Archiv der Kategorie: Horror & Unheimliches

Shepard, Lucius – Ein Handbuch amerikanischer Gebete

_Religion, die funktioniert: cool!_

Als Wardlin Stuart bei einem Streit in einer Bar einen Mann erschlägt, wird er zu zehn Jahren Haft verurteilt. Während er die Haftstrafe absitzt, beginnt er, Gebete niederzuschreiben. Das Besondere daran: Sie gehen alle in Erfüllung. Therese aus Arizona schreibt ihm auf seine Kontaktanzeige, nach einem Jahr heiraten sie, er kann endlich raus.

Nachdem seine gesammelten Bittsprüche unter dem Titel „Ein Handbuch amerikanischer Gebete“ veröffentlicht wurden und immer mehr Gebete in seiner neuen Heimat in Erfüllung gegangen sind, wird er zum Begründer einer neuen Religion und eine nationale Berühmtheit. Doch dieser Ruhm bringt ihn in Konflikt mit einem fundamentalistischen christlichen Fernsehprediger … und es scheint, als würde der Gott, zu dem Stuart betet, leibhaftig auf Erden wandeln.

_Der Autor_

Lucius Shepard, geboren 1947, zunächst ein Dichter, war in den achtziger Jahren einer der wichtigsten SF-Autoren, der mehrfach mit Preisen des Genres ausgezeichnet wurde. In seinen Erzählungen „Salvador“ (1984) und mit dem Roman „Das Leben im Krieg“ (1987) setzte er sich sehr kritisch und provokativ mit dem Engagement der Vereinigten Statten unter Präsident Reagan in Mittelamerika auseinander. Die CIA, das Pentagon und sicherlich noch andere Behörden des Geheimdienstapparates bildeten Contras aus: Sie sollten in El Salvador und Nicaragua gegen das sozialistische Regime operieren. Die Folge war ein Stellvertreterkrieg, in dem nicht nur tausende von Zivilisten ums Leben kamen, sondern auch die Iran-Contra-Affäre (Waffenschmuggel) die totale Amoralität der Verantwortlichen offenlegte.

Mit seinen anderen Werken war Shepard nicht so erfolgreich. In „Grüne Augen“ (1984) stellt die CIA illegale Experimente zur Wiederbelebung von Leichen an; in „Kalimantan“ wandelt die Hauptfigur auf den Spuren Joseph Conrads. Aber jede Erzählung Shepards hält ein gutes Leseerlebnis bereit, so etwa in „Delta Sly Honey“ (1989) und „Muschelkratzer-Bill“ (1994). „Der Mann, der den Drachen Griaule malte“ (1984) bildet mit „The Scalehunter’s Beautiful Daughter“ (1988) und „Father of Stones“ (1988) eine schöne Sequenz aus der High Fantasy.

_Handlung_

Wardlin Stuart ist im Winter 2001 ein friedliebender Barmann in einem abgelegenen Kaff in der Nähe von Seattle, als das Schicksal in Gestalt einer betrunkenen Frau hereinschneit. Sie nennt sich Wanda und sagt, sie brauche einen Drink. Sie habe aber kein Geld, denn sie sei gerade vor ihrem Freund weggelaufen und habe ihre Brieftasche vergessen. Wardlin bedauert, ihr nicht helfen zu können. Höchstens unter einer Bedingungen: Wenn sie ihm ihre Brüste zeigt. Gesagt, getan. Sie bekommt ihren Drink und fährt weg.

Damit ist aber nicht Feierabend. Ihr Freund schneit herein, beschuldigt Wardlin, es mit seiner Freundin getrieben zu haben (was nicht stimmt) und wird rabiat. Um ihn ruhigzustellen, haut ihm Wardlin eine Flasche übern Schädel – leider zerbricht nicht die Flasche, sondern das Blutgefäß unter dem Schädel. Der Typ stirbt und weil „Wanda“ die Bullen gerufen hat und ihnen die entsprechende Story auftischt, landet unser Barmann hinter Gittern. Mit zehn Jahren kommt er noch billig weg.

|Erhörte Gebete|

Sein erstes Gebet wird erhört, nachdem ihn ein Zellengenosse zusammengeschlagen hat. Zwei Tage später fällt der Typ eine Treppe runter und rennt sich den Schädel ein. Nach diesem offenkundigen Erfolg beginnt Wardlin seine Lage im Knast schrittchenweise zu verbessern. Das bleibt seinen Mithäftlingen nicht verborgen und sie fragen ihn nach seinem Erfolgsrezept. Beten! Na, toll, aber wie?

