Ursprünglich als Download-Kurzgeschichten für den 2011er Drei-???-Online-Adventskalender konzipiert und alle zwei Tage veröffentlicht, schaffte es auch diese 12-teilige Anthologie nun als gesammelte Ladung gepresst auf 3 CDs aus den Pforten EUROPAs. Erstaunlicherweise nachdem die Buchfassung längst die Händlerregale bevölkerte – obwohl die Audiofassung ja bereits vorher fertiggestellt war.
_Die Erstürmung des Himmels: Arthurs sechste Station_
Arthur Penhaligon war eigentlich dem Tod geweiht. Doch man ließ ihn nicht sterben, sondern erlegte ihm eine schier unlösbare Aufgabe auf: Er muss sieben Schlüssel zum Königreich von sieben Erzfeinden besorgen. Arthur Penhaligon, Held wider Willen, hat Großes geleistet: Fünf Gegner sind besiegt und mussten ihre Schlüssel an ihn abgeben.
Nun ist nach fünf Abenteuern die Jagd auf den Schlüssel der mächtigen Lady Samstag dran. Sie ist die älteste Bewohnerin und größte Zauberin des HAUSes, und sie befehligt unzählige Magier. Ehe Arthur sich’s versieht, muss er an allen Fronten kämpfen: Das Nichts droht, das HAUS aufzulösen, Arthurs Mutter ist verschwunden. Seine Heimatstadt wird angegriffen. Er kann nicht einmal in das anscheinend uneinnehmbare Ober-HAUS gelangen – und selbst wenn: Den sechsten Schlüssel zu erobern ist vielleicht nicht ausreichend, um die zaubernden Horden von Lady Samstag und ihr Streben nach der absoluten Macht aufzuhalten … (Verlagsinfo)
Der Verlag empfiehlt das Hörbuch ab zehn Jahren.
_Der Autor_
Garth Nix wurde 1963 in Melbourne / Australien geboren. Nach seinem Studium arbeitete er in einer Buchhandlung, später als Verleger, Buchhandelsvertreter, Zeitungsredakteur und Marketingberater. Seit 2002 bestreitet er seinen Lebensunterhalt ausschließlich als Autor. Er lebt heute mit seiner Frau, einer Verlegerin, und seinem Sohn in einem Vorort von Sydney. Zu seinen bekanntesten Büchern gehört die „Abhorsen“-Trilogie, die komplett bei Carlsen und Lübbe erschienen ist („Sabriel“, „Lirael“, „Abhorsen“).
_Der Sprecher_
Oliver Rohrbeck, geboren 1965 in Berlin, ist Schauspieler und Synchronsprecher. Er ist bekannt für seine Sprechrolle als Justus Jonas in der Hörspielserie „Die drei Fragezeichen“. Als Sprecher synchronisierte er Hauptrollen in vielen Filmen und ist die deutsche Stimmbandvertretung von Ben Stiller.
Rohrbeck liest eine von Frank Gustavus gekürzte Fassung. Regie führte Kerstin Kaiser, die Aufnahmeleitung hatte Christian Päschk. Die Musik steuerte Andy Matern bei.
_Der Komponist_
Andy Matern wurde 1974 in Tirschenreuth, Bayern geboren. Nach seiner klassischen Klavier-Ausbildung arbeitete er einige Jahre als DJ in Clubs. Seit 1996 ist er als freiberuflicher Keyboarder, Produzent, Remixer, Songwriter und Arrangeur tätig. Er kann trotz seiner jungen Jahre bereits mehr als 120 kommerzielle CD-Veröffentlichungen vorweisen. Darunter finden sich nationale und internationale Chart-Platzierungen mit diversen Gold- und Platin-Auszeichnungen.
Bereits Andy Materns erste Hörbuch-Rhythmen erreichten schnell Kultstatus bei den Fans und der Fachpresse. Durch seine musikalische Mitarbeit wurde „Der Cthulhu Mythos“ zum besten Hörbuch des Jahres gewählt (Deutscher Phantastik Preis 2003). Andy Matern lebt und arbeitet in München. (Verlagsinfos)
_Der Hintergrund _
Gepriesen sei die Architektin! Sie schuf die wahre Welt, das HAUS. Dies ist der Mittelpunkt aller Schöpfung, das Königreich aller Realität. Es ist eingeteilt in die sieben Wochentage von Montag bis Sonntag, und diese wiederum sind in jeweils zwölf Stunden eingeteilt. Minuten- und Stundenzeiger sind die Insignien eines jeden Tages – und mächtige Instrumente.
Rundherum liegen die sekundären Reiche, zu denen auch unsere bescheidene Welt zählt. Und SIE ließ alles darin archivieren. Als SIE sah, dass es gut war, verabschiedete SIE sich, hinter ließ jedoch das VERMÄCHTNIS, in dem sie bestimmte, dass nur Sterbliche das Königreich erben können. Das VERMÄCHTNIS besteht vollständig aus Text, wie sich denken lässt. Doch die sieben Treuhänder vollstreckten das VERMÄCHTNIS nicht, sondern teilten sich die Macht in ihren sieben Herrschaftsbereichen. Das VERMÄCHTNIS teilten sie in sieben Stücke, von denen jedes woanders versteckt wurde.
Eines Tages begab es sich, dass das Bruchstück von MONTAG, ein auf einem toten Stern in Glas versiegelter Kristall, der von metallischen Wächtern bewacht wurde, von einem Inspektor des ARCHIVs begutachtet wurde. Die Wächter, nach Äonen des Wachens müde geworden, meldeten dem Inspektor keinerlei besondere Vorkommnisse. Doch als er sich die Nase putzte, bemerkte er aus dem Augenwinkel ein kleines flinkes Etwas vorbeihuschen. Nein, dachte er, ich muss mich getäuscht haben.
Doch er hatte sich nicht getäuscht: Ein kleines Stück VERMÄCHTNIS-Text bemächtigt sich jedoch der Transferplatte, mit der er vom ARCHIV gekommen ist, und verschwindet damit. Oh-oh, denkt der Inspektor. Damit hat er Recht. Wenig später kommen zwei großmächtige Herren, die Silberstöcke tragen. Sie sagen, sie kämen von einem, der sogar noch höher stehe als MONTAG. Oh-oh, denkt der Inspektor. Das gibt großen Ärger.
_Handlung_
|Lady Samstag|
Lady Erhabener Samstag überblickt ihre Domäne. Sie steht in ihrem gläsernen Büro auf der Spitze eines sechs Kilometer hohen Turmes auf Bürozellen. An diesem Turm wird seit rund zehntausend Jahren gebaut, und sein Ziel ist unübersehbar: der Boden der Domäne von Lord Sonntag. Dessen unvergleichliche Gärten, gestützt von vier riesigen Bäumen, haben an ihrer Unterseite eine Schwachstelle, durch die Lady Samstag mit einem Sturmbock stoßen will, um seine Domäne zu erobern. Denn diese, so behauptet sie, stehe rechtmäßig ihr zu.
Ihr Verwalter, Abenddämmerung, tritt vor, um Bericht zu erstatten. Das vorrückende Nichts habe bereits die Fernen Weiten und das Untere HAUS verschlungen, es schicke sich nun an, das Mittlere HAUS anzugreifen. Lady Samstag ist sich der Präsenz des Thronanwärters namens Arthur Penhaligon wohl bewusst, und auch der Pfeifer, der Thron Sohn der ARCHITEKTIN, hat Absichten auf ihre Herrschaft. Doch Arthur befindet sich noch in den Sekundären Reichen der Sterblichen. Die Herrscherin befiehlt die Beseitigung der Kinder des Pfeifers und den Angriff auf Sonntags Domäne in vierzig Minuten, also exakt um Mitternacht.
|Arthur|
In den Sekundären Reichen, die unserer bekannten Welt entsprechen, stehen die Dinge nicht zum Besten. Arthur hat zwar Dr. Freitag besiegt und zahlreiche Schläfer aus ihrem HAUS befreit. Doch wohin mit 2000 Schlafenden? Seine Freundin Blatt und er sind ratlos. Martine, die Assistentin von Lady Freitag, hilft ihnen.
Da ruft Erasmus, Arthurs ältester Bruder, an: Alle sollten spätestens in zehn Minuten in einen Bunker oder tiefen Keller. Der Grund: Das militärische Oberkommando hat beschlossen, den „Seuchenherd“ zu beseitigen und will dann vier Atombomben auf das östliche Krankenhaus abwerfen! Arthur befindet sich davon nur einen Kilometer entfernt. Was soll er tun? Er nimmt seinen fünften Schlüssel und verhängt einen Zeitstopp über seiner Stadt, der sie wie eine Blase schützt. Die Uhrzeiger bleiben bei 23:57 Minuten stehen. Aber für wie lange?
|Im HAUS|
Er öffnet ein Portal zum Haus und begibt sich in Lord Montags Thronsaal. Doch auch dorthin ist das Nichts bereits vorgedrungen. Er gebietet ihm Einhalt, und die Nichts-Woge bleibt stehen. Er braucht einen Ratgeber: Dr. Skamandros. Er transferiert dorthin und findet ihn im Kohlenkeller, während hinter ihm das Nichts das Untere HAUS verschlingt. Dr. Skamandros rät ihm zu einem Besuch beim ALTEN, der an eine riesige Uhr gekettet sei. Doch der ALTE fragt ihn nur, was Arthur eigentlich wolle, wenn er das Erbe der ARCHITEKTIN antrete. Eines ist klar: Arthur ist bereits zu sechs Zehnteln ein unsterblicher Bürger des HAUSes.
Er transferiert mit Skamandros zur Zitadelle in der vierten Domäne. Hier hält DAME PRIMUS die Stellung für ihn, besitzt sie doch die anderen vier Schlüssel. Die große Machtfülle macht sie hochnäsig. Sie verplappert sich sogar: Die Vernichtung des HAUSes, so hoffe, sie, werde verzögert. Arthur beharrt auf dem Aufhalten der Zerstörung. Nach einigen Debatten einigen sie sich darauf, dass sie sich teilt, um andere Aufgaben zu erledigen, während er sich zu Samstags Domäne aufmacht, um der Lady ihren Schlüssel und den sechsten Teil des Vermächtnisses abzunehmen. Lord Sonntag hat sich in einem Brief an Arthur für neutral erklärt.
|Die Domäne von SAMSTAG|
Das Pfeiferkind Susi Blau begleitet ihn, und mit ihr und einer zur Intelligenz erhobenen Ratte namens Stachelborste gelangen sie unentdeckt in die untersten Tiefen der sechsten Domäne. Dr. Skamandros hat ihm ein Schutz-Etui für den fünften Schlüssel gegeben. Überall lauern hier Wachtzauberer darüber, dass kein Unbefugter Magie einsetzt.
Mit Stachelborstes Hilfe verkleiden sich Arthur und Susi in Pfeiferkinder, die als „Schmieraffen“ für alle technischen Arbeiten am hohen Turm von Lady Samstag zuständig sind. Eine Transportkette bringt sie aus dem Untergrund an die Erdoberfläche der Domäne. Hier trifft ihn der Regen, der ständig fällt, zum ersten Mal, und erstmals hört er die Stimme des Vermächtnisses in seinem Kopf. Es ruft ihn, damit er es findet. Aber noch stellt er keinen Zusammenhang zwischen der Stimme und dem Regen her, das wäre ja auch zu unwahrscheinlich. Doch nach dem dritten Ruf ist die Schlussfolgerung unausweichlich: Er muss das Becken finden, wo sich der unablässige Regen sammelt.
Dem schiebt Alice, die Truppführerin der Schmieraffen, entschieden einen Riegel vor. Sie will ihr Leben noch eine ganze Weile behalten und kann mit Verrätern oder Spionen rein gar nichts anfangen. In letzter Sekunde entdeckt er Alices Verrat. Doch die Wachtzauberer werden auf ihn aufmerksam, als er den fünften Schlüssel einsetzt …
|Zeitstopp|
Unterdessen bemerkt Blatt im Krankenhaus, dass der Minutenzeiger der Uhr im Krankenhaus um eine Minute vorgerückt ist. Martine ist aus Angst vor dem Ende geflohen. Wie soll sie, Blatt, alleine 2000 Schläfer in eine atombombensichere Unterkunft bringen? Da erschüttert ein Beben das Krankenhaus. War das die Bombe – oder etwas aus dem HAUS?
_Mein Eindruck_
Die Story braucht diesmal einen langen Anlauf, um so richtig in die Gänge zu kommen. Arthur braucht beine Weile, um die wahre Lage der Dinge herauszubekommen, sowohl im HAUS, dessen Bürger er wird, aber auch in seiner Heimat. Ob der Zeitstopp, den er als Magier dort bewirkt, wirklich hält? Wir wagen es zu bezweifeln. Und als verlautet, dass der Pfeifer im HAUS eine Nichts-Bombe gezündet habe, kommt der Verdacht auf, dass es einen Zusammenhang geben könnte. Doch Arthurs Showdown mit dem Pfeifer lässt bis Band 7 auf sich warten.
Spannender ist da schon Arthurs Vordringen in Samstags Herrschaftsbereich. Die Domäne wird von einem babylonischen Turm beherrscht, der nichts weniger als die Eroberung des Himmels zum Ziel hat, nämlich die Domäne von Lord Sonntag. Die Parallele zum Alten Testament ist unübersehbar. Doch hier herrscht kein „babylonisches Sprachengewirr“, sondern eine streng überwachte Hierarchie: Die Bürger-Magier auf der einen Seite, die Pfeiferkinder auf der anderen.
Eine Sache, die Arthur und Susi beträchtlich hilft, ist der Umstand, dass den Pfeiferkindern von den Bürgern regelmäßig das Gedächtnis „geschrubbt“ wird. Wenn sie also keine Ahnung von ihrem neuen Job haben, lässt sich das ganz leicht entschuldigen. Doch sobald er seinen fünften Schlüssel einsetzt, um sich eines misstrauisch gewordenen Bürgers zu erwehren, ergreift die Bürokratie Gegenmaßnahmen. Zu seinem Glück verkündet Lady Samstag in dieser brenzligen Lage die Endphase des Angriffs auf Sonntags Domäne.
Dass sich der sechste Teil des Vermächtnisses im Regen verbirgt, der à la „Blade Runner“ fortwährend fällt, habe ich schon erwähnt. Doch welche Endform das Vermächtnis besitzt und wie es ihm helfen kann, soll hier nicht verraten werden. Richtig gut wie das Finale: Der „Sturmbock“ schlägt ein, und die Eroberungsschlacht um Lord Sonntags Domäne ist schnell in vollem Gang. Dessen Verteidiger sind ungewöhnlich: Insekten und Würmer. Arthur ist nun scharf auf Lady Samstags Schlüssel …
_Der Sprecher_
Oliver Rohrbeck ist ja schon ein alter Hase im Synchronsprechergeschäft und in Sachen Hörspielserie (s. o.). Seine „normale“ Stimme eignet sich gut für Kinderstoffe, also Märchen, Fantasy und ähnliches, denn sie erklingt nicht besonders tief oder autoritär, ist also sympathisch. Jedenfalls alles andere als furchteinflößend, schon gar nicht, wenn er mit der hohen Stimme einer weiblichen Figur spricht, oder sich gestelzt und hochnäsig ausdrückt, etwa als Dame Primus. Vielfach erklingen im Turm Meldungen, Berichte und Befehle, die alle sehr autoritär und streng daherkommen. Diesmal ist für zwischenmenschliche Gefühle kaum Platz.
Doch da es in der Geschichte einige bedrohliche Situationen darzustellen gilt, muss Rohrbeck zu ein paar Hilfsmitteln greifen. Er kann ohne Weiteres seine Stimmlage absenken, um autoritär zu wirken, er kann sie aber auch verzerren, denn mehrfach wird durchs Telefon gesprochen. Und wenn die Figuren denken, so spricht er mit einem deutlichen Halleffekt und mit doppelter Stimme. Das sollte jedem jungen Zuhörer klarmachen, dass im Augenblick nicht laut geredet wird.
|Geräusche|
Die Tonregie hat diesmal eine Unmenge von Geräuschen hinzugemischt. Dazu gehören vielfach metallische Sounds und das Zischen von Dampf – Samstags Domäne ist vollmechanisiert. Im Finale sind vielfach Knalle, Kampfgeräusche und ein Donnern zu hören. Sind dies Kanonen – oder Atombombenexplosionen aus den Sekundären Reichen?
|Die Musik|
Die Hintergrundmusik von Andy Matern wird meist recht dezent und vielfältig eingesetzt. Sie drängt sich niemals in den Vordergrund, sondern bildet einen Klangteppich, der unterbewusst die Emotionen des Zuhörers steuert, die der jeweiligen Szene angemessen sind. Das kann sowohl bedrohlich als auch fröhlich, dynamisch oder entspannt wirken. Wer genau hinhört, kann hören, wie die einzelnen Motive wiederholt werden. Eines davon erinnerte mich stark an den Soundtrack von „Inception“: ein von Bläsern getragener Teppich von tiefen Akkorden.
Die Instrumente sind in der Regel elektronisch, nur bei einem wiederkehrenden Leitmotiv – eine kurze Abfolge von elegischen Tönen – wird ein elektrisches Piano eingesetzt. Ich fand die Musik, die überraschend häufig zu hören ist, sehr passend. Ihre vielfältige Dynamik ist ernstgemeint und kein Kasperletheater, genau richtig für das Thema des Kampfes und der Eroberung des HAUSes.
_Unterm Strich_
Auch dieses sechste Hörbuch des siebenteiligen Zyklus „Die Schlüssel zum Königreich“ wartet mit zahlreichen Rätseln, Wundern, Gefahren und Kämpfen auf. Der junge Zuhörer bangt mit Lord Arthur ebenso mit wie mit der jungen Blatt, die auf ihre eigene Art ums Überleben kämpfen muss.
Nachdem er bereits fünf Schlüssel erobert hat, tritt Arthur recht autoritär auf. Dazu steht seine immer noch zaghafte, jungenhafte Stimme, die der Sprecher ihm verleiht, in einem gewissen Widerspruch, der mich verwirrt hat. Arthur erscheint schwach, wo er eigentlich stark ist. Zusammen mit Susi und dem Vermächtnis setzt er sich gegen zahlreiche Widersacher durch, bis er sich schließlich dem finalen Angriff von 5000 Bürgern und Lady Samstag auf Sonntags Domäne anschließt.
Würde man dieses Finale als Anime realisieren, wäre ein gewaltiges Panorama vonnöten, denn die Ausmaße von Trum, Rakete und Sturmbock sind gigantisch – die Apotheose der Maschinerie. Die Viktorianer hätten dies geliebt, und das steht völlig in Einklang mit der grundlegend viktorianischen Kultur und Umgebung des HAUSes. Warum der Autor ausgerechnet diese vergangene Epoche gewählt hat, bleibt sein Geheimnis. Aber es distanziert das HAUS von Arthurs eigener Gegenwart und erlaubt dem Leser bzw. Hörer dadurch einen eigenen Standpunkt, der Kritik erlaubt.
Der Sprecher Oliver Rohrbeck bietet dem Hörer, vor allem dem kindlichen Zuhörer ab 12 bis 13 Jahren, eine breite Palette von stimmlichen Tonlagen und Klang-Effekten, die zu einer Charakterisierung verschiedenster Wesen beitragen. Mit ein wenig Phantasie kann sich der Zuhörer daher die fremde Welt des HAUSes viel besser vorstellen. Die Geräusche tragen noch mehr zum Realismus bei, überlagern aber nie den Vortrag.
Dennoch fragte ich mich zu Anfang und in der Mitte, wann die Handlung denn endlich spannend werden würde. Die Action lässt bis zur vierten CD auf sich warten. Und dann fällt der Showdown mit der Zauberin auch noch aus. Ich war ein wenig enttäuscht, aber vielleicht wird Samstag noch für Band 7 gebraucht.
Ein Vergleich mit dem Buch deckt zahlreiche Kürzungen auf. Außerdem entgehen dem Hörer so die schönen Zeichnungen, die Daniel Ernle beigesteuert hat.
|4 Audio-CDs mit 269 Minuten Spieldauer
Originaltitel: Superior Saturday (2008)
Aus dem Australischen Englisch von Axel Franken
ISBN-13: 9783785738474|
http://www.luebbe.de
_Garth Nix bei |Buchwurm.info|:_
[„Sabriel“ 1109 (Das alte Königreich 1)
[„Lirael“ 1140 (Das alte Königreich 2)
[„Abhorsen“ 1157 (Das alte Königreich 3)
Ein Fahrradunfall Peters bringt die drei Fragezeichen in Kontakt mit Michelle, die in der „Califia“ – Rocky Beachs kleinem Opernhaus – als Requisitorin arbeitet. Dort will sie in den Katakomben eine seltsame, pelzige Gestalt gesehen haben. Justus, Peter und Bob lassen sich inkognito als „Studenten“ einschleusen, um die Ermittlungen aufzunehmen. Dabei stellen sie fest, dass das Opernvölkchen zwar durch die Bank ein ziemlich schräges ist, aber dass zumindest Michelle nicht an Halluzinationen leidet. Sie sehen die Gestalt dort ebenfalls, ziehen bei der Verfolgung durch die alten Gewölbe jedoch den Kürzeren.
