Archiv der Kategorie: Hörspiele / Hörbücher

John Sinclair Classics – Die Nacht des Schwarzen Drachen (Folge 9)

_Die Handlung:_

Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr. Ein chinesischer Geheimbund mit dem Namen „Schwarzer Drache“ gewinnt immer mehr an Macht. Als die Tochter von Li Tse Feng, einem angesehenen Geschäftsmann, ermordet wird, nimmt Inspektor John Sinclair die Ermittlungen auf. Doch Li Tse Feng kennt das dämonische Geheimnis des „Schwarzen Drachen“ und will den Anführer auf eigene Faust stoppen. Sinclair bleibt nur wenig Zeit, um ein Blutbad zu verhindern. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dieses „Classics“-Gruselabenteuer ist die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 168, der erstmalig im Jahr 1976 an den Kiosken unter dem Serientitel „Gespenster-Krimi“ zu kaufen war. Auch das Tonstudio Braun hatte diese Geschichte bereits als Hörspiel veröffentlicht.

Ein Klassiker ist diese Folge schon allein deswegen, weil hier der aus den neuen „Sinclair 2000“-Folgen bekannte Suko zum ersten Mal in Erscheinung tritt.

Wolfgang Pampel ist als Erzähler wieder der nette Märchenonkel. Bei ihm entsteht bei mir immer sofort das Bild eines lieben Opas, der an der Bettkante eines Kleinkinds sitzt und aus einem Bilderbuch vorliest. Genauso „intensiv“ ist auch die Spannung, die er als Sprecher vermittelt, obwohl dies ja laut Coverdruck ein „Hörspiel für Erwachsene“ ist, was die vielen blutigen Effekte auch beweisen. Da passen dann die sehr grafisch umgesetzten Schreie und Todesgeräusche aus dem Hintergrund nicht wirklich zum Sprecher. Auch den bekannten Einführungstext liest er relativ unbeteiligt runter, als wäre es eine Anleitung für eine Waschmaschine. Wer den Vergleich mit Joachim Kerzel, den Sprecher der „Sinclair 2000“-Serie ziehen kann, der wird einen für den Hörer leider stark zu hörenden Spannungsabfall feststellen.

Das gleichen aber der stetig steigende Spannungsaufbau und nicht zuletzt die dramatische Musikuntermalung wieder aus. Auch die Sprecherleistung der Guten, Bösen und Sterbenden ist Sinclair-typisch prima und erweckt das Gespenster-Krimi-Kopfkino zum Leben. Und ein Gespenster-Krimi ist diese Geschichte auch, zwar mit den üblich satten „Matscheffekten“ versehen, aber dezenter, weil hier das „Krimi“ vor dem „Gespenster“ steht und John Sinclair noch in seinen Anfängen als Geisterjäger steckt.

John Sinclair und Suko, der hier als Chauffeur und Leibwächter von Li Tse Feng tätig ist, kämpfen zusammen gegen die Diener des Schwarzen Drachen, die mit ihren Tätowierungen anderen ihren Willen aufzwingen können. Nach dem großen Showdown mit dem Drachen, bei dem auch Li Tse Feng mitspielt, bekommt Suko von seinem Chef den Auftrag, in Zukunft John Sinclair zu unterstützen, der ihn daraufhin beim Yard unterbringen möchte.

Und nicht nur, weil Suko John in dieser Folge das Leben gerettet hat, entwickelt sich zwischen den beiden sofort eine enge Freundschaft, die noch zu vielen spannenden Abenteuern führen wird, wie der Serien-Fan weiß.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler – Wolfgang Pampel
John Sinclair – Frank Glaubrecht
Sir James Powell – Karlheinz Tafel
Suko – Martin May
Li Tse Feng – Bernd Rumpf
Li Wang – Christian Schult
Jim Rander – Gerrit Schmidt-Foss
Captain Helder – Reiner Schöne
Tom Quarry – Philipp Schepmann
Lieutenant Bedell – Markus Pfeiffer
Lee – Tobias Kluckert
Sergeant Menon – Rainer Fritzsche
Mary Sinclair – Luise Lunow
Hang – Robin Kahnmeyer
Mrs. Tau – Liane Rudolph
Charlie – Thomas Nero Wolff
sowie: Hennes Bender, Marion von Stengel, Tanja Geke, Fred Bogner, Jörg Döring, Jan Spitzer, Anja Rybiczka, Berenice Weichert, Hans-Georg Panczak, Stephan Busch

|Technik-Credits:|

Produktion: Alex Stelkens (WortArt), Mac Sieper (Lübbe Audio)
Realisation: Ila Schnier von Wittich
Tontechnik und Schnitt: ear2brain productions
Musik mit freundlicher Genehmigung von Universal Publishing Production Music
Buch und Regie: Oliver Döring
Covermotiv: Timo Wuerz
Covergestaltung: Friedemann Weise, Inbeige
Artwork: Thomas Krämer, Druck & Grafik Siebel

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Aufstellung nebst Cover der bereits veröffentlichten Folgen sowie der kommenden Folge „Die Insel der Skelette“. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

„Die Nacht des Schwarzen Drachen“ ist ein Krimi, der stetig an Spannung zunimmt, auch wenn das Übernatürliche erst gegen Ende bekämpft wird. Für alle Fans auf jeden Fall ein Muss, erleben sie doch hier, wie John Sinclair und Suko zu Freunden wurden. Krimi-Freunde ohne Sinclair-Vorwissen können hier aber auch auf ihre Grusel-Kosten kommen.

|1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 53 Min.
Tracks: 10
ISBN-13: 978-3-7857-4375-1|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_
[„Der Anfang“ 1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“ 2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“ 3564
[„Im Nachtclub der Vampire“ 2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“ 2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“ 2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“ 2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“ 2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“ 2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“ 2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“ 2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“ 2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“ 2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“ 4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“ 4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“ 4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“ 4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“ 4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“ 4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“ 5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“ 5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“ 5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“ 5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“ 3473 (Buch)
[„Im Jenseits verurteilt“ (Folge 57)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6469
[„Sakuro, der Dämon“ (Classics, Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6765
[„Das Erbe des Schwarzen Tods“ (Folge 59)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6768
[„Verlorene Seelen“ (John-Sinclair-Jubiläumsbox)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6846
[„Ich stieß das Tor zur Hölle auf“ (Folge 60)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6888
[„Im Zentrum des Schreckens“ (Folge 61)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6889
[„Bring mir den Kopf von Asmodina“ (Folge 62)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6890
[„Tokatas Todesspur“ (Folge 63)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7004
[„Die Leichenkutsche von London“ (Folge 68)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7370
[„Die Nacht des Schwarzen Drachen“ (Classics, Folge 9)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7433

Gero von Boehm – Unterwegs in der Weltgeschichte mit Hape Kerkeling

_Die Handlung:_

Hape Kerkeling ist wieder unterwegs – diesmal aber ist es eine Zeitreise: Durch die Geschichte der Menschheit von den Anfängen bis heute. „Unterwegs in der Weltgeschichte“ reist mit ihm an Orte, an denen der Lauf der Weltgeschichte noch heute abzulesen ist und an denen wirkliche Zeitenwenden eingeleitet wurden: Ob an die Wiege der ersten Kulturen im Zweistromland und in Ägypten, auf die Akropolis oder nach Rom, zu den alten Kulturen Südamerikas oder mit einem historischen Segelschiff, das er selbst zur New Yorker Freiheitsstatue steuert. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

„Unterhaltsame Wissensvermittlung mit Anspruch und Spaß!“ verspricht der Verlag und er nimmt dabei den Mund nicht zu voll, zumindest wenn man den Teil mit dem Spaß weglässt.

Anfang nächsten Jahres wird die beliebte Dokumentations-Reihe „Terra X“ 20 Jahre alt. Und anlässlich dieses Jubiläums haben die Macher ihr Bestes gegeben und die gesamte Menschheitsgeschichte in sechs TV-Folgen gestopft. Hape Kerkeling moderiert unter anderem als Ludwig XIV., Katharina die Gro0e, Echnaton, Michail Gorbatschow und Kleopatra die Episoden. Dass er beim Reisen, Drehen und Verkleiden jede Menge Spaß hatte und auch bei jedem Rollenwechsel glänzen kann, das wurde im Vorfeld schon bekannt.

Parallel zur Ausstrahlung der Fernsehfolgen, gibts das geballte Wissen auch als Begleitbuch und Begleithörbuch, wobei der Spaß von TV zu Hörbuch zu Buch wohl immer weiter abnimmt. Denn wenn nicht mal die Stimme von Hape zu hören ist, dann brauchts ihn pauschal auch eigentlich nicht.

Unterteilt ist die Geschichte der Geschichte in sechs (TV-)Teile:

1. Der große Aufbruch
2. Ewiges Rom
3. Abenteuer Mittelalter
4. Entdecker und Eroberer
5. Weltreiche und Revolutionen
6. Kriege und Supermächte

Die Titel der Hörbuch-CDs weichen ein wenig ab:

CD1: Die ersten großen Zivilisationen
CD2: Reiche der Macht, Reiche des Glaubens
CD3: Von Sonnengöttern und Sonnenkönigen
CD4: Revolutionen, Kriege und Frieden

Die Tracks selbst tragen leider keine Namen, sodass ein gezieltes Hören von bestimmten Epochen oder Ereignissen nicht möglich ist. Da muss der Hörer dann die ganze CD durchspulen.

Alles ist natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit Anspruch auf höchsten Unterhaltungswert. 100 Tage sind Hape Kerkeling und Gero von Boehm mit ihrem Team an dreißig Orten der Welt gewesen, um 5000 Jahre Geschichte zu filmen.

Los gehts bei den afrikanischen Urmenschen, die den Faustkeil erfinden und beim Berliner Mauerfall und dem Komunismus, der in China noch nicht zu Ende ging, ist dann Schluss mit dem Geschichtsunterricht. Dann gibts noch einen Seitenhieb auf die Menschheit, die mehr an die Naturwissenschaften glaubt als an Gott, was in einem Sachbuch nichts zu suchen hat, auch in einem locker fomulierten nicht.

Zum Abschluss gibt der Autor dem Hörer durch Hape Kerkeling noch einmal den erhobenen Oberlehrer-Zeigefinger in die Ohren, weil er möchte, dass die Menschen die richtigen Schlüsse aus der Menschheitsgeschichte ziehen, um nicht auszusterben.

_Das Hörerlebnis:_

Hape Kerkeling liest die Weltgeschichte vor. Manchmal durch imposante, manchmal durch zur angesprochenen Information passende Hintergrundmusik untermalt. Ab und zu gibts sogar ein paar Geräusche zu hören, wie ein Kampfgetümmel, in dem unverkennbar ein Sound-Effekt aus STAR WARS untergekommen ist.

Ich hab absichtlich „liest“ geschrieben und nicht „erzählt“, weil das ganze Hörbuch wirklich komplett vorgelesen klingt, leider. Es gibt wenig langweiligeres, als ein vorgelesenes Sachbuch. Sicher, dieses Sachbuch hat einige lockere Formulierungen, die es nicht ganz so staubtrocken macht wie die Bücher, die wir aus der Schule kennen. Dennoch liest sich Kerkeling mit fast immer der gleichen Sprechgeschwindigkeit durch die Jahrhunderte und Jahrtausende, was das Hörvergnügen teilweise ziemlich schmälert. Selbst kurze humoristische Randbemerkungen, die nichts mit der Geschichte zu tun haben, spricht er im gleichen Tempo, sodass auch hier der Spaß komplett im Keim erstickt wird.

Auch wenn es immer mal wieder Musik im Hintergrund zu hören gibt oder mal ein Geräusch sich in den Vortrag verirrt, es ist und bleibt eine ziemlich trockene Angelegenheit. Ein lockeres Sachbuch in einer bunten Fernsehdokumentation mit einem Hape Kerkeling, der in die verschiedensten Rollen schlüpft, ist offenbar schlecht bis gar nicht als Hörbuch umzusetzen.

Ein echtes Doku-Kopfkino entsteht hier leider nicht, dazu sind es zu viele zusammenhanglose Informationen, die der Hörer hier Minute für Minute vorgelesen bekommt. Bleibt nicht aus, natürlich, es ist ja auch eine Geschichtslesung und eine streckenweise ermüdende noch dazu. Wenn man das Hörbuch über längere Zeit hört, dann explodiert dem Hörer entweder irgendwann vor lauter Info-Druckbetankung der Kopf oder aber er schläft aufgrund der Vortragsweise ein, was halt von beidem als Erstes passiert.

Hape im Fernsehen? Super lustig! Hape als Sprecher seiner eigenen Bücher? Super lustig! Hape als Sachbuchsprecher? Leider langweilig wie ein Nachrichtensprecher, der das Telefonbuch runterliest.

_Der Autor:_

Gero von Boehm, geboren 1954, ist Autor, Regisseur und Fernsehproduzent. Er drehte mehr als 80 Dokumentarfilme. Seine Themen bewegen sich zwischen Wissenschaft, Kunst und Zeitgeschichte. Zu seinen Spezialitäten gehören Gesprächssendungen. Gero von Boehm ist Träger des Bayerischen Fernsehpreises, des Kulturpreises der Eduard Rhein-Stiftung und vieler anderer Auszeichnungen. Er hat bereits sechs Bücher veröffentlicht. (Verlagsinfo)

_Der Sprecher:_

Hape Kerkeling, geboren 1964 in Recklinghausen, arbeitet als TV-Entertainer. Für Shows und Serien wie „Total normal“ und „Hape trifft“ bekommt er u.a. BAMBI und Grimme-Preis. 2006 erhielt er erneut den Deutschen Comedy-Preis als bester Komiker, außerdem den Deutschen Fernsehpreis und die Eins Live Krone. 2007 wird er mit dem CORINE 2007 / FOCUS Hörbuchpreis ausgezeichnet. Sein Buch „Ich bin dann mal weg!“ ist das bestverkaufte Sachbuch Deutschlands. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die vier schlicht bedruckten CDs werden in einem Jewelcase angeboten. Das Highlight der Box ist das Booklet. Hier erkennen wir sehr schnell, dass der Stoff in der TV-Doku wesentlich mehr Spaß machen muss, denn wir sehen Hape in den verschiedensten Verkleidungen, was allein schon viel witziger ist als der gesamte Vortrag des Hörbuchs. Dazwischen werden wir immer wieder von riesigen Textblöcken erschlagen, die auf die Inhalte der einzelnen CDs eingehen. Das Booklet wird so zum Begleitbüchlein zur Lesung. Ein paar Absätze hätten dem Text gutgetan, so wird er sicher einige Hörer abschrecken.

_Mein Fazit:_

Eine locker inszenierte Fernsehdokumentation über den Lauf der Weltgeschichte ist offenbar als Hörbuch nur bedingt umsetzbar. Hape Kerkeling liest wie ein Geschichtsprofessor, der einmal Nachrichtensprecher werden wollte, in einer Form, die weit entfernt von seinen Leistungen während seiner eigenen Buch-Lesungen ist.