Er zeigt ihnen seine Art zu beten, und das sind in der Tat sehr merkwürdige Gebete, denn sie haben überhaupt nichts mit kirchlicher Sprache zu tun, noch nicht einmal viel mit Poesie. Aber worauf es ankommt, sagt Wardlin eindringlich, ist die Inbrunst, mit welcher der Betende sich an den Gott der Einsamkeit wendet, den Wardlin erfunden hat. Insgeheim betrachtet er seine Gebete als physikalische Akte, die auf die quantentheoretischen Zusammenhänge des Universums einwirken und dabei tatsächlich wahrnehmbare Veränderungen bewirken.

|Love of my life|

Nach acht Jahren kann sich Wardlin über seinen Erfolg nicht beklagen, denn immer mehr Mitinsassen geben funktionierende Gebete bei ihm in Auftrag. Was er aber wirklich will, sind eine Frau und Freiheit. Also betet er darum. Es ist Therese aus dem fernen Arizona, die ihm auf seine Kontaktanzeige antwortet. Anders als die anderen ist sie der No-nonsense-Typ: Sie werde erkennen, wenn er sie anlüge, schreibt sie. Beim nächsten Mal schickt sie schon ein Foto von sich, und das wird für ihn zu seinem neuen Himmel. Ein Jahr später heiraten sie und ziehen zu ihr nach Pershing, wo sie einen Esoterik-für-Touristen-Laden betreibt.

|Das erste Buch|

Die Liebe mit Therese ist fantastisch und sie vögeln wie die Karnickel. Hier schreibt Wardlin seine bisherigen Fürbitten zusammen und schickt das Manuskript an einen Verlag. Ein Traum wird wahr: Man will es dort veröffentlichen, und tatsächlich entwickelt es sich insgeheim zu einem Kultbuch. Also muss schnellstens eine zweite Auflage her, die noch mehr Gebete enthält. Wardlin erbittet Zeit.

Nach den ersten Abtastversuchen kreuzt eines Tages der erste Vertreter der Wirtschaft von Pershing auf, ein Versicherungsmakler. Er hat ein ganz profanes Ziel: Er will im nächsten Quartal seinen Umsatz erhöhen. Ganz einfach. Aber er weigert sich, das Gebet, das Wardlin für ihn schreibt, selbst zu sprechen, das muss der Autor selbst tun. Gegen eine Beteiligung an der Umsatzsteigerung erklärt sich Wardlin auch dazu bereit. Nachdem es bei dem Versicherungsmakler so gut geklappt hat, kann er sich vor Anfragen aus dem 4000-Seelen-Kaff kaum noch retten. Religion, die funktioniert: cool!

|Die neue Religion|

Aber es gibt, wie nicht anders zu erwarten, erste Proteste von Seiten der etablierten Kirchenvertreter. Insbesondere nimmt man Anstoß an Wardlins offenherzigem Sprachgebrauch. Beispiel gefällig? Dieses Gedicht wendet sich an Cheerleader:

|“Ihr posiert, meine Damen,
Mit keck geneigten Cowboyhüten,
Beugt euch nach vorn und zeigt uns
Die Rundungen eurer zarten Brüste,
Kurze Miniröcke und Strapse mit Firmennamen,
Roziers Geländewagen sei Dank,
Über Haut in Netzstrümpfen …“| (usw.)

Erst bei der Lesetournee nach der Veröffentlichung der zweiten Auflage macht ihm ein schwarzer Collegeprofessor in Chicago deutlich, dass Wardlin eine neue Religion gegründet habe. Das hält unser Autor erst einmal für absurd, um dann aber doch eines Besseren belehrt zu werden. Außerdem kommen die Argumente nicht unerwartet, denn Therese hat schon öfters ihre Zweifel an Wardlins Texten und seiner Haltung dazu geäußert. Sie hatten sogar ihren ersten handfesten Streit darüber. Ihm liegt nichts ferner, als eine verdammte Religion zu gründen und sich an die Spitze einer Bewegung zu setzen. Man könnte sich genauso gut eine Zielscheibe auf die Stirn malen …

|Wandelt Gott auf Erden – oder der Teufel?|

Was ihm neuerdings mehr zu schaffen macht, ist die Vorstellung, dass sein Gott der Einsamkeit auf Erden wandeln könnte. Der Typ taucht zu Wardlins Verwunderung tatsächlich in einem seiner frühen Texte auf: ein Mann ganz in Schwarz, mit einem gekrümmten, schwarz lackierten Fingernagel. Und als er mit Therese seinen Streit hatte und nach draußen ging, stand da tatsächlich ein Typ ganz in Schwarz und mit schwarz lackierten Fingernägeln. Er ließ sich von ihm einen Witz erzählen, aber der war so lang und völlig ohne Pointe, dass er sich nur darüber ärgerte und den Erzähler wieder vergaß. Jedenfalls bis der College-Professor vom Herrn der Einsamkeit anfing. Da kommt Wardlin ein wenig ins Grübeln.

|Religionskrieg|

Es kann nicht ausbleiben, dass sich die etablierten Fernsehprediger, die sich von der wachsenden Anhängerschaft Wardlins, den Wardliniten, bedrängt fühlen, diesen neuen Konkurrenten kritisieren. Doch keiner tut es so aggressiv wie Monroe Treat aus Arizona. Live in der „Larry King Show“ erklärt er Wardlin Stuart den Krieg. Und genau das bekommt er auch.