Vielleicht gar ein Außerirdischer – wie Peter glaubt? Immerhin ist gerade SETI-Koryphäe Abakulow zu einem Vortrag in der Stadt. Den finden die drei übrigens zusammengeschlagen bei den Müllcontainern hinter dem Opernhaus. Die Spurenlage ist dürftig und das Motiv sowie die Zusammenhänge unklar. Weitere Missetaten folgen in der Aufführung der „Zauberflöte“, als die Kulissen in Flammen aufgehen und ein Diebstahl stattfindet. Ausgerechnet das ominöse, wie bei den Mächtigen der Stadt gefürchtete, Notizbuch von Unterweltboss und Opernliebhaber Moody Firthway kommt im Trubel um den offensichtlich absichtlich gelegten Brand abhanden.
_Eindrücke_
Marco Sonnleitners Buchvorlage von 2011 hat im Fandom nicht nur Lobeshymnen, sondern auch Kritik einstecken müssen. Bemängelt wurden dabei – neben einigen Logikfehlern – unter anderem die manchmal nicht ganz nachvollziehbare sowie leicht konfuse Erzählstruktur dieses Falles. Inwieweit dies zutrifft, muss jeder nach der Lektüre selbst entscheiden. Für die Hörspieladaptionen gelten grundsätzlich abgewandelte Regeln. Das Skalpell von Skript-Chirurg André Minninger hat schon so mancher Story durch Straffung eine Schönheitskur verpasst. Auch der „Feuergeist“ profitiert von diesem Facelift, indem schmückendes, aber prinzipiell unnötiges, Geplänkel des Buches entfernt wurde, ohne die Geschichte zu sehr zu verstümmeln. Daran, dass immer noch manche Ungereimtheit in Bezug auf das in Teilen arg herbeigedichteten Plot bestehen, konnte dies allerdings nichts ändern.
So etwa dem Spielplan des kleinen Opernhauses mit finanzieller Schieflage, bei dem in einer Woche gleich mehrere verschiedene Monumentalstücke aufgeführt werden. „Aida“ und „Zauberflöte“ wurden aber von den Soundtüftlern Hagitte und Bertling wenigstens mit korrekten, sprich: passenden, Arien der jeweiligen Opern unterlegt. Respekt für diese Detailverliebtheit. Ansonsten gibt es hauptsächlich die sattsam bekannten Soundbites aus dem EUROPA-Archiv als Geräuschkulisse. Daran gibt es aber überhaupt nichts auszusetzen, sofern sie passen – und das tun sie. Sprecherisch gibt es auch eigentlich nur Positives zu vermelden, wiewohl Russe Abakulow einen seltsam hispanischen Akzent zur Schau trägt und Intendant Ronald Pounder – eingedenk seines amerikanischen Namens – sehr italienisch klingt bzw. ebensolche Phrasen und Schlagwörter zum Besten gibt. Der guten Atmosphäre an sich tut dies aber keinen Abbruch.
_Die Produktion_
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad
_Sprecher und Figuren_
Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Ulrike Stürzbecher (Michelle), Jürgen Kluckert (Ronald Pounder), Oliver Böttcher (Maurice Bright), Heidi Schaffrath (Betsy), Isabel Navarro (Isabella), Peter Striebeck (Moody Firthway), Eric Schäffler (Vladas Abakulow), Mike Olsowski (Polizist), Konstanze Ullmer (Jenna) sowie Olaf Kreutzenbeck, Rainer Fritsche, Claus Fuchs, Jannik Endemann
_Fazit_
Der Fall „Feuergeist“ beweist wieder einmal, dass ein Drei-???-Hörspiel der Buchvorlage zuweilen nicht nur das Wasser reichen, sondern insgesamt auch das stimmigere Gesamtbild bieten kann. Zwar ist die – wie üblich – solide EUROPA-Produktion nicht in der Lage alle Macken des Grundmaterials vollständig auszubügeln, kommt aber dank strammerer Gangart definitiv griffiger auf den Punkt, ohne dabei etwas vom Flair der Opernwelt zu opfern – was diesmal auch Teil des Pädagogikgedankens ist, der bekanntlich beinahe jeder Geschichte innewohnt. Dass natürlich auch wieder einige geliebte Serienklischees bedient werden, ist da recht und billig. Folge 158 liegt summa summarum innerhalb des stabilen Mittelfelds und kann auch Serien-Neulingen nahezu uneingeschränkt empfohlen werden.
|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 56 Minuten
Erzählt von Marco Sonnleitner nach Figuren von Robert Arthur
EUROPA / Sony Music Entertainment, 2012
EAN: 886979232822|
http://www.natuerlichvoneuropa.de
Mehr als 100 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book
Wer ist der unbekannte Auftraggeber im neuen Fall der drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach? Wie von Geisterhand erscheinen verschlüsselte Botschaften auf dem Computerbildschirm in der Zentrale. Justus‘ Ehrgeiz ist geweckt und die drei ??? beginnen zu ermitteln. Sie lösen die komplizierten Rätsel des Unbekannten und folgen seiner Spur. Dabei werden die drei Jungen immer tiefer in dubiose Machenschaften verstrickt. Als sich herausstellt, dass ein guter Freund von ihnen als Täter infrage kommt, stehen Justus, Peter und Bob vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie ihren Freund ausliefern oder der Polizei die Wahrheit verschweigen? Justus fasst einen Plan – und die drei ??? entdecken das Unvorstellbare in der „Nacht der Tiger“… (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Jedem Fan der Serie wird die Kaufentscheidung dieser Folge durch den Klappentext schon abgenommen. „Komplizierte Rätsel“ sind das Brot und Butter der Detektiv-Fans und gehören für die meisten Hörer einfach zu einer guten Folge dazu.
Erstmal gehts allerdings mit einem breiten Grinsen los, als Bob die Freunde mit seinen Künsten als Bauchredner unterhält, das macht er in der Folge auch zwischendurch immer mal wieder. Der Spruch von Justus: „Klingt wie Gollum“ kommt dabei nicht von ungefähr, ist Andreas Fröhlich doch in der Tat die deutsche Synchronstimme des Charakters aus Tolkiens Werken.
Generell geht diese Folge leichtgemütiger los als viele anderen Abenteuer der drei. Mit einem Spruch von Peter, der glatt als Abschlusslacher getaugt hätte. Dazu gibts dann noch die passende Musikuntermalung und man kommt sich vor wie im Varieté. Der Spaß findet aber schnell ein Ende und wird durch nächtliche Spannung auf dem Schrottplatz … Entschuldigung … Gebrauchtwarencenter abgelöst. Zur Auflockerung gibts in dieser Folge aber auch immer wieder was zum Lachen, vielleicht um die jüngsten Hörer nicht zu sehr zu gruseln.
Eine gehörige Portion Spannung müssen und dürfen sie in der „Nacht der Tiger“ aber dennoch ertragen. Es gilt nämlich nicht nur die recht langen Rätsel „eines lyrisch begabten Hackers“ zu entknobeln, sondern auch Observationen und Verfolgungen zu erleben und die drei Jungs werden zwischendurch selbst zu Einbrechern. Dazu kommt noch ein ungewohnter, unerwarteter und extrem unfreundlicher Inspektor Cotta, der die drei Jungdetektive ziemlich harsch abblitzen lässt.
Was mich nach der Lehrstunde von Justus zum Thema „Computer-Sicherheit“ allerdings gewundert hat: Die drei Detektive überlassen ihrem PC-Eindringling die komplette Kontrolle über den Rechner. Dass sie ihre Daten vorher gesichert haben, ist ja schön und gut, aber der Eindringling kann hier auch alles lesen, nicht nur alles löschen.
|Tonproblem|
Diesmal fällt in der gewohnt lebendig arrangierten Abmischung der Folge etwas seltsam auf. In Track 9 wird der Ton plötzlich mitten in einer Unterhaltung sehr dumpf, als ob die drei Detektive die Hand vor den Mund nehmen beim Sprechen. Vielleicht hat jemand im Studio an der Stelle grad seine Kaffeetasse aufs Mischpult gestellt und dabei einen Regler verschoben. Dieser Teil ist der Qualitätssicherung offenbar durch die Ohren gerutscht vor der Pressung.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Tante Mathilda: Karin Lieneweg
Onkel Titus: Hans Meinhardt
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Caroline Cotta: Michaela Mahlich
Morton: Andreas von der Meden
Sergeant Donatelli: Peter Weis
1. Mann: Robin Brosch
2. Mann: Gerhart Hinze
|Trackliste:|
1. Bauchangelegenheiten
2. Spurensuche
3. Nacht der Tiger
4. Unter Druck
5. Schwarze Stiere
6. Clever
7. In Teufels Küche – und Schrank
8. Mut zur Wahrheit
9. Schlagende Ziegen
10. Erstens kommt es anders …
11. … und zweitens als man denkt
|Technik-Credits:|
Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Marco Sonnleitner
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Conrad, Betty George, Morgenstern
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für „Die drei ???“-Merchandise-Artikel. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 160 „Geheimnisvolle Botschaften“. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe und die Trackliste.
_Mein Fazit:_
Das rundum gut gelungene Abenteuer der Jungdetektive kann hier über eine Stunde spannend unterhalten. Es gibt lange Rätsel zu entschlüsseln, Handfestes zu erleben, in Häuser einzubrechen, Ermittlungen anzustellen, einem unfreundlichen Inspektor zu begegnen, einen alten Freund zu verdächtigen und vor allem einen stetig ansteigenden Spannungsbogen zu ertragen. Außerdem erfahren wir fast, wie Inspektor Cotta mit Vornamen heißt.
Hier gibts beste Unterhaltung, die jüngere Hörer und altgediente Fans gleichermaßen zufriedenstellt.
|1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 65 Min.
Tracks: 11
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
EAN: 886979232921|
http://www.natuerlichvoneuropa.de
Mehr als 100 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .
Charlotte Whitehead hatte sich von ihren Eltern losgesagt, um ein neues Leben zu beginnen Doch kaum steht sie auf eigenen Beinen, stirbt die junge Frau unter tragischen Umständen. Bei ihrer Beerdigung bricht plötzlich eine Rattenplage aus, der auch ihre Eltern zum Opfer fallen! Steckt Charlottes irrer Bruder Roy dahinter, der sich selbst als »Rattenkönig« bezeichnet? Wie konnte er überhaupt aus der Anstalt fliehen? Ganz offensichtlich sind dämonische Kräfte am Werk … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 227 gemacht, der erstmalig im November 1982 erschienen ist. Und es geht ziemlich fies los … allerdings mal so ganz ohne Teufel und Dämonen, sondern mit einer bösen Frau, die ihre kleine Tochter in den Keller sperrt. Hier gibts Ratten und schon haben wir den Titel dieser Sinclair-Story auch schon komplett.
2133: Mark Brandis ist seit 240 Tagen als Gastpilot auf einem neuen Schiff unter dem Kommando von Cmdr. Elmar Busch. Statt eines Testfluges verharrt die EXPLORATOR jedoch regungslos im Weltraum, um den möglicherweise bevorstehenden Ausbruch des Sterns Eta Carinae in eine Hypernova zu beobachten. Eine ereignislose Schicht löst die andere ab. Als Mark Brandis durch VEGA-Direktor John Harris von einem gestrandeten Republikenschiff im Orbit des Planeten Neptun erfährt, gerät er in ein moralisches Dilemma – denn der offizielle Befehl ist unmissverständlich: um keinen Preis darf das Schiff die Beobachtungsposition verlassen! (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Eine Raumfahrt die ist lustig … nein, leider nicht diese. 240 Tage schmachtet Brandis schon an Bord der EXPLORATOR und Michael Lott bringt dem Hörer dessen Gemütszustand auch sehr glaubhaft ins Ohr. Er ist halt genervt und gelangweilt.
Die Nachricht vom gestrandeten Republikenraumer HAN WU TI kommt ihm da doppelt gelegen. Zum einen bietet sie Brandis Gelegenheit seinem Beschützer-von-Witwen-und-Waisen-Trieb nachzugeben und der Langeweile zu entfliehen, zum anderen kann auch der Hörer auf mehr Abenteuer hoffen, als träge auf der Beobachtungsmission auf eine Hypernova zu warten, die womöglich eh nicht stattfindet. Uns erwartet also ein Seenotrettungs-Abenteuer.
Und was denken sich viele Autoren aus, wenn es um solche Geschichten geht? Genau, der Retter gerät selbst in Gefahr und steckt plötzlich ebenfalls fest. Nicht neu, kann aber durchaus spannend erzählt werden. Die Spannungsmusik im Hintergrund tut zu diesem Zeitpunkt ihr Übriges und sorgt für zusätzlich hörbare Dramatik.
Interessant ist das Hörerlebnis auch, weil auf der einen Seite ständig die Spannung steigt und man nicht weiß, ob Brandis mit seinem Raumschiff wieder heil davonkommt. Auf der anderen Seite werden die Sprecher vom Skript und den Umständen an Bord aber angehalten, immer träger, schläfriger und kurzatmiger zu agieren. Das entwickelt eine interessante Dynamik, bei der der Hörer selbst auch Atemnot kriegt.
Dass Mark Brandis das Abenteuer überlebt, kann man erahnen … es gibt schließlich noch ein paar Romane, die es zu vertonen gilt. Und zum Glück für den Hörer bleibt es nicht allein bei der „Überleben sies?“-Story, der Autor hat noch einen netten Zusatz eingebaut, der auch noch nach dem Raumabenteuer für Spannung sorgt. So kommt hier keine Langeweile auf.
Ein wenig enttäuschend ists im Abgang dann aber doch, weil der „Zusatz“ nicht wirklich befriedigend genug aufgelöst wird. Eher so gar nicht. Das hinterlässt einen leicht faden Beigeschmack nach einer doch unterhaltsamen und fesselnden Folge
_Das Hörerlebnis:_
Michael Lott als Commander Brandis kommt wie gewohnt glaubhaft und sehr natürlich beim Hörer an. Auch Nao Tokuhashi gibt bei ihrem recht kurzen Auftritt eine überzeugende asiatische Kommandantin. Bei Anastasia Conze dagegen gibts noch eine Menge Luft nach oben. Sehr abgelesen und unnatürlich steif klingen ihre Szenen. Bettina Zech macht ihren Job zwar sehr gut, klingt aber aufgrund ihres eigenen Alters (sie ist 32) für meine Ohren eine Idee zu alt für eine 16-Jährige.
Die Hausmusikeinlage von Brandis und Eidsvag ist ja ganz nett, klang für mich aber eher danach, als würde die Regie hier absichtlich strecken, weil die Story ausgegangen ist.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Cmdr. Mark Brandis: Michael Lott
Bordsystem CORA: Mira Christine Mühlenhof
Cmdr. Elmar Busch: Roman Kretschmer
Dr. Rebecca Levy: Claudia Urbschat-Mingues
John Harris: Gerhart Hinze
Cpt. Chen: Nao Tokuhashi
Prolog: Wolf Frass
Lt. Catalina Minulescu: Anastasia Conze
Lt. Roland Wagner: Urs Remond
Tuva Eidsvag: Bettina Zech
Magnus Sauerlein: Stefan Peters
Wang Yao: Hongyu Zhu
Ruth O’Hara: Dorothea Anna Hagena
Dr. Egon Mildrich: Rüdiger Evers
sowie Hartmut Breuer, Anne Elsen, Isabel Grünewald, Henning Schäfer.
|Technik-Credits:|
Nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Musik & Sounddesign: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Sven-Michael Bluhm, Manuel Mendes Teixeira, Tommi Schneefuß
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker & Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub
Product Management: dp
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, Infos zum Planeten Neptun und drei Begriffserklärungen zum Hörspiel. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Mark Brandis, der Retter des Universums, der Beschützer von Witwen und Waisen … startet einen Alleingang im Weltall und gerät dabei selbst in Gefahr. Das Ganze wird spannend musikalisch unterlegt und so sicher unterhaltsamer, als die Thematik in der Buchvorlage zu erleben ist. Das kleine Extra, das der Autor mit eingebaut hat, wird allerdings nicht wirklich komplett zufriedenstellend aufgelöst … schade.
Dennoch bereiten Musik und Sprecher dem Hörer über eine Stunde lang spannende Unterhaltung im Weltall, wenn auch die gesellschaftskritische Politiksache, die der Autor immer mit einbauen muss, am Ende wieder die Oberhand gewinnt.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 78:13 Min.
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602537169382|
http://www.folgenreich.de
http://www.markbrandis.de
http://www.interplanar.de
1) _Der unsterbliche Alchemyst_
2) Der dunkle Magier
3) Die mächtige Zauberin
4) Der unheimliche Geisterrufer
5) Der schwarze Hexenmeister
6) Die silberne Magierin (erscheint 25.2.2013 in D)
Es gibt zwei oder drei Online-Game-Ausgaben davon, und eine Verfilmung befindet sich bereits in Produktion.
_Zwei Zauberlehrlinge, ein guter Sprecher_
San Francisco 2007. Eigentlich wollten die Zwillinge Sophie und Josh Newman in den Sommermonaten nur ein bisschen Geld verdienen. Josh arbeitet in einer kleinen Buchhandlung und Sophie im gegenüberliegenden Coffee Shop. Als sie bei einem Überfall auf die Buchhandlung dem Besitzer Nicholas Flamel zur Seite eilen, ahnen sie noch nicht, in welches Abenteuer sie sich begeben. Nick Fleming entpuppt sich als der unsterbliche Alchemyst. Und nun hat jemand das Buch gestohlen, das er für seine Unsterblichkeit braucht.
_Der Autor_
Michael Scott, geboren 1959, ist einer der profiliertesten und erfolgreichsten Autoren Irlands und ein international anerkannter Fachmann für mythen- und kulturgeschichtliche Themen. Seine zahlreichen Fantasy- und Science-Fiction-Romane für Jugendliche wie für Erwachsene veröffentlichte er in mehr als zwanzig Ländern. Scott lebt und schreibt in Dublin.
_Der Sprecher_
Andreas Fröhlich ist die deutsche Stimme von John Cusack und Edward Norton. Er wurde 1965 in Berlin geboren; bereits mit sieben Jahren begann er mit der Synchronarbeit, nachdem er im Kinderchor des „Sender Freies Berlin“ entdeckt wurde. 1978 stieg er in der Sprecherrolle des Bob Andrews bei einer der bis heute erfolgreichsten Hörspielreihen Deutschlands, „Die drei Fragezeichen“, ein.
Nach dem Abitur ging Fröhlich zunächst zum Theater, wo er unter anderem Rollen in Büchners „Woyzeck“ und in Shakespeares „Was ihr wollt“ spielte, bis er 1991 wieder zu seiner Arbeit als Synchronsprecher zurückkehrte. Außer als Sprecher arbeitet er als Synchronregisseur und Drehbuchautor, wo er u.a. für die Synchronisierung von „Der Herr der Ringe“ verantwortlich war. In dieser Trilogie übernahm er z. B. die Synchronisation des Wesens Gollum. Doch auch die deutschen Dialoge in Filmen wie Disneys „Mulan“ und „The Beach“ stammen aus seiner Feder. (Verlagsinfo)
Fröhlich liest eine leicht gekürzte Romanfassung, die von Ulla Mothes bearbeitet wurde. Regie führte Astrid Roth, die Aufnahme steuerte Patrick Ehrlich im studio__wort, Berlin.
_Handlung_
San Francisco ist im Allgemeinen eine recht ruhige Stadt – sofern man im richtigen Viertel lebt oder arbeitet. Das tun auch die beiden Zwillingsgeschwister Sophie und Josh Newman. Wenn Sophie in einem Café Getränke verkauft, kann sie manchmal sehen, wie Josh im Buchladen gegenüber Druckerzeugnisse sortiert oder verkauft. Nicht so heute. Denn heute fährt eine große schwarze Stretchlimousine vor Nick Flemings Buchladen vor, in dem Josh arbeitet, und daraus steigen drei große Muskelpakete und ein kleiner Mann. Sie gehen in Nicks Laden.
Da betritt Nicks Frau Perry das Café, und Sophie muss sich ihr widmen. Doch als Perry den kleinen Mann sieht, erbleicht sie vor Schrecken und ruft: „Nein! Nicht hier!“ Sie stürzt aus dem Café und überquert eilig die Straße. Höchstens eine Minute später blitzt und donnert es in Nicks sonst so friedlichem Laden, und die Schaufensterscheibe explodiert. Sophie bleibt vor Schreck und Staunen der Mund offenstehen. Soll sie in Deckung gehen oder lieber Josh suchen, der bestimmt in Gefahr ist?
Vorsichtig lugt sie aus dem Schaufenster des Cafés: Eines der Muskelpakete hat sich, ähm, aufgelöst und liegt in erdigen Brocken auf dem Gehweg. Die anderen beiden sowie der kleine Mann entführen Perry und steigen eilig in die Limousine, die rasch davonfährt. Sophie wagt sich auf die Straße. In der Luft liegt ein merkwürdiger Geruch: eine ungewöhnliche Mischung aus Pfefferminz und – würg – faulen Eiern. Zu wem letzterer wohl gehörte, ist wohl unschwer zu erraten.
Nach einer Weile tauchen Nick Fleming und Josh aus einer Seitenstraße auf. Sie scheinen unversehrt zu sein. Während Nick wegen der Entführung seiner Frau verzweifelt zu sein scheint, erzählt Josh, was passiert ist. Der kleine Mann, den Nick als Dr. John Dee bezeichnet, wollte ein ganz bestimmtes Buch rauben. Leider hat er es bekommen, bis auf die letzten Seiten, an die sich nämlich Josh geklammert hatte. Nick meint, nun sei das Buch, was auch immer es sein mag, für Dee wertlos. Und deshalb werde er zurückkehren. Sie alle müssten schleunigst von hier verschwinden.