Im Fernsehen und bei Romanlesungen ist Hape top … bei Sachbüchern im Ohr eher einschläfernd.

|4 Audio-CDs
Spieldauer: ca. 4:52 Std.
Tracks: 29
Gelesen von Hans Peter Kerkeling
ISBN: 978-3837107739|
[www.randomhouse.de]http://www.randomhouse.de
[hapesweltgeschichte.zdf.de]http://hapesweltgeschichte.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,1872,8346458,00.html

Perry Rhodan – Suche nach der Erde (Silber Edition 78, Teil 4 von 4)

_|Suche nach der Erde|:_

Teil 1: 325 MB, 3:52 h, 47 Tracks
Teil 2: 334 MB, 3:56 h, 47 Tracks
Teil 3: 380 MB, 4:32 h, 53 Tracks
Teil 4: 369 MB, 4:12 h, 48 Tracks

_Die Handlung:_

April 3460: Die Milchstraße ächzt unter der Herrschaft der technisch überlegenen Laren und ihrer skrupellosen Helfer, den Überschweren. Perry Rhodan blieb keine andere Wahl, als Erde und Mond in einem gewagten Manöver dem Zugriff der Invasoren zu entziehen: Die Urheimat der Terraner und ihr Trabant gingen durch einen gigantischen Sonnentransmitter, sprangen durch den Hyperraum und rematerialisierten im „Mahlstrom der Sterne“, einem Gebiet des Alls, unendlich weit von dem vorgesehenen Zielpunkt entfernt. Lordadmiral Atlan organisiert derweil den Widerstand gegen die Invasoren – und die Suche nach der verschollenen Erde. Sein Weg führt ihn nach Andromeda, zu sterbenden, von Jahrzehntausende alten Ruinen übersäten Welten und zu einer mysteriösen Geisterflotte. Aber für vier seiner Begleiter erweist sich die Mission als ein Flug durch tausend Höllen …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 78|)

|Dieser Teil|:

Die vier aus Versehen durch den Sonnentransmitter abgestrahlten Techniker geraten in die Gefangenschaft der raupenhaften Artmaccs. Alaska Saedelaere tut sein Möglichstes, um sie zu befreien.

_Mein Eindruck:_

Vor drei Wochen mittendrin unterbrochen, stehen wir am Anfang des Hörbuchs direkt vor dem Kontakt zwischen den gestrandeten vier Technikern und den Artmaccs. Die Anspannung steigt auf beiden Seiten, die Spannung steigt im Kopfkino des Hörers. Und Tom Jacobs tut sein geniales Übriges dazu, um die Stimmung auch wirklich perfekt zu transportieren.

Mit leicht modulierten Stimmfarben gibt er wieder allen Charakteren eigene wiedererkennbare Merkmale. Und das sowohl auf Seiten der Terraner als auch bei den Artmaccs. Dramatik, Kampf, Flucht, Anspannung und die Unfähigkeit einer echten Kommunikation zwischen den Raupenwesen und den Zweibeinern … all das und mehr setzt Jacobs gekonnt um.

Und auch wenn am Ende nach der Fluch aus der Gefangenschaft der Artmaccs leider nicht alle Techniker heil von Alaska Saedelaere zu Perry Rhodan gebracht werden können, ist es doch interessant, auch mal einen gescheiterten Kontakt zu einer fremden Rasse zu erleben. Ob sich die Menschen jetzt auf die zigtausend gestrandeten Raumschiffe auf der anderen Seite des Transmitters stürzen werden, das erfahren wir vielleicht in der nächsten |Silber Edition|.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s und das Booklet|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die 48 Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 687 „Begegnung im Chaos“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

Als Bonus gibt es wie immer als Zugabe zum letzten Teil das Booklet, das auch der CD-Version beiligt, als PDF-Datei. Hier finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung einer 60-m-Korvette, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 680, 681, 682, 683, 686 und 687. Außerdem gibts am Ende noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 683 zu sehen.

_Mein Fazit:_

Das unbeabsichtigte Solo-Abenteuer der vier Techniker nimmt diesen kompletten Teil dieser |Silber Edition| ein und wird auch zu Ende geführt. Tom Jacobs vermittelt die ganze Dramatik auf Seiten der Techniker und ihrer Gegner perfekt und unterhält gewohnt souverän.

|MP3-Download mit ca. 369 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:12 h
Anzahl der Tracks: 48
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943013078|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 78| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 11. Oktober 2011 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

Professor van Dusen 5: Stirb schön bei Shakespeare

_|Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen|:_

Folge 1: [„Eine Unze Radium“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6717
Folge 2: [„Das sicherste Gefängnis der Welt“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6672
Folge 3: [„Mord bei Gaslicht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6718
Folge 4: [„Der Mann, der seinen Kopf verlor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6685
Folge 5: [„Stirb schön mit Shakespeare“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7411

_Die Handlung:_

Während einer Aufführung von Shakespeares „Wie es euch gefällt“ im New Yorker Garrick-Theater verschwindet der Schauspiel-Star Belinda Belmont spurlos. Die Polizei in Gestalt von Detective-Sergeant Caruso tappt wie üblich im Dunkeln, und auch Professor van Dusen scheint zunächst nicht weiter zu wissen. Doch eine scheinbar völlig uninteressante Schachtel Pralinen und die seltsamen Augen einiger Schauspieler bringen ihn schließlich auf die richtige Spur. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Arrogant, überheblich und extremst von sich und seinen Logik-Künsten überzeugt, hat es der Professor diesmal mit einem kombinierten Verbrechen zu tun. Wohin ist die Schauspielerin Belinda Belmont verschwunden und wer wollte sie vergiften? Und warum hat niemand etwas mitbekommen? Ist hier etwa Hypnose im Spiel?

Alles Fragen, zu dessen Lösungsfindung der Professor seinen Assistenten und Chronisten Hutchinson Hatch für sich ermitteln lässt, damit er dann alle Informationen als „Denkmaschine“ verarbeiten kann. Und am Schluss hält er dann einen langen Monolog vor allen Beteiligten, Unbeteiligten und dem Hörer und präsentiert allen den Täter. Auf den ist er nach eigener Aussage bereits nach 30 Minuten Hörzeit gekommen.

So sehr der Hörer in diesem Fall gern mitraten möchte, kann er hier doch nicht die gleichen Schlüsse, wie der Professor ziehen, weil ihm nicht die gleichen Fakten zur Verfügung stehen, auch wenn er anfangs den Eindruck hat. Und so wissen wir am Ende was passiert ist … das ist interessant … und warum es passiert ist … das fand ich ein wenig überzogen.

_Das Hörerlebnis:_

Da es sich hier um die Neuauflage einer 1979 erstmalig ausgestrahlten Radio-Produktion handelt, darf man nicht allzu viele Effekte erwarten. Die gibts bei Radiohörspielen eh selten, weil sie in der Regel sehr textlastig sind. „Stirb schön mit Shakespeare“ bildet hier keine Ausnahme, aber lässt auch nichts vermissen. Alle Dialoge sind immer lebendig mit Geräuschen unterlegt, die die Szenen passend unterstützen.

Die Überblend-Musik, meist Streicher oder Streicher und Klavier, passt gut zu der Zeit, in der der Fall spielt und wirkt manchmal wie die Tonspur zu einem Stummfilm.

Dass die Sprecher ausgebildete Profis sind, hört man schnell. Allein Detective-Sergeant Caruso klingt mir ein wenig betrunken-eingeschlafen-lallend, mit ihm bin ich nicht richtig warmgeworden.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Prof. van Dusen – Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch – Klaus Herm
Detective-Sergeant Caruso – Reinhard Kolldehoff
Paul Elton, Inspizient – Peter Schiff
John Meany (Jacques), Schauspieler & Regisseur – Arnold Marquis
Walter Mason (Narr), Schauspieler – Otto Sander
Dianne Warwick (Celina) – Sabine Baruth
Gertrud Manning, Garderobiere – Sabine Baruth
James Willis (Schäfer), Schauspieler – Horst Schön
Arzt – Horst Schön
Theaterportier – Otto Czarski
Belinda Belmont – Olga Demetriescu

|Technik-Credits:|

Produzent & Initiator der CD-Auflage: Sebastian B. Pobot, Highscore Music
Skript: Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Aufnahmen: RIAS Berlin
Covergestaltung: Lars Vollbrecht
Illustrationen: Lars Vollbrecht und Gerd Pircher
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Als Bonus enthält die CD als letzten und zehnten Track einen Kommentar zu „Stirb schön mit Shakespeare“, in dem sich Autor und Sprecher an ihre Van-Dusen-Zeit erinnern. Das ist ein interessantes Schmankerl für die Fans, besonders die der ersten Stunde.

Im Booklet finden wir die Erinnerungen von Michael Koser an Van-Dusen noch mal schriftlich dargelegt. Dazu gibts noch ein paar Fotos und Hintergrundinfos zu Jacques Futrelle und Michael Koser sowie eine Sprecher-und-ihre-Rollen-Aufstellung.

_Mein Fazit:_

Ein Fall, bei dem der Hörer leider nicht mitraten und zum gleichen Ergebnis wie Professor van Dusen kommen kann. Dennoch ist es spannend, dem Verlauf der Ermittlungen zu folgen und den Täter am Ende überführt zu sehen … oder zu hören in diesem Fall.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 55 Minuten
Tracks: 10
Originaltitel der Kurzgeschichte: Dressing Room A (1908)
Erstausstrahlung im Radio: RIAS Berlin, 1979
Empfohlen ab 10 Jahren
EAN: 0602527699066|
[www.universal-music.de]http://www.universal-music.de
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.vandusen.de]http://www.vandusen.de

Minninger, André (Adaption), Erlhoff, Kari (Autor) – Die drei ??? und die feurige Flut (Hörspiel) (Folge 148)

Allie Jamison, eine alte Bekannte der drei Fragezeichen, wendet sich Hilfe suchend an Justus, Bob und Peter. Sie hat ein Buch aufgeschlagen und damit einen tödlichen Fluch auf sich gezogen. Demnach hat sie nur noch bis zur nächsten Vollmondnacht zu leben, und diese steht kurz bevor. Sie ist nicht die Einzige, die von diesem tödlichen Fluch getroffen wurde und der es seitdem immer schlechter geht. Auch Emerald Pendragon ist von dem Fluch befallen. In Todesangst hofft Allie nun auf die Hilfe der drei Detektive.

Diese suchen Allie daraufhin zuhause in ihrer kuriosen WG auf, um sich das mysteriöse Buch anzusehen. Der Fluch lässt sich nur brechen, indem die drei Detektive innerhalb der nächsten 24 Stunden ein schwieriges alchemistisches Rätsel lösen, den gläsernen Safe öffnen und aus diesem ein Heilmittel entnehmen, welches Allie retten kann. Allie und Justus sind sofort überzeugt, dass nur Gift am Buch die gesundheitlichen Probleme hervorgerufen haben kann. Doch auch das hilft nicht, um das alchemistische Rätsel zu lösen, dazu sind einige Chemiekenntnisse notwendig und Mut, denn Justus gerät in diesem Fall bald in einen gefährlichen Hinterhalt …

_Schräge Geschichte_

Ein schrecklicher Fluch lastet auf einer alten Bekannten der drei Fragezeichen. Nur wenn man ein kompliziertes alchemistisches Rätsel löst und dem gläsernen Safe das Gegenmittel entnimmt, können Allie und Pendragon gerettet werden – was für ein fulminanter Beginn für eine Folge der drei Fragezeichen! Wir haben Lebensgefahr, einen fiesen Fluch und ein kompliziertes Rätsel – die idealen Zutaten für einen spannenden Fall, bei dem natürlich – so sollte man meinen – der (ober)schlaue Justus glänzen sollte. Doch weit gefehlt.

Zunächst begeben sich die drei Detektive in die wohl kurioseste Wohngemeinschaft, die man sich nur vorstellen kann. Neben Allie Jamison wohnen dort nämlich u.a. der bekannte Astrologe Carl Parsley, die Handleserin Ursula Burns und die merkwürdige Sunshine, die Menschen seit einem Unfall nur anhand – und nun kommt’s – ihrer Aura erkennen kann. Bei dieser Auswahl weiß man gar nicht, welche Figur man eigentlich am abstrusesten und unglaubwürdigsten finden soll. Aber natürlich war es erforderlich, dass Sunshine Menschen nur anhand ihrer Aura identifiziert (obwohl sie bestens sehen kann), denn eine andere Dame verrät sich nämlich genau an dieser Stelle.

Und so begegnen die drei Detektive in der Zauber-WG all diesem merkwürdigen Gestalten, werden Zeuge wie der unbegabte Carl versucht, eine Tomatensuppe zu kochen (warum auch immer…), die die offensichtlich allzu schreckhafte Allie sogleich als Blut fehlinterpretiert und lernen auch Ursula kennen, die noch im allerersten Satz sofort ihre halbe Biografie herunterrattert und Werbung für sich und ihre Handlesekunst macht. Ach ja, fast wie im wahren Leben…

Nun aber zurück zum Fall: Im gläsernen Safe sehen Allie, Justus, Peter und Bob allerlei Fläschchen stehen sowie ein Pergament. Natürlich ist es nicht möglich, einfach das Glas des Safes zu zerbrechen, denn dann schließlich würden Fläschchen zerstört, die sofort für Feuer sorgen und das Pergament verbrennen würden. Also müssen die Detektive den Umweg über das alchemistische Rätsel nehmen. Dazu entzünden sie sogleich im Sommer ein Feuer im Kamin und entdecken dort einen wichtigen Schriftzug. Kurz darauf findet sich Justus ohne seine Freunde im Keller wieder, wo eine Überschwemmung herrscht. Als er dank eines entzündeten Streichholzes erkennen kann, dass im Wasser auch lauter zerstörte Fläschchen aus dem Lager des Chemieladens schwimmen, fällt dem oberschlauen Justus natürlich nichts Besseres ein, als das nächste Streichholz zu entzünden und dieses fallen zu lassen, wo es sofort den Chemikalienteppich im Wasser entzündet und für die feurige Flut sorgt. Sorry, aber gerade Justus, der ach so intelligent ist und alles weiß, sollte Besseres zu tun haben, als das nächste Streichholz zu entzünden, wenn er bemerkt, dass er in einem See aus Chemikalien steht!

Und so dümpelt der Fall weiter vor sich hin, die drei Detektive lösen noch einige kleinere Rätsel und kommen dann schlussendlich der Lösung des Falles auf die Spur. Bis dahin reihen sich etliche Kuriositäten und schräge Gestalten aneinander und sorgen dabei beim Hören für nicht mehr als ein müdes Lächeln. Je abgefahrener und unglaubwürdiger der Fall wird – und ich habe hier nur wenige ausgewählte Beispiele herausgegriffen – umso gleichgültiger blickt man der Lösung des Falles entgegen.

Schade, dass André Minninger nicht mehr aus diesem viel versprechenden Beginn gemacht hat, der Fluch und das Rätsel hätten durchaus das Potenzial für eine richtig gute Folge der drei Fragezeichen gehabt.

_Hörvergnügen_

Doch man hört die drei Fragezeichen ja nicht nur deswegen, weil man logisch schlüssige und glaubwürdige Fälle erwartet (denn das ist vielleicht nur jedes zweite Mal der Fall …), sondern auch, weil man auf eine überzeugende und stimmungsvolle Inszenierung hofft.