Erst wirft jemand die Schaufensterscheibe von Thereses Laden ein, doch schließlich ist es eine Brandbombe, die dem Laden den Garaus macht. Eine Krise. Der Herr der Einsamkeit hat ihn ja gewarnt, damals in Chicago. Aber Wardlin wollte ja nicht hören, hoffte, der Trubel würde sich legen. Doch im Gegenteil ging der Trubel und Medienrummel erst richtig los: Reporterscharen überfielen Pershing ebenso wie verfeindete Jünger von Treat und Wardlin.

|Versuchung|

Wardlin und Therese sind nach Phoenix geflüchtet. Dort besuchen sie eine Handelsausstellung. Wieder taucht der Schwarzgekleidete auf. Er lässt sich jetzt Darren nennen. Er bietet ihm an, ihm zu zeigen, wie er Treat fertigmachen kann. Ein für alle Mal. Die Versuchung ist in der Tat groß, Treat in der Wüste zu beobachten. Da drückt ihm Darren einen Revolver in die Hand …

_Mein Eindruck_

Ist dies das Neue Testament nach Shepard? Da haben wir also einen überführten, verurteilten und möglicherweise sogar reuigen Sünder. Eine Art Maria Magdalena, die ihn liebt und ihm so etwas Ähnliches wie eine Erlösung ermöglicht. Der reuige Sünder gründet eine neue Religion, verkündet die Frohe Botschaft (= Evangelium), dass jeder sein eigener Weltverbesserer sein könne, wenn er oder sie es nur genügend stark wolle. Selbstredend scharen sich Jünger um ihn, die er gar nicht wollte, aber wenigstens erwählt er keine Apostel, die seine Botschaft in die Welt hinaustragen sollen. Das tut Sue Billick, seine Lektorin, schön völlig freiwillig.

Doch der Versuchungen und Widersacher sind viele. Monroe erklärt unseren Religionsgründer zum Antichristen, zum Obersatan. Doch nicht Treat führt ihn in Versuchung. In der Wüste, in der Jehoschua von Nazareth vierzig Tage und Nächte verbrachte, gesellt sich ein anderer Versucher zu Wardlin. Dieser Schwarzgekleidete, der der erflehte „Herr der Einsamkeit“ sein mag oder auch nicht, drückt Wardlin die Waffe der Vernichtung in die Hand. Soll Wardlin selbst abdrücken und diesen „Darren“ zum Zeugen seiner Bluttat machen – sich ihm somit ausliefern? Oder soll er die Existenz dieses Darren einfach leugnen und sich elegant aus der Affäre ziehen – und sich selbst als Idioten bezeichnen?

Danach wird es noch einen weiteren Versucher geben, doch auf welcher Seite steht dieser zwielichtige Mr. Brauer? Kann er helfen, den Krieg mit Treat zu beenden, damit Wardlin und Therese wieder ein friedliches Leben führen können? Als Wardlin dieser Versuchung nachgibt, gerät er in die Hölle. Er hat eine Grenzlinie (nicht nur die nach Mexiko) überschritten und muss eine Höllenfahrt erleben, die ihn leicht sein Leben, seine Seele oder zumindest seinen Verstand kosten könnte. Er fleht das erste Mal aus größter Not zum „Herrn der Einsamkeit“. Und wer weiß? Vielleicht hilft ihm dieser – wieder einmal – aus der Patsche. Doch um welchen Preis?

|Eine Satire|

„Ein Handbuch amerikanischer Gebete“ ist eine handfeste und sehr eindrucksvolle Satire auf das Mediengeschäft mit der Religion in den USA. Aber das hat man schon öfters gelesen, zuletzt in Monteleones Horrorschinken [„Das Blut des Lammes“. 1490 Shepards Beschreibung eines „Tinnef-Christus“, wie Darren seinen Jünger spöttisch nennt, geht weit darüber hinaus. Er gräbt psychologische und kulturelle Tiefenschichten auf, die man bei anderen Autoren, die nicht so viel Welt- und Menschen-Erfahrung haben wie Shepard, vermisst.

Im letzten Drittel, dem mit Abstand stärksten Teil des Buches, erinnert Wardlins Höllenfahrt an der Oberfläche an die schönsten Auswüchse des Cyberpunk der kokaingetränkten achtziger Jahre, doch in der Tiefe geht es etwas anderes vor sich. Der Höllentrip führt zu einer Selbsterkenntnis (das ist ja wohl das Mindeste), wie sie uns von den Figuren Joseph Conrads am ehesten vertraut ist, sagen wir mal: von Lord Jim oder dem „Verdammten der Inseln“.

|Joseph Conrad|

Denn auch Wardlin Stuart ist ein Verdammter. Er hat fast zehn Jahre Knast hinter sich und sich entsprechende Verhaltensweisen antrainiert, die ihn im Knastsystem überleben ließen. Unbewusst setzt er diese Verhaltensweise schon wieder um, um sich zu behaupten: gegen Treat, gegen die Medien und seine Anhängerschaft, vielleicht sogar gegen Therese, die nicht besonders zufrieden mit ihm ist. An den Rand seiner Möglichkeiten gedrängt, einer Revolvermündung ins Auge blickend, ist Wardlin auf seine innersten Mechanismen zurückgeworfen. Wieder mal hat er ein Gebet geschrieben, auf eine 100-Dollar-Note, und gefleht: „Töte ihn für mich!“ Das ist sein ultimativer Sündenfall, und von hier kann es keinen Weg zurück geben. Der Autor der „amerikanischen Gebete“ – es gibt ihn nicht mehr. Stattdessen wird es von nun an ironischerweise Therese sein, die schreibt und Geschichten zu erzählen hat.