Nick kann nicht verbergen, dass bei dem Überfall Magie im Spiel war, eingesetzt von ihm selbst, seiner Frau Perry – und natürlich von Dee selbst. Der hatte drei Golems dabei, also Diener aus Lehm. Das müssen die Zwillinge erst einmal verdauen: Dass es Magie gibt und sie funktioniert. Und das Buch, das ist nahe, ist ein Zauberbuch. Tatsächlich, so Nick, ist es das Zauberbuch aller Zauberbücher: der Codex. Und natürlich ist es uralt. Es birgt das Geheimnis ewigen Lebens. Deshalb konnten er, Nicholas Flamel, und Perenelle Delamere, seine Frau, über 600 Jahre alt werden. Dee war schon seit Jahrhunderten dahinter her, nun hat er es endlich geschafft. Zumindest beinahe.
Nachdem sie ihre Eltern, die als Archäologen in Utah arbeiten, benachrichtigt und um Erlaubnis gebeten haben, brechen Josh und Sophie auf, um einen sicheren Unterschlupf zu finden. Leider beobachten Ratten und Krähen sie auf Schritt und tritt – Späher Dr. Dees. Doch Nick weiß ein Versteck. Ein junges Mädchen von vielleicht 17 Jahren wohnt hier. Und hier ist ein Dojo, ein Übungszentrum für Kampfsportler. Sie nennt sich Scathach, doch die Kinder sollen sie kurz „Scatty“ nennen. Nick verrät, sie sei zweieinhalbtausend Jahre alt. Das sieht man ihr wahrlich nicht an.
Zusammen mit Scatty gelingt es Nick, einen weiteren Überfall mit Magie abzuwehren. Diesmal haben die Ratten und Krähen keine Chance, aber sie geben nicht auf, als Josh einen Geländewagen steuert, zu dem Scatty die Schlüssel besitzt. Auf der Golden Gate Brücke erfolgt der nächste Angriff. Ist es eine Rauchwolke, die da über der Gefängnisinsel Alcatraz aufsteigt – oder eine Million Krähen? Und alle fliegen in Richtung auf den Geländewagen, in dem das Quartett sitzt.
„Fahr los, so schnell du kannst!“, ruft Nick Josh zu. „Die Kinder der Morrigan sind im Anflug!“ Josh sieht den angreifenden Schwarm Krähen, der von Alcatraz aufsteigt, und tritt heftig aufs Gaspedal. Mit brachialer Gewalt bahnt sich sein SUV schnell einen Weg durch den Stau auf der Brücke.
Leider nicht schnell genug …
_Mein Eindruck_
Dass Nicholas Flamel die Morrigan erwähnt, dürfte den einen oder anderen Leser stutzig machen. Wer sich ein klein wenig mit keltischer Mythologie auskennt, weiß, dass sie eine der drei Gestalten dunkler weiblicher Magie darstellt. Und die Morrigan ist davon die Schrecklichste, herrscht sie doch über den Krieg und dessen Aasfresser, die Krähen. Wenn also ein Schwarm Krähen Nicholas und seine Begleiter angreift, kann das nur bedeuten, dass die Morrigan mit Dr. Dee zusammenarbeitet – dass also finstere Magie im Spiel ist.
Doch das Quartett schafft es wider Erwarten in ein Schattenreich nördlich San Franciscos, das ihnen Schutz bietet. Sophie hat dennoch kein gutes Gefühl, denn in der Mitte des Schattenreiches erhebt sich die nordische Weltenesche und darin haust ebenfalls eine dreigestaltige Gottheit, nämlich keine andere als die antike Hekate …
Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die nunmehr sichtbare Retro-Mythologie, die der Autor für seinen sechsteiligen Zyklus entwickelt hat, zu erklären. Denn die Morrigan und Hekate sind lediglich die zwei ersten Vertreter einer ganzen Götterwelt, die in Vergessenheit geraten ist (außer bei Alterumsforschern und Theologen).
|Die Erstgewesenen|
In ihrer Gesamtheit sind diese alten Götter, die in separaten Schattenreichen fortexistieren, die ERSTGEWESENEN. Sie stammen vom untergegangenen Inselkontinent ATLANTIS, und über den verbreitet sich der Autor des langen und breiten. Als Atlantis, durch eine irgendwie geartete und verursachte Katastrophe im Atlantischen Ozean versank, flohen die ERSTGEWESENEN in die umliegenden Länder, etwa Ägypten, Griechenland oder Mittelamerika.
Je nachdem, welche Absichten sie mit der Menschheit haben, werden sie auch die DUNKLEN ÄLTEREN oder, wenn sie neutral sind, anders genannt. Diese Dunklen Älteren sind es, die die Erde, ihre frühere Heimat, zurückhaben und die Menschheit unterjochen (oder Schlimmeres) wollen. Sie bereiten also jede Menge Ungemach, das es abzuwehren gilt. Die Frage ist, für wen der Unsterbliche Dr Dee arbeitet. Mächte wie die Morrigan braucht er nur als Bündnispartner. Allerdings haben diese Mächte überall ihre Diener.
Hekate, die dreigestaltige Königin der Nacht und der Träume, ist naturgemäß eine zwielichtige ERSTGEWESENE. Sie will eigentlich von dem Unheil, das Nicholas auf dem Fuße folgt, verschont bleiben. Sobald ihr die Gefahr für sich, ihre Schützlinge, die Werwölfe, und ihre Weltenesche zu groß wird, könnte sie sich gegen ihre lästigen Besucher wenden.
Doch Hekate hat eine ganz wesentliche Funktion in Nicholas‘ Plänen. Wenn er das Leben der beiden Zwillinge, um die es uns ja eigentlich geht, retten will, muss er ihre schlummernden Zauberkräfte wecken. In einem ersten Schritt weckt Hekate die jeweilige Energie-Aura der beider Jugendlichen (jeder Mensch hat so eine). Die von Sophie ist silbern und leuchtet ebenso hell wie die goldene von Josh. Sonne und Mond – ein feines Paar.
Für Nicholas ist klar: Sie sind die im CODEX prophezeiten „Zwei, die eines sind, und das Eine, das alles ist“. Die Frage ist nur, wie sich dies realiter zeigt und welche Folgen es hat. Sophie hat als ältere der Zwillinge den Vortritt. Das wurmt Josh nicht wenig, der sich bislang mehr als Beschützer seiner Schwester betrachtet hat. und dieser Groll wird noch schwere Konsequenzen haben, sobald Dr. Dee sich ihn zunutze macht.
|Erweckung|
Hekates zweiter Schritt bestünde nun eigentlich darin, die Zaubermacht, die in Sophie schlummert, zu wecken und sie mit deren Beherrschung vertraut zu machen. Doch als der Angriff von Dee und der Morrigan beginnt, hat sie es gerade mal geschafft, die Sinne Sophies um einige Grade zu schärfen. Doch da erscheinen schreckliche Feinde. Nicht genug damit, dass Dr. Dee ein Elemente-Schwert mitgebracht hat, das alles, was es berührt zu Eis verwandelt. Nein, er hat noch eine DUNKLE ÄLTERE mitgebracht.
Nun ist Not am Mann und an der Frau. Da erhalten die Verteidiger Unterstützung von unerwarteter Seite und auf eine sehr ungewohnte Weise. Denn Perenelle mag zwar weit entfernt eingesperrt sein, doch als mächtige Zauberin verfügt sie über Kräfte, von denen Nicholas nichts ahnt. Sie beginnt, mit Sophies Zunge zu sprechen …
|Der Zahn der Zeit|
Hat mir schon dieser mythologische und magische Aspekt der Geschichte ausnehmend gut gefallen, so leuchteten mir andere Themen ebenfalls ein. Denn die Lebenszeit von Nicholas und Perenelle ist an den CODEX gebunden. Das erinnert an die Macht des Einen Rings, die auf Bilbo Beutlin, den Hobbit, lebensverlängernd wirkt. Die beiden Zauberer sind nur deshalb unsterblich, weil sie jeden Monat nach einem Rezept des CODEX eine Art Zaubertrank brauen und trinken. Asterix lässt schön grüßen!
Was mir aber merkwürdig vorkommt, ist die Vorstellung, dass sie dieses Ritual zwar jeden Monat durchexerzieren, es sich aber dennoch nicht das „Kochrezept“ merken können, das im CODEX steht. Wozu ist dieser Codex also wirklich gut, darf man sich zu Recht fragen. Und welche Spatzenhirne haben Nicholas und Perenelle eigentlich, dass sie sich über 600 Jahre hinweg dieses verflixte Rezept nicht merken können?
Wie auch immer: Jeden Tag altern Nick und Perry also um ein Jahr Lebenszeit. Der Countdown läuft also. Und auch die Gegenseite hat einen Terminplan: Die Wiederkehr der ERSTGEWESENEN ist auf den 22. Juni festgesetzt, die Sommersonnenwende, den längsten Tag des Jahres.
|Action|
Von großem Reiz fand ich, dass zwei moderne Jugendliche, die mit Laptop, Handy und Sonstigem ausgestattet sind, mit Kräften und Akteuren konfrontiert werden, die schon Jahrhunderte oder Jahrtausende alt sind. Das führt zu einigen netten Erkenntnissen und ironischen Seitenhieben – ist ein Leben ohne Handy vorstellbar? Ja, schon, aber es wäre nicht lebenswert.
Allerdings geraten die beiden in drei Actionszenen, die ich dann schon unterhaltsamer fand. Die erste Konfrontation findet in Nicks Buchladen statt, die Nächste stellt uns die keltische Kriegerin Scathach vor. Sie gehört zur Riege selbständiger, dominanter Frauen, zu der auch Perenelle und Hekate & Co. zählen. Auch das vermerkte ich positiv. Der Wende- und Höhepunkt der Handlung ist die Schlacht um Hekates Weltenesche. Man denke an die Zerstörung des riesigen Wohnbaums in James Camerons Film AVATAR“, dann hat man eine ungefähre Vorstellung davon, in welchen Dimensionen sich das Geschehen abspielt.
Der letzte Actionhöhepunkt, das vorläufige Finale, findet in einem kleinen kalifornische Städtchen namens Ojai statt. Hier lässt Dr. Dee im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen – nämlich sämtliche toten Menschen und Tiere, die je in der Umgebung das Zeitliche gesegnet haben. Also auch Säbelzahntiger und Höhlenbären, also recht unangenehme Zeitgenossen. Das erinnerte mich doch stark an die Besatzung der Black Pearl in „Fluch der Karibik“. Wer hier Sophie und Josh beisteht, soll nicht verraten werden, aber es ist wieder mal eine Frau.
_Der Sprecher_
Andreas Fröhlich ist ein wahrer Stimmkünstler. Es hat mich immer wieder verblüfft, wie es ihm gelingt, seine Stimme so flexibel anzupassen, dass er die optimale Ausdruckskraft hervorbringt. Das ist indes kein Wunder, wenn man bedenkt, dass es Fröhlich war, der in Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Verfilmung den Gollum spricht.
Auch in diesem Hörbuch charakterisiert Fröhlich die einzelnen Figuren durch unterschiedliche Sprechweise und haucht ihnen durch Emotionalität Leben ein. Nicholas Flamel und seine Frau Perenelle zeichnen sich durch einen mehr oder minder starken französischen Akzent aus; sie rollen das R und zischen das CH. Auch die Satzmelodie ist dann anders. Flamel drückt sich öfters aufgeregt und atemlos aus, Perenelle ist einmal entsetzt – dann explodiert Nicks Laden.
Ein weiterer Exot ist Dr. John Dee. Zwar weist er keinen altenglischen – er stammt ja aus dem 16. Jahrhundert – Akzent auf, aber das er ein finsterer Geselle ist, machen seine Drohgebärden und Wutausbrüche überdeutlich. Nur gegenüber seinen übernatürlichen Auftraggebern verhält er sich duckmäuserisch und verbindlich.
Die Zwillinge sind in fast jeder Szene beteiligt, denn schließlich soll sich der junge Zuhörer mit ihnen identifizieren. Sophies Stimmlage ist nicht ganz so hoch wie die von Perenelle, sie klingt verwundert, beklommen und nur an einer Stelle verwundert. Josh spricht am Anfang und auch später viel weniger. Daher fällt es schwer, ihn einzuschätzen. Er drückt sich mehr durch Taten aus, und die weisen ihn als tapferen, beherzten Jüngling aus. Einmal flüstert er aufgeregt mit seiner Schwester oder stellt Flamel Fragen, aber auch dies gewährt wenig Einblick in seine Emotionen.
An einer Stelle sagt Fröhlich von einer Blume „yang-yang“, aber was er – laut Buchvorlage – meint, ist Ylang-Ylang. Entweder kennt er eine andere Aussprache als ich oder hat ein wenig zu flüchtig gelesen.
_Unterm Strich_
Der Auftakt zum sechsteiligen FLAMEL-Zyklus ist spannend, wendungsreich, gespickt mit Action und Einfällen, voller Ironie und Humor, doch dabei fehlen niemals Magie und Romantik.
Das für den Zyklus erfundene Figuren-System ist fast beliebig erweiterbar und umspannt nicht nur Jahrtausende, sondern auch mehrere Ebene an Götter-Hierarchien. Halbgötter wie Herakles fehlen zum Glück, denn sie wären einfach zu klischeehaft und ihre Handlungen zu vorhersehbar gewesen. Dafür gibt es Kämpfer wie die Keltin Scathach, die sich ihren Lebensunterhalt als Kampfsportlehrerin verdient. Wer also seinen Sensei das nächste Mal besucht, sollte ihn oder sie ganz genau anschauen.
Bis auf den erwähnten Schwachpunkt in der Logik der Hauptfiguren Nicholas und Perenelle hat mir der Auftakt zum Zyklus um den Alchemisten des 14. und 15. Jahrhunderts ausnehmend gut gefallen. Ich bin schon am übernächsten Band, der in London spielt. Wer sich den zweiten Band zulegt, wird sich im modernen Paris wiederfinden, das aber ein deutlich mittelalterliches Unterfutter aufweist.
Diese Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen ist ein Prinzip, das sich als gestaltendes Element auf reizvolle Weise durch den gesamten Zyklus zieht. Das Mittelalter wirkt so auf einmal viel näher und moderner. So erhellt es Zusammenhänge der Moderne, auf die jugendliche Leser erst einmal hingewiesen werden sollten.
Welche Rolle spielen Chemie, Genetik, Mythen und Mächte in der Entwicklung der Welt und vor allem des Menschen? Wie funktioniert Magie? Die ERSTGEWESENEN behaupten, sie hätten das Menschengeschlecht gefördert (das Henne-Ei-Problem). Dass sie von diesem dann sowohl angebetet als auch abgeschafft wurden, ist ein ironischer Seitenhieb gegen falsche Götter. Und dass der Leser an Harry Schotter sowie eine gewisse Zaubererschule denkt, ist sicher weder verkehrt noch unbeabsichtigt. Nur dass Sophie und Josh in eine Art Wanderschule gehen, die die ganze Welt umspannt.
|Das Hörbuch|
Andreas Fröhlich ist ohne Zweifel einer der besten Sprecher und Vorleser hierzulande. Auch in diesem Hörbuch stellt er wieder seine Kunst eindrucksvoll unter Beweis. Fremdländischer Akzent oder emotionale Aussprache – er setzt beides wirkungsvoll ein.
Allerdings macht sich die Kürzung des Textes entsprechend bemerkbar. So fehlt es an Joshs Dialogzeilen, die ihn charakterisieren könnten. Andererseits schreitet dadurch die Handlung flotter voran, denn weniger wichtige Beschreibungen fallen weg, und man kann das Hörbuch in kürzerer Zeit bewältigen.
|6 Audio-CDs
Spieldauer: 420 Minuten
Originaltitel: The Secrets of the Immortal Nicholas Flamel The Alchemyst (2007)
Aus dem Englischen übersetzt von Ursula Höfker
ISBN-13: 978-3866048232|
www.randomhouse.de/cbjaudio
Schloss Burgeck ist in Aufruhr. Ein gesellschaftlich wichtiger Ball steht König Julius und seiner Gattin Konstanzia ins Haus. Sehr zum Leidwesen des Schlossgespensts werden das Gemäuer sowie die Schlossbewohner auf Vordermann gebracht und gründlichst herausgeputzt. Federführend dabei: Mâitre Charles – ein alter Freund von Julius aus Paris und Meister in Sachen Etikette uns festliche Ausstattung. HUI BUH grollt dem Franzosen ein wenig, dass er wegen seines Wirkens wieder einmal ein breites Spuk- und Schabernackverbot ertragen muss. Immerhin hat er kurz zuvor noch erfolgreich Julius‘ Terminkalender verspukt. Natürlich ohne dass dieser etwas davon ahnt. Würde er dies tun, hätte er sich bestimmt mehr Mühe für die Proben zum traditionellen Eröffnungswalzer gegeben, auf welchen Konstanzia sich ganz besonders freut.
So jedenfalls schickt er den Tanzlehrer genervt weg, nachdem dieser dem Monarchen attestiert, dass er vollkommen talentfrei ist. Hätte Julius bloß nicht geflunkert, was für ein exzellenter Tänzer er sei. Als er nun auch noch gewahr wird, dass der Ball mitnichten in drei Tagen, sondern in 5 Stunden (!) stattfindet, hätte er sich das noch einmal überlegt. So jedenfalls ist seine Not groß und HUI BUH, der wegen seines – ausnahmsweise – geglückten Verspukens der königlichen Agenda ein schlechtes Gewissen hat, enteilt flugs etwas aus seiner vermoderten Holztruhe zu holen, was seinem Freund helfen kann vor Konstanzia und hunderten Gästen das Gesicht zu wahren: Magische Schuhe. Die anfängliche Euphorie über diese schwindet allerdings jäh. Die Dinger können nicht nur hervorragend tanzen, sie bergen offenbar auch noch ein ganz anderes Geheimnis und entführen Julius so kurz vor dem Ball tief in den Wald von Burgeck.
_Eindrücke_
Ob das „Aschenputtel“ Autorin Yasemin Samdereli Pate gestanden hat? Die Parallelen sind jedenfalls nicht vollständig von der Hand zu weisen. Doch damit wir uns nicht falsch verstehen: „Die magischen Spukschuhe“ sind beileibe kein Plagiat des grimmschen Klassikers – und schon gar kein plattes. Lediglich die Grundidee mit königlichem Fest und besonderen Schuhen könnte von den Gebrüdern entliehen sein, ansonsten handelt die eigenständige Geschichte eigentlich eher von Lug und Trug. Ach ja: Und (späte) Rache sowie Freundschaft. Dass HUI BUH, respektive der ehemals fidele und umtriebige Ritter Balduin, welcher er dereinst vor über 500 Jahren einmal war, bis zur rostigen Rasselkette in den Schlamassel verwickelt ist, dürfte indes nicht verwundern. Erstmals in der neu aufgelegten Serie muss das großspurige Schlossgespenst Charakter und Größe beweisen, indem es klein beigibt und bereit ist, sich zu opfern. Für von ihm begangenes Unrecht, welches ein halbes Jahrtausend zurückliegt.
Die inzwischen zweite Welle der Veröffentlichungen aus der „Neuen Welt“ saß anno 2008 bereits recht fest im Sattel. Das rundum modernisierte Setup der königlichen Patchworkfamilie (angelehnt an die Motive des Kinofilms von 2006) weiß zu gefallen und mittlerweile selbst manch hartgesottenen Clarin-Puristen zu überzeugen. Dafür sorgen immer wieder kleine, liebevoll eingeflochtene Zitate und Querverweise an die Originalserie. Dass gut eingespielte Ensemble macht es einem überdies recht leicht den Zugang zum neuen HUI BUH zu finden. Und über allem schwebt der Score des Berliner Filmorchesters (nettes Detail: Die Titelmelodie als Walzer-Variation). An die neuen kindlichen Identifikationsfiguren – Tommy und Sophie – hat man sich als Alt-Fan ebenfalls gewöhnt. Als Gaststar hat man diesmal u.a. Tausendsassa Rick Kavanian gewinnen können, der als französisch eingefärbter „Charles“ sein enormes Können unter Beweis stellt. Christoph Maria Herbst präsentiert sich „heuer in ahna Dopp’lrolle ols Wiehna Danzlehra Koller, bittschee“ als überaus wandlungsfähig.