Und immerhin: In diesem Punkt wird der Hörer nicht enttäuscht. Neben den drei routinierten Hauptsprechern und dem gewohnt überzeugenden Erzähler gefallen auch die meisten Nebenrollen. Allen voran sei hier Katrin Fröhlich in der Rolle von Allie Jamison genannt. Da Allie an den Folgen des Nervengifts leidet, mit dem sie beim Durchblättern besagten Buches in Kontakt gekommen ist, wirkt ihre Stimme müde und kränklich. Das macht Fröhlich durchaus überzeugend, ohne zu dick aufzutragen. Manchmal ist sie vielleicht etwas zu kurzatmig, doch wer weiß, wie man selbst auf ein solches Nervengift reagieren würde. Mir persönlich gefiel ihre Interpretation. In den Nebenrollen fällt aus meiner Sicht nur Birke Bruck in der Rolle der merkwürdigen Ursula aus dem Rahmen: Sie fällt erst durch ihre schräkelige Stimme auf, die auch im Folgenden immer viel zu betont ist und mir daher nicht glaubwürdig erscheint. Auch ihre völlig unsinnige heruntergeratterte Eigenwerbung bei ihrer Vorstellung konnte mich nicht überzeugen.

Die Hörspielumsetzung ist bis auf wenige Ausnahmen sehr gut gelungen, etwas merkwürdig fand ich allerdings Justus’ Selbstgespräche im überfluteten Keller. Da er alleine in diesen Hintergrund geraten ist, berichtet er sich dort selbst, was er sehen kann, wenn das Streichholz den Keller erhellt. Klar kann man davon ausgehen, dass jeder auch mal mit sich selbst spricht, aber so detailliert, wie Justus es in dieser Szene tut, fand ich es doch recht ungewöhnlich. Hier hätte vielleicht der Sprecher bessere Dienste leisten können.

Sehr stimmungsvoll gelungen ist auch wieder die Musik. Manch eine Melodie kennt der treue drei-Fragezeichen-Fan natürlich, doch passend zur geisterhaften Folge gibt es auch mystische Hintergrundmusik, die wunderbar zum Fall passt und für eine sehr düstere Atmosphäre sorgt.

Die Geräusche wirken ebenfalls überzeugend, oftmals untermalen sie das Hörspiel nur im Hintergrund, wie z. B. in der Zentrale der drei Fragezeichen, wo immer wieder der Papagei krächzt und man im Hintergrund auch eine Kreissäge hört. Einzig nervig finde ich, dass irgendwie jede Tür quietschen muss, ganz so offensichtlich muss man die Geräusche irgendwie auch nicht einsetzen.

_Nicht abgesoffen, aber auch nicht überzeugend_

Trotz guten Beginns konnte mich der vorliegende Fall nicht überzeugen. Zu schräg fand ich die Charaktere, zu merkwürdig ihr Verhalten und zu abstrus die Verwicklungen in dem Fall. Es ist schon komisch, wenn sich eine Person dadurch verrät, dass sie andere Menschen mit den Augen erkennen kann und nicht über deren Auren … Sprecher, Musik und Hintergrundgeräusche haben fast auf ganzer Linie überzeugt, aber das kann leider nicht darüber hinweg täuschen, dass der Fall spätestens ab der Hälfte des Hörspiels deutliche Schwächen hat. Schade, aber es bestätigt sich einmal mehr: Die neueren Fälle der drei Fragezeichen können einfach nicht an alte Glanzzeiten heranreichen.

|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 66 Minuten
Story von Ben Kari Erlhoff nach Figuren von Robert Arthur
EAN: 886978014825|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 80 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

Chevy Stevens – Never knowing – Endlose Angst

_Die Handlung:_

Kurz vor ihrer Hochzeit erfährt die adoptierte Sara etwas Unfassbares: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienkiller. Seit über 30 Jahren geht er jeden Sommer auf die Jagd – nach Frauen. Er ist einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. Mit Hilfe der Therapeutin Nadine versucht Sara, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als herauszufinden, dass dein Vater ein Serienkiller ist – nämlich dass er Teil deines Lebens werden will … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Wer den Erstling von Chevy Stevens genossen hat, der wird sich sicher auf den zweiten Roman von ihr gefreut haben. Und auch der Hörbuch-Fan wird mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben, dass auch das zweite Buch von Laura Maire gelesen wird, die beim Vorgänger bereits überzeugen konnte.

Sofort fällt auf, dass wir es hier wieder mit Therapiesitzungen zu tun haben, wie schon bei „Still missing“, dieses Mal sind es 24. Das muss pauschal ja nichts Schlechtes sein, könnte aber von Einfaltslosigkeit zeugen. Wir lernen Sara direkt in dem Moment kennen, als sie bei ihrer Therapeutin ist und erzählt. Alles geht ein wenig langsam los, weil die Autorin den Hörer offenbar langsam an das Gefühlsleben der Frau heranführen möchte. Als Adoptivkind möchte sie nämlich gern wissen, wer ihre Eltern waren oder vielleicht noch sind.

Das mag jetzt vielleicht nicht jeden interessieren, der auf dem Klappentext von einem Serienkiller und „Endlose Angst“ gelesen hat. Dennoch schafft es die Autorin die Suche interessant genug zu gestalten und die Protagonistin so gefühlvoll zu zeichnen, dass der Hörer eine Verbindung zu ihr aufbaut. Und nachdem sie nach einer halben Stunde Hörzeit auf ihre Mutter trifft, die nichts mit ihr zu tun haben möchte, wird es langsam spannend und man ist voll und ganz zum Reisegefährten von Sara geworden und möchte sie bei ihrer Suche begleiten.

Leicht verwirrend für den Hörer der Lesung sind die nicht kenntlich gemachten Sprünge zwischen dem Erzählstrom von Sara, wenn sie über ihre Erlebnisse erzählt und die kurzen Passagen, in denen sie zu ihrer Therapeutin spricht. Das geht direkt ineinander über, hin und her wie bei einer echten Therapiesitzung. Da kann man leicht durcheinanderkommen, wenn man nicht genau aufpasst. Ich gehe davon aus, dass dies im Buch wenigstens durch einen Absatz gekennzeichnet wurde.

Extrem gut gelungen ist es der Autorin auch, die Spannungskurve immer steiler werden zu lassen, ganz ohne detaillierte Opfer-Beschreibungen. Die hätte man gut einbauen können, schließlich ist Saras leiblicher Vater der „Campside Killer“. Während andere Autoren auf Schockmomente setzen, indem sie dem Hörer haarklein die zerteilten Körper beschreiben, kommt Chevy Stevens komplett ohne so etwas aus. Und das macht es eigentlich noch schlimmer, das ist „Psycho“ und nicht bloß „Thriller“.

Auch der Kontakt zu ihrem Vater, der zu Stande kommt, obwohl der Hörer es ihr eigentlich ersparen möchte, geht unter die Haut. Die Zusammenarbeit mit der Polizei beruhigt da auch nicht, im Gegenteil. Wie bei „Still missing“ ist es nicht vorbei, wenn man glaubt, es sei vorbei. Und immer wieder legt man sich im Kopf Theorien zurecht, die dann doch nicht stimmen. Chevy Stevens unterhält nicht nur mit „Never Knowing – Endlose Angst“, sie überrascht. Und das nicht nur einmal.

_Das Hörerlebnis:_

Laura Maire schafft es auch diesmal wieder innerhalb weniger Sätze, den Hörer zu fesseln. Ihre Stimmfarbe passt perfekt zum Stil der Autorin und ihre Art zu lesen passt auch diesmal wieder perfekt zur Protagonistin. Ihre Stimme, die sie leicht und schnell ins Brüchige, Ängstliche oder Verwirrte verschieben kann, beschreibt in jeder Sekunde das Gefühlsleben von Sara und gibt dem Hörer einen intensiven und besorgniserregend guten Einblick in ihre Psyche.

Das führt dazu, dass der Hörer bei dem intensiven Erlebnis und der sich langsam aufbauenden Spannung der Romanvorlage nicht nur neben Sara steht oder die Rolle ihrer Therapeutin einnimmt, zu der sie spricht, sondern oftmals ihre Gefühle sogar teilt.

Auf Musik, Klangteppiche oder sonstige Effekte hat der Verlag bei dieser Lesung komplett verzichtet. Das lässt die Sprecherin durch ihre Leistung aber auch nicht vermissen.

Was mich allerdings ein wenig gestört hat, waren zu viele Höhen, die dem Hörer unangenehm ins Ohr zischen. Jedes „s“ ist zu scharf und jedes „t“ klingt zu hart. Wenn man dies allerdings am Abspielgerät nachregeln kann, ist das auch in den Griff zu bekommen.

|Die Aufmachung:|

Die sechs schlichten, dunkelgrün bedruckten CDs stecken in einer Jewel-Case-Box und sind mit weißer Schrift bedruckt. Auf ein Booklet wurde verzichtet. Stattdessen sind die Infos zu den Tracks, in diesem Fall die Nummern der Therapiesitzungen auf die Innenseite des rückwärtigen Covers gedruckt. Auf der Rückseite der Front sind zudem noch die Namen der an dieser Produktion Beteiligten aufgeführt. Infos zu Autorin und Sprecherin findet man auf der Rückseite des Jewel-Case‘. Dazu legt der Verlag noch ein Programm seiner Hörbücher bei.

_Die Autorin:_

Chevy Stevens ist auf einer Ranch auf Vancouver Island aufgewachsen. Sie arbeitete einige Jahre als Immobilienmaklerin und kam während der einsamen Wartezeiten bei Open-House-Besichtigungen auf die Idee zu ihrem ersten Thriller „Still Missing – Kein Entkommen“. Der Roman wurde sofort zu einem internationalen Bestseller. Die Autorin lebt mit ihrem Mann auf Vancouver Island vor der kanadischen Westküste. (Verlagsinfo)

_Die Sprecherin:_

Laura Maire ist eine deutsche Schauspielerin und Sprecherin, die u. a. in „Verdammt verliebt“, „alphateam“ und „Die Rosenheim-Cops“ im deutschen Fernsehen zu sehen war. Als Sprecherin wirkte sie 2006 in der Radio-Produktion „Das Gespenst von Canterville“ mit und als Marie in „Krieg der Knöpfe“ 2007. Im Kino ist sie als dt. Stimme von Alice Cullen (gespielt von Ashley Greene) in „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ zu hören. (Verlagsinfo)

_Mein Fazit:_

Die Spannung baut sich etwas langsam auf, bekommt dadurch aber mehr Zeit, unter die Haut des Hörers zu kriechen, wo sie sich dann festsetzt. Laura Maire transportiert das Gefühlsleben der Protagonistin perfekt ins Ohr des Hörers und garantiert ein intensives Hörerlebnis. Wieder ein spannender Volltreffer der Autorin und die richtige Sprecherwahl des deutschen Verlags.

|6 Audio-CDs mit 50 Tracks
Gesamtspielzeit: 6:51 Min.
Originaltitel: Still Missing
Aus dem Amerikanischen von Maria Poets
Gelesen von Laura Maire
ISBN: 978-3839811269|
[www.argon-verlag.de]http://www.argon-verlag.de

_Chevy Stevens bei |Buchwurm.info|:_
[„Still missing – Kein Entkommen“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6927

Fünf Freunde und das Geheimnis des Winterwaldes (Folge 93)

_Die Handlung:_

Weihnachten steht vor der Tür, doch die Fünf Freunde kümmern sich erst einmal um die Tiere des Waldes. Dort tauchen überall Igel auf, obwohl diese Tiere längst ihren Winterschlaf halten müssten. Und das ist nur der Anfang einer Reihe seltsamer Veränderungen, die im Forstwald vor sich gehen. Mit Beharrlichkeit und Mut lösen die fünf Freunde die Rätsel des Waldes und kommen einem hinterhältigen Verbrechen auf die Spur. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nicht völlig überraschend haben die fünf Freunde Ferien, diesmal sinds die weihnachtlichen und auch nicht total unerwartet verbringen sie die in Kirren.

Zuerst helfen sie Förster Sharewood im Wald und nebenbei lernen sie und der Hörer, dass man, um eine Futterkrippe für die Tiere im Winterwald zu füllen, Heu, Eicheln und Kastanien braucht. Auch wird uns erklärt, dass Igel nicht nur aus Angst zittern, was sie am liebsten essen und was ein „Schlafhäuschen“ ist.

Und warum die Igel im Wald überhaupt wach sind, anstatt Winterschlaf zu halten, das erklärt sich dem Hörer auch erst, nachdem die fünf Freunde durch Zufall und Annes Frösteln eine entscheidende Entdeckung machen. Den Grund haben sie gefunden, fehlt nur noch der Verursacher.

Dadurch, dass dem Hörer nur wenige Informationen zur Verfügung stehen, wird diese Folge nie langweilig, denn so bleibt die Spannung erhalten. Zusammen mit den Jungen und Mädchen erleben sie einen spannenden Fall, der gerade noch vor Weihnachten gelöst werden kann.

_Das Hörerlebnis:_

Hier machen alle Beteiligten einen prima Job. Die Textvorlage ist lebend und klingt nicht zu sehr nach Schriftsprache. Die Sprecher der fünf Freunde, die den Hauptanteil der Dialoge dieser Folge übernehmen, liefern gewohnt authentisch klingende Arbeit ab.

Ein kleines Lautstärkeproblem gibts dennoch. Bei seinem ersten Auftritt ist Förster Sherwood noch laut und deutlich zu hören, später, als die Kinder ihm dann den gefundenen Igel zeigen, kann man ihn nur schwer verstehen, weil er viel zu leise abgemischt wurde. Danach muss man den Lautstärkeregler rechtzeitig wieder herunterdrehen, damit man vom nächsten Sprecher nicht erschreckt wird.
Das Gleiche Phänomen gibts gegen Ende der Folge beim Telefonat mit Constable Wilbert auch noch mal zu (über)hören.

Als Übergang zwischen den Szenen dient gern mal ruhige 80er-Jahre-Musik vom E-Piano.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Lutz Mackensy
Julian: Ivo Möller
Dick: Jannik Endemann
Anne: Theresa Underberg
George: Alexandra Garcia
Tante Fanny: Ursula Sieg
Bauer Scofield: Harald Dietl
Mr. Stone: Peter Lontzek
Förster Sharewood: Peter Weis
Constable Wilbert: Achim Schülke
und Timmy der Hund

|Trackliste:|

1. Weihnachtsvorbereitungen in Kirrin
2. Timmy macht eine Entdeckung
3. Das Geheimnis der Igel
4. Weiße Löcher im Schnee
5. Rätselhafte Wurzeln
6. Das letzte Teil des Puzzles
7. Julian und Dick riskieren alles
8. Beweise in letzter Minute

|Technik-Credits:|

Buch: Katrin McClean
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Geräusche: Wanda Osten
Musik: Tonstudio EUROPA

|Die Ausstattung:|

Die in winterlich kaltem Hellblau bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet in gleicher Farbgestaltung enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen sowie zwölf schwarz-weiß Bilder einiger Folgen-Cover. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Eine spannende Folge mit geschickt eingebautem Biologie-Unterricht, die dem Hörer durchgängige Unterhaltung bietet und ihn bei der Stange hält, da auch er nicht mehr weiß als die fünf Freunde.

|1 Audio-CD mit 54 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886972309323|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Eine Hörprobe stellt der Verlag unter [diesem Link]http://www.hoerspiel.de/dstore/shop/Serien/Fuenf+Freunde/Fuenf+Freunde+und+das+Geheimnis+des+Winterwaldes/366892 bereit.