|Gratwanderung|

Mir hat der Roman eminent gut gefallen, und ich habe ihn in drei Tagen ausgelesen. Besonders hat mir gefallen, dass sich Wardlin nie dem Wahnsinn des Ruhms und des Erfolgs hingibt. Es gibt eine köstliche Szene, in der Wardlin in der „Larry-King-Show“ mit der live zugeschalteten Sharon Stone redet, die ihm eine Teilnahme an ihrer Party anbietet. Doch da bekommt Wardlin plötzlich kalte Füße, denn er erkennt die Falle, die sie für ihn aufgestellt hat. Der Ruhm, sprich: das Medieninteresse, soll auch ein bisschen auf diejenigen abfärben, die er, Wardlin, trifft – sozusagen als Geben und Nehmen unter Promis: „Du bist okay, ich bin okay.“

Diesen schmalen Grat wandelt Wardlin die ganze Zeit in der zweiten Hälfte des Buches (ab der Lesereise, die ihn nach Chicago führt). Der Leser merkt, über welche Macht der Verführung Wardlin verfügt – nicht nur direkt in der Beziehung zu seinen Zuhörern, sondern auch indirekt zu den Promis, die ihn wie Sharon Stone umgarnen. Und so verwundert es nicht, dass auch Sue Billick, seine Lektorin, ein „Pfund Fleisch“ von Wardlins Körper haben will (vgl. Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“).

|Sex als Währung|

Wieder eine der zahllosen Versuchungen, die aufzuzeigen der Autor nicht müde wird. Sex spielt als Währung eine ganz bedeutende Rolle im Leben Wardlin Stuarts, aber genau da liegt die Gefahr: Wenn auch Sex mit Therese zu einer Ware und Währung wird, dann ist Wardlins Ehe am Ende. So weit darf er es nicht kommen lassen. Und als Sue Billick ihm eine geile Nacht anbietet, da steht nicht nur der Moment auf dem Spiel, sondern auch Wardlins Ehe, die Liebe zu Therese, seiner Maria Magdalena, und nicht zuletzt seine Erlösung. Falls es so etwas für ihn geben kann.

|Die Übersetzung|

… von Joachim Körber trägt sehr viel zum Lesevergnügen am Buch bei. Denn er überträgt nicht wortwörtlich, sondern, wie es richtig ist, sinngemäß. Auch die Ausdrücke des Jugendslangs – vielleicht nicht der allerneueste auf der Straße – ist Körber geläufig, und so gelingen ihm sehr realistische und ironische Dialoge, die vor Sprachwitz sprühen. Das ist besonders in den Kneipenszenen wichtig und in den Unterhaltungen mit „Darren“.

Leider unterlaufen Körber immer wieder Flüchtigkeitsfehler, die den unverhofft darauf stoßenden Leser verwirren können. Ich haben mir neun Stück davon notiert und bin überzeugt, nur die wichtigsten bemerkt zu haben. Ich will meinen Leser nicht damit langweilen, diese Fehler herunterzubeten. Wer will, kann die Liste anfragen.

Die Fehler sind vermutlich darauf zurückzuführen, dass Bücher heute im Allgemeinen nicht mehr korrekturgelesen werden. Stattdessen lässt man nur noch die Rechtschreib- und Grammatikprüfung über den Text gehen. Allerdings werden dabei korrekt geschriebene, aber sinngemäß falsch eingesetzte Wörter nicht entdeckt. Ich muss das nicht zuletzt auch bei mir ab und zu feststellen.

_Unterm Strich_

Der Roman, der nur am Rande etwas mit Phantastik zu tun hat, verbindet zwei unterschiedliche Elemente zu einem beeindruckenden Ergebnis. Zum einen ist Wardlin Stuarts Weg zu Ruhm und Erfolg eine satirische Groteske, die dem Leser leider nur allzu bekannt vorkommt. Wieder einmal wird der amerikanische Drang nach ständiger Selbstverbesserung auf die Schippe genommen, der American Dream dem Spott preisgegeben.

Zum anderen ist es jedoch auch die Tragödie eines Mannes, der der Erlösung bedarf und ständig in Versuchung geführt wird. Was ist die richtige Erlösung für ihn? Ist es Sex, ist es Macht, ist es Liebe? Seine innere Psychologie, die er bis zum Schluss selbst nicht erkennt, obwohl er sich misstraut, stellt ihm immer wieder ein Bein. Es ist einer der großen Momente der Erzählung, in dem dies geschildert wird. Shepard setzt dafür eine Sprache ein, die man in der heutigen Literatur in ihrer Leuchtkraft und Treffsicherheit lange suchen muss, ganz besonders in der stark verarmten amerikanischen Phantastik (seltene Ausnahme: Ursula K. Le Guin).

Dies zu lesen, erfordert vom Leser sowohl Interesse als auch Sprachbegeisterung und Geduld. Diese Passagen sind sehr lang, meist mehrere Seiten, doch sie lohnen sich. Danach geben wieder Dialoge Gelegenheit zu einer geistigen Verschnaufpause. Nichts davon ist überflüssig, alles ist notwendig. Wer mal wieder so richtig in neuen Erfahrungsbereichen und sprachlichen Dimensionen schwelgen will, kommt bei diesem Shepard-Roman voll auf seine Kosten. Hier knüpft der Autor an seine frühen Meisterwerke wie „The Jaguar Hunter“ und „Life during Wartime“ an.

|Originaltitel: A Handbook of American Prayer, 2004
301 Seiten
Aus dem US-Englischen von Joachim Körber|
http://www.edition-phantasia.de

Laurell K. Hamilton – Göttin der Dunkelheit (Anita Blake 9)

Nur eine halbe Göttin!