_Die Produktion_
Buch: Yasemin Samdereli
Konzeption: Hilla Fitzen, Dirk Eichhorn, Elisa Linnemann
Redaktion: Hilla Fitzen
Schnitt und Nachbearbeitung: Sonja Harth
Regie, Ton und Produktion: Christian Hagitte und Simon Bertling
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Das Berliner Filmorchester
|Sprecher und Figuren|
Andreas Fröhlich (Erzähler / Intro von Hans Paetsch), Stefan Krause (Hui Buh), Christoph Maria Herbst (König Julius der 111. / Tanzmeister Valetin Koller), Ulrike Stürzbecher (Königin Konstanzia), Maximilian Artajo (Tommy), Marie-Luise Schramm (Sophie), Jürgen Thormann (Kastellan), Rick Kavanian (Charles), Hans-Peter Hallwachs (Sigumunt Nimmerselich), Lutz Riedel (Archivar Alfred), Barbara Ratthey (Bertha)
_Fazit_
Das vergleichsweise hochkarätig besetzte, wieder aufs sauberste inszenierte, Hörspiel macht eine gute Figur, wobei natürlich ein Großteil auf das Konto der motivierten Sprecher geht, das umfasst Stefan Krause als Titelfigur ebenso wie Christoph Maria Herbst in seiner Doppelrolle, und Kastellan Jürgen Thormann sowie Rick Kavanian bis hin zu Barbara Ratthey (markant-bekannte Synchronstimme von „Golden Girl“ Estelle Getty). Das alles nutzt freilich nichts, wenn die Story nichts taugt, doch da muss sich der geneigte Hörer keine Sorgen machen. Der verrückte Gegenspieler und die Gefahr, welche er für Julius respektive HUI BUH darstellt, ist sogar ziemlich real ausgestaltet, sodass sich die Jüngsten aus der Zielgruppe sogar vor ihm fürchten mögen – man könnte es ihnen jedenfalls nicht verdenken. Daumen hoch.
|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 68 Minuten
Nach Motiven von Eberhard Alexander-Burgh (1928 – 2004)
Vom Hersteller empfohlen von 6 bis 99 Jahren
EAN: 886972294728|
http://www.natuerlichvoneuropa.de
_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Hui Buh … fährt Geisterkarussell“ (Folge 6)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7613
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Hui Buh … und das wilde Geisterheer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7776 (Folge 17)
[„Neue Welt: Der verfluchte Geheimgang“ (Folge 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8022
[„Neue Welt: Entführung in die Geisterwelt“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8110
[„Neue Welt: Das mysteriöse Geisterbuch“ (Folge 3)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8171
[„Neue Welt: Der Schatten des Gespensterjägers“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8201
[„Neue Welt: Das unheimliche Internat“ (Folge 7)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7773
[„Neue Welt: Adolars Rückkehr“ (Folge 9)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7771
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Neue Welt: Das verzauberte Schwert“ (Folge 15)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7769
[„Neue Welt: Der grauenvolle Geburtstag“ (Folge 16)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8187
[„Neue Welt: Der Meisterdetektiv“ (Folge 17)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8258
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881
Eigentlich wollte Tommy mit HUI BUH und Sophie gemeinsam im Moor zelten gehen, auf Gruseltour sozusagen, doch Letztere hat im Gasthaus ihrer Tante alle Hände voll zu tun und kann leider nicht mitkommen. Der Laden ist gerammelt voll und doch hat Wirtin Roswitha Rosenbach schon bald keinen Grund mehr sich darüber zu freuen. Als Beamte der Dorfpolizei aufgrund eines anonymen Tipps in ihrem Keller Diebesgut sicherstellen können, hält man sie für die „Elster von Burgeck“, deren spektakuläre Diebstähle die Gegend derzeit in Atem halten. Roswitha beteuert ihre Unschuld, doch die Beweislage steht nicht zu ihren Gunsten. Sie wird kurzerhand verhaftet und in Untersuchungshaft verbracht. Haben ihre jüngsten Geldsorgen sie zur Kriminellen gemacht?
HUI BUH nutzt die Gelegenheit sich als Geister-Sherlock-Holmes zu verdingen und die Ermittlungen im Dorf und Umgebung aufzunehmen – damit er keinen Unfug anstellt, gesellt sich König Julius rasch an seine Seite. Der mag auch nicht an Roswithas plötzliche Diebeskarriere glauben, muss aber feststellen, dass es eine Menge belastender Indizien gibt. Allerdings passen einige davon irgendwie nicht so recht ins Bild und schon bald wird klar, dass es sich hier um eine falsch gelegte Fährte handelt und dass einer der wahren Täter vermutlich sogar ein Gespenst ist. Auch Tommy und Sophie beteiligen sich auf eigene Faust an der Detektivarbeit und wissen rasch, dass sie wohl irgendwie auf der richtigen Spur sind: Eine düstere Gestalt verfolgt sie.
_Eindrücke_
In der inzwischen 17. Folge des Remakes greift Dirk Ahner auf Motive es Klassikers Sir Arthur Conan Doyles zurück und passt diese in das neue HUI-BUH-Universum ein. Wobei nicht nur der berühmte Meisterdetektiv zum Geisterdetektiv wird, sondern – natürlich! – auch einige Sherlock-Zitate sowie, typisch nach Art des vorlauten Schlossgespensts, verballhornte Fremdworte und Phrasen tief fliegen. Stefan Krause hat den großmäuligen und überdrehten Prahlhans derweil vollkommen im Griff und wird selbstverständlich von Christoph Maria Herbst alias König Julius aufs Trockenste sekundiert. Die beiden spielen sich schön den Ball gegenseitig zu, wiewohl man gelegentlich den Eindruck bekommt, dass weniger durchaus manchmal mehr ist. Zuweilen sind die Dialoge doch etwas überzogen – doch was soll’s? Die Zielgruppe mags offensichtlich genau so.
Doch nicht nur die übliche Stammcrew spielt auch diesmal wieder gekonnt auf, geradezu traditionell findet sich in den Hörspielen immer wieder der eine oder andere Gastsprecher wieder, dessen Stimme auch die breitere Masse (er)kennt. Stichwort: Synchronsprecher und/oder Schauspieler. Hier ist es David „Johnny Depp“ Nathan, der sich als Balthasar die Ehre in dieser vielleicht nicht ganz so happy endenden Geschichte gibt, die als Kriminalstory beginnt und als kleines Drama ausläuft. Soviel kann schon einmal verraten werden, ohne zu spoilern. Untermalt wird die Handlung wie immer vom Berliner Filmorchester unter der Leitung der beiden Masterminds Simon Bertling und Christian Hagitte, die natürlich erneut ebenso die Produktion, Regie und den Ton in Personalunion vertreten. Auch das hat sich so eingespielt, weswegen die Hörspiele von Mal zu Mal – zumindest subjektiv – besser und ausgefeilter arrangiert klingen.
_Die Produktion_
Buch: Dirk Ahner
Konzeption: Hilla Fitzen, Dirk Eichhorn, Elisa Linnemann
Redaktion: Hilla Fitzen
Schnitt und Nachbearbeitung: Sonja Harth
Regie, Ton und Produktion: Christian Hagitte und Simon Bertling
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Das Berliner Filmorchester
|Sprecher und Figuren|
Andreas Fröhlich (Erzähler / Intro von Hans Paetsch), Stefan Krause (Hui Buh), Christoph Maria Herbst (König Julius der 111.), Ulrike Stürzbecher (Königin Konstanzia), Maximilian Artajo (Tommy), Marie-Luise Schramm (Sophie), Jürgen Thormann (Kastellan), Daniela Hoffmann (Roswitha Rosenbach), Simon Jäger (Hieronymus), David Nathan (Balthasar), Bert Franzke (Polizeihauptmann Richter), Till Hagen (Graf Wilhelm), Jürgen Wolters (Pfarrer Bonifazius Albrecht), Maria Mägdefrau (Lissy), Roman Kretschmer (Polizist)
_Fazit_
Ein ordentlich nach Hause gebrachtes Hörspiel mit Spannung, Witz und einem Schuss überraschender Tragik beim Ende, die aber auch die jüngeren Zuhörer nicht überfordern dürfte. Im Leben wie im Tod läuft halt nicht immer alles glatt. Das kann getrost man als Kernaussage dieser Folge betrachten. Die zuweilen übertrieben wirkenden (durchaus gewollten) Serienklischees sind diesmal allerdings ein bisschen zu dick aufgetragen bzw. zu zahlreich, sodass die Balance zwischen Ernst und (wohl entschärfend gemeintem) Klamauk etwas verloren geht. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, weswegen der meisterdetektivische Rezensentendaumen dennoch deutlich nach oben zeigt.
|1 Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 60 Minuten
Nach Motiven von Eberhard Alexander-Burgh (1928 – 2004)
Vom Hersteller empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886919773828|
http://www.natuerlichvoneuropa.de
_Hui Buh bei |Buchwurm.info|:_
[„Hui Buh, das Schlossgespenst – Königliche Samtbox (Folge 1) (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7546
[„Hui Buh … in neuen Abenteuern“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7576
[„Hui Buh … spukt lustig weiter (Folge 3)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7540
[„Hui Buh … und das Geheimnis im Burgbrunnen“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7577
[„Hui Buh … und die große Spukschau“ (Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7608
[„Hui Buh … fährt Geisterkarussell“ (Folge 6)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7613
[„Schlotterbox (13-15)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3478
[„Hui Buh … und das wilde Geisterheer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7776 (Folge 17)
[„Neue Welt: Der verfluchte Geheimgang“ (Folge 1)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8022
[„Neue Welt: Entführung in die Geisterwelt“ (Folge 2)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8110
[„Neue Welt: Das mysteriöse Geisterbuch“ (Folge 3)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8171
[„Neue Welt: Der Schatten des Gespensterjägers“ (Folge 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8201
[„Neue Welt: Das unheimliche Internat“ (Folge 7)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7773
[„Neue Welt: Adolars Rückkehr“ (Folge 9)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7771
[„Neue Welt: Der Geist der Weihnacht“ (Folge 13)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7471
[„Neue Welt: Das verzauberte Schwert“ (Folge 15)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7769
[„Neue Welt: Der grauenvolle Geburtstag“ (Folge 16)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8187
[„Das Schlossgespenst“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2762
[„Hörspiel zum Film“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2881
Als Hörspiel ist lediglich Band 1 erschienen, der zweite Teil noch als Lesung und der dritte Teil ist gar nicht mehr auf Deutsch vertont worden.
Die Handlung:
Als die drei Geschwister Kate, Michael und Emma, die als Kleinkinder von ihren Eltern getrennt wurden, auf dem Weg in ein neues Waisenhaus in dem abgelegenen Herrenhaus des geheimnisvollen Dr. Pym landen, ahnen sie nicht im Geringsten, wohin diese Reise sie führen wird. Denn bevor sie sich versehen, sind die besonnene Kate, der kluge Michael und die tollkühne kleine Emma in den Kampf um drei magische Bücher voll unermesslicher Macht verstrickt. Sie müssen erfahren, dass es ihre Aufgabe ist, diese zu finden, wenn sie ihre Eltern je wiedersehen wollen. Auf dem Weg dorthin treten sie gegen finstere Gegner an, finden unerwartete, liebenswerte Verbündete, meistern ihre magischen Talente, entdecken unvorstellbare Wesen und beginnen das Geheimnis ihrer Familie zu lüften. (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
Bereits Monate vor dem Erscheinen der Erstausgabe wurde um dieses Buch ein riesiger Rummel veranstaltet. Was ist das für eine Geschichte, die bereits in 32 Länder verkauft wurde, bevor die Öffentlichkeit überhaupt nur ein Wort davon gelesen hat? Da mussten sich aber viele Verantwortliche sehr sicher gewesen sein, dass die Trilogie um Kate, Michael und Emma ordentlich in den Kinderzimmern dieser Welt einschlagen würde.
Nicht so ganz nachvollziehen kann ich allerdings die Wahl des deutschen Titels. Wie kann man den Originaltitel „Emerald Atlas“ um das sinngebende Element kürzen? So ist es nur noch ein Edelstein, denn „Emerald“ heißt „Smaragd“, und nicht „smaragdgrüner Atlas“, der nämlich, verzaubert wie er ist, eine zentrale Rolle in dieser Geschichte spielt. So wird der Atlas dann auch gern mal „Das Buch Emerald“ genannt (was übrigens dem Titel der Taschenbuchausgabe entspricht), was so gar keinen Sinn ergibt, da in der Geschichte davon gesprochen wird, dass hier diverse Karten enthalten sind … „wie in einer Chronik“ … Falsch! … In einer Chronik steht Text, in einem Atlas sind Karten! Wenn man schon die Namen der Charaktere übernimmt, dann frage ich mich, warum die Namen der Bücher nicht auch sinngemäß übersetzt wurden, denn auch das Zwergen-Buch, aus dem Michael gern und ständig zitiert, trägt im Original einen ganz anderen Namen und heißt „The Dwarf Omnibus“.
Gleich zu Anfang merkt der Hörer, woher John Stephens seine Inspirationen bekommen hat. Sofort denkt man an „Harry Potter“, „Die Chroniken von Narnia“ und „Der goldene Kompass“. Aber trotz aller bekannter Zutaten erfindet Stephens eine neue Geschichte, die mit eigenem Charme begeistern und den Hörer in seinen Bann ziehen kann. Das Verhältnis der Geschwister untereinander wirkt so echt, wie es nur jemand beschreiben kann, der selbst Geschwister hat. Man ärgert den anderen ständig, aber nicht, weil man ihn nicht leiden kann, sondern weil man ihn liebhat. Aber das würde man natürlich nie öffentlich zugeben. So ähnlich geht es auch den drei „Waisen“ in „Emerald“. Und das ist auch schon das Kernstück der gesamten Geschichte: Der Zusammenhalt der Familie, der Zusammenhalt von Geschwistern. Durch dick und dünn gehen, aber nie dabei allein sein müssen. Sind die Kinder das erste Mal voneinander getrennt, merken sie, wie viel sie sich gegenseitig bedeuten.
Und zu den dreien gesellt sich der Hörer gern. Schon nach wenigen Minuten hat er sich fest mit ihnen verschworen und hält zu ihnen. Sind doch so gut wie alle, mit denen sie zu tun haben, böse und gemein zu ihnen. Ständig werden wir dabei von einem Klangteppich aus Geräuschen und Musik begleitet, die man aus unzähligen Fantasy-Filmen kennt. Das befeuert nicht nur die Fantasie der ganz jungen Hörer, sondern auch die, der schon-etwas-Älteren.
Die Sprecher von Kate, Michael und Emma machen ihre Sache altersgerecht gut und lassen die ihnen vom Skript vorgegebenen Dialoge auf der Kopfkinoleinwand des Hörers lebendig werden. Und so begleiten wir sie gern bei ihren spannenden Abenteuern in der Gegenwart und der Vergangenheit, treffen mit ihnen auf liebe und gemeine Menschen, magische und muggelige Personen, Verbündete und Gegner und sogar Ungetüme, Dabei sind die Kinder selbst auch magischer begabt, als sie glauben … oder ist es doch nur das Buch, für das die Gräfin über Leichen gehen würde?
Und wenn die zweieinhalb Hörstunden um sind, hat man das Gefühl, es wären zehn gewesen, so viel passiert, so viel ist los, so sehr hat die Geschichte den Hörer in ihren Bann gezogen. Und wer nicht immer so ganz aufgepasst und etwas verpasst hat, für den gibts zwischendurch auch noch mal einen Schnelldurchlauf des gerade Gehörten.
Kritik an der Hörspielumsetzung:
Zwei Stellen sind mir als besonders verwirrend für den Hörer aufgefallen. Gleich zu Anfang, nachdem die Kinder in ein neues Zuhause vermittelt werden sollten, gibt es einen Szenenwechsel, der viel zu spät erklärt wird. Ich hatte zwischenzeitlich schon abgebrochen und zurückgespult, um festzustellen, dass doch kein Track fehlt.
Das Gleiche passiert noch einmal, als Michael den ersten Sprung aus der Vergangenheit nicht geschafft hatte. Auch das wird erst später erklärt, was wieder zu einiger Verwirrung führen kann.
Dass die Regie sich dazu entschlossen hat, hier und da Gesang mit einzubauen, ist sicher eine Geschmacksfrage. Mir hat es nicht gefallen. Dass die Zwerge singen, ok, das kennt man ja aus diversen Fantasy-Filmen schon, aber warum die Kreischer oder der grässliche Magnus singen müssen, das erschließt sich mir nicht. Das nimmt dem Ganzen den Schrecken.
Das Hörspiel wird zwar vom Verlag ab 10 Jahren empfohlen, schafft es aber nicht wirklich, sich zu entscheiden, wer denn nun als Zielgruppe angesprochen werden soll. Musik und Gesang passen prima zu einem Kleinkinderhörspiel ab 5 Jahren, die Dramatik und die Ereignisse im Zusammenhang mit der Gräfin, die sind doch eher etwas für ältere Kinderohren.
Der Autor
John Stephens ist als Drehbuchautor und Produzent bekannt geworden. Er wirkte nach seinem Studium an so erfolgreichen Fernsehserien wie Gossip Girl oder Gilmore Girls mit. Erst Philip Pullmans Goldener Kompass-Trilogie brachte ihn schließlich auf die Idee, sich dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zu widmen. (Verlagsinfo)
Die Sprecher und ihre Rollen:
Erzählerin – Brigitta Assheuer
Kleine Kate – Fanny Treptow
Kate – Nastassja Hahn
Michael – Anton Kurth
Emma – Lucie Erdmann
Kates Mutter – Bettina Kurth
Kates Vater/Fährmann/König Hamish/Fergus – Joachim Kaps
König Hamish/Fergus – Joachim Kaps
Abraham – Carl Heinz Choynski
Dr. Pym – Ernst Konarek
Mr. Cavendish – Gottfried Breitfuß
Miss Crumley – Juliane Koren
Gabriel – Tommi Piper
Robbie/Wallace/Das Buch – Andreas Fröhlich
Gräfin – Kathrin Angerer
Miss Sallow/Granny Peet – Rahel Ohm
Stephen – Jerome Hirthammer
Kurma – Andras Szerda
Mrs. Lovestock – Doris Wolters
sowie Daniel Fischer, Tobias Graupner, Anne Leßmeister, Collegium Musicum Baden-Baden
Technik-Credits:
Musik: b. deutung
Gesang: Wanda Thot
Violine: Yvonne Fechner
Ton und Technik: Dietmar Rözel
Technik: John Krol, Judith Rübenach, Andreas Völzing
Regieassistenz: Mark Ginzler
Hövspieibearbeitung und Regie: Robert Schoen
Dramaturgie: Uta-Maria Heim
Die Ausstattung:
Die beiden grasgrün bedruckten CDs kommen in einem Jewel-Case daher. Das Booklet ist einseitig und zeigt neben dem Cover auf der Rückseite eine Liste der Sprecher und ihrer Rollen sowie die Technik-Credits. Von der Rückseite der Verpackung grinst uns Andreas Fröhlich entgegen, dessen Bild neben einer Kurzinfo zum Hörspiel abgedruckt ist, obwohl er selbst nur verschwindet wenig Sprechzeit hat.
Interessanterweise ist nirgendwo vermerkt, dass dies der erste Teil einer Trilogie ist. Auch deren Titel, „Die Chroniken vom Anbeginn“, ist nicht zu finden.
Mein Fazit:
Ein fantastisches Abenteuer für die Zielgruppe, für die es hier keine Altersbeschränkung nach oben gibt. Fans von „Harry Potter“ und „Narnia“ finden mit diesem Hörspiel ein ebenbürtiges Erlebnis, das teilweise so viel Story zu bieten hat, dass man wirklich gut aufpassen muss, um nicht den Faden zu verlieren und alle Charaktere richtig einordnen zu können.
Den ganz jungen Hörern würde ich nicht empfehlen, das Hörspiel zum Einschlafen zu hören, dafür ist es vielleicht eine Idee zu aufregend, auch wenn es ab und an Musik und Gesang zu hören gibt.
Dass dies die erste Geschichte eines Mehrteilers ist, kann man anhand der Ausführungen gegen Ende erahnen, nachzulesen ist es aber auf der Verpackung nirgendwo. Im Prinzip ist das auch nicht so tragisch, da dieses Hörspiel durchaus auch als eigenständige Produktion gehört werden kann. Den jungen Fans, die gern weitere Abenteuer mit Kate, Michael und Emma erleben möchten, wird aber so vorenthalten, dass die Fortsetzung, „Das Buch Rubyn“, bereits im Buchhandel zu bekommen ist.
2 Audio-CDs Laufzeit: 2:26 Std. Tracks: 25 Originaltitel: The Emerald Atlas – The Books of Beginning 1 Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst Vom Verlag empfohlenes Höralter: Ab 10 Jahren ISBN: 978-3-86231-195-8 www.der-audio-verlag.de www.EmeraldAtlas.com
Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Man schreibt das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung. Seit über hundert Jahren herrscht in der Galaxis weitestgehend Frieden. Die Liga Freier Terraner, in der Perry Rhodan das Amt eines Terranischen Residenten trägt, hat sich auf Forschung und Wissenschaft konzentriert. Mithilfe uralter Transmitter will man die riesigen Entfernungen zwischen Sonnensystemen und sogar Galaxien überwinden. Zudem hofft man auf einen Technologietransfer aus bisher unbekannten Bereichen. Dazu dient unter anderem die mysteriöse Raumstation, die zwischen den Ringen des Planeten Saturn schwebt. Die besten terranischen Wissenschaftler und Techniker arbeiten daran, dem Artefakt aus tiefster Vergangenheit seine Geheimnisse zu entlocken.