_Die |Fünf Freunde|-Hörspiele bei |Buchwurm.info|:_
[„… verfolgen den Wilderer“ (Folge 74)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4674
[„… und die verlorenen Blüten“ (Folge 86)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6365
[„… und das rätselhafte Sternbild“ (Folge 87)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6519

TKKG – Doppelgänger auf der Rennbahn (Folge 174)

_Die Handlung:_

Alarm! „Vivaldi“ – das erfolgreiche Rennpferd wurde auf dem Fasanenhof klammheimlich gegen einen Doppelgänger ausgetauscht! TKKG wittern einen neuen Fall und stürzen sich in die Ermittlungen! Doch wer spielt hier falsch? Als sich ein stummer Zeuge meldet, wird den vier Detektiven klar, dass hier eine ganz üble Sache am Kochen ist! Doch wie ist den Übeltätern beizukommen? Tim bereitet eine raffinierte Falle vor; aber werden die Verbrecher auch hineintappen? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Draußen legt der Altweibersommer noch mal richtig los und gewährt uns sommerliche Temperaturen, da beschert uns EUROPA einen Vorweihnachtsfall mit TKKG im Schnee. Wobei man hier nicht wirklich „unpassend“ sagen kann oder „falsches Timing“, gibt es doch im Supermarkt längst Lebkuchen und Dominosteine zu kaufen.

In den ersten Minuten lernt der Hörer unter anderem den taubstummen Wolfgang kennen. Dieser wird aber unglücklich und sicher unabsichtlich vom Autor als geistig zurückgeblieben dargestellt, indem er Ingeborg auf der Vorweihnachtsparty von Brigitte Palmer überlaut auf ihn einreden lässt, als wäre er schwerhörig. Und in Zeitlupe sagt sie dann am Ende: „Win-ke, Win-ke“. Ganz offensichtlich nimmt sie ihn nicht ernst und hält ihn für zurückgeblieben. Vielleicht wollte der Autor die Dame aber auch überdeutlich sprechen lassen, damit Wolfgang Lippenlesen kann. Dass er das beherrscht, wird aber nicht erwähnt. Die Gebärdensprache ist für die Dame hörbar belustigend und faszinierend zugleich.

Die Idee einen taubstummen Charakter in eine Jugendgeschichte einzubauen ist sicher keine schlechte, funktioniert aber in einem Hörspiel logischerweise nur schwerlich. Denn außer Umgebungsgeräusche hört man während der Unterhaltungen mit ihm in Gebärdensprache natürlich nichts. Sicher ein Grund, warum dieser Charakter nur am Anfang und am Ende der Geschichte vorkommt.

Ansonsten agieren die TKKGs wie immer ihrer Rollenvorgabe entsprechend: Tim ist anführerisch und selbstbewusst, Klößchen denkt nur an Süßigkeiten und ans Essen, Karl recherchiert wie Bob von den drei ??? und Gabys Tierliebe ist es zu verdanken, dass sich die vier überhaupt mit dem Fall des ausgetauschten Rennpferds befassen, auch wenn sie niemand beauftragt hat.

Dass es sich hier um Grunde um einen schlichten Versicherungsbetrug handeln muss, stellt der Fan „im reifen Alter“ sofort fest, während Tim nach etwa 40 Minuten das auch dem Hörer vorschlägt, der noch nicht auf diese Idee gekommen war.

Dennoch verläuft die Geschichte nicht ganz so geradlinig, wie man jetzt denken könnte. Es gibt Verwicklungen, Ideen, falsche Fährten und interessante Erkenntnisse, auf die nicht jeder Hörer gekommen wäre. Allein die Auflösung im letzten Track „Hereingelegt!“ war mir ein wenig zu einfach.

_Das Hörerlebnis:_

Wie gewohnt gibt es hier jede Menge Geräusche als Untermalung zu hören. Allein der Beginn ist diesmal in dieser Hinsicht nicht ganz so gut gelungen. Auf der Pferderennbahn klingt das Hufgetrappel beim Rennen eher wie ein sanfter Platzregen. Und auch die Zuschauerkulisse, die irgendwie an ein volles Einkaufszentrum erinnert, wird immer mal abrupt in den Vordergrund gemischt, was leicht irritierend und dadurch fast wie Meeresrauschen wirkt. Ansonsten ist die Geräuschkulisse wie eine Kopfkino-Tonspur aufbereitet. Mit viel Liebe zum Detail sind zum Beispiel bei Außenszenen Vögel im Hintergrund zu hören und auch im Stall bei Vivaldi klingt alles authentisch und echt.

Krystian Martinek als Bösewicht und vom Hörer gleich zu Anfang als vermeintlicher Folgen-Hauptgegner ausgemacht, klingt bemüht, aber steif wie ein Dorfbühnenschauspieler oder ein Darsteller einer deutschen Vorabendserie. Im Vergleich zu den bekannten TKKG-Sprechern klingt er unnatürlich, hölzern und abgelesen. Tim Grobe, der seinen Komplizen Ulrich Rösner spricht, wirkt dagegen glaubwürdiger.

Die Überblendmusik zwischen den Szenen ist diesmal oftmals weihnachtlich-beschwingt oder weihnachtlich-anrührend gewählt. Auch im Hintergrund ist neben der Spannung steigernden „Dramatikmusik“ auch gern mal ein „Fröhliche Weihnacht überall“ zu hören.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Wolfgang Kaven
Tim: Sascha Draeger
Karl: Nicki Nowotny
Klößchen: Manou Lubowski
Gaby: Rhea Harder
Kommissar Glockner: Edgar Bessen
Heino Schnuller: Krystian Martinek
Ulrich Rösner: Tim Grobe
Hermann Sauerlich: Henry König
Brigitte Palmer: Regina Lemnitz
Ingeborg: Anja Topf
Kati: Carolin von der Groeben
Katis Vater: Stephan Schleberger
Rennbahn-Sprecher: Oliver Böttcher
Hieronymus Kamm: Lutz Mackensy
Mann: Peter Lontzek
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel

|Trackliste:|

1. Mangelnde Schulbildung
2. Glatter Sieg!
3. Vollbremsung
4. Hundert Prozent
5. Ausgetauscht!
6. Tag der offenen Tür
7. Vierbeiniger Wischmopp
8. Versicherungsprämie
9. Rote Strähnchen
10. Daneben getippt!
11. Hereingelegt

|Technik-Credits:|

Produktion und Regie: Heikedine Körting
Buch: André Minninger nach Motiven von Stefan Wolf
Hörspielbearbeitung und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Cover Illustration: Comicon S.L. – nach Artwork-Vorlagen von Rainer Stolte
Rahmendesign: KB&B
Gestaltung: Atelier Schoedsack

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet, das in der gleichen Farbe daherkommt, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits. Außerdem gibts als extra Einlageblättchen noch etwas Werbung für eine weitere EUROPA-Hörspiel-Serie, die sich aus dieser Folge abspaltet.

_Mein Fazit:_

Ein Fall, der nicht so gradlinig und einfach verläuft, wie es erst den Anschein hat, unterhält nicht nur TKKG, sondern fesselt auch den Hörer eine interessante und spannende Stunde an den CD-Spieler.

|1 Audio-CD mit 58 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886979032729|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
[www.tkkg.de]http://www.tkkg.de

Eine Hörprobe bietet EUROPA unter [diesem Link]http://www.hoerspiel.de/dstore/shop/Serien/Topserien/TKKG/Doppelgaenger+auf+der+Rennbahn/366928/ an.

Erlhoff, Kari / Minniger, André – Die drei ??? – Der namenlose Gegner (Folge 149) (Hörspiel)

_Die Handlung:_

In dem sonst so idyllischen Vorort Seven Pines droht ein Nachbarschaftskrieg auszuarten. Die aufgebrachten Anwohner bitten die drei ??? um Hilfe. Doch Bob wird bei einer nächtlichen Beschattungsaktion verletzt und verliert das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, weiß er nicht mehr, wer er ist! Das nutzt ein alter Feind der drei ??? gnadenlos aus. Während der dritte Detektiv nun auf unerwartete Abwege gerät, bekommen Justus und Peter es mit einem gefährlichen Gegner zu tun. Schnell wird aus einem scheinbar harmlosen Routinefall eine harte Probe für das berühmte Trio aus Rocky Beach – womöglich die Härteste, die es für sie gegeben hat … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Was wie ein langweilig und schnell und einfach zu lösender Fall beginnt, entpuppt sich genauso schnell, aber gar nicht langweilig als ein interessanter Konflikt. Eigentlich sollten die zwei Fragezeichen, Justus und Peter agieren hier allein, weil Bob vermeintlich mit seinen Eltern wegfahren muss, ein paar Tulpen ausreißende Camper überführen.

Parallel dazu hat Bob einen Unfall mit dem Rad, bei dem er von einem Auto angefahren und verletzt wird. Dass er dabei sein Gedächtnis verliert, nutzt der alte ???-Feind Skinny Norris aus und „programmiert“ ihn um. Nun sind Peter und Just seine Feinde. Dass Bob sich aber so schnell und nachhaltig ohne Nachwirkungen von einem schweren Unfall erholt, fand ich dann doch ein wenig unrealistisch.

Die Idee, die drei auch einmal gegeneinander antreten zu lassen, gefiel mir sehr. Einen „Bob“-Fall hat sich der sonst eher im Hintergrund recherchierende, dritte Detektiv, wirklich verdient gehabt. Hier bekommt er einiges zu tun und darf auch mal handgreiflich werden. Und auch der Fall, um den sich die drei ??? kümmern sollen, spielt dabei eine wichtige Rolle und ist auch gar nicht so gradlinig und einfach zu durchschauen, wie man anfangs noch denkt.

Kari Erlhoff ist hier eine wirklich interessante Geschichte gelungen, die nicht nur Bob einmal ganz anders zeigt, sondern auch Skinny.

_Das Hörerlebnis:_

Gewohnt lebendig hat die Soundregie die Umgebungsgeräusche arrangiert. Alles passt perfekt und alles klingt authentisch. Allein der Schrei von Peter, nachdem er im Pool gelandet ist … den hätte ich vor dem Platscher erwartet. Alle Sprecher machen einen prima Job und klingen glaubhaft. Allen voran natürlich Oliver, Jens und Andreas, denen nicht mal Andreas von der Meden als Skinny Norris das Wasser reichen kann. Sie bieten wieder echtes Schauspiel vor dem Mikro, das lebendig im Ohr des gespannten Hörers ankommt. Einzig die Überblendmusik zwischen den Szenen ist für meinen Geschmack zu lang geraten. Ich hätte gern einige Sekunden eher weiterermittelt.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Cynthia McGowan: Luise Lunow
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Mr. Andrews: Henry König
Mrs. Andrews: Konstanze Ullmer
Skinny Norris: Andreas von der Meden
Mina Parker: Annabelle Krieg
Brandon Fraser: Tim Grobe
Beatrix Fraser: Sophie Lechtenbrink
Roxy: Julia Fölster
Josh: Volker Hanisch
Paul: Tim Kreuer
Davis: Frank Meyer-Brockmann

|Technik-Credits:|

Erzählt von: Kari Erlhoff
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Conrad

|Trackliste:|

1. Vandalismus
2. Terror in Seven Pines
3. Nein!
4. Nacht in Angst
5. Miss Biss
6. Junge ohne Namen
7. Ein Baum in Nöten
8. Kein gutes Verhältnis
9. Auf Leben und Tod
10. Echte Kerle
11. Rachespiel
12. Bombenstimmung
13. Schutt und Asche
14. Happy Ending

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für die „Die drei ???“-T-Shirt-Kollektion. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 150.

_Mein Fazit:_

Eine interessante Grundidee, die Jungs mal gegeneinander antreten zu lassen, kombiniert die Autorin mit einem spannenden Fall, der anders endet, als man denkt. Das sind zwei gute Ideen zusammen in einer Folge, die nie langweilig wird und fast schon zu kurz ist.

|1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 62 Minuten
EAN: 886978014948|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 80 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

Point Whitmark: Das Schloss des Blutmalers (Folge 33)

_Die Handlung:_

Im Zuge einer Reportage über walisische Architektur werden Jay, Tom und Derek von einem Unwetter überrascht und gezwungen, die Nacht auf Glamorgan Castle zu verbringen. Ist es nur ein Gerücht, oder hat sich der Burgherr wirklich innerhalb des verlassenen Gemäuers begraben lassen? Es heißt, die Gemälde in den düsteren Korridoren wurden mit echtem Blut gemalt. Die Jungen stoßen das Tor zu einem lange vergessenen Geheimnis auf. Als körperlose Schreie durch die einsamen Flure hallen, müssen Sie sich entscheiden. Gehen sie der Sache auf den Grund, oder verbarrikadieren sie sich in ihrem Zimmer, wie man es Ihnen geraten hat? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Etwa einen Monat zu früh kommt diese gruselige Folge von „Point Whitmark“ heraus, ist doch bald Halloween. Aber das ist umso schöner für den Fan, der schon sehnllichst auf die neue Folge gewartet hatte, nachdem am Ende der Letzten ein gruseliger Spoiler Lust auf mehr gemacht hatte.

Eher zufällig tappen die drei Freunde in diesen neuen Fall, für den sie einige schaurige Stunden rund um Glamorgan Castle verbringen müssen. Freiwillig sind sie nämlich nicht da und wenn es nach dem Willen anderer geht, dann würden sie auch nicht mehr entkommen.

Die befürchteten Parallelen zum Fall „Gespensterschloss“ der drei Detetektivkollegen aus Rocky Beach bestätigen sich zum Glück nicht, denn Jay, Tom und Derek gehts wirklich an den Kragen. Auch sonst verläuft der Fall ganz anders. Interessant ist auch, dass die Jungs diesmal zum Teil getrennt voneinander ermitteln, jeder hat so seine eigenen Gruselmomente zu ertragen in dieser Folge. Und am Ende wissen wir dann, was es mit dem Blutmaler auf sich hat, ob er wirklich mit echtem Blut gemalt hat und warum die, die er gemalt hat, nach seinem Tod erpresst werden. Und, wer schreit denn eigentlich in den Wänden im Castle?

All das und noch einiges mehr erfahren der Hörer und die Jungs vom Sender, der heißt wie die Stadt, in diesem jugendgerecht gruseligen und manchmal auch sehr witzigen Teil der Serie. Eine Vorschau auf die nächste Folge gibts am Ende diesmal übrigens nicht.

_Mein Höreindruck:_

Das Hörerlebnis war diesmal nicht so begeisternd. Sicher kann die Produktion durch tolle Effekte glänzen, aber von denen gibts hier für meinen Geschmack zu wenige. Sicher, die Jungs schleichen durch das Castle und sollen still sein … da kann man wenig hören, auch ok … nur, eignet sich so etwas wenig für ein Hörspiel. Da nützen auch die leichten Hall- und Echo-Effekte wenig, die man zudem auch nicht hört, sobald man während des Hörens Nebengeräusche hat. Im Auto muss man dann schon reichlich aufdrehen, um festzustellen, ob die Folge noch läuft oder nicht. Wenn es aber Effekte gibt, dann sind sie extra gruselig. Jede Tür öffnet sich extra knarrend und auch der Wind klingt düster und gemein.

