck der Geschichte: Jedes Kind macht eine Phase durch, in der sich seine Ängste (von denen es meist jede Menge besitzt) als Ungeheuer manifestieren können. Da ist das allseits bekannte Monster unter dem Bett, das in den Schatten lauert, es gibt aber auch Monster, die sich einen Spaß daraus machen, einen legasthenischen Jungen das Buchstabieren beibringen zu wollen … So erging es dem Autor, der eine Leseschwäche hatte und viel lieber Monster malte, als Aufsätze zu schreiben.

Der Sinn der Geschichte besteht also darin, die Monster materialisieren zu lassen, was sie schon mal halb so furchterregend macht. In der Monstroklopädia steht sogar ganz genau, worin ihre Eigenschaften und Stärken bestehen. Zum Glück haben MonsTerminatoren wie die McFearless auch Informationen über die Schwächen der Monster zusammengetragen. Sie geben jeweils ein Rezept zur Herstellung eines ABWEHRMITTELS an.

Jeder der zwölf Einträge sieht etwa so aus:
1) „Der Klogo: (Stärken/Schwächen); Echsenpastillentee“ (= Abwehrmittel)
2) „Der Grumpelmies: Überraschungseier des Verderbens nach Art des Grauses“
3) „Das Debilion: Die Katzenpfote des Verderbens“ usw.

Es folgen:

4) Der Urks: dreimal so groß wie ein Elefant, aber nicht mal ein tausendstel so intelligent; darf nichts essen, was er schon mal gegessen hat, sonst ist es sein Verderben.
5) Der Suzzler (der im Finale eine Hauptrolle spielen wird)
6) Der Gräuelheuler
7) Der Moderan: ein kein ganz schlechtes Monster, das als Undercover-Agent für die Guten arbeitet! Telepathische Telekineten – sehr praktisch für das Kontaktieren von Informanten!
8) Der Medighul
9) Der Schnurgelschnöselsaurus (siehe Abbildung im Booklet)
10) Das Krallummerdon
11) Der Dreckschlecker (Vorsicht: besonders hinterhältig da allgegenwärtig!)
12) Das Einhörnige Pupswampit

Da jedes Monster seine Schwäche aufweist, lässt es sich auch besiegen. Zumindest theoretisch. Voraussetzung ist natürlich, dass der Monsterjäger, etwa Minerva, genügend Mut, Kaltblütigkeit und Einfallsreichtum aufbringt, um diese Schwäche auszunützen. Etwas Glück wäre auch nicht schlecht. Indem Minerva und Maxwell ihre Antipathie überwinden, gelingt es ihnen, das eine oder andere Monster zu erledigen. Ganz ohne die Konsultation von Mr Devilstone.

Bei Minerva hapert es jedoch gewaltig an der Kaltblütigkeit. Der Grund dafür besteht darin, dass sie als „gutes amerikanisches Mädchen“ sehr reinlich erzogen wurde und auf maximale Hygiene bedacht ist. Nun, Monster sind das genaue Gegenteil von Hygiene, wie man sich leicht vorstellen kann. Und alle Abwehrmittel sind so etwas von unhygienisch, dass Minerva sich anschließend am liebsten zwei Jahre lang mit Bürste und Seife abschrubben würde. Wir lernen hier eine ganze Menge darüber, wovor sich reinliche American Girls am meisten fürchten.

Und Maxwell ist auch etwas gehandicappt: Ihm fehlt es an Besonnenheit. In jede Situation stolpert er zwar mutig hinein, doch unversehens verliert er die Kontrolle darüber. Dann ist es Minervas Geschick oder purem Glück überlassen, ihn wieder aus der Patsche zu holen. Im Finale hat er sogar einen genialen Plan – den ihm ausgerechnet Minerva wieder zunichte macht! Wenigstens sind beide mutig genug für fünf, weil sie ihren Daddy wiederhaben wollen.

|Die Story|

Soweit der originelle Teil, der für die Verfilmung (s. o.) den Ausschlag gegeben haben muss. Der Rest, den das gekürzte Hörbuch bietet, kommt dem Kenner doch recht vertraut vor: Alles nur geklaut. Da ist das Objekt der Macht, das der Oberböse haben will. Hier heißt er nicht Sauron, sondern Zarmaglorg und stammt aus der Dämonenwelt. Dieser trifft à la Darth Vader auf den besten Kämpfer der Guten, nämlich eben jenen Ururgroßvater Maximilius, der auf so mysteriöse Weise verschwand. Sie fechten mit Energiestrahlen gegeneinander, gegen die Laserschwerter ein Mumpitz sind.

Dass Max und Minnie, die Nachwuchs-Monsterjäger, erst einmal lernen müssen, versteht sich von selbst. Wer jetzt an „Harry Schotter“ denkt, liegt genau richtig. Allerdings läuft der Unterricht sehr irregulär ab, und Lehrer gibt es auch keine. Deren Stelle nimmt die liebenswürdige Miss Monstroklopädia ein, ein romantisches Frauenzimmer mit einer Reptilienhaut, welches nur zu gern eine Menschin wäre, um Maximilius, der sie einst vor Zarmaglorg rettete, ihre Liebe beweisen zu können.

Dass es diverse überraschende Wendungen in diesem Plot gibt, ist zu erwarten, doch davon soll kein Sterbenswörtchen erwähnt werden. Auch nicht, was aus dem gefressenen Mr. Devilstone wird, dessen Name eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Diamanten Enotslived aufweist … ja, und ob sie ihren Vater retten können, hängt ganz vom Gelingen von Maxwells Plan ab. Wer hätte das von diesem übereifrigen Möchtegern-Piraten erwartet? Minerva jedenfalls als Allerletzte.

_Der Sprecher_

Sylvie Nogler ist eine ausgebildete und vielfach erprobte Schauspielerin, die sich nicht scheut, die ulkigsten Stimmen nachzumachen. Sie weiß, dass man in eine Rolle entweder ganz oder gar nicht schlüpfen muss. Deswegen legt sie sich auch energisch ins zeug, um den grässlichen Monstren ebenso wie den liebevollen Monsterjägern und ihren Verbündeten charakteristische Stimmen und Ausdrucksweisen zu verleihen.

Der Urks beispielsweise spricht, aufgrund seiner mega-elefantösen Größe, sehr tief, was die Sprecherin doch einigermaßen hinbekommt. Denn auch das andere Extrem muss sie überzeugend beherrschen: Miss Monstroklopädias Stimme ist so mädchenhaft kieksig, dass es schon fast wehtut. Und Minervas Stimme ist nur eine halbe Haaresbreite tiefer.

Irgendwo in der Mitte sind die menschlichen Figuren und die zwielichtigen Monster angesiedelt. Vater Manfred McFearless soll zwar autoritär tief klingen, doch er erscheint nur sehr angestrengt, ohne die natürliche Autorität einer sonoren Stimme. Auch einen Schnurgelschnöselsaurus hätte ich mir etwas eindrucksvoller vorgestellt; stattdessen versucht Nogler das Wesen mit einer kaum verständlichen radebrechenden Sprechweise als völlig unterbelichtet zu kennzeichnen. Die Handicaps Noglers sind vielfältig.

Wenigstens gelingen ihr bei Mr Devilstone, den drei Moderanen und bei Zarmaglorg ausgezeichnete Stimmporträts. Devilstone ist nicht der, als der er sich ausgibt, die moderanischen Undercover-Agenten und was können wir von einem „König des Bösen“ schon Gutes erwarten? Nur Scheinheiligkeit. Diese macht sich in einer verdächtig sanften Sprechweise gegenüber den Kindern bemerkbar.

|Geräusche und Musik|

Geräusche gibt es keine, aber sie werden so zahlreich beschrieben, dass man sie sich leicht hinzu vorstellen kann. Ein gutes Beispiel dafür ist die Offscreen-Szene des Kampfes im Laboratorium, als Daddy Manfred vergeblich gegen die vier Monster streitet – und schließlich unterliegt.

An Musik gibt es zwei Stücke von Ulrich Maske, die als Intro und Outro fungieren. Die etwas angejazzte Instrumentierung intoniert Melodien und Kadenzen, die sowohl leicht bedrohlich à la Monster, aber auch recht schräg à la Komödie klingen sollen. Das Outro ist ein viereinhalb Minuten langer Rausschmeißer, der der turbulenten Geschichte noch die entsprechende Abrundung verleiht.

_Unterm Strich_

|Faktoren|

Ob einem die Geschichte gefällt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Ein Rezensent fand beispielsweise die zahlreichen ekligen Ausdrücke wie „Rotz“ und „Kotze“ höchst unappetitlich. Naja, Erwachsene! Was kann man da schon erwarten? Dabei sind es genau diese ekligen Sachen, die dem jungen Antihelden die Geschichte so versüßen. So etwa die Sache mit den Pythonlederstiefeln: Nur wenn sie so richtig nach Stinkefuß stinken, wirken sie gegen eine ganz bestimmte Monsterart. Mindestens 300 Tage lang und im Umkreis eines Vorortblocks. Sagt jedenfalls die Monstroklopädia.

Neben diesem hohen Ekelfaktor sind es die Lexikonartikel der Monstroklopädia, die einem gefallen müssen. (Deren Aufbau habe ich oben beschrieben.) Sie unterbrechen den Verlauf der Geschichte doch nicht unerheblich. Obwohl sie diesen Verlauf bremsen und so die Spannung darauf erhöhen, wie es weitergeht, können sie bei geballtem Auftreten, etwa auf CD 4, die Geschichte so stark unterbrechen, dass man kaum wieder hineinfindet. Das ist etwas kontraproduktiv.

|Antipoden|

Immerhin dürften die beiden kindlichen Hauptfiguren jedem Leser / Hörer unter zehn Jahren recht vertraut vorkommen. (Mein eigenes Paar aus Neffe & Nichte ist ein Paradebeispiel dafür.) Die beiden sind so unterschiedlich, dass sie sich ohne zu wissen wie prächtig ergänzen, wenn es um die Monsterbekämpfung geht. Schließlich lassen sie sich sogar dazu hinreißen, einander ob ihres Erfolges zu loben.

|Schwächen|

Aber die Geschichte hat auch ein paar Löcher, die es zu stopfen gilt. So ist die Abwesenheit der Mutter doch recht auffällig. Nie ist die Rede davon, wie sie zu Tode kam und wie man sie vielleicht retten könnte – außer ganz am Schluss, als Ururgroßvater Maximilius den Vorschlag macht, sie zu retten. Das verblüfft einerseits, andererseits macht es gespannt auf die Fortsetzung.