Doch die Menschen sind nicht die Einzigen, die sich für das Objekt interessieren. Auch die Frequenz- Monarchie richtet ihr Augenmerk auf die Station – und es beginnt ein gefährlicher Konflikt um das PROJEKT SATURN…
(Verlagsinfo für den Zyklus)
_Mein Eindruck:_
Mit dieser Box wird der „Stardust“-Zyklus abgeschlossen, werden die letzten Geschichten erzählt, die letzten Abenteuer erlebt und die letzten und alles entscheidenden Schlachten geschlagen. Dass Perry Rhodan das Ganze überleben wird … davon kann man eh immer ausgehen. Das ist aber auch die einzige Konstante, an der nicht gerüttelt wird … na ja, eine der wenigen. Denn auch bekannte, beliebe und den Hörern und Lesern über die Jahre ans Herz gewachsene Charaktere und Entitäten sind vor dem Serientod keineswegs geschützt. Man kann, darf und sollte immer mit allem rechnen müssen … nur so bleibt eine so alte Serie frisch und interessant.
Ziemlich bedrückt steigen wir in den letzten Block des Zyklus ein. Gucky ist vom Verlust seiner Frau Iltu und seines Sohnes Jumpy noch so benommen, dass er nicht einsatzfähig ist. Auch für die Superintelligenz ES sieht es weiterhin nicht gut aus. Die wenige Energie, die ihr zugeführt werden kann, die reicht bei Weitem nicht aus. Und Perry hat es mit VATROX-DAAG zu tun, der ihm einen Pakt vorschlägt. Ein Teil von VATROX-DAAG steckt übrigens in Philip, dem Okril des Vatrox Sinnafoch, von dessen Plänen und Aktionen wir hier auch einiges erfahren.
Die JULES VERNE sitzt fest und mit ihr Julian Tiflor. Der hat in dieser Hörbuchbox einen langen Weg vor sich, der mehrere Millionen Jahre dauert. Er marschiert nämlich durch den Zeitspeer, der sich aus 20 Zeitkörnern zusammensetzt, die das PARALOX-ARSENAL bilden, hinter dem alle her sind.
Und während VATROX-VAMU zum letzten Gefecht gegen die Frequenzmonarchie bläst, sieht sich diese nun zwei Feinden gegenüber … die Terraner sind ja schließlich auch noch da. Ein Terraner, der vielen Fans der ersten Stunde noch als Mutant bekannt ist, verlässt an dieser Stelle die Serie endgültig.
ES frisst mittlerweile scheinbar alles und jeden, um am Leben zu bleiben und schickt auch noch ein paar Altbekannte ins Rennen: den Revolverhelden Piet Rawland und seinen Boten Lotho Keraete.
Die alles entscheidende Schlacht um das PARALOX-ARSENAL und deren Ausgang besiegelt dann das Schicksal gleich mehrerer Mächtigkeitsballungen (nicht jeder, der stark ist, ist auch gleich eine Superintelligenz),
Da jeder Knall aber gleichzeitig Anfang und Ende ist und es hier am Schluss gewaltig knallt, findet der Zyklus einen würdigen und spannenden Abschluss und etwas Neues seinen Anfang.
_Die Sprecher:_
Renier Baaken, Tom Jacobs, Michael-Che Koch und Andreas Laurenz Maier geben sich im Wechsel das RHODAN-Mikro in die Hand. Dabei bereiten sie dem Hörer aufgrund ihrer mittlerweile mehrjährigen Tätigkeit als Perry-Sprecher viel Spaß und kurzweilige Unterhaltung. Tom Jacobs ist dabei recht schnell zum Favoriten der meisten Hörer geworden. Auch Renier Baaken bietet viel Einsatz vor dem Mikro und gehört für einige zu den beliebtesten und für andere zu den „gewöhnungsbedürftigsten“ Sprechern der SciFi-Dauerserie … die Geschmäcker sind halt verschieden. Aber auch Koch und Maier bieten prima Kopfkino und eine lebendige Performance an.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, aber der des Sprechers nicht. Auch das Cover des entsprechenden Perry-Rhodan-Hefts gibts in den ID3-Infos zu sehen.
_Die Ausstattung:_
Die mit dem Cover der Box bedruckten MP3-CDs, stecken in beidseitig bedruckten Papphüllen, die mit den Covermotiven der auf den CDs enthaltenen zwei Lesungen bedruckt sind. Die CDs selbst zeigen das Box-Motiv, das dem Heft-Titel 2584 „Der Okrivar und das Schicksal“ entspricht. Auf den CDs sind neben den Lesungen auch die entsprechenden Cover als JPG- und PDF-Datei zu finden sowie Glossare und Kommentare, die immer am Ende der Heftromane abgedruckt sind, als zusätzliche PDF-Datei.
Im Bookletfaltblatt finden wir die Technik-Credits und eine Aufstellung der CD-Inhalte. Auf der Rückseite gibts noch einmal den Klappentext, der auch schon auf der Box zu finden war. Da keine Werbung dafür zu finden ist, ist noch nicht bekannt, ob der Verlag auch die Lesungen des nächsten Zyklus, „Neuroversum“, der in einem halben Jahr abgeschlossen sein wird, als praktisch schmucke Sammlerbox-Edition veröffentlichen wird.
|Inhalt|:
CD1:
2580 – „Handelsstern im Visier“ – Autor: Christian Montilon – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:05 Std.
2581 – „Wunder in Gefahr“ – Autor: Leo Lukas – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:12 Std.
CD2:
2582 – „Ein Kind der Funken“- Autor: Leo Lukas – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 2:46 Std.
2583 – „Psi-Inferno“ – Autor: Arndt Elmer – Sprecher: Andreas Laurenz Maier – Spielzeit: 2:40 Std.
CD3:
2584 – „Der Okrivar und das Schicksal“ – Autor: Frank Borsch – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:11 Std.
2585 – „Der Tanz der Vatrox“ – Autor: Frank Borsch – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:53 Std.
CD4:
2586 – „Die Sektorknospe“ – Autor: Wim Vandemaan – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 3:21 Std.
2587 – „Krieg in der Schneise“ – Autor: Christian Montilon – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:00 Std.
CD5:
2588 – „Aufmarsch der Titanen“ – Autor: Arndt Elmer – Sprecher: Andreas Laurenz Maier – Spielzeit: 3:05 Std.
2589 – „Tod der Frequenzfolger“ – Autor: Arndt Elmer – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 2:41 Std.
CD6:
2590 – „Der Tote und der Sterbende“ – Autor: Michael Marcus Thurner – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:37 Std.
2591 – „Im Auftrag der Superintelligenz“ – Autor: Michael Marcus Thurner – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:28 Std.
CD7:
2592 – „Im Zeitspeer“ – Autor: Leo Lukas – Sprecher: Andreas Laurenz Maier – Spielzeit: 3:13 Std.
2593 – „Das Paralox-Arsenal“ – Autor: Leo Lukas – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 2:54 Std.
CD8:
2594 – „Begegnung der Unsterblichen“ – Autor: Frank Borsch – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:27 Std.
2595 – „Wanderer am Scheideweg“ – Autor: Michael Marcus Thurner – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 3:00 Std.
CD9:
2596 – „Requiem für das Solsystem“ – Autor: Christian Montilon – Sprecher: Michael-Che Koch – Spielzeit: 3:04 Std.
2597 – „Hyperkälte“ – Autor: Christian Montilon – Sprecher: Andreas Laurenz Maier- Spielzeit: 2:54 Std.
CD10:
2598 – „Tod einer Superintelligenz“ – Autor: Marc A. Herren – Sprecher: Renier Baaken – Spielzeit: 3:28 Std.
2599 – „Der letzte Tag“ – Autor: Marc A. Herren – Sprecher: Tom Jacobs – Spielzeit: 3:22 Std.
_Fazit:_
Auf zum letzten Gefecht. Diese Box mit den letzten 20 Heftlesungen des Zyklus „Stardust“ wirft noch einmal alle Mächte in die Schlacht. Gut gegen Böse, Perry gegen die VATROXe und ES wartet darauf, dass Rhodan ihm das PARALOX-ARSENAL bringt, damit sich die Superintelligenz wieder neu aufladen kann. Aber, erstmal finden!
Mit interessanten und spannenden Ideen schicken die Autoren hier teils schon lange bekannte und beliebte Charaktere ins letzte Rennen, von denen leider nicht alle überleben. Mich persönlich hat die Idee des Zeitspeers und der Millionen von Jahren dauernden Durchwanderung durch den armen Julian Tiflor am meisten beeindruckt. Wer weiß, obs da nicht mal eine eigene Serie vom Kaliber der „Zeitabenteuer“ von Atlan gibt oder eine Kurzreihe von ein paar Taschenbüchern.
Dies ist wieder eine schöne Sammlerbox, die sich der Fan gern ins Regal stellt … was er mit den auch erhältlichen Downloadversionen der Lesungen nicht tun kann.
|10 MP3-CDs in Papp-Klappbox
20 Lesungen mit einer Gesamtspieldauer von 63 Std.
ISBN: 978-3-943393-36-1|
http://www.einsamedien.de
Die Lesungen sind beim Verlag auch als Download erhältlich.
Es ist das Jahr 3578. Die Menschheit der Erde ist bis auf wenige Immune der Aphilie verfallen und hat die Fähigkeit verloren, Gefühle zu empfinden. Rhodan und andere Immune wurden von der Erde verbannt. Mit dem Fernraumschiff SOL suchen sie seit nunmehr 38 Jahren die Position der heimatlichen Milchstraße, bisher ohne Erfolg. Zu allem Überfluss treibt der Bordrechner SENECA ein falsches Spiel und paktiert mit den Keloskern. Das Shetanmargt, ein unersetzbares Aggregat der genialen Mathematiker, soll an Bord der SOL gebracht werden. Im Malstrom der Sterne, dem neuen Standort der Erde, existiert eine zweite von Menschen bewohnte Welt: Ovarons Planet. Perry Rhodan ließ dorthin kurz vor seiner Verbannung einige Menschen evakuieren, die von der Veränderung nicht betroffen waren. Die Frauen von Ovarons Planet benötigen nun Hilfe. Perry Rhodans Sohn Roi Danton und Reginald Bull, der die Fesseln der Aphilie überwinden konnte, bereiten ein riskantes Rettungsmanöver vor… (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Dieses silberne Hörerlebnis ist grob in drei Handlungsfäden aufgeteilt. Der titelgebende „Kampf um die SOL“ findet im ersten Drittel statt. Später geht es dann mit den Aphillikern auf eine Erforschungsreise und am Ende „arche-typisch“ auf Ovarons Planet, wo Frauen und Kinder leben, die nicht von der Aphilie befallen sind.
Interessant ist grad im ersten Teil, dass der Feind nicht nur von außen angreift … in Gestalt der Kelosker, die wir schon im letzten Silberhörbuch kennengelernt haben … sondern auch von innen. Das Bordgehirn der SOL, SENECA, scheint irgendwie sein eigenes Süppchen zu kochen und das schmeckt Perry so gar nicht. Was die Inpotronik zusammen mit den Keloskern mit dem Shetanmargt vorhat … und was das eigentlich ist … das erfährt der Hörer hier abwechslungs- und wendungsreich, spannend erzählt in der ersten Hälfte dieser |Silber Edition|. Daran Anteil haben auch zwei Kinder, die Ersten, die auf der SOL geboren wurden. Sie haben nicht nur die kaum aussprechlichen Namen Ulturpf und Kjidder (wer kommt denn auf so was, bitte?), sondern auch eine gehörige Portion Spieltrieb. Und wenn sich das auch noch mit Parafähigkeiten koppelt, dann ist für einiges an Turbulenz gesorgt. Auch die Mobileinheiten von SENECA, Romeo und Julia, haben hier einiges zu tun. Wie die beiden aussehen, das haben wir schon in der Risszeichnung im letzten Booklet sehen können.
Der politische Aphilie-Teil, der zwischen den anderen beiden Handlungssträngen beschrieben wird, war nicht so meins. Dieser ganze Kriegsgerichtsprozess-Propaganda-Part sprach mich nicht so an und hielt für mich nur die nächsten wirklich interessanten und Zyklus relevanten Abenteuer fern. Ok, die Aphiliker haben selbst auch mal eine Expedition gestartet, die kolossal nach hinten losging … ist interessant und auch tragisch verheerend verlaufen, aber, weitergebracht haben sie den Zyklus für mich nicht wirklich.
Tja, und dann gibts da noch den letzten Teil. Eigentlich heißt es ja „Mars Needs Women“ … die Autoren haben hier ein „Männer für Ovarons Planet“ draus gemacht. Der „Entführungsversuch“, einige Hundert Männer von Terra zu „klauen“, den fand ich dann wieder spannend. Da fühlt sich der Hörer als Teil einer Undercover-Mission, an deren Ende er richtig grinsen kann. Hier erwarten die Männer nämlich keine kuschenden Weibchen … die Damen wissen ganz genau, was sie wollen. Und nicht nur die Machos unter den Hörern haben sich die Geschichte irgendwie anders vorgestellt.
|Das Hör-Erlebnis:|
Hier und da unterstützt von einem Ambient-Sound-Teppich beschreibt uns Andreas Laurenz Maier die Situation, in der sich Perry befindet. Die Kelosker kennen wir ja noch vom letzten Hörband und von der Auseinandersetzung mit ihnen erzählt uns der Sprecher anfangs hier auch. Das tut er nicht überbordend euphorisch, sondern mit einer gewissen Zurückhaltung, dennoch aber mit genügend Engagement, um die Story lebendig klingen zu lassen.
Nicht lebendig klingen seine Roboter und für meinen Geschmack ein wenig zu nervig monoton runtergerattert. SENECA selbst hingegen … da hatte ich das Gefühl, als würde der Sprecher extra dicht ans Mikro rutschen und versuchen, wie HAL aus „2001“ zu klingen. Gucky hört sich wie gewohnt wie Bugs Bunny an, hat aber so seine wirklich eigene und extrem gut wiederzuerkennende Marke bekommen.
Generell schafft es Maier wieder, die vielen Charaktere unterscheidbar ins Ohr des Hörers zu bringen. Dafür verstellt er mal mehr, mal weniger, die Stimme oder variiert die Sprachgeschwindigkeit oder -lautstärke. Die Kelosker klingen bei ihm, als hätte er sich ein Dutzend Zahnarzt-Tampons in die Wangentaschen gestopft … auch eine interessante Idee. Das macht Spaß und hält das Interesse die ganze über Zeit hoch.
Und das eher kreischende Fraueninferno am Ende nimmt der Hörer dann auch grinsend hin und denkt dabei an die deutsche Synchro von „Das Leben des Brian“.
|Die MP3s und das Booklet|
Die Qualität der MP3s entspricht anfangs dem Eins-A-Medien-Standard von festen 192 Kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo und wechselt ab Track 66 zu einer durchschnittlichen Bitrate von 148 Kbps. Ab Track 104 liegen wieder die festen 192 Kbps vor. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.
Das Titelbild der |Silber Edition 83|, das auch in den ID3-Tags der Dateien zu finden ist, liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei und entspricht der Front von Heft 716, „Unheil aus fremder Dimension“. Außerdem bekommen wir noch das Cover von Heft 713, „Roboter lügen nicht“, als JPG-Datei in der Auflösung 2000 x 2958 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.
Im beiliegenden Booklet finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Hubert Haensel, eine Risszeichnungen eines Raumschiffs der Kelosker, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 713, 714, 715, 716, 718, 732 und 733. Das Titelbild des hier auch enthaltenen Hefts 719, „Fluchtpunkt Ovarons Planet“, fehlt. Außerdem gibts vorn noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 716, „Unheil aus fremder Dimension“, und am Ende die von Band 714, „Kinder der SOL“, zu sehen.
_Mein Fazit:_
Ein geteiltes Abenteuer bringt uns weiter in den Zyklus. Erst kämpft die Besatzung der SOL gegen seine eigenen Bordsysteme, die mit den Außerirdischen gemeinsame Sache macht, später macht Bully sich daran, für einen Planeten ohne Männer, Nachschub von Terra zu klauen.
Bis auf den Aphiliker-Expeditions-Teil in der Mitte hat mir diese |Silber Edition| wieder gut gefallen, weil sie Abwechslung und nicht erwartete Wendungen zu bieten hat. Turbulenzen gibts selbst gemachte und kosmische, die mehr oder weniger weitreichende Auswirkungen haben.
Und der Schluss zaubert diesmal ein sattes Grinsen auf die Hörergesichter, anstatt sie wie sonst üblich mit einem allzu fiesen Cliffhanger in die nächste Warteschleife zu verabschieden. Und was das Shetanmargt in SENECA für Auswirkungen hat, das erfahren wir dann das nächste Mal, wenn „Eine Galaxie stirbt“.
Andreas Laurenz Maier hat diesmal eine Menge Charaktere, unterschiedliche Rassen und Geschlechter zu vertonen, was ihm sehr gut gelingt. Immer sind alle Figuren gut voneinander zu unterscheiden und entwickeln ihre eigene Dynamik. Wem die eine oder andere Variation nicht zusagt, der bekommt genügend andere vorgestellt, die ihm gefallen werden. Auch bei beschreibenden Szenen wirkt Maiers Vortrag lebendig und weiß gut zu unterhalten.
|2 MP3-CDs mit 189 Tracks
Spieldauer der Lesung: 17:18 Std.
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN: 978-3943393-39-2|
http://www.einsamedien.de
http://www.perry-rhodan.net
|Hinweis:| Die |Silber Edition 83| ist auch als Downloadversion in vier Teilen beim Verlag erhältlich.
Folge 1: [„Im Schatten des Rippers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7494
Folge 2: [„Spuk im Pfarrhaus“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7519
Folge 3: [„Das entwendete Fallbeil“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7519
Folge 4: [„Der Engel von Hampstead“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8036
Folge 5: [„Die Affenfrau“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8035
Folge 6: _“Spurlos verschwunden“_
_Gestatten, Mr und Mrs Watson: Im Clinch mit der Engelmacherin_
Immer wieder verschwinden gegen Bezahlung in Pflege gegebene uneheliche Kinder spurlos. Als ein solcher Schicksalsschlag das nähere Umfeld der Bewohner der Baker Street 221b trifft, zögern Holmes und Watson nicht, in der besorgniserregenden Sache tätig zu werden. Dafür muss sich allerdings die treue Seele Mrs Hudson als Watsons Gattin ausgeben … (Erweiterte Verlagsinfo)
Diese Fälle dieser neuen Holmes-Reihe wurden nicht von Sir Arthur Conan Doyle geschrieben, sondern alle von Marc Gruppe. Sie basieren natürlich auf den originalen Figuren, die mittlerweile Allgemeingut geworden sind.
_Der Autor_
Marc Gruppe ist der Autor, Produzent und Regisseur der erfolgreichen Hörspielreihe GRUSELKABINETT, die von Titania Medien produziert und von Lübbe Audio vertrieben wird. Genau wird dort erscheinen auch „Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ meist im Doppelpack.
_Die Sprecher/Die Inszenierung_
|Die Rollen und ihre Sprecher|
Sherlock Holmes: Joachim Tennstedt (dt. Stimme von John Malkovich)
Dr. John H. Watson: Detlef Bierstedt (dt. Stimme von George Clooney u. a.)
Mrs. Hudson: Regina Lemnitz (dt. Stimme von Kathy Bates)
Fanny Ross: Anna Grisebach
Amelia Dyer: Sonja Deutsch
Polly Dyer: Reinhilt Schneider
Granny Smith: Jessy Rameik
Zeitungsjunge: Henri Färber
Margery Mapleton: Philine Peters-Arnolds
Regie führten die Produzenten Marc Gruppe und Stephan Bosenius. Die Aufnahmen fanden in den Planet Earth Studios und im Titania Medien Studio statt. Alle Illustrationen – im Booklet, auf der CD – trug Firuz Askin bei.
_Handlung_
Margery Mapleton, die Cousine von Mrs. Martha Hudson, wendet sich hinter deren Rücken direkt an Sherlock Holmes und Dr. Watson – ein unerhörter Vorgang, der nicht unregistriert bleibt. Während sich Watson noch darüber echauffiert, ist Holmes viel mehr an dem interessiert, was Margery will.
Ihre junge Großkusine Fanny Ross habe ihr Baby an eine Engelmacherin verloren. Das heißt, sie gab es dieser Amelia Dyer eigentlich in Pflege, damit diese das uneheliche Kind liebevoll aufzog. Dafür zahlte sie ihr eine erhebliche Summe, denn Fanny ist lediglich eine arme Gouvernante. Doch als sie das Baby zurückhaben wollte, präsentierte ihr die Dyer ein ganz anderes Baby – bevor sie völlig verschwand. Holmes ist zu Watsons Verblüffung sofort interessiert und lässt Fanny Ross zu sich bitten. Mrs Hudson ist schockiert: eine moralisch höchst anrüchige Sache, um die sich Holmes da kümmert.
Fanny Ross erzählt in groben Zügen die gleiche Geschichte wie ihre Großtante, doch sie geht in alle Details und liefert eine genaue Beschreibung der drei Frauen, mit denen sie in Reading zu tun gehabt hat: Amelia Dyer, etwa 50 Jahre alt, deren Tochter Polly, etwa 30, und Granny Smith, um die 60 Jahre. Alle drei knöpften Fanny erst ein halbes Jahresgehalt ab, bevor sie mit ihrem Baby spurlos verschwanden. Holmes ahnt, dass der kleine Jeremy, dessen junger Vater nach Indien verbannt wurde, längst nicht das einzige Kind ist, dem dieses Schicksal widerfahren ist. Es soll sogar Baby-Farmen und Menschenhandel geben, hat er gehört. Watson und Ross schaudert es bei dieser Vorstellung.