Die Sprecher machen allesamt einen für ihre Charaktere passenden tollen Job. Gestört hat mich das ständig langgezogene „okaaay?“ einer Dame nach jedem Satz, aber dafür kann die Sprecherin ja nichts. Ein kleines Problem mit dem Sounddesign hatte ich an der Stelle, an der Tom mit einer „Gardinenkrücke“ durch den Keller geschlichen ist. Das Sample klingt zwar gedämpft metallisch, mir aber zu computertechnisch. Jedes Mal, wenn das Geräusch ertönt, klang es für mich wie ein nicht zur Folge passender Ton-Fehler, eher wie Industrial-Musik.

Die teilweise wirklich schöne Musik, die zur Überblendung zwischen den Szenen verwendet wird, war mir in fast allen Fällen eine Idee zu lang. Das Highlight war für mich die in die Folge eingebaute Titelmelodie als Streicher-Version, die zwar auch toll klang, aber auch zu viel Zeit einnahm. Da hätte ich gern schon wieder im Abenteuer gesteckt, als noch der Musik lauschen zu müssen.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler: Jürg Löw
Jay Lawrence: Sven Plate
Tom Cole: Kim Hasper
Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss
Mrs Delwyndyn: Sonja Deutsch
Mr Delwyndyn: Dominik Freiberger
Kendrick Gwaunfarren: Horst Lampe
Maddox Jones: Bert Franzke
Adwen Cadoc: Hannelore Minkus
Yvain Gwlady: Claus-Dieter Clausnitzer
Glasaugen-Opa: Herr Steiner
Dorfoma: Heike Paul

Technik-Credits:

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg, Markus Segschneider und Manuel Rösler
Tontechnik und Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Illustration & Cover Design: Ingo Masjoshusmann
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg

Die Ausstattung:

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Bildergalerie der bislang erschienen Folgen, inklusive der kommenden Folgen „Die einäugigen Puppen“ und „Verirrt im Spinnenwald“. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

Mein Fazit:

Eine gruselige Folge, die aber auch lustige Szenen hat. Keine der besten und spannendsten Folgen der Serie, aber eine, die sich nicht ganz so leicht auflöst, wie anfangs gedacht. Ein paar mehr Effekte hätte ich mir im Castle gewünscht und ein wenig kürzere Musiküberblendungen zwischen den Szenen.

1 Audio-CD
Spieldauer: 64 Minuten
Tracks: 10
EAN: 886979512627
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren|
www.point-whitmark.de

Die Elfen: Königstein (Folge 3)

_Die Handlung:_

Alfadas und sein Heer haben Albenmark erreicht – doch die Menschen sind in der Elfenfestung Phylangan alles andere als willkommen. Fürst Landoran ist überzeugt, die Festung, die einst unter dem Namen »Königstein« das Herz des Trollreichs bildete, auch ohne ihre Hilfe verteidigen zu können. Die Trolle jedoch haben es nicht darauf abgesehen, ihren Königstein zu erstürmen. Mithilfe ihrer Schamanin Skanga schicken sie einen »Geist« ins Innere, der schlimmer wütet als tausend Trolle … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nachdem das Menschenheer am Ende des letzten Teils seinen ersten Kampf gewonnen, aber sich noch im Feiern darüber der Erkenntnis geschlagen geben musste, dass sie lediglich ein paar Späher erwischt haben und nicht das eigentliche Heer der Trolle, ist nicht nur der Hörer gespannt darauf, wie es weitergeht.

Wie befürchtet beginnts auch diesmal wieder mit der üblichen einleitenden Folterszene. Die leidende Elfe erzählt weiter und wir steigen wieder in die Geschichte ein. Die Menschen bejubeln immer noch ihren Sieg. Von der Anzahl der Sprecher sind die Menschen aber in dieser Folge in der Unterzahl, wohl auch, weil wir jetzt in Albenmark sind. Hier soll es nun zur großen Schlacht um Königstein kommen, zur Schlacht der Trolle gegen die Elfen.

Einen Anteil daran hat auch Shahondin, der (genau wie der Erzähler) recht schwer zu verstehen ist. Seine Stimme ist zwar düster, extrem tief moduliert und daher ziemlich gruselig, aber das ist der Verständlichkeit nicht sehr zuträglich. Wer bei seiner Meldung an die Trolle von Nebengeräuschen im Auto oder beim Joggen gestört wird, der wird ihm kaum folgen können.

Mir gewohnter Liebe zum Geräuschdetail gibt es hier wieder Hollywood-Kopfkino vom Feinsten zu hören. Nicht nur die Effekte, auch die Sprecher und die immer zur Szene passende Musikuntermalung bieten Unterhaltung, die den Standard für Fantasy-Hörspiele darstellen sollten. Mehr geht nicht, alles passt perfekt zusammen. Auch an dieser Folge fand ich nichts auszusetzen und bin über eine Stunde spannend und kurzweilig unterhalten worden.

Die Schlacht fand nicht den Ausgang, den ich anfangs der Folge noch erwartet hatte, was mir gefiel. Und auch der Schluss macht Lust auf mehr ELFEN-Hörspiele, die hoffentlich bald erscheinen werden.

|Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung|:

Am Anfang war die Entwirrung. Der |Elfen|-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung wird aus fünf Teilen bestehen, von denen der Verlag die ersten drei auf einmal herausgebracht hat. Die Hörspielumsetzung der Folgebände |Elfenlicht| und |Elfenkönigin| sind laut Verlag bereits in Planung.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

|Elfen|
Ollowain: Bernd Rumpf
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Lyndwyn: Celine Fontanges
Landoran: Peter Weis
Graf Fenryl: Kai-Henrik Möller
Silvyna: Cathlen Gawlich
Shahondin: Andreas von der Meden
Wächterin: Kerstin Draeger
Wächter: Alexander Rieß

|Kentauren|
Orimedes: Martin Keßler

|Trolle|
Orgrim: Tilo Schmitz
Skanga : Luise Lunow
Branbart: Douglas Welbat
Boltan: Frank Felicetti
Dumgar: Jan-David Rönfeldt
Gran: Thomas Petruo
Birga: Simona Pahl
Brud: Frank Gustavus

|Menschen|
Alfadas: Sascha Rotermund
Lambi: Dirk Hardegen
Egil Horsason: Marius Clarén
Hure Dalla: Mia Diekow

|Weitere Bewohner von Albenmark|
Benjamin Dittrich, Dennis Ehrhardt, Janis Grossmann, Frank Gustavus, Christopher Hamann, Oliver Kalkofe, Stefan Krause, Tim Kreuer, Günter Lach, Christian Langmann, Regina Lemnitz Alexander Rieß, Thomas Schmuckert sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach.

|Technik-Credits:|

Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Urs Hauck und der echte Gran im Studio Konterfei, Berlin
Sprachschnitt & Sounddesign: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das gezeichnete Bild eines Elfenkriegers mit aus dem Hintergrund lauernden Trollen. Diese sehen aber eher wie dicke, glatzköppfige Yetis aus. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors dazu, welche Position im Familienranking er seit dieser Hörspielproduktion einnehmen konnte.

Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Kentauren, Menschen, Restvolk von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.

Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“

Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“

Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –

_Mein Fazit:_

Alles läuft auf die Schlacht um den Königstein hinaus, die imposant und fulminant vertont durch die Surround-Lautsprecher des Kopfkinos dröhnt. Die Story ist und bleibt spannend, die Sprecher machen einen tollen Job und der Hörer wartet gespannt auf Folge vier.

1 Audio-CD
Spieldauer: 75 Min.
Tracks: 21
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772898

www.folgenreich.de

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (4 Stimmen, Durchschnitt: 1,50 von 5)

Die Elfen: Firnstayns Kinder (Folge 2)

_Die Handlung:_

Das Fjordland mit seinen menschlichen Bewohnern ist vom neu entbrannten Krieg der Trolle gegen die Elfen bisher unberührt geblieben. Das »Nichts«, eine abgrundtiefe, gefährliche Schwärze, trennt beide Welten. Dem Elfen-Schwertmeister Ollowain gelang es jedoch, das Nichts zu überwinden und die verwundete Königin Emerelle in der kleinen Siedlung Firnstayn zu verstecken.

Schon bald verbreitet sich die Kunde von der Ankunft der Fremden – und König Horsa Starkschild lässt ein Heer zusammenstellen, um den Elfen im Kampf beizustehen … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nachdem wir am Ende des ersten Teils zwar die erfolgreiche Flucht von Emerella vor den Trollen erlebt haben, sind wir natürlich gespannt ob und wie es für die verwundete Elfe weitergeht. Stattdessen gibts erstmal wieder eine Folterszene, wie schon am Anfang und am Ende von Teil eins. Der Großteil der Handlung dieser Folge ist auch schnell zusammengefasst: Ein Menschenheer soll zusammengestellt und durch ein magisches Portal nach Albenmark geschickt werden, damit die Elfen im Kampf gegen die Trolle Unterstützung erfahren.

Und wir lernen die ersten Menschen aus dem titelgebenden Firnstayn kennen. Menschen sind in diesem Teil das erste Mal mit dabei, dafür gibts diesmal keine Kobolde. Lebendig und mit viel Schauspiel vor dem Mikro begegnen uns in der Siedlung sämtliche Sprecher, selbst der junge Ulric steht mit seiner Leistung den anderen in nichts nach. Allein der Erzähler spricht wieder zu leise und man muss schon genau hinhören, damit man alles versteht, was er zurückhaltend berichtet.

Besonders fällt die Sprecherin der Elfe Lyndwyn auf, die mit ihrer Interpretation des Charakters nicht nur dem Schwertmeister Ollowain ein prickelnd erotisches Zwischenspiel beschert, sondern sicher auch so manchem Hörer ein süffisantes Grinsen abverlangt. Und am Ende sind wir wieder zurück bei der Elfenfolterung.

Die Effekte und die zur Fantasy-Welt passende Musik sind auch in diesem Teil wieder hollywoodreif imposant. Fantasy-Kopfkino, wie es sein sollte und wie es klingen sollte. Bernhard Hennen meint: „So müssen DIE ELFEN klingen.“ Ich würde sogar sagen: „So müssen Hörspiele klingen“, nicht nur die aus dem Fantasy-Bereich.

|Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung|:

Am Anfang war die Entwirrung. Der |Elfen|-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung wird aus fünf Teilen bestehen, von denen der Verlag die ersten drei auf einmal herausgebracht hat. Die Hörspielumsetzung der Folgebände |Elfenlicht| und |Elfenkönigin| sind laut Verlag bereits in Planung.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

|Elfen|
Ollowain: Bernd Rumpf
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Lyndwyn: Celine Fontanges
Landoran: Peter Weis
Silvyna: Cathlen Gawlich
Graf Fenryl – Kai-Henrik Möller
Lysilla – Annette Gunkel
Wächter: Robert Kotulla

|Trolle|
Skanga: Luise Lunow
Birga: Simona Pahl

|Kentauren|
Orimedes: Martin Keßler

|Menschen|
Alfadas: Sascha Rotermund
Lambi: Dirk Hardegen
Horsa Starkschild: Eckart Dux
Gundar: Christian Schult
Ole Ragnarsson: Andreas Mannkopff
Asla: Dagmar Dreke
Ulric: Philipp Draeger
Ragni – Markus Pfeiffer

|Weitere Bewohner von Albenmark|
Benjamin Dittrich, Dennis Ehrhardt, Janis Grossmann, Frank Gustavus, Christopher Hamann, Günter Lach, Christian Langmann, Regina Lemnitz, Alexander Rieß, Thomas Schmuckert sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach

|Technik-Credits:|

Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Urs Hauck und der echte Gran im Studio Konterfei, Berlin
Sprachschnitt & Sounddesign: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das in warmen Tönen gezeichnete Bild eines Elfenkriegers. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors, welche persönlichen Erlebnisse zur Geschichte von Kadlin und dem Hund „Blut“ geführt haben.

Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Kentauren, Menschen, Restvolk von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.

Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“

Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“

Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –

_Mein Fazit:_

Das Fantasy-Kopfkino geht imposant weiter. Die überragenden Effekte sorgen zusammen mit den Sprechern, die sich richtig reinhängen, für ein weiteres spannendes ELFEN-Abenteuer.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 80 Min.
Tracks: 17
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772882|
www.folgenreich.de

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (2 Stimmen, Durchschnitt: 1,00 von 5)

Die Elfen: Der Untergang von Vahan Calyd (Folge 1)

Die Handlung:

Elfen, Kobolde, Feen – die Völker von Albenmark sind in Vahan Calyd zusammengekommen, um die Elfenkönigin Emerelle als Herrscherin über Albenmark zu bestätigen. Doch das Fest wird jäh unterbrochen: Die Trolle sind aus der Verbannung zurückgekehrt und legen die Stadt in Schutt und Asche!

Emerelle befindet sich auf der Flucht – in der Begleitung ihres Schwertmeisters Ollowain, der ahnt, dass es einen Verräter unter den Elfen geben muss und dass diese Nacht über das Schicksal von ganz Albenmark entscheidet … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Die Elfen: Der Untergang von Vahan Calyd (Folge 1) weiterlesen

Rebecca Gablé – Der dunkle Thron

_Die |Waringham|-Saga:_
01 „Das Lächeln der Fortuna“
02 „Die Hüter der Rose“
03 „Das Spiel der Könige“
04 _“Der dunkle Thron“_

_Die Handlung:_

London 1529: Der 14-jährige Nick of Waringham lebt als Schüler bei dem berühmten Humanisten Sir Thomas More. Als Nicks Vater, der Earl of Waringham, Opfer einer Intrige wird und der Häresie beschuldigt wird, wird der Junge zurück nach Hause geschickt, wo sein Vater vor seinen Augen an den Folgen der Folter stirbt. Nick bleibt zurück mit einer Baronie in desolatem Zustand – und einer großen, schier unlösbaren Aufgabe: Er soll Prinzessin Mary, Catalinas einziges Kind, beschützen – auch vor ihrem eigenen Vater … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nach vier Jahren Warten gehts in der Familenchronik der Waringhams weiter. Das hätte selbst Rebecca Gablé nicht gedacht, denn eigentlich sollte nach dem dritten Band Schluss sein mit den Waringhams. Unterstützt von den Fans und weil ihr die Geschichte selbst nicht aus dem Kopf ging, präsentiert die Autorin also einen vierten Band.

Mittlerweile sind wir im 16. Jahrhundert angekommen und der Fokus liegt auf dem 14-jährigen Nick of Waringham. In den ersten Hörstunden erleben wir mit ihm zusammen das, was wir schon auf der Verpackung gelesen haben. Und obwohl der Hörer in diesem Fall schon weiß, was passiert, macht die Autorin die Geschichte dennoch zu einem echten Erlebnis. Ihre lebendige Erzählweise und ihre Beschreibungen von Land und Leuten lassen schnell ein historisches Kopfkino beim Hörer entstehen, in dem er gern Platz nimmt und verweilen möchte.