Das zweite Loch ist die Vorgeschichte eben dieses Maximilius: Sie muss in einem langen Monolog nachgeliefert werden, den er den Kindern in Zarmaglorgs Höhle vorträgt. Nicht sonderlich elegant. Und von Randolph, dem Kindermädchen, ist nach einer flüchtigen Erwähnung am Anfang eh nie mehr die Rede. Was mag nur aus ihm geworden sein?

|Das Hörbuch|

Die Sprecherin bemüht sich mit allen verfügbaren Kräften, die Monster zum Leben zu erwecken, doch das gelingt ihr nur bedingt. Immerhin legt sie sich so ins Zeug, dass die Szenen mit den Figuren wirklich zum Leben erweckt werden, und mehr kann man kaum verlangen, wenn es weder Hintergrundmusik noch Geräusche gibt. Für junge Hörer bis max. zehn Jahre ist das völlig ausreichend, denke ich. Alle, die älter sind, finden den Ekelaspekt wahrscheinlich doch viel zu eklig, um sich daran freuen zu können.

Das Booklet liefert nicht nur viele Informationen über die Sprecherin, den Autor (Frank Zappas drittes Kind) und die Enzyklopädieeinträge über Monster, sondern enthält auch viel Illustrationen. Sie zeigen den Urks, den Moderan, den fiesen Suzzler und den Schnurgelschnöselsaurus, der so genauso dämlich aussieht, wie er redet. Der Rest des Booklet besteht aus Werbung für das Jumbo-Medien-Programm.

Für junge Hörer zwischen sechs und zehn Jahren könnte das Hörbuch recht lustig wirken. Alle anderen sollten sich nach etwas mit geringerem Ekelfaktor umsehen. Ich habe jedenfalls stellenweise mehrfach lachen müssen.

|4 Audio-CDs
Spieldauer: 316 Minuten
Originaltitel: The Memoirs of a Mighty McFearless (2006)
Aus dem US-Englischen übersetzt von Vanessa Walder
ISBN-13: 978-3833717994|
[www.jumboverlag.de]http://www.jumboverlag.de

Franziscowsky, Hans Gerhard (als H.G. Francis) – Sternentor: Planet der Seelenlosen (Folge 2) (Hörspiel)

_|Das Sternentor:|_

01 [„Der rote Nebel“ (2002)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7705
_02 „Planet der Seelenlosen“ (2003)_
03 [„Der verbotene Stern“ (2003)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8255
04 „Im Land der grünen Sonne“ (2004)
05 „Verloren in der Unendlichkeit“ (2006)
06 „Im Bann der glühenden Augen“ (2006)
07 „Der dritte Mond“ (2008)
08 „Das Rätsel der sieben Säulen“ (2008)
09 „Die Zeitfalle“ (2009)

Hans Gerhard Franciskowsky (1936 – 2011) hatte stets ein breites Tätigkeitsfeld, so war er als langjähriger „Perry Rhodan“-Autor ebenso erfolgreich wie als Verfasser diverser Hörspieladaptionen, die unter seinem Pseudonym H. G. Francis erschienen. Die Namens- und Vertonungsrechte seiner (Jugend-)Sci-Fi-Reihe „Commander Perkins“, welche seinerzeit im |Franz Schneider Verlag| unter dem Alias „H. G. Francisco“ in Buchform veröffentlicht wurde, liegen immer noch bei den EUROPA-Studios, welche den Commander in den Siebzigern bereits erfolgreich auf die Hörerschaft losließen. Die neuere, nun stark an die späteren Romane angelehnte Hörspielserie durfte daher bei ihrer Vertonung durch MARITIM den Namen nicht tragen. Unter dem Label „Das Sternentor“ können Randy Perkins, Peter Hoffmann und Ralph Common seit 2002 aber dennoch werkgetreuer denn je akustisch durch die Dimensionen jetten.

_Zur Story_

Eine fremde Macht hat offenbar die Möglichkeit gefunden, den von Professsor Common gebauten Dimensionsbrecher auf der Mondbasis Delta 4 zu manipulieren. Nach Erkundung des auf den Namen „Psion“ getauften, 120 Lichtjahre entfernten, Planeten macht sich das Gerät plötzlich selbstständig und spuckt einen Haufen Metallteile aus, die ursprünglich offenbar zu einem Roboter gehörten. Kurz darauf bricht Commons telepathisch begabter Sohn Ralph plötzlich zusammen. Der Vierzehnjährige ist dem Tode nah, bis es kurz vor knapp gelingt, ihn gegen den psionischen Angriff abzuschirmen. Commander Perkins und Major Peter Hoffmann sollen auf den Planeten reisen, um die Quelle des Übels auszumachen – und natürlich neutralisieren. Ralph will und soll sie dabei begleiten, denn seine parapsychischen Fähigkeiten dürften sich bei der Suche wieder einmal als nützlich erweisen. Dort angelangt erwartet das Expeditionsteam eine Zivilisation, die nur aus abgestumpften und teilnahmslosen Bewohnern zu bestehen scheint. Doch es gibt noch andere Gruppierungen auf Psion. Und die sind den Terranern nicht unbedingt freundlich gesonnen.

_Eindrücke_

„Planet der Seelenlosen“ ist der zweite Roman der insgesamt 9 Bände umfassenden Reihe, den MARITIM vertonte und nimmt wie schon sein Vorgänger einen kleinen Sonderstatus ein. Beide haben nämlich gemein, dass sie in sich abgeschlossenen Storys präsentieren, während die nachfolgenden Geschichten stärker aufeinander aufbauen, sodass man dort von Zyklen sprechen kann. Zudem betritt in Folge 2 ein weiterer Hauptcharakter die Bühne: „Camiel“. Der Roboter wird das Team ab sofort bei jedem Abenteuer verstärken und zumeist als cooler Counterpart zum flapsigen Major Hoffmann fungieren. Camiel wird von Michael Pan gesprochen, dessen Stimme kennen vor allem Trekkies als die von Lt. Com. Data aus der „Next Generation“-Crew des Raumschiffs Enterprise. Damit befindet er sich in guter Gesellschaft, denn Ernst Meincke (Commander Perkins) ist die spätere Synchronstimme seines dortigen Captains: Jean-Luc Picard.

Das Zusammenspiel der Figuren funktioniert leider nicht so gut wie im Buch, obwohl zumeist routinierte Synchronsprecher-Profis am Werk sind. Gerade die Kabbeleien zwischen Camiel und Major Hoffmann zünden nicht so recht. Zum einen mags daran liegen, dass einige der besten humorigen Szenen der beiden gestrichen wurden, zum anderen daran, dass Camiels Stimme nicht nach Roboter klingt bzw. seine Kommentare nicht so süffisant-trocken ausfallen, wie es der Roman vorgibt. Seine Betonung ist auch etwas gewöhnungsbedürftig. In puncto „seltsame Sprechweise“ fällt aber doch eher Michael Harck (Talvoran) ins Ohr. Bei ihm entsteht zuweilen der Eindruck, als würden auf Psion stark sedierende Drogen angebaut – und auch reichlich konsumiert. Gut hingegen, dass Urgestein Peer Augustinski in der Gastrolle des Psion-Wissenschaftlers Arkary mitmischt, das hebt den Performance-Durchschnitt dann wieder.

Bei einer Laufzeit von knapp einer Stunde, dürfte klar sein, dass auch dieses Hörspiel nicht ohne Kürzungen gegenüber der Vorlage auskommt – wiewohl die zugrundeliegenden Schneider-Bücher auch nicht grade mit vielen Seiten protzen. Es fehlen dennoch eine ganze Reihe – mehr oder weniger kleiner – Passagen, die allerdings für das Verständnis der Geschichte an sich nicht ganz so von Belang sind. Man kann dem Plot trotzdem problemlos folgen und er geht dabei sogar, ohne in Konflikte mit der Logik zu geraten, schlüssig auf. Wie schon beim Vorgänger „Der rote Nebel“ zu bemerken, wurden die Hörspieladaptionen ohnehin grundsätzlich etwas mehr auf Action gebürstet.

_Sprecher und Figuren_

Jürgen Neumann (Erzähler), Ernst Meincke (Commander Randy Perkins), Nicolas Böll (Major Peter Hoffmann), Wolfgang Bahro (Ralph Common), Thomas Kästner (Oberst G. Camiel Jason), Karin Eckholt (Cindy Common), Rolf Jülich (Professor Arthur Common), Sascha Draeger (George Croden), Michael Pan (Camiel der Roboter), Michael Harck (Talvoran), Peer Augustinski (Arkary), Sabine Hahn (Wahrsagerin/Talvorans Mutter – uncredited)

_Fazit_

Eine gut durchdachte wie spannende Story. Das Buch hat gegenüber dem Hörspiel jedoch mehr Feinheiten zu bieten und geht dementsprechend in vielerlei Hinsicht etwas smoother über die Bühne. Und was die herzerfrischenden Zankereien zwischen Hoffmann und Camiel angeht, auch um einiges witziger. Dafür kann das Hörspiel mit einer straffen, aufs Wesentliche beschränkten, Gangart punkten und natürlich mit Stimmen und Geräuschen. Ob Micheal Pan für den vorlauten Roboter ohne unterstützendes Soundengineering die richtige Wahl war, obliegt sicherlich dem persönlichen Geschmack. Altgediente „Perkins“-Fans hätten sicherlich eine dunklere und gelassenere Stimme erwartet. Summa summarum gibt es aber sonst eigentlich nichts wirklich Gravierendes zu bemängeln. Schön, dass sich MARITIM der Vertonung der kultigen Romane annahm.

|Hörspiel mit einer Laufzeit von ca. 60 Minuten
Nach der „Commander Perkins“-Reihe von H. G. Francis
Maritim, April 2003
Erstveröffentlichung: Franz Schneider Verlag, 1979|

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[Maritim Hörspiele]http://www.maritim-produktionen.de

Franziscowsky, Hans Gerhard (als H.G. Francis) – Sternentor: Der rote Nebel (Folge 1) (Hörspiel)

_|Das Sternentor|:_

01 _“Der rote Nebel“_ (2002)
02 „Planet der Seelenlosen“ (2003)
03 „Der verbotene Stern“ (2003)
04 „Im Land der grünen Sonne“ (2004)
05 „Verloren in der Unendlichkeit“ (2006)
06 „Im Bann der glühenden Augen“ (2006)
07 „Der dritte Mond“ (2008)
08 „Das Rätsel der sieben Säulen“ (2008)
09 „Die Zeitfalle“ (2009)

Hans Gerhard Franciskowsky (1936 – 2011) hatte stets ein breites Tätigkeitsfeld, so war er als langjähriger „Perry Rhodan“-Autor ebenso erfolgreich wie als Verfasser diverser Hörspieladaptionen (u. a. für „Die drei ???“ uvm.), die unter seinem Pseudonym H. G. Francis erschienen – für gewöhnlich bei den EUROPA-Studios. Eben diese haben aber auch die Namens- und Vertonungsrechte an seiner von ihm selbst erdachten (Jugend-)Sci-Fi-Reihe, welche seinerzeit im |Franz Schneider Verlag| (hier übrigens unter dem Alias „H. G. Francisco“) veröffentlicht wurde: „Commander Perkins“. Die stark an die Romane angelehnte Hörspielreihe durfte daher bei ihrer Vertonung durch MARITIM nicht so benannt werden, wie die (inhaltlich eigenständige) EUROPA-Produktion aus den Siebzigern. Unter dem Label „Das Sternentor“ können Randy Perkins, Peter Hoffmann und Ralph Common seit 2002 aber nun werkgetreuer denn je durch die Dimensionen jetten. „Der rote Nebel“ bildet dabei den Auftakt.