Doch wie lässt sich die Dyer finden, fragt ihn Watson. Ganz einfach: Die Dyer werde zu ihnen kommen, und zwar wegen eines Köders, den er, Holmes, auswerfen werde. Doch dafür muss sich Watson eine Gattin zulegen und zusammen mit dieser ein Kleinkind zur Adoption freigeben. Watson stutzt. Und wer bitteschön soll diese Gattin sein? Wer wäre dafür besser geeignet als die treueste Seele von Baker Street 221b, nämlich Mrs. Hudson?
Alles klappt, wie Holmes es geplant hat. Doch die Spur, die in eines der finstersten Viertel von Reading führt, hält für die beiden Schnüffler noch einige Schrecken bereit …
_Mein Eindruck_
Was ist nur in Holmes gefahren, fragt sich Watson besorgt – und wir mit ihm. Ist der Meisterdetektiv, der fürstliche Honorare einstreicht, unter die Samariter gegangen? Doch seine Ambitionen sind noch weitaus höher, wie sich nach dem dramatischen Ausgang dieses Abenteuers herausstellt: Holmes ändert die Gesetzgebung.
Der Grund für Fanny Ross‘ missliche Lage ist nämlich ein Gesetz aus dem Jahr 1834, das uneheliche Väter davon entbindet, Unterhaltszahlungen an die uneheliche Mutter zu zahlen. Verfügt diese über keine Mittel, das Kind zu ernähren, so bleibt ihr nichts anderes übrig, als es in Pflege und zur Adoption freizugeben. Denn auf Kindesmord steht bekanntlich die Todesstrafe. Dennoch sterben verdächtig viele uneheliche Kinder per „Unfall“ schon bei oder kurz nach der Geburt.
|Die Industrie|
Eine grauenerregende Industrie, so Holmes, habe sich aus dieser Situation ergeben: Sogenannte „Engelmacherinnen“, die, wenn sie keine verbotene Abtreibung vornehmen, die kleinen Bälger erst abkaufen und dann um die Ecke bringen; Baby-Farmen, in denen uneheliche Kinder unter erbärmlichsten Bedingungen aufgezogen werden, scheußlicher, als sich das Charles Dickens je hätte ausmalen können. Menschenhandel sollte mit einem Gesetz von 1871 unterbinden, indem es Pflegeelternschaft meldepflichtig machte, doch kaum jemand beeilt sich mit dem Melden. Holmes ist finster entschlossen, diesen sozialen Sumpf trockenzulegen. Die Missstände haben sich seit der Freigabe der Abtreibung in westlichen Ländern gebessert, doch woanders sieht man noch mittelalterliche Zustände, die stets zu Lasten der betroffenen Frauen gehen.
In Szenen, die zunehmend spannender werden, folgt das dynamische Duo den beiden Dyers in deren Hauptquartier. Dort werden sie Zeugen des Horrors und einer frevlerischen Tat. Amelia Dyer ist zudem opiumsüchtig und zu jeder Schandtat fähig. Sie müssen sich beeilen, wollen sie noch Schlimmeres verhindern. Doch wo ist der kleine Jeremy? Kommen sie noch rechtzeitig?
|Das Motiv|
Ob Holmes ein persönliches Motiv hat, das sich aus seiner eigenen Familiengeschichte ergibt, ist schwer zu sagen. Im KANON der von Conan Doyle geschriebenen Geschichten werden weder Holmes‘ Vater noch Mutter benannt. In den PASTICHES hat sich aber ein sekundärer Kanon eingebürgert, in dem Violet Sherrinford seine Mutter ist und Siger Holmes sein Vater. Dieser hat sich also nicht vom Acker gemacht, und weder Sherlock noch sein Bruder Mycroft sind uneheliche Söhne. Siehe dazu die Seite http://de.sherlockholmes.wikia.com/wiki/Sherlock__Holmes%27__Familie.
Was Holmes‘ Motiv angeht, können wir ihm nur edelste menschliche Vorsätze, Regungen und Ziele unterstellen. Feststeht, dass er seine Haltung gegenüber Watson beredt zu begründen versteht. Watson kann ihm darin als Mediziner, der per Hippokrates-Eid am menschlichen Wohl und Leben interessiert ist, nur beipflichten.
_Die Sprecher/Die Inszenierung_
|Die Sprecher|
Die Hauptfigur ist natürlich der Titelgeber himself. Joachim Tennstedt verleiht Sherlock Holmes eine flexible Janusköpfigkeit. Die erste Seite bekommen wir zu sehen, wenn Holmes recht abweisend zu Mrs. Hudson, der treuen Seele des Haushalts, ist. Das hält sie aber nicht davon ab, die Vorhänge aufzureißen und frische Luft in die Detektivsgruft zu lassen.
Die andere Seite Holmes‘ ist die des energischen Ermittlers, der sich auch verkleidet. Die Dritte ist die des freundlichen Verführers und Gentlemans – sie bekommen wir erst in späteren Folgen zu Gesicht, insbesondere im Tussaud-Fall. Wie bei John Malkovich können wir uns auf einen Facettenreichtum an Darstellungsformen freuen.
|Dr. Watson|
Die Figur des Dr. Watson ist in vielen Verfilmungen misrepräsentiert worden. Neben Basil Rathbone und Peter Cushing musste er den vertrottelten Stichwortgeber mimen. Er war der selbstgefällige Körper neben dem rastlosen, aber kranken Geist des Detektivs. Nicht so in dieser neuen Serie.
Detlef Bierstedts Stimme ist uns von George Clooney vertraut, daher kann er mit einer gewissen geliehenen Autorität auftreten, ganz besonders in allen medizinischen Belangen. Dennoch kommt er häufig über die Rolle des Stichwortgebers nicht hinaus. Holmes hat stets die Initiative. In Folge 3 wird Watson sogar als Aktenträger missbraucht. Doch auch er verfügt über einen Revolver und die Kenntnisse, diesen zu gebrauchen, besonders aus seiner Zeit in Afghanistan.
|Mrs. Hudson|
Regina Lemnitz als Mrs. Hudson zeigt sich stets hilfreich, mal energisch, mal als fühlende Seele, etwa bei ihrem Besuch im Wachsfigurenkabinett (Folge 2), bei dem sie unverhofft von Sherlock Holmes überrascht wird. Außerdem ist sie das moralische Zentrum jeder Folge. Alles, was Holmes & Watson tun, müssen sie nicht nur gegenüber Inspektor Abberline rechtfertigen, sondern vor allem vor ihrer Haushälterin. Sie würde sie sonst hochkant hinauswerfen. Regina Lemnitz als Mrs Hudson dürfte man für eine ganze Weile nicht so verblüfft hören wie bei Holmes‘ Ansinnen, sie zur „Mrs. Watson“ zu machen..
Während die jungen Damen ihrer hilfesuchenden Rolle vollständig gerecht werden, bleibt vor allem die Figur der Amelia Dyer in Erinnerung. Sie ist ein wahres Chamäleon. Gegenüber Fanny Ross gibt sie sich als Fürsorglichkeit in Person, die sich um den kleinen Säugling liebevoll kümmern werde. Bei der Vertragsunterzeichnung erweist sie sich als harte Geschäftemacherin. Doch sie hat eine wesentlich dunklere Seite, die mit ihrem exzessiven Opiumgenuss zu tun hat. Und wenn sie die kleinen Säuglinge anschreit, weiß man, dass man es mit einem Ungeheuer zu tun hat.
|Geräusche|
Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut. Statt der aus dem GRUSELKABINETT vertrauten Andeutungen setzt diese Reihe mitunter auf gewisse Splattereffekte. Nicht so hier. Die Atmosphäre in Baker Street 221b ist sehr heimelig und gemütlich. Holmes schmaucht hörbar Pfeife, alle trinken Tee, nur ab und zu ist Straßenlärm zu hören. Einen krassen Kontrast dazu bietet Dyers Haus in Reading, in dem Babygeschrei gegen Dyers eigenes Gezeter anzukämpfen versucht – bevor es auf unheilvolle Weise verstummt.
|Musik|
Die Musik entspricht der eines Scores für einen klassischen Spielfilm, also nicht zwangsläufig für einen Horrorstreifen. Klassische Instrumente wie Violine, Cello und Kontrabass werden manchmal von elektronisch erzeugten Effekten ergänzt. Schnelle Musik deutet Dynamik und Dringlichkeit an, langsame Musik entspannt und immer wieder endet eine Szene in einem dramatischen Crescendo.
Die heimelige Stimmung in der Baker Street 221b bildet den Ausgangspunkt einer musikalischen Entwicklung, die in sehr beunruhigenden Bässen ihren Schlusspunkt findet: Die unheilvolle Musik verbindet sich mit dem grollenden Donner über Reading zu einer Gänsehaut erzeugenden Tonkulisse, die der entsprechenden Handlung die passende Stimmung verleiht.
Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.
|Das Booklet|
Im Booklet sind die Titel des GRUSELKABINETTS verzeichnet sowie Werbung für den verstorbenen Künstler Firuz Askin zu finden. Die letzte Seite zählt sämtliche Mitwirkenden auf. Ein zweites Booklet („Katalog 2012/13) listet sämtliche Titel von Titania Medien auf, und zwar auch alle Neuerscheinungen bis Mai 2013.
Hinweise auf die nächsten Hörspiele:
Nr. 70: Robert E. Howard: Schwarze Krallen (11/12)
Nr. 71: M.R. James: Der Eschenbaum (11/12)
Nr. 72: R.L. Stevenson: Markheim (03/12)
Nr. 73: A. Conan Doyle: Das Grauen im Blue-John-Stollen (03/12)
Nr. 74: E. Nesbit: Die Macht der Dunkelheit (04/12)
Nr. 75: Mary Fortune: Weiß (04/12)
Nr. 76: Bram Stoker: Das Teufelsloch (05/12)
Nr. 77: R. E. Howard: Das Feuer von Asshurbanipal (05/12)
_Unterm Strich_
Der Reiz dieses „geheimen Sherlock-Holmes-Falles“ liegt sowohl im verborgenen Verbrechen als auch in den davon Betroffenen. Bemerkenswert fand ich, dass alle Betroffenen als auch alle Verbrecherinnen weiblichen Geschlechts sind. Holmes muss obendrein die treue Seele Mrs. Hudson als Helferin engagieren, um den Köder für die Verbrecherin auslegen zu können. Mit anderen Worten: Ohne Frauen läuft in diesem Fall überhaupt nichts.
Das liegt aber auch an der besonderen Art des Verbrechens und der Verbrecher. Abtreibung, Betrug, Kindesmissbrauch (durch Nahrungsmangel) und schließlich eindeutig Mord an den kleinen Opfern sind Verbrechen, die es auch heute noch gibt. Vielleicht nur so sehr in der westlichen Gesellschaft, wo Abtreibung weitgehend legalisiert ist (auch wenn es dem Papst nicht gefällt), aber doch vielfach in anderes Ländern. Bekanntlich herrscht beispielsweise in China ein Überschuss an Männern und ein Mangel an Ehefrauen – eine Folge der Morde an weiblichen Säuglingen. Ob es dort wohl ebenfalls „Engelmacherinnen“ gibt, darf sich jeder selbst fragen.
In einer fesselnden Verfolgungsjagd sehen wir diesmal Holmes und Watson auf der Spur der Engelmacherin. Das Finale ist sehr schnell inszeniert, so dass ich jedem Hörer nur raten kann, genau hinzuhören, um alles mitzubekommen. Die Szenen wechseln schnell, die Dramatik ist hoch – ein würdiger Abschluss für ein Hörspiel, das täuschend langsam, gemütlich und humorvoll beginnt. Die Komödie um „Mr. und Mrs. Watson“ findet im Drama ihr passendes Gegengewicht, der Showdown hat mich völlig zufriedengestellt. Ob Holmes sein Ziel erreicht hat, darf hier nicht verraten werden.
|1 Audio-CD
Spieldauer ca. 79 Minuten
ISBN-13: 9783785747216|
Ost-England im Jahre 1690: Zu seinem grenzenlosen Missfallen muss Sir Matthew Fell im Park seines Anwesens Castringham Hall in Suffolk in den Vollmondnächten immer wieder eine unheimliche Frau aus dem Dorf beobachten, die sich an einem gewaltigen Eschenbaum zu schaffen macht. Wie er nur zu gut weiß, steht die Frau im Ruf, eine mächtige und sehr gefährliche Hexe zu sein… (Verlagsinfo)
Der Verlag empfiehlt das Hörspiel ab 14 Jahren.
Der Autor
Montague Rhodes James (1862-1936) war ein englischer Altertumsforscher und Autor von Geistergeschichten. Außerdem war er Provost von Cambridge University und Eton College. Der Öffentlichkeit bekannt wurde James ab 1894 durch seine Geistergeschichten, wobei er sich auf zahlreichen Reisen auf dem europäischen Kontinent Anregungen holte. Seine profunden historischen Kenntnisse, die er in seine Erzählungen einfließen ließ, geben diesen einen Anstrich von Authentizität.
James bediente sich häufig der Elemente von „klassischen“ Geistergeschichten und perfektioniert diese: Der Schauplatz ist oft eine ländliche Gegend, Kleinstadt oder eine ehrenwerte Universität mit einem verschrobenen Gelehrten als Protagonisten. Die Entdeckung eines alten Buches oder einer anderen Antiquität beschwört das Unheil oder eine dunkle Bedrohung herauf. Dabei wird das Böse eher angedeutet und der Vorstellung des Lesers überlassen, wogegen die Charaktere und der Schauplatz detailliert beschrieben werden. (Quelle: Wikipedia)
Die Sprecher/Die Inszenierung
Die Rollen und ihre Sprecher:
Erzähler: Hasso Zorn
Sir Matthew Fell: Frank-Otto Schenk
Vicar Crome: Hans-Jürgen Dittberner
Mrs. Mothersole: Katarina Tomaschewsky
Sir Richard Fell: Sebastian Schulz
William Crome: Martin Kautz
Mrs. Chiddock: Sonja Deutsch
Bischof von Kilmore: Lutz Mackensy
Hexenjäger: Peter Weis
Totengräber: Ronald Nitschke
Diener: Louis Friedemann Thiele
Gärtner: Filipe Pirl
Marc Gruppe schrieb wie stets das Buch und gemeinsam mit Stephan Bosenius setzte er es um. Die Aufnahme fand im Titania Medien Studio und in den Planet Earth Studios statt und wurde bei Kazuya abgemischt. Die Illustration stammt von Firuz Askin.
Handlung
Ein Vollmond bescheint im März des Jahres 1690 Schloss Castringham Hall, in dem Sir Matthew Fell residiert. Er und Vikar Crome begeben sich nach einer Unterredung zum Tor. Sie sind sich einig darüber, dass das hiesige Hexenunwesen nachdrücklich bekämpft werden muss. Da ertönt ein tiefes Geräusch von der vor dem Schloss emporragenden, uralten Esche, und ein kalter Hauch zaust das Haar der beiden Herren. Sie trennen sich, mit frischen Plänen im Kopf.
Fell ist der stellvertretende Sheriff der Gemeinde Castringham, die in der Grafschaft Suffolk liegt. Er geht gerade zu bett, als er ein Flüstern von der Esche vernimmt: „Adams erste Braut, komm herauf zu mir.“ Fell weiß genau wie Crome, dass Adams erste Braut Lilith war und Eva erst später kam. Die verstoßene Lilith jedoch gilt als Königin der Dämonen. Aufgeregt eilt deshalb Fell zur Tür, um der Frau, die da geflüstert hat, nachzugehen und sie zur Rede zu stellen. Zu Pferde und mit Begleitern verstärkt fordert er vor dem Haus von Mrs Mothersole, die als Hexe gilt.
Mothersole bestreitet, bei Fell gewesen zu sein. Sie habe geschlafen. Er nennt sie dennoch eine Teufelin und droht ihr mit dem Hexenjäger, dem Wichtfinder General. Obwohl sie aufschreit und sich gegen die zupackenden Schergen wehrt, lässt Fell sie in den Kerker werfen. Beim Prozess des Hexenjägers klagt Fell sie an, den Eschenbaum erklommen zu haben, um Äste zu okkulten Zwecken abzuschneiden. Alles Protestieren hilft der Angeklagten nichts – der Witchfinder General verurteilt sie zum Tod durch den Strang.
Der Fluch
Der Kirchplatz vor Bury Saint Edmunds ist verregnet. Dennoch hat sich viel Volk eingefunden, um den Tod der Hexe mitzuverfolgen. Die ist ungebrochen und prophezeit: „Es werde Gäste nach Castringham Hall kommen.“ Der empörte Sir Fell wird nur durch ihren gebrochenen Hals wieder besänftigt.
Im Mai desselben Jahres lässt Sir Fell das Fenster offen, um sich vom Blätterrauschen der Esche in den Schlaf der Gerechten wiegen zu lassen. Stattdessen vernimmt er die tiefe Stimme von Mrs. Mothersole, die er doch sterben gesehen hat. Ein seltsam teuflisches Kichern, ein Glockenschlag – am nächsten Morgen finden die Diener den Hausherrn tot vor, das Gesicht blau angelaufen.
Das zweite Glied
45 Jahre später lässt der Erbe Richard das Grab der Hexe öffnen. Es ist leer. Neun Jahre später lässt sich der unverzagte und durchaus der Aufklärung anhängende Sir Richard Fell ein ruhigeres Zimmer geben. Das Einzige, das seinen exklusiven Wünschen genügt, ist das Sterbezimmer Sir Matthews. Es wurde seit jenem Todestag nicht mehr benutzt und riecht entsprechend.
Der Enkel des Vikars Crome, William Crome, warnt ihn vergebens. William hat den Bericht seines Großvaters gefunden. Die Beschreibung von Matthew Fells Leiche ist wahrlich grauenerregend. Die Leichenwäscherinnen verbrannten sich an ihr die Hände. Williams Sorge wächst, als er Fells Bibel von 1659 als Orakel benutzt. Er schaut auf die Esche, in die ein Blitz einen tiefen Spalt geschlagen hat. Wer weiß, was an dessen Grund lauert? Er kommt ihm alles andere als geheuer vor.
Richard dekretiert, dass der Baum am übernächsten Tag umgehauen werde, wenn der Bischof von Irland zu Besuch kommt. Diese Nacht verbringt Sir Richard unruhig, denn die Eschenzweige kratzen am Fenster. Missgelaunt geht er zu Bett. Bald darauf hört er ein seltsam spöttisches Keckern und die Stimme einer Frau …
Mein Eindruck
Der Autor stammte selbst aus Suffolk, jener südöstlich gelegenen britischen Grafschaft, die in seinen Geistererzählungen häufig als Schauplatz dient. In vielen Fällen stellt der äußerst gelehrte Autor, der in Cambridge und Eton arbeitete und für die Königin schrieb, die Institutionen der jeweiligen Epoche den Kräften älterer, aber mächtigerer und daher immer noch wirksamer Zeiten gegenüber. „Der Eschenbaum“ ist ein ausgezeichnetes Beispiel für diesen Konflikt, der die Zivilisation infrage stellt.
Hexerei
Hier bekommen es in zwei verschiedenen Epochen jeweils zwei Spitzen der Gesellschaft von Suffolk mit solchen Kräften zu tun. Matthew Fell ist der Gesetzeshüter und Vicar Crome der kirchliche Vorsteher des Dorfes. Folglich verfügen sie über große moralische und gesetzliche Autorität. Das erlaubt es ihnen, mir nichts, dir nichts eine Frau aus dem Dorf festzunehmen und verurteilen zu lassen, bloß weil sie glauben, sie sei eine Hexe. Und Hexenjäger gab es im England des 17. Jahrhunderts wirklich. Es gibt sogar einen Spielfilm über sie.
Aufgeklärt
Nun sollte man meinen, dass die Nachkommen Sir Fells 54 Jahre später nicht mehr an Hexen glauben, denn mittlerweile hat die Aufklärung auch England erreicht und sogar das entlegene Suffolk. Doch ironischerweise ist es genau diese Aufgeklärtheit, die Sir Richard zum Verhängnis wird. Hexen? Wer glaubt denn noch an Hexen?!
Wir erwarten, dass er weiß, dass sich der Fluch, dem sein Vater zum Opfer fiel, sich an ihm ebenfalls erfüllen werde. Doch noch nicht einmal die gruseligen Details, die ihm der neue Vicar unterbreitet und die den Fluch furchterregend machen, bringen Richard von seiner Haltung ab. Den vermaledeiten Baum fällen zu lassen, ordnet er mehr aus Bequemlichkeit an, nach dem Motto: Man kann ja nie wissen, wozu es mal gut ist. Das wird er bald bereuen.
Die dunkle Macht
Welche Macht ist es also, die sowohl abergläubischen Hexenjägern als auch aufgeklärten Geistern zum Verhängnis werden kann, fragt sich der Hörer. Es sieht ja ganz so aus, als könne man dieser Macht so oder so nicht entkommen, es sei denn, man lässt sie in Ruhe. Stets meldet sich die Stimme einer Frau aus dem Eschenbaum, und eine Frau ist es auch, die Mathhew Fell noch auf dem Galgen, auf den er sie geschickt hat, verflucht. Offenbar sind die beiden Geschlechter in einen uralten Konflikt verstrickt. Ein Hinweis auf Lilith, die erste Frau Adams, macht uns bewusst, dass dieser Konflikt schon von Anbeginn der biblischen Zeiten, also seit ca. 6600 v.Chr., andauert. (Die Alten glaubten ja noch an die Bibel, und sei es nur um der Fiktion willen.) Aber woher rührt er?