Reihenfolge der Anita-Blake-Romane (Rezensions-Links siehe unten):

Anita-Blake-Serie

Deutsche Ausgaben

Laurell K. Hamilton: Bittersüsse Tode. 3. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2003. ISBN 978-3-404-15053-3. (OT: Guilty Pleasures)
Laurell K. Hamilton: Blutroter Mond. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2005. ISBN 978-3-404-15258-2. (OT: Laughing Corpse)
Laurell K. Hamilton: Zirkus der Verdammten. 2. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2005. ISBN 978-3-404-15371-8. (OT: Circus of the Damned)

Laurell K. Hamilton: Gierige Schatten. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2006. ISBN 978-3-404-15466-1. (OT: The Lunatic Cafe)
Laurell K. Hamilton: Bleiche Stille. 2. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2006. ISBN 978-3-404-15548-4. (OT: Bloody Bones)
Laurell K. Hamilton: Tanz der Toten. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2007. ISBN 978-3-404-15626-9. (OT: The Killing Dance)
Laurell K. Hamilton: Dunkle Glut. 2. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2007. ISBN 978-3-404-15756-3. (OT: Burnt Offerings)
Laurell K. Hamilton: Ruf des Blutes. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2009. ISBN 978-3-404-15972-7. (OT: Blue Moon)
Laurell K. Hamilton: Göttin der Dunkelheit. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2010. ISBN 978-3-404-16410-3. (OT: Obsidian Butterfly 1. Teil)

Laurell K. Hamilton: Herrscher der Finsternis. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2010. ISBN 978-3-404-16442-4. (OT: Obsidian Butterfly 2. Teil)
Laurell K. Hamilton: Jägerin des Zwielichts. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2010. ISBN 3-404-16054-1. (OT: Narcissus in Chains 1. Teil)

Laurell K. Hamilton: Nacht der Schatten. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2011. ISBN 3-404-16588-8. (OT: Narcissus in Chains 2. Teil)
Laurell K. Hamilton: Finsteres Verlangen. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2012. ISBN 978-3-404-16677-0. (OT: Cerulean Sins)
Laurell K. Hamilton: Schwarze Träume. 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2013. ISBN 978-3-404-16740-1. (OT: Incubus Dreams 1.Teil)
Laurell K. Hamilton: Blinder Hunger 1. Auflage. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2013. ISBN 978-3-404-16806-4. (OT: Incubus Dreams 2.Teil)
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Bear, Greg – Stimmen. Zukunftsroman

Eine neue Kommunikationstechnik zapft bislang unausgelotete Dimensionen des subatomaren Raums an. Klingt kompliziert, doch die Vorteile sind einfach: Man braucht keine Telekom mehr als Vermittler, zahlt keine Vermittlungs- und Leitungsgebühren und muss keine Zeitverzögerung berücksichtigen, außerdem ist die Sprachqualität erste Sahne. Es gibt nur einen Haken: Die Toten melden sich zurück …

Der Autor
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Laurell K. Hamilton – Ruf des Blutes (Anita Blake 8)

Anita Blake, ihres Zeichens Animator und Vampire Executioner, gerät immer tiefer in die Fänge der Unterwelt in St. Louis. Ihr Leben war einmal so wunderbar einfach: Vampire, Werwölfe und andere Nasties waren Monster. Monster galt es zu vernichten. Dazu benutzte man schwere Waffen, am liebsten Anitas Liebling, ihre Browning High Power. Doch in letzter Zeit sind Anitas Prioritäten durcheinander gekommen.

Immer öfter ist sie dabei, die Monster vor anderen Monstern zu retten, anstatt sie zu vernichten. Keinen geringen Anteil an diesem Lebenswandel haben die beiden Männer in ihrem Leben: Jean-Claude, der mächtigste Vampir der Stadt, und Richard, der Pack Leader des örtlichen Werwolfrudels. Im Moment teilt die gefürchtete Anita Jean-Claudes Bett (Sarg), doch kann sie Richard auch nicht wirklich vergessen. Nicht zuletzt, weil sie an beide Männer durch eine Art Blutpakt gebunden ist, der die drei zu einem mächtigen Triumvirat in Monster Town macht.
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Laurell K. Hamilton – Dunkle Glut (Anita Blake 7)

Anita Blake ist tough, aber selbst sie ist mit ihrer momentanen Situation ein wenig überfordert. Als Animator und Vampirhenker von St. Louis ist sie schon von Berufs wegen mit Monstern und Magie vertraut. Schließlich hat sie übernatürliche Biologie studiert! Doch in letzter Zeit fällt es ihr immer schwerer, die Monster aus ihrem Privatleben heraus zu halten. Jean-Claude, der mächtigste Vampir der Stadt, hat einen Narren an Anita gefressen, die er Ma-Petite nennt und mit weißen Rosen überhäuft. Doch da ist auch noch Richard, eigentlich Anitas erste Wahl, wenn es um Männer geht. Allerdings stellt sich Richard als Werwolf heraus und im letzten Band, [„Tanz der Toten“, 3679 musste Anita feststellen, dass ihr Magen revoliert, wenn Richard zum Wolf mutiert. Also ist ihre Beziehung auf Eis gelegt und Anita fällt in die wartenden Arme Jean-Claudes. Doch Anita, Richard und Jean-Claude verbindet auch das Triumvirat, durch das sie ihre Kräfte und Energien vereinigen können, das sie aber auch unauflösbar miteinander verbindet. Kompliziert …
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George R. R. Martin – In der Haut des Wolfes. Kurzroman