_Zur Story_

Professor Arthur Common und seiner Tochter Cindy ist es gelungen, eine revolutionäre Maschine zu konstruieren: den Dimensionsbrecher. Mit diesem ist man in der Lage quasi in Nullzeit an jeden beliebigen Punkt der Galaxis zu gelangen – ganz ohne Raumschiff. Doch dieses Tor zu einer anderen Welt, welches Commander Randy Perkins und sein Freund und Kollege Major Peter Hoffmann zusammen mit Commons telepathisch veranlagten Sohn Ralph, bereits häufiger durchschritten, ist nicht ohne Nebenwirkungen. Und keine Einbahnstraße. Als sich die drei nach ihrem letzten Ausflug auf der Erde einfinden müssen, wo sie auf etwaige Veränderungen in ihren Gehirnen gecheckt werden, manifestiert sich über der nördlichen Hemisphäre ein seltsamer roter Nebel, der alles und jeden zu verschlingen droht, was mit ihm in Kontakt kommt. Ausgespuckt hat dieses Etwas der Dimensionsbrecher auf der Mondbasis „Delta 4“, als man einen neu entdeckten Planeten mittels Robotern auskundschaftete. Man taufte den, von seiner offenbar früher einmal vorhandenen Zivilisation leer gefegten, Planeten scherzhaft „Empty“ und ahnt dabei nicht, dass dieses Attribut ironischerweise auch bald auf die Erde zutreffen könnte.

_Eindrücke_

Der Stoff mag in die Jahre gekommen sein, doch er verfängt noch immer. Dabei ist das Konzept bzw. der Aufbau der Geschichte recht einfach, was auch darin begründet sein mag, dass es sich bei der Vorlage um einen Jugendroman handelt. Noch dazu einen nicht sonderlich umfangreichen dazu – wer die altehrwürdigen „Schneider-Bücher“ noch kennt, weiß, dass die nie besonders dick ausfielen und dementsprechend fix von der damaligen Zielgruppe konsumiert waren, zu welcher sich auch der Rezensent stolz zählen darf. Hinzu kommt, dass die Story recht flott gestrickt ist, langweilig wird es in der knapp einstündigen Laufzeit des Hörspiels also nicht, welches sich übrigens recht nah an der Vorlage bewegt, wobei leider aber so manch wichtiger Handlungsstrang entweder ausgelassen oder umgebogen wurde.

Diese Kürzungen der Adaption strapazieren nicht nur das Verständnis von Nichtkennern der Serie. Die Protagonisten werden zum Beispiel nicht erst groß vorgestellt, es geht direkt in die Vollen. Figuren und die hiesigen Begleitumstände kriegt man sozusagen on-the-fly präsentiert. Das reicht prinzipiell auch vollkommen aus um Perkins, Hoffmann & Co. kennen zu lernen. Vielleicht einen Tick zu stereotyp das Ganze, doch wie gesagt: Es ist ursprünglich ein Kinder-/Jugendbuch gewesen. Schlimmer wirkt jedoch, dass im Finale sehr plötzlich und ohne wirklich logisch nachvollziehbare Begründung Commander Perkins ebenso pathetisch wie ratzfatz Schluss mit dem Nebel macht. Der Roman war diesbezüglich wesentlich runder und bemühte sich um eine plausible Begründung, die dem Hörspiel bedauerlicherweise abgeht.

Technik wird nicht als Mittel zum Zweck missbraucht. Natürlich muss man sich grundsätzlich darauf einlassen, dass es möglich ist, Materie zu desintegrieren und anderenorts wieder materialisieren zu lassen. Das dürfte für das vermutlich Sci-Fi gestählte Klientel sicher kein Problem sein: Transporterstrahl („Star Trek“) respektive Fiktiv-Transmiter („Perry Rhodan“) lassen schön grüßen. Auch „Stargate“ könnte von dieser Idee des interdimensionalen Reisens inspiriert worden sein. Insbesondere zu „Perry Rhodan“ weist die Reihe ohnehin eine gewisse Nähe auf, die sich allein schon dadurch erklären lässt, dass H. G. Francis halt zum dortigen Autorenteam gehörte und sich praktischerweise von PR einige Elemente nutzbar machen konnte.

Allerdings gibt sich das technologische Umfeld aber eher konventionell und nicht ganz so weit hergeholt. Die Reise zum Mond erfolgt per Raumgleiter innerhalb einiger Stunden, Aufzeichnungen finden mittels „Magnetband“ statt (heute sicher schon ein Anachronismus), Faustfeuerwaffen sind bei Expeditionen Usus – die so genannten „MiniRaks“ verschießen, wie der Name bereits richtig vermuten lässt, Sprengprojektile. Gewalt ist übrigens auch ein Thema, richtet sich allerdings seitens der Protagonisten gegen leblose Ziele, wie Gebäudeteile oder Roboter und wird obendrein später als „Fehler“ eingestanden. Wie man aber festhalten muss, gegenüber der Vorlage in einem ziemlich anderen Kontext. Die entsprechende Schlüssel-Passage wurde komplett geändert, was der Geschichte eine andere Färbung verleiht: Mehr Action, weniger Sinn.

_Sprecher und Figuren_

Jürgen Neumann (Erzähler), Ernst Meincke (Commander Randy Perkins), Nicolas Böll (Major Peter Hoffmann), Wolfgang Bahro (Ralph Common), Thomas Kästner (Oberst G. Camiel Jason), Karin Eckholt (Cindy Common), Rolf Jülich (Professor Arthur Common), Sascha Draeger (George Croden), Pia Werfel (Professor Ester Breadshaw), Günter Lüdke (Alter)

_Fazit_

Selbstverständlich lebt ein Hörspiel von der Kulisse, sprich: dem passenden Arrangement von Sprechern, Geräuschen und Musik. MARITIM bewies mit dieser Produktion ein gutes Händchen und zeigt, dass man sich hinter der von EUROPA eigentlich nicht verstecken braucht. Die Atmosphäre ist so dicht, wie es sich für einen todbringenden Nebel geziemt. Die Sprecher-Riege agiert durch die Bank glaubhaft und engagiert. Alles zusammen trägt dazu bei, ein durchweg spannendes Flair zu erzeugen, was dieses Hörspiel zu einem kurzweiligen Vergnügen werden lässt, das bestimmt nicht nur jungen (oder wenigstens jung gebliebenen Sci-Fi-Fans) gut gefällt. Aufgrund der Einschnitte gegenüber der letztendlich deutlich schlüssigeren und runderen Romanvorlage gibt es allerdings Punktabzug.

|Hörspiel mit einer Laufzeit von ca. 53 Minuten
Nach der „Commander Perkins“-Reihe von H. G. Francis
Erstveröffentlichung: Franz Schneider Verlag, 1979|

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Jussi Adler-Olsen – Das Alphabethaus

Die Handlung:

Deutschland zur Zeit des Zweiten Weltkriegs: Nach einem Flugzeugabsturz über feindlichem Territorium retten sich die britischen Fliegerpiloten Bryan und James in einen Krankentransport. Um nicht entdeckt zu werden, nehmen sie die Identität von zwei deutschen Soldaten an und gelangen so in ein Lazarett für Geisteskranke. Hier müssen sie ihre Rolle spielen und sind der Willkür und dem Sadismus des Personals hilflos ausgeliefert. Bryan gelingt schließlich die Flucht, doch das Schicksal von James bleibt ungewiss. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Nachdem wir in Deutschland erst das Sonderdezernat Q und seinen leicht verschrobenen Carl Mørck kennenlernen durften, erscheint nun der 1997 erstmalig auf Dänisch veröffentlichte Roman „Alfabethuset“ von Jussi Adler-Olsen auch bei uns. Ganz anderes Setting, ganz andere Zeit. Und man merkt, dass Adler-Olsen sich hier auf einem Terrain bewegt, auf dem er sich auskennt. Als Sohn eines Mannes, der mit psychisch kranken Menschen zu tun hatte, bekam er als Kind eine Menge mit und verarbeitete dies auch in seinem „Alphabethaus“. Gut recherchiert und authentisch beschrieben wirken seine „Heilanstalt“ und die Grausamkeiten, die dort an den Patienten vorgenommen werden.

Leider nicht ganz so spannend, wie man aufgrund des Klappentextes erwarten könnte, gestaltet sich dieser erste von zwei Handlungssträngen, es ist eher eine Erzählung. Die beiden britischen Soldaten, die über kleinere Umwege in eine deutsche Anstalt gelangen, in der an Menschen experimentiert wird, entdecken noch weitere „Simulanten“. Einem der Soldaten gelingt die Flucht und sein schlechtes Gewissen darüber, den Kameraden und Freund zurückgelassen zu haben, bringt ihn gute 30 Jahre später im zweiten Handlungsfaden dazu, sich auf die Suche nach ihm zu machen. Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg mittlerweile überstanden und wir befinden uns am Anfang der 1970er. Hier wird es dann auch interessanter, weil sich die Suche als schwieriger und komplizierter gestaltet, als es der Hörer angenommen hat. Und auch das Ende wird sicher nicht jeder so erwarten, wie es sich gestaltet.

Das Hörerlebnis:

Wolfram Koch ist bemüht, die Stimmungen und Gefühle der Charaktere lebendig ins Ohr des Hörers zu transportieren. Leider gelingt ihm das nicht wirklich. Es ist ein ambitioniertes Vorlesen, kein lebendiges Erzählen, kein echtes Hör-Erlebnis. Zu sehr und zu oft wird der Hörer durch seine oftmals gleichmäßige Erzählweise daran erinnert, dass hier jemand im Studio ein Skript abliest. Außerdem baut er in fast jeden Satz zu lange Sprechpausen ein, um die Dramatik künstlich zu steigern oder das gerade Berichtete sacken zu lassen, das dämpft aber recht schnell den Hörspaß wie eine Stotterbremse das entspannte Autofahren. Vielleicht ist das ja auch seinem Theater-Sprachtraining anzulasten.