Liliths Brut
Der Tod von Matthew Fell und von Richard Fell, so vorhersehbar, der Zweite auch sein mag, lässt den Hörer doch gespannt auf die Lösung des Rätsels warten. Dieses Geheimnis soll beim Fällen des vermaledeiten Baums gelüftet werden. Es gibt schlimme Vorzeichen, die den vom Blitzeinschlag geöffneten Spalt betreffen: Es erwischt erst eine Katze, dann den Gärtner, dann beginnt das Pandämonium, dessen Flammen den Baum verschlingen. Erst ganz am Schluss findet man den ersten handfesten Beweis, was aus der Hexe Mothersole geworden ist …
Symbolik
Der Eschenbaum ist ein mächtiges Symbol für die Macht der Weiblichkeit in der Gemeinschaft. Sie bildet den Konterpart zur männlich definierten christlichen Kirche. Dort wird Mrs Mothersole, die Vertreterin weiblicher Macht geopfert. Die Esche ist auch ein Symbol von Leben und Wachstums, sie ist nichts Gemachtes oder Erbautes. Sie verändert sich fortwährend und nimmt andere Gestalt an, etwa in Fingern statt Zweigen. Sie ist folglich auch eine spirituelle Kraft, die außerhalb des Wirkungskreises der Religion steht. Womöglich vertritt sie eine viel ältere Religion, nämlich jene Mutterreligion, die von den patriarchalen Kulturen, die aus Mittelasien einwanderten (Achaier, Dorer usw.), bekämpft und vertrieben wurde. Man lese dazu „Die Weiße Göttin“ von Ranke-Graves.
Dass die Esche nichts Böses ist, will den männlichen Herrschern des Weltlichen nicht in den Kopf. Sie müssen unbedingt das Primat haben und dulden keine „Hexen“, also Frauen mit eigenen, geheimen Kenntnissen. „Weise Frauen“ sind aber nur die eine Seite der Macht in der Esche, die andere sind „Dämonen“. So erscheinen diese Geister zumindest jenen Christen, die beim Ende des Baumes zugegen sind. „Dämonen“ jedoch sind nur eine Deutung für alles, was das sogenannte Böse oder Fremde verkörpert und daher Furcht verbreitet. Ob dagegen wohl Beten hilft?
Frauenstimme, Niemands Stimme
Es ist bemerkenswert, dass in der Geschichte nur eine einzige Frau vor dem Fluch der Esche warnt, nämlich Sir Richards Haushälterin. Wie nicht anders zu erwarten, werden alle ihre Warnungen in den Wind geschlagen. Sie sollte wirklich besser auf ihren guten Ruf in der Gemeinde achten, bevor es ihr wie Mrs Mothersole ergeht. Die Unterdrückung der Frau dauert schließlich bis heute an. Ob aus dem Schuldgefühl Adams gegenüber Lilith, wie es Bibelfeste tun mögen, heraus oder aus Furcht vor der weiblichen Macht des Erschaffens, sei dahingestellt. Der Name „Mrs. Mothersole“ spricht Bände. Er bedeutet „die Seele der Mutter“ (in alter Schreibweise).
Die Sprecher/Die Inszenierung
Wir haben es bei den Figuren mit zwei Generationen zu tun, daher muss ihnen auch das Sprecherensemble entsprechen. Der alte Sir Fell, der alte Vicar Crome und die Haushälterin Mrs. Chiddock gehören der alten Generation an. Sie machen ihre Sache ausgezeichnet und wirken keineswegs senil oder träge, ganz im Gegenteil.
Zur jungen Generation gehören Sir Richard Fell, der junge William Crome und der Bischof von Irland (in einem Mini-Auftritt). Doch welcher Generation gehört Mrs. Mothersole an, die im ersten Akt ein frühes Ende am Galgen nimmt? Katarina Tomaschewsky verleiht ihr eine Altstimme mittleren Alters, was sie zwischen die beiden Generationen stellt. Dass die Leiche von Mrs. Mothersole nicht in ihrem Grab liegt, deutet ebenfalls auf eine überzeitliche Existenz hin. Sie wird noch ein drittes Mal auftauchen, aber auf welche Weise, darf hier nicht verraten werden.
Geräusche
Die Geräusche sind die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut, meist aber reichen Andeutungen aus. Diese Andeutungen sollte man angesichts ihrer häufigen Wiederholung beachten. Regelmäßig läutet die Glocke der Kirche von Castringham, stets rauschen die Blätter der Esche und immer wieder sind in der Esche seltsame Laute und zu vernehmen. Eichhörnchen? Aber welche der dämonischen Art, nehme ich an.
Mit Geräuschen und Musik baut das Hörspiel eine dichte Atmosphäre auf, die den Hörer gespannt auf die Lösung des Rätsels warten lässt. Vollmondnächte haben ihre eigene Stimmung, ebenso Blitz und Donner über einem Galgen. Diesen Outdoor-Geräuschkulissen steht die heimeligere des Herrenhauses derer von Fell gegenüber. Da klappert Geschirr, da quietschen Türen, und Diener klopfen sorgenvoll an unheimlich stille Schlafzimmertüren.
Im zweiten Akt im Sir Richard findet eine faszinierende |Überblendung| statt. Sie transportiert uns aus dem Jahr 1744 zurück ins Jahr 1690, als säßen wir in einer Zeitmaschine. Wir sehen, was Vicar Crome sieht, wenn er den Leichnam seines Freundes Matthew Fell ansieht: entsetzliche Dinge. Der Vikar nutzt dessen Bibel aus dem Jahr 1659, um ein Orakel zu lesen. Es verheißt nichts Gutes. Nach der Rückkehr in die „Gegenwart“ des Jahres 1744 tut es Cromes Enkel gleich und liest ein Orakel aus ebendieser Bibel (Papierseiten rascheln). William Cromes Sorge nimmt zu, die Spannung steigt. Doch was hat der Eschenbaum damit zu tun?
Katzenfreunde seien gewarnt: Qualvollere Schreie aus Feliden-Kehlen hat man selten vernommen …
Musik
Die Musik entspricht der eines Scores für ein klassisches Horrormovie, übertreibt es aber nicht durch übermäßige Dramatik. Vielmehr finden die Einsätze der Musik stets nur ganz gezielt dort statt, wo sie auch wirklich gebraucht wird. Wenn Suffolk beschrieben wird, erklingen tiefe und hohe Flöten, die nostalgische Romantik vermitteln. Wenn die Esche dem jeweiligen Herrn von Castringham Hall Unheil bringt, sind neben dem Blätterrauschen auch diverse Sounds und ein Chor zu hören. Dies wiederholt sich am Ende des zweiten Aktes, verstärkt durch eine Vielfalt von Geräuschen.
Das Ende des Baumes geht einher mit einer Sinfonie von unheimlichen Geräuschen, zahlreichen Schreien, Fauchen, Geheul und vielem mehr. Danach spielen ein Dudelsack und eine Flöte eine klagende Melodie, doch den Ausklang bildet eine unheimliche Musik, die den Hörer daran erinnert, dass es noch viele ähnliche Bäume auf der Welt gibt. Man denke nur an die Donareiche, die der Mönch Bonifatius anno 723 fällte, um die heidnischen Chatten (Hessen) zu bekehren (vgl. dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Donareiche ).
Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.
Das Booklet
… enthält im Innenteil lediglich Werbung für das Programm von Titania Medien. Auf der letzten Seite finden sich die Informationen, die ich oben aufgeführt habe, also über die Sprecher und die Macher.
Im Booklet finden sich Verweise auf die kommenden Hörspiele aufgeführt:
Nr. 72: R. L. Stevenson: Markheim (03/12)
Nr. 73: A. Conan Doyle: Das Grauen im Blue-John-Stollen (03/12)
Nr. 74: E. Nesbit: Die Macht der Dunkelheit (04/12)
Nr. 75: Mary Fortune: Weiß (04/12)
Nr. 76: Bram Stoker: Das Teufelsloch (05/12)
Nr. 77: R. E. Howard: Das Feuer von Asshurbanipal (05/12)
Unterm Strich
In den drei Akten des Hörspiels erleben wir die dreimalige Auseinandersetzung mit dem Eschenbaum, der die uralte Macht des weiblichen Prinzips verkörpert. Vergeblich nehmen es Hexenjäger, Vikare und andere Verteidiger der Christenheit mit dem Baum auf. Eine der Dorffrauen wird stellvertretend für die Esche als Hexe verurteilt und hingerichtet.
Die Ironie ist unübersehbar, dass der Fluch der Hexe nicht nur den Deputy Sheriff Mathhew Fell trifft, sondern auch seinen Sohn Richard, obwohl der die Existenz von Hexen und Flüchen aus Gründen der Vernunft rundweg ablehnt. So kann es nicht ausbleiben, dass sich der Fluch auch an ihm erfüllt.
Doch was hat es nun mit der Magie der Esche wirklich auf sich? M.R. James war gebildet genug, um alles über die Weltenesche Yggdrasil zu wissen. Dieser nimmt nicht nur für die Götter eine ganz besondere Stellung, sondern daraus entstanden auch die Menschen: Ask, der erste Mensch, und aus Ask und Embla, seiner Frau, der Rest der Menschheit. (Siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Yggdrasil ). Auch die weisen Frauen, die drei Nornen, saßen zu Füßen der Weltenesche.
Dass die Esche eng mit Fruchtbarkeit und Wachstum verbunden ist, aber im Gegensatz zum Christentum steht, scheint der Autor mit seiner Geschichte auszusagen. Das gekürzte Hörspiel lässt keine weiteren Deutungen zu, die in den Bereich der Religion vorstoßen könnten. (Odin hing tagelang an Yggdrasil, ähnlich wie Jesus am Kreuz, und beide erlebten eine Wiederauferstehung.)
Auf jeden Fall gibt diese bekannte Erzählung einen spannenden und unheimlichen Stoff für dieses stimmungsvolle Hörspiel ab. Die drei Akte steigern sich in Dramatik bis zu einem erstaunlichen Pandämonium, das man so von einem wohlanständigen Viktorianer, der für die Bibliothek der Queen schrieb, nicht gerade erwarten würde.
Das Hörspiel
Die Sprecher, die Vielzahl der Geräusche und die angemessene, zurückhaltende Musik bilden eine gelungene Einheit, um den Hörer zu unterhalten. Was mir allerdings im dritten Akt, der das Ende des Baumes schildert, fehlt, ist eine zentrale Perspektive durch eine wichtige Figur. Vikar Crome wäre dafür geeignet gewesen, oder noch besser die alte Mrs. Chiddock (die allerdings wohl beizeiten in Ohnmacht gefallen wäre).
Stattdessen nehmen wir die Szene durch eine Art Panoramablick wahr. Dadurch fehlt es an einer Identifikationsfigur, an deren Gefühlen wir Anteil nehmen könnten. Stattdessen fährt. Die „Kamera“ quasi zurück, und der Erzähler versorgt uns reportermäßig mit den Details des Geschehens. So werden wir mit einer emotionalen Distanz informiert, die uns zurück in unsere Realität entlässt.
Die privat geführte Oper Califia in Rocky Beach steht vor dem finanziellen Aus. So ist es nicht verwunderlich, dass die drei ??? zunächst an eine werbewirksame Veranstaltung glauben, als sich eine Mitarbeiterin der Oper Hilfe suchend an sie wendet: Im Gewölbekeller des Gebäudes gehen mysteriöse Dinge vor sich – und ein seltsames Wesen wurde gesichtet! Justus, Peter und Bob übernehmen den Fall und ahnen nicht, auf was sie sich da einlassen. Plötzlich bricht während einer Aufführung ein Großfeuer aus! War es Brandstiftung? Welche Rolle spielen dabei der undurchsichtige Moody Firthway und sein rotes Notizbuch? Nur Justus erkennt als Einziger, was sich tatsächlich hinter den Kulissen abspielt. (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Der Anfang dieses Falls hat nach einem kurzen Schreckmoment für Peter eine hochgezogene Augenbraue hörerseits zu bieten. Ein Monster, das unter der Oper lebt … ok … das glauben nicht mal zugereiste Fragezeichen-Hörer. Und dass Peter zwar normal schissig reagiert, aber gleich an eine Alien-Invasion glaubt, das überspannt den Bogen schon ein wenig. Da darf man bereits nach wenigen Minuten hoffen, dass der Rest der Folge nicht zu einem B-Movie-Klon aus den 1950ern verkommt.
Peter ist übrigens auch der, der in dieser Folge am meisten abbekommt, nicht nur bei der anschließenden Monsterjagd im Opernkeller. Bei der stellt sich sicher der eine oder andere Hörer die Frage, warum jemand als Monster verkleidet (und wenig anderes kommt für den eingefleischten Fan und die Detektive selber auch in Frage) unter der Oper herumlaufen sollte. Er scheint weder etwas angestellt zu haben, noch ist er außer den Jungs und seiner Auftraggeberin überhaupt jemandem aufgefallen.
Nach einer halben Hörstunde fällt dem Autor dann ein, dass im Titel der Folge ja das Wort „Feuer“ steht … und er steckt etwas in Brand. Das wirft irgendwie alles über den Haufen, denn in diesem Zusammenhang scheint das Abenteuer plötzlich in eine ganz andere Richtung zu schwenken, die nichts mehr mit haarigen Wookies zu tun hat. Jetzt steht auf einmal der undurchsichtige Moody im Mittelpunkt.
Und wie dann am Ende doch noch alles in einen Topf gezerrt wird, angereichert mit Informationen, die dem Hörer gar nicht zur Verfügung standen, sodass er alles sehr passiv mit einem „aha“ quittieren muss, das ist schon … na ja … ein wenig abstrus. Aliens, Oper, Feuergeister und ein Unterweltler … ein seltsamer Mix, der für mich auch nicht so wirklich ganz aufging. Ein paar Themen weniger und es wäre ein spannender Fall geworden.
Da sich aber, wie schon erwähnt, die erste halbe Hörstunde komplett dem Untergrund-Wookie widmet, mutet es an, dass der Autor hier die Story künstlich gestreckt hat.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Michelle: Ulrike Stürzbecher
Ronald Pounder: Jürgen Kluckert
Maurice Blight: Oliver Böttcher
Betsy: Heidi Schaffrath
Isabella: Isabel Navarro
Vladas Abakulow: Eric Schäffler
Moody Firthway: Peter Striebeck
Polizist: Mike Olsowski
Jenna: Konstanze Ullmer
1. Mann: Olaf Kreutzenbeck
2. Mann: Rainer Fritzsche
3. Mann: Claus Fuchs
4. Mann: Jannik Endemann
|Technik-Credits:|
Based on characters created by Robert Arthur
Erzählt von Marco Sonnleitner
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Stahlberg, Conrad, Besseler, Beethoven, Mozart, Betty George, Morgenstern
Cover-Illustration: Silvia Christoph
Design: Atelier Schoedsack
|Trackliste:|
1. Ouvertüre
2. Vorhang auf!
3. Hinter den Kulissen!
4. Zwischenspiel
5. Wesen im Dunkeln
6. Detektive in Not
7. Teepause
8. Mistkerle
9. Inferno im Tempel
10. Blitz und Donner
11. Kaffee & Schokolade
12. Am Abgrund
13. Indizien
|Die Ausstattung:|
Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für neue „Die drei ???“-Merchandise-Artikel. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 159 „Nacht der Tiger“. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe und die Trackliste.
_Mein Fazit:_
Über die Hälfte der Folge wird nach einem Wookie gejagt, der unter der Oper sein Unwesen treiben soll. Dann kommen plötzlich noch ein Feuer und eine Unterweltgröße dazu … ach ja, und Aliens nicht zu vergessen.
Für mich war diese Folge ein wenig gestreckt am Anfang und dann wirr weitergesponnen. Logisch einzuordnen werden das ganze Handlungskonstrukt, die -fäden und Charaktere auch erst in Justus‘ Abschlussstatement, in dem er seine Fakten darlegt, die der Hörer leider vorher nicht kannte. Mitraten geht diesmal leider nicht … zumindest nicht sinnvoll.
Ein echter „Feuergeist“ spielt hier weder die Hauptrolle, noch gilt es ihn zu jagen. Wir folgen den Jungs eine Stunde mehr oder weniger turbulent und hören mit einem „ah ja“ dem Cast beim auflösenden und verabschiedenden Abschlusslacher zu. Na ja.
|1 Audio-CD
Spieldauer: 56 Min.
Tracks: 13
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
EAN: 886979232822|
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Mehr als 100 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book
Aufregung in der Millionenstadt! Ein Unbekannter hat nachts die Käfige der Zootiere geöffnet und nun spazieren Elefanten durch die Stadt und Affen plündern die Marktstände. Die Bewohner der Stadt reagieren gelassen und der Zoo tut alles, um die Tiere schnell wieder einzufangen. Doch als auch die gefährlichen Geparden aus ihrem Gehege verschwinden, breitet sich Angst und Schrecken aus. Klar, dass TKKG wissen wollen, wer dahintersteckt! Schon bald haben sie eine heiße Spur, die sie direkt in die Fänge der Geparden treibt … (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Bei „Alarm im Raubtierhaus“ handelt es sich um die Hörspielumsetzung des TKKG-Romans der Nummer 117, der den gleichen Titel trägt.
Noch bevor es in den neuen Fall geht, lernen wir ein neues Fremdwort: „autark“. So leben nämlich die Bauernhofbewohner des Hofes, auf dem Tim und Klößchen ihre persönliche „ich schau mir mal einen Beruf an“-Erfahrung machen können. Karl und Gaby ziehts hingegen in den Zoo. Erleben wir diesmal ein geteiltes Abenteuer oder gar zwei?
Schnell bricht im Zoo Chaos aus und wir wissen, worauf der Autor sein Augenmerk gelegt hat. Irgendjemand sabotiert also Raubtierkäfige und lässt die Tiere auf die Bevölkerung los … nur, wozu? Anarchiegelüste oder nur ein tierisches Ablenkungsmanöver?
Während die Jungdetektive dem nachgehen, lernen wir schon wieder etwas: Was ist ein „Kuckuck“-Aufkleber und wer verwendet dieses Pfandsiegel wofür? Dass der wesentlich ungefährlicher als die ganzen zwangsausgebrochenen Zootiere ist, das ist klar. Nicht klar war mir allerdings, warum Karl und Gaby mit auf die Gepardenjagd genommen werden. Sicherlich ist auch das Wildschwein gefährlich, das währenddessen Tim und Klößchen zusammen mit dem autarken Bauern und Naturschützer erlegen wollen, dennoch könnte es dem gemischten Doppel eher, schneller und unberechenbarer an den Kragen gehen. Aber, das wird zum Glück noch geklärt und hat sogar mit dem Fall zu tun.
Der scheint eigentlich recht schnell, recht klar und recht gradlinig zu sein und eigentlich wäre jetzt nur noch der Täter zu überführen, aber zum Glück für den Hörer ist das Ganze nicht so anspruchslos. Auch die Hintergründe und die Motive für das ganze Tier-Chaos, klären sich erst ganz zum Schluss … nach einer sehr geschickten Wendung, die diesen Fall noch ein wenig mehr aufwertet.
Was mich aber gewundert hat: TKKG sind gegen die Haltung von Tieren in Gefangenschaft, weil das selten bis nie artgerecht erfolgen kann … wieso also hat sich niemand aus der Gruppe aufgeregt, als Gaby und Karl doch im Zoo ihren „Berufseindruck“ sammeln wollten? Das passt irgendwie nicht ganz zusammen.
Außerdem waren die Detektive diesmal extrem schnell auf ihren Rädern unterwegs. Verfolgen sie doch ein Taxi durch mehrere Stadtviertel. Selbst bei dauer-roten Ampeln ist das eigentlich kaum zu schaffen. Außer Atem sind die Superhelfen im Anschluss natürlich auch nicht.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler: Wolfgang Kaven
Tim: Sascha Draeger
Karl: Niki Nowotny
Klößchen: Manou Lubowski
Gaby: Rhea Harder
Zoodirektor Bauernfeind: Eckart Dux
Dieter Niebert: Mario Grete
Tierpfleger Meyer: Frank Meyer-Brockmann
Bauer Dirk: Gustav Adolf Artz
Joachim: Nicolai Munoz Möller
Fremder: Peter Weis
Pelzlady: Susan Jarling
Martha: Katja Brügger
Frau: Konstanze Ullmer
Jasmin: Kassandra Ullmer
Kind: Undine Ullmer
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel
|Trackliste:|
1. Stein, Schere, Papier
2. Eine unheilvolle Vorahnung
3. Unbekannter Saboteur
4. Eine Stadt im Ausnahmezustand
5. Alles im Griff
6. Interessante Spur
7. Die Geparden sind los!
8. Großstadtsafari
9. Schluss mit der Massentierhaltung
10. Herr mit Hut
11. Reifenspuren
12. In der Falle
|Technik-Credits:|
Buch: Martin Hofstetter nach Motiven von Stefan Wolf
Hörspielbearbeitung und Effekte: André Minninger
Redaktion: Wanda Osten, Maike Nagel
Geräusche: Wanda Osten
Produktion und Regie: Heikedine Körting
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Cover Illustration: Comicon S. L. – nach Artwork-Vorlagen von Reiner Stolte Rahmendesign: KB&B
Gestaltung: Atelier Schoedsack
|Die Ausstattung:|
Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet-Faltblatt, das in der gleichen Farbe daherkommt, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen. Dazu gibts dann noch die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits auf der Rückseite nachzulesen.