Das geschieht:

Randi Wade besitzt in der Großstadt Chicago ein genretypisch schlechtgehendes Detektivbüro. Die Tochter eines hoch gerühmten Polizisten wurde aus dem Gleis geworfen, als ihr Vater vor Jahren bei einem Einsatz auf mysteriöse Weise ums Leben kam: Obwohl er seinen Angreifer mit sechs Revolverkugeln getroffen hatte, wurde Wade senior in Stücke gerissen sowie zum Teil aufgefressen – ein Fall, der nie gelöst wurde.

Willie Flambeaux könnte seine beste Freundin zwar aufklären, hat darauf aber mit gutem Grund bisher verzichtet: Während der schwächliche, von Asthma geplagte Mann tagsüber ein Inkasso-Unternehmen führt, streift er seine Haut in manchen Nächten buchstäblich ab und verwandelt sich in einen Werwolf. Diese Kreaturen der Nacht sind schon lange Teil der Gesellschaft. Sie haben sich ihr angepasst und verzichten auf die Menschenjagd, um den inzwischen eingekehrten Frieden nicht zu gefährden. Dabei kontrollieren sich die Mitglieder jedes „Rudels“ gegenseitig. In Chicago ist Jonathan Harmon, Spross einer uralten, steinreichen und mächtigen Familie, der Anführer. George R. R. Martin – In der Haut des Wolfes. Kurzroman weiterlesen

Laurell K. Hamilton – Tanz der Toten (Anita Blake 6)

Anita Blake ist ein Animator – jemand, der Tote als Zombies wieder zum Leben erweckt. In St. Louis, wo Autorin Laurell K. Hamilton (siehe unten) ihre Romane spielen lässt, lässt sich damit gutes Geld verdienen, denn Anita ist zudem noch einer der mächtigsten Totenbeschwörer überhaupt.

Im letzten Band der Serie, „Bleiche Stille„, schaffte sie es sogar, einen ganzen Friedhof wiederzuerwecken. Anita ist außerdem noch der offizielle Vampirhenker des Staates. Wenn Vampire gegen das Gesetz verstoßen, ist es ihre Aufgabe, sie zur Strecke zu bringen. Und diese Arbeit hat sie auch bis vor nicht allzu langer Zeit mit Überzeugung gemacht. Entgegen der landläufigen Meinung und dem amerikanischen Gesetz hält sie Vampire nämlich nicht für ganz normale Bürger, sondern für Monster. Man geht ihnen entweder aus dem Weg oder man tötet sie. Zimperlich ist Anita in der Hinsicht nicht gerade …
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Laurell K. Hamilton – Bleiche Stille (Anita Blake 5)

Anita Blake verbeißt sich in ihre Arbeit, denn es wird ein harter Tag werden. Allerdings steht sie vor zwei Aufträgen, die selbst sie an ihren Fähigkeiten zweifeln lassen: Sie soll einen ganzen Friedhof mit zweihundert Jahre alten Gräbern erwecken und zugleich herausfinden, wer drei Teenager bestialisch ermordet hat, mit einer Mordmethode, die selbst ihr völlig unbekannt ist … und das will etwas heißen! (Verlagsinfo)

Laurell K. Hamilton (s.u.), ihres Zeichens amerikanische Fantasy-Autorin, ist eine vielbeschäftigte Frau. Ihre beiden Romanserien um die Vampirjägerin Anita Blake und die Sidhe-Prinzessin Merry Gentry scharen eine immer größere Fangemeinde um sich, und folglich muss ständig Nachschub an Lesefutter geschaffen werden. Die „Anita Blake, Vampire Hunter“-Serie umfasst mittlerweile mehr als ein Dutzend Bände (s.u.) und „Bleiche Stille“ ist bereits die fünfte deutsche Episode um die Vampirjägerin.
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Festa, Frank [Hg.] – Kannibalen – Menschenfleisch, sittlich und moralisch tabu

WARNUNG: Dieses Buch widmet sich der kulinarischen Lust am Fleische, und zwar einer sehr speziellen Variante solcher Wonne: Menschenfleisch. Sittlich und moralisch ist das Thema ein Tabu und nicht für zartbesaitete Gemüter geeignet. Dies ist die erste Anthologie dieser Art weltweit. Falls Sie zugreifen, dann tun sie es auf Ihre eigene Verantwortung! 13 Leckerbissen von H. P. Lovecraft, E. T. A. Hoffmann, Greg F. Gifune, Tim Curran, Edgar Allan Poe, Robert Bloch, David Case, Graham Masterton, Harlan Ellison, Anthony Boucher u. a. (Verlagsinfo)
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Peter Straub – Haus der blinden Fenster. Schauerroman