Der Autor:

Jussi Adler-Olsen (*2. August 1950), geboren in Kopenhagen. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film. Bevor er 1995 mit dem Schreiben begann, arbeitete er in verschiedenen Berufen, u. a. als Redakteur für Magazine und Comics und als Koordinator der dänischen Friedensbewegung. 1997 erschien sein erster Roman »Alfabethuset«. Weitere Kriminalromane folgten, bevor Adler-Olsen 2007 mit »Erbarmen«, das den ersten Fall von Carl Mørck vom Sonderdezernat Q schildert, einen Riesenerfolg hatte. 2008 stürmte er mit dem zweiten Roman über Kommissar Carl Mørck die Bestsellerlisten. Seither gilt er als bestverkaufter dänischer Krimiautor. (Verlagsinfo)

Der Sprecher:

Wolfram Koch hat an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Frankfurt studiert. 1995 bis 2000 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum, seitdem arbeitet er frei unter anderem am Schauspiel Frankfurt, an der Volksbühne und am Deutschen Theater in Berlin. Außerdem tritt er oft in Film und Fernsehen auf. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Adler-Olsen beschreibt, was er kennt. Seine Jugenderfahrungen in der Psychiatrie seines Vaters hat er hier geschickt eingearbeitet und mit einer interessanten Grundidee gekoppelt. Lässt sich der erste Teil, der während des Zweiten Weltkriegs spielt, noch recht schleppend an, so wird es 1972 in Freiburg interessanter und spannender. Leider hat mich die Sprecherleistung nicht wirklich überzeugen können und somit war mein Kopfkino nicht mit 3D-Technik und auch nicht mit Surround-Sound ausgestattet.

Spieldauer: 8:27 Std.
1 Track
Format: AAX+ mit DRM-Kopierschutz (für das Abspielen wird ein kompatibler Player benötigt)
Download mit 467 MB
Aufnahme: 128 kbit / 44 kHz
Originaltitel: Alfabethuset
Gelesen von Wolfram Koch
www.audible.de

Stephen King – Der Anschlag

Die Handlung:

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Dass Stephen King aus einer einfachen Prämisse einen über tausend Seiten starken Ziegel fertigen kann, das weiß man nicht erst, seitdem er in seinem letzten Türstopper „Die Arena“ eine Energieglocke über eine Stadt gestülpt hat.

Genauso verhält es sich auch bei dieser Geschichte. Natürlich hätte er seinen Protagonisten auch direkt dahin schicken können, wos für alle interessant ist, damit er das tun kann, was ihm wichtig erscheint. Das wäre dann in ein paar Hör-Minuten getan und es wäre eine schöne Kurzgeschichte entstanden. Aber Stephen King ist der Meister des Zurücklehnens und des Betrachtens jeder Einzelheit und er lässt die Dinge sich gern entwickeln.

Und so hat auch Jake Epping einen Anlauf von fünf Jahren bis zu dem Mordanschlag, den er verhindern will, führt die Treppe doch nach 1958 und nicht ins Jahr 1963, in dem das Kennedy-Attentat stattfand. Und natürlich hätte King seinen Protagonisten Oswald auch 1958 schon aus dem Weg räumen lassen können, aber dann wäre zum einen das Buch 1000 Seiten zu früh zu Ende und die Lesung nach einer halben Stunde gegessen gewesen und zum anderen soll und will Jake herausfinden, ob Oswald wirklich nur der Sündenbock war, für den er sich nach dem Attentat ausgab. Aufgeklärt werden konnte die Sache ja bekanntlich nicht, denn Oswald wurde selbst von Ruby erschossen. Außerdem ist dies kein Roman, der eine alternative Geschichte darüber erzählt, was ohne ein Attentat auf Kennedy mit der Welt passiert wäre, das war auch nicht die Absicht von Stephen King, wenngleich er sich diesem Gedanken dennoch kurz hingibt.

Und so macht Jake bei der ausführlichen Recherche über Oswald eine Entwicklung durch, mit der er nicht gerechnet hätte, in einer Zeit, die für ihn anders verläuft, als er es sich vor seinem Portaldurchgang gedacht hatte. Dass er gerade hier die große Liebe finden würde, das hätte er nicht erwartet … und das macht alles für ihn komplizierter.

Der Hörer kann sich von David Nathan eine Geschichte erzählen lassen, die aufgrund ihrer Länge und geschilderten Ausführlichkeit jeder dem Autor wichtigen Einzelheit, ein echtes Eigenleben im Kopf des Hörers entwickelt und ihn magisch anzieht, um noch ein Stündchen und noch ein Stündchen zu verweilen. Schon vom ersten Erlebnis Jakes an, als er die Treppe ins Jahr 1958 nimmt, fühlt der Hörer die Sonne, riecht den Schwefel und ist völlig in der Zeit gefangen. Jeder Charakter, jede Szene, jede Situation, jeder Geruch, jeder Geschmack und jeder Ort wird so lebendig beschrieben, dass er bunt und authentisch im Kopfkino über die Leinwand flimmert.

David Nathan gehört nicht zu Unrecht zu den beliebtesten Sprechern im deutschsprachigen Raum. Und weil er auch in dieser Produktion wieder ein spannendes Szenario für den Hörer entstehen lässt, ist es umso schöner, dass es sich hier um eine ungekürzte Lesung handelt. Trotz aller Länge lässt die Sprecherleistung nie nach, lässt Nathan den Hörer nie abdriften, behält ihn immer dicht am Geschehen und lässt ihn durch seine Interpretation des Skripts und der verschiedenen Charaktere am Leben der Menschen im Jahr 1958 teilhaben.

Durch Variation in der Sprechgeschwindigkeit und Modulation der Stimme bietet David Nathan immer wieder ein lebendig authentisches Schauspiel hinter dem Mikro. Und den Einsatz hört man, weil er sich richtig ins Zeug.

Wir bekommen es mit bekannten und unbekannten Figuren aus der US-amerikanischen Geschichte zu tun, erfundenen und realen. Und wir erfahren, zu welchem Schluss Stephen King gekommen ist bei der Frage: Hat Oswald nun allein gehandelt oder war er wirklich nur ein Sündenbock? Und, kann Jake ihn aufhalten und wenn ja, was passiert danach? Und was wird dann aus der Bibliothekarin Sadie, der großen Liebe von Jake? Am Ende der (Zeit-)Reise bekommen wir die Antworten. Aber bis dahin sind es satte 32 Stunden mit David Nathan, die dem Hörer viele Tage im Amerika Ende der 1950er bescheren und viele Tage des Hörens Anfang 2012. Und auch das Ende der Geschichte ist absolut gelungen und hinterlässt keinen bitteren Nachgeschmack, sondern ein Lächeln. Stephen King, wie er besser nie war. Er kann es immer noch und das ist toll.

Dass die Filmrechte an dieser Story schon vor dem Verkaufsstart des Buchs verkauft wurden, das wundert kaum jemanden. Stephen King wird den ausführenden Produzenten bei den Dreharbeiten geben, die im Herbst 2012 beginnen sollen.

Die Ausstattung:

Random House Audio folgt dem Trend hin zu ungekürzten Hörbüchern und will den Mitbewerben von der Download-Shop-Fraktion nicht den gesamten Markt überlassen. Das Problem, so viel Story unterzubringen, ist auch keins mehr, dank MP3. So bleibts bei der Produktion bei nur wenigen CDs, die aber wirtschaftlicher gefüllt sind.

Gespart hat der Verlag auch an anderen Stellen. So stecken die vier mit einem roten Münz-Konterfei bedruckten CDs in Einschüben einer Papp-Klappbox, deren Einschübe zwar schick und rot sind, die aber ansonsten keinerlei weitere Informationen enthalten. Die Box steckt in einem Pappschuber, der rundum im gleichen roten Design gestaltet ist. Neben kurzen Infos zu Sprecher und Autor gibts eine im Gegensatz zur Schuberrückseite erweiterte Inhaltsangabe auf der CD-Klappbox zu lesen.

Die MP3s liegen in der Qualität 192 Kbps und 44.1 kHz vor und enthalten in den ID3-Tags den Titel und die Namen des Autors und des Sprechers. Ein Cover gibts hier leider nicht zu sehen, sodass das Display einiger MP3-Player leer bleibt, wenn man dies nicht von Hand ändert. Die Dateinamen bestehen lediglich aus der Tracknummer und gehen von „001“ bis „391“, aufgeteilt auf die vier CDs.

Der Autor:

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, „Carrie“, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk. (Verlagsinfo)

Der Sprecher:

David Nathan, die deutsche Stimme von Christian Bale, Johnny Depp u. a., gehört zu den gefragtesten Hörbuchsprechern Deutschlands. Für Random House Audio hat er zuletzt die Hörbücher zu Guillermo del Toros „Die Saat“ und „Das Blut“ und Ryan David Jahns „Ein Akt der Gewalt“ gesprochen. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Stephen King hats nicht eilig mit dem Vorankommen seiner Geschichte. Wer sich darauf einlässt, der erlebt eine Zeit, die so lebendig und intensiv beschrieben wird, dass sich selbst Nicht-Amerikaner gern die Stufen hinab und durch das Zeitportal mitnehmen lassen, um herauszufinden ob der Kennedy-Attentäter wirklich allein gehandelt hat oder ob er Teil einer Verschwörung war. Und bei King ist auch oftmals der Weg das Ziel. Dieser hier führt nach 1958 … und Dank David Nathan, der eine wunderbar lebendige Vorstellung vor dem Mikro bietet und ein fesselndes Kopfkino-Abenteuer entstehen lässt, habe ich jede Minute dieser Reise genossen … Hey-ho, Daddy-O.

4 MP3-CDs
Spieldauer: 32:02 Std.
Tracks: 391
Originaltitel: 11/22/63
Gelesen von David Nathan
ISBN: 978-3-8371-1107-1

www.randomhouse.de

Binding, Tim – Fischnapping (Lesung)

Es war einmal ein sehr frustrierter Mann, der an seiner Ehefrau nichts Gutes mehr finden konnte und daher beschloss, sie eines Abends von einer Klippe in die Tiefe zu stürzen, um fortan als freier und glücklicher Mann zu leben. Und so geschah es: Nach einem heftigen Ehestreit verließ das ungeliebte Weib in einer gelben Öljacke das Haus, der Mann – nennen wir ihn einfach Al Greenwood – folgte ihr, versteckte sich an der Klippe in einem Busch und als dann eine Frau in gelber Öljacke auf der Klippe ankam, schubste er sie in die Tiefe. Glücklich und zufrieden kehrte Al nach Hause, um dort – man ahnt es bereits – seine Ehefrau, lebend und putzmunter, anzutreffen. Soweit die Geschichte des Vorgängerromans „Cliffhanger“, den ich einst mit Begeisterung gelesen habe.

In „Fischnapping“ nun kehrt Al Greenwood nach vier Jahren aus dem Gefängnis, wo er nicht etwa gesessen hat, weil er jemanden von der Klippe geschubst hat, sondern weil er im Verdacht stand, seine eigene (uneheliche) Tochter Miranda getötet zu haben. Nun aber ist Als Frau Audrey zurückgekehrt – wundersam erschlankt und glücklich mit einer Frau zusammenlebend -, um sich der Polizei zu stellen. Denn sie war es, die Als uneheliche Tochter in besagter Schicksalsnacht um die Ecke gebracht hat.