_Mein Fazit:_
Ein spannendes Abenteuer, das zweigeteilt beginnt und dem Hörer eine interessante Wendung zu bieten hat, mit der er nicht rechnet. Einiges ist so, wie die Jungdetektive es vermuten und einiges ist so, wie der Hörer es vermutet … aber eben nicht alles. Und das macht den Reiz und den Hörspaß dieser Folge aus, die nicht so gradlinig und einfach ist, wie der erste Eindruck es vermuten und befürchten lässt.
|1 Audio-CD mit ca. 63 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 887254486922|
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http://www.tkkg.de
Bei einem Segelausflug geraten die Fünf Freunde in Seenot und können sich nur durch das Licht eines Leuchtturms an Land retten. Auf der Felsenklippe scheinen merkwürdige Dinge vor sich zu gehen. Ein mürrischer Leuchtturmwärter, ein rätselhaftes Feuerschiff, unheimlicher Nebel, mysteriöse Stimmen… Und plötzlich sind Dick und Anne verschwunden und bleiben wie vom Erdboden verschluckt. Eine gefährliche Spurensuche beginnt. (Verlagsinfo)
_Mein Eindruck:_
Endlich sind mal wieder Sommerferien oder anders ausgedrückt: Es gibt ein neues Abenteuer der vier Freunde plus Hund. Diesmal solls also auf einen Segeltörn gehen. Na, denn man tau!
Lange Spaß haben die Jungs und Mädchen aber auf dem Meer nicht wirklich daran, denn beachtlich schnell wirds dramatisch. Und während die Freunde vom Sturm überrascht auf ihrem Bötchen zittern, wird sich sicher der eine oder andere junge Hörer tiefer unter die warme Decke kuscheln. Erwartet uns hier denn ein Robinson-Crusoe-Abenteuer? Nicht ganz, denn der Leuchtturm steht auf dem Festland … wenn auch recht weit entfernt vom Zuhause der Freunde.
Die Spannung steigt immer weiter, als Dick und Anne vom Leuchtturmwärter einkassiert werden. Dass zu diesem Zeitpunkt weder das Duo noch der Hörer weiß, warum eigentlich, macht die Sache nur noch unheimlicher. Was geht denn da nur vor, dass schon vorsorglich Kinder entführt werden, bevor sie überhaupt irgendetwas Verdächtiges gesehen haben?
Spätestens nach 40 Hörminuten aber knickt die Spannung um … denn es ist leider immer noch nichts passiert, geschweige denn haben die inzwischen zweigeteilten Freundesgruppen irgendetwas Interessantes herausfinden können. Stattdessen gibt es vom Skript eine Hinhaltetaktik nach der nächsten Verzögerung serviert, sodass der Hörspaß längst in Ungeduld umgeschlagen ist. Wenn sich das Hörspiel über mehrere CDs erstrecken würde, dann wäre diese Art der künstlichen Handlungsstreckung ok gewesen, aber so fühlt sich das nach Minutenschinden aufgrund von Ideenlosigkeit an.
Und als hätten die Produzenten das auch mitbekommen, legen sie ganz kurz vor Ende dann endlich wieder los und sorgen für hektische Szenen und Konfrontationen. So wird dann der Fall, der eigentlich gar keiner war, so schnell (auf)gelöst, dass man schon wieder die Augen verdrehen kann. Ob das jetzt „kindgerecht“ oder einfach nur „langweilig“ ist, das entscheidet jeder für sich.
Dass die vier Freunde allerdings nicht wussten, dass ganz in der Nähe von Kirrin ein Leuchtturm ist … na ja … ist ja nicht so, als würden sie grad ihre ersten Ferien hier verbringen … oder gar hier wohnen! Noch unrealistischer aber ist, dass die Kinder nach ihrer Befreiung nicht sofort das Weite suchen, um die Polizei zu verständigen. Stattdessen bleiben sie da und erforschen den Leuchtturm weiter. Nur Anne wirft kurz in die Menge, dass man ja verschwinden könnte … aber die anderen argumentieren dagegen. Dieses Verhalten ist kein gutes Vorbild für die junge Hörerschaft, bei allem Interesse daran, was hier eigentlich vorgeht und könnte zu unvorsichtigem Übermut führen.
Auch seltsam, dass die Verwandtschaft am Ende nicht sofort anrückt, um die Kinder abzuholen und sie stattdessen ihr Boot reparieren, um wieder nach Hause zu segeln! Warum das nicht passiert, wird wohl ebenso ein Geheimnis bleiben wie der Umstand, dass die Jungs und Mädchen keinerlei Nachwirkungen des doch recht traumatischen Vorabends zeigen, sondern sich nur auf das Segeln freuen. „Woohoo, endlich Ferien!“ .. ja, ne, is‘ klar.
|Zur Abmischung|:
Da diese Folge nicht nur „… der seltsame Leuchtturm“ heißt, sondern fast ausschließlich auch hier spielt, ist die Vielfalt an Geräuschen und Effekte nicht so üppig wie sonst. Dennoch wird hier ein prima akustischer Abenteuerhintergrund geschaffen, vor dem die Sprecher sich tummeln können.
Immer wenn die Männer vom Leuchtturm hinter einer Tür miteinander oder durch eine Tür zu den Kindern sprechen, dann sind ihre Stimmen so leise abgemischt, dass man schnell etwas Wichtiges verpassen könnte. So fix kann keiner den Lautstärkeregler hochschieben. Vielleicht geben die Kinder deshalb grundsätzlich noch mal alles eben Gehörte nach einer solchen Szene wieder, damit man nicht zurückspulen muss.
|Die Sprecher und ihre Rollen:|
Erzähler: Lutz Mackensy
Julian: Ivo Möller
Dick: Jannik Endemann
Anne: Theresa Underberg
George: Alexandra Garcia
Mr. Winslet: Eckhart Dux
Henry: Leonhard Mahlich
Bill: Holger Mahlich
1. Constable: Fabian Harloff
2. Constable: Lutz Herkenrath
Funkstimme: Jörg Gillner
|Trackliste:|
1. Schiffbruch an der Felsenklippe
2. Ein Feuerschiff in der Nacht
3. Wo sind Dick und Anne?
4. Die Kette im Felsgestein
5. Der unheimliche Nebel
6. Das Geheimnis des Leuchtturms
7. Rettung in letzter Minute
|Technik-Credits:|
Buch: Katrin McClean
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Effekte: Andre Minninger,
Geräusche: Wanda Osten
Musik: Tonstudio EUROPA
|Die Ausstattung:|
Die mit einem kalten Meeresgrün- und Blauton bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt, das in passenden Farben gehalten ist, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen sowie Werbung für das Hörspiel zum aktuellen FÜNF-FREUNDE-Kinofilm. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.
_Mein Fazit:_
Nach dem kurzen Anfangsdrama dauert es über 40 Minuten, bis es interessant und spannend wird. Dann dauert es weitere gut zehn Minuten, bis es dramatisch wird. Und innerhalb einer Minute wird komplett alles aufgelöst und zum Abschluss gebracht. Das Timing fehlt in dieser Folge also völlig.
Die Autorin hatte offenbar eine gute Grundidee, aber anscheinend Probleme, diese mit 60 Minuten Hörleben zu füllen, das den Hörer bei der Stange hält. Die Idee, erstmal überhaupt nichts zu verraten, ist sogar etwa eine halbe Stunde lang interessant, aber dann schlägt sie ins Gegenteil um und fängt an zu langweilen. Es passiert halt nichts, geschweige denn wird etwas herausgefunden. Die Story steht bis kurz vor Schluss still und explodiert dann ins Ende.
Ob das die Jüngsten der angepeilten Zielgruppe stört, das kann ich nicht beurteilen. Althergebrachte Fans der fünf haben jedenfalls schon fesselndere Abenteuer mit Julian, Dick, Anne, George und Timmy erleben können.
|1 Audio-CD mit ca. 58 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 5 Jahren
EAN: 88697230992|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
_Die |Fünf Freunde|-Hörspiele bei |Buchwurm.info|:_
Folge 74: [„… verfolgen den Wilderer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4674
Folge 86: [„… und die verlorenen Blüten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6365
Folge 87: [„… und das rätselhafte Sternbild“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6519
Folge 93: [„… und das Geheimnis des Winterwaldes“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7400
Folge 94: [„… und die Sturmflut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7549
Folge 95: [„… in der Höhle des Urmenschen“ (Folge 95)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7720
Folge 96: [„… und das gefährliche Treibgut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7839
Folge 97: [„… auf der Spur der Silberdiebe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7957
Folge 98: [„… und die Legende der Zwillingseiche“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8112
Folge 99: [„… und der seltsame Leuchtturm“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=XXXX
Seit die mysteriösen Hypnokristalle in der Milchstraße aufgetaucht sind, werden sie zu einer immer größeren Gefahr: Sie verwandeln Menschen in Sklaven, zwingen ihnen einen fremden Willen auf. Zu allem Überfluss kontrollieren die Kristalle auch noch den aus der Vergangenheit aufgetauchten Riesenroboter OLD MAN mit seinen über 15.000 Ultraschlachtschiffen. Perry Rhodan bleibt angesichts der ungeheuren Bedrohung nur die Flucht nach vorn: Mit seinem Flaggschiff, der CREST IV, nimmt er die Spur der Kristalle auf, um die hinter ihnen stehende Macht zu finden … (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
So, das Warten ist endlich vorbei und wir erfahren nun (hoffentlich), was Perry gegen die Kristalle zu tun gedenkt. Die sind zwar nicht so groß wie OLD MAN, aber viel gefährlicher. Und die Autoren machen die Jagd nicht wirklich einfach, sondern werfen noch weitere tausende von Raumschiffen und ein paar Fremdvölker mit ins Hörkopfkino.
Die Neue Galaktische Zeitrechnung ist angebrochen:
Nach Jahrhunderten der Konflikte arbeiten die Völker der Milchstraße in der Kosmischen Hanse zusammen, sie forschen gemeinsam, und sie treiben Handel. Perry Rhodans großes Ziel, seit er die relative Unsterblichkeit erlangt hat, scheint zum Greifen nahe. Die Menschen auf der Erde und auf Tausenden von Welten leben im Frieden mit allen Außerirdischen. Doch längst droht eine Gefahr im Hintergrund: Die Superintelligenz Seth-Apophis, ein mächtiger, aber nahezu unbekannter Gegner, greift nach der Milchstraße. Die eigentliche Aufgabe der Kosmischen Hanse ist deshalb, die Völker der Galaxis vor dieser unvorstellbaren Bedrohung zu schützen. Mit welchen Methoden Seth-Apophis und ihre Agenten vorgehen, wird deutlich, als ein Hanse-Stützpunkt im Chaos versinkt. Der Gegner scheint überall präsent zu sein, und er hat seine Helfershelfer längst vor Ort? mit ungeahnten Aktionen bringt er die Menschheit ins Wanken … (Verlagsinfo)
Januar 2037: Vor einem halben Jahr wagten Perry Rhodan und seine Gefährten die Reise zum Mond – dabei trafen sie auf die menschenähnlichen Arkoniden. Jetzt steht eine viel größere Reise bevor: Rhodan möchte nach Arkon vorstoßen, ins Zentrum einer alten Zivilisation, die mehrere tausend Sonnensysteme umspannt. Auf der Erde wächst währenddessen Terrania, die Stadt der geeinten Menschheit – trotz politischer Gegner sowie Machtgruppen, die ihren eigenen Interessen folgen. Gleichzeitig beginnen die Menschen damit, die Planeten des eigenen Solsystems zu erforschen. Auf dem Mars stoßen die Wissenschaftler auf ein faszinierendes Geheimnis. Davon weiß Perry Rhodan nichts. Mit der TOSOMA, einem zehntausend Jahre alten Raumschiff, rasen er und seine Begleiter hinaus ins Sternenmeer der Milchstraße. Doch dann kommt es zu einer verheerenden Katastrophe – und ein grausiger Tod bedroht die Menschen an Bord … (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
Neuer Zyklus, neues Glück, neue Abenteuer, wo solls denn hingehen? „Einmal Arkon bitte!“ Na dann mal los. Mit dem Arkon-Raumer TOSOMA, den Perry ja auf dem Grund des Atlantiks gefunden hatte, soll es mit 1800 ausgewählten Terranern zum Herrscher von Arkon gehen, um als Menschheit vorstellig zu werden. Zum einen will Crest ja eh schon lange nach Hause und zum anderen möchte Perry gern ein Bündnis eingehen. Da der Weg aber satte 34000 Lichtjahre lang und der Zyklus noch jungfräulich ist, bremst der Autor die Reise recht schnell und äußerst unsanft ab. Eine Revue wird gestört, eine Bombe gezündet und die Transitionen verlaufen mit dramatischen Folgen. Und da das schon zu Anfang der Reise passiert, bleibt dem Autor noch jede Menge Zeit und Weg, um ordentlich Sci-Fi-Drama zu zünden. Was das aber genau bedeutet, das wird in diesem NEO noch nicht deutlich.
Denn es gibt noch einen anderen Handlungsfaden, der, wie immer völlig losgelöst und zusammenhangslos vom anderen seine eigene Story zu erzählen scheint. Auf dem Mars gibts nämlich in der Bradbury Base seltsame Vorkommnisse, die untersucht und ermittelt werden. Wer denkt da nicht gleich an die „Mars-Chroniken“ von Ray Bradbury?
Nachdem ich diesen Handlungsfaden, der mich nicht wirklich interessiert hat und dessen Auflösung bei mir nur ein „Aha, na dann“ entlockte, überstanden hatte, gabs dann doch noch einen Hinweis darauf, dass die Ereignisse hier und auf der TOSOMA miteinander zu tun haben könnten. Das machts dann schon wieder etwas spannender, auch wenn ich gern auf den Mars-Teil verzichtet hätte und eher am Schicksal der TOSOMA-Besatzung interessiert war.
Die NEO-Lesungen von |Axel Gottschick| sind in der Regel um reichlich Minuten kürzer als die des Kollegen. Das liegt schlichtweg daran, dass er keine Anlaufphase braucht, um zügig und spannend die Ereignisse zu schildern, auf die Hörer sich einlassen soll. Bei Dialogen legt er sich so richtig ins Zeug und brüllt manchmal (wenn es passt) sogar. Das weckt nicht nur auf und zwingt zur Aufmerksamkeit, das macht auch richtig Spaß. Und so sind auch die Szenen auf der TOSOMA die absolut spannendsten, nicht nur, weil das Skript sie so beschreibt. Aber auch bei den Mars-Szenen droht keine Einschlafgefahr, denn Gottschick füllt auch sie teilweise mit mehr Leben, als in dem Skript vor ihm steht. Außerdem springt die Handlung ja raumtechnisch auch hin und her.
_NEO 26: „Planet der Echsen“_
Januar 2037: Mit einem altersschwachen Raumschiff, der TOSOMA, sind Perry Rhodan und seine Gefährten zu einem riskanten Flug aufgebrochen. Sie wollen nach Arkon vorstoßen und das Zentrum des riesigen Sternenreiches erreichen. Doch ein fürchterliches Unglück stoppt ihren Flug. Zur selben Zeit muss ein Mann von der Erde auf einem fremdartigen Planeten um sein Überleben kämpfen: Es ist Dr. Eric Manoli, einer der drei Astronauten, die mit Perry Rhodan zum Mond geflogen sind. Nach einem Sprung durch Raum und Zeit ist der Arzt auf einer Welt gelandet, die von Topsidern bewohnt wird.
Er ist der einzige Mensch unter den Echsenwesen – und diese sind nach den erbitterten Kämpfen im Wega-System nicht gut auf »Blasshäute« zu sprechen. Manolis wichtigstes Ziel ist die Heimkehr zur Erde. Doch zuvor muss er sich gegen mächtige Gegner durchsetzen… (Verlagsinfo)
|Mein Eindruck:|
In diesem NEO gibts sehr viel Politik. In den gewohnt zwei Handlungsfäden folgen wir einmal Eric Manoli, der nach einem Transmittergang bei den Topsidern erscheint. Hey, Transmitter, hatten wir ja schon lange nicht mehr. Die andere Geschichte erzählt uns Neues von Baji Jun, der mittlerweile Bürgermeister von Terrania ist.
Wer politisches Geplänkel und Muskelspiel mag, der kommt hier auf seine Kosten. Weltraum-Action-Fans müssen beim 26. NEO tapfer bis zum Ende durchhalten. Denn sowohl bei den Topsidern als auch auf Terra mit komplottiert und geargwohnt … wie im echten Leben halt. Auf Topsid erlebt Eric Manoli zwei rivalisierende Gruppen von „Hau draufs“ und „Red drübers“ und wird unfreiwillig als Köder eingesetzt. Dass er dabei aus einem Bordell heraus agiert, ok, ist vielleicht eine dramatische Note des Autors, die ich nicht so recht verstanden habe.
Auf Terra wird Bai Jun von seiner eigenen Vergangenheit gedanklich heimgesucht, auf die er nicht wirklich (mehr) stolz ist. Viel Politik und Moralvorstellungen aber nichts, was den Zyklus vorantreiben würde … diesmal in keinem der beiden Handlungsfäden.
|Axel Gottschick| tut sein Übriges dazu, dass die Story rund um den Transmitterdurchgänger Manoli spannend und fesselnd ist und bleibt. Der Teil, der auf Terra spielt, klingt bei ihm manchmal so, als würde er aus dem Off über eine politische Dokumentation sprechen. Zum einen ist es das ja auch irgendwie und zum anderen macht er so was ja auch fürs Fernsehen. Bei Dialogen aber, vergisst man das schnell wieder, denn hier dreht Gottschick mächtig auf, legt sich ins Zeug und schauspielert lebendig vor dem Mikro, besonders dann, wenn er fiese Topsider zu vertonen hat. Da macht es Spaß zuzuhören, auch wenn gerade der Handlungsstrang weitergesponnen wird, der dem Hörer eventuell nicht ganz so zusagt wie der andere.
_Der Sprecher:_
|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.
|Die MP3s|
Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.
Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem gibts noch eine TXT-Datei, in der die Technik-Credits, ein Urheberrechtshinweis und noch mal der Klappentext zur Lesung nachzulesen sind.
_Die Ausstattung:_
Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 25| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.
_Fazit:_
Der neue Zyklus startet mit einem Fehlstart Perrys auf dem Weg nach Arkon und lässt den kommenden Autoren eine Menge Platz und Zeit, ihn in wilde Abenteuer zu verstricken. Von denen erlebt er aber hier erstmal keins, da er mit der Bombenzündung auf seinem Raumer genug zu tun hat.
Dass es auf dem Mars Sabotageakte gibt … ok, kann man mal erwähnen, aber einen eigenen Handlungsfaden dafür fand ich ein wenig streckend und das gleich zu Anfang des Zyklus.
Das zweite Hörbuch dieser Doppel-Folge, das von Gastautor Bernd Perplies ausgefüllt wurde, bietet dann auch mehr Politik und Machtkämpfe als echten Vorschub für die neue Staffel, auch wenn wir hier nicht mehr bei Perry sind, sondern im Wechsel auf Terra und Topsid. Eric Manoli bekommt bei den Echsen ein Soloabenteuer spendiert, das gerade dank des Sprechers aber durchaus auch zu fesseln weiß. Axel Gottschick gibt überzeugende Topsider und ist generell bei Dialogen sehr lebendig und authentisch vor dem Mikro agierend. Da ist dann die Terra-Geschichte auch nicht mehr ganz so langweilig.
|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 25 – Zielpunkt Arkon: 5:47 Std. Spieldauer (ungekürzt), 75 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
NEO 26 – Planet der Echsen: 5:38 Std. Spieldauer (ungekürzt), 58 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN: 978-3-943393-26-2|
http://www.einsamedien.de
Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.
_Perry Rhodan bei |Buchwurm.info|:_
|LEMURIA|:
[„Die Sternenarche“ 769 (Perry Rhodan – Lemuria 1)
[„Der Schläfer der Zeiten“ 871 (Perry Rhodan – Lemuria 2)
[„Exodus der Generationen“ 886 (Perry Rhodan – Lemuria 3)
[„Der erste Unsterbliche“ 949 (Perry Rhodan – Lemuria 4)
[„Die letzten Tage Lemurias“ 1021 (Perry Rhodan – Lemuria 5)
[„Die längste Nacht“ 1137 (Perry Rhodan Lemuria 6)
|Silber Edition|-Downloadversion:
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 1 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6560
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 2 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6614
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 3 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6666
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 4 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6721
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6775
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6824
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6880
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6916
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6950
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6990
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7027
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7052
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7091
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7108
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7142
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7196
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7270
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7329
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7377
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7425
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7486
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7539
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7588
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7622
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7685
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7712
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7757
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7790
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7831
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7890
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7943
[„Aphilie“ (Perry Rhodan – Silber Edition 81, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7965
|Atlan – Zeitabenteuer|:
[„Söldner für Rom“ (Atlan Zeitabenteuer 7)] (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7505
[„Ritter von Arkon“ (Atlan Zeitabenteuer 8) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7933
[„Herrscher des Chaos“ (Atlan Zeitabenteuer 9) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8228