Der Protagonist wächst dem Hörer schnell ans Herz und seine Abneigung gegen „Brechnuss“ und „Sumpfhexe“, seine Stiefschwester und seine Stiefmutter, teilt auch er sofort. Nachdem sein Vater verstorben ist und er sich verpflichtet, auf Prinzessin Mary aufzupassen, muss er ganz schnell erwachsen werden. Wir begleiten die beiden dabei und erleben auch die verzweifelten Versuche Henry VIII. mit, der unbedingt einen Thronfolger haben möchte und deshalb sogar mit der katholischen Kirche bricht. Nicht nur Nick ist jetzt verunsichert, wem er noch etwas sagen darf, ohne verhaftet zu werden, auch das Volk weiß es nicht mehr.

Und so verknüpft Rebecca Gablé wieder einmal geschickt gut recherchierte Fakten mit einer fiktiven Geschichte. Und ob sich wirklich alles so zugetragen hat oder nicht, das ist dem Hörer bei ihrem einfühlsamen Erzählstil eh egal. Hier sind viele spannende, schmunzelnde, aber auch tragisch unterhaltsame Stunden garantiert. Und die können auch problemlos genossen werden, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt. Gablé macht es also auch Quereinsteigern leicht, der Faszination der Waringham-Sga zu erliegen.

_Das Hörerlebnis:_

„Bierstedt liest ausdrucksstark und unwahrscheinlich vielseitig“, sagt Rebecca Gablé laut Verlag über ihren Sprecher. Ich kann weder das eine noch das andere bestätigen. Mir fiel direkt auf, dass er am Anfang sehr gehetzt seine Zeilen runterhastet. Da fällt es schwer, sich fallenzulassen, wenn der Sprecher direkt so eine Hektik verbreitet, die nicht vom Skript vorgeschrieben ist. Danach verfällt er aber wieder in die eher monotone Sprechweise, die ich von ihm gewohnt war.

Die „Inszenierung“ dieser Lesung war für meine Ohren sehr inkonsequent, denn vom Einsatz von zur Szene passenden Geräuschen wird leider nur wenig Gebrauch gemacht und wenn, dann sind es auch gern mal zu viele. Als Nick durch Hampton streift, werden gleich so viele Effekte unter den Sprecher gemischt, dass das dabei entstehende Bild im Kopf des Hörers eigene Wege geht und der Sprecher fast stört. Wenn Nick aber seinen eingesperrten Vater besucht, erwischt die Tonregie genau das richtige Maß an Effekten und Musik, sodass diese Szene ein wirklich rundes Hörerlebnis bietet.

Der oftmals schön ausgewählte und die Story unterstützende Musik- und Klangteppich wertet die Lesung absolut auf. Detlef Bierstedt, der sonst eher als einschläfernder Sprecher bekannt ist, erfährt dadurch eine willkommene Unterstützung. So wirkt sein Vortrag nicht mehr saftlos, sondern zur Zeit passend gediegen. Zumindest in den Momenten, die mit Musik unterlegt sind oder wenn er wörtliche Rede vorliest.

Das meinte ich mit „inkonsequent“. Der Hörer bekommt also im Wechsel minutenlang einen Musikteppich als Unterlage zu hören oder nur den Sprecher. Ab und an gibts dann auch mal ein paar Effekte mit dabei, als könnte man sich nicht entscheiden, welches Stilmittel man denn benutzen möchte und vor allem wie oft und wie lange.

Bierstedt wirkt hörbar bemüht, die Geschichte um Nick so lebendig wie ihm möglich zu erzählen. Bei allem Verstellen der Stimme, wenn er den verschiedenen Charakteren wiedererkennbare Merkmale gibt, fühlt der Hörer leider die ganze Zeit über, dass Bierstedt abliest und nicht erzählt. Dazu klingt seine Stimme grad bei beschreibenden Stellen zu monoton, fast gleichgültig, weil er mit angezogener Handbremse liest. Nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Sprechgeschwindigkeit zu verändern, um aus dem Schwarz-Weiß-Film im Kopf einen sprühenden Farbfilm entstehen zu lassen, wäre ein probates Mittel gewesen. Aber das verwendet der Sprecher nur sporadisch und wenn, dann nur kurz. Danach geht es direkt weiter mit der gleichen langsamen Geschwindigkeit und die Dramatik ist dahin, da hilft dann auch die Musikuntermalung wenig. Manchmal ist auch nicht zu erkennen, ob die Charaktere sprechen oder der Sprecher die Szene beschreibt, weil beides mit der gleichen Geschwindigkeit und Sprachmelodie im Ohr des Hörers ankommt.

Wenn er in solchen Situationen auch noch durch die zwar zur Szene passende dramatische Musik übertönt wird, muss man schon genau hinhören. Denn manchmal klingt es so, als würde der Lautstärkeregler für den Sprecher recht abrupt heruntergezogen und der für die Musik nach oben geschoben, bis zu einem Punkt, an dem sie nicht mehr unterstützt, sondern störend ablenkt, wie die vorhin erwähnten „Mittelalter“-Geräusche.

_Der Sprecher:_

Detlef Bierstedt, 1952 geboren, ist einer der gefragtesten Synchronsprecher Deutschlands. Er leiht u. a. George Clooney, Jonathan Frakes („Star Trek“) und Bill Pullman („Independance Day“) seine Stimme. Insgesamt wirkte er in mehr als 1000 Film- und Fernsehproduktionen mit. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die 12 CDs sind stilvoll verpackt. In zwei entfaltbaren Pappboxen stecken sie zusammen in einem Pappschuber. Vor und hinter den weinrot bedruckten CDs ist jede Menge Platz für Zusatzinfos, sodass das Fehlen eines Booklets nicht auffällt.

So gibt es ein Dankeswort der Autorin, ein Zitat aus dem Roman von Nicholas of Waringham, einen gezeichneten Stammbaum der Waringhams, eine gezeichnete Karte, die das England unter Henry VIII. zeigt, Lob aus der Presse, Werbung für die anderen Teile der Waringham-Saga, Infos zu Autorin und Sprecher und, sehr wichtig, eine sehr lange Auflistung aller beteiligten wichtigen Personen aus dem Roman. Wobei diejenigen noch mal gekennzeichnet wurden, die es tatsächlich gegeben hat.

_Mein Fazit:_

Warum Rebecca Gablé sich Detlef Bierstedt als Sprecher aussuchte, kann ich nicht nachvollziehen, warum sie so von ihm schwärmt, erst recht nicht. Ein lebendigerer und mit mehr Einsatz vor dem Mikro agierender Sprecher hätte so viel mehr aus der spannenden Geschichte um Nicholas of Waringham herausholen können und so dem Hörer ein intensiveres Erlebnis beschert. So bleibt der Kontrast zwischen einem weiteren unterhaltsamen und schönen Roman der „Waringham“-Reihe und einem bemühten Sprecher, der auch mit Musikuntermalung nicht in der Lage ist, den Hörer wirklich zu fesseln oder in die Story hineinzuziehen. Kopfkino ja, aber leider in Schwarz-Weiß.

|12 Audio-CDs
Spieldauer: 15:13 Std.
Gelesen von Detlef Bierstedt
ISBN: 978-3-7857-4567-0|
[www.luebbe.de]http://www.luebbe.de

Audible bietet auch eine ungekürzte Lesung an, die 35 Stunden Spieldauer bietet. Auch hier liest Detlef Bierstedt.

Wer erst einmal in die Lesung reinhören möchte, der kann unter [diesem Link]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/Historisches/Details/Id/978-3-7857-4567-0# beim Verlag hörprobieren.

_Rebecca Gablé bei |Buchwurm.info|:_
[„Die Siedler von Catan“ 1218 (Hörbuch)
[„Die Siedler von Catan“ 258
[„Das Lächeln der Fortuna“ 1522 (Hörbuch)
[„Die Hüter der Rose“ 1733
[„Das Spiel der Könige“ 4129
[„Das zweite Königreich“ 4541 (Hörspiel)
[„Hiobs Brüder“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5953

Daniel H. Wilson – Robocalypse

_Die Handlung:_

In einem Labor experimentieren Wissenschaftler mit einer überlegenen künstlichen Intelligenz – bis sie beginnt, sich zu wehren: ARCHOS bringt sämtliche Maschinen der Welt unter seine Kontrolle, vom kleinsten Computer bis zum tödlichen Waffensystem. Die Robocalypse bringt die Menschheit an den Rand der Auslöschung – doch die Maschinen haben nicht mit dem Mut der Menschen gerechnet … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Ok, auch die unter uns, die nur selten ins Kino gehen, werden bei dem Klappentext an „I Robot“ oder aber wenigstens an das „Terminator“-Franchise denken. Die Generation, die noch mit VHS aufgewachsen ist, wird sich auch noch an Stephen Kings „Rhea M. – Es begann ohne Warnung“ erinnern, in dem die Maschinen auch plötzlich anfingen zu rebellieren. In einigen Teilen kommen dem Hörer dann auch Gedanken an „Staatsfeind Nr. 1“ und „Eagle Eye“.

Und das ist auch schon der größte Kritikpunkt. Nein, nicht der Teil mit der Rebellion, sondern der Vergleich mit Filmen. Denn nichts anderes ist dieses Buch, es ist ein Action-Film-Skript, das übrigens im Jahr 2013 von Steven Spielberg verfilmt tatsächlich ins Kino kommen wird.

Da gehört es auch hin, denn als Buch ist diese Geschichte leider schwer bis gar nicht zu gebrauchen. Kapitel für Kapitel erzählt der Autor in Episoden wie unterschiedliche Menschen den Aufstand der Maschinen erlebt haben wie bei einer Kurzgeschichtensammlung. Alles ist bereits passiert, denn der Hörer weiß schon, dass die Menschen am Ende gewonnen haben. Erzählt wird das Ganze von einem Soldaten, der die aufgezeichneten Erlebnisse anderer Menschen während des Maschinen-Aufstands gefunden hat und sie an den Hörer weitergibt.

Da kommt kein Handlungsfaden zustande, weil es keinen echten gibt. Es ist halt eine Kurzgeschichtensammlung mit dem Oberthema „Wie ich den Roboteraufstand erlebte“. Auch kann man keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen, weil man sie oftmals nur in kurzen, lauten Action-Sequenzen erlebt, wie das in einem schnell geschnittenen Film halt so ist. Eine Charakterentwicklung gibt es demzufolge auch nicht. Es sind lauter kleine Geschichtchen, die aneinandergereiht wurden. Und da man eh schon weiß, wer gewinnt, ist auch der Showdown am Ende nur mäßig spannend.

Als Film wird die Story aber sicher gut funktionieren und nettes Popcorn-Kino bieten. Überraschenderweise funktioniert das auch als Hörbuch ganz gut, wenn man einen talentierten Sprecher hat. Denn der kann, wenn er denn kann, im Kopf des Hörers ein Action-Feuerwerk abbrennen.

_Das Hörerlebnis:_

Die dunkle und rau-kratzige Stimme von Rolf Berg passt sehr gut zu dieser Romanvertonung. Energisch, druckvoll und lautstark verlangt der Sprecher sofort nach Aufmerksamkeit, die er vom Hörer auch bekommt. Lebendig und authentisch kommt sein Vortrag im Ohr an und man hat das Gefühl, als würde man tatsächlich einem Soldaten zuhören, der uns von seiner Entdeckung erzählt. Das klingt bei Rolf Berg wie Action-Kopfkino klingen muss: schnell, hart und dreckig. Passend zum Krieg, der gerade zu Ende gegangen ist.

Aber er kann auch anders, denn nach dem Prolog, den er als Ich-Erzähler und Soldat spricht, bekommt er von der episodenhaften Romanvorlage die Gelegenheit, zu zeigen, dass er auch andere Charaktere lebendig sprechen kann. Plötzlich klingt seine Stimme nicht mehr rau und hart, plötzlich schlüpft in eine andere Rolle und in die Nächste und in die Nächste … Auch die nimmt ihm der Hörer ab, weil er es mit der Modulation der Stimme nie übertreibt, aber dennoch von Kapitel zu Kapitel genug Unterscheidbarkeit zwischen den Charakteren herstellt. Auch als Erzähler kann Berg durch einen lebendigen Stil überzeugen.

Mich hat allerdings gestört, dass er dabei fast durchgängig zu laut gelesen hat. Lautstärke ab und zu als dramaturgisches Mittel einzusetzen, ist absolut ok, passt ja auch zu den ganzen dramatischen Roboter-Geschichten. Aber wenn der Sprecher den Hörer die ganze Zeit anbrüllt, dann wirkt das trotz aller dramatischer Geschehnisse irgendwann unangenehm und der Hörspaß leidet. Da nützt auch ein Herunterregeln der Lautstärke nichts, weil das nichts an der Art und Weise ändert, mit der gelesen wird.

Ein wenig Musik gibts auch zu hören, dramatische und bewegende Orchestermusik, passend zum Action-Kopfkino. Am Anfang und am Ende der Kapitel wird sie unter den Sprecher gemischt.

_Der Autor:_

Daniel H. Wilson wurde am 6. März 1978 in Tulsa, Oklahoma geboren – oder vielleicht doch von Robotern unter die Menschen geschmuggelt: Schon als Kind versuchte er, seinen Computer zum Sprechen zu bringen, und verliebte sich in das Androidenmädchen einer Fernsehserie. Nach der High School studierte Daniel H. Wilson neben Informatik alles, was mit künstlicher Intelligenz zusammenhängt, bevor er 2005 am Institut für Robotertechnik in Pittsburgh den Doktortitel für Robotik erwarb. Neben Artikeln für das „Popular Mechanics Magazine“ veröffentlicht er sehr erfolgreich Anleitungen, wie man einen Roboteraufstand überlebt. Daniel H. Wilson lebt heute in Portland, Oregon in den USA. Seine besten Freunde sind Werkzeuge – und er arbeitet, wie er selbst betont, für die Mächte des Guten. (Verlagsinfo)

_Der Sprecher:_

Rolf Berg ist Schauspieler, Sprecher und Kampfchoreograph. Er spielte an verschiedenen deutschen Theatern und ist in der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“, aber auch vielen anderen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die sechs schlicht weiß bedruckten CDs stecken in Einschüben in einer entfaltbaren Pappbox. Aufgedruckt auf den Einschüben finden wir Infos zu Autor und Sprecher, technische Daten zur Produktion und etwas Eigenwerbung des Verlags für weitere Hörbücher.

_Mein Fazit:_

Die Geschichte ist ein Skript für einen Action-Film, das als Roman nicht funktioniert, weil es wie eine Kurzgeschichtensammlung wirkt, ist es ja im Prinzip auch. Zu episodenhaft, um die Charaktere im Gedächtnis zu behalten und durch den Spoiler am Anfang auch noch unspannend, weil man weiß, wies ausgehen wird.