So darf Al sein altes Leben aufnehmen, doch wohnen bereits andere Leute in seinem alten Haus, der geliebte Fischteich ist zugeschüttet und seine herzallerliebsten Karpfen hatte seine verhasste Frau ja bereits im ersten Buch ermordet, sodass sie Al fortan nur noch in ausgestopfter Form – man höre und staune! – begleiten. Ein Gedanke aber lässt ihn nicht los: Wen um Himmels Willen hat er damals von den Klippen gestoßen? Denn eins ist klar: Eine Frau musste in der Nacht dran glauben und es war weder Audrey noch seine eigene Tochter oder etwa die Frau des Inspectors, wie er ebenfalls vermutet hatte. Denn die Frau des Inspectors ist inzwischen Audreys Geliebte. Diese aber hat immer noch nicht mit ihrer eigenen Ehe abgeschlossen und beschließt daher, Al zu ihrem Geliebten und Komplizen zu machen, damit dieser für sie den kostbaren und preisgekrönten Koi aus dem Teich ihres Mannes stiehlt. Und so dreht sich das Beziehungskarussell in diesem Buch immer schneller und schneller.

Außerdem erfahren wir, dass Al gar nicht so unschuldig ist, wie er immer gerne tut und einen glauben machen möchte, denn er hat nicht nur eine Frau auf dem Gewissen, sondern auch bereits den Verlobten seiner ehelichen Tochter Carol, der ihm stets ein Dorn im Auge war, weil dieser besser Scrabble spielen konnte als er selbst. Für diese Tat möchte seine Tochter ihn immer noch hinter Gittern bringen – man darf also gespannt sein, wie sich Al Greenwood aus etlichen brenzligen Situationen befreit …

_Der mit dem Blub_

Tim Binding ist mir dank „Cliffhanger“ als Autor mit wunderbar schwarzem britischem Humor im Gedächtnis geblieben, der schräge Charaktere zeichnet und ziemlich bitterböse Geschichten schreiben, einen gleichzeitig zum Lachen bringen kann. Eine wunderbare Mischung, die mich natürlich auch zu „Fischnapping“ hat greifen lassen – dieses Mal in Form einer Lesung durch Bernd Stephan.

Genau diese Tradition setzt Binding auch in „Fischnapping“ fort: Die Geschichte ist wieder einmal kurios: Während Al vier Jahre „unschuldig“ im Gefängnis gesessen hat, hat seine Frau Audrey den Sport für sich entdeckt und auch die gleichgeschlechtliche Liebe. Doch eines Nachts plagt ein Albtraum sie, sodass sie beschließt, ihren Teil der Schuld zu tragen und sich der Polizei zu stellen. Das wiederum macht den Weg für Al frei, der seine Freiheit natürlich gleich dazu nutzt, um neues Chaos zu stiften. Er gedenkt seines ersten Todesopfers, nämlich des Verlobten seiner eigenen Tochter, den er – was Wunder! – ebenfalls von einer Klippe gestoßen hat. Neue Verwicklungen sind vorprogrammiert, als er ein Auge auf Audreys Geliebte wirft, mit ihr im Bett landet und sich von ihr dazu anstiften lässt, einen wertvollen Koi zu stehlen. Denn natürlich soll alles darauf hinauslaufen, dass Al für diese Tat geradestehen muss.

Doch wieder einmal gelingt es Al Greenwood in zahlreichen Szenen, seinen Kopf im allerletzten Moment aus der Schlinge zu ziehen. Viel Glück gehört dazu, aber vor allem auch eine Portion Kreativität, denn er ist definitiv nie um eine Ausrede verlegen. Und so wendet sich für ihn alles zum Guten – egal, wie viel Mist er eigentlich baut. Das mag den Gerechtigkeitssinn so manchen Lesers stören, aber Tim Binding neigt ja grundsätzlich zu Überspitzungen und dazu, durch allerlei Übertreibungen besondere Charakteristika noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Wäre Al bereits für den ersten Mord hinter Gitter gekommen, hätte Binding immerhin nicht an seinem Beispiel aufzeigen können, zu welch schrägen Szenen und verzweifelten Taten kommen kann, wenn ein frustriertes Ehepaar nicht in der Lage ist, über Probleme offen zu sprechen, sondern direkt beschließt, allerletzte Konsequenzen zu ziehen. Denn Bindings Werke sind zwar vordergründig einfach nur zum Lachen, doch wenn man genauer hinsieht, stimmt einen das doch nachdenklich.

Dieses Mal legt Binding vielleicht eine kleine Schippe zu viel auf, manchmal dreht die Geschichte ein wenig zu sehr ab, aber irgendwie bekommt Binding dann doch immer wieder den richtigen Dreh und fängt seine Leser (bzw. in diesem Fall Zuhörer) wieder ein. Die Geschichte überzeugte mich zwar nicht auf ganzer Linie wie Cliffhanger, ist aber dennoch so schräg, unterhaltsam und einfach nur komisch, dass man dennoch unbedingt dazu greifen sollte.

_Phlegma_

Vorgetragen wird Bindings Geschichte von Bernd Stephan, dessen Name mir zwar nichts sagte, der aber bekannt ist als Synchronstimme von John Cleese. Beim Zuhören ist mir das ehrlich gesagt aber nicht aufgefallen, ich habe die Stimme nicht wieder erkannt. Stephan trägt mir sehr ruhiger Stimme vor, betont nie zu sehr und versucht auch gar nicht erst, verschiedenen Charakteren unterschiedliche Stimmen zu verleihen, wie es beispielsweise Rufus Beck oder gar Harry Rowohlt machen. Im Prinzip klingen alle Personen gleich, ob nun Frau oder Mann. Einzig Al Greenwood, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt ist, kommt noch etwas phlegmatischer rüber als alle anderen Figuren. Spricht Bernd Stephan Gedanken oder Sätze von Al Greenwood aus, so tut er sich fast ohne jede Betonung, manchmal verwaschen dadurch die Wörter sogar. Sicher gehört das zu Stephans Interpretation der Figur Al Greendwoods und es mag auch tatsächlich passen, mir persönlich war Stephans Tonfall allerdings zu fad. Manch ein Gag geht so fast verloren. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass viele Hörer von dieser Lesung begeistert sein werden, ich persönlich hätte mir dennoch ein klein bisschen mehr Enthusiasmus vom Sprecher gewünscht, daher ein kleines Manko. Eventuell sollte man bei „Fischnapping“ also eher zum Buch greifen.

_Fisch sucht Karpfen_

„Fischnapping“ hat mich ausgesprochen gut unterhalten. Tim Bindung spielt hier in puncto Charakterzeichnung und Wortwitz wieder all seine Trümpfe gekonnt aus. Vielleicht bleibt die Geschichte ein klein wenig hinter dem Vorgängerroman zurück, aber verstecken muss sich dieses Buch ganz sicher nicht. Vom Sprecher war ich nicht ganz so begeistert, da Bernd Stephan ein bisschen zu wenig mit seiner Stimme spielt. Unter dem Strich ist das Hörbuch aber definitiv sehr hörens- und empfehlenswert!

|Download-Version mit 6:12 h Spieldauer|
[www.audible.de]http://www.audible.de

auch erschienen als:

|5 Audio-CDs mit 372 Minuten Spieldauer
Sprecher: Bernd Stephan
ISBN-13: 978-3-8337-2750-4|
[www.jumboverlag.de/Verlag]http://www.jumboverlag.de/Verlag

_Tim Binding bei |Buchwurm.info|:_
[„Inselwahn“ 1648
[„Cliffhanger“ 5200

Perry Rhodan – Menschheit am Scheideweg (Silber Edition 80, Teil 1 von 4)

Menschheit am Scheideweg:

Teil 1: 351 MB, 4:09 h, 47 Tracks
Teil 2: – erscheint am 14.02.2012 –
Teil 3: – erscheint am 06.03.2012 –
Teil 4: – erscheint am 27.03.2012 –

Die Handlung:

Das Jahr 3460. Die Milchstraße steht unter der Herrschaft des technisch überlegenen Konzils der Sieben. Leticron, der oberste Helfershelfer der Invasoren, erstickt jeden Widerstand mit eiserner Faust. Die wenigen Menschen, die seinen Truppen entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da keimt unerwartet neue Hoffnung. Kroiterfahrn, der todkranke Angehörige des bislang unbekannten Konzilvolks Greikos, trifft in der Galaxis ein. Er glaubt, eine Insel des Friedens und des Wohlstands vorzufinden, geschaffen von der gütigen, gerechten Hand des Konzils. Wird es den Menschen gelingen, ihm die Augen für die Wahrheit zu öffnen? Erde und Mond treiben währenddessen nach der misslungenen Flucht durch den Hyperraum weiter im »Mahlstrom der Sterne«, einer unendlich weit entfernten Region des Alls. Noch wärmt das Licht hunderter Atomsonnen die Urheimat der Menschen – doch Perry Rhodan weiß, dass er eine neue Sonne für sie finden muss. Rhodans einzige Hoffnung sind die erklärten Feinde der Terraner.
(Verlagsinfo für die komplette Silber Edition 80)

Dieser Teil:

Pyramiden-Raumer des Konzils sind auf Olymp und Ertrus gelandet und die Laren bereiten die dritte Phase ihrer Invasion vor.

Mein Eindruck:

Auf gehts in die letzte Runde in der Auseinandersetzung mit den Laren, denn dies ist die letzte Silber Edition des Zyklus „Das Konzil“. Aber es geht nicht mit der Erde und auch nicht mit Perry Rhodan weiter. Vielmehr geht es in diesem ersten Teil der „Menschheit am Scheideweg“ darum, wie andere Völker der Milchstraße die Invasion der Konzilsvölker und der Laren im Speziellen erleben und damit umgehen.

Auf Olymp wollen die Laren aus einem Okrill eine neue Rasse züchten, die elektronische Fallen wittern und Personen trotz Maskierung erkennen kann. Das könnte auch Anson Argyris zum Verhängnis werden. Der Vario-500 trägt derzeit eine Springer-Maske.

Und auch auf Ertrus ist eine schwarze Pyramide gelandet, in die Mitglieder des Ertrusischen Beifreiungskommitees eindringen wollen. Und genau in dem Moment als sie das tun, endet dieser Teil der Silber Edition mit einem „My God! It’s full of stars!“-Moment, der leichte Ungeduld und ein wenig Ärger schürt. Zumindest bei den Hörern, die einen Handlungsfortschritt vermissen.

Es ist sicherlich interessant zu erfahren, wie es den anderen Völkern der Milchstraße ergeht, dennoch empfand ich es als etwas in die Länge gezogene Ablenkung von Perry und der „verschwundenen“ Erde, deren Schicksal mich wesentlich mehr interessiert. Dass am Ende alle (Wichtigen) überleben werden, ist eh klar … ist ja auch immer so.

Das Hör-Erlebnis:

Auch wenn es nicht um Perry und die Erde geht, versteht Tom Jacobs mit seiner Interpretation der Handlung, den Zuhörer gut zu unterhalten. Seine Überschweren sind lautstark und druckvoll, sein larischer Oberbefehlshaber Kratos-Pyr klingt aufgebracht und herrisch und sein Rebell Roctin-Par klingt sympathisch.