Break on through to the other side*

Ein Serienmörder versetzt die Jugendlichen der Kleinstadt Millhaven in Angst und Schrecken. Den 15-jährigen Mark Underhill, der gerade seine Mutter verloren hat, jedoch beschäftigt etwas ganz anderes: Er ist besessen von dem verfallen aussehenden und verlassenen Haus, das an die Rückseite seines eigenen Hausgrundstücks grenzt, getrennt nur durch eine hohe Mauer. Er meinte, hinter den schmutzigen Fensternscheiben ein Mädchen gesehen zu haben, und sein Freund Jimbo hat darin angeblich einen dicken Mann mit silbernen Augen gesehen. Eines Nachts brechen sie zusammen in das Gebäude ein und machen eine grausige Entdeckung.
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Peter Straub – Haus ohne Türen. Horror-Storys

Das Haus des Wahns

Straubs Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1989 und 1993 mit dem World Fantasy Award für „Koko“ als bestem Roman, dem British Fantasy Award und dem Bram Stoker Award. 2010 erhielt er den World Fantasy Award für sein Lebenswerk. Aber auch seine Novellen und Kurzgeschichten können sich sehen (und lesen) lassen. Mit „Haus ohne Türen“ liegt seine erste Storysammlung auf Deutsch vor.

Der Autor
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Laurell K. Hamilton – Gierige Schatten (Anita Blake 4)

„Gierige Schatten“ ist bereits der vierte Roman aus Laurell K. Hamiltons „Anita Blake, Vampire Hunter“ Serie. Für alle, die die bisherigen Romane nicht gelesen haben, hier eine kleine Einführung in die Welt Anita Blakes:

Anita Blake, 24, klein, schlank und drahtig, lebt in St. Louis und verdient ihre Brötchen damit, dass sie bei Animators Inc. Tote wieder zum Leben erweckt. Im Nebenjob hilft sie der Polizei bei übernatürlichen Fällen als Sachverständige (schließlich hat sie mal übernatürliche Biologie studiert). Doch damit nicht genug; in der Vampirgemeinde von St. Louis ist sie außerdem als der Scharfrichter bekannt, da sie auch ganz gern mal den ein oder anderen Untoten (endgültig) um die Ecke bringt.

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Laurell K. Hamilton – Zirkus der Verdammten (Anita Blake 3)

Anita Blake im Zirkus der Verdammten

Den Namen Anita Blake sollte man sich unbedingt merken. Die Heldin von Laurell K. Hamiltons Romanserie ist zwar jung und zart gebaut, passt aber ansonsten in kein gängiges Heldenschema. Ihrer Tätigkeit als Animator und Vampirjägerin geht sie nicht in kurzen Röcken und perfekten Frisuren nacht (wie wir das von einer ihrer Kolleginnen kennen, die hier unerwähnt bleiben soll), sondern kleidet sich am liebsten in Hosen und weite T-Shirts – weil man Waffen dort am besten verstecken kann. Anita arbeitet bei der Firma Animators Inc. und erweckt dort Tote wieder zum Leben, denn durch ihre besonderen Fähigkeiten als Totenbeschwörer hat sie Kontrolle über die kürzlich Verstorbenen.

Nebenbei fungiert sie beim Spukkommando – einer Polizeieinheit, die sich mit übernatürlichen Vorfällen befasst – als Beraterin. Bei seltsamen Morden wird sie hinzugezogen, um die verdächtigen Monster einzugrenzen. In „Zirkus der Verdammten“ hat es das Spukkommando mit einem Pack Vampire zu tun, das scheinbar im Rudel Menschen tötet. Nun sind Vampire zwar per Gesetz ganz normale Bürger der USA, doch töten dürfen sie natürlich trotzdem nicht.

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Hamilton, Laurell K. – Blutroter Mond (Anita Blake 2)

Anita Blake heißt die Heldin von Laurell K. Hamiltons Vampirreihe. Sie ist 24 Jahre alt, klein und zart gebaut. Doch schon in ihrer Kindheit stellte sich heraus, dass sie eine besondere Beziehung zu Toten hat: Sie kann sie beschwören, aus dem Grab holen und ihnen ihren Willen aufzwingen. Diese Eigenschaft ist, so seltsam das auch scheinen mag, in Hamiltons Welt eine begehrte Gabe. Anita arbeitet nämlich bei Animators Inc. Dort erweckt sie im wahrsten Sinne des Wortes Tote zum Leben – für Geld versteht sich -, damit die Angehörigen das Testament klären oder die letzten Abschiedsworte sprechen können.

Anitas Künste als Animator sprechen sich auch in St. Louis herum. So möchte sie der Millionär Harold Gaynor engagieren, um eine jahrhundertealte Leiche zu reanimieren. Doch für einen so alten Toten reicht das normale Opfer eines Huhns (auch schon blutig genug) nicht aus – ein Menschenopfer wäre erforderlich. Anita lehnt dies strikt ab, ist es doch nicht nur illegal, sondern natürlich auch unethisch.