Als Hörbuch mit einem lebendig erzählenden Sprecher aber, funktioniert es wieder. „Robocalypse“ ist tatsächlich einer der wenigen Fälle, in denen das Hörbuch mehr Spaß bereitet als das Buch. Hier kann sich der Hörer entspannt zurücklehnen und wird vom Sprecher actionträchtig unterhalten. Action-Popcorn-Kino für den Kopf, bunt wie ein Comic, wenn auch ein ziemlich lauter Comic in diesem Fall.

|6 Audio-CDs mit 70 Tracks
Spieldauer: 6:58 Std.
Gelesen von Rolf Berg
Originaltitel: Robopocalypse: How Humanity Survived the Robot Uprising
ISBN-13: 978-3-7857-4571-7|
[www.luebbe.de]http://www.luebbe.de
[www.danielhwilson.blogspot.com]http://www.danielhwilson.blogspot.com

Bei Audible liest Rolf Berg die ungekürzte Version in 12:35 Std. vor.

Der Verlag stellt unter [diesem Link]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/SF-Fantasy/Details/Id/978-3-7857-4571-7# auch eine Hörprobe zur Verfügung.

Perry Rhodan – Suche nach der Erde (Silber Edition 78, Teil 3 von 4)

_|Suche nach der Erde|:_

Teil 1: 325 MB, 3:52 h, 47 Tracks
Teil 2: 334 MB, 3:56 h, 47 Tracks
Teil 3: 380 MB, 4:32 h, 53 Tracks
Teil 4: – erscheint am 11.10.2011 –

_Die Handlung:_

April 3460: Die Milchstraße ächzt unter der Herrschaft der technisch überlegenen Laren und ihrer skrupellosen Helfer, den Überschweren. Perry Rhodan blieb keine andere Wahl, als Erde und Mond in einem gewagten Manöver dem Zugriff der Invasoren zu entziehen: Die Urheimat der Terraner und ihr Trabant gingen durch einen gigantischen Sonnentransmitter, sprangen durch den Hyperraum und rematerialisierten im „Mahlstrom der Sterne“, einem Gebiet des Alls, unendlich weit von dem vorgesehenen Zielpunkt entfernt. Lordadmiral Atlan organisiert derweil den Widerstand gegen die Invasoren – und die Suche nach der verschollenen Erde. Sein Weg führt ihn nach Andromeda, zu sterbenden, von Jahrzehntausende alten Ruinen übersäten Welten und zu einer mysteriösen Geisterflotte. Aber für vier seiner Begleiter erweist sich die Mission als ein Flug durch tausend Höllen …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 78|)

|Dieser Teil|:

Atlan und sein Team erwehren sich der wahnsinngen Embryos und finden mit Hilfe der Graunzer das gesuchte Wissen um die lemurischen Sonnentransmitter. Beim Versuch, den Gercksvira-Sonnentransmitter in Betrieb zu nehmen, wird Atlans Schiff über der Schaltwelt des Transmitters, Peschnath, abgeschossen. Hier begegnet er der schönen Ermigoa Merota, welche ihn stark und schmerzlich an Mirona Thetin erinnert und einen Zellaktivator trägt.

Parellel dazu machen vier Techniker, die versehentlich durch den Sonnentransmitter geschickt wurden, einige interessante und auch unliebsame Entdeckungen und Erstkontakte. Währenddessen macht auch Alaska Saedelaere sich auf den Weg, um eine verschollene lemurische Raumschiffflotte zu finden.

_Mein Eindruck:_

Es geht direkt so dramatisch los, wie der letzte Teil geendet hat. Wir sind auf der Sumpfwelt Tockton, suchen das Zentralarchiv der Lemurer und die wahnsinnigen Embryonen versuchen grad, die Fauna des Planeten so zu manipulieren, dass sie unseren Einsatztrupp tötet.

Auch Tom Jacobs macht da weiter, wo er vor drei Wochen aufgehört hat. Mit gewohnt vollem Einsatz vor dem Mikro bringt er sofort die dramatische Situation auf Tockton ins Kopfkino des Hörers. Souverän bringt er auch den Rest des als Vorlage dienenden Heftromans zu Ende, der gegen Ende des letzten Teils unterbrochen wurde.

Ohne Atempause fiebert der Hörer sofort mit dem Außenteam mit und kann sich erst nach einer guten Stunde mit ihm zusammen ausruhen, als die Embryos endlich bezwungen und der Planet verlassen ist. Danach ist Jacobs‘ Talent gefordert, den vielen auch außerirdischen Charakteren, die sich unterhalten, viele verschiedene Stimmmodulationen und angenehm anzuhörende Akzente zuteil werden zu lassen, damit man sie auseinanderhalten kann. Auch das gelingt ihm gewohnt gut. Einzig Galbraith Deightons amerikanischer Akzent klingt ein wenig übertrieben.

Als die Handlung dann auf einmal zu einem dramatischen Liebesroman wird, sagt dem Hörer ein ängstlicher Blick zum MP3-Player, dass ihm noch gute drei Stunden bevorstehen. Der zu diesem Zeitpunkt vertonte Roman heißt „Das Mädchen von Lemuria“, aber das hält nicht nur Atlan, sondern auch den Hörer auf. Denn nicht nur der möchte eigentlich den Sonnentransmitter mit dem notdürftig reparierten Dummy-Lemurerschiff getestet haben, um die vor tausenden von Jahren durch gerade diesen Transmitter verschwundenen 22.000 Lemurerschiffe zu finden und sich nicht mit einer Weltraumfurie herumschlagen.

Und während sich Atlan und Ermigoa mit für den Erscheinungszeitpunkt des Romans (1974) passend klingenden Begriffen wie „Schuft“ und „Närrin“ beschimpfen, kann Tom Jacobs wieder einmal zeigen, dass er vor dem Mikro genauso wild werden kann, wie die beiden Kontrahenten.

Zum Hörer-Glück wechselt die Handlung dann aber auch wieder. Der Dummy-Raumschiff-Abstrahl-Test hatte funktioniert. Leider wurden dabei aber in der Hektik vier Techniker vergessen, die zum Abstrahlzeitpunkt noch an Bord waren. Und mit ihnen zusammen orientiert sich der Hörer dann am unbekannten Ankuftsort neu und macht in den letzten 90 Minuten noch ein paar spannende Entdeckungen. Und auch Alaska Saedelaere macht sich auf die Suche nach den 22.000 verschollenen Raumschiffen.

Das ansatzlose Wechseln zwischen diesen beiden Handlungsfäden kann zu Verwirrungen beim Hörer führen, weil sie nicht durch Musik oder Effekte kenntlich gemacht werden. Aufpassen ist also zu jeder Zeit angesagt.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die 53 Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 683 „Das Mädchen von Lemuria“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

_Mein Fazit:_

Das Abenteuer, das vor drei Wochen unterbrochen wurde, wird hier zu Ende gebracht und ein Neues wird gestartet. Parallel gibts noch ein Liebes-Drama, das ein wenig ablenkt und aufhält. Dann aber gehts spannend an anderer Stelle weiter. Tom Jacobs agiert überragend vor dem Mikro und lässt nicht den Hauch von Langeweile aufkommen.

Eine dramatische Begegnung, von der der Hörer schon weiß und die die vier Techniker fürchten, verschiebt sich aber auf den nächsten Teil. Schade, denn auch die wird sicher interessant werden.

|MP3-Download mit ca. 380 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:32 h
Anzahl der Tracks: 53
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943013078|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 78| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 11. Oktober 2011 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

Stephan Brüggenthies – Der geheimnislose Junge (Lesung)

Das Kinderbordell im Schloss der Liebe

Ein Essen mit den Eltern seiner jugendlichen Freundin? Zbigniew, sprich Dz-big-niäff, Meier, Hauptkommissar im KK51 der Kölner City-Polizei Stolkgasse, hat ziemlich schlechte Laune, bevor er von seinem türkischen Kollegen Zeynel in einen vermeintlichen Routinefall hineingezogen wird: Ein Junge wird von seinen Eltern vermisst. Je mehr Meier über das vermögende Elternhaus und den wohlbehüteten Schüler eines Kölner Elitegymnasiums in Erfahrung bringt, desto sicherer ist er, dass der 15-jährige Timo einfach abgehauen ist.

Kurz darauf wird in Turin der Torso eines Jungen gefunden, der missbraucht und grausam verstümmelt wurde. Auf seinem Rücken eingezeichnet: eine Karte von Frankreich. Und obwohl der tote Junge nicht Timo ist, glaubt Zbigniew Meier an einen Zusammenhang. Auf eigene Faust macht er sich auf den Weg nach Houlgate in der Normandie – an jenen Ort, an dem Timo mit seiner Familie den letzten Urlaub verbracht hat und an dem sich sein Leben entscheidend verändern sollte. (Verlagsinfo)
Stephan Brüggenthies – Der geheimnislose Junge (Lesung) weiterlesen

Safier, David – Happy Family (Lesung)

_Bei Familie Wünschmann_ sieht es nicht rosig aus, Mama Emmas Jugendbuchladen steht kurz vor der Pleite, Papa Frank ist dem Burn-out nahe, Tochter Fee wird sitzenbleiben und der hochbegabte Sohn Max wird an seiner Schule gemobbt. Das führt zu heftigen Streitigkeiten.

Immerhin hegt Mama Emma einen Hoffnungsschimmer. Von einer früheren Arbeitskollegin wird sie zu einer Veranstaltung geladen, bei der Stephenie Meyer den vierten und letzten Band ihrer „Bis(s)“-Saga vorstellt. Hier hofft sie nicht nur Stephenie Meyer davon zu überzeugen, eine Lesung in ihrer Buchhandlung zu halten. Auch hofft Emma, ihre ehemalige Kollegin mit ihrer „wunderbaren“ Familie neidisch zu machen. Emma hat verstanden, dass es sich bei der Veranstaltung um ein Kostümfest handelt und so kommt Emma mit ihrer widerwilligen Familie als Monster verkleidet zu der Buchpremiere. Leider hat Emma das mit den Kostümen völlig missverstanden und so ist die vierköpfige Familie Wünschmann als Einzige verkleidet. Doch nicht nur das sorgt dafür, dass der Abend in einem Desaster endet.

Gekrönt wird dieser Abend, als die Familie auf dem Heimweg der Hexe Baba Jaga begegnet. Baba Jaga verflucht die vier streitenden Wünschmanns. Plötzlich ist Emma eine leibhaftige Vampirin, Frank ist zu Frankensteins Monster geworden, Fee eine Mumie und Max ein Werwolf.

Gemeinsam beschließen die frischgebackenen Monster die Hexe zu jagen, um die Rückverwandlung zu erzwingen. Hilfe bekommen die Vier von Emmas Angestellten und ausgerechnet Max Widersacherin Jacqueline.

Wird es Familie Wünschmann gelingen, den Fluch zu brechen und obendrein wieder eine glückliche Familie zu werden?

_Kritik_

Mit „Happy Family“ ist David Safier wieder einmal ein äußerst humorvoller Roman gelungen. Aber nicht nur der brillante Humor überzeugt, auch eine gewisse Ernsthaftigkeit kommt in „Happy Family“ zum Tragen.

Klar verständlich und mit einer Menge Wortwitz erzählt der Autor uns Hörern die Geschichte der Wünschmanns. Dank des lockeren Stils des Autors finden die Hörer schnell in die Geschichte hinein und erleben so ein paar lustige Stunden. Die unter den Familienmitgliedern geführten Dialoge laden nicht nur zum Schmunzeln ein, da David Safier auch die Geschichte einer Familie, die zu scheitern droht, erzählt. Gekonnt verwebt der Autor das Elend der einst so hoffnungsvollen Familie in die Satire. David Safier schickt seine Protagonisten auf eine Jagd nach dem Glück, die trotz der Fantasy sehr dicht an der Realität bleibt. Dabei übertreibt der Autor manchmal so sehr, dass dem Hörer schnell die Lachtränen kommen.

Die Familienmitglieder erzählen in den ihnen zugedachten Kapiteln das Leben aus ihrer jeweiligen Perspektive. So erfährt der Hörer schnell, wie es in den einzelnen Seelen aussieht und lacht und leidet mit ihnen.

Authentisch und lebendig wurden die Protagonisten konzipiert. Emma ist zutiefst unglücklich und befürchtet nicht nur ihren Mann verloren zu haben, sondern auch ihre Kinder. Wegen Kleinigkeiten kommt es zu großen Streitigkeiten, besonders mit Tochter Fee. Fee, inmitten der Pubertät, weiß mit ihrem Leben nichts anzufangen und momentan sind Jungs sowieso viel aufregender als Schule und andere Pflichten. So geraten Emma und Fee oft aneinander und suchen darüber hinaus die Schuld für das eigene Versagen gerne beim anderen. Frank bekommt hingegen kaum mit was mit seiner Familie passiert, er fühlt sich in einem Laufrad gefangen, das nur noch aus Arbeit besteht, und er sieht kaum eine Chance, dies zu ändern. So versinkt der Vater in einem Burn-out und hat kaum mehr Kraft sich am Familienleben zu beteiligen. Max, ein Bücherwurm und zudem auch noch hochbegabt, ist ein sehr einfaches Kind und fällt kaum auf, da er so aber kaum beachtet wird, fühlt er sich nicht geliebt.

Die fünf CDs sind in einer Jewel-Case-Box untergebracht. Das gelbe Cover strahlt und die Protagonisten sind in ihrer Form als Monster abgebildet. Auf der Rückseite sind der Klappentext sowie Informationen zu den Sprechern und dem Autor zu finden. Auf ein Booklet wurde verzichtet, dafür findet sich im Inneren der Hülle das komplette Verlagsprogramm.

_Das Hörerlebnis_

Drei Sprecher machen das Hörerlebnis in „Happy Family“ zu einem perfekten Hörerlebnis.

Cathlen Gawlich hat die Rolle von Mama Emma übernommen und schafft es, diese Figur zum Leben zu erwecken. Cathlen Gawlich bringt die widerstreitenden Gefühle von Emma perfekt zum Ausdruck und durch ihre einzigartige Klangfarbe und die gekonnte Betonung spiegelt sie Emma wieder. Josefine Preuß liest den Part von Tochter Fee. Mit ihrer jugendlichen Stimme passt Josefine Preuß perfekt zu der pubertierenden Tochter und schafft es, die Gefühlsschwankungen Fees wiederzuspiegeln. So bekommt das kleine stark liebebedürftige Kind und auch die aufsässige Heranwachsende eine Stimme, die perfekt passt und authentisch ist. Ausdrucksstark präsentiert sich auch Stefan Kaminski, der die Rollen von Frank und Max innehat. Anfangs klingt Stefan Kaminski für Max zwar noch viel zu erwachsen, die Stimme zu tief, aber sobald aus Max ein Werwolf wird, passt das Timbre des Sprechers perfekt.

Zusammen lesen Cathlen Gawlich, Josefine Preuß und Stefan Kaminski die satirische Geschichte so authentisch und lebendig, dass keine Wünsche offenbleiben.

_Autor_

David Safier, 1966 geboren, zählt zu den erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre. Seine Romane „Mieses Karma“, „Jesus liebt mich“ und „Plötzlich Shakespeare“ erreichten Millionenauflagen. Neben seiner Schriftstellertätigkeit arbeitet David Safier als Drehbuchautor. Für seine TV-Serie „Berlin, Berlin“ gewann er den Grimme-Preis sowie den Emmy.

_Die Sprecher_

_Cathlen Gawlich_ ist eine beliebte Synchron- und Hörspielsprecherin. Ihre enorm wandlungsfähige Stimme und ihr großes komisches Talent machen sie zur Idealbesetzung für „Happy Family“.