Je nachdem wie es die Stimmung der Charaktere und die Dramatik der Situation verlangt, variiert Jacobs seine Sprechgeschwindigkeit und steigert dadurch schnell die Spannung. Gehetzt, genervt, verängstigt oder unsicher … alle Gefühle werden dem Hörer glaubhaft und authentisch vermittelt.

Die Effekte – Der Hintergrund

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

Die MP3s

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten Silber Edition beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 675 „Monumente der Macht“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1425 x 1421 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

Mein Fazit:

Diesmal stehen weder Perry Rhodan noch die versetzte Erde im Mittelpunkt. Vielmehr erfahren wir, wie es den anderen Völkern der Milchstraße ergeht. In diesem Teil geht es um die Planeten Olymp und Ertrus, auf denen die Laren ihre Invasion vorantreiben wollen.

Für die einen ein Lückenfüller, für die anderen ein interessanter Seitenblick über den Terra-Rand hinaus, um auch eine Sicht auf das Schicksal der anderen zu werfen. Vom Sprecher bestmöglich in Szene gesetzt, wirds hier auch gern mal laut.

MP3-Download mit ca. 351 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:09 h
Anzahl der Tracks: 47
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943393170
www.einsamedien.de
www.perry-rhodan.net

Hinweis: Die Silber Edition 80 wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 27. März 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

Selma Lagerlöf – Nils Holgersson (Hörspiel)

Lehrreiche Abenteuer eines Tunichtguts

Nils Holgersson ist ein Tunichtgut. Erst als ein Wichtelmännchen ihn in einen Däumling verwandelt und er sich den Wildgänsen anschließt, machen ihn die vielen Abenteuer bei den Tieren zu einem guten Menschen. Am Schluss revanchiert er sich dafür, zum Lohn wird er in einen Menschen zurückverwandelt.

Die Autorin

Selma Lagerlöf – Nils Holgersson (Hörspiel) weiterlesen

Die drei ??? – Schwarze Sonne (Folge 151)

Die Handlung:

Bei einem Malkurs lernt Bob den sympathischen und begabten Denzel Hopkins kennen. Der Mann wird plötzlich beschuldigt, ein wertvolles Gemälde gestohlen zu haben. Denzel beteuert, das Bild noch nie gesehen zu haben und unschuldig zu sein. Wie konnte er dann bereits in der Vergangenheit immer wieder ein zentrales Motiv aus diesem Bild malen – die schwarze Sonne? Die drei ??? müssen ihren gesamten detektivischen Spürsinn aufbieten, um diesen Fall zu lösen.
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Einen Fall im Kunst-Milieu hatten wir und die drei Detektive ja schon länger nicht mehr zu lösen. Und um Bilder kümmern sich die Jungs dabei offenbar am liebsten. Aber handelt es sich in diesem Fall um einen Kunstraub, Kunstfälschung oder einen schlichten Betrug, den sie im Auftrag der jungen Goldie zu lösen haben? Es scheint und ist alles nicht so einfach zu durchschauen, nicht mal für Justus.

Ständig sind die drei Jungermittler bei ihren Ermittlungen Gefahren ausgesetzt, Feuer und versagende Bremsen am manipulierten Auto bringen sie dabei immer wieder in ernsthafte Bedrängnis. Auch die Verhältnisse der verschiedenen Personen, auf die sie treffen, ist komplexer als erwartet. Schritt für Schritt hangeln sich die Hörer zusammen mit den Detektiven an den sporadisch eingestreuten Hinweisen entlang, um erst gegen Ende den vollen Umfang und die Hintergründe des Falls „Schwarze Sonne“ absehen zu können.

Peter ist hier wieder extrem schissig, Bob zeigt sich von einer eher unbekannten künstlerischen Seite und Justus zeigt, dass er wie immer als Erster und oftmals als Einziger die richtigen Schlüsse aus den ermittelten Erkenntnissen ziehen kann. Da verwundert es nicht, dass selbst Inspektor Cotta nach dem handelt, was Just herausgefunden hat.

Und erst ganz am Ende wird bei Kaffee und Kuchen erklärt, wer denn nun was und warum und wie gemacht oder nicht gemacht hat. Gekrönt wird das Ganze dann von einem mehrteiligen Abschlusslacher.

Das Hörerlebnis:

Soundeffekte und Musik wirken unterstützend und nie aufdringlich oder unnötig streckend. Die Sprecherleistungen sind wie gewohnt souverän und sehr lebendig. Einzig den Greis in der Hafen-Kneipe, den versteht man wirklich super schlecht … nicht mal, wenn man keine störenden Nebengeräusche beim Joggen oder im Auto hat.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Laurence Seinfeld: Wolf Frass
Denzel Hopkins: Tilo Schmitz
Goldie Hopkins: Madeleine Weingarten
Neil Rockwell: Wanja Mues
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Mrs. Summer Hopkins: Regina Lemnitz
Brooks, Galerist: Martin May
Mr. Elroy Follister: Stephan Schwartz
Martha: Hanna Reisch
Dillon: Gregor Reisch
Wayne: Woody Mues
Gefängniswärter: Gosta Liptow
Wirt: Klaus Dittmann
Greis: Jürgen Thormann
Beamter: Monty Arnold
Taxifahrer: Harald Dietl

Technik-Credits:

Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Marco Sonnleitner
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Stahlberg
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack

Trackliste:

1. Der schwarze Riese
2. Goldie
3. Wertvolles Gemälde
4. Schmetterlingsflügel
5. Menschenkenntnis
6. Schwarze Sonne
7. Pappnasen
8. Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?
9. Weißer Spuk
10. Sommerblut
11. Blauer Baum
12. Grünes Huhn
13. Gelber Engel
14. Schwarz und weiß
15. Schuss ins Blaue
16. Rot ist die Liebe

Die Ausstattung:

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für die neue „Die drei ???“-T-Shirt-Kollektion. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 152, „Skateboardfieber“..

Mein Fazit:

Sport- und Kunstfälle sind gern genommenes Futter für die drei Detektive. Hier gehts eine Stunde lang um Bilder und deren Verbleib. Zum Mitraten ist das allerdings nichts, denn der Hörer kann sich bis zum Schluss auch nicht wirklich einen Reim auf die Geschehnisse machen und ist froh, Justus dabei zu haben, der als Einziger den kompletten Durchblick bewahrt.

Eine Folge, die weder besonders gut noch besonders schlecht aus der Masse heraussticht und es natürlich schwerhat, nach dem wirklich tollen Mehrteiler der Folge 150 „Geisterbucht“. Solide und gute Unterhaltung wird hier aber allemal geboten.

1 Audio-CD
Spieldauer: 1:05 Std.
Tracks: 16
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 0886979232129
www.natuerlichvoneuropa.de

Jack Slaughter 16 – Asmodianas Todesring

Jack Slaughter:

Folge 1: „Tochter des Lichts“
Folge 2: „Tochter des Lichts 2: Professor Dooms Erwachen“
Folge 3: „Das Tor zur Hölle“
Folge 4: „Virus in Jacksonville“
Folge 5: „Am Ende der Welt“
Folge 6: „Im Land der Vampire“
Folge 7: „Dr. Jekyll und Mrs. Hyde“
Folge 8: „Das Herr der Finsternis“
Folge 9: „Die Wurzel des Bösen“
Folge 10: „Werwolf im Schafspelz“
Folge 11: „Im Haus des Todes“
Folge 12: „Der dämonische Hellseher“
Folge 13: „Der Ponyhof des Grauens“
Folge 14: „Draculas großes Comeback“
Folge 15: „Bedrohung aus dem All“
Folge 16: „Asmodianas Todesring“

Die Handlung:

Jack Slaughters Eltern schweben in höchster Lebensgefahr. Die einzige Möglichkeit sie zu retten, besteht darin, ein Turnier gegen die Wunschgöttin des Höllenfeuers zu gewinnen. Doch Lady Asmodiana ist unbesiegbar. Die Verzweiflung lässt Jack und seine Freunde trotzdem in den Todesring treten. Es kommt zu einem tragischen Zwischenfall, der Jacks Herz brechen lässt. Und er begeht einen fatalen Fehler, der ihn mehr kostet als alles Geld der Welt … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Mama und Papa Slaughter sind also beim Spionieren in Russland erwischt und in einen Gulag gesteckt worden, wo sie auf ihre Hinrichtung warten. Dass wir in den letzten Folgen nichts von den beiden gehört haben, ist nicht verwunderlich … Jack hat sie selbst seit seiner Geburt nicht gesehen. Daher konnte ich mich auch nicht entscheiden, ob die Trauer und die Verzweiflung, die Jack am Anfang der Folge ins Mikro tönt, absichtlich übertrieben albern oder einfach nur nicht glaubhaft transportiert wurde. Da aber alle Sprecher hier unglaubwürdig klingen und alles übertrieben slapstickhaft erzählt wird, gehe ich mal davon aus, dass das auch die Absicht der Regie war. Es ist halt eine Comedy, in jeder Gefühlslage.

Und deshalb gehts auch direkt in die Scheidungsauseinandersetzung zwischen Asmodiana und ihrem Noch-Ehemann, dem Teufel persönlich. Was das Ganze jetzt mit Jacks Eltern zu tun hat? Na ja, Asmodiana ist gut drauf und veranstaltet ein Mortal-Kombat-Turnier … wer tut das nicht, wenn er gut drauf ist und bei seiner Scheidung grad ordentlich abgesahnt hat? Und der Gewinner bekommt einen Wunsch erfüllt … das ist also die Gelegenheit für Jack, seine „Eltern, die er nie hatte“ doch noch aus der hoffnungslosen Todeszelle zu bekommen. Die beste Hilfe, die Grandma Abigail dabei für Jackie anbieten kann … sind Schminktipps. Die werden Jack wenig helfen können, falls er auf Professor Doom treffen sollte, der auch am Turnier teilnimmt, um seine Seele wiederzubekommen.

Dass alles dann doch nicht so gradlinig verläuft, wie ichs mir gedacht habe, ist dem Ideenreichtum der Serien-Schöpfer zu verdanken. Die können nicht nur „lustig mit tollen Effekten“, die können auch „kurvenreich zum unerwarteten Ende“.

Das Sound-Highlight der Folge ist das Turnier, bei dem Asmodiana einen Kampf nach dem anderen gewinnt. Und beim Kampf gegen Professor Doom legt sich das Sound-Team beeindruckend ins Zeug.