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Laurell K. Hamilton – Bittersüße Tode (Anita Blake 1)

Anita Blake ist jung und schön. Sie hat einen knallharten Job: die Jagd nach gefährlichen Kriminellen und nach… Untoten. Anita Blake ist eine Vampirjägerin. In diesem ersten Band der New-York-Times-Bestsellerreihe macht uns Laurell K. Hamilton mit der ungewöhnlichen Vampirjägerin Anita Blake vertraut, die scharf wie ein angespitzer Pflock und raffiniert wie eine Silberkugel ist. Als der mächtigste Vampir der Stadt sie um ihre Hilfe bittet, muss sie sich ihren geheimsten Ängsten stellen … Laurell Hamilton ist die erfolgreichste Horror-Autorin in den USA. Ihre Mischung aus Erotik, Horror und Krimi fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. (Verlagsinfo)

Handlung
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Andrei Codrescu – Die Blutgräfin

Die Rückkehr in sein ungarisches Heimatland konfrontiert den Nachfahren einer historischen Serienmörderin nicht nur mit den Verbrechen alter und neuer Kriegsgewinnler, sondern lässt ihn auch fürchten, dass seine böse Ahnin aus dem Jenseits zurückkehren will … – Positiv anstrengende, weil unerhört intensive Lektüre, die nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern auch dem Wesen des Bösen nachspürt: ein Buch, das in Erinnerung bleiben wird!
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Charlaine Harris – Vorübergehend tot. Vampir-Roman

Charlaine Harris’ „Vorübergehend tot“ mag mit seinem Cover wohl auch Männer neugierig machen. Denn da gibt es sowohl auf dem Buchdeckel als auch auf dem Rücken eindrückliche weibliche Reize zu sehen. Doch sollte Mann sich davon nicht locken lassen. „Vorübergehend tot“ ist nämlich ein reiner Frauenschmöker und Harris fährt sämtliche Geschütze auf, um ihre Leserinnen zu begeistern.

Handlung

Da wäre zunächst die erzählende Protagonistin Sookie Stackhouse. Sookie ist jung und hübsch – natürlich. Doch ihre „Behinderung“ hat ihr bisher alle Chancen im Leben verbaut. Sookie kann nämlich Gedanken lesen, weswegen sie weder eine höhere Bildung noch einen Mann hat. Ein ziemlicher Stimmungskiller sei das, wenn man die Gedanken des Mannes beim Sex hören müsse … Und so arbeitet Sookie als Kellnerin in einer kleinen Kneipe im provinziellen Städtchen Bon Temps und versucht sich ansonsten aus dem gesellschaftlichen Leben herauszuhalten.
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Chuck Wendig – Blackbirds (Miriam Black 01)

Die Todesleserin: dem Schicksal in den Arm fallen

Miriam hat eine Gabe: Wenn sie einen Menschen berührt, sieht sie den Moment seines Todes. Doch nie konnte sie die Zukunft verhindern. Inzwischen hat sie den Versuch aufgegeben … Als der Trucker Louis Miriam vor einem Überfall rettet, berührt sie seine Hand und sieht das Unvermeidliche: Louis wird in 30 Tagen von einem Killer brutal ermordet – und Miriam steht dabei. Ist sie vielleicht das nächste Opfer? Miriam glaubt eigentlich nicht, dass sie die Zukunft ändern kann. Aber sie muss es noch ein Mal versuchen: für ihr Überleben – und für seins. (Verlagsinfo)

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Clark Ashton Smith – Saat aus dem Grabe. Phantastische Geschichten

smith-saat-cover-kleinAcht Kurzgeschichten und eine Novelle aus den 1930er Jahren, verfasst von Clark Ashton Smith (1893-1961), dem Meister des Bizarren und Morbiden, der europäische Dekadenz mit amerikanischer Fabulierkunst kreuzt und dem Ergebnis morgenländische Märchenhaftigkeit beimischt; es entsteht eine schwüle, von unguter Fruchtbarkeit geprägte Atmosphäre drastischen Grauens – und ein von der Zeit mit nostalgischer Patina geadeltes, aber weiterhin kraftvolles Lese-Erlebnis, das schon den großen H. P. Lovecraft beeindruckte.
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Ramsey Campbell – Die Offenbarungen des Glaaki

Inhalt:

Der britische Schriftsteller Ramsey Campbell begann seine Karriere mit ‚Nachschöpfungen‘ der Cthulhu-Storys seines Lieblingsautoren H. P. Lovecraft (1890-1937): erster von zwei Sammelbänden mit Kurzgeschichten, die alle Freunde des klassischen Horrors begrüßen dürf(t)en.

Lovecraft: Eine Einführung (Lovecraft: An Introduction; 1990), S. 9-17:

Die Kammer im Schloss (The Room in the Castle; 1964), S. 19-44: Die Fahndung nach dem Vermächtnis eines Hexenmeisters endet erfolgreicher, als es dem Sucher lieb sein kann.

Das Grauen von der Brücke (The Horror from the Bridge; 1964), S. 45-80: Ein Schwarzkünstler überschätzt seine Fähigkeiten und beschwört eine Kreatur herauf, die noch viele Jahre später nach Opfern sucht.

Der die Schleier zerreißt (The Render of the Veils; 1964), S. 81-96: Privatforscher Fisher entdeckt nicht nur, wie man hinter die Kulissen der nur gefiltert wahrgenommenen Realität blicken kann, sondern auch, weshalb man dies tunlichst unterlassen sollte.

Die Insekten aus Shaggai (The Insects from Shaggai; 1964), S. 97-132: Raumschiffbrüchige Fremdwesen üben in einem verrufenen Waldstück ihr Schreckensregiment aus.

Der Bewohner des Sees (The Inhabitant of the Lake; 1964), S. 133-182: Was unter der Wasseroberfläche haust, schickt nachts seine Schergen aus, um eines neugierigen Besuchers habhaft zu werden.

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