_Stefan Kaminski_ gehört zum Ensemble des Deutschen Theaters Berlin. Er ist ein ungeheuer ausdrucksstarker, vielseitiger Hörbuchsprecher, der es wie kaum ein anderer versteht, mit seinen nuancenreichen Lesungen zu fesseln und zu begeistern.
Mehr Infos zu ihm gibt es hier: [www.kaminski-on-air.de]http://www.kaminski-on-air.de

_Josefine Preuß_ ist als Tochter Lena in „Türkisch für Anfänger“ bekannt. Mit ihrer temperamentvollen, mädchenhaften Stimme hat die beliebte Schauspielerin schon viele Hörbücher mit großem Erfolg eingelesen. Mehr Infos zu ihr gibt es hier: [www.josefinepreuss.com]http://www.josefinepreuss.com

_Fazit_

Mit „Happy Family“ ist David Safier wieder einmal ein humorvoller Roman gelungen, der den Alltag auf die Schippe nimmt. Mit viel Wortwitz schafft es der Autor, einen heiteren Roman zu einem leider alltäglichen Thema zu schreiben. David Safiers Bücher sind nicht nur urkomisch, es steckt auch eine Botschaft in ihnen, was diese so besonders macht. Allerdings muss der Hörer den Humor von David Safier mögen.

Die Sprecher Cathlen Gawlich, Josefine Preuß und Stefan Kaminski lassen das Hörbuch zu einem besonderen Erlebnis werden. Ausdrucksstark und wandlungsfähig erzählen die Sprecher jeweils aus der Sicht „ihrer“ Protagonisten. Alle drei sind absolute Idealbesetzungen für „Happy Family“.

Mich persönlich hat das Hörbuch begeistert und ich konnte nicht genug davon bekommen. Fans von David Safier ist „Happy Family“ absolut ans Herz zu legen, hier überzeugen Autor und die Sprecher gleichermaßen.

|5 Audio CDs mit 369 Minuten Spieldauer
ISBN-13: 978-3839811153|
[www.argon-verlag.de]http://www.argon-verlag.de

_David Safier bei |Buchwurm.info|:_
[„Mieses Karma“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3977
[„Mieses Karma“ (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5126
[„Jesus liebt mich“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5337
[„Plötzlich Shakespeare“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6231

John Sinclair – Die Leichenkutsche von London (Folge 68)

_Die Handlung:_

Rod Kane zog seine Luger und schritt leicht gebückt und nach allen Seiten blickend in den Garten. Das diffuse Mondlicht tauchte das Gelände in ein unheimliches Grau. Plötzlich hörte er das Geräusch. Ein Wiehern. Kane fuhr herum – und erblasste. Mitten auf dem Rasen stand sie. Eine Kutsche. Eine schwarzlackierte Leichenkutsche, vor die zwei ebenfalls pechschwarze Pferde gespannt waren. Die Augen der Tiere leuchteten in einem tiefen rot. Rod wusste, dass nun etwas Schreckliches geschehen würde. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dieses Mal beglückt uns das Sinclair-Team mit der Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 214, der erstmalig im Jahr 1982 an den Kiosken zu kaufen war. Den Hörer erwartet aber hier nicht das übliche Sinclair-gegen-das-Böse, sondern ein reinrassiger Krimi. Dass dabei ein Dämon auftritt, ist schon fast Nebensache.

Der Dämon Xorron soll für den Mafiaboss Logan Costello einige „Mitbewerber“ töten, damit er mit Solo Morassos (alias Dr. Tod) Hilfe die Londoner Unterwelt kontrollieren kann. Dazu ist er mit der titelgebenden Leichenkutsche unterwegs. Erst stirbt Rod Kane, dann Jason Frogg und dann ist Wesley Steele sein Ziel. Ein weiterer Bösewicht begeht lieber Selbstmord, bevor der Dämon auch ihn erwischen kann. So will Costello eine Message an die gesamte Unterwelt senden und sich zum Boss der Bosse aufschwingen.

John trifft zwar zwischendurch auch auf Xorron, der macht sich aber lieber aus dem Staub, anstatt Sinclair auch anzugreifen. Er hat halt andere Aufträge. Den Höhepunkt hat die Folge gegen Ende dann in der Disco „Rave In“. In der Romanvorlage hieß der Tanzpalast noch „Come In“, das klang den Machern wohl nicht mehr zeitgemäß. Was mir nicht mehr zeitgemäß klang, war das gegenseitige Ansprechen mit „Alter“. Das passt vielleicht bei jüngeren Darstellern noch, aber nicht bei hörbar erwachsenen Männern. Da hätte es ein „Mann“ auch getan.

Die kleine Überraschung, die am Ende dann Jane zuteilwird, hätte der Hörer dann auch gern John Sinclair erzählt. Dessen Reaktion wurde aber wohl auf die nächste Folge verschoben.

_Das Hörerlebnis:_

Was es hier nicht an Kampf gegen das Böse gibt, gibts in ausführlichen Beschreibungen der Morde und den zerquetschten Organen. Garniert mit reichlich vielen Kraftausdrücken und Flüchen.

Diesmal sind auch die Effekte extrem „matschig“ und das Horror-Kopfkino kriegt schon fast eine Überdosis an Blut auf die Leinwand gespritzt. Einen kurzen Zwischengrinser kann der Hörer einlegen, wenn Lana Leroy zu Pornomusik tanzt und der eigentlich sonst so gruselig erzählende Joachim Kerzel plötzlich ganz süffisant und lasziv die Szene beschreibt.

Alle Sprecher machen einen prima Job, wie man es von der Serie gewohnt ist. Oliver Kalkofe brachte mich mit seinem für meinen Geschmack leicht übertrieben Einsatz zum Grinsen. Der DJ in der Disco klingt ein wenig abgelesen und leblos. Leblos ist er auch wenig später, nachdem er extrem grafisch zu Tode gekommen ist.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler – Joachim Kerzel
John Sinclair – Frank Glaubrecht
Suko – Martin May
Sir James Powell – Karlheinz Tafe
Jane Collins – Franziska Pigulla
Wesley Steele – Rainer Fritzsche
Jason Frogg – Wolfgang Bahro
Mark – Oliver Kalkofe
Digger – Jan Spitzer
Randy – Markus Pfeiffer
Lana – Marie Bierstedt
Xorron – Udo Schenk
Logan Costello – Bernd Vollbrecht
Rod Kane – Kaspar Eichel
DJ – Ralph Caspers
Roddy – Tobias Kluckert
Peter – Phillip Schepmann
sowie Christian Schult, Thomas Nero Wolff, Dietmar Wunder, Gerrit Schmidt-Foss, Jörg Döring, Fred Bogner, Hans-Georg Paczak, Jörg Hengstler, Thomas Nokielski

|Technik-Credits:|

Produktion: Ales Stelkens (WortArt), Marc sieper (Lübbe Audio)
Realisation: Ila Schnier von Wittich
Tontechnik und SChnitt: ear2brain productions
Buch und Regie: Oliver Döring

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Diesmal keine John-gegen-das-Böse-Folge, sondern ein Bandenkrieg in der Londoner Unterwelt, mit einem Dämon als Auftragskiller. Sehr grafisch für die Ohren garniert, noch grafischer, als man das sonst gewohnt ist.

|Audio-CD mit ca. 49 Minuten Spieldauer
ISBN-13: 978-3-7857-4474-1|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_
[„Der Anfang“ 1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“ 2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“ 3564
[„Im Nachtclub der Vampire“ 2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“ 2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“ 2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“ 2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“ 2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“ 2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“ 2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“ 2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“ 2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“ 2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“ 4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“ 4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“ 4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“ 4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“ 4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“ 4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“ 5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“ 5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“ 5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“ 5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“ 3473 (Buch)
[„Im Jenseits verurteilt“ (Folge 57)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6469
[„Sakuro, der Dämon“ (Classics, Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6765
[„Das Erbe des Schwarzen Tods“ (Folge 59)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6768
[„Verlorene Seelen“ (John-Sinclair-Jubiläumsbox)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6846
[„Ich stieß das Tor zur Hölle auf“ (Folge 60)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6888
[„Im Zentrum des Schreckens“ (Folge 61)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6889
[„Bring mir den Kopf von Asmodina“ (Folge 62)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6890
[„Tokatas Todesspur“ (Folge 63)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7004
[„Die Leichenkutsche von London“ (Folge 68)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7370

Minninger, André (Adaption) / Sonnleitner, Marco (Autor) – Die drei ??? – Stadt der Vampire (Hörspiel) (Folge 140)

Zu der Zeit als Fall 140 der drei Detektive die Buchläden erreichte, schwelte ein inzwischen fast schon legendär gewordener Lizenzstreit zwischen Stammverlag |Kosmos| und den |EUROPA|-Studios, in dessen Konsequenz und in einem Anflug zivilen Ungehorsams Letztere die Serie „Die Dr3i“ auf Basis der originalen Figuren von Robert Arthur als Hörspiele auflegten. Glücklicherweise wurde der Zwist schon bald beigelegt und die drei ??? durften endlich – seit inzwischen 30 Jahren gewohnter Manier – auch wieder in den Hörspielen ermitteln und die „Dr3i“ wurden zur großen Freude der Fans eingestellt. Marco Sonnleitners „Stadt der Vampire“ von 2008 brauchte dennoch immerhin noch zwei volle Jahre bis zu seiner Vertonung.

_Zur Story_

Justus, Peter und Bob sind in den Ferien des Detektivtreibens ein wenig überdrüssig und machen sich auf in die nahen Rocky Mountains. Einfach mal ein wenig wandern und die Seele baumeln lassen. Eine kleine, versteckt liegende Ortschaft erregt ihre Neugier schon von Weitem und weckt zudem Sehnsüchte nach einem Gasthaus mit saftigen Steaks und Fritten – statt Konserven vom Gaskocher. „Yonderwood“, wie Bobs Karte verrät, wird aber wohl zumindest einen Laden haben, damit sich die Jungs mit einigen Vorräten eindecken können. Da auch noch ein Unwetter heraufzieht, beeilen sie sich das Kaff rechtzeitig zu erreichen. Das bietet allerdings auch ohne das nun einsetzende Gewitter ein gespenstisches Bild. Die Hälfte der Häuser scheint verlassen und kurz darauf, in der mit Kreuzen und Knoblauch überdekorierten Dorfkneipe, bereitet man ihnen einen höchst eisigen Empfang. Immerhin gelangen sie doch noch zum Drugstore, wo Betreiberin Josy ihnen nach anfänglichem, peinlichem Zögern auch verrät, warum alle hier so komisch sind: In Yonderwood geht seit geraumer Zeit ein Vampir um.

_Eindrücke_

Der Beginn ist viel versprechend, wenn auch nicht sonderlich neu: Die drei ??? in den Bergen? Das hatten wir alles schon bei „Nebelberg“ & Co. Jammern auf hohem Niveau?. Vielleicht. Grund für des Rezensenten bereits recht früh einsetzenden Missmut ist aber schon die von Beginn an nicht wirklich überzeugende Produktion. Das fängt bei Bobs langwierigem Zählen der Blitz-/Donner-Zeiten an und geht über sein nerviges Gestammel beim Lesen der Landkarte bis hin zu ebensolchem im Pub. Dort befinden sich die Sprecher allerdings in bester – respektive schlechter – Gesellschaft, denn insbesondere diese Szene ist an falscher wie liebloser Betonung der hölzernen Dialoge kaum zu übertreffen. Doch. Gastsprecher und Schauspiel-Legende Gerd Baltus als sabbernder und vollkommen unglaubwürdig klingender Pfarrer schießt diesbezüglich den Vogel noch ab.

Irgendwie will bei den Sprechern diesmal der Funke nicht so recht überspringen. Ausnahmen sind Lily Draeger und Sascha Rotermund, deren Performance ausgezeichnet ist, ansonsten ist „lustlos“ die passendste Vokabel, selbst Oliver Rohrbecks fehlerhaftes „YonderHOOD“ blieb von der Regie offenbar unbemerkt. Ein Grund könnte die gegenüber dem Buch arg eingedampfte Geschichte sein, der man ausgerechnet für die Hörspieladaption einige wichtige und spannungsförderliche sowie sinnstiftende Schlüsselmomente gestrichen hat. Damit ist sie lahm, wirr und zahnlos (nettes Bild bei einer Vampirgeschichte) geworden, vielleicht schlug das allen Beteiligten etwas aufs Gemüt. Lediglich die Musik weiß zu gefallen, vor allem das sakrale Orgelspiel passt sehr gut ins Szenario, doch auch die Sound-Bites der seligen (Ur-)Hui Buh Ära sind artgerecht verwendet.

Die Buchvorlage hatte eigentlich nur einen wirklichen Schwachpunkt und der lag darin, dass der Übeltäter ohne Not das ganze Brimborium veranstaltet und sich somit quasi (und vollkommen unnötigerweise) grade dadurch selbst ein Bein stellt. Natürlich gehören solcherlei nicht immer ganz nachvollziehbares Gehabe und Übertreibung auch irgendwie zu einem drei-???-Fall wie das Pflegen bestimmter Klischees. Allerdings ist bei der Umsetzung einiges schiefgegangen. Zum Beispiel die gefundene Patronenhülse im Grab, aus der dann später beim großen, pathetischen Justus-erklärt-allen-mal-wieder-alles-haarklein-Finale ein Projektil wird. Letzteres ist übrigens korrekt, logisch und vorlagenkonform. Die Hülse hat sich fälschlicher- wie frecherweise ins Drehbuch geschlichen. Wie so manche andere kleine Seltsamkeit, die erst mit Kenntnis des Buches plötzlich sinniger erscheint. Details seien hier aus Gründen des letzten bisschen Spannungserhalts verschwiegen.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

_Sprecher und Figuren_

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Lili Draeger (Josy McDonaghough), Christian Senger (Homer Diesel), Annabelle Krieg (Mary Stamper), Klaus Dittmann (Otis Stamper), Eckehard Dux (Jonathan Black), Sascha Rotermund (Miles Black), Steffi Kirchberger (Klara Kowalski), Gustav A. Artz (Silverster Proud), Gerd Baltus (Pfarrer Clark)

_Fazit_

Während das Buch trotz seines nicht immer ganz plausiblen Grundgerüsts trotzdem zu überzeugen weiß, präsentiert sich das gleichnamige Hörspiel als höchst alberner Abklatsch. Ausgerechnet die Stellen, an denen die Vorlage es versteht Spannung und Atmosphäre aufzubauen, griff hier der Rotstift vollkommen unverständlich ein. Auf der anderen Seite wurden dafür ziemlich unwichtige Szenen in die Länge gezogen und die eigentlich spannende und mysteriöse Geschichte mit unterdurchschnittlicher Sprecher- sowie Regieleistung endgültig zunichtegemacht. Von einigen Logiklöchern mal ganz zu schweigen. Kleiner Trost: Die Vorlage füllt diese auf unterhaltsame Art auf, es lohnt sich also, das Buch in die Hand zu nehmen. Für die ziemlich vergeigte Adaption zeigt der Daumen jedoch deutlich nach unten.

|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 82 Minuten
Erzählt von Marco Sonnleitner nach Figuren von Robert Arthur
EAN: 886974414025|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

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