Das Sprecher-Highlight dieser Folge ist die Gastgeberin des Kampfspektakels, Denise Gorzelanny, die eine herrlich überdrehte Lady Asmodiana gibt. Aber auch die anderen Sprecher folgen dicht auf.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler: Till Hagen
Jean-C. Van Helsing: Thomas Nero Wolff
White Silk: Ulrike Stürzbecher
Jack Slaughter: Simon Jäger
Tony Bishop: David Nathan
Dr. Kim Novak: Arianne Borbach
Hohepriester Chang: Viktor Neumann
Lady Asmodiana: Denise Gorzelanny
Lloyd Skinner: Lutz Mackensy
Grandma Abigail: Gisela Fritsch
Mr. Ming: Fang Yu
Professor Doom: K.Dieter Klebsch
Basil Creeper: Rainer Fritzsche
Flopper: Delphin Mitzi
Bob: Andy Matern

Technik-Credits:

Idee, Konzeption & Story: Lars Peter Lueg
Dialogbücher: Devon Richter & Nikola Frey
Musik, Arrangements, Instrumente: Andy Matern
Weitere Gitarren: Stefan Ellerhorst
Regie, Produktion & Dramaturgie: Lars Peter Lueg
Aufnahmeleitung: Anno Storbeck
Artwork: Alexander Lux, torius
Product Management: dp

Die Ausstattung:

Die in warmen Gelb- und Rottönen bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Im farblich kontrastierenden Look, mit kalten Grüntönen, kommt das Booklet daher. Hier finden wir die Rollen und ihre Sprecher, die Cover der bislang erschienen Folgen sowie die Technik-Credits. Außerdem wird uns erklärt, was Mr. Ming in den ersten 15 Folgen der Serie tatsächlich gesagt hat.

Mein Fazit:

Eine herrlich überdrehte Asmodiana, ein action-gelandenes Sound-Design und eine Story, die nicht so endet, wie der Hörer es erwartet. Das ist eine gute Stunde verschroben komisches Kopf-Kino mit Jackie Slaughter, das gut zu unterhalten weiß.

Audio-CD
Spieldauer: 64:31 Minuten
Tracks: 15
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527615899
www.jack-slaughter.de
www.lpl.de
www.myspace.com/jackslaughtertochterdeslichts
www.folgenreich.deh
www.universal-music.de

Professor van Dusen 6 – Die Perlen der Kali

Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen:

Folge 1: „Eine Unze Radium“
Folge 2: „Das sicherste Gefängnis der Welt“
Folge 3: „Mord bei Gaslicht“
Folge 4: „Der Mann, der seinen Kopf verlor“
Folge 5: „Stirb schön mit Shakespeare“
Folge 6: „Die Perlen der Kali“

Die Handlung:

S. S. „Columbia“, auf der Überfahrt von New York nach Southampton. Die Passagiere der ersten Klasse vergnügen sich auf einem Kostümball. Plötzlich wird es dunkel – und als das Licht wieder angeht, vermisst Lady Windermere ihre kostbare Perlenkette. „Sie sind verflucht, die schwarzen Perlen der Todesgöttin Kali!“ erklärt der Maharadscha von Krischnapur. „Aberglauben!“ sagt van Dusen und ermittelt den Täter.
Doch als er diesen ermordet in seiner Kabine entdeckt, wird ihm klar: Der Fall ist viel komplizierter, als er zunächst vermutete … (Verlagsinfo)

Das Hörerlebnis:

Da es sich hier um die Neuauflage einer 1979 erstmalig ausgestrahlten Radio-Produktion handelt, darf man nicht allzu viele Effekte erwarten. Die gibts bei Radiohörspielen eh selten, weil sie in der Regel sehr textlastig sind. „Die Perlen der Kali“ bildet hier keine Ausnahme, aber lässt auch nichts vermissen. Alle Dialoge sind immer lebendig mit Geräuschen unterlegt, die die Szenen passend unterstützen.

Die Überblend- und Hintergrundmusiken passen gut zu der Zeit, in der der Fall spielt und wirken manchmal wie die Tonspur zu einem Stummfilm … einem zum Teil lustigen Stummfilm.

Denn der Erzähler und Chronist von Professor Dr. Dr. Dr. van Dusen führt mit reichlich ironischem Unterton und vielen humorvollen Seitenhieben durch das klassische Kopfkino-Krimi-Programm. sodass der Hörer abwechselnd über den Fall der gestohlenen Perlen grübelt und grinst … oder beides, je nach Belieben.

Friedrich W. Bauschulte gibt wie immer einen hervorragenden van Dusen, der tödlich beleidigt ist, wenn man ihn mit dem (in seinen Augen) völlig überschätzten Shamlock Holmes vergleicht. Er versucht es sich aber nicht anmerken zu lassen und reagiert, indem er die anderen durch seine Art des Umgangs und des dazugehörigen Umgangstons spüren lässt, dass nur er allein den vollen Durchblick hat … ist ja meist auch so.

Nebenbei erfindet er auch noch eine Stoppuhr, die er aber lieber Van-Dusen-Chronograph nennt. Das ist nicht allein die einzige Wissenschaftlichkeit, die van Dusen seinen Zuhörern in der Folge und vor dem CD-Player erzählt. Er hört sich gern reden und anderen ungern zu … von daher ist es nicht überraschend, dass er hin und wieder ein paar längere Monologe hält … halten muss … weil ihm und seinen Gedankengängen ja eh keiner folgen kann. Und so löst er den Fall, der tatsächlich verschachtelter ist als anfangs gedacht, durch eine Art „Assoziations-Wortspiel“, das er mit den Verdächtigen spielt.

Unter den allesamt sehr lebendig und authentisch klingenden Sprechern sticht neben van Dusen Gerd Duwner als (van Dusen nervender) Schiffsdetektiv Prendergast positiv heraus. Ein Rolle, die mich an die des Sam Hawkins aus den Karl-May-Verfilmungen erinnert.

Insgesamt ist diese Folge ein weiterer Klassiker mit dem brillanten Amateur-Detektiv, der hoffentlich in dieser CD-Neuauflage noch mehr Fans gewinnen kann.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Prof. van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Kapitän Harris: Heinz Giese
Schiffsdetektiv Prendergast: Gerd Duwner
Maharadscha von Krischnapur: Klaus Miedel
Lord Wildermere: Manfred Schuster
Lady Wildermere: Ilse Holtmann
Mr. Doberman: Klaus Jepsen
Mrs. Doberman: Helga Lehner
Steward: Thomas Frey

Technik-Credits:

Produzent & Initiator der CD-Auflage: Sebastian B. Pobot, Highscore Music
Skript: Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Aufnahmen: RIAS Berlin
Covergestaltung: Lars Vollbrecht
Illustrationen: Lars Vollbrecht und Gerd Pircher
Product Management: dp

Die Ausstattung:

Die stilvoll und aufwendig bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Als Bonus enthält die CD als letzten und zehnten Track einen Kommentar zu „Die Perlen der Kali“, in dem ein paar interessante Hintergrundinfos zu dieser Folge mit dem Hörer geteilt werden.

Im Booklet-Faltblatt finden wir die Erinnerungen von Michael Koser an Van-Dusen noch mal schriftlich dargelegt. Dazu gibts noch ein paar Fotos und Hintergrundinfos zu Jacques Futrelle und Michael Koser sowie eine Sprecher-und-ihre-Rollen-Aufstellung. Außerdem sehen wir die Cover der bereits erschienen Folgen sowie von zwei kommenden Episoden und Werbung für den van-Dusen-Comic.

Mein Fazit:

Van Dusen auf hoher See ist wie immer Herr jeder Lage. Wissenschaftlich fundiert, begründend monologisiert und herrlich ironisch vom Erzähler kommentiert, gibts eine weitere Kult-Folge des arrogant-genialen Amateur-Detektivs. Seinen Gedankengängen kann wirklich kaum jemand folgen, aber das ist auch gar nicht die Aufgabe des Hörers. Den Professor zu begleiten, reicht völlig aus, um eine knappe Stunde humorvoll und spannend unterhalten zu werden.

1 Audio-CD
Spieldauer: 59 Minuten (davon 53 Min. Hörspiel)
Tracks: 10
Erstausstrahlung im Radio: RIAS Berlin, 1979
Empfohlen ab 10 Jahren
EAN: 0602527699097
www.universal-music.de
www.folgenreich.de
www.vandusen.de

John Sinclair – Der Mann, der nicht sterben konnte (Folge 71)

Die Handlung:

Russland, 1908: Die Region Tunguska wird von einer gewaltigen Explosion erschüttert. War es ein außerirdischer Meteorit? War es eine unbekannte Waffe? Was auch immer es war, es hatte Auswirkungen auf die Anwohner der Region! Denn heute, über 100 Jahre später, reist einer von ihnen nach London und sinnt auf Rache …
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

John Sinclair – Der Mann, der nicht sterben konnte (Folge 71) weiterlesen

Antje Szillat – Wie man seine durchgeknallte Familie überlebt (Rick 1)

Rick:

01 „Wie man seine durchgeknallte Familie überlebt“
02 „Acht Pfeifen an Bord und kein Land in Sicht“

Die Nöte eines Elfjährigen: Rick als Liebessaboteur

Rick ist elfeinhalb Jahre alt und wohnt mit seinem Pa, dessen Kumpel Wutz und Kater Gismo in einer hundertprozentigen Männer-WG! Rick ist Eishockeystürmer und sein Leben wirklich cool, bis sich sein Pa ausgerechnet in Ricks Lehrerin verknallt. Die hat auch noch einen nervigen Sohn, von dem Ricks Pa denkt, sie könnten Freunde werden. Alarmstufe Rot, deshalb schmiedet Rick einen perfekten Plan, damit die zwei sich schnell wieder aus seinem Leben verziehen – doch damit geht der Ärger erst richtig los … (Verlagsinfo)

Die Autorin

Antje Szillat – Wie man seine durchgeknallte Familie überlebt (Rick 1) weiterlesen

Luca Novelli – Einstein und die Zeitmaschinen (Szenische Lesung)

Weisheit durch Scheitern: Einsteins Ideen erklärt

Der berühmte Wissenschaftler Albert Einstein erzählt selbst kurzweilig und packend von seinem Leben und seinen Forschungen, seiner Liebe zur Physik, seiner Geige und seiner Einstellung zu Atomwaffen und Krieg. In der Schule war er mittelmäßig, beruflich verdiente er jahrelang wenig Geld als Mitarbeiter des Patentamtes. Doch plötzlich kursieren seine Ideen in der ganzen Welt! Wissenschaftliche Texte geben eine Einführung in die Theorien des Physikers, die alle Vorstellungen von Raum und Zeit infrage stellten. Zum Beispiel die Relativitätstheorie. (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt diese szenische Lesung ab 10 Jahren.

Luca Novelli – Einstein und die Zeitmaschinen (Szenische Lesung) weiterlesen

Perry Rhodan – Spur des Molkex (Silber Edition 79, Teil 4 von 4)

Spur des Molkex:

Teil 1: 363 MB, 4:17 h, 54 Tracks
Teil 2: 315 MB, 3:41 h, 43 Tracks
Teil 3: 372 MB, 4:24 h, 51 Tracks
Teil 4: 350 MB, 4:06 h, 49 Tracks

Die Handlung:

Man schreibt den Mai des Jahres 3460. Die Milchstraße ist von den technisch überlegenen Laren und ihren Helfershelfern, den Überschweren, unterjocht. Die wenigen Menschen, die den Invasoren entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da verfällt Leticron, der Führer der Überschweren, auf einen teuflischen Plan: Er bringt das Bewusstsein eines Mutanten in seine Gewalt. Es soll ihm den Weg zum letzten Versteck der Menschheit weisen … Erde und Mond sind derweil verschollen. Der Sprung durch den Hyperraum, der die Heimat der Menschheit in die Sicherheit der Dunkelwolke hatte bringen sollen, endete im unendlich weit entfernten Mahlstrom der Sterne. Aber die Zuflucht im Mahlstrom erweist sich bald als brüchig. Seine Herrscher, das Insektenvolk der Ploohns, fassen die Neuankömmlinge als Bedrohung auf – und ihre Königin schickt eine gewaltige Flotte aus, um die Erde und ihren Trabanten in einen Glutball zu verwandeln …
(Verlagsinfo für die komplette Silber Edition 79)

Dieser Teil:

Tatsächlich entdecken Rhodans Mannen die „Spur des Molkex“ und haben nun gegen die böse Ploohn-Königin einen Trumpf in der Hand, der sie umdenken und umlenken lässt …

Mein Eindruck:

Wie erwartet erleben wir im letzten Teil dieser Silber Edition das (mehr oder weniger) große Finale des Kampfes Rhodan gegen Jaymadahr Conzentryn. Nachdem Ras Tschubais Trupp zwar in die Gefangenschaft der Ploohn-Königin gerät, erlangt er dennoch einen entscheidenden Vorteil: Der Schutz der Ploohns ist aus Molkex … auch wenn die den Stoff anders nennen. Und da Rhodan das Molkex bereits aus dem Konflikt mit den Blues bekannt ist und er ein Gegenmittel hat, braucht er schon bald auf keine Forderung der Königin mehr einzugehen und kann mit dem Hörer zusammen dem weiteren Verlauf des Psychoduells mit ihr (mehr oder weniger) entspannt entgegensehen.

Das Hör-Erlebnis:

Recht schnell wird der Hörer mit einem Grinsen daran erinnert, dass Andreas Laurenz Maier die Ploohn-Königin Jaymadahr Conzentryn als Hitler-Version mit rollendem „R“ und herrischem Ton spricht. Passt schon, ist aber dennoch witzig.

Bei der Veragabe von unterscheidbar klingenden Charaktervariationen legt er sich für meinen Geschmack ein wenig zu sehr ins Zeug, sodass die Stimmen der sich Unterhaltenden manchmal fast schon ein wenig grotesk unterschiedlich klingen. Und da beziehe ich den lispelnden Bugs-Bunny-Gucky gar nicht mal mit ein oder den grollenden Zeus.

Ansonsten gelingt es ihm prima, die Spannung der Handlung zu transportieren und den Hörer als Kriegsberichterstatter durch die finale Konfrontation von Perry und den Insektenwesen zu führen.

Die MP3s und das Booklet

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten Silber Edition beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die Front von Band 694 „Die Anti-Molkex Bomben“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

Als Bonus gibt es wie immer als Zugabe zum letzten Teil das Booklet, das auch der CD-Version beiligt, als PDF-Datei. Hier finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung eines Vier-Mann-Zerstörers der Ploohns, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser Silber Edition enthaltenen Heftromane Nr. 689, 690, 691, 692, 693 und 694. Außerdem gibts am Ende noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 691 zu sehen.

Mein Fazit:

„Die Spur des Molkex“ führt zu den Ploohns und gibt Perry einen Trumpf in die Hände, mit dem er eine große Chance hat, den Konflikt mit den Insektenwesen zu seinen Gunsten zu entscheiden. Aber ob das alles so klappt, wie er sich das gedacht hat, das ist die Frage, die sich spannend durch diesen letzten Teil der Silber Edition zieht. Und da sich alles wirklich erst ganz am Ende auflöst (der Hörer wird dieses „Wortspiel“ dann auch verstehen), bleiben die Stunden des Hörens kurzweilig, was auch der Sprecherleistung zu verdanken ist.

MP3-Download mit ca. 350 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:06 h
Anzahl der Tracks: 49
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3943393163
www.einsamedien.de
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Alexander-Burgh, Eberhard – Hui Buh … fährt Geisterkarussell (Folge 6) (Hörspiel)

„Manche Leute sagen: ‚Es gibt Gespenster‘, manche Leute sagen:‘ Es gibt keine Gespenster‘. Ich aber sage: HUI BUH ist ein Gespenst!“ So beginnt jedes Hörspiel der klassischen Serie und ist der Auftakt zum einleitenden Dialog zwischen Erzähler und dem Schlossgespenst, in welchem dieses Mal übrigens ein wenig abgewichen wird. Statt wie bisher „So steht es für alle Zeiten […] in der Fledermausturmkammertür EINGEBRANNT“, heißt es nun „EINGERITZT“. Wie dem auch sei: Eberhard Alexander-Burgh, seines Zeichens Hörspielautor, konnte damals kaum ahnen, dass seiner Figur ein solcher Erfolg beschieden sein wird, sodass nach insgesamt 23 Folgen der Originalserie mit dem unvergesslichen Hans Clarin als hibbeliges und krakeelendes Gespenst, inzwischen seit 2008 „HUI BUHs neue Welt“ das kettenrasselnde Erbe bei |EUROPA| antrat. Zu dieser hat explizit jener sechste Teil aus den Siebzigerjahren eine besondere Verbindung und direkten Bezug.

_Zur Story_

Ein Gewitter tobt um Schloss Burgeck, trotzdem erscheinen späte Gäste zur Schlossbesichtigung: Die drei Barone Ottokar. Die haben in ihrer alten Familienchronik so viel über Burgeck und sein Gespenst gelesen, dass sie neugierig geworden sind. Ihr Urahn hat seinerzeit mit den Rittern Adolar und Balduin „Schwarzer Peter“ gespielt, bis an einem schicksalsschweren Freitag dem 13. aus Letzterem das Schlossgespenst HUI BUH wurde, weil dieser beim Kartenspiel schummelte. HUI BUH vermeint in ihnen ausgerechnet die Nachkommen desjenigen wieder zu erkennen, der ihn damals vor 400 Jahren verwünschte. Alsdann plant der offensichtlich nachtragende Geist einen späten Rachefeldzug gegen die ahnungslosen Ahnen. Während der Kastellan die Gäste durchs Schloss führt, stellt HUI BUH ihnen in der Gestalt des „Ritters ohne Furcht und Tadel“ nach, schlittert jedoch dabei wie üblich von einem Fiasko ins nächste und landet dabei u.a. sogar in seiner eigenen, just für die Widersacher präparierten Folterkammer. Am Spieltisch vom damals kommt es dann zur Abrechnung.

_Eindrücke_

Da diese Geschichte wieder etwas mehr Licht in HUI BUHs bewegte Vergangenheit bringt, steht sie in der ewigen Hall of Fame des Rezensenten seit ihrem Erscheinen in den Siebzigern weit oben. Doch das allein macht sie nicht aus, sondern ein besonders gut aufgelegter Hans Clarin, der den häufig fehltretenden Schlossgeist auch diesmal wieder hervorragend rüber bringt. Selbstmurmeld – wie HUI BUH sagen würde – steht sich das Gespenst wieder einmal oft selbst im Weg und ist damit eine 1A-Persiflage an Charles Dickens „Das Gespenst von Canterville“, dem auch kein Spuk so recht gelingen will. HUI BUH ist halt nur eine ganze Ecke witziger und steckt zudem voller (arche-)typischer Phrasen und Zitate, wie sie heute im alltäglichen Sprachgebrauch längst keine Verwendung mehr finden – und genau das macht auch einen Teil des Charmes der alten Folgen aus. Glücklicherweise blieben Geräusche und Musik des Originals auch im 2002er Remaster erhalten.

Sekundiert wird HUI BUH von dem nun endlich homogen zusammenspielenden Rest-Team bestehend aus Claus Wilcke (rückblickend betrachtet die Idealbesetzung für König Julius, ohne die anderen – etwa Wolfgang Kieling, Peter Kirchberger und Horst Stark – damit herabsetzen zu wollen), Ingrid Andree als seine Gattin Königin Konstanzia und last but not least Andreas von der Meden als inzwischen vollkommen spukresistenter wie würdevoller Kastellan. Bis sich diese Truppe seit Folge 4 etablierte, war die Sprecherriege doch eher von Wechselhaftigkeit geprägt. Selbst Hans Clarin ist einmal beinahe durch jemand anderen ersetzt worden – Nur Hans Paetsch darf seit Anbeginn mit seiner unverwechselbaren Stimme durch die Geschichten führen. Aber apropos Peter Kirchberger: Auch hier muss der spätere Julius zunächst wieder einmal mit einer HUI BUH Gastrolle Vorlieb nehmen, auch Franz-Josef Steffens und (ein noch sehr junger) Thorsten Sense sind dem |EUROPA|-Hörspiel gestählten Publikum sicherlich nicht unbekannt.

_Die Produktion_

Buch und Konzeption: Eberhard Alexander-Burgh
Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Dr. Beurmann
Regie und Produktion: Heikedine Körting

|Sprecher und Figuren|

Hans Clarin (Hui Buh), Claus Wilcke (König Julius der 111.), Ingrid Andree (Königin Konstanzia), Andreas von der Meden (Kastellan), Hans Paetsch (Erzähler), F.-J. Steffens (Baron Ottokar – Der Großvater), Peter Kirchberger (Baron Ottokar – Der Sohn), Thorsten Sense (Baron Ottokar – Der Enkel)

_Fazit_

Die, mit nur 33 Minuten Laufzeit, kurzweilige sechste Folge aus den frühen Siebzigern liefert ein weiteres wichtiges Mosaiksteinchen aus dem Werdegang von Ritter Balduin zum tolpatschigen Schlossgespenst, auf dem auch Bully Herbigs Kinofilm von 2006 thematisch sehr stark aufsetzt. Bei Folge 9 von „HUI BUH – Neue Welt“ gipfeln diese Ereignisse einstweilen sogar in „Adolars Rückkehr“. Somit ist dieses Hörspiel ein wichtiges Bindeglied zwischen Klassik und Moderne – und ein spaßiges noch dazu. Wie immer stellt sich der lautstarke, prahlerische Geist selbst Beinchen und unterhält damit nunmehr mindestens schon drei Generationen Jung und Alt bestens. „Itso“ zeigt der knochige Rezensentendaumen auch für das 2002er Remaster in die Höhe, welches als physisches Medium allerdings nur noch im Antiquariat zu bekommen ist.

|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 33 Minuten
EUROPA / Sony Music Entertainment, 1973/2002
EAN: 74321920282